Die Zukunft von Drägerwerk seit Corona (Seite 92)

eröffnet am 22.04.20 12:55:47 von
neuester Beitrag 26.11.20 15:33:36 von


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20.10.20 10:13:04
Beitrag Nr. 911 ()
#johnny
Egal, ob Dräger zu Zukunftsaussichten schweigt, diese positiv oder negativ darstellt, Einfluss auf die Entwicklung der Firma und den langfristigen Aktienkurs, hat das nicht. Sicherlich schmerzt auch mich als Aktionär, so eine Prognose. Aber viel mehr würde mich das "ERST ein optimistischer Ausblick, dann eine schrittweise Revision"-Spielchen und die Erkenntnis "die Scheisser MÜSSEN das doch gewusst haben" aufregen! Übrigens stammt die Prognose für 2021 VOR dem neuerlichen massiven Ausbruch.

#factsolni
Dividende ist linke Tasche, rechte Tasche - eine Auszahlung egal ob und wenn ja wie hoch - ändert NICHTS an dem Wert einer Firma. WER eine Auszahlung will, soll halt Aktien verkaufen - DA kann ich immerhin noch selbst entscheiden OB, WIEVIEL......UND......in welchem individuellen Steuerjahr, ich verkaufen will.
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20.10.20 11:09:03
Beitrag Nr. 912 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.434.182 von BrokerPK am 19.10.20 20:37:25
Zitat von BrokerPK: Eine Philips hat heute vorgemacht wo die Reise hingeht (und wird mit einem KGV von 23 bewertet im Gegensatz zum einstelligen KGV von Dräger).
Einstelliges Draeger-KGV?
Mir wird anderes angezeigt.
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20.10.20 11:18:35
Beitrag Nr. 913 ()
@hossinger
So wie Du es beschreibst, wären Dividenden grober Unfug. Ich bin da anderer Meinung.
Natürlich ist ein Start-up anders zu betrachten als ein "alteingesessenes" Familienunternehmen mit begrenztem Wachstum.
Bei letzteren halte ich die Ausschüttung eines angemessenen Teils des Jahresüberschusses, z. B. 50%, für richtig.

Wenn eine Firma, die ein originäres Geschäft hat, immer nur thesauriert, geht es eines Tages schief.
Die Geschichte der Digital Equipment Corporation ist da einschlägig.

(nein, m. E. kann die Betrachtung der Arbeitsweise des Herrn Buffett - den ich ansonsten durchaus bewundere - hier keine Maßstäbe liefern. Berkshire Hathaway kann Gewinne unbegrenzt reinvestieren und wachsen. )
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20.10.20 11:30:26
Beitrag Nr. 914 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.438.748 von Informierer am 20.10.20 11:09:03
KGV
KGV ist aktuell 9 (der Branchenschnitt bei 16,5, Philips bei 23).

Historischer Median bei Dräger bei 12,75.
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20.10.20 11:46:47
Beitrag Nr. 915 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.438.874 von factsolni am 20.10.20 11:18:35Warum und was soll denn, bei Thesaurierung, im ordinären Geschäft schief gehen? Variante a: Firma schüttet Dividenden aus und muss SOFORT die jeweils gültigen Ausschüttungssteuern zahlen....Variante b: Firma behält nicht nur den ausgeschütteten Betrag, sondern auch die Ausschüttungssteuern als Rückstellung, kann Fremdfinanzierung/Fremdeinfluss begrenzen, bekommt doch noch benötigte Kredite (wegen höherer EK-Deckung) günstiger und hat Luft für mehr Forschung, das Ausnutzen von Gelegenheiten usw......UND.....sollten mal wieder Verluste erwirtschaftet werden, kann ich diese mit den früheren Gewinnen verrechnen.

Ich habe in meiner GmbH noch nie Gewinne ausgeschüttet. Da die Gewinne steigen, erhöhe ich mir eben mein Gehalt (spart Steuern) und würde mir lieber notfalls einen Firmenkredit genehmigen.
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20.10.20 12:41:59
Beitrag Nr. 916 ()
Das Thema Dividende und KGV
ist bei Drägerwerk nicht ganz einfach.

Wenn man das KGV als hypothetische Vollausschüttung anwendet, dann sind die
Steuerzahlungen und Genussscheine einzubeziehen.

Für 2020 wäre danach eine Vollausschüttung von ca. 8 € zu erwarten und es errechnet
sich für die Vorzugsaktie ein KGV von zur Zeit knapp 9. Dafür ist ein EBIT von ca. 350
Millionen € notwendig.

Andererseits zahlt Drägerwerk kaum Dividende, um bis einschließlich 2022 sämtliche
Genussscheine abzulösen, wofür insgesamt ca. 460 Millionen € notwendig sind.

Interessant ist die Frage, welches EBIT wird Drägerwerk nach 2022 benötigen, um
ebenfalls auf ein KGV von 9 zu kommen?

Meine Antwort auf diese Frage ist, dass anstelle 350 ca. 240 Mio. € reichen dürften.

Im Umkehrschluss würden 350 Mio. € EBIT für eine hypothetische Vollausschüttung
von ca. 11,60 € reichen.


Was bedeutet das für uns als Anleger?

Wir möchten natürlich Gewinne erzielen und für mich ist die wichtigste Frage, welche
Ergebnisse muss Drägerwerk nachhaltig liefern, damit zumindest die aktuellen Kurse
verteidigt werden können? Das beziehe ich mal auf die Zeit nach den Genussscheinen.

Meine Einschätzung dazu: Ca. 100 Millionen € EBIT ab 2023 sollten das bewirken.

Bereits in 2019 reichte der Umsatz nahe an 3 Milliarden €. In 2020 wird er über 3
Milliarden ausfallen und ich erwarte, dass in 2021 ff die Marke 3 Milliarden gehalten
und ausgebaut werden kann.

Das Zahlenwerk steht gemäß meiner Eindrücke im Ergebnis für ein überschaubares Risiko.


Wo ist die Chance?

Aktuell sehe ich diese in der Tatsache, dass Q2 mit 102 Mio. € EBIT herausragend ausfiel,
Q3 mit 127 Mio. € EBIT noch eine deutliche Schippe drauflegen konnte und für Q4 wird
mit großer Wahrscheinlichkeit ein erneut noch besseres Ergebnis erzielt.

Ein gutes Q1 in 2021 wäre dann der Schlüssel für eine deutlich positive Überraschung.
Wo soll die herkommen?

Klare Antwort:
Es sind dann bereits 32% der Genussscheine vom Tisch und Q1-2021 wird wieder besonders
gut ausfallen, weil Corona über Winter leider hart zuschlagen wird.

Vier aufeinander folgende Quartale mit einem aufaddierten, möglichen EBIT von ca. 500 Mio. €
wird der Markt nicht mehr ignorieren können - zumal mit Wegfall von 32 % der Genussscheine
der Fingerzeig auf Wegfall aller Genussscheine deutlich wird.

Man kann dann argumentieren, dass das annualisierte Ergebnis für eine perspektivische
Vollausschüttung von ca. 16,50 € je Aktie steht.
:D

Da die Zahlen für Q1-2021 Mitte April 2021 zu erwarten sind, stelle ich mich so oder so auf
6 Monate Geduld ein. ;)
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20.10.20 14:23:24
Beitrag Nr. 917 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.439.816 von Puhug am 20.10.20 12:41:59Wenn es so ist wie Du schreibst, dann wäre es wohl vernünftig erst März / April in Dräger zu investieren.
Bei der aktuellen Abwärtsdynamik, sollten dann die Vorzüge um die 50€ zu haben sein.
Hoffe es wird sich nicht in diese Richtung entwickeln
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20.10.20 15:13:26
Beitrag Nr. 918 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.440.875 von Mitleser0815 am 20.10.20 14:23:24
Gegenvorschlag
und bitte mögliche Ausreißer nach Oben bedenken. :D


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20.10.20 15:17:52
Beitrag Nr. 919 ()
Die Vorzüge notieren aktuell bei ca. 70 Euro, Market Cap auf Basis Vorzüge Kurs ca. EUR 1,3 Mrd. ex Genußscheine. Bei einem fairen KGV von 13, also deutlich unter Industriestandard, benötigt man ex Genußscheine EUR 100 Mio. EAT und EUR 140 Mio. EBT.

Bei EUR 3,0 Mrd. Umsatz wären die EUR 140 Mio. EBIT eine Marge von 4,7%.

Das ist für Dräger das was man erwarten darf. Margen von 10 - 15% sind dauerhaft nicht realistisch.

Ganz interessant in diesem Zusammenhang ist die gestrige Meldung von Philips:

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Der Auftragseingang des Konzerns ging vergleichbar um 18 Prozent zurück. Hier spielte auch die Teilstornierung der USA für neue Beatmungsgeräte eine Rolle. Bereinigt um diesen Effekt verzeichnete Philips ein Plus des Neugeschäfts um 3 Prozent. Die Teilstornierung hatte Ende August zu einer Senkung der Ergebnisprognose des Konzerns für das Gesamtjahr geführt. Diese Prognose bestätigte Philips nun. Das Unternehmen geht weiter von einem leichten Umsatzwachstum sowie einer bereinigten operativen Marge (Ebita) auf Vorjahresniveau aus. Im dritten Quartal stieg diese Kennziffer um 3 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent. Er sehe weiter Unsicherheit und Unbeständigkeit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie weltweit, erklärte Vorstandschef Frans van Houten. Das Auftragsbuch bleibe jedoch solide gefüllt.

Zudem legte Philips neue mittelfristige Wachstumsziele vor. Unter anderem soll der Umsatz vergleichbar im Schnitt um 5 bis 6 Prozent jährlich wachsen, wobei alle Geschäftsbereiche in dieser Spanne liegen sollen. Für das kommende Jahr zeigte sich das Management jedoch wegen des unsicheren Umfeldes noch vorsichtig. 2021 soll das Wachstum daher noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen. Dem JPMorgan-Analyst Adlington zufolge liegt das neue Wachstumsziel über dem des vergangenen Vierjahreszeitraums, für den Philips ein vergleichbares Umsatzplus von 4 bis 6 Prozent avisiert hatte. Nicht in der Prognose enthalten sind die Umsätze mit Haushaltsgeräten, für das Philips eine Abtrennung vorsieht, die im dritten Quartal 2021 abgeschlossen werden soll.

Auch die Profitabilität soll mittelfristig zulegen. Hier plant Philips eine durchschnittliche Verbesserung der bereinigten Ebita-Marge von 0,6 bis 0,8 Prozentpunkten ab 2021. 2025 soll die Marge dann im hohen Zehner-Prozent-Bereich liegen, hieß es. Zudem strebt der Konzern bis 2025 einen freien Mittelzufluss von mehr als 2 Milliarden an./nas/ngu/fba

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Philips ist also recht zuversichtlich, in den Jahren nach Covid-19 weiter 5-6% Umsatzwachstum und gleichzeitig eine jährliche EBITA-Margensteigerung von 0,6 - 0,8% p.a. erzielen zu können, die 2025 dann bei ca. 18% erwartet wird.

KGV 2020 Philips ca. 23
KGV 2020 Siemens Healthineers ca. 25
Dividendenrendite jeweils ca. 2%

Vermutlich wird die Dräger Aktie erst nenneswert und nachhaltig steigen, wenn ein solches Szenario auch bei Dräger sichtbar wird. Dies dürfte aber länger dauern (Q4/2021?), als die meisten warten wollen. Insofern wundern auch die sinkenden Kurse nicht.

Sofern man die Margenerwartung von 4,7% auf 9,4% verdoppeln könnte, wäre beim KGV Platz bis etwa 18 - 20, ca. 50% mehr als aktuell. Beide Effekte ließen ein Kurspotential von 200% erwarten bis Anfang 2022. Vorausgesetzt, Dräger schafft an die 10% EBIT-Marge, nachhaltig 4 - 5% Umsatzwachstum und die Bewertungen der Peers bleiben gleich. Zu berücksichtigen ist auch die bisher sehr niedrige Dividendenrendite.
Draegerwerk | 70,40 €
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20.10.20 16:34:13
Beitrag Nr. 920 ()
Idealer Zeitpunkt das Aktienrückkaufprogramm anzuwerfen und in einer Woche einen soliden Ausblick liefern (wobei der ja nur positiv überraschen kann bei dem was bereits negativ bereits in den Aktienkurs eingepreist ist).
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