Nach dem Krach ist vor dem Krach

eröffnet am 10.07.20 07:07:35 von
neuester Beitrag 10.08.20 17:20:14 von

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10.07.20 07:07:35
Nochmal von vorne
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10.07.20 07:10:26
Tesla ist auf über 1400 USD gestiegen und zum Zeichen seines Sieges über die Shorties verkauft Musk seit kurzem Shorts



Vielleicht ist er ein bisschen zu gut gelaunt. Tesla könnte ca. 4-fach überbewertet sein und der Chart ist zuletzt senkrecht nach oben gegangen. Sieht ziemlich nach Short aus, aber nicht in Unterhosenform.
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10.07.20 07:12:54
J.P. Morgan: "Erhöhte Cash-Bestände sorgen für eine starke Unterstützung für Non-Cash-Vermögenswerte wie Anleihen und Aktien”, schreiben die Strategen. Angesichts der derzeit niedrigen Anleiherenditen werde „der größte Teil dieser Liquidität letztendlich in Aktien investiert, da der Bedarf an Vorsorgesparen mit der Zeit nachlässt“."

Echt jetzt, zu aktuellen Preisen? Während einer Rezession, die wegen der bisher in den USA eher erfolglosen Corona-Bekämpfung eine unbekannte Dauer hat? Während die Gewinnerwartungen nach unten revidiert werden und Branchen wie Tourismus und Unterhaltungsindustrie blockiert sind? Wird Cash nicht eher als Sicherheitspolster auf Konten vorgehalten?

Alternative: "Wiederholt sich die Geschichte, folgen 3 Jahre Crash". Klar besteht die Welt aus Wiederholungen. Nur was sich genau wann wiederholt, ist nicht so ganz klar. Aber eine Möglichkeit ist das: https://www.focus.de/finanzen/boerse/experten/immer-mehr-kle…
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10.07.20 07:17:13
Auffällige Schwäche des US-Bankenindex. Geht der Bankenindex nicht, ist das ein Indiz, dass der Gesamtmarkt normalerweise auch (bald) ein Problem hat. Wahrscheinlich steht eine Pleitewelle mit anschließend hohen Kreditabschreibungen an

XLF mit Benchmark SPX
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10.07.20 07:45:56
"Biden says investors ‘don’t need me,’ calls for end of ‘era of shareholder capitalism’"

Dass Trump die Wahl im November verliert, wird laut Umfragen immer wahrscheinlicher. Fiskalische Maßnahmen, die Firmen begünstigen stehen nach solchen Stellungnahmen des demokratischen Kandidaten wohl auf der Kippe. Ergebnis fallende Gewinnmargen, Einpreisung anstehend?

In den USA werden kurzfristige Aktiengewinne stärker besteuert als langfristige. Für Langfristanleger könnte langfristige Gewinnsicherung anstehen, nachdem die Finanzmärkte dank staatlicher Beihilfen so erfreulich bequem vom Märzcrash weggekommen sind. Neuinvestoren dürfen sich fragen, ob sie glauben, dass die seit März erzielten Gewinne nicht verloren gehen könnten. Könnte eine Rutschpartie werden
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10.07.20 08:36:59
Es ist doch offensichtlich dass an den Märkten etwas nicht stimmt. Das sind alarmsignale für einen crash. Nasdaq auf rekordhoch. Alles Mega volatil. Selbst spx nahe rekordhoch. Die Krise wurde ignoriert. Die Folgen werden gerade für die USA in den nächsten Monaten ersichtlich. Also ich denke es wird nochmal richtig krachen und dass unser komplettes System schwanken wird. Die Gießkanne die von EU und USA genutzt wird ist irgendwann auch mal leer. Das Unternehmen pleite gehen darf nicht verhindert werden durch billige Kredite. Denn diese Kredite sind irgendwann faul und die Banken schwanken dann wieder. Das wirst Case Szenario sehe ich darin dass die Zahlen im Herbst Winter explodieren könnten...
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10.07.20 08:39:28
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12709589-v-foermi…
"Laut der monatlichen Geld- und Kreditstatistik der Bank of England haben Haushalte und viele Unternehmen sogar Geld gespart. Die Einlagen bei Banken und Bausparkassen stiegen im Mai um 52 Mrd. £, nach einem Anstieg von 37,3 Mrd. £ im April und 67,3 Mrd. £ im März. Die Haushalte zahlten im April netto 7,4 Milliarden £ an Verbraucherkrediten zurück – anscheinend die größte Netto-Rückzahlung seit die Bank begonnen hat, solche Daten zu sammeln. Die Netto-Rückzahlung im Mai war mit 4,6 Mrd. £ zwar nicht ganz so hoch, Aber trotzdem ordentlich."

Auch wenn das auf den ersten Blick irgendwie nach gesunder Konsolidierung klingt, damit kann man die Aussage "Eine ‘V’-förmige Erholung sieht jetzt wahrscheinlicher aus" nicht begründen. Kreditkontraktion ist typisch für wirtschaftliche Krisen und kann als deren Verstärker oder Auslöser eine Rolle spielen. Wie es die Zahlen auch sagen: Im Mai sah es weniger dramatisch aus und schon hat der Rückzahlungseifer nachgelassen.
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10.07.20 08:49:40
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.357.640 von 1Fuchschen am 10.07.20 08:36:59
Größere Gießkanne in Aussicht
Dass die Gießkanne leer sei, kann man absolut nicht sagen. Eigentlich heißt das "Monetarisierung von Schulden", d.h. die Zentralbanken kaufen die Staatsschulden auf, drücken so die Zinssätze und erlauben quasi unlimitierte Verschuldung.
Solange bei der Methode nur Anlageobjekte inflationieren und die Renditen für "sichere Anlagen", die Staatsanleihen unter der Inflationsrate bleiben und keine breit angelegte Inflation entsteht, ist das Ziel erreicht. Das ist die fundamentale Begründung für die Rally seit März. Mal sehen, wie weit sie reicht.
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10.07.20 12:53:04
robinhood Trader machen die Rally?
Bestimmt nicht. Amazon und Microsoft u.a. sind nicht von kleinen Privatanlegern auf neue ATH gehoben worden. Bei robinhood kann man sogar den Bruchteil einer Aktie kaufen, falls einem Tesla oder Apple zu teuer sind. https://www.investopedia.com/robinhood-review-4587919
Über 10 Millionen Newbie-Trader mit Smartphone-App fallen in letzter Zeit halt etwas auf, auch durch Geräusche, z.B. wie Portnoy und seine Gang: "Pretty simple guys. Stocks always go up, and even when they don’t they do."
https://twitter.com/stoolpresidente
So geht das also. Trotzdem, im Prinzip haben sie alles richtig gemacht und verstanden, bisher. QE der Zentralbanken war wirklich die große Einladung zum Zocken.
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10.07.20 14:12:40
Du schaust sehr auf den US-Markt, der ist aber nicht unbedingt alleinbestimmend auf der Welt, auch wenn seine Bedeutung groß ist. Der sollte eigentlich nochmal zusammenklappen, dafür spricht die unkontrollierte Ausbreitung von Covid19 in den USA, die dazu führt, dass Teile der US-Wirtschaft immer wieder lahmgelegt werden. Diese Störungen, zusammen mit der dadurch steigenden Unsicherheit können eigentlich nicht ohne Folgen bleiben.

Dazu kommt, dass in diesen Wochen einige der staatlichen Unterstützungen in den USA auslaufen, für die es wohl bislang keinen Ersatz gibt. Das wird die Lage sicherlich verschärfen. Es wird aber noch dauern, bis sich die Auswirkungen zeigen, also wahrscheinlich nicht vor Mitte/Ende August und das trifft genau in die Herbst Turbulenzen rein.

Die Wall-Street mag Trump und entzieht sich daher der Realität, genau wie ihr Gebieter, Herr und Meister. Deswegen wird der Aufprall ziemlich hart werden aber das kennt man an der Börse ja.

Es gibt aber auch Signale, die gegen einen langfristigen Niedergang sprechen. Der Nordosten der USA scheint die Pandemie derzeit ganz gut im Griff zu haben. Das sind die Staaten um New York und die Ostküste rauf. Da hier das finanzielle Herz der USA sitzt, könnte ein wieder steigendes Geschäftsvolumen in dieser Region über das Gröbste hinweg helfen.

Der Biden Effekt Eine andere Regierung dürfte die Pandemie ernster nehmen, als es jetzt der Fall ist. Dadurch käme es sicherlich zu Maßnahmen, die die Ausbreitung versucht einzudämmen. Erfolge wird es wahrscheinlich nicht von heute auf morgen geben, aber allein das erhöhte Vertrauen in die Arbeit der Regierung wird der Wirtschaft und damit den Märkten helfen.

Der überwiegende Rest der Welt, vor allem Europa, hat die Pandemie derzeit unter Kontrolle. Gerade der wichtige Markt der Europäischen Union. Das bedeutet, dass wir uns wieder Gedanken darüber machen können, wie wir einzelne Bereiche der Wirtschaft weiter stärken können. Das wird uns, ohne oder mit Trump hier in Europa helfen.

Kommt es in den USA nochmal zu einem scharfen Markteinbruch von 30% oder vielleicht 50%, heißt das ja auch, dass sich der Wert der Aktien entsprechend verbilligt. Das könnte im Einzelfall sogar bedeuten, dass einzelne Aktien, trotz scharfer Gewinnreduktion nicht zu teuer sein könnten.
Wenn man dann noch davon ausgeht, dass jedem Einbruch auch eine neue Wachstumsphase folgt, liegt in diesem Einbruch bereits der Grund für zukünftige Kursgewinne.
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