Bericht der Europäischen Finanzaufsicht ESMA über BAFIN - DPR - BMF - Wirecard wurde am 3.11. veröff

eröffnet am 05.11.20 18:25:25 von
neuester Beitrag 29.11.20 14:03:07 von


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05.11.20 18:25:25
Ich würde mich freuen, wenn Nutzer spezifische Inhalte aus dem ESMA Bericht mit genauer Stellenangabe posten, die konkrete Verfehlungen der BAFIN, DPR, Bundesministerium der Finanzen und weiterer Aufsichtsstellen aufzeigen. Eine kurze Erläuterung ist wünschenswert, denn es gibt viele betrogene Wirecard Anleger, die nicht die Zeit haben, sich intensiv mit dem ESMA Bericht auseinanderzusetzen. Bitte auch neu auftauchende Fakten posten, die eine Entschädigung der betrogenen Anleger wahrscheinlicher machen.

Hier die ESMA Seite mit dem Bericht, bitte herunterladen, sichern und lesen:

https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-identif…

Dort sind die Downloads. Der Bericht bezieht sich auf die Verfehlungen bzgl. der Integration der europäischen Richtlinien in die deutsche Bilanzkontrolle, nicht auf andere Verfehlungen wie das europaweite Leerverkaufsverbot von WC Aktien, die Klage gg. den Investigativ Journalisten McCrum, die mangelhafte Marktaufsicht u.Ä. Zu letzteren Verfehlungen sind sicher auch detaillierte Erkenntnisse zu erwarten.

Hier der Link, der Ziel und Umfang der ESMA Untersuchung kurz erläutert:

https://financefeeds.com/wirecard-collapse-prompts-esma-eval…

Hier ein Artikel von der WirtschaftsWoche mit einer ersten Zusammenfassung, erschienen direkt nach Veröffentlichung des 190 Seiten ESMA Berichts, mit einem vernichtenden Urteil. Ich vermute, Analysten werden im umfangreichen Bericht viel Verheerendes entdecken:

https://www.wiwo.de/politik/europa/wirecard-skandal-ohrfeige…

ein (höfliches) Zitat:
"Die EU-Wertpapieraufsicht (ESMA) hat die deutschen Behörden für ihr Handeln im Wirecard-Skandal stark kritisiert. Gleich eine ganze Reihe von Mängeln, Versäumnissen und ineffizienten Abläufen hätte man gefunden."

Die Mitschuld der BAFIN am WC Betrug scheint nach dem ESMA Bericht immer deutlicher auf der Hand zu liegen. Ein Entschädigungsfonds für die betrogenen Anleger wird m.E. wahrscheinlicher, vor allem weil die verantwortlichen Stellen sich vor langwierigen Prozessen fürchten dürften. In deren Verlauf könnte noch wesentlich Unangenehmeres zu Tage treten.

Bisher leistet die Schwarm Intelligenz im Netz tolle Aufklärungsarbeit in Sachen Wirecard! Vielen Dank.
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10.11.20 17:51:20
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.609.273 von Highflighr am 05.11.20 18:25:25
Wie DPR und BAFIN bei Wirecard versagten. Die Chronologie - von finanz-szene.de
Hier eine sehr knackige Chronologie, von 2015 bis 27/28. Februar 2017, wie BAFIN und DPR mit detaillierten Hinweisen (u.a. von Thomas Borgwerth) von hoher Qualität zum Bilanzbetrug von Weirdcard umgingen. Dazu werden Zitate aus dem ESMA Bericht aufgeführt, welche BAFIN und DPR äusserst mangelhafte Arbeit bescheinigen.

Aber lest selbst:

https://finanz-szene.de/payments/wie-dpr-und-bafin-bei-wirec…


Ich interpretiere:

Arbeitsverweigerung von BAFIN und DPR bzw. vorsätzlicher Schutz von WC, und damit Marktmanipulation, und das wider besseres Wissen.

Offensichtlicheren Betrug an den Investoren geht nicht!
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11.11.20 12:15:46
Der Staat muss haften
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12.11.20 18:22:53
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.609.273 von Highflighr am 05.11.20 18:25:25
In diesem sehr lesenswerten Interview mit Florian Toncar nimmt er auch Bezug auf den ESMA Bericht:
https://www.fondsdiscount.de/magazin/news/unsere-aufsichtsbe…

Florian Toncar ist Mitglied im parlamentarischen WC Untersuchungsausschuss. Er weiß also, wovon er spricht.

Zitat:
"Ob wir hier schlicht über Versagen reden oder ob Wirecard als angebliches Vorzeigeunternehmen sogar unter politischem Schutz stand, wollen wir rausfinden. Es ist jedenfalls hoch interessant, dass die europäische Wertpapieraufsicht ESMA bei Wirecard einen „noch nie dagewesenen“ Einfluss des Bundesfinanzministeriums auf die BaFin festgestellt hat. Damit gerät auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz ins Zentrum des Wirecard-Skandals."

Und weiter sagt er:
"Viele Menschen sagen mir, dass sie sich auf die Einschätzung der BaFin und den Dax als Goldstandard der Börsenwelt verlassen haben. Für viele Anleger hat aber etwas anderes das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht: Gerade die Beschäftigten der BaFin, die das Unternehmen geschont und öffentlich verteidigt hat, waren ganz besonders stark in privaten Geschäften mit Wirecard-Aktien engagiert. Diese Kombination aus Aufsichtsversagen und Privatgeschäften ist desaströs und hat das Vertrauen in die BaFin nachhaltig zerstört."

Die BAFIN, deren Mitarbeiter praktisch Insiderhandel betrieben, verklagte gleichzeitig McCrum wg. Zusammenarbeit mit Leerverkäufern, und setzt ein europäisches WC Leerverkaufsverbot durch. Vielleicht war die BAFIN da gerade WC Long positioniert.

Scheinbar haben die BAFIN Mitarbeiter mit ihrem WC Aktienhandel nicht mal gegen Recht verstossen, und ein politischer Schutz von WC wird auch schwer nachweisbar sein. Letztendlich spielt es aber keine Rolle, warum die BAFIN im Umgang mit den vorliegenden WC Vorwürfen gegen gesetzliche Pflichten (z.B. 6 und 110 WpHG) verstossen hat. Nur die Rechtsbrüche der BAFIN sind für das zu erwartende Urteil - Amtsmissbrauch - massgeblich.
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12.11.20 21:14:45
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.689.032 von Highflighr am 12.11.20 18:22:53
Zitat von Highflighr: https://www.fondsdiscount.de/magazin/news/unsere-aufsichtsbe…

Florian Toncar ist Mitglied im parlamentarischen WC Untersuchungsausschuss. Er weiß also, wovon er spricht.

Zitat:
"Ob wir hier schlicht über Versagen reden oder ob Wirecard als angebliches Vorzeigeunternehmen sogar unter politischem Schutz stand, wollen wir rausfinden. Es ist jedenfalls hoch interessant, dass die europäische Wertpapieraufsicht ESMA bei Wirecard einen „noch nie dagewesenen“ Einfluss des Bundesfinanzministeriums auf die BaFin festgestellt hat. Damit gerät auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz ins Zentrum des Wirecard-Skandals."

Und weiter sagt er:
"Viele Menschen sagen mir, dass sie sich auf die Einschätzung der BaFin und den Dax als Goldstandard der Börsenwelt verlassen haben. Für viele Anleger hat aber etwas anderes das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht: Gerade die Beschäftigten der BaFin, die das Unternehmen geschont und öffentlich verteidigt hat, waren ganz besonders stark in privaten Geschäften mit Wirecard-Aktien engagiert. Diese Kombination aus Aufsichtsversagen und Privatgeschäften ist desaströs und hat das Vertrauen in die BaFin nachhaltig zerstört."

Die BAFIN, deren Mitarbeiter praktisch Insiderhandel betrieben, verklagte gleichzeitig McCrum wg. Zusammenarbeit mit Leerverkäufern, und setzt ein europäisches WC Leerverkaufsverbot durch. Vielleicht war die BAFIN da gerade WC Long positioniert.

Scheinbar haben die BAFIN Mitarbeiter mit ihrem WC Aktienhandel nicht mal gegen Recht verstossen, und ein politischer Schutz von WC wird auch schwer nachweisbar sein. Letztendlich spielt es aber keine Rolle, warum die BAFIN im Umgang mit den vorliegenden WC Vorwürfen gegen gesetzliche Pflichten (z.B. 6 und 110 WpHG) verstossen hat. Nur die Rechtsbrüche der BAFIN sind für das zu erwartende Urteil - Amtsmissbrauch - massgeblich.


Ein Entschädigungsfonds für die Aktionäre wird immer wahrscheinlicher..
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1 Antwort
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14.11.20 14:56:56
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.691.339 von D-D_Invest am 12.11.20 21:14:45Heute kommt in unserer Tageszeitung ,daß die Staatsanschaft 500 Geschäfte von BaFin-Mitarbeitern
mit Wirecard -Aktien überprüft !Niemand hatte also bessere Informationen wie die !
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29.11.20 14:03:07
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.609.273 von Highflighr am 05.11.20 18:25:25Hier eine verständliche und sachliche Bewertung und Einschätzung des ESMA Berichts von einem "Profiamateur". Er ist nach eigener Aussage Berater, der sich auf regulatorische Aspekte im Banking spezialisiert hat, weshalb seine Aussagen relevant sind:

https://mobile.twitter.com/Profiamateur1/status/132362571145…

folgende weitergehende Einschätzungen hat er noch nachgereicht:

https://mobile.twitter.com/Profiamateur1/status/132462558697…
Wirecard | 0,520 €


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