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Verlusttopf bei Wechsel zu ausländischem Broker

eröffnet am 28.02.21 23:47:44 von
neuester Beitrag 05.03.21 22:14:22 von


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28.02.21 23:47:44
Hallo zusammen,

aktuell bin ich noch bei flatex, überlege aber zu captrader zu wechseln.
Nun habe ich aus früheren Jahren noch ein paar Euro in den beiden Verlusttöpfen rum liegen, welche zu captrader nicht übernommen werden können.

Was gäbe es für Möglichkeiten diese beiden Verlustsummen doch noch später beim FA geltend zu machen?
1 Antwort
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01.03.21 06:46:44
Verlustbescheinigung vor dem Wechsel bei Flatex anfordern.

Diese dann bei der Steuererklärung 2021 in der Anlage KAP eintragen. Dann wird der Verlust in den Folgejahren oder wenn ein anderes Depot vorhanden ist verrechnet.

Da du das sowieso machen musst dürfte es dann kein Problem sein. Anlage KAP hier ja zwingend da du beim Auslandbroker keine Steuern abführst ausser Quellensteuern bei Dividenden
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01.03.21 07:48:16
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.243.089 von Ruqqq am 28.02.21 23:47:44Wobei es vielleicht auch Sinn macht nur einen Teilübertrag zu machen um eventuell die Verlusttöpfe bei Flatex noch wegzubringen und den Rest später übertragen zu lassen.

Hängt von der Gesamtstruktur des bestehenden Depots ab.

Wenn das möglich wäre könnte man das Ganze damit beschleunigen und hätte damit überhaupt kein Problem.
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01.03.21 07:57:35
Ruqqq,
soweit ich weiß, ist flatex gesetzlich verpflichtet, dir eine Verlustbescheinigung zu schicken, wenn du dein Depot kündigst. Es schadet nix, wenn du kündigst und gleichzeitig die Bescheinigung verlangst.
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01.03.21 08:05:53
Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Die Verluste stammen aus 2018 und für 2019 und 2018 habe ich bereits Steuererklärungen abgegeben, da stellt sich das Finanzamt nicht quer?

Eine Frage hätte ich noch: Bsp. Verlusttopf zum 31.12.2018 50 Euro -> in der Steuerklärung dann 50 Euro angegeben (bei Flatex bleibt aber 50 Euro stehen)
Verlusttopf zum 31.12.2019 100 Euro -> es sind additiv 50 Euro dazu gekommen. Was gibt man in der Steuererklärung an? 50 Euro oder 100?
2 Antworten
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01.03.21 08:17:12
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.243.995 von Ruqqq am 01.03.21 08:05:53Die Verlustangabe bei der Steuererklärung hat meines Wissens nach nur Sinn mit einer schriftlichen VERLUSTBESCHEINIGUNG für das entsprechende Jahr.

Diese muss bis spätestens 15.12. des jeweiligen Kalenderjahres beim Broker in diesem Fall Flatex beantragt werden.

Ansonsten läuft der Verlusttopf immer weiter bis zur Bescheinigung bzw. bis zur Tilgung durch Gewinnrealisierungen.
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01.03.21 09:42:27
Es läuft so:
flatex stellt eine Verlustbescheinigung (VB) aus. Auf Antrag oder automatisch, weil das Depot gekündigt wurde. Die VB von flatex und die Gewinne/Verluste, die du bei captrader gemacht hast, schickst du deinem FA mit deiner Steuererklärung. Dein FA verrechnet dann mit den Gewinnen bei captrader oder stellt eine eigene, also andere VB aus.
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05.03.21 22:14:22
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.243.995 von Ruqqq am 01.03.21 08:05:53
Zitat von Ruqqq: Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Die Verluste stammen aus 2018 und für 2019 und 2018 habe ich bereits Steuererklärungen abgegeben, da stellt sich das Finanzamt nicht quer?

Eine Frage hätte ich noch: Bsp. Verlusttopf zum 31.12.2018 50 Euro -> in der Steuerklärung dann 50 Euro angegeben (bei Flatex bleibt aber 50 Euro stehen)
Verlusttopf zum 31.12.2019 100 Euro -> es sind additiv 50 Euro dazu gekommen. Was gibt man in der Steuererklärung an? 50 Euro oder 100?


??? Wenn Du das so erklärt hast, und es vom Finanzamt bescheinigt wurde/wird, liegt eine Steuerverkürzung vor. In den Jahren 2018 und 2019 sind die Verluste mangels Verlustbescheinigung der Inlandsbank nicht zu berücksichtigen. Für 2019 DARF KEIN Verlust erklärt werden und 2018 ist zu korrigieren.

Gruß
Taxadvisor


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