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    SmallCaps und versteckte Perlen: Depot und Wikifolio von ImperatoM alias Erntehelfer - Die letzten 30 Beiträge

    eröffnet am 03.03.21 14:02:38 von
    neuester Beitrag 01.03.24 18:13:10 von
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      schrieb am 01.03.24 18:13:10
      Beitrag Nr. 296 ()
      Jahreszahlen Sixt
      Mit Sixt hat heute mein größter Depotwert seine Jahreszahlen veröffentlicht. Im Vorfeld war diskutiert worden, welche negativen Auswirkungen die gedämpfte Wirtschaftslage und der Preisverfall bei gebrauchten Elektroautos auf die Zahlen haben könnte, weshalb der Sixt-Kurs in den vergangenen Wochen vom positivem Börsenumfelds nicht mitprofitieren konnte. Meine Haltung bestand darin, investiert zu bleiben, weil sich negative Effekte im Q3 nicht abzeichneten und ich mögliche negative Effekte auch nur für ein vorübergehendes Phänomen hielt, während eine positive Überraschung bei den Zahlen zu einem Kursanstieg führen würde, dem man bei einem De-Investment hinterherlaufen müsste.

      Besonders stark an den Zahlen war das Umsatzwachstum mit 18% im Gesamtjahr. Das stärkste Wachstum hatte Sixt dabei sogar in Deutschland – trotz der makroökonomischen Entwicklung hierzulande. Auch in Amerika wuchs man aber mit 18%. Rest-Europa war etwas weniger dynamisch (+14%), was sicherlich sehr viel mit den extrem hohen Mietwagenpreisen in der postcoronalen Urlaubssaison 2022 als Vergleichsjahr zu tun hatte. Trotz dieser Sondergewinne durch sehr hohe Preise im Jahr 2022 gelang es Sixt, das EbitDA auch 2023 wieder um 16% zu steigern. Die Wirtschaftslage machte Sixt also nicht zu schaffen, im Gegenteil konnte man weiter kräftig wachsen.

      Der Preisverfall bei Elektroautos dagegen erhöhte den Abschreibungsbedarf erwartbar deutlich, dazu kam der Zinsanstieg so dass das EBT anders als das EbitDA nicht wuchs, sondern um 15,6% zurückging. Als EPS sind nun 7,24 Euro je Aktie erwartbar, so dass das KGV der Vorzugsaktien bei unter 9 liegt. Als Dividende sollen 3,92 Euro für die Vorzüge gezahlt werden (6,1%). Das sind zunächst mal attraktive Kennzahlen. Der Kurs der Aktie reagierte positiv auf die Zahlen, weil der Ergebnisrückgang gegenüber dem Rekordjahr 2022 kleiner ausfiel als erwartet und der Umsatz weiter stark wachsen konnte.

      Mitentscheidend war zudem sicherlich der Ausblick: 2024 möchte Sixt die Ausleihe per App groß ausrollen. Jeder, der an Flughäfen schon in Warteschlangen von Mietwagenanbietern gestanden hat, kann erahnen, welchen Vorteil ein Anbieter hat, bei dem man einfach zum Auto gehen kann, es mit dem Handy öffnet und einfach losfährt. Vor allem für Business-Kunden ist diese Zeitersparnis Gold wert, aber auch jeder Urlauber würde ich freuen. Der Fahrzeugzustand wird dann bei der Ausfahrt digital erfasst. Leichter geht es nicht. Ich halte das wirklich für einen sehr bedeutenden Wettbewerbsvorteil, den man hier gewinnen könnte. Es zeigt sich hier, wie wertvoll die IT-Abteilung Sixts ist, die man seit viele Jahren aufgebaut hat und unter anderem das ganze Carsharing technologisch begleitet hat. Während man das Carsharing zunächst sehr gewinnbringend verkauft (und dann unter neuem Namen neu eröffnet) hat, hat man die IT behalten und kann die Technologie jetzt nutzen, um dem Markt solche Angebote zu machen, mit dem mindestens die kleinere Konkurrenz nicht mithalten können wird. Sogar die anderen großen Player könnten ihre Probleme bekommen, hier Schritt zu halten. Zeit ist Geld für die Kunden.

      Für den Umsatz erwartet Sixt weiteres „deutliches“ (!) Wachstum in 2024. Das EBT soll dagegen nochmal im Bereich von 2023 liegen, da weitere E-Auto-Abschreibungen (vor allem im Q1/24) erfolgen werden. Sixt will daraus lernen, den E-Auto-Anteil entsprechend der Kundennachfrage zurückfahren. Zudem hat man mit dem neuen Stellantis-Deal ein flexibles Abnahmevolumen zu festen Rücknahmepreisen kreiert, das wahrscheinlich auch nützt, um anderen Marktteilnehmern ähnliche Zugeständnisse abzuringen. Die Einmaleffekte aus den Abwertungen werden jedenfalls im Laufe des Jahres 2024 abnehmen und dann ganz verschwinden. Es bleibt ein kräftig wachsender Konzern, der dann umso größere Gewinne schreibt, der 6% Dividende zahlt, dessen Aktie man zum KGV 9 erhält und dessen Technologieführerschaft beeindruckend ist. Wo bekommt man etwas vergleichbares?
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      schrieb am 29.02.24 15:10:20
      Beitrag Nr. 295 ()
      Anleger Plus zu ProCredit
      In der aktuellen Ausgabe der "Anleger Plus" findet Ihr einen längeren Beitrag von mir übe die Procredit Holding AG, die auch im Wikifolio mit 10% gewichtet ist.

      Download für Mitglieder gratis hier:
      https://sdk.org/leistungen/anlegerplus/anlegerplus-012024/

      oder hier für Nichtmitglieder:
      https://anlegerplus.de/magazin/e-paper/anlegerplus-1-2024/
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      schrieb am 22.02.24 20:46:38
      Beitrag Nr. 294 ()
      Höegh: Nach Dividende
      Im Fall von Höeghs hoher Dividenden standen einige Steuerüberlegungen an. Da Norwegen nicht in der EU ist und dementsprechend auch keinen Euro hat, fallen grundsätzlich Quellenseuern im Wikifolio an, anders als es bspw. bei einer finnischen Aktie wäre. Die Quellensteuer ist in Norwegen zudem nicht ganz leicht, es gibt zwei Rückerstattungswege und zudem auch noch die Möglichkeit der Vorabteilfreistellung auf 15%. Letztere nutzt offenbar Wikifolio, so dass hier 15% Quellensteuer anfielen (ich hielt nach meinem Verkauf vor dem Ex-Tag (s.u.) extra 10 Papiere im Wikifolio, um das zu verifizieren). Angsichts der diesmal sehr hohen Dividende wären aber auch 15% Quellensteuer schon relativ viel gewesen (ca. 26 Eurocent je Aktie Steuer auf rund 1,75 Euro Dividende). Da der Spread in der Regel nur 3-5 Cent beträgt, war also klar, dass ich die Aktie verkaufen und neu kaufen müsse.


      Das ist in der Vergangenheit auch sehr gut gelungen in anderen Fällen, nicht selten konnte ich sogar noch günstiger einsteigen als der Dividendenabsclag betrug. Im Fall von Höegh ist es diesmal aber leider nicht gut gelungen. Obwohl Höegh mit 2 Milliarden Euro an der Börse bewertet ist und man bei der Größe einen recht effektiven Marktausgleich in bezug auf die Dividende annehmen könnte ging der Kurs ausgerechnet am Tag vor dem ex-Tag bereits deutlich in den Keller. Zunächst hielt ich das für ein vorübergehendes Phänomen und wartete, allerdings ging der Kurs nur weiter nach unten, so dass die Aktie an dem Tag schließlich rund 60 Cent Preisverfall hatte. Offenbar gab es wesentlich mehr Menschen, die vor dem Ex-Tag noch verkaufen wollten als der Markt das antizipierte. Der eigentliche Dividendenabschlag ab Folgetag viel dann mit etwa 1,40 auch immerhin 35 Cent geringer aus als erwartbar gewesen wäre. Insofern bin ich im nachhinein leider schlauer und hätte in diesem Fall lieber die 25 Cent Steuer gezahlt als hin und her zu traden und 35 Cent fehlenden Abschlag hinzunehmen. das sind zwar keine Unsummen, aber ärgern tut es mich trotzdem. Für die nächste Höegh-Dividende (sie zahlen je Quartal) möchte ich aus dieser Erfahrung lernen und je nach Marktumständen anders agieren. Die Chancen zum jetzigen Preis von knapp 10 Euro / Aktie erscheinen angesichts der zunehmend lang laufenden, hochpreisigen Verträge jedenfalls sehr gut, dass der Kurs bald wieder klettern dürfte.
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      schrieb am 14.02.24 17:53:34
      Beitrag Nr. 293 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.280.329 von imperatom am 14.02.24 17:14:13
      Zitat von imperatom: Im Anschluss hat man ein finanzschuldenfreies Unternehmen, das mindestens so viel Wert sein sollte wie das noch schuldentragende Unternehmen vor dem aktuellen Boom, also mindestens 5,50 USD je Aktie.


      Korrektur: Finanzschuldefrei wird Höegh 2028 noch nicht sein,da man jährlich 'nur' 50 Mio USD tilgt. "Wesentlich finanzschludenärmer" wäre also die richtige Formulierung. Die Argumentation bleibt aber unberührt davon identisch.
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      schrieb am 14.02.24 17:14:13
      Beitrag Nr. 292 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.279.186 von JohannesWild am 14.02.24 15:08:45
      Höegh-Aussichten
      Zitat von JohannesWild: Knapp 10% Dividende ohne Sondererträge. Das liest sich ja so wie wenn hier in Q4 10% Dividende erwirtschaftet wurde und man hier unter konstanten Bedingungen jetzt jedes Quartal von knapp 10% Dividendenrendite ausgehen könnte.
      Im Earnings Call wurde das behandelt unter Folie 24
      https://players.brightcove.net/2866239767001/experience_65af…
      Dort heißt es
      "Paying out the cash that we have accumulated through 2023 and also to some extend the cash flow that we have earned during the first quarter."
      Das heißt es wird im März weit mehr ausgeschüttet als in Q4 verdient wurde.


      Hallo Johannes!

      Erstmal danke für Dein geschätztes Feedback! Selbstverständlich muss, man die "Nachzahlungen" berücksichtigen, aber es wird beim Blick auf die Prozente doch eigentlich auch sofort klar, dass ich das ja auch getan habe - Vielleicht habe ich es etwas verkürzt dargestellt, schauen wir also nochmal auf die Zahlen: Mit 1,89 USD Dividende liegt die Dividende fürs das Q4 ja WEIT über 10%. die "fast 10 % ohne Sondererträge" sind also bereits bereinigt um die Nachholeffekte aus Vorquartalen, und basieren auf dem verkündeten Vorhaben, künftig den vollständigen Free Cashflow quartalsweise auszuschütten.

      Angesichts der komntinuierlich steigenden Neuvertragsquote ist fürs erste von weiter steigenden Gewinnen und Cashflows auszugehen.

      Zitat von JohannesWild: Den earnings-Call finde ich gut und ich habe einen guten Eindruck von der Firma. Die Dividendenrendite ist sicherlich hoch, aber wird in den Folgequartalen weit geringer sein als das was jetzt ausgeschüttet wird. Die Sonderkonjunktur wird aber irgendwann enden wenn die Schiffe, die die Chinesen bestellt haben, geliefert werden.


      Die Sonderkonjunktur wird natürlich irgendwann vorübergehen. Aber wann? Ein Autotransportschiff baut man nicht von jetzt auf gleich. Und die in der Pipeline stehenden benötigen noch einige Zeit bis zur Fertigstellung - ganz abgesehen von der Frage, ob das ausreicht, um die steigende Transportnachfrage für Exporte von Elektrofahrzeugen aus China (diese Entwicklung steht ja erst an ihrem Anfang!) zu befriedigen. Das sehe ich positiv für Höegh, aber das ist ein Stück weit Spekulation. Schauen wir also auf die Hard Facts: Die neu abgeschlossenen Verträge haben eine Laufzeit von über 4 Jahren. Heute liegt die Quote bei unter 50, zu Jahresende bei über 70% - das lässt viel Raum zur Gewinnausdehnung. Aber selbst wenn man das gesamte Upside-Potential ignoriert, um sozusagen bei den "allerhärtesten Hard Facts" zu bleiben, bekommt man jetzt 1,89 USD und dann 16 Quartale lang ziemlich konservativ betrachtet durchschnittlich 0,85 USD. Das sind 15,49 USD an Ausschüttungen in den nächsten vier Jahren. Im Anschluss hat man ein finanzschuldenfreies Unternehmen, das mindestens so viel Wert sein sollte wie das noch schuldentragende Unternehmen vor dem aktuellen Boom, also mindestens 5,50 USD je Aktie. Zusammen ist das also ein äußerst konservativ berechneter, Upside-potential ausblendender Aktienwert inkl. Ausschüttungen von 21 USD = 19,50 Euro je Aktie - ein Plus von 60 Prozent.

      Dazu kommt, dass viel von dem Upside-Potential äußerst realistisch ist, insbesondere die Ausdehnung der Neuverträge fast sogar unvermeidlich. Es lässt sich also mit Leichtigkeit ein wesentlich höherer "wahrscheinlichster" Aktienwert nach vier Jahren errechnen. Ich nenne das durchaus ein Strong Buy.
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      1 Antwort

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      schrieb am 14.02.24 15:08:45
      Beitrag Nr. 291 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.265.422 von imperatom am 12.02.24 18:18:00
      Höegh Autoliners
      Knapp 10% Dividende ohne Sondererträge. Das liest sich ja so wie wenn hier in Q4 10% Dividende erwirtschaftet wurde und man hier unter konstanten Bedingungen jetzt jedes Quartal von knapp 10% Dividendenrendite ausgehen könnte.
      Im Earnings Call wurde das behandelt unter Folie 24
      https://players.brightcove.net/2866239767001/experience_65af…
      Dort heißt es
      "Paying out the cash that we have accumulated through 2023 and also to some extend the cash flow that we have earned during the first quarter."
      Das heißt es wird im März weit mehr ausgeschüttet als in Q4 verdient wurde.
      Den earnings-Call finde ich gut und ich habe einen guten Eindruck von der Firma. Die Dividendenrendite ist sicherlich hoch, aber wird in den Folgequartalen weit geringer sein als das was jetzt ausgeschüttet wird. Die Sonderkonjunktur wird aber irgendwann enden wenn die Schiffe, die die Chinesen bestellt haben, geliefert werden. Ein strong buy sehe ich hier jetzt nicht unbedingt

      Gruß,
      Johannes

      Zitat von imperatom: Stark, was sich hier entwickelt hat! Seit aus China die Kfz-Exporte nach Europa wachsen (eine Entwicklung, die sich fortsetzen dürfte), werden die Transportkapazitäten knapp und teuer. Die Preise haben sich mehr als verdoppelt. Höegh hat hierdurch wesentlich erhöhte Einnahmen bei gleichbleibenden Kosten. Die Gewinne explodieren, das Unternehmen ist mittlerweile schon quasi finanzschuldenfrei und schüttet nun auch 100 Prozent des Free Cashflows als Quartalsdividenden aus - alleine 1,89 USD für das Q4-23 (noch ausstehend!) bei einem Kurs von rund 12 Euro. Das sind fast 10 Prozent Dividendenrendite - für EIN Quartal wohlgemerkt - und ohne Einmalerträge.

      Ich bin sehr froh, hier noch unter 12 Euro eingestiegen zu sein und freue mich auf die weitere Entwicklung!
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      Avatar
      schrieb am 14.02.24 01:05:30
      Beitrag Nr. 290 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.273.750 von lazy_invest am 13.02.24 20:19:11
      Zitat von lazy_invest: Wie schätzt du im Hinblick auf deine grosse Sixt-Position die soeben gemeldeten Zahlen von Avis (Kursreaktion -20%) ein?


      Avis... schon das 9M-Ergebnis war überhaupt nicht gut, Umsatz auf Vorjahresniveau (und im Vorjahr 2022 herrschte teilweise noch Corona!). Da hab ich mich über den ausbleibenden Kurseinbruch im Herbst gewundert - vielleicht sind die Leute jetzt mal aufgewacht?

      Zum Vergleich dieses Nullwachstums bei Avis schauen wir auf Sixt: 18,4% Umsatzplus nach 9 Monaten.

      Ich bleibe Sixt treu und bin gespannt auf Zahlen und Dividendenvorschlag.
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      Avatar
      schrieb am 13.02.24 20:19:11
      Beitrag Nr. 289 ()
      Wie schätzt du im Hinblick auf deine grosse Sixt-Position die soeben gemeldeten Zahlen von Avis (Kursreaktion -20%) ein?
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      schrieb am 12.02.24 18:26:08
      Beitrag Nr. 288 ()
      P.S.: Besonders erfreulich ist, dass sich laut Call die neuen, hochpreisigen Verträge für 4-5 Jahre abschließen lassen. Somit handelt es sich nicht um Eintagsfliegen. Die Quote neuer Verträge soll dieses Jahr noch von unter 50% auf über 70% wachsen. Als CapEx sind nur 50 Mio geplant. das lässt auf weitere starke Dividenden hoffen.
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      schrieb am 12.02.24 18:18:00
      Beitrag Nr. 287 ()
      Kauf: Höegh Autoliners
      Stark, was sich hier entwickelt hat! Seit aus China die Kfz-Exporte nach Europa wachsen (eine Entwicklung, die sich fortsetzen dürfte), werden die Transportkapazitäten knapp und teuer. Die Preise haben sich mehr als verdoppelt. Höegh hat hierdurch wesentlich erhöhte Einnahmen bei gleichbleibenden Kosten. Die Gewinne explodieren, das Unternehmen ist mittlerweile schon quasi finanzschuldenfrei und schüttet nun auch 100 Prozent des Free Cashflows als Quartalsdividenden aus - alleine 1,89 USD für das Q4-23 (noch ausstehend!) bei einem Kurs von rund 12 Euro. Das sind fast 10 Prozent Dividendenrendite - für EIN Quartal wohlgemerkt - und ohne Einmalerträge.

      Ich bin sehr froh, hier noch unter 12 Euro eingestiegen zu sein und freue mich auf die weitere Entwicklung!
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      schrieb am 06.02.24 15:48:25
      Beitrag Nr. 286 ()
      Neue HV-Saison / SdK-Vertretung
      Die neue Hauptversammlungssaison steht vor der Tür und wie in jedem Jahr stehen wichtige Abstimmungen auf dem Programm. Leider ist es häufig so, dass wenige größere Aktionäre dort den Ton angeben, häufig auch bei Anliegen (z.B. bestimmte Formen von Kapitalerhöhungen), unter Benachteiligung von Minderheitenaktionären. Wir kleineren Aktionäre können in der Regel nicht alle persönlich auf der HV anwesend sein, weshalb es wichtig ist, unsere Interessen zu bündeln. Hierfür gibt es seit 1959 die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) e.V., die auf Grundlage ihrer Abstimmungsrichtlinien (einsehbar unter https://sdk.org/assets/Stimmrechtsvertretung/Abstimmunsgrich… ) die Interessen von Minderheitenaktionäre bündelt und vertritt, indem sie die Stimmrechte ausübt und Reden auf Hauptversammlungen hält.

      Bisher lassen viele Aktionäre leider noch ihre Stimmrechte verfallen. Wer das ändern möchte, kann mit folgendem Formular seinen Broker anweisen, die Stimmrechte eigener Aktien bis auf Widerruf an die SdK zur Interessensbündelung zu übermitteln:
      https://sdk.org/assets/Stimmrechtsvertretung/SdK-Dauerauftra…

      Alternativ kann man auch für einzelne HVs eine entsprechende Stimmrechtsübertragung veranlassen, aber der Dauerauftrag ist natürlich am bequemsten.

      Die konkreten Abstimmungsvorhaben erläutert die SdK für jede Hauptversammlung im Vorfeld hier:
      https://sdk.org/veroeffentlichungen/abstimmungsverhalten/

      Die Stimmrechtsvertretung stellt der Verein kostenlos allen Aktionären zur Verfügung - auch für Nichtmitglieder.

      Daher werbe ich hiermit gerne dafür, an der Interessensbündelung teilzunehmen und einen Dauerauftrag zur Interessensbündelung einzurichten, um uns Kleinaktionären eine starke Position auf den Hauptversammlungen zu geben. "Kleinvieh macht auch Mist" - vor allem, wenn viele mitmachen :thumbsup:

      Ich selbst bin mittlerweile Mitglied bei der SdK und spreche gelegentlich auch auf Hauptversammlungen ehrenamtlich für die SdK, weil ich den Schutz der Kleinanlegerinteressen für elementar erachte. So viel Zeit kann und will sicherlich nicht jeder investieren, aber durch Stimmrechtsübertragung beitragen kann wirklich jeder ganz leicht!
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      schrieb am 06.02.24 00:13:55
      Beitrag Nr. 285 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.219.593 von Weinberg-CP am 05.02.24 12:46:18
      Zitat von Weinberg-CP: Da hier mal vor längerer Zeit creditshelf diskutiert wurde, als Nachtrag die Analyse von NuWays unter dem Titel "Game over"
      https://www.more-ir.de/d/28805.pdf


      Creditshelf hat tatsächlich einen ziemlich harten Abstieg hinter sich, was aber auch recht klar war als erst die Finanzierungsrunden immer weiter verzögert wurden und dann die Zinswende kam. Die neuen Zinsrealitäten erschwerten das Geschäftsmodell zusätzlich erheblich. Ich selbst war relativ kurz, von Juli bis September 22 investiert (Hoffnung auf den Turnaround, nahch dem es kurzzeitig mal aussah) und stieg dann wegen verfehlter Ankündigungen wieder aus, sogar mit einem klitzekleinen Gewinn. Damit habe ich noch Glück gehabt, denn über die Jahre kannte der Kurs eigentlich nur die Richtung abwärts.
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      schrieb am 05.02.24 21:33:42
      Beitrag Nr. 284 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.036.003 von rabajatis am 01.01.24 21:05:44
      Zitat von rabajatis: Naja ... nun mal nicht gleich übermütig werden. 😉
      Der DJ Marktbericht gibt für 2023 ein DAX-Plus von 20,3 % an. Für den MDAX sind es nur 8,0 %. Wenn "die Großen" von Nebenwerten sprechen, dann meinen die vielleicht eher den MDAX als den noch kleineren SDAX. Daher sollte man bei einer erwarteten Aufholung der Nebenwerte in 2024 vllt. auch noch nicht die ganz kleinen Nebenwerte im Blick haben.

      Hm, die Grossen unterscheiden meisten schon zwischen Gross, Mittel und Klein.
      Wobei Gross auch wieder relativ ist - bei einem US Fond hat Mittel eine andere Bedeutung als bei einem Deutschen Vermögensverwalter.
      Mein Eindruck für den Moment ist, dass sich die Erholung der Nebenwerte aufs nächste Jahr verschieben könnte.
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      schrieb am 05.02.24 20:00:22
      Beitrag Nr. 283 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.040.353 von imperatom am 02.01.24 20:49:00
      Zitat von imperatom:
      Zitat von imperatom: Sie läuft daher länger parallel zum Alkohol


      😆
      Sorry, die Autokorrektur...

      Länger parallel zum Wikifolio, natürlich.


      Parallel zum Alkohol. Hatte da schon so meine Verdachtsmomente.:D
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      schrieb am 05.02.24 12:46:18
      Beitrag Nr. 282 ()
      Da hier mal vor längerer Zeit creditshelf diskutiert wurde, als Nachtrag die Analyse von NuWays unter dem Titel "Game over"

      https://www.more-ir.de/d/28805.pdf

      Gruss,
      Weinberg
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      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 02.01.24 20:49:00
      Beitrag Nr. 281 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.039.513 von imperatom am 02.01.24 17:58:20
      Zitat von imperatom: Sie läuft daher länger parallel zum Alkohol


      😆
      Sorry, die Autokorrektur...

      Länger parallel zum Wikifolio, natürlich.
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      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 02.01.24 17:58:20
      Beitrag Nr. 280 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.036.003 von rabajatis am 01.01.24 21:05:44
      Zitat von rabajatis: Der DJ Marktbericht gibt für 2023 ein DAX-Plus von 20,3 % an. Für den MDAX sind es nur 8,0 %. Wenn "die Großen" von Nebenwerten sprechen, dann meinen die vielleicht eher den MDAX als den noch kleineren SDAX. Daher sollte man bei einer erwarteten Aufholung der Nebenwerte in 2024 vllt. auch noch nicht die ganz kleinen Nebenwerte im Blick haben.


      Zu den leicht unterschiedlichen Dax-Werten: das hatten wir in den Vorjahren auch schonmal. Ich übernehme die Zahl von Wikifolio. Der kleine Unterschied erklärt sich wahrscheinlich durch die von Wikifolio verwendete Indikation, die nicht nur von 9 bis 17:30 Uhr läuft. Sie läuft daher länger parallel zum Alkohol und ist daher vielleicht der etwas bessere Vergleich. Außerdem würde es auch zu Irritationen führen, wenn ich nicht den Wert von der Wikifolio-Seite nähme. Andererseits hast Du aber recht, dass der Begriff “Dax“ sich nur auf den offiziellen Wert bezieht. Nunja, zum Glück kommt es nicht wirklich drauf an, da ich ja beide Werte
      deutlich schlage.

      Was den MDAX angeht: natürlich investieren die großen eher hier, aber es ist eben auch proportional mehr Kapital nötig, um diesen Index zu bewegen im Vergleich zum SDAX. Ich setze jedenfalls weiter hauptsächlich auf Smallcaps, Ausnahmen bestätigen die Regel!
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      Avatar
      schrieb am 01.01.24 21:05:44
      Beitrag Nr. 279 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 75.035.229 von imperatom am 01.01.24 13:52:26Naja ... nun mal nicht gleich übermütig werden. 😉

      Der DJ Marktbericht gibt für 2023 ein DAX-Plus von 20,3 % an. Für den MDAX sind es nur 8,0 %. Wenn "die Großen" von Nebenwerten sprechen, dann meinen die vielleicht eher den MDAX als den noch kleineren SDAX. Daher sollte man bei einer erwarteten Aufholung der Nebenwerte in 2024 vllt. auch noch nicht die ganz kleinen Nebenwerte im Blick haben.
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      schrieb am 01.01.24 13:52:26
      Beitrag Nr. 278 ()
      Jahresbericht 2023 – (k)ein schwieriges Jahr für SmallCaps
      „Das Jahr 2023 war ein schwieriges Jahr für deutsche SmallCaps“ – so oder so ähnlich liest man es aktuell immer wieder und der ein oder andere Trader rechtfertigt so seine niedrige Performance im vergangenen Jahr. Das ist objektiv betrachtet auch gar nicht falsch: Stieg der DAX im Jahr 2023 um rund 19%, so waren es im Nebenwerte-Index SDAX „nur“ 16,2%. Gleichwohl sind auch 16,2% natürlich alles andere als schlecht, und so passt die starke Börsenentwicklung irgendwie gar nicht zu allgemeinen Wirtschaftsstimmung im Land. Letztere führte dazu, dass der ein oder andere Portfolio-Manager zweifelte und hohe Cash-Bestände hielt oder in vermeintlich defensive Titel investierte. Wieder anderer trafen schlicht falsche Anlageentscheidungen. Alles in allem hört man jedenfalls häufig, dass es ein schlechtes Jahr für SmallCaps war und dass Anleger die Index-Performance nicht erreichen konnten, obwohl das Börsenjahr gar nicht so schlecht war, wie es häufig beschrieben wurde.

      Ich selbst hatte für 2023 drei ambitionierte Ziele: Das wichtigste Ziel war es (wie es in jedem Jahr mein Ziel ist), mit meinem weitestgehend Deutschland-fokussiertem Portfolio den DAX als DEN deutschen Vergleichsmaßstab zu schlagen. Dieses Ziel habe ich mit meiner SmallCap-Auswahl deutlich erreichen können, auch wenn das Jahr für deutsche SmallCaps als schwierig galt. Das Wikifolio kletterte im Jahr 2023 um 24,7% und übertraf damit den DAX um 5,7, den SDAX sogar um 8,5 Prozentpunkte. Werte in dieser Größenordnung gelten häufig als durchschnittliche Jahresperformance einer Aktienanlage und unterstreichen nochmal die Bedeutung dieses Vorsprungs, zumal dabei natürlich die Gebühren eines Wikifolios bereits abgezogen worden sind.

      Mein zweites Ziel für 2023 war, in einem hoffentlich positiven Börsenumfeld möglichst viel des Abstands zum Allzeithoch des Wikifolios (rund 400 Punkte vor dem russischen Ukraine-Überfall) wieder aufzuholen, so dass auch meine Anleger, die unglücklicherweise kurz vor Kriegsausbruch und des folgenden Kursabstürzen der Märkte gekauft haben, ihre Position wieder in die Pluszone drehen können. Mit den 24,7% Plus habe ich einen großen Teil der Lücke schließen können, das Ziel der 400 Punkte mit aktuell 382 Punkten aber noch nicht vollständig erreicht, so dass dieses Ziel nun natürlich für 2024 ganz oben auf der Liste steht. Auch wenn man sich hier natürlich vom Marktumfeld nicht vollständig abkoppeln kann, hoffe ich, ggf. durch eine Überperformance das Allzeithoch knacken zu können.

      Das dritte Ziel für 2023 bestand darin, die Marke von 300.000 Euro an investiertem Kapital zu knacken, was einen Zuwachs um etwa 40% bedeutet hätte und aus Wertentwicklung des Wikifolios und neuen Geldzuflüssen durch Investoren kombiniert werden sollte. Obwohl diese 40% sicherlich sehr ambitioniert waren, konnte das Wiki dieses Ziel sogar übererfüllen; aktuell sind 315.000 Euro investiert – und das trug 2023 erfreulicherweise danke der starken Performance auch wieder sehr zum Glück dieser Anleger bei.

      Insgesamt darf ich gemeinsam mit meinen Investoren also ziemlich zufrieden sein mit dem Jahr 2023. Die Erfolge setzten sich im vergangenen Jahr sehr granular zusammen, es gab nicht den einen großen Pick, sondern viele kleine gute Entscheidungen, dabei auch mehr kleine Trades als in den Vorjahren, die ebenfalls Stück für Stück zur Performance beitragen konnten. Das war viel Arbeit, aber sie hat sich für die Rendite gelohnt. Wenn man trotzdem einen Wert hervorheben will, war ProCredit mit seinem Turnaround sicherlich ein schöner Erfolg, der für 2024 noch Raum für weiteres Potential lässt.

      Mit dem abgelaufenen Jahr konnte mein Wikifolio im elften Kalenderjahr seines Bestehens zum zehnten mal den DAX schlagen (die eine Ausnahme war im Jahr 2022). Seit Start im November 2013 kletterte der DAX um 84%, der SDAX um 108% und das Wikifolio um 285%, was einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 14,1% entspricht. Ob man Indizes durch aktive Geldanlage schlagen kann oder alles nur Zufall ist, überlasse ich angesichts dieser Zahlen gerne jedem selbst zur Interpretation.

      Nun möchte ich mich sehr herzlich bei allen bedanken, die mir nach dem schwachen Ausnahmejahr 2022 die Treue gehalten haben oder sogar zusätzlich investiert und meinen Anlageentscheidungen vertraut haben. Umso schöner finde ich, dass diese Investoren dafür 2023 dafür kräftig entlohnt worden sind. Für 2024 hoffe ich nun, dass das Marktumfeld es erlaubt, mindestens die 400-Punkte-Marke wieder zu übertreffen. Und selbstverständlich möchte ich die Jahresrendite von 14% gerne halten und insbesondere erneut besser performen als der DAX.

      Abschließend noch ein Hinweis zum Jahreswechsel, weil mich einige Fragen zur steuerlichen Vorabpauschale erreichten, die Anfang 2024 erstmals seit längerer Zeit wieder anfällt (Disclaimer: persönliche Einschätzung; keine Rechtsberatung; bitte von Steuerberater verifizieren lassen): Im Unterschied zu ETF und Fonds existiert glücklicherweise keine steuerliche Vorabpauschale für Wikifolios, so dass man sich um nichts kümmern muss und der Staat hier erst bei Verkauf steuerlich zuschlagen kann. Den Zinseszinseffekt kann man hier also noch voll ausschöpfen.

      Vielen herzlichen Dank für Euer Interesse und Vertrauen als Mitleser oder Mitinvestor. Ich wünsche Euch ein erneut erfolgreiches, glückliches und vor allem gesundes Jahr 2024!

      Blick ins Depot:

      https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0dchance

      Zum Jahreswechsel steht es bei 382 Punkten.
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      schrieb am 30.12.23 16:44:54
      Beitrag Nr. 277 ()
      exoktische Favoriten 2024
      In jedem Jahr ist es im WO-Forum schöner Usus, für 2024 fünf Jahresfavoriten anzugeben. Dieser Aufgabe möchte ich mich auch in diesem Jahr stellen und sie auch in diesem Thread teilen.

      Das schönste am Tippspiel ist es ja jedes Jahr, die Ideen der anderen zu lesen. Selbst etwas dazu beizutragen, sollte dann genauso selbstverständlich sein. Durch die feste Frist vom 1.1. bis 31.12. ist angesichts unmöglicher Ein- und Ausstiege natürlich auch eine Menge Glück dabei, aber eine gute Idee ist eine gute Idee und alleine dafür ist das Tippspiel wirklich toll!

      Zunächst ein kurzer Rückblick auf meine 5 Favoriten 2023: Im auslaufenden Jahr hatte ich mit Procredit einen Volltreffer (mehr als verdoppelt) und mit Varengold Bank und First Graphene zwei richtige Abstürzler (je fast 50% Verlust) dabei, zudem mit Yoc und Unidevice zwei relativ konstante Werte. Die Jahresperformance 2023 der 5 Werte betrug Ende November rund +5% und wird Ende Dezember einstellig positiv bleiben. Der DAX kam zum Vergleich auf knapp +19% und mein Wikifolio auf gut +24%, woran sich zeigt, dass auch mit einer mäßig performenden Top5 noch viel gewonnen werden kann, wenn man unterjährig am Ball bleibt.

      Jetzt aber endlich zu den Favoriten für 2024. Bei der Auswahl habe ich mich diesmal auf Werte konzentriert, die hier überwiegend wenig genannt (und noch seltener begründet) worden sind, um dem geneigten Leser auch ein bisschen neuen Input für neue Recherchen zu bieten. Hier sind also meine kleinen Exoten:

      1. Lion eMobility A2QH97
      Den Wert mögen einige noch „von früher“ kennen als die Aktie mal wegen der BMS etwas en vogue war. Das Unternehmen heute steht auf ganz anderen Füßen. Seit Sommer hat Lion eine eigene Batteriefabrik in Thüringen am Laufen. In 2024 werden da dann übrigens auch LFP-Akkus verarbeitet (Grüße an die IbuTec-Jünger an dieser Stelle 😉), und auch mit Natrium-Akkus wird Lion zukünftig arbeiten können. 2023 war durch den Aufbau der eigenen Fabrik belastet, dennoch wird es für ein positives Ebitda reichen. Wenn der Umsatz 2023 nur um 4% gewachsen ist, wirkt das zunächst wenig, verständlich ist es erst vor dem Hintergrund stark gefallener Lithium-Preise, die auch die Akkus stark verbilligen. Die verkaufte Stückzahl ist also rasant gestiegen, und nur durch die Lithum-Preise fällt das im Umsatz nicht direkt auf. Lion erwartet 2024 zudem mehrere Neukunden, so dass das hohe Wachstum weitergehen dürfte und sich diesmal auch im Umsatz widerspiegeln sollte. Dabei dürfte ein deutlich positives EPS bei starkem Umsatzwachstum entstehen, da Lions Grenzkosten dank hochautomatisierter Fabrik gering sind. Sobald mehr Anleger die tatsächliche Entwicklung Lions erkennen (ich tippe mal ungefähr mit dem Halbjahresbericht 2024), könnte der Kurs deutlich an Fahrt gewinnen.

      2. Heliad AG 121806
      Dass die Heliad KGaA und FinLab zu einer gemeinsamen AG verschmolzen sind, haben viele nur am Rande wahrgenommen. Dass sich ihr größtes Einzelinvestment, die Flatex-Aktien, schön im Kurs erholt haben, wurde vom Markt bislang ignoriert. Und das Wachstum, das gerade insbesondere bei den Beteiligungen Raisin und Enpal, aber auch beispielsweise bei Modify an den Tag gelegt wird, ist enorm. Vieler weitere Beteiligungen ist der normale Beobachter gar nicht bewusst: 0,26% der Tonies-Aktien besitzt Heliad z.B. ebenfalls. Der Markt bewertet das alles bislang quasi gar nicht aktuell, denn einerseits gibt es einen großen Abschlag zum NAV und andererseits basiert auch der NAV selbst an einigen Stellen auf der letzten Bewertungsrunde, die mitunter schon länger her ist. Bei Raisin bspw. müsste heut eine wesentlich bessere Bewertung drin sein. Ob nun 2024 ein größerer Exit z.B. per IPO ansteht, weiß ich auch nicht, aber wenn, dann besteht hier gleich in einigen Beteiligungen sehr großes Potential für die Heliad-Aktie – und dann wird der Einstieg zu teuer sein. Mein persönlicher Favorit wäre ein Raisin-Börsengang.

      3. SGT German Private Equitiy A1MMEV
      Ist hier grundsätzlich bekannt. 2023 wegen Verschiebungen mit mäßigem Ergebnis, 2024 könnte dafür umso besser ausfallen. Günstig zu haben.

      4. Varengold Bank 547930
      Totgesagte leben länger – das wussten schon die alten Römer! Bei einigen sicherlich mittlerweile ein rotes Tuch, aber die Zahlen Varengolds sind trotz aller Probleme einfach stark. Wenn die BaFin mit ihrer Untersuchung endlich durch ist - und es dabei keine Vollkatastrophe gibt – wird die Welt sich wieder auf die Zahlen konzentrieren und die Aktie kann steigen. Flatex hats vorgemacht, dort prügelte auch alle auf das Unternehmen ein als die BaFin kam – und als sie im Herbst wieder abzog, war alles vergessen.

      5. AHT Syngas A12AGY
      Auf den ersten Blick wirkt die Bewertung AHTs schon hoch, doch das Wachstum ist mit „krass“ noch milde beschrieben. Alleine nach Japan will AHT Mini-Kraftwerke für einen dreistelligen Millionenbereich (!) liefern. Für das erste Kraftwerk hat gerade die Werksabnahme stattgefunden, Nummer zwei und drei sind bereits in Arbeit. Auch aus Europa wächst die Nachfrage stark. 2023 wird es wohl 15-20 Mio Euro Umsatz geben, 2024 könnte man weit darüber hinausschießen.

      Die beiden vermeintlichen Auslandswerte Lion und AHT betreiben ihr Geschäft übrigens beide überwiegend aus Deutschland.
      Ich möchte nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass ich zwar in alle genannte Werte investiert bin, dass es sich aber wie gesagt überwiegend um Exoten handelt, die zwar hohe Chancen bieten, aber auch mit erhöhten Risiken einhergehen. Natürlich ist mein Depot deutlich defensiver aufgestellt als es die fünf Werte erahnen lassen, aber eben auch nicht so spannend. Ich hätte hier auch ganz langweilig meine großen Wiki-Positionen Sixt, Yoc, Procredit, Nordwest Handel und Heidelberg Pharma als Favoriten nennen können und hätte damit fünf sicherlich erwachsenere Unternehmen genannt – die im Forum aber (mit Ausnahme Nordwests vielleicht) alle schon x-mal genannt worden sind und wahrscheinlich teilweise sogar noch attraktiver sind, aber eben den Mitlesern hier auch schon zu beiden Ohren heraushängen müssen. Hier gibt’s also etwas spannendes, kontroverses, riskantes und auch sehr aussichtsreiches von mir fürs Tippspiel und ich bin gespannt, wie wir nach einem Jahr darauf zurückschauen werden.

      In diesem Sinne wünsche ich keinen „guten Rutsch“, sondern jetzt schon ein Frohes neues Jahr! Mein Wiki-Jahresbericht folgt dann im neuen Jahr.
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      schrieb am 12.12.23 00:16:43
      Beitrag Nr. 276 ()
      SGT reduziert Prognose und verschiebt Aktienrückkauf
      Heute gab es eine etwas enttäuschende Meldung von SGT:

      https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2023-12/6089719…

      Dafür dass 4 Mio Umsatz nach 2024 verschoben werden, sind die geplanten 10 Cent EPS sogar noch ganz gut, auch wenn sie für sich genommen schwach sind. Das ARP wird ins neue Jahr verschoben.

      Grund für die Verschiebung ist wahrscheinlich, dass das Elatec-Closing noch nicht erfolgt ist, dementsprechend die Provisionen in der Kasse fehlen; fürs ARP dürfte darauf gewartet werden.

      Von den Vorhaben für 2023 ist damit ziemlich viel ins Wasser gefallen muss man sagen (Elatec, zweite oder dritte zusätzliche Transaktion, ARP, alles nicht gekommen). Das ist schon sehr enttäuschend. Gegenüberstehen gibt es Hoffnung für 2024 auf umso bessere Zahlen und möglicherweise sogar zwei Rückkäufe. Dann muss das Management aber auch echt liefern, denn unter vielen Aktionären gilt SGT nun als unzuverlässig und dieses Image sollte sich besser nicht festsetzen.
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      schrieb am 06.12.23 15:30:02
      Beitrag Nr. 275 ()
      Ok, verstehe ich....für mich dient der Kurs der letzten KE als erstes Zwischenziel.
      VG
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      schrieb am 05.12.23 20:03:07
      Beitrag Nr. 274 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 74.915.788 von Takk am 05.12.23 19:06:18
      Zitat von Takk: Wo siehst du nach deiner Recherche das Kursziel bei Heidelberg Pharma?


      Ich spreche grundsätzlich über mögliche Käufe nicht vor den Käufen und über mögliche Verkäufe (dazu dient ja ein Kursziel letztlich) nicht vor den Verkäufen.

      Nach dem schnellen Anstieg auf nunmehr 4 Euro erscheint mir HDP allerdings noch längst nicht fair bewertet zu sein angesichts der Aussichten, so viel kann ich zweifelsfrei sagen.
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      schrieb am 05.12.23 19:06:18
      Beitrag Nr. 273 ()
      Wo siehst du nach deiner Recherche das Kursziel bei Heidelberg Pharma?
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      schrieb am 05.12.23 17:33:14
      Beitrag Nr. 272 ()
      Kauf: Heidelberg Pharma, geniale Story!
      Das Wikifolio erreicht erneut ein neues Jahreshoch! Heidelberg Pharma hat mit einer genialen Story als jüngster Neuzugang schon am ersten Tag direkt ein Stück dazu beitragen können:

      HDP forscht seit Jahren daran, Krebs mit Hilfe spezieller Eigenschaften des Knollenblätterpilzes zu bekämpfen, natürlich nicht einfach durch Gabe seines Giftes, sondern mit wirklich detailliertem Hightech. Diese Forschung läuft vor sich hin und wird auch noch einige Zeit brauchen. Vor Jahren allerdings hatte man schon Grundlagenforschung für ein Krebsdiagnostikum betrieben und die Zwischenergebnisse dann an den australischen Pharma-Konzern Thelix verkauft. Im Gegenzug erhielt man die Zusage einer Umsatzbeteiligung, die nun einige Jahre in der Schublade lag.

      Mittlerweile ist die Phase-3-Studie erfolgreich abgeschlossen und Thelix beantragt die Zulassung der FDA, die es sogar für das Schnellverfahren akzeptiert hat, da das Verbesserungspotential für den Patienten so hoch ist. Durch eine wesentlich verbesserte Bildgebung mit Hilfe des neuartigen Kontrastmittels werden künftig wesentlich weniger Nieren entnommen oder punktiert werden müssen, da man einen möglichen Krebs und seine sehr viel besser auf dem Bild erkennen kann. Das ist für Menschen mit Verdacht auf Nierenkrebs ein echter Gamechanger! Aber auch für HDP ein Gamechanger...

      HDP soll rund 20% der globalen Umsätze als Vergütungsanteil von Thelix erhalten. Alleine in den USA werden die jährlichen Umsätze in Richtung 500 Mio USD erwartet, was rund 100 Mio USD aufwandslose Einkünfte für HDP bedeuten würde. Schlagartig kann HDP damit von einem typischen Biotech, das regelmäßig neues Kapital braucht, zu einem profitablen Unternehmen werden. Die 500 Mio USD sind wohlgemerkt nur für Nierendiagnosen und nur für die USA. Selbstverständlich wird das global ausgerollt und es soll auch für weitere Diagnosen verwendet werden - überall wäre HDP mit seinem Anteil beteiligt, wie mir auf dem Eigenkapitalforum nochmal bestätigt wurde.

      Man kann sich kaum ausmalen, was da für enorme Umsatzflüsse - wohlgemerkt ohne irgendwelche gegenstehenden Kosten - dabei für HDP entstehen können. Dementsprechend sehe ich sehr sehr viel Aufwärtspotential in der Aktie.

      In der Wikifolio-Rangliste liegt mein Wiki nun auf Platz 34 von 9.635 investierbaren Wikifolios.
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      schrieb am 15.11.23 14:19:14
      Beitrag Nr. 271 ()
      Neues Jahreshoch erreicht!
      Ein kleiner Grund zu feiern: Während viele Börsianer von Rezession sprechen, tragen sowohl die vielen kleinen, gewinnbringenden Trades zwischendurch, wie auch die umfangreiche Recherchearbeit der letzten Monate dazu bei, dass das Wikifolio heute das bisherige Jahreshoch deutlich übertroffen hat und aktuell steil nach oben schießt.

      Hintergrund der jüngsten Entwicklung sind neue Quartalsberichte fast aller großen Depotwerte: Yoc, Sixt, Nordwest Handel, Procredit und Evotec haben Zahlen veröffentlicht – und sie haben tatsächlich allesamt RICHTIG STARKE Zahlen geliefert – keine Spur von Rezession!

      Insofern ist es nur folgerichtig, dass die Aktien nun kräftig steigen. Während DAX und SDAX als typische Vergleichsmaßstäbe ein Depot mit Deutschlandschwerpunkt trotz der jüngsten Erholung in den letzten 6 Monaten jeweils rund 3% verloren haben, liegt mein Wikifolio im gleichen Zeitraum rund 5% im Plus.

      Nach der Serie starker Q3-Zahlen bin ich dank des dahinterstehenden weiteren Aufholpotentials der Aktien nun zuversichtlich für eine Jahresendrally im Depot!

      Das Wikifolio steht nun bei 361 Punkten am neuen Jahreshoch.

      Blick ins Depot:
      www.kurzelinks.de/wikifolio
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      schrieb am 09.11.23 23:57:52
      Beitrag Nr. 270 ()
      Ich habe gerae, passend dazu, ein altes Zitat von mir gefunden. Es stammt vom 29. Mai 2014:

      "Sixt ist gar nicht so konjunkturabhängig, wie viele glauben: Selbst in der vergangenen Krise hat man jedes Jahr Gewinne gemacht. Momentan läuft die Expansion (USA; DriveNow) in verscheidenen Bereichen sehr gut, Umsatzwachstum ist also gegeben. Priorität hat für Sixt nach eigener Darstellung aber immer der Gewinn - und den machen sie wirklich gut. Eine faire Bewertung nach 2014er-KGV liegt wohl deutlich über 30 Euro. Die Stammaktien sind auch schon knapp über 30, ich sehe keinen Grund, warum die Vorzüge dort nicht auch hinkommen sollten."

      Im Grunde ist alles davon immer noch gültig, insbesondere die Krisenresistenz des Gewinns haben wir mittlerweile in mehreren weiteren Krisen bestätigt bekommen. Auch die Differenz zu den Stammaktien war damals schon ein Thema, nur dass ihr Kurs sich in der Zwischenzeit deutlich erhöht hat :)
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      schrieb am 09.11.23 23:44:58
      Beitrag Nr. 269 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 74.778.035 von moneymakerzzz am 09.11.23 22:19:10
      Zitat von moneymakerzzz: Das Problem bei Sixt ist doch, dass die Gewinne im nächsten Jahr nochmal sinken dürften. Wie sehr weiß ich nicht, da es in den USA ja gut läuft. Aber der konjunkturelle Abschwung (weniger Reisen, weniger Geschäftsreisen - dazu aufs Jahr wohl eher nochmal gesunkene Margen) wird hier eher sinkende Ergebnisse nach sich ziehen. Dafür ein 12 PE auf die Stämme (die den Kurs vorgeben) finde ich ok. Die Divi lockt natürlich - aber Risikofreie Anleihen gibts auch mit 5% vs. 6,5% hier...


      Danke für Dein Feedback! Zwar bekommt man nur die Dividende ausgezahlt, aber auch der Rest des Gewinns gehört einem als Aktionär - er wird eben nur direkt reinvestiert. Zwar hat man keine Wahl und muss das so hinnehmen wie es die Familie Sixt mit ihrer Mehrheit beschließt, aber wer - wie ich - schon länger bei Sixt dabei ist, merkt ja auch wirklich, dass er etwas hat von den Reinvestitionen. Als ich vor 14 Jahren erstmals Sixt-Aktien gekauft habe, gab es die für unter 10 Euro, weil Sixt ein mittleres, deutschlandzentriertes Mietwagenunternehmen war - langfristig merkt man deutlich, dass auch der zweite Teil des Gewinns den Aktionären zufließt. Heute ist man ein global Player - und weltweit ist Sixt ein Begriff.

      Auch den Preis auf die Stämme finde ich zu niedrig, aber wenn ich doch die Vorzüge kaufen kann, dann rechne ich auch mit deren Preis. Zwar sorgen die Stämme dafür, dass der VZ-Kurs nicht durch die Decke geht, aber ein KGV von 8, bedeutet eben 12,5% Jahresrendite, die auf dem einen oder anderen Weg in meine Tasche wandert, wenn das Unternehmen gut geführt ist und das Geld auch nur durchschnittlich sinnvoll investiert wird. Insofern bin ich da nicht einmal auf große kurzfristige Kurssteigerungen angewiesen - zu dem Kurs behalte ich die Aktie einfach gerne.

      Und was die Konjuktur angeht: Die Rezession kommt doch nicht erst, wir sind vielmehr mitten drin, mit etwas Glück sogar schon auf der Zielgeraden. Jedenfalls war im Q3 nicht gerade Party angesagt bei vielen Bilanzmeldungen. Sixt erzielte das zweitbeste Q3 ever (im Umsatz sogar das beste), direkt nach dem besten Q2 ever. Warum soll ich jetzt denken, das würde sich in Q4 ändern - nur weil immer noch Rezession ist? Das fände ich nicht nachvollziehbar. Und was passiert eiegntlich am Ende der Rezession erst mit den Gewinnen von Sixt, wenn die Gewinne in der Rezession Rekordgewinne sind? Darüber sollte man auch mal nachdenken...
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      schrieb am 09.11.23 22:19:10
      Beitrag Nr. 268 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 74.775.980 von imperatom am 09.11.23 16:55:02
      Zitat von imperatom: In dieser Woche gab es einige Zahlen zum dritten Quartal, die durchgehend gut ausfielen und in der Folge Kursanstiege der jeweiligen Aktien bedeuteten. Das bekräftigt nochmal meine Erläuterungen im Börsenradio, dass es gezieltes Stockpicking aktuell ermöglicht, AGs zu finden, bei denen von „Krise“ keine Rede sein kann, sondern die – im Gegenteil – starke Zahlen abliefern. Je näher die Jahresberichte und Dividendenankündigungen rücken, desto stärker wird sich das voraussichtlich auch in den Kursen niederschlagen. Darüber hinaus zahlten sich auch wieder einige kleine Trades für das Depot aus.

      Sixt erwirtschaftete im dritten Quartal erstmals überhaupt in einem einzigen Quartal einen Umsatz von über einer Milliarde Euro! Der Gewinn kam sogar fast an die krasse Sonderkonjunktur aus dem Vorjahr heran (wir erinnern uns Mietwagenknappheit als „nach Corona“ plötzlich alle gleichzeitig in den Urlaub wollten, was teils zu absurd hohen Preisen führte). Nach den Q3-Zahlen schoss der Kurs deutlich nach oben. Insgesamt kann man aber für 2023 rund 7,40 Euro Gewinn je Aktie erwarten – bei einem Kurs, der nur ein KGV von etwa 8 abbildet. 4,13 Euro Dividende je Vorzugsaktie sollten meines Erachtens damit erreicht werden können, so dass auch dahingehend der Kurs hochattraktiv wirkt. Trading-Positionen habe ich mit schönem Gewinn verkauft, die Grundposition wird selbstverständlich weiter gehalten angesichts dieser Aussichten.

      Evotec hat den Q3-Zahlen nach den Cyber-Angriff vom Frühjahr mittlerweile tatsächlich überwunden und ist wieder voll in der Wachstumsspur: 14% Umsatzwachstum standen nun wieder zu Buche. Im Quartals-Call wurde erläutert, dass die Milestone-Zahlungen üblicherweise im vierten Quartal eintreffen, dass angesichts des nun wieder schönen Wachstums die Jahresprognose selbst ohne größere Milestone-Zahlungen und trotz Cyberattacke eingehalten werden kann. Noch wichtiger: die Ziele für 2025 wurden bekräftigt; dann möchte Evotec über eine Milliarde Umsatz machen. Auch diese Nachrichten führten zu einem guten Kursanstieg! Auch hier gilt: Trading-Positionen habe ich mit schönem Gewinn verkauft, die Grundposition wird selbstverständlich weiter gehalten angesichts dieser Aussichten.
      Quasi wieder zurück im Depot ist die (neue) Heliad AG. Zur Erinnerung: Die bisherige Heliad KGaA, deren Aktien ich im Wiki gehalten hatte, ist mit der FinLab AG zur Heliad AG fusioniert. Für die im Wikifolio gehaltenen Anteile der Heliad KGaA erhielten wir 10,70 Euro ins Wikifolio, der Rückkauf gelang zu Kursen von 10,40 und 9,85 Euro. Flatex-Aktien als wichtigster Wert des Heliad-Portfolios entwickeln sich aktuell positiv während das beim Kurs von Heliad noch nicht spürbar ist – daher der heutige Nachkauf.

      In der nächsten Woche stehen dann gleich vier Mal wichtige Quartalszahlen an: bei Procredit (sehr schöne Kursentwicklung zuletzt!), Yoc, Nordwest und Halyk, so dass nächste Woche viel (hoffentlich doch weiterhin positive) Kursbewegung zu erwarten ist. Das Wikifolio hat sich jedenfalls zuletzt wegen der schönen Quartalsergebnisse und der laufenden kleinen Trading-Erfolge schön entwickelt und liegt nun trotz aller Krisen bei 348 Euro – und damit nur noch rund 2 Prozent unter seinen Jahreshochs im Juni.


      Das Problem bei Sixt ist doch, dass die Gewinne im nächsten Jahr nochmal sinken dürften. Wie sehr weiß ich nicht, da es in den USA ja gut läuft. Aber der konjunkturelle Abschwung (weniger Reisen, weniger Geschäftsreisen - dazu aufs Jahr wohl eher nochmal gesunkene Margen) wird hier eher sinkende Ergebnisse nach sich ziehen. Dafür ein 12 PE auf die Stämme (die den Kurs vorgeben) finde ich ok. Die Divi lockt natürlich - aber Risikofreie Anleihen gibts auch mit 5% vs. 6,5% hier...
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      schrieb am 09.11.23 16:55:02
      Beitrag Nr. 267 ()
      Q3-Zahlen
      In dieser Woche gab es einige Zahlen zum dritten Quartal, die durchgehend gut ausfielen und in der Folge Kursanstiege der jeweiligen Aktien bedeuteten. Das bekräftigt nochmal meine Erläuterungen im Börsenradio, dass es gezieltes Stockpicking aktuell ermöglicht, AGs zu finden, bei denen von „Krise“ keine Rede sein kann, sondern die – im Gegenteil – starke Zahlen abliefern. Je näher die Jahresberichte und Dividendenankündigungen rücken, desto stärker wird sich das voraussichtlich auch in den Kursen niederschlagen. Darüber hinaus zahlten sich auch wieder einige kleine Trades für das Depot aus.

      Sixt erwirtschaftete im dritten Quartal erstmals überhaupt in einem einzigen Quartal einen Umsatz von über einer Milliarde Euro! Der Gewinn kam sogar fast an die krasse Sonderkonjunktur aus dem Vorjahr heran (wir erinnern uns Mietwagenknappheit als „nach Corona“ plötzlich alle gleichzeitig in den Urlaub wollten, was teils zu absurd hohen Preisen führte). Nach den Q3-Zahlen schoss der Kurs deutlich nach oben. Insgesamt kann man aber für 2023 rund 7,40 Euro Gewinn je Aktie erwarten – bei einem Kurs, der nur ein KGV von etwa 8 abbildet. 4,13 Euro Dividende je Vorzugsaktie sollten meines Erachtens damit erreicht werden können, so dass auch dahingehend der Kurs hochattraktiv wirkt. Trading-Positionen habe ich mit schönem Gewinn verkauft, die Grundposition wird selbstverständlich weiter gehalten angesichts dieser Aussichten.

      Evotec hat den Q3-Zahlen nach den Cyber-Angriff vom Frühjahr mittlerweile tatsächlich überwunden und ist wieder voll in der Wachstumsspur: 14% Umsatzwachstum standen nun wieder zu Buche. Im Quartals-Call wurde erläutert, dass die Milestone-Zahlungen üblicherweise im vierten Quartal eintreffen, dass angesichts des nun wieder schönen Wachstums die Jahresprognose selbst ohne größere Milestone-Zahlungen und trotz Cyberattacke eingehalten werden kann. Noch wichtiger: die Ziele für 2025 wurden bekräftigt; dann möchte Evotec über eine Milliarde Umsatz machen. Auch diese Nachrichten führten zu einem guten Kursanstieg! Auch hier gilt: Trading-Positionen habe ich mit schönem Gewinn verkauft, die Grundposition wird selbstverständlich weiter gehalten angesichts dieser Aussichten.
      Quasi wieder zurück im Depot ist die (neue) Heliad AG. Zur Erinnerung: Die bisherige Heliad KGaA, deren Aktien ich im Wiki gehalten hatte, ist mit der FinLab AG zur Heliad AG fusioniert. Für die im Wikifolio gehaltenen Anteile der Heliad KGaA erhielten wir 10,70 Euro ins Wikifolio, der Rückkauf gelang zu Kursen von 10,40 und 9,85 Euro. Flatex-Aktien als wichtigster Wert des Heliad-Portfolios entwickeln sich aktuell positiv während das beim Kurs von Heliad noch nicht spürbar ist – daher der heutige Nachkauf.

      In der nächsten Woche stehen dann gleich vier Mal wichtige Quartalszahlen an: bei Procredit (sehr schöne Kursentwicklung zuletzt!), Yoc, Nordwest und Halyk, so dass nächste Woche viel (hoffentlich doch weiterhin positive) Kursbewegung zu erwarten ist. Das Wikifolio hat sich jedenfalls zuletzt wegen der schönen Quartalsergebnisse und der laufenden kleinen Trading-Erfolge schön entwickelt und liegt nun trotz aller Krisen bei 348 Euro – und damit nur noch rund 2 Prozent unter seinen Jahreshochs im Juni.
      Wikifolio-Index Index Zertifikat Open-End (LASW) | 348,03 €
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