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Verunsichert durch Berater - Bei Aktienfonds bleiben oder auf ETF wechseln?

eröffnet am 17.05.21 19:22:30 von
neuester Beitrag 02.06.21 20:40:05 von

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02.06.21 20:40:05
Beitrag Nr. 11 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 68.347.622 von Malecon am 30.05.21 00:57:09Wie viel Prozent Performance hat Ihr Depot im Jahr? Ging die Strategie in der Vergangenheit auf?
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30.05.21 00:57:09
Beitrag Nr. 10 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 68.219.440 von EXIF am 17.05.21 19:22:30Hallo @EXIF ,

man kann z.B. vergleichen wie die Charts von einigen ETFs im Verhältis zueinander verlaufen, um sein Kapital rechtzeitig umschichten zu können.

Ein Beistiel:

Es ist zu erkennen, dass sich bei Energy Select Sector SPDR Fund (XLE) im Vergleich zu SPDR S&P 500 ETF Trust (SPY) eine umgekehrte SKS-Formation gebildet hat:





Logo geht man davon aus dass XLE besser als SPY laufen wird. Und so kann man viele Charts und Kursverläufe im Verhältnis zueinander vergleichen und bullische Formationen rechtzeitig erkennen.
1 Antwort
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18.05.21 21:25:23
Beitrag Nr. 9 ()
Ich finde es immer lustig was für Missverständnisse über synthetische ETF bestehen.

Alle tun immer als wäre es Folgendes: ​
Man gibt 100 T€ einem Anbieter und der verbucht das als Gebühr und es nichts physisch da.

Tatsächlich kauft der Anbieter davon einen Korb aus Aktien und nur die Differenz zwischen der Wertentwicklung des Aktienkorbs und des geswappten Index wird durch den Emittenten ausgeglichen. Alles andere wäre auch Wahnsinn.

Ich habe mal gelesen, es gab ein ETF auf den Japanischen Aktienindex, der tatsächlich physisch ausschließlich DAX-Werte enthielt.

Wenn jemand andere Kenntnisse zu synthetischen ETF hat, bin ich gern Lernbereit.
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18.05.21 16:33:38
Beitrag Nr. 8 ()
Vielen Dank für die gute Erklärung, JuliaPapa!!! Das erscheint mir logisch.

Aber haben Fondsmanager in so einem Szenario dann überhaupt noch Werkzeuge an der Hand,
um so einer Entwicklung entgegensteuern zu können?

Wenn durch den Automatismus im ETF massenweise SAP Anteile verkauft werden, dann gerät
doch auch ein Fondsmanager eines aktiven Fonds unter Druck, der die SAP Aktie ebenfalls in seinem
Portfolio hat.

Die einzigen Möglichkeiten, die er oder sie dann noch haben ist doch entweder auch zu verkaufen,
um die Verluste für den Fonds zu minimieren oder die Aktie zu halten, in der Hoffnung den Kurs
am Markt dadurch zu stabilisieren. Sehe ich das richtig?

Wenn ja, dann würde dies doch bedeuten, daß ETFs in einer Krise als Brandbeschleuniger dienen
aber wenn es brennt, hängen wir alle mit drin, egal ob aktiver Fonds oder ETF.

Kann man das etwa so sagen?




Mein Finanzberater lehnt übrigens generell alle ETFs ab, egal welche Replikationsmethode sie haben.

Bei synthetischen ETFs warnt er in Kriesenzeiten vor einem Totalverlust, weil man keine echten
Aktien im Depot hat, sondern im Zweifelsfall nur "Luft".

Und bei einem physischen ETF räumt er ein, daß hier zwar echte Wertpapiere gekauft werden, diese aber
ebenfalls nicht immer beim ETF Anbieter selbst liegen, sondern in externen Lagerstellen oder an andere
Banken verliehen werden.

Dies ist aus seiner Sicht ein unkalkulierbares Risiko.
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18.05.21 12:47:07
Beitrag Nr. 7 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 68.225.341 von EXIF am 18.05.21 10:21:37
Zitat von EXIF: Ich würde als Neuling gerne verstehen, warum mein Finanzmakler
in ETFs ein so großes Risiko sieht?


Ein ETF investiert in alle Aktien eines Aktienindex, z.B. dem DAX. Die einzelnen Aktien sind dabei unterschiedlich gewichtet - so hat eine große SAP etwa einen größeren Anteil als eine "kleine" Delivery Hero.

Der ETF kauft also mehr SAP-Aktien als Delivery Hero-Aktien, weil er den Index möglichst genau abbilden will.

Das bedeutet also, dass er mehr von den Aktien kauft, die bereits gut gelaufen sind und damit eine Aufwärtsbewegung noch verstärkt. Die Aktie wird dann noch teurer, die Gewichtung im Index steigt und der ETF muss noch mehr kaufen und so weiter.

Das Risiko, das viele in ETFs sehen, ist genau die umgekehrte Situation: Es kommt zu einem Kursrückgang, ETFs werfen die hoch gerichteten Aktien auf den Markt. Zusätzlich kriegen Anleger kalte Füße und verkaufen ihre ETF-Anteile, was weiteren Druck auf die Kurse erzeugt.

Die Befürchtung deines Beraters ist also, dass ein zu hoher Anteil von ETFs am Aktienbesitz einen Crash verstärken könnte. Ob das gerechtfertigt ist, weiß ich nicht - das wird sich zeigen, wenn es mal soweit sein sollte.

Alternativ befürchtet dein Finanzberater aber auch nur, dass er bei einer ETF-Anlage von dir weniger Provisionen bekommt...
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18.05.21 10:38:19
Beitrag Nr. 6 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 68.225.341 von EXIF am 18.05.21 10:21:37Vielleicht geht es Deinem Berater eher um ein systematisches Risiko.

Bei ETFs gibt es auch sogenannte synthetische Produkte, die Ihren Index über einen Swap mit einer Partnergesellschaft abbilden.
Geht diese pleite, fällt somit der Partner des ETFs weg und es könnte zu Zahlungsausfällen kommen.

Daher häufig besser physische ETFs kaufen, die die Produkte / den Index selbst abbilden.
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18.05.21 10:21:37
Beitrag Nr. 5 ()
Vielen lieben Dank für eure Antworten und eure Vorschläge 🙂

Meine Zieldefinition ist der Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Der Anlagehorizont sind etwa 20 Jahre.
Ich hätte also noch Zeit den einen oder anderen Crash wieder auszugleichen.

Und Crash ist hier ein gutes Stichwort. Ich würde als Neuling gerne verstehen, warum mein Finanzmakler
in ETFs ein so großes Risiko sieht? Wenn ich mir die Charts beispielsweise eines iShares MSCI World
über die letzten 14 Jahre ansehe und mit den Charts „meines“ aktiven Fonds vergleiche, dann sehe
ich die gleiche Kursbewegung.

Sicher, beim ETF sind die Kursbewegungen etwas heftiger und beim aktiven Fonds fallen die Bewegungen
etwas sanfter aus. Aber letztendlich reagieren beide auf Ereignisse am Markt mehr oder weniger gleich –
sei es die Lehman-Pleite oder die Corona Pandemie. Beide Kurse brechen ein und erholen sich wieder.

Ich würde daher für mich sehr gerne verstehen, was einen aktiven Fonds in solchen Situationen sicherer und
einen ETF unsicherer macht.
2 Antworten
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17.05.21 23:36:15
Beitrag Nr. 4 ()
Ich finde den Fond jetzt gar nicht unterdurchschnittlich. In zehn Jahren mehr als verdoppelt.
Der MSCI World ist auch ungefähr in dem Bereich unterwegs.
Ich halte an sich alle Argumente für aktiv gemanagte Fonds für an den Haaren herbeigezogen.
Wenn eine Krise kommt, können oder werden die tollen Fondsmanager auch bloß nicht besser reagieren als ein passiver ETF.

Letzten Endes braucht man auch keinen Honorarberater. Der MSCI World oder noch besser MSCI All country world ist schon ziemlich gut und eigentlich kaum zu schlagen. Alles drum herum (zB. ergänzende Spezial-ETF) ist nur Optik.
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17.05.21 22:32:00
Beitrag Nr. 3 ()
Hier fehlt die eigene Zieldefinition, zweitens ist das gewählte Instrument dem Kunden nicht klar als vorteilhaft definiert und offenbar fehlt dies objektiv.

Drittens beherbergt die ETF-Szene ein mit Lehman vergleichbares Crashpotential in 2024 ungefähr. Gucken wir uns unsere Aufsichtsbehörden an, die merken doch schon eine Wirecard oder Greensill nicht.

Fremde Welten
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17.05.21 22:09:10
Beitrag Nr. 2 ()
EXIF,
auweia A0M2LE ein Dachfonds. Da lassen Fondsmanager andere Fondsmanager für sich arbeiten. Alle kassieren natürlich Gebühren. Ein Honorar-Berater ist wohl auch nicht billig. Bau doch deinen eigenen Fonds auf. Man muß nicht BWL studiert haben. Nimm Firmen, die dir etwas sagen. Selbst entscheiden, macht auch mehr Spaß.

Daß alle ETF passiv sind, glaube ich nicht. Der Unterschied zu anderen Fonds besteht nur darin, daß ETF eben über eine Börse gehandelt werden. Mein Vorschlag: laß A0M2LE im Depot stehen. Kauf von jetzt an Aktien nach eigenem Geschmack. Du siehst im Depot, was sich besser entwickelt.
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