Weg mit den Wölfen - Teil 2

    Beiträge: 15
    neuester Beitrag 31.03.26 20:26:02
    eröffnet am 03.07.23 17:01:56
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      #15

      Wieso Opfer? Sehen Sie bereits tote Menschen? Es gibt jetzt genau eine (1) leicht verletzte Person. Eine. 1! In vielen Jahren, ja Jahrzehnten, in denen Wölfe wieder in Deutschland leben dürfen. Was soll das theatralische "wieviele noch...."? Ich habe selbst in diesem Board selten etwas Dümmeres gelesen als diesen Beitrag.


      Ein wildes Tier hat sich verlaufen, wurde verschreckt und ein Mensch wurde dabei zufällig gebissen. In einer Großstadt wie Hamburg passieren täglich viel mehr und schlimmere Dinge. Und es ist der erste Vorfall dieser Art in Deutschland überhaupt.

      Haben Sie je so etwas bei den immer wieder auftretenden Hundeangriffen auf Menschen geschrieben? Mit der Frage, wie viele Opfer noch, und der Aufforderung, doch endlich alle Hunde in Deutschland einzuschläfern? Na, kapieren Sie schon irgendetwas? Oder immer noch nicht?
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      #14

      https://www.welt.de/vermischtes/article69caea46d5d629603f265…


      Wolf beißt Frau in Hamburg – Angriff erfolgte in Einkaufspassage


      31.03.26

      In einer Hamburger Einkaufspassage wurde eine Frau von einem Wolf angegriffen und gebissen..."

      ---
      Wieviele Opfer wollen wir noch ertragen ?

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      #13

      Wie dämlich, auf kein einziges Argument zur Sache einzugehen.


      Dass im Spiegel eine Unterstellung vorgebracht wird, die dann der Kommentator in der Welt wiederholte, macht sie übrigens nicht magisch richtig - es gilt immer noch, dass die Schutzbedürftigkeit des Wolfes in Europa heruntergestuft werden konnte, weil er sich objektiv gut vermehrt hatte. Von der Leyens gerissenes Pony war dazu nicht notwendig. Die EU besteht aus ziemlich viel mehr Menschen als nur der Kommissionspräsidentin. Mit diesem Mythos wird der Frau eine absurde Allmacht angedichtet, als wäre sie eine Art Trump oder Putin. So funktioniert die EU nicht.

      Aber noch mal: es richtet sich, wenn hier jemand postet und dabei die Argumente zur Sache komplett ignoriert, nur weil es ihm nicht in den Kram passt. So verhalten sich Fanatiker.
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      #12

      Ohje, der Artikel aus der Welt-Online ist spät dran.


      26.09.2024 - Nach Tod von Pony »Dolly« - Von der Leyens Kampf gegen den Wolf ... Besonders Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen setzte sich dafür ein – auch aus persönlicher Betroffenheit. ... Seither hat Ursula von der Leyen ein Ziel: Sie will den Schutzstatus des Wolfs absenken. ...



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      #11

      Der Artikel der Welt, auf den im Beitrag vorher verlinkt wurde, ist ein Beispiel dafür, wie Propaganda funktioniert.


      Zuerst einmal wird das Gefühl angesprochen. Hier wird also das Bild eines kleinen Kindes dargeboten, dass vor den Eltern von einem Wolf weggezerrt wird. Da kriegt man als Eltern gleich sehr starke Gefühle. Nur: das ist ein Vorfall in einem sehr langen Zeitraum, nämlich seitdem es überhaupt Wölfe in der Region gibt. Geschehen ist es in den Niederlanden, man wurde noch nicht mal in Deutschland fündig. Und das Kind, ich hoffe das klingt jetzt nicht zynisch, wurde verletzt, aber nicht totgebissen oder verstümmelt.

      Wenn man mal das starke Gefühl wegläßt, das der Journalist mit einem kleinen Kind und einer bösartigen Monsterbestie erzeugen wollte und auf die Sachebene geht. erinnert man sich daran, dass Jahr für Jahr in Europa Kinder von Hunden angefallen werden. Sie werden dabei nicht nur verletzt, sondern manchmal verstümmelt oder getötet. Ich könnte dann jetzt noch eine Statistik dazu aufmachen. " In Deutschland ereignen sich jährlich 30 000–50 000 Bissverletzungen. Im Mittelpunkt stehen Hunde- und Katzen-, seltener Menschenbisse. 25 % aller Bisse erleiden Kinder < 6 Jahren und 34 % Kinder im Alter von 6–17 Jahren."

      Spätestens an dem Punkt, wenn da mal Fakten reinkommen, stellt sich die Frage, was treibt denn da der Journalist der Welt? Der Kommentar enthält von Anfang an Formulierungen wie "Jahrzehntelang behaupteten grüne NGOs und Brüsseler Bürokraten, die explosionsartige Ausbreitung des Wolfs sei gut fürs Klima – und ungefährlich für Kinder."

      Bevor ich weiterschreibe, erinnere ich erst einmal daran: ich bin kein Freund der Grünen - ich stehe politisch nicht grün und nicht links.

      Aber ich halte etwas von Fairness und Sachlichkeit. Dieser Kommentar in der Welt ist unsachlich und unfair. Er hetzt gegen Grüne und gegen die EU und hat anscheinend Klimaschutz als Hassthema. Und da wird dann ein Einzelfall als große Zivilisationsgefahr aufgeblasen, obwohl das Risiko eines Wolfsangriffs um viele Größenordnungen kleiner ist als das vom "besten Freund des Menschen" angegriffen zu werden.

      Was von dieser Art von "Journalismus" zu halten ist, zeigt wohl unfreiwillig auch dieser Satz aus der Welt: "Den in der Wolle grün gefärbten Umweltressorts von A wie ARD bis Z wie ZDF war der Vorfall kaum eine Meldung wert." Pardon erst mal: berichten die Medien tagtäglich von den Hundeangriffen? Es sind mehrere jeden Tag alleine in Deutschland, und bei Wolfangriffen ist ja der Bereich für den Weltkommentator auch noch die Nachbarländer dazu. Wenn man über Hundeangriffe mangels öffentlichem Interesse meistens nicht berichtet, wieso dann von einem Wolfsangriff? Fällt dem Welt-Kommentator dazu ein Grund ein? Ich habe nachgelesen - nein, es gibt keinen Grund. Die eigentliche Aussage war nämlich, dass angeblich öffentlich rechtliche Medien politisch für die Grünen voreingenommen wären und dem Publikum die Wahrheit verschweigen. Das brauchte da nicht wortwörtlich stehen, aber mit der Formulierung wird genau das suggeriert und ich unterstelle nichts, wenn ich das als Absicht sehe. In Wahrheit ist es der Kommentator der Welt, der hier wesentliche Fakten verschweigt (die ich genannt hatte) und eine politische Kampagne fährt.

      Der Kommentator kommt mit einer Unterstellung, die man nicht beweisen und kaum widerlegen kann: weil von der Leyens Pony von einem Wolf gerissen wurde, würde auf einmal - aber "zufällig" mit einem Jahr Verzögerung der Wolfsschutz von der EU geschliffen. Man könnte es auch anders erklären: dass die Wiederansiedlung des Wolfes ein Erfolg war und er deshalb weniger schutzbedürftig geworden ist. Dass sich auch die politischen Stimmung und die politischen Mehrheiten geändert haben und weil eine seit Jahren verfolgte Kampagne gegen angebliche Wolfsgefahren medial erfolgreich war, wie die Springerpresse ja genauso wie natürlich die ganze neurechte Presse zeigt. An den Fakten hat sich aber nichts geändert - gefährlich sind bei Wölfen vor allem Einzelgänger und funktionierende Wolfsrudel sind auch ein Schutz dagegen, gefährlich für Mensch und Tier sind aber weitaus mehr Hunde, und gemessen an Zivilisationsgefahren, wie etwa der Straßenverkehr, sind Gefahren durch Wölfe erst recht vernachlässigbar. Die Unterstellung, die Ampassiungen der Wolfspolitik gingen auf von der Leyens Pony zurück, ist kaum zu glauben und ziemlich typisch für die Methode, Stimmung zu machen. Hier wird die EU dämonisiert. Ein kleines Kind, das im Sommer 2025 vom Wolf angegriffen wurde, hatte die EU-Politik in all den Jahren vor 2023 nicht geändert. Aber ein Pony, das im September 2022 gerissen wurde, soll ein Jahr später dazu geführt haben, dass plötzlich die EU-Kommission den Schutzstatus des Wolfes überprüfen wollte.

      Die Wahrheit ist, dass die Initiative NICHT von von der Leyen kam, sondern aus dem EU-Parlament. Außerdem bleibt der Wolf weiterhin geschützt, aber nicht mehr streng geschützt, aus dem simplen Grund, weil sich die Wölfe in Europa inzwischen gut vermehrt und ausgebreitet haben. Es gab sachliche Gründe, die nichts mit dem Pony von von der Leyen zu tun hatten. https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20250502IP…

      Wenn ich meine Recherche und die Aussagen in dem Welt-Kommentar vergleiche, dann fühle ich mich hier von der Welt verschaukelt. Der Kommentator selbst arbeitet nicht üblicherweise für die Welt, sondern ist Forstwirt und schreibt sonst für andere Blätter. Aber Artikel und Kommentare, bei denen gegen "grün", EU, Klimaschutz und öffentlich-rechtliche Medien scharf geschossen werden, fallen mir recht oft bei den gerne verlinkten und geteilten Beiträgen auf - seriös ist das in meinen Augen nicht mehr.

      Im ganzen Beitrag habe ich mich nicht auf TomTrader bezogen. Warum? Weil ich nicht weiß, welche Meinung er vertritt. Hat er den Artikel verlinkt als warnendes Beispiel? Schaut her, wie unseriös so ein Kommentar sein kann? Oder hat er für sich fremddenken lassen und alle Logik- und Sachlöcher übersehen? Das würde mich wundern, ich kenne den User als jemanden, der sehr drastisch reagieren kann, wenn in einem Beitrag irgendein nebensächliches Detail zufällig falsch ist. Aber wer weiß - Tatsache ist, dass kein eigener Kommentar da steht - ich weiß nicht, was TomTrader sagen will, ich weiß nur, dass der Kommentar unsachlich, inhaltlich falsch, unfair und unseriös ist.

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      #10

      Aggressive Raubtiere - Die wahre Geschichte hinter der Wende in der Wolfspolitik ...


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      #9

      Und speziell bei Nutztieren sollte man eher freilaufende oder verwilderte Hunde in den Blick nehmen. Einfach schon aufgrund der hohen Zahl von gehaltenen Hunden in Deutschland stellen diese eine mindestens vergleichbare Gefahr für Nutztiere dar oder sogar eine noch größere.


      Solche Hunde würden mir einfach aufgrund der fehlenden Scheu vor Menschen größere Sorgen machen.

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      #8

      Wow, das sind ja plötzlich Sorgen. Aber völlig unglaubwürdig.


      Ich möchte aber nicht vom Thema ablenken, und über Ökologie, Klimawandel, Massentierhaltung und Verbreitung von Krankheiten wie Influenza dadurch schreiben. Sondern einfach nur darauf hinweisen, dass Wölfe zu einer gesunden Ökologie in Deutschland gehören, weil sie kranke Tiere fressen und so Krankheiten verringern helfen, weil sie übermässiges Wild bejagen, was zu weniger Baumverbiss führt, weil gesunde Wolfsrudel auch gefährliche Wolfseinzelgänger vertreiben. Wenn man also mit dem Tierwohl argumentieren will, sollte man nichts gegen Wölfe haben.



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      #7


      Selbstverständlich sind nicht vorwiegend die Menschen in Gefahr,
      sondern deren Weidetiere wie Schafe, Ziegen, sowie Jungtiere wie Kälbchen und Fohlen!

      Außerdem geraten andere Raubtiere wie Fuchs, Luchs, Wildkatze, Dachs, Marder etc. unter Druck.
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      #6

      Menschen in Deutschland sterben nur sehr selten durch Tiere - gemessen an üblichen Todesursachen wie Krankheit (falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, Rauchen, Trinken, Drogen, außerdem Infektionskrankheiten, Unfälle, Selbstmord) sind diese Todesursachen völlig vernachlässigbar. Meistens ist die Ursache indirekt: Übertragung von Krankheitserregern durch Zecken und Mücken. Außerdem Verkehrsunfälle durch Kollisionen mit Wildtieren, meistens Rot- und Schwarzwild.


      Direkte Todesfälle sind meistens Stiche von Bienen und Wespen (ca. 20 Todesfälle im Jahr). Angriffe durch Hunde (3,3 Todesfälle im Jahr). Seltener Angriffe durch Kühe. Schließlich Reitunfälle. Wölfe waren noch nicht Ursache für einen Todesfall.

      Bei Verletzungen aufgrund von Tierangriffen oder Unfällen mit Tieren sind die Relationen ähnlich.

      Das lässt die Aufregung über Wölfe als angebliche Gefahr für Menschen lächerlich wirken. Wir verbieten auch keine Hunde, weil die gefährlich sind, warum dann die weitaus seltener bedrohlich werdenden Wölfe?
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      #5
      Zitat von Blue Max: https://www.spiegel.de/panorama/niedersachsen-wolf-in-hannov…

      Wolf in Hannover gesichtet

      05.11.25

      Videoaufnahmen sollen zeigen, wie ein Wolf durch die niedersächsische Landeshauptstadt streift..."

      ---
      Ob die Politiker handeln würden, wenn einer von ihnen gebissen wird ?


      Wieviele Fälle von "Wolfsbissen" sind in Deutschland und Europa in den letzen 20 Jahren vorgekommen?
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      #4

      https://www.spiegel.de/panorama/niedersachsen-wolf-in-hannov…


      Wolf in Hannover gesichtet


      05.11.25

      Videoaufnahmen sollen zeigen, wie ein Wolf durch die niedersächsische Landeshauptstadt streift..."

      ---
      Ob die Politiker handeln würden, wenn einer von ihnen gebissen wird ?


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      #3
      https://www.bild.de/regional/sachsen/wilderei-steigt-stark-i…

      Immer mehr illegal geschossene Wölfe in Sachsen

      23.04.24

      https://www.diesachsen.de/umwelt/saechsische-cdu-fordert-red…

      Sächsische CDU will Wolfsbestand drastisch reduzieren

      19.04.24

      "...«Sächsische.de» hatte den Vizechef der CDU-Landtagsfraktion, Georg-Ludwig von Breitenbuch, mit den Worten zitiert. «Wir haben zu viele Wölfe». «Die Reduzierung um ein Drittel pro Jahr muss in den Koalitionsvertrag», ergänzte CDU-Staatssekretär Conrad Clemens. Andernfalls drohe ein weiterer Stillstand beim Thema Wolf..."

      https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/umgang-mit-wo…

      Umgang mit Wölfen wird zum Wahlkampfthema

      19.04.24

      ---
      Weil die regierende Politik die Sache noch immer nicht geregelt bekommt...

      :eek:
      Avatar
      #2
       Dieser Beitrag wurde von FairMOD moderiert. Grund: Bitte Boardregeln (hier: § 9.3.4) beachten
      Avatar
      #1
      Thread: Weg mit den Wölfen

      https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/landtagswahl-in-hesse…

      CDU IN HESSEN

      Boris Rhein will den Wolf jagen


      24.06.23

      https://www.deutschlandfunk.de/in-oesterreich-und-in-der-sch…

      In Österreich und in der Schweiz gerät der Wolf ins Visier von Jägern

      02.07.23

      Wie schon in Kärnten, Tirol und Niederösterreich dürfen ab 1. Juli auch in Oberösterreich per Verordnung Wölfe erschossen werden, die zum Beispiel für Risse von Nutztieren wie Schafen oder Ziegen verantwortlich gemacht werden. Auch in der Schweiz tritt am 1. Juli eine neue Jagdverordnung in Kraft, die das Töten der Wölfe erleichtert..."

      https://www.stern.de/politik/ausland/schweden-jagt-den-wolf-…

      Schweden bläst zur größten Wolfsjagd seit Jahren

      10.01.23

      ---
      Allerhöchste Zeit auch in D die Jagdsaison zu eröffnen...

      :eek:
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