Wasser hat Zukunft! (Seite 7)
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Hallo Gambler8,
deine lineare Hochrechnung der Abverkaufstranchen visualisiert das Problem des Angebotsüberhangs durch Perennial (Balmoral) technisch korrekt. Um die Diskussion jedoch auf einer harten Faktenbasis zu halten, sollten wir zwei Aspekte präzisieren:
1. Marktdynamik und Opportunitätsrisiko
Die Hochrechnung bis 2027 basiert auf der Annahme eines unveränderten Handelsumfelds. Hierbei sind zwei Faktoren zu berücksichtigen:
- Steuerlicher Stichtag: Wir befinden uns in der Phase des Tax-Loss-Selling zum australischen Finanzjahresende (30. Juni). Historisch gesehen endet dieser künstliche Verkaufsdruck oft unmittelbar nach diesem Stichtag, was den Angebotsüberhang im Orderbuch verändern kann.
- Opportunitätsrisiko: Ein striktes Kauflimit (z.B. bei 3 Euro-Cent) ignoriert die Möglichkeit von Off-Market Block Trades. Strategische Käufer haben in der Vergangenheit (siehe "Harry" de Witt) Pakete außerbörslich übernommen, um den Kurs nicht zu belasten. Bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 0,40x ist das Risiko hoch, bei einem starren Limit die fundamentale Neubewertung komplett zu verpassen.
2. Strategische Fakten zu WaterMark und Markteintritt
Bezüglich der Skalierung im Trinkwasserbereich gibt es klare unternehmerische Fakten, die über Spekulation hinausgehen:
- Technologischer Standard: De.mem besitzt bereits die NSF-Zertifizierung (National Sanitation Foundation) für den nordamerikanischen Markt. Dies ist der international anerkannte Goldstandard für Trinkwasserqualität und Sicherheit.
- Regulatorik in Australien: Seit dem 1. Mai 2026 gilt in Australien das „Lead-Free“-Gesetz, das strengere Anforderungen an Trinkwasserkomponenten stellt.
- Markteintrittsstrategie: Das Management hat offiziell kommuniziert, den australischen Trinkwassermarkt analog zum nordamerikanischen Modell über Joint Ventures mit etablierten Partnern zu adressieren. Die WaterMark-Zertifizierung ist hierfür der letzte formale, bürokratische Schritt. Im letzten Quartalsbericht (Q1 2026) wurde bestätigt, dass der Fragenkatalog der Behörden bereits abgearbeitet wurde. Der Prozess befindet sich somit in der finalen administrativen Endphase.
Sobald diese Zertifizierung vorliegt, ist die infrastrukturelle Basis für die Joint-Venture-Strategie geschaffen. Das ist kein „vielleicht“, sondern das explizit ausgegebene operative Ziel des Managements.
Fakten-Check für deinen Hintergrund:
- Die Zertifizierung in den USA: Diese heißt NSF-Zertifizierung (National Sanitation Foundation). Sie ist der weltweite Maßstab für die Sicherheit von Produkten, die mit Trinkwasser in Berührung kommen.
- Joint Ventures: Die Strategie, über JVs in den B2C/Trinkwassermarkt einzutreten, ist die erklärte Unternehmensstrategie, da man so das Marketing und den Vertrieb der Partner nutzt, anstatt eine eigene, teure Vertriebsinfrastruktur aufbauen zu müssen.
Fundamental gibts über De.mem keine Zweifel und natürlich könnte es sich lohnen, hier einzusteigen.
Wenn man die regelmässigen Verkaufs-Tranchen hochrechnet, sehr regelmäßige ~1% Tranchen (~3.2–3.4M Aktien), Abstand ~2–3 Monate,
dann ist Perennial frühestens Ende 2027~ fertig, wenn das Tempo hält.
- der Tagesumsatz durch positive Nachrichten (Quartalsrekord, China, etc.) erhöht werden, dann kann Perennial platzieren, ohne dass sich der Kurs bewegt,
- Perennial beschleunigen, was mehr Schmerzen, aber früheres Ende bedeutet oder
- ein strategischer Käufer absorbiert, tw. hat das ja de Witt im Herbst gemacht, wie im Report, Stufe 7 angeführt.
Hallo Value-Miner,
Bedeutet decision maker volatility (=Trump)

Ich würde dir gern behilflich sein beim Feintuning, denn ich denke, dann wird klar, dass nicht KI der heilige Gral ist, sondern der Anwender dahinter. Denn dieser muss Sie zu nutzen wissen und dann versteht man hoffentlich endlich, damit dies ein weiteres Werkzeug ist, wie Suchmaschinen.
Vielen Dank für die detaillierte Aufschlüsselung. Die Herleitung der Pro-forma-Run-Rate für 2026 und das daraus resultierende EV/Revenue-Multiple von ca. 0,40x visualisiert die fundamentale Unterbewertung sehr treffend.
Bei der genauen Validierung der Parameter sind mir jedoch zwei handfeste Logikfehler in den Annahmen der KI aufgefallen. Wenn man diese korrigiert, fällt das fundamentale Bild für das laufende Jahr sogar noch robuster aus:
1. Rechnerischer Fehler beim CC-Umsatzbeitrag (Nov/Dez 2025)
Die KI schätzt den Umsatzbeitrag von Core Chemicals für die Monate November und Dezember 2025 auf ca. 2 Millionen AUD. Diese Annahme ist mathematisch ausgeschlossen.
Core Chemicals hat vor der Übernahme historisch rund 1 Million AUD pro Quartal umgesetzt. Für lediglich zwei Monate (Nov/Dez), in denen das Unternehmen zudem noch gar nicht voll operativ integriert war, kann der Beitrag folglich maximal im Bereich von ca. 0,6 bis 0,7 Millionen AUD gelegen haben.
Die Konsequenz: Wenn Core Chemicals in 2025 weniger beigesteuert hat, bedeutet das im Umkehrschluss, dass das klassische organische Basisgeschäft von De.mem in FY2025 entsprechend stärker war als in der Rechnung der KI veranschlagt.
2. Faktischer Fehler bei der Q1-Saisonalität in Australien
Die Annahme, das australische Q1 könne im Industriebereich „leicht stärker“ sein, entspricht nicht der Realität vor Ort. Das exakte Gegenteil ist der Fall: Q1 (Januar bis März) fällt in Australien in die Sommer- und Zyklonsaison. In diesen Monaten stehen viele Bergbau- und Industriebetriebe wegen der Schulferien und großflächiger Wartungsarbeiten still. Ein Blick in die historischen Berichte von De.mem zeigt klar, dass Q1 strukturell immer das schwächste Quartal des Jahres ist (oftmals nur 22 % bis 23 % der gesamten Jahresumsätze).
Die Konsequenz: Der Umsatzsprung von Core Chemicals auf 1,6 Millionen AUD in Q1 2026 wurde nicht durch ein saisonal starkes Quartal begünstigt, sondern wurde trotz des historisch schwächsten Quartals erzielt. Dies schließt den von der KI genannten Faktor "Saisonalität" als Treiber praktisch aus und untermauert umso deutlicher, dass der schnelle Cross-Selling-Effekt bei bestehenden Kunden bereits greift.
Ich stimme vollkommen zu, dass das 500k-Geutec-Projekt aus Q1 im Auge behalten werden muss, um Einmaleffekte auszuschließen. Sollte der anstehende Q2-Bericht für Core Chemicals jedoch eine Fortsetzung dieser Dynamik ausweisen, ist der strukturelle Cross-Selling-Beweis endgültig erbracht.
Hallo Value-Miner,
zu 1.: Korrektur ist korrekt.
- Übernahme: Nov/Dez 2025 (letzte Tranche Dez 2025)
- Operative Integration vollständig: Jan 2026
- Abgeschlossene Quartale mit vollem Beitrag bei Ende Jun 2026: Q1 2026 + Q2 2026 = 2 Quartale
Konsequenz für Bewertung: Das H1-2026-Ergebnis (erwartet ~Aug/Sep 2026) ist der erste Report mit zwei vollintegrierten Core-Chemicals-Quartalen — aber noch kein vollständiges Jahr. FY2026 (Jan–Dez 2026) wäre das erste echte Voll-Jahr. Für Multiple-Berechnungen auf TTM-Basis ist der Revenue-Run-Rate-Ansatz aktuell sauberer als historische TTM, da FY2025 Core Chemicals nur ~2 Monate enthält (Nov/Dez).
Korrekturimplikation für EV/Revenue-Multiple:
- Core Chemicals Beitrag FY2025 (2 Monate): ~AUD 2M~
- Core Chemicals annualisiert auf Q1-Basis: AUD 1.6M × 4 = ~AUD 6.4M~
- Organisches De.mem ohne CC FY2025: ~AUD 27.9M~
- Pro-forma Run-Rate 2026: AUD 27.9M × (1 + Wachstum~) + AUD 6.4M CC
Bei konservativem organischem Wachstum +15%~ für De.mem-Kerngeschäft: Pro-forma Revenue-Run-Rate 2026~: AUD ~38M~
Das bedeutet: Das aktuelle EV/Revenue von ~0.51x (auf FY2025-Basis) ist auf Pro-forma-2026-Basis noch günstiger — ~0.40x~. Noch deutlicherer Discount zum Peer-Median ~0.8–1.0x.
2. Core Chemicals Umsatzdynamik — organischer Sprung
Befund: AUD 1.0M~/Quartal (Vor-Übernahme-Schnitt) → AUD 1.6M (Q1 2026) = +60% im ersten voll integrierten Quartal.
Das ist nicht trivial.
a) Cross-Selling-Effekt (wahrscheinlichste Erklärung): De.mem-Kundenbasis (Mining, Industrie, Food & Beverage) wurde sofort als Absatzkanal für Core Chemicals-Produkte erschlossen. De.mem verkauft Wasserbehandlungsanlagen an Kunden, die auch Spezialchemikalien für Prozesse benötigen. Das ist ein klassischer Vertriebs-Synergieeffekt — und er materialisiert sich schneller als typischerweise erwartet.
b) Saisonalität Q1 (möglich, aber begrenzt): Australisches Q1 (Jan–Mär) kann im Industriebereich leicht stärker sein. Aber +60% YoY lässt sich damit nicht vollständig erklären.
c) Einmaliger Auftragseffekt (zu prüfen): Der Q1-Bericht erwähnt ein AUD 500k-Projekt via Geutec. Wenn ein Teil davon auf Core Chemicals zurückgeht, könnte Q1 einmalig überzeichnet sein.
Einschätzung zum Potenzial:
Wenn der Cross-Selling-Effekt strukturell ist — also nicht ein Einmal-Projekt, sondern systematische Nutzung der De.mem-Kundenbasis als Vertriebskanal — dann ist AUD 1.6M~/Quartal eher ein neuer Floor als ein Ausreißer.
Run-Rate-Extrapolation:
- Konservativ (CC stabilisiert bei AUD 1.4M~/Q): AUD 5.6M~/Jahr
- Base (CC hält AUD 1.6M~/Q): AUD 6.4M~/Jahr
- Bull (CC wächst auf AUD 2.0M~/Q durch Cross-Selling): AUD 8.0M~/Jahr
Der Bull-Case ist nicht unrealistisch wenn De.mem ~300 aktive BOO/O&M-Kunden hat und ein Bruchteil davon Spezialchemikalien abnimmt. Das wäre ein struktureller Revenue-Multiplikator auf bestehender Kundenbasis — ohne zusätzlichen Customer-Acquisition-Cost.
DFVE-Implikation: Das Q1-Signal ist positiv für Adj. 1c (Guidance/Momentum) im nächsten Report-Zyklus. Wenn Q2 2026 Core Chemicals ebenfalls ≥AUD 1.4M zeigt, ist der Cross-Selling-Effekt bestätigt und rechtfertigt eine Anhebung des Avg-Szenarios von AUD 0.095~ in Richtung AUD 0.10–0.11~.

.
Vielen Dank mein Freund,
Beim ersten Überfliegen sind mir jedoch zwei sachliche Punkte aufgefallen, die für die fundamentale Bewertung wichtig sind und die ich gerne ergänzen bzw. zur Diskussion stellen möchte:
1. Die zeitliche Einordnung von Core Chemicals
In der Analyse werden die Umsätze von Core Chemicals bis einschließlich Q2 scheinbar als volles Jahr kalkuliert. Faktisch sieht die chronologische und bilanzielle Eingliederung jedoch wie folgt aus:
Die eigentliche Übernahme von Core Chemicals erfolgte im November 2025, wobei die letzte Tranche zur Glattstellung der Übernahme erst im Dezember 2025 beglichen wurde.
Laut offizieller Kommunikation des Managements war die vollständige operative Integration in die De.mem-Strukturen erst ab Januar 2026 abgeschlossen.
Das bedeutet, dass die Umsätze von Core Chemicals erst seit Januar 2026 vollumfänglich zur Gesamtbilanz des Unternehmens zählen. Wenn der Juni nun endet, sprechen wir bei dieser Sparte also nicht von einem vollen Jahr der Integration, sondern von exakt zwei abgeschlossenen Quartalen. Für die Bewertung der Wachstumsdynamik und die Berechnung von Multiples ist das ein entscheidender Unterschied.
2. Die Umsatzdynamik nach der Integration
Daran anknüpfend würde mich deine Einschätzung zu folgender operativer Entwicklung interessieren: Vor der Übernahme lag der Quartalsumsatz von Core Chemicals im Schnitt bei rund 1 Million AUD.
Im Q1 2026 – also im ersten Quartal nach der kompletten Integration in De.mem – wurde für diese Sparte bereits ein Cash-Eingang von 1,6 Millionen AUD ausgewiesen.
Wie bewertest du in deiner Analyse diesen organischen Sprung und das daraus resultierende Potenzial für die kommenden Quartale?
Lt. dieser Analyse ist die Antwort sehr einfach.
Marktverzerrung durch Fonds-Abverkauf vs. fundamentale Realität: Eine kritische Einordnung
Hallo zusammen,
die Kursentwicklung von De.mem (DEM) ist aktuell frustrierend, aber rational erklärbar. Dass der Kurs an der ASX heute wieder auf 6,3 Cent abgerutscht ist und der Geldkurs konsequent bedient wird, sorgt hier im Forum für nachvollziehbare Stille. Privatanleger meiden das viel zitierte fallende Messer. Das ist ein bekanntes psychologisches Verhaltensmuster, zwingt uns jedoch dazu, die fundamentale Lage einmal strikt vom aktuellen Chartbild zu trennen und kritisch zu durchleuchten.
Aus meiner Sicht sehen wir hier momentan eine drastische Diskrepanz zwischen operativer Leistung und dem aktuellen Börsenwert. Hier ist meine nüchterne Analyse der Lage, inklusive der kritischen Variablen und Haken, die man keineswegs ausblenden darf.
1. Das Hauptrisiko: Der Balmoral-Overhang (Die harten Fakten)
Um das Risiko realistisch einzuschätzen, muss man sich die Meldungen der letzten Monate ansehen. Der institutionelle Fonds Balmoral baut infolge eines Führungswechsels und einer neuen Anlagestrategie seine Position ab. Wir haben dazu im Februar und im Mai jeweils eine offizielle Meldung gesehen, dass sie jeweils rund 1 % der Aktien am Markt veräußert haben. Aktuell halten sie noch unter 10 % der Gesamtanteile.
- Der Haken an der Sache: Das bedeutet gleichzeitig, dass theoretisch immer noch ein erhebliches Aktienpaket auf den Markt gedrückt werden kann.
- Die steuerliche Komponente (Tax-Loss-Selling): In Australien endet das Steuerjahr am 30. Juni. Es ist sachlich betrachtet durchaus logisch, dass Balmoral versucht, die Verluste aus diesem Umbau noch vor diesem Stichtag steuerlich zu realisieren und das Tempo danach womöglich drosselt. Aber man muss hier ganz klar sagen: Wir wissen es nicht. Es gibt keine Garantie dafür, dass der Verkaufsdruck nach dem 30.06. schlagartig endet. Er bleibt das dominierende kurzfristige Risiko.
2. Der Realitätscheck: Marktkapitalisierung vs. Ertragskraft
Um jegliche Emotionalität auszublenden, hilft der Blick auf die nackten Bewertungsrelationen. Bei einem Kurs von 6,3 Cent und rund 326,9 Mio. ausstehenden Aktien beläuft sich die Marktkapitalisierung auf ca. 20,6 Millionen AUD.
Dem gegenüber stehen ein Gesamtumsatz von 29,9 Mio. AUD im Jahr 2025 und allein 10,4 Mio. AUD an Cash Receipts im abgelaufenen Einzelquartal Q1 2026. De.mem wird aktuell mit weniger als dem Jahresumsatz bewertet, obwohl das Unternehmen inzwischen einen positiven operativen Cashflow erzielt (+504.000 AUD im Q1) und über einen hohen Anteil wiederkehrender Erlöse verfügt (zuletzt über 90 %).
3. Die Makro-Ebene und der Q1-Stresstest
Wir operieren global in einem Dauerkrisen-Modus. Die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten (Iran) halten das Energiekosten-Niveau extrem hoch. Für die Spezialchemie-Sparte von De.mem (Core Chemicals) bedeutet das massiven Kostendruck, da Öl und Gas direkte Preistreiber in der Produktion sind.
Trotz dieser widrigen Beschaffungskosten meldete De.mem für Q1 2026 das bekannte Rekordergebnis von 10,4 Mio. AUD an Zahlungseingängen. Das belegt eine funktionierende Preissetzungsmacht, da gestiegene Kosten offensichtlich erfolgreich an die australischen Minenbetreiber weitergegeben werden konnten.
4. Meine Q2-Prognose (Vorsichtige Annahmen) und der H1-Ausblick
Das zweite Quartal endet bald. Meine fundamentale Prognose für die kommenden Q2-Zahlen liegt bei 11,1 Millionen AUD bei den Cash Receipts.
- Wichtig zu betonen: Diese Prognose basiert rein auf dem aktuellen Status Quo – also komplett ohne jegliche Umsätze aus der noch immer ausstehenden WaterMark-Zertifizierung für den Haushaltsmarkt, bei der die australischen Behörden weiterhin extrem langsam agieren.
Ob der darauffolgende Halbjahresbericht (H1) im August dann tatsächlich der finale Brustlöser für den Kurs sein wird, bleibt abzuwarten und hängt maßgeblich davon ab, wie viel Verkaufsdruck zu diesem Zeitpunkt noch vom Großaktionär ausgeht. Fest steht aber: Bilanziell ist das Jahr von den einmaligen Core-Chemicals-Akquisitionskosten bereinigt. Die operative Hebelwirkung wird im August erstmals in einer vollkommen sauberen GuV testiert vorliegen.
5. Die historische Einordnung (28 Quartale in Folge)
Ein abschließender Blick auf die Konstanz: De.mem hat seine Zahlungseingänge nun seit 28 Quartalen in Folge (Year-over-Year) gesteigert. Das sind 7 Jahre ununterbrochenes Wachstum, inklusive Pandemie und Lieferkettenkrisen.
Mir ist bislang kein vergleichbarer börsennotierter Wassersektor-Peer bekannt, der über einen ähnlich langen Zeitraum (28 Quartale in Folge) steigende Cash Receipts ausgewiesen hat. Das unterstreicht schlichtweg die fundamentale Qualität des Modells der wiederkehrenden Einnahmen.
Fazit: Der steuerlich motivierte Abverkauf von Balmoral diktiert aktuell den Preis und stellt aufgrund der Positionsgröße ein reales Risiko dar, dessen zeitliches Ende wir nicht exakt vorhersagen können. Dem gegenüber steht jedoch ein operatives Geschäft, das extrem krisenresistent wächst, positiven operativen Cashflow generiert, erscheint auf Basis der aktuellen Kennzahlen günstig bewertet. Sobald der technische Verkaufsdruck nachlässt – ob nun nach dem 30. Juni oder erst später –, trifft der Markt hier auf ein hochspannendes, fundamental untermauertes Szenario.
Sollte sich hieraus – wie schon in der Vergangenheit – keine weitere Konversation im Forum ergeben, werde ich einfach auf die nächsten offiziellen Meldungen warten, um diese dann sachlich einzuordnen. Ich hoffe zwar, dass die WaterMark-Zertifizierung noch vor den Q2-Zahlen vermeldet wird, aber das liegt bekanntermaßen nicht in der Hand des Unternehmens, sondern allein bei den zuständigen Behörden.
Bis es also handfeste Updates oder eben den kommenden Q2-Bericht gibt, ist aus meiner Sicht fundamental alles gesagt. Das soll es daher von meiner Seite aus bis zu den nächsten Quartalszahlen gewesen sein – es sei denn, es gibt unvorhergesehene, offizielle News.
Cheers, Value-Miner
Umfassendes Update: AGM-Ergebnisse, WaterMark-Verzögerung und regulatorische Bereinigung
Hallo zusammen,
nach der Jahreshauptversammlung (AGM) und den aktuellen ASX-Meldungen hier eine rein faktenbasierte Zusammenfassung der Lage.
1. Fundamentale Highlights (Quelle: Official CEO Letter to Shareholders vom 26.05.2026)
Vorab zur Einordnung: Für uns Altaktionäre sind die folgenden Zahlen im Grunde nichts Neues. Wer hier jedoch neu einsteigt oder sich erst frisch in die Aktie einliest, dem empfehle ich dringend, sich meine komplette Historie an Berichten hier im Forum (vom ältesten Beitrag an) durchzulesen, um die Details zu verstehen. Für den aktuellen Stand hier die harten Fakten der Unternehmenspräsentation:
- Umsatzrekord: Im Kalenderjahr (CY) 2025 wurde ein Rekordumsatz von 29,9 Mio. AUD erzielt – ein Plus von 20 % gegenüber dem Vorjahr (24,9 Mio. AUD).
- Wachstumsserie: Die vierteljährlichen Zahlungseingänge lagen zum März 2026 das 28. Quartal in Folge über dem jeweiligen Vorjahreszeitraum. Das Q1 2026 war mit 10,4 Mio. AUD das stärkste Quartal der Unternehmensgeschichte.
- Margen-Expansion: Da über 90 % der Gesamteinnahmen aus wiederkehrenden Segmenten stammen, stieg die Bruttomarge im CY 2025 auf ein Rekordniveau von 43 %.
- Profitabilität: CY 2025 war das erste volle Jahr mit einem positiven bereinigten EBITDA (1,6 Mio. AUD) und einem positiven operativen Cashflow (ca. 318.000 AUD). Im Q1 2026 lag der operative Cashflow bereits bei 504.000 AUD.
- Finanzierung: Durch die Cashflow-Stärke hat De.mem nun Zugang zu Bankkrediten (Fremdkapital), was weitere Akquisitionen (wie die im November 2025 abgeschlossene Core Chemicals-Übernahme) ohne zwingende Aktien-Verwässerung ermöglicht.
2. Der Wermutstropfen: Verzögerung bei WaterMark (Chronologie der Behördenmühlen)
- Hier lief es leider absolut unbefriedigend. Das behördliche Audit in Singapur wurde zwar bereits im Dezember-Quartal 2025 erfolgreich absolviert, allerdings verzögert sich die finale Zertifizierung für die Haushalts-Wasserfilter.
- Wichtiger Hintergrund aus dem Q1-Bericht: Um das Ganze fair einzuordnen: Es lag im März noch einmal ein Fragenkatalog der Prüfbehörde vor. De.mem ist diesen bürokratischen Nachfragen komplett nachgekommen und hat alle geforderten Punkte sauber abgearbeitet.
- Ausblick: Dennoch lässt sich die finale Bearbeitungszeit der Behörde schlicht nicht kalkulieren. Im aktuellen CEO Letter wird der Abschluss des Prozesses nun vage für „die kommenden Monate“ erwartet. Man kennt es ja aus Deutschland: Die Mühlen der Ämter mahlen oft extrem langsam. Für das Management und uns Aktionäre ist das hochgradig ärgerlich, da dieses Zertifikat das rechtliche Nadelöhr für den australischen Markt darstellt.
3. Ergebnisse der Jahreshauptversammlung (AGM) vom 27.05.2026
Sämtliche Beschlüsse wurden formell mit meist über 90 % Zustimmung verabschiedet. Die Kernpunkte:
- Board bestätigt: Die Direktoren Danny Conlon und Harry De Wit wurden wiedergewählt.
- Zusätzliche Platzierungskapazität (Rule 7.1A): Die Option, in den nächsten 12 Monaten bis zu 10 % zusätzliche Aktien auszugeben, wurde genehmigt. Dies ist ein jährlicher Standard-Vorratsbeschluss bei ASX-Small-Caps für den Fall strategischer Akquisitionen. Angesichts des positiven operativen Cashflows besteht aktuell kein rationaler Grund für das Management, diese Verwässerung auf dem aktuell niedrigen Kursniveau durchzuführen.
4. Regulatorische Bereinigung: Verfall von Management-Optionen (Quelle: Appendix 3Y vom 23.05.2026)
Um Missverständnissen vorzubeugen: Es gab keine Aktienverkäufe durch das Management.
- Die Direktoren Bernd Dautel und Michael Edwards hielten jeweils 500.000 nicht börsennotierte Optionen (Unlisted Options) mit einem Ausübungspreis von 0,2058 AUD.
- Da der Kurs weit darunter notiert, sind diese Optionen zum Stichtag (23. Mai 2026) schlichtweg wertlos verfallen und wurden technisch ausgebucht. Die Altaktien-Bestände der Direktoren bleiben unangetastet.
5. Der unberechenbare Faktor: Balmoral
Die Situation um den institutionellen Verkaufsdruck bleibt schwer greifbar. Zwar hat sich der Kurs an der ASX diese Woche wieder in Richtung 7 Cent erholt, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass Balmoral jederzeit wieder Aktienpakete auf den Markt werfen könnte, um seine Position weiter abzubauen. Da wir die internen Zielvorgaben des Fonds nicht kennen, lässt sich dieser Punkt aktuell nicht seriös bewerten. Wir müssen hier schlichtweg abwarten, bis entsprechende offizielle Meldungen (Form 604 oder 605) über die ASX-Ticker laufen.
Cheers, Value-Miner
(WICHTIG !!!) Hintergründe zum technischen Markt-Overhang (PVM/Balmoral) (WICHTIG !!!)
Hallo zusammen,
ich habe weitere Details zum „technischen Markt-Overhang“ bei De.mem recherchiert, die das aktuelle Bild vervollständigen. Es geht um den Großaktionär PVM (Perennial), der seit Jahresbeginn über 6,5 Millionen Aktien abgegeben hat.
Hintergrund der Verkäufe:
Was bedeutet das für uns?
- Portfolio-Rebalancing: Wenn erfahrene Manager eine neue Strategie übernehmen, bereinigen sie fast immer die Alt-Positionen ihres Vorgängers. De.mem scheint hier Teil einer klassischen Umschichtung zu sein (Portfolio-Bereinigung).
- Technik schlägt Fundamental-Daten: Wir sehen hier den typischen Fall, dass Profis eine Position aus rein strategischen Gründen (Neuausrichtung des Fonds) abbauen. Das erklärt, warum der Kurs trotz Rekord-Q1 und 13,5 Cent interner Bewertung „rumdümpelt“ am ATL (all time low).
- Laufender Prozess: Balmoral verwaltet ca. 150 Mio. USD. Da sie aktuell noch knapp unter 10 % an De.mem halten, ist der Prozess noch im Gange. Wie lange sie noch verkaufen, ist offen – aber die Ursache ist nun eindeutig als „fondsinterne Umschichtung“ identifiziert.
Fazit: Wir kämpfen hier nicht gegen schlechte News der Firma, sondern gegen die Verkaufsorders von zwei der erfahrensten Micro-Cap-Manager Australiens, die ihr neues Portfolio „aufräumen“.
Cheers, Value-Miner
PVM-Abverkauf analysiert – Technischer Druck vs. Fundamentaler Rekord
Hallo zusammen,
nach den Kursbewegungen der letzten Tage in Australien lohnt sich ein genauer Blick in die offiziellen ASX-Meldungen (Form 604). Während die Stimmung bei HotCopper teils ins Irrationale kippt, liefern die Daten ein sehr klares Bild einer technischen Bereinigung.
Die Fakten zum PVM-Ausstieg (Salami-Taktik):
- Start 2026: ca. 12,08 % Anteil (39,1 Mio. Aktien).
- Stand heute: 9,97 % Anteil (32,5 Mio. Aktien).
- Bilanz: PVM hat seit Jahresbeginn über 6,5 Millionen Aktien in den Markt gedrückt.
Warum das für uns "Value-Miner"
wichtig ist:
- Markt-Overhang: Ein Volumen von 6,5 Millionen Aktien ist für einen Nebenwert wie De.mem ein massiver Bremsklotz. Dieser „Overhang“ hat den Kurs künstlich gedeckelt, völlig unabhängig von der operativen Leistung.
- Absorption am 13. Mai: Gestern sahen wir ein Tagesvolumen von über 1,2 Mio. Aktien. Davon kamen allein 845.000 Stück von PVM. Das Entscheidende: Diese Stücke wurden bei ca. 7 Cent komplett aufgesaugt. Es gibt also Käufer (Institutionelle/Family Offices), die genau dieses Niveau für den Einstieg nutzen.
- Die Bewertungsschere: Zur Erinnerung: Während PVM hier zu 7 Cent „rausgeht“, haben IR-Partner vor kurzem Aktien zu 13,5 Cent als Bezahlung akzeptiert. Auch das Management erhielt Anteile auf Basis von über 11 Cent. Wir sehen hier also eine Diskrepanz von fast 100 % zwischen dem technischen Börsenpreis und dem internen Bewertungsanker.
Proaktiver Schritt zur HV:
Fazit:
Dass ein Großaktionär geht, ist oft ein „komisches“ Zeichen, aber wenn die Stücke zu diesen Kursen so bereitwillig aufgenommen werden, bereinigt das lediglich das Orderbuch für die nächste Phase. Ich bleibe bei meiner Analyse: Der innere Wert ist von der aktuellen Kurskurve völlig entkoppelt.
Cheers, Value-Miner
Zitat von max1992: Hallo,
nach kleiner Forschung und den gründlichen Informationen von Value-Miner über das Unternehmen bin ich auch mit einer kleinen Menge dabei, da ich es sehr merkwürdig finde, das die Aktie noch so klein gehandelt wird. Dann hoffen wir mal, das der kurs in Zukunft nicht weiter fällt.
Liebe Grüße
Deine Beobachtung bezüglich der aktuellen Bewertung ist sachlich absolut nachvollziehbar – insbesondere wenn man die operative Run-Rate aus dem ersten Quartal und die jüngsten offiziellen Referenzkurse (13,5 AUD-Cent) gegen den aktuellen Kurs hält.
Als kurzes Update für die Runde: Ich habe heute offiziell drei gezielte Fragen zur strategischen und operativen Entwicklung direkt beim CEO und dem Management für die Jahreshauptversammlung am 26. Mai eingereicht. Diese Punkte stehen dort definitiv zur Debatte.
Mehr möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht verraten – lassen wir uns von den offiziellen Antworten im Rahmen der Versammlung überraschen.
Cheers, Value-Miner
nach kleiner Forschung und den gründlichen Informationen von Value-Miner über das Unternehmen bin ich auch mit einer kleinen Menge dabei, da ich es sehr merkwürdig finde, das die Aktie noch so klein gehandelt wird. Dann hoffen wir mal, das der kurs in Zukunft nicht weiter fällt.
Liebe Grüße
Institutionelle Preispunkte vs. Börsen-Anomalie – Eine detaillierte Analyse
Liebe Leser und stille Mitleser,
bei De.mem zeigt sich aktuell eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen den offiziellen Dokumenten der letzten 72 Stunden und dem Kursverlauf. Während das „Tax-Loss-Selling“ (steuerliche Verkäufe zum Ende des australischen Finanzjahres) für optischen Druck sorgt, schaffen die Meldungen vom 01.05. und 04.05. eine völlig neue Faktenlage.
1. Die regulatorische Benchmark (11,19c & 13,5c)
Innerhalb von drei Tagen wurden zwei wesentliche Preispunkte offiziell fixiert:
- Management-Anker: Aktienausgabe zur Vergütung bei 11,19 australischen Cent (Meldung vom 01.05.).
- Dienstleister-Anker: Heute wurde bestätigt, dass eine Investor-Relations-Agentur Aktien zu 13,5 australischen Cent ($0,135) als Gegenwert für ihre Arbeit akzeptiert hat.
- Compliance: Die heutige Cleansing Notice bestätigt ausdrücklich, dass dem Markt alle relevanten Informationen vorliegen. Es gibt also keine „versteckten“ negativen Informationen, die den aktuellen Abschlag am Markt rechtfertigen würden.
2. Die Multiple-Logik: Warum der Markt die Realität noch ignoriert
Betrachtet man die Bewertungsmethodik im Sektor, wird das Potenzial deutlich:
- Aktuelle Bewertung: Bei ~7,7 Cent und den nun offiziell bestätigten 326,9 Mio. Aktien liegt die Marktkapitalisierung bei rund 25,2 Mio. AUD.
- Umsatz-Relation: Basierend auf dem Q1-Bericht ergibt sich eine annualisierte Run-Rate von über 40 Mio. AUD. Die Aktie handelt somit zu einem Price-to-Sales (P/S) Multiple von nur ca. 0,6x.
- Peer-Group-Vergleich: Vergleichbare Unternehmen im Bereich profitabler Wassertechnologie werden am Markt oft mit Multiples von 2,0x bis 4,0x bewertet.
- Das Rechenbeispiel: Eine Normalisierung auf ein konservatives 1,0x Multiple würde rechnerisch einen Kurs von ~13 Cent bedeuten. Setzt man ein branchenübliches Multiple von 2,5x an, bewegen wir uns mathematisch in den Bereich von über 30 Cent.
3. Orderbuch-Analyse: Die Absorption des Verkaufsdrucks
Der heutige Handel in Sydney (Schluss 7,6 Cent) lieferte wichtige technische Signale:
- Ein massiver Block von 240.000 Stück wurde bei 7,6 Cent vollständig absorbiert. Dies deutet darauf hin, dass das „Smart Money“ die steuerlich motivierten Abgaben der Kleinanleger dankbar aufnimmt.
- Interessantes Detail: Zum Handelsende wurde das Angebot bei 8,3 Cent gelöscht. Der Briefkurs (Ask) steht nun bei 8,4 Cent mit nur noch 22.447 Stück. Das Angebot ist nach oben hin extrem dünn geworden.
Fazit
Die Fakten (11,19c und 13,5c) liegen auf dem Tisch. Wer die Dynamik von Multiple-Expansionen in Wachstumssektoren versteht, erkennt, dass die aktuelle Kurssituation am All-Time-Low kaum mit der operativen Realität (Run-Rate >40 Mio. AUD) und den professionellen Abrechnungspreisen in Einklang zu bringen ist.
Cheers, Value-Miner
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Ich bin in der Aktie investiert und stelle hier lediglich meine persönliche Meinung als praktizierender Investor dar. DYOR.
Marktanomalie an der ASX – Management setzt 11,19 Cent-Benchmark gegen Tax-Loss-Selling
Liebe Leser und stille Mitleser,
heute, am 1. Mai 2026, ist der offizielle Startschuss für die neue Lead-Free Gesetzgebung in Australien. Während De.mem operativ (41,4 Mio. AUD Run-Rate laut aktuellem Q1-Bericht) massiv liefert, sehen wir an der ASX ein Phänomen, das ich als Praktiker kurz einordnen muss. Wer die Fakten selbst prüfen möchte: Schaut auf die ASX-Seite unter dem Ticker DEM in den Bereich „Announcements“.
1. Die „Salami-Taktik“ beim 52-Wochen-Tief
Wir haben in den letzten Tagen gesehen, wie das Tief immer wieder leicht nach unten geschoben wurde – heute bis auf 7,7 Cent. Doch der Blick ins Orderbuch entlarvt die Situation als reine Marktanomalie:
- Geldkurs (Bid): Über 251.778 Aktien warten bei 0,076 AUD darauf, von den „Steuer-Verkäufern“ bedient zu werden.
- Briefkurs (Ask): Nahezu leergefegt – zum Schluss waren lediglich 433 Aktien bei 0,081 AUD im Angebot.
- Hintergrund: In Australien endet das Finanzjahr am 30. Juni. Wir sehen derzeit klassisches „Tax-Loss-Selling“. Verkäufer bedienen aggressiv das Bid, um Verluste vor dem Stichtag steuerlich geltend zu machen. Wer hier verkauft, tut dies nicht aus fundamentalen Gründen, sondern zur Steueroptimierung.
2. Die 11,19 Cent-Benchmark des CFO (ASX: Application for quotation of securities - DEM)
Während Kleinstanleger heute Stücke bei 7,7 Cent geworfen haben, hat das Board im heute veröffentlichten Appendix 2A harte Fakten geschaffen:
- CFO-Vergütung: Es wurden 134.048 neue Stammaktien für Dienstleistungen des CFO zur Notierung angemeldet.
- Offizieller Preis: Der „Deemed Issue Price“ liegt bei 0,1119 AUD (11,19 Cent).
- Signal: Das Management bewertet die eigene Leistung intern also rund 45 % höher als das aktuelle Kursrauschen an der Börse.
3. Wachstums-Check: Organische Kraft & Synergie-Turbo (Ref: Appendix 4C vom 24.04.)
Ein präziser Blick in den letzten Bericht (März-Quartal 2026) offenbart die echte Dynamik:
- Organische Entwicklung: Mit 10,357 Mio. AUD liegen die Cash Receipts 31 % über dem Vorjahresquartal (ca. 7,9 Mio. AUD).
- Bereinigt: Selbst wenn man den Zukauf Core Chemicals (1,6 Mio. AUD) herausrechnet, verbleibt für das Kerngeschäft ein zweistelliges organisches Plus von ca. 11-12 %.
- Saisonalität: Das ist besonders beeindruckend, da das Q1 in Australien durch die Sommer- und Betriebsferien traditionell die schwächste Periode ist.
- M&A-Erfolg: Core Chemicals hat sich unter De.mem bereits von ca. 1,0 Mio. AUD auf 1,6 Mio. AUD pro Quartal gesteigert (+60 %).
4. Wertschätzung für das operative Team (ASX: Notification of issue, conversion or payment up of unquoted equity securities - DEM)
Besonders löblich finde ich als Praktiker den heute veröffentlichten Appendix 3G:
- Mitarbeiter-Incentives: Es wurden 500.000 Performance Rights (DEMAU) ausgegeben.
- Der Fokus: Diese Rechte gingen explizit nicht an das Top-Management, sondern an die operativen Mitarbeiter.
- Bewertung: Das zeigt die Professionalität bei De.mem. Hier sitzen keine Amateure, sondern Top-Leute, die wissen, dass Erfolg an der Basis entsteht. Die Mitarbeiter partizipieren direkt am Erfolg und arbeiten auf Ziele hin, die weit über den aktuellen Kursen liegen.
5. Maximale Transparenz (ASX: Section 708A(5)(e) Notice)
Mit der heute veröffentlichten Cleansing Notice bestätigt De.mem offiziell:
Mein Resümee als Praktiker:
Nachtrag: Ausblick auf das laufende Q2 2026
Um mein Resümee abzurunden, hier noch meine persönliche Einschätzung für das aktuelle Quartal, da der April operativ bereits abgeschlossen ist:
- Meine Erwartung: Ich rechne für das Q2 mit Cash Receipts von mindestens 11,1 Mio. AUD.
- Die Logik dahinter: Das erste Quartal ist in Australien wegen der Sommer- und Betriebsferien im Januar/Februar traditionell das schwächste – und selbst da haben wir bereits die 10,4 Mio. AUD gesehen. Ein voll operativer April und die kommenden Monate machen die 11,1 Mio. AUD für mich zur logischen Basis.
- Nur das Fundament: Wichtig ist, dass diese Schätzung nur das aktuelle Stammgeschäft berücksichtigt. Zusätzliche Einnahmen durch die heute gestartete Lead-Free-Gesetzgebung, neue Joint Ventures oder die WaterMark-Zertifizierung sind hier noch gar nicht enthalten.
Cheers, Value-Miner
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Nur meine persönliche Meinung als investierter Praktiker. DYOR.
