Wenn Klimaleugner die Macht übernehmen
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Seit Antritt der Regierung Trump werden systematisch die Erkenntnisse der Wissenschaft zum Klimawandel, seinen Ursachen, seiner Entwicklung und seinen Folgen, versteckt, bestritten, Wissenschaftler entlassen oder gegängelt, durch ideologische Sprachvorgaben die Begriffe zum Klimawandel zu verbotenen Wörtern gemacht. So wurde der nationale Klimabericht von den offiziellen Seiten der Regierung entfernt und in einer fachlichen Spezialseite versteckt: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1389967-4/klimal…
Seit 20 Jahren bietet die National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA einen Bericht zur Situation und zum Klima der Arktis an. Verlinkt ist der letzte Klimareport von 2025 https://arctic.noaa.gov/report-card/report-card-2025/.
Ich weiß jetzt nicht, wo Sie das konkrete Zitat her haben, aber es geht darum, dass etwa etablierte Webseiten und Informationsangebote oder Klimaberichte verschoben werden und nicht, oder nur schwierig verfügbar sind: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1389967-4/klimal… Dass etablierte Arbeitsgruppen zerschlagen und Mittel für die Forschung gekürzt oder gestrichen werden. https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1389967-1/klimal…
Wer bei diesen Vorgängen sofort von der „Zerschlagung freier Wissenschaft“ spricht, übertreibt mal wieder deutlich. Belegt ist ein politisch motivierter Abbau eines wichtigen Ozean-Messnetzes, nicht aber der totale Zusammenbruch der gesamten amerikanischen Wissenschaftslandschaft. Deine Texte vermischen nachprüfbare Fakten mit ideologischer Zuspitzung. Gerade bei einem ernsthaften Thema wie Klimaforschung sollte man sauber zwischen Kritik an konkreten Entscheidungen und bloßer Rhetorik unterscheiden. Wer jede unliebsame Entwicklung sofort als Beweis für ein rechtsradikales Gesamtprojekt verkauft, stärkt am Ende die Rechtspopulisten. Saubere Argumente sind stärker als Alarmismus.
Klimaleugner: = Personen, die den wissenschaftlichen Sachstand zum Klimawandel leugnen.
Wer leugnet denn bitte das Klima? 

Im vorigen Beitrag hatte ich darauf hingewiesen, dass die Trump-Administration begonnen hatte, einen wesentlichen Teil ihrer Meeresbeobachtung zu zerstören, weil es politisch nicht mehr gewollt ist, störende Fakten zu erhalten. Ein Antrag beider politischen Seiten im Senat hat diesen Abbau nach wütenden Protesten vieler Wissenschaftler gestoppt. Ein Teil der Geräte war bereits aus dem Meer entfernt worden, wird aber jetzt nach einer Instandhaltung wieder an den Messorten installiert. Das gesamte Messsystem hatte bei der Installation 360 Millionen Dollar gekostet und sollte eigentlich für 25 Jahre arbeiten. Damit ist erneut ein politisch motivierter Angriff auf seriöse Klimaforschung abgewendet worden. Es wird wohl nicht dabei bleiben.
Die USA zerstören faktisch einen wesentlichen Teil ihrer Meeresbeobachtung mit dem Abbau von gut 900 Messgeräten in Atlantik und Pazifik. Diese Beobachtungsprogramme werden von der National Science Foundation NSF, der Nationalen Wissenschaftsstiftung, finanziert. Die NSF stellt Mittel für weite Bereiche amerikanischen Forschung bereit, darunter auch die Polarforschung, Meeresforschung und Klimaforschung, alles Bereiche, in denen jetzt heftig Mittel gekürzt und Forschungsgeräte abgezogen werden. https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1389967-1/klimal…
Auch n-tv berichtet über den amerikanischen Versuch, keine "bösen Klimawandeldaten" zu erfassen: "Das Meeresbeobachtungssystem OOI gibt es seit zehn Jahren, es umfasst 900 Messgeräte in der Tiefsee an fünf Standorten im Atlantik und Pazifik. Nun baut die US-Regierung es wieder ab." https://www.n-tv.de/politik/USA-demontieren-weltweit-fortsch…
Das ist eine falsche Tatsachenbehauptung und wurde im Thread bereits geklärt, siehe hier: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1389967-2/klimal…
Zitat von for4zim: Viele Sensoren in den Meeren vor der amerikanischen Küste und im Atlantik zwischen Grönland, Island und Nordamerika dienen der Aufnahme von Wassertemperaturen, Salzgehalt und Meeresströmungen, sowie zur Beobachtung von Wasserqualität und Organismen im Wasser. Sie sind Teil eines globalen Beobachtungsnetzes, aber vor allem Teil der Umweltüberwachung der USA. Sie gewinnt damit etwa wichtige Daten für die Fischerei, aber auch zu Auswirkungen des Klimawandels. Genau solche Umweltdaten sind der US-Regierung unter Trump ein Übel. Der Bezug zum Thema Klimawandel macht diese Art von Forschung in den USA angreifbar. Die US-Regierung stoppt nun die über ein Jahrzehnt andauernde Messreihe und entfernt Sensorik im Wert von ca. 368 Millionen Dollar, oft zur Verschrottung, falls sich kein Abnehmer der teuren Instrumente findet. Vordergründig werden die Instrumente durch Schiffe im Auftrag der National Science Foundation geborgen, die Grundlagenforschung betreibt, und nun "andere Prioritäten setzt".
Damit verschwinden auf Betreiben von Klimaleugnern in der Regierung weitere Umweltdaten, die nicht mehr erfasst werden.
Viele Sensoren in den Meeren vor der amerikanischen Küste und im Atlantik zwischen Grönland, Island und Nordamerika dienen der Aufnahme von Wassertemperaturen, Salzgehalt und Meeresströmungen, sowie zur Beobachtung von Wasserqualität und Organismen im Wasser. Sie sind Teil eines globalen Beobachtungsnetzes, aber vor allem Teil der Umweltüberwachung der USA. Sie gewinnt damit etwa wichtige Daten für die Fischerei, aber auch zu Auswirkungen des Klimawandels. Genau solche Umweltdaten sind der US-Regierung unter Trump ein Übel. Der Bezug zum Thema Klimawandel macht diese Art von Forschung in den USA angreifbar. Die US-Regierung stoppt nun die über ein Jahrzehnt andauernde Messreihe und entfernt Sensorik im Wert von ca. 368 Millionen Dollar, oft zur Verschrottung, falls sich kein Abnehmer der teuren Instrumente findet. Vordergründig werden die Instrumente durch Schiffe im Auftrag der National Science Foundation geborgen, die Grundlagenforschung betreibt, und nun "andere Prioritäten setzt".
Seitdem rechtsradikale Parteien und Politiker wieder weltweit auf dem Vormarsch sind wie damals vor dem 2. Weltkrieg, wird auch die Lage für die Klimaforscher schwieriger. Plötzlich werden in manchen Ländern Wahrheit und Wissenschaft unterdrückt, unbequeme Fakten werden von Politikern geleugnet, stattdessen werden Klimaleugner mit ihren Alternativthesen hofiert.
Die Auswirkungen der amerikanischen Politik, die Klimaforschung abzuwickeln, sind derzeitig noch schwer in der langfristigen Wirkung abzuschätzen.
Der Artikel der New York Times lässt das alles ja noch fast harmlos aussehen - so vielen Einrichtungen wurde das Geld gekürzt oder gestrichen, aber am Ende bewilligt der Kongress in der Summe die gleichen Gelder. Das betrifft aber vor allem die klimapolitischen Maßnahmen, etwa die Förderung von Energieeinsparungen und bei Investitionen der Bürger, deren Kürzung wirklich unpopulär wären. Andererseits sind die entlassenen Wissenschaftler, wie Zack Labe, weiterhin entlassen und die fehlenden Beiträge für die Arbeitsgruppen des IPCC bleiben fehlende Beiträge. Wie es mit NCAR weitergeht, steht auch dahin.
Die Polarforschung ist ein Kernbereich der Klimaforschung. Hier ist der Klimawandel extremer. Der Nordatlantik und die See vor Grönland gehört zur Wetterküche für Europa. Die Eisdynamik ist essentiell zum Verständnis des Meeresspiegelanstiegs. Die Eisbedeckung auf den Polarmeeresgebieten ist entscheidend für die Rückkopplung der Erwärmung mit der Albedo und damit die Verstärkung der Erwärmung. Wichtig für die Forschung sind lange, ungestörte Klimazeitreihen.
Faktencheck: Wenn Trump oder seine Regierungsmitglieder öffentlich den Klimawandel zum Schwindel erklären, kann man das ernsthaft diskutieren?
Klimaschutz ist Umweltschutz und auch Gesundheitsschutz. Alte Kohlekraftwerk schleudern Feinstaub in die Luft, der zum Beispiel Alzheimer, Bluthochdruck, Lungenkrebs und viele andere Krankheiten mit verursacht. Alte Kohlekraftwerke gehören auch zu den Hauptquellen für das besonders gefährlich Quecksilber. Nach modernen Umweltstandards müssen also alte Kohlekraftwerke ohnehin abgeschlatet werden.
Die gleichen Leute, die den Klimawandel leugnen, tendieren auch dazu, alte Technologien zu bevorzugen. Nicht nur fossile Energieträger, sondern wenn überhaupt CO2 vermieden werden soll, dann bitte nur mit Kernenergie. Das Problem: die Fakten sprechen dagegen.
Die amerikanische meteorologische Gesellschaft (American Meteorological Society) nimmt deutlich Stellung dagegen, dass das amerikanische Umweltschutzamt (Environmental Protection Agency EPA) die Feststellung von 2009 über die Schädlichkeit von Treibhausgasen zurücknimmt. Hier steht im Grunde noch mal im Kern, warum das falsch ist, was das Trump-Regime derzeitig untersucht und damit auch, warum die amerikanische Regierung hier eigentlich einen Kampf gegen die Wissenschaft führt:
Die Auswirkungen des Klimawandels sind schädlich für Menschen und Natur...
Menschen sind die Hauptursache ... durch die ... Verbrennung fossiler Brennstoffe.
Das meiste, worauf Menschen angewiesen sind, ist auf das Klima abgestimmt und sehr empfindlich gegenüber dem Klimawandel. ...
Die wissenschaftlichen Belege für diese grundlegenden Schlussfolgerungen sind umfangreich, robust und gründlich geprüft. Der Klimawandel gehört zu den am gründlichsten untersuchten Themen in der Wissenschaftsgeschichte. ...
Es existieren keine allgemein entgegenstehende Einschätzungen glaubwürdiger wissenschaftlicher Organisationen.
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