Globale Erwärmung durch Treibhauseffekt – Fakten

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    neuester Beitrag 07.10.26 09:19:48
    eröffnet am 20.01.26 11:12:17
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      #190

      Im Tiefenwasser der Ozeane sind große Mengen Kohlendioxid gespeichert. Aktuell sorgt der Überdruck an CO2 in der Atmosphäre dafür, dass in der Summe von den Ozeanen CO2 aufgenommen wird. Die Details sind dabei aber etwas komplizierter. Unter anderem sorgt die atlantische meridionale Umwälzströmung (AMOC) dafür, dass kaltes Oberflächenwasser in die Tiefe wandert und dabei auch CO2 mitnimmt.


      Als Folge einer globalen Erwärmung erwartet man auch eine Abschwächung des AMOC. Dies führt zu einem stärkeren Austausch mit dem Tiefenwasser im Bereich um die Antarktis. Dadurch wird CO2 an die Oberfläche transportiert. Dies kann über einen längeren Zeitraum für über 100 bis 175 Gigatonnen zusätzlichem CO2 in der Atmosphäre sorgen. Auch bei Annahme, dass ein Teil davon in Pflanzen an Land gebunden wird, sorgt dies für einen zusätzlichen Temperaturanstieg von 0,17 bis 0,27 Grad. https://www.scinexx.de/news/geowissen/amoc-kollaps-koennte-c…

      Dies macht noch mal deutlich, worum es beim Klimaschutz gehen muss - zu vermeiden, dass solche Kipppunkte des Klimas erreicht werden und daher möglichst früh möglichst stark den CO2-Anstieg abzubremsen und umzukehren. Die hier beschriebenen Abläufe sind Ergebnisse von Modellstudien und haben keine konkrete zeitliche Zuordnung. Sie könnten im Laufe der nächsten Jahrhunderte eintreten, werden aber von uns aktuell bereits verursacht.
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      #189

      Ab und zu gehe ich auffälligen Suchergebnissen zum Thema "Globale Erwärmung" nach. Suchmaschinen zeigen mir unter "News" zum Thema "Globale Erwärmun" meistens vernünftige Beiträge an. Es gibt aber auch skurrile Ergebnisse. Bojanowski als Kommentator taucht dabei auf, der vor allem mit Unterstellungen und Geraune zusammen zu an sich richtigen Aussagen etwas betreibt, das man "Trüben des Wassers" nennen könnte. Durch die eingearbeiteten Unterstellungen ist man am Ende eher verwirrt als informiert. Aktuell ist so eine Aussage, die im Kommentarteil der Welt eingearbeitet wird, die Unterstellung, die im Vergleich zur globalen Entwicklung stärkere Erwärmungsrate in Europa sei Teil eines "Alarmismus", die zu "gefährlichen" politischen Fehlschlüssen verleite (wie, man sollte aufhören, exzessiv fossile Brennstoffe zu verwenden, und stattdessen die Energiestruktur modernisieren - für manche Menschen öko-sozialistische Todsünde statt pragmatische Anpassung an die Realität). Als Ursache der starken Erwärmungsrate in Europa wird dann auf die zunehmende Luftreinhaltung verwiesen. Der Effekt wird seit erst 15 oder 20 Jahren diskutiert, kann aber unter Klimaleugnern immer noch als tolle Neuigkeit verkauft werden.


      Hintergrund ist der bekannt Effekt der Emission von Schwefeloxiden aus der Verbrennung von Kohle und auch manchen schwefelhaltigen Heizölen und Schwerdieselkraftstoffen, die vor allem nach dem 2. Weltkrieg zur Bildung immer größerer Mengen von Sulfataerosol in der Luft führte. Das Aerosol selbst und davon erzeugte Wolkentröpfchen trüben die Luft, sorgen für eine Reflektion von Sonnenstrahlung und kühlen damit die Erde.

      Punkt 1: eine Abkühlung erzeugt keine Erwärmung. Der Effekt lässt aber über Europa seit den 80er und 90er Jahren wieder nach. Diese Abkühlung hatte also bislang den Effekt der globalen Erwärmung teilweise maskiert. Dieser Effekt ist so einfach und so oft erklärt worden, dass ich mir hier mal nur auf die Wikipedia-Seite zum Begriff "Globale Verdunklung" verweise: https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Verdunkelung

      Punkt 2: Am Ende einer völlige Luftreinhaltung mit Wegfall der Abkühlung sollte also die global gemittelte Temperatur auf den Ausgangsbereich zurückkehren - aber nicht steigen.

      Punkt 3: Die globale Erwärmung kann also nicht dadurch erklärt werden. Aber Phasen der globalen Erwärmung können dadurch im Wechsel abgeschwächt und verstärkt werden. Es kann also zwischen 1950 und 2000 die globale Erwärmung abgeschwächt worden sein und zwischen 2000 und jetzt zum Ausgleich stärker geworden sein. Genau das wird in genaueren Berechnungen zum Klimawandel auch diskutiert, der Effekt ist sichtbar, aber nicht sehr stark. Es gibt auch andere Gründe, warum die globale Erwärmungsrate seit dem Jahr 2000 zusätzlich eine Beschleunigung zeigt.

      Punkt 4: es gibt auch regionale Effekte - in Europa und Nordamerika stiegen die Sulfataerosolemissionen zuerst und hier fallen sie auch zuerst wieder ab. In Ostasien verlief der gleiche Zyklus mit über 30 Jahren Verspätung und insgesamt schneller, in Südasien und Südamerika ist man im Zyklus noch früher dran. In Europa war also die Dämpfung der Erwärmungsrate bis Ende der 80er Jahre deutlich, bis zu Beginn der 2000er Jahre wurde bereits ein Großteil der Luftreinhaltung erreicht. Einen Zusatzschub gab der Niedergang des Sozialismus in Osteuropa, wo dann entsprechende Luftreinhaltemaßnahmen nachgeholt wurde und Schwerindustrie wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit abgebaut wurde. Es spricht deshalb wenig dafür, dass die Luftreinhaltung in den vergangenen Jahren noch einen beschleunigenden Effekt auf die Erwärmungsrate hatte. In Ostasien wäre es hingegen noch plausibel.

      Was ist also von der Behauptung zu halten, dass Europa sich schneller erwärmt, weil es Luftreinhaltung betreibt? Gar nichts. Der Effekt ist regional und zeitlich begrenzt. Die fast doppelt so starke Erwärmungsrate Europas wird vor allem durch folgende Effekte erklärt:
      Europa ist ein Kontinent, kein Meer. Global bedecken Kontinente weniger als ein Drittel der Erde. Über den Meeren verläuft die globale Erwärmung wegen der hohen Wärmekapazität des Wassers langsamer als über den Kontinenten.

      Europa liegt als Kontinent besonders weit nördlich. Im Norden wirkt sich aber zunehmend die arktische Verstärkung aus. Die Erwärmung sorgt dafür, dass weniger Eis und Schnee Sonnenstrahlung reflektieren und damit eine Erwärmung zusätzlich verstärkt wird. Es ist eine positive Rückkopplung, die man in der nördlichen Arktis, aber auch in den oberen gemäßigten Breiten beobachten kann. Europa ist davon stärker betroffen als jeder andere Kontinent.

      Es gibt weitere Effekte, aber die hier aufgezählten sind die stärksten. Es ist nicht überraschend, nicht neu, sondern plausibel, dass Europa sich schneller erwärmt, als der Rest der Welt. Es ist aber in den Auswirkungen, wie Hitzewellen, Dürren, Extremwetter, für Europa natürlich schlecht.

      Das von mir so genannte Geraune verschiebt nun die Gewichtung solcher Punkte und verschleiert, das nichts davon der Fachwelt neu ist. Hier ist nicht die Rede von "bisher übersehenen" oder von der "etablierten Wissenschaft" "endlich erkannten" Ergebnissen, die bislang nur sogenannte "Skeptiker" "gewußt" hätten.

      Vor allem, wenn man dann die mit wenigen Sätzen fabrizierte Unterstellung der Sorte "da wird wieder vom Klimaalarmismus übertrieben - wir sehen gerade nur den Effekt der Luftreinhaltung, ansonsten wäre die globale Erwärmung moderat und harmlos, das haben wir vom Ökosozialismus, laßt uns wieder locker mit Öl und Gas umgehen" sieht, und die Richtigstellung dieses Geraunes doppelt so lange wird, merkt man, wie gefährlich eigentlich selbst Kommentare aus der Klimaleugnerszene sind, die mit dem Mittel arbeiten, nicht unbedingt falsche Behauptungen zu verbreiten, aber sie in einen irreführenden Kontext zu stellen.
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      #188

      Nach den NOAA-Daten für die Temperatur der Ozeanoberfläche (60°S-60°N) war die Temperatur am 26.8. mit 21,183°C ein neuer Rekordwert (allerdings nur 0,010°C über der Temperatur am 24.4.24).

      Seit Anfang Juni ist die Ozeantemperatur höher als jemals am selben Datum. Seit dem 23.7. ist die Anomalie (vs. 1982-2010) über 0,9°C, was es nie vor 2026 gab. Am 7.9. war sie mit 0,950°C auf dem bisher höchsten Stand, über 0,05°C über dem höchsten Stand vor 2026 (0,898°C am 11.1.24).



      Man muss kein Prophet sein für die Prognose, dass die mittlere Anomalie im Jahre 2026 das bisher höchste Jahresmittel (0,74°C, 2024) deutlich übertrifft. Wenn die Anomalie im Rest des Jahres über 0,9°C liegt, wird sie im Jahresmittel über 0,8°C liegen.

      Interessant ist auch ein Vergleich der Temperatur-Anomalien in den Jahren mit beginnendem starkem El Niño 2015 und 2026. Dargestellt ist zudem die Anomalie der Ozeanoberfläche in diesen Jahren. Noch ist die Anomalie in der Region Niño3.4 niedriger als im Maximum 2015 - aber sie steigt sehr schnell an und ist weit höher als im September 2015.

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      #187

      Die globale Erwärmung wirkt sich in Deutschland besonders stark aus. Folge sind extreme Niederschläge, Dürren und Hitzewellen, Niedrigwasser in den Flüssen und starke wirtschaftliche und ökologische Schäden.


      Mit rekordhohen Temperaturen auf der Erde und Wärmerekorden in den Ozeanen steigt die Wahrscheinlichkeit für Extremwetterereignisse ramatisch.

      Dies war Thema auf dem Extremwetterkongress in Hamburg 2026 und ist nun auch in einem Faktenpapier belegt, das unter dem Titel "Was wir 2026 über das Extremwetter in Deutschland wissen" von dem Deutschen Wetterdienst, DAS-Basisdienst und dem Extremwetterkongress herausgegeben wurde.


      Alles Weitere im Link:


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      #186

      Die globale Erwärmung kommt Europa und auch Deutschland teuer zu stehen. Dieses Jahr dürfte sie uns ein halbes Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung gekostet haben. "Die Hitzewelle dieses Sommers hat die europäische Wirtschaftsleistung für das laufende Jahr nach Schätzung der Allianz um 113 Milliarden Euro reduziert. Deutschland liegt dabei mit geschätzten Einbußen von 25 Milliarden auf Platz zwei hinter Italien mit 28 Milliarden Euro, wie der Münchner Dax-Konzern mitteilte. An dritter Stelle steht Frankreich mit einer geschätzten Minderung des Bruttoinlandsprodukts um 20 Milliarden Euro." https://www.n-tv.de/wirtschaft/Hitze-vermindert-deutsche-Wir…


      Dazu kommen die Schäden durch Unwetter alleine in Deutschland von 50 Milliarden Euro in den vergangenen 5 Jahren, doppelt so hoch wie im Vergleichszeitraum 2000 - 2019.

      Ebenfalls hinzu kommen die ca. 16.000 Todesfälle durch die Hitzewellen 2026.

      Im Laufe der Zeit werden sich diese Kosten gewaltig aufsummieren, zumal die globale Erwärmung anhält und sich beschleunigt. Deutschland gehört zu den am schlimmsten betroffenen Ländern - die regionale Erwärmungsrate ist mehr als doppelt so hoch als der globale Durchschnitt.

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      #185

      Neun Tage vor Monatsende meine Prognose: Die September-Anomalie wird etwa so groß sein wie im August (ERA5: 0,85°C, GISSTemp: 1,40°C).

      Der September 2026 wird wohl in allen Temperaturreihen als der zweitwärmste gelistet.

      Jahr . ERA5 (vs. 1991-2020)
      2023 . 0,93°C
      2026 . 0,82±0,5°C
      2025 . 0,73°C
      2024 . 0,66°C

      Jahr . GISTemp vs. 1951-1980
      2023 . 1,48°C
      2026 . 1,36±0,5°C
      2025 . 1,25°C
      2024 . 1,21°C

      Auch die Septembertemperatur liegt voraussichtlich mehr als 0,5°C über der Temperatur im September 2015 - zu Beginn des Super-E- Niños 2015/16.


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      #184

      Hitze durch die globale Erwärmung hat klare Auswirkungen auf die Wirtschaft, vor allem durch Rückgang der Produktivität und Hitzeschäden. In einer weiteren Arbeit wurde die Größe des Effekts nachlassender Produktivität bei Hitze abgeschätzt: "Basierend auf einem Hitzestress-Index und Schätzungen zur Hitzebelastung in verschiedenen Sektoren und Weltregionen schätzen die Forschenden, dass mit jeder im Jahr 2025 ausgestoßenen Tonne CO2 ein Produktionsverlust von 41 US-Dollar einhergeht." https://www.n-tv.de/wissen/Hitze-kostet-Wirtschaft-Milliarde…


      Dabei handelt es sich nur um einen Aspekt der Klimawirkungen. Direkte Hitzeschäden, etwa an der Infrastruktur, oder hitzebedingte Ausfälle im Verkehr oder Verlust von Ökosystemen, Ernteausfälle durch Dürre, Schäden durch Meeresspiegelanstieg - das alles kommt noch hinzu.

      Im Sinne einer Bewertung des CO2-Ausstosses nach realen Kosten ist die CO2-Abgabe von 55 Euro pro Tonne CO2 in Deutschland vermutlich deutlich zu niedrig angesetzt.
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      #183

      Nach Aussage des Robert-Koch-Instituts im letzten Bericht zu den Toten durch die Hitzewellen dürften dieses Jahr keine weiteren Opfer hinzukommen. Nach der letzten Schätzung gab es etwa 16000 Tote (zwischen 14300 und 17600). Auf ihren Seiten im Bericht zeigt das RKI, dass es diese Schätzung sehr gut mit den beobachteten Opferzahlen abgleichen kann, und dass die Schätzung sehr konservativ ist. Vermutlich ist die Zahl der Toten sogar höher. https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Ges…


      Da die Hitzewellen sich direkt auf die globale Erwärmung zurückführen lassen, sieht man hier auch unmittelbar, dass die globale Erwärmung in Deutschland tötet. Der aktuelle Sommer war bislang außerordentlich, mit Rekordwerten der Temperatur. Durch den globalen Klimawandel wird dieses Wetter in Deutschland vielleicht schon in 20 Jahren als ein normaler Sommer gelten. Wenn wir uns dann nicht angepasst haben, werden auch die Todeszahlen für einen Sommer der Normalfall sein.
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      #182
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      #181

      Natürlich gibt es Klimaleugner - der Begriff ist nur die Kurzform für Menschen, die den wissenschaftlichen Sachstand zum Klimawandel leugnen. https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1390891-1/global…


      Klimaleugner (: = Personen, die den wissenschaftlichen Sachstand zum Klimawandel insgesamt oder teilweise leugnen)


      Ich benutze den Begriff Klimaleugner als Kurzform für "leugnet den wissenschaftlichen Sachstand zum Klimawandel".


      Und wie nennt man Menschen, denen man den gleichen einfachen Sachverhalt immer wieder erklären muss, und die es dann sofort wieder vergessen?

      Und damit kehren wir wieder zum Thema zurück - globale Erwärmung durch Treibhauseffekt - Fakten.
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      #180
      Zitat von for4zim:

      Ich möchte darum bitten, dass dieser Thread nicht getrollt wird. Beiträge hier sind wirklich zum Thema "Globale Erwärmung durch Treibhauseffekt - Fakten". Beiträge basieren auf dem allgemein bekannten Erkenntnisstand dazu, der auch jederzeit belegt werden kann oder belegt wird.


      Die globale Erwärmung ist erwiesen:


      Die Ursachen dafür sind aus Beobachtungen bekannt: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/umgekehrte-sorti…

      Die Beiträge der verschiedenen Klimaantriebe für Temperaturänderungen sind hier aufgeführt: https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/figures/chapter-7/figure-…

      Daraus geht klar hervor, dass natürliche Antriebe keine Rolle spielen für die aktuelle globale Erwärmung.

      Dass die Sonne keine Rolle spielt, hat einen eigenen Thread: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/umgekehrte-sorti…

      Es ist bedauerlich, dass Klimaleugner immer wieder denken, keine Ahnung zu haben reicht, um mitdiskutieren zu können.




      Eigentlich ist es schon müßig darauf hinzuweisen, aber Klima kann man nicht leugnen.
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      #179

      Ich möchte darum bitten, dass dieser Thread nicht getrollt wird. Beiträge hier sind wirklich zum Thema "Globale Erwärmung durch Treibhauseffekt - Fakten". Beiträge basieren auf dem allgemein bekannten Erkenntnisstand dazu, der auch jederzeit belegt werden kann oder belegt wird.


      Die globale Erwärmung ist erwiesen:


      Die Ursachen dafür sind aus Beobachtungen bekannt: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/umgekehrte-sorti…

      Die Beiträge der verschiedenen Klimaantriebe für Temperaturänderungen sind hier aufgeführt: https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/figures/chapter-7/figure-…

      Daraus geht klar hervor, dass natürliche Antriebe keine Rolle spielen für die aktuelle globale Erwärmung.

      Dass die Sonne keine Rolle spielt, hat einen eigenen Thread: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/umgekehrte-sorti…

      Es ist bedauerlich, dass Klimaleugner immer wieder denken, keine Ahnung zu haben reicht, um mitdiskutieren zu können.

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      #178
      wenn sich der Mensch mit seinem zehn Jahres Blick für hebt, egal in welche Richtung wird es ziemlich kalt bei uns oder sehr heiß die Natur besiegen lässt sich nicht daher bitte eine ausgewogene Energieversorgung und keine Monostruktur
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      #177

      Luft enthält Wasser. Wird die Luft wärmer, kann sie mehr Wasser aufnehmen. Grob gesagt steigt die Wasseraufnahmekapazität der Luft um jeweils etwa 7% für jedes Grad Temperaturzunahme https://de.wikipedia.org/wiki/Clausius-Clapeyron-Gleichung. Die Folge ist, dass die globale Erwärmung sich auch in einer Zunahme des Wassergehalts der Atmosphäre ausdrückt.


      Eine Möglichkeit, dies darzustellen ist die Größe: kondensierbares Wasser der Luftsäule. Dazu stellt man sich vor, dass alles Wasser in der Luft über einem Punkt am Boden abregnet und eine Pfütze bildet. Wie tief wäre die Pfütze in Millimeter? Im Englischen heißt das precipitable water.

      Man kann mit Satellitendaten, besser aber mit der Reanalyse der Wettervorhersage, das kondensierbare Wasser weltweit darstellen und auch den global gemittelten Wert im Laufe der Zeit darstellen.

      Eine Momentaufnahme findet man etwa bei den ERA5-Daten des Europäischen Zentrums für Mittelfristvorhersage.


      Trägt man diese Daten also im zeitlichen Verlauf auf, sieht das etwa so aus - kondensierbares Wasser (precipitable water) und global gemittelte Temperatur (NOAA-Daten) im August seit 1980:



      Während die global gemittelten Temperaturen gerade knapp den höchsten Wert in der Zeitreihe annehmen, ist das kondensierbare Wasser auf einem deutlichen Höchstwert.

      Dies verdeutlicht nicht nur die globale Erwärmung über die gestiegene Wassermenge in der Atmosphäre, sondern deutet gleich auch auf die Auswirkungen: wenn die Wassermenge in der Atmosphäre steigt, kann bei Extremniederschlägen auch entsprechend viel Wasser abregnen, und zu Überschwemmungen führen. Die globale Erwärmung macht also Extremwetter gefährlicher.
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      #176

      Klimaleugner gibt es nicht - oder?

      Bei den Diskussionen mit Klimaleugnern gibt es ganz "Schlaue", die behaupten, Klimaleugner gäbe es gar nicht. Erst mal würde niemand leugnen, dass sich das Klima wandelt, und Klimaleugnen kann man ja auch gar nicht. Es gäbe halt Leute, die wären skeptisch und würden nicht alles glauben.

      Natürlich ist das nur eine Variante. Menschen zu trollen, die den Sachstand der Klimaforschung vertreten. Natürlich gibt es Klimaleugner - der Begriff ist nur die Kurzform für Menschen, die den wissenschaftlichen Sachstand zum Klimawandel leugnen. Und das kann man halt in unzähligen Varianten tun.


      Das Repertoire des Klimaleugnens ist seit über 30 Jahren erprobt und besteht eigentlich immer aus den gleichen Punkten, die dann nur variiert werden. Das Klima hätte sich schon immer verändert, das wäre ganz natürlich, ist einer der Klassiker. Gemeint ist damit zum einen, wenn sich das Klima sowieso immer ändert, kann ja der Mensch nichts damit zu tun haben. Das ist Unfug, denn aktuell beobachten wir ja den menschlichen Einfluss. Und harmlos war der Klimawandel noch nie. Es gibt 6 bekannte Massensterben der Arten in der Erdgeschichte, und oft ist dies begleitet oder verursacht durch einen besonders starken Klimawandel. Interessanterweise finden Klimaleugner Eiszeiten, auch kleine, wahnsinnig bedrohlich. So harmlos ist Klimawandel dann doch nicht, aber nur, wenn es in den eigenen Kram passt.

      Ein weiterer Ladenhüter der Klimaleugner ist das angeblich nützliche CO2, dass Pflanzen düngen soll und deshalb unmöglich schädlich sein könne. Was nützlich und was schädlich ist, hängt aber von der Menge und der Art der Darreichung ab. Ohne Phosphor gäbe es kein Leben, aber eine Phosphorbombe ist trotzdem besonders zerstörerisch. Ohne Kochsalz (Natriumchlorid) können wir nicht leben, aber schon in mäßigen Mengen wird es gesundheitsschädlich. CO2 wird von Pflanzen zwar benötigt, aber steigt die Menge von CO2 vergleichsweise schnell an, ändert sich das Klima.

      Angeblich käme nur 3% des Kohlenstoffs in der Atmosphäre von menschlicher Aktivität. Das ist insoweit Quatsch, weil natürlicher Kohlenstoff in einem Kreislauf ist. Nur das zusätzliche Kohlenstoff von Menschen ist nicht durch ausreichende Senkenprozesse abgedeckt und führt zum Anstieg des CO2-Gehalts der Atmosphäre. Und der wird gemessen. Das CO2 ist durch seine Isotopenzusammensetzung auch eindeutig Menschen zuzuordnen. Und man kann ja auch berechnen, wie viel Kohlenstoff Menschen im Jahr verbrennen (10 Gigatonnen) und wie viel Kohlenstoff das ist, wenn der CO2-Gehalt der Atmosphäre um 3 ppm ansteigt, was im oberen Bereich des jährlichen Zuwachses liegt - das sind mehr als 4 Gigatonnen. Der Zuwachs ist also menschengemacht und der größere Teil wird noch vom Meer geschluckt oder geht für mehr Pflanzenmasse drauf. Erschreckend daran ist eigentlich nur, wie einfach es ist, das direkt nachzurechnen.

      Klimaleugner behaupten auch gerne, dass das alles mit dem Klimawandel ja nur aus irgendwelchen angeblichen IPCC-Modellen hervorginge, die fragwürdig wären. Also nur Spekulation, in Wahrheit weiß man nichts oder eher noch angebliche Tausende skeptischer Wissenschaftler, die sich vor allem mit Unterschriftenlisten äußern. Dabei hat das IPCC gar keine Modelle. Es ist ein Sekretariat, das Wissenschaftler Berichte erstellen läßt, die wiederum auf der gesamten Fachliteratur basieren. Das IPCC ist im Grunde nur die Redaktion für freie Autoren, die dies freiwillig neben ihrer Arbeit als Wissenschaftler machen. Auch die Modellrechnungen werden von verschiedenen Instituten weltweit betrieben und dienen der Erstellung von Modellprojektionen. Dass das Klima sich ändert und dass der Mensch das verursacht, wissen wir aber gar nicht von Modellen, sondern durch Beobachtungen. Modellrechnungen sind nur eines von vielen Werkzeugen der Klimaforschung, und sind vor allem für Aussagen zur Zukunft wichtig.

      Alle diese Standardaussagen der Klimaleugner sind nichts, was nur von wenigen Außenseitern evrbreitet wir oder gar nur i mWahn von Ökobewegten stattfindet. Man findet es zum Beispiel in aller traurigen Dummheit im AfD-Wahlprogramm: https://www.afd.de/wp-content/uploads/2023/05/Programm_AfD_O… ab Seite 78 als "Energiepolitik". Wenn eine Energiepolitik bereits ab der ersten Zeile auf absurden, unfaßbar dummen Lügen gründet, muss sie von vorne bis hinten völliger Quatsch sein. Aber die rechtsradikale Reform UK-Partei von Nigel Farage in Großbritannien hat ein ganz ähnliches Programm mit den gleichen dummen Lügen: https://www.carbonbrief.org/factcheck-reform-uks-45-false-or… - die hier im Einzelnen diskutiert und richtig gestellt werden.

      Klimaleugner gibt es. Und das richtig dumme, kontrafaktische, auf klaren Lügen basierende Klimaleugnen, nicht anders als schon seit über 30 Jahren praktiziert, ist Wahlprogramm bei Parteien, die sich anschicken, nicht nur Parlamente zu durchseuchen, sondern ernsthaft damit drohen, Regierungen zu bilden. Was solche Lügner dann versuchen würden, sehen wir aktuell bei der Regierung Trump, und ist hier im Forum in einem eigenen Thread dargestellt. Diese Klimaleugner würden dann versuchen, Wissenschaftler und Behörden zu gängeln, zu unterdrücken und zu zerschlagen, sie würden die Klimaforschung blockieren und Lügen zu amtlichen Aussagen machen. In den USA ist es bereits Realität, in Deutschland steht es als Drohung - man sieht an den Lügen im Wahlprogramm, was in den Köpfen dieser Klimaleugner vom faschistischen Rand vor sich geht.
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      #175

      Die Verstärkung der globalen Erwärmung durch Rückkopplung bei den Emissionen aus natürlichen Quellen ist gerade eine große Sache in dem Thema. Es gibt noch nicht so viele Modellstudien, die dafür belastbare Zahlen liefern - in gewissem Sinne ist das eine der ersten Studien dazu. Im Artikel von Sam Abernethy et al 2026 Environ. Res. Lett. 21 174022 gibt es die Details: https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/ae9e24


      Obwohl verschiedene Szenarien betrachtet werden, sind die zusätzlichen Emissionen von CO2 und Methan eigentlich fast linear von der globalen Erwärmung abhängig. Die stärksten Effekte sind das Auftauen von Permafrostböden, die dann den eingelagerten Kohlenstoff abgeben und Feuchtböden wie Sümpfe und Moore, die beim Austrocknen ebenfalls ihren eingelagerten Kohlenstoff abgeben. Gewässer und Wildbrände tragen zwar etwas dazu bei, aber vergleichsweise weniger.

      Am Ende der Rechnung steht, dass die globale Erwärmung um etwa 20 bis 30% verstärkt wird, wenn man nur die Zeit bis 2100 in den Modellsimulationen betrachtet. Daher kommt man auf einen Beitrag von etwa 0,2 bis 0,4 Grad - bei den unteren und gemäßigten Szenarien.

      Wir wissen bereits, dass Kippunkte der Klimafolgen bei einer Erwärmung über 1,5 Grad ausgelöst werden und eine Erwärmung von 2,7 Grad ein erhebliches Problem wäre. Trotzdem laufen die aktuell realistischen Szenarien mit den jetzt versprochenen Emissionsreduzierungen auf diese Temperaturzunahme um das Jahr 2100 hinaus. Und selbst wenn die Erwärmung etwas besser als erwartet abläuft, sind wir 20 Jahre später vielleicht trotzdem auf dem Temperaturniveau. Wenn dann noch 0,4 Grad dazu kommen und daraus 3,1 Grad machen, hat das üble Auswirkungen.

      Wir lernen daraus, dass wir lieber bei der Bekämpfung des Klimawandels eine Schippe drauf legen. Forderunegn der Art, Klimaneutralität in Europa um 5 Jahre vorzuverlegen, sind kein grüner Aktivismus, sondern das Eingeständnis, dass wir mit unseren Klimaschutzmaßnahmen zu wenig zu spät abliefern. Und wir haben diesen Sommer erlebt, welche Hitzewellen in der 1,5-Grad-Klimawandelwelt stattfinden, mit über 16300 Toten in Deutschland und gewaltigen Schäden an der Infrastruktur (Straßen und Schienen) und zeitweiligem Ausbremsen der Schifffahrt auf deutschen Wasserstraßen. Das waren Milliardenschäden für die deutsche Wirtschaft, und doch ist das harmlos im Vergleich zu den Schäden in einer 3,1 Grad-Klimawandelwelt.

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      #174

      Die globale Erwärmung verändert Böden und ihren Bewuchs. Dadurch können wieder eigene Emissionen von CO2 und Methan ausgelöst werden. Etwa wenn sich die Mikroorganisamen im Boden bei Trockenheit verändern oder wenn Feuchtgebiete austrocken und dabei gebundenen Kohlestoff abgeben oder wenn es zu mehr Wildfeuern kommt.


      "Viele Klimamodelle berücksichtigen zusätzliche Treibhausgase aus sich erwärmenden Ökosystemen nur unvollständig. Eine neue Modellstudie beziffert diese Rückkopplung nun auf 0,2 bis 0,4 Grad zusätzliche Erwärmung bis 2100. "


      Solche Effekte sind in der Klimamodellierung noch unzureichend abgebildet. Es könnte also sein, dass die aktuellen Klimaprojektionen weiterhin zu optimistisch sind und die Notwendigkeit, Treibhausgasemissionen früher zu senken, größer ist.
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      #173

      Gestern veröffentlichte Copernicus die ERA5-Daten für den August, heute kamen die GISTemp-Daten der NASA. Wie erwartet lagen beide am oberen Rand meiner Prognose vom 21.8.:


      Jahr ERA5 vs. 1991-2020 [1850-1900]

      26 0,85°C [1,65°C]

      24 0,71°C [1,51°C]
      23 0,71°C [1,51°C]
      25 0,49°C [1,29°C]

      Jahr GISTemp vs. 1951-1980 [1880-1920]

      26 1,40°C [1,65°C]

      24 1,30°C [1,55°C]
      23 1,19°C [1,45°C]
      25 1,18°C [1,42°C]

      Der Vergleich mit dem El Niño 2015/16 zeigt:
      1. Die Prognosen für den aktuellen El Niño sind extrem; er könnte der stärkste werden, seit Ozeantemperaturen gemessen werden
      2. der El Niño 2026/27 beginnt später im Jahr
      3. die (Global-)Temperatur ist ca. 0,5°C höher als 2015.


      Wahrscheinlich werden die Auswirkungen des El Niño in den nächsten Monaten und im nächsten Jahr stärker sein als 2015/16. Der August 2026 war schon etwa 0,6°C wärmer als der August 2015. Trotzdem führe ich die Grafiken mit den Vergleichsdaten aus 2015/16 (um 0,5°C nach oben gesetzt in grau) fort.


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      #172

      PS.: und wie man sieht, gebe ich schon auch Primärquellen an. Verweise auf Forumsbeiträge können dann Verweise auf Beiträge sein, wo mal die Primärquellen waren, und man das jetzt nicht dauernd wiederholen muss. Es geht halt immer darum, was angemessen ist. Für die Leser, die ja keine Experten sind. Und daher für die Diskussion, wo man auf Beiträge auf Laienniveau sicher nicht mit einer wissenschaftlichen Erwiderung mit Literaturverzeichnis reagieren muss. Das ist dann ja auch manchmal, man verzeihe mir, wenn es arrogant klingt, Perlen vor die Säue - man sichert sich selbst mit einer längeren Recherche ab oder rechnet selbst ein Beispiel durch, und dann kommt als Antwort was Kopiertes, irgendeine zigfach wiederholte Leugnerphrase als Einzeiler oder der Vorschlag, man könnte die Erdatmosphäre mit Atombomben kühlen. Oder schlicht keine Antwort. Es hat ja noch nie ein Leugner zugegeben, dass die Pausendiskussion zwischen 2006 und 2016 auf einer falschen Tatsachenbehauptung basierte - die globale Erwärmung stoppte nicht 1998 und pausierte auch nicht.

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      #171

      xygreedy scheint ja KI Antworten vorformulieren zu lassen. Aber das ist dann oft für die tatsächlichen Fragen unterkomplex.


      Man sollte mehrere Fragen unterscheiden:

      1) Beschleunigt sich die globale Erwärmung? Das wäre über eine Beschleunigung der Wärmeaufnahme der Ozeane zu bestimmen. Dies wird tatsächlich festgestellt: https://www.nature.com/articles/s41467-023-42468-z
      Die Beschleunigung ist durchgehend und hält auch aktuell für die Zeit ab 2010 an.

      2) Beschleunigt sich der Temperaturtrend in den Klimazeitreihen? Dies wäre statistisch zu berechnen. Dazu braucht man auch keine wissenschaftliche Arbeit - die Regressionsberechnung ist einfach, die Daten sind verfügbar:

      Dabei gibt es zwei Zusatzfragen:
      2a) Ist die Beschleunigung unabhängig vom ENSO-Zyklus und längerfristig? (Im vorliegenden Beispiel oben werden 1975 - 2000 und 2000 - 2025 verglichen - das ist sicher nicht mehr von ENSO dominiert, es sind 25-Jahr-Zeiträume. Eine quadratische Anpassung wie von rv_2011 vorgenommen, ist ebenfalls über einen so langen Zeitraum, dass ENSO hier keine Rolle mehr spielt.)

      2b) Ist die Beschleunigung im statistischen Sinne signifikant?
      Die Frage beantwortet sich unterschiedlich je nach Klimazeitreihe (GISS zeigt eher eine signifikante Beschleunigung, HadCrut5 eher noch nicht) und gewählten Zeiträumen sowie Signifikanzniveau. Im Einzelfall finde ich zwischen den Zeiträumen 1975-2000 und 2000-2025 nach F-Test einen signifikanten Trendwechsel auf dem 95%-Niveau, auf jeden Fall für GISS, und das schon 2023. Wenn ich die Berechnungen jetzt wiederhole, erwarte ich weitere Treffer.
      Ich kann aber auch auf eine Publikation von Foster und Rahmstorf verweisen, die eine statistisch signifikante Beschleunigung feststellt. Erforderlich ist dafür, die Daten hinsichtlich kurzzeitiger Schwankungen durch ENSO, Vulkanismus usw. zu bereinigen, dann treten Trendänderungen hervor: https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/202… In dem Fall wird eine Beschleunigung nach 2015 gegenüber den vorherigen Zeiträumen erkannt, signifikant auf 98%-Niveau.

      3) Von welcher Beschleunigung reden wir überhaupt? Es gibt eine Beschleunigung der globalen Erwärmung über den gesamten Zeitraum der Klimabeobachtungen, der unstrittig ist. Siehe https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/10/8/08… und https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S001282521…
      Physikalisch begründet durch Änderung der Klimaantriebe: https://essd.copernicus.org/articles/15/2295/2023/

      In der Diskussion ist vielmehr eine Beschleunigung der globalen Erwärmung innerhalb des stärkeren Trends seit ca. 1970/1975 mit möglichem Trendwechsel nach dem Jahr 2000. Es werden aber auch noch kürzere Zeiträume nach 2010 betrachtet. Hier im Thread wird mit Beschleunigung meist die vom Zeitraum vor dem Jahr 2000 und nach dem Jahr 2000 gemeint. Geht es um eine Beschleunigung seit 2010, wird dies hervorgehoben - die Signifikanz wurde bisher hier immer in Frage gestellt, und dies eher so diskutiert, dass die Trendzunahme nach 2010 vorübergehend sein könnte. Eine längerfristige Einhaltung des so beschleunigten Trends (mehr als 0,3 Grad/Jahrzehnt) ist eine Hypothese, die kontrovers diskutiert wird. Zum Beispiel behauptet es Hansen und Kollegen: https://academic.oup.com/oocc/article/3/1/kgad008/7335889?lo…

      4) Als generelle Bemerkung: eine Beschleunigung der Temperaturzunahme, die man aufgrund verschiedener Anzeichen in den Daten vermutet, kann bereits vorhanden sein, bevor man in der Lage ist, sie auch tatsächlich nachzuweisen. Daher ist die Aussage, nach einem bestimmten statistischen Verfahren sei eine Beschleunigung der Temperaturzunahme noch nicht signifikant nachweisbar, weil noch nicht genug Daten vorhanden sind, nicht gleichbedeutend damit, dass es keine Beschleunigung gibt. Vielmehr ist sogar zu erwarten, dass weitere Beobachtungsdaten genau diese Feststellung über die Signifikanzschwelle heben. https://www.sciencemediacentre.org/expert-reaction-to-study-… (Beitrag von Allan)
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