Depotbesprechung
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Etwas darf man an der Börse nie vergessen: Der andere weiß meistens auch nicht, was morgen ist.
Mit dem heutigen Stand könnte ich die Warsaw Stock Exchange für 149 € weniger zurückkaufen. Auch Friedrich Vorwerk wäre 246 € günstiger. Bei Piraeus Bank müsste ich dagegen ordentlich draufzahlen: Für meine 1.600 Stück wären heute 910 € mehr fällig. Bei Bank Polska beträgt der Aufpreis 267 €, bei Bayer 353 €.
Ausgerechnet die Banken hätten mir in diesem Jahr attraktive Dividenden von 5,7 % bzw. 8,7 % eingebracht. Die Ausschüttungen erfolgen allerdings erst im Mai bzw. Juni – ich habe also noch etwas Zeit.
Hallo Pokko,
Guten Morgen Malecon,
vielen Dank für den Einblick in dein Depot. Beim Durchsehen ist mir aufgefallen, dass deine Struktur sich deutlich von meiner unterscheidet. In deinen vier Depots habe ich insgesamt 94 Positionen gezählt. Der größte Wert liegt bei rund 13.000 €, der zweitgrößte bereits nur noch bei 5.000 €. Ein Großteil der Positionen ist mit etwa 1.000 € investiert. Die Kupons der Anleihen waren nicht aufgeführt, allerdings die Laufzeiten – einige davon reichen bis 2050.
Ich musste dabei an eine Aussage von Charlie Munger denken, der ein entschiedener Gegner sehr breiter Diversifikation war. Für ihn war sie „Wahnsinn“. Seine Philosophie war: "Konzentration statt Streuung – lieber wenige, exzellente Unternehmen wirklich verstehen und hoch gewichten, statt das Kapital über viele mittelmäßige Werte zu verteilen."
Zum Vergleich: Ich hatte bis März 2026 ein Depot mit 150k und 25 Positionen. Auch ich bin damals mit vielen kleinen Werten gestartet. Heute bestehen 7 meiner Positionen aus Beträgen zwischen 9-31k (insgesamt 116.000 €). Darunter ein Dividenden‑ETF, ein Tech‑ETF und solide Standardtitel aus DAX, MDAX und Dow Jones. Bis auf Vonovia laufen diese Positionen weitgehend von selbst. Das Depot bewegt sich seit längerem etwas besser als der DAX.
Wenn du täglich über alle deine Werte berichtest, kann es für Leser schnell unübersichtlich werden. Zudem sind viele Positionen in deinem Depot so klein, dass sie für andere Anleger kaum als Orientierung dienen würden – vermutlich haben deshalb einige aufgehört, die Berichte regelmäßig zu verfolgen. Auf deine 20 % Rendite kannst du dennoch stolz sein. Aus meiner Sicht wären solche 20 % aber auch mit einem einzelnen Big-Tech wie Microsoft oder Amazon möglich gewesen.
Für meine Tochter bespare ich ebenfalls ein Depot: 8k verteilt auf drei Positionen – 50 % Dividenden‑ETF, 25 % Amazon, 25 % Microsoft. Vor dem Rücksetzer bei Microsoft lag das Depot bei knapp +42 %, aktuell bei +19 %. Der Rückgang kommt fast ausschließlich durch Microsoft. Sorgen mache ich mir trotzdem keine – die KI‑Branche wurde zuletzt stark abgestraft.
Aktuelle Vermögensstände
Hallo Matjung,
vielen Dank für die neuen Denkanstöße – sie bringen mich wirklich weiter und eröffnen mir ganz neue Perspektiven. Das hilft mir sehr!!!
Zitat von Malecon: Hallo Pokko,
ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass Transparenz in der WO-Community nicht geschätzt wird. Ich habe 3 Jahre lang jede Transaktion protokolliert und mit Screenshots belegt, aber den Usern waren Stammtisch-Threads lieber, in denen man statt Performance irgendwelche Flaggen oder Depotstrukturen zeigt -Verarsche pur. Die Bevölkerung ist derzeit dermaßen verblödet, dass sie es lieber kuschelig statt wahrheitsgemäß haben will. Dazu tauchten dann noch Provokateure aus den Stammtisch-Threads bei mir auf um die Transparenz-Strategie schlechtzureden. Irgendwann habe ich meinen Depotthread eingestellt - der Aufwand diesen zu pflegen lohnt sich nicht. Seriöse Strategien sind bei WO mittlerweile sowieso kaum gefragt, man braucht sich nur die Startseite anzuschauen.
Hallo Malecon, ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich vieles hinterfrage. Deshalb habe ich einmal versucht nachzuvollziehen, in welchen Werten du investiert bist, und dafür den Filter genutzt. Du gibst zu sehr vielen Unternehmen Feedback, aber herauszufinden, in welche Werte du selbst investiert bist, ist mir nicht wirklich gelungen. Ich würde gern dazulernen und fände es spannend zu erfahren, in welche Titel du investierst, seit wann du sie hältst und welche Überlegungen dahinterstehen. Teilst du solche Informationen noch (ggf. über Boardmail) oder hältst du das nur noch privat?
>>Dann orientieren wir uns am besten an Lehrbuchweisheiten: Renditeerwartung 12% p.a. -> etwas besser als der Markt, damit es sich auch lohnt aktiv zu sein. Drawdown bzw. Stop Loss 10%. Ein niedriger Drawdown hat Folgen -> man muss öfters handeln, um ihn zu vermeiden. Z.B. schon bei 5% rausgehen, damit es keine 10% werden. Das Timburg Forum kennst du inzwischen. Dort meinte jemand, dass man auch 20% Drawdown aushalten können müsste.<<
Ich kann das für mein Gesamtdepot nicht pauschal sagen, denn für mich hängt vieles von der einzelnen Position und ihrer Gewinnentwicklung ab. Eine Aktie wie Aixtron, die bei mir vor Kurzem noch bei +120 % stand und dann auf +86 % gefallen ist, beunruhigt mich nicht. Mein Ziel war es, in fünf Jahren +100 % zu erreichen. Die Verluste aus den Panikverkäufen 2024 und 2025 habe ich längst wieder aufgeholt, und die Aktie hat es geschafft, sich innerhalb von zweieinhalb Jahren zu verdoppeln. Auch Amazon stand nach drei Jahren schon bei +80 %, liegt aktuell aber nur noch bei +37 % nach vier Jahren. Das ist für mich in Ordnung, weil ich weiß, dass hier noch enormes Aufholpotenzial besteht.
Andere Werte wie Friedrich Vorwerk, bei der ich nach einem Jahr +44 % hatte und die inzwischen wieder auf meinen Einstand gefallen ist, oder Piraeus, die Ende Januar nach einem Jahr bei +25 % stand und dann unter meinen Einstiegskurs rutschte, habe ich verkauft. Mit StoppLoss habe ich noch keine Erfahrung, ich weigere mich, eine Aktie im Gewinn zu verkaufen, weil genau dann das Problem besteht, wohin mit dem Geld und ich müsste zunächst darauf warten bis ein Puffer von mindestens 10% aufgebaut ist, um in einem Crash nicht sofort unter den Einstandskurs zu fallen.
Wichtig ist für mich: Ich habe kein Geld verloren. Gleichzeitig habe ich erkannt, dass selbst eine breite Diversifikation im Bankensektor (insgesamt 30k, 25 % meines Depots, verteilt auf Deutschland, Kasachstan, Portugal und Griechenland) in einem Crash wenig bringt. Am Ende fallen alle Banken gleichzeitig – unabhängig vom Land. Daher werde ich keine weiteren Banken mehr ins Depot nehmen und die aktuellen reduzieren. Hier hat sich ein Klumpenrisiko ergeben.
Deshalb habe ich umgeschichtet: - in einen stabilen Dividenden-ETF (A2JAHJ), der aktuell im Irankrieges sehr stabil ist, inzwischen 11% Performance seit einem Jahr aufweist und eine Dividende von 3,81% ausschüttet. Und dann habe ich in weitere antizyklische Werte wie Orange Telekom, RWE und einen ETF auf Oil & Gas (A0H08M) investiert. In letzterem ich so lange, investiert bis der Konflikt im Iran beendet ist bzw. derÖlpreis zu fallen droht, um dann wieder umzuschichten – statt mit einem Put zu arbeiten.
Heutige Depotentwicklung:
Heute ist das Depot um 2,31 % bzw. 2.800 € gestiegen. Die Gesamtperformance liegt damit nun bei 15,13 % – davon 13,32 % Buchgewinne (nach Abzug der früheren Verluste) und 1,82 % realisierte Gewinne plus Dividenden. Die 2.800 € sind der höchste Tagesgewinn seit Jahresbeginn. Allerdings zeigt sich bei meinem Depot ein wiederkehrendes Muster:
Dann orientieren wir uns am besten an Lehrbuchweisheiten:
Zitat von Pokko:Den Begriff Drawdown kenne ich; ich berücksichtige ihn üblicherweise beim ETF-Vergleich auf extraETF.com. Was mein eigener Drawdown im Depot wäre, ist eine gute Frage. Ich würde für mich sagen, das hängt stark vom Depotvolumen ab. Je größer das Depot wird, desto weniger bin ich bereit, denselben prozentualen Drawdown zu akzeptieren, weil der absolute Verlust dann schlicht zu hoch wäre. Darüber mache ich mir mal Gedanken. Was ist dein maximal Drawdawn?
Zitat von Malecon: Hallo Pokko,
ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass Transparenz in der WO-Community nicht geschätzt wird. Ich habe 3 Jahre lang jede Transaktion protokolliert und mit Screenshots belegt, aber den Usern waren Stammtisch-Threads lieber, in denen man statt Performance irgendwelche Flaggen oder Depotstrukturen zeigt -Verarsche pur. Die Bevölkerung ist derzeit dermaßen verblödet, dass sie es lieber kuschelig statt wahrheitsgemäß haben will. Dazu tauchten dann noch Provokateure aus den Stammtisch-Threads bei mir auf um die Transparenz-Strategie schlechtzureden. Irgendwann habe ich meinen Depotthread eingestellt - der Aufwand diesen zu pflegen lohnt sich nicht. Seriöse Strategien sind bei WO mittlerweile sowieso kaum gefragt, man braucht sich nur die Startseite anzuschauen.
Hallo Malecon,
ich bin da vollkommen auf deiner Seite. Die Erfahrungen, die du beschreibst, habe ich sowohl hier im Forum als auch im Freundes- und Bekanntenkreis gemacht. Ich sehe ja selbst, wer und wie viele auf meine Fragen hier antworten.
Wenn ich mein Wissen über MSCI World, FTSE, ACWI oder Dividenden-ETFs mit Börsenneulingen teile, passiert oft Folgendes: Statt die Grundlagen zu nutzen, springen viele direkt in Bitcoin und Strategy oder investieren in Unternehmen, die insolvent sind, mit der Hoffnung auf Turnaround – wie Bremer Vulkan. Und wenn es schiefgeht, heißt es dann, es sei ja nur „Spielgeld“ gewesen. Mit so einer Herangehensweise könnte man genauso gut Glücksspiel betreiben – was einige von ihnen tatsächlich tun. Ich habe in meinem Leben noch nie ein Los gekauft; ich kenne nicht einmal die Regeln und würde vermutlich zu viele Zahlen ankreuzen 🤣
Ich bin hier, um zu lernen, und ich hinterfrage vieles. Neulich habe ich mir das Depot eines Freundes angesehen. Es hat einen Wert von rund 200.000 €, und ich bin davon ausgegangen, dass er viel Erfahrung hat – schließlich ist er schon lange dabei und das Depotvolumen ist beachtlich. Als ich dann die Positionen gesehen habe, war ich überrascht: Er hält 20 ETFs, davon 13 auf den MSCI World – nur jeweils von unterschiedlichen Anbietern. Dazu kommen 8 Einzelaktien, von denen 4 aus dem Automobilsektor stammen, 3 davon deutsche Hersteller. Von echter Diversifikation oder Investmentstrategie kann man da kaum sprechen.
Zitat von matjung: Beim Berechnen von Performance gehen Meinungen und Ansätze auch auseinander.
Die Entwicklung vom Depotstand aufzuschreiben, find ich persönlich auch gut.Ich selbst berechne auch gerne die Performance seit Depotbeginn als Prozentwert (Indexed Performance).Das Depot fängt bei 100% an und entwickelt sich dann hoffentlich Richtung 110%, 120% -> geht dann auch mal runter auf 115% und wieder hoch auf 125% etc.Hat den Vorteil, dass man keine absoluten Zahlen braucht.Ich denke, das Forum hat auch aufgehört grossartik darüber nachzudenken.Februar 2026 - Depotstand 28.02.2026: 156.736€März 2026 - Depotstand 30.03.2026: 121.228€Für mich sieht das nach einem Rückgang von 35K aus.Ich nehme dann einfach mal die 9,77% als Richtwert -> höher als die durchschnittliche DAX Rendite und niedriger als die durchschnittliche Nasdaq 100 Rendite.Im Englischen gibt es einen Begriff: DradownIch halte das für einen wichtigen Begriff beim Beurteilen und Messen von Risikobereitschaft.Welche Drawdowns würdest du für dich akzeptieren?
Im März wurden einige Positionen verkauft, um kurzfristig rund 32.000 € auf ein Tagesgeldkonto umzuschichten. Der Rückgang des Depotwerts um etwa 35.000 € ist daher sowohl auf diese Mittelentnahme durch Verkäufe als auch auf Kursrückgänge zurückzuführen. Um die tatsächliche Performance zu bestimmen, müsste ich nun sauber trennen, welcher Anteil auf Kursverluste und welcher auf die Herausnahme von Kapital entfällt. Da ich beim Verkauf noch Gewinne realisiert habe, müsste ich diese Gewinne der Depotperformance wieder zurechnen. Die erneute Investition der 32.000 € wäre streng genommen keine Performance, sondern eine Einzahlung.
Während ich darüber nachdenke, wird mir klar, worauf du hinaus wolltest 😉: Wenn ich zusätzlich die realisierten Gewinne und Verluste in meine Tabelle integriere, kann ich tatsächlich die echte Rendite berechnen. Per heute liegt die Rendite aus Buchgewinnen und -verlusten bei 11,87 %. Addiere ich die bisherige Istrendite von 1,82 %, komme ich auf insgesamt 13,69 %. Diese Werte könnte ich sogar täglich erfassen – ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.
Hallo Pokko,
Beim Berechnen von Performance gehen Meinungen und Ansätze auch auseinander.
Hallo matjung,
ich orientiere mich nicht an einer bestimmten Jahres‑Performance. Momentan liegt die Gesamtperformance des Depots bei 9,77%. Den Buchgewinnen von 15,23% stehen Buchverluste von 5,46% gegenüber. Eine jährliche Performance kann ich Dir allerdings nicht nennen, da ich nicht wüsste, wie ich sie sauber berechnen sollte. Ich führe keine detaillierte Aufzeichnung über alle Einzahlungen. Im letzten Jahr wurden Festgelder frei, zusätzlich spare ich monatlich, jedoch in unterschiedlichen Höhen, und bei Umschichtungen fließen Gewinne direkt in neue Positionen. Weiter floß noch ein Kredit von 25k im Dezember ins Depot. Dadurch kann ich eine Jahresrendite nicht bestimmen. Stattdessen notiere ich täglich den Gewinn bzw. Verlust und führe diese Aufstellung seit dem 01.01.2025 fort. So kann ich Dir jederzeit sagen, wie viel das Depot an einem bestimmten Tag, in einer Woche oder in einem Monat an nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten gebracht hat. Parallel dazu dokumentiere ich auch alle realisierten Gewinne und Verluste sowie erhaltene Zinsen und Dividenden:
Hallo Pokko,
- Ich möchte ein Depot, das solide wächst, aber nur begrenzt fällt. "
- Ich mag keine tiefroten Positionen; mir ist ein gleichmäßiges Depot lieber als extreme Ausreißer.
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Der Klassiker: Kleinanleger verkaufen in Tiefs, während man es umgekehrt machen muss.
Gewissermaßen gebe ich dir Recht. Ich tue mich nur schwer damit einzuschätzen, wann man bei hohen Kursen verkaufen sollte. Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass ich zu früh ausgestiegen bin – deshalb lasse ich viele Positionen einfach weiterlaufen, vielleicht bis zu meiner geplanten Rente in 14 Jahren.
Gleichzeitig habe ich aber auch das Gegenteil erlebt: Bei Microsoft bin ich seit 2022 investiert. Im August 2025 lag ich bei +48%, inzwischen stehe ich bei –3%. Da frage ich mich natürlich, ob das Halten sinnvoll war oder ob ein früherer Verkauf und Wiedereinstieg besser gewesen wäre.
Die Aktien, die ich vor Kurzem verkauft habe, sind inzwischen alle rund 10% unter meinen damaligen Einstandskurs gefallen. Da stellt sich mir die Frage, welchen Sinn es macht, solche Positionen weiterzuführen und später lange auszusitzen, wenn man durch einen rechtzeitigen Ausstieg bessere Einstiegsgelegenheiten bekommen hätte, indem man das Geld kurzzeitig aus dem Markt nimmt.
Vor dem Irankrieg lag ich bei 30 % ETFs und 70 % Aktien, was gute Gewinne, aber jetzt auch hohe Verluste brachte – sicher wegen meiner späten und hohen Einstiege. Deshalb strebe ich nun 50/50 an. Aktuell: 56 % Aktien, 40 % ETFs, Rest Anleihen/Optionsscheine.
Mein Dividenden‑ETF liegt bei 25 % und soll auf 30 % steigen (500 € monatlich). Zusätzlich baue ich ETFs in Sparplänen (je 100€) in Halbleiter, Emerging Markets sowie Öl & Gas (300€) auf. Antizyklisch sind zwei Mobilfunkanbieter, eine Beteiligung. Ein Bauunternehmen sowie die Dividenbringer Bank Polska und Piraeus kommen zusätzlich dazu.
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Gewissermaßen gebe ich dir Recht. Ich tue mich nur schwer damit einzuschätzen, wann man bei hohen Kursen verkaufen sollte. Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass ich zu früh ausgestiegen bin – deshalb lasse ich viele Positionen einfach weiterlaufen, vielleicht bis zu meiner geplanten Rente in 14 Jahren.
Gleichzeitig habe ich aber auch das Gegenteil erlebt: Bei Microsoft bin ich seit 2022 investiert. Im August 2025 lag ich bei +48%, inzwischen stehe ich bei –3%. Da frage ich mich natürlich, ob das Halten sinnvoll war oder ob ein früherer Verkauf und Wiedereinstieg besser gewesen wäre.
Die Aktien, die ich vor Kurzem verkauft habe, sind inzwischen alle rund 10% unter meinen damaligen Einstandskurs gefallen. Da stellt sich mir die Frage, welchen Sinn es macht, solche Positionen weiterzuführen und später lange auszusitzen, wenn man durch einen rechtzeitigen Ausstieg bessere Einstiegsgelegenheiten bekommen hätte, indem man das Geld kurzzeitig aus dem Markt nimmt.
@matjung: Strategie? Ich möchte ein Depot, das solide wächst, aber nur begrenzt fällt. Bei den Bankaktien hatte ich 10–20 % Gewinn und Dividenden von 4-8%, daher dachte ich, dass sie im Rückgang nicht unter meinen Einstand fallen würden – was sich jetzt als falsch herausgestellt hat.
Mein Ziel ist ein breiterer diversifizierterer Aufbau, indem antizyklische Werte neu aufgenommen werden (z.B. Telekom) - Werte mit geringeren Verlusten im Crash, solide Dividendenzahler und Wachstumstitel aus verschiedenen Branchen. Ich mag keine tiefroten Positionen; mir ist ein gleichmäßiges Depot lieber als extreme Ausreißer.
Vor dem Irankrieg lag ich bei 30 % ETFs und 70 % Aktien, was gute Gewinne, aber jetzt auch hohe Verluste brachte – sicher wegen meiner späten und hohen Einstiege. Deshalb strebe ich nun 50/50 an. Aktuell: 56 % Aktien, 40 % ETFs, Rest Anleihen/Optionsscheine.
Mein Dividenden‑ETF liegt bei 25 % und soll auf 30 % steigen (500 € monatlich). Zusätzlich baue ich ETFs in Sparplänen (je 100€) in Halbleiter, Emerging Markets sowie Öl & Gas (300€) auf. Antizyklisch sind zwei Mobilfunkanbieter, eine Beteiligung. Ein Bauunternehmen sowie die Dividenbringer Bank Polska und Piraeus kommen zusätzlich dazu.
Dividenden können eine komische Angelegenheit sein.
