Centrotec - Fundamentaldaten (Seite 440)


ISIN: DE0005407506 | WKN: 540750
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.673.879 von katjuscha-research am 14.05.20 09:33:24... ich geh mal davon aus Du zielst mit Deinem 1. Satz auf die Centrotec-Leitung und deren Performance bei den Finanzanlagen ... :-); diese haben wir ja zT schon seit fast 2 Jahren als 'da sollten sie sich aber endlich mal 'was Vernünftiges überlegen' kritisiert.

Zum Ausblick von Centrotec und da speziell der Blick auf den Immobilienmarkt: ... da hab ich interessiert und aufmerksam gelesen, weil ich investiert bin in Helma und CR Capital (beide Haus- bzw. Wohnungsbauer für Private):
Centrotec sieht den Immobilienmarkt skeptisch und zwar besonders für den Bereich Neubau beim Gewerbe-Bau und beim öffentlichen Bau (wg zu erwartender Haushaltsbelastungen bei Gemeinden, Städten, usw.)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.674.875 von Versucher1 am 14.05.20 10:26:03Jep, Helma bin ich (trotz attraktiver Bewertung) auch rausgegangen aus dem Grund. Kurs zeigt die Skepsis. Auf der anderen Seite hat Hypoport im Immobereich sehr starke Zahlen geliefert. Denke mit Q2-Zahlen sind wir schlauber ob und wie stark Immo unter Corona leidet - oder eben nicht und die aktuellen Bewertungen tatsächlich Schnäppchen waren...wie man regelmäßig sein EPS an der Börse verzocken kann ist ne andere Frage...!
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Die operativen Zahlen sind durchweg hervorragend und liegen über meinen Erwartungen. Es zeigt sich, dass die Rohertragsmarge (wie bei Sto) steigt und vor allem Topline hohes Wachstum erzielt wurde. Natürlich gibt es im gewerblichen Sektor zunehmend konjunkturelle Probleme aber das könnte man m.E. durch die Effekte des Klimapaketes großteils auffangen, sodass mir ein EBIT zwischen 30 und 35 Mio. nach dieser Vorlage weiterhin als möglich erscheint.

Was allerdings in der Tat frustrierend ist, ist die Tatsache, dass der Vorstand die hervorragende operative Entwicklung wieder mal durch sein Gezocke kaputt gemacht hat. Im letzten CC, der ja nach dem Crash stattgefunden hatte, hatte Dr. Kneip verkündet, dass die Auswirkungen des Crashs begrenzt sein werden, da man nur nur eine sehr geringe Aktienquote halten würde. Insofern ist es mit jetzt -5,8 Mio. annähernd bei den 5,5 Mio. geblieben (siehe Beitrag 31.03.20 09:35:13 Beitrag Nr. 4.374). Aber man hat auch keine Erholung gesehen und diese 5,8 Mio. werden jetzt das gesamte Jahr über das EPS belasten. Das ist einfach ärgerlich, zumal man auf der anderen Seite weiterhin hohe Zinsen für die Schuldverschreibung zahlt. Zudem findet überhaupt keine Berichterstattung hierüber statt. Das muss man m.E. aber bei der Bedeutung im Ergebnis. Offenbar schämt man sich.

Somit verbleibt die Bewertung bei einem KGV von 11 und einem aktuellen EV/EBIT 8,5.
Ohne die Zockerei lägen wir bei KGV 8,4 und EV/EBIT 8,4. Ohne die Schuldverschreibung wäre die Bewertung noch ein Stück weit günstiger.

Der Kurs ist 7% runter. Vermutlich dominiert der Frust über das Management bezüglich des Finanzergebnisses (obwohl ja keine Überraschung) das hervorragende Ergebnis und die Effekte aus dem Klimapaket und der Rohertragsmarge vs. die kommende gewerbliche Abkühlung im gewerblichen Bereich.
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P.S.
Es kann natürlich auch sein, dass die Liquidation des Aktienvermögens eben gerade nicht bekannt war und eine Erholung mit dem Gesamtmarkt angenommen wurde. Die Zahlen und der Ausblick geben den Kursrückgang jedenfalls nicht her. :confused:
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.677.536 von unicum am 14.05.20 12:54:38@unicum .... Du schreibst:
Aber man hat auch keine Erholung gesehen und diese 5,8 Mio. werden jetzt das gesamte Jahr über das EPS belasten.

Ich gehe zZ schon davon aus, daß im April/Mai ein gewisser Rebound auch bei den Finanzanlagen/ Aktien die Centrotec hält stattgefunden hat. Oder ist Dir dazu anderes bekannt ?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.678.721 von Versucher1 am 14.05.20 13:57:32Hallo Versucher1,

ich gehe davon nicht aus. Woher soll der kommen, wenn nur 5% des im Fondsvermögen investierten Kapitals noch in Aktien ist? Ok. Gold läuft gut aber das sind auch nur 10%. So verstehe ich auch die Aussagen aus dem CC.

Es ist schon merkwürdig: Centrotec hat das beste jemals erwirtschaftete EBIT in einem Q1 erzielt. Mehr noch: im CC meinte Dr. Kneip, dass Q2 bisher "leicht besser" als in den Durchschnitts-Q2 der Vorjahre verläuft! D.h. Klimapaket kann den ganzen harten Shutdown, der im April und Mai (und zuvor März), die Wirtschaft belastete, ausgleichen! Die erwartete Belastung jetzt ins 2.HJ verschoben, nicht weil man was im eigenen Konzern sieht, sondern weil man sich auf die Real-Estate-Zahlen des Einkaufsmanagerindex bezieht. Die Guidance wird weiter aufrecht gehalten. China kommt zurück und das neue Werk dort geht demnächst an den Start. Da ist die Kurreaktion schon etwas frustrierend.
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Übrigens könnte noch ein weiterer, bisher allgemein weitestgehend unberücksichtigter Faktor das Finanzergebnis beeinflusst haben:

Lt. IFRS müssen die liquiden Mittel unter Berücksichtigung der Bonität Schuldner (hier also die Banken der Centrotec) bewertet werden. Kurz vor Ende des Q1.20 gab es starke Rating-Abstufungen der großen deutschen Banken, aufgrund er Corona-Krise. Deshalb müsste lt. IFRS ein Risikoabschlag, selbst auf Bankguthaben, vorgenommen werden.

Nun weiß ja keiner, worin Centrotec ihre 110 Mio. Euro überhaupt genau anlegt. Unter "Zahlungsmitteläquivalente" dürfen auch andere Anlageformen als Bargeld und Bankguthaben subsumiert werden. Ggf. hat das den oben beschriebenen Effekt sogar noch verstärkt. Leider ist das alles bei Centrotec ein Buch mit sieben Siegeln. Null Berichterstattung! Selbst die Aktien werden ja offiziell als Equity-Bestandteile bezeichnet. Sind das also wirklich klassische Aktien?

Insofern könnte dann schon in den folgenden Quartalen ein Aufwertungspotential bestehen, allein aus der Umschichtung der Mittel. Aber, wie geschrieben, darüber kann man nur spekulieren, da Centrotec das verheimlicht und ich vermute auch, selbst gar nicht weiß, weil sie das auslagern oder schlicht und einfach keine Ahnung haben.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.680.467 von unicum am 14.05.20 15:38:26@unicum:
... wenn von den gesamten ca. 110 Mio Finanzanlagen tatsächlich nur 5% in Aktien gehalten wurden oder werden, wie sollen dann 5,8 Mio miese gemacht worden sein ... da hätte man quasi 100% davon verloren zum 31.3.2020. Unwahrscheinlich denke ich.
Woher hast Du die Angabe von nur 5% in Aktien?
Mal 'ne Milchmädchen-Rechnung:
Angenommen sie haben zum 31.3.2020 analog DAX einen Verlust von ca. 25% erzielt in ihren im Risiko stehenden Finanz-(Aktien-)Anlagen und das wären 5,8 Mio EUR, dann hätten sie zuvor ca. 23,2 Mio EUR in Aktien gehalten.
Als Rebound wäre Stand heute analog DAX allerdings gerade mal so ca. 0,8 Mio zu schätzen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.681.271 von Versucher1 am 14.05.20 16:18:16Naja, das sagte halt Dr. Kneip in dem heutigen CC (und dem vorangegangenem). Du hast ja mit Deiner Milchmädchenrechung völlig recht. Es gibt deshalb nur zwei Möglichkeiten:

1.) Centrotec hatte vor dem Börsencrash eine weitaus höhere Aktienquote und sie erst unmittelbar vor dem vorletzten CC entsprechend reduziert.
2.) Meine Vermutung stimmt, dass noch formale IFRS-Abwertungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Sonstigen finanziellen Vermögenswerten vorgenommen werden mussten, die nichts mit deren Marktwerten oder Nominalwerten zu tun haben.

Nur: Centrotec verheimlicht leider das Kapitalmarktgeschäft vollständig. Eigentlich müsste hierfür ein eigenes Berichtssegment geschaffen werden.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 63.681.592 von unicum am 14.05.20 16:36:53Ich würde vermuten, dass das negative Finanzergebnis auch mit dem Einzug der eigenen Aktien zusammenhängt. Per 31.12.2019 waren Aktien im Wert von 20,5 Mio im Bestand zu einem Kaufkurs von 12,60 €. Zum 31.03. war dieser Bestand auf null. Da der Kurs in den Wochen vor dem 31.03.2020 unter 12,60 € lag, könnte ich mir vorstellen, dass diese negative Differenz sich im Finanzergebnis niederschlägt.
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