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Armut: Verkäuferin muß in Polen einkaufen - 500 Beiträge pro Seite



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"Wir können nicht mehr"
Schon jetzt reicht vielen Verkäufern ihr Geld kaum aus. Streik gegen Kürzung


Berlin - Schrille Pfiffe am Spittelmarkt. Verkäuferinnen, Lagerarbeiter und Kassiererinnen in Streikwesten machten damit Druck auf die Arbeitgeber. Ihre Losung: "Tarifverträge so löchrig wie ein Käse – das machen wir nicht mit!"

Etwa 150 Mitarbeiter von fünf Real-Märkten (Treptow, Borsigturm, Gesundbrunnen, Schwedt, Teltow) und vier Extra-Filialen hatten am Morgen ihre Arbeit niedergelegt. "Wir hatten zwar mit mehr Teilnehmern gerechnet", sagte Günther Waschkuhn von der Gewerkschaft ver.di. Aber trotzdem war bei Real Borsigturm die Warenannahme lahm gelegt, in einer Extra-Filiale hatte sich die Spätschicht komplett dem Streik angeschlossen.

"Weil ich den Dumping-Wettbewerb des Einzelhandels auf unserem Rücken nicht hinnehmen kann", sagte eine Real-Verkäuferin. Bei Abzug aller laufenden Kosten – wie Miete, Strom, Versicherungen – blieben der 37-Jährigen schon jetzt nur etwa 300 Euro im Monat zum Leben. "Und jetzt will man auch noch ans Weihnachts- und Urlaubsgeld ran." Diese Sonderzahlungen gehen bei Jörg Heinig (47, drei Kinder) ohnehin schon für die ganz normale Haushaltsplanung drauf.

Die Urlaubsreise nach Polen für sich und ihre Tochter (8) konnte sich Jacqueline Braun (39) nur leisten, weil sie auch alle acht Wochen zum Großeinkauf ins Nachbarland fährt. "Für die selben Waren müsste ich bei uns das Doppelte bezahlen."

Bei "wirtschaftlichen Schwierigkeiten" das Tarifgehalt bis zu zehn Prozent senken – auch das wollen die Arbeitgeber. Waschkuhn: "Das ist nicht einmal eine Null-, sondern eine Minus-Runde." Bei der müssten sich die Mitarbeiter "am Ende des Geldes fragen, wie viel Monat noch übrig ist". Noch hofft ver.di, dass die "Arbeitgeber zurück auf den Teppich kommen", sagte Wasch-kuhn unter dem Beifall der Streikenden. "Wenn nicht, legen wir noch ‘ne Schippe drauf."

Berliner Kurier 27.09.2005
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/95443.html
[posting]18.055.310 von kohelet am 28.09.05 08:52:36[/posting]Im Kontrast:

„Berlin ist nicht arm, sondern zu faul“ Sarrazin ü. Öffentlichen Dienst
Thread: „Berlin ist nicht arm, sondern zu faul“ Sarrazin ü. Öffentlichen Dienst
Die Stütze beträgt 345 Euro plus Wohnung bezahlt. Warum also arbeiten?
Aber immer schön die Sozis wählen, oder noch weiter links. Die knöpfen den Leistenden noch mehr ab.
Übrigens in Hannover haben wir jetzt einen muslimischen Frauenbadetag. Da kommen dann keine Männer mehr ins Schwimmbad.
:cry:
Immer wieder schön zu sehen, wie sich die Menschen in Zeiten "größter Not":rolleyes: zu helfen wissen.:)
Man kauft dann eben in Polen zum halben Preis ein und tanken kann man dort auch gleich billig.;)
Jetzt müssten die ausgebeuteten dt. Verkäufer - die ja offensichtlich auch gerne streng nach kapitalistischem Vorbild die billigsten Anbieter wählen - nur noch kurz nachdenken, ob sie mit ihrem Kaufverhalten die Situation für ihre Kollegen nicht noch weiter verschlechtern.:look:
Das ist doch alles krank!
Wo soll das hinführen, wenn Leute die wirklich Leistung bringen bestraft werden & andere sich zu Hause nen vegnüglichen Tag vorm TV machen können, weil die GEZ-Gebühren auch das Soziamt zahlt - Begründung: die öffentlich Rechtlichen als Grundlage politischer Bildung. :mad::mad::mad::mad::mad:
[posting]18.055.310 von kohelet am 28.09.05 08:52:36[/posting]Es heißt hier, dass die Verkäufer in Polen einkaufen muss, weil ihr Geld nicht mehr reicht.

Hat sich mal jemand gedanken gemacht, warum sie in Polen einkaufen kann ?

Das gleiche Problem, was sie hat, hat auch die deutsche Wirtschaft.

Es ist gut, dass der VW Geländewagen in Wolfsburg gebaut wird. Aber selbst in Portugal (altes EU-Land) wärre die Herstellung um 1.000 € billiger. VW muss das Ding in die ganze Welt verkaufen. Da sind 1.000 € ein wichtiger Wettberwerbsgrund, ob der Wagen nun gekauft wird, oder nicht.

Wenn eine Verkäuferin im Ausland einkaufen muss, bekommen alle das heulen. Ach die arme Frau. Wenn die Wirtschaft aber im Ausland einkaufen muss, weil es im Inland zu teuer ist, wird geschimpft, von wegen Untatriotismus.

Wir haben in Sachen Stundenlöhne immer noch eine Spitzenposition in der Welt. Unsere Arbeitsplätze sind teuerer, als die Arbeitsplätze in anderen alten EU Ländern. Von den neuen wollen wir ja gar nicht reden.

Wenn ein Arbeitsplatz in der Autoindustrie, selbst in einem Land wie Schweden pro Stunde runde 30 % billiger ist, als bei uns, dann kann man doch höchstens der Wirtschaft uns soweit die Schuld geben ,dass sie damals, als es um die 35 Stundenwoche zum vollem Lohnausgleich, und teilweise ja sogar die 30 Stundenwoche, eingeknickt ist.

Hier wird behauptet, dass man in Deutschland sowas wie modernes Sklaventum einrichten will. Als ob in Schweden, Österreich, Schweiz, GB, Niederlande,Finnland usw. usw. Skalventum herrscht.

Ihr wollt weniger Arbeiten, als die anderen; mehr Geld verdienen, als die anderen; mehr Freizeit als die anderen; mehr Sicherheit als die anderen.

Und dann wundert ihr euch, dass das nicht finanzierbar ist.

Und fangt nicht wieder auf die Gewinne der DB an zu sprechen. Die DB Bank, wie auch alle anderen deutschen Banken verdienen weniger, als die internationale Konkurenz. Das ist auf lange sicht gesehen tötlich, wenn die DB weiterhin selstständig sein soll.
[posting]18.055.700 von 23552 am 28.09.05 09:10:12[/posting]Im erfolgreicheren England beträgt die durchschn. Wochenarbeitszeit 60h, Arbeitslosenzahl trotzdem unter 5%.:eek:
Das hat die gute Maggie durchgesetzt, dazu musste sie jedoch erst die Gewerkschaften entmachten, danach gings mit England dramatisch bergauf.;)
Es gibt in Berlin genügend spottbillige Wohnungen (z.B. Marzahn).

Wenn diese den Verkäuferinnen nicht fein genug sind dann stimmt wohl etwas mit deren Anspruchshaltung nicht.
[posting]18.055.865 von Effektentiger am 28.09.05 09:16:57[/posting]Das ist eine glatte Lüge. :mad:

Die Spitze im Schuften: Arbeiten in Großbritannien
48 Stunden Arbeit in der Woche ist laut Europäischer Union die absolute Obergrenze. In Großbritannien aber arbeiten vier Millionen Menschen mehr als 48 Stunden die Woche, dank verschiedener Ausnahmeregelungen. Im Durchschnitt arbeiten die Briten 42 Stunden in der Woche und führen damit die Arbeitszeitstatistik in Europa an. Gleichzeitig rangieren sie, was ihre Produktivität anbetrifft, auf den hintersten Plätzen


Quelle: http://www.radiobremen.de/magazin/gesellschaft/arbeitswelt/a…
Von mir aus arbeiten die 60Std, zählen tut nur wie Produktiv sind die?

Ein Beispiel
Ich schicke zwei in den Wald Bäume abzuholzen einen 60Std
den anderen 40Std ,es ist lang nicht gesagt das der mit 60Std mehr Holz macht!
In unseren Firmen ,"wurde auch schon oft belegt wird deutlich Produktiver gearbeitet als in anderen Ländern!

Kastor
[posting]18.055.700 von 23552 am 28.09.05 09:10:12[/posting]"Wir haben in Sachen Stundenlöhne immer noch eine Spitzenposition in der Welt. Unsere Arbeitsplätze sind teuerer, als die Arbeitsplätze in anderen alten EU Ländern. Von den neuen wollen wir ja gar nicht reden."

Das war mal so, keine Frage, aber das ist längst nicht mehr der Fall.
Wenn man uralte Aussagen immer wieder wiederholt, werden sie dadurch nicht richtiger. Die Realeinkommen gehen in Deutschland seit zehn Jahren zurück, im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern.
Wo kein Geld ist, kann auch keins ausgegeben werden.

Auf dem falschen Trip
In Deutschland gibt es derzeit fast alle Zutaten, die man für hohes Wachstum braucht - nur eine einzige extrem gewichtige fehlt: eine kräftig steigende Binnennachfrage
Die Bundestagswahl enthält immerhin eine Botschaft: Deutschland kann nicht einfach so weitermachen wie in den letzten 25 Jahren. Wer nun eine große Koalition bilden will, muss die Parteiprogramme von SPD und Union in den Papierkorb werfen. Die krampfhaften Versuche, Schnittmengen aus den gescheiterten Programmen zu bilden und dies zur Basis einer Regierung zu machen, sind absurd.

Da die Arbeitslosigkeit im Zentrum des Interesses der Wähler stand und steht, muss eine radikal neue Programmatik hier ansetzen. Aus der erfolglosen Politik von Rot-Grün und dem abgelehnten Programm von Schwarz-Gelb lassen sich ohne weiteres einige Grundpfeiler der neuen Regierungsarbeit ableiten.

Erstens, die große Herausforderung der Globalisierung sollte aus allen Programmen verschwinden. Ein Land wie Deutschland, das weit mehr Güter exportiert, als es importiert, ist nicht vom globalen Markt bedroht. Im Gegenteil, Deutschland bedroht mit seinen exorbitanten Exporterfolgen die Stabilität des Welthandels und der Europäischen Währungsunion. Es ist das Land mit dem zweithöchsten Leistungsbilanzüberschuss auf der Welt - mit 100 Milliarden Dollar deutlich höher als der chinesische und nur übertroffen vom japanischen.

Zweitens, Steuerpolitik ist eine Daueraufgabe jeder Regierung, aber es gibt keinerlei Notwendigkeit, den vielen "Jahrhundertreformen" der letzten zwei Jahrzehnte in der nächsten Legislaturperiode eine weitere folgen zu lassen. Niemand braucht eine Bierdeckel-Steuer. Es ist in der modernen, hochkomplexen Gesellschaft nicht der Steuertarif, der das Abgabensystem kompliziert macht, sondern es ist die Frage, was denn das wirklich verdiente Einkommen eines Menschen ist. Welche Kosten darf er geltend machen, bevor sein Gewinn ermittelt wird, welche Einkommen werden überhaupt zur Besteuerung herangezogen, wo und wie werden Einkommen besteuert, deren Herkunft in verschiedenen Ländern oder verschiedenen Zeitphasen zu suchen ist? Das heißt, die zentralen Fragen des Steuerrechts haben mit dem Steuertarif als solchem und mit dem Bierdeckel überhaupt nichts zu tun.

Drittens, die Alterung muss zwar den Rang erhalten, den sie verdient, aber nicht mehr. Wann immer man die große Bedrohung heraufziehen sieht, es kann keinen Zweifel daran geben, dass die Folgen der Alterung nur mit mehr Wachstum und einem Abbau der Arbeitslosigkeit abzumildern sind. Individuelle Lebensarbeitszeitverlängerung, bessere Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt oder Zuwanderung von jungen Menschen - alles funktioniert nur, wenn Deutschland das Problem der Arbeitslosigkeit, anders als in den vergangenen drei Jahrzehnten, in den Griff bekommt. Finanzierungstricks wie die Kapitaldeckung der Rente können an den grundlegenden Zusammenhängen nichts ändern und dürfen getrost ignoriert werden.

Viertens, die Arbeitslosigkeit lässt sich nur mit mehr Wachstum reduzieren. Alles andere sind schöne grüne Träume, gehören aber nicht in ein Regierungsprogramm. Kein Land der Welt hat es jemals geschafft, nach einer Wachstumskrise mehr und bessere Jobs ohne neues Wachstum zu schaffen. Natürlich muss dieses Wachstum ökologisch abgesichert sein. Es spricht aber alles dafür, dass man bei einer guten wirtschaftlichen Entwicklung mehr Umweltschutz durchsetzen kann als bei einer schlechten.

Fünftens, hohes Wachstum gibt es nur mit hoher Produktivität, also mit hohen Investitionen. Die im linken Lager häufig anzutreffende Angst vor der Arbeitsplätze vernichtenden Produktivität ist genauso dumm wie die Angst vor dem Wachstum als solchem. Nur mit höherer Produktivität können die Menschen ihre Lebensbedingungen verbessern, quantitativ wie qualitativ. Steigende Produktivität vernichtet keine Arbeitsplätze, sondern schafft das Potenzial für steigende Einkommen, die neue Jobs entstehen lassen.

Sechstens, Wachstum ist nicht mit Klein-Klein, Bürokratieabbau oder Deregulierung der Arbeitsmärkte zu erreichen. In Deutschland gibt es derzeit fast alle Zutaten, die man für hohes Wachstum braucht - nur eine einzige extrem gewichtige fehlt: eine kräftig steigende Binnennachfrage. Die Gewinne der deutschen Exportunternehmen sind im vergangenen Jahr explodiert, weil die Erlöse aus dem ebenfalls explodierenden Exportüberschuss fast vollständig zu ihren Gunsten gingen. Die Investitionsreaktion ist dennoch nur schwach, weil der private Verbrauch nicht angesprungen ist. Das zeigt einerseits, dass Steuersenkungen für Unternehmen vollkommen fehl am Platz sind - zumal, wenn sie aus Subventionsabbau oder Steuererhöhungen an anderer Stelle gegenfinanziert sind. Das zeigt andererseits, dass staatliche Konjunkturprogramme derzeit nichts bewirken können, weil der Exportschub schon ein gigantisches Konjunkturprogramm war - das verpuffte.

Siebtens, es gibt derzeit nur ein einziges Mittel, die Binnenkonjunktur zu beleben. Das ist die Rückkehr zu einer Lohnpolitik, die in Deutschland über 45 Jahre selbstverständlich war, die aber Mitte der 90er-Jahre auf Druck der Politik im Zuge des Globalisierungswahns aufgegeben wurde. Deutschland muss nun, wiederum mit Hilfe der Politik, zurück zu einem System der Lohnfindung, in dem die volle Beteiligung der Arbeitnehmer an den Zuwächsen der Produktivität eine Selbstverständlichkeit ist. Der Lohnverzicht der vergangenen zehn Jahre hat zwar den übermäßigen Exporterfolg begründet, hat aber die wichtigere Binnenkonjunktur zum Erliegen gebracht.

Die deutschen Politiker müssen begreifen, dass die Prognose des typisch deutschen Sachverständigen, dass nämlich der Lohnverzicht wegen seiner positiven Auswirkung auf die Beschäftigung gar keine Auswirkung auf die Binnennachfrage haben könne, schlicht falsch war. Die Masseneinkommen, die alle Einkommen der Nichtselbstständigen und die Beschäftigung enthalten, stellen mit einer Billion Euro im Jahr die mit Abstand wichtigste gesamtwirtschaftliche Größe dar. Genau sie sind etwa im ersten Halbjahr 2005 nominal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das hat es in Deutschland und in anderen Ländern (außer Japan) vorher 50 Jahre lang nicht gegeben. Die Reallöhne sind weit hinter dem Produktivitätszuwachs zurückgeblieben, die Beschäftigung hat aber nicht reagiert. An dieser Stelle kann die CDU getrost Ludwig Erhard wiederbeleben. Ohne massive Lohnzuwächse hätte es das deutsche Wirtschaftswunder nicht gegeben.

Deutschland braucht also eine Rückkehr zur Wirtschaftspolitik. Nicht Klein-Klein und das Nachbeten von "Reformlisten" der Lobbyisten ist angesagt, sondern ein neuer Ansatz nach sechzehn erfolglosen Jahren in Schwarz-Gelb und sieben kläglichen Jahren in Rot-Grün. Käme es dazu auch nur in Ansätzen, wäre das Wahlergebnis das Beste gewesen, was Deutschland passieren konnte. HEINER FLASSBECK

taz Nr. 7780 vom 28.9.2005, Seite 11, 241 Zeilen (Kommentar), HEINER FLASSBECK
"Ihr wollt weniger Arbeiten, als die anderen; mehr Geld verdienen, als die anderen; mehr Freizeit als die anderen; mehr Sicherheit als die anderen."

Das ist nicht ganz richtig. Sie "wollen" es nicht nur, sie glauben ein Anrecht darauf zu haben.
Alles Nonsens und Polemik hier. Das einzige was zählt sind vergleichbare Lohnstpückkosten.
Wer meint wir Arbeiten zu wenig und haben viel freizeit den nehm ich gerne mal
ein halbes Jahr mit in unsere Firma!

Es schreiben hier mal wieder nur ewig Studenten!:mad:

Kastor
[posting]18.055.565 von nett am 28.09.05 09:05:13[/posting]Übrigens in Hannover haben wir jetzt einen muslimischen Frauenbadetag. Da kommen dann keine Männer mehr ins Schwimmbad.

Verstößt das nicht gegen das europäische Antidiskriminierungsgesetz, was rot/grün ja sogar noch verschärfen wird.

Oder wird bei MultiKulti-Kultur eine Ausnahme gemacht ??

Diskriminierung wird erlaubt, solange es eben der MultiKulti förderlich ist.
#8, Aus dem Traktat von Hahne, "Schluß mit Lustig", ein Dienstleistungsvergleich. In Amerika betritt eine Kunde ein Geschäft, der Verkäufer(in) erscheint und denkt, "Achtung meine Arbeitgeber" kommt, von dessen Einkäufen lebe ich, also gib dir Mühe. In Deutschland betritt ein Käufer ein Geschäft, der Verkäufer(in) denkt "Achtung Arbeit" kommt und ist Ruck-zuck verschwunden. :laugh::laugh::laugh:
Also ich fahre mit meinen Kolleginnen immer nach Polen ins Schwimmbad !!
[posting]18.055.565 von nett am 28.09.05 09:05:13[/posting]Du sollst nicht schwimmen, sondern arbeiten:D
@Brama

Ich hab diese Erfahrung noch nicht gemacht!
Mich nervt eher wenn man ein Geschäft betritt und der Verkäufer/in gleich kommt und fragt kann ich ihnen helfen!

Ich frag dann schon wenn ich ihn brauche!

Kastor
[posting]18.056.672 von Viva2 am 28.09.05 10:07:47[/posting]Gerade die Lohnpolitik der 40 Jahre vor der Wiedervereinigung,inkl. der Verringerung der Wochenstunden, hat doch das Problem aufgeschaukelt. Das Problem war sogar schon vor 1990 bekannt. Es war damals, dank dem Antifaschischtischem Schutzwall, der uns vor dem Osten schützte, noch relativ überschaubar und beherrschbar.

Nun sind aber die Dämme gebrochen. Und wir müssen damit leben.

Diese Mär vom Exportweltmeister kann ich nicht mehr hören.

Vor 30 Jahren haben wir fasst alles exportiert. Inzwischen sind es fasst nur noch Autos und Maschinen. Das der Maschinenexport boomt,liegt daran, dass die Industrieproduktion in anderen Ländern (hauptsächlich China) bis zum erbrechen boomt, und die unsere Maschinen brauchen. Chinas Maschinenproduktion wächst aber selbst viel schneller, als unsere. Bald werden sie soweit sein, dass nicht nur den eigenen Markt abdecken können (womit ein Exporteinbruch deutscher Maschinen zu erwarten wäre), sondern das China auch exportieren kann. Dann wird es mit unserem Exportschlager im Ausland, wie im Inland ganz schön dunkel werden.

China hat z.B deutsche Maschinen für die eigene Autoproduktion importiert. Auch aus Deutschland.

VW kann auf dem Weltmarkt nur noch preislich mithalten, weil, z.B 40 % des Golfs schon im Ausland gebaut wird. Das der Geländewagen jetzt in Wolfsburg gebaut wird, und auch von da exportiert wird, ist nur zustande gekommen, weil man Einschränkungen auf der Kostenseite erreicht hat. Ansonsten wäre das Ding von Portugal in die ganze Welt gegangen.

Die Chinesen haben auf der diesjährigen IAA zum ersten mal sich richtig vorgestellt. Mit einem Geländewagen. Die Technik ist ein wenig veraltet, aber das Ding ist in Deutschland ein Renner. Der Preis macht es. Wartet noch 5 Jahre ab, dann exportiert China mehr Autos nach Deutchland, als Deutschland nach China.

Wir können dann aber immerhin stolz darauf sein, dass diese Autos mit deutschen Maschinen gebaut werden. :laugh::laugh::laugh:

Nur ein Blinder übersieht, das unser Exporterfolge auf tönenden Füßen stehen.
[posting]18.057.597 von 23552 am 28.09.05 11:20:55[/posting]ja, schonungslose und richtige Analyse.

Was schlägst du als Therapie vor?

Lohnsenkung bis unters Existenzminimum bei gleichzeitiger staatlicher Hundefutter-Umverteilung?
Wenn die knallharte Realität aufgezeigt wird, gehen hier regelmäßig die "board-Sozen" auf die Barrikaden.:cool:
Kein Wunder, sehen sie doch ihre "Sozialtransfer-Felle" davonschwimmen, denn der eine oder andere von ihnen wäre intellektuell schon fähig, die Zusammenhänge zu begreifen.;) Nur - wollen sie das auch?:confused:
[posting]18.057.706 von webmaxx am 28.09.05 11:29:10[/posting]Ist doch wirklich nicht so schwer, Lohnsenkung dann, wenn andere Möglichkeiten die Arbeit hier zu behalten nicht möglich sind. Ansonsten viel mehr arbeiten, bei gleichem Lohn.:rolleyes:
[posting]18.057.772 von Effektentiger am 28.09.05 11:33:44[/posting]Das sehe ich wirklich anders!

Die Binnennachfrage ist der größte stabilisiernde Wirtschaftsfaktor im Land (1 Billion Euro laut taz),
der Mittelstand der größte Arbeitsplatz-Garant

Also: Zwangsanleihe auf Konzerngewinne, Steuererhöhungen (wer hier Umsatz macht, also verdient, soll auch hier zahlen -egal wo er produziert) später Zinsverbot, Geld mit Verfalldatum etc.

Nur so lösen wir uns aus dieser Irrsinns-"Wachstums"-Logik, die unhaltbar ist.
[posting]18.057.861 von geizi am 28.09.05 11:42:29[/posting]naja, wenn effektentiger rechtzeitig Rüstungsaktien kauft, ist er doch auf der sicheren Seite, oder?:D (Satire)
[posting]18.057.772 von Effektentiger am 28.09.05 11:33:44[/posting]Du bist also der Ansicht, die Binnennachfrage ist völlig unwichtig, Hauptsache der Export steigt?

Nun üben die Beschäftigten Lohnverzicht seit fast zehn Jahren und es ist absolut nichts dabei herausgekommen. Wieviel Verzicht darf es denn noch sein? Bis auf 80 Stundenwoche mit 0 Euro Stundenlohn, oder Geld mitbringen als Benutzungsgebühr für den Arbeitsplatz? Wo ist denn Deiner Meinung nach mal Schluß mit Streichen und Kürzen für die Arbeitnehmer?
Und wie willst Du diejenigen auf Dauer ruhig halten, die "viel mehr arbeiten, bei gleichem Lohn" müssen und die anderen, die sich das von außen ansehen müssen, weil sie keinen Job kriegen?
"Nun üben die Beschäftigten Lohnverzicht seit fast zehn Jahren und es ist absolut nichts dabei herausgekommen."

Entschuldige, aber das ist doch kompletter Nonsens. Natürlich ist was bei rausgekommen. Ohne die Einsicht vieler Arbeitnehmer (und deren Vertreter) gäbe es heute wohl nicht 5 Millionen sondern sehr viel mehr Arbeitslose!
[posting]18.057.993 von Viva2 am 28.09.05 11:51:53[/posting]Es ist erst da Schluss, wo die restliche Welt "Schluss sein zulässt", wir können uns dem Rest der Welt nur anpassen, oder wir gehen unter.:rolleyes:
Dein Argument, dass mehr arbeiten Arbeitsplätze vernichtet, ist eine uralte und widerlegte Lüge, denn die Engländer arbeiten ca. 60h/week und sind in der Quote unter 5%. Arbeit ist ja kein endliches Gut, sondern fast beliebig vorhanden, man muss sie nur "schöpfen".;)
[posting]18.058.166 von hase100 am 28.09.05 12:03:12[/posting]Richtig, ganz akt. Beispiel VW! ;)
warum lügst du hier so rum effektentiger ?

die engländer arbeiten 42 std/woche.
[posting]18.057.706 von webmaxx am 28.09.05 11:29:10[/posting]Es gibt ja durchaus Möglichkeiten, die Löhne Brutto zu senken, ohne das gleich Netto weniger rauskommt.

Wir schnell man mit falschen Zahlen jonglieren kann, und damit Ängste schüren kann, hat doch Gerd im Wahlkampf gezeigt.

Durch den Wegfall der Steuerbegünstigungen hat eine Nachtschwester (laut Schröder ca. 400 € weniger in der Tasche. Wohlgemerkt, Schröder hat immer behauptet, dass die Nachtzuschläge wegfallen, es sollten aber nur die Steuerbefreiung wegfallen.

Was Schröder -wohlweislich - in seiner Hetze weggelassen hat, war, dass eine Krankenschwester, laut dem Kichhofmodell gar keine Steuern gezahlt hätte. Logischerweise auch nicht auf die Nachtzuschläge.

Auch eine gestrichene Pendlerpauschale verliert ein bisschen seine Schrecken, wenn man feststellen muss, dass man gar keine Steuern zahlen würde, worauf man dann die Pendlerpauschale gegenrechnen könnte.

Eine Krankenschwester hätte nach dem Kirchhofmodell mehr in der Tasche gehabt, als jetzt.

Schröder hat mit den Ängsten dieser Bevölkerung gespielt, und damit knapp über 34 % bekommen. Und er hat bei diesem Spiel gemogelt.

Ein Steuerkonzept wie das von Merz, was ja fasst wie das von Kirchhof gewesen wäre, nur nicht mit einer, sondern mit 3 Steuerstufen, hätte für jeden was gebracht. Ich habe alleine dieses Jahr fasst 500 € für den Steuerberater bezahlt. Auch die Kosten kann sich dann fasst jeder sparen.

Alleine die Tatsache, dass der Staat uns momentan erst das Geld wegnimmt, und dann vielleicht nächstes Jahr wieder gibt, ist ein zinsloser Kredit an den Staat, der den Bürgern Geld wegnimmt. Wenn ich richtig gelesen habe, würde diese Steuervereinfachung, im erstem Jahr dem Büger ca. 40 Mrd. mehr in den Geldbeutel bringen. Das sind keine Steuererminderungen, sonder nur eben die Tatsache, dass der Staat uns dann heute nicht das Geld erst wegnimmt, was er uns dann nächstes Jahr wieder gibt.

Ich weiß nicht wieviel die Durschnittsausgaben der Deutschen für ihren Steuerberater sind. Aber auf jeden Fall könnten die meisten diese Kosten auch sparen. Wieviele gehen zum Steuerberater 10 Mio Bürger ????
Ich weiß es nicht. Sind es aber 10 Mio Bürger, und man zahlt im Schnitt 500 €, sind auch das 5 Mrd. die man dann noch mal zur Verfügung hätte.

Dann das ewige gequake über unsere Bürokratie. Sie schreckt ab, sich selbständig zu machen. Sie schreckt ausländische Investoren ab. Sie schreckt eigentlich alle ab.

Der Kündigungsschutz schützt z.B jemand, der lange in der Firma ist, vor kurzfristiger Kündigung. Meistens sind das dann auch älter Menschen ( ein 30 jähriger kann ja nicht schon 20 Jahre in einer Firma sein) Heutzutage findet ein 35 jähriger eigentlich fasst genauso schlecht einen neune Job, wie ein 55 jähriger. Sein einziger Vorteil ist eben, dass ein über 50 jähriger eben besser geschützt ist, und daher eben wohl nicht ganz so schnell einstellt wird.

Schmeißt man einen 55 jährigen raus, dauert es(wegen langer firmenzubehörikgeit) 6 Monate bis man ihn loswird.
Das schützt ihn. Ok. Dann schmeißt man eben den 30 jährigen (vielleicht 3 Jahre im Betrieb = 2 Monate

Was den einen schützt, ist der Rausschmiss des anderen.
Es wird der geschützt, der mit 55 wohl schon die Kinder aus dem Haus hat, sollte er mal gebaut haben, dass Haus wohl schon schuldenfrei sein dürfte, während der, der gerade eine Familie gegründet hat, vielleicht ein oder zwei Qauarkärsche hat, gerade gebaut, hohe Schulden, usw.

Aus betriebsbedingten Gründen, kann auch heute schon jeder rausgeschmissen werden. Nur das bei einem langjährigem Mitarbeiter, dann eben eine anderer fliegen muss. Selbst wenn es für die Firma, und damit für die restlichen Arbeitsplätze anders sinniger wäre.

Auf der anderen Seite kann man auch nicht, jemanden 6 Monate durschschleppen, wenn keine Arbeit da ist.

Ich kenne eine Malerfima aus der berliner Gegend. Alteingesessen, alle waren schon mindesten 20 Jahre in der Firma. Auftragseinbruch, da die brandenburger, mit den billigern Lohnkosten in den Markt drängten. Er musste die Hälfte entlassen. Da er aber Kündigungsfristen von 6 Monatne hatte, musste er noch gute 100.000 € Lohn zahlen, für Leute, die er nicht mehr beschäftigen konnte.
Herzlichen Glückwunsch, nach dem 6 Monaten war die Firma pleite, und alle haben den Job verloren.


Da kann man doch nur sagen: "Der deutsche Kündigungsschutz ist spitze"
[posting]18.058.166 von hase100 am 28.09.05 12:03:12[/posting]vielleicht eventuell möglicherweise oder auch nicht? Woher nimmst du die Sicherheit, sowas bestimmt vorauszusagen? Das ist wie das "alternativlos"-Gefasel der Politiker. Es gibt immer Alternativen. Nur passen die vielleicht nicht ins eigene Weltbild.
[posting]18.058.283 von Viva2 am 28.09.05 12:13:06[/posting]Vieles ist eben auch eine Frage der Mathematik.
Oder wie würde Mr. Spck sagen: "Das ist logisch".
@viva2,

ich verweise nochmal auf Deinen Beitrag:

"Nun üben die Beschäftigten Lohnverzicht seit fast zehn Jahren und es ist absolut nichts dabei herausgekommen."

==> zunächst mal hast also Du etwas mit Bestimmheit behauptet. Ich habe Dir nur widersprochen, weil ich eben nicht der Meinung bin, dass der Lohnverzicht wirkungslos war.
[posting]18.058.548 von hase100 am 28.09.05 12:32:44[/posting]Was viele Leute einfach übersehen, oder auch mit Absicht übersehen wollen, ist die Tatsache, dass vor 15 Jahren, die Welt noch ganz anders aussah.

Da hatten wir noch nicht die Konkurenz aus dem Osten von Europa.

Und damit meine ich nicht nur, der niedrige Lohn, sondern die meisten ehemaligen Ostblockstaaten, die jetzt in der EU sind,

haben sich z.B ein einfaches simples Steuersystem erdacht, womit sie einfach ihre Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen, als unsere.

Wir können nur zwei Dinge tun.

1. Wir passen uns an ( auch ein einfaches Steuersystem )
2. Wir marschieren wieder da rein, und machen denen klar, das unser Steuersystem zwar nicht das richtige ist, wenn es aber alle haben, können auch wir damit leben.
Sollte der User Effektentiger hier weiterhin seine 60h-Lüge verbreiten, sehe ich mich genötigt, seine üble hetzpropaganda den Mods zu melden. Einmal kann man sich irren, aber wenn man unter Quellenangabe auf diesen Irrtum hingewiesen wird und dennoch ungeniert weiterlügt, dann ist man ein Demagoge, dem man das Handwerk legen sollte :mad:
# 1 Das ist ja echt ein dramatischer Fall.

Da muss diese Verkäuferin doch glatt in Polen einkaufen, um sich ihren Auslands-Urlaub leisten zu können.

Das erinnert mich irgendwie an viele andere existentiell ähnlich gelagerte Fälle in der letzten Zeit, wo selbst Prominenten-Paolos reihenweise ihre Vergnügungen auch aus dem Osten beziehen und auf südrussische und ukrainische halbseidene Billigimporteure zurückgreifen, um sich das noch leisten zu können.

Wenn das so weitergeht, wo kommen wir denn da noch hin?

;
Man könnte das vom Threaderöffner uns dahergebrachte existientielle Problem der besagten Verkäuferin, die in Polen einkauf muss, um sich einen Auslandsurlaub leisten zu können evtl durch eine Verfassungsänderung lösen.

Man sollte den Grundrechtskatalog dahingehend erweitern, dass man jedem ein Anspruch auf einen Auslandsurlaub garantiert, ohne in Polen einkaufen zu müssen.

Und ferner könnte man auch gleich ein Recht auf Mindest-Entlohnung ohne in Polen einkaufen zu müssen, um sich einen Auslandsurlaub leisten zu können., ergänzend und klarstellen hinzufügen.

Früher war man da gesetzgeberisch einfallsreicher und viel schenller bei der Lösung des Porblems bei der Hand:
Als vor einigen Jahrhunderten einmal festgestellt wurde, dass das Hauspersonal von neoliberal gesinnten Arbeitgebern zu oft mit Lachs abgepeist wurde, wurde zum Wohle des gemeinen Volkes sofort eine Veroidnung erlassen, demnach dem personal nur noch fünfmal pro Woche Lachs serviert werden durfte.

;
[posting]18.058.903 von 23552 am 28.09.05 12:54:54[/posting]Was bei dieser Argumentation immer wieder (ich nehme mal an, bewußt) vergessen wird, ist die Tatasache, daß diese Länder hohe Zahlungen aus Brüssel beziehen.

Wenn wir uns diesen Ländern angleichen sollen, dann doch nur unter der Prämisse, daß wir auch unsere Zahlungen nach Brüssel verringern, was wiederrum zur Folge hätte, daß diese Länder weniger Zuschüsse empfangen können. Wäre mal interessant zu beobachten, ob sie bei Ihrem Steuersystem und der geringen Steuerbelastung bleiben können.

Gestern in Straßburg gab es eine Diskussion innerhalb des Europa-Forums zwischen den Fraktionsvorsitzenden der europäischen Konservativen und den europäischen Sozialdemokraten/Sozialisten.
Beide waren sich einig, daß es innerhalb der EU diesen Steuerwettbewerb nicht geben sollte und eine Harmonisierung der Steuergesetzgebung innerhalb der EU angestrebt werden sollte. Der Konservative war allerdings der Meinung, daß man zunächst einmal die neuen Mitglieder sozusagen einen kräftigen Schluck aus der Pulle gewähren sollte, damit sie zu den restlichen Ländern aufschließen können.
Also erst in ein paar Jahren über Steuerharmonisierung debattieren.

Bis dahin müssen eben die Völker der alten EU-Mitgliedsstaaten ertragen, daß die neuen Mitglieder, ermöglicht durch die Zahlungen der alten, Wettbewerbsvorteile haben und so den alten EU-Mitgliedsstaaten Arbeitsplätze abjagen, weil sie zugunsten der Unternehmen auf den Teil der notwendigen Staatseinnahmen verzichten, die sie ja aus Brüssel erhalten.
[posting]18.059.350 von Semikolon am 28.09.05 13:22:43[/posting]@punk
Klar, das regt dich auf, daß ein großer Teil der Deutschen immer mehr als Faulenzer und Leistungsverweigerer erkannt wird und zwar nicht nur hierzulande.
Und diese Haltung scheint im Westen unseres Landes noch schlimmer ausgeprägt zu sein, als im Osten!:rolleyes:

Das Ausland hat schon lange erkannt, daß die Deutschen ihren fetten Hintern nicht mehr aus der bequemen sozialen Hängematte heben wollen und man lacht sich einen, oder wundert sich nur noch.;)


Quelle für meine Zahlen?:D

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/19/0,4070,2379795-6-wm…
[posting]18.059.787 von Effektentiger am 28.09.05 13:56:43[/posting]"Das Ausland hat schon lange erkannt, daß die Deutschen ihren fetten Hintern nicht mehr aus der bequemen sozialen Hängematte heben wollen und man lacht sich einen, oder wundert sich nur noch"

Aha! Hat das Ausland erkannt, dass die Deutschen nicht mehr bereit sind, für die anderen EU-Staaten zu zahlen und zu zahlen und zu zahlen und selber den höchsten Nettobeitrag zu berappen? Oder lachen die sich einen, wie ein Volk derartig doof sein kann um das überhaupt noch zu machen? Oder wundern sie sich, wie man als wirtschaftliches Schlusslicht in der EU trotzdem noch Milliarden an Euro an angeblich "ärmere" EU-Mitglieder verteilen kann? :confused:
Mit dem Mercedes nach Polen zum Einkaufen.....
Wir sollten uns was schämen.....
:cry::rolleyes::O:mad:
Also den Vergleich zwischen einer RealKauf-Kassiererin, die den ganzen Tag auf Akkord arbeitet (kauft ihr eigentlich nie ein?), und einem Jugendamt-Bürokraten oder einem VW-ich-bin-die-Elite-der-deutschen-Arbeitnehmerschaft-Facharbeiter finde ich schon ziemlich frech.

De facto arbeiten diese Verkäuferinnen, damit es sich Andere, die wesentlich mehr Spürsinn für das Abseilen in sozialen Nischen haben, die Hacken ab. Das Geniale ist ja, dass sie ihre Ausbeuter selber wählen.

Man kann den Berliner RealKauf-Kassiererinnen nicht vorwerfen, dass sie unfreundlich wären, da kenne ich ganz andere Kaliber, auch Selbständige(!) in Berlin. Vor Einführung der Scannerkasssen waren die die Elite der Kassiererinnen bzgl. Geschwindigkeit.

Unfreundlichkeit des Personals kann man schon eher daran erkennen, wenn man als Kunde auf bestimmte Ordnungs- oder Produktionsprozesse warten muß, meist kommentarlos, bis man als Kunde erst bedient wird. Über das "Haben sis nich passend?" freue ich mich auch immer wieder, wenn ich mal wage, einen 5€ Euroschein rüber zu reichen. Auf schleimiges Andienen kann ich aber auch dankend verzichten.

Nee, da kaspern sich ne Menge Leute gerade in Berlin für wenig Geld enorm ab, und mir kann keiner erzählen, in GB arbeiten die das Doppelte für effektiv weniger Geld.
Immerhin können sich beide aus obigen Beispiel ein Auto leisten, um nach Polen zu fahren, das ist mittlerweile hier auch keine Selbstverständlichkeit mehr.
Claptoni, das ist doch viel zu riskant. Nachher stehste da mit Deinem Einkaufstaschen und Dein Mercedes ist weg, z.B. auf dem Weg nach Kiew.:laugh:
Schöne Grüße aus Polen!!

Noch liege ich hier schön am Strand des Spaßbades in Gdynia, aber später werde ich auch noch dem hauseigenen Friseur einen Besuch abstatten.

Wieder hübsch gemacht, billig getankt und eingekauft, da hat sich der Tag für die Pionierleiterin gelohnt.

Und das alles für viel weniger Geld als in Berlin :lick:

[posting]18.061.439 von Brama am 28.09.05 15:25:39[/posting]Ach so,die fahren mit dem Zweitwagen...!!!!!!!!
Ich schäme mich dür diese Leute....
Cl.
[posting]18.057.597 von 23552 am 28.09.05 11:20:55[/posting]Wenn es "nur" um die Lohnkosten ginge, müßte es in den neuen Bundesländern nur so brummen, denn dort sind die Gehälter niedriger, die Arbeitszeiten höher und es gibt 3 oder 4 Feiertage weniger - das sind doch ideale Voraussetzungen.

Warum tut sich in diesen Regionen mit Ausnahme Leipzig und Dresden dort kaum etwas?
[posting]18.068.628 von StellaLuna am 28.09.05 21:59:17[/posting]Wenn es " nur" um die Lohnkosten ginge, müßte es in den neuen Bundesländern nur so brummen, denn dort sind die Gehälter niedriger, die Arbeitszeiten höher und es gibt 3 oder 4 Feiertage weniger - das sind doch ideale Voraussetzungen.


Ach Stella, Wieso gibt es in Deutschland bloß so eine große Leseschwäche. Jetzt hat sie auch dich getroffen.

Ich habe doch eindeutig geschrieben, dass es nicht "nur " an den Lohnkosten liegt.

Viele der neuen EU Staaten ( und das habe ich geschrieben) haben ein wirtschaftsfreundliches, einfaches Steuersystem aufgebaut. Das fördert na klar Investitionen.

Also nicht nur Lohnkosten.

Das es es im Osten, trotz niedrigerem Lohn nicht hinhaut, ist doch auch logisch. So logisch, dass es schon schmerzt, dass jemand da nachfragt.

Im Westen ist eine, seit 1871 ständig gewachsende, in sich homogene Wirtschaftstruktur. Sie wurde von 1939 bis 1945 ein bisschen in Dut gehauen, aber konnte danach gleich wieder modern aufgebaut werden. Es ist eine in sich gewachsene Wirtschaftstruktur, die vielleicht in der letzen Zeit einige Strukturwechsel verschlafen hat, was nicht gut ist, aber sie ist in sich doch ein relativ gesundes, gewachsenes System.

Die DDR war 1989 kaputt. Flasche leer. Man at dann 1990 versucht, eine neue Struktur aufzubauen. Aber vieles ist im Sande versickert, und vieles hat dann nicht geklappt, weil zur gleichen Zeit weiter östlich, die neue Konkurenz, die noch billiger war, und ist, an unsere Pforte klopfte. Die gewachsene, in sich gefesigte Wirtschaft im Westen, war da besser positioniert, als der Osten. Bei uns sind ja nun die Fabriken, schon vor jahrzehnten gebaut worden. Als die in den neuen Bundesländern gebaut werden sollten, war aber schon der Osten da, wo dann viele Investoren gleich hingehen. Im Westen wird ja auch kaum noch investiert, aber die Fabriken stehen ja zum Glück noch.

Das Problem wird sich auch im Westen verschärfen, wenn China seine Industrie est einmal so weit aufgebaut hat,dass sie in Maschinen, und Autos Selbstversorger sein werden, und sogar mit dem Export anfangen werden.
[posting]18.068.809 von 23552 am 28.09.05 22:14:00[/posting]China plant bereits Autos in Europa herzustellen und sucht nach einem passenden Standort.

Die Infrastruktur in den neuen Bundesländern stimmt doch, sie ist auf jeden Fall besser als in Tschechien, der Slowakei, Polen und Rumänien.
Ausländische "Waren" sind und waren oft gefragt:

Neue Sex-Enthüllung
VW-Bosse schrien:
„Wo bleiben die Weiber!“


Wolfsburg – Peinliche Vernehmung für Peter Hartz (64), wegen der Sex-Affäre zurückgetretener Personalchef von VW: Sechs Stunden vernahm ihn die Staatsanwaltschaft Braunschweig gestern zu den Vorwürfen, der Konzern habe jahrelang Luxusreisen und Orgien mit Edelhuren für Manager und Betriebsräte bezahlt.

Im Magazin „Stern“ beschreibt jetzt Klaus-Joachim Gebauer (61), wie alles ablief:
Huren, Reisen, Geldgeschenke von Volkswagen: Sexmanager Klaus-Joachim Gebauer (61) erzählt alle Einzelheiten

Heiße Sex-Partys
in Prag

Die VW-Affäre – jetzt sollen auch Politiker drinstecken
Er gab das VW-Geld mit vollen Händen aus
VW: 15 000 zittern jetzt um ihre Jobs
Goldener Abschied für Hartz: 15.000 Euro Rente
Hartz-Affäre: Das VW-Geheimkonto bei der Sparkasse

Noch Anfang Juni dieses Jahres, zwei Wochen bevor alles aufflog, habe er das letzte Mal Prostituierte für leitende VW-Mitarbeiter besorgt. Denn: „Vom 30. Mai bis 3. Juni tagte der Weltbetriebsrat in Lissabon.“ Personalvorstand Hartz habe Gebauer „in den Ohren gelegen wegen der Brasilianerin Joselia (35), die er von früheren Treffen in Lissabon kannte“ (BILD berichtete). Abends hätten Hartz und sein enger Mitarbeiter Gebauer die Prostituierte per Taxi in Lissabon gesucht – vergebens. Gebauer: „Hartz hat sich dann aus dem Club ,Elefante Branco‘ ein anderes Mädchen mitgenommen, auch eine Brasilianerin, sehr hübsch. Die hat er sich von mir dann noch mal tagsüber ins Hotel bringen lassen.“

Gebauer behauptet auch, er habe Hartz „häufig“ Prostituierte besorgt: „Meistens habe ich sie bezahlt und auf Spesen abgerechnet.“ Außerdem habe Hartz angeordnet, den Betriebsratsvorsitzenden Klaus Volkert (62), der auch im Aufsichtsrat saß, jeden Wunsch zu erfüllen. Begonnen hätte das ganze System der „Sonderzuweisungen“ und „Eigenbelege“ im Januar 1996 mit einer Reise des Gesamtbetriebsrats nach Brasilien.

Gebauer, der das Treffen organisierte: In der Diskothek ,Help‘ in Rio „haben wir im großen Stil Mädchen besorgt, die ich hinterher bezahlt habe. Das war die erste große Aktion.“ Allen Beteiligten sei „eindeutig“ klar gewesen, daß es Prostituierte waren und daß sie von VW bezahlt wurden, sagt Gebauer. „Wenn ein Kollege eine haben wollte, bin ich hingegangen und habe gesagt: Hallo, hast du Lust, meinen Freund zu treffen?“

Gebauer berichtet: „Später war kaum mehr eine Reise ohne Prostituierte denkbar.“

Es habe gegolten: „Egal, in welchem Land, in welcher Stadt wir waren – dem eingeweihten Kreis ging es darum, daß die Versorgung mit Mädchen garantiert war.“

Teilweise wurden die Edelhuren in Linienjets nachgeflogen. Gebauer erläutert im „Stern“, wer zum „eingeweihten Kreis“ gehörte: „Volkert, dann ein Kollege, der lange Jahre Geschäftsführer des Betriebsrates war und heute für die SPD im Bundestag sitzt. Außerdem der Betriebsratsvorsitzende eines deutschen VW-Werkes, der auch Landtagsabgeordneter in Niedersachsen und VW-Aufsichtsrat ist. Oft auch Peter Hartz, wenn er an einer Reise teilnahm.“

Wer entschied, wem Frauen zugeteilt wurden? Gebauer: „Volkert.“ Der Betriebsratschef habe sieben Jahre in den Geldtopf gegriffen.

Seit 1998 habe er sich 40 bis 50mal „in verschiedenen Teilen der Welt“ mit seiner brasilianischen Geliebten Adriana Barros (43) getroffen.

Sie sei aus Brasilien in der Business- oder First Class herbeigeflogen worden und „dazugestoßen“, zum kleinen „Kreis der Eingeweihten in Fünf- oder Sechs-Sterne-Hotels“. Einmal habe Adriana ihren Liebhaber Volkert so beschäftigt, daß er in einer Trainingshose zur Sitzung eilen mußte.

Mindestens einmal im Jahr habe Volkert auf Kosten von VW eine Woche Urlaub gemacht. Gebauer: „Adriana und ich fuhren mit – dann ging es praktisch um die ganze Welt.“

Vor vielen Treffen mit Adriana habe Volkert zusätzlich von Gebauer zwischen 10 000 und 15 000 Euro Taschengeld bekommen.Er, Gebauer, habe auch bezahlen müssen, wenn Volkert am Flughafen schnell noch 5000 Euro teuren Schmuck für seine Ehefrau gekauft habe.

Laut Gebauer gab es keine Budget-Obergrenzen für die Betreuung der Betriebsräte. 2003 habe er laut „Stern“-Interview über 700 000 Euro Spesen bei VW abgerechnet.

Aber nicht nur im Ausland habe es Sex-Partys gegeben. Gebauer: „Wir haben auch mal in Hannover am Rande einer großen Sitzung ein Haus für eine Nacht gemietet. Wir waren sieben Männer von VW. Es wurde die entsprechende Zahl Frauen geliefert. 30 000 Mark habe ich damals an einen Hannoveraner Clubbesitzer gezahlt.“

In Braunschweig habe Gebauer im Auftrag Volkerts ab Dezember 2002 bis Frühjahr 2004 eine Zweizimmerwohnung als Liebesnest für einen Top-Manager und einen führenden Betriebsrat gemietet – 50 000 Euro Renovierungskosten. Ein Clubbesitzer aus Hannover habe Mädchen geschickt.

Hatte kein Betriebsrat Bedenken, soviel Firmengeld für Huren rauszuwerfen? Gebauer: „Von einem schlechten Gewissen war nichts zu hören. Einige haben genommen, soviel sie kriegen konnten – Frauen und Geld. Die hatten nichts anderes im Kopf. ,Wo bleiben die Weiber?‘ Diesen Ruf habe ich oft gehört.“

Hat sich der Hartz-Mitarbeiter Gebauer auch mal selbst bedient? Sein Geständnis: „Sollte ich bei einem Glas Wasser dabeisitzen? Ich war sieben Monate im Jahr unterwegs. Das war Streß!“


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