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Gerd "kleines dickes" Müller----Der "Bomber der Nation" wird sechzig - 500 Beiträge pro Seite



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Gerd "kleines dickes" Müller----Der "Bomber der Nation" wird sechzig







Vollständiger Name: Gerhard Müller
D - * 03.11.1945


Erfolge als Spieler:
Weltmeister: 1× Weltmeister 1974 mit Deutschland
Europameister: 1× Europameister 1972 mit Deutschland
Champions League: 3× Sieger 1974, 1975 und 1976 mit Bayern München
Pokal der Pokalsieger: 1× Sieger 1967 mit Bayern München
Weltpokalsieger: 1× Weltpokalsieger 1976 mit Bayern München
Deutscher Pokalsieger : 4× Deutscher Pokalsieger 1966, 1967, 1969 und 1971 mit Bayern München
Deutscher Meister: 4× Deutscher Meister 1969, 1972, 1973 und 1974 mit Bayern München
2× Platz 2 1970 und 1971 mit Bayern München
Torschützenkönig 1967, 1969, 1970, 1972, 1973, 1974 und 1978


Unerreicht bis heute Gerd Müller feiert 60. Geburtstag
03.11.2005 Im Londoner Wembley-Stadion, im Estadio Santiago Bernabeu zu Madrid oder im Azteken-Stadion zu Mexiko-City – überall hat Gerd Müller gespielt, überall hat er Tore geschossen. Auf den größten Fußball-Bühnen dieser Welt war er zu Hause. Als er an jenem Abend Mitte September auf der Bühne des großen Festsaals im Arabella Sheraton stand, um Franz Beckenbauer mit einer Geburtstagsrede zu überraschen, hätte er sich aber am liebsten unsichtbar gemacht. Denn das Rampenlicht liebt der „Bomber der Nation“ nicht. Am 3. November wird Müller nun selbst 60 Jahre alt und wieder waren alle Scheinwerfer auf ihn gerichtet.

So geschehen nach dem Champions League-Spiel des FC Bayern bei Juventus Turin. Die Bayern-Führung hatte Müller extra wegen seines Geburtstages zu der Reise nach Norditalien eingeladen. Bei der traditionellen Bankettrede ließ Karl-Heinz Rummenigge dann den „Müller Gerd" verbal hochleben, nachdem ihm alle im Saal schon ein Geburstagsständchen gesungen hatten.

Rummenigge würdigt Müllers Leistung für den FCB

„Was dich so sympathisch und einzigartig macht, ist Deine menschliche Seite. Du zeigst uns Demut und Bescheidenheit, das sind Attribute die heute im Fußball nicht mehr unbedingt auf der Tagesordnung stehen. Wir sind stolz, dass du für den FC Bayern arbeitest", sagte Rummenigge unter „Standing Ovations" der Mannschaft, Trainer, Journalisten und mitgereisten Edel-Fans an die Adresse von Müller. „Nicht Beckenbauer war der größte Spieler für den FC Bayern, sondern Du. Das sagt der Franz selbst."

Mit Toren wie am Fließband hat sich Müller diese Worte von Rummenigge allemal verdient und wohl auch für ewig in die Rekordbücher eingetragen. 365 Mal traf er in 427 Bundesligaspielen, allein in der Saison 1971/72 erzielte er 40 Trefffer. Dazu schoss er 68 Tore in 62 Länderspielen.. „Ich glaube, 40 Tore schafft keiner mehr“, sagt auch Roy Makaay. Unerreicht ist Müller bis heute.

`Kleines dickes Müller`

Dabei hat Tschik Cajkovski erst einmal die Nase gerümpft, als „kleines dickes Müller“, wie er ihn liebevoll taufte, 1964 zum FC Bayern kam. „Was soll ich mit einem Gewichtheber?“, fragte der damalige Bayern-Trainer, als er den Stürmer mit seinen kurzen Beinen und dicken Oberschenkeln das erste Mal zu Gesicht bekam. Die Frage erledigte sich bald von selbst. Denn der Neuzugang vom TSV 1861 Nördlingen „müllerte“ drauf los.

Mit insgesamt 503 Toren in Bundesliga, DFB-Pokal, Europacup und Weltpokal hatte Müller großen Anteil an den „goldenen“ 70er Jahren des Rekordmeisters. „Ohne ihn wären wir vielleicht heute noch in dem alten Holzhäusl“, meint Beckenbauer. Als Müller den Verein 1979 in Richtung USA verließ, hatte er den FCB zu je vier Meisterschaften und Pokalsiegen, drei Landesmeistercups, dem Pokalsieger-Cup sowie dem Weltpokal geschossen. „Meine schönste Auszeichnung“, so sagt Müller, ereilte ihn aber erst vor zwei Jahren. 2003 wurde er zum erfolgreichsten Spieler seit Bestehen der Bundesliga gekürt.

Weltmeister 1974

Auch der deutschen Nationalmannschaft verhalf Müller zu viel Ruhm. Welt- und Europameister (1972 und 1974) wurde er mit der DFB-Elf. Im WM-Finale 1974 schoss er das entscheidende Tor zum 2:1-Sieg des deutschen Teams gegen die Niederlande. Es war sein 14. Tor in 13 WM-Spielen (Fifa-Rekord!) und gleichzeitig sein letztes im DFB-Trikot. Nach dem Finale beendete er seine Nationalmannschaftskarriere.

Neun Jahre lang spielte Müller aber noch weiter erfolgreichen Fußball beim FC Bayern und ab 1979 in den USA. Erst 1983 zog er bei Smith Brothers Longe Fort Lauderdale einen Schlussstrich unter seine Laufbahn. Wiederum neun Jahre später, 1992, kehrte er zurück zum FC Bayern.

Einer der größten Fußballer aller Zeiten

Als Jugend- und Amateur-Trainer gibt er seitdem sein Wissen und seine Erfahrung an junge Talente weiter. Es ist eine Arbeit, die nicht viel Aufsehen erregt, eine Arbeit im Hintergrund, die gut zu ihm passt. „Du bist kein Mann der großen Worte“, sagte ihm Beckenbauer auf der Bühne des Arabella Sheraton, „du hast die Tore geschossen, ohne viel zu reden.“ Allein diese Bescheidenheit macht aus Müller einen der größten Fußballer aller Zeiten


http://www.fcbayern.t-com.de/de/aktuell/news/2005/06063.php?…


Müller im Interview `Mancher Rekord wird wohl ewig bestehen bleiben`


03.11.2005 Anlässlich seines 60. Geburtstags gab Gerd Müller ein Interview. Darin sprach der „Bomber der Nation" über sein Erfolgsgeimnis als Torjäger und seine schönsten Momente in der Karriere.

Das Interview mit Gerd Müller:

Herr Müller, am Donnerstag feiern Sie ihren 60. Geburtstag. Wie viele Gäste haben sich denn angesagt, um den besten deutschen Fußball-Stürmer zu feiern?
Gerd Müller: „Das ist nicht meine Welt. Ich brauche keine Gala. Für mich ist das ein Tag wie jeder andere. Wir feiern ganz klein, mit meiner Familie und Freunden. Das sind die Leute, mit denen ich schon mit 18 Jahren zusammen war. Ich wünsche mir, dass alles so bleibt, wie es ist. Gesundheit für meine Familie, und das es uns gut geht.“

Rückblickend auf ihrer außergewöhnliche Karriere, was sind die schönsten Momente?
Müller: „Die Weltmeisterschaft 1970 war besonders schön, weil es meine erste war und weil viele Mannschaften mit Weltklasse-Spielern dabei waren. Der WM-Titel 1974 war aber natürlich die Krönung, das Tor im Finale war wohl mein wichtigstes. Obwohl natürlich auch noch viele andere wichtige dabei waren.“

Ihre Rekorde scheinen unantastbar. Sehen Sie jemanden, der Ihren Marken gefährlich werden könnte?
Müller: „Mancher Rekord wird wohl ewig bestehen bleiben. An die 365 Bundesliga-Tore kommt wohl keiner ran. Obwohl es heute doch viel einfacher ist für die Stürmer gegen eine Viererkette. Wir mussten gegen einen Vorstopper und einen Libero spielen. Heute würde ich vielleicht noch 20 Tore mehr schießen.“

Und ihre Nachfolger machen jede Saison wieder erfolglos Jagd auf ihre 40 Tore aus der Saison 1971/72?
Müller: „Ach, damit muss man doch jetzt mal aufhören. Nach ein paar Spieltagen wird schon davon geschrieben. Zuerst soll es der Roy Makaay machen, dann trifft der nicht mehr, und jetzt ist es plötzlich der Miroslav Klose, der es angeblich schaffen kann.“

Was war denn Ihr Erfolgsgeheimnis?
Müller: „Ich weiß es nicht. Das kannst du nicht lernen. Das kann man den Jungen auch nicht beibringen. Den Instinkt musst du haben. Schnell reagieren und beidfüßig schießen musst du können. Wir haben früher nichts anderes gehabt außer Fußball, nach der Schule haben wir gespielt bis zum Abend. Es gab nichts anderes.“

In der schweren Zeit nach ihrem Karriereende mit der Alkoholsucht war besonders der FC Bayern für Sie da.
Müller: „Ja, Uli Hoeneß hat sich um mich gekümmert, mich in die Klinik und zur Kur geschickt. Aber es waren alle für mich da. Dananch habe ich dann den Trainerjob angefangen.“

Sie haben Ihren Vertrag als Nachwuchstrainer beim FC Bayern gerade bis 2010 verlängert. Und dann geht es in Rente?
Müller: „Dann ist sicher Schluss. Aber ich werde schon jeden Tag hier vorbeikommen und gucken, was so passiert. Das ist doch hier meine Welt.“
http://www.fcbayern.t-com.de/de/aktuell/news/2005/06086.php?…

Titel und Tore Müllers Karriere in Zahlen
http://www.fcbayern.t-com.de/de/aktuell/news/2005/06083.php?…
Deutsche Nationalmannschaft (1966 - 1974):
- 62 Länderspiele/68 Tore
- Weltmeister 1974
- Europameister 1972
- WM-Torschützenkönig 1970 (10 Tore)

FC Bayern München (1964 - 1979):
- Weltpokalsieger 1976
- Europaokalsieger der Landesmeister 1974, 1975, 1976
- Europapokalsieger der Pokalsieger 1967
- Deutscher Meister 1969, 1972, 1973, 1974
- Deutscher Pokalsieger 1966, 1967, 1969, 1971
- Europas Torschützenkönig 1970, 1972
- Bundesliga-Torschützenkönig 1967, 1969, 1970, 1972, 1973, 1974, 1978
- Europas „Fußballer des Jahres" 1970
- Deutschland „Fußballer des Jahres" 1967, 1969
- 427 Bundesligaspiele/365 Tore

Fort Lauderdale Strikes (1979 - 1981):
- 80 Spiele North American Soccer League/40 Tore

Müllers Karriere in Bildern









http://www.fcbayern.t-com.de/de/misc/fotogalerie/06081.php?f…
und wir hatten zusammen den selben friseur, in der franziskanerstrass, alle gute gerd, wenn einer deustchland ist, dann bist es du
nord
zu# 6,
bei Fußballauswahl-Training/Sichtlehrgängen kommt ein junger Spieler mit solch einer Größe wie Müller gar nicht mehr dran:rolleyes:
Ja, der war schon unglaublich. Wenn ein Anderer an die Latte schoß fiel der Ball immer vor seine Füße.
Das war als Pendant zur Erdanziehungskraft die "Ballanziehungskraft" :kiss::cool:
#10: Das lag aber zu einem großen Teil auch daran, dass er die entsprechenden Situationen antizipierte. Wenn ich heute sehe, dass ein Stürmer schon abdreht, bevor die Situation endgültig abgeschlossen ist, könnte ich das kalte Grausen kriegen. Der Gerd ist halt immer `rein, auch wenn eigentlich nix mehr zu erwarten war. Und wenn der Ball dann wider Erwarten doch noch einmal `heiß` wurde, dann war er halt da, der Bomber. Da könnten sich manche seiner Nachfolger noch ein gaaaanz großes Stück von abschneiden! Was den Torriecher angeht, sehe ich in der Liga im Moment nur zwei, die ansatzweise in seine Nähe kommen: Makaay und Podolski, wobei der Letztere noch eine möglicherweise goldene Zukunft vor sich hat.
Glückwunsch, Gerd - du bist der Beste! :)
Ja, der Gerd, das war und ist unser Bester!
Der beste und erfolgreichster Stürmer aller Zeiten auf der ganzen Welt!!
Dem sollte vor der Allianz-Arena wirklich ein Denkmal gesetzt werden!
wusste gar nicht, dass er eine entziehungskur vom alkohol gemacht hat
Das war während/nach seiner USA-Zeit. Möglicherweise hat er das Karriereende nicht wirklich verarbeiten können. Er hat `mal in einem Interview gesagt, dass er selbst heute noch so drauf ist, dass er noch nicht einmal eine Weinbrandbohne essen darf, ohne dass es ihn wieder voll reinreißt. Damals war er wirklich ganz am Boden, ohne den Uli und seine alten Kumpels wäre er wahrscheinlich in der Gosse geendet - grausame Vorstellung!


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