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Antwort auf Beitrag Nr.: 50.855.901 von straßenköter am 15.10.15 14:56:14Das ist doch nur Berlin. Meines Erachtens sind die weiter im geregelten Markt Frankfurt, General Standard sagt zumindest die Deutsche Börse, folglich dann doch kein Angebot.

http://www.boerse-frankfurt.de/de/aktien/sachsenmilch+ag+ag+…
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.856.525 von Kalchas am 15.10.15 16:06:33O.k., es gibt Ankündigungen und Widerrufe.Mal sehen, was die tatsächlich machen.

Der Durchschnittskurs in Berlin ist einfach. Der ist 0, da kein Stück gehandelt wurde.

Und Frankfurt. Nun ja, da fand an vielen Tagen gar kein Handel statt und ansonsten wenig.

Warum sollte der Durchschnittskurs eine Relevanz besitzen?

Da wird die neue gestzliche Regelung gleich ad absurdum geführt. Da muss dann ein überforderter Richter entscheiden, ob ein Spruchverfahren zulässig ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.856.645 von Kalchas am 15.10.15 16:18:37Also ich habe vom 30.3. bis zum 30.9. 32 Tage mit Handel gezählt und über 90 ohne.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.856.759 von Kalchas am 15.10.15 16:28:25Hallo Kalchas,

das ist sicherlich eine gute Argumentation. Ob diese allerdings greift, wage ich zu bezweifeln, denn die im Okt verabschiedete Regelung besagt eben nicht, dass der Abfindungspreis analog zu den SO-Regelungen (3-Monatsdurchschnitt, falls aktzeptables Handelsvolumen vorliegt) berechnet wird, sondern setzt eigenständige, andere Regelungen.
Diese andere Regelung sieht neben dem 6-Monats-Durchschnitt ein Abgehen von diesem nur vor, wenn eine Insiderinformation nicht unverzüglich veröffentlicht wurde oder in einer Mitteilung nach § 15 WpHG oder einer entsprechenden anwendbaren ausländischen Vorschrift eine unwahre Insiderinformation veröffentlicht wurde. M.E. greift (leider) Deine Argumentation, dass hier der Börsenkurs nicht heranzuziehen ist, nicht. Dies würde explizit dem Gesetzeswortlaut widersprechen. Dies zeigt wiederum deutlich, wie unsinnig die jetzige Neuregelung ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.857.305 von gutdrauf9 am 15.10.15 17:17:27Das sehe ich aber anders. Es muss ein Angebot nach dem WpÜG gemacht werden. In § 5 WpÜG steht dann, wann ein Durchschnittskurs keine Bedeutung hat. Da steht auch noch, was stattdessen erfolgen muss, eine Unternehmensbewertung wie auch immer.

(4) Sind für die Aktien der Zielgesellschaft während der letzten drei Monate vor der Veröffentlichung nach § 10 Abs. 1 Satz 1 oder § 35 Abs. 1 Satz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes an weniger als einem Drittel der Börsentage Börsenkurse festgestellt worden und weichen mehrere nacheinander festgestellte Börsenkurse um mehr als 5 Prozent voneinander ab, so hat die Höhe der Gegenleistung dem anhand einer Bewertung der Zielgesellschaft ermittelten Wert des Unternehmens zu entsprechen.

Wenn das nicht gilt, ist es kein Angebot nach dem WpÜG.

Würde nur Berlin herangezogen, dann wäre der Durschschnittskurs 0. Solche Fälle kann es ja geben. Soll dann die Angebotspflicht de facto entfallen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.857.458 von Kalchas am 15.10.15 17:34:11Kaum zu fassen, Taylor Wessing sieht das so wich ich.

http://deutschland.taylorwessing.com/de/neue-gesetzliche-reg…

Das wird ja dann spassig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.857.548 von Kalchas am 15.10.15 17:41:38Nach dem, was Herr Wessing schreibt,bedeutet für mich ,dass das "Delisting" in Berlin möglich ist und
ein Rücknahmeangebot nicht erforderlich ist, da ja die AG z. B. noch in Frankfurt gehandelt wird.
Ein Rücknahmeangebot müsste nur bei einem vollständigen Delisting an allen Börsen erfolgen.
Damit bleibt dann wohl alles beim Alten.

Grüsse
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.859.798 von nemus am 15.10.15 22:05:18Delisting in Frankfurt war am 29.9. bereits angekündigt. Fa hat man Belin übersehen, was ja für Vorstand und Aufsichtsrat schon zielich peinlich ist.


Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG - Beschluss zum Delisting

Leppersdorf, 29. September 2015

Der Vorstand der Sachsenmilch AG (nachfolgend „Gesellschaft“) mit dem Sitz in Leppersdorf, ISIN DE000A0DRXC4, WKN A0DRXC, hat heute beschlossen, den Widerruf der Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt (General Standard) bei der Frankfurter Wertpapierbörse als dem einzigen regulierten Markt, zu dem die Aktien der Gesellschaft zugelassen sind, in Kürze zu beantragen (sogenanntes Delisting).



Nach positiver Bescheidung des Antrags auf Widerruf der Zulassung und Wirksamwerden der Entscheidung der Wertpapierbörse Frankfurt würden die Aktien der Gesellschaft nicht mehr in einem regulierten Markt einer Börse im Inland oder einem vergleichbaren Markt im Ausland zum Handel zugelassen sein und gehandelt werden. Derzeit rechnet der Vorstand der Gesellschaft damit, dass der Handel der Aktien der Gesellschaft im regulierten Markt der Frankfurter Börse voraussichtlich spätestens sechs Monate nach Veröffentlichung der Widerrufsentscheidung der Frankfurter Wertpapierbörse endet.



Nach dem Wirksamwerden der Entscheidung der Wertpapierbörse Frankfurt rechnet der Vorstand mit dem zeitnahen Widerruf von Amts wegen der Einbeziehung der Aktien der Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt der Börse Berlin und Stuttgart. Die Aktien der Gesellschaft würden dann nicht mehr in einem regulierten Markt einer Börse im Inland oder einem vergleichbaren Markt im Ausland handelbar sein.



Leppersdorf, den 29. September 2015



Der Vorstand
Dienstag, 29.09.2015 15:09
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.860.374 von Kalchas am 16.10.15 00:11:15...nun ,die Ad hoc Meldung vom 29. 09.2015 ging im Forum unter,im Gegensatz zum Delisting in Berlin.
Feststehen dürfte aber, dass die AG in Frankfurt noch gehandelt wird.
In der Meldung vom 29.09. wird ja auch nur von einer Ankündigung eines Delistigs in Frankfurt gesprochen.
Insofern müsste ein Rückkaufangebot erst nach einem tatsächlichen Delisting in F. erfolgen.
Ob nun eines kommt oder nicht-- wir werden es noch rechtzeitig sehen.Ändern können wir eh nichts.
Eins kapiere ich nicht: Gestern um 116€ gestiegen und heute um denseben Betrag gefallenen,solche identischen Kursbewegungen sind hier oft zu sehen.
Grüsse
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.861.682 von nemus am 16.10.15 09:52:22Es gab dann noch eine Korrektur am 30.9., von daher ist in der Tat abzuwarten, was die machen. Wenn ich die Formulierungen so sehe, habe ich den Eindruck, dass die der Meinung sind ohne eine Abfindung durchzukommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.861.895 von Kalchas am 16.10.15 10:11:51..... verstehe ich nicht.
Ich jedenfalls kann aus den Formulierugen diese ungute Absicht nicht herauslesen--wahr ist aber,dass Herr M. schon tricksy ist
Schon eher könnte ich mir bis zum anviserten Delisting in ca. 6 Monaten am reg. Markt Frankfurt einige Kursüberraschungen vorstellen.
Grüsse
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.863.032 von nemus am 16.10.15 12:07:18Es könnte ja drinstehen, dass es ein Angebot vom Hauptaktionär geben wird. Wäre doch normal. Man würde sich auch nichts vergeben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.863.032 von nemus am 16.10.15 12:07:18Es wird ja wohl der Durchschnittskurs wie bei einem Übernahmeangebot nur bis zum Tag der Ankündigung bestimmt. Folglich wird es da keine Überraschungen mehr geben können.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.863.287 von Kalchas am 16.10.15 12:33:28......ich kann mir vorstellen,dass nicht die Ankündigung sondern das erfolgte Delisting bei der Ermittlung des Durchschnttspreises von Entscheidung ist,insofern meinGedanke an überraschende Kursschwankungen die kommenden 6 Monate.
Wissen tue ich es freilich nicht !
Grüsse
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.864.916 von nemus am 16.10.15 15:22:54Nein, es wird der Durchschnittspreis vor Ankündigung sein.
Diese Linie hat sich bei Squeeze Outs in der höchtrichterlichen Rechtssprechung durchgesetzt - leider. Es ist davon auszugehen, dass dies auch für den 6-Monats-Durchschnitt bei Delistings gilt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.865.069 von gutdrauf9 am 16.10.15 15:37:39.....danke für die Information.
kann dann nur Ihr --- leider---- nicht verstehen.
Demnach hätten wir doch dann klare Verhältnisse.
Grüsse
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.865.069 von gutdrauf9 am 16.10.15 15:37:39.......und der Durchschnittspreis liegt bei gefühlten 5000€ für die letzten 6 Monate,
oder liege ich hier falsch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.868.027 von nemus am 16.10.15 21:26:11Das kann man ziemlich genau ausrechnen. Der liegt also unter dem aktuellen Kurs. Tolle neue gesetzliche Regelung, eine Meisterleistung der Regierung! Im Grunde müsste zumindest der höchste Preis in dem 6-Monatszeitraum gezahlt werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.313.834 von buchfan am 01.08.15 22:30:42........ist der Beitrag von Buchfan bezüglich "aussitzen,notfalls sich an einer GmbH beteiligen " irgendwie denkenswert?
ja,was würde wohl sein,wenn man das Rückkaufangebot ablehnen würde.
ja,was wäre, was hätte man davon,wenn man-rein hypothetisch -noch die letzte Aktie an der Sachsenmilch AG hätte?
Ein Stück Papier????
Gruesse
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.879.817 von nemus am 19.10.15 13:37:36.... bei Müller ist jedenfalls alles möglich

wer im Winter die Demonstranten vor seiner Firma mit dem Feuerwehrschlauch bespritzt (das hat angeblich Müller persönlich gemacht),
wer über Jahr die Mitaktionäre mit einer Dividende von 0,04 cent auf eine Aktie im Kurswert von 5000 EUR abspeist,
... dem ist einfach alles zuzutrauen. Leider kann hier nicht mit "wahrscheindlich" gerechnet werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.879.880 von gutdrauf9 am 19.10.15 13:44:51Eine Umwandlung in eine GmbH wäre eine weitere Schikane, aber viel bringt es dem Großaktionär eigentlich nicht. Meines Erachtens muss es dann ein Abfindungsangebot geben.

Außerdem wird es doch recht teuer, wenn man wirklich darauf aus ist, alle GmbH-Anteile zu übernehmen, da der Erwerb von Anteilen eines Kaufvertrags in notarieller Form bedarf. Das wäre ja nicht unbedingt kostengünstig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.880.021 von Kalchas am 19.10.15 13:56:48ich frag nochmal,was ist, wenn ich also das zu erwartende Rückkaufangebot--rein theoretisch-- nicht annähme und weiterhin meine Aktie("delistet")stur behalte--
kann man dies überhaupt??..und dann?
Und geht es weiterhin--dass der Herr Müller die besagte GmbH gründet--wenn ihm diese eine Aktie z.B. fehlt?.

Sind alles irgendwie auch nur (nutzlose)Gedankenspiele,frage mich aber wirklich,welche Konsequenzen es für den sich verweigernden Aktionär und den Angebotemacher hätte,falls man das Rückkaufsangebot ausschlüge und man sich nicht ei ig würde.
Grüsse
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.884.113 von nemus am 19.10.15 22:54:55natürlich kann jeder ein Rückkaufangebot ausschlagen und weiterhin Aktionär bleiben. Du erhältst dann weiterhin jedes Jahr die Mindestdividende von 0,04 Cent pro Aktie. Wenn Müller es will, kannst er Dir ein weiteres freiwilliges Rückkaufangebot unterbreiten. Dafür gelten dann allerdings keine gesetzlichen Vorgaben. Der Preis dafür könnte auch bei wenigen Euros liegen. Der Preis könnte aber auch nahe am inneren Wert der Aktie liegen - das alles liegt dann in Müllers Händen.
Dass eine GmbH gegründet wird, halte ich für weniger wahrscheinlich - dafür wären die Kosten zu hoch und der Vorteil für Müller zu geringer (er würde sich die Mindestdividende von 0,04 Cent pro Aktie ersparen, sonst hätte er keine Vorteile). Aber wie bereits geschrieben, Müller ist nicht berechenbar, alles ist möglich.
Wer selbst einmal bei einer HV dabei war, kennt seine Wutausbrüche und seine starken Sprüche. Wenn ich Zeit habe, fahre ich immer wieder gerne nach Leppersdorf - ich erspare mir dadurch, ins Kabarett zu gehen ;-)
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.998.656 von Ahnung? am 03.11.15 21:25:45Kurs ist wieder unter die 5.000 Euro-Grenze gefallen :cry:

Wer sich einen Überblick über das "Müller-Konglomerat" verschaffen will, der wird hier fündig:
https://netzfrauen.org/2015/10/18/alles-mueller-oder-was-unt…
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.154.695 von Ahnung? am 23.11.15 15:33:31Hier muss es unter Umständen kein Abfindungsangebot geben, siehe Thread:

ABFINDUNGSPHANTASIE BEI NEBENWERTEN !?

Beitrag 3728

Ich habe dazu keine Meinung. Das ist was für Juristen.
Hat jemand Zugang zu diesem Artikel?:

Bayer, Walter, Rechtsschutz gegen Delisting nach der Übergangsregelung in § 52 Abs. 9 BörsG n.F. im Fall Sachsenmilch, AG 2016, R3-R4
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.414.375 von schaerholder am 05.01.16 13:36:25Eine Gesetzesänderung, die so los geht, kann man doch vergessen.

Stell Deine Frage besser im Thread "ABFINDUNGSPHANTASIE BEI NEBENWERTEN !?"! Vielleicht kann einer der Juristen, Dir den wesentlichen Inhalt mitteilen.
Die Aktie kann nun wieder "beruhigt steigen ;-)

Theo hat sich alles wieder anders überlegt. Zur Erinnerung, es liegen über 6.500 Euro Cash pro Aktie plus hohe steuerliche Verlusvorträge vor.

Hier die Meldung von heute:




Sachsenmilch AG / Schlagwort(e): Delisting

19.02.2016 14:39

Leppersdorf, 19. Februar 2016

Der Vorstand der Sachsenmilch AG (nachfolgend "Gesellschaft") mit dem Sitz
in Leppersdorf, ISIN DE000A0DRXC4, WKN A0DRXC, hat heute mit Zustimmung des
Aufsichtsrates beschlossen, den Widerruf der Zulassung der Aktien der
Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt (General Standard) bei der
Frankfurter Wertpapierbörse (sogenanntes Delisting) nicht weiter zu
betreiben. Insbesondere wird kein Erwerbsangebot zum Erwerb von Aktien der
Gesellschaft abgegeben. Daher rechnet der Vorstand der Gesellschaft damit,
dass die Börse Frankfurt ihre Entscheidung zum Widerruf der Zulassung der
Aktien der Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt revidieren wird und
die Aktien der Sachsenmilch AG auch weiterhin im regulierten Markt der
Frankfurter Wertpapierbörse handelbar bleiben.

Der Vorstand




Kontakt:
Branislav Fiala, +49 (0) 8236 / 999 - 275
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.787.447 von Ahnung? am 19.02.16 14:55:26Einige haben die Meldung auch schon gelesen und gehandelt. Kurs steigt um 360 Euro.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.787.447 von Ahnung? am 19.02.16 14:55:26Muss mich revidieren. Wir leigen bei einem "Cash-Wert" je Aktie bei 6.900 Euro. Dies ohne die Berücksichtigung der steuerlich nutzbaren Verlustvorträge.

http://www.sachsenmilchag.de/fileadmin/sachsenmilchag.de/doc…
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.787.570 von Ahnung? am 19.02.16 15:05:57Habe gerade meinen Bestand wieder leicht erhöht. Seit Tagen versucht jemand 15 Stücke zu verkaufen. Heute hat er sein Preisvortsellungen auf nur noch 4.500 Euro je Aktie angepasst. Das war dann doch zu verlockend :lick:
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.981.218 von Ahnung? am 15.03.16 09:32:03Die 15 Stück aus der Brief-Seite sind nun durchgehandelt. Kurs kann nun wieder steigen!
GB 2015 ist online:

http://www.sachsenmilchag.de/fileadmin/sachsenmilchag.de/doc…

Eigenkapital je Aktie bei 6.883 Euro. Gegenwert fast alles an Müller-Gesellschaften als Kredite ausgegeben. Aktienkurs dümpelt über 50 % unter dem Eigenkapital vor sich hin. Dazu kommen die festgestellten steuerlichen Verluste.

Ach ja, Dividende bleibt bei "sensationellen" 0,11 Euro je Aktie.

Werde Richtung Müller nochmals eine Mail verfassen, dass er meine Aktien für 5.999 Euro je Stück haben kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.178.674 von Ahnung? am 13.04.16 13:00:23
Hallo an alle Sachsenmilch-Aktionäre
Ich hab mal ein paar Fragen:

1.) Wie hoch ist der Verlustvortrag bzw. wo kann ich dies nachlesen, meiner Meinung nach sollte der irgendwann auch mal aufgebraucht sein?

2.) NAV sollte bei 20000 Aktien, bei rund 6893 € sein?

3.) Aktionärsstruktur sollte bei

Sachsenmilch Anlagen Holding AG 85,54%
TML Invest S.á r.l. 5,44%
Theobald Müller 2,10%
Freefloat 6,92%

sein oder?

4,) Delisting ist erst mal vom Tisch, deshalb bleibt alles beim alten?


:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:
:cool:GrußdeSade:cool:
:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.981.218 von Ahnung? am 15.03.16 09:32:03Was daran verlockend sein,kannst Du dies mir einmal erklären.
Jetzt hast Du also vieleicht 10000€ real investiert unddann hoffst Du mit 5999€ Kasse machen zu können?
Ja, nur wenn Müller will,aber wieso sollte er,er scheint mit den 11 Cent Dividende zufrieden zu sein.
Was mit dieser Aktie geschieht, wird von Müler diktiert,hat nichts mit "Markt" zu tun.
Nur, was wir Kleinstanleger an Handlungmöglichkeiten noch haben ,würde mich interessieren.
Gibt es Szenarien,die einen realistischen Börsenkurs schaffen würden--wie z.B. eine Übernahme von Sachsen milch....
Ansonsten,einfach zum Verkauf einstellen ,aberfür wieviel? Keine Ahnung.
was Müller macht ,ist für uns schon deprimierend.
Mit freundlichen Grüssen
n.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.207.318 von deSade am 17.04.16 14:08:10Das Delisting wurde mit großem Tamtam angekünigt und von der Börse Frankfurt genehmigt.

Hier stellt sich doch die Frage, ob man einfach davon Abstand nehmen kann.

Wenn nicht, hieße die Konsequenz Spruchverfahren einleiten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.214.287 von Kalchas am 18.04.16 15:52:58Das ist schon richtig, aber: ohne gerichtliche Klage wird Müller kein Spruchverfahren einleiten.
und damit ist die entscheidende Frage: findet sich hier ein Kläger?
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.214.914 von gutdrauf9 am 18.04.16 16:44:35Die Frage ist auch die, wer eigentlich verklagt werden müsste.

Die Genehmigung stammt von der Börse Franfurt. Bei deren Prüfung war eigentlich klar, da der Gesetzesentwurf ja feststand, dass entweder ein Abfindungsangebot gemacht werden muss, und wenn dios nicht erfolgt, ein Spruchverfahren eingeleitet werden kann. Zu einem Angebot war Müller nicht bereit, dann sollte doch die andere Alternative, nämlich Spruchverfahren, ziehen. Ich verstehe nicht, warum sich da jetzt noch einmal die Börse Frankfurt dazwischen funkt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.215.478 von Kalchas am 18.04.16 17:29:10
Wer klagt gegen Müller ?
hier mal eine Kopie aus dem Threat Abfindungswerte:


gutdrauf9 schrieb am 20.02.16 11:45:27 Beitrag Nr. 3.859 (51.793.150)


Antwort auf Beitrag Nr.: 51.788.620 von Kalchas am 19.02.16 16:33:29
Hallo Kalchas,

Du stellst eine interessante Frage.
Mir scheint klar, dass die Genehmigung des Delistings durch die Börse rechtswidrig war. Denn sie hätte nur erteilt werden können, wenn ein entsprechendes Angebot abgegeben worden wäre. Die Übergangsregelungen sehen nur vor, dass das Angebot nachgerecht werden kan. Da Müller offensichtlich kein Angebot machen wollte, wäre der Börse nichts anderes übrig geblieben, als die Entscheidung zum Delisting zu widerrufen (da stellt sich eine weitere interessante Frage, denn diese Entscheidung war ja bereits rechtskräftig; allerdings war sie rechtswidrig). Deshalb war unklar, wie sich die Börse verhalten wird / verhalten kann. Dies ist jetzt geklärt durch die Rücknahme des Antrags auf Delisting.
Es stellt sich aber auf der anderen Seite die Frage, ob eine (zwar rechtswidrige), aber rechtskräftig ergangene Entscheidung der Börse einfach dadurch wieder ad absurdum geführt werden kann, indem der ursprüngliche Antrag (der ja bereits rechtskräftig entschieden war) zurückgenommen wird. Dagegen wird aber kaum ein Aktionär Klage erheben - vielleicht nur ein RA, der Spaß an der Materie hat und Rechtsgeschichte schreiben will.
Materiell wird durch die Rücknahme des Antrags auf Delisting kein Aktionär geschädigt - im Gegenteil ! Die Aktie ist wieder fungibel. Trotzdem wird sich Müller über kurz oder lang etwas anderes einfallen lassen, um die Situation zu beenden.

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Die entscheidende Fragen sind doch:
Welcher Aktionär / welche Schutzgemeinschaft nimmt das Klagerisiko gegen Müller und die Börse Frankfurt in Kauf? Welche Rechtsschutzversicherung würde die Kosten übernehmen?
Am besten wäre eine Klage sowohl gegen die Börse (wegen Rücknahme) als auch gegen Müller (wegen Weigerung, ein Übernahmeangebot zu unterbreiten). Bei der Klage gegen die Börse stellt sich allerdings die Klagebefugnis, denn die Rücknahme des Verwaltungsaktes hat ja keine negativen Auswirkungen auf einen Aktionär (für die Weigerung Müllers, ein Angebot zu unterbreiten, kann ja schließendlich nicht die Börse haftbar gemacht werden). M.E. Blieb der Börse kein anderer Weg als die Rücknahme. Aussichtsreicher ist hier schon eine Klage gegen Müller.
Aber: ich bin kein RA und nur juristischer Laie. Ich weiß auch nicht, ob die Klagefristen nicht bereits abgelaufen sind. Dennoch könnten interessierte Aktionäre, die Mitglied der DSW oder der SdK sind, ja bei diesen beiden Verbänden anfragen, ob sie eine Klage einreichen möchten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.215.916 von gutdrauf9 am 18.04.16 18:14:19Materiell wird durch die Rücknahme des Antrags auf Delisting kein Aktionär geschädigt - im Gegenteil ! Die Aktie ist wieder fungibel.

Die Annahme ist falsch. Was ist denn z.B. mit demjenigen, der nach der Ankündigung gekauft hat und mit einem Abfindungsangebot bzw. Sruchverfahren gerechnet hat?
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.230.697 von Kalchas am 20.04.16 08:40:15Ich würde ja auch liebend gerne klagen, um meine Stücke zum inneren Wert an den Mann bringen zu können. Ich sehe jedoch wenig Chancen: Natürlich kann man argumentieren, dass in einer ad hoc, die kursbestimmend war, ein Delisting angekündigt wurde - aber in dieser ad hoc wurde eben auch kein Abfindungsangebot angekündigt. Daraus lässt sich m.E. keine Rechtsposition eines Käufers nach der ad hoc ableiten - so schmerzlich dies auch ist !
Nochmals: Mir persönlich ist das Klagerisiko viel zu hoch. Falls aber ein Aktionär und RA mitliest, wäre es toll, wenn er/sie Klage einreichen würde - zumindest seine Gebühren fallen dann in die eigene Tasche.
Zudem könnte er/sie Rechtsgeschichte schreiben. Der Fall wurde ja auch bereits in der Literatur diskutiert (Bayer, Walter, Rechtsschutz gegen Delisting nach der Übergangsregelung in § 52 Abs. 9 BörsG n.F. im Fall Sachsenmilch, AG 2016, R3-R4 ). Dort ist auch die Kanzlei Prof. Dr. Jochem Reichert SZA Mannheim erwähnt, über die ein Widerspruch gegen den Widerruf der Börsenzulassung eingelegt worden ist. Falls jemand hierüber Bescheid weiß, wäre ich über eine Mitteilung (gerne auch PM) dankbar.
Ich wäre auch dankbar, wenn jemand, der Mitglied bei DSW oder SdK ist, diese Angelegenheit mit den Verbänden bespräche. Ich selbst bin leider bei keinem der beiden Verbände Mitglied.
Ebenfalls wenn jemand hier ist, dessen Rechtsschutzversicherung einen solchen Fall übernehmen würde.
Leider weiß ich allerdings nicht, wie lange die Klagefrist noch läuft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.239.826 von gutdrauf9 am 21.04.16 00:39:41Da der Antrag des Delistings in die Übergangsfrist gefallen ist, musste zunächst mal kein Angebot an die Aktionäre bei der Ankündigung gemacht werden. Dass ein solches nicht erwänt wurde, sagt also erst einmal gar nichts.

Die Entscheidung stammt von der Börse Frankfurt. Gegen die müsste man sich wenden. Meines Erachtens muss man nichht klagen, man sollte gegen eine Verwaltungsentscheidung erst einmal Beschwerde einreichen können. Eine Klage käme ja wohl erst dann in Frage, wenn der Beschwerde nicht stattgegeben wird.

Wegen des Ausgangs einer Klage kann man natürlich die geäußerten Bedenken haben.
Bevor man überlegt, wen man verklagen müsste, sollte man doch mal das Pferd von vorn besteigen. Auf was würde man denn Klagen. Ist denn irgend einem durch die ganze Geschichte überhaupt ein Vermögensschaden entstanden?
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.241.581 von straßenköter am 21.04.16 09:30:12Natürlich ist da auch ein Vermögensschaden entstanden, wenn man das mit dem gesunden Menschenverstand betrachtet.

Am 29.9.2015, den Tag vor der Ankündigung, war der Kurs 5100 Euro, jetzt ist er zwischen 4500 und 4600 Euro.

Wenn man natürlich wie die Siebenschläfer vom BGH behauptet, man habe vorher und nachher die Aktionärseigenschaft und der Rest wäre irrelevant, dann wäre kein Schaden entstanden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.242.643 von Kalchas am 21.04.16 10:47:29
Zitat von Kalchas: Natürlich ist da auch ein Vermögensschaden entstanden, wenn man das mit dem gesunden Menschenverstand betrachtet.

Am 29.9.2015, den Tag vor der Ankündigung, war der Kurs 5100 Euro, jetzt ist er zwischen 4500 und 4600 Euro.

Wenn man natürlich wie die Siebenschläfer vom BGH behauptet, man habe vorher und nachher die Aktionärseigenschaft und der Rest wäre irrelevant, dann wäre kein Schaden entstanden.


Da wird doch ein Richter in der Tat argumentieren, dass sich doch nichts verändert hat. Im Gegenteil: Die Aktionäre hätten jetzt sogar die Auskunft, dass ein Delisting ohne Abfindungsangebot nicht ohne weiteres möglich ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.242.727 von straßenköter am 21.04.16 10:55:59Das war die Argumentation bei Frosta. Inzwischen ist aber klar, dass der Gesetzgeber das nicht will. Insofen wäre es schon ziemlich alber, wenn die Begründung noch einmal wiedrholt werden sollte. Aber man weiß es nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.245.448 von Kalchas am 21.04.16 14:56:10jetzt mal Butter bei die Fische:

@Kalchas:
Du bist doch Abfindungsspezialist und kennst Dich mit der Rechtsmaterie überaus gut aus. Schreibst Du einen Widerspruch oder einen ähnlichen Rechtsbehelf an die Börse FRA? Ich selbst weiß ja nicht einmal, ob ein Widerspruch das geeignete Rechtsmittel ist: M.E. hat sich der Bescheid der Börse ja nur an die Sachsenmilch AG gerichtet, nur die kann also das Rechtsmittel des Widerspruchs einlegen (und was ich aus meinen Verwaltungsrechtsvorlesungen noch weis beträgt die Frist 1 Monat, die ist inzwischen aber abgelaufen).
Zwar fühlen wir uns als Aktionäre auch durch den Bescheid betroffen, ob aber der Bescheid eine Drittwirkung in dem Sinne hat, das auch ein einzelner Aktionär Widerspruch einlegen kann, weiß ich nicht. Auch ist mir völlig unklar, wie lange in diesem Fall dann die Widerspruchsfrist ist - eventuell können hier die Regelungen bei einem Bescheid ohne Rechtsbefehlfsbelehrung analog angewandt werden. Falls Du RA bist, kannst Du das sicherlich wesentlich besser als ich beurteilen.
Falls Du es für sinnvoll erachten solltest, dass auch andere Aktionäre bei der Börse FRA einen Widerspruch einlegen, bin ich dazu gerne bereit. In diesem Falle bitte ich Dich, einfach einen Musterentwurf hier einzustellen oder per BM zu übersenden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.245.802 von gutdrauf9 am 21.04.16 15:28:12Den Widerruf des Widerufs habe ich gefunden.

http://www.xetra.com/blob/2488922/801e640ba76189c19f876191b8…

Der war am 11.4.2016. Interessant ist ja schon, dass die Sachsenmilch es nicht nötig findet, dies zu melden. Völlig albern ist dann auch noch, dass man die Begründung nur in den Geschäftsräumen einsehen kann.

Ich werde mir mal was überlegen. So geht es ja nun nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.245.802 von gutdrauf9 am 21.04.16 15:28:12Noch eins. Ich bin kein RA. Ich entscheide das mit dem gesunden Menschenverstand. Das hilft aber nicht immer weiter.
Und swup sind die 37 Stück zu 4.100 € auch schon durchgehandelt. Ob da wohl Müller zugeschlagen hat?
Zwar schon über ein Jahr alt, aber trotzdem interessant zu Theo Müller uns seinem "Imperium".
HV 2016
Die Tagesordnung der HV ist online:

http://www.sachsenmilchag.de/fileadmin/sachsenmilchag.de/doc…

Es steht auch eine Satzungsänderung an, zu der bereits ein Gegenantrag vorliegt:

http://www.sachsenmilchag.de/hauptversammlung/146-gegenantra…

Wer fährt nach Leppersdorf?
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.624.367 von gutdrauf9 am 15.06.16 19:59:33Heute ist HV und der Kurs zieht an. Gab es etwa unerwartete Neuigkeiten oder warum kommt hier heute etwas Kaufbereitschaft auf?
Die Produktion gehört uns zwar nicht mehr. Trotzdem ist folgender Artikel interessant:


Plastik in Grießbrei
Desserts von Aldi Nord und Aldi Süd zurückgerufen
14.09.2016, 13:16 Uhr | t-online.de

Rückruf für Desserts von Aldi und Sachsenmilch. Rückruf: Aldi Nord ruft "Grieß Knixx" von Ursi zurück. (Quelle: Hersteller)
Aldi Nord ruft "Grieß Knixx" von Ursi zurück. (Quelle: Hersteller)

Wegen eines Produktionsfehlers rufen Sachsenmilch und die T.M.A. Handelsgesellschaft diverse Desserts und Joghurt zurück. Möglicherweise sind Kunststoffteilchen hineingeraten. Vor dem Verzehr wird gewarnt. Die Grieß-Desserts werden auch bei Aldi Nord und Aldi Süd verkauft. Alle betroffenen Produkte im Überblick.

"Ursi Grieß Knixx"
Wird bei Aldi Nord von der T.M.A. Handelsgesellschaft vertrieben.
Sorten: Rote Grütze, Aprikose, Erdbeer-Himbeer, Heidelbeere, Kirsche
175-Gramm-Becher
MHD: 12.09.2016, 22.09.2016, 26.09.2016, 06.10.2016, 13.10.2016
Desira Grieß Dessert
Wird bei Aldi Süd von der T.M.A. Handelsgesellschaft vertrieben.
Sorten: Rote Grütze, Aprikose, Erdbeer-Himbeer, Heidelbeere, Kirsche
175-Gramm-Becher
MHD: 12.09.2016, 23.09.2016, 26.09.2016, 06.10.2016, 13.10.2016

Kunden bekommen den Kaufpreis erstattet, wenn sie diese Desserts in Filialen von Aldi zurückgeben. Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum ab 19.10.2016 können laut Angaben des Herstellers bedenkenlos verzehrt werden.

Weiterhin gilt ein Rückruf für folgende Milchprodukte von Sachsenmilch:

Unser Joghurt & Zetti Schokoladenplätzchen
150-Gramm-Becher
MHD: 16.09.2016, 27.09.2016, 14.10.2016
Unser Joghurt & Zetti Knusperflocken
150-Gramm-Becher
MHD: 16.09.2016, 27.09.2016, 14.10.2016
Unser Joghurt & Wurzener (Kornflakes Haferperls NATUR und Haferperls SCHOKO)
150-Gramm-Becher
MHD: 24.09.2016, 15.10.2016
Unser Grieß-Dessert
Sorten: Heidelbeere, Kirsche, Rote Grütze
165-Gramm-Becher
MHD: 15.09.2016, 27.09.2016, 13.10.2016
Unsere Rote Grütze Himbeergeschmack mit Vanille-Soße
150-Gramm-Becher
MHD: 17.09.2016, 28.09.2016, 10.10.2016, 21.10.2016

​Auch diese Produkte können gegen Erstattung des Kaufpreises in den Geschäften zurückgegeben werden.
Sachsenmilch AG: Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG - Beschluss zum Delisting

DGAP-News: Sachsenmilch AG / Schlagwort(e): Delisting

2016-09-23 / 10:22
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.



Der Vorstand der Sachsenmilch AG (nachfolgend "Gesellschaft") mit dem Sitz
in Leppersdorf, ISIN DE000A0DRXC4, WKN A0DRXC, hat heute beschlossen, den
Widerruf der Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Handel im
regulierten Markt (General Standard) bei der Frankfurter Wertpapierbörse
als dem einzigen regulierten Markt, zu dem die Aktien der Gesellschaft
zugelassen sind, zu beantragen (sogenanntes Delisting).

Nach positiver Bescheidung des Antrags auf Widerruf der Zulassung und
Wirksamwerden der Entscheidung der Wertpapierbörse Frankfurt würden die
Aktien der Gesellschaft nicht mehr in einem regulierten Markt einer Börse
im Inland oder einem vergleichbaren Markt im Ausland zum Handel zugelassen
sein und gehandelt werden.

Leppersdorf, 23. September 2016


Der Vorstand


Kontakt:
Branislav Fiala, +49 (0) 8236 / 999 - 275




2016-09-23 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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Sprache: Deutsch

Unternehmen: Sachsenmilch AG

An den Breiten

01454 Leppersdorf

Deutschland

Telefon: +49 (0) 3528 / 434 - 0

Fax: +49 (0) 3528 / 434 - 760

E-Mail: aktionaere@sachsenmilch.de

Internet: http://www.sachsenmilchag.de

ISIN: DE000A0DRXC4, DE000A0DRXD2

WKN: A0DRXC, A0DRXD

Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt; Freiverkehr in
Stuttgart


Ende der Mitteilung
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.334.096 von straßenköter am 23.09.16 10:44:00Bin mal gespannt, wann das diesmal widerrufen wird.
Meine (unverbindlich) Sicht übder den Stand der Dinge bzw. weiteren Ablauf ist folgender:

- Die Sachsenmilch AG notiert im regulierten Markt notiert
- Bei Antrag auf Widerruf der Zulassung (Delisting) ist ein Angebot zum Erwerb aller (im Streubesitz befindlichen) Aktien abzugeben
- dies muss mindestens dem gewichteten Durchschnittskurs der letzten 6 Monate vor Delistingankündigung entsprechen
UND JETZT KOMMT DER EINTSCHEIDENDE PUNKT GEM. BÖRSENGESETZ: Sind für die Wertpapiere des Emittenten, auf die sich das Angebot bezieht, während der letzten sechs Monate vor der Veröffentlichung nach § 10 Absatz 1 Satz 1 oder § 35 Absatz 1 Satz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes an weniger als einem Drittel der Börsentage Börsenkurse festgestellt worden und weichen mehrere nacheinander festgestellte Börsenkurse um mehr als 5 Prozent voneinander ab, so ist der Bieter zur Zahlung einer Gegenleistung verpflichtet, die dem anhand einer Bewertung des Emittenten ermittelten Wert des Unternehmens entspricht.

Wenn mann sich den Chart und die Umsätze der letzten 6 Monate (Umsätze nur an 6 Tagen) anschaut, dann kann hier nur dieser Passus zur Anwendung kommen!


Börsengesetz:
§ 39 Widerruf der Zulassung bei Wertpapieren

(1) Die Geschäftsführung kann die Zulassung von Wertpapieren zum Handel im regulierten Markt außer nach den Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes widerrufen, wenn ein ordnungsgemäßer Börsenhandel auf Dauer nicht mehr gewährleistet ist und die Geschäftsführung die Notierung im regulierten Markt eingestellt hat oder der Emittent seine Pflichten aus der Zulassung auch nach einer angemessenen Frist nicht erfüllt.

(2) 1Die Geschäftsführung kann die Zulassung im Sinne des Absatzes 1 auch auf Antrag des Emittenten widerrufen. 2Der Widerruf darf nicht dem Schutz der Anleger widersprechen. 3Bei Wertpapieren im Sinne des § 2 Absatz 2 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes ist ein Widerruf nur zulässig, wenn

1.
bei Antragstellung unter Hinweis auf den Antrag eine Unterlage über ein Angebot zum Erwerb aller Wertpapiere, die Gegenstand des Antrags sind, nach den Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes veröffentlicht wurde oder

2.
die Wertpapiere weiterhin zugelassen sind

a)
an einer anderen inländischen Börse zum Handel im regulierten Markt oder

b)
in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zum Handel an einem organisierten Markt, sofern für einen Widerruf der Zulassung zum Handel an diesem Markt Nummer 1 entsprechende Voraussetzungen gelten.

(3) 1Im Fall des Absatzes 2 Satz 3 Nummer 1 darf das Angebot nicht von Bedingungen abhängig gemacht werden. 2Auf das Angebot ist § 31 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes mit der Maßgabe entsprechend anzuwenden, dass die Gegenleistung in einer Geldleistung in Euro bestehen und mindestens dem gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurs der Wertpapiere während der letzten sechs Monate vor der Veröffentlichung nach § 10 Absatz 1 Satz 1 oder § 35 Absatz 1 Satz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes entsprechen muss. 3Hat während dieses Zeitraums

1.
der Emittent entgegen Artikel 17 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder einer entsprechenden Vorschrift des anwendbaren ausländischen Rechts eine Insiderinformation, die ihn unmittelbar betrifft, nicht so bald wie möglich veröffentlicht oder in einer Mitteilung nach Artikel 17 Absatz 1 dieser Verordnung oder einer entsprechenden Vorschrift des anwendbaren ausländischen Rechts eine unwahre Insiderinformation, die ihn unmittelbar betrifft, veröffentlicht, oder

2.
der Emittent oder der Bieter in Bezug auf die Wertpapiere, die Gegenstand des Antrags sind, gegen das Verbot der Marktmanipulation nach Artikel 15 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 verstoßen,

so ist der Bieter zur Zahlung des Unterschiedsbetrags zwischen der im Angebot genannten Gegenleistung und der Gegenleistung verpflichtet, die dem anhand einer Bewertung des Emittenten ermittelten Wert des Unternehmens entspricht; dies gilt nicht, soweit die in den Nummern 1 und 2 bezeichneten Verstöße nur unwesentliche Auswirkungen auf den nach Satz 2 errechneten Durchschnittskurs hatten. 4Sind für die Wertpapiere des Emittenten, auf die sich das Angebot bezieht, während der letzten sechs Monate vor der Veröffentlichung nach § 10 Absatz 1 Satz 1 oder § 35 Absatz 1 Satz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes an weniger als einem Drittel der Börsentage Börsenkurse festgestellt worden und weichen mehrere nacheinander festgestellte Börsenkurse um mehr als 5 Prozent voneinander ab, so ist der Bieter zur Zahlung einer Gegenleistung verpflichtet, die dem anhand einer Bewertung des Emittenten ermittelten Wert des Unternehmens entspricht.

(4) Auf Emittenten mit Sitz im Ausland finden im Hinblick auf das Angebot nach Absatz 2 die Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes nach Maßgabe des Absatzes 3 entsprechende Anwendung.

(5) 1Die Geschäftsführung hat einen Widerruf nach Absatz 2 unverzüglich im Internet zu veröffentlichen. 2Der Zeitraum zwischen der Veröffentlichung und der Wirksamkeit des Widerrufs darf zwei Jahre nicht überschreiten. 3Nähere Bestimmungen über den Widerruf sind in der Börsenordnung zu treffen.

(6) Im Hinblick auf die Anforderungen des Absatzes 3 bleibt die Rechtmäßigkeit des Widerrufs unberührt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.335.182 von Ahnung? am 23.09.16 12:51:46Das ist die momentane Gesetzeslage. Das sagt ja nichts über den weiteren Verlauf. Vielleicht wird der Vorstand davon wieder überrascht und zieht seinen Antrag abermals zurück.

Ansonsten sollte ein Angebot zumindest in der Höhe des Nettovermögens erfolgen. Das wäre ca. 50 % höher. Ich glaube allerdings nicht, dass es so kommen wird. Das wäre ja schon jahrelang möglich gewesen.

Es dürften über 5 %, aber weniger als 10 % der Aktien im Streubesitz sein. Ein verschmelzungsrechtlicher Squeeze Out wäre auch schon seit Jahren möglich. Der dürfte aber für den Großaktionär interessant sein, weil bei der Verschmelzung auf ein anderes Unternehmen die Verlustvorträge vermutlich nicht mehr genutzt werden könnten.

Rational wäre es eigentlich, wenn man die so schnell wie möglich nutzen würde. Bei einer Änderung der Gesetzeslage könnten die auch ganz flöten gehen. Offenbar sollen die Minderheitsaktionäre davon nicht profitieren. Dann bleibt nur eine Nutzung nach dem Squeeze Out.

Von daher sollten die Minderheitsaktionäre ihre Aktien bündeln. Mit 1.000 Aktien (5 %) wäre ein Squeeze Out dauerhaft zu verhindern. Dann müsste der Großaktinär entscheiden, wie es weitergehen soll. Dann kann er natürlich versuchen, wie bisher die Minderheitsaktionäre auszuhungern, aber eine alleinige Nutzung der Verlustvorträge kann er sich dann auch abschminken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.335.899 von Kalchas am 23.09.16 14:19:23Vielleicht ist Müller nun, nach jahrelangem rumgeiere zu dem Schluss gekommen, dass nun Zeit zum Handeln ist !?

Ich bin mal gespannt auf das "Abfindungsangebot" :rolleyes:
Am Freitag 6 Stücke und heute weitere 3 Stücke zu steigenden Kursen gehandelt.

Auf der Brief-Seite stehen momentan keine Stücke mehr zur Verfügung (getaxter Brief-Kurs).

Es bleibt spannend!
Merkwürdig !?

Erst stehen 77 Aktien bei 4.790 Euro im Brief, dann werden 30 Stück zu 4.790 Euro gehandelt und jetzt stehen 77 Aktien zu 4.600 Euro im Geld (und noch 47 Aktien zu 4.790 Euro im Brief).
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.356.800 von Ahnung? am 27.09.16 13:46:15was ist daran merkwürdig?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.357.007 von gutdrauf9 am 27.09.16 14:06:41Sieht irgendwie nach "Steuerung" des Kurses aus (durch Müller?). Wobei es vom Zeitpunkt her eigentlich keinen Sinn macht.

Event. wird auch eine Kursdeckelung versucht, um hier noch Stücke günstig einsammeln zu können.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.357.322 von Ahnung? am 27.09.16 14:42:15Es hat bereits nach der ersten Ankündigung des Delistings hohe Umsätze in dieser Aktie gegeben und Kurskapriolen nach oben und nach untern.
Es hängt einfach davon ab, ob man glaubt, dass es diesmal Müller erst ist und ein ordentliches Delisting gemacht wird - oder ob man den jetzigen Kurs, der über den 6-Monats-Durchschnitt liegt, zum Exit nutzt.
Mich persönlich würde nicht überraschen, wenn es wieder eine Rücknahme des Delisting-Antrages gäbe (auch wenn ich mir das nicht wünsche, aber dieser Gesellschaft ist alles zuzutrauen).
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.357.433 von gutdrauf9 am 27.09.16 14:58:50Gestern wurden in FRA 77 Stück umgesetzt, in den letzten drei Tagen 86.
Das zeigt, dass die Ansichten sehr gespalten sind: einige sind froh, diese Kurse als Exit nutzen zu können und rechnen mit einer Abfindung zum 6-Monats-Kurs, andere rechnen mit mehr.
Es bleibt hier spannend. Angesichts des erratischen Verhaltens des Hauptaktionärs sind valide Prognosen so gut wie unmöglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.363.655 von gutdrauf9 am 28.09.16 10:09:37In der Tat erstaunlich, wie viele Aktien auf dem Niveau gehandelt werden. Wenn man mal sachlich analysiert, ist das Chance-Risiko-Verhältnis gut. Im Worst-Case versucht Müller den 6-Monatsschnitt zu bieten oder zieht das Delisting erneut zurück. Dann sollte das Downside-Risiko bei etwa 10% liegen. Im Best-Case erfolgt für das Delisting eine gutachterliche Bewertung, so dass der Cashwert ermittelt wird. Dann käme man auf ein Upside von etwa 45%.
DGAP-News: Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH: Mitteilung zu einem beabsichtigten öffentlichen Erwerbsangebot (deutsch)


Di, 04.10.16 11:25


Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH: Mitteilung zu einem beabsichtigten öffentlichen Erwerbsangebot
DGAP-News: Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH / Schlagwort(e): Ankauf
Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH: Mitteilung zu einem beabsichtigten
öffentlichen Erwerbsangebot

04.10.2016 / 11:25
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Die Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH wird ein öffentliches Erwerbsangebot
an die Aktionäre der Sachsenmilch Aktiengesellschaft, An den Breiten, 01454
Wachau OT Leppersdorf, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts
Dresden unter HRB 3102, auslegen.

Die Geschäftsführung wird einen entsprechenden Antrag auf Gestattung des
öffentlichen Erwerbsangebots bei der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht stellen.

Leppersdorf, 4. Oktober 2016


Die Geschäftsführung


Kontakt:
Carsten Schmiedler, +49 (0) 8236 / 999 - 780


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04.10.2016 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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508507 04.10.2016


Quelle: dpa-AFX
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.403.459 von unicum am 04.10.16 12:11:48In Leppersdorf auslegen?

Aha, das ist sicher sinnvoll.

Ist das alles?

Warun sollte die BaFin das gestatten? Die sind doch gar nicht zuständig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.403.459 von unicum am 04.10.16 12:11:48"Auslegen" - in Leppersdorf :cool:

Damit es niemand, bzw. kaum jemand mitbekommt.

Dieser Vorgang ist wohl einmalig in diesem Zusammenhang. Aber tyoisch für Herrn Theo Müller!
http://www.sachsenmilchag.de/fileadmin/sachsenmilchag.de/doc…

http://www.ariva.de/sachsenmilch-aktie/bilanz-guv

6.893 Euro je Aktie. Dies ist der Gegenwert welcher an Geldmitteln (abzüglich der minimalen Verbindlichkeiten) je Aktie zu Buche steht. Dazu kommt der Wert der beträchtlichen festgestellten steuerlichen Verlustvorträge.
Also eine kurzfristige 30 % Chance mit nur geringem Risiko, wenn man warten kann. Erstaunlich, dass der Kurs nicht stärker ansteigt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.421.834 von schaerholder am 06.10.16 14:44:05Vielleicht machen sie aber ein Ertragswertverfahren. Das ist zwar sinnlos, weil das Unternehmen nicht operativ tätig ist. Mal sehen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.421.870 von Kalchas am 06.10.16 14:48:15Hier halte ich alles für möglich - selbst einen nochmaligen Rückzug vom Delisting.
Die Option Ertragswertverfahren scheint für mich realistischer zu sein, als der 6-Monats-Durchschnittskurs. Bei letzterem dürften sie - obwohl es zu dieser Frage noch kein Gerichtsurteil gibt - nicht durchkommen. Anders könnte es beim Ertragswertverfahren sein. Grundsätzlich geht man ja vom Weiterbestehen des Unternehmens aus. Ob dies bei einer Finanzholding Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt.

@ kalchas:
Du scheinst hier derjenige mit den meisten Erfahrungen im rechtlichen zu sein. Gibt es nach Deinen Informationen ähnliche Verfahren in der Vergangenheit, bei dem das Argument eine Rolle spielte, dass das Ertragswertverfahren nicht greife, weil von der Fiktion der Weiterführung des Unternehmens nicht ausgegangen werden kann? und deshalb eine Substanzbewertung vorgenommen wurde (die eine Zerschlagung, Beendigung des Unternehmens unterstellt).

@Ahnung?:
Leider spielt das Argument Verlustvorträge bei den Unternehmensbewertungen keine Rolle, da unsicher ist, ob diese gehoben werden können. Bei Sachsenmilch könnte das nur dann der Fall sein, wenn ein anderes Unternehmen auf unsere Gesellschaft verschmolzen wird. Deshalb kommt auch ein übernahmerechtlicher SO kaum in Frage.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.435.529 von gutdrauf9 am 08.10.16 14:35:07Das Ertragswertverfahren dürfte hier nicht zur Geltung kommen, denn es muss für den vollen Wert der Aktie entschädigt werden. Also unter verschiedenen Möglichkeiten, der höchste Wert. Dies dürfte im vorliegenden Fall eher der Liquidationswert sein, d.h. im hier konkreten Fall Buchwert +- Stille Reserven und Stille Lasten, evl. auch mit Blick auf eine mögliche Liquidation. Der Buchwert liegt aktuell bei ca. 6.898 Euro. Für eine Liquidation dürften keinesfalls mehr als 30 Euro/Aktie anfallen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.435.529 von gutdrauf9 am 08.10.16 14:35:07Wenn es richtig gemacht wird, dann könnte das Ertragswertverfahren durchaus greifen.

Die Sachsenmilch leiht ihr Vermögen aus an Unternehmen im Müller Konzern. In den Geschäftsberichten wurde immer daraug hingewiesen, dass diese Geschäfte risikolos sind. Das impliziert dann eigentlich einen Betafaktor von 0 und dann sollten schon 6700 bis 6800 Euro pro Aktie herauskommen. Hinzu käme der Sonderwert für die Verlustvorträge. Den kann man aber nur bestimmen, wenn die Nutzung klar ist.

Ich befürchte allerdings, dass zunächst mal nicht der Betafaktor 0 eingehen wird und die Verlustvorträge nicht berücksichtigt werden.

Die Fälle sind ja nie konkret vergleichbar. AIRE ginng wohl mal in die Richtung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.435.673 von unicum am 08.10.16 15:13:33Da gar keine Liquidation durchgeführt werden soll, weil sonst die Verlustvorträge nicht genutzt werden können, kann der Liquidationswert nicht richtig sein.
As tatsächlich geplant wir spielt keine Rolle. Es gilt der maximal mögliche Wert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.436.384 von unicum am 08.10.16 18:21:57
ich hab zu 5250€ meine letzte und einzige Aktie verkauft!
....ich glaub der Müller verabschiedet sich mit Sachsenmilch so wie Wüstenrot und Würtembergische dies bei ihrer Lebensversicherung gemacht haben...ein Durchschnittskurs für die Kleinanleger...
danach in der Freiverkehr und anschließend Notiz bei Valora oder gleich der Sprung richtung Valora...
Ich hoff trotzdem für euch das ich mich irre ...wer sich mit Müller und Sachsenmilch beschäftigt hat, sollte wissen welche denke der Müller hat...."für mich alles"...deshalb hab ich verkauft....bei einem normalem Squeeze out müsste Müller 8000€ je Aktie mind. zahlen...bei ca. 1000 Aktien bedeutet dies 3500€ mehr als wenn er 4500€ euch bietet...dies bedeutet in der Denke von Müller 3,5 Mio Mehrausgaben....jemand der nach einem Gerichtsbeschluss 0,11 cent Dividende zahlt, ansonsten nichts, der wird nicht 3,5 Mio freiwillig mehr zahlen!

Wie gesagt ich hoff das ich mich irre...

:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::
:cool:GrußdeSade!:cool:
:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.436.468 von deSade am 08.10.16 18:47:40@deSade

Rhetorische Rückfrage: Warst Du einmal auf einer der Sachsenmich HVs anwesend?

Ich stimme Dir 100-%ig zu, Müller und Sachsenmilch ist ein Alptraum unter CorGov-Aspekten und deckt schonungslos die rechtlichen Lücken im dt. AktG auf.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.439.609 von jkreusch am 09.10.16 15:58:57
Nein...
...ich verfolge nur die Entwicklung von Sachsenmilch seit der Übernahme durch Müller...

:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:
:cool:GrußdeSade!:cool:
:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.439.858 von deSade am 09.10.16 17:15:19War schon jemand in Leppersdorf wegen der "Auslage" ?

Muss der Start der Auslage mitgeteilt werden ?

Oder wäre das Dokument auch alternativ zu erhalten ?

Viele grüße
4.554,94 € bietet Müller - lediglich den Durchschnittskurs der letzten 6 Monate vor Bekanntgabe des Delistings.

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1048424-1061-1070…

Rechtlich ist dies in diesem Fall jedoch UNZULÄSSIG weil gem. Börsengesetz:

.... muss mindestens dem gewichteten Durchschnittskurs der letzten 6 Monate vor Delistingankündigung entsprechen UND JETZT KOMMT DER EINTSCHEIDENDE PUNKT GEM. BÖRSENGESETZ: Sind für die Wertpapiere des Emittenten, auf die sich das Angebot bezieht, während der letzten sechs Monate vor der Veröffentlichung nach § 10 Absatz 1 Satz 1 oder § 35 Absatz 1 Satz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes an weniger als einem Drittel der Börsentage Börsenkurse festgestellt worden und weichen mehrere nacheinander festgestellte Börsenkurse um mehr als 5 Prozent voneinander ab, so ist der Bieter zur Zahlung einer Gegenleistung verpflichtet, die dem anhand einer Bewertung des Emittenten ermittelten Wert des Unternehmens entspricht.

Damit sollte Müller nicht durchkommen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.652.351 von Ahnung? am 09.11.16 10:59:39
Zitat von Ahnung?: 4.554,94 € bietet Müller - lediglich den Durchschnittskurs der letzten 6 Monate vor Bekanntgabe des Delistings.

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1048424-1061-1070…

Rechtlich ist dies in diesem Fall jedoch UNZULÄSSIG weil gem. Börsengesetz:

.... muss mindestens dem gewichteten Durchschnittskurs der letzten 6 Monate vor Delistingankündigung entsprechen UND JETZT KOMMT DER EINTSCHEIDENDE PUNKT GEM. BÖRSENGESETZ: Sind für die Wertpapiere des Emittenten, auf die sich das Angebot bezieht, während der letzten sechs Monate vor der Veröffentlichung nach § 10 Absatz 1 Satz 1 oder § 35 Absatz 1 Satz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes an weniger als einem Drittel der Börsentage Börsenkurse festgestellt worden und weichen mehrere nacheinander festgestellte Börsenkurse um mehr als 5 Prozent voneinander ab, so ist der Bieter zur Zahlung einer Gegenleistung verpflichtet, die dem anhand einer Bewertung des Emittenten ermittelten Wert des Unternehmens entspricht.

Damit sollte Müller nicht durchkommen!


Was passiert, wenn man das Angebot annimmt und Müller später per Gericht verdonnert wird den gutachterlichen Wert zu ermitteln? Erhalten dann die Andiener eine Nachzahlung?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.652.351 von Ahnung? am 09.11.16 10:59:39Hallo Ahnung?
ich kann diese Meldung weder bei der Bafin, noch auf der Sachsenmilch-Netzseite noch bei Bloomberg finden. Woher hast Du die Info über den Angebotspreis?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.652.663 von unicum am 09.11.16 11:28:42Hallo Unicum,

sorry, ich habe vorher den falschen Link hierzu eingestellt. Jetzt der korrekte:

http://www.saho-gmbh.de/fileadmin/sachsenmilchag.de/document…
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.652.351 von Ahnung? am 09.11.16 10:59:39
Zitat von Ahnung?: 4.554,94 € bietet Müller - lediglich den Durchschnittskurs der letzten 6 Monate vor Bekanntgabe des Delistings.

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1048424-1061-1070…

Rechtlich ist dies in diesem Fall jedoch UNZULÄSSIG weil gem. Börsengesetz:

.... muss mindestens dem gewichteten Durchschnittskurs der letzten 6 Monate vor Delistingankündigung entsprechen UND JETZT KOMMT DER EINTSCHEIDENDE PUNKT GEM. BÖRSENGESETZ: Sind für die Wertpapiere des Emittenten, auf die sich das Angebot bezieht, während der letzten sechs Monate vor der Veröffentlichung nach § 10 Absatz 1 Satz 1 oder § 35 Absatz 1 Satz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes an weniger als einem Drittel der Börsentage Börsenkurse festgestellt worden und weichen mehrere nacheinander festgestellte Börsenkurse um mehr als 5 Prozent voneinander ab, so ist der Bieter zur Zahlung einer Gegenleistung verpflichtet, die dem anhand einer Bewertung des Emittenten ermittelten Wert des Unternehmens entspricht.

Damit sollte Müller nicht durchkommen!


Welche Sanktionsmöglichkeiten hat man denn? Anzeige bei der BaFin? Dann kommt nichts dabei raus:cry:
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.654.364 von schaerholder am 09.11.16 14:03:43Klar, man muss den Vorgang den "Beamten" des Bafin mitteilen!

Es wurde in Frankfurt innerhalb der letzten 6 Monate vor Delistingbekanntgabe nur an 6 Tagen ein Kurs festgestellt (also ganz klar weniger als an einem Drittel der Tage, hinsichtlich des im Gesetz genanten Zeitraumes).

Ich habe die Kursstellungen in Frankfurt und die Veränderung zum nächsten gestellten Kurs in den 6 Monaten vor Delistingankündigung hier mal zusammengestellt:

15.04.16: 4.675 € - 1 Aktie
25.04.16: 4.530 € - 2 Aktien (minus 3,1 % zum vor gehandelten Kurs)
30.05.16: 4.099 € - 40 Aktien (minus 9,51 % zum vor gehandelten Kurs)
27.06.16: 4.150 € - 5 Aktien (plus 1,24 % zum vor gehandelten Kurs)
05.07.16: 4.480 € - 4 Aktien (plus 7,95 % zum vor gehandelten Kurs)
01.08.16: 4.649,90 € - 1 Aktie (plus 3,79 % zum vor gehandelten Kurs)

Ich werde die Bafin mal anmailen. Schön wäre es, wenn dies mehrer Streubesitzaktionäre der Sachsenmilch AG machen würden. So würde das Bafin eher mal wachgerüttelt.
Mail an die Bafin in der Sache ist raus. Ich bin mal auf die Reaktion gespannt.

Wer schließt sich an und mailt die Bafin ebenfalls an.

Wir können uns nicht alles gefallen lassen!!!
10 Stücke in Stuttgart und 5 Stücke in Frankfurt werden zu 4.650 € gesucht.
Wer Aktien abgeben möchte kann dies zu 4.700 Euro in Frankfurt und Stuttgart aktuell über dem "Müller-Gebot" tun.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.655.735 von Ahnung? am 09.11.16 15:58:21Über die Zulässigkeit das Delisting entscheidet ja nicht die BaFin, sondern hier der Börsenvorstand der Frankfurter Börse und da sollte das Ergebnis ja klar sein. Dieses Angebot recht nicht aus.

Gegen eine anderslautende Entscheidung muss man dann vermutlich beim Verwaltungsgericht vorgehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.676.144 von Kalchas am 11.11.16 17:58:27Abfindungsangebot zu 4554.94 erhalten.
Frist bis 14.12.16.
was,wenn man darauf nicht reagiert?
viele Grüsse.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.679.591 von nemus am 12.11.16 11:36:20Die Aktien bleiben im Depot, es passiert zunächst nichts. Nachteil ist dann zweifelsohne, dass nach der Einstellung der Börsennotitz kein Handel mehr möglich ist. Valora wird bestimmt außerbörslich die Aktien handeln. Die Geld-/Briefspannen sind aber hier sehr groß.

Alternativ müsste man auf die Börse Hamburg zugehen, um dort um ein Listing ersuchen. Wer könnte hier tätig werden?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.680.737 von Ahnung? am 12.11.16 16:27:18danke für die Antwort,aber ""Nicht reagieren"scheint mir dann doch keine vernünftige Alternative.
Den wahren Wert der Aktie zu erhalten--also ca.6000 Euro-- bleibt nur Wunschdenken?
Oder lässt sich dies mit vertretbarem Risiko und Aufwand erreichen?
Verwaltungsgericht wegen 1 Aktie?
Vielleicht kannst Du hierzu noch etwas sagen.?
Oder sich abfinden mit der "Minimalsumme" von 4554.94?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.680.890 von nemus am 12.11.16 17:01:15Bis jetzt gibt es keine Entscheidung der Börse Frankfurt. Sollte die dem Delisting stattgeben, dann müsste ein Aktionär dagegen vorgehen. Das positive Ergebnis in einem solchen verfahren kann nur sein, dass die Aktie börsennotiert bleibt.

Bevor nicht klar ist. ob es ein Delisting geben wird, sollte man nicht andienen. Wenn es zu keinem Delisting kommt, bekommt man die Aktien jedenfalls nicht mehr zurück. Es ist ja auch schon ein Delistingantrag zurückgezogen worden. Das kann ja wieder passieren.

Kommt es zu einem Delisting, dann ist immer noch nicht klar, ob die Aktie in einem Freiverkehr notiert wird. Wenn nicht, wird es mit der Handelbarkeit der Aktie schwierig. Wenn man das Geld braucht, dann sollte man verkaufen. Meistens gibt es an der Börse aber mehr als das Angebot von Müller. Wenn man das Geld nicht braucht, dann wartet man halt auf den Squeeze Out. Da sollte es erheblich mehr geben als dieses Angebot als auch die von Dir genannten 6000 Euro. Über den Zeitablauf kann man nichts sagen. Die Sachsenmilch hat ganz erhebliche Verlustvorträge, aber kein opeatives Geschäft. Normalerweise müsste der müller daran interessiert sein, die Verlustvorträge möglichst schnell zu nutzen. Die Nutzung könnte ja durch weitere Gesetzesänderungen erschwert werden oder ganz verhindert werden. Von daher wäre ja eigentlich klar, wie man rational entscheiden würde. Das hat aber, wie man seit Jahren sieht, offenbar niemand vor.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.681.115 von Kalchas am 12.11.16 17:40:23"Dann wartet man halt auf den Squeez Out"
wenn man das Geld in absehbarer Zeit nicht braucht.

Warum sollte Müller den Q.O. anstreben?
Kann er uns nicht einfach weiter hängen lassen?
Was verliert er?
Oder hängt dies mit der Verwertung der Verlustvorträge zusammen und der Q.O.wäre tatsächlich ganz in seinem Interesse.
Andernfalls,warum hat er den dann nicht schon längst gemacht,oder war er wegen der noch freien Aktionäre nicht in der Lage dazu und ist es auch momentan nicht.
Fazit:
Auf den Q.O. spekulieren.
Oder alternative Überlegung:
Um den Q.O.vollziehen zu können,müsste er noch weitere Aktien aufkaufen-- und die sollte man vernünftigerweise nicht unter 6000 Euro abgeben?
Richtig?.
Kann manDich so verstehen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.681.919 von nemus am 12.11.16 21:05:44Es ist ja nun offensichtlich, dass Müller nicht teilen will. Das gilt dann insbesondere für die Nutzung der steuerlichen Verlustvortträge. Sogar das operative Geschäft wurde abgegeben. Verzichten wird er auf eine Nutzung nun auch nicht. Da liegt es nahe, dass dies nach einem Squeeze Out erfolgen soll. Wirtschaftlich ist das unsinnig, aber wenn der Großaktinör meint, sich und allen anderen Aktionären zu schaden, dann kann er das tun.

Im Grunde ist das Delisting ja seine letzte Patrone, um auf eine 95 %- Mehrheit zu kommen. Ich glaube aber, dass er sich verrechnet. Laut den Angebot fehlen für die 95 % knapp 1500 Aktien. Die bekommt er nie mit diesem Angebot, und danach, ohne dass die Aktie an der Börse gehandelt wird, erst recht nicht.

Ein verschmelzungsrechtlicher Squeeze Out, bei dem 90 % nötig sind, bringt dem Großaktionär auch nichts, da er dann nach meinem Verständnis die steuerlichen Verlustvorträge nicht mehr nutzen kann. Selbst die 90 % wird er mit dem Angebot nicht erreichen.

Man muss jetzt die Bekanntmachungen der Frankfurter Börse zu Sachsenmilch beachten. Bis jetzt gibt es aber nichts Neues.

http://www.xetra.com/xetra-de/newsroom/fwb-bekanntmachungen-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.684.928 von Kalchas am 13.11.16 20:05:11
Zitat von Kalchas: Es ist ja nun offensichtlich, dass Müller nicht teilen will. Das gilt dann insbesondere für die Nutzung der steuerlichen Verlustvortträge. Sogar das operative Geschäft wurde abgegeben. Verzichten wird er auf eine Nutzung nun auch nicht. Da liegt es nahe, dass dies nach einem Squeeze Out erfolgen soll. Wirtschaftlich ist das unsinnig, aber wenn der Großaktinör meint, sich und allen anderen Aktionären zu schaden, dann kann er das tun.

Im Grunde ist das Delisting ja seine letzte Patrone, um auf eine 95 %- Mehrheit zu kommen. Ich glaube aber, dass er sich verrechnet. Laut den Angebot fehlen für die 95 % knapp 1500 Aktien. Die bekommt er nie mit diesem Angebot, und danach, ohne dass die Aktie an der Börse gehandelt wird, erst recht nicht.

Ein verschmelzungsrechtlicher Squeeze Out, bei dem 90 % nötig sind, bringt dem Großaktionär auch nichts, da er dann nach meinem Verständnis die steuerlichen Verlustvorträge nicht mehr nutzen kann. Selbst die 90 % wird er mit dem Angebot nicht erreichen.

Man muss jetzt die Bekanntmachungen der Frankfurter Börse zu Sachsenmilch beachten. Bis jetzt gibt es aber nichts Neues.

http://www.xetra.com/xetra-de/newsroom/fwb-bekanntmachungen-…


Der "Endspiel-Studie" von Solventis war zu entnehmen, dass es einen Gesetzentwurf zur Neuausrichtung der steuerlichen Verlustverrechnung gibt, so dass Verlustvorträge bei Anteilserhöhungen nicht mehr verfallen können.

Ich habe mal ein wenig gegoogelt. Das Thema scheint auf einem fortgeschrittenem Weg zu sein:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/…

http://mobile.deloitte-tax-news.de/steuern/unternehmensteuer…
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.685.159 von straßenköter am 13.11.16 21:00:46Viel mehr als hundert Aktien gehen in einem Jahr nicht um. In dem Tempo hätte Müller sein Ziel in Jahren erreicht. Ob er dann noch jetzigen die Verlustvorträge nutzen kann, hängt von Gesetzesänderungen in der Zwischenzeit ab. Das könnte ja so laufen, dass es einen Zeitrahmen für die Verrechnung von Verlusten gibt.

Von daher wäre es ja eigentlich rational, die so schnell wie möglich zu nutzen. Aber darum scheint es halt nicht zu gehen. Das gilt ja schon seit Jahren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.685.417 von Kalchas am 13.11.16 22:09:50kalchas,vielen Dank für die Antworten und die Geduld,
aber ,dass ich es endlich kapiere,
was ist also Müllers Ziel, von dem Du sprichst?
Was hat es mit den 90 oder 95% auf sich?
Was kann er damit erreichen.
Ist das das Ziele, von dem Du geschrieben hast?
Gibt es sowas wie den sog. worst case für uns Aktionäre.?
(den man ihm dann wohl besser nicht auf die Nase bindet)
Warum hat Müller die Verlustvorträge nicht schon längst verbraucht,oder hängt dies damit zusammen,dass er
nicht mit den freien Aktionären teilen will?
Wie könnte er dies erreichen und ist das das von Dir angesprochene Ziel.
Ich kenn mich irgendwie nicht aus--- klare Empfehlung scheint aber zu sein- unter der Voraussetzung, dass man
das Geld nicht braucht--das Andienungsangebot nicht anzunehmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.689.632 von nemus am 14.11.16 14:53:03Ich nehme mal an, dass Müller mit den übrigen Aktionäten nicht teilen will, was dann bedeutet, dass er die steuerlichen Verliustvoträge erst nutzen will, wenn alle Aktionäre draußen sind.

Den Ausschluß der Aktionäre erreicht er mit einem Beschluss der HV. Einen Antrag auf die HV kann er aber nur stellen, wenn er die nötige Mehrheit besitzt. Dazu müsste er eine Bewertung der Sachsenmilch erstellen lassen und eine Abfindung in Höhe des Unternehmenswerts bieten. Als Minderheitsaktionär kann man den Wert gerichtlich überpfüfen lassen.

Für einen Squueze Out braucht er mindestens 95 %. Das wäre aus Müllers Sicht zielführend. Danach würde er versuchen die Verlustvorträge zu nutzen. Das ist unproblematisch, da die Sachsenmilch weiter existiert.

Die andere Möglichkeit wäre ein verschmelzungsrechtlicher Squeeze Out. Dazu benötigt er 90 %. Daraufhiin wird die Sachsenmilch auf ein anderes Unternehmen verschmolzen (also quasi fusioniert). Damit würde die Sachsenmilch nicht mehr existieren und die Verlustvorträge dürften nicht mehr genutzt werden können.

Der Worst Case ist halt, dass sich die Sache hinzieht und man die Aktie nach einem Delisting nicht mehr handeln kann. Das ist schlecht, wenn absehbar ist, dass man das Geld braucht.

Bei einem außerbörslichen Verkauf (egal wie man einen Käufer findet) macht das bez. der Abgeltungssteuer mehr Arbeit, allerdings nur wenn die Aktien nach dem 31.12.2008 gekauft wurden. Die Bank weiß von den Preisen nichts, berechnet also keine Abgeltungssteuer. Rechtlich so, dass die Bank 25 % des Kaufpreises (!) einbehalten muss, obwohl eventuell gar kein Gewinn angefallen ist. Das muss man dann im Rahmen der Steuererklärung korrigieren lassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.689.848 von Kalchas am 14.11.16 15:19:02Das mit der Pauschalbesteuerung kenne ich bei Wertpapieren, wenn die Einstandsdaten nicht vorliegen. Ich habe bislang nur außerbörslich verkauft, wobei ich den Verkaufsauftrag bei Schnigge über meine Depotbank erteilt habe. Die Abrechnung war ganz normal. Valora hat mir mitgeteilt, dass bei einer Transaktion die Abrechnung an die Depotstelle weiterzuleiten ist. Dann würde man die Daten nachpflegen. Ob dies in der Praxis wirklich so ist, kann ich Dir leider noch nicht sagen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.690.004 von straßenköter am 14.11.16 15:42:42Ich meine den Fall, dass man einen privat verkauft. Hatte ich schon, ist halt lästig. Es nutzt noch nicht mal was, wenn man den Verkaufspreis der Bank mitteilt. Unter Umständen zahlt man vorab Steuern, obwohl gar kein Gewinn angefallen ist. Die Zurückerstattung muss man dann beantragen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.690.181 von Kalchas am 14.11.16 16:01:03
Zitat von Kalchas: Ich meine den Fall, dass man einen privat verkauft. Hatte ich schon, ist halt lästig. Es nutzt noch nicht mal was, wenn man den Verkaufspreis der Bank mitteilt. Unter Umständen zahlt man vorab Steuern, obwohl gar kein Gewinn angefallen ist. Die Zurückerstattung muss man dann beantragen.


Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Gut, dass Du es erwähnst. Ich habe nämlich einen Delistingtitel, da rennt mir der Großaktionär schon länger hinterher. Stimmt, da müsste man die Problematik in der Tat haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.689.848 von Kalchas am 14.11.16 15:19:02Wenn Müller wirklich einen Squeeze Out mit 95% will, hat er nicht verstanden wie ein Delisting funktioniert. Zum jetzigen Kurs bekommt er fast nichts. Bietet er irgendwas >5500€ hätte er Chancen, weil man dann beginnt Chancen und Risiken gegenzurechnen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.690.004 von straßenköter am 14.11.16 15:42:42Es sind sogar 30 %.

§43 a EstG, Absatz 2 und Satz 10

Liegt ein Börsenpreis nicht vor, bemisst sich die Steuer nach 30 Prozent der Anschaffungskosten.

Ich war da doch ziemlich überracht. Wenn auch kein Einstandkurs bekannt ist, dann muss die Bank das melden. Den Fall sollte es hier nicht geben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.690.241 von straßenköter am 14.11.16 16:07:03Ich hatte auch einen solchen Fall - Verkauf an den Großaktionär außerbörslich (jedoch noch zu einem Zeitpunkt, in dem die Aktie in Hamburg (oder sonstwo) gelistet war)

Meine Bank hat dann wie folgt abgerechnet:
(Börsen-)Kurs des Tages, an dem ich die Aktie an den Großaktionär übertragen habe (also nicht mein Verkaufspreis!) ./. Einstandspreis
Davon gingen dann 25 % Steuern ab.

Ich selbst habe dann in der Steuererklärung noch zusätzlich versteuert:
meinen Verkaufspreis ./. (Börsen-)Kurs des Tages, an dem ich die Aktie an den Großaktionär übertragen habe .... und davon 25 % gelöhnt.

Dies war allerdings nur deshalb möglich, weil die Aktie noch irgendwo in irgendeinem Segment notiert war. Im Falle eines kompletten Delistings ist das dann natürlich nicht mehr möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.690.256 von straßenköter am 14.11.16 16:10:03Chancen und Risiken,
am Besten für uns wäre dann doch wohl der sog.Squeez Out
Auf ein Angebot seinerseits gingen wir sicher ein.
Herr Müller müsste dann aber die Verlustvorträge mit den paar freien Aktionären teilen.
Was wäre dann eine Aktie ungefähr wert?
Was hätte Herr Müller davon?
Er könnte die Rechtsform AG. auflösen?
Er könnte die Verlustvorträge nützen.
Und unsere Risiken?
Wenn er delistet:
Wir Aktionäre können unsere Aktien noch schlechter handeln und sind gleichsam enteignet.Wenn das über Jahre weiter so liefe,wäre dies natürlich mies.
Dann müsste man ihm besser irgendwie entgegen kommen,nur wie?
Und Müllers Risiken?
Er kann seine Verlustvorträge nicht nutzen?
Sehe ich dies in etwa so richtig.
M.E. wird Müller den Squeez Out so lange als möglich vermeiden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.695.929 von nemus am 15.11.16 10:33:05Aktionär bleibt man auch noch nach dem Delisting. Folglich wirst Du dadurch nicht enteignet. Es ist eventuell schwer, einen Käufer für einen anständigen Preis zu finden.

Auch bei einem Squeeze Out wird Müller bez. der Verlustvorträge nicht teilen wollen. Die Sachsenmilch hat ja kein operatives Geschäft mehr und verleiht nur noch ihr Vermögen im Müller-Konzern. Operatives Geschäft dürfte erst nach dem Squeeze Out eingebracht werden. Der Verlustvortrag würde also bei einer Bewertung anlässlich des Squeeze Outs nicht berücksichtigt werden. Allerdings sollte ja zumindest das Nettovermögen verteilt werden können. Das sind gut 137 Mio Euro. Das wären dann 6.850 Euro pro Aktie. Die will er aber offenbar nicht zahlen.

Natürlich kann Müller die Aktionäre zeitlich lahm legen. Anders herum funktioniert das aber auch. Die Aktionäre will er los werden, schafft es aber nicht. Mit einem Delisting, das ich bei diesem Angebot nicht sehe, hat er sein Pulver eh verschossen.

Bei einer Umwandlung in eine GmbH müsste er ja wiederum eine Unternehmensbewertung machen lassen und ein Angebot machen, welches wiederum gerichtlich überprüft werden kann. Das ist ja dann keine Drohung. Es ist dann noch so, dass man dieses Angebot gar nicht annehmen muss, sondern GmbH-Gesellschafter werden kann. Das spricht eigentlich gegen dieses Vorgehen. Bei einem Squeeze Out würden alle Minderheitsaktionäre ausscheiden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.696.244 von Kalchas am 15.11.16 11:13:02Der Weg über eine GmbH würde funktionieren, weil er damit die 95%-Marke knacken würde. Und danach käme der Squeeze Out, so wie es bei der GmbH-Umwandlung bei Update Software war. Dennoch kann dies nicht der Weg sein, da er keinerlei Vorteile gegenüber einem vernünftigen Angebot bietet. Zudem wird bei einer Umwandlung genauso ein Gutachten für die Abfindung herangezogen. Der GmbH- oder KG-Weg ist also nur in Sondersituationen wie z.B. bei den Immobuden sinnvoll. Deshalb könnte Westgrund hier einer der nächsten Kandidaten sein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.696.379 von straßenköter am 15.11.16 11:30:36Gibt es denn bei einer deutschen GmbH die Möglichkeit eines Squeeze Outs? Ist mir nicht bekannt.

Update ist nicht relevant, da es sich um ein österreichisches Unzternehmen handelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.696.475 von Kalchas am 15.11.16 11:40:57
Zitat von Kalchas: Gibt es denn bei einer deutschen GmbH die Möglichkeit eines Squeeze Outs? Ist mir nicht bekannt.

Update ist nicht relevant, da es sich um ein österreichisches Unzternehmen handelt.


Ich war bei Update nur bis zum Widerspruch dabei. Es scheint aber einen "Squeeze Out" für GmbHs zu geben:
http://spruchverfahren.blogspot.de/search?q=update+software
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.696.244 von Kalchas am 15.11.16 11:13:02vielen Dank für die Antwort.
Du schreibst:"Natürlich kann Müller die Aktionäre lahm legen"( das meinte ich salopp unter gleichsam enteignen,wenn dies über Jahre sich so verhält).
"Anders herum funktioniert das aber auch",soll heissen, wir vermasseln ihm sein Ziel,uns los zu werden!
Natürlich kann ich als 1 Aktie-Halter auf das Geld verzichten--aber von Müller weiterhin über Jahre lahm gelegt zu werden, würde mich schon stören.
Nun frage ich mich,in wieweit er es als störend empfindet,uns nicht los zu werden.
Die Frage ist also,wer stört sich mehr,
oder anders gefragt,was stört den Herrn Müller so gewaltig uns Kleinaktionären?
Will er einfach aus Eigensucht nur 4554.94Euro bezahlen, ich auf der anderen Seite aber meine,mich damit nicht abspeisen lassen zu müssen.
Ein Pokerspielchen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.696.571 von straßenköter am 15.11.16 11:53:07Das war aber in Österreich, aber wer weiß, vielleicht wird der Firmensitz auch noch nach Österreich verlagert.

Aber beim Spruchverfahren ist die Rechtslage nicht anders als in Deutschland. Viel gewinnt der Müller dadurch nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.696.607 von Kalchas am 15.11.16 11:56:49
Zitat von Kalchas: Das war aber in Österreich, aber wer weiß, vielleicht wird der Firmensitz auch noch nach Österreich verlagert.

Aber beim Spruchverfahren ist die Rechtslage nicht anders als in Deutschland. Viel gewinnt der Müller dadurch nicht.


Österreich in Deutschland haben eine ziemlich ähnliche Rechtsprechung. Dennoch ist es natürlich ungewiss, ob dies in Deutschland 1:1 so ist. Für Sachsenmilch macht wie gesagt die Umwandlung sowieso keinen Sinn. Wenn Müller einen Squeeze Out plant, kommt er um den Cashwert nicht herum.
Sachsenmilch Aktiengesellschaft
Leppersdorf
Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft
Gemeinsame Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats der
Sachsenmilch AG, An den Breiten, 01454 Wachau OT Leppersdorf
gemäß den §§ 27 Abs. 1, 14 Abs. 3 des Wertpapiererwerbs- und
Übernahmegesetzes zum Delisting-Erwerbsangebot (Barangebot) der
Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH, An den Breiten, 01454 Wachau OT Leppersdorf
an die Aktionäre der Sachsenmilch AG, Wachau OT Leppersdorf
zum Erwerb ihrer Aktien an dieser Gesellschaft mit der
ISIN: DE000A0DRXC4
gegen Zahlung einer Geldleistung

Die Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH („Bieterin“) hat am 09.11.2016 nach § 14 Abs. 2 und 3 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes („WpÜG“) eine Angebotsunterlage im Sinne des § 11 WpÜG („Angebotsunterlage“) für ihr Delisting-Erwerbsangebot (Barangebot) („Angebot“) an die Aktionäre der Sachsenmilch AG, Wachau OT Leppersdorf („Zielgesellschaft“) zum Erwerb aller nicht unmittelbar von der Bieterin gehaltenen nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Zielgesellschaft (ISIN DE000A0DRXC4), entsprechend ca. 14,46 % des Grund-kapitals und der Stimmrechte der Zielgesellschaft, gegen Zahlung einer Geldleistung von 4.554,94 EUR („Angebotspreis“) je Aktie veröffentlicht. Die Angebotsunterlage wurde dem Vorstand der Sachsenmilch AG („Vorstand“) durch die Bieterin am 09.11.2016 übermittelt und im Anschluss daran dem Aufsichtsrat der Sachsenmilch AG („Aufsichtsrat“) zugeleitet.

Die Angebotsunterlage kann nach Angaben der Bieterin in deutscher Sprache unter http://www.saho-gmbh.de abgerufen werden und wird bei der UniCredit Bank AG, Arabellastr. 12, 81925 München, Telefax: 0049-89-378-44081, Email: tender-offer@unicreditgroup.de zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.

Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft geben dazu folgende gemeinsame Stellungnahme gemäß § 27 Abs. 1 WpÜG („Stellungnahme“) ab:
I.

Allgemeine Informationen zur Stellungnahme
1.

Rechtliche Grundlage der Stellungnahme

Gemäß § 27 Abs. 1 Satz 1 WpÜG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat eine begründete Stellungnahme zum Delisting-Erwerbsangebot sowie zu jeder seiner Änderungen abzugeben.
2.

Tatsächliche Grundlagen für die Stellungnahme

Sämtliche in dieser Stellungnahme enthaltenen Angaben, Erwartungen, Beurteilungen und in die Zukunft gerichteten Aussagen und Absichten beruhen auf den Informationen, über die der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat im Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Stellungnahme verfügt, bzw. geben jeweils seine zu diesem Zeitpunkt bestehenden Einschätzungen oder Absichten wieder. Diese können sich nach dem Datum der Veröffentlichung der Stellungnahme ändern. Eine Aktualisierung dieser Stellungnahme werden Vorstand und Aufsichtsrat nur im Rahmen der nach deutschem Recht bestehenden Pflichten vornehmen.

Die Angaben zu Absichten der Bieterin beruhen auf Aussagen und Mitteilungen der Bieterin, die Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft nicht verifizieren können. Soweit diese Stellungnahme auf die Angebotsunterlage Bezug nimmt oder diese zitiert oder wiedergibt, handelt es sich um bloße Hinweise, durch welche der Vorstand und Aufsichtsrat sich die Angebotsunterlage der Bieterin aber weder zu eigen machen noch eine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angebotsunterlage übernehmen.
3.

Eigenverantwortliche Entscheidung der Aktionäre der Zielgesellschaft

Der Vorstand und Aufsichtsrat weisen darauf hin, dass ihre Aussagen und Beurteilungen in dieser Stellungnahme die Aktionäre der Zielgesellschaft nicht binden und die Stellungnahme keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die Aktionäre der Zielgesellschaft haben vielmehr ihre eigene Entscheidung über die Annahme oder Nichtannahme des Angebots anhand der Angebotsunterlage sowie anhand aller sonstigen ihnen zur Verfügung stehenden Erkenntnisquellen (einschließlich einer von ihnen eingeholten individuellen Beratung) und unter Berücksichtigung ihrer individuellen steuerlichen und anderen Belangen zu treffen.
Der Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen insbesondere, dass alle Personen, die die Angebotsunterlage außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erhalten oder die das Angebot annehmen möchten, aber den Wertpapiergesetzen einer anderen Rechtsordnung als der der Bundesrepublik Deutschland unterliegen, sich über diese Gesetze informieren und diese einhalten.
4.

Veröffentlichung der Stellungnahme und etwaiger zusätzlicher Stellungnahmen zu möglichen Änderungen des Angebots

Die Stellungnahme wird, ebenso wie alle Stellungnahmen zu etwaigen Änderungen des Angebots, bis zum 14.12.2016, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) gemäß den §§ 27 Abs. 3, 14 Abs. 3 Satz 1 WpÜG durch Bekanntgabe im Internet unter der Adresse http://www.sachsenmilchag.de veröffentlicht; Kopien davon werden bei der Zielgesellschaft unter der Anschrift An den Breiten, 01454 Wachau OT Leppersdorf, Telefon: 03528-434-0, Email: aktionaere@sachsenmilch.de zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Stellungnahmen zu etwaigen Änderungen des Angebots werden gemäß den §§ 27 Abs. 3, 14 Abs. 3 Satz 1 WpÜG im elektronischen Bundesanzeiger und im Internet unter der vorstehend genannten Adresse der Gesellschaft veröffentlicht.

Diese Stellungnahme wird ausschließlich in deutscher Sprache veröffentlicht.
II.

Informationen zur Zielgesellschaft und zur Bieterin
1.

Informationen zur Zielgesellschaft
1.1

Kapitalverhältnisse: Das Grundkapital der Sachsenmilch AG beträgt EUR 51.129,19.
1.2

Anteilsverhältnisse: Circa 85,54% des Grundkapitals und der Stimmrechte werden von der Bieterin gehalten, weitere 5,44% werden von der TML-Invest S.a r.l gehalten. Der Rest ist im Streubesitz.
1.3

Überblick über die Geschäftstätigkeit: Gegenstand der Sachsenmilch AG ist die unmittelbare oder mittelbare Tätigkeit auf dem Gebiet der Verwaltung ihres Vermögens.
1.4

Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft: Mitglieder des Vorstands sind die Herren Johannes Gufler und Branislav Fiala. Mitglieder des Aufsichtsrats sind Herr Theobald Müller, Frau Susanne Müller und Herr Wilfried Neuß.
1.5

Tochtergesellschaften: Die Zielgesellschaft hat keine Tochtergesellschaften.
1.6

Börsenzulassung: Die Sachsenmilch-Aktien werden im regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter ISIN DE000A0DRXC4 / WKN A0DRXC (Inhaber Aktien) gehandelt. Der Vorstand der Zielgesellschaft hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Zielgesellschaft am 23.09.2016 beschlossen, einen Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der Zielgesellschaft zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse zu stellen.
2.

Informationen zur Bieterin und zu den mit der Bieterin gemeinsam handelnden Personen
2.1

Kapitalverhältnisse: Das Stammkapital beträgt EUR 100.000,-
2.2

Anteilsverhältnisse: 94,9% der Geschäftsanteile werden von der Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG mit Sitz in Fischach gehalten, 5,1% der Geschäftsanteile werden von der TM Dairy Finance S.a r.l mit Sitz in Luxemburg/Luxemburg, gehalten.
2.3

Überblick über die Geschäftstätigkeit: Unternehmensgegenstand ist der Erwerb sowie das Verpachten und die Veräußerung von Anlagevermögen zum Betrieb einer Molkerei am Standort Leppersdorf und die Funktion als Holding-Gesellschaft der Sachsenmilch AG mit Sitz in Wachau.
2.4

Zusammensetzung der Geschäftsführung: Mitglieder der Geschäftsführung sind die Herren Günter Brandmeier und Carsten Schmiedler. Die Bieterin hat keinen Aufsichtsrat.
2.5

Tochtergesellschaften: Die Sachsenmilch AG ist das einzige Tochterunternehmen der Bieterin.
2.6

Mit der Bieterin gemeinsam handelnde Personen: Die Zielgesellschaft ist eine mit der Bieterin gemeinsam handelnde Person im Sinne vom § 2 Abs. 5 Satz 1 und Satz 3 WpÜG. Ferner sind die in der Anlage 1 aufgeführten direkten oder indirekten Mutterunternehmen der Bieterin sowie deren jeweiligen direkten oder indirekten Tochterunternehmen gemeinsam handelnde Personen.
2.7

Beteiligung der Bieterin an der Zielgesellschaft: Die Bieterin ist an der Zielgesellschaft mit ca. 85,54% des Grundkapitals und der Stimmrechte beteiligt.
III.

Hintergrund und Einzelheiten des Angebots
1.

Maßgeblichkeit der Angebotsunterlage

Im Folgenden werden einige ausgewählte Informationen aus dem Angebot der Bieterin dargestellt, die aus Sicht des Vorstands und des Aufsichtsrats für die Zwecke dieser Stellungnahme bedeutsam sind. Für weitere Informationen und Einzelheiten (insbesondere im Hinblick auf die Angebotsbedingungen, die Annahmefristen, die Annahmemodalitäten und die Rücktrittsrechte) werden die Aktionäre der Sachsenmilch AG auf die Ausführungen in der Angebotsunterlage verwiesen. Die folgenden Informationen fassen lediglich in der Angebotsunterlage enthaltene Informationen zusammen. Die Beschreibung des Angebots in dieser Stellungnahme erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für den Inhalt und die Abwicklung des Angebots sind allein die Bestimmungen der Angebotsunterlage maßgeblich. Jedem Aktionär der Sachsenmilch AG obliegt es in eigener Verantwortung, die Angebotsunterlage zur Kenntnis zu nehmen und die für ihn notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.
2.

Hintergründe des Angebots

Der Vorstand der Sachsenmilch AG hat am 23.09.2016 durch eine Ad-hoc-Mitteilung bekanntgegeben, dass er bei der Frankfurter Wertpapierbörse den Widerruf der Zulassung der Sachsenmilch-Aktien zum regulierten Markt (Delisting) beantragen wird. Die Sachsenmilch AG hat damit die Konsequenz aus dem geringen Streubesitz und den damit verbundenen geringfügigen Handelsvolumina mit Sachsenmilch-Aktien sowie aus dem Umstand gezogen, dass die Zulassung zum regulierten Markt für die Sachsenmilch AG unter dem Gesichtspunkt der Nutzung des Kapitalmarkts zur Eigenmittelaufnahme keinen nennenswerten Mehrwert hat und die mit der Zulassung verbundenen Kosten und Aufwendungen nicht mehr rechtfertigt. Vor diesem Hintergrund hat sich die Bieterin als historischer Mehrheitsaktionär entschieden, den außenstehenden Aktionären das Delisting- Erwerbsangebot zu unterbreiten und ihnen damit die Möglichkeit zu geben, ihre Aktien an der Sachsenmilch AG zu verkaufen.
3.

Stand behördlicher Genehmigungen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat am 08.11.2016 die Veröffentlichung der Angebotsunterlage bzw. des Delisting-Angebots als zuständige Behörde gestattet.
4.

Angebotspreis

EUR 4.554,94 je Sachsenmilch-Aktie
5.

Annahmefrist
Beginn: 9. November 2016
Ende: 14. Dezember 2016, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main)
IV.

Art und Höhe der angebotenen Gegenleistung
1.

Art der Gegenleistung

Bei dem Angebot der Bieterin handelt es sich um ein Delisting-Erwerbsangebot, das ausschließlich eine Geldleistung vorsieht. Für dieses gelten gesetzliche Mindestpreisregeln. Eine Gegenleistung in Form liquider Aktien ist nicht vorgesehen.
2.

Angebotspreis

Die Bieterin bietet einen Angebotspreis in Höhe von 4.554,94 EUR je Sachsenmilch-Aktie einschließlich Gewinnanteilsberechtigung für das Geschäftsjahr 2016 an.
3.

Mindestangebotspreis nach WpÜG

Soweit Vorstand und Aufsichtsrat dies aufgrund der ihnen zur Verfügung stehenden Informationen beurteilen können, erfüllt der Angebotspreis je Sachsenmilch-Aktie von 4.554,94 EUR die Mindestpreisanforderungen gemäß § 31 WpÜG in Verbindung mit den §§ 3 ff WpÜG - Angebotsverordnung.

Nach § 5 WpÜG-Angebotsverordnung muss bei einem Erwerbsangebot gemäß den §§ 29 ff WpÜG die Gegenleistung mindestens dem gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurs der jeweiligen Aktie während der letzten drei Monate vor der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe des Angebots entsprechen („3-Monats-Durchschnittskurs“). Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bestimmte Durchschnittskurs zum Stichtag 16. Juni 2016 betrug 4.554,94 EUR.
4.

Gesamtwürdigung der Gegenleistung

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich eingehend mit der Frage der Angemessenheit der Höhe der von der Bieterin angebotenen Gegenleistung für die Sachsenmilch Aktien befasst. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen in Abschnitt IV. der Stellungnahme sowie unter Berücksichtigung aller Gesamtumstände sind Vorstand und Aufsichtsrat der Auffassung, dass die von der Bieterin angebotene Gegenleistung in Höhe von 4.554,94 EUR je Sachsenmilch-Aktie dem fairen Wert der Sachsenmilch-Aktie entspricht und daher aus finanzieller Sicht angemessen ist.
V.

Finanzierung des Angebots
1.

Maximale Gegenleistung

Gemäß § 13 Abs. 1 Satz 1 WpÜG hat die Bieterin vor der Veröffentlichung der Angebotsunterlage die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass ihr die zur vollständigen Erfüllung des Angebots notwendigen Mittel zum Zeitpunkt der Fälligkeit des Anspruchs auf die Gegenleistung zur Verfügung stehen. Danach muss die Bieterin sicherstellen, dass ihr - bei unterstellter Annahme des Angebots - für alle nicht von ihr oder über eine 100%ige Tochtergesellschaft gehaltenen Sachsenmilch-Aktien 13.172.886,48 EUR zur Verfügung stehen, um das Angebot vollständig erfüllen zu können.
2.

Finanzierung des Angebots

Die Bieterin hat nach eigenen Angaben die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherstellung dieser notwendigen Mittel getroffen. Bezüglich weiterer Einzelheiten zu der Finanzierung wird auf 13. der Angebotsunterlage verwiesen.
3.

Würdigung der von der Bieterin getroffenen Finanzierungsmaßnahmen

Nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat erfüllen die von der Bieterin getroffenen Maßnahmen die Anforderungen nach § 13 Abs. 1 Satz 1 WpÜG.
VI.

Von der Bieterin und von dem wirtschaftlichen Bieter mit dem Angebot verfolgte Ziele
1.

Absichten der Bieterin und des wirtschaftlichen Bieters

Die Konzernobergesellschaft der Bieterin ist die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. mit Sitz in Luxemburg/Luxemburg. In Ziffer 9 der Angebotsunterlage hat die Bieterin darauf hingewiesen, dass die Absichten des wirtschaftlichen Bieters mit den Absichten der Bieterin identisch sind. Die Bieterin hat ihre Absichten im Hinblick auf die Zielgesellschaft und die Bieterin insbesondere unter Ziffer 9.1 der Angebotsunterlage beschrieben; den Aktionären wird empfohlen, auch diese Passage sorgsam zu lesen. Danach beabsichtigt die Bieterin, die von der Zielgesellschaft verfolgte Geschäftstätigkeit fortzusetzen und die Zielgesellschaft weiterhin dabei zu unterstützen, die Herausforderungen, die sich vor allem aufgrund der schwierigen Verhältnisse auf den Kapitalmärkten (insbesondere das niedrige Zinsniveau) und der stetig zunehmenden regulatorischen Anforderungen stellen, erfolgreich zu meistern.
2.

Würdigung der von der Bieterin mit dem Angebot verfolgten Ziele und Absichten

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Zielgesellschaft begrüßen die Absicht der Bieterin, die von der Zielgesellschaft verfolgte Geschäftstätigkeit fortzusetzen und die Zielgesellschaft bei deren Geschäftstätigkeit der Vermögensverwaltung des eigenen Vermögens auch weiterhin kontinuierlich zu unterstützen.
VII.

Voraussichtliche Folgen eines erfolgreichen Angebots für die Zielgesellschaft
1.

Angaben der Bieterin

Die Bieterin hat in der Angebotsunterlage bereits dargestellt, dass es keinerlei negativen Folgen eines erfolgreichen Angebots für die Zielgesellschaft geben wird.
2.

Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats der Sachsenmilch AG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Sachsenmilch AG gehen davon aus, dass ein erfolgreiches Angebot für die Sachsenmilch AG keinerlei (negativen) Folgen haben wird, zumal die Bieterin bereits jetzt über ca. 85,54% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Sachsenmilch AG verfügt.
VIII.

Steuerliche Konsequenzen

Der Vollzug des Angebots kann Auswirkungen auf die steuerliche Situation der Sachsenmilch AG haben.
IX.

Auswirkungen auf die Aktionäre

Nachfolgende Ausführungen dienen dazu, den Aktionären der Zielgesellschaft Hinweise für die Bewertung der Auswirkungen einer Annahme oder Nichtannahme des Angebots zu geben. Die folgenden Aspekte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Jedem Aktionär der Zielgesellschaft obliegt es in eigener Verantwortung, die Auswirkungen einer Annahme oder einer Nichtannahme des Angebots zu evaluieren. Vorstand und Aufsichtsrat raten den Aktionären der Zielgesellschaft, sich insoweit gegebenenfalls sachverständig beraten zu lassen.

Vorstand und Aufsichtsrat weisen weiter darauf hin, dass sie keine Einschätzung darüber abgeben und abgeben können, ob Aktionären der Zielgesellschaft durch die Annahme oder Nichtannahme des Angebots möglicherweise steuerliche Nachteile (insbesondere eine etwaige Steuerpflichtigkeit eines Veräußerungsgewinns) entstehen oder steuerliche Vorteile entgehen. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären der Zielgesellschaft, vor einer Entscheidung über die Annahme oder Nichtannahme des Angebots steuerliche Beratung einzuholen, bei der die persönlichen Verhältnisse des jeweiligen Aktionärs berücksichtigt werden können.
1.

Mögliche Nachteile bei Annahme des Angebots

Für den Vorstand und Aufsichtsrat der Sachsenmilch AG sind mögliche Nachteile bei Annahme des Angebots nicht ersichtlich.
2.

Mögliche Nachteile bei Nichtannahme des Angebots

Da der Vorstand der Sachsenmilch AG einen Antrag bei der Frankfurter Wertpapierbörse auf Widerruf der Zulassung der Sachsenmilch-Aktien zum regulierten Markt (Delisting) stellen wird, wird es für die Aktionäre der Zielgesellschaft ab dem Widerruf der Börsenzulassung nicht mehr möglich sein, die Sachsenmilch-Aktien im regulierten Markt zu handeln, so dass die Sachsenmilch-Aktionäre nicht länger von den strengeren Berichtspflichten des regulierten Marktsegments profitieren werden.
X.

Interessenlage der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die derzeitige Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft wurde bereits unter Ziffer II.1.1.4 dieser Stellungnahme dargelegt.
XI.

Absichten der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, soweit sie Inhaber von Aktien der Zielgesellschaft sind, das Angebot anzunehmen

Weder die Mitglieder des Vorstandes noch Mitglieder des Aufsichtsrats halten persönlich Aktien an der Zielgesellschaft.
XII.

Empfehlung

In Anbetracht der Ausführungen in dieser Stellungnahme sowie unter Berücksichtigung der Gesamtumstände des Angebots halten Vorstand und Aufsichtsrat die von der Bieterin angebotene Gegenleistung für angemessen im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass das Angebot den Interessen der Gesellschaft gerecht wird. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen daher das Angebot und empfehlen den Aktionären der Zielgesellschaft das Angebot anzunehmen. Über Annahme oder Ablehnung des Angebots muss jeder Aktionär der Zielgesellschaft unter Würdigung der Gesamtumstände sowie der Einbeziehung seiner individuellen Verhältnisse und seiner persönlichen Einschätzung über die Möglichkeiten der zukünftigen Entwicklung des Werts und des Börsenkurses der Sachsenmilch-Aktie selbst entscheiden. Vorstand und Aufsichtsrat übernehmen keine Haftung, sollte sich die Annahme oder Nichtannahme des Angebots im Nachhinein als wirtschaftlich nachteilig erweisen.



Leppersdorf, den 15.11.2016

Der Vorstand Der Aufsichtsrat


Anlage 1: Auflistung der weiteren gemeinsam handelnden Personen sowie deren jeweiligen direkten oder indirekten Tochterunternehmen

1. Theobald Müller, Zürich, Schweiz
Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., Luxemburg, Luxemburg

2. Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., Luxemburg, Luxemburg
„Nordsee“ AG, Zug, Schweiz
CML F&L (Telford) Ltd., Telford, England, Vereinigtes Königreich
Culina Ambient Holdings Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Culina Ambient Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Culina Ambient Properties Ltd. , Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Culina Group Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Culina Logistics Ireland Ltd., Dublin, Irland
Culina Logistics Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Emhage Transportgesellschaft mbH - Betriebsstätte Bad Essen, Bad Essen, Deutschland
Emhage Transportgesellschaft mbH - Betriebsstätte Rogätz, Rogätz, Deutschland
Emhage Transportgesellschaft mbH, Dissen, Deutschland
FW 100 Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Gloria Feinkost GmbH, Dissen, Deutschland
Great Bear Distribution Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Great Bear Holdings Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Hamker Vertriebsgesellschaft mbH, Dissen, Deutschland
HK Food GmbH, Fischach, Deutschland
Homann Chilled Food GmbH, Dissen, Deutschland
HOMANN Feinkost GmbH - Betriebsstätte Bad Essen, Bad Essen, Deutschland
HOMANN Feinkost GmbH - Betriebsstätte Bottrop, Bottrop, Deutschland
HOMANN Feinkost GmbH - Betriebsstätte Floh-Seligenthal, Floh-Seligenthal, Deutschland
HOMANN Feinkost GmbH - Betriebsstätte Rogätz, Rogätz, Deutschland
HOMANN Feinkost GmbH - Betriebsstätte Sassnitz, Sassnitz, Deutschland
HOMANN Feinkost GmbH, Dissen, Deutschland
Integrated Packing Services Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
International Food Retail Capital S.A., Luxemburg, Luxemburg
IPS at Eddie Stobart Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Kamps Food Retail Investments S.A., Luxemburg, Luxemburg
Lisner Polska Sp. z o. o., Posen, Polen
Lisner Sp. z o. o., Posen, Polen
MMCC Ltd., Telford, England, Vereinigtes Königreich
Müller Einkauf & Service AG, Zürich, Schweiz
Müller Media & Service AG, Zürich, Schweiz
müller milch management ag, Zürich, Schweiz
Nadler Feinkost GmbH, Bottrop, Deutschland
Nordfish-Charzyno Sp. z o. o., Charzyno, Polen
Nordfish-Foodmark Sp. z o. o., Charzyno, Polen
NORDSEE Energie GmbH, Bremerhaven, Deutschland
Nordsee Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich
NORDSEE GmbH, Bremerhaven, Deutschland
NORDSEE Holding GmbH, Bremerhaven, Deutschland
Pfennigs Feinkost GmbH, Berlin, Deutschland
Salat und Mayonnaisenfabrik Hermann Ofterdinger GmbH, Dissen, Deutschland
Telford Transport Ltd., Telford, England, Vereinigtes Königreich
Theo Müller Group S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg
Theo Müller Holding (Schweiz) AG, Zürich, Schweiz
Thüringer Fischfeinkost Gebrüder Hopf GmbH, Floh-Seligenthal, Deutschland
TTM Dairy Finance S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg
TM Dairy Services Jersey Ltd., Jersey
TM Property S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg
TML-Invest S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg
Unternehmensgruppe Theo Müller Komplementär S.à r.l., Luxemburg
Unternehmensgruppe Theo Müller S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg
Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., Luxemburg, Luxemburg
UTM Finance S.à r.l. - Zweigniederlassung Wilmington, DE, Wilmington, USA
UTM Finance S.à r.l. Luxemburg, Luxemburg
UTM Hungary Finance Kft. - Betriebsstätte Wilmington, DE, Wilmington, USA
UTM Hungary Finance Kft., Budapest, Ungarn
Voss Feinkost und Lebensmittel GmbH, Dissen, Deutschland
WSF Fischfeinkost GmbH, Sassnitz, Deutschland

3. TM Dairy Finance S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg
Aberdeen Milk Company Ltd., East Kilbride, Schottland, Vereinigtes Königreich
Mueller US LLC, Wilmington, Delaware, USA
Muller Dairy (U.K.) Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Muller Dairy Holdings (UK) Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Muller Investments Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Muller Quaker Dairy LLC, Wilmington, Delaware, USA
Muller Service Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Müller Service GmbH - Betriebsstätte Batavia, IL, Batavia, USA
Müller Service GmbH - Zweigniederlassung Dissen, Dissen, Deutschland
Müller Service GmbH - Zweigniederlassung Freising, Freising, Deutschland
Müller Service GmbH - Zweigniederlassung Leppersdorf, Leppersdorf, Deutschland
Müller Service GmbH, Fischach, Deutschland
Muller UK & Ireland Group LLP, Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
Müller Wiseman Dairies Ltd., East Kilbride, Schottland, Vereinigtes Königreich
Müller Wiseman Leasing Ltd., East Kilbride, Schottland, Vereinigtes Königreich
Müller Wiseman Trust Company Ltd., East Kilbride, Schottland, Vereinigtes Königreich
Philpot Dairy Products Ltd., Rayleigh, England, Vereinigtes Königreich
Robert Wiseman & Sons Ltd., East Kilbride, Schottland, Vereinigtes Königreich
Solstice Zone A Management Company Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
The Cornish Dairy Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
The Devon Dairy Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
TM Dairy (UK Holding) S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg
TM Telford Dairy Ltd. - Betriebsstätte Telford, Telford, England, Vereinigtes Königreich
TM Telford Dairy Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
TM UK Production Ltd. - Betriebsstätte Minsterley, Minsterley, England, Vereinigtes Königreich
TM UK Production Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
UTM Dairy (UK) Ltd., Market Drayton, England, Vereinigtes Königreich
UTM Luxemburg SCA, Luxemburg, Luxemburg
UTM US DGP, Wilmington, Delaware, USA
UTM US Holdings Inc, Wilmington, Delaware, USA
UTM US Holdings LLC, Wilmington, Delaware, USA

4. UTM Luxemburg SCA, Luxemburg, Luxemburg
UTM Belgium Finance S.p.r.l., Arlon, Belgien

5. UTM Belgium Finance S.p.r.l., Arlon, Belgien
Mueller Asia Ltd., Hong Kong, China
Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KGaA, Fischach, Deutschland
Unternehmensgruppe Theo Müller Komplementär GmbH, Fischach, Deutschland

6. Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KGaA, Fischach, Deutschland
Alois Müller Naturfarm Handels-Verwaltungs GmbH - Betriebsstätte Leppersdorf, Leppersdorf, Deutschland
Alois Müller Naturfarm Handels-Verwaltungs GmbH, Fischach, Deutschland
Coexpan Deutschland Gesellschaft mbH, Bad Kreuznach, Deutschland
Culina Logistics GmbH - Zweigniederlassung Leppersdorf, Leppersdorf, Deutschland
Culina Logistics GmbH, Fischach, Deutschland
Fahrzeugtechnik Aretsried GmbH – Betriebsstätte Leppersdorf, Leppersdorf, Deutschland
Fahrzeugtechnik Aretsried GmbH – Betriebsstätte Memmingen, Memmingen, Deutschland
Fahrzeugtechnik Aretsried GmbH, Fischach, Deutschland
Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG, Fischach, Deutschland
Molkerei Alois Müller Komplementär GmbH, Fischach, Deutschland
Optipack GmbH - Betriebsstätte Aretsried, Fischach, Deutschland
Optipack GmbH, Leppersdorf, Deutschland

7. Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG, Fischach, Deutschland
August Loose Verwaltungs GmbH, Leppersdorf, Deutschland
International Dairies Corporation B.V., Amsterdam, Niederlande
Käserei Loose GmbH & Co. KG, Leppersdorf, Deutschland
Käserei Rusack GmbH, Leppersdorf, Deutschland
Mlékárna Pragolaktos a.s., Prag, Tschechien
Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG - Zweigniederlassung Leppersdorf, Leppersdorf, Deutschland
Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG - Zweigniederlassung Veenendal, Veendendal, Niederlande
Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG - Zweigniederlassung Verona, Verona, Italien
Molkerei Alois Müller Komplementär GmbH, Fischach, Deutschland
Molkerei Alois Müller GmbH, Fischach, Deutschland
Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG, Freising, Deutschland
Müller ČR / SR k.s., Prag, Tschechien
Müller Dairy ČR / SR s.r.o. - Zweigniederlassung Poprad, Poprad, Slowakei
Müller Dairy ČR / SR s.r.o., Prag, Tschechien
Müller Dairy Polska Sp. z o.o - Betriebsstätte Dairy Finance S., Luban, Polen
Müller Dairy Polska Sp. z o.o, Warschau, Polen
Müller Dairy Polska Sp. z o.o. sp.k., Warschau, Polen
Müller Dairy RO s.r.l., Bukarest, Rumänien
Müller Iberica GmbH, Leppersdorf, Deutschland
Müller Sachsen GmbH, Leppersdorf, Deutschland
Sachsen Frischprodukte Komplementär GmbH, Leppersdorf, Deutschland
Sachsenmilch Investitions GmbH, Leppersdorf, Deutschland
Sachsenmilch Leppersdorf GmbH, Leppersdorf, Deutschland
Sachsenmilch Vertriebs GmbH, Leppersdorf, Deutschland
SAM Cheese GmbH, Leppersdorf, Deutschland
SAM Molkerei GmbH, Leppersdorf, Deutschland
T.M.A. Handelsgesellschaft mbH, Leppersdorf, Deutschland
TMI Dairy GmbH - Zweigniederlassung Verona, Verona, Italien
TMI Dairy GmbH, Leppersdorf, Deutschland
UTM Luxemburg SCA, Luxemburg, Luxemburg
Weihenstephan Holding Komplementär GmbH, Freising, Deutschland
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.716.179 von straßenköter am 17.11.16 15:09:59... Empfehlung: In Anbetracht der Ausführungen in dieser Stellungnahme sowie unter Berücksichtigung der Gesamtumstände des Angebots halten Vorstand und Aufsichtsrat die von der Bieterin angebotene Gegenleistung für angemessen im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass das Angebot den Interessen der Gesellschaft gerecht wird. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen daher das Angebot und empfehlen den Aktionären der Zielgesellschaft das Angebot anzunehmen. Über Annahme oder Ablehnung des Angebots muss jeder Aktionär der Zielgesellschaft unter Würdigung der Gesamtumstände sowie der Einbeziehung seiner individuellen Verhältnisse und seiner persönlichen Einschätzung über die Möglichkeiten der zukünftigen Entwicklung des Werts und des Börsenkurses der Sachsenmilch-Aktie selbst entscheiden. Vorstand und Aufsichtsrat übernehmen keine Haftung, sollte sich die Annahme oder Nichtannahme des Angebots im Nachhinein als wirtschaftlich nachteilig erweisen.

Es ist die Frage zu stellen, in wie weit sich der Vorstand und der Aufsichtsrat einer Verletzung seiner Pflichten gegenüber den Streubesitzaktionären schuldig macht!
Bafin ist der Meinung, das das Angebot den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Hatte mich erkundigt, ob das Angebot dem Gesetz entspricht und die Antwort auf meine Erkundigung lautet:

"Gemäß § 39 Abs. 3 Satz 1 BörsG muss die Gegenleistung bei einem Delisting-Erwerbsangebot (wie vorliegend von der Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH an die Aktionäre der Sachsenmilch Aktiengesellschaft veröffentlicht) in Euro erfolgen und mindestens dem gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurs der Aktie der Sachsenmilch Aktiengesellschaft während der letzten 6 Monate vor der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe eines Angebots entsprechen.

Die Berechnung des Mindestpreises erfolgt anhand der an die BaFin gemäß § 9 WpHG als börslich gemeldeten Wertpapiergeschäfte. Dabei fließen jedoch nur Geschäfte, die an einem regulierten Markt in Deutschland getätigt wurden, in die Ermittlung ein.

Die Entscheidung zur Abgabe des Delisting-Erwerbsangebots gemäß § 10 WpÜG wurde von der Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH am 05.10.2016 veröffentlicht.

Im relevanten Sechs-Monatszeitraum (05.04.2016 – 04.10.2016) wurden in Bezug auf die Aktie der Sachsenmilch Aktiengesellschaft für 10 Handelstage Wertpapiergeschäfte an einem regulierten Markt an die BaFin übermittelt. Da jedoch keine Kursabweichung von mehr als 5% an mehreren (d.h. mindestens 3) aufeinanderfolgenden Handelstagen festgestellt wurde, ergibt sich für den Stichtag 04.10.2016 ein gültiger Mindestpreis in Höhe von 4.554,94 EUR.

Die in dem von Ihnen angeführten § 39 Abs. 3 Satz 3 BörsG benannten Einschränkungen in Bezug auf die Gültigkeit des Sechs-Monats-Durchschnittskurses sind kumulativ zu betrachten. Nur wenn (i) Börsenkurse an weniger als einem Drittel der relevanten Börsentage und (ii) mehrere nacheinander festgestellte Börsenkurse um mindestens 5 % voneinander abweichen, kann kein gültiger Mindestpreis ermittelt werden.

Die Gegenleistung des Angebots entspricht daher den gesetzlichen Vorgaben. "

Somit wird von dieser Seite wohl nichts passieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.724.189 von hdeichmoeller am 18.11.16 12:05:54Vom 28.7. bis zum 2.8. gibt es aber 5 %-Sprünge.

Einheitskurs am 29.7. und 2.8. 4350 Euro ohne Umsatz, am 1.8. 1 Stück gehandelt zu 4649,90 Euro, der auch Schlusskurs war.

http://www.boerse-frankfurt.de/aktie/kurshistorie/Sachsenmil…
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.725.722 von Kalchas am 18.11.16 15:04:26
Stellungnahme Bafin
Auf Nachfrage folgende Antwort von Bafin erhalten:

"Es sind daher lediglich Tage, an denen ein Handel an einem regulierten Markt in Deutschland stattgefunden hat, relevant und nicht bloße Kursfeststellungen, Taxen etc."

Somit wird die Bafin nichts unternehmen. Liegt jemand anderem schon eine Stellungnahme von Bafin vor?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.744.580 von hdeichmoeller am 22.11.16 09:26:16Danke für Dein Engagement .
Damit ist dann das Angebot von Müller wohl korrekt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.689.848 von Kalchas am 14.11.16 15:19:02
Zitat von Kalchas: Ich nehme mal an, dass Müller mit den übrigen Aktionäten nicht teilen will, was dann bedeutet, dass er die steuerlichen Verliustvoträge erst nutzen will, wenn alle Aktionäre draußen sind.

Den Ausschluß der Aktionäre erreicht er mit einem Beschluss der HV. Einen Antrag auf die HV kann er aber nur stellen, wenn er die nötige Mehrheit besitzt. Dazu müsste er eine Bewertung der Sachsenmilch erstellen lassen und eine Abfindung in Höhe des Unternehmenswerts bieten. Als Minderheitsaktionär kann man den Wert gerichtlich überpfüfen lassen.

Für einen Squueze Out braucht er mindestens 95 %. Das wäre aus Müllers Sicht zielführend. Danach würde er versuchen die Verlustvorträge zu nutzen. Das ist unproblematisch, da die Sachsenmilch weiter existiert.

Die andere Möglichkeit wäre ein verschmelzungsrechtlicher Squeeze Out. Dazu benötigt er 90 %. Daraufhiin wird die Sachsenmilch auf ein anderes Unternehmen verschmolzen (also quasi fusioniert). Damit würde die Sachsenmilch nicht mehr existieren und die Verlustvorträge dürften nicht mehr genutzt werden können.


Interessante Überlegung. Laut Angebotsunterlage kommt das Mülller-Imperium ja schon auf >90%, Zitat: "Anteilsverhältnisse: Circa 85,54% des Grundkapitals und der Stimmrechte werden von der Bieterin gehalten, weitere 5,44% werden von der TML-Invest S.a r.l gehalten. Der Rest ist im Streubesitz."

Die aktuelle Gesellschaftsform erlaubt der "Bieterin" keinen verschlezungsrechtlichen SO, aber das könnte man ändern. Aber das ist ohnehin nur die halbe Wahrheit: Etwas irritiert bin ich hinsichtlich der Beteiligungshöhe am Grundkapital (GK), das bekanntlich neben den gelisteten Inhaber-Stammaktien auch auf dieselbe Menge vinkulierter Namensaktien entfällt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Nach meiner Erinnerung besitzt Müller sämtliche vNA, anscheinend aber über eine von der "Bieterin" formal unabhängige Einheit. Diese Aktien spielen in der Unterlage keine Rolle. Rechnete man die vNA hinzu, hätte Müller also >95% des GK, wenngleich auch nicht jeder einzelnen Gattung, und >95% der Stimmrechte -- das reicht für einen herkömmlichen SO.

Vielleicht ist die Delisting-Drohung verbunden mit dem Angebot tatsächlich der letzte Versuch Müllers Stücke unter dem SO-Wert von Aktionären einzusammeln.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.750.169 von Quidam_Mark am 22.11.16 19:52:20
Zitat von Quidam_Mark: ... Circa 85,54% des Grundkapitals und der Stimmrechte werden von der Bieterin gehalten, weitere 5,44% werden von der TML-Invest S.a r.l gehalten. Der Rest ist im Streubesitz."

Die aktuelle Gesellschaftsform erlaubt der "Bieterin" keinen verschlezungsrechtlichen SO, aber das könnte man ändern. Aber das ist ohnehin nur die halbe Wahrheit: Etwas irritiert bin ich hinsichtlich der Beteiligungshöhe am Grundkapital (GK), das bekanntlich neben den gelisteten Inhaber-Stammaktien auch auf dieselbe Menge vinkulierter Namensaktien entfällt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Nach meiner Erinnerung besitzt Müller sämtliche vNA, anscheinend aber über eine von der "Bieterin" formal unabhängige Einheit. Diese Aktien spielen in der Unterlage keine Rolle. Rechnete man die vNA hinzu, hätte Müller also >95% des GK, wenngleich auch nicht jeder einzelnen Gattung, und >95% der Stimmrechte -- das reicht für einen herkömmlichen SO.


Bei erneuter Durchsicht stelle ich leider fest, dass die angegebenen 85.54% sich auf alle 20000 Aktien (Inhaber- wie Namensaktien) beziehen müssen. Denn offenbar wird für max. 2892 Aktien (Inhaber) geboten, so dass die Beteiligung der Bieterin auf Inhaberaktien allein bezogen nur bei 71.08% liegt. Damit bleibt es laut Unterlagen rechnerisch bei einer nur >90%igen aber <95%igen Beteiligung der Bieterin plus TML-Invest bezogen auf das gesamte GK.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.750.169 von Quidam_Mark am 22.11.16 19:52:20"Vielleicht ist die Delisting-Drohung, verbunden mit dem Angebot tatsächlich der letzte Versuch Müllers,
noch Stücke unter dem S.O. von Aktionären einzusammeln"
Er will also zu dem Delisting-Angebotspreis vonn 4554.94Euro auf die 95% kommen,und sich die Differenz zum Buchwert von ca.6900Euro sparen,um dann den S.O. zu machen?
Kann das dahinter stecken?
Und verstehe ich dies richtig?
Delisting bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit,dass wir Kleinstanleger nur noch mit Müllers Gnaden
unsere Aktien loswerden-- und dann vermutlich nur zu einem schlechten Kurs.
Dies kann theoretisch Jahre so gehen.

Für Müller bedeutet es andererseits,dass er weiterhin auf den S.O. verzichten muss und er nicht an seine Verlustvorträge rankommt,wenn er die Gewinne aus den Verlust-Vorträgen
nicht mit den Kleinaktionären teilen will.

Ist es abwägig darauf zu setzten, dass Müller die Verlustvorträge auflösen will und dies in absehbarer Zukunft?
Dies würde aber bedeuteten,wenn er allein davon profitieren wollte,dass er uns Kleinaktionäre los werden muss.

Dafür braucht er den S.O.
D.h.,er muss min.95% der Sachsenmilch AG Aktien haben.
Diese würde er wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommen,wenn Müller den häufig genannten Buchwert von
ca.6900 Euro bietet.
Müller wäre uns dann los,
wir erhalten für die Aktie 6900Euro
und Müller kann dann die Verlustvorträge allein auflösen ,ohne uns noch davon profitieren zu lassen.
Kann dies nicht ein realistisches Szenario sein?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.750.169 von Quidam_Mark am 22.11.16 19:52:20"Vielleicht ist die Delisting-Drohung, verbunden mit dem Angebot tatsächlich der letzte Versuch Müllers,
noch Stücke unter dem S.O. von Aktionären einzusammeln"
Er will also zu dem Delisting-Angebotspreis vonn 4554.94Euro auf die 95% kommen,und sich die Differenz zum Buchwert von ca.6900Euro sparen,um dann den S.O. zu machen?
Kann das dahinter stecken?
Und verstehe ich dies richtig?
Delisting bedeutet mit hoher Wahrscheinlichkeit,dass wir Kleinstanleger nur noch mit Müllers Gnaden
unsere Aktien loswerden-- und dann vermutlich nur zu einem schlechten Kurs.
Dies kann theoretisch Jahre so gehen.

Für Müller bedeutet es andererseits,dass er weiterhin auf den S.O. verzichten muss und er nicht an seine Verlustvorträge rankommt,wenn er die Gewinne aus den Verlust-Vorträgen
nicht mit den Kleinaktionären teilen will.

Ist es abwägig darauf zu setzten, dass Müller die Verlustvorträge auflösen will und dies in absehbarer Zukunft?
Dies würde aber bedeuteten,wenn er allein davon profitieren wollte,dass er uns Kleinaktionäre los werden muss.

Dafür braucht er den S.O.
D.h.,er muss min.95% der Sachsenmilch AG Aktien haben.
Diese würde er wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommen,wenn Müller den häufig genannten Buchwert von
ca.6900 Euro bietet.
Müller wäre uns dann los,
wir erhalten für die Aktie 6900Euro
und Müller kann dann die Verlustvorträge allein auflösen ,ohne uns noch davon profitieren zu lassen.
Kann dies nicht ein realistisches Szenario sein?
Sachsenmilch Aktiengesellschaft
Leppersdorf
Berichtigung der Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft

Gemeinsame Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats der Sachsenmilch AG, An den Breiten, 01454 Wachau OT Leppersdorf

gemäß den §§ 27 Abs. 1, 14 Abs. 3 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes zum Delisting-Erwerbsangebot (Barangebot) der

Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH, An den Breiten, 01454 Wachau OT Leppersdorf an die Aktionäre der Sachsenmilch AG, Wachau OT Leppersdorf

zum Erwerb ihrer Aktien an dieser Gesellschaft mit der
ISIN: DE000A0DRXC4

gegen Zahlung einer Geldleistung

Die Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH („Bieterin“) hat am 09.11.2016 nach § 14 Abs. 2 und 3 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes („WpÜG“) eine Angebotsunterlage im Sinne des § 11 WpÜG („Angebotsunterlage“) für ihr Delisting-Erwerbsangebot (Barangebot) („Angebot“) an die Aktionäre der Sachsenmilch AG, Wachau OT Leppersdorf („Zielgesellschaft“) zum Erwerb aller nicht unmittelbar von der Bieterin gehaltenen nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Zielgesellschaft (ISIN DE000A0DRXC4), entsprechend ca. 14,46 % des Grundkapitals und der Stimmrechte der Zielgesellschaft, gegen Zahlung einer Geldleistung von 4.554,94 EUR („Angebotspreis“) je Aktie veröffentlicht. Die Angebotsunterlage wurde dem Vorstand der Sachsenmilch AG („Vorstand“) durch die Bieterin am 09.11.2016 übermittelt und im Anschluss daran dem Aufsichtsrat der Sachsenmilch AG („Aufsichtsrat“) zugeleitet.

Die Angebotsunterlage kann nach Angaben der Bieterin in deutscher Sprache unter http://www.saho-gmbh.de abgerufen werden und wird bei der UniCredit Bank AG, Arabellastr. 12, 81925 München, Telefax: 0049-89-378-44081, Email: tender-offer@unicreditgroup.de zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.

Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft geben dazu folgende gemeinsame Stellungnahme gemäß § 27 Abs. 1 WpÜG („Stellungnahme“) ab:
I.

Allgemeine Informationen zur Stellungnahme
1.

Rechtliche Grundlage der Stellungnahme

Gemäß § 27 Abs. 1 Satz 1 WpÜG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat eine begründete Stellungnahme zum Delisting-Erwerbsangebot sowie zu jeder seiner Änderungen abzugeben.
2.

Tatsächliche Grundlagen für die Stellungnahme

Sämtliche in dieser Stellungnahme enthaltenen Angaben, Erwartungen, Beurteilungen und in die Zukunft gerichteten Aussagen und Absichten beruhen auf den Informationen, über die der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat im Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Stellungnahme verfügt, bzw. geben jeweils seine zu diesem Zeitpunkt bestehenden Einschätzungen oder Absichten wieder. Diese können sich nach dem Datum der Veröffentlichung der Stellungnahme ändern. Eine Aktualisierung dieser Stellungnahme werden Vorstand und Aufsichtsrat nur im Rahmen der nach deutschem Recht bestehenden Pflichten vornehmen.

Die Angaben zu Absichten der Bieterin beruhen auf Aussagen und Mitteilungen der Bieterin, die Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft nicht verifizieren können. Soweit diese Stellungnahme auf die Angebotsunterlage Bezug nimmt oder diese zitiert oder wiedergibt, handelt es sich um bloße Hinweise, durch welche der Vorstand und Aufsichtsrat sich die Angebotsunterlage der Bieterin aber weder zu eigen machen noch eine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angebotsunterlage übernehmen.
3.

Eigenverantwortliche Entscheidung der Aktionäre der Zielgesellschaft

Der Vorstand und Aufsichtsrat weisen darauf hin, dass ihre Aussagen und Beurteilungen in dieser Stellungnahme die Aktionäre der Zielgesellschaft nicht binden und die Stellungnahme keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die Aktionäre der Zielgesellschaft haben vielmehr ihre eigene Entscheidung über die Annahme oder Nichtannahme des Angebots anhand der Angebotsunterlage sowie anhand aller sonstigen ihnen zur Verfügung stehenden Erkenntnisquellen (einschließlich einer von ihnen eingeholten individuellen Beratung) und unter Berücksichtigung ihrer individuellen steuerlichen und anderen Belangen zu treffen. Der Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen insbesondere, dass alle Personen, die die Angebotsunterlage außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erhalten oder die das Angebot annehmen möchten, aber den Wertpapiergesetzen einer anderen Rechtsordnung als der der Bundesrepublik Deutschland unterliegen, sich über diese Gesetze informieren und diese einhalten.
4.

Veröffentlichung der Stellungnahme und etwaiger zusätzlicher Stellungnahmen zu möglichen Änderungen des Angebots

Die Stellungnahme wird, ebenso wie alle Stellungnahmen zu etwaigen Änderungen des Angebots, bis zum 14.12.2016, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) gemäß den §§ 27 Abs. 3, 14 Abs. 3 Satz 1 WpÜG durch Bekanntgabe im Internet unter der Adresse http://www.sachsenmilchag.de veröffentlicht; Kopien davon werden bei der Zielgesellschaft unter der Anschrift An den Breiten, 01454 Wachau OT Leppersdorf, Telefon: 03528-434-0, Email: aktionaere@sachsenmilch.de zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Stellungnahmen zu etwaigen Änderungen des Angebots werden gemäß den §§ 27 Abs. 3, 14 Abs. 3 Satz 1 WpÜG im elektronischen Bundesanzeiger und im Internet unter der vorstehend genannten Adresse der Gesellschaft veröffentlicht.

Diese Stellungnahme wird ausschließlich in deutscher Sprache veröffentlicht.
II.

Informationen zur Zielgesellschaft und zur Bieterin
1.

Informationen zur Zielgesellschaft
1.1

Kapitalverhältnisse: Das Grundkapital der Sachsenmilch AG beträgt EUR 51.129,19.
1.2

Anteilsverhältnisse: Circa 85,54% des Grundkapitals und der Stimmrechte werden von der Bieterin gehalten, weitere 5,44% werden von der TML-Invest S.a r.l gehalten. Der Rest ist im Streubesitz.
1.3

Überblick über die Geschäftstätigkeit: Gegenstand der Sachsenmilch AG ist die unmittelbare oder mittelbare Tätigkeit auf dem Gebiet der Verwaltung ihres Vermögens.
1.4

Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft: Mitglieder des Vorstands sind die Herren Johannes Gufler und Branislav Fiala. Mitglieder des Aufsichtsrats sind Herr Theobald Müller, Frau Susanne Müller und Herr Wilfried Neuß.
1.5

Tochtergesellschaften: Die Zielgesellschaft hat keine Tochtergesellschaften.
1.6

Börsenzulassung: Die Sachsenmilch-Aktien werden im regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter ISIN DE000A0DRXC4 / WKN A0DRXC (Inhaber Aktien) gehandelt. Der Vorstand der Zielgesellschaft hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Zielgesellschaft am 23.09.2016 beschlossen, einen Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der Zielgesellschaft zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse zu stellen.
2.

Informationen zur Bieterin und zu den mit der Bieterin gemeinsam handelnden Personen
2.1

Kapitalverhältnisse: Das Stammkapital beträgt EUR 100.000,-
2.2

Anteilsverhältnisse: 94,9% der Geschäftsanteile werden von der Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG mit Sitz in Fischach gehalten, 5,1% der Geschäftsanteile werden von der TM Dairy Finance S.a r.l mit Sitz in Luxemburg/Luxemburg, gehalten.
2.3

Überblick über die Geschäftstätigkeit: Unternehmensgegenstand ist der Erwerb sowie das Verpachten und die Veräußerung von Anlagevermögen zum Betrieb einer Molkerei am Standort Leppersdorf und die Funktion als Holding-Gesellschaft der Sachsenmilch AG mit Sitz in Wachau.
2.4

Zusammensetzung der Geschäftsführung: Mitglieder der Geschäftsführung sind die Herren Günter Brandmeier und Carsten Schmiedler. Die Bieterin hat keinen Aufsichtsrat.
2.5

Tochtergesellschaften: Die Sachsenmilch AG ist das einzige Tochterunternehmen der Bieterin.
2.6

Mit der Bieterin gemeinsam handelnde Personen: Die Zielgesellschaft ist eine mit der Bieterin gemeinsam handelnde Person im Sinne vom § 2 Abs. 5 Satz 1 und Satz 3 WpÜG. Ferner sind die in der Anlage 1 aufgeführten direkten oder indirekten Mutterunternehmen der Bieterin sowie deren jeweiligen direkten oder indirekten Tochterunternehmen gemeinsam handelnde Personen.
2.7

Beteiligung der Bieterin an der Zielgesellschaft: Die Bieterin ist an der Zielgesellschaft mit ca. 85,54% des Grundkapitals und der Stimmrechte beteiligt.
III.

Hintergrund und Einzelheiten des Angebots
1.

Maßgeblichkeit der Angebotsunterlage

Im Folgenden werden einige ausgewählte Informationen aus dem Angebot der Bieterin dargestellt, die aus Sicht des Vorstands und des Aufsichtsrats für die Zwecke dieser Stellungnahme bedeutsam sind. Für weitere Informationen und Einzelheiten (insbesondere im Hinblick auf die Angebotsbedingungen, die Annahmefristen, die Annahmemodalitäten und die Rücktrittsrechte) werden die Aktionäre der Sachsenmilch AG auf die Ausführungen in der Angebotsunterlage verwiesen. Die folgenden Informationen fassen lediglich in der Angebotsunterlage enthaltene Informationen zusammen. Die Beschreibung des Angebots in dieser Stellungnahme erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für den Inhalt und die Abwicklung des Angebots sind allein die Bestimmungen der Angebotsunterlage maßgeblich. Jedem Aktionär der Sachsenmilch AG obliegt es in eigener Verantwortung, die Angebotsunterlage zur Kenntnis zu nehmen und die für ihn notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.
2.

Hintergründe des Angebots

Der Vorstand der Sachsenmilch AG hat am 23.09.2016 durch eine Ad-hoc-Mitteilung bekanntgegeben, dass er bei der Frankfurter Wertpapierbörse den Widerruf der Zulassung der Sachsenmilch-Aktien zum regulierten Markt (Delisting) beantragen wird. Die Sachsenmilch AG hat damit die Konsequenz aus dem geringen Streubesitz und den damit verbundenen geringfügigen Handelsvolumina mit Sachsenmilch-Aktien sowie aus dem Umstand gezogen, dass die Zulassung zum regulierten Markt für die Sachsenmilch AG unter dem Gesichtspunkt der Nutzung des Kapitalmarkts zur Eigenmittelaufnahme keinen nennenswerten Mehrwert hat und die mit der Zulassung verbundenen Kosten und Aufwendungen nicht mehr rechtfertigt. Vor diesem Hintergrund hat sich die Bieterin als historischer Mehrheitsaktionär entschieden, den außenstehenden Aktionären das Delisting- Erwerbsangebot zu unterbreiten und ihnen damit die Möglichkeit zu geben, ihre Aktien an der Sachsenmilch AG zu verkaufen.
3.

Stand behördlicher Genehmigungen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat am 08.11.2016 die Veröffentlichung der Angebotsunterlage bzw. des Delisting-Angebots als zuständige Behörde gestattet.
4.

Angebotspreis

EUR 4.554,94 je Sachsenmilch-Aktie
5.

Annahmefrist
Beginn: 9. November 2016
Ende: 14. Dezember 2016, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main)
IV.

Art und Höhe der angebotenen Gegenleistung
1.

Art der Gegenleistung

Bei dem Angebot der Bieterin handelt es sich um ein Delisting-Erwerbsangebot, das ausschließlich eine Geldleistung vorsieht. Für dieses gelten gesetzliche Mindestpreisregeln. Eine Gegenleistung in Form liquider Aktien ist nicht vorgesehen.
2.

Angebotspreis

Die Bieterin bietet einen Angebotspreis in Höhe von 4.554,94 EUR je Sachsenmilch-Aktie einschließlich Gewinnanteilsberechtigung für das Geschäftsjahr 2016 an.
3.

Mindestangebotspreis nach WpÜG

Soweit Vorstand und Aufsichtsrat dies aufgrund der ihnen zur Verfügung stehenden Informationen beurteilen können, erfüllt der Angebotspreis je Sachsenmilch-Aktie von 4.554,94 EUR die Mindestpreisanforderungen gemäß § 31 WpÜG in Verbindung mit den §§ 3 ff WpÜG - Angebotsverordnung.

Nach § 5 WpÜG-Angebotsverordnung muss bei einem Erwerbsangebot gemäß den §§ 29 ff WpÜG die Gegenleistung mindestens dem gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurs der jeweiligen Aktie während der letzten drei Monate vor der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe des Angebots entsprechen („3-Monats-Durchschnittskurs“). Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bestimmte Durchschnittskurs zum Stichtag 16. Juni 2016 betrug 4.554,94 EUR.
4.

Gesamtwürdigung der Gegenleistung

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich eingehend mit der Frage der Angemessenheit der Höhe der von der Bieterin angebotenen Gegenleistung für die Sachsenmilch Aktien befasst. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen in Abschnitt IV. der Stellungnahme sowie unter Berücksichtigung aller Gesamtumstände sind Vorstand und Aufsichtsrat der Auffassung, dass die von der Bieterin angebotene Gegenleistung in Höhe von 4.554,94 EUR je Sachsenmilch-Aktie dem fairen Wert der Sachsenmilch-Aktie entspricht und daher aus finanzieller Sicht angemessen ist.
V.

Finanzierung des Angebots
1.

Maximale Gegenleistung

Gemäß § 13 Abs. 1 Satz 1 WpÜG hat die Bieterin vor der Veröffentlichung der Angebotsunterlage die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass ihr die zur vollständigen Erfüllung des Angebots notwendigen Mittel zum Zeitpunkt der Fälligkeit des Anspruchs auf die Gegenleistung zur Verfügung stehen. Danach muss die Bieterin sicherstellen, dass ihr - bei unterstellter Annahme des Angebots - für alle nicht von ihr oder über eine 100%ige Tochtergesellschaft gehaltenen Sachsenmilch-Aktien 13.172.886,48 EUR zur Verfügung stehen, um das Angebot vollständig erfüllen zu können.
2.

Finanzierung des Angebots

Die Bieterin hat nach eigenen Angaben die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherstellung dieser notwendigen Mittel getroffen. Bezüglich weiterer Einzelheiten zu der Finanzierung wird auf 13. der Angebotsunterlage verwiesen.
3.

Würdigung der von der Bieterin getroffenen Finanzierungsmaßnahmen

Nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat erfüllen die von der Bieterin getroffenen Maßnahmen die Anforderungen nach § 13 Abs. 1 Satz 1 WpÜG.
VI.

Von der Bieterin und von dem wirtschaftlichen Bieter mit dem Angebot verfolgte Ziele
1.

Absichten der Bieterin und des wirtschaftlichen Bieters

Die Konzernobergesellschaft der Bieterin ist die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. mit Sitz in Luxemburg/Luxemburg. In Ziffer 9 der Angebotsunterlage hat die Bieterin darauf hingewiesen, dass die Absichten des wirtschaftlichen Bieters mit den Absichten der Bieterin identisch sind. Die Bieterin hat ihre Absichten im Hinblick auf die Zielgesellschaft und die Bieterin insbesondere unter Ziffer 9.1 der Angebotsunterlage beschrieben; den Aktionären wird empfohlen, auch diese Passage sorgsam zu lesen. Danach beabsichtigt die Bieterin, die von der Zielgesellschaft verfolgte Geschäftstätigkeit fortzusetzen und die Zielgesellschaft weiterhin dabei zu unterstützen, die Herausforderungen, die sich vor allem aufgrund der schwierigen Verhältnisse auf den Kapitalmärkten (insbesondere das niedrige Zinsniveau) und der stetig zunehmenden regulatorischen Anforderungen stellen, erfolgreich zu meistern. In diesem Zusammenhang begrüßen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Zielgesellschaft auch die Absicht der Bieterin, im Einvernehmen mit der Zielgesellschaft die Stellung eines Antrags auf Widerruf der Zulassung der Sachsenmilch-Aktien zum Börsenhandel am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zum Ende der Annahmefrist des Angebots zu veranlassen.
2.

Würdigung der von der Bieterin mit dem Angebot verfolgten Ziele und Absichten

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Zielgesellschaft begrüßen die Absicht der Bieterin, die von der Zielgesellschaft verfolgte Geschäftstätigkeit fortzusetzen und die Zielgesellschaft bei deren Geschäftstätigkeit der Vermögensverwaltung des eigenen Vermögens auch weiterhin kontinuierlich zu unterstützen.
VII.

Voraussichtliche Folgen eines erfolgreichen Angebots für die Zielgesellschaft
1.

Angaben der Bieterin

Die Bieterin hat in der Angebotsunterlage bereits dargestellt, dass es keinerlei negativen Folgen eines erfolgreichen Angebots für die Zielgesellschaft geben wird. Nachdem die Zielgesellschaft keine Mitarbeiter beschäftigt, wird es auch in dieser Hinsicht keinerlei negativen Konsequenzen eines erfolgreichen Angebots für die Zielgesellschaft geben.

Ferner begrüßen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Zielgesellschaft die Absicht der Bieterin, den derzeitigen Standort der Zielgesellschaft nicht zu ändern.
2.

Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats der Sachsenmilch AG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Sachsenmilch AG gehen davon aus, dass ein erfolgreiches Angebot für die Sachsenmilch AG keinerlei (negativen) Folgen haben wird, zumal die Bieterin bereits jetzt über ca. 85,54% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Sachsenmilch AG verfügt.
VIII.

Steuerliche Konsequenzen

Der Vollzug des Angebots kann Auswirkungen auf die steuerliche Situation der Sachsenmilch AG haben.
IX.

Auswirkungen auf die Aktionäre

Nachfolgende Ausführungen dienen dazu, den Aktionären der Zielgesellschaft Hinweise für die Bewertung der Auswirkungen einer Annahme oder Nichtannahme des Angebots zu geben. Die folgenden Aspekte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Jedem Aktionär der Zielgesellschaft obliegt es in eigener Verantwortung, die Auswirkungen einer Annahme oder einer Nichtannahme des Angebots zu evaluieren. Vorstand und Aufsichtsrat raten den Aktionären der Zielgesellschaft, sich insoweit gegebenenfalls sachverständig beraten zu lassen.

Vorstand und Aufsichtsrat weisen weiter darauf hin, dass sie keine Einschätzung darüber abgeben und abgeben können, ob Aktionären der Zielgesellschaft durch die Annahme oder Nichtannahme des Angebots möglicherweise steuerliche Nachteile (insbesondere eine etwaige Steuerpflichtigkeit eines Veräußerungsgewinns) entstehen oder steuerliche Vorteile entgehen. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären der Zielgesellschaft, vor einer Entscheidung über die Annahme oder Nichtannahme des Angebots steuerliche Beratung einzuholen, bei der die persönlichen Verhältnisse des jeweiligen Aktionärs berücksichtigt werden können.
1.

Mögliche Nachteile bei Annahme des Angebots

Für den Vorstand und Aufsichtsrat der Sachsenmilch AG sind mögliche Nachteile bei Annahme des Angebots nicht ersichtlich.
2.

Mögliche Nachteile bei Nichtannahme des Angebots

Da der Vorstand der Sachsenmilch AG einen Antrag bei der Frankfurter Wertpapierbörse auf Widerruf der Zulassung der Sachsenmilch-Aktien zum regulierten Markt (Delisting) stellen wird, wird es für die Aktionäre der Zielgesellschaft ab dem Widerruf der Börsenzulassung nicht mehr möglich sein, die Sachsenmilch-Aktien im regulierten Markt zu handeln, so dass die Sachsenmilch-Aktionäre nicht länger von den strengeren Berichtspflichten des regulierten Marktsegments profitieren werden.
X.

Interessenlage der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die derzeitige Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat der Zielgesellschaft wurde bereits unter Ziffer II.1.1.4 dieser Stellungnahme dargelegt.
XI.

Absichten der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, soweit sie Inhaber von Aktien der Zielgesellschaft sind, das Angebot anzunehmen

Weder die Mitglieder des Vorstandes noch Mitglieder des Aufsichtsrats halten persönlich Aktien an der Zielgesellschaft.
XII.

Empfehlung

In Anbetracht der Ausführungen in dieser Stellungnahme sowie unter Berücksichtigung der Gesamtumstände des Angebots halten Vorstand und Aufsichtsrat die von der Bieterin angebotene Gegenleistung für angemessen im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass das Angebot den Interessen der Gesellschaft gerecht wird. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen daher das Angebot und empfehlen den Aktionären der Zielgesellschaft das Angebot anzunehmen. Über Annahme oder Ablehnung des Angebots muss jeder Aktionär der Zielgesellschaft unter Würdigung der Gesamtumstände sowie der Einbeziehung seiner individuellen Verhältnisse und seiner persönlichen Einschätzung über die Möglichkeiten der zukünftigen Entwicklung des Werts und des Börsenkurses der Sachsenmilch-Aktie selbst entscheiden. Vorstand und Aufsichtsrat übernehmen keine Haftung, sollte sich die Annahme oder Nichtannahme des Angebots im Nachhinein als wirtschaftlich nachteilig erweisen.



Leppersdorf, den 15.11.2016

Der Vorstand Der Aufsichtsrat
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.801.736 von Ahnung? am 30.11.16 16:36:04Jetzt kommt täglich eine Wasserstandsmeldung. Immer noch lediglich 3 angediente Aktien.

Was erlauben Aktiönäre? Sind doch alle Milchflasche leer!
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.861.440 von Kalchas am 09.12.16 11:12:35Die Frage ist, ob bzw. wie viel Aktien Müller an der Börse in den letzten zugekauft hat. Umsatz war ja immer wieder mal welcher da!

Wenn jemand schon seine Aktien hergeben will, dann wäre überdies ja "blöd" wenn er die 4.554,94 € vom Delisting-Angebot annehmen würde. An der Börse kriegt er ja einiges mehr.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.861.620 von Ahnung? am 09.12.16 11:32:34Sonstige Käufe müssten ja auch angegeben werden.

Zudem müsste dann ja zu einem höheren Preis als dem Angebotspreis gekauft worden sein, was ja dann eine Erhöhung des Angebotspreises zur Folge haben müsste.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.861.620 von Ahnung? am 09.12.16 11:32:34Bin gespannt, wie das ausgeht.
Fristablauf:14.12.16!!