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Magdeburger Weg
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Die Linkspartei ( = PDS = SED )in Sachsen-Anhalt sagt: Wir sind mißverstanden worden und beharrt auf ihrer Politik.
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Die folgende Diskussion zeigte eine klare Dominanz der Parteigänger des Landesvorstandes, die als Propheten der heutigen Wissensgesellschaft gerne andere Delegierte über deren Zurückgebliebenheit aufklären. Sie dominierten nicht nur wegen ihrer Zahl und verlängerten Redezeit, sondern weil sie in einem Punkt nahtlos an die vulgärmaterialistischen Traditionen des Marxismus-Leninismus anknüpften: Aufgrund der gewaltigen Produktivkraftentwicklung könnten Marxisten dem modernen Kapitalismus und der Globalisierung ihre Anerkennung nicht versagen. Die vereinzelten Kritiker aus den Reihen der Delegierten, die vergeblich auf die realen Widersprüche demokratisch-sozialistischer Kommunalpolitik hinwiesen, waren dieser Argumentation nicht gewachsen. Ihre Änderungsanträge wurden zumeist mit stoischer Ruhe niedergestimmt. Der Leitantrag passierte schließlich mit 76 Pro-, 13 Contravoten, bei sechs Enthaltungen.

http://www.jungewelt.de/2006/09-25/009.php
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.178.141 von obus am 25.09.06 00:29:49Hi immer schön klein halten di Jungs
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.178.444 von obus am 25.09.06 01:21:38Hi,ich habe keine Lust mir den Schmarn von Oskar anzulesen,nur kleiner Tipp an Oskar,er will ja den unwilligen Leuten geben,das sollte er mal von seinem Vermögen machen.Sagen wir mal 10Personen.Er wäre der erste der das land verlässt,um nur nichts zu zahlen,aber immer reden.Wir müssen erst mal unsere Schulden bezahlen.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.178.513 von marcusNMS am 25.09.06 01:31:26gleich kommt der Spruch,wenn die Kleinen mehr haben kommen auch mehr Steuern rein.Dem kann ich nur entgegengehen gehen in dem darauf verweise das gerade die arbeitslosen Türken am meisten Geld haben+Kindergeld und sonstige Vergünstigungen.Deutsche kommen natürlich meistens nie hin.Sie haben die Gene der Sparsamkeit verloren.;)
Landesparteitag der Linkspartei. PDS
"Zum Beispiel begrüßen wir heute Oskar Lafontaine..."

Magdeburg. Um 10. 06 Uhr kommt Oskar Lafontaine. Eigentlich ist es so, dass dann eine Parteitagsrede unterbrochen und der Prominente freundlich begrüßt wird. Doch im Saal nimmt keiner Notiz. Oben, am Rednerpult, spricht Edeltraud Rogée. Es geht um das Thema Mindestlohn. Lafontaine steht unten und hört zu.

Am Vortag noch hat er in einem Interview für die Zeitung " Neues Deutschland " den sachsen-anhaltischen Landesverband mächtig unter Beschuss genommen. Dieser vertrete " eher Grundsatzpositionen des rechten Flügels der Sozialdemokratie, die nicht Grundlage der Politik der neuen gemeinsamen Partei werden können ", hatte er gewettert. Und spitz erklärt, es wäre doch interessanter zu erfahren, wie der Landesverband zum Mindestlohn stehe.

Da meinte sich mancher verlesen zu haben. Seit Monaten beackert die Linkspartei im Land dieses Thema.

Jetzt sind Lafontaine die Hände gebunden. Oskar und andere halten ein meterlanges Plakat fest. Darauf steht : " Arbeit darf nicht arm machen ! Deshalb : 8 Euro Mindestlohn. "

Der Landesvorsitzende Matthias Höhn und Fraktionschef Wulf Gallert stehen neben dem Saarländer, die Hände vor dem Bauch ineinander verschränkt. Beide mögen Lafontaine nicht sonderlich.

" Ich habe Angst,

dass es uns zerreißt "

Oben plaudert Frau Rogée munter weiter – über Armutsfalle, Niedriglohnsektor, Menschenwürde. Zwölf Minuten später ist die Rede beendet. Lafontaine – immer noch unbegrüßt – nimmt in der ersten Reihe Platz.

Das Präsidium wird einberufen, es geht um die Tagesordnung, den Zeitplan, um Regularien. Ein Delegierter will, dass nicht über den umstrittenen Leitantrag abgestimmt wird : " Ich habe Angst, dass es uns zerreißt. " Dann verlangt er, dass Landeschef Höhn höchstens 30 Minuten reden darf.

Höhn sagt, er werde solange reden, " bis ich gesagt habe, was ich Euch sagen wollte ".

Beide Anträge werden abgelehnt.

Die Gäste werden vorgestellt – " zum Beispiel begrüßen wir heute Oskar Lafontaine ". Nach 22 Minuten hat das Warten für Lafontaine ein Ende.

Die Rede von Parteichef Höhn wird mit Spannung erwartet. Er hat sich sorgfältiger denn je vorbereitet. Aufmunternder, Applaus zu Beginn. Es wird eine gute, eine kluge Rede. In ruhigem Ton geht der erst 31-jährige Parteichef auf die harschen Vorwürfe von Kritikern wie der Europaabgeordneten Sarah Wagenknecht ein, die dem Landesverband in einem offenen Brief den Verrat linker Positionen und einen neoliberalen Kurs vorwerfen. " Ich lasse mir so manches vorwerfen, aber nicht, dass ich die gemeinsame Linke gefährde ", sagt er. " Und das gilt auch für den gesamten Landesvorstand. " Starker Applaus.

Und : " Der offene Brief ist in Sprache und Form inakzeptabel. Diese Form der politischen Anklage eines gesamten Vorstandes weise ich entschieden zurück. " Wieder Applaus. Höhn redet 34 Minuten.

Die Aussprache : Mehr als 20 Delegierte wollen reden, bei Parteitagen zuvor war es nur noch eine Handvoll gewesen.

Renate Grossert aus Dessau hat den offenen Brief unterzeichnet. " Missachtet mir die Basis nicht ", warnt sie.

Die Parteitagsstrategen haben vorgesehen, dass die stellvertretende Bundesvorsitzende der Linkspartei. PDS vor Lafontaine redet. Katina Schubert heißt sie und feuert gleich eine volle Breitseite in Richtung Sarah Wagenknecht ab. Sie spricht von einem " Inquisitionskommando " und von " blühendem Unsinn " im offenen Brief. Schubert stellt sich " im Namen des Parteivorstandes " hinter den Leitantrag.

Erst jetzt darf sich Lafontaine äußern – " wenn er denn möchte ", wie Ex-Landeschefi n Rosemarie Hein süffi sant anmerkt. Dem Politfuchs Lafontaine ist offensichtlich nicht entgangen, dass er auf diesem Parteitag nichts in seinem Sinne reißen kann.

" Ich bitte, sorgfältiger

zu formulieren "

Und so kommt er samtpfötig daher. Nun ja, es habe " einige Missverständnisse " gegeben, die " mich auf die Palme getrieben haben ". Also : " Ich bitte, sorgfältiger zu formulieren. "

Ja doch, die Sache mit der Globalisierung, die der Landesverband als " nicht umkehrbaren Prozess " bezeichnet. " Daran störe ich mich erheblich ", sagt Lafontaine in recht mildem Ton. Und das war’s auch schon. Es folgen Sätze, die unter Linken recht unstrittig sind. So spricht sich Lafontaine beispielsweise für eine Verstaatlichung der Energienetze aus. Er doziert, belehrt, erklärt die Welt, wie schon hundertfach zuvor.

Die Rede unterscheidet sich frappierend von dem rüden Interview in der Zeitung " Neues Deutschland " vom Vortag. Der Applaus nach Lafontaines Rede ist freundlicher als der Empfang.

Danach ist die Luft raus. Die Kritiker des Leitantrages melden sich nur vereinzelt zu Wort. Wie etwa Friedrich Rabe von der Kommunistischen Plattform. Auch er hat den offenen Brief unterschrieben. " Ist es unmodern geworden, sich gegen Sozialabbau zu wenden ?", fragt er. " Berlin sollte manchem bei uns ein Alarmzeichen sein. "

Die Linkspartei hat bei der Wahl in Berlin die Hälfte der Wählerstimmen verloren.

Fraktionschef Wulf Gallert meint indes zum Projekt einer gemeinsamen Linken : " 15 Jahre werden wir uns noch missverstehen, dann haben wir uns zusammengerüttelt. "
http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/sachsen_anhalt/?si…
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.182.096 von obus am 25.09.06 11:02:14Traurig.

Jetzt geben bereits die Linken ihren Widerstand gegen Globalisierung und Monopolkapitalismus auf !

Die PDS wird immer mehr zur rotgefärbten FDP.

Und warum ? Weil sie an die Macht wollen !
"Nie wieder SOzialismus !"

Wer in D nocheinmal Marx oder Lenin in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfaulen !

:mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.182.686 von Blue Max am 25.09.06 11:43:19Deswegen besteht die WASG Hamburg darauf, bei der neuen Linken auf das Wort Sozialismus zu verzichten!
NO FUTURE, NO FUTURE, NO FUTURE FOR YOU:laugh:

Die letzten Linken können ja gemeinsame Sache mit den "Gotteskriegern" machen. Ich habe im anderen Thread gelesen, die kämpfen auch gegen Kolonialismus (immer noch :laugh:, Imperialismus etc..!) :D Sie wollen anscheinend keinen (islam.) Gottesstaat errichten, sondern kämpfen gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit auf der Welt. Wahrscheinlich für eine klassenlose Gesellschaft ohne Lohnarbeit, Geld und Privateigentum. Religion als Opium für das Volk? :laugh:
"Islam. Fundamentalismus" hätte seine Ursachen nicht in der Religion. Deshalb berufen sie sich auch auf den Koran und nennen sich selbst "Gotteskrieger"! :laugh::laugh::laugh:
Wie sagte Noppi Blüm so schön: "Marx ist tot, doch Jesus lebt!"

Ok, er hat auch gesagt, dass die Renten sicher sind :laugh::laugh::laugh:.
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.182.686 von Blue Max am 25.09.06 11:43:19Nu das hat ja bei den Gewehren auch nicht geklappt.


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