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Rückstellung für drohende Inanspruchnahme - 500 Beiträge pro Seite



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Habe folgende BM erhalten:

Hallo Nataly,

wie ist deine Meinung zu folgendem Sachverhalt.

2 Einzelunternehmer (EU) halten Beteiligungen (51/49 %) an einer GMBH und aktivieren die Beteiligung in Ihrem Betriebsvermögen. Die GmbH ist Komplementärin einer GmbH & Co.KG. Beide EU gehen gegenüber der Hausbank jeweils eine selbstschuldnerische Bürgschaft für die Kontokorrentverbindlichkeiten der GmbH & Co.KG ein. Einige Jahre später tritt eine neue Komplementär-GmbH mit frischem Kapital in die GmbH & Co.KG ein, die alte Komplementär-GmbH (Stammkapital mittlerweile verbraucht) rückt ins zweite Glied und wird Kommanditistin.

Durch einen Forderungsausfall bei der GmbH & Co.KG beginnt diese ihren endgültigen wirtschaftlichen Niedergang. Negatives Eigenkapital der GmbH & Co.KG durch lfd. Verluste, einer der beiden EU erhält für seine Bürgschaft eine jährliche Avalprovision, um ihn bei der Stange zu halten. Bank würde ihn allerdings ohnehin nicht aus der Haftung entlassen. Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit der GmbH & Co.KG sind eingetreten. Beide EU schreiben ihre Beteiligung auf jeweils 1 Euro ab. Einer der beiden EU ist gg. laufende Vergütung als Marketingberater der GmbH & Co.KG tätig, der andere beauftragt die GmbH & Co.KG lfd. als Subunternehmer eines anderen von ihm mehrheitlich gehaltenen Unternehmens.

Frage:

Siehst du die Möglichkeit, die drohende Inanspruchnahme aus der eingegangenen Bürgschaft durch eine entsprechende Rückstellung bei beiden EU in deren Bilanz geltend zu machen? In welcher Höhe (jeder mit dem vollen Betrag oder hälftig) und ab welchem Zeitpunkt (Jahr des Forderungsausfalls und erste Merkmale von Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit). Die Bank hat auch 3 Jahre nach dem o.a. Forderungsausfall noch keine Forderungen gestellt, da der KK-Kredit bislang im gewährten Rahmen geführt wird.
Welche Kriterien sind aus Deiner Sicht neben den o.a. Ausführungen zu erfüllen, um die betriebliche Veranlassung der Bürgschaften darzulegen. Steht die Vereinbarung der o.a. Avalprovision einer Rückstellung im Wege?

Vielleicht hast Du zu diesem Fragenkomplex eine Meinung, würde mich freuen.


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