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Geisterflüge vs. Klimaschutz - 500 Beiträge pro Seite



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in der letzten €uro am Sonntag wurde über etwas Erstaunliches berichtet:

"Sechsmal die Woche fliegt ein Airbus 320 der British Mediterranean Airways von London-Heathrow ins 225 Kilometer entfernte Cardiff und wieder zurück. (...) Doch der Jet hat weder Passagiere noch Fracht an Bord, meldet die "Sunday Times". Einziger Grund für den Geisterflug: die Airline will ihre wertvollen Start- und Landerechte - sogenannte Slots - auf Heathrow nicht an Konkurrenten verlieren. (...) Der A320 stößt je Flug nach Cardiff 5,1 Tonnen Kohlendioxid aus; allein das Kerosin dafür kostet 2500 Pfund."

Ohne Worte

Gruß

WinniePu
:eek:

Ja, die Slots machen Sinn wenn keine Passagiere an Board sitzen.
Könnte ja sein dass die Maschinen irgendwann 5x täglich ausgebucht sind.
:(

Sauerei!
Die von einigen Luftfahrtgesellschaften von den Passagieren auf freiwilliger Basis zusätzlich zum regulären Flugpreis erhobenen Klimaschutz-Zuschlägen sollen ja in "Projekte" zu Klimaschutz investiert werden. Ich hätte da eine Idee für ein lohnendes "Projekt", z.B. könnte man das Geld generell in die eigene Tasche stecken (den eigenen Gewinn maximieren) und dafür, sagen wir einmal einen Monat, freiwillig auf "Geisterflüge" verzichten ... Die Aktionäre werdens danken
Ist CO2 aus einem Urlaubsflug umweltfreundlicher als CO2 aus einem Geisterflug :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 28.518.653 von antonazubi am 27.03.07 14:39:49st CO2 aus einem Urlaubsflug umweltfreundlicher als CO2 aus einem Geisterflug
natürlich ist beides gleich umwelt(un)freundlich, soweit man sich von dieser Klimahysterie hat anstecken lassen, und CO2-Emissionen für die größte Umwelt-Gefahr hält. :rolleyes:
Aber meinst Du nicht, dass man zunächst mal CO2-Emmissionen da reduzieren sollte, wo sie am ehesten vermeidbar sind?

Also wenn ich sowas lese:
"Sechsmal die Woche fliegt ein Airbus 320 der British Mediterranean Airways von London-Heathrow ins 225 Kilometer entfernte Cardiff und wieder zurück. (...) Doch der Jet hat weder Passagiere noch Fracht an Bord, meldet die "Sunday Times". Einziger Grund für den Geisterflug: die Airline will ihre wertvollen Start- und Landerechte - sogenannte Slots - auf Heathrow nicht an Konkurrenten verlieren. (...) Der A320 stößt je Flug nach Cardiff 5,1 Tonnen Kohlendioxid aus; allein das Kerosin dafür kostet 2500 Pfund."

...und andererseits permanent ein schlechtes Gewissen eingeredet bekomme, wenn ich es wage, mal mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen, dann fällt es mir schon schwer, noch die Contenance zu bewahren.:mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 28.530.510 von alfredogonzales am 27.03.07 22:39:36Denn dann könnte ich mit der gleichen Argumentation behaupten, dass es doch hinsichtlich CO2-Emissionen egal ist, ob ich mit der Maschine (in den Süden) mitfliege, oder mein Platz leer bleibt, da das Flugzeug ja auch ohne mich fliegt, und dabei annähernd genauso viel Kerosin verbrennt ;)
dann fällt es mir schon schwer, noch die Contenance zu bewahren[]

Das sollte es auch. Abgesehen davon, daß die Spar-CO2-Promoter geflissentlich solche Ungereimtheiten vergessen zu erörtern, daß bzw. warum frühere extreme CO2-Überschüsse wieder abgebaut wurden, sollte man mit der Logik, alles was schadet abzuschaffen, vorsichtig sein, sonst müsste man sich schnellstens Richtung Neandertal zurückentwickeln. Sowas führt zu solch spaßigen Diskussionen wie "Methanreduzierung durch Verminderung des Rinderbestands" mit letzter Konsequenz "gesund verhungern". Das bringt nichts.

Im übrigen ist es beileibe nicht so, daß Leerflüge gänzlich nutzlos sein müssen. Jede halbwegs sicherheitsbewußte Airline läßt z.B. ihre Jungpiloteure die ersten Starts und Landungen nicht mit bezahlter Nutzlast absolvieren, und Kabinencrews wachsen auch nicht mit angeborenen Servicefertigkeiten auf.

Und daß die Erhaltung von Slots wirtschaftlich sinnvoll sein dürfte ist sowieso vorauszusetzen.
"Und daß die Erhaltung von Slots wirtschaftlich sinnvoll sein dürfte ist sowieso vorauszusetzen."


Ach so ..., na ja dann ...

ich dachte schon, es sei etwas seltsam, 6 mal wöchentlich leere Flugzeuge auf Tour zu schicken und die Umwelt zu verpessten ...

man ist halt manchmal etwas naiv ...
Den Erstaunen in Ehren, aber liest du manchmal auch das, was Du kopierst und postest (kleiner Tip: Posting 1 von einem/einer gewissen WiniePu) :) ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 28.544.259 von antonazubi am 28.03.07 15:49:26Dein Hinweis in allen Ehren, aber für Ironie scheint Deine Antenne recht kurz zu sein ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 28.535.469 von antonazubi am 28.03.07 09:29:02"Jede halbwegs sicherheitsbewußte Airline läßt z.B. ihre Jungpiloteure die ersten Starts und Landungen nicht mit bezahlter Nutzlast absolvieren"

So ein Unsinn!

Selbstverständlich fliegen Jungpiloten zunächst lange als Copiloten und erste eigene Starts und Landungen mit beladenen(!) Frachtmaschinen. Die Flugzeuge selbst sind ein um ein vielfaches größeres, weil teureres Risiko, als die Fracht selbst.


"Kabinencrews wachsen auch nicht mit angeborenen Servicefertigkeiten auf."

Damit machst Du Dich aber sehr unglaubwürdig, oder denkst Du im Ernst, man würde leere Flugzeuge in die Luft schicken, um Kabinencrews auszubilden? Hier wird zunächst in Simulationen gelernt und dann dann gilt "learning by doing" bzw. "training on the job"

Nein, der einzige Grund für die genannten Leerflüge sind die Erhaltung der Slots, die Millionen wert sind. Und da liegt der Skandal, wenn man gleichzeitig Urlauber bei jeder Buchung fragt, ob man ihnen nicht ausrechnen darf, wieviel Kerosin sie verbrauchen, um ihnen einen Betrag vorschlagen zu können, mit dem sie sich und ihr Gewissen frei kaufen können. Die Realität ist die beste Parodie des Lebens.
Und jetzt lese ich in der Fernsehzeitung über einen Bericht über Jugendliche, die für den Freitagabend-Besuch in der Disco mal eben nach Mallorca fliegen, Rückflug Samstag morgen. Die Getränkerechnung in der Disco dürfte den Flugpreis locker übersteigen.

Dekadentia, wie im alten Rom ...


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