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Dax - Sell in May?
WiWo-Börsenblick.
Der deutschen Aktienmarkt kämpft sich am Nachmittag ins positive Terrain zurück. Doch wachsen die Anzeichen einer Finanzkrise. Anleger flüchten aus UBS-Aktien nach Hedgefonds-Pleite.
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Am Nachmittag hat sich der deutsche Aktienmarkt nach morgendlichen Verlusten ins positive Terrain gekämpft. Gegen 17 Uhr liegt der Dax zwei Zähler bei 7458 Punkten im Plus. Als Grund werden gute US-Konjunkturdaten ins Feld geführt. So wuchs die Produktivität im ersten Quartal stärker als erwartet und der Lohndruck hin zu einer höherer Inflation zeigte sich nach Zahlen vom frühen Nachmittag nicht so stark wie befürchtet.

Schauen Investoren auf die deutschen Unternehmenszahlen, trüben nur wenige Wölkchen den Himmel. Einzig BMW enttäuscht mit einem Gewinnrückgang. Metro wächst deutlich, E.On-Chef Wulf Bernotat kündigte auf der Hauptversammlung bessere Ergebnisse an und so weiter und so fort.


Das Problem: Der Dax dreht sich nicht um sich selbst, sondern ist nach wie vor stark abhängig von den internationalen Finanzmärkten. Und da braut sich ein starkes Gewitter zusammen. In Spanien und den USA brechen die überhitzten Immobilienmärkte in sich zusammen. In Großbritannien droht ähnliches, weshalb die Bank of England kontinuierlich die Leitzinsen erhöht.

Panikartig flüchten Anleger aus UBS-Aktien, weil sich eine Hedgefonds-Tochter am US-Immobilienmarkt verspekuliert hat. Die Tochter Dillon Read ist erst ein Jahr alt und wird nun dicht gemacht. Die gemeinsam von General Motors und Finanzinvestoren gehaltene Finanzierungstochter GMAC rutscht wegen der US-Immobilienturbulenzen ebenfalls in die roten Zahlen.

Die USA kämpfen mit schwachem Wachstum, steigender Inflation und sich nach oben bewegenden Zinsen. Eine Stagflation – eine Mischung aus hohem Preisdruck bei stagnierendem Wachstum - droht. Hauptstütze für die Märkte ist unverändert die hohe Liquidität bei Hedge- und Private-Equity-Fonds. Schieflagen wie bei Dillon Read und GMAC könnten aber nur der Anfang einer Finanzinvestorenkrise sein. Klettern die Zinsen weltweit weiter nach oben, wäre das Spiel ums billige Geld schnell vorbei. Dann nützen auch die schönsten Gewinne deutscher Unternehmen nichts mehr. Ein bisschen Risikoscheu schadet derzeit nicht.

Als Absicherung empfehlen sich Gold und Silber, die am Nachmittag leicht auf 674 Dollar und 13,12 Dollar zulegen können. Charttechnisch sind die Edelmetalle zwar angeschlagen. Strategische Investoren sitzen auch mögliche deutlichere Verluste aus, taktische Stopp-Marken liegen bei 664 beziehungsweise 12,50 Dollar. Am Rentenmarkt steigt die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um zwei Stellen auf 4,22 Prozent, der Euro liegt schwächer bei 1,3561 Dollar.


[03.05.2007] christof.schuermann@wiwo.de
Ein Minus im DAx wäre mir heute lieber gewesen. Eine Verschnaufpause würde langsam mal gut tun. Ich bin der Meinung, der momentane kurzfristige Aufwärtstrend gibt in den nächsten Wochen noch die Richtung an.

Eine Konsolidierung sehe ich erst Mitte/Ende Juli. Gegen einen früheren Termin sprechen meiner Meinung nach die Zahlen zu sehr. Das Immobilienproblem in den USA ist größtenteils schon eingepreist und Spanien hat nicht das Gewicht. (alles nur meine Meinung! :rolleyes: )
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.117.356 von Lars01 am 03.05.07 18:35:55und wenn viele von " sell in may and go away " reden, dann trifft es auch ein oder wahrscheinlich auch nicht.

Es wird wohl wieder alles an den Amerikanern liegen, die werden es schon richten. :D

Unser Dollar euer Problem :rolleyes::p:rolleyes:

+++
Hmm, irgendein "sell" wird fast kommen MÜSSEN.., ob nun im Mai..?..
Jedenfalls kann man auch ein kräftiges Auto richtig "fett" beschleunigen, aber irgendwann muß man dann eben doch bremsen..

Die schlimmsten sind aber die unvorhergesehenen Hindernisse.. mal schau´n wann so eines auftaucht..
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.117.608 von Deni1968 am 03.05.07 18:53:21... und wenn es dann mal kräftiger nach unten geht, dann ist wieder jeder überrascht ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.117.044 von Dominos66 am 03.05.07 18:15:19es könnte aber auch so gehen:

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyi…

China muß ja nicht für seine 1.000.000 Mio USD (1 Bill USD)
US-Anleihen kaufen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.117.044 von Dominos66 am 03.05.07 18:15:19Wir sind definitiv in der Nähe der zyklischen Hochs im Intermarket. Natürlich kann es noch weiter nach oben laufen, aber...Mein Szenario sieht wie folgt aus: Der übergeordnete 4-Jahreszyklus seit 10.10.2002 wird bald seinen Abschluß finden. Damit werden wir dann in einen Abwärtstrend übergehen, der die Kurse dann unterhalb der folgenden Niveaus drücken kann:
DOW <11000, SPX <1250, DAX <5850
diese Stände noch in 2007, Anfang 2008!
Elliot und Fibonacci lassen recht herzlich grüßen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.129.289 von tertie am 04.05.07 11:39:38sorry, schmarrn.

mfg
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.130.937 von Zorniger am 04.05.07 13:25:35Und was hast du für eine Begündung?
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.129.289 von tertie am 04.05.07 11:39:38Grüss mir die Welle Kumpel, sag ich nur zu dem Schwachsinn. :laugh:

Sicher kommt irgenwann eine Korrektur. Da es sich bei der Börse allerdings um ein chaotisches System handelt ist es ein sinnloses und hilfloses Unterfangen Voraussagen mittels irgendwelcher Theorien treffen zu wollen.

Eine Münze zur Entscheidungsfindung zu werfen ist da effektiver als mittels irgendwelcher Theorien einem chaotischen System die Geheimnisse seiner "Gesetzmässigkeiten" entreissen zu wollen.
Münze werfen hat allerdings nicht diesen pseudowissenschaftlichen Touch und es können darüber auch nicht so viele tolle Bücher geschrieben werden - zudem ist das Diskussionpotential sehr begrenzt ! :D

Bedenke, der Affe schlägt sie alle ! Und langfristig gesehen sind Aktien die effektivste Kapitalanlage, wobei nicht vergessen werden sollte, dass wir langefristig auch alle tot sind...
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.132.186 von ichhabdurst am 04.05.07 14:42:50Bitte einmal den Verlauf der Börse in 1973 / 1974 anschauen! Am Dow Jones sehen wir eine sehr schöne Paralele von 1970-72 und danach im Niedergang. Chaos stimmt schon, aber bitte, Verlaufsmuster sind durchaus ähnlich, niemals exakt. Lernen wir Menschen denn nie aus der Vergangenheit? Leider wirst Du hoffentlich nicht schmerzlich an mich denken müssen. Heute traf Teil I meiner Jahresprognose ein: Stand von über 7500 um DAX. Wie gesagt steht somit nur noch Teil II aus: Kurse von unter 5850 im DAX! Das übergeordnete Chaos wird es an den Tag bringen, Geduld erforderlich, und dann.....Angst essen Seele auf!


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