DAX-0,54 % EUR/USD0,00 % Gold-0,28 % Öl (Brent)+0,09 %

Entwicklungshilfe - Verschwendung von Milliarden Steuergeldern - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,486464,00.html

04.06.2007


Warum Afrika kein Geld vom Westen braucht


Von Thilo Thielke, Nairobi

Mehr Geld, mehr Entwicklungshilfe für Afrika fordern Popstars und Schauspieler von den G-8-Staaten. Der afrikanische Intellektuelle Lubega widersetzt sich: Durch diesen Blödsinn werde die Krise in den Hungerstaaten nur verschärft.

Henry Lubega arbeitet als Journalist in Ugandas Hauptstadt Kampala. Von den Plänen, die Entwicklungshilfe für Afrika zu erhöhen, hält er wenig - wie eine steigende Zahl afrikanischer Intellektueller. "Afrikas Problem ist doch nicht der Mangel an Geld", sagt Lubega.

Den wahren Kolonialismus sieht Lubega bei den westlichen Philanthropen


Viele afrikanische Länder sind mit Rohstoffen gesegnet, gerade durch den chinesischen Wirtschaftsboom und Hunger nach Rohstoffen sind sie viel eher Profiteure der Globalisierung als deren Opfer. Und deshalb sei es eine "Tragödie", dass ständig versucht werde, die Hilfszahlungen zu erhöhen.

Warum diese gutgemeinte Hilfe schade? "Die Regierungen hier lassen es sich auf eine unverschämte Art und Weise von den westlichen Steuergeldern gutgehen und unternehmen nahezu nichts, die eigene Wirtschaft zu fördern." Ohne die komme Afrika aber nicht auf die Beine.

Es sei ganz einfach: Würde die Finanzhilfe der korrupten afrikanischen Regierungen gestrichen, müssten sich die Führer nach anderen Einkommensquellen umsehen: Steuern. "Erstens würde das die Vetternwirtschaft einschränken, denn Geld müsste dann auch von afrikanischen Wirtschaftsbonzen abgeführt werden, und die zahlen im Moment fast gar nichts. Und zweitens müsste die Regierung die Wirtschaft fördern, denn nur wenn die Wirtschaft brummt, nimmt auch der Staat Geld ein."


Lubegas Theorie klingt simpel und ist einleuchtend. Warum der Westen nicht verstehen will, dass er Afrika langfristig "zu Tode hilft" ist ihm ein Rätsel. Es habe wohl mit Psychologie zu tun, meint er achselzuckend: "Eure Minister und Schlagersänger fühlen sich besser, wenn sie sich auf diese Art produzieren können."

Und Afrika? "Ist ihnen wohl herzlich egal." Es klinge vielleicht paradox - aber manchmal sei eben mehr geholfen, "wenn die Überlebenskräfte des anderen gestärkt würden, als wenn man ihn mit seiner Philanthropie erdrücke".

Gastgeberin Kanzlerin Merkel will der Globalisierung auf dem G- 8-Gipfel "ein menschliches Gesicht geben". Wegweisende Beschlüsse erhofft sie sich zum Klimaschutz: Lubega steht mit seiner Ansicht nicht allein in Afrika. Dass er in Europa gehört wird, glaubt er hingegen kaum. "Die wahre Arroganz, der wahre Kolonialismus wird nicht von euren Unternehmern, diesen vermeintlichen Ausbeutern, an den Tag gelegt, sondern von euren Philanthropen. Sie sollten tun, worauf sie spezialisiert sind: Popmusik machen oder Parteipolitik. Afrika ginge es ohne ihre ständigen Nachstellungen jedenfalls besser."


Ob er der gewachsenen Aufmerksamkeit für Afrika aber nicht auch etwas Positives abgewinnen könne? Ach, das sei die alte Leier, sagt Lubega. Immer heiße es, man müsse die Menschen zwingen, sich mit Afrika zu beschäftigen. Aber wem sei damit geholfen? Gehe es den Geschundenen Darfurs etwa besser, seit Mia Farrow und George Clooney dort herumschwirrten? Profitiere Uganda von den Besuchen des Kölsch-Rockers Wolfgang Niedecken?

"Es gab hier Musik lange vor euch Europäern." Die deutsche Regierung habe es kürzlich sogar fertig gebracht, der kenianischen viele Millionen Euro zur Korruptionsbekämpfung zu überweisen. Dabei sei die kenianische Regierung erstens eine der korruptesten der Erde. Und zweitens bestehe Korruptionsbekämpfung doch wohl eher darin, ausnahmsweise einmal kein Geld zu nehmen, das man nicht verdient habe, anstatt sich damit die Taschen voll zu stopfen.

Der Tag in Kampala neigt sich dem Ende zu. Aus Deutschland hört man von Krawallen in Rostock. In Uganda wird immer noch der Sieg gegen Berti Vogts' nigerianische Super Eagles gefeiert. Kein guter Tag für Entwicklungshelfer.

:eek:
Habe ich auch gelesen. Volle Zustimmung. Das Elend in Afrika ist hausgemacht. Schlechte Politker sind der hauptgrund warum es da nicht aufwaerts geht. Und leider lockt die Entwicklungshilfe die schlechten Politiker an.
Ok, dann zahlt ihr beiden jetzt mal die Gelder vom Marshall-Plan zurück. Aber zack zack.

:cry:
3.

sind doch längst beglichen-. Seit der Wiedervereinigung sind alle ehemaligen Verpflichtungen aus vorherigen Verträgen getilgt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.632.924 von inhalator am 04.06.07 17:43:52Ok, dann zahlt ihr beiden jetzt mal die Gelder vom Marshall-Plan zurück. Aber zack zack.

Hast Du Dir eigentlich mal die Mühe gemacht, die Argumente aus #1 nachzuvollziehen?
Entwicklungshilfe in Afrika leistet doch jetzt China.

Die haben 1 Billion USD-Währungsreserven. Bevor die vollkommen wertlos werden, vergeben die großzügig Milliardenkredite nach Afrika.

Egal, ob es dort Demokratie oder sonst irgendwas gibt.

Und nebenbei sichern sie sich so die Rohstoffe und Wohlwollen.

Kein schlechter Deal.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.632.924 von inhalator am 04.06.07 17:43:52Die lächerlichen 1,4 Mrd. Dollar ? :laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.634.004 von ConnorMcLoud am 04.06.07 18:44:50Ausnahmsweise bin ich mit Connor gleicher Meinung: Der Marshal Plan war Pippifax.

Aus wikipdeia "Marshal Plan"

Most of the participating ERP governments were aware from the beginning that they would never have to return the counterpart fund money to the U.S.; it was eventually absorbed into their national budgets and "disappeared." Originally the total American aid to Germany (in contrast to grants given to other countries in Europe) had to be repaid. But under the London debts agreement of 1953, the repayable amount was reduced to about $1 billion. Aid granted after 1 July 1951 amounted to around $270 million, of which Germany had to repay $16.9 million to the Washington Export-Import Bank. In reality, Germany did not know until 1953 exactly how much money it would have to pay back to the U.S., and insisted that money was given out only in the form of interest-bearing loans — a revolving system ensuring the funds would grow rather than shrink. A lending bank was charged with overseeing the program. European Recovery Program loans were mostly used to support small- and medium-sized businesses. Germany paid the U.S. back in installments (the last check was handed over in June 1971). However, the money was not paid from the ERP fund, but from the central government budget.
#7

Im Vergleich zu den bisher gezahlten über 1000 Milliarden Dollar an Entwicklungshilfe, von denen der Grossteil in den Taschen korrupter Politiker gelandet oder sonstwo im Sand versickert ist...

Wieviele Hungernde und wieviele Arbeitslose gibt es in Afrika heute und wieviele davon gab es als Afrika noch aus Kolonien bestand ?

:confused:
Israel wurde insgesamt mit ungefähr dem gleichen Betrag subventioniert. Mit einem Hundertsel der afrikanischen Bevölkerung.

Verschuldungsrate trotzdem über 100%. Armutsrate wie bei den Schwellenländen üblich.

wie im falle Afrika flossen fast alle internationale Hilfen an US oder andere West-Konzerne zurück.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.816.827 von Blue Max am 11.06.07 11:08:05 Entwicklungshilfe sei die Umverteilung des Gelds der Armen aus den reichen Ländern an die Reichen aus dem armen Ländern

:eek::eek::eek:

Ob das Bono, Gröni, Campino, Roth etc. überhaupt bewußt ist ?
#12

Schon möglich, das das denen bewusst ist. Aber es ist ja nicht denen ihr Geld...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.828.482 von Blue Max am 11.06.07 19:30:34Ja stimmt, die sammeln ja nur für den guten Zweck ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.816.827 von Blue Max am 11.06.07 11:08:05Und Rußland heizt die Stimmung in Afrika mit ihren kontinuierlichen Waffenlieferungen weiter an.

Schöne "lupenreine Demokraten" als "Freunde" haben wir uns da ausgesucht. :(:cry::mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.632.324 von Blue Max am 04.06.07 17:07:33http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,497732,00.html

01.08.2007

TERMIN VERGESSEN

Nigerias Außenminister versetzt Steinmeier

Der neue nigerianische Außenminister tut sich schwer mit der Terminplanung: Als sein deutscher Amtskollege Steinmeier heute zu Besuch kam, war der Minister nicht da - sondern im Nachbarland Benin...."

---
So schlampig wird da unten regiert - und WIR zahlen.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.632.324 von Blue Max am 04.06.07 17:07:33Und sogar unser demnächst grösster Wirtschaftskonkurrent China bekommt aus D massiv Entwicklungshilfe:

http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc…

Deutsche Zahlungen

China ist drittgrößter Empfänger von Entwicklungshilfe


Von Manfred Schäfers

31. Juli 2007

Die Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands mit China ist wesentlich intensiver, als die Zahlen der Bundesregierung zu erkennen geben. Nach der Übersicht der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) ist die Volksrepublik drittgrößter Empfänger der deutschen Hilfszahlungen gewesen.


Nach den im Februar dieses Jahres veröffentlichten Zahlen aus dem Jahr 2005 hat das Land mit den zweistelligen Wachstumsraten zuletzt etwas mehr als 255 Millionen Dollar, also rund 187 Millionen Euro, von Deutschland erhalten. Nur Irak und Nigeria bekamen 2005 ausnahmsweise mehr als China. Schuldenerlasse haben diese beiden Länder an die Spitze im Länderranking katapultiert. Sonst steht China nach den Zahlen der OECD seit dem Jahr 2000 mit großem Abstand an der Spitze der Adressaten deutscher Entwicklungshilfe.


OECD-Zahlen deutlich höher


Die Zahlen der internationalen Organisation sind deutlich höher als die, die das Bundesentwicklungsministerium aktuell nennt. Danach hat Berlin China zuletzt 67 Millionen Euro an neuen Hilfen zugesagt. Hinter Afghanistan (100 Millionen Euro) und Indien (72 Millionen Euro) steht Peking damit auf der Liste des Ministeriums ebenfalls auf dem dritten Rang.


Als einen Grund für die Abweichung von den OECD-Summen nennt das Entwicklungsministerium die Kosten für das Studium von Chinesen in Deutschland, die die Länder tragen, was die OECD berücksichtigt, der Bund naturgemäß nicht. Zudem werden über die reinen Entwicklungsdarlehen auch Kredite mit marktnahen Konditionen nach China vergeben, die die OECD mit einberechnet, aber nicht das Ministerium.


Hilfen für den Aufbau des Finanzsektors


Der Bund fördere vor allem erneuerbare Energie, sagte der Sprecher von Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). Diese erläuterte jüngst: „Globaler Klimaschutz ist heute ohne China nicht möglich.“ Klimaschutz und Stadtentwicklung machen daher auch mit rund 35 Millionen Euro etwa die Hälfte der bilateralen Zusammenarbeit aus. Zur Wüstenbekämpfung und Aufforstung sind nochmals rund 10 Millionen Euro vorgesehen.


Das Land mit Devisenreserven von mehr als 1,3 Billionen Dollar bekommt aber auch Hilfen für den Aufbau seines Finanzsektors. So wird die Notenbank in Peking auf Kosten des deutschen Steuerzahlers über mehrere Jahre mit 4 Millionen Euro unterstützt, wie einer Auflistung der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) zu entnehmen ist. Das Geld diene der „Unterstützung und Beratung der Chinesischen Zentralbank bei der Entwicklung des Mikrofinanzsystems und der ländlichen Finanzreform“. Das Projekt soll noch bis April 2010 laufen. Weitere Arbeiten dienen der Stärkung von außerbörslichen Handelsplätzen, der Beratung für die künftige Gesetzgebung, der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen, der Unterstützung von Ausschüssen des Volkskongresses und dem ländlichen Finanzwesen.


Die neue Rolle Chinas


„Man kann nicht gleichzeitig Nehmer- und Geberland sein“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Steffen Kampeter, der F.A.Z. Damit bezog er sich auf das wachsende entwicklungspolitische Engagement Chinas in Afrika, mit dem das Land seine Rohstoffinteressen absichert. „Das heißt nicht, dass ich gegen die Gelder für Peking bin“, stellte der CDU-Politiker klar.


Doch müsse sichergestellt werden, dass die neue Rolle Chinas als Schwellenland berücksichtigt werde. Deswegen sollte auch die Kompetenz für die Kooperation vom Entwicklungsressort zum Wirtschaftsministerium und dem Auswärtigen Amt verlagert werden. Ein Ziel müsse sein, deutschen Unternehmen den Markt zu öffnen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.632.324 von Blue Max am 04.06.07 17:07:33http://www.focus.de/finanzen/news/china_aid_68003.html

China

Politiker fordern Entwicklungshilfe-Stopp


27.07.2007

Führende Politiker von CDU und FDP fordern angesichts der boomenden Wirtschaft in China, die Zahlung deutscher Entwicklungshilfe an das Land einzustellen.

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, sagte der „Bild“-Zeitung vom Freitag: „Es gibt keinen Grund mehr, Entwicklungshilfe an China zu zahlen.“ Das Land sei eine erfolgreiche High-Tech-Nation und kein Entwicklungsland. Wolfgang Bosbach, von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sagte, die Bundesregierung müsse prüfen, ob weiter Entwicklungshilfe zu zahlen sei.

Dem Bericht zufolge erhält China in diesem Jahr 67,5 Millionen Euro vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

China wird neuer Exportweltmeister

Die chinesische Wirtschaft legt derzeit mit zweistelligen Wachstumsraten zu. Einer Prognose des DIHK zufolge wird China im nächsten Jahr Deutschland bereits den Titel des Exportweltmeisters abnehmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.632.324 von Blue Max am 04.06.07 17:07:33http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc…

Entwicklungshilfe für China

Deutschland - ein Drachenfütterer


31. Juli 2007
Deutschland füttert den Drachen, den es fürchtet. Noch immer erhält China von der Regierung in Berlin Geld aus dem Entwicklungstopf - ein Land, das auf Devisenreserven von gut 1,3 Billionen Dollar sitzt. Gleichzeitig diskutiert dieselbe Koalition, ob sie nicht einen Abwehrzaun an den deutschen Grenzen hochziehen sollte, um deutsche Unternehmen vor renditehungrigen und Einfluss suchenden Staatsfonds aus dem Osten schützen zu können.


Diese Schizophrenie zeigt, wie schwer sich Schwarz-Rot mit dem riesigen Reich tut. Tatsächlich ist es nicht leicht, die Volksrepublik richtig einzuordnen. Einerseits ist sie eine der größten Volkswirtschaften der Welt. Sie wird Deutschland in Kürze als Exportweltmeister ablösen, und sie tritt zunehmend selbst als Geber in Afrika auf, um ihre Rohstoffinteressen zu sichern.


Noch immer rückständig


Andererseits verdeckt das Glitzern der aufstrebenden Industriezone, die sich vornehmlich auf die Küstenregion beschränkt, dass ein großer Teil Chinas immer noch rückständig ist und die Menschen dort arm sind. Die kommunistische Führung steht daher vor einer riesigen Aufgabe.


Rat und Tat soll sie dazu gerne aus Deutschland erhalten - wenn sie dafür zahlt. Es ist nicht einzusehen, dass der deutsche Steuerzahler ein Land unterstützt, das genug Geld auf der Seite hat, um sich die notwendigen Berater und Projekte selbst leisten zu können.
Tod im Atlantik: Wie afrikanische Fischer von der EU ins Elend getrieben werden

Heute abend Monitor ARD 21.45 Uhr
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.986.852 von SagMalSchnell am 02.08.07 16:52:08#20

Typische linksexteme Gutmenschenhetze des Rotfunks ARD. Da wurde versucht den Eindruck zu erwecken, als ob alle Wirtschaftsflüchtlinge aus Afria, die sich in die Kanarischen Inseln einschleichen früher Fischer vor der afrikanischen Küste gewesen wären.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.000.647 von Blue Max am 03.08.07 11:05:07Typische rechtsextreme Schlechtmenschenhetze des Proleten Blue Max :p
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.986.852 von SagMalSchnell am 02.08.07 16:52:08Der Bericht ist jetzt online:

Tod im Atlantik: Wie afrikanische Fischer von der EU ins Elend getrieben werden

http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=904&sid=167
Kriege in Afrika fressen Entwicklungshilfe auf

Zwischen 1990 und 2005 gaben afrikanische Staaten 211 Milliarden Euro für bewaffnete Konflikte aus. Dieser Betrag deckt sich mit der Höhe der erhaltenen Entwicklungshilfe.

Die Bürgerkriege und gewaltsamen Konflikt der vergangenen 15 Jahre haben Afrika rund 211 Milliarden Euro gekostet. Dies entspricht ungefähr der Menge an internationaler Entwicklungshilfe, die in der gleichen Zeit an den Kontinent geflossen ist. Das geht aus einer Studie von Nichtregierungsorganisationen hervor.

23 von 53 afrikanischen Staaten seien zwischen 1990 und 2005 in Konflikte verwickelt gewesen, die ihre Entwicklung behinderten, ergab die Untersuchung ]http://www.oxfam.org/en/files/bp107_africas_missing_billion… von Oxfam International, dem Internationalen Aktionsbündnis gegen Kleinwaffen (Iansa) und Saferworld.

Wirtschaftlicher Schaden enorm

Durch die Untersuchung wollten die drei Organisationen erstmals die Auswirkungen von Kriegen auf das afrikanische Bruttoinlandsprodukt berechnen. "Die Ausgaben sind schockierend. Unsere Zahlen sind ziemlich sicher eine Unterschätzung, aber sie zeigen, dass Konflikte die afrikanischen Wirtschaften durchschnittlich zwölf Milliarden Euro pro Jahr kosten", sagte Irungu Houghton, der Oxfam-Experte für afrikanische Politik.

Mit dem gleichen Geld ließen sich die Aids-Krise beilegen, Malaria und Tuberkulose wirksam bekämpfen sowie sauberes Wasser, Sanitäranlagen und Bildung zur Verfügung stellen.

Die Studie ermittelte die Auswirkungen bewaffneter Konflikte auf die Volkswirtschaften 23 betroffener Länder in Afrika. Dabei wurden sowohl direkte Kriegskosten (Rüstungsausgaben, zerstörte Infrastruktur) als auch wirtschaftliche Folgekosten (erhöhte Inflation, Verschuldung und Arbeitslosigkeit; Anstieg der Sterblichkeit) berücksichtigt. Schätzungen zufolge schrumpfte die Wirtschaft in den untersuchten Ländern im Durchschnitt um 15 Prozent.

http://www.diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/336212/i…
A Global Tax Credit

BARACK OBAMA has proposed that the United States double the amount it spends on foreign aid to $50 billion each year. But before promising to spend more taxpayer money, Mr. Obama and the other presidential candidates should look to reform our system of foreign aid by modeling it on the successful programs the United States has used to reduce domestic poverty.

While foreign aid works in some situations, it has two huge problems. First, there is never enough money to go around. Last year, the United States provided $23 billion of development aid to foreign countries. This was more than any other donor, but it still resulted in very little for the billion people who live on less than $1 per day.

The second problem is that the money that does get distributed doesn’t always reach the people who need it. As the economist Jeffrey Sachs has noted, of every dollar given to sub-Saharan Africa, only about 40 cents is actually directed toward economic development. The rest goes to debt service, consultants and humanitarian emergencies. And after those expenses are subtracted, the remaining money is further reduced by mismanagement and corruption.

A solution to both problems would be to give tax credits to American companies that invest in qualified developing countries. A similar program that focuses on domestic poverty has been a resounding success. In 2000, Congress created a program giving businesses that invest in poor communities within the United States a tax credit equal to 39 percent of the cost of the investment. The theory was that poverty and joblessness in poor communities could be ended only by developing local businesses, not by an aid check. Seven years later, so many businesses want to invest in poor areas that only a quarter of the companies that applied for tax credits in 2006 received them.

Using the domestic program as a template, Congress should provide a 39-cent tax credit for every dollar of American investment in developing countries. If Company X were to build a $100 million factory in Madagascar, its tax bill would be reduced by $39 million. The lost tax revenue would be offset by reducing direct foreign aid by the same amount.

The power of substituting tax credits for lump sums of cash is that while the cash would bring at most $39 million to Madagascar, the tax credit results in a $100 million investment. For the same cost to the federal government, Madagascar receives far more resources. And by leveraging its foreign aid dollars, the United States is better off too, for reasons from the creation of new markets to alleviating conditions that may aid terrorist recruitment.

Using tax credits instead of traditional foreign aid also means that the money will be spent more prudently. Because for-profit companies are focused on the bottom line, they will be more protective than government agencies of the money they invest in developing countries.

Moving from inefficient direct aid to investment tax credits could lead to a fivefold increase in the capital that is deployed in developing countries. Of the $23 billion the United States spends on foreign aid, less than half reaches the ground. Providing $23 billion in tax credits, on the other hand, would lead to $59 billion of investment, if the domestic formula is applied abroad.

Of course, the private sector is not always efficient, and not all of the money allocated to foreign aid should be converted to tax credits. But by involving the private sector, the United States could significantly increase the amount of money it spends in poor countries, without using any more taxpayer dollars.

This tax credit program could reinforce goals other than economic growth. Credits could be awarded to countries that embrace “green” development or good governance. Eligibility could be restricted to new investment that creates jobs and transfers know-how to the poorest countries that do not compete directly with American workers.

If Mr. Obama and the other presidential candidates in both parties think as creatively about helping the developing world as Congress did about alleviating domestic poverty, then foreign aid can be transformed from a faltering effort into one that brings the fruits of globalization to poor countries.

Justin Muzinich works for a hedge fund in Connecticut. Eric Werker is an assistant professor at Harvard Business School.

http://www.nytimes.com/2007/10/20/opinion/20werker.html?_r=2…
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.092.555 von CaptainFutures am 20.10.07 11:24:30#25

Wenn die sogenannte "Entwicklungshilfe" nicht mehr gezahlt würde, könnten sich in Afrika viele korrupte und unfähige Regierungen nicht mehr an der Macht halten, und am Ende ginge es den normalen Menschen dort deutlich besser als heute...

:(
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.105.233 von Blue Max am 22.10.07 11:43:48...und stattdessen wird immer mehr und mehr und mehr "Entwicklungshilfe" gefordert. :(
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.146.922 von CaptainFutures am 25.10.07 13:45:17entwicklungshilfe ist ein geschäft auf gegenseitigkeit von industriestaaten mit korrupten politikern,nix anderes.
in ähnlicherweise lief es doch bei siemens ab,nur bei staaten ist es noch normal und usus,wie man zunehmend bei den chinesen erkennen kann,die eifrig unsere westliche praxis noch besser kopieren.
die einzige hilfe besteht darin sich an dortigen bodenschätzen billig zu bereichern und korrupte regierungen sich gefügig zu halten durch bakschisch,zum schaden der einheimischen bevölkerung.
dies nennt sich allgemein "entwicklungshilfe" für leute die auch jedem anderen scheiss glauben,besonders unser Cäptn.:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.147.168 von shitpalaver am 25.10.07 14:01:59Du glaubst ja wirklich jeden Scheiß shitty! :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.177.010 von CaptainFutures am 27.10.07 22:09:10ich glaube viel,goutiere ihn aber nicht so wie du.:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.178.145 von shitpalaver am 28.10.07 01:43:15Du mußt ja nichts goutieren. Zur Kenntnis nehmen und anerkennen würde bei Dir ja erstmal schon reichen. :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.224.243 von CaptainFutures am 31.10.07 20:21:19Wieso fragst Du? Keine Nachrichten gehört? Da wird nichts gestrichen.
Hat das Merkel doch heute noch verkündet.
Warum Entwicklungshilfe abgeschafft gehört

James Shiwati fordert ein Ende der Entwicklungshilfe. Der kenianische Wirtschaftsexperte erklärt auf WELT ONLINE, warum nur eine "Mentalität der Chancen" die Probleme in Afrika lösen kann. Und warum Geldgeschenke allein nicht weiterhelfen.


Diese Kinder in Äthiopien profitieren von der Unterstützung der Hilfsorganisation Tara Centre. Dennoch hilft Geld allein in Afrika nicht weiter

WELT ONLINE: Sie fordern die Abschaffung der Entwicklungshilfe für Afrika. Warum?

James Shikwati: Entwicklungshilfe impliziert, dass der Empfänger schwach ist. Natürlich, es gibt in Afrika Probleme mit Krankheiten, mit Korruption, einen Mangel an Ausbildung. Aber durch Entwicklungshilfe können wir diese Schwächen nicht mehr als Chancen betrachten.

WELT ONLINE: Wie sollte man Ihrer Meinung nach die Probleme lösen?

Shikwati: Ein Beispiel: In den 80er-Jahren stellte die Weltbank fest, dass es zu wenige Telefonleitungen in Afrika gibt, und legte ein entsprechendes Hilfsprogramm auf. Heute können viele Afrikaner telefonieren – allerdings nicht über das Festnetz, sondern mit Handys. Und der Mobilfunk entstand ohne Hilfe von außen. Inzwischen gibt es Wettbewerb, die Preise sinken, immer mehr Menschen können sich das Telefonieren leisten. Warum sollte man andere Aspekte, andere Probleme nicht auch auf diese Weise angehen?

WELT ONLINE: Welche Rolle spielen die afrikanischen Regierungen?

Shikwati: Regierungen sind ein Hemmnis auf dem Weg zu einer Verbesserung. Wenn du in Not bist, wenn du etwas dringend brauchst, warte nicht auf die Regierung. Wenn wir auf den Aufbau eines Festnetzes gewartet hätten, könnten die meisten Afrikaner heute noch nicht telefonieren. Entwicklungshilfe verdeckt viele Möglichkeiten und Talente. Die Entwicklungshilfegemeinschaft hält eine Hilfs- und Problemmentalität aufrecht, wir brauchen aber eine Mentalität der Chancen. Nicht immer mehr Geld kann die Probleme in Afrika lösen, sondern letztlich nur eine veränderte Einstellung.

WELT ONLINE: Halten Sie den anstehenden EU-Afrika-Gipfel Anfang Dezember in Lissabon also für überflüssig?

Shikwati: Der Ansatz der Europäer ist immer noch paternalistisch – sie entscheiden beispielsweise, wer teilnehmen darf und wer nicht. Europa war lange in Afrika präsent, und hat deshalb noch heute Schwierigkeiten, seine innere Einstellung zu ändern. Vielleicht verkünden die Regierungschefs in Lissabon noch einmal ihr Bekenntnis zu Afrika, und versprechen uns noch mehr Hilfszahlungen. Aber so bringt der Gipfel Afrika keinen zusätzlichen Wert.

WELT ONLINE: Sie spielen auf die Teilnahme des simbabwischen Diktators Mugabe in Lissabon an, dem schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Der britische Premier Brown will den Gipfel boykottieren, Kanzlerin Merkel nicht...

Shikwati: Ich unterstütze die Position Merkels. Europäer fordern die afrikanischen Regierungen bei Bürgerkriegen immer wieder auf, sich mit den Rebellen zusammenzusetzen und zu reden. Hier ist es doch nicht anders: Die EU sollte mit dem „Rebell“ Mugabe reden. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich sage nicht, dass das, was Mugabe macht, richtig ist. Aber wenn ihm verboten wird, nach Lissabon zu kommen, stärkt ihm das den Rücken, dann hat er wieder einen Sündenbock.

WELT ONLINE: In Lissabon wird es auch um Wirtschaftsabkommen zwischen EU und afrikanischen Ländern, den sogenannten WPAs, gehen. Welche Rolle spielt der Handel für Afrika?

Shikwati: Er ist der entscheidende Antrieb. Aber nicht mithilfe der WPAs, das ist wieder von oben herab. Wir sollten erst die regionalen Märkte in Afrika entwickeln, die eigenen Fähigkeiten stärken. Rohstoffe sollten nicht exportiert, sondern in Afrika weiterverarbeitet werden. Im Ostkongo befinden sich – unter anderem – etwa 70 Prozent der weltweiten Coltanvorkommen, ein wichtiges Metall für die Herstellung von Mobiltelefonen. Die Kämpfe in der Region gingen und gehen in erster Linie um die enormen Rohstoffvorkommen. Die Menschen an den Rohstoffen verdienen zu lassen würde dem Konflikt die Ursache entziehen.

WELT ONLINE: Kann das funktionieren? Fehlt nicht oft die nötige Infrastruktur?

Shikwati: Die Mineralien im Ostkongo werden ja schon heute abgebaut, unter einfachsten Bedingungen. Bei entsprechendem Interesse der Menschen ist alles machbar. Man könnte erst einmal Flughäfen bauen, improvisierte „Wirtschaftszentren“, kleine Inseln. Die Briten haben zu Kolonialzeiten in Kenia den Naiwasha-See als ersten Flugplatz benutzt, für Wasserflugzeuge, und die Infrastruktur nach und nach geschaffen. Man kann nicht alles auf einmal machen, nur Schritt für Schritt.

WELT ONLINE: Hemmt das weitverbreitete Prinzip der erweiterten Familie, wonach von jedem, der etwas verdient, erwartet wird, dass er dies verteilt?

Shikwati: Die Familie hält die Menschen nicht davon ab, größere Dinge zu tun und erfolgreich zu sein. Ich glaube, dass viele Ansätze in Entwicklungshilfegeldern ertränkt werden. Im Kleinen gilt das Gleiche: Statt Geld kann man den Familienangehörigen die Möglichkeit geben, selbst Geld zu verdienen. Wir haben sehr große Chancen in Afrika, vor allem unsere Generation.

http://www.welt.de/politik/article1336091/Warum_die_Entwickl…
White man’s burden reloaded

Von Michael Kreutz

Seit den sechziger Jahren sind 600 Mrd. USD nach Schwarzafrika geflossen, ohne dass sich der Lebensstandard dort nennenswert verbessert hätte. Im ]http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=co… mit der FAS erläutert der Ökonom William Easterly, warum Entwicklungshilfe kontraproduktiv ist und die Armut eher befördert als beseitigt:

Das System als Ganzes hat versagt. Dabei haben die Helferbürokratien ein solch geniales System geschaffen, dass niemand für das Versagen verantwortlich gemacht werden kann. Dieses Bevormunden, diese Neuauflage von Kiplings “Bürde des Weißen Mannes” hat viel zum Versagen beigetragen. Ein zweiter wichtiger Grund ist, dass keine individuelle Verantwortug existiert. Niemand wird zur Rechenschaft gezogen, wenn in einem Dorf Malariamedikamente nicht rechtzeitig eintreffen, um das Leben von Kindern zu retten.

“Lässt sich die Armut auf dieser Welt überhaupt beseitigen?” fragt die FAS:

Sicher. Sie schrumpft, während wir hier reden. Wie die Weltbank richtig festegestellt hat, sinkt die Zahl der Armen. Es passiert bloß nicht dort, wo der Westen sich am meisten darum bemüht. Es passiert an Orten, die eigene Wege gefunden haben.

Der Helfer-Mentalität des Nordens entspricht aber durchaus auch eine ]http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007…. Daniel Etounga-Manguelle, Gründer und Präsident der Société Africaine d’Étude, d’Exploitation et de le Gestion (SADEG), die an über 50 Entwicklungshilfeprojekten in verschiedenen Teilen Afrikas beteiligt ist, hatte schon vor einigen Jahren die in Afrika vielfach vorherrschende Mentalität kritisiert, sich allzu leichtfertig den reichen Ländern gefügig zu machen:

In einem Afrika, das sich weigert, Wissen und Handeln zu verknüpfen, kommt unsere wahre kulturelle Identität zum Ausdruck, wenn wir uns – wie Revel bemerkt – auf den Standpunkt stellen: “Gebt uns Entwicklungshilfe in Form von Subventionen, aber verschont uns mit der Anstrengung, einen tragfähigen Bezug zur Wirklichkeit herstellen zu müssen.” Dieselbe “Kultur” steht hinter unserem Anspruch, wir hätten ein Recht auf ineffiziente Produktion, ein Recht auf Korruption, ein Recht auf die Missachtung elementarer Menschenrechte.”


Siehe auch:

]http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2006…, 7. November 2006,
]http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007…, 5. Januar 2007,
]http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007…, 4. April 2007,
]http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007…, 9. Juni 2007.

http://blog.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2007/…
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.708.502 von CaptainFutures am 09.12.07 17:20:45#36

"...Seit den sechziger Jahren sind 600 Mrd. USD nach Schwarzafrika geflossen, ohne dass sich der Lebensstandard dort nennenswert verbessert hätte...."

Das ist ja fast so viel wie seit 1990 nach Ostdeutschland geflossen ist...

:eek:
http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080404/tde-deutschland-2007-…

Deutschland 2007 weltweit zweitgrößter Geber von Entwicklungshilfe

04.04.2008

Berlin (dpa) - Deutschland ist 2007 auf der Liste der internationalen Geber von Entwicklungshilfe auf Platz zwei hinter den USA vorgerückt. Das Bundesentwicklungsministerium verwies auf vorläufige Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Danach sind die deutschen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit 2007 auf umgerechnet knapp neun Milliarden Euro gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung um 5,9 Prozent. 2006 belegte Deutschland in absoluten Zahlen gemessen noch Rang fünf.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.811.402 von Blue Max am 04.04.08 16:36:38Mir hams ja! :mad:


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um einen ältere Diskussionen, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier ein neue Diskussion.