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Ein mutiger Kommentar zu islamistischem Terror in der 'Welt' - 500 Beiträge pro Seite



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Heute gibt es einen wirklich ungewöhnlichen, weil mutigen Kommentar zu islamistischem Terror in der 'Welt'. Ungewöhnlich und mutig, weil es dem Autor bei zahlreichen Medien wohl eine Art "De-Facto-Berufsverbot" eintragen wird, weil die übliche Nummer der Gutmenschen ("Wir kündigen unser Abo, wenn der Autor XY noch weiter für Ihre Zeitung schreiben darf") nach wie vor bestens funktioniert. Allein schon die Verwendung des Begriffs "Islamofaschismus" ist in der deutschen Presselandschaft ein Novum - der Begriff wird bisher fast ausschließlich in Bloggs oder Leserbriefen verwendet. So gesehen ist Besserung in Sicht.

Hie der Text:

DIe Terroristen wollten Frauen töten


von Christopher Hitchens, Autor und Kolumnist
03.07.2007 - 11.53 Uhr

Beim Angriff auf einen Nachtclub in London wollten die islamofaschistischen Möchtegern-Täter nicht nur zerstückelte Leichen sehen - sie wollten vor allem zerstückelte Frauenleichen sehen.


Warum sagen die Leute immer: „Gott sei dank sind wir davon gekommen…“? Wären ein paar Dinge am vergangenen Wochenende ein wenig anders gelaufen, wären die Straßen von London und die Eingangshalle des Flughafens von Glasgow mit verbrannten Leichenteilen übersät gewesen. „Gott sei gedankt", hätten dann wiederum die Täter gesagt.


Was wir auch immer für eine private Theologie oder Theodizee haben mögen: diesen widerlichen Glauben sollten wir endlich ernst nehmen.


Stattdessen wurde fast jede andere Erklärung für die versuchten Gräueltaten gesucht und gefunden. Am 30. Juni gelang es der „New York Times“, drei Leute zu zitieren. Einer machte Tony Blairs Außenpolitik verantwortlich; einer (ein neuseeländischer Diplomat) fühlte sich „überraschend ruhig“ bei der ganzen Sache; und einer, den die Zeitung als „Brite indischer Abstammung“ beschrieb, machte sich Sorgen, dass „man mich verdächtigen wird, wenn ich mich nur auf die Straße wage“. Mit „man“ meinte er offensichtlich die britischen Behörden, nicht die muslimischen Gangster, die alle Hindus zu Freiwild erklärt haben, neben Juden, Christen, säkularen Menschen und sonstigem ungläubigem Kaffer-Abschaum.


Am nächsten Tag, dem 1. Juli, erklärte uns die gleiche Zeitung, Großbritannien beherberge eine „entrechtete südasiatische Bevölkerung“. Wie die Zeitung zu dieser Einschätzung kam, erklärte sie uns nicht. Es gibt in beiden Häusern des britischen Parlaments mehrere muslimische Mitglieder, denen immer wieder erlaubt wird, Gewaltakte mit absurden Euphemismen oder regelrechten Hassaufrufen zu kommentieren. Es gibt überdies Wahlbezirke, in denen die Kandidaten aller Parteien mit Rücksicht auf die islamische Wählerschaft sehr genau darauf achten, was sie sagen und was sie nicht sagen dürfen. Es stimmt zwar, dass islamische Extremistengruppen die Wahlen boykottieren und die Demokratie selbst als eine weltliche Einrichtung denunzieren, aber das kann man nicht eigentlich als „Entrechtung“ bezeichnen.


Ganz am Ende des Berichts der "New York Times" erst erfuhr man, dass die Autobombe möglicherweise deshalb vor dem Club in Piccadilly zur Explosion gebracht werden sollte, weil es an dem Abend eine „Ladies Night“ gab; und dass die erste Explosion möglicherweise Menschen auf die Straße locken sollten, wo sie umso sicherer von der zweiten Autoladung von Benzin und Nägeln verbrannt und zerrissen worden wären.


Seit 2004 wissen wir, dass ein fast identischer Angriff auf den Club „Ministry of Sound“ geplant worden war; und zwar mit der Begründung, dass die toten „Schlampen“ und „Huren“ von niemandem betrauert würden. Die Zeitung hätte sich ihren mühseligen Rechercheaufwand ersparen können, wenn sie einfach das Naheliegende angenommen hätte: Die Möchtegern-Mörder wollten nicht irgendwelche zerstückelten Leichen; sie wollten zerstückelte weibliche Leichen.


Es gibt wohl Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer – diese Schlussfolgerung nicht ziehen möchten. Sie haben vermutlich nicht den Bericht „Undercover Mosque“ im vierten Programm des BBC (Channel 4 ) gesehen ; oder Christiane Amanpours Bericht in der Sendung „Special Investigations Unit“ auf CNN. In diesen Sendungen stellten die britischen Moslem-Fanatiker ihr Programm mit dankenswerter Offenheit dar. Führende Gestalten wie Anjem Choudary sprachen direkt in die Kamera und erzählten frei heraus von ihrer Liebe zu Osama bin Laden und ihrer expliziten Zurückweisung jeder Definition des Islam als Religion des Friedens. Mullahs an wichtigen britischen Moscheen riefen – teils persönlich vor der Kamera, teils auf vorgespielten Bandaufnahmen – zum Mord an Indern und Juden auf.


Der Unwille vieler fortschrittlicher Menschen, diesem schieren Grauen ins Gesicht zu sehen, hat, glaube ich, mit einer tiefen Scham über angenommene verborgene rassistische Motive zu tun. Man nimmt unbewusst an, dass die Kritik am politischen Islam gleichbedeutend sei mit einem Angriff auf Menschen mit brauner Haut. Nur nebenbei sei hier angemerkt, dass diese Annahme implizit dem Anspruch des Islam widerspricht, eine universelle Religion zu sein.


Tatsächlich sprechen manche seiner Propagandisten, als wäre er eine Art Stammeseigentum. Was er de facto ja ist. Die faschistische Subkultur, die sich in Großbritannien eingenistet hat und von Gewalt und Hass lebt, hat zwei Hauptkomponenten: Da ist zum einen das Flüchtlingsphänomen, jene verdächtigen Exilanten aus dem Nahen Osten und Asien, die Londons traditionelle Gastfreundschaft missbrauchen; und da ist zum zweiten eine Einwanderergruppe, die aus einem besonders rückständigen und reaktionären Teil Pakistans stammt.


Der verschämten Weigerung weißer Liberaler, diesen Tatsachen ins Auge zu sehen, kann man einige Beobachtungen entgegensetzen. Erstens: seit Jahren haben uns Briten asiatischer Abstammung wie die Schriftsteller Hanif Kureishi, Monica Ali und Salman Rushdie vor der Gefahr gewarnt. Sie wissen, wie ein Dorfmullah aussieht und wie er klingt, und das haben sie auch gesagt. Vor kurzem wurde ich dem Romancier Nadeem Aslam vorgestellt, dessen Buch „Maps for Lost Lovers“ ich nur empfehlen kann. Er kennt den entsetzlichen Preis von Zwangsehen, die zusammen mit der Verschleierung und anderen feudalen Einrichtungen des ländlichen Pakistan nach London und Yorkshire verpflanzt worden sind. „Bei manchen Familien in meiner Straße sind die Großeltern, Eltern und Kinder auch alle Cousins und Cousinen ersten Grades“, schreibt er mir. „Seit Generationen findet diese Inzucht statt, und die Folgen sind bereits deutlich ausgeprägt.“ Nach seiner Einschätzung, die von anderen bestätigt wird, ist eine Minderheit von höchstens 11 Prozent der Bevölkerung für über 70 Prozent der missgebildeten und behinderten Kinder in Yorkshire verantwortlich. Als eine führende sozialistische Parlamentsabgeordnete, Ann Cryer, auf diesen entsetzlichen Zustand hinwies, den sie von ihrem eigenen Wahlkreis her kennt, wurde ihr prompt – nun, Sie können sich ja denken, was ihr vorgeworfen wurde. Das dumme Wort „Islamophobie“ war noch das beste.


Derweil schafft jenes selbstzerstörerische Stammesdenken, das selbst eine „Phobie“ gegen alle anderen entwickelt, den Nährboden eines Todeskults. Wenn das Problem des Islamismus tatsächlich eine ethnische Dimension hat, so deshalb, weil die Islamisten selbst dafür sorgen.


Alle Theokratien haben ein herausragendes Merkmal gemeinsam: die sexuelle Unterdrückung und die damit eng zusammenhängende Entschlossenheit, die Frau absolut zu beherrschen. In Großbritannien heute, im 21. Jahrhundert, gibt es Ehrenmorde, Zwangsehen, von Klerikern verfügte Prügelstrafen für Ehefrauen, Inzest und die Übernahme von Kleidungsnormen für Frauen, die sie selbst womöglich nicht gewählt hätten, die aber ausgerechnet im Namen der Ausdrucksfreiheit verteidigt wird.


Dies wäre an sich schon schlimm genug, selbst wenn darunter nur die muslimische „Gemeinschaft“ leiden würde. Aber ein solches Gift kann eben nicht eingehegt werden, und die Anhänger der Theokratie beanspruchen jetzt das gottgegebene Recht, wahllos Frauen wegen ihrer angeblichen Schamlosigkeit abzuschlachten.


Angesichts einer derart bösartigen Radikalität oder radikalen Bösartigkeit ist das Mindeste, was wir tun sollten, ihr ins Auge zu sehen (was sie selbst gern vermeiden will) und sie beim Namen zu nennen. Es sind zum Beispiel die Frauenopfer dieser Tyrannei, die „entrechtet“ sind; und wer mit ihr nicht einverstanden ist, muss mit mehr und schlimmerem rechnen als mit bloßer „Entrechtung“.


http://www.debatte.welt.de/kommentare/27249/die+terroristen+…
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.472.134 von LadyMacbeth am 03.07.07 16:41:22Respekt! Ein sehr mutiger Artikel! :cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.477.112 von CaptainFutures am 03.07.07 21:38:08Finde ich auch, sehr mutiger und guter Artikel, nur über das Fetten kann man streiten. Ich glaube, dass das nicht die Kernaussage ist (Nebensache). Den Inzucht Mist hätte man sich aber sparen könnenm, wer jemals auf den Western Isles war. Connor vielleicht?
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.477.449 von derbewunderer am 03.07.07 22:04:40Es geht auch nicht nur um Frauenrechte, einer meiner besten Freunde war just auf dem Abend auf dem Weg in den Club am Picadally, schon schlimm.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.477.667 von derbewunderer am 03.07.07 22:24:37Hier mal ein gutgemeinter Qualitätslink, für den, der sich näher mit dem Thema Islam auseinandersetzen will (abseits von Denali Sprüchen). Seht euch mal die Aufsätze von Gerd Rüdiger Puin an, da kriegt man schon eine Krise. Herr Dr. Puin ist einer der führenden deutschen Islam Experten (ein ganz anderes Kaliber als Scholl-Latour oder früher Konzelmann).

http://www.phil.uni-sb.de/projekte/imprimatur/mainframe.html

bei den einzelnen Heften wird man fündig. Ich glaube Herr Dr. Ratzinger hat auch schon mal Beiträge geliefert, das ist aber ohne Bestätigung, nur meine Erinnerung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.477.852 von derbewunderer am 03.07.07 22:40:23Hier ein Auszug aus einem der von mir verlinkten Áufsätze. Bitte den Link lesen, dieser Ausdzug gibt aufgrund einer Fehlfunktion meines Browsers keinee Anführungsszeichen wieder. fettungen stammen von mir.



3.1 Integration - Segregation

In der aktuellen Diskussion spielt die Problematik der Integration eine besondere Rolle. Für einen geschmeidigen Modernisten wie Tariq Ramadan ist es wichtig, die fundamentalen Werte des Islams, wie er sie interpretiert, zu europäisieren, für das Muslimsein in Europa[1] einen Weg zu bahnen. Seinem Buch kann man anmerken, wie schwer es ist, aus dem Islam heraus seine Glaubensgenossen vom Wert der Kunst, Bildung und Demokratie zu überzeugen. Auffällig ist, dass er sich kaum mit Koranzitaten aufhält, sondern seine Vision des Zusammenlebens auf andere Texte stützt. Wegen des Gewichts dieser Frage sollen die koranischen Texte hier ausführlich zitiert werden – nicht zuletzt zur Demonstration eines traditionellen Textverständnisses, mit dem sich die Modernisten gerade nicht auseinandersetzen.

Die mildeste Form der Wahrung der Identität ist die der Abgrenzung der Gemeinschaft nach außen. Dabei ist immerhin die Möglichkeit, sich gegenüber Nicht-Muslimen freundlich zu verhalten, nicht ganz ausgeschlossen, auch wenn sie etwas gewunden klingt und an Bedingungen geknüpft ist: „Allah verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiss, Allah liebt die Gerechten“ (60:8). Für Juden bzw. Israelis z. B. lässt sich der Vers nicht ins Feld führen, für sie gilt der folgende Vers 60:9, der den Gläubigen die Freundschaft mit ihnen verbietet.

Die im Folgenden angeführten Verse sind eindeutig eine Aufforderung zur Segregation bzw. der generellen Autonomie der Muslime – zu häufig sind Verse, als dass man ihre Gültigkeit historisierend auf eine bestimmte Situation beschränken könnte. Allgemein sollen sich die Gläubigen nur von innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft Vertraute suchen, insbesondere gilt das Verbot, Ungläubige zu Freunden (oder Vertrauten / Schutzherren / Schutzfreunden / Beschützern) zu nehmen und sie den Gläubigen vorzuziehen. Dabei spielt es eine große Rolle, wie man den in allen Fällen verwendeten arabischen Begriff walî pl. awliyâ\\\' interpretieren soll, dessen Übersetzung, die sich in diesem Artikel grundsätzlich dem Medina-Koran anschließt, als Schutzherren bzw. Vertraute erscheint (und der zur besseren Übersicht in diesem Artikel immer unterstrichen ist).

Die nicht-muslimischen Übersetzer verstehen das Wort einfach als friends (so Bell [1937, 1960: dazu in Fußnote Or patrons]; Ullmann/Winter [1959]; Paret [1962, 1971]; Henning/Rudolph [³1974]; Henning/Schimmel [1990]; Zirker [2003: zu Freund und Beistand]), weil dies dem Sprachgebrauch des Korans an anderer Stelle entspricht, denn es heißt z. B., Die gläubigen Männer und Frauen sind einer des anderen Beschützer, vielleicht besser: Vertraute (9:71 f.). Als Freunde übersetzt auch die türkische Version des Korans von Öztürk [1994: …gönül dostlari edinmeyin…], sowie die persische Interlinear-Übersetzung von Mohammad Kâzim Mo`ezzî [nach 1964: nagîrand mo´menân kâferânrâ dôstânî dschoz mo´menân… (3:28)], und so gibt es auch Abdullah Yusuf Ali wieder [1934: … for your friends and protectors.].

Anders dagegen die neueren Übersetzungen, die von Muslimen auch im Hinblick auf Nichtmuslime geschaffen wurden: Offensichtlich wird von ihnen das Verbot, Ungläubige zu Freunden zu nehmen, als integrationsfeindlich empfunden, so dass man hier auf Schutzfreunde (v. Denffer) oder Schutzherren, seltener auf Vertraute (Medina-Koran), oder auf Beschützer (Ibn Rassoul) ausweicht, was durch seinen eher offiziellen, juristischen Klang die persönliche Freundschaft aus dem Verbot ausschließen soll. Viel gewonnen ist freilich damit nicht, denn dann ist mit dem Verbot das Verhältnis zum Schutzherren der Muslime diskreditiert, nämlich zum Staat, in dem sie als Minderheit leben. Nach einer neueren Theorie müssen die Muslime das Land, in dem sie unter nicht-muslimischer Herrschaft leben, nicht verlassen, wenn ihnen gegenüber dieser Staat als Vertragspartner und Garant vielfältiger Rechte die Ausübung ihrer religiösen Pflichten[2] ermöglicht. Doch, ganz gleich ob sich das Verbot auf die persönliche Freundschaft oder das Verhältnis zur Gesellschaft erstreckt: Die anti-integrative Aussage der Verse ist eindeutig und wird von den Muslimen auch so verstanden; im weitesten Sinne dienen sie damit als ein religiöses, vom Koran gefordertes Verbot, bei Nicht-Muslimen Zuflucht zu suchen, also etwa mit der Polizei, den Behörden oder Gerichten zusammen zu arbeiten.

„O die ihr glaubt, nehmt nicht diejenigen, die sich über eure Religion lustig machen und sie zum Gegenstand des Spiels nehmen, von denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, und die Ungläubigen zu Schutzherren …(5:57)“. – Die Gläubigen sollen nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren nehmen. Wer das tut, hat überhaupt nichts mit Allah (gemeinsam) – es sei denn, daß ihr euch (durch dieses Verhalten) vor ihnen wirklich schützt. … (3:28). – „O die ihr glaubt, nehmt nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren! Wollt ihr denn Allah eine offenkundige Handhabe gegen euch liefern? Gewiß, die Heuchler werden sich auf dem untersten Grund des (Höllen)feuers befinden … (4:144 f.)“. – Du siehst viele von ihnen diejenigen, die ungläubig sind, zu Vertrauten nehmen. Fürwahr, wie schlimm ist, was sie sich selbst vorausgeschickt[3] haben; (es ist,) daß Allah ihnen gegenüber Sein Mißfallen zeigt; und ewig werden sie in der Strafe bleiben. Wenn sie an Allah und den Propheten und das, was zu ihm (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, glauben würden, hätten sie sie [die Ungläubigen] nicht zu Schutzherren genommen. Aber viele von ihnen sind Frevler (5:80 f.). – O die ihr glaubt, nehmt nicht Leute zu Schutzherren, denen Allah zürnt. Sie haben ja die Hoffnung auf das Jenseits aufgegeben … (60:13). – Verkünde den Heuchlern, dass es für sie schmerzhafte Strafe geben wird, (sie,) die die Ungläubigen statt der Gläubigen zu Schutzherren nehmen. Begehren sie (etwa) Macht bei ihnen (zu finden)? Gewiß, alle Macht gehört Allah (4:138 f.). – Sie [die von Allah in die Irre geleiteten] möchten gern, dass ihr ungläubig werdet, so daß ihr (alle) gleich seiet. Nehmt euch daher von ihnen keine Vertrauten, bevor sie nicht auf Allahs Weg auswandern! Kehren sie sich jedoch ab, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch von ihnen weder Schutzherrn noch Helfer, … (4:89).

O die ihr glaubt, nehmt keine Vertrauten außer von euch. Sie scheuen keine Mühe, euch zu verwirren, und möchten gern, dass ihr in Bedrängnis geratet. Schon wurde aus ihren Mündern Haß offenkundig, aber was ihre Brüste verborgen halten, ist (noch) schwerwiegender … (3:118). – O die ihr glaubt, nehmt nicht Leute zu Schutzherren, denen Allah zürnt. Sie haben ja die Hoffnung auf das Jenseits aufgegeben, so wie die Ungläubigen die Hoffnung (auf Wiederauferstehung) der (Toten) in den Gräbern aufgegeben haben. (60:13) – Euer Schutzherr ist (allein) Allah und (auch) Sein Gesandter und diejenigen, die glauben, das Gebet [salâh] verrichten, die [zakâh-] Abgabe entrichten und zu den sich Verbeugenden gehören. Wer sich Allah zum Schutzherrn nimmt und (auch) Seinen Gesandten und diejenige, die glauben, - gewiß, die Anhängerschaft Allahs[4] wird der Sieger sein (5:55 f.). Ähnlich sind die Stellen 4:123, 173; 26:100 f.; 32:4; 40:18 und 42:31. – Das Kriterium der Gläubigkeit kann sogar die Familien zerreißen, denn auch von den ungläubigen Vätern oder Brüdern soll man Abstand halten (4:135; 6:152; 9:23, 113 f., 123; 29:8; 31:14 f.; 58:22).

O die ihr glaubt, nehmt nicht Meine Feinde und eure Feinde zu Schutzherren, indem ihr ihnen Zuneigung entgegenbringt, wo sie doch das verleugnen, was von der Wahrheit zu euch gekommen ist, und den Gesandten und euch selbst vertreiben, weil ihr an Allah, euren Herrn, glaubt. (Nehmt sie nicht zu Schutzherren), wenn ihr wirklich ausgezogen seid zum Abmühen auf meinem Weg und im Trachten nach Meiner Zufriedenheit[5] . (Tut das nicht, indem) ihr ihnen heimlich Zuneigung zeigt, wo Ich doch besser weiß, was ihr verbergt und was ihr offenlegt. … Und wenn sie auf euch treffen, sind sie euch feind und strecken gegen euch ihre Hände und ihre Zungen zum Bösen aus. Sie möchten gern, ihr würdet ungläubig. (60:1 f).

3.2 Die Diskriminierung der Gläubigen

In der europäischen Diaspora des Islams entspricht es einem Bedürfnis, die Lage dieser Religion als unterdrückt und missachtet darzustellen, was dann voller Empörung in alle Winkel der Welt verbreitet werden kann. Die reflexartige Reaktion der Muslime ist der Vorwurf der Beleidigung des Islams oder Mohammeds oder eines einzelnen Muslims. Das Argument ist geeignet, einerseits die Proteste in den islamischen Staaten zu fördern, denn welches islamische Regime könnte wohl einer Verteidigung der Religion in den Arm fallen! Und auf der anderen Seite löst es in Europa ein schlechtes Gewissen aus und appelliert an die Gewährung von Schutzrechten für ihre religiösen Bedürfnisse.
schade, lady,

zu wenig antworten im board.

für mich war so ein artikel schon lange fällig.
er drückt eigentlich das aus, was der gesunde menschenverstand der zivilisierten welt schon lange gesagt haben müsste.

sogar berufsgutmensch connor hat nur "mutig?" geschrieben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.125 von rohrberg am 03.07.07 23:11:10Wenn die erste Bombe in D hochgeht, wird es hier viel voller. Und das ist (leider) nur eine Frage der Zeit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.476.728 von ConnorMcLoud am 03.07.07 21:08:45Lies dir das mal durch Connor, du wirst schnell feststellen, dass da Frau Roth und ihr Palaver nicht viel nutzen, auch nicht Schäubles tolle Konferenz. So vie Grips traue ich dir doch zu, dass du verstehen müsstest, da ist was dran. Eine Art Faschismus durch die Hintertür brauchen wir nicht, das geht auch nicht gegen den Islam, aber die Auslegung, die da (von Menschen) betrieben wird, ist schon wild bzw. absurd.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.236 von derbewunderer am 03.07.07 23:24:34In der Katastrophe merken die Völker,

dass sie von Narren regiert wurden.



Kennt jemand die Quelle dieses guten Spruches, der voll unsere politische "Intelligenzia" beschreibt!


mfg
thefarmer
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.125 von rohrberg am 03.07.07 23:11:10Ja, also in der "Welt" etwas gegen den Islam, Ausländer oder Linke zu schreiben ist schon sehr "mutig". Als ob auch nur ein einziger der Abonennten deswegen die Welt abbestellen würde.:laugh::laugh::laugh:

Im Gegenteil: die wollen ja genau das lesen.:(:cry::mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.472.134 von LadyMacbeth am 03.07.07 16:41:22Besteht ein Unterschied zwischen islamistisch und islamisch?
es gibt eine ganze reihe von glaubensrichtungen die ihren anhänger nahelegen oder verbieten nur partner gleicher religion zu heiraten.
ob man dies alles auch als inzucht bezeichnen kann,oder ob es immer nur auf die anderen zutrifft,möge jeder selbst entscheiden.
ein fehler ist es auf jedem fall,religiösen fanatikern jeglicher coleur, durch import in unseren breiten freien raum zu geben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.349 von thefarmer am 03.07.07 23:39:46Noch ein Artikel von Puin. Ich finde diese Artikel mutiger als den in #1. Kursiv von mir. Gefettet habe ich. Ich weise klar darauf hin, dass das mit der katholischen Kirche in Verbindung steht. Ich bin bekennender Protestant.


Zur Zeit wird der Ruf nach islamischem Religionsunterricht in deutscher Sprache und unter deutscher Schulaufsicht immer lauter. Man glaubt, damit Indoktrinierungen und so auch der Gefahr von Terrorismus vorbeugen zu können. Was dabei übersehen wird: Die Schulaufsicht ist lediglich formal, die Inhalte aber sind Sache der Religionsgemeinschaft, wer auch immer sie vertritt.

Zur Zeit aber gibt es innerhalb des Islam, auch nicht im Euro-Islam, Anzeichen einer kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Grundlagen. Der Islamwissenschafter G.-R. Puin legt dar, inwiefern es gegenwärtig noch chancenlos ist, dass ein islamischer Religionsunterricht die Situation verbessern könnte.


Seit Jahren ist die Einführung eines Religionsunterrichts für muslimische Schulkinder ein Thema in der öffentlichen Diskussion. Nicht zuletzt die Kirchen sind bemüht, den Muslimen die Wege dorthin mit Rat und Tat zu begleiten, aber auch eher kirchenferne Gruppen wie die Grünen, für die die Etablierung des Islams in Europa eine Bereicherung darstellt, obgleich ihnen die Religion im allgemeinen eher fernsteht. Die nicht weiter problematisierte Annahme der Fürsprecher des Islams geht davon aus, dass der Islam in seinem Kernbestand eine dem Frieden verpflichtete Religion sei, wie denn alle wahre Religion dem Frieden diene. Islam wird im Sinne seiner Apologeten so verstanden, als bedeute das Wort Frieden machen im Sinne von Frieden stiften , während es in Wahrheit befrieden heißt. Die Muslime selbst bedienen dieses Klischee im sog. Dialog, indem sie die Friedensliebe des Propheten in den Vordergrund stellen und anhand seiner friedlichen Aussprüche und Taten (Sunna) belegen. Misslich ist nur, dass der Koran, das unumstößliche Zentrum der Religion, keinen Vers enthält, der den Nicht-Muslimen gegenüber friedlich und tolerant gesonnen wäre. Zwar lässt sich in der sekundären, nachrangigen Sunna auch Mitmenschlichkeit und Empathie für den Anderen nachweisen, doch enthält sie auch mindestens so viele Überlieferungen, die der Abgrenzung und Intoleranz das Wort reden.

Das ganze Problem der Toleranz-Fähigkeit des Islams kann hier nicht ausgebreitet werden. Ich möchte zunächst nur an Hand eines einzigen Beispiels zeigen, wie schwer es aus islamischer Sicht fällt, den Erwartungen gerecht zu werden, die man von nicht-muslimischer Seite an einen islamischen Religionsunterricht stellt. Dabei halte ich es durchaus nicht für meine Aufgabe, Vorschläge für eine Lösung des Dilemmas zu machen, dies bleibt den Vertretern des Islams in Deutschland selbst vorbehalten. Ein Weg könnte darin bestehen, weite Teile der koranischen bzw. islamischen Gesetzgebung (Scharî`a) für irrelevant , das heißt für (einstweilen) unanwendbar, zu erklären, wie dies der Nadeem Elyas vom Zentralrat der Muslime unlängst für das islamische Strafrecht (d. h. die sog. ?add-Strafen der Steinigung, Handabschneiden u. ä., die immerhin als unveränderliche Gottesrechte gelten) getan hat[1]. Nicht alle Muslime folgen dieser Sicht und werfen den Vertretern solcher Ideen Kufr / Unglauben vor, denn nach traditionellem Koranverständnis handelt es sich dabei um Häresie.

1. Diejenigen, über die Du erzürnt bist und die Fehlgehenden in der ersten Sure des Korans

Es ist Konsens unter den heutigen[2] Muslimen, dass die erste Sure ( al-Fâtiha / die Eröffnende ) innerhalb des gesamten Korans eine besondere Stellung einnimmt. Nicht nur aus formalen Gründen, sondern auch wegen der Häufigkeit der Rezitation[3] hat man sie mit dem christlichen Vaterunser verglichen. In einem modernen Kommentar für Schüler heißt es:

Die Fâtiha-Sure umschließt die (sämtlichen) Bedeutungen des Edlen Korans und umfasst generell seine wesentlichen Ziele, denn sie enthält das Glaubensbekenntnis, den Gottesdienst, die Gesetzgebung, den Glauben an den Tag der Auferstehung, den Glauben an die Schönen Eigenschaften Allahs, Seine alleinige Anbetung und Anrufung, sowie das Gebet um Rechtleitung und rechte Führung, um das Vermeiden des Weges derer, denen gezürnt wurde und derer, die in die Irre gehen, und (enthält) weitere Ziele und Absichten, denn sie ist wie die Mutter in Bezug auf die übrigen Edlen Suren und heißt darum Mutter des Buches , weil sie seine wesentlichen Ziele enthält. [4]

In der deutschen Übersetzung von Ahmed v. Denffer lautet der Text der ersten Sure:

B Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen (1). Das ist das Lob Allahs, des Herrn der Welten (2), Des Allerbarmers, des Barmherzigen (3), Des Herrschers am Tage des Gerichts (4). Nur Dir dienen wir, nur bei Dir suchen wir Beistand (5): Leite uns recht den richtigen Weg (6), Den Weg derjenigen, denen Du wohlgetan hast, nicht derjenigen, über die Du erzürnt bist, und nicht der Fehlgehenden (7)[5].

Den letzten Vers der Fâtiha kommentiert A. v. Denffer in einer Fußnote, wobei er sich auf den Korankommentar Tafsîr Gharîb al-Qur´ân des Ibn Qutayba (st. 889) beruft:

Über die Du erzürnt bist – die Juden (I.Q.); Fehlgehenden – die Christen (I.Q.).

Die Interpretation der beiden genannten Gruppen als die Juden und Christen ist kein sunnitischer Sonderweg, auch ist er nicht historisch in dem Sinne, dass der Vers in der Vergangenheit (9. Jh.) einmal so interpretiert wurde, aber heute nicht mehr oder auf eine andere Art, etwa in übertragenem Sinn. In der Deutung der beiden Gruppen sind sich die Schiiten[6] mit den Sunniten[7] durchaus einig; wir können daher einen modernen schiitischen Kommentar heranziehen und dabei etwas über die innerkoranische Textanalyse erfahren. Die Suche nach solchen Versen, die auch den Zorn Allahs enthalten ( Der Koran erläutert den Koran ), führt zu diesem Ergebnis:

(Q 16:106) … aber wer der Glaubensverweigerung die Brust weit gemacht hat, so ist auf ihnen Zorn von Allah, und für sie gibt es eine gewaltige Strafe.

(48:6) Und Er straft die heuchlerischen Männer und die heuchlerischen Frauen und die mitgöttergebenden[8] Männer und die mitgöttergebenden Frauen, die über Allah das Schlechte meinen … und Allah ist erzürnt über sie, und er hat sie verflucht, und er hat für sie die Hölle vorbereitet, und wie schlecht ist das Ende.

(Q 3:112) … und sie wurden mit der Armut geschlagen, dies, weil sie immer den Glauben an die Zeichen Allahs verweigert und die Propheten ohne Recht getötet haben, dies, weil sie sich widersetzt und immer übertreten haben.

Nach der Anführung der drei Verse nimmt der schiitische Kommentar folgende Identifizierung vor:

Einige Kommentatoren glauben, dass dâllîn die Fehlgehenden sich auf die Fehlgeleiteten unter den Christen, und maghdûbi `alayhim über die Du erzürnt bist”, sich auf die Fehlgeleiteten unter den Juden bezieht.

Diese Vorstellung entstand, weil sich die beiden Gruppen unterschieden in ihrer jeweiligen Reaktion auf die Einladung zum Islam. Wie der Koran dies in verschiedenen Versen klar ausdrückt, hatten nämlich die fehlgeleiteten Juden die Angewohnheit, besonderen Hass und Feindschaft gegen die Einladung zum Islam an den Tag zu legen, obwohl sich anfangs ihre Gelehrten und Gebildeten über das Kommen des Islams hoch erfreut gezeigt hatten. Doch sehr bald, unter dem Einfluss der Abweichung des Denkens, des Glaubens und der Wahrnehmung, aber auch, weil ihre finanziellen Gewinne in Gefahr gerieten, wurden sie zu den hartnäckigsten Feinden des Islams, und sie taten alles Schlimme, das in ihrer Macht stand gegen das Fortschreiten des Islams und der Muslime. (Sogar heute nehmen der Zionismus und die Zionisten dieselbe Haltung ein bezüglich der Art, wie sie den Islam und die Muslime behandeln.)

Es erscheint daher als sehr korrekt, diese Leute [im Koran] als jene zu bezeichnen, die sich seinen Zorn zugezogen haben .

Die fehlgeleiteten unter den Christen waren jedoch, als sie mit dem Islam in Berührung kamen, nicht so voller Hass, aber sie waren fehlgeleitet, weil sie eine irrige Ansicht von der göttlichen Religion besaßen und sich darum der Wahrheit verweigerten; sie sind [im Koran] als die Fehlgehenden bezeichnet. Sie glaubten an den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, anstatt am wahren Monotheismus festzuhalten, der Verehrung Allahs… [9]

2. Die anstößigen Botschaften des Korans

Es ist nur natürlich, wenn diese Exegese auch den Schülern vermittelt wird. In der erwähnten Fibel sollen die Regeln der Rezitation und ein tieferes Verständnis des Korans erlernt werden. Man wird den Stoff nicht mit den koranischen Belegen oder religionshistorischen Einzelheiten belasten, was ja auch gar nicht das Ziel des Lehrgangs ist, sondern den Schüler einfach mit dem gesicherten Hintergrundwissen ausstatten, das eben zu dieser Sure gehört. Hier heißt es als Kommentar zu Vers 7 der ersten Sure:

(über die Du erzürnt bist) sind diejenigen, die sich, nachdem sie von der Wahrheit erfahren hatten, aus Hochmut und Neid gegen sie stellten, wie die Juden; (die Fehlgehenden) sind diejenigen, die aus Unwissenheit und Verwirrung weit entfernt sind vom Rechten, nämlich die Christen und ihresgleichen.

Im Lichte der im letzten Kapitel gewonnenen Einsichten ist dies eine korrekte Kurzfassung, an ihr ist nichts zu relativieren, sie entspricht dem Tenor des Korans. Die wichtigste Sure des Korans ist damit nicht nur ein Gebet, das die Befindlichkeit der Gläubigen gegenüber dem Schöpfer ausdrückt, sondern enthält zugleich eine scharfe Abgrenzung gegen die anderen , die Ungläubigen, Juden und Christen. Unser Beispiel ist nur eines von Hunderten von Selbst- und Fremdbildern, die sich durch den gesamten Koran hindurchziehen, ja, es ist typisch für die in ihm vertretene polarisierende Weltsicht. Zur Illustration seien hier noch einige koranische Lehren angeführt, die mit den abendländischen Werten nicht harmonieren und die daher auch schwerlich den Erwartungen an einen islamischen Religionsunterricht entsprechen dürften.

Das Zusammenleben mit Nicht-Muslimen, Integration

(Q 60:8) Allah untersagt euch nicht gegen diejenigen, die nicht mit euch wegen der Religion kämpfen und euch nicht heraustreiben aus euren Heimstätten, daß ihr ihnen gut seid und sie richtig behandelt, Allah liebt ja die Richtighandelnden. Während also den Christen gegenüber eine wenn auch herablassende Akzeptanz (vgl. auch Koran 2:141; 5:14, 65, 82) möglich ist, gilt dies nach Ausweis des darauf folgenden Verses nicht für die Juden: Allah untersagt euch gegen diejenigen, die mit euch wegen der Religion kämpfen und euch aus euren Heimstätten heraustreiben und unterstützen bei eurer Heraustreibung, daß ihr euch mit ihnen befreundet, und wer sich mit ihnen befreundet, also diese, sie sind die Unrechthandelnden. (60:9) – Der handfeste koranische Anti-Judaismus / Anti-Semitismus soll hier nicht näher behandelt werden; er ist jedenfalls Teil des Glaubens und nicht islamistische Zuspitzung (2: 96; 4:46; 5:13, 41 f., 60, 64, 82; 7:166; 9:30) – was auch den heutigen Nahostkonflikt mit einer kaum überwindbaren religiösen Hypothek belastet.

(Q 3:28) Die Gläubigen sollen nicht die Glaubensverweigerer[10] als Schutzfreunde[11] anstelle der Gläubigen nehmen, und wer dies tut, so hat er nichts von Allah, – außer daß ihr euch vor ihnen wirklich schützen müßt, und Allah läßt euch vor Sich selbst auf der Hut sein, und zu Allah ist das letztendliche Sein. – Allein die Fülle der gleichlautenden koranischen Aufforderungen zur Segregation (3:118; 4:89, 123, 138 f., 144 f., 173; 5:51, 55, 80 f.; 26:100 f; 32:4; 40:18; 42:31; 60:1 f., 13) macht es unmöglich, diese generelle Tendenz auf bestimmte historische Ereignisse zu reduzieren.

Die islamische Toleranz

Die Friedfertigkeit der koranischen Botschaft wird gerne durch den Vers belegt: … daß wer eine Seele tötet, - nicht wegen einer Seele oder Verderbenstiften auf der Erde, - es dann so ist, als habe er die Menschheit insgesamt getötet, und wer sie am Leben erhält, so ist es, als habe er die Menschheit insgesamt am Leben erhalten, und es sind schon Unsere Gesandten zu ihnen gekommen mit den klaren Beweisen, dann sind viele von ihnen [d. h. der Kinder Israils] hiernach auf der Erde bestimmt Maßlose geworden. (5:32) – Gemeint ist: Wenn jemand einen anderen ohne Grund tötet, also nicht wegen einer voraufgegangenen Tötung oder wegen anderer schwerer Missetaten auf Erden. So schön der Gedanke auch ist: Es handelt sich dabei um ein nach islamischen Maßstäben unzulässiges und irreführendes Teil-Zitat aus einem Vers, der so beginnt: Deswegen haben Wir den Kinders Israils vorgeschrieben, daß wer eine Seele tötet, … – Doch Allah hat den Israeliten laut Koran auch noch andere Auflagen gemacht, Speiseverbote etwa oder das Sabbatgebot, die von den Muslimen durchaus nicht auf sich bezogen werden!
Die folgenden beiden Verse (5:33 f.) stellen im Gegensatz dazu dar, dass die Muslime einem ganz anderen Gesetz folgen: Die Vergeltung für diejenigen, die mit Allah und Seinem Gesandten Krieg führen und sich auf der Erde um Verderben bemühen, ist ja, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder ihre Hände und ihre Füße wechselseitig abgeschlagen werden, oder sie aus dem Land verbannt werden, dies ist für sie Vergeltung in dieser Welt, und für sie gibt es im Jenseits gewaltige Strafe, / Außer denjenigen, die reuig umkehren, bevor ihr Gewalt über sie habt, so wißt, daß Allah verzeihend, barmherzig ist.

Das islamische Geschichtsbild

Wie viele Gruppen und Völker (7:133; 12:109; 13:11, 30; 16:36; 23:44; 43:5 ff.), speziell diejenigen, über deren Vernichtung in den Straflegenden berichtet wird (7:65-72; 11:50-60; 22:42 ff.; 25:38 f.; 26:123-140; 41:15 f.; 46:21-26; 50:12 ff.; 53:50 ff.; 69:4-8; 89:6-14 usw.) wurden nicht schon von Allah ausgerottet und vom Erdboden getilgt, … (Alles) Lob gehört [dafür] Allah, dem Herrn der Weltenbewohner! (6:45). – Mit dem Auftreten des letzten Propheten Mohammed ist es aber auch möglich, dass Allah nicht nur selbst, sondern durch die Hand der Muslime straft: Sag [du, Mohammed zu den Ungläubigen]: Erwartet ihr etwas für uns außer eines der zwei guten Dinge? Und wir erwarten für euch, daß Allah euch mit Strafe trifft von Sich aus, oder durch unsere Hände, also wartet ab, wir sind mit euch Abwartende! (9:52) – Die zwei guten Dinge sind, nach dem Kommentar des Übersetzers A. v. Denffer (und dieser nach der traditionellen Exegese der Dschalâlayn), der Sieg oder Tod als Glaubenszeuge !

Über irdischen Erfolg der Ungläubigen tröstet der Koran die Gläubigen mit der Aufschub-Theorie hinweg, 16:61: Und wenn Allah die Menschen für ihr Unrechthandeln herannähme, würde Er auf ihr [der Erde] kein Lebewesen übriglassen, aber Er gibt ihnen Aufschub bis zu einer festgesetzten Frist, und wenn ihre Frist gekommen ist, können sie sie nicht eine Stunde hinausschieben noch vorverlegen. (s. auch 7:183; 16:85; 35:45; 68:44 f.; 86:15; 14:42 f.; 21:39 f.; 22:17)

Der Heilige Kampf (Dschihâd)

In ihrem Kampf stehen die Gläubigen über den Ungläubigen, denn Das schlechteste der Viecher bei Allah sind ja diejenigen, die den Glauben verweigern … (8:55); ähnlich lauten 8:22, 47:12 und 9:28, sie können auch einen mehrfach überlegenen Gegner besiegen (8:56 f.). – Diejenigen, die das Leben dieser Welt vorziehen gegenüber dem Jenseits und vom Weg Allahs abhalten und ihn krumm haben wollen, diese sind in weitem Fehlgehen. (14:3) – Auf den Ungläubigen ist der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen, allesamt (2:161).

Und wenn ihr auf diejenigen trefft, die den Glauben verweigert haben, so gilt das Schlagen der Genicke[12] , bis, wenn ihr sie niedergekämpft habt, ihr dann die Fesseln fest macht, und danach gilt entweder Begnadigung oder Auslösung, bis der Krieg seine Lasten niedergelegt hat … und diejenigen, die auf dem Wege Allahs[13] getötet werden, - also ihre Taten läßt Er sicher nicht fehlgehen (47:4). – Auch Trost und späterer Lohn wird den Glaubenskämpfern zuteil: … Dies, weil sie nicht Durst und nicht Strapaze und nicht Hunger auf dem Wege Allahs trifft, und sie treten keinen Fußtritt, der die Glaubensverweigerer wütend macht, und sie bekommen vom Feind nichts gegeben[14], ohne daß ihnen damit eine rechtschaffene Tat angeschrieben würde, Allah läßt ja die Belohnung der Guthandelnden nicht verloren gehen. (9:120)

Von besonderer Schärfe (und Aktualität) ist die Aufforderung, den Feinden Angst einzuflößen, Schrecken einzujagen , denn mit demselben koranischen Wort irhâb wird in der heutigen arabischen Sprache der Terrorismus bezeichnet: Und rüstet gegen sie [die Ungläubigen], wozu ihr imstande seid an Streitmacht und an gekoppelten[15] Pferden, damit schüchtert ihr die Feinde Allahs und eure Feinde ein, und andere außer ihnen, die ihr nicht kennt. Allah kennt sie, und was ihr ausgebt von einer Sache auf dem Weg Allahs, kommt euch voll zu, und euch wird kein Unrecht angetan. (8:60) – Davon abgesehen, dass die Übersetzung erkennbar um eine Verharmlosung des Versinhalts bemüht ist, darf man sich in Kenntnis des arabischen Wortlauts wohl fragen, ob es aus islamischer Sicht überhaupt ein Fehler sein kann, den Feinden Allahs mit den geeigneten Mitteln Angst und Schrecken einzujagen.


Bitte aber das Orininal lesen, reflektiert auch nicht voll meine Meinung, sondern stammt von dem hier[/b]

Gerd-Rüdiger Puin
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Gerd-Rüdiger Puin (* 1940 in Königsberg) ist Jemen-Experte und Islamwissenschaftler an der Universität des Saarlandes.

Er studierte in Bonn und in Saudi-Arabien. Puin leitete von 1981 - 1984 in Sanaa/Jemen das Projekt \"Restaurieren und Katalogisieren arabischer Handschriften\", in dem er an den ältesten bekannten Koranfragmenten arbeitete, die bei Bauarbeiten an der großen Moschee von Sanaa gefunden worden waren. Dadurch wurde er zu einer in der westlichen Islamwissenschaft anerkannten Autorität auf dem Gebiet der Geschichte des Korantexts. Anhand philologischer Analysen stellte er die These auf, dass die schwer verständliche Koranstellen -er schätzt sie auf 20% des Textbestandes- unter Berücksichtigung des Einflusses der aramäischen Sprache zur Zeit der Entstehung des Korans gelesen werden müssen.

Quelle: www.wikipedia.de
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.427 von shitpalaver am 03.07.07 23:51:57Versuch doch mal als Kathole auf dem platten Land eine Protestantin zu heiraten oder aus der Kirche auszutreten. Da gibt es häufig unglaubliche Reaktionen.:cry::eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.475 von ConnorMcLoud am 04.07.07 00:03:28Totaler Quatsch, ich bin Protestant und habe eine Katholikin geheiratet. Jedenfalls zuerst, dann orthodox. Beschäftige du dich mal mit der Ansicht der Wissenschaft, die ich hier aisreichend zitiert habe. Kritteln darfst du gerne. Aber einen Vorteil hätte der Islam, mit deinem Geschreibe im Board wäre wohl endgültig Schluss. Das würde niemand vermissen, aber Jägerschnitzel würden mir fehlen.
Sollte der Islam gar eine Anfrage an eine "blutleere" westliche Gesellschaft sein?


Nassim Ben Iman - vom Terrorkandidaten zum Christen

http://www.soulsaver.de/article.php?id=769&layout=spring06
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.502 von derbewunderer am 04.07.07 00:09:46Sind eure Kinder jetzt Mischlinge,oder was?
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.420 von Eddy_Merckx am 03.07.07 23:51:06Besteht ein Unterschied zwischen islamistisch und islamisch?

Für einige Hetzer offenbar nicht. :eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.539 von ConnorMcLoud am 04.07.07 00:22:33Gute Frage, das könnte man ernsthaft diskutieren. Aber dazu sollte man sich mal in das Thema einlesen. Kannst du jetzt ja. Du solltest dir aber auch jenseits von Frau Roth mal die Frage stellen, ob es vielleicht im Islam selbst ein Abgrenzungsproblem gibt, wie es die von mir geposteten Beiträge vermuten lassen. Das hätte enorme Konsequenzen, aus vermeintlichen Opfern würden dann nämlich Täter. Überprüfe auch mal dein Weltbild. In den 70-er Jahren wurden im Jemen Koanrnfragmente entdeckt, die nicht so ganz in das islamisch/islamistische Weltbild passen wollten. Einen kritische Textausgabe wure angekündigt. Wir warten und warten sei 30 Jahren. Ich bin kein Freund von Verschörungstheorien (aber die besten Islamwissenschaftler und Philologen) arbeiten teilweise nachweisbar unter Pseudonym, Bücher verschwinden. Ein normaler Zustand in einer pluralistischen und offenen Gesellschaft? Ich finde nicht, und wenn Connor sich als Demokrat sehen würde, würde er wenigstens für Art 5 GG einstehen und kämpfen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.582 von derbewunderer am 04.07.07 00:35:13@Connor

Ein Nachtrag. Warum muss Christoph Luxenberg ein Fachbuch in Deutschland unter einem Pseudonym veröffenlichen. Das ist der Skandal. Wo sind die Täter, wo die Opfer? Wach bitte mal auf.

Weiteres findest du auf wikipedia, zu Luxenberg.

Oder was ist jetzt an der syro-armäischen Lesart des Korans so verwerflich? Da geht teilweise zu wie mit den Bücherverbrennungen. Und nein, da sind nicht nur US Kreuzritter oder frauenfeindliche Elemente wie in #1 am Werk. So einfach ist das hier nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.599 von derbewunderer am 04.07.07 00:44:48Warum muss Christoph Luxenberg ein Fachbuch in Deutschland unter einem Pseudonym veröffenlichen.

Wo steht denn daß er das muß?:rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.539 von ConnorMcLoud am 04.07.07 00:22:33Zum Glück mußte sich Kollege Karl Zeit seines Lebens nicht mehr zum Thema äußern.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.612 von ConnorMcLoud am 04.07.07 00:50:12Link kann ich dir schicken, aber morgen. Diese ewigen Boardspielchen werden langweilig. Du kannst dich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Die Artikel von Puin sind doch ein Anfang und es gibt auch gute muslimische Erwiderungen zu Luxenberg im Internet. Ich denke trotzdem, dass er eigentlich gewonnen hat.

Aber man kann sich doch auch mal einlesen. Es gibt ja nicht nur dieses Board, sondern auch die guten alten Newsgroups u.ä.

Bevor man dikutiert, sollte man den Koran aber gelesen haben. Das ist kostenfrei auch auf Deutsch möglich. Danach mache sich jeder sein Bild. Ich habe mir mein Bild gemacht. Ohne Werbung, deswegen bin ich Protestant (aber kein Kirchentags Softie), nur Herrn Prof. Dr. Ratzinger Unfehlbarkeit zuzubilligen, ist auch nicht mein Ding. Suum cuique und gute Nacht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.188 von derbewunderer am 03.07.07 23:18:48Solche artikel sind nicht alleine überfällig. denn es gab sie auch schon vorher. Lady hat sich halt die mühe gemacht, einen solchen mal reinzustellen. solange hier niemand direkt betroffen ist, schert er sich halt einen dreck darum. die wenigen, welche erkennen, dass man nicht direkt betroffen sein muss, um diese brut als solche zu erkennen, die sind noch dünn gesät. oder sie haben es erkannt..und machen sich halt nichts daraus, sich zu äußern. der bewunderer in '10
bringt es dann nochmal auf den punkt. erst wenn es wirklich weh tut..fangen die meisten an, nachzudenken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.639 von DermitdemWolfheulte am 04.07.07 01:04:42Letztes Posting und morgen gibt es eine neue Tastatur (s gibt sie auch kaum noch her).

Die Islamisten fürchten nicht die US Armee im Irak (die ist besiegbar, jede Armee der Welt), die Islamisten fürchten Bücher und Gedanken.
leider sehen einige menschen entgegenkommen oder freundlichkeit als schwäche an.
bist du stärker als die, schleimen sie.
bist du schwächer als die, treten sie noch drauf wenn du schon auf der erde liegst.
das gilt nicht nur für islamisten.
Genau das ist der Punkt: solange jemand nicht persönlich betroffen ist, kann man gut tolerant sein.

Es lohnt sich mal ein paar Gedanken darüber zu verschwenden, in welchem Stadium unser Land wäre, wäre der Kofferbomber letztes Jahr nicht so ein Dilettant gewesen wie die "Terroristen" von Glasgow. Die Bombe hätte auf der Kölner Deutzer Brücke (mit 8 Bahngleisen) hochgehen können. Zum "richtigen" Zeitpunkt gezündet hätten glatt ein halbes Dutzend Züge im Rhein verschwinden können. Mich würde mal interessieren, wie Leute wie Claudia Roth, Christian Ströbele und Co. reagiert hätten, wenn in einem dieser Züge ein Mensch aus ihrem Umfeld gesessen hätte. Aber die gehen halt davon aus, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit immer nur die anderen trifft. Und da ist es ja nicht so schlimm. Das wird dann halt als Kollateralschaden für unsere Toleranz (auch gerne "Freiheit" genannt, was natürlich völliger Blödsinn ist), bezeichnet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.480.938 von LadyMacbeth am 04.07.07 10:26:13man kann zu den genannten stehen wie man will lady,nur was willste denn damit ausdrücken?.
Aber die gehen halt davon aus,dass es mit großer Wahrscheinlichkeit immer nur die anderen trifft.
Und da ist es ja nicht so schlimm.

findest du es fair was du da los lässt,bzw. kannst du diese ansicht belegen?.
Wir müssen uns der Frage stellen.

Wie geht's denn jetzt weiter in Deutschland und Europa?

Nochmal Goethe: - Toleranz sollte nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.

Toleranz alleine reicht also hinten und vorne nicht. Wir müssen die islamische Paralellkultur voll und ganz akzeptieren und anerkennen. Gleichzeitig müssen wir darauf hoffen, dass die Moslems mit uns genauso umgehen. Wenn möglich, dass gesamte Jahrhundert und darüber hinaus.

Glaubt da jemand dran ?? Ich nicht. Bedenket, dass sich die Mehrheitsverhältnisse weiter im rasantem Tempo verschieben.

Es wird nicht funktionieren. Beide Seiten können schon heute nur mühsam ihre gegenseitige Toleranz aufrechterhalten.

Dieses laue Gefühl aus Ekel, Verachtung und Mitleid - genannt Toleranz.
( Harald Schmidt )

Ich befürchte, man wurschtelt so weiter, bis es irgendwann so wie auf dem Foto endet. Ich glaube, es geht gar nicht anders. Zu Intoleranz, die dringend nötig wäre, und zwar jetzt, sind wir schon zu schwach bzw. zu feige.


Der Islam geht vor wie eine Würgefeige. Die haben ein schnelleres Wachstum und bilden mehr Wurzeln. Sie umschließen allmählich ihren Wirtsbaum. Schließlich stirbt der Wirtsbaum ab und die Würgefeige steht alleine da. Innen, dort wo der Wirtsbaum war, alles hohl.
Im Namen Allahs, Des Allerbarmers, Des Barmherzigen
Die „Islam“-Konferenz ist eine politische Falle!


As salamu alaikum liebe Geschwister im Islam,
der folgende Aufruf soll uns Muslime aufrütteln und uns die Augen öffnen vor den hinterhältigen
Angriffen auf den Islam und dessen Werte.
In letzter Zeit vernehmen wir zunehmend Aussagen und Handlungen der Kuffar und ihrer Diener, den Islam, den uns Allah (swt) über seinen Gesandten (saw) überbracht hat, zu verfälschen und ihn in das westlich-säkulare System zu integrieren.

Als Instrument zur Umsetzung dieser Ziele wurde vom deutschen Staat die so genannte „Islam-Konferenz“ einberufen, die vor kurzem zum zweiten Mal tagte.
Es wird beabsichtigt einen so genannten „deutschen Islam“ zu erschaffen. Dieser „Islam“ soll soweit uminterpretiert werden, dass er mit den hiesigen Kufr-Gesetzen in Einklang gebracht werden kann.
Homosexualität, die Ablehnung von Allah (swt) als Gesetzgeber, Säkularismus, der Abfall vom Glauben und viele andere Schlechtigkeiten sollen von den Muslimen toleriert und sogar als islamkonform angesehen werden. Der Islam soll auf einige ethische Aspekte und Glaubensrituale beschränkt werden. Sein Anspruch, das gesamte Leben eines Muslims zu lenken und zu ordnen, soll aufgegeben werden.

Um von den Kuffar akzeptiert und anerkannt zu werden, sind leider auch einige Muslime und ihre Organisationen bereit, diesen Weg, trotz zahlreicher verbaler Erniedrigungen seitens der Kuffar mitzugehen. Obwohl sie dies als einen Erfolg für ihre Gemeinden und die Muslime feiern, stellt es im Grunde nichts anderes als einen Verrat am Islam, seiner Botschaft und seinem Gesandten (saw) dar.

So wie es keinen türkischen, afghanischen oder arabischen Islam geben kann, so kann es auch keinen „Euro“-Islam oder „deutschen“ Islam geben. Der Islam ist universell und spricht alle Nationen gleichermaßen an. Es war gerade diese Botschaft, die uns Muslime in einem einzigen Staat über 1300 Jahre vereint hat.

Mit dem Versuch der Gründung eines „deutschen Islam“ beabsichtigen der deutsche Staat und seine Vasallen, die globale islamische Ummah zu spalten und damit ihr Zusammengehörigkeitsgefühl und ihre Solidarität mit den übrigen Muslimen weltweit zu kappen. Muslime in Deutschland sollen sich in Unterscheidung zu ihren Geschwistern in der islamischen Welt als „deutsche Muslime“ fühlen, die einen anderen Islam, einen „deutschen Islam“, praktizieren.

Tatsache ist, dass wir Muslime weltweit eine einzige Ummah sind. Unsere leidenden Geschwister im Irak, Palästina oder Tschetschenien sind ein fester Teil dieser Einheit. Diesen Bund zu brechen ist die Absicht der erklärten Islamgegner, denn nur so können die westlichen Staaten ihre abscheulichen Verbrechen in unseren Ländern begehen, ohne dass sie einen nennenswerten Widerstand seitens ihrer muslimischen Minderheiten zu befürchten haben.

Des Weiteren beabsichtigen sie, ihre „kapitalistisch-säkularen Errungenschaften“ unseren elementaren Grundüberzeugungen aufzudrücken. So sollen wir Muslime es endlich hinnehmen, dass unser Prophet (saw) unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit beleidigt werden darf, dass unsere Schwestern in den Schulen ihre islamische Kleidung ablegen und dass die Schüler gezwungen werden am gemischten Schwimmunterricht teilzunehmen. Diese und viele andere Boshaftigkeiten können sie nur erreichen, wenn sie den Islam, den uns der Prophet Muhammad (saw) überlassen hat durch einen Islam á la Schäuble und Co. ersetzen. Aus diesem Grund unterstützen sie auch die Idee eines deutschsprachigen Religionsunterrichtes an den Schulen, denn nur hier könnten sie flächendeckend ihre „säkulare“ Version des Islams unseren Kindern „einimpfen“.

Wir sind Muslime, nicht weil wir Ali, Ay e oder Mustafa heißen oder weil unsere Eltern Muslime waren. Nein, wir sind Muslime, weil wir die Lebensordnung Allahs (swt) als die beste Rechtleitung für die Menschheit akzeptiert haben. Weil wir Träger der islamischen Botschaft sind und weil wir einen Bund mit Allah (swt) eingegangen sind: Den Islam in unserem Leben zu praktizieren und SEINEN Din an die gesamte Menschheit heranzutragen, auf dass Allah (swt) auch sie mit dem Islam rechtleiten und erretten möge.

Schon in der Anfangszeit des Islams versuchten die regierenden Mekkaner mit List, Hinterhältigkeit und unter Androhung von Gewalt unseren Propheten (saw) und seine Gefährten, möge Allah (swt) mit ihnen zufrieden sein, dazu zu bringen, Teile ihres Glaubens aufzugeben. Die Reaktionen dieser ehrenhaften Menschen sind uns wohl bekannt. Sie hielten trotz aller Erschwernisse am Islam fest und vermieden es, selbst kleinste Abstriche von Allahs (swt) Din vorzunehmen. Ihr Verhalten änderte sich auch nicht, als sie unter brutalsten Verfolgungen ihre Heimstätten verlassen mussten und ein Teil von
ihnen nach Abessinien auswanderte. Entstand etwa dort ein abessinischer Islam? Keineswegs!
Und Allah (swt) beschenkte die Muslime mit einem gewaltigen Sieg, denn sie hatten die schwere Prüfung mit Hilfe ihrer Standhaftigkeit bestanden.

O Muslime!

Die so genannte „Islam-Konferenz“ von Innenminister Schäuble dient allein dazu, den Islam zu bekämpfen. Der Islam soll säkularisiert werden und einen nationalen Charakter erhalten. Muslime sollen sich von jenen Teilen des Islams distanzieren, von denen die Islamgegner meinen, dass sie nicht im Einklang mit dem Grundgesetz stehen.

Kurzum: Wir sollen die Botschaft Allahs (swt) für den kleinen Preis der Anerkennung und Akzeptanz durch die Kuffar verraten! Sie sollten wissen: Niemals werden wir eine Verfälschung des Islams, gleich welcher Art, hinnehmen. Bleibt daher standhaft und klärt bitte eure Verwandten und Freunde über die Machenschaften der Kuffar auf. Spricht mit euren Imamen und Hodschas über diese Themen und sagt den Vorständen in den Moscheen und muslimischen Verbänden, dass sie sich nicht von den Kuffar täuschen oder erniedrigen lassen sollen und sich niemals von auch nur einem Teil des Islams distanzieren dürfen!

Falls sie es dennoch tun, so lasset sie wissen, dass sie dann ganz gewiss nicht uns Muslime repräsentieren, da uns Allah (swt) vor solch einer Tat auf eine sehr heftige Art und Weise warnt:

„[…] Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen? Für diejenigen unter euch, die solches tun, gibt es aber keine (andere) Vergeltung außer Schande im diesseitigen Leben, und am Tage der Auferstehung werden sie der strengsten Strafe zugeführt werden […]“
(ungefähre Bedeutung des Quran, Sura al-Baqara 2, Aya 85)

Weitere Informationen über die Muslim§Recht-Aktion und die „Islamkonferenz“ finden Sie auf www.muslimrecht.org

Quelle: www.muslimrecht.org
Muslime,

Eurer Leben und eure Ehre ist seit der Zerstörung des islamischen Kalifats 1924 n. Chr. den Angriffen des Westens schutzlos ausgesetzt. Ihre Angriffskriege in der islamischen Welt mit hunderttausenden Toten bleiben genauso ohne Konsequenzen wie die Beleidigung der Muslime und ihres Propheten (saw).

Die Pseudostaaten der islamischen Welt und ihre gekauften Führer kümmern sich nicht um die Belange der Muslime. Erwartet von ihnen nicht, dass sie uns Muslimen helfen werden. Sie sind nichts anderes als Marionetten. Wirtschaftliche und militärische Unterstützung des Westens garantieren ihr Fortbestehen, obwohl sie diktatorisch regieren und unsere Rechte mit Füßen treten.

Schutzlos und von allen Seiten attackiert, erfährt die islamische Gemeinschaft, die Umma, eine Katastrophe nach der anderen und dies obwohl sie weiß, dass die einzige Lösung die erneute politische Einheit aller Muslime in einem einzigen Staat ist.

Die in Deutschland lebenden Muslime sind als ein unzertrennbarer Teil der Umma anzusehen. Die Angriffe, die uns heute seitens der Politik und der Medien wiederfahren, sind Ausdruck der Angst des kapitalistischen Systems. Ihre unehrenhaften Vorgehensweisen sollen uns einschüchtern und dazu bringen, uns von integralen Bestandteilen des Islam zu distanzieren,- so unter anderem von dem islamischen Recht – der Schari’a. Obwohl doch jeder Muslim wissen sollte, dass die bewusste Leugnung auch nur von Teilen des Islam jemanden zu einem Kafir macht und von Allah (swt) streng bestraft wird.

„…Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen? Für diejenigen unter euch, die solches tun, gibt es aber keine (andere) Vergeltung außer Schande im diesseitigen Leben, und am Tage der Auferstehung werden sie der strengsten Strafe zugeführt werden….“ (2,85)

Es wird schon bald eine Zeit kommen, in der die Muslime aufgefordert werden, sich von Teilen des Islam zu distanzieren. So werden im Mai 2007 laut Focus die islamischen Verbände in einem vom Innenministerium erarbeitetem Grundsatzpapier aufgefordert zu klären, welche religiösen Gebote nicht mehr gelten können, weil sie mit Lebensweisen und Institutionen des Gastlandes nicht vereinbar seien.



Geschwister!

Die Lösung für unsere Probleme ist sicher nicht eine vom Innenministerium initiierte Islamkonferenz oder gar die Integration der Muslime in die hiesige Gesellschaft unter Aufgabe unserer islamischen Werte. Auch werden wir uns und der Umma nicht helfen, wenn wir uns einschüchtern lassen und uns von islamischen Inhalten distanzieren.

Die Lösung liegt einzig und allein in der islamischen Welt. Die dort existierenden Länder und Menschen müssen diese künstliche geschaffene Trennung und Schwächung aufheben und sich endlich vereinen.

Die Methode dorthin ist ein Weg der Aufklärung. Spricht mit den Verwandten und euren Freunden. Klärt sie auf über die Situation in der islamischen Welt und über die widerlichen Angriffe der Kuffar in Deutschland. Macht ihnen deutlich, dass unsere einzige Chance darin liegt, endlich wieder vereint unter einer islamischen Fahne und einem islamischen Gesetz zu leben.

Möge ALLAH (swt) uns davor behüten, SEINE Dawa zu verraten und möge ER uns stärken, damit wir voranschreiten und uns aktiv für die Vereinigung der gesamten Muslime in einem einzigen Staat einsetzen.

Quelle: http://67.55.44.48/muslimrecht/_aktion/detail.php?nr=185&rub…
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.493.067 von palometa am 04.07.07 22:58:46Da hat sich so ein Muslimrechtler ja alle Mühe gegeben, die muslimischen Greueltaten gegen die eigenen Brüder und Schwestern unter den Teppich zu kehren.

Jüngste Beispiele gibts genug. Nicht nur in Palästina.
Aber wenn sich ein Aussenstehender einmischt, sind sie sich wieder einig, dass nur dieser der Schuldige sein kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.480.938 von LadyMacbeth am 04.07.07 10:26:13> "Mich würde mal interessieren, wie Leute wie Claudia Roth, Christian Ströbele und Co. reagiert hätten, wenn in einem dieser Züge ein Mensch aus ihrem Umfeld gesessen hätte."

Kann ich dir sagen: Die hätten die Schuld den USA gegeben, weil diese "durch ihre imperialistische Nahostpolitik die von Natur aus friedlichen Araber seit Generationen territorial entwurzeln und in den Haß treiben". Und hier im Forum wären die üblichen Verdächtigen auferstanden, die uns in rd. 20 Threads erklärt hätten, daß der Anschlag von Gladio verübt worden sei, um neue Sicherheitsgesetze und höhere Budgets für den kapitalistischen Unterdrückungsapparat durchzupeitschen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.493.067 von palometa am 04.07.07 22:58:46nichtmuslime,
christen, juden, heiden, usw.

kann mal einer das gelaber von palometa zusammenfassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.498.844 von rohrberg am 05.07.07 08:48:21Das war ein Zitat, wenn ich mich nicht irre. Ich habs aber nicht gelesen, weil sich der Text ausdrücklich an Muslime richtet und ich nicht zu diesen Leuten gehöre.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.475 von ConnorMcLoud am 04.07.07 00:03:28Versuch doch mal als Kathole auf dem platten Land eine Protestantin zu heiraten oder aus der Kirche auszutreten. Da gibt es häufig unglaubliche Reaktionen.

Ja, z.B. von allen Hochzeitsgeschenke oder ein großes Familienfest. Unglaublich diese Reaktionen! :(:cry::mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.420 von Eddy_Merckx am 03.07.07 23:51:06Besteht ein Unterschied zwischen islamistisch und islamisch?

Für alle naiven Schönredner anscheinend schon! :eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.478.612 von ConnorMcLoud am 04.07.07 00:50:12Wo steht denn daß er das muß?

Stimmt, Theo van Gogh mußte ja auch nicht sterben. :(:cry::mad:
Ich habe mir diese Seite mal interessehalber angeschaut.

http://67.55.44.48/muslimrecht/_aktion/detail.php?nr=185&rubric=Aktion&PHPSESSID=8171bf555b4d31730c8d8508fd9e738d

Jetzt mal ganz ernsthaft:

Muss zugeben, die argumetieren nicht schlecht.

Vieles, was wir am Islam kritisieren, sei nicht islamisch, sondern in der UNislamischen Tradition des jeweiligen Volkes begründet.
Als Beispiel dient die Zwangsheirat bei den Türken.

Leider haben sie da nicht so ganz unrecht. Auch bei Christlichen Arabern in Israel, Jordanien und Libanon ist die Zwangsheirat verbreitet. Vor allem bei den Ungebildeten. Im Koran findet sich, soweit ich weiss, nichts zu diesem Thema.

Ich möchte alle Gegner des Islam, zu denen auch ich gehöre, bitten, ihre Argumente daraufhin zu überprüfen, ob es sich um Probleme des Islam oder um Probleme der Ethnien/des Kulturkreises handelt.

Wenn man etwas argumentativ bekämpfen möchte, bzw die eigene Kultur schützen, sollte man sorgfältig sein, um dem Gegner keine "Munition" zu liefern.

Wer sich mit Schaum vor dem Mund aufregt, bewirkt nur eine reflexartige Verteidigung seiner Gegner durch naive Multikultis.

Wir sollten auch so korrekt sein, nicht den Islam anhand weniger oder vieler Muslims zu beurteilen.
Das wäre so, als ob die christliche Religion anhand der Kreuzzüge und der Ketzerverbrennungen definiert würde.
In jeder Religion/Philosophie gibt es Menschen, die ihre unlauteren Absichten mit dieser tarnen. Das ändert aber nicht an der Religion/Philosophie an sich.
Nachtrag:

Bitte unterstelle mir keiner irgendwelche Sympathien für den Islam!
Im Gegenteil!

Nur muss man seinen Gegner kennen.

Wenn man nur Schlagworte und Vorurteile kennt, hat man es in diesen Foren zwar sehr leicht. Falls man aber mal in die Situation kommt, mit einem gebildeten Muslim diskutieren zu müsssen, oder zu einer Diskussion herausgefordert zu werden, steht man dann leicht als uninformierter Hetzer da.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.503.544 von kaktus7 am 05.07.07 13:45:15Richtig, deswegen bringt es auch rein gar nix, den Muslimen mit ihrer Religion daherzukommen, weil wir uns dann als "Gegenschlag" die Litanei von den Kreuzzügen, den Hexenverbrennungen und der Inquisition anhören müssen. Das ist aus meiner Sicht alles eh nur eine Frage der Kultur, Religion ist da nur das Bindeglied.
Appell an meine Glaubensbrüder: Setzt dem Terror ein Ende!
Ein ehemals radikaler britischer Islamist stellt sich gegen die Ideologie des Glaubenskriegs

Der 27-jährige Hassan Butt wurde als Sohn pakistanischer Eltern in Manchester geboren und war in der radikalen islamistischen Gruppierung Al-Muhajiroun aktiv. Letztes Jahr wandte er sich vom religiösen Extremismus ab. Jetzt reagierte er im «Observer» mit dem folgenden Aufsatz auf die jüngsten Attentate in Grossbritannien.

Von Hassan Butt




Vor nicht allzu langer Zeit war ich noch ein Mitglied jener losen Formation halbautonomer und primär durch ihre Ideologie verbundener Gruppen, die sich wohl am besten als Netzwerk des britischen Jihad beschreiben lässt. Da pflegte ich jeweils mit meinen Gefährten in triumphierendes Gelächter auszubrechen, wenn am Fernsehen wieder einmal behauptet wurde, dass islamistische Terrorakte wie die Anschläge vom 11. September oder die Bombenattentate in Madrid und London einzig durch die Aussenpolitik des Westens verursacht seien.

Indem sie ihren Regierungen die Schuld für unser Handeln zuschoben, nahmen uns diese Kommentatoren gleich die Propagandaarbeit ab. Und wichtiger noch, sie lenkten die Aufmerksamkeit von der eigentlichen Triebfeder unseres Handelns ab - der islamistischen Theologie.

Nach den jüngsten Versuchen, in London und Glasgow mit strategisch eingesetzten Autobomben Tod und Zerstörung herbeizuführen, rückte einmal mehr die Aussenpolitik als Hauptursache ins Rampenlicht. Im Radio kommentierte der Londoner Bürgermeister, Ken Livingstone: «Unsere Nachforschungen über die Meinungen und Motivationen entfremdeter junger Muslime haben ergeben, dass nicht Afghanistan, sondern der Irak im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit steht.»

Dualistisches Weltmodell
Ich verliess das Jihad-Netzwerk im Februar 2006, aber wenn ich ihm noch verbunden wäre, dann würde ich heute wieder lachen. Mohammed Siddique Kahn, der führende Kopf der Londoner Attentate vom 7. Juli 2005, gehörte wie ich dem Netzwerk an - wir sind uns zwei Mal begegnet; und obwohl viele islamische Extremisten in Grossbritannien tatsächlich Zorn über den Tod ihrer Glaubensbrüder in anderen Ländern verspüren, ist dies doch nicht die wichtigste Ursache ihres Handelns. Was mich und viele meiner Gefährten dazu antrieb, in Grossbritannien - unserer Heimat - und in anderen Ländern Terroranschläge zu planen, war das Gefühl, für die Erschaffung eines revolutionären Staates zu kämpfen, der am Ende der ganzen Welt die Gerechtigkeit des Islam bringen würde.

Aber wie kam es dazu, dass diese (fragwürdige) Utopie mit anhaltender Gewalt durchgesetzt werden sollte? Wie rechtfertigen radikale Islamisten solchen Terror im Namen ihrer Religion? Der Platz reicht hier für eine umfassende Darstellung nicht aus, aber ich kann zumindest auf das dualistische Weltmodell hinweisen, das dem Raisonnement der Extremisten zugrunde liegt. Auf individueller Ebene mögen Muslime dem Säkularismus zustimmen oder ihn ablehnen, aber zumindest gegenwärtig erlaubt die formelle islamische Theologie - im Gegensatz zur christlichen - keine Trennung von Staat und Religion; diese werden als ein und dasselbe verstanden. Die jahrhundertealte islamische Rechtstradition deckt auch das Verhältnis und die Interaktion zwischen dem Dar ul-Islam («Haus des Islam», den muslimischen Ländern) und dem Dar ul-Kufr (den Ländern der Ungläubigen) ab und hält Verhaltensregeln für den Handel, für Krieg und Friedenszeiten bereit.

Die Radikalen führen diese Grundsätze nun zwei Schritte weiter. Im ersten Schritt argumentieren sie, dass derzeit kein wahrer islamischer Staat existiere und dass demzufolge die gesamte Welt «Dar ul-Kufr» sein müsse. Schritt zwei heisst dann: Da der Islam den Unglauben bekämpfen muss, erklärt man der ganzen Welt den Krieg. Wie ich selbst wurden viele meiner einstigen Weggefährten von extremistischen Predigern in Pakistan und Grossbritannien belehrt, dass diese Neuklassifizierung der Welt als Dar ul- Harb («Haus des Krieges») es jedem Muslim gestatte, die fünf geheiligten Rechte zu verletzen, die jedem unter der Herrschaft des Islam lebenden Menschen garantiert sind: Leben, Besitz, Land, Geist und Glaube. Im Haus des Krieges ist alles erlaubt, auch feige, verräterische Anschläge auf Zivilisten.

Die Imame schweigen
Dieses dualistische Weltverständnis hat Englands Muslime in einen Konflikt gestürzt. Über Jahrzehnte hin nutzten radikale Islamisten die Spannung zwischen islamischer Theologie und dem modernen säkularen Staat für ihre Zwecke aus, indem sie etwa typischerweise ein Gespräch mit der Frage «Bist du Brite oder Muslim?» begannen. Aber die Hauptursache für den Erfolg der Radikalen ist die Tatsache, dass die meisten islamischen Institutionen in England schlicht und einfach nicht über Theologie reden wollen. Sie weigern sich, die schwierige und oft komplexe Frage nach dem Stellenwert der Gewalt im Islam anzugehen; stattdessen wiederholen sie das Mantra, dass der Islam eine friedvolle Religion und der Glaube eine persönliche Angelegenheit sei, und hoffen, dass sich diese ganze Debatte irgendwie in nichts auflösen wird.

Das hat den Radikalen auf dem Territorium religiösen Denkens freies Spiel gelassen. Als einer, der einst selbst neue Anhänger für die extremistische Lehre rekrutierte, muss ich es wissen: Jedes Mal, wenn wir aus einer Moschee verwiesen und verbannt wurden, fühlte sich das an wie ein moralischer und religiöser Sieg.

Ausserhalb Grossbritanniens gibt es Denker, die diesen Zwei-Schritt-Revisionismus rückgängig machen wollen. Eine Handvoll Gelehrte aus der arabischen Welt haben versucht, dem Radikalismus mit einer historischen Argumentation einen Riegel zu schieben: Die islamischen Juristen seien beim Aufsetzen der Regeln für einen Krieg stets von der Vorstellung eines existierenden islamischen Staatswesens ausgegangen, welches den Krieg in einer verantwortungsbewussten und mit den islamischen Glaubensregeln konformen Weise handhaben würde. Mit anderen Worten: Als Individuen haben die Muslime nicht das Recht, im Namen des Islam der Welt den Krieg zu erklären.

Schritt in die Gegenwart
Es gibt aber noch ein weiteres Argument, das mir und anderen vormaligen Radikalen, die sich inzwischen vom Islamismus abgewandt haben, grundlegender und schlagkräftiger scheint; denn es impliziert den Schritt hinaus aus dem dogmatischen Paradigma und hinein in die heutige Realität: Die Muslime leben ganz einfach nicht mehr in der bipolaren Welt des Mittelalters.

Tatsache ist, dass die britischen Muslime Bürger dieses Landes sind. Wir sind nicht mehr Einwanderer im Land der Ungläubigen. Meine Generation wurde hier geboren, ist hier aufgewachsen, hat hiesige Schulen besucht, arbeitet hier und wird hier bleiben. Und mehr als das: In einem noch nie da gewesenen Mass wird es den Muslimen in Grossbritannien heute zugestanden, dass sie ihre religiöse Identität durch ihre Kleidung, den Bau von Moscheen, die Einrichtung von Friedhöfen und nicht zuletzt im Genuss gleicher Rechte vor dem Gesetz gestalten können.

Aber es reicht nicht zu sagen, dass die Muslime, weil sie sich hier nun einmal zu Hause fühlen, die Passagen im Koran einfach überblättern sollen, die zum Töten der Ungläubigen aufrufen. Wenn man sich um die Auseinandersetzung mit diesen jahrhundertealten theologischen Postulaten drückt, dann wird die Kluft zwischen der islamischen Theologie und der modernen Welt jeden Tag tiefer. Es mag eine unangenehme Tatsache sein: aber der Grund dafür, dass Abu Qatada - der fundamentalistische Religionsgelehrte, den palästinensische Militante unlängst im Tausch gegen den BBC-Journalisten Alan Johnston freibekommen wollten - eine grosse Gefolgschaft hat, liegt darin, dass er hochgelehrt ist und dass seine religiösen Interpretationen und Rechtssprüche auf einer soliden argumentativen Basis stehen. Auch wenn ich seine Ansichten mittlerweile in keiner Weise mehr teile, kommt ihnen innerhalb des islamischen Kanons doch Gültigkeit zu.

Seitdem ich das Netzwerk des britischen Jihad verlassen habe, bin ich von vielen Muslimen des Verrats angeklagt worden. Wüsste ich von irgendeinem geplanten Anschlag, dann würde ich nicht zögern, dies zu melden; aber im Gegensatz zu dem, was mancherorts behauptet wird, bin ich kein Überläufer und Informant.

Land der Koexistenz
Ich glaube, dass das Thema Terrorismus entmystifiziert werden könnte, wenn erst einmal Muslime und Nichtmuslime offen über die Ideen diskutieren würden, die den Terror alimentieren. Die britischen Muslime müssten sich zu diesem Zweck aus ihrer Starre der Abwehr und Verneinung lösen und sich gewahr werden, dass es keine Schande ist, wenn man das Vorhandensein extremistischer Strömungen innerhalb der islamischen Gemeinschaften hier und weltweit eingesteht. Aber diese Entmystifizierung kann nicht geleistet werden, solange die einzigen Brücken der Interaktion diejenigen zwischen den radikalen Islamisten und den Sicherheitsdiensten sind.

Wenn unser Land sich den radikalen und gewalttätigen Extremisten tatsächlich stellen will, dann müssen die islamischen Religionsgelehrten zunächst einmal über die Bücher gehen. Wir brauchen neue, zeitgemässe Regeln, ein revidiertes Verständnis für die Rechte und Verantwortlichkeiten von Muslimen, deren Häuser und Seelen fest in dem verwurzelt sind, was ich das Land der Koexistenz nennen möchte. Und wenn dieses neue theologische Terrain erschlossen ist, dann werden Muslime im Westen sich von längst obsoleten Weltbildern befreien und die Regeln des Zusammenlebens neu formulieren können; dann werden wir vielleicht entdecken, dass das Konzept des Tötens im Namen des Islam nur mehr ein Anachronismus ist.

Aus dem Englischen von as.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.514.532 von Tutnix am 05.07.07 23:32:06das schneeballsystem immer radikalerer islamisten in europas breiten ist erfolgreicher, als einzelne stimmen eines mutigén Hassan Butt bewirken können.
radikale nicht integrierbare islamisten die hier einem islamischen gottesstaat aussprechen bzw.gründen wollen,gehören abgeschoben oder kaserniert bis sie freiwillig inn bestehende ausreisen wollen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.514.532 von Tutnix am 05.07.07 23:32:06Das der Islamismus nicht mit dem Westen zu tun hat, sondern wir nur deren Projektionsfläche sind, siehst du daran, dass es in allen Grenzregionen des Islams gewalttätige Übergriffe auf Nicht-Muslime gibt.

:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.514.532 von Tutnix am 05.07.07 23:32:06danke, sehr guter Beitrag....freut mich, dass ich ihn lesen konnte. Ebenso die differenzierten Äußerungen von Kaktus7.
Und ich bedanke mich recht herzlich bei Xylophon für seinen Dank an Tutnix und Kaktus. Das mußte mal erwähnt werden, diese Zivilcourage einzelner, aufrechter User. Fällt ja nicht mehr leicht heutzutage, dem islamistischen Terror in den virtuellen Foren standzuhalten. ;)

Gruß auch an Mutti, Vati und Tante Erna aus der Zone, die wo mir das teure Mathebuch von Prof. Finckelnburg geschickt hat, daß so schön nach Osten riechen tut. :look:

Ich überleg gerade, ob die Moderatoren mitmachen würden, wenn wir Preise für Islam-Thraeds ausloben. Z. B. einen Preis für den 100. im Monat, den 1000. im Jahr oder so ähnlich. Und individuelle Preise für den User mit den meisten Islamthreads oder den meisten Postings in Islam-Threads. Und dann natürlich der explosivste Islam-Thread, der die meisten Schreibrechte vernichtet hat. Sollte ich vielleicht mal ins Feedback stellen... :rolleyes:

Schönes WE an alle Christen, Moslems, Juden, Buddhisten, Hinduisten und natürlich die Atheisten. ;):D
Es ist wohl ein Kampf gegen eine vielköpfige Hydra, welcher einen langen Atem erfordert. Erschreckend ist dabei nicht die Gnadenlosigkeit der Fanatiker, sondern eher die Zögerlichkeit der demokratischen Kräfte, die nicht mal dann, wenn völlig klar ist, was die Islamisten vorantreiben wollen, nämlich die Ausmerzung sämtlicher Demokratien, die Freiheitsliebe, Grundwerte wie freie Meinungsäußerung und freie Entfaltung. Die Briten haben nichts gelernt, sie lassen Hassprediger frei rumlaufen,auch nach den Anschlägen Nummer 4 und 5. Und auch die US-Administration scheut davor zurück, dem Menschen verachtenden Gesindel konsequent die Zähne zu zeigen.

KAMPF GEGEN DEN TERROR
Rumsfeld vermasselte Schlag gegen al-Qaida


Die Bush-Regierung soll 2005 die Festnahme hochrangiger al-Qaida-Führer verhindert haben - darunter auch Bin-Laden-Stellvertreter Aiman al-Sawahiri. Die ersten Soldaten waren schon im Einsatz, als der damalige Verteidigungsminister Rumsfeld ihn allerletzter Minute abbrach.

New York - Anfang 2005 sollte US-Geheimdienstmitarbeitern zufolge eine geheime Militäroperation stattfinden, deren Ziel ein Treffen hochrangiger al-Qaida-Mitglieder in den Bergen Pakistans war. Der Geheimdienst vermutete bei diesem Treffen auch den stellvertretenden al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri, wie die "New York Times" gestern meldete. Allerdings sei der Einsatz, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Geheimdienstmitarbeiter weiter, von dem damaligen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld in letzter Minute abgebrochen worden.



Der ehemalige Verteidigungsminister Rumsfeld: Zögern in letzter Sekunde
Rumsfeld sei der Einsatz zu riskant für die eigenen Soldaten gewesen, zitierte das Blatt Mitarbeiter der Geheimdienste und der Militär-Spezialkräfte. Zu diesem Zeitpunkt waren für den Einsatz laut "New York Times" schon statt einiger weniger Soldaten mehrere hundert vorgesehen - darunter Feldjäger, Spezialkräfte und CIA-Agenten. Rumsfeld habe deshalb befürchtet, dass die Operation das Verhältnis zu Pakistan belasten könnte. Wahrscheinlich hätte die Regierung in Islamabad nicht ihre Zustimmung zu der umfangreichen Operation gegeben. Dennoch wäre der mögliche Erfolg das Risiko Wert gewesen, sagte ein hochrangiger Ex-Agent der Zeitung zufolge.

Als sich Rumsfeld für den Abbruch der Operation aussprach, waren Spezialeinheiten mit Fallschirmausrüstung bereits an Bord von Transportflugzeugen in Afghanistan gegangen. Die Entscheidung, den Einsatz in allerletzter Sekunde abzublasen, hat bei einigen hochrangigen Geheimdienstmitgliedern zu großer Enttäuschung geführt. Man habe eine entscheidende Chance verpasst, wichtige Mitglieder des Terrornetzwerkes zu fassen, zitiert die "New York Times" ungenannte Geheimdienstler.

Ehemalige Offiziere sagten gegenüber der Zeitung auch, dass die Operation nicht die einzige Gelegenheit gewesen sei, bei der große amerikanische Truppenteile in Pakistan hätten eingesetzt werden sollen. Unklar sei aber, ob diese Einsätze auch stattgefunden hätten. Die verpasste Chance Anfang 2005 sei ein typisches Beispiel für die Kluft zwischen den Akteuren im Einsatz und der Militärbürokratie, die bei der Jagd nach globalen Terroristen noch immer nicht effektiv arbeite.

Das Verteidigungsministerium, der Geheimdienst CIA und das Präsidialamt wollten sich laut "New York Times" nicht zu den Informationen äußern. "Wir werden nicht über mögliche Planungen spekulieren", sagte Militärsprecher Patrick Ryder auch der Nachrichtenagentur Reuters.

sam/Reuters

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,493165,00.html
Passt zwar nicht zur thread-headline, aber zum Eingangsposting. Und gibt einen Vorgeschmack auf das, was verstärkt Frauen in diesem Land blüht, wenn sie sich auf die mittelalterlichen Vorstellungen gewisser nichteuropäischer "Kulturkreise" einlassen. Natürlich darf man nicht alle über einen Kamm scheren, aber ich vermisse dann doch allzu oft den deutlichen und offenen Protest der human denkenden und handelnden Migranten.

10. Juli 2007


FRAUEN IN DER TÜRKEI
Gewalt im Drei-Minuten-Takt



Von Dilek Zaptcioglu, Istanbul

Die Zahlen sind alarmierend: Laut jüngster Polizeistatistik wird in der Türkei alle drei Minuten eine Frau geschlagen oder misshandelt. Die Zahl der weiblichen Opfer ist um 76 Prozent auf rund 73.000 gestiegen. Oft bleibt den Frauen nur die Wahl zwischen Selbstmord - und Mord.


Istanbul - Ihr Name ging vor vier Jahren um die Welt: Die Kurdin Güldünya war in ihrer ostanatolischen Heimatstadt nach einer Vergewaltigung durch den Mann ihrer Cousine schwanger geworden. Die Familie übte so lange Druck auf sie aus, bis sie einer religiösen Trauung mit ihrem Peiniger zustimmte. Dieser hatte jedoch keine Lust, Güldünya als zweite Frau zu nehmen - und besiegelte mit seiner Entscheidung ihr Schicksal.

Protest in Istanbul am Weltfrauentag: Allein im Jahr 2006 wurden 842 Frauen getötet

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REUTERS

Protest in Istanbul am Weltfrauentag: Allein im Jahr 2006 wurden 842 Frauen getötet
Die junge Schwangere wurde nach Istanbul, zu ihrem Onkel geschickt. Hier merkte sie aber bald, dass sie getötet werden sollte, und floh. Sie fand Unterschlupf bei einem Imam, bei dem sie ihren Sohn gebar. Sie gab ihm den Namen "Umut" - Hoffnung. Aber um Güldünya war es hoffnungslos geworden. Ihre beiden Brüder kamen und schossen mitten in Istanbul auf sie. Da sie es nicht beim ersten Versuch schafften, die 22-jährige Schwester zu töten, "besuchten" sie sie anschließend noch einmal im Krankenhaus. Durch einen gezielten Kopfschuss kam der Tod. Die Ehre der Familie war gerettet.

Über Dunkelziffern braucht man nicht mehr zu reden. Erstmals hat die türkische Polizei eine genaue Statistik über Gewalttaten gegen Frauen angefertigt. Die Untersuchung umfasst den Zeitraum 2005 und 2006. Demnach wird in der Türkei alle drei Minuten eine Frau geschlagen oder misshandelt. Insgesamt registrierte die Polizei in den beiden Jahren mehr als 333.000 "mit Gewalt verbundene Straftaten" gegen Frauen.

Allein im vergangenen Jahr wurden 842 Frauen getötet. Stark zugenommen haben die "Selbstmordversuche", zu denen Frauen aus Gründen der Familienehre gedrängt werden - auch ihr Onkel hatte Güldünya zuerst einen Strick gegeben, damit sie sich selbst aufhängt. Mit 5852 Fällen im Jahr 2006 hat sich die Zahl der Selbstmordversuche von Frauen und Mädchen im Vergleich zum Vorjahr ungefähr verdoppelt.

Die "verletzte Ehre" gilt nicht mehr als strafmildernd

Warum dieser erschreckende Anstieg der Gewalt gegen Frauen in der Türkei? Die Rechtsanwältin Meral Danis Bestas hält die Behauptung, dass der "Terror gegen Frauen" drastisch zugenommen habe, für übertrieben. "Es gehen jetzt viel mehr Frauen zur Polizei und zeigen die Täter an", sagt sie. "Dadurch wird die Gewalt erstmals sichtbar." Tatsächlich wurde in den letzten Jahren gerade "Ehrenmorden" der Kampf angesagt. In allen Großstädten gibt es mittlerweile kommunale und privat betriebene Frauenhäuser, die Gesetze wurden den EU-Normen angepasst. So gilt die "verletzte Ehre" des männlichen Familienmitglieds nicht mehr als strafmildernder Grund. Mord ist Mord, entscheiden die Richter, egal aus welchem Antrieb heraus er begangen wurde. Jugendliche Täter unter 18 kommen nicht mehr nach ein paar Jahren heraus wie früher. Es gibt eine Kampagne nach der anderen.

Aber es ist bestimmt keine Fata Morgana. Jeden Tag berichten die Istanbuler Zeitungen von einem neuen Fall. Die Schicksale der Opfer sind identisch. Das Erschreckende ist, dass sich die Erzählung endlos und dramatisch in die Länge zieht, ohne zu einem Ende zu kommen. Gewalt gegen Frauen wurde in der Türkei lange als ein Relikt aus der Vorzeit gehandelt. "Je höher der Bildungsstand, desto zivilisierter die Gesellschaft", hieß es. Republikgründer Atatürk hatte es selbst vorgemacht, als er im Frack schöne Tanzpartnerinnen auf das Parkett führte: Die Türkin sollte in der Gesellschaft gleichwertig ihren Platz einnehmen. Die Jahrhunderte alten, islamisch-konservativen Vorstellungen sollten geändert, die Türkin "befreit" werden. Ein Problem, das sich mit der Modernisierung selbst erledigt. Jetzt müssen alle erschrocken feststellen, dass dem nicht so ist.

"Das türkische Wort namus für Ehre stammt von dem griechischen nomos", sagt die feministische Aktivistin Leyla Pervizad. "Und nomos bedeutet Macht, Gesetz, Regel. Es symbolisiert die männliche Macht über die Frauen". Interessant auch das türkische töre für die "strenge Tradition", die weitgehend im Land herrscht, und den Frauen das Leben so schwer macht. Die Feministin führt ihren Ursprung auf die jüdische "Thora" und die strengen sittlichen Regeln zurück.

Frauen spielen in diesem archaischen Spiel oft auch eine unrühmliche Rolle. Die bekannte türkische Feministin Ayse Durukan erzählt über eine Familie: "Der Mann wollte seine Frau nicht töten. Seine Mutter animierte ihn dazu, indem sie ihm ständig vorwarf: "Was bist du für ein Mann, du hast deine Frau am Leben gelassen." Schließlich hatte er keine andere Wahl mehr."

2. Teil: Grund für die Gewalt: Die Modernisierung der Frau


Türkische Soziologen rätseln über den Grund der angestiegenen Gewalt gegen Frauen. "Die Modernisierung schreitet voran, und dringt bis in das kleinste Dorf vor. Das stößt auf Widerstände", sagen die einen. Demnach ist die angestiegene Zahl der "Ehrenmorde" doch ein Zeichen für die fortschreitende Frauenemanzipation. Eine andere Erklärung hatte der Chefredakteur der Tageszeitung "Hürriyet" im vergangenen Winter dazu: "Ehrenmorde sind ein kurdisches Problem" betitelte Ertugrul Özkök seine Kolumne und heimste sich sofort den Vorwurf ein, ein "Rassist" zu sein. Aber ein anderer Bericht der Polizei scheint ihm Recht zu geben.

In 15 Städten wurden die "Ehrenmorde" der letzten sechs Jahre unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Hälfte der Morde geschehen zwar im Westen des Landes, aber die Opfer stammen weitgehend "aus Ost- und Südostanatolien", sprich: Sie sind genauso wie die in Berlin getötete Hatun Sürücü Kurden. Die angestammten Bewohner der Westtürkei, des obersten Schauplatzes der "Ehrenmorde", fallen diesen am allerwenigsten zum Opfer.

Auch unter Universitätsabsolventen werden Frauen verprügelt

Eine andere Umfrage brachte ganz ähnliche Zahlen hervor. Vildan Yirmibesoglu, Vorsitzende der Frauenkommission des Istanbuler Gouverneurs, befragte Männer im Osten und Südosten des Landes, also hauptsächlich Kurden, darüber, "was mit einer Frau, die ihre Ehre verlor, geschehen müsste". 63,2 Prozent der Männer sagten: "Bestrafen." Und wiederum ein Viertel von ihnen sagte gerade heraus: "Sie muss getötet werden."

Dass "Ehrenmorde" und Gewalt gegen Frauen vor allem ein "kurdisches Problem" seien, glauben mittlerweile viele Türken der urbanen Mittel- und Oberschichten. Trotzdem ist es ein offenes Geheimnis, dass auch in Istanbul und auch unter Universitätsabsolventen Frauen verprügelt werden. Aber dennoch akzeptieren die im Westen lebenden Städter am ehesten westliche Lebensweisen. In Istanbul gibt es Zehntausende von allein stehenden Frauen oder unverheiratet zusammen lebenden Paaren - im kurdischen Osten schier undenkbar.

Der Kulturkampf spielt aber vielleicht eine wichtigere Rolle als die Herkunft. Die Islamisten, wie moderat sie auch auftreten, stellen das republikanische, an Europa orientierte Lebensmodell in Frage. Krasser könnte sich der Gegensatz nicht ausdrücken als im populärsten Medium, dem Fernsehen. Junge Türkinnen wollen wie ihre Altersgenossen in Berlin oder New York leben und eifern wie noch nie Shakira und Paris Hilton nach. Im Sommer ist der Minirock angesagt. Auf der anderen Seite nimmt die Zahl der tief verhüllten Frauen zu. Die ersten werden von den Islamisten als zügellos, die Zweiten ehrenvoll, namuslu, dargestellt. Der Kulturkampf wird auf dem Rücken der Frau ausgefochten.

Nicht mal die Einschulung von Mädchen ist selbstverständlich

Die Türkei sucht 80 Jahre nach der Gründung ihrer laizistischen, modernen Republik wieder einmal das richtige Rollenmodell für ihre Frauen. Die Probleme des westlichen Lebensstils werden zu grundsätzlichen Mankos aufgebauscht. So schiebt die islamistische Kolumnistin der regierungsnahen "Yeni Safak" die Schuld an den "Ehrenmorden" unverblümt den westlich orientierten Medien der Türkei zu: "Du schlägst allen einen Lebensstil vor, bei dem man nicht weiß, wer wen gerade übers Ohr haut. Du erzählst von alten Frauen und Männern, die mit Jüngeren zusammenleben, als ob nichts dabei wäre. Du legst deinen Lesern nahe, dass die Ehe nicht der Natur des Menschen entspreche. Und gleichzeitig schüttelst du den Kopf über 'Ehrenmorde'."

Und die Lösung? Mädchen sollen die Freiheit haben, mit dem Kopftuch an den Universitäten zu studieren. Gebildete, sittliche Frauen sind das Gegenmodell der Islamisten, wobei auf die Schulbildung im Zweifelsfall verzichtet werden kann.

Dass Mädchen auf dem Land, vor allem im kurdischen Südosten, überhaupt eingeschult werden, kostet immense Anstrengungen. Die derzeitige First Lady Semra, Gattin des Staatspräsidenten Ahmet Sezer, führt seit Jahren eine Kampagne für die Einschulung der Mädchen. Feministinnen aus dem Westen, aber auch kurdische Frauenrechtlerinnen vor Ort besuchen die Familien und überreden sie dazu, ihre Tochter zur Schule zu schicken. Die am häufigsten gestellte Frage dabei lautet: "Wozu?" Wozu soll ein Mädchen zur Schule, wenn sie ohnehin bald verheiratet wird? Und wozu soll ein Mädchen gar studieren? Um ihrem Mann das Leben schwer zu machen? Um klüger zu sein als er?

Eine viel erschreckendere Erkenntnis als die bloße Zahl der "Ehrenmorde" ist: In der Türkei geht die Zahl der erwerbstätigen Frauen jährlich drastisch zurück. Das verändert das soziale Klima zugunsten der Konservativen. Wer als Frau unverhüllt auf die Straße geht, bekommt vielerorts in Anatolien schon einen schlechten Ruf. Die liberale Kolumnistin Ruhat Mengi sagt dazu: "Natürlich hängt das alles mit dem fundamentalistischen Frauenbild der Regierenden zusammen. Die Frau soll zuhause bleiben, Kinder gebären, ihrem Mann gehorchen." Der Zug fahre nicht nach Brüssel, sondern nach Teheran. Aber immerhin: Vor wenigen Tagen hat der männliche Bürgermeister des Istanbuler Stadtteils Avcilar eine Straße nach dem Namen der "aus Ehre" getöteten Güldünya benannt. /i]

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,493624,00.html
Gaza-Bewohnerin: "Israelische Kontrolle wäre besser als Hamas"

GAZA (inn) - Viele Palästinenser im Gazastreifen wünschen sich die israelische Herrschaft über das Gebiet zurück. Nach der Übernahme der Kontrolle durch die Hamas befürchte sie einen Taliban-Staat, sagte eine Palästinenserin gegenüber der israelischen Tageszeitung "Jediot Aharonot".

"Ich habe Angst, es laut zu sagen, sie könnten mich dafür hinrichten", so die Absolventin der Islamischen Universität in Gaza. "Aber es gibt viele Menschen, mich eingeschlossen, die denken, es wäre hier besser, wenn Israel zurückkäme. Die Situation wäre viel besser als jetzt."

Die Palästinenserin lebt in der Nähe einer Fatah-Hochburg, die nun von der Hamas übernommen wurde. In den Straßen von Gaza regiere die Angst, fügte sie hinzu. Außer Bewaffneten traue sich niemand auf die Straße. "Die Kinder fürchten sich die ganze Zeit. Meine Neffen fragen: 'Warum schießen die Israelis auf uns?', und wir erzählen ihnen, dass es Palästinenser sind. Dann fragen sie: 'Warum schießen die Palästinenser auf uns?', und ich habe keine Antwort für sie."

Sie hätten kein Essen zu Hause, fuhr sie fort. "Wir haben tagelang von Suppen und Konserven gelebt. Es gibt weder Strom noch eine durchgehende Wasserversorgung, geschweige denn medizinische oder grundlegende Hygieneprodukte. Ich verstecke mich den ganzen Tag im Haus, aber selbst das könnte nicht genug sein. Auf unseren Nachbarn wurde geschossen, als er drinnen war."

Die Palästinenserin macht beide Seiten für die Gewalt verantwortlich. "Sie haben uns ein besseres Leben versprochen, und die Lage wird nur schlimmer. Ich habe Angst, dass wir nächste Woche ein Taliban-Staat werden. Sobald die Hamas die Macht übernimmt, wird es ein islamischer Staat. Man muss verstehen, dass sie aus einem Gefühl der Verzweiflung heraus gewählt wurden. Die Leute hier sind arm und verzweifelt, und als sie die Hamas wählten, hatten sie nichts zu verlieren, aber jetzt stellt sich heraus, dass sie eine Menge zu verlieren hatten."

Kritik an Israel und arabischen Staaten

Israel wirft sie vor, den Menschen im Gazastreifen keine brauchbare wirtschaftliche Infrastruktur hinterlassen zu haben: "Wenn Leute Geld haben, wenden sie sich nicht der Gewalt zu." Der Boykott habe die Bewohner in Gaza bestraft, und nicht die Hamas. Sie forderte Israel auf, den Rafah-Übergang nach Ägypten zu öffnen und diejenigen ausreisen zu lassen, die das wünschten. "Der Gazastreifen ist wie ein Gefängnis, und wir könnten sterben."

Auch die arabischen Staaten kritisierte die Palästinenserin, weil sie nichts unternähmen, um die Lage zu verbessern. "Überall, wo wir hingehen, auch in arabischen Staaten, sehen sie uns als Terroristen an." (eh)

Wille:

Schau schau; also hatten die pal unter Israel doch das bessere Leben.
Hamas wählen und dann Israel kritisieren, dass sie keine Infrastruktur hinterlassen haben. 1. Haben sie hinterlassen, nur die pal haben es mutwillig zerstört 2. Hamas braucht nur das Existenzrecht Israels anzuerkennen und schon fliesst das Geld. und 3. solange die Fatah und Hamas nicht lernen sich wie normale zivilisierte Menschen zu benehmen und solange sie nicht bereit sind von Israel zu lernen, solange wird es keinen Frieden geben.


http://myblog.de/derwille
Antwort auf Beitrag Nr.: 30.637.157 von tuuzzi am 11.07.07 18:59:41schau schau,es soll sogar Palästinenser geben die wären froh es gäbe auf ihren grund und boden keine Israelis und somit auch keine Hamas.
schau schau sagte der Israeli,als wir noch moralisch waren hatte alle welt verständnis mit uns,jetzt eifern wir immer mehr denen nach,die uns vorher verfolgt haben.
Islamisten in Deutschland

Sie sind gekommen, um zu töten



"Das muss uns alarmieren"

Die deutsche Gesellschaft hasst er wie die Pest. Alles, was nichtislamisch ist, betrachtet Tolga D. als schmutzig, als Dreck, als verkommen. So hat man es bei Gesprächen von ihm gehört. Im bayerischen Neu-Ulm verkehrte der Deutschtürke in islamistischen Kreisen, etwa in der Moschee im Multi-Kultur-Haus, das Ende 2005 von den bayerischen Behörden nach einem Verbot geschlossen wurde. Tolga D. gehörte zu den „wiedererweckten“ Muslimen, die sich ähnlich wie die Konvertiten aus nichtislamischen Religionen durch besonderen Glaubenseifer hervortun.

„Da glimmt ein ähnliches Feuer, nur dass die Konversion sich innerislamisch vollzieht“, sagt Herbert Landolin Müller, Leiter der Abteilung Islamismus beim Landesamt für Verfassungsschutz in Stuttgart. So engagierte sich Tolga D., der zeitweilig bei einer Firma für Solartechnik gearbeitet hatte, auch im benachbarten Ulm im Islamischen Informationszentrum (IIZ), das bis heute existiert.

„Denk mal islamisch!“

In dessen Zeitung „Denk mal islamisch!“ schrieb er einen Artikel gegen den bayerischen Innenminister Günther Beckstein, den er in die Nähe von Nazis rückte. Das Landeskriminalamt in Stuttgart stufte den heute 29 Jahre alten deutschen Staatsbürger Ende 2005 als „Gefährder“ ein, als jemanden, der „politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung“ ausführen kann, etwa einen Anschlag.

Doch Tolga D., den Behörden in Baden-Württemberg zufolge „sicher nicht einer der Dümmsten“ in der virulenten islamistischen Szene in und um Ulm, fühlte sich noch nicht reif für den Dschihad, den heiligen Krieg. Im Frühjahr des Jahres 2006 ging er nach Ägypten, um sich weiterzubilden, Arabisch zu lernen, den reinen Islam zu studieren. Für die deutschen Sicherheitsbehörden verschwand er von der Bildfläche. Welche Kontakte er hatte, ob er sich zum Dschihad entschloss, bleibt im Dunkeln.

Sicher ist: Tolga D. reiste später auf dem Landweg über Iran nach Pakistan. Dort wurde er am 10. Juni an der Grenze verhaftet – mit falschem Pass, einigen tausend Euro und einem Satellitentelefon. In seiner Begleitung war der staatenlose Libanese Hussain al-M. aus Neunkirchen im Saarland. Die pakistanischen Behörden vermuten, dass die Reisenden aus Deutschland Lager von Al Qaida besuchen wollten. Bald wird Tolga D. wieder in Deutschland sein. In wenigen Wochen will die pakistanische Regierung ihn abschieben. Die deutschen Behörden werden dann Fragen haben.

„Das muss uns alarmieren“

Tolga D. wird nicht allein kommen. Denn er ist nur einer von mindestens sieben Islamisten aus Deutschland, die in den vergangenen Monaten in Pakistan verhaftet wurden. In den Grenzgebieten zu Afghanistan hat Al Qaida seine Strukturen in enger Symbiose mit den Taliban wiederaufgebaut. Pakistan ist zum Trainings-Mekka islamistischer Kämpfer aus aller Herren Länder geworden. Und Deutschland ist mehr denn je ein Ziel für das Netz des Terrors. Davon zeugen die Angriffe auf Bundeswehrsoldaten und die Ermordung von Mitarbeitern der Welthungerhilfe in Afghanistan, die Entführungen Deutscher am Hindukusch oder im Irak und Videobotschaften mit Drohungen an die Bundesrepublik.

Die laufende Entführung zweier deutscher Geiseln durch die Taliban in Afghanistan setzt diese Gewalteskalation gegen Deutschland fort. „Wir haben eine ganze Reihe von Anzeichen dafür, dass Al Qaida Deutschland und deutsche Einrichtungen, etwa Botschaften, im Visier hat. Es gibt für Deutschland eine neue Qualität der Bedrohung“, warnt deshalb Wolfgang Schäubles Staatssekretär August Hanning.

Neu ist, dass die Islamisten aus Deutschland mit dem ausdrücklichen Ziel in pakistanischen Lagern ausgebildet werden, in die Bundesrepublik zurückzukehren. Die Innenbehörden kennen schon 14 Islamisten aus Deutschland, die in den vergangenen Monaten meist über Ägypten oder die Türkei nach Pakistan gereist sind. Man geht davon aus, dass ihre Zahl noch höher liegt. „Dass diese Fälle sich häufen, muss uns alarmieren“, sagt Hanning. „Wir müssen alles dafür tun, um herauszufinden, wer nach Pakistan gegangen ist und dort ausgebildet wird.“

In der Kernforschungsanlage

Einer der Festgenommenen aus Deutschland, der mit Tolga D. abgeschoben werden soll, ist Aleem N. Der 45 Jahre alte Pakistaner mit deutschem Pass, zuletzt wohnhaft in Germersheim, hatte vor Jahren über eine Arbeits-Leasing-Firma eine Stelle bei einer Kernforschungsanlage in Karlsruhe bekommen. Nur weil er so unvorsichtig war, dort die Anschläge vom 11. September 2001 mit wüsten Drohungen gegen Deutschland zu kommentieren, verlor er seinen Job.

In Karlsruhe verkehrte Aleem N. in einer Moschee, die zur Islamischen Gemeinschaft Deutschland (IDG) gerechnet wird. Die gilt als deutscher Arm der ägyptischen Muslimbruderschaft, der ideologischen Mutterorganisation vieler Islamisten. Später tauchte Aleem N. in Freiburg just in jener Moschee auf, in der in den neunziger Jahren der Ägypter Dr. Yehia Yousif verkehrt hatte. Yousif machte damals als Wissenschaftler an der Universität Freiburg Karriere, siedelte im Herbst des Jahres 2000 nach Neu-Ulm über und wurde dort zum Kopf der islamistischen Szene. Der baden-württembergische Verfassungsschutz nutzte ihn als Quelle, bis er erkannte, dass Yousif ein Doppelspiel betrieb. Als der Boden für ihn zu heiß wurde, setzte sich der Hassprediger aus Deutschland ab.

Aleem N. wurde am 18. Juni in Pakistan festgenommen. Der pakistanische Geheimdienst wirft ihm vor, in einem Lager den Umgang mit Sprengstoffen geübt zu haben. Die deutschen Sicherheitsbehörden sind froh, dass sie ihn, Tolga D. und Hussain al-M. nicht in Pakistan befragen müssen. Sie hätten sich sonst in Deutschland auf schwierige Debatten einzustellen: Nach Befragungen anderer Terrorverdächtiger in islamischen Ländern hatte man sie gerügt, weil der dortige Umgang mit Gefangenen mit deutschen Vorstellungen vom Rechtsstaat nicht vereinbar sei.

Einige Islamisten sind schon zurück

Rückkehren könnten auch zwei türkische Brüder kurdischer Volkszugehörigkeit aus Deutschland, die den Behörden als Islamisten bekannt sind und die unlängst in Pakistan festgenommen wurden. Da sie einen Aufenthaltstitel in Deutschland haben, würde Berlin sie aufnehmen, falls Pakistan sie abschiebt. Einen weiteren Fall Murat Kurnaz, dem man die Einreise aus dem amerikanischen Gefangenenlager Guantánamo wegen seiner türkischen Staatsbürgerschaft verweigerte, will sich Berlin nicht leisten. Manche Verfassungsschützer stöhnen schon, dass sie es bald wieder mit einer ganzen Gruppe Altbekannter zu tun haben werden.

Besonders brisant: Anders als bisher behauptet, sind einige Islamisten aus Deutschland, die in Pakistan ausgebildet worden sind, schon wieder nach Deutschland eingereist. Den Innenbehörden sind drei Personen bekannt, die Anfang Juni aus Pakistan zurückgekehrt sind. Über ihre Identität schweigt man bisher aus Sicherheitsgründen. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Leute, die aus Pakistan zurückgekehrt sind, Anschläge planen“, sagt Staatassekretär Hanning und spricht von einer „neuen konkreten Gefahr“.

Das Strafrecht hält nicht Schritt

Doch um die Islamisten als Straftäter zu überführen, braucht es Beweise. In Deutschland kann nach bisheriger Rechtslage ein Einzeltäter straflos terroristische Straftaten vorbereiten – erst wenn drei zusammenkommen, können sie als terroristische Vereinigung nach § 129 a und b belangt werden – ein Umstand, den Innenminister Schäuble unbedingt ändern will. Ein entsprechender Gesetzentwurf, den das Innenministerium erstellt hat, liegt schon seit September 2005 im Justizministerium, ohne dass etwas passiert ist.

Auch eine Wohnraumüberwachung ist nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts kaum mehr möglich, weil sofort abgeschaltet werden müsste, sobald der Bereich der „persönlichen Lebensgestaltung“ beim Abhören berührt ist. Die Behörden verzichten daher aus praktischen Gründen weitgehend darauf. Und auch wenn die Islamisten immer mehr über den Computer kommunizieren, ist eine Online-Überwachung noch nicht geregelt. Zwar haben Bund und Länder immer wieder Islamisten aus Deutschland abgeschoben, doch in zahlreichen Fällen stehen dem Abschiebungshindernisse wie ein Asylverfahren entgegen. „Gefährder“, die oft nach Scheinehen eingebürgert wurden, lassen sich ohnehin nicht abschieben – denn Deutschland kann seine Staatsbürgerschaft nicht aberkennen.

Das alles ist gut für die Krieger des Dschihads in Deutschland – auch für jene mit Ausbildung in Pakistan. Bisher könne man nichts tun, heißt es bei den Innenbehörden, als zu versuchen, sie zu überwachen.

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc…
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,495440,00.html

Todesdrohungen im Paradies
Aus Kuala Lumpur berichtet Jürgen Kremb

Malaysia verspielt gerade seinen Bonus als asiatisches Traumziel. Muslimische Hardliner sind auf dem Vormarsch - das einst weltoffene Land verwandelt sich zusehends in ein engstirniges Gebilde.

...
Dieser Beitrag von wdr.de wurde wahrscheinlich schon reingestellt, in diverse threads. Ich finde, er hat dennoch nicht an Aktualität verloren.

Muslime in Deutschland schwören ab
"Der Islam ist nicht reformierbar
"

Am Mittwoch (28.02.07) stellt sich der neue "Zentralrat der Ex-Muslime" vor. Der islam-kritische Verband wurde in Köln gegründet. WDR.de sprach mit der Vorsitzenden Mina Ahadi über die Abkehr vom Glauben, islamische Organisationen und gefährliche Kritik.

Die etwa 40 Gründungsmitglieder des "Zentralrats der Ex-Muslime" stammen zum großen Teil aus islamischen Ländern. Ein Teil gehört noch immer dem Islam an, steht islamischen Organisationen jedoch kritisch gegenüber. Die Organisation pocht auf das Recht auf Abkehr vom Glauben. Zudem will sie eine Debatte über den Alleinvertretungsanspruch der islamischen Verbände anstoßen. Die Vorsitzende, die Exil-Iranerin Mina Ahadi, macht sich seit langem vor allem für die Rechte islamischer Frauen stark. Die Menschenrechtlerin ist auch Gründerin des "Internationalen Komitees gegen Steinigung".

WDR.de: Was ist das Hauptanliegen Ihrer Organisation?
Mina Ahadi; Rechte: PrivatBild vergrößern

Vorsitzende Mina Ahadi

Mina Ahadi: Wenn etwas passiert wie diese Karikaturengeschichte, dann fühlt sich der Zentralrat der Muslime für alle Menschen aus der Türkei, Irak, Afghanistan, Iran zuständig. Im Namen dieser Personen wird dann gesagt, die Muslime fühlten sich betroffen, Kritik an ihnen sei nicht erlaubt.

Ich erlebe das ganz anders und sehe, dass die meisten mit den islamischen Organisationen nicht einverstanden sind. Von den Exil-Iranern (Anmerkung: kann ich aus persönlichen Begegnungen heraus weitestgehend bestätigen) beispielsweise behaupte ich, dass 70 Prozent nicht religiös sind. Abgesehen davon sind die Personen der Organisationen und ihre politische Richtung von niemandem gewählt. Wir wollen nun selbst sagen, was wir denken.

WDR.de: Steht der Islam generell im Fokus Ihrer Kritik?
Links


Mina Ahadi: Der Islam steht im Mittelpunkt. Ich selbst habe im Iran gesehen, wie die islamischen Organisationen den Kopftuchzwang eingeführt haben, wie gesteinigt wurde und Leute in Gefängnisse gesteckt wurden. Dieser politische Islam hat Frauen und Menschen generell sehr viel angetan. Wir haben uns aber nicht von ihm abgewandt, um dann Katholiken zu werden. Wir sind gegenüber allen Religionen kritisch.

WDR.de: Sie werden vor allem in Deutschland tätig sein. Auf was werden Sie hier Ihr Augenmerk richten?

Privatsache Islam?

Mina Ahadi: Auch in Deutschland hat man es mit einem politischen Islam zu tun, deren Organisationen zwei Gesichter haben: Einerseits sitzen sie mit Innenminister Wolfgang Schäuble und anderen Politikern zusammen und reden nett.(Anmerkung: Da merken hoffentlich die Politiker von Angesicht zu Angesicht, welch verlogenen und Menschen verachtenden "Dialogpartnern" sie gegenübersitzen) Andererseits haben sie Kontakt zu islamischen Regimes im Iran oder in Saudi-Arabien. Und sie verlangen Dinge, die absolut nicht in Ordnung sind: Mädchen sollen keinen Freund in Deutschland haben, nicht in die Disco gehen, ein Kopftuch tragen.

WDR.de: Warum haben Sie einen so provokativen Namen für Ihre Kampagne gewählt?

Mina Ahadi: Der Islam ist meiner Meinung nach nicht reformierbar. Abgesehen davon hat die Geschichte in Europa und im Iran gezeigt, dass Reformen allein nicht erfolgreich sind. Man muss radikal sein, muss zeigen, dass Religion mit unserem Leben nichts zu tun hat. Wenn, dann nur als Privatsache, aber nicht als politisches Phänomen. Im Endeffekt muss Religion ausschließlich eine Privatsache werden.

WDR.de: Die Abkehr vom Islam gilt bei Muslimen allerdings als todeswürdiges Verbrechen.

Mina Ahadi: Wir alle befinden uns durch diese Aktion in Gefahr - und genau das möchten wir auch zeigen. Da ich seit 26 Jahren mit einer Todesstrafe aus dem Iran lebe, ist das nichts Neues für mich. Terror als ein Instrument von islamischen Organisationen kenne ich, aber ich akzeptiere das nicht. Ich will den Islam kritisieren können. Ich kritisiere meine Kultur, und ich verlange von allen, dass sie Kritik üben. Bitte keine Toleranz mit dieser Tradition.

WDR.de: Was ist in nächster Zeit vom "Zentralrat der Ex-Muslime" zu erwarten?


"Alle sollen offen reden dürfen."

Mina Ahadi: Bei einer Islamkonferenz im November werden wir diskutieren, welche Wirkung der Islam auf unser Leben gehabt hat. Dann ist eine Tagung zum Thema "Scharia und Frauenrechte" geplant. Wir werden versuchen, Tabus zu brechen und klarzustellen, dass man als Frau offen reden darf: über Sex, Männergewalt, unser Leben.

Darüber hinaus werden wir zu allem Stellung nehmen. Wenn der Zentralrat der Muslime zum Beispiel sagt, das und das sei Gotteslästerung, werden wir sagen, Karikaturen sind okay, machen Sie das ruhig. Wir werden die freie Meinungsäußerung verteidigen, immer da sein, wo die islamischen Organisationen sind, und unsere Stimme erheben.

Das Gespräch führte Nina Giaramita.
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.284.604 von DermitdemWolfheulte am 24.08.07 18:10:22Türkische Frauen und Mädchen dürfen so viele Partner haben wie sie wollen. Diejenigen PartnerInnen, welche sie sich selbst frei wählen. Wir sind hier in einem freien Land!

Hier muss keine Frau ein Kopftuch tragen, und hier darf eine Frau und auch ein Mädchen oben ohne baden gehen. Hier darf jede Frau und jedes Mädchen ihr Leben leben.

Und Kriminelle, welche etwas dagegen haben, werden verurteilt, merkt euch das ein für alle Mal, ihr Menschenverachter.

Euer sogenannter Prophet war nachweißlich, schaut in euren tollen Suren nach, ein Pädophiler, ein Mörder und ein Kriegsherr.

Ihr habt hier nur dann etwas zu suchen, wenn ihr euch der freiheitlich demokratischen Grundordnung anpasst.

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist bindend.

Wir wollen keine Zwangsheiraten, und keine "Ehrenmorde", und wir wollen keine kranken Spinner wie euch.

Wir brauchen keine langbärtigen Bombenleger, sondern Menschen, welche in Freiheit leben wollen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.289.002 von DermitdemWolfheulte am 25.08.07 00:02:23> "Euer sogenannter Prophet war nachweißlich, schaut in euren tollen Suren nach, ein Pädophiler, ein Mörder und ein Kriegsherr."

Mensch Wolfi, fang doch nicht schon wieder damit an, das gibt doch nur Ärger.

In anderer Sache, nämlich daß die Muslimas oben ohne baden dürfen (Punkt 2 deiner Proklamation), stimme ich dir allerdings vollumfänglich zu! Man sollte sie dazu ermuntern. ;)

Und das hier:

> "Wir brauchen keine langbärtigen Bombenleger..."

ist mißverständlich! Brauchen wir etwa kurzbärtige oder bartlose Bombenleger? Fällt außerdem in den Bereich "Zuwanderung von Ausländern mit besonderen Qualifikationen" und gehört somit nicht zum Thema "Religion und Grundrechte" sondern ins Arbeitsmarktressort.

Schönes WE, Wolfi... ;)

PS: Nimm doch die ganze Religionssache nicht so verdammt ernst. Das wird alles noch, glaubs mir...


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