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Abgelltungssteuer ab 2009 - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo
was hälts ihr von dem Bericht in der letzten Börse Online , über die Probleme die es ab 2008 für Investmentclubs geben wird.
Da muß man ja extra einen Studierten einstellen, der das ausrechnet....

"Das berichtet das Anlegermagazin ,Börse Online‘ in seiner aktuellen Ausgabe (38/2007). So wird die Steuerabrechnung für die Anlegervereinigungen, die meist als Gesellschaften bürgerlichen Rechts organisiert sind, künftig deutlich komplizierter.

„Gibt ein Clubmitglied beispielsweise Anteile zurück, muss für jeden einzelnen Depotwert berechnet werden, wie hoch der Kursgewinn für das einzelne Clubmitglied während der Laufzeit seiner Mitgliedschaft war“, sagt Markus Miller vom Informationsportal geopolitical.biz im Gespräch mit ,Börse Online’. Dann müsse dieser fiktive Kursgewinn auf eine Art Rückstellungskonto gebucht werden. Wenn dann eines Tages die Aktie aus dem Clubdepot verkauft wird, muss der Gesamtbetrag – Abgeltungssteuer für aktive Mitglieder plus Abgeltungssteuer auf das einzelne Rückstellungskonto – an den Fiskus überwiesen werden.

Der bürokratische Aufwand könnte dazu führen, dass kleinere Clubs aufgeben. Größere Clubs erwägen nach Angaben des Anlegermagazins dagegen, sich in Investmentfonds umzuwandeln, um die neuen Regeln zu umgehen.
Hätte auch noch ne Frage zur Abgeltungssteuer:

Zinsfreibetrag! bleibt er noch bestehen? oder ist er dann auch hinfällig?
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.643.219 von Matze900 am 18.09.07 13:35:52Die Abgeltungssteuer wird m.E. nach zum Aus für alle GbR-Clubs führen, zumindest für diejenigen Clubs, die es mit der Abrechnung korrekt machen wollen. Die Probleme: Es müssen bei jedem Trade, bei jeder Dividende und bei jeder Änderung der Mitgliederanteile (z.B. Ein- o. Auszahlung) virtuelle Rückstellungen gebildet werden. Was, wenn man sich damit versieht? Wer haftet? Außerdem: Was mit dem zurückgestellten Geld machen? Sicher anlegen? Hätte zur Folge, dass der positive Thesaurierungseffekt von wiederangelegten Gewinnen geschmäler wird. Clubs würden langfristig eine schlchtere Performance als Fonds aufweisen. Wer nicht genug Kapital hat, um sich in einen Investmentfonds umzuwandeln, dürfte nach meiner derzeitigen Einschätzung 2009 nicht lange überleben.
Ich denke nicht, dass es zum Aus für alle GbR-Clubs führen wird... sondern 'nur' zu Mehraufwand bei der Abrechnung. Die meisten / alle Verwaltungsprogramme für Investmentclubs werden wohl entsprechend erweitert werden... wenn man die Abrechnung und Steuererklärung bisher selbst gemacht hat, kann man mit entsprechendem Aufwand dies auch so erweitern, dass es wieder funktioniert...
Die Haftung ist nicht prinzipiell anders als jetzt, weil man sich auch jetzt schon bei Abrechnungen und der Steuererklärung vertun kann...
Für unseren Investmentclub denke ich, dass die Rückstellungen 'im Clubanlagevermögen' verbleiben und eben nur nicht anteilig bei einer Auszahlung ausgezahlt werden... bei einer konservativen Anlagestrategie sollte es nicht dazu kommen, dass dann nach 1 Jahr das Geld für die Abgeltungssteuer-Abführung ans Finanzamt nicht mehr da ist...

Trotzdem hat die Politik der Idee der Investmentclubs einen 'großen Dienst' erwiesen... und gerade für manchen kleinen Investmentclub (und der Bilderbuch-Investmentclub ist ja klein und persönlich) kann der Mehraufwand natürlich der Grund sein, der zur Aufgabe führt...


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