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Abgeltungssteuer bei EFTs - Bin total verwirrt? - 500 Beiträge pro Seite



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Echange Traded Funds
Neue Namen mit altem Inhalt
11:58, 24.09.07

Von Bernhard Jünemann


Die Bezeichnung Indexchange wird durch iShares ersetzt. Doch die Produktpalette bleibt trotz Überschneidungen – aus steuerlichen Gründen. Neue ETFs zu den Themen Wasser, Private Equity und Bric werden gelistet.

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Dahinter steckt etwas, was iShares nicht an die große Glocke hängt, was aber im Gespräch mit Kunden gern hervorgehoben wird: Dividendenoptimierung. Auf gut Deutsch könnte man auch sagen: Steueroptimierung. Denn die deutschen Fonds werden etwas anders gemanagt, als die iShares-Produkte, die aus Dublin kommen. „Dort setzt man sehr stark auf die Schaffung von Erträgen durch die Wertpapierleihe“, erläutet Götz Kirchhoff, Vorstandssprecher der Indexchange, und in gleicher Funktion künftig bei Barclays Global Investors (Deutschland) AG tätig. „In Deutschland setzten wir stärker wegen der anderen steuerlichen Rahmenbedingungen auf Dividendenoptimierung.“ Deshalb macht es nach Kirchhoff Sinn, zwei sich überlappende Produktlinien zu verfolgen.

Die Dividendenoptimierung erinnert im Prinzip an das Dividendenstripping, das viele Großanleger in den neunziger Jahren praktizierten und das damals zu umfangreichen Untersuchungen der Steuerbehörden führte. Heute ist es anerkannt und gehört zum Handwerk. Dabei wird eine Aktie vor dem Dividendentermin durch ein Zertifikat ersetzt und danach wieder als Aktie zurückgekauft. Der Vorteil: Die Dividende wird weitgehend in Kursgewinne umgemünzt. Und die sind ja bekanntlich nach geltendem Recht nach zwölf Monaten steuerfrei zu vereinnahmen. Weniger Ausschüttungen und mehr Kursgewinne – davon profitiert zurzeit auch noch der private Anleger. Wer wissen will, wie genau das Management der 132 iShares-Produkte stattfindet, kann das leider aus den Prospekten nicht ersehen. „Wir wollen möglichst freie Hand behalten“, begründet Kirchhoff.

Im Hinblick auf die Abgeltungssteuer werden die Karten neu gemischt. Dann sind für Privatanleger Produkte vorteilhaft, die das Indextracking weitgehend mit Swaps gestalten. Siehe dazu den Artikel „Indexfonds mit Steuervorteil“. Auch BGI (Deutschland), die ja bereits viele Swap-Fonds im Stoxx-Bereich hat, wird dazu neue Produkte auf den Markt bringen.

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http://www.boerse-online.de/fonds/etf/aktuell/491574.html

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Also ich bin nur noch verwirrt. Gibt es eigentlich schon die Durchführungsbestimmungen zur Abgeltungssteuer? Ich würde mich gerne schon jetzt posionieren, aber langsam hab ich das Gefühl, daß wieder erst am 30.12.2008 klar sein wird, wie der Hase läuft. Ich meine, daß das Fondsprivileg für Anteile, die vor dem 01.01.2009 gekauft werden bestehen bleibt ist klar, aber was ist, wenn die dann intern mit solchen Methoden arbeiten. Da würde ich als Finanzminister doch diese "Lücke" rückwikend schließen indem ich die EFTs im Nachhineine zur Finanzinnovation oder zum Zertifikat erklären.
Außerdem kann ich mir dieses Umtauschen in Zertifikate bei ausschüttenden Fonds gar nicht vorstellen. Was sollen die dann noch ausschütten.
Die Verkaufsprospekte schaffen auch nicht wirklich Klarheit. Da wird man mit so Allerweltsinformationen wie "kann bis zu 10% in Derivate anlegen" und ähnlichem abgespeist. Aber steht ja auch im Artikel, daß man sich gar nicht festlegen will.

Man, man, man ...
SWAPs sind z.Zt. steuerfrei, aber es kann sich aendern. Wie du schon vermutest wird sich das erst spaeter rausstellen.

(BTW: db x-tracker sind alle SWAPs)
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.802.167 von BieneWilli am 01.10.07 11:15:50Du bist überhaupt nicht verwirrt, sondern ganz normal. Die einzigen Verwirrten sind unsere Volksvertreter in Berlin :cool:
Hi BieneWilli
keine Sorge du bist nicht der einzig verwirrte. Ich blicke auch nicht wirklich mehr durch. Bei den Swaps kann ich mir den Grund dafür ja noch vorstellen, um statt steuerpflichtige Dividendenerträge einen nicht steuerpflichtigen Kurszuwachs zu erzielen. Aber ob dass ab 2009 noch so funktioniert will ich auchmal bezweifeln.

Was ich aber überhaupt nicht blicke ist, warum die irischen IShares Fonds so viel Wertpapierleihe betreiben. Was soll das Ganze ? Ich will eigentlich keine Wertpapierleiherträge haben.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die ganzen Banker auch nicht mehr wirklich bei ihren Fonds so durchblicken. Ich hoffe nicht dass es da mal so einen Supergau wie bei den ABS Produkten gibt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.870.088 von realdose am 06.10.07 18:28:10Da bin ich ja beruhigt, daß es nicht nur mir so geht. Die Sache mit der Wertpapierleihe hatte ich bis zu dem Artikel auch nicht so auf dem Schirm, aber ich glaube damit arbeiten normale Fonds auch ganz gerne. Es zeigt aber, daß man teilweise gar nicht die Möglichkeit hat, genau zu durchblicken, was wie und wo läuft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 31.812.236 von Rascal@WSO am 02.10.07 07:26:25Kannst du auch belegen, dass die db x-tracker ETF's auf SWAPs basieren und damit steuerfrei sind?

Dies ist nirgendwo kenntlich gemacht: http://www.dbxtrackers.de/DE/showpage.asp

http://www.dbxtrackers.de/DE/showpage.asp?pageid=143&inrnr=1…


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