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Der FU Thread ist schon historisch!! Was sagt uns das?? - 500 Beiträge pro Seite



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Antwort auf Beitrag Nr.: 32.236.774 von Long-John am 01.11.07 17:28:46Hallo !

Die FU ist bei mir Schnee von vorgestern.
Hab allerdings vor fast 50 Jahren angefangen, heute hat sich mein freies Vermögen, Depot+Bargeldkonten komplett von meinem wahrlich nicht schlechten Verdienst abgekoppelt. Meine zu erwartende Rente in frühestens 3 Jahren möglich, ist bestenfalls ein Wurstblättchen aufs dicke Butterbrot. Meine Bessere und ich können das auch nicht als Pflegefall verbrauchen, freuen werden sich die Kinder und Enkerln.

der

Dividendenabstauber
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.237.628 von Dividendenabstauber am 01.11.07 18:03:19:eek:, hatte aber mal was anderes gelesen von Dir:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.236.774 von Long-John am 01.11.07 17:28:46wer FU ist, brauct nicht mehr zu posten.cura
Moin,

liegt vielleicht auch daran, dass sich einige 50er sich häufiger sehen... Und der FU Thread war nur eine Diskussionsgrundlage um darüber zu reden, was FU für jeden Einzelnen bedeutet.

Ich sach mal so - es gibt hier genug Threads im 50er Forum, die sich irgendwie mit dem Thema beschäfftigen ;-)

Für mich ist FU 50 immer noch ein Thema und mit 30 Lenzen kann ich sagen: ich bin auf dem besten Wege ;-)

Gruß Thomas
guten morgen long-john,

herzlich willkommen im 50 er forum. ich finde es gut, das du mit der threaderöffnung an die ursprüngliche zielsetzung der 50 er, nämlich die Finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, erinnerst.

auch wenn es nicht ziel der 50 er gemeinde ist, mit 50 jahren fu zu sein (nur die drei gründer vom 29.november 1999 hatten das ziel und so ist der name entstanden), so stimmt es, das das thema FU eigentlich nicht wirklich mehr DAS thema bei den 50 er ist.

warum ?
1999 war die euphorie sehr gross...
die lebensumstände vieler 50 er hat sich zum teil massiv geändert (ich weis wovon ich rede, grrrrrrrrrrrr).
trotzdem haben es einige wenige 50 er freunde tatsächlich geschafft ihre FU zu erreichen.
wenn wir ehrlich zu uns sind, verfolgen wir 50 er, wenn wir hier in unserem forum posten, wenn mir miteinander mailen, miteinander telefonieren und treffen nicht das ziel über die fu zu reden, sondern vielmehr steht der persönliche kontakt (freundschaft) im vordergrund. wir haben mit unserem forum hier die möglichkeit gefunden uns über alles, was mit finanzen (und weit darüberhinaus) zu tun hat zu unterhalten und auszutauschen.
genau dies war auch mein anliegen als ich hier mein allererstes posting sendete, nach dem ich zuvor in sechs anderen foren (dort hatte ich die usernamen learner, learner1, learner2 etc.) damit scheiterte.

ich persönlich sehe uns 50er jetzt eher als eine gemeinschaft, die sich zum großen teil persönlich kennt und hier die möglichkeit besteht sich in einer angenehmen und persönlichen athmosphäre auszutauschen. da wir uns bereits (fast) acht jahre persönlich kennen, wissen wir wie der andere über die vielfältigen finanzthemen denkt, wie er positioniert ist, welche ziele er hat usw. usw.

d.h. diese themen brauchen die "ur-50er" nicht mehr untereinander auszutauschen. hin und wieder werden sie als randthema in unseren stammtischen diskutiert. da wir uns aber mehr oder weniger "in und auswendig" kennen, stehen bei den stammtischen brandaktuelle (zum grossen teil persönliche bzw. private) finanzthemen im vordergrund.

trotzdem finde ich es klasse, wenn der anstoss von aussen kommt, sich wieder mal mit dem ein oder anderen grundsätzlichen finanzthema hier in unserem forum auseinanderzusetzen.

meine persönliche zielsetzung was das thema FU angeht:
durch meine trennung mit meiner frau, kann ich die FU mit 50 "vergessen"...
mein persönliches ziel ist es mit 60 vorzeitig aufzuhören und nach andalusien auszuwandern.

liebe grüsse

rolf
Wow, vielen Dank für die offen Worte. Ich werde am WE was zum Thema posten!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.254.768 von Long-John am 02.11.07 13:48:20Hallo Long-John,

eigentlich hat Rolf schon alles Wichtige gesagt, von mir noch ein paar wenige ergänzende Worte.

Bei meinen persönlichen Eindrücken kamen auch noch andere Aspekte zum Vorschein. Manche könnten wohl schon aufhören mit dem Arbeiten, lieben aber einfach ihren Beruf. Andere sind selbstständig, geben aber noch lange nicht ihre Firma auf, nur weil sie theoretisch auch von Kapitalerträgen leben könnten.

Die Lebensentwicklungen sind vielfältig. Manche stecken im Job auch nur ein wenig zurück, weil sie durch ihre Einnahmen an der Börse manches ein wenig lockerer angehen lassen können.

Wer seine Börsenaktivitäten auf monatliche Einnahmen abstellt, z.B. durch Stillhaltergeschäfte, kann dann mit steigenden Einnahmen, die finanzielle Abhängigkeit vom Beruf nach und nach reduzieren. In diesem Sinne gibt es vielleicht auch verschiedene Abstufungen von FU.
Hallo !

Jeder hat so seine eigene Strategie, obs aufgeht ist eine andere Frage.

FU bei mir bedeutend, ich kann alleine von den Diveinnahmen leben die vermutlich langfristig sprudeln. Dieses Depot hat bei mir ca. 80% des Gesamtwertes. Darin befinden sich ausschließlich internationale Blue Chips. Von Nestle angefangen über Allianz, eine Altria und vieles mehr rund um den Globus. Die Höhe der augenblicklichen Div ist nicht so entscheidend, die langfristige gleichmäßige Steigerung ist wesentlich bedeutender, bei meinen 40 Werten ist abeine Kursverfolgung schwer möglich. Ist aber für mich in diesem Segment nicht relevant. Die Gewinne Div+Kurs sind da im einstelligen Prozentbereich.

10% sind in Turn Kandidaten veranlagt. Da befinden sich drinnen bereits seit längerem eine Rhodia oder Bombardier die bereits bestens gelaufen sind, eine Sanyo erst heuer im Frühjahr angeschafft steht schwach im minus. Aber in der Summe schwer im Plus.

Die letzten 10% sind Hoffnungswerte. Da ist alles möglich eine voraussichtliche gute Entwicklung muss möglich sein. Ein Paradestück ist da Sino Forest, im Aug 04 um 2,7 angeschafft, heute sind wir fast x10. Eine Sally Maley vor 3 ½ Jahren gekauft hat sich fast x8 bewegt, die neuerlich erstmalig ausgeschüttete Div war aufs eingesetzte Ursprungskapital 15%. Die neueste Erwerbung Aricom. Wenn man die betrachtet, 4 Eisenminen im Amurgebiet, Produktionsaufnahme im laufendem Quartal 07. Bis alle 4 voll laufen bis 2013. Haben aber nicht die Mächtigkeit wie die Australier. Zusätzlich wird in Nordchina mit heimischen Partnern eine Titanschwammproduktion aufgebaut. Der vorhandene Cash mit den laufenden Einnahmen garantieren die Durchfinanzierung. Also Kauf, Horizont zur nächsten Nachdenkphase so ab 2013. Eine Dragon Oil hat sich zwar hervorragend seit Kauf bewegt. Was mich aber stört, der Cashbestand wird demnächst um 1mill$ am Tag zulegen, die Kassa ist prall gefüllt, von Div aber auch ansatzweise nichts da.

Der Gesamtwert wird da eindeutig von den Turn und Hoffnungswerten getrieben. Die laufenden Erträge sind die Div’s vom Blue Depotanteil. Die Div’s machen meine FU aus. Kursgewinne sind sehr willkommen und erfreulich, sehe sie aber nicht für die FU essentiell an.

Was aber wesentlich für meine FU zu erwähnen ist, Vorlaufzeit über 40 Jahre, hab so mit 12 Jahren 1959 mit Minnibeträgen angefangen, das Ziel der FU wurde erst anfang der neunziger definiert, vorher war es nur Freude an der Börse in für mich historisch interessaante Aktien zu investieren.

der


Dividendenabstauber
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.264.279 von Dividendenabstauber am 03.11.07 11:10:27Hallo,:)
...willst Du damit sagen, daß Du überhaupt keine anleihen hast?:eek:
cura
..aber wenn ich mir die beiträüge vom dividendenabstauber durchlese, frage ich mich, wozu dann zB bei ihm die FU gut ist.:eek:
cura
Hmm, also für mich ist FU, wenn ich nicht mehr arbeiten gehen muss, und mir trotzdem alles leisten kann was ich mir jetzt auch leiste. Das bedeutet
1. Auto (regelmässig neu)
2. 1 mal im Jahr großen Urlaub
3. 1 mal im Jahr Skiurlaub
4. 2 oder mehrmals in Jahr für ein Wochenende zum Wellness
5. So oft zum Essen gehen zu können wir ich will.
6. Mir die normalen Dinge im Leben kaufen zu können (Klamotten, Vereine, technischen Schnick Schnack wie Computer, Handys etc.)
etc.
etc.

Kurz gesagt. Das Leben leben, ohne groß über Geld nachdenken zu müssen. Dafür benötige ich dann im Prinzip das heutige Arbeitseinkommen. Das ganze dann Inflationsbereinigt bis ich ins Grab falle.

Werd also mal den Investmentrechner anwerfen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.266.546 von Long-John am 03.11.07 16:28:42mußt ja noch in ganz junger hüpfer sein:)
cura
hallo liebe 50 er fu-thema-interessierte,

#long-john
tja..mit der definition von FU fängt alles an...
beziehungsweise eigentlich schon vorher, nämlich mit dem ZIEL WARUM man die FU überhaupt erreichen möchte.

mein eigentlich ziel ist die ZU (zeitliche unabhängigkeit), d.h. ich möchte das machen was ich will und das zu der zeit wann ich es will..das war IMMER meine eigentliche lebenszielsetzung. nur um das zu erreichen, brauche ich die FU...

FU bedeutet für mich persönlich (jeder hat da seine eigene Definition), das ich mit dem jetzigem lebensstandard (also keine überzogenen sachwünsche, aber trotzdem gut leben, halt wie jetzt) leben kann OHNE arbeiten zu MÜSSEN.

das könnte ich JETZT nicht, jedenfalls nicht bis an mein lebensende, da meine ersparnisse dafür nicht reichen würde.

das könnte ich aber mit 60, da ich dann nur ein paar jahre überbrücken müsste...

du hast da eine etwas andere definiton. finde ich auch ok.
wichtig finde ich, das die ZIELSETZUNG warum überhaupt die FU angestrebt wird, glasklar ist.


liebe grüsse

rolf
@Learner6.

Deine Definition:
___________________________
FU bedeutet für mich persönlich (jeder hat da seine eigene Definition), das ich mit dem jetzigem lebensstandard (also keine überzogenen sachwünsche, aber trotzdem gut leben, halt wie jetzt) leben kann OHNE arbeiten zu MÜSSEN.
___________________________

ist genau auch meine. Ich habs halt nur mit ein paar Beispielen umschrieben.

@Curacanne:
Wie kommst du drauf?? Weil es so oberflächliche, materielle Wünsche sind?? Die FU hat halt bei mir einen sehr materiellen Antriebsgrund
Ich hab keine Kinder. Will auch keine. Ich und meine Freundin gehen beide in die Arbeit und das heutige Einkommen reicht für alle diese Dinge im Moment ohne Probleme aus. Es bleibt jedes Monat was über. Und das wird verwendet für das große Ziel FU.

Ach habe ich noch einen weiteren Grund für die FU. Ich und meine Freundin möchten unabhängig sein von der Arbeitswelt. Wir arbeiten beide im Vertrieb bei Großkonzernen. Und das ist schon ein Knochenjob. Das kann ich heute noch ohne Probleme machen, einfach mal 15 Stunden am Stück arbeiten, und das WE noch dazu. Aber was ist in 10 Jahren?? Evtl. nicht mehr. Oder uns erwischt eine Entlassungswelle??

Also ran an den Rechner. Ich brauche eine aktuelle Zahlenbasis, damit ich weiß wo ich hinmuss, um das Ziel zu erreichen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.273.256 von Long-John am 04.11.07 10:26:42Hallo Long-John,

Die FU sollte einem Menschen ein würdiges Leben erlauben, ohne materiellen Sorgen, ohne ZWANG zur Arbeit und dadurch FREI jeglicher Verpflichtung, außer dem Respekt, Achtung und Toleranz gegenüber seinen Mitmenschen. Auch sie zu lieben ist nicht verboten.;)

Also ran an den Rechner. Ich brauche eine aktuelle Zahlenbasis, damit ich weiß wo ich hinmuss, um das Ziel zu erreichen.

Da die Bedürfnisse und Wünsche individuell sehr verschieden sind, lässt sich keinen Maßstab errechnen, der für jeden gültig sein kann.
Wenn ein Mensch in seiner Reife schon etwas fortgeschritten ist, weiß er, dass die Prioritäten bei allen seinen Bedürfnissen und Wünschen sich ewig ändern, unregelmäßig aber stetig. Was mit 30 / 40 Jahren noch ganz vorne stand, rutscht plötzlich weit nach hinten. Mit 50 oder 60 sieht man die Welt mit ganz anderen Augen. Mit etwas mehr Weisheit, Menschlichkeit und weniger egozentrischem Egoismus eröffnen sich ganz neue Perspektiven in einem viel breiterem Horizont.

Und, wenn man sich dann ein Land aussucht, wo die Statussymbole keine Bedeutung haben ( für die große Mehrheit ), ja, gar verpönt sind, lebt es sich glücklich, zufrieden, und mit ganz wenig Geld ( zumindest mit viel weniger als man früher dachte und plante ).

Materieller Reichtum ist dann gar nicht mehr gefragt und die Freude am Leben steigt überproportional durch viel schönere Momente als Geld zählen oder im Statussymbol herumzufahren. Die FU ist nicht einmal im Jahr ein großer Urlaub, es ist ein EWIGER Urlaub und Langeweile wird ein Fremdwort. Und mit etwas Glück und akribischem Nachdenken muss man nicht mehr nach dem Sinn des Lebens fragen oder suchen. Man hat ihn gefunden.

Das waren nur einige Erfahrungen aus 17 schönen Jahren F.U.:cool:

Grüße

Tropezon, Senior der 50 iger.;)
Ich sehe mich nicht als 50er, möchte aber gerne FU aus meiner Erfahrung kommentieren.
Ausreichende finanzielle Mittel, so möchte ich's lieber nennen, bringen die Sicherheit, die man braucht.

Entweder:
- um sich das Leben so zu gestalten, wie man es möchte (die edle Variante)
- in der Lage zu sein, mit Entscheidungen, die das Leben für einen trifft, besser oder zumindest nicht noch mit finanziellen Sorgen zurecht zu kommen.
Was meine ich damit:
Meine Frau ist vor über 17 Jahren krank geworden, Folgen eines Autounfalls, die man erst nicht erkannt und dann von sogenannten Spezialisten jahrelang völlig falsch behandelt wurden. Das war gerade zu der Zeit, als ich meine Diplom-Arbeit schrieb. Ich habe dann einige Jahre gearbeitet und es bis zum Kaufmännischen Leiter gebracht. Vor neun Jahren habe ich dann meinen Job schmeißen müssen, da Job in Hamburg, Behandlungen in München, Jena oder Münster parallel nicht mehr gingen. Nun leben wir von unserem Geld, einer Erbschaft und den Möglichkeiten, die einem Mr. Market bietet. Allerdings sind es eher bescheidene „Reichtümer“, ziemlich weit weg von FU. Und später? Rentenansprüche? Eher kaum.
Ich versuche jetzt, mit 45, Teilzeit wieder einzusteigen, das wäre jetzt denkbar. Schaun wir mal.
Das sind die Dinge, bei denen FU ein Segen ist.

Allen anderen wünsche ich natürlich die erst genannte, edle Variante.

(Und lasst Euch den Sonntag nicht vermiesen) ;)

best_choice
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.277.589 von best_choice am 04.11.07 17:30:15Best_choice,

Es ist sehr traurig, wenn das Schicksal einen so hart trifft. Aber selten können junge, gesunde Menschen so etwas verstehen und finden alles gute und leichte selbstverständlich und normal.
Deswegen schrieb ich auch, dass die Prioritäten mit der Zeit sich verschieben und mit dem Alter ( Reife und Weisheit) besinnt man sich auf die wichtigsten Werte des Lebens.:)

Kopf hoch, es gibt immer ein Lichtlein am Ende des Tunnels.

Long-John,

Noch eine Kleinigkeit zur FU, dessen Vorteile und Wertschätzung.

Normalerweise gehen wir mit einer Klicke jeden Sonntag ins Umland, ein schönes spanisches Essen genießen. Diesmal wurde es verschoben aus privaten Gründen...
Da ich Gestern vergessen habe, ein Platz im Restaurant zu bestellen, versuchten wir es heute morgen um 11 Uhr, vergeblich. Nach dem 4 ten Restaurant gaben wir auf, was mich nicht traurig machte, weil meine Lebensgefährtin besser kocht als jeder 3 Sternekoch.
Es gab eine Dutzend Gambas als Vorspeise, anschließend Lachs mit Fenchel und Koriander Sauce auf Brokkoli Kanapees, dazu eine Flasche 1990 Elsässer Tokay Pinot Gris. Kirscheis mit Feigen ( vom eigenen Baum ), Kaffee, Cognac und Praline. Alles ein Traum und für höchstens 7 Euros für 2 Personen. Der Wein kostet allerdings das Dreifache, aber rechne ich nicht, weil es mein Hobby ist, exzellenter Wein zu trinken.( Preis spielt dann keine Rolle ). So wenig braucht man um glücklich zu sein und das ganze fand statt auf der Terrasse, bei schönstem Sonnenschein und 25 ° im Schatten.:cool:

Das ist unbezahlbare Lebensqualität. Während dem Essen, erzählte ich meinem „ Weib“ von dem heutigen Beitrag und sie sagte mir, schreibe doch einfach wie es ist: Du seiest von dem „ Laufrad“ ausgestiegen. Der Spruch gefällt mir sehr gut, trifft den Nagel auf den Kopf und ich hoffe Du – und die anderen – verstehen ihn auch richtig.;)


Liebe Grüße

Tropezon
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.279.487 von tropezon am 04.11.07 18:44:26Hallo FUer,

ein interessantes Thema, das mich reizt.
@Tropezon, bist du der älteste oder bin ich es. Jedenfalls lebe ich inzwischen auch schon 15 Jahr FU und kann vielleicht denen, die es werde wollen, aus meinen Erfahrungen berichten.

Wie wird man FU? Zunächst gilt das eherne Gesetz, dass man einen EUR nicht zweimal ausgeben kann. Man wird während seines Berufslebens schon manchmal Verzicht üben müssen, um Rücklagen zu bilden. Zweitens sollte man sich bei seinen Investments keineswegs auf Bankberater oder sonstige Gurus verlassen, sondern selber ein umfangreiches Wissen über alle Fragen den Geldanlage aneignen. Es gilt eine hohe Rendite zu erzielen bei relativ hoher Sicherheit. Die Anlagegrundsätze eines Warren Buffett sind sicher der beste Weg.

Wie lebt man als FU? In jüngeren Jahren hatte ich auch die Vorstellung, viel zu reisen. Anfangs haben wir das auch getan, doch mit den Jahren kommen gesundheitliche Probleme und man lernt sein Zuhause wieder zu lieben. Ebenso verhält es sich mit dem Sport. Wir sind immer eine sportliche Familie gewesen bis hin zum Spitzensport auf nationaler und internationaler Ebene. Auch hier macht einem das Alter irgendwann einen Strich durch die Rechnung. Auch muss ich nicht jedes Jahr ein neues Auto kaufen, ich habe ein sehr schönes Auto, dass meinen Ansprüchen vollkommen genügt. Abends Essen gehen war früher eine beliebte Freizeitbeschäftigung von uns, in späteren Jahren verträgt man so viel Essen nicht mehr. Die Kleiderschränke sind voll und alle Bedürfnisse des Lebens erfüllt.
Was bleibt dann noch? Ganz klar, es bleibt die Familie. Wir haben jetzt 6 Enkelkinder von 1 bis 12 Jahren und sie hängen so sehr an meiner Frau und mir. Wir sind in der glücklichen Lage, die Erträge, die aus unseren Kapitalanlagen kommen, nicht verbrauchen zu können.
Meine Söhne haben sich selbstständig gemacht und sollte sie einmal in eine Schieflage kommen, kann ich ihnen helfen. Ich kann den Weg meiner Enkelkinder ins Leben begleiten und fördern. Das heißt keineswegs, dass wir sie verwöhnen, auch unsere Enkelkinder sollen lebenstüchtig werden. Aber ich kann sie zu einem Startvorteil verhelfen.
Wir brauchen überhaupt keine Unterstützung des Staates und können souverän leben. Das ist für mich das wahre FU. Ich habe den Beitrag von Long John gelesen. Kinder haben da keinen Platz mehr. Ich finde, eine Welt ohne Kinder ist eine ganz traurige Welt. Kinder und später Enkelkinder geben dem Alter und der FU einen Sinn.

Gruß
Sigip
@SigP. Da hst du absolut recht. Kinder und Enkel sind mit Sicherheit das Salz in der Suppe. Nur was soll ich machen?? Ich kann mit Kindern halt nichts anfangen. Ich hab schon oft mal auf so einen kleinen aufgepasst und auch mal ein Wochenende mit denen verbracht. Keine Chance. Auch für meine Freundin. Meine Eltern sind darüber nicht begeistert. Meine Mutter wäre schon gerne Oma geworden.

Nochmal zu FU. Ich werde dieser in meiner Vorstellung ohne große Anstrengung erreichen können. Meine aktuelle Sparquote und die meiner Freundin ist so hoch, das ich damit schon sehr gut kalkulieren kann. Und dann kommt dann noch das Thema Erben/Schenken. Meine Eltern haben großen Immobesitz und auch Kapitalvermögen (wobei der größte Batzen Immos sind). Dies wird auch mich mal übergehen, und alleine damit......

Aber mit sowas will ich gar nicht kalkulieren.
Guten Morgen,

hier ist ja Leben in der Bude 

@Long-John
Hier wurde schon häufig über FU und die verschieden „Kapitalbeträge“ diskutiert. Ich sehe es wie Tropezon und Sigip. Letzteren habe ich bereits persönlich kennen gelernt und Tropez hoffentlich bei unserem Jahrestreffen im Elsaß (da können wir dann über unser gemeinsames Hobby Wein philosophieren). Ich bin sicher einer der jüngsten hier im 50er Forum. Trotzdem habe ich für mich keine Summe Geld definiert, die für mich das Ziel FU bedeutet. Für mich ist FU einfach ein recht sorgenfreies Leben (kleine oder große Sorgen gibt es immer – gerade wenn man ein Kind hat (bald hoffentlich 2)). FU heißt für mich auch mal die Seele baumeln lassen zu können – sprich nicht unbedingt über Morgen oder das nächste Jahr nachdenken zu müssen. Im Moment könnte ich ohne Probleme ein Jahr Auszeit nehmen. Mit dieser Sicherheit in Rückhand arbeitet es sich viel entspannter.

Wir werden bald unser Haus abgezahlt haben (rein theoretisch könnten wir gleich – nur der Zins ist mit 2,99% mehr als günstig). Auch haben wir ein für unser Alter sehr komfortables Polster angelegt, was sehr positiv in die Zukunft blicken lässt. FU = nie mehr arbeiten? Hm wenn ich ehrlich bin? Ich weis nicht ob ich das kann, also wirklich will. Klar gibt es schönere Dinge – Tropezon hat paar Dinge beschrieben, mit denen ich mich sofort identifizieren kann.
Mein Job ist mein Hobby, warum soll ich mich von meinem Hobby verabschieden. Aber ich habe die Freiheit, meinen Arbeitgeber zu wechseln, wenn ich es möchte, wenn es mir nicht gefällt. Das ist ein sehr sehr schönes Gefühl und ein Stück Freiheit!

Thema Kinder: wir sind froh über unseren kleinen Sohn und wollen definitiv noch ein zweites Kind (vielleicht auch noch ein Drittes?) bekommen. Ich sage es mal so – Trainingslager wir kommen ;-) Eines haben wir direkt nach der Geburt unseres Sohnes gemacht: Ein Depot angelegt! Wir werden alles Erdenkliche machen, um unseren Kindern die best mögliche Ausbildung zukommen zu lassen (vorausgesetzt sie wollen). Da halte ich es wie der alte Kosto: In die Ausbildung der Kinder investieren ist die beste Investition in die Zukunft.

Rente.. Was ist das? Mit 30 Jahren muss man sich das heute fragen. Für mich: Mitfreies Wohnen und laufende Erträge aus meinem Kapital – Punkt.

So weit erst einmal von mir 

Spannendes Thema!

Thomas
Mein lieber SigiP,:)

@Tropezon, bist du der älteste oder bin ich es.

Damit habe ich keine Probleme und überlasse Dir mit Freude den Vorrang ;)( würde nicht ungern 15 Jahre jünger sein und diese wunderbare Jahren der FU doppelt genießen )

Ich hatte das außergewöhnliche Glück ( wofür ich meinem Schöpfer unendlich Dankbar bin ), dass ich während meiner „ Arbeitszeit“ auf nichts verzichten musste und die FU trotzdem mit 47 Jahren erreicht habe, nicht zuletzt durch meine Immobilien Käufe, und den vielen Schulden die ich dafür gemacht hatte. Das verstehen die jungen Leute heute kaum noch.

Und in einem bin ich mit Dir vollkommen einig; Kinder und Enkel sind „das Salz in der Suppe“ oder „ das Tüpfelchen auf dem i „ . Es gibt nichts schöneres, wenn man aus den „ Flegelljahren“ ( bis 45 / 50 ) herausgewachsen ist.

Thomas,

und Tropez hoffentlich bei unserem Jahrestreffen im Elsaß (da können wir dann über unser gemeinsames Hobby Wein philosophieren).

es wird mir ein Vergnügen sein.;) :lick:

FU heißt für mich auch mal die Seele baumeln lassen zu können –

Nicht „ auch mal“, sondern immer, wenn es gewünscht wird oder es darum geht.

Für mich: Mitfreies Wohnen und laufende Erträge aus meinem Kapital – Punkt.

Das A & O des Alter Genießens.

Liebe Grüße

Gérard
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.264.475 von curacanne am 03.11.07 11:46:03
Hallo !

Du hast das richtig interpretiert.

Vor ein paar jahren, als die Div's mit meinem globalen Depot so 50k€ überschritten haben kaufte ich keine Anleihen mehr. Die letzten sind 03 ausgelaufen. Detto wurde meine abgereifte Lebensversicherung in bar genommen, seither 0.

Wenn bei den Div's der Knackpunkt überschritten ist das Invest in Geldwerte nicht mehr sinnvoll. Zumindest meine Meinung, das hab ich halt voll umgesetzt. 100% Aktien mit 60 Lenzen ist nicht die Regel, eh klar. Aber dies ist bei der Lebensweise von meiner Besseren und mir nicht mehr aufzubrauchen, die Kinder werden halt weniger oder mehr bekommen.

Dazu wäre noch anzumerken, dass der Divdepotanteil so investiert wurde, dass praktisch jedes Monat heute so 5k€ up Div's kommen. Lässt sich natürlich nicht mit heimischen Aktien erreichen. Habe aus diesem Grund auch eine strenge Finanzbuchhaltung.


der

Dividendenabstauber
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.345.927 von Dividendenabstauber am 08.11.07 18:21:00Danke für Deine antwort.cura
will mich mal als alt-50er hier wieder melden. ich denke, dass es mehr geschafft haben, als viele denken. nur wird sicher nicht jeder über das erreichte reden. wir sind eher eine neidorientierte gesellschaft und es gibt komischerweise immer missgunst bei diesen dingen.

viele setzen sich nach der fu auch neue ziele oder erhöhen einfach den ausgabenparameter, so dass die fu wieder ein wenig in die ferne rückt. die börse ist doch auch viel zu faszinierend, um die finger davon zu lassen. ich selber habe einfach spass daran zu versuchen den index zu schlagen und als wirtschaftswissenschaftler ist es einfach schön sein wissen um prozesse an der börse anwenden zu können. die fu war bei immer nur ein vorgeschobenes ziel und hätte ich es erreicht, würde ich genauso weitermachen... beruf, anlagepolitik, privates leben...
Moin,

das gute alte Ziel FU....

Es ist für mich durch private Entscheidungen und Schicksalsschläge sowas von weit weg, dass ich vielleicht mit 100 das Ziel erreichen werde. Aber ob es dann noch sooooo reizvoll ist? :eek:

Naja, so wie es momentan ausschaut,werde ich mal wieder von vorne anfangen und darauf hoffen, das es mir langfristig möglich bleibt, jeden Monat einen 4 stelligen Betrag zur Seite zu legen.
Vielleicht ist es auch meiner Frau nach ihrem Studium möglich einen guten Job zu finden und damit die "Abhängigkeit" von meinem Arbeitgeber zu reduzieren.

Schaun mer mal,was das Leben noch so für Überraschungen für einen bereit hält.

Jedenfalls finde ich,dass ich die letzten 5 Jahre genug vom Leben geprügelt worden bin
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.947.069 von gnomi am 05.01.08 09:30:28:eek:..es kann also bei Dir nur besser werden:)
cura
hallo lieber shortput und gnomi,

wellcome back bei den 50 er...

hoffe wir sehen uns dieses jahr wieder mal live (shortput: für dich als ehemaliger jahrestreffenweltrekordler würde sich das schöne elsass anbieten.... gnomi: als stammtischler der ersten stunde: am 18. januar kannst du deine alten freunde wieder sehen. wir würden uns freuen.

liebe grüsse

rolf
es kann aber genauso sein, dass es hier Leute gibt, die bereits den FU Status haben und es selbst gar nicht wissen.
Es muss ja auch nicht unbedingt die finanzielle Unabhängigkeit sein, es reicht
ja auch schon wenn man einfach nur gewisse finanzielle Freiheiten hat. Es gibt
sicherlich auch hier im Forum Leute, für die z.B. 1000 Euro im Monat viel Geld
sind und andere wiederum lachen über solche Beträge.
In den Medien kann man es öfters lesen dass in Zukunft ein sogenannter
Durchschnittsverdiener mit einer Rente von knapp 1000 Euro nach Hause geht.
Sicher, man kann damit auskommen aber es ist doch verdammt knapp.
Wäre es in diesem Zusammenhang denn nicht schön, wenn man im Alter über
ein Zusatzeinkommen in Höhe einer Durchschnittsrente verfügen könnte?
Lassen wir die FU vielleicht einmal außen vor und beschäftigen uns nur mit
einem angemessenen Zusatzeinkommen. Ich denke dass so etwas von jedem
hier erreicht werden kann, man muss sich halt nur eigene Ziele setzen und
diese versuchen zu erreichen. Bei den w.o. beschriebenen tausend Euro ist aus
meiner Sicht ein Kapital von ca. 200.000 Euro erforderlich und so dramatisch
hoch ist diese Summe ja auch nicht. Voraussetzung ist jedoch immer, dass
man natürlich über einen längeren Zeitraum sein Geld sinnvoll anlegt.

Gruß
Bolany:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.191.693 von Bolany am 28.01.08 16:28:52Hallo @ all, :)

ist aus meiner Sicht ein Kapital von ca. 200.000 Euro erforderlich und so dramatisch hoch ist diese Summe ja auch nicht. Voraussetzung ist jedoch immer, dass man natürlich über einen längeren Zeitraum sein Geld sinnvoll anlegt.


So einfach ist das aber auch nicht immer.
Die Performance von 2007 ist schon mal weg. Was 2008 noch bringt, steht in den Sternen. :confused:
.... und wem gelingt schon gutes Timing über etliche Jahre hinweg. :keks:



Gruss :)
Atze
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.204.756 von Atze2 am 29.01.08 18:11:46:)wir haben doch genug zeit zum üben bis 50:D
cura
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.204.756 von Atze2 am 29.01.08 18:11:46..... mit dem längeren Zeitpunkt meine ich ja auch nicht nur 5 Jahre sondern
ich gehe hier von doch wesentlich längeren Zeiträumen aus.
Wenn jemand 100 Euro monatlich gut anlegt dann hat er die Chance, nach
etwa 30 Jahren diesen heute hoch erscheinenden Betrag auf dem Konto zu
haben. Klar muss man Schwankungen einkalkulieren aber die Chancen stehen
gar nicht so schlecht wenn man auf verschiedene Pferdchen setzt.
Dass man das mit einem normal verzinsten Sparbuch nicht schafft dürfte ja
wohl jedem klar sein. No risk no fun. So ist das halt im Leben. Wobei ich
ein gut gestreutes Depot noch nicht einmal für ein so großes Risiko halte.


Bolany:cool:
Hallo liebe 50 er FU-interessierte,

klasse, das ihr die diskussion immer mal wieder ins rollen bringt!

@bolany
„es kann aber genauso sein, dass es hier Leute gibt, die bereits den FU Status haben und es selbst gar nicht wissen.“
Das ist eine frage der DEFINITON was der einzelne unter FU versteht. Ich verstehe z.b. darunter, das ich bei GLEICHEN lebensstandard nicht mehr arbeiten gehen MUSS.

Finanzielle Freiheit
Das ist auch definitonsache. Wann habe ich die finanzielle freiheit erreicht ?
Ich für mich habe sie eigentlich seit jahrzehnten, allerdings nur deshalb, weil ich dafür ARBEITEN gehe.

„man muss sich halt nur eigene Ziele setzen“
Das halte ich für ALLE wichtigen lebensbereiche für mich persönlich als unabdingbar, weil ich persönlich nicht ziellos durch die gegend rennen möchte.
Ich kenne einige menschen die setzen sich aber überhaupt keine ziele, weil sie sich selbst dann unter druck gesetzt fühlen und dann (oft bei pessimistischen menschen) so sich nicht rechtfertigen müssen, wenn sie ein ziel nicht erreicht haben.

@atze
„.... und wem gelingt schon gutes Timing über etliche Jahre hinweg.“
Den aller wenigsten. Selbst wenn man sich stundenlang am TAG mit der börse beschäftigt ist es keine garantiert, das man automatisch FU wird…

Es ist meines erachtens auch eine frage, wie viel ist es mir persönlich wert, mich mit der materie auseinanderzusetzen und von den eigenen fehlern zu lernen.


Liebe grüsse

rolf
Hallo,

also ich denke das FU wie Bolany sagt von den Ansprüchen jedes Einzelnen abhängt. Darum scheue ich mich auch davor, einen Vermögensbetrag zu nennen. Mein Frau und ich sind mit vielen einfachen Dingen des Lebens zufrieden. Wir brauchen kein großes Auto, keine teuren Klamotten, keine teuren Luxusgüter (Fernseher ist 15 Jahre alt und entspricht sicher nicht den Ansprüchen vieler), keine... Die Liste lässt sich unendlich fortführen. Dafür leben wir gut: gutes Essen, guter Wein und viel Lesen + ab und an Reisen.

Für uns wäre die FU, wenn wir all das machen könnten, ohne unbedingt Arbeiten zu müssen. Ja genau - müssen... Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, warum da aufhören? Das würde mir schwer fallen. Aber, die Sicherheit zu haben, heute zum Chef zu gehen und sagen können "Ich bin dann mal weg!" ist sicher etwas schönens. Im Moment stehen wir recht gut dar. Der Weg zur FU steht auf 3 Beinen, so das selbst das Auf und Ab der Börse nur ein Drittel Einfluss hat. Interessant für mich ist nicht die FU an sich, oder die Definition was es ist, sondern der Weg. Und da gibt es sicher 100erte....

Gruß Thomas


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