DAX+0,40 % EUR/USD-0,15 % Gold-0,11 % Öl (Brent)-0,46 %

So Herr Müller, jetzt reicht`s .... - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

... ich hab ihn immer gemocht, den Grieß-Pudding mit Kirsch.

Aber die jetzige Preisseteigerung von 0,99 auf 1,19 Euro :mad:

mache ich nicht mehr mit; Boykott!!

... und wenn ich micht recht erinnere, waren es auch mal 500gr statt der 450gr im Becher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.734.330 von smart99+ am 12.12.07 03:58:48Die Unternehmen müssen wirklich denken, der Verbraucher ist dummes Konsumenten-Vieh. Ich meine damit die Packungsgrößen-Verarschung.
Müller, nein danke!!!! :mad::mad::mad:


Die Masse wird weiterkaufen, daran wird sich nichts ändern, selten einen solchen Parasiten gesehen, mir geht der Kerl schon länger auf die Nüsse. :mad::mad::mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.735.467 von buchi1971 am 12.12.07 09:48:00Das sollte jeder lesen, am besten per Email weiterleiten...


Eine wahre Geschichte über den Herrn Müller.
Das hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried. Das liegt in Bayern, also ganz im Süden.
Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn Ihr im Supermarkt ward.
Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.
Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.
Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.
Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren. Aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.
Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld. Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug.
Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt. Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt.
70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.
Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt. Hurra, Herr Müller!
Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.
Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewusst, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja nicht ihr Geld, sondern Eures. Klingt komisch, ist aber so.
Also was hat er gemacht, der Herr Müller? In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.
Wenn Ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt Ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.
Wenn Ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt - dafür könnt Ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen - dann wisst Ihr, dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.
Da lacht er, der Herr Müller - natürlich nur, wenn niemand hinsieht.
Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht. Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, dass es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller.
Sicher kennt Ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurden. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die Flaschen sind praktisch, weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was, der Herr Müller - und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.
Wenn Ihr jetzt fragt, warum solche Leute wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muss ich Euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut.
Wenn Ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.
Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller will auch Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach Österreich zuverlegen. Wenn Ihr auch der Meinung seid, dass sich ein solch ausbeuterisches Verhalten auf Kosten von Steuergeldern nicht gehört, schickt diese Mail doch ein wenig durch die Republik, damit alle Leute sehen, wo ihre mühsam erarbeiteten Steuergroschen bleiben.
PS: weiterhin zeichnet sich Herr Müller durch großzügige Spenden an die NPD aus.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.735.515 von buchi1971 am 12.12.07 09:52:07
..ja, leider wahr,

es hat jeder Verbraucher selbst in der Hand, ich kaufe seine Waren seit Jahren nicht mehr, allerdings produziert er meines Wissens auch no name Produkte.


MfG Didi
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.741.261 von Erdmann111 am 12.12.07 17:02:11...und die wahrscheinlich noch teurer... :rolleyes:
Müller-Produkte habe ich noch nie gekauft - und auch meine frühere Lieblingsmarke "Staatliche Molkerei Weihenstephan" ist für mich tabu, seitdem die von Müller aufgekauft worden ist .....

Antwort auf Beitrag Nr.: 32.742.185 von MissB.Hagen am 12.12.07 17:58:26Unternehmensgruppe Theo Müller:


Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG
Müller Dairy (UK) Ltd.
Müller Italien
Müller Ibérica
Sachsenmilch AG
Staatliche Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG
Käserei Loose GmbH & Co. KG
Optipack GmbH
Culina Logistics GmbH
Fahrzeugtechnik Aretsried GmbH
so,
noch immer halte ich den Boykott gegen den Müller Sch(R)eiss durch.


... Milch Müller gerät in die Schlagzeilen

Der Deutsche Bauer rebelliert


Müllermilch im Bauernkrieg
von David Böcking (Hamburg)

Für Negativschlagzeilen war Müllermilch schon öfter gut.
Jetzt hat sich der Molkereikonzern im bayerischen Aretsried von rund 200 aufmüpfigen Milchbauern getrennt. Die haben zwar schon einen neuen Abnehmer gefunden. Doch der Streit im Milchmarkt geht gerade erst wieder los.

Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Augsburg-West an, vor den Türen ihres bisherigen Abnehmers Müllermilch die "Fairness" beerdigen zu wollen. "Das Grab, das die Milcherzeugergemeinschaften für die Fairness schaufeln wollen, könnte ihr eigenes werden", drohte die mit rund 2 Mrd. Euro Umsatz größte Privatmolkerei Europas daraufhin. Die Beerdigung fand trotzdem statt, schon am nächsten Tag gab es die Quittung: Müllermilch kündigte zum 16. April alle Verträge mit der MEG.


Nach diesem symbolischen Begräbnis kündigte Müllermilch der MEG den VertragUrsache des Konflikts war ein Angebot, das MEG-Mitglieder zwei Wochen zuvor per Einschreiben erreichte. In dem Brief, der FTD-Online vorliegt, bietet Müllermilch 41 Cent pro Kilo Milch bei einer Mindestvertragslauftzeit von zwei Jahren. Voraussetzung, schreibt Firmenchef Theo Müller junior, sei der Austritt aus der örtlichen MEG. Ein vorformuliertes Austrittsschreiben war beigefügt, "damit Sie unser attraktives Angebot so früh als möglich annehmen können."

Doch die Milchbauern hielten das Angebot, für das sie sich bis Ende März entscheiden sollten, für alles andere als attraktiv. Müllermilch verlangte nicht nur den Austritt aus der MEG, die in der Region insgesamt rund 250 Bauern mit einer Jahresproduktion von 50 Millionen Litern repräsentiert. Nach ihrer Darstellung sollten sie langfristig auf den Preis von 41 Cent festgelegt werden. Alternativ bot man einen jederzeit kündbaren Vertrag und eine Bezahlung nach aktuellen Milchpreisen auf dem sogenannten Spotmarkt - die lagen damals bei 30 Cent.

"Ökonomischer Unsinn"
Als "ökonomischen Unsinn" bezeichnet eine Orientierung am Spotmarktpreis Manfred Schöpe, Agrarexperte beim Münchener Ifo-Institut. Die Kursausschläge bei Milch seien nicht zuletzt angesichts der zunehmend volatilen Weltmarktpreise zu hoch, "vagabundierende Milchmengen" gebe es angesichts der geringen Haltbarkeit ohnehin kaum. Auf gerade einmal zwei bis fünf Prozent schätzt man den Anteil des Spotmarkts auch bei der Agrarmarkt-Beobachtungsstelle ZMP. Verlässliche Notierungen gebe es nicht. "Der Bauer muss sicher sein, dass er einen Abnehmer hat und das kann ein Spotmarkt nicht leisten", sagt ein Sprecher.

Wegen seines Versuchs, die MEG zu sprengen, werden Müllermilch nun "frühkapitalistische" Methoden vorgeworfen. Der Schauspieler Ottfried Fischer hielt beim symbolischen Begräbnis die Grabrede. Doch in Aretsried ist man Negativschlagzeilen gewöhnt. Firmenpatriarch Theo Müller senior wurde von Ex-Kanzler Gerhard Schröder als Schweizer Steuerflüchtling angeprangert, die Umweltschutzorganisation BUND warf Müllermilch vor, Werke zu schließen und zugleich EU-Subventionen zu kassieren. Aus Wut über eine Greenpeace-Aktion attackierte Müller senior sogar einen Fotografen und musste dafür 45.000 Euro zahlen.

Doch Müllermilch sieht sich als Opfer. Der gebotene Preis von 41 Cent sei keineswegs starr, sondern solle wie bislang auch quartalsweise neu verhandelt werden, sagte ein Sprecher. Die Bauern aber hätten in den vorangegangenen Verhandlungen überdurchschnittliche Bonuszahlungen gefordert und sich zugleich geweigert, mögliche Preisausschlägen unter 40 Cent mitzutragen. "Die Vorstellung der MEG war, dass alle Risiken bei uns liegen".

Drohung mit neuen Streiks
"Wir haben noch nie einen Preis gefordert, es ging bislang nur um die Vertragsdauer", widerspricht Reinhold Mayer, Chef der MEG Augsburg-West. Die Laufzeit sei nicht das wirkliche Problem, vielmehr störe sich Müllermilch am gestiegenen Selbstbewusstsein der Bauern. Die hatten im Sommer 2007 deutschlandweit für höhere Preise demonstriert und dabei auf die deutlich gestiegenen Preise des Einzelhandels verwiesen. Der Kilopreis stieg laut ZMP im Lauf des Jahres tatsächlich auf fast 41 Cent. Bis Februar fiel der Wert aber bereits auf 38 Cent. Während die Bauern schon wieder mit Streiks drohen, will die Milchwirtschaft die Preise offenbar weiter drücken - einen Rückgang auf bis zu 35 Cent pro Liter kündigte der Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft für dieses Quartal an.

In dieser Situation sei das Angebot großzügig und die Demonstration völlig unangemessen gewesen, findet man bei Müllermilch. Dass Proteste auch bei Tarifverhandlungen zur Begleitmusik gehören, will das Unternehmen nicht gelten lassen. "Das sind nicht unsere Mitarbeiter, das sind Vertragspartner".

Zumindest jeder sechste Vertragspartner hat sich überzeugen lassen. 40 bisherige MEG-Mitglieder hätten ihren Austritt erklärt, berichtet Mayer enttäuscht - alle auf dem Vordruck von Müllermilch. "Die haben massiv Druck gemacht." Die Existenz der verbleibenden MEG-Mitglieder sei aber durch einen neuen Abnehmer gesichert. Nach Informationen der "Augsburger Allgemeinen" handelt es sich dabei um den Milchproduktehandel Oberland in Miesbach. Die Milch der MEG Augsburg-West ginge demnach künftig nach Italien. Welchen Preis sie dafür bekommen, war vorerst nicht zu erfahren.


Quelle: FTD.de, 16.04.2008
© 2008 Financial Times Deutschland, © Illustration: AP
Wann gibt es endlich mal wieder Terroristen, die sich über sowas genauso aufregen wie ich, aber im Gegensatz zu mir, auch handeln!


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um einen ältere Diskussionen, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier ein neue Diskussion.