Dass man von seiner Hände Arbeit leben können muss, ist der dümmste Spruch des Jahres - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 28.12.07 11:43:35 von
neuester Beitrag 30.12.07 00:36:25 von


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28.12.07 11:43:35
meint Hans-Werner Sinn: :mad:


Der dümmste Spruch des Jahres
Jeder muss von seiner Hände Arbeit leben können? Wer so denkt, der verwechselt Wunsch und Wirklichkeit.
Von Hans-Werner Sinn



Jeder muss von seiner Hände Arbeit leben können. Es darf nicht sein, dass Firmen ihre Geschäftsmodelle darauf aufbauen, dass der Staat den niedrigen Lohn, den sie zahlen, noch aufstockt. Firmen, die es nicht schaffen, einen auskömmlichen Lohn zu zahlen, brauchen wir nicht." Das sind Sprüche aus den vergangenen Monaten, denen vermutlich zwei Drittel der Deutschen zustimmen. Aber es sind die dümmsten Sprüche des Jahres. Sie verwechseln Wunsch und Wirklichkeit.


Was, wenn es keine Möglichkeit gibt, die Arbeitslosen ohne Zuschüsse in Lohn und Brot zu bringen? Wenn die Produktivität der Stellen, die man vielleicht noch schaffen könnte, und der Menschen, die sie dann bekleiden würden, zu klein ist, als dass sich daraus ein auskömmlicher Lohn finanzieren ließe? Was, wenn der internationale Niedriglohnwettbewerb die Stellen der ungelernten Industriearbeiter so stark dezimiert hat, dass die Dienstleistungssektoren nur zu Löhnen unterhalb der geplanten Mindestlöhne Ersatz schaffen können?

Dann bleibt Deutschland, was es ist - nämlich das Land, das nach den OECD-Statistiken unter allen entwickelten Ländern die weitaus höchste Arbeitslosenquote der gering Qualifizierten aufweist. Die Zahl derer, die durch Ausgliederung aus der Arbeitswelt erniedrigt werden, wächst immer weiter, und die Erosion der deutschen Gesellschaft schreitet voran.

Es gibt nur fünf Wege, wie Deutschland der Globalisierung begegnen kann, ohne die Ziele des Sozialstaats zu opfern. Erstens kann es in mehr Bildung investieren. Zweitens kann es die Arbeitslosigkeit hinnehmen und sie staatlich finanzieren. Drittens kann es die Firmen zwingen, Arbeitslose einzustellen. Viertens kann es die Arbeitslosen beim Staat beschäftigen, und fünftens kann es Niedriglohnjobs im privaten Sektor bezuschussen.

Der erste Weg ist dringend erforderlich, führt aber erst nach einer Generation zum Ziel. Der zweite Weg folgt aus dem Mindestlohn; er ist ineffizient und menschenverachtend. Der dritte und vierte Weg, ebenfalls als Ergebnis des Mindestlohns denkbar, bedeutet jeweils einen Systemwechsel zurück in die Zentralverwaltungswirtschaft ostdeutscher Prägung. Der fünfte Weg ist der einzige, der dauerhaft tragfähig ist und bereits kurzfristig Erfolg verspricht. Statt über Jahrzehnte hinweg Millionen von Arbeitslosen komplett zu bezahlen, ist es besser, Millionen von Menschen, die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können, dauerhaft während der Arbeit zu bezuschussen.





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9,80 Euro die Stunde erhalten Briefträger künftig. Das ist nicht viel? Stimmt. Aber: Anderswo wird noch weniger bezahlt. Ein Streifzug in Bildern durch das Niedriglohnland Deutschland.

Textilgewerbe
8,77 Euro Stundenlohn erhalten angestellte Näherinnen in Baden-Württemberg. Das Bild zeigt Trigema-Mitarbeiter in einem Werk im schwäbischen Burladingen. Im Osten der Republik müssen die Arbeiter im Textilgewerbe mit 7,75 Euro leben.

Foto: dpa




Das Hartz-IV-System folgt dem fünften Weg. Es hat im Prinzip funktioniert, auch wenn weitere Verbesserungen dringend erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere höhere Grenzen für den Hinzuverdienst und die Automatisierung der Zuzahlungen (im Sinne einer negativen Einkommensteuer). Von 2005 bis 2007 hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 1,1 Millionen abgenommen, fast genau in dem Umfang, wie Menschen durch das Arbeitslosengeld II jeweils Zuzahlungen zum sozialversicherungspflichtigen Lohn gewährt wurden.

Das Staatsbudget wurde massiv entlastet, und der Beschäftigungszuwachs war wesentlich größer, als es der bloße Konjunkturaufschwung hätte erwarten lassen. Allein 400.000 zusätzliche Stellen sind - meist zu niedrigen Löhnen - in der Zeitarbeitsbranche entstanden, und dennoch konnten die staatlichen Zuzahlungen ein Mindesteinkommen sichern. Das alles soll nun mit dem Mindestlohn kaputtgemacht werden.


Jean-Claude Trichet, Ökonom und Präsident der Europäischen Zentralbank, hat die Bundesrepublik eindringlich davor gewarnt, mit dem Mindestlohn französische Verhältnisse einzuführen. Als Franzose weiß er, wovon er redet. In Frankreich hat der Mindestlohn, den 15 Prozent der Arbeitnehmer beziehen, die Jugendlichen in die Arbeitslosigkeit getrieben; damit ist er mittelbar verantwortlich für die gewalttätigen Ausschreitungen der letzten Jahre. Wolfgang Clement, der frühere Wirtschafts- und Arbeitsminister, hat vor Mindestlöhnen gewarnt und mit seinem Austritt aus der SPD gedroht.

Aber die Einschätzung der Fachleute zählt in Deutschland nicht mehr. Es zählen nur noch billige Sprüche, die in den dreißig Sekunden, die das Fernsehen zur Verfügung stellt, gut ankommen. Verblendet und aufgestachelt von Politikern, die hemmungslos die Klaviatur der Neidgefühle spielen und selbst die einfachsten ökonomischen Zusammenhänge leugnen, will das Volk nun den Mindestlohn. Die Deutschen werden die Inflation, die Arbeitslosigkeit und die Wachstumsschwäche, welche durch Mindestlöhne verursacht werden, selbst erleiden müssen, bevor sie zur Besinnung kommen.

Die Kanzlerin ist nicht unschuldig an dieser Entwicklung. Sie hat es versäumt, beizeiten eine wirtschaftspolitische Alternative aufzubauen. "Mindesteinkommen statt Mindestlohn", so hätte ein Wahlkampfslogan lauten können. Statt dessen lässt sie sich von SPD-Chef Kurt Beck die Themen diktieren, beschränkt sich auf Rückzugsgefechte und hofft, mit dem Kanzler-Bonus über die Runden zu kommen.



Zeitenwende in der deutschen Geschichte
Das Jahr 2007 wird als Zeitenwende in die deutsche Geschichte eingehen, denn in diesem Jahr hat sich Deutschland von der sozialen Marktwirtschaft verabschiedet, wie sie von Ludwig Erhard geprägt wurde. Bislang galt in Deutschland das ordnungspolitische Credo, dass eine Marktwirtschaft freie Preise braucht, weil Preise ihr zentrales Lenkungsinstrument sind. Maßnahmen zur Korrektur der Einkommensverteilung sind möglich und nötig, dürfen sich aber nur fiskalischer Instrumente bedienen. Dieses Credo gilt nicht mehr. Auch die CDU hat für staatliche Preiskontrollen beim wichtigsten Preis gestimmt, den die Volkswirtschaft hat, nämlich dem Preis für die menschliche Arbeit.

Das alles konnte passieren, weil die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik in den zurückliegenden Jahren immer weiter nach links gerutscht ist. Die Meinungsführerschaft haben Gregor Gysi und Oskar Lafontaine übernommen, die mit demagogischen Sprüchen den Zeitgeist bedienen. Dieser Zeitgeist konnte sich jedoch nur deshalb entwickeln, weil kein maßgeblicher Politiker die linken Thesen rechtzeitig als das entlarvt hat, was sie sind, nämlich als unseriöses und volksverdummendes Gerede, das volkswirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten ausblendet. Verantwortliche Politik sieht anders aus als das, was uns in der Bundesrepublik derzeit geboten wird.

Hans-Werner Sinn ist Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Er lehrt Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität.


(SZ vom 28.12.2007/mah)
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28.12.07 11:52:49
In einem hat Herr Sinn recht.
Die Realität wird sich nicht durch deutsche Träumereien beinflussen lassen.

:)
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28.12.07 12:40:24
USA ist also pleite weil es dort seit zig Jahren einen Mindestlohn gibt. Überhaupt sind alle Länder die einen Mindestlohn festschreiben meschugge........!!!!
Hans-Werner, das ist leider nur eine 5. Durch Wiederholungen wird es nicht besser!!!!!!!!!!!!!!:cool::cool::cool:
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28.12.07 14:08:31
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.886.260 von Viva2 am 28.12.07 11:43:35Das Problem ist doch ein Anderes - für mich lautet das Problem mangelnde Ethik, Moral und Anstand des Managements !!

Im Prinzip hat Herr Hans-Werner Sinn Recht wenn er sagt, auch für den Staat ist es sinnvoller, akuelle Harz 4 Empfänger für ein niedrigen Lohn in die Arbeit zu schicken und diesen durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen aufzustocken als den Harz 4 Empfänger durch 100 % staatliche Mittel zu unterstützen ! Wie sieht aber die Wirklichkeit aus ? Es werden Unternehmen und Branchen ebenfalls Niedriglöhne, die durch uns Steuerzahler quersubventioniert sind, durchsetzen, auch wenn höhere Löhne via höhere Preise des produzierten Gutes durchholbar sind, nur um auf diesem Wege den Gewinn zu maximieren, d.h. einmal Niedriglohn immer Niedriglohn. Ähnlich wie die Mindestlohndiskussion war und ist die Diskussion um Leiharbeiter und Zeitarbeitsfirmen. Es hies immer, dass Zeitarbeit, auch zu niedrigeren Löhnen als die Stammbelegschaft, sinnvoll sei, weil dadurch sich der Leiharbeiter und der Arbeitgeber sich "kennenlernen" können mit dem Ziel, den Leiharbeiter ins Feststellungsverhältnis zu übernehmen. Wie sieht die Realität aus ? Löhne bei Leiharbeitsfirmen teilweise nur in Höhe von 50 % der Stammbelegschaft; Übernahmequote ins Feststellungsverhältnis nahezu 0 %........Es geht also bei diesen Themen nur um eins: Ausbeutung des Produktionsfaktors Arbeit zu Gunsten des Produktionsfaktors Kapital. Jüngstes Beispiel die Entlassung von 8000 Leiharbeitern bei der Fa. BMW........ Schauen wir uns doch einmal die klassischen DAX-Unternehmen oder die MDAX-Unternehmen an ! Da höre ich nur von Kapazitäsengpässen, Exportrekord und Rekordgewinne, steigende Eigenkapitalverzinsung etc.

Die Frage lautet doch: Was wollen wir als Nation ? Schauen wir uns doch einmal das tolle Land USA näher an ! Wollen wir, wie in den USA üblich, dass der Familienvater bzw. Mutter neben Ihrer Arbeit nur mit 1 bis 2 Minijobs über die Runden kommt ? Ich habe einmal eine Statistik gelesen, wonach sowohl die USA als auch Deutschland in einem bestimmten Zeitraum von 15 Jahren ( es war m.E. Mitte der 80er Jahre bis 2000) Ihre Produktivität mehr als verdoppelt hat....Diese verdoppelte Produktivität stand somit bei beiden Ländern als "Verteilungsmasse" zur Verfügung. Bei der USA hat dies dazugeführt, dass diese Steigerung zu über 85 % den Anteilseignern, Gesellschaftern bzw. Unternehmen zugeflossen sind und nur zu einem geringen Teil den Arbeitnehmern (= 15 %). In Deutschland war diese Verteilung bei 65 % zu Gunsten der Anteilseigner etc. und zu 35 % floss dieser Produktivitätszuwachs den Arbeitnehmern zu. Ich glaube, dass diese, m.E. auch langfristig für die Kapitalgeber, sinnvolle Entwicklung im Rahmen der "Globalisierung" widerstandslos aufgegeben wurde. Ich gehe davon aus, dass wir disbezüglich bereits amerikanische Verhätnisse haben.....Man braucht sich daher m.E. auch nicht wundern, dass z.B. seit Jahren die Inlandsnachfrage stagniert.......

Bei der Globalisierungsdiskussion frage ich mich, warum wird nicht darüber gesprochen, dass man versuchen sollte die sozialen Erungenschaften Deutschlands zu exportieren ? Warum legt man als Voraussetzung für die Aufnahme von Ländern in die EU nicht einen gewissen sozialen Mindeststandard fest ? Globalisierung heisst derzeit nur Kosten, und hier vorallem ohne wenn und aber Personalkosten, runter um die Gewinne zu maximieren - die Frage lautet für mich nur, wann ist damit Schluss ?

Die aktuelle Diskussion über die Managementgehälter ist für mich keine NEIDDISKUSSION, sondern sie resultiert aufgrund der hemmungslosen Raffgier und fehlendes Einfüllungsvermögen des Managements in der Vergangenheit ! Ich glaube, jeder Arbeitnehmer hat dafür Verständnis, wenn ein Manager im Falle einer erfolgreichen Sanierung oder Gewinnsteigerung aufgrund neuer Unternehmenskonzepte, Produktauswahl etc. eine Erfolgsprämie in Millionenhöhe erhält ! Die Arbeitnehmer haben aber ében kein Verständnis, wenn hohe Abfindungen gezahlt werden für Manager die durch Inkompetenz "geleuchtet" haben oder die kurzfristige Gewinnsteigerungen nur und ausschliesslich durch Entlassungen erzielt haben. Die wenigsten Manager sind gleichzeiig "Anteilseigner", d.h. für mich war ein sehr hohes Managementgehalt früher auch eine Entlohnung in Form einer Risikoprämie für das unternehmerische Risiko eines Managers - worin liegt heute sein Risiko ? Noch so ein Beispiel von meinem Arbeitgeber. Bei der gesamten Belegschaft wurde ein Leistungssystem eingeführt, wodurch das Jahresfestgehalt um über 15 % gekürzt wurde mit der Opiton einen Leistungsbonus von maximal 30 % erhalten zu können. So weit so gut ! Wie sieht es aber bei unserem geliebten Vorstand aus ? Der Leitunsbonuns unseres Vorstandes liegt bei nur 10 %, d.h. unser Vorstand will uns verkaufen, wir sollen flexibler sein, wir sollen uns mehr für die Firma einsetzen der eventuell am Ende des Jahres vergütet wird während der Vorstand, dessen Festgehalt weiss Gott eine höhere variable Quote ermöglichen sollte, nur persönlich mit 10 % am unternehmerischen Risiko beteiligt ist...wohlgemerkt trotz des Umstandes, dass gerade der Vorstand die entscheidenen Stellschrauben eines unternehmerischen Gesamterfolges einer Firma beeinflusst ! Für mich einfach unsozial und pervers !

Ich habe ferner generell den Eindruck, dass es zum Managervolkssport geworden ist, Kosten zu solidarisieren (d.h. auf den Staat abzudrücken durch Quersubventionierung von Löhnen, durch steuerliche Erleichterung von Veräußerungsgewinnen, Senkung der Körperschaftssteuer, Verlagerung von Gewinnen ins Auslaund um der deutschen Besteuerung zu entgehen, Forderung nach Subventionen etc.) und Gewinne zu personalisieren (d.h. höhere Leistungsbonusse an Manager etc).
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28.12.07 14:08:32
"Das sind Sprüche aus den vergangenen Monaten, denen vermutlich zwei Drittel der Deutschen zustimmen. Aber es sind die dümmsten Sprüche des Jahres"


Auch dreist, wie hier zwei Drittel der Deutschen als idiotische Dummköpfe bezeichnet werden, nur Prof. <Schwach>Sinn hat die Weisheit offenbar mit Löffeln gefressen.
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28.12.07 14:11:47
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.887.585 von schulzse am 28.12.07 14:08:31Dem kann man sich nur anschließen.
Danke!
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28.12.07 15:02:29
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.887.585 von schulzse am 28.12.07 14:08:31In diesem Zusammenhang noch so ein anderes Thema !

Ich verstehe rein sachlich z.B: die Kritik an Flächentarifverträgen; natürlic wäre es besser, wenn Lohnerhöhungen oder Arbeitszeitbedingungen individuell an das jeweilige Unternehmen angepasst wird. Leider zeigt aber die Vergangenheit aber, dass einmal von Belegsschaft via Betriebsrat eingeräumte Zugeständniss gegenüber dem Arbeitgeber in guten Zeiten nicht genauso schnell wieder aufgehoben wurden - vielmehr wurde wieder mit Entlassungen gedroht, sofern der Betriebsrat auf deren Aufhebung bestanden hat. Es ist nunmal Tatsache, dass im Regelfall, sofern es zu einem Konflikt zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat kommt, üblicherweise der Arbeitgeber am längeren Hebel sitzt. Aufgrund solchen Verhaltens von Managern, die eben nicht ein faires Miteinander zwischen den Kapitalinteressen und Arbeitnehmerinteressen pflegen, führt mich dazu zu sagen, es muss der Flächentraifvertrag bestand haben, um den ausschliesslichen Kapitalinteressen der Manager Einhalt zu gebieten ! Im Übrigen ist mir sehr wohl bewusst, dass natürlich auch das Management \"Getriebene\" sind, teilweise Getriebene von den \"Heuschrecken\" oder den Anteilseignern, die einen ständigen Gewinnwachstum erwarten.....Nur, die Manager sind das ausführende Organ dieser Kapitalgeber, daher meine Ausführungen....

Mich erinnert dieses Thema Gewinnwachstum, Erhöhung der Eigenkapitalrendite etc. an das Märchen vom \"Fischer und seine Frau\". In diesem Märchen fängt der Fischer einen verwunschenen Fisch, der, als der Fischer ihn freigelassen hat, dem Fischer einen Wunsch erfüllen wollte. Der Fischer wünschte sich vom Fisch, dass er ein neues Boot haben möchte und er anstatt in der Lehmhütte am Ufer doch gerne in einem Haus leben möchte. Im wurde dieser Wunsch erfüllt und seine Frau war wegens des Hauses begeistert.... Jedoch 1 Monat später beklagte sich die Frau, dass Sie nunmehr das Haus alleine putzen müsse, und die nächstgelegenen Nachbarn ja in einem größeren Haus leben würden..Sie forderte daher den Fischer auf, auf die See zu fahren und beim verzauberten Fisch anstatt des Hauses nunmehr ein größeres Haus mit Bedienungspersonal zu fordern.....So fuhr der Fischer raus auf die See und rief nach dem Fisch.... Der Fisch hörte sich den Wunsch an und erfüllte diesen.... Um es kurz zu machen, diese Frau forderte nach dem großeren Haus, eine Burg, anschliessend ein Schloss usw. Am Schluss beklagte sich die Frau darüber, dass sie das Wetter nicht beeinflussen kann und der Fisch doch Sie, die Frau, die Macht über das Wetter erteilen möge....Aufgrunddessen gab es einen großen Knall, und der arme Fischer war wieder in seiner alten Nussschale und die Frau fand sich im Lehmhaus wieder.... Genauso kommt mir aktuell die Globalisierungsdiskussion, die Diskussion um die Managergehälter sowie die Mentalität des täglichen Umgangs in der Wirtschaft untereinander vor..... Die Frage ist nur, was und wann passiert der große Knall ? und wenn er passiert, geht dieser wieder mal zu Lasten der Schwachen der Gesellschaft - und das ist das, was mich so ankotzt !

So, nix für unguat, genug ausgekotzt, ich wünsche allen Boardteilnehmern und reinrassigen Kapitalisten :D einen schönen und besinnlichen Rutsch ins Jahr 2008
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28.12.07 15:51:41
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.887.586 von Viva2 am 28.12.07 14:08:32Wieso? Ich bin auch der Meinung, dass man einem grossen Teil, evt. dem grössten Teil der Wählerschaft tatsächlich jeden Scheiss verkaufen kann. Das haben doch spätestens die letzten Wahlen gezeigt. Da ist es der SPD gelungen, Teile der Bevölkerung davon zu überzeugen, eine studierte Physikerin könne Brutto nicht von Netto unterscheiden. Und wer das geglaubt und nachgeplappert hat, dem kann man auch den Mindestlohn als seeligmachendes Allheilmittel verkaufen.
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28.12.07 16:05:30
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.888.476 von hase100 am 28.12.07 15:51:41Die deutschen sind so blöd, denen verkauft man im Wahlkampf sogar 2 minus 0 ist 3. Und geben sich dann zufrieden damit.:D
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28.12.07 16:11:28
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.888.476 von hase100 am 28.12.07 15:51:41Das war keine SPD-Propaganda. Sondern die Glanzleistung der Physikerin
während eines Interview´s.

Wahrscheinlich Lampenfieber.;)
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28.12.07 17:20:10
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.886.842 von raubritterloulou am 28.12.07 12:40:24Nein die Länder sind nicht meschugge. Sie haben aber ein viel deregluiertes Arbeitsrech, als wir, und auch ein viel unbürokratisches Steuerrecht. Und noch einiges mehr.

Dann kann man sich auch einen Mindestlohn leisten.
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28.12.07 18:07:45
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.886.345 von diggit am 28.12.07 11:52:49durch den überflüssig subventionierten Prof. Dr. Unsinn wird sich die Realität aber auch nicht beeinflussen lassen.
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28.12.07 23:17:12
Wird Zeit, dass der Prof. Unsinn mal ans Fließband kommt.

Nach 8 Stunden immer wieder kehrender monotoner Handgriffe müsste er realisieren: Essen ist nicht. Wer arbeitet soll noch lange nicht essen.

Ich denke, dieser Faulpelz, der nur auf Kosten der Malocher lebt, würde nur noch Mama Schreien.
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29.12.07 09:10:48
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.892.498 von Waldsperling am 28.12.07 23:17:12Wirklich ein tolles Argument. Du hst deinen Namen zu recht. Du kannst nur auf Zweigen sitzen, und sinnlos vor dich hin zwitschern.

Wenn eine Arbeit nicht mehr Wert ist, als 5 E, kann nicht mehr bezahlt werden. Was nützt es, wenn die Friseure, in entsprechenden Gebieten, die Preise erhöhen, dann aber die Leute seltener zum Friseur gehen. So ein Friseurchef, der nur 5 € zahlt, verdient sich doch auch nicht dumm und dämlich. Oder ein kleiner Bäcker in Ost-Mecklenburg.

Es sind die Kunden, die nicht mehr zahlen wollen. Und wenn man darauf besteht, dass der Becker 9 € zahlt, dann muss er dicht machen. Dann verlieren Leute die Arbeit, und ein kleiner Ort vielleicht den einzigen Bäcker noch im Ort.
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29.12.07 09:18:46
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.893.208 von 23552 am 29.12.07 09:10:48Dann überleg doch mal, warum die Kunden nicht mehr bezahlen (wollen/können)???
Du Schlaumeier. Viele Unternehmen nutzen die niedrigen Löhne mittlerweile aus um sich Wettbewerbsvorteile gegenüber besser bezahlender Konkurrenz zu verschaffen , nur um kurzfristige Rendite zu schaffen. Genauso kurzfristig ist nämlich die Denkweise der Gegner von Mindestlöhnen. Nachhaltigkeit und Motivation schafft man aber anders. Von Qualität will ich gar nicht sprechen.Und macht man so weiter mit den Leistungserbringern unserer Gesellschaft ( nein, ich spreche nicht von Arbeitgebern, sondern von denjenigen die ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen), dann wird sich der Friseur bald mit 2 Euro auch nicht mehr über Wasser halten können. Aber den Leistungsempfängern kann man sowas natürlich nicht zumuten. Lieber presse ich die Zitrone solange aus, bis sie keinen Saft mehr gibt.

Nicht alles hat Sinn, was Sinn heißt:
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29.12.07 10:22:25
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.888.476 von hase100 am 28.12.07 15:51:41Du zählst Dich, nehme ich an, zu dem restlichen Drittel? Den schlauen Durchblickern?
Frag mal Prof Sinn, der ist da sicher anderer Meinung.
Übrigens ist das ifo-Institut gar kein Wirtschaftsforschungs"institut" mehr, sondern... einfach mal googeln. ;)
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29.12.07 12:29:05
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.886.260 von Viva2 am 28.12.07 11:43:35Das was Sinn hier ausführt ist unterm Strich vollkommen richtig.

Es gibt nur fünf Wege, wie Deutschland der Globalisierung begegnen kann, ohne die Ziele des Sozialstaats zu opfern. Erstens kann es in mehr Bildung investieren. Zweitens kann es die Arbeitslosigkeit hinnehmen und sie staatlich finanzieren. Drittens kann es die Firmen zwingen, Arbeitslose einzustellen. Viertens kann es die Arbeitslosen beim Staat beschäftigen, und fünftens kann es Niedriglohnjobs im privaten Sektor bezuschussen.

Der erste Weg ist dringend erforderlich, führt aber erst nach einer Generation zum Ziel. Der zweite Weg folgt aus dem Mindestlohn; er ist ineffizient und menschenverachtend. Der dritte und vierte Weg, ebenfalls als Ergebnis des Mindestlohns denkbar, bedeutet jeweils einen Systemwechsel zurück in die Zentralverwaltungswirtschaft ostdeutscher Prägung. Der fünfte Weg ist der einzige, der dauerhaft tragfähig ist und bereits kurzfristig Erfolg verspricht. Statt über Jahrzehnte hinweg Millionen von Arbeitslosen komplett zu bezahlen, ist es besser, Millionen von Menschen, die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können, dauerhaft während der Arbeit zu bezuschussen.
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29.12.07 12:38:13
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.893.227 von bakerfriend am 29.12.07 09:18:46Ach hör doch auf mit diesem Stuss.

Wenn die Leute mehr Geld haben ,dann kaufen sie sich lieber einen größeren Plasmabildschirm von Sony, aus dem schönen Japan, oder flieben ebern zweimal im Jahr nach Malle, statt dem Friseur auch nur einen Cent mehr geben zu wollen, oder dem Bäcker.

Schau dir doch alleine mal das Urlaubsvehalten vor 30 Jahrn an, und das von heute. Damals war Thailand noch ein exotisches Land ,wo einige hinflogen, um mal billig zu poppen. Ansonsten waren Reisen außerhalb von Europa doch eher die Ausnahme. Heute nicht. Und nach Spaniern flog man einmal im Jahr. Viele fliegen doch heute zweimal im Jahr in den Süden.

Es geht uns nicht schlechter. Wir sind in unseren Wünschen nur immer ma´ßloser geworden, und wollen immer mehr.
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29.12.07 12:41:56
Jeder muss von seiner Hände Arbeit leben können?

...hab gerade Mittagessen zubereitet.
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29.12.07 12:45:21
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.893.732 von Sexus am 29.12.07 12:29:05Zitat:
Der erste Weg ist dringend erforderlich, führt aber erst nach einer Generation zum Ziel. Der zweite Weg folgt aus dem Mindestlohn; er ist ineffizient und menschenverachtend. Der dritte und vierte Weg, ebenfalls als Ergebnis des Mindestlohns denkbar, bedeutet jeweils einen Systemwechsel zurück in die Zentralverwaltungswirtschaft ostdeutscher Prägung. Der fünfte Weg ist der einzige, der dauerhaft tragfähig ist und bereits kurzfristig Erfolg verspricht. Statt über Jahrzehnte hinweg Millionen von Arbeitslosen komplett zu bezahlen, ist es besser, Millionen von Menschen, die von ihrer Hände Arbeit nicht leben können, dauerhaft während der Arbeit zu bezuschussen.

Der Unterschied ist doch wohl fliesend. Bezahlen müssen es alle, der Steuerzahler.
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29.12.07 12:52:23
Es wird immer mehr vom sog. Sozialkapital des Staates wegezogen,
die arbeitende Bevölkerung soll sich für immer weniger Geld verkaufen.

Das kann gar nicht gutgehen :rolleyes:

Es wir eines dabei vergessen - die Leute werden immer näher zusammenrücken und sich selbst helfen. Das wird weiterhin in Konsumverzicht und andere Arbeitsmodelle führen. Es wird nur noch wirklich Notwendiges angeschafft
und letztendlich wird die Wirtschaft dabei draufzahlen.
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29.12.07 12:53:29
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.893.793 von Red_Eileen am 29.12.07 12:52:23Tausch und Schwarzarbeit boomt.
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29.12.07 13:01:03
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.893.793 von Red_Eileen am 29.12.07 12:52:23Nachdem 50 jahr die Löhne, auch netto, real immer gestiegen sind, sind sie dann 10 Jahre leicht gesunken. Aber nur leicht, Und das auch hauptsächlich, weil der Staat fleißig Abgaben und Steuern (wie z. B. die MWST) erhöht hat.

Ihr tut alle so, als ob es uns schlechter geht, als in den 60er oder 70er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Ihr benimmt euch wie jemand, der jahrelang seinen Urlaub im zwei Sterne Hotel verlebt hat ,sich dann langsam bis auf ein vier Sterne Hotel hoch gearbeitt hat, und sich jetzt beschwert, wenn er nächstes Jahr nur noch im Dreisternehotel übernachten kann.

Tut bitte nicht so, als ob Löhne von 3 bis 5 Euro in Deuschland standard sind. Das sind Ausnahmen.
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29.12.07 13:08:10
Tatsache ist das zu DM zeiten die Preis-Lohn-Strukturen noch gestimmt haben.

Man konnte ganz gut von dem was man verdient hat leben.

Dies wird seit dem Euro von Jahr zu Jahr enger.

Es ist nun mal so, das sich die armen EU-Länder nicht den reichen EU-Länder so schnell anpassen.

Auch 2008 wird es weitere Einschnitte geben.

Die Deutschen werde den Gürtel nochmals erheblich enger schnallen müssen.

Es gibt zu viele globale Faktoren die eine positive Aussicht zunichte machen können.

Im Zeitalter der Globalisierung kann es von heute auf morgen anders sein.
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29.12.07 13:08:28
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.893.799 von Hotel-Mama am 29.12.07 12:53:29Ist ja auch vollkommen richtig so und nur die logische Konsequenz.
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29.12.07 13:10:51

Ihr tut alle so, als ob es uns schlechter geht, als in den 60er oder 70er Jahren des letzten Jahrhunderts.


das ist Tatsache :cry: - dass die derzeitige Situation schlechter ist.

Das ist ja gerade der Humbug - es ist alle viel teurer geworden und die Verdienste werden immer geringer.
Avatar
29.12.07 13:54:23
Wo die Gegenwart als schwach empfunden wird, gibt es wenig Vertrauen in die Zukunft.


In dieser Lage könnte sich Deutschland derzeit befinden.
Avatar
29.12.07 13:54:48
... und wenn ein Bundespräsident die gerade wieder etwas angehobene
Arbeitslosengeld 1 Bezugsdauer als Rückwärtsrolle bezeichnet und sich besorgt über den Mittelstand äussert, dann zeigt mir dass dieser
Präsident für den Grossteil der Wählerschaft überhaupt nichts übrig hat und sich in populistischer Weise auf die Seite der Unternehmer stellt.
Ich werde bei den nächsten Wahlen deshalb Abstand von der Wahl eines Vertreters der etablierten und bürgerfremden Parteien nehmen..
und wenn ich die NPD wählen muss.
Avatar
29.12.07 14:56:48
:confused:

Zitat:
Der dümmste Spruch des Jahres
Jeder muss von seiner Hände Arbeit leben können? Wer so denkt, der verwechselt Wunsch und Wirklichkeit.
Von Hans-Werner Sinn

Dieser bemerkenswerte satz und etwas mehr zeit am heutigen tage veranlasst mich zu etwas ausführlicheren Gedanken zu diesem mann und seinem neoliberalen dagmatismus.

Das kennzeichen eines moralisch zusammengebrochenen volkes ist m.e. u.a. das nicht nur ertragen können eines deutschen ökonomie professors dieser güte, sondern auch noch das dankbare nachplappern der sprüche des sie verhöhnenden drittklassigen komikers, der seinem dankbaren publikum dazu noch hochalimentiert den hamlet vorspielen darf.

Wenn man den o.a.lehrsatz (für die ganz doofen im lande) dieses professoralen staatsschauspielers als gallionsfigur der heutigen ökonomenzunft im dienste der deutschen industrie richtig würdigen will, dann sollte man sich zunächst folgende fakten ansehen.
Zunächst sein buch
„ist deutschland noch zu retten“.

Wer meister sinn kennt, der kennt natürlich auch die antwort. Deutschland steht am abgrund und nach meister sinn bringt nur noch ein radikaler lohn- und sozialabbau, sowie die ausschließliche ökonomische durchdringung menschlichen denkens und verhaltens die rettung vor dem entgültigen absturz.

Ich gebe gern zu, dass ich als ehemaliger anhänger des neoliberalen wirtschaftsgedankens dieses buch zunächst völlig unkritisch angelesen habe und am schluss dieser merkwürdigen stammtischökonomie a la sinn vom saulus zum paulus ( oder wars umgedreht?) mutiert bin. Ich bin deshalb diesem professor für seinen geschriebenen unsinn eigentlich zum dank verpflichtet.

Warum??

Seit jahren boomt die deutsche exportwirtschaft in einer zuvor nie dagewesenen dynamik. Der zusammengefasste wert der deutschen güterexporte betrug beim lesen des o.a. buches 2005 nach der statistik 970,7 mrd.dollar, das war ein weltmarktanteil von 9,3% und lag damit zum 3. mal auf rang 1 als exportnation, vor den usa, china und japan. Diese exportwirtschaft weist immer noch atemberaubende zuwächse aus. In 2006 geht man von einer weiteren steigerung von 8% aus. Damit liegt der export am BIP bereits bei 34%. Wir sind erwiesenermaßen neben einem hochlohnland zuerst auch ein einigartiges hochproduktivitätsland.

Aus welchen gründen?

Diese einzigartige spitzenposition ist aus nachvollziehbaren gründen das ergebnis der hochleitstungsposition deutschlands in der internationalen wettbewerbsfähigkeit.
Warum haben wir aber trotzdem 4 millionen arbeitslose?
Einer der wesentlichen gründe sind die im vergleich zu früheren jahren verlangsamten wirtschaftsdaten des gesamtwirtschaftlichen wachstums. Hier liegen wir international tatsächlich auf den hinteren plätzen.

Nur der bisherige noch anhaltene export boom verhinderte, dass wir hier noch schlechter abschneiden.leider ist damit unser wirtschaftsschicksal weiterhin in wachsendem maße ausschließlich auf die exportfähigkeit angewiesen.
Trotzdem hat der immse zuwachs am exporterfolg keine auswirkungen mehr auf die binnenwirtschaft.

Was sind dafür die ursachen?:

Nach euren und meinen eigenen erfahrungen, liegt die entscheidende ursache genau in der von sinn geforderten neoliberalen politk von niedrigst lohnabschlüssen, die seit jahren die reallöhne und damit die binnenkaufkraft ausbluten ließen. Ein folgenschwerer irrtum der deutschen untergangsökonomen a la sinn, denn mit dem steigenden export aufgrund fallender löhne wurde gleichzeitig die binnennachfrage reduziert. Zusätzlich natürlich als konsequenz der staatsverschuldung die zunehmende steuer und abgabenlast für die breite masse der bevölkerung und damit weiter zurückgehende kaufkraft.

Merkwürdigerweise werden aber wissenschaftliche diskussionen über dieses immer offensichtlicher werdende missverhältnis in deutschland nicht mehr öffentlich geführt, denn exportleistungen auf kosten der binnennachfrage ( und anderer volkswirtschaften) werden im grunde als deutscher ökonomischer imperialismus zusammen mit deutschem nationalismus als selbstverständlich angesehen und zum letztendlich zum selbstzerstörerischen dogma erhoben.

Was sind die auswirkungen dieser einseitigen wirtschaftspolitik?:

Aufgrund der ohnehin extrem gut laufenden, durch niedrigst löhne gepuschten exporte bewegen wir uns in eine falle, denn löhne sind eben nicht nur kosten, sondern die alles entscheidende basis für konsumnachfrage in inland.
Somit schwächt die exportwirtschaft, die diese förderung nicht braucht, gleichzeitig die binnenwirtschaft. Daraus müsste sich heute konsequenterweise genau das gegenteil ergeben, nämlich, die kaufkraft deflation im inland durch steigende löhne möglichst massiv zu fördern.

Dazu gehört selbstverständlich unabdingbar zuerst ein mindestlohn für alle, der einen weiteren volkswirtschaftlichen schaden für alle durch weitere kaufkraft deflation mit absichert.

Wir verletzen seit jahren mit unserer, durch niedrigstlöhne mitversuchten exportstärke das außenwirtschaftliche gleichgewicht, weil wir mehr waren und dienstleistungen exportieren als importieren. Im internationalen handel gilt eine nulllinie als konzept des „fairen handels und handelns“
Unsere leistungsbilanzüberschüsse sind als indikator für den standort deutschland einzigartig. Die überschüsse aus dem export und import sind inzwischen eine bedrohung für andere volkswirtschaften.
2005 lagen unsere einnahmen mit 90mrd. euro aus dem ausland über den ausgaben an das ausland.
Wenn mein freund sinn oder andere selbsternannten experten von einer exportschwäche wegen einer internationalen wettbewerbsbenachteilung durch zu hohe löhne spricht, dann müsste ein aufschrei der empörung durch unser land gellen, denn diese experten zwingen die binnenwirtschaft logischerweise und für alle täglich sicht- und fühlbar in eine tiefere stagnation.

Denn unsere eigenen sehr hohen exportüberschüsse, durch unsere eigenen billiglöhne mitversacht, sind überwiegend (65%)exportunterschüsse im euro raum, somit haben die sehr geringen importe aus diesen europäischen nachbarländern mittelfristig den effekt eines exports von armut von uns in diese länder,
denn durch die importe von uns und die ausbleibenden eigende exporte nach uns selber, sinkt die beschäftigung in diesen ländern und damit auch deren eigene binnen wirtschaftliche kaufkraft.

Im wesentlich bedeutet diese bisherige neoliberale politik für unsere wirtschaft, dass bei einem einbrechen der exportwirtschaft durch alle möglichen, von uns nicht beeinflussbaren größen, unser land am härtesten getroffen sein wird.

Es ist an der zeit, den neoliberalismus eines professors sinn als das zu sehen, was es ist, nämlich eine an der wirklichkeit gescheitere fiktion eines nach meiner einschätzung irren professors.

Falls der eine oder andere interessierte leser zu diesem sehr komplexen thema fragen haben sollte, so werde ich mich bemühen, diese sachlich und ideologiefrei zu beantworten.
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29.12.07 15:08:37
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.894.140 von Nannsen am 29.12.07 14:56:48ist sehr interessant - und stützt interessanterweise auch meine
eigene These -
und dazu muss man kein Wirtschaftsprofessor sein, sondern es reicht ein einigermassen logischer Verstand -

wenn du den Leuten kein Geld in die Hand gibst, dann kann auch keines in Umlauf gebracht werden.
Und ein funktionierender Umlauf des Geldes ist doch eigentlich das was ein Land zum erblühen bringen kann.
Ich würde den erpresserischen Forderungen vieler Unternehmer die mit
Auslandsverlagerung drohen. deswegen steuerlich ganz entschieden entgegenwirken.
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29.12.07 15:12:50
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.894.174 von Red_Eileen am 29.12.07 15:08:37:confused:
und dazu muss man kein Wirtschaftsprofessor sein, sondern es reicht ein einigermassen logischer Verstand -

Du hast recht, leider schließt sich beides zusammen aus. unser problem heute sind unsere verbildeteten, niemals in der freien wirtschaft einem wettbewerbsdruck ausgesetzten universitären idioten als ökonomen.
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29.12.07 15:24:29
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.894.182 von Nannsen am 29.12.07 15:12:50:confused:
Zu meinem beitrag noch folgenden gedanken. Zu DM zeiten wurde in gefolge von exportüberschüssen als indiz einer starken wirtschaft die jeweilige währung vom markt aufgewertet bzw. abgewertet. Damit wurde natürlich und vom markt geregelt der export erschwert und importe erleichtert.

dieser effekt ist mit dem euro entfallen. U.a. auch dadurch entsteht der beschriebene effekt des exports von armut in andere länder. Weil diese sich nun auch durch massenentlassungen und billigstlöhne gegen die für sie zu starken importe aus deutschland schützen müssen. Durch den euroraum mit dem euro haben wir heute von deutschland ausgehend den effekt eines ökonomischer imperialismus zusammen mit egoistischem deutschem nationalismus.

Für europa ein unheilvolles gemenge.
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29.12.07 18:48:51
:confused:
So, mein schlauer hund hat mich ( weil scheinbar unersättlich und immer hungrig) soeben während des gassi gehens noch zu einigen gedanken zu den vorherigen beiträgen angeregt. ( mein dank an fiffi)

Das grübeln über den zusammenhang zwischen der weltmeisterschaft im waren/güter export und der damit wachsenden verarmung der diese erfolge erarbeitenden arbeitnehmerschaft im zusammenhang mit der im gleichen maße steigenden zukünftigen staatsverschuldung dürfte von interesse sein.
Denn die vorstellung, und man könnte diese (vorstellung) wenden und drehen wie man will, dass unsere gemeinsame staatsverschuldung mit dieser politik auch nur ansatzweise zurückgezahlt werden könnte, ist geradezu ein musterbeispiel der selbstillusionierung.

Allein das anhalten der tickenden schuldenuhr müsste jedem deutschen, gemeint ist wirklich jeder, eine zusätzliche steuer von 1500 euro im jahr abverlangen. Macht für eine durchschnittliche familie von 4 zusätzlich 6000 euro im jahr und vermutlich den augenblicklichen umsturz der dies fordernden regierung.

Wenn nun aber wie in meinem beitrag anhand von volkswirtschaftlichen zahlen bewiesen, die erfolge beim export die sinkende kaufkraft der binnenwirtschaft zur bedingung hat, wo sollen diese notwendigen abgaben zum stop der schuldenuhr jemals herkommen??.

Grübel....

Wenn nun diese exporterfolge durch erzeugte importschwäche (mangelnde kaufkraft) der deutschland ag zum beispiel bei der frankreich ag und italien ag oder anderen ebenfalls zu drastischen einsparungen ( z.b. massenentlassungen und lohnkürzungen) führt, um mit der deutschland ag wettbewerbsfähig zu bleiben und die eigenen exporte nach der neoliberalen lehrmeinung meines freundes professor sinn ebenfalls auszuweiten.

Was folgt dann logischerweise???

Die deutschland ag muss weiter effizienzsteigernd weiter die eigene binnenwirtschaft schwächen. Wie???? alles schon da.

Nun meine lieben nutznießer der staatsverschuldung und gegner eines mindestlohnes oder gleicher sozialstandards im euroraum, rückzahlung kann es unter diesen bedingungen nach aller logik niemals geben.

Was bleibt dann noch??

Eine weitere aufblähung von staatsschulden wird damit unmöglich, der allgemeine europäische staatsbankrott und damit endlich die ersatzlose streichung aller auf staatsschulden beruhenden guthaben immer wahrscheinlicher. Nennen wir es vorlaüfig artig und politisch korrekt zunächst nicht bankrott, sondern nur die gewaltigste reform aller zeiten.

Wir, als masse, hätten uns lediglich vorübergehend schlicht arm aber frei gewirtschaftet, denn die uns erdrückenden staatsschulden als guthaben einiger weniger wären damit zum wohle aller gestrichen.

Möglicherweise ist damit auch die ideologie des neoliberalen wirtschaftens ähnlich wie die des sozialismus und anderer ideologien und ..ismen gestorben.

Vielleicht könnte die botschaft für alle marktteilnehmer danach sehr einfach sein.

Einfach zurück auf die besinnung, dass alles wirtschaften nicht zweck, sondern nur mittel sein darf. Das ein markt nur dann frei funktionieren kann und darf, wenn mehr dauerhafter wohlstand für alle dabei herauskommt.
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29.12.07 19:34:39
...dieser "Professor" Sinn ist ja auch für die Rente mit 77.
Ich habe selten solch einen Dummschwätzer gehört. Diese Aussage beinhaltet ja eigentlich die Forderung nach sofortiger Einstellung des Rentensystems. Dieser Sinn scheint, selbstverliebt wie er sich immer darstellt, jegliche Bodenhaftung verloren zu haben. Nicht allein seine saublöden Einfälle zum systemerhaltenden Sklaventum sondern auch sein arrogantes Menschenbild erinnern mich an "Menschen" die ein Feindbild aufbauen um sich daran aufzugeilen, Selbsterhöhung zu erfahren und davon auch noch selbst zu profitieren. Diese Gestalt gehört geteert und gefedert.
Wenn Deutschland schon in Klimafragen der Welt zeigen will wo der Hammer hängt, dann kann sich auch der Rest der Welt an dem Sozialstaat Deutschland ein Beispiel nehmen.
Diese R. erzeugt bei mir mittlerweile mehr Ekel als dieser Gabriel ( der ist vermutlich einfach nur einsam)!!!!!!!!!!!!!:cool::cool::cool:
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29.12.07 19:46:58
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.896.321 von raubritterloulou am 29.12.07 19:34:39Sinn kann nichts dafür, dass in Deutschland, ohne Verhütungsmittel, zu selten gepoppt wird. Und er kann auch nichts dafür, dass die Leute immer älter werden.

Als der eiserne Kanzler das Rentensystem einführte, haben die Leute im Schnitt noch gerade zwei Jahre was davon gehabt.


Sinn dafür die Verantwortung zu geben ,dass wir weniger poppen (ohne Verhüterli), und immer älter werden, ist nun wirklich nicht sehr sachlich.
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29.12.07 20:06:09
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.896.419 von 23552 am 29.12.07 19:46:58Was den Sinn anbelangt so gebe ich lulu Recht.
Der widert wirklich an, sobald er den Mund aufmacht.
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29.12.07 20:07:32
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.896.576 von Red_Eileen am 29.12.07 20:06:09Und das sagt jemand, der sich seine Auffahrt schwarz von Tchechen machen läßt.

Kein Wunder dass kein Geld in die Rentenkasse kommt.
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29.12.07 20:38:56
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.896.587 von 23552 am 29.12.07 20:07:32Das ist weit hergeholt und zeugt vom gesamten Unverständnis
derzeitiger Missstände in Deutschen Landen
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29.12.07 20:48:57
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.896.839 von Red_Eileen am 29.12.07 20:38:56Du spinnst.

Du zeigts genau den typischen Deutschen. Selbst mehr vedienen wollen. Auch wollen ,dass die anderen deutschen mehr vedienen. Aber selbst im Ausland kaufen, weil es billiger ist, und sich dann wundern, wenn die Unternehmer sagen, wir müssen im Ausland billiger produzieren, weil die deutschen die teure deutsche Ware, nicht kaufen wollen.

Und bring jetzt nicht den Spruch, dass die Deutschen ja nur billig kaufen müssen, weil sie zu wenig verdienen.

Schon in den siebzigern Jahren des letzten Jahrhunderts, wurde, da wo es nur ging, billige ausländische Ware gekauft. Stereoanlagen und Fotoaparate machten den Anfang. Die ersten Autos aus Japan kamen auf den Markt. In den Warenhäusern kamen die ersten billigen Jeans und andere Klamotten aus der DDR, und wurden gekauft. Und damals war doch die Welt der Abeitnehmer noch so in Ordnung. Jedes Jahr höhrer Reallöhne. Unser Glück war damals doch nur, dass die Ostasiaten nicht so viel produzierten, wie heute. Sonst wären schon damals die Fernseher, Kühlschränke, und vieles mehr importiert worden, und große Schiffe schon viel stärker in Asien gebaut worden. Und wir hätten schon damals, große globale Probleme gehabt.
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29.12.07 20:57:46
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.896.912 von 23552 am 29.12.07 20:48:57Der typische Deutsche ist fleissig strebsam sparsam vorsorgend -
alles in allem hat er recht hohe Ideale.
Er ist etwas zuviel Obrigkeitshörig. Das war auch sein Fehler als es darum ging ihn bei der AGENDA 2010 gehörig zu verschaukeln.

Noch aber ist der typisch Deutsche da - und wir werden ja sehen was der typisch Deutsche noch alles macht.
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29.12.07 21:07:35
Die Frage der Abschaffung des Sklaventums hat in Amerika mit zum Bürgerkrieg beigetragen. Man ging vom Untergang der "Gesellschaft" aus. Ähnliches sehe ich hier in der BRD. Motto: "ich will saugut leben und dass geht eben nur wenn ich den Postboten, den Friseur und die anderen armen Würste abkoche. Die sollen doch froh sein wenn die überhaupt am gesellschaftlichen Leben teilhaben dürfen. Wenn ich könnte würde ich den Arbeitsdienst wieder einführen um den Status Quo wieder herzustellen."
.....dass ist leider die Einstellung grosser Teile der Gesellschaft, einschliesslich der Behördengestalten aus Grüne/SPD (ich hab einen honiggewachsten Boden in der 180qm Wohnung und such einen billigen Doofen der ihn poliert)!!!!!!!!!!:cool::cool::cool:
Ich bin Gutmensch, ich hab Solarzellen auf dem Dach, ich bin Sozialdemokrat und Beamter. Mein Gott das Fussvolk kann doch nicht alles kaputt machen mit seiner Forderung nach gerechtem Lohn!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!:cool::cool::cool:
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29.12.07 21:46:50
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.896.974 von Red_Eileen am 29.12.07 20:57:46Der typisch deutsche schimpft auf die, die mehr Geld verdienen als er selbst, und fühlt sich von ihnen ausgebeutet.

Gleichzeitig beutet er aber selst da Leute aus, wo er kann, und tut genau das, was er andern vorwirft.

So wie du.

Du widerst mich an. Ich setz dich auf Ignore. Dein blödes Geschwätz will ich mir nicht mehr antun. Du bist schlimmer als die, die du verurteilst.

Tschau
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29.12.07 21:49:33
geschafft - ein Eierkopf weniger der mir was erzählen will. :D
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29.12.07 22:08:59
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.893.208 von 23552 am 29.12.07 09:10:48>>>Du kannst nur auf Zweigen sitzen, und sinnlos vor dich hin zwitschern.<<< :confused:


Da braucht man gar nicht lange diskutieren.

8 Stunden monotone Arbeit, dann unter eine Brücke schlafen, nichts zu Essen haben, bei der nächsten Wahl eine von den etablierten Parteien wählen,:laugh: so stellt sich Herr Prof. Schwachsinn die Globalisierung der Erde vor? Besser ist, keiner geht mehr arbeiten. Dann landet dieser Komiker da wo er andere hinhaben will.

Aber wie ist es mit dir? Hast du schon mal monotone Arbeit verrichtet?:confused:
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29.12.07 22:13:43
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.521 von Waldsperling am 29.12.07 22:08:59...super Beitrag, aber warum 8 Stunden Arbeit am Tag? .....viele Fragen, viel Potenzial............!!!!!!:cool::cool::cool:
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29.12.07 22:17:14
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.521 von Waldsperling am 29.12.07 22:08:59Ich sitze fast den ganzen Tag am Computer. Wenn ich nicht regelmäßig mal abschalten würde, in dem ich mich über die Postings bei Wallstreet Online, auslassen kann, wäre die Arbeit monoton.

Durch euch hab ich aber Abwechslung.

Jetzt fang nicht an rumzupupen, dass ich wärend der Arbeitszeit hier rum lungere. Ich werde für ein Ergebnis bezahlt. Wenn ich hier also rein schaue, muss ich ensprechend länger arbeiten. Was aber auch nicht stimmt, da durch die Ablenkung hier, ich mich dann immer wieder neu gestärkt auf die Arbeit stürzen kann.
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29.12.07 22:19:39
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.521 von Waldsperling am 29.12.07 22:08:59Ich glaube übrigens nicht ,dass jemand, der 8 Stunden arbeitet, unter einer Brücke schläft.

Also bringst du schon wieder unsachliche Beispiele. Und zu Essen kann man sich auch kaufen.
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29.12.07 22:27:56
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.599 von 23552 am 29.12.07 22:19:39...von 4-5 Euro kannste vielleicht im Kaff in Bayern oder Ostpreussen ein Bett mieten. In einer Grosstadt ist das zur Zeit unmöglich. Also arbeiten und ins Männerheim. Zustände wie in den späten 50ern......!!!!Igitt.......!!!!!!!:cool::cool::cool:
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29.12.07 22:30:50
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.558 von raubritterloulou am 29.12.07 22:13:43Danke!

Ja 5X in der Woche.
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29.12.07 22:32:56
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.586 von 23552 am 29.12.07 22:17:14Das ist aber nicht monoton. Momoton ist, 8569 Schrauben in 8 Stunden anknarren zu müssen.
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29.12.07 22:34:10
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.673 von Waldsperling am 29.12.07 22:30:50Wenn beide arbeiten, kommen sie somit auf 8 bis10 Euro die Stunde. Davon kann man Leben. Sicher nicht doll, aber es geht.
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29.12.07 22:35:44
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.690 von Waldsperling am 29.12.07 22:32:56Wenn das für einen deutschen zu monoton ist, also unwürdig, können wir die Arbeit ja ins Ausland verlegen. Das sind sicher Leute bereit, damit ihr Geld zu vedienen.
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29.12.07 22:41:17
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.709 von 23552 am 29.12.07 22:35:44:laugh::laugh::laugh:

Ich sehe, du hast das noch nie gemacht.

Das hat mit Würde und Deutschen nix zu tun.

Davon wird man einfach Wahnsinnig.

Im Ausland ist das nicht anders.
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29.12.07 22:47:09
Was aber auch nicht stimmt, da durch die Ablenkung hier, ich mich dann immer wieder neu gestärkt auf die Arbeit stürzen kann.

Aha - deswegen seine Borniertheit

er hat 8 Std. am Tag ein Brett in Form eines Bildschirms vor dem Kopf.
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29.12.07 22:50:33
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.751 von Waldsperling am 29.12.07 22:41:17Das ändert doch aber nichts daran ,dass es anscheinend jemand machen muss, wobei ich nicht verstehe, dass kein Roboter machen kann. Scheint doch monotone Arbeit zu sein. So ein Roboter baut doch schon fast einen ganzen Wagen alleine.

Und es scheint, wenn es kein Roboter machen muss, eine Arbeit zu sein, die keine große Qualifikation braucht.

Na klar habe ich so etwas noch nie gemacht. Ich war aber auch noch nie Bauer in den trockenen Gebieten in Centralchina und konnte meine Familie nicht ernähren, und drohte zu verhungern. Wäre ich so ein Bauer, wäre eine Arbeitstelle an einer Werkbank wo ich 8500 Schrauben festknarren muss, ein Fortschritt. Eine Verbessung.

Es ist nämlich auch menschenunwürdig, auf seinen Acker zu verhungern, aber das kratzt, auch hier bei W:O anscheinend keinen. Erst wenn der Bauer in die Stadt geht, und mit seiner Arbeitskraft eine Konkurenz für den deutschen Arbeitnehner wird, dann fängt das Geschreie erst an. Solange der Bauer verzweifelt auf seine vertrockneten Äcker starrt, ist er euch doch egal.
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29.12.07 22:51:00
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.673 von Waldsperling am 29.12.07 22:30:50...ich bin aber der Meinung dass man dem Arbeitnehmer noch mehr Einblick in die Produktionswelt geben sollte. Dieses überkommene 40stunden Denken sollten wir in die Ablage des letzten Jahrtausends versenken. Niemand versteht heutzutage seine Arbeitswelt an einem 8Stundentag. Entspannender wäre eine Arbeitszeit von 12 Stunden täglich bei einer garantierten Mittagspause von 60 Minuten und einem Mittagessen. Selbstverständlich sollte der Arbeitgeber für das vergrösserte Angebot an seinen Arbeitnehmer von Lohnabstrichen abstand nehmen!!!!!!!!!!!!!!:cool::cool::cool:
....es waren einmal 10 Chinesen..............!!!!!!:cool::cool::cool:
Avatar
29.12.07 23:02:46
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.822 von raubritterloulou am 29.12.07 22:51:00>>>Entspannender wäre eine Arbeitszeit von 12 Stunden täglich <<<:laugh::laugh::laugh:


Wenn man nur anwesend sein muss, auf jeden Fall.
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29.12.07 23:14:52
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.897.818 von 23552 am 29.12.07 22:50:33Monotone Arbeit gab es, lange bevor Roboter zum Einsatz kamen.

Als ich an dieser "Front" dem "Wahnsinn" nahe war, machten diese Arbeiten auch vorzüglich ausgebildete Fachleute. Einer davon war ich. Denn die Arbeit musste einfach gemacht werden. Ich hatte aber noch das Glück, dass es nicht auf die Stückzahl sondern auf die Qualität ankam. In 8 Stunden 40 Teile oder 80 Teile war von untergeordner Bedeutung. Ich habe es immer als ein Privileg empfunden wenn ich diesem Wahnsinn entrinnen und Anlagen für Kollegen Ein- oder Umrüsten durfte.

Das ist sehr wichtig für jemandem der diese monotone Mühle kennt.
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30.12.07 00:36:25
Da wird von Schrauben montieren etc. geredet...

Wenn alles normal in diesem Land laufen wuerde, waere die Mehrzahl der Arbeitnehmer in wirtschaftlich vertretbaren Jobs wie Banking, Jura, Medizin, Management, Forschung etc. beschaeftigt,...
...aber in D wird krampfhaft am Arbeiterparadies festgehalten ( auch von Sinn mit seinen Lohnzuschuessen)...
...die gut bezahlten Jobs, die weitere Jobs im Dienstleistungssektor kreiieren wuerden, vertreibt man. Nur kapiert das in D keiner, meiner Ansicht nach sollten sich die Politiker mal London, Zuerich oder New York anschauen. Dort arbeiten mittlerweile fast mehr qualifizierte Deutsche als in Berlin.


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Dass man von seiner Hände Arbeit leben können muss, ist der dümmste Spruch des Jahres