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Kommunale RWE-Eigner umgehen Gewerbesteuer

http://www.boersen-zeitung.com/online/redaktion/aktuell/bz00…


Wie heißt es in Pulp Fiction: 'Es sind kleinen Unterschiede'
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Oder genauer: Eigentlich läuft bei denen das gleich wie bei uns, es sind halt die kleinen Unterschiede.

Genau wie bei uns. Der Eine hat einen großen Haufen, der andere nicht.

Davon einmal abgesehen, dass man uns kleinen Anlegern und Spekulanten mit den kleinen Haufen immer hemmungsloser und unbekümmerter - aber gerechtfertigt! - in die Taschen greift, um immer noch mehr abzugreifen, was kam noch jemand begreift, greift man bei den ganz großen Haufen nun gar nicht mehr zu.

Es zeigt sich wieder einmal: Der Herr scheißt immer noch auf den größten Haufen ordentlich drauf.

In diesem hier von der 'Börsenzeitung' geschilderten Fall doppelt unverständlich, wäre die Gewerbesteuereinnahme doch eigentlich direkt für die Kommunen bestimmt.

Letztere beklagen sich zwar gerne, dass nicht genug reinkommt, veranlagen Gott und die Welt nach dem Motto 'Auch Du bist gewerbesteuerpflichtig!', aber für sich selbst suchen sie aber offenbar jede Möglichkeit, Steuereinnahmen abzuwenden.

Paradox?

Fragt man sich, was das soll?

Wer erhält denn nun die nicht abgeführten Steuern?

Ich rate mal: eine Beratungsgesellschaft? Oder der Vorstand oder Aufsichtsrat der Bündelungsgesellschaft?

Oder wer sonst, wenn nicht die Kommune?

Ist schon klasse, was in Deutschland so abgeht. Da muss man sich nicht wundern, dass manche langsam die Schnauze aber getz so richtig voll haben.



http://www.boersen-zeitung.com/online/redaktion/aktuell/bz00…


Unternehmen und Branchen Aktuelle Top-Themen - Ausgabe Nr. 2 vom 4. Januar 2008

Kommunale RWE-Eigner umgehen Gewerbesteuer

Gesetzesnovelle belohnt Bündelung von Aktien - Steuerbefreiung gilt ab Mindestanteil von 15 Prozent
Von Christoph Ruhkamp, Düsseldorf

Einige der an RWE beteiligten Kommunen haben ihre Aktien aus steuerlichen Gründen zusammengelegt und in einer gemeinsamen Holding 16 % der Anteile versammelt. Grund für die Bündelung ist ein Vorteil bei der Besteuerung der Dividenden, der Aktionären neuerdings nur noch dann gewährt wird, wenn sie mindestens 15 % halten. Auch Investoren bei anderen Konzernen könnten dem Beispiel folgen.

In einer Pflichtmitteilung hatte RWE am 27. Dezember gemeldet, dass der Anteil der kommunalen RW Energie-Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Dortmund von vormals 11 % auf 16 % gestiegen sei. Gleichzeitig verringerte sich der Anteil der RWEB Verwaltungs GmbH aus Dortmund von vormals über 5 % auf 0 %. Beide Holdings gehören jeweils mehreren nordrhein-westfälischen Kommunen, darunter die Stadt Dortmund als größter Einzelaktionär.

Hintergrund für die Bündelung der Aktien ist das Unternehmenssteuerreformgesetz, das zum 1. Januar 2008 in Kraft getreten ist. \"Bislang wurden Aktionäre, die mindestens 10 % an einem Unternehmen halten, zu 95 % von der Gewerbesteuer auf die Dividendeneinkünfte befreit. Neuerdings gilt diese Befreiung nur für Aktionäre, die mindestens 15 % halten\", sagte Thomas Elser, Steuerberater bei der Kanzlei Linklaters in München, der Börsen-Zeitung.

Zig Millionen Euro gespart

Ziel des Gesetzgebers sei schlicht die Verbreiterung der Bemessungsgrundlage gewesen, um so die Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 25 % auf 15 % gegenzufinanzieren. Nach Angaben Elsers liegt der Gewerbesteuersatz in der Regel bei etwa 14 % - bei einem kommunalen Hebesatz in Höhe von 400 %. Es besteht also ein relativ hoher Anreiz zur Bündelung von Aktienpaketen, um die Schwelle von 15 % zu überschreiten, ab der die weitgehende Gewerbesteuerbefreiung der Dividenden gilt.

Pikant ist im Falle der RWE-Aktionäre, dass ausgerechnet Kommunen durch diesen Schritt die Gewerbesteuerzahlung vermeiden. Denn die Gewerbesteuer trägt maßgeblich zur Finanzierung der Gemeinden bei. Im konkreten Fall dürften die Kommunen durch die Aktienbündelung - bei einer erwarteten RWE-Ausschüttung von insgesamt etwa 1,6 Mrd. Euro für das Jahr 2007 - gut 33 Mill. Euro Gewerbesteuer sparen, wie sich errechnen lässt.

Am Gesamteinfluss der NRW-Kommunen auf RWE ändert sich durch die Bündelung der Aktien jedoch nichts; sie halten weiterhin addiert eine Sperrminorität von gut 25 %, die aber durch einzelne Verkäufe zusehends wegzubröckeln droht.

Beispiel kann Schule machen

Unterdessen könnten auch andere Investoren bei anderen Unternehmen künftig dem Beispiel der kommunalen RWE-Aktionäre folgen und Anteile zusammenlegen oder ihre Beteiligung aufstocken. Zwei willkürlich ausgewählte Beispiele: Die Holding Rasperia des russischen Großindustriellen Oleg Deripaska ist mit 10 % am Essener Baukonzern Hochtief beteiligt - und wollte ohnehin bereits aufstocken. Beim Bonner Immobilienkonzern IVG hält die Unternehmerfamilie Strüngmann über ihre Santo Holding 11 %, während weitere 10 % der IVG-Aktien sich im Besitz der in Luxemburg ansässigen Privatbank Sal. Oppenheim befinden.

Börsen-Zeitung, 4.1.2008
Seit wann müssen Aktionäre auf Dividenden Gewerbesteuer zahlen?:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.936.066 von DerStrohmann am 04.01.08 10:01:57Über § 17 EStG - wesentliche Beteiligung??
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.936.173 von DerStrohmann am 04.01.08 10:12:20GewStR 39 I Nr. 2:

Es sind bei der Ermittlung des Gewinns für Zwecke der Gewerbesteuer insbesondere die folgenden Vorschriften nicht anzuwenden: § 17 EStG


Was hat das alles mit Air Berlin zu tun???;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.935.543 von 098cba am 04.01.08 08:59:05Fakt ist ja wohl, dass sich diese Aktionäre, egal, ob es sich um Körperschaften oder Unternehmen handelt, absolut rational verhalten. Vermeide Steuern, wo es nur geht. Ein weiteres Argument für ein sehr einfaches Steuerrecht ohne Ausnahmen, egal, ob es sich dabei um Steuern auf EK oder Ertrag handelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.936.478 von DerStrohmann am 04.01.08 10:41:25"Master Strohholm, Sir?!"

"Sie verlangen eine Rechtfertigung für die Eröffnung eines eigenen Threads, obwohl bereits 3.219.291,09 weitere völlig unwichtige Threads vorhanden sind, u. a. auch für AB1000, wenn Sie mir die Bemerkung gestatten, Master Strohmann, Sir?"

"Nun, einerseits bin ich ein eitler Pfau und dann war da noch die folgende Zeile in fett und rot in der Meldung vom Handelsblatt, Master Strohgalm, Sir!".

http://www.handelsblatt.com/News/Unternehmen/Handel-Dienstle…

"Insbesondere dies hier, Master Strohhalm, Sir!:

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HANDELSBLATT, Donnerstag, 3. Januar 2008, 18:14 Uhr
Robert Hersov steigt mit Vatas bei Air Berlin ein

Der Mann hinter Windhorst
Der Mann hinter der Vatas Holding ist der in London ansässige südafrikanische Investor Robert Hersov. Der Milliardär, Jahrgang 1960, verfügt über einen schillernden Hintergrund und hat eine beachtliche Karriere hingelegt. Er legt sein Geld verstärkt in Deutschland an. Jetzt steigt Hersov bei der Fluggesellschaft Air Berlin ein.

Die Heckflügel von drei Air-Berlin-Flugzeugen: Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hat einen neuen Hauptaktionär, hinter dem der südafrikanische Milliardär Robert Hersov steht. Foto: dpa
Bild vergrößernDie Heckflügel von drei Air-Berlin-Flugzeugen: Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hat einen neuen Hauptaktionär, hinter dem der südafrikanische Milliardär Robert Hersov steht. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Das Interesse des neuen Investors an Air Berlin sei durchaus langfristig zu sehen, so die Einschätzung von Oliver Drebing. Von einem Übernahmeangebot oder einer Aufstockung der Beteiligung geht der Analyst bei SRH Alster Research derzeit allerdings nicht aus. Die Berliner Beteiligungsgesellschaft Vatas, deren Geschäftsführer der einstige Vorzeigejungunternehmer Lars Windhorst ist, gilt als aktiver Anteilseigner.


Hersov hat bereits Erfahrung im Fluggeschäft gesammelt. Nachdem er die von ihm gegründete Gesellschaft Marquis Jet Europe 2004 an Netjets Europe verkaufte, ist er dort heute Vize-Chairman.


Seine Laufbahn begann er 1985 bei der Investmentbank Goldman Sachs in New York. Hersov, der einen MBA an der Harvard Business School erworben hat, verfügt über umfangreiche Erfahrungen in den Medienbranche. So leitete er Italiens größte Pay-TV-Gesellschaft Telepiu und saß parellel im Vorstand von deren Mutter, der Mediengruppe Mediaset . Zudem arbeitete Hersov drei Jahre lang bei Rupert Murdochs News Corp in New York. 1999 hat er sich als Investor und Unternehmer selbstständig gemacht.

Hersov hat zwei Söhne und war früher mit der Schönheit Kim Hersov verheiratet. Seine Familie ist Gründer des großen südafrikanischen Bergbau- und Industriekonglomerats Anglovaal Gruppe.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Was es mit Vatas auf sich hat"
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.937.934 von 098cba am 04.01.08 12:41:25Ich verlange gar nichts. Was hat der RWE-Gewerbesteuer-Artikel in Beitrag #1 mit Air Berlin zu tun?
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.937.966 von DerStrohmann am 04.01.08 12:44:21Oh Mann Strohhalm, du hast echt Humor, Kompliment! Klasse! Super! Das hat nicht jeder! 15 Prozent Anteil vom Windhorst, is doch klarrr. Aber ist auch egal, ich werde den Thread löschen lassen. Hätte ganz witzig werden können, aber so? Diese Board wird immer langweiliger. Nur noch langweiliges Pusher, Basher und sonstiges dummes Gesülze ohne Pepp. Ach ja, Besserwisser, Wichtigtuer und Nervensägen (wie mich, hahaha) habe ich vergessen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.938.028 von 098cba am 04.01.08 12:50:39Sag das doch. 15 % und deshalb keine Gewerbesteuer. Junge, Junge... :)


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