Credit Suisse (CSGN) WKN: 876800 - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 24.01.08 12:41:06 von
neuester Beitrag 14.09.20 14:32:23 von


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24.01.08 12:41:06
Dieser sehr starke Anstieg heute ist auf einen Artikel zurückzuführen. (Neben der gestern in NY ausgelösten Erholungstendenz)

Ich finde ein Plus von über 9,6% derzeit zu amtibioniert und bin short gegangen.

CS hat ein Exposure im LBO Segment von ca. 60 mrd $


24-01-2008 07:17 PRESSE/Credit Suisse hält an bisheriger Strategie fest

Name Letzter Veränderung
CS GROUP N 59.80 5.25 (9.62%) :rolleyes::rolleyes::p

Zürich (AWP) - Die Credit Suisse Group (CS) will trotz der internationalen Kreditkrise an ihrer integrierten Bank-Strategie festhalten. Die Kombination aus Investment Banking, Private Banking und Vermögensverwaltung funktioniere trotz den schwierigen Marktverhältnissen gut, sagte VR-Präsident Walter Kielholz gegenüber der 'Süddeutschen Zeitung' (Ausgabe 24.01.). Wo es nötig sei, würden aber Anpassungen vorgenommen.


Er wies zudem Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss der CS mit der Konkurrentin UBS aufgrund der aktuellen Marktturbulenzen zurück. Die Schweiz brauche zwei starke internationale Banken. Zu dem Engagement von ausländischen Staatsfonds sagte Kielholz, er habe nichts dagegen einzuwenden, solange wirtschaftliche Interessen und nicht andere versteckte Ziele dahinter stecken würden.

Zudem räumte Kielholz zur aktuellen Krise ein, dass die Banken Risiken falsch eingeschätzt hätten und die Bedarfsprämien zu tief angesetzt worden seien. Stärkere Regulierungen seien aber keine Lösung für die derzeitigen Probleme.

are/cf
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24.01.08 18:02:32
behalte sie mal über Nacht (den Put).

Dem Liegenschaftswesen gehts jedenfalls nicht so gut:

Worst Performing Industries % Change
Music & Video Stores -4.92%
Manufactured Housing -4.29% :eek:
Mortgage Investment -3.18% :rolleyes:
REIT - Healthcare Facilities -2.87% :rolleyes:
Recreational Vehicles -2.63%
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26.01.08 17:26:23
war leider etwas zu früh mit den Puts

aber

Bankenindex US sank gestern

FINANCIAL SECTOR INDEX ^NYK Jan 25 7642.34 -163.05 -2.09%
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08.02.08 09:22:36
Gesten Put noch erfolgreich losgeschlagen :) (glückgehabt:D )

drehe nun mit einer 1. kl. Position auf Long

(am 12. kommen die Zahlen, die werden irgendwo zwischen UBS und Deutsche Bank liegen)
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11.02.08 10:17:16
Morgen kommen die Zahlen, es wird spannend !!!!


"Credit Suisse - morgen werden 2007-Zahlen offiziell bekannt gegeben. "SONNTAG.CH" meldet aus bester Quelle 8,2 :):) Milliarden Jahresgewinn zu erwarten."

Die weiteren Aussichten werden hoffentlich geklärt.
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11.02.08 20:50:10
habe noch was gefunden

Die AWP Konsensschätzungen für morgen:


In Mio CHF
AWP-Konsens 2007E 2006A
Nettoertrag 38'895 38'603
Geschäftsaufwand 25'522 24'414
Ergebnis* 8'501 8'281
Gewinn Investment Banking** 4'891 5'951

*Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit
**Gewinn vor Steuern


Kursrelevant wird vor allem der Ausblick sein und in dieser Beziehung gilt der Konzernchef eher als Optimist.
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12.02.08 08:55:00
8,5 Milliarden Gewinn: CS mit Rekord-Ergebnis :):):):)
12.02 07:25

Zürich (AWP) - Die Credit Suisse Group (CS) hat 2007 ein Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit von 8'549 (VJ 8'281 Mio CHF); der Reingewinn 2006 von 11'327 Mio CHF beinhaltete zusätzlich einen Buchgewinn und einen Ergebnisbeitrag der verkauften Versicherungstochter Winterthur von 3'070 Mio CHF, wie das Institut am Dienstag mitteilte.
Im Investment Banking erzielte die Bank einen Gewinn vor Steuern von 4'826 (5'951) Mio CHF. Der Bank flossen im vergangenen Jahr Nettoneugelder von 50,4 (VJ 95,4) Mrd CHF zu. Die Höhe der verwalteten Vermögen (AuM) betrug per 31. Dezember 1'554,7 Mrd CHF verglichen mit 1'485,1 Mrd CHF per 31. Dezember 2006.

Die vorgelegten Resultate lagen im Rahmen der Prognosen. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) ein Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit respektive einen Reingewinn von 8'501 CHF in Aussicht gestellt. Im Investment Banking hatten sie mit einem Vorsteuergewinn von 4'891 Mio CHF gerechnet.

Das Finanzinstitut verbuchte 2007 einen Nettoertrag von 40'912 :)(38'603) CHF. Der Geschäftsaufwand stieg auf 25'747 Mio CHF von 24'414 Mio CHF im Vorjahr. Das Aufwand/Ertrags-Verhältnis belief sich somit auf 70,8% nach 69,6% im 2006.

Im vierten Quartal erzielte das Institut einen Reingewinn von 1'329 Mio CHF verglichen mit 4'673 Mio im Vorjahresquartal. Bei den Nettoneugeldern verbuchte die CS einen Abfluss von 10,5 Mrd CHF nachdem im Vorjahresquartal ein Zufluss von 6,9 Mrd CHF resultierte.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Zahlung einer Dividende von 2,50 CHF vor, nachdem im Vorjahr 2,24 CHF plus Nennwertreduktion von 0,46 CHF bezahlt wurden.

In nächster Zeit geht die Credit Suisse davon aus, dass die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die schwierigen Bedingungen anhalten werden. "Wir haben im vergangenen Jahr eine solide Grundlage für 2008 gelegt: Unsere Erträge sind breit diversifiziert - sowohl geographisch wie auch bezüglich der Geschäftsfelder. Unsere Wachstumsaussichten in den verschiedenen Geschäftsbereichen sind ausgezeichnet", wird Bank-CEO Brady Dougan in der heutigen Medienmitteilung zitiert.

Schliesslich verfüge die Bank heute über ein Geschäftsmodell, das einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffe. Dieses sei der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum und zur Schaffung von Mehrwert für die Aktionäre, auch in schwierigen Märkten.

Konkrete Angaben zu den Geschäftsaussichten der CS für das laufende oder die folgende Jahre wurden in der Mitteilung keine gemacht.

sig/gab
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12.02.08 08:57:56
und noch dies ( Resultate siehe Posting vorher)

12-02-2008 08:34 CS/2008: Fühlen uns bezüglich Risikopositionen wohl (CFO)
Name Letzter Veränderung
CS GROUP N 56.10 - (-%)


Zürich (AWP) - Die Credit Suisse Group hat 2007 im Investment Banking für Risikopositionen Wertminderungen von 2'010 Mio CHF verbucht. Die CS haben damit im Vergleich zu den Peers nur bescheidene Abschreibungen vornehmen müssen, erklärte CFO Renato Fassbind anlässlich einer Telefonkonferenz am Dienstag.


Auf die Frage, ob im ersten Quartal weitere Abschreibungen vorgenommen werden müssen, antwortete Fassbind: "Wir kommentieren ein laufendes Quartal nicht". Er fühle sich aber mit den bestehenden Positionen wohl. Die CS werde den Marktentwicklungen entsprechend ihre Positionen im weiteren Verlauf des Jahres anpassen, hiess es weiter. Die Geschäfte mit Unternehmensfinanzierung (LBO) aber auch mit verbrieften Hypotheken auf kommerziell genutzten Liegenschaften (CMBS) seien aber weiterhin Kerngeschäfte der Credit Suisse. Das LBO-Geschäft habe sich aber in den letzten Monaten abgeschwächt, deshalb wolle die Bank ihre Positionen vermindern.


Die CS hat im Rahmen des 2007 bis 2010 laufenden Aktienrückkaufprogramms den gegenwärtigen tiefen Aktienkurs der Bank für Rückkäufe genutzt. "Wir haben unsere Rückkäufe intensiviert, aber das Ziel von 8 Mrd CHF gilt weiter", bestätigte der CFO. Die Bank sei deshalb im Zeitplan weiter, als ursprünglich geplant. Die Chancen, das Programm im Verlaufe des Jahres 2008 zu schliessen, hänge von den Marktkonditionen ab, heisst es im Aktionärsbrief.


sig/gab
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12.02.08 10:25:07
Guten Morgen.

Trotz der Meldungen, die je nach Lesart sehr unterschiedlich ausfallen, ist der Markt wohl nicht gerade begeistert.

Dreckspack :cry:

Ich sehe da gerade einige meiner Felle wegschwimmen, was mir überhaupt nicht gefällt. Zwar rechne ich im Laufe des Tages mit Zukäufen, aber rote Zahlen sind echt voll doof.
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12.02.08 10:36:37
Was sich die Anleger immer so anstellen, wenn nicht gleicht 25% Gewinn rauskommen. Gewinn in dieser schwierigen Situation ist klasse.

Von der Dividendenerhöhung mal ganz zu schweigen.
Wenn ich sehe, dass selbst eine Balda um gut 5% steigt...

Bin mal gespannt, wie der Tag ausgeht. Kann ja alles nicht wahr sein.
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12.02.08 12:11:56
so die Verkäufer haben sich ausgetobt, einige SL gefallen
wir können starten :)

- die Scheichs und Staatfonds werden kaufen :eek:
- die Aktien Rückkaufsprogramm läuft noch lange :D

man konnte auch neue Vermögen anziehen, was sicher weiter gehen wird.
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12.02.08 12:16:17
noch einer

Für Sal. Oppenheim ist das Zahlenset von Einmaleffekten geprägt. Neben den Wertminderungen habe die Bank von günstigen Effekten, wie von einer tieferen Steuerrate sowie einem Gewinn aus eigenen Schulden profitiert, so der Kommentar. Das Resultat könnte deshalb einige Investoren enttäuschen. Aufgrund der erhöhten Transparenz und den reduzierten Engagements im Leveraged Finance Bereich empfiehlt das Institut die CS-Aktien jedoch weiterhin zum Kauf.
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17.02.08 12:36:02
das negative Sentiment war weit übertrieben..

auch die Fuw geht davon aus, dass der Boden erreicht oder schon gesehen ist. Es bietet sich die Möglichkeit zur Bildung neuer Vermögen.

CS wird von den Fehlern der UBS profitieren !
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18.02.08 13:43:37
Bei den Bankwerten liegen Licht und Schatten eng beieinander. Julius Bär (+3,1% auf 79,35 CHF) stehen ganz oben auf der Gewinnerliste. Die CS (+3,3% auf 56,80 CHF) folgen in kurzem Abstand und profitiert davon, dass das Emirat Katar offenbar bei der Grossbank eingestiegen ist, wie es in Medienberichten heisst.
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18.02.08 21:19:04
die Käufe - und sie gehen weiter - werden bestätigt ! :):):):)

Handelszeitung 18.02.2008


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Wie Bloomberg berichtet, soll Katar Aktien der CS gekauft haben und ist zudem bereit 15 Milliarden US-Dollar in Aktien von europäischen und US-Bank zu investieren.

«Wir haben eine Beziehung zu Credit Suisse und haben einige ihrer Aktien am Markt gekauft; ich kann allerdings nicht sagen, wie viel Prozent es derzeit sind, denn wir sind immer noch am Kaufen»‚ sagte Scheich Hamad bin Jasim bin Jaber al-Thani, Premierminister von Katar und zugleich CEO des Staatsfonds Qatar Investment Authority, der Agentur.

Auf Anfrage der «Handelszeitung» wollte die Credit Suisse die Aktivitäten von Katar auf dem Börsenmarkt nicht kommentieren. Die Aktien der CS reagierten freundlich auf diese Nachricht und legten bis 10:20 um 2,2 Prozent auf 56,20 Franken zu. (awp/scc/muv)
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19.02.08 09:18:47
verdammter Brady Lügner, :keks::keks::keks::keks:
gestern in FAZ noch positiv
bin KO
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22.02.08 18:11:29
München (aktiencheck.de AG) - Andreas Heine, Analyst von UniCredit Markets & Investment Banking, stuft die Aktie der Credit Suisse (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) nach wie vor mit "hold" ein.

Als Reaktion auf die Bekanntgabe der Belastungen auf Grund der Neubewertung der ABS-Positionen reduziere man bei UniCredit Markets & Investment Banking die Prognosen für das Geschäftsjahr 2008. So senke man die Schätzung für den Nettogewinn des laufenden Jahres um 1,2 Mrd. CHF. Die EPS-Schätzung für 2008 werde um rund 14% von 8,04 CHF auf 6,89 CHF reduziert (KGV: 7,7). Für das Geschäftsjahr 2009 rechne man mit einem EPS von 8,76 CHF (KGV: 6,0).

Das Kursziel für die Credit Suisse-Aktie reduziere man von 85,00 CHF auf 75,00 CHF. Aus Sicht von UniCredit Markets & Investment Banking sei die Aktie aus fundamentaler Perspektive zwar günstig bewertet, dennoch dürfte die aktuelle Bekanntgabe und der damit einhergehende Vertrauensverlust in absehbarer Zeit auf der Unternehmensaktie lasten.

Vor diesem Hintergrund halten die Analysten von UniCredit Markets & Investment Banking an ihrem "hold"-Rating für den Anteilschein der Credit Suisse fest. (Analyse vom 22.02.08) (22.02.2008/ac/a/a)

http://www.worldofinvestment.com/analysen/read/43594/
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02.04.08 01:36:26
So meine lieben Leute, der Kauf zwischen 30-32 €uro war doch eine perfekt abgestimmte Transaktion. 38er-Durchschnitt durchbrochen und den 200er-Durchschnitt jetzt wieder anvisiert ... Meine frischen 1500 Aktien warten endlich auf die Wiederauferstehung der CSX ! ;)
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14.04.08 21:35:25
habe letzte Woche Put gekauft :):):):)

CS wird die Wahrheit häppchenweise servieren (im Gegensatz zur UBS)

Auch ein Rückschluss über künftige Gewinnen mit Blick in den Rückspiegel führt wohl nicht zum richtigen Resultat.


11. April 2008, 22:00 – Von Martin Vetterli
Credit Suisse vor Milliarden-Abschreiber
Die Hauptverantwortlichen für das Subprime-Desaster der Credit Suisse müssen gehen. Der Bank droht ein Abschreiber von 4 Milliarden Franken.
Keystone
CS-Chef Dougan mistet aus: Zwei Topmanager mussten die Bank verlassen.
Dossier UBS-Debakel Kreditkrise

Kurer plant neue Entscheidungsgremien
Irrfahrt aus der Finanzkrise
Jetzt rollen auch im Topmanagement der Credit Suisse die Köpfe. Innerhalb von Tagen mussten mit David Blumer der Chef der Vermögensverwaltung für institutionelle Anleger und jetzt mit Michael Ryan der Chef des globalen Wertschriftengeschäfts gehen. Damit hat Konzernchef Brady Dougan die Verantwortlichen der beiden CS-Problembereiche ausgewechselt. Die Bank nimmt zu den Gründen keine Stellung. Sprecher Andrés Luther bestätigte lediglich den Inhalt eines Memos, in dem Investmentbank-Chef Paul Colello den Wechsel ankündigt. Es ist also nicht bei der Suspendierung unterer Chargen in London geblieben.

Dass Dougan mit dem eisernen Besen kehrt, dazu hat er allen Grund. Denn der zweitgrössten Schweizer Bank droht für das erste Quartal ein Verlust von bis zu 2 Milliarden Franken und, damit verbunden, ein weiterer Abschreiber über rund 4 Milliarden. Damit hätte die Credit Suisse in jedem Quartal seit Beginn der US-Hypothekenkrise Werte in Milliardenhöhe berichtigt: insgesamt gegen 9 Milliarden Franken. Auch dazu nimmt die Bank keine Stellung. Es gelte nach wie vor das Wort Dougans, dass man das erste Quartal mit roten Zahlen abschliessen werde.

Die Credit Suisse ist von der Kreditkrise ähnlich stark betroffen wie die Deutsche Bank. Beide haben sich vor allem bei der Finanzierung gewerblicher Bauten und der Verbriefung von US-Wohnbaukrediten verspekuliert. Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, musste Anfang April Wertberichtigungen im Umfang von 2,5 Milliarden Euro (4 Milliarden Franken) beichten. Dies macht mit den früheren Abschreibern 4,7 Milliarden Euro (7,5 Milliarden Franken). Brancheninsider bestätigten dem «Tages-Anzeiger» nur, dass nach dem bevorstehenden Abschreiber die Relationen der Credit Suisse zur UBS gewahrt bleiben. Das heisst: Die Ospel-Bank musste sich in der Kreditkrise vier- bis fünfmal mehr ans Bein streichen als die Credit Suisse.

In einem weiteren Punkt stehen die beiden Schweizer Rivalen anders da: Die Credit Suisse konnte bisher sämtliche Verluste mit eigenen Mitteln abfedern. Zwar ist auch ihre Kernkapitalquote zusammengeschmolzen. Doch mit dem von CS-Chef Dougan kürzlich genannten Wert von 9,5 bis 10 Prozent verfügt sie nach wie vor über eine genügend dicke Kapitaldecke. Die UBS dagegen kann diese Quote nur noch erreichen, wenn sie nach den 13 Milliarden vom Februar jetzt 19 Milliarden Franken aufnimmt. Ohne diese zweite Kapitalspritze würde die Kernkapitalquote der UBS auf gefährliche 7 Prozent absacken. Das heisst: Auch die CS muss heftig bluten, ist aber im amerikanischen Hypothekenmarkt nur so viele Risiken eingegangen, wie sie gerade noch verkraften kann.

Der dritte Unterschied zur UBS: Der Credit Suisse sind auch im ersten Quartal Neugelder zugeflossen, selbst im Schweizer Heimmarkt. Dies bestätigten Quellen, die der Bank nahe stehen. Damit profitiert sie wie die Kantonal- und Genossenschaftsbanken vom Einbruch der UBS.

Wie dramatisch sich die Lage aber auch bei der Credit Suisse präsentiert, zeigt das interne Memo, in dem Investmentbank-Chef Colello die Absetzung des zuvor hoch gelobten Handelschefs Ryan ankündigt. Nach einem äusserst dürftig ausgefallenen Dank verweist er umso ausführlicher auf die «herausfordernden Märkte» und die neue Führungsstruktur, die in den Problembereichen in New York massiv aufgestockt wurde.

Ryan, der bei Merrill Lynch untergekommen sein soll, galt als Hoffnungsträger im Investmentbanking. Der 40-Jährige war im Februar 2007 von Goldman Sachs zur CS geholt worden. Er sollte die Reihen schliessen, als der damalige Investmentbank-Chef Dougan die Nachfolge von Oswald Grübel antrat. Um den Deutschen ranken sich derzeit hartnäckig Gerüchte, dass auch er sich noch ins Rennen um die Ospel-Nachfolge bei der UBS stürzen könnte.
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22.05.08 20:45:07
22. Mai 2008 - 08:50

Credit Suisse eröffnet Vermögensverwaltungsgeschäft in Mumbai

Zürich (AWP) - Die Credit Suisse hat im indischen Mumbai ein Vermögensverwaltungsgeschäft eröffnet. Mit der vom Securities and Exchange Board of India (SEBI) im Januar 2008 erteilten Portfolio-Manager-Lizenz sei die Credit Suisse nun in der Lage, vermögenden Privatpersonen wie auch Familienunternehmen und Entrepreneurs eine umfassende Palette an lokalen und internationalen Anlageprodukten und -dienstleistungen direkt vor Ort anzubieten, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung heisst.

Das Institut bezeichnete die neue Vermögensverwaltungsgesellschaft als wichtigen Meilenstein in der weiteren Umsetzung der internationalen Wachstumsstrategie der Credit Suisse. Indien sei einer der wichtigsten Wachstumsmärkte für die Bank.

Der indische Markt für vermögende Privatpersonen besitze bereits eine beachtliche Grösse und verzeichne eine jährliche Wachstumsrate von 30%. Es wird erwartet, dass die Zahl der Haushalte mit investierbaren Vermögenswerten über 1 Mio USD von 120'000 im Jahr 2007 auf 300'000 im Jahr 2012 steigen wird. Gleichzeitig dürften die gesamten investierbaren Vermögenswerte des Landes im gleichen Zeitraum die Grenze von 1'000 Mrd USD überschreiten.

http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/Credit_Suisse_er…
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22.05.08 20:46:13
Credit Suisse "overweight"

21.05.2008
J.P. Morgan Securities

New York (aktiencheck.de AG) - Kian Abouhossein, Jacob Kruse und Delphine Lee, Analysten von J.P. Morgan Securities, bewerten den Anteilschein der Credit Suisse (ISIN CH0012138530 / WKN 876800) mit "overweight".

Die Analysten von J.P. Morgan Securities hätten sich gestern mit Brady Dougan, dem CEO der Credit Suisse, getroffen. Dougan habe sich relativ positiv hinsichtlich der Trends im Investment Banking-Geschäft geäußert. Seine Einschätzung beruhe auf der Tatsache, dass der Überhang der Structured Credit-Depots langsam abgebaut werde. Brady Dougan habe erklärt, dass die Credit Suisse in wachsende und unterentwickelte Sub-Märkte des Investment Banking-Bereichs wie Prime Brokerage, Rohstoffe und Equity-Derivate diversifizieren wolle. Dabei werde Personal von langsamer wachsenden Geschäftsbereichen in die stärker wachsenden Geschäftsteile transferiert.

Die Analysten von J.P. Morgan Securities seien diesbezüglich wesentlich vorsichtiger und würden den gesamten Umsatz der Investment Banking-Sparte im Jahre 2009 auf vergleichbarer Basis auf dem Niveau des Jahres 2004 sehen.

Auf dieser Grundlage lautet das Rating der Analysten von J.P. Morgan Securities für das Wertpapier der Credit Suisse "overweight". (Analyse vom 21.05.08) (21.05.2008/ac/a/a)
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22.05.08 20:58:01
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18.10.10 11:44:18
Offen
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18.10.10 13:56:45
Werte Boarder,

nach etlicher Wartezeit bin ich bei CSGN wieder rein.
Die Erhlungschancen stehen gut, dass wir bald wieder gegen 50 CHF streben :)

Im Weiteren hat man einen Plan für den Worstcase vorgestellt:
18-10-2010 06:32 PRESSE/CS erwägt laut Dörig im Krisenfall Geschäftsteile an Tochter auszulagern

Name Letzter Veränderung
CS GROUP N 42.59 0.59 (1.40 %) :):)

Zürich (awp/sda) - Laut dem Präsidenten der Credit Suisse erwägt die Grossbank, in einer Notsituation ihre systemrelevanten Geschäfte an die Neue Aargauer Bank oder eine andere Tochterbank auszulagern. "Das kann im Krisenfall eine mögliche Lösung sein", sagte Hans-Ulrich Doerig im Interview mit der Zeitung "Sonntag".

Neben der Neuen Aargauer Bank besitzt die Credit Suisse (CS) in der Schweiz unter anderem die Zürcher Privatbank Clariden Leu. Die Überlegungen, wie die CS die von der Politik geforderte Aufteilung der Grossbanken im Notfall erfüllen würde, seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte Doerig.




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18.10.10 17:19:44
die q3 Abschlüsse werden voraussichtlich im Rahmen, aber vorausblick hat Potential :)


18-10-2010 17:13 EARNINGS PREVIEW: Swiss Bank 3Q Seen Slow; Eyes On 4Q Potential

Name Letzter Veränderung
CS GROUP N 42.92 0.92 (2.19 %)
UBS N 17.25 0.20 (1.17 %)
DEUTSCHE BANK 41.65 0.95 (2.33 %)

By Katharina Bart
Of DOW JONES NEWSWIRES
TAKING THE PULSE: Credit Suisse Group (CS) and UBS AG (UBS) are expected to have suffered a third-quarter earnings dip in both their main arms, with investment banking pressured by weak securities markets throughout the period, and money management units for the wealthy weak on less activity and low yields on investments, according to analysts.

However, some analysts say they are looking beyond the sluggish third quarter, expecting a bounce-back in the fourth.

Both Zurich-based banks have cautioned investors not to expect too much from the quarter, which was slow in areas such as interest-rate products and equities. Data from Dealogic shows Credit Suisse took a tumble in market share for debt products, which make for the largest portion of the investment-banking share, and UBS inched up several ranks from the second quarter.

"Weak client flows in the seasonally slow July and August and a mediocre recovery in September has left expectations at a low point. JP Morgan's results indicated that expectations may have gone a bit too far on the negative side and we are expecting only a mild slowdown quarter-on-quarter," Sanford Bernstein analyst Dirk Hoffmann-Becking said Monday.

Last week, U.S.-based JP Morgan Chase & Co (JPM) beat third-quarter market expectations but investment banking profit dropped by one-third, and revenue slid almost as much. JP Morgan and other U.S. banks such as Goldman Sachs Group Inc. (GS), which reports the quarter Tuesday, are important bellwethers for European investment banks like the Swiss and Germany's Deutsche Bank AG (DB).

UBS, on the mend following several full-year losses following hefty mortgage write-downs, is Citigroup analyst Kinner Lakhani's top pick.

"UBS remains our preferred capital market bank, driven by its 'self-help' story, while wealth management remains geared to a medium-term cyclical recovery," Lakhani said.

Credit Suisse and UBS are both expected to post losses on their own debt for the quarter. Banks can record gains if the value of their debt falls, since it becomes theoretically cheaper to repurchase it, and conversely book losses if the value of the debt rises, as many banks did in 2008 and early last year. Deutsche Bank sees Credit Suisse's loss on own debt at roughly CHF200 million, and UBS's at CHF250 million, following gains of CHF922 million and CHF595 million, respectively, in the second quarter.

Credit Suisse and UBS are in a strong position to snap back when clients return, according to analysts, who say they will scrutinize whether this happened in the waning days of the third quarter. That would have been too late to reverse the months of lackluster activity but perceptible enough to translate into higher fourth quarter forecasts.

"We believe the seasonal acceleration in fourth-quarter trading activity plus higher equity markets could act as a positive catalyst," Nomura analyst Jon Peace said.

Otherwise, eyes are on capital following Basel III capital reforms, and a so-called Swiss finish to them. Though both Swiss banks are lauded as having strong capital buffers, even after the additional Swiss measures, investors are looking for reassurance following Standard Chartered PLC's (STAN.LN) surprise GBP3.26 billion cash call last week.
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21.10.10 14:13:44
hier die Zahlen,
auf den ersten Blick etwas enttäuschend, jedoch ist die Kernkapitalqulote und insbesondere der Neugeldzufluss erfreulich.


Resultate des 3. Quartals 2010
Credit Suisse Group im dritten Quartal 2010 mit Reingewinn von CHF 0,6 Mia.; bereinigtem Reingewinn von CHF 1 Mia.; Netto-Neugeldern von CHF 14,6 Mia. und Kernkapitalquote von 16,7%

Zürich, 21. Oktober 2010 - Die Credit Suisse Group erzielte im dritten Quartal 2010 einen Reingewinn von CHF 609 Mio. gegenüber CHF 1’593 Mio. im zweiten Quartal 2010. Der Nettoertrag (Kernergebnis) belief sich im dritten Quartal 2010 auf CHF 6’284 Mio. gegenüber CHF 8’420 Mio. im zweiten Quartal 2010. Der bereinigte Reingewinn lag bei CHF 960 Mio. Die Eigenkapitalrendite betrug 7,0% im dritten Quartal 2010, die bereinigte Eigenkapitalrendite 11,2%. Der verwässerte Reingewinn pro Aktie belief sich auf CHF 0.48. Die BIZ-Kernkapitalquote lag per Ende des dritten Quartals 2010 bei 16,7%.
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22.10.10 09:47:28
diverse Empfehlungen mit unterschiedlichen Zielen:


Credit Suisse – UBS geht auf neutral mit Kursziel 42 (44), KBW nimmt Kursziel auf 50 (55) zurück, JP Morgan reduziert auf 53 (59), aber mit übergewichten.
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18.11.10 16:50:26
Business zunehmend ! :)

18-11-2010 14:00 Rohstoffhändler Glencore plant im nächsten Jahr Börsengang in London (Kreise)

Name Letzter Veränderung
CS GROUP N 41.30 0.35 (0.85 %) :D

LONDON (awp international) - Der Rohstoffhändler Glencore plant Kreisen zufolge im ersten Halbjahr 2011 den Gang an die Börse. Der Schritt könnte 16 :D Milliarden US-Dollar (knapp 12 Mrd. Euro) einspielen, wie mit der Situation vertraute Personen am Donnerstag sagten. Es könnte im März oder April soweit sein, hiess es. Über einen Börsengang war am Markt schon diskutiert worden, nachdem sich Glencore im vergangenen Jahr mit einer Wandelanleihe erstmals strategischen Investoren geöffnet hatte. Das in der Schweiz ansässige Unternehmen äusserte sich am Donnerstag nicht.

Der Umfang der Transaktion sei zwar noch nicht entschieden, es könnten aber bis zu 10 Milliarden Pfund (16 Milliarden US-Dollar) sein, sagte eine informierte Person. Damit wäre es einer der grössten Börsengänge in London. Die Emission soll den Angaben nach zusätzlich auch in Hongkong erfolgen. Die Banken Morgan Stanley , Citigroup und Credit Suisse sollen beteiligt sein./RX/nmu/enl
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02.12.10 13:42:55
ob dies der Grund der Erholung ist:

Bekanntmachung FED

CS: Der 287-Milliarden-Dollar-Deal

Dabei kam ans Licht, dass ausgerechnet zwei europäische Grossbanken die grössten Nutzniesser dieser Aktion waren: Die Deutsche Bank verkaufte ab Januar 2009 Wertschriften für 290 Milliarden Dollar an die Staatsbank. Auf Rang zwei – und nur knapp dahinter – landete Credit Suisse: Zwischen 6. Januar und 7. Juli 2009 trat sie der US-Notenbank hypothekenbasierte Wertpapiere im Wert von [color=red]insgesamt 287 Milliarden Dollar [/color]ab.


Die "Amis2 nehmen ihren Dreck zurück ! (wahrscheinlich mit erheblichem Abschlag)
(Das Geld haben sie ja schon lange in der eigenen Tasche)
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02.12.10 17:55:45
obs das ist ?

sie steigt weiter ind den Staaten :)

02.12.2010 12:44
UBS belässt Credit Suisse auf 'Neutral' - Ziel 42 Franken
Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Credit Suisse auf "Neutral" mit einem Kursziel von 42,00 Franken belassen. Die großen westeuropäischen Kreditinstitute sollten die künftigen, verschärften Eigenkapitalanforderungen (Basel III) problemlos erfüllen.

39.00 usd +1.02 (2.69%):cool:
Real-time: 11:55AM EST
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06.12.10 14:29:18
etwas lächerliche Begründung, warum die Banken heute schwach seien :keks:
absolut nichts neues, Manipulation :confused:

lächerlich, nichts neues und CS so schwach :shock:
Manipulation ? :evil:


06-12-2010 11:07 MARKT/Banken von Ängsten und Gewichtungsreduktion belastet

Name Letzter Veränderung
CS GROUP N 37.79 -0.91 (-2.35 %)
UBS N 15.42 -0.29 (-1.85 %)

Bern (awp) - Die Namenaktien von UBS AG und Credit Suisse Group AG stehen am Montagvormittag unter Verkaufsdruck. Im Berufshandel werden erneut Ängste im Zusammenhang mit der Verschuldungsproblematik einiger europäischer Staaten für die Branchenschwäche verantwortlich gemacht. Der Markt befürchte dadurch negative Auswirkungen auf den europäischen Bankensektor.

Gleichzeitig werden die Abgaben aber auch auf eine Strategiestudie von Nomura zurückgeführt. Das Bankinstitut stufe den europäischen Bankensektor in der Studie zwar weiterhin mit "Overweight" ein, habe das Übergewicht allerdings dennoch leicht reduziert.

Bis um 10.50 Uhr büssen UBS Namen 2,3% auf 15,35 CHF ein. CS Namen verlieren 2,0% auf 37,92 CHF. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert im Gegenzug bei 6'412,67 Punkten und damit um 0,48% unter dem Schlussstand vom Freitag. Derivativseitig werden die Handelsaktivitäten als rege bezeichnet.


lb/ps
Avatar
08.12.10 11:01:21
CS derzeit Erfolgreich :)

alle Meldungen sind Erfolge für CS :D :D

08-12-2010 10:46 en afx UPDATE 1-Vinashin must pay its own debts - Vietnamese minister
08-12-2010 08:02 en djnw DJ The Property Report: Plots & Ploys / Breaking News From WSJ.com's Developments Blog
08-12-2010 04:02 en afx UPDATE 1-Fortune Brands to split in three - source
08-12-2010 04:00 en djnw *WSJ: Two Large Banks Tied To Gerson, Big Network Firm
08-12-2010 01:54 en djnw WSJ(12/8 ) Plots & Ploys
08-12-2010 01:11 en afx UPDATE 2-Frac Tech to file for $600 mln IPO -- sources
08-12-2010 00:35 en afx UPDATE 1-Frac Tech to file for $600 mln IPO -- source
08-12-2010 00:32 en afx Frac Tech to file for $600 mln IPO -- source

UBS kommt dagegen wieder mal "dran"
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08.12.10 17:15:40
da freuen wir uns wenigstens aus Banksicht darauf !

08-12-2010 16:44 CS IB-Chef Schweiz:
Erwarten steigende Volumen im IPO- und M&A-Markt

Name Letzter Veränderung
CS GROUP N 39.02 0.83 (2.17 %) :D

Zürich (awp) - Das Schweizer Investment Banking der Credit Suisse Groupe AG blickt zuversichtlich ins kommende Jahr. Nach dem schwachen 2010 erwartet die CS-Division wieder anziehende Aktivitäten im M&A- und IPO-Geschäft. Im M&A-Geschäft gehe er von einem Volumen von 70 Mrd USD nach 43 Mrd USD im bisherigen Jahresverlauf aus, sagte Marco Illy, Leiter Investment Banking Schweiz am Mittwoch anlässlich eines Pressegesprächs.


Illy stützt seine Zuversicht einerseits auf die verbesserten Marktkonditionen und andererseits auf verschiedene Trends ab. Im M&A-Bereich dürfte zum Beispiel der Umstand zum Geschäftstreiber werden, dass viele privat gehaltene Unternehmen mit dem Nachfolgeproblem konfrontiert sind und dieses durch den Verkauf der Gesellschaft lösen wollen. Bei kotierten Unternehmen dürfte wiederum der Druck der Aktionäre auf das Management steigen, entweder überschüssiges Kapital an sie zurückzugeben oder damit in die Zukunft via Akquisitionen zu investieren.
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08.12.10 17:32:02
Ziel 52.- CHF :)

08.12.2010 15:25
Macquarie belässt Credit Suisse auf 'Outperform' - Ziel 52 Franken
Macquarie hat Credit Suisse auf "Outperform" mit einem Kursziel von 52,00 Franken belassen. Die Kursverluste im bisherigen Jahresverlauf sei nicht gerechtfertigt, schrieb Analyst Christian Werle in einer Studie vom Mittwoch. Der Schweizer Finanzkonzern wäre von einer Ausweitung der Finanzkrisen in den betroffenen europäischen Ländern weit weniger betroffen als viele Wettbewerber. Zudem sei die Credit Suisse stärker von den Aktienmärkten abhängig, die sich derzeit gut entwickelten. Er empfehle daher den Kauf der Papiere, die absolut als auch im Vergleich zu den Wettbewerber-Aktien ein Kurspotenzial hätten.
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09.12.10 10:18:39
Aktive Markbearbeitung :)

Credit Suisse +1.2% at CHF39.30


Donnerstag, den 09. Dezember 2010 um 06:02 Uhr


Die Schweizer Grossbank geht neue Wege und peilt ab nächstem Jahr die reichsten Familien in Asien mit einem umfassenden Servicepaket an. :D :D

In Singapur hat die Credit Suisse soeben ihren ersten Family-Office-Hub eröffnet.............


http://www.finews.ch/news/banken/4804-credit-suisse-eroeffne…
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09.12.10 14:35:29
CS nicht betroffen :):)(wenn ich alles richtig verstehe.)
Die Banken bestreiten die Haftung:

09-12-2010 14:19 =DJ UPDATE: Natixis Denies Allegations In Madoff Trustee Complaint

CS GROUP N 39.47 0.62 (1.60 %)
UBS N 16.05 0.28 (1.78 %)
BBVA 8.183 0.373 (4.78 %)
HSBC 668.20 9.30 (1.41 %)
NATIXIS ORD 3.752 0.047 (1.27 %)

By Elena Berton and Maarten van Tartwijk
Of DOW JONES NEWSWIRES
PARIS (Dow Jones)--French bank Natixis (KN.FR) Thursday denied allegations made by a trustee seeking to recover assets for victims of Bernard Madoff's $65 billion investment fraud.

A lawsuit filed late Wednesday is seeking around $1.4 billion from seven U.S. and European banks, including Natixis. The trustee accused them of overlooking warning signals about Madoff's fraud while transferring money through "feeder funds" that was invested with him.

Natixis said it hasn't yet received the complaint filed by the Bernard L. Madoff Investment Securities LLC trustee, adding that it plans to take all steps to defend itself against the claims.

"Natixis has acted in good faith at all times and has not benefited from, nor did it assist in or have knowledge of, the fraud carried out by Bernard Madoff," the bank said in a statement.

At the end of last year, Natixis set aside EUR463 million to cover all of its exposure to Madoff, net of insurance.

The trustee, Irving H. Picard, is seeking $425 million from Citigroup Inc. (C) and $400 million from Natixis. He also filed complaints seeking smaller amounts from Merrill Lynch, part of Bank of America Corp (BAC), ABN Amro, Banco Bilbao Vizcaya Argentaria S.A. (BBVA), Nomura Holdings Inc. (8604.TO) and Fortis.

ABN Amro Bank, which is owned by the Dutch government, is facing a claim of $270 million, while its hedge fund services unit Prime Fund Solutions (PFS) is being sued for $230 million. A spokesman said that ABN Amro hasn't received the complaint yet but that the bank will "strongly defend" itself.

The spokesman also said that the lawsuit isn't likely to impact the planned sale of PFS to Credit Suisse (CS), which was delayed earlier this year and is now scheduled to be completed in the second half of 2011.

[color=red]Credit Suisse isn't likely to be hurt either because the sale only involves the clients of PFS, the spokesman said.[/color]

PFS is a former unit of Fortis Bank Nederland, which is now being merged with ABN Amro.

In 2008, Fortis booked a EUR922 million provision related to its exposure to the Madoff fraud.

Citibank has said it will "vigorously defend against these claims by the trustee as they are without merit and entirely untrue," while Nomura and Merrill Lynch declined to comment.

The trustee Wednesday said he is seeking an additional $555 million from Swiss banking giant UBS AG (UBS), bringing the total recoveries and damages sought from the bank to around $2.5 billion. UBS denied the allegations.

Picard has filed more than 100 lawsuits against Madoff customers and is seeking to recover funds from banks such HSBC Holdings PLC (HBC) and J.P. Morgan Chase & Co. (JPM), which all have denied wrongdoing.

He has a Dec. 11 deadline under federal bankruptcy law to sue to recover funds.

Madoff's Ponzi scheme was uncovered in December 2008 as the biggest investment fraud in U.S. history, in which investors reportedly lost around $65 billion.

Madoff is serving a 150-year sentence.
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10.12.10 10:37:38
heutige News:

ein IPO
Zitat:
UPDATE 2-Chinese social networking firms eye U.S. IPO gold-sources

SHANGHAI, Dec 10 (Reuters) - One of China's largest social networking companies, Oak Pacific Interactive, has hired investment banks for an initial public offering in the United States next year, the first in a rush of Chinese Facebook clones looking to list. Oak Pacific Interactive (OPI) has hired Credit Suisse Group AG and Deutsche Bank AG to underwrite its IPO slated for the first half of next year, sources close to the matter told Reuters on Friday...

und GS mischt mit
Zitat:
Goldman Sachs Cuts Credit Suisse To Neutral

0731 GMT [Dow Jones] Goldman Sachs downgrades Credit Suisse (CS) to neutral from buy and cuts its price target to CHF49 from CHF57 following a revision of its valuation model for the bank.
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13.12.10 09:34:51
News; Strategie

CREDIT SUISSE: Die Grossbank will im Bereich Private Banking sowohl in der Schweiz als auch im Ausland wachsen, auch durch Akquisitionen. "Weltweit führen wir 23 Private-Banking-Plattformen, die alle kontinuierlich und vor allem profitabel zulegen müssen", sagte CS-Private-Banking CEO Walter Berchtold im Gespräch mit der "SonntagsZeitung". Beim Nettoneugeld will die Bank 6% zulegen. Dabei nimmt die Schweiz unverändert eine tragende Rolle ein. Die Gewinnmarge will die CS im Private Banking bei rund 30% halten können. In Bezug auf Zukäufe meinte Berchtold, es werde überall nach Gelegenheiten gesucht, wo die CS bereits aktiv sei. In der Schweiz hätten die Kaufpreise für kleinere Privatbanken wieder ein "vernünftiges Niveau" erreicht. Dabei räumt er auch der Privatbank-Tochter Clariden Leu Übernahmeoptionen ein. "Wenn es am Markt Anbieter gibt, die zu haben sind, dann kann und soll sie als Käuferin auftreten." (SoZ, S. 53/55)
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14.02.11 10:39:51
nach dem kurzen Rückschlag wieder rein !

14-02-2011 10:00 AKTIENFOKUS/CS-Aktie legt nach Ankündigung zu CoCo-Anleihen deutlich zu
CS GROUP N 42.96 1.36 (3.27 %) :):)

Zürich (awp) - Die Aktien der Credit Suisse sind mit festen Notierungen in die neue Woche gestartet. Analysten begrüssen die von der Bank angekündigte Vereinbarung mit zwei arabischen Investoren zur Aufnahme von bedingtem Wandlungskapital - sogenannten CoCo-Anleihen. Die Bank habe damit bewiesen, dass solche Instrumente platziert werden können.
Bis um 09.35 Uhr steigen Credit Suisse um 2,6% auf 42,67 CHF zu und liegen damit im SMI, der um 0,33% dazugewinnt, an der Spitze. Allerdings hatten die CS-Papiere in der vergangenen Woche um 5,4% nachgegeben. Den Ausschlag dazu hatte die Zahlenpublikation vom Donnerstag gegeben. Die Konkurrenzpapiere der UBS legen zum Berichtszeitpunkt um 1,3% zu.

Andreas Venditti von der ZKB begrüsst die heutige Ankündigung der Credit Suisse. Die Bank habe sich im Gegensatz zu der UBS in den letzten Monaten wiederholt zuversichtlich geäussert, bedingtes Wandlungskapital emittieren zu können. Dies sei nun unter der Mithilfe bestehender strategischer Investoren aus dem Mittleren Osten gelungen. Somit dürften die in der vergangenen Woche anlässlich der Publikation der Jahresergebnisse aufgekommenen Fragen bezüglich Kapitalausstattung teilweise verstummen, so Venditti.

Die Credit Suisse lege nun den Beweis vor, dass sie in der Lage ist, CoCo-Anleihen auf dem Markt zu platzieren, meint auch Mathias Büeler von Kepler. Das CS-Management habe sich seit einiger Zeit positiv zum CoCo-Markt geäussert. In der vergangenen Woche wurde zudem angedeutet, dass diese Instrumente keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzkosten Bank hätten.

Das heute angekündigte Geschäft dürfte den Märkten mehr Sicherheit geben, dass die Credit Suisse die neuen Kapitalanforderungen mit CoCos erfüllen kann, so Tobias Brütsch von der Bank Vontobel. Allerdings hätte der Coupon seiner Ansicht nach höher sein können, wenn die Emission auf dem öffentlichen Markt und nicht bei bestehenden Investoren erfolgt wäre.

mk/cf
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16.02.11 10:11:59
was löst denn die heutige Freude aus ???

16-02-2011 08:56 Mongolia may pick banks for $3 bln coal IPO by next week

Name CS GROUP N 43.82 1.06 (2.48 %) :D :D

HONG KONG/BEIJING, Feb 16 (Reuters) - The Mongolian government is expected to appoint banks by next week to manage the roughly $3 billion initial public offering of its Tavan Tolgoi coal mine, sources with knowledge of the matter told Reuters.

:?: :?: :?:
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28.07.11 07:04:18
CS Q2: Reingewinn von 768 Mio CHF klar unter Erwartungen - Stellenabbau


Zürich (awp) - Die Schweizer Grossbank Credit Suisse Group weist für das zweite Quartal 2011 einen Konzerngewinn von 768 Mio CHF aus. Der bereinigte Reingewinn belief sich auf 835 Mio CHF. Darin nicht enthalten sind 142 Mio CHF Kosten für Massnahmen zur Effizienzsteigerung sowie positive Fair-Value Anpassungen von 41 Mio CHF auf eigene Verbindlichkeiten und Stand-alone-Derivate in Zusammenhang mit eigenen Finanzierungsverbindlichkeiten, teilte die Bank am Donnerstag mit.

Die Bank hat damit weniger verdient als im Vorquartal und im Vorjahr. Im ersten Quartal 2011 hatte die CS einen Reingewinn von 1'139 Mio und im Vorjahr einen solchen von 1'593 Mio CHF erzielt.

Dem Institut flossen Neugelder im Umfang von 14,3 Mrd CHF zu, nach 19,1 Mrd im Vor- respektive 14,5 Mrd CHF im Vorjahresquartal. Der Bereich Private Banking generierte dabei Nettoneugelder im Umfang von 11,5 nach 18,0 Mrd im Vor- beziehungswiese 13,8 Mrd im Vorjahresquartal.

Das Institut verwaltete per Ende Juni Vermögen im Umfang von 1'233 Mrd CHF verglichen mit 1'282 Mrd CHF per Ende März.

Alle Divisionen schlossen das erste Quartal profitabel ab. Das Investment Banking erzielte einen Gewinn vor Steuern von 231 Mio CHF, was einer Abnahme von 71% gegenüber dem Vorjahr respektive von 83% gegenüber dem ersten Quartal 2010 entspricht. Das Private Banking wies einen Vorsteuergewinn von 843 Mio CHF (-1% gegenüber dem Vorquartal) und das Asset Management von 201 Mio CHF (+17%) aus. Die Bruttomarge im Bereich Wealth Management Clients sank auf 115 Basispunkte (BP) von 118 BP im ersten Quartal.

Die Kernkapitalquote (Tier-1) betrug am Ende des Quartals 18,2% nach 18,2% per Ende März und die Eigenkapitalrendite 9,7% nach 13,4%

Der von der Bank vorgelegte Reingewinn lag deutlich unter den Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Konzerngewinn von 1'039 Mio CHF gerechnet. Für das Investment Banking hatten sie einen Vorsteuergewinn von 556 Mio und für das Private Banking von 800 Mio CHF erwartet. Beim Nettoneugeldzufluss hatten die Analysten 16,3 Mrd CHF in Aussicht gestellt.

Die CS hat im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum zweiten Quartal verschiedene Massnahmen bekanntgegeben, mit denen sie "im anhaltenden schwierigen Marktumfeld weiterhin gute Ergebnisse erzielen" will. Diese Massnahmen zielen auf eine Senkung der Kosten um 1 Mrd CHF ab dem Jahr 2012.

Das Massnahmenpaket umfasst den Angaben zufolge einen "gezielten Stellenabbau" in der gesamten Credit Suisse Group um rund 4% des Personalbestands. Die mit der Umsetzung dieser Massnahmen verbundenen Kosten von 400 Mio bis 450 Mio CHF fallen im Jahr 2011 an. 142 Mio seien bereits im zweiten Quartal 2011 verbucht worden, der Rest folge im zweiten Halbjahr 2011. Das Massnahmenpaket wird laut CS 2011 nur beschränkte Netto-Einsparungen ermöglichen, die anvisierten Kosteneinsparungen dürften 2012 realisiert werden.

Konzernchef Brady Dougan wird dazu mit folgenden Worten zitiert: "Wir haben uns früh auf das neue regulatorische Umfeld eingestellt und ergreifen Massnahmen zur Senkung unserer Kostenbasis. Daher sind wir in einer sehr guten Ausgangslage, um von Wirtschafts- und Markterholungen zu profitieren."
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28.07.11 07:24:22
CS: Walter Bertchold wird Chairman des Private Banking, Hans-Ulrich Meister CEO


Zürich (awp) - Die Credit Suisse hat im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum zweiten Quartal auch Wechsel im Management bekannt gegeben. So wurden per 1. August 2011 Walter Berchtold zum Chairman of Private Banking und Hans-Ulrich Meister zum Chief Executive Officer of Private Banking ernannt. Meister übernimmt neben seiner Funktion als Chief Executive Officer der Region Schweiz der CS somit die Leitung des gesamten Private Banking, wie die Bank am Donnerstag mitteilte.

weiter lesen unter http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/_awp?ID_NEWS=19916345…
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28.07.11 07:27:13
CS: Kostensenkungsprogramm über 1 Mrd CHF - 500 Stellen in CH betroffen

Zürich (awp) - Die Credit Suisse Group tritt wie erwartet auf die Kostenbremse. Im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum zweiten Quartal 2011 werde sie verschiedene Massnahmen zur Effizienzsteigerung umsetzen, mit denen sie "im anhaltenden schwierigen Marktumfeld weiterhin gute Ergebnisse erzielen" könne, wie es heisst. Mit den Massnahmen sollen die Kosten um 1 Mrd CHF ab dem Jahr 2012 gesenkt werden....

zum Artikel http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/_awp?ID_NEWS=19916386…
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28.07.11 07:30:47
und noch die offizielle Pressemiteilung der CS zu Q2:

https://www.credit-suisse.com/investors/de/reports/2011_resu…
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07.09.11 10:03:47
Wer neben der Credit Suisse noch im Fokus steht
In den Klageschriften finden sich Namen von und Hinweise auf rund zehn weitere Banken
Seit 2008 hat das US-Justizdepartement 10 Klagen gegen 19 Schweizer Banker publiziert. Seit Anfang Jahr hat die Kadenz der Anklagen zugenommen und sind die Dossiers umfangreicher geworden. Offiziell wird nur gegen die Credit Suisse ermittelt.

weiter...http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wer_neben_d…
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11.09.11 09:00:37
Credit Suisse liefert USA Namen von MitarbeiternDie Credit Suisse will im Steuerstreit mit den USA um jeden Preis eine Anklage verhindern. Die Bank kooperiert deshalb sehr eng mit den US-Behörden. Dazu gehört auch die Lieferung sensibler Informationen über eigene Kundenberater an die US-Justiz.
Wie Recherchen der der SonntagsZeitung zeigen, hat die Rechtsabteilung der Grossbank die Namen von gut einem Dutzend Off-Shore-Bankern ausgehändigt, die US-Bürgern mutmasslich Beihilfe zu Steuerdelikten geleistet haben.
weiter....http://www.20min.ch/finance/news/story/30779185
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18.11.11 21:56:19
Etwas verspätet, aber das gehört hier rein:

1. November 2011, 11:11, NZZ Online

Die Credit Suisse enttäuscht
Weitere 1500 Stellen gestrichen – Aktie bricht ein

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse hat im dritten Quartal einen Verlust in der Investmentbank verbucht und musste einen deutlichen Gewinnrückgang in der Vermögensverwaltung hinnehmen. Die Bank reagiert auf die hohe Kostenbasis und baut weiteres Personal ab.
mtz. Die Schweizer Grossbank Credit Suisse (CS) hat im dritten Quartal mit einem Reingewinn von 683 Mio. Franken die Markterwartungen enttäuscht. Analysten hatten im Durchschnitt mit rund einer Milliarde gerechnet. Gegenüber dem Vorquartal sank der Gewinn um 11 Prozent. Diese Zahl ist aber wenig aussagekräftig, da sie eine Reihe an Sonderfaktoren beinhaltet. Bei den Anlegern fiel das Ergebnis durch: Die Aktien der Credit Suisse sind zur Börseneröffnung rund 10 Prozent eingebrochen. Gegen 15 Uhr 30 betrug das Minus noch knapp 6,8 Prozent. Damit hat die Credit Suisse am Dienstag deutlich mehr verloren als die direkte Konkurrentin (UBS: -3,8 Prozent) und der Gesamtmarkt (SMI: -2,1 Prozent).

Vorsteuergewinn von 85 Mio. Franken im Kerngeschäft
Das Umfeld im dritten Quartal war nicht günstig für Grossbanken. Das spürte auch die CS: Die drei Hauptsparten Vermögensverwaltung (Gewinn vor Steuern: 183 Mio. Franken), Investment Bank (–190 Mio. Franken) und Asset Management (92 Mio. Franken) erzielten insgesamt einen Gewinn vor Steuern von lediglich 85 Mio. Franken. Im Vergleich: Im zweiten Quartal erzielte die Bank hier noch einen Vorsteuergewinn von 1,28 Mrd. Franken – dies entspricht einem Einbruch von markanten 93 Prozent. Wie Konzernchef Brady Dougan an der Medienkonferenz erklärte, seien die hohe politische Unsicherheit, die Marktvolatilität, die Währungsschwankungen und die durch diese Faktoren gesunkenen Kundenaktivitäten mitverantwortlich für das unter den Erwartungen ausgefallene Ergebnis.

Wie schon bei der UBS und bei anderen Grossbanken ist auch bei der CS der ausgewiesene Reingewinn stark durch einen speziellen Bilanzsondereffekt beeinflusst. Weil die Bonität der Bank im Zuge der Krise sank, muss die Bank die eigenen Schuldtitel in der Passivseite der Bilanz tiefer bewerten. Durch diese – ökonomisch nicht relevante – Neubewertung erzielte die Bank einen Buchgewinn von 1,3 Mrd. Franken. Letztlich spiegelt dieser Gewinnbeitrag aber eine Verschlechterung der Situation der Bank. Sollte sich die Bonität der Bank wieder verbessern, dann wird die Bank an dieser Position wieder einen Verlust verbuchen müssen.

Stellenabbau von insgesamt 3500 Mitarbeiter
Weil die Kostenbasis weiterhin am operativen Gewinn der Bank zerrt, hat die CS angekündigt, zusätzlich zum schon laufenden Kostensenkungsprogramm die Belegschaft nochmals um 3 Prozent zu reduzieren. Zu der im Juli angekündigten Reduktion des Personalbestandes von 2000 Mitarbeitern soll also gruppenweit nochmals über die nächsten beiden Jahre ein Abbau von 1500 Mitarbeiter hinzukommen.

Laut Finanzchef David Mathers wird sich der Abbau über alle entwickelten Länder erstrecken. Das Vermögensverwaltungsgeschäft werde davon aber etwas weniger betroffen sein. Wie viele Mitarbeiter in der Schweiz betroffen sein werden, ist noch nicht bekannt. Die Reduktion der Kostenbasis wird damit von 1 Mrd. Franken auf 2 Mrd. Franken verdoppelt. Die Restrukturierung schlägt im dritten Quartal mit Kosten von 291 Mio. Franken zu Buche.

478 Mio. Franken für Rechtstreitigkeiten zurückgestellt
Der Gewinn in der Vermögensverwaltung ging um 78 Prozent auf 183 Mio. Franken zurück. Hauptverantwortlich waren Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten im Zusammenhang mit den «Steuerangelegenheiten» in den USA (295 Mio. Franken) und in Deutschland (183 Mio. Franken). Die verwalteten Vermögen nahmen angesichts der gesunkenen Börsenkurse um 3 Prozent auf 1,2 Mrd. Franken ab. In der Vermögensverwaltung werden laut Dougan eine Reihe von Wachstums-, Produktivitäts- und Effizienzmassnahmen getroffen. Dadurch wolle man bis 2014 den Beitrag der Vermögensverwaltung zum Vorsteuergewinn der Gruppe um 800 Mio. steigern.

Die Investment Bank machte angesichts der schwierigen Marktbedingungen im dritten Quartal einen Verlust von 190 Mio. Franken. Im Vorquartal war noch ein Gewinn von 231 Mio. Franken verzeichnet worden. Der Umbau der Sparte soll vorangetrieben werden. Laut Dougan wird die Bank die Umsetzung der bereits angekündigten Pläne beschleunigen. Das Kapital und die Ressourcen sollen verstärkt auf Wachstumsbereiche konzentriert werden. Bis 2014 wolle man die risikogewichteten Aktiven im Bereich Fixed Income gemäss Basel-3-Richtlinien halbieren. Dadurch wird der Anteil dieses Bereichs an den gesamten risikogewichteten Aktiven von 55 Prozent auf noch 39 Prozent sinken.

Insgesamt will Dougan die Mittel in allen Geschäftsbereichen künftig gezielt in stärker wachsende, grosse Märkten wie Brasilien, Südostasien, China und Russland einsetzen. Bis 2014 sollen diese Märkte 25 Prozent am Gesamtertrag der Bank ausmachen. 2010 waren es noch 15 Prozent.

http://www.nzz.ch/nachrichten/exklusiv/credit_suisse_streich…
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18.11.11 21:59:36
15. November 2011, 14:06, NZZ Online

Clariden Leu – ein Name mit Tradition verschwindet
Stellenabbau wird auch Mitarbeiter der Credit Suisse betreffen

Mit der Integration von Clariden Leu reagiert die Credit Suisse auf das schwierige Marktumfeld im Private Banking. An einer Medienkonferenz gab der Chef des Private Banking der Credit Suisse, Hans-Ulrich Meister, weitere Details zur Integration der Clariden Leu und zum Stellenabbau bekannt.

weiter..... http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/clariden…
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30.11.11 10:32:02
S&P:
Das Rating der UBS wurde um eine Stufe von «A+» auf «A» gesenkt. Die Bewertung von 20 Banken, darunter Credit Suisse, Deutscher Bank, ING und Société Général, blieb hingegen unverändert.
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07.12.11 09:46:46
Technische Analyse ist nicht unbedingt mein Dein, trotzdem an alle die's interessiert:

Rückblick: Nach ihrem Sommertief bei 19,55 CHF konnte die Aktie der Credit Suisse in einem keilförmigen Rebound wieder bis auf 27,70 CHF steigen. Anfang November ergab sich ein Kursabriss, der zu einer neuerlichen Korrektur bis zum letzten Tief geführt hat.

Dadurch ergab sich ein Doppeltief und damit eine charttechnisch positive Formation. Das dürfte auch einer der Gründe dafür gewesen sein, dass Anleger so bereitwillig wieder in diesen Titel einstiegen. Auf dem Niveau früherer Hochpunkte hat der Kurs bei 23,45 CHF nun erst einmal eine Pause eingelegt.

Charttechnischer Ausblick: Gelingt der Sprung über 23,45 CHF, so düften sich bullische Anleger in der Sicht bestätigt sehen, dass es weiter nach oben geht. Als erste Anlaufstelle dient dann das letzte Hoch bei 27,70 CHF, bei dem bald auch der 200-Tage-Durchschnitt eintreffen wird.

Auf der Unterseite wäre ein Rutsch unter die fallende Trendlinie ein Zeichen von Schwäche, das Anleger mit Verkäufen quittieren dürften. Halt könnte der Kurs dann bei 19,55 CHF finden, wo bereits die letzten beiden Tiefpunkte lagen.

Kursverlauf vom 09.06.2011 bis 06.12.2011 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)



http://www.godmode-trader.ch/nachricht/Credit-Suisse-Jetzt-n…
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12.12.11 23:41:58
Bedingte Freiheitsstrafe für früheren CS-Mitarbeiter beantragt
Anklageschrift erhellt Hintergründe für Kundendatentransfer

Eine im Fitnesscenter vergessene Aktentasche mit handschriftlichen Notizen soll schliesslich zur Lieferung von Kundendaten nach Deutschland geführt haben. Ein ehemaliger CS-Mitarbeiter steht diese Woche deswegen vor Gericht.

In der Affäre um die Lieferung von Bankkundendaten an Deutschland beantragt die Bundesanwaltschaft (BA) für den geständigen Ex-Mitarbeiter der Credit Suisse (CS) eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Die Anklageschrift erhellt die Hintergründe.

weiter...http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/bedingte_fr…
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14.12.11 10:21:27
Was nicht heisst, dass er damit Erfolg hat.....

Madoff-Treuhänder nimmt Credit Suisse ins Visier
Bank will sich zur Wehr setzen
Der Liquidator der Investmentfirma von Anlagebetrüger Bernard Madoff, Irving Picardhat, hat nun auch die Credit Suisse ins Visier genommen. Er hat bei einem Gericht in Manhattan Klage gegen die Bank eingereicht und die Rückgabe von 375 Mio. Dollar gefordert.

weiter....http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/madoff-treuhaender_ni…
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14.12.11 23:02:48
CS-Präsident Urs Rohner: «Bonustopf wird dieses Jahr deutlich kleiner sein»

Die Beschäftigten der Credit Suisse müssen sich auf tiefere Gehälter einstellen. Der fundamentale Wandel in der Branche wirke sich zwangsläufig auch auf die Saläre aus, sagt CS-Präsident Urs Rohner.

Da sich die ganze Bankbranche fundamental wandle, müsse sich dies zwangsläufig auch auf die Löhne auswirken, erklärte Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner (Bild) in einem Interview in der morgigen Ausgabe der «Handelszeitung».

Rohner weist im Gespräch weiter darauf hin, dass Konzernchef Brady Dougan bereits im Jahr 2008, als die Credit Suisse einen Verlust erlitt, einen Bonus von null gehabt habe. Dass die Boni heuer deutlich tiefer sein werden, gelte für alle Mitarbeiter.

Klare Regeln im US-Geschäft

Der Credit-Suisse-Präsident bestreitet, dass es im Nachgang zur UBS-Affäre in den USA systematische Verschiebungen von amerikanischen Kunden zu Kantonal- und anderen Banken gegeben habe. «Bei uns gab es ab 2008 klare Regeln, dass im grenzüberschreitenden Geschäft keine US-Kunden von der UBS übernommen werden», sagt Rohner.

Für den Finanzplatz wäre eine Globallösung, die alle Banken mit einschliesst, ideal, so Rohner weiter. Von einer Ablasszahlung von insgesamt 8 Milliarden Dollar habe er allerdings nie gehört, so der CS-Präsident weiter. Aus seiner Sicht sei die Höhe dieser Zahl nicht plausibel.

Erträge aus Wachstumsmärkten sollen deutlich steigen

In Bezug auf Deutschland geht Rohner nicht davon aus, dass die Abgeltungssteuer scheitert: «Wenn die deutschen und die schweizerischen Behörden eine Vereinbarung abschliessen, gilt diese auch. Alles andere wäre politisch heikel.» Die jüngsten Verzögerungen führt er auf innenpolitische Auseinandersetzungen in Deutschland zurück.

Mit Blick auf die Credit Suisse rechnet Rohner damit, dass sich der Ertragsanteil aus den Wachstumsmärkten von derzeit 15 Prozent in den nächsten Jahren auf 25 Prozent erhöht. Als wichtigste Zielregionen gelten Asien, aber auch Lateinamerika, namentlich Brasilien und Mexiko, sowie der Nahe Osten.

Zu viele Produkte


Auch in Russland soll die CS wachsen, obwohl dort ein erhöhtes Reputationsrisiko für die Bank droht. Rohner meint dazu: «Heute muss man sich bewusst sein, dass alle Banken permanent einem Reputationsrisiko ausgesetzt sind.»
Handlungsbedarf sieht Rohner auch bei der Produktepalette der Credit Suisse. Er räumt ein, dass es bei der CS wie bei den meisten Banken zu viele Produkte gebe. Darum plädiert er im Interview mehrmals für Effizienzsteigerungen.

Hohe Kosten und Ineffizienzen

«Ich denke, dass die Branche vor allem bei den IT-Kosten noch optimieren muss sowie in den Abläufen. Der Finanzsektor hat lange den Hang gehabt, die Prozesse kompliziert und komplex zu gestalten. Das hat zu hohen Kosten und Ineffizienzen geführt», sagt Rohner.

Auf einen weiteren Stellenabbau angesprochen erklärt der CS-Präsident: «Wir können auch mit 50'000 Mitarbeitern das Geschäft ausweiten und so effzienter werden. Wir haben keinen Einstellungsstopp, aber selbstverständlich eine natürliche Fluktuation. Kurzum, die Credit Suisse wird in fünf Jahren nicht mit signifikant weniger Personal unterwegs sein.»

http://www.finews.ch/news/banken/7263-cs-praesident-urs-rohn…
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15.12.11 15:36:26
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.470.797 von selectrix am 12.12.11 23:41:58Weiterer Hintergrundbericht:
11. Dezember 2011, NZZ am Sonntag
Wie Deutschland die CS ausspionieren liess
Steuerbehörden gaben bei Bankmitarbeiter Bestellungen auf – Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Toten
Die Bundesanwaltschaft führt im Fall der gestohlenen Credit-Suisse-Daten ein Strafverfahren gegen einen Toten. Der Grund: Sie will dessen Geld, das in Österreich und Tschechien liegt.
weiter....http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/wie_deutschlan…

14.12.2011
Zwei Jahre bedingt für CS-Datendieb
Das Bundesstrafgericht hat einen ehemaligen Mitarbeiter der Credit Suisse der Verletzung von vier Straftatbeständen schuldig gesprochen. Er hatte umfangreiche Bankdaten nach Deutschland geliefert.
...Der Verurteilte wurde des qualifizierten wirtschaftlichen Nachrichtendienstes, der Geldwäscherei, der Verletzung des Geschäftsgeheimnisses und der Verletzung des Bankgeheimnisses schuldig gesprochen. Die CS machte Zivilforderungen über 30'000 Franken geltend. Die Ersatzforderung der Eidgenossenschaft wurde auf 180'000 Franken festgelegt.
Das Strafmass von zwei Jahren bedingt sei «knapp am unteren Ende von dem, was das Gericht noch als angemessen ansieht», sagte der Richter in der Urteilsbegründung. Bis zu 20 Jahren Haft könnten bei qualifiziertem wirtschaftlichen Nachrichtendienst drohen, ergänzte er...

ganzer Artikel... http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Zwei-Jahre-bedi…
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16.12.11 22:44:51
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.371.781 von selectrix am 18.11.11 21:59:36Die letzten Tage von Clariden Leu
Integrationspläne stehen, am Mittwoch informiert CS an Townhall - der Steuerfall von Ex-CEO war entscheidend.

16. Dezember 2011

Im majestätischen Hauptsitz der Löwen-Bank an der Zürcher Bahnhofstrasse 32 herrscht Geisterstimmung. Fast niemand spricht, kaum jemand ist in den Gängen zu sehen. Wenn hin und wieder ein Telefon klingelt, ist meist ein Headhunter am anderen Ende der Leitung, auf der Jagd nach Beratern mit vermögenden Kunden.
Die Art der Auflösung der alt-ehrwürdigen Privatbank Clariden (Gründungsjahr 1973) und Leu (1755) ist einzigartig in der Geschichte des Schweizer Finanzplatzes. Ein stolzes Institut, das in seinem letzten Geschäftsjahr 2010 immerhin 209 Millionen Franken Gewinn erzielte und zuletzt wieder Vermögenszuflüsse verzeichnete, zerfällt in seine Einzelteile. Die Angestellten sind sich der Auflösung in Echtzeit bewusst, schauen stumm und tatenlos zu – sie sind machtlos.
weiter....http://insideparadeplatz.ch/2011/12/16/die-letzten-tage-von-…
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17.12.11 10:53:14
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.417.730 von selectrix am 30.11.11 10:32:02Fitch hat die Credit Suisse heruntergestuft auf "A". Grund: Unsicherheiten im Bankensektor. Das gleiche widerfuhr diversen anderen europäischen und US amerikanischen Banken. UBS bleibt auf "stabil"

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/fitch-stuft-die-cre…
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20.12.11 16:49:09
Momentan gibt's diverse Meldungen über die Credit Suisse. Deshalb etwas konzentriert:

CS will manche Clariden-Leu-Gelder gar nicht
Montag, den 19. Dezember 2011 um 08:43 Uhr
Am kommenden Mittwoch will die Credit Suisse weiter über die Intergration von Clariden Leu informieren. Bereits jetzt gibt es Überraschungen....
http://www.finews.ch/news/banken/7289-cs-will-manche-claride…

CS: Umbau im Bereich Corporate Finance
Montag, den 19. Dezember 2011 um 16:17 Uhr
Die Credit Suisse reorganisiert ihre Investmentbank mit drei neuen grossen Industriebereichen. Damit einher gegen diverse Personalrochaden.
Dabei übernimmt Giuseppe Monarchi als Head European M&A eine grössere Verantwortung, wie das Branchenportal «Financial News» am Montag berichtete.
Die Bank bündelt verschiedene Corporate-Finance-Bereiche. Monarchi wird dabei die Co-Leitung, zusammen mit Wenceslao Bunge, übernehmen und die Sektoren Real Estate, Konsumgüterfirmen, Healthcare, Technologie, Medien und Telekommunikationsfirmen bearbeiten.
Den Bereich TMT (Technologie, Medien und Telekommunikation) wird Monarchi gemeinsam mit Philippe Cerf verantworten.
Die Bereiche Energie und Industriefirmen werden künftig, ebenfalls in Personalunion, von den beiden Ex-Merrill-Lynch-Bankern Jonathan Grundy und Mark Echlin geführt. Last but not least übernehmen die beiden Banker Eric Richard und Carl-Georg Bauer-Schlichtegroll die Leitung der Sparte Finanzinstitutionen.
http://www.finews.ch/news/banken/7296-cs-umbau-im-bereich-co…


Credit Suisse warnt intern vor schwierigem Jahr 2012

ZÜRICH (Dow Jones)--Die schweizerische Bank Credit Suisse rechnet 2012 mit einem schwierigen Jahr. Das Institut sei dennoch zuversichtlich und werde besser als die Wettbewerber abschließen, schrieben am Montag CEO Brady Dougan und Verwaltungsratspräsident Urs Rohner in einem internen Memo an die Mitarbeiter.
Der Plan sei anspruchsvoll. Dabei müssten die Mitarbeiter alle Regeln und die Regulierung beachten. Es gehe darum, weitsichtig Kapital und Kapazität in Wachstumsgebiete zu stecken, neue Standards in Effizienz umzusetzen und Wachstumschancen in Einnahmen umzumünzen.

Dougan stimmt CS-Banker auf härtere Zeiten ein
20.12.2011 09:21
Die Credit Suisse will den Umbau ihrer Investmentbanking-Sparte schneller vorantreiben. «Business as usual» werde es 2012 nicht geben, schreibt CEO Brady Dougan in einem Brief an die Angestellten....
http://www.cash.ch/news/topnews/rss/dougan_stimmt_csbanker_a…

Credit Suisse drückt bei Umbau des Investmentbankings aufs Tempo
Zürich (Reuters) - Die Schweizer Großbank Credit Suisse will den Umbau ihrer Investmentbanking-Sparte schneller vorantreiben....
http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE7BJ01A201…
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20.12.11 16:56:16
Credit Suisse und die Schattenbanken
Die Schweizer Grossbank soll sich an undurchsichtigen Finanzkonstrukten beteiligen. In den Augen der internationalen Finanzmarktregulatoren sind das fragwürdige Geschäfte mit grossem Risikopotenzial.

Mit 331 Milliarden Franken ist die Credit Suisse (CSGN 21.58 1.65%) laut der aktuellen Ausgabe von «Business Law Currents» von Thomson Reuters in diverse Hedge- und Geldmarktfonds investiert. Die Schweizer Grossbank ist damit Teil des drittgrössten Schattenbankensystems weltweit. Auf den vorderen Rängen rangieren die Investmentbanken JP Morgan und Morgan Stanley mit Investitionen von je 384 Milliarden Franken.

Das Ziel der Anlagefonds ist es, mit risikoreichen Finanzprodukten zu handeln und auch Gelder über diverse Finanzvehikel etwa auf den Cayman Islands oder den Bermudas steuerschonend zu parken. Credit Suisse will das auf Anfrage nicht kommentieren.

Das Problem bei solchen Konstrukten: «Sie scheinen nicht transparent in den Büchern auf und sind aus einem Geschäftsbericht nicht herauszulesen», sagt Manuel Ammann, Vorstand des Schweizerischen Instituts für Banken und Finanzen der Universität St. Gallen. Damit unterliegen die indirekt starken Beziehungen der Credit Suisse zur Hedgefondsbranche nicht der gleichen Transparenz wie das gesamte Bankgeschäft in der Schweiz. Das weltweite Volumen von solchen Schattengeschäften, die von der Bankenregulierung nicht erfasst werden, wird auf 60 Billionen US-Dollar geschätzt (56 Billionen Franken).

Ausgelagerte Zweckgesellschaften von Banken, Investment- und andere Finanzmarktfirmen, die keine Banken sind, wickeln dennoch Bankgeschäfte ab. Das wirft kein gutes Licht auf die Credit Suisse. Denn Schattenbanken haben den Ruf, mit grossen Risikopositionen so massiv exponiert zu sein, dass sie auch systemrelevante Finanzinstitute ins Wanken bringen können.

Das Risiko solcher Geschäfte war schon zu Zeiten der Finanzkrise 2008 ein grosses Thema. Damals wurden die Schattenbanken Special Purpose Vehicles genannt, kurz: SPV. Hypotheken und Bankkredite wurden gebündelt, bewertet und als Assets weiterverkauft, die wiederum als Sicherheiten für Kredite dienten. Das Pyramidenspiel ist bekanntermassen als Subprime-Krise aufgeflogen. Das droht sich nun zu wiederholen. Weltweit grösste Drehscheibe für das Schattenbusiness ist der Finanzplatz London, der vergleichsweise wenig reguliert ist.

Vorbeigeschleuste Dividenden

Aber nicht nur aus Risikogründen sind die Schattengeschäfte problematisch. Auch der Versuch, Dividenden institutioneller Investoren in Steuerparadiese zu schleusen, läuft den Finanzregulatoren zuwider. Eine Studie der Nichtregierungsorganisation Bureau of Investigative Journalism (BIJ) hält fest, dass institutionelle Anleger vor allem die Staaten Frankreich, Deutschland und Italien um Steuergelder in der Höhe von bis zu 727 Millionen Franken pro Jahr bringen.

Abgewickelt wird dies ebenfalls über ein Netzwerk diverser Schattenbanken. Ein Hedgefonds oder eine Bank leitet die Dividendenerträge an Finanzinstitutionen weiter, die jeweils ihre Sitze in verschiedenen Steuerparadiesen haben. Über dieses Schattenbankensystem werden die Dividenden schliesslich wieder zum Eigentümer zurückgeleitet, der selbst eine Niederlassung in einem steuerbegünstigten Land unterhält. Auf diesem Weg werden im Schnitt 15 Prozent Dividendensteuer in Europa gespart. Die Credit Suisse soll laut BIJ sogar ein Strategiepapier verfasst haben, das derartige Geldströme im Detail regelt.

Um diese undurchsichtigen und teils riskanten Geldströme transparenter zu machen, will das Financial Stability Board (FSB) mit Sitz in Basel im nächsten Jahr auch die Schweizer Banken verstärkt einbinden. Denn von 24 Mitgliedstaaten des FSB sind bis jetzt nur elf Länder mit an Bord, die Schweiz ist nicht Teil der Arbeitsgruppe.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konju…
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20.12.11 17:02:37
Steuerstreit mit den USAcash Insider

Für die MainFirst Bank tätige Branchenanalyst:
...Der Experte schätzt, dass von der Vergleichszahlung von 3 Milliarden Dollar zwischen 1 und 1,5 Milliarden Dollar auf die Credit Suisse entfallen könnte. Der Beitrag von Julius Bär wird hingegen auf 200 bis 500 Millionen Dollar beziffert. Eine negative Kursreaktion erwartet der Experte dann, wenn die effektive Zahlung am oberen Ende dieser Bandbreite zu liegen kommt.

http://www.cash.ch/news/topnews/rss/soviel_koennte_cs_und_baer_der_usvergleich_kosten-1114418-771
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21.12.11 23:01:48
21. Dezember 2011, 09:58, NZZ Online
Credit Suisse expandiert in Japan
Schweizer Grossbank kauft HSBC-Privatkundengeschäft
Die Schweizer Grossbank Credit Suisse übernimmt von der britischen Bank HSBC das Privatkundengeschäft in Japan. Der Verkaufspreis wird nicht genannt. Der Wert des Geschäftsbereiches beträgt rund 2,7 Milliarden Dollar.
(Reuters) Die Schweizer Grossbank Credit Suisse übernimmt das Vermögensverwaltungsgeschäft der britischen Grossbank HSBC in Japan. In dem Geschäftsbereich würden für reiche Kunden Vermögen von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Dollar verwaltet, teilte HSBC am Mittwoch mit. Den Verkaufspreis nannte HSBC nicht. Nach Angaben eines Vertreters von HSBC Japan geht es um Kunden mit einem Vermögen von mehr als 200 Millionen Yen (2,57 Millionen Dollar). Kleinere Kunden mit mehr als zehn Millionen Yen will die Bank behalten...
...Weltweit verwaltet die Private-Banking-Sparte der Credit Suisse rund 950 Milliarden Dollar....
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/credit_suis…
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28.12.11 10:36:58
Credit Suisse steht zur Dividende
27.12.2011 07:41

Credit-Suisse-CEO Brady Dougan bestätigt in einem Interview die bisher zur Dividendenpolitik gemachte Aussagen.

"Ja, wir finden es wichtig, dass die Aktionäre Geld für ihr Engagement erhalten. Andererseits müssen wir die neuen Kapitalvorschriften erfüllen, daher müssen wir vorsichtig sein", so der CEO der Credit Suisse auf die Frage im "Tages-Anzeiger" (Ausgabe 27.12.), ob die CS weiter Dividende zahlen werde.

Darüber hinaus stellte Dougan u.a. tiefere Boni für die Credit-Suisse-Mitarbeiter in Aussicht. "Sie (die Boni) waren bereits letztes Jahr tiefer, und dieses Jahr wird der Bonustopf nochmals deutlich kleiner sein. Die Diskussion rund um die Löhne gibt es in der ganzen Branche. Wir nehmen das ernst und haben einen vernünftigen Ansatz."

Anfang November sagte CEO Dougan im Interview mit AWP, dass die CS im dritten Quartal eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 1,30 CHF pro Aktie reserviert habe. Wie hoch die Dividenden dann effektiv ausfallen werde, sei aber von der Performance im vierten Quartal und des Geamtjahres abhängig und werde vom Verwaltungsrat entschieden.
http://www.cash.ch/news/topnews/rss/credit_suisse_steht_zur_…
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30.12.11 18:00:00
Credit Suisse zwingt Banker zum Urlaub
29.12.2011
Von Walter Niederberger
Kein Zugriff auf die Computer und Blackberrys: Die Schweizer Credit Suisse verordnet ihren Händlern längere Ferien. Freiwillig würden sie nicht Pause machen. Während dieser Zeit will die Bank mögliche Betrüger in den eigenen Reihen aufspüren und vom Tricksen abhalten. Denn das kann Banken Milliarden kosten.
Je weniger Urlaub ein Börsenhändler macht, umso größer das Risiko eines Betrugs. Dies sagte einst Jérôme Kerviel. Und er muss es wissen, setzte der Franzose doch bei der Société Générale mit krummen Geschäften über sieben Milliarden Dollar in den Sand. Nun befolgt die Schweizer Großbank Credit Suisse den Rat des Zockers und verlängert den Zwangsurlaub für ihre Händler von einer auf zwei Wochen.
...Damit soll verhindert werden, dass sie ihre Handelsbücher anpassen und versucht sind, Verluste zu unterdrücken oder Gegenparteien zu verschleiern. Während ihrer Absenz können unabhängige Kontrolleure ihre Geschäfte prüfen und sicherstellen, dass alles mit rechten Dingen zuging und keine doppelte Buchführung betrieben wurde, wie Betrüger dies auch schon taten. Die Bank hoffe so, ihre gute Geschäftspolitik weiter zu verstärken, sagte die Credit-Suisse-Sprecherin....

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kampf-gegen-betrueger-…
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06.01.12 17:36:19
Credit Suisse gründet eigenen Hedge Fund
Freitag, den 06. Januar 2012 um 13:27 Uhr
Die Grossbank lässt ihren Ex-Chef für Immobilienverbriefungen einen eigenen Hedge Fund aufbauen. Darin soll er Gelder von CS-Kunden anlegen.

«Die CS plant, dieses Jahr einen eigenen Hedge Fund innerhalb des Asset Management aufzubauen», meldete «Bloomberg» am Freitag. Die Leitung des Vorhabens übergebe die Bank an Albert Sohn, den Ex-Leiter der Abteilung «Securitized Products», welche in der zweiten Jahreshälfte 2011 massive Verluste erlitten hat.

Bei der CS legt man allerdings wert auf die Darstellung, dass primär Kundengelder nicht Bank-eigenes Kapital in die Anlageprodukte fliessen sollen, die Sohn aufbauen soll.

Erfolg- und verlustreiche Abteilung

Tatsache bleibt: Sohn hatte der Credit Suisse auf diesem Gebiet von komplexen Kreditprodukten und Immobilienverbriefungen zur Marktführerschaft verholfen. Und Sohns alte Abteilung florierte in der Erholungsphase nach der Finanzkrise 2009 wie keine andere.

Mit der Euro-Schuldenkrise und dem gedrosselten Risikoappetit der Anleger kam sie dann aber 2011 ins Schleudern. Der Verkauf von komplexen Kreditprodukten und verbrieften Hypotheken gestaltet sich seit Mitte 2011 schwierig. Die CS kündigte im Oktober 2011 die Schliessung der Abteilung an, die kommerzielle Immobilien verbriefte. Im November kündigte sie weitere Abschreiber auf den spezifischen Anleihen in ihren Beständen an.

Gemäss Bloomberg übernahm die CS letztes Jahr unter Sohns Leitung die Platzierung der einzigen beiden Anleihen mit neuen US-Wohnbauhypotheken ohne Staatsgarantie. Zudem war die CS 2011 die Nummer zwei beim Neuverpacken alter Anleihen für Immobilienverbriefungen hinter der Barclays Bank.

Neue Aufgaben für Verbriefungschef

Per 1. Januar 2012 wechselt der 41-Jähre nun aus dem Investment Banking der CS in ihr Asset Management, wo er für den Bereich «Structured Credits» (komplexe Kreditprodukte) und strukturierte Anlagen in Wohnliegenschaften zuständig wird, wie einem CS-internen Memo zu entnehmen ist, welches «Finews.ch» vorliegt.

Im Asset Management rapportiert Sohn an Jonathan McHardy, Leiter Alernative Analgen. Zu Sohns Team gehören Gary Buchhalter, Amar Sujanani und Alok Verma. Die Leitung «Securitized Products» übernimmt Brian Chin.
http://www.finews.ch/news/finanzplatz/7383-credit-suisse-gru…
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10.01.12 13:35:45
Credit Suisse verkauft seine Risikopapiere an eigene Angestellte... und die greifen gerne zu:

Credit Suisse Bankers Said to Bet $450 Million on Firm’s Assets

Jan. 10 (Bloomberg) -- Credit Suisse Group AG, selling riskier assets to free up capital, has found a ready buyer: its own employees.

The same senior bankers who received part of their 2008 pay in illiquid loans and bonds contributed $450 million of their own money to buy more of the firm’s risky assets, such as mortgage-backed securities, said two people with knowledge of the plan, who asked for anonymity because the deal is private. The bankers, some of whom have left since 2008, had been willing to put almost $500 million into the Expanded Partner Asset Facility, or EPAF, which closed Dec. 31, one of the people said.

Banks are trying to divest illiquid loans and fixed-income securities because regulators would require the firms to hold more equity capital as a buffer against losses.

weiter...http://www.businessweek.com/news/2012-01-10/credit-suisse-ba…
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10.01.12 17:01:30
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.573.356 von selectrix am 10.01.12 13:35:45Dazu noch ein weiter Artikel:

CS wird riskante Papiere bei Mitarbeitern los
Die strengeren Eigenkapitalregeln zwingen die Banken, über ihre Bücher zu gehen. Die Credit Suisse erhält dabei Hilfe von ihren Mitarbeitern.

Die strengeren Eigenkapitalregeln für Banken stellen diese vor eine Herausforderung: Die Eigenkapitalquote muss steigen, ein Bilanzabbau steht an. Die Bank will also riskante Papiere loswerden – und erhält Hilfe von ihren eigenen Angestellten. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, investieren leitende CS-Angestellte insgesamt 450 Millionen Dollar in die riskanten Vermögenswerte.

Bloomberg beruft sich dabei auf zwei Quellen, die mit den Plänen vertraut sind, aber anonym bleiben wollen, da es sich um private Geschäfte handelt. Eine ähnliche Situation hatte es 2008 schon einmal gegeben. Nur seien den Bankern die Papiere damals regelrecht aufgezwungen worden. Sie hatten ihre Boni zum Teil mit den riskanten Vermögenswerten und verbrieften Krediten ausgezahlt bekommen. Diese hatten einen Wert von insgesamt fünf Milliarden Dollar und wurden in einen speziellen Fonds eingezahlt. Aus diesem wurde dann an etwa 2000 leitende Angestellte verteilt.

Auch wenn die Aktion 2008 nicht freiwillig war – sie hat sich für die Angestellten gelohnt: Rund 60 Prozent an Wert gewannen die Papiere bis 2010. Wie viel sie jetzt wert sind, ist nicht bekannt. Das hat die Banker offenbar dazu bewegt, die weiteren 450 Millionen zu investieren. Und die Credit Suisse hofft offenbar auf ein noch grösseres Interesse. Um die Papiere aus der eigene Bilanz zu bekommen, erwägt die Bank laut Bloomberg-Quellen sogar, selbst als Kreditgeber für die Angestellten zu agieren, damit diese noch weiter investieren.

Die Grossbanken Credit Suisse und UBS müssen eine Eigenkapitalquote von 19 Prozent erfüllen. Diese besteht aus zehn Prozent hartem Eigenkapital wie etwa einbehaltenen Gewinnen. Die restlichen neun neun Prozent müssen nicht aus diesem harten Kapital bestehen, sondern können auch so genannte Contingent Convertible Bonds sein (COCO-Bonds) – Pflichtwandelanleihen, die automatisch in hartes Kapital umgewandelt werden können, wenn eine gewisse Eigenkapitalquote unterschritten wird

http://www.handelszeitung.ch/invest/cs-wird-riskante-papiere…
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11.01.12 10:07:48
Wirklich lesenswert!

Lernen von Robert Holzach
Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 00:01 Uhr

Das Vertrauen ist angekratzt, eine angelsächsisch geprägte Managergeneration hat das Swiss Banking nachhaltig beschädigt. Robert U. Vogler zeigt, wo die Branche neuen Sinn finden könnte: bei sich selber. Die Rezepte finden sich in den Regeln früherer Bankiers-Generationen.

weiter...http://www.finews.ch/news/finanzplatz/7341-neue-bankiers-gen…
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11.01.12 13:16:32
CS lieferte Behörden Kundendaten von Nicht-US-Bürgern
Die Credit Suisse hat den Schweizer Behörden in Reaktion auf ein US-Amtshilfegesuch auch umfangreiche Daten von Nicht-US-Kunden ausgeliefert.

Die Grossbank Credit Suisse (CS) hat gemäss der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) den Schweizer Behörden in Reaktion auf ein US-Amtshilfegesuch auch umfangreiche Daten von Nicht-US-Kunden ausgeliefert. Neben Daten zu fünf US-Bürgern habe die Grossbank auch Unterlagen zu 125 weiteren Kunden verschiedenster Nationalität geliefert. Diese Daten seien zudem an Dritte gelangt, so die NZZ. Eine Anwaltskanzlei hat nun Anzeige gegen die CS eingereicht.

Der Wirtschaftsanwalt eines US-Kunden habe den USB-Stick von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) erhalten, der Kontounterlagen von insgesamt 130 CS-Kunden enthalte, heisst es in dem NZZ-Artikel. Die insgesamt 4'800 Seiten Bankinformationen, in den auch die NZZ Einsicht erhielt, betreffen Kunden verschiedenster Nationalität. Unter anderem würden darin der Jachtkauf eines Norwegers, der Pferdekauf eines Russen oder die Steuerumgehungen eines Deutschen dokumentiert.

Die Unterlagen beträfen Kunden, die finanzielle Transaktionen über eine international tätige Wirtschaftskanzlei tätigten, erläutert die NZZ. Nachdem die CS die Daten sämtlicher Kunden dieser Kanzlei an die ESTV weitergegeben hat, sind sie offenbar auch an Dritte gelangt.

Die CS erklärte gegenüber der NZZ in einer Stellungnahme, dass sie bei der Datenlieferung nach den Vorgaben der ESTV gehandelt habe. Auch die ESTV sieht gemäss der Zeitung keinen Grund für Kritik. Die betroffene Wirtschaftskanzlei hat nun Klage wegen Verletzung des Bankgeheimnisses bei der Finanzmarktaufsicht (FINMA) eingereicht und beantragt, dass die Daten der Nicht-US-Kunden nicht an die USA geliefert werden dürfen.
http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/cs-lieferte-behoerd…
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13.01.12 14:52:26
Credit Suisse: Vergiftete Boni
Die Schweizer Grossbank gibt weniger Geld aus für ihr Personal. Doch Investmentbanker bekommen immer noch markant mehr als alle andern.
http://www.handelszeitung.ch/management/credit-suisse-vergif…
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13.01.12 14:56:24
Credit Suisse in den USA vor Gericht
Freitag, den 13. Januar 2012 um 09:00 Uhr
Der Rechtsstreit der Schweizer Grossbank Credit Suisse mit dem konkursiten Gründer des Luxusresorts «Yellowstone Club» eskaliert vor Gericht.

Die Gruppe von Investoren rund um den Gründer des exklusiven Yellowstone Club, Tim Blixseth, klagen gegen die Schweizer Grossbank, wie die «Washington Post» berichtet.
Im Rechtsstreit, der vor dem amerikanischen Bundesgericht in Idaho ausgetragen wird, verlangen Investoren Schadenersatz in Zigmillionenhöhe von der Credit Suisse.

Anklage wegen Komplotts

Der CS wird vorgeworfen, sie habe bei der Vergabe von Krediten zum Kauf von Luxus-Ferienresidenzen absichtlich eine Offshore-Niederlassung benutzt, um die US-Kreditvergabe-Richtlinien zu umgehen, heisst es in der Anklageschrift.
Die Investoren klagen die CS dort des Komplotts an, sie habe die Immobilien zu inflationären Preisen eingeschätzt und dementsprechend hohe Kredite vergeben, nur um die Besitzer später in einen Zwangsverkauf zu drängen.

«Absurde Vorwürfe»

Die CS weist sämtliche Vorwürfe von sich und beurteilt die Klage als einen verzweifelten Versuch von Blixseth, sich aus der Affäre zu ziehen.
«Die Vorwürfe von Blixseth haben sich vom Unwahrscheinlichen ins Absurde gewandelt», schreiben die CS-Anwälte gemäss «Washington Post».

Schwarze-Peter-Spiel

Blixseth hatte 2005 einen Kredit über 375 Millionen Dollar für den Yellowstone Club von der CS erhalten. Davon soll er rund 200 Millionen in die eigene Tasche abgezweigt haben, heisst es im Zeitungsbericht.
Dafür wurde er bereits erstinstanzlich verurteilt und mit 40 Millionen Dollar gebüsst. Er hat gegen das Urteil appelliert.
Mit der Klage wolle er nun die Schuld für sein Fehlverhalten der CS zuweisen, schreiben deren Anwälte.
http://www.finews.ch/news/banken/7437-cs-vor-gericht-wegen-l…
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17.01.12 17:06:34
Verliert die CS 20 Mrd. Clariden-Assets?
Seniors der Tochter wollen mit eigener Firma an den Start.

17. Januar 2012 / 07:58 /

Kürzlich war Hanspeter Kurzmeyer auf Clariden-Truppenbesuch. Der einstige Grenadier-Offizier und heutige Topshot der Credit Suisse ist verantwortlich für die Integration der Privatebanking-Tochter Clariden Leu.

“Weitermachen!”, soll Kurzmeyer laut Augenzeugen in die Runde gerufen haben, als er fertig Hände geschüttelt hatte.

Für 550 der rund 1700 Clariden-Mitarbeiter klingt der Auftrag bitter. Sie erfahren in diesen Tagen, dass sie überflüssig sind.

Die übrigen kriegen Offerten für Jobs im Mutterhaus CS. Ein Sprecher des Finanzmultis bestätigt, dass man im Clariden-Leu-Intranet “transparent” informiere. Das sei Kurzmeyer wichtig. Es gehe ihm darum, die Leute “anständig” zu behandeln.

Wer ein Angebot erhält, der muss sich oft rasch entscheiden, manchmal innert 7 Tagen. Auf dem Spiel steht nicht zuletzt der Bonus.

Bei Annahme des Angebots soll der aufgeschobene Bonus-Teil weiter aufgeschoben bleiben, bei zweimaliger Ablehnung einer Offerte soll der bisher aufgeschobene Bonus verfallen, sagt eine Quelle.

Damit läutet die CS die harte Phase der Integration ein. Das weiss auch eine Gruppe von rund 10 Senior-Beratern der Clariden Leu. In der alten Clariden-Welt nannte man sie die “Untouchables”, weil sie losgelöst von Hierarchien und CEO-Befehlsgewalten grosse Freiräume genossen. Jeder dieser “Untouchable” verwaltet rund eine Milliarde oder mehr Kundenvermögen, die aus allen Weltregionen stammen.

Dieser Setup mit maximaler Unabhängigkeit für die Berater passt nicht ins strenge Länderschema der CS. Kein Wunder, begannen die Senior-Berater unmittelbar nach Ankündigung der Integration in die CS Mitte November zu prüfen, ob sie nicht lieber auf eigene Faust weitermachen wollen.

An vorderster Front mit dabei ist Anthony Cagiati. Cagiati und eine gute Handvoll Kollegen von der Clariden entwickelten in der Folge ein Konzept für eine eigene Vermögensverwalterin.

Die neue Firma würde auf Anhieb zu den grössten Playern der Branche zählen. “Diese Clariden-Seniors könnten 5 bis 10 Milliarden Franken Kunden-Vermögen mitnehmen”, sagt ein früherer Clariden-Leu-Manager, der über die Pläne im Bild ist.

Weitere Kundenberater mit grosser Kundenbasis seien auf dem Absprung, sagt die Quelle. “Julius Bär, Sarasin und weitere Banken und Vermögensverwalter bemühen sich um diese Berater.”

Insgesamt stünden rund 20 Milliarden Franken zur Disposition. Das entspräche fast der Hälfte der 50 Milliarden Assets, welche Clariden Leu im reinen Privatebanking verwaltete.

Die restlichen 40 Milliarden liegen bereits in CS-Fonds oder sind im Asset Management, das zur CS übergeht.

Es steht also viel auf dem Spiel für die Grossbank. Diese begründete die Clariden-Integration mit Einsparungen von jährlich 200 Millionen Franken. Sollten aber Assets im grossen Stil abfliessen, würde der Schuss mit der Clariden-Integration nach hinten losgehen.

Entsprechend bemüht sich der Konzern um die wichtigen Kundenberater. Vor Monatsfrist traf sich die Gruppe um Cagiati mit den CS-Oberen im Hotel Savoy am Paradeplatz, berichtet die Quelle. Die Idee der CS soll demnach sein: Die Clariden-Truppe macht sich selbstständig, belässt die verwalteten Gelder aber bei der CS, und diese würde eine Mehrheit oder sogar 100 Prozent der neuen Vermögensverwalterin besitzen.

Einig wurde man sich offenbar nicht, sagt die Quelle. Cagiati liess eine telefonische Anfrage unbeantwortet.

Nun könnte sich rächen, dass die CS-Chefs die Integration der Clariden Leu Hals über Kopf beschlossen hatte. Es zeigt sich nämlich, dass die Grossbank über kein geeignetes Vehikel verfügt, um Clariden-Beratern mit grossen Kunden, die unabhängig bleiben möchten, eine passende Plattform anbieten zu können.

Somit drohen der CS spürbare Vermögensabflüsse. Doch über dieses Themas wird die “transparente” CS wohl bald den Schleier des Vergessens breiten

http://insideparadeplatz.ch/2012/01/17/verliert-die-cs-20-mr…
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21.01.12 08:42:29
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.574.623 von selectrix am 10.01.12 17:01:30Hochspekulativ oder cleverer Schachzug?

CS kauft Hypothekenanleihen von der US-Notenbank
Die Schweizer Grossbank Credit Suisse kauft von der US-Notenbank Federal Reserve of New York Hypothekenanleihen in Milliardenhöhe. Die US-Notenbank hatte die Papiere im Jahre 2008 vom wankenden US-Versicherer AIG übernommen.
Die Credit Suisse hat von der Federal Reserve Bank of New York Hypothekenanleihen mit einem Nennwert von rund sieben Milliarden US-Dollar erworben.
Die New Yorker Fed hatte die Papiere 2008 im Zuge der Rettung des Versicherers AIG erworben. Den Verkaufspreis nannte die Notenbank nicht.
Neben der Credit Suisse hätten sich Barclays, Goldman Sachs und Merrill Lynch für das Paket interessiert, hiess es in einer Mitteilung. Nach Ansicht von Marktbeobachtern ist diese Transaktion ein deutliches Signal für eine Erholung des Markts für die entsprechenden Papiere

http://www.handelszeitung.ch/invest/immobilien/cs-kauft-hypo…
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21.01.12 08:51:26
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.605.863 von selectrix am 17.01.12 17:06:34Jagd auf Clariden-Assets
Vontobel, Bär & Co. buhlen um "Untouchables" der CS-Tochter und deren Milliarden-Kunden.

20. Januar 2012 / 08:11 /

“Natürlich sind wir im Gespräch mit Anthony”, sagt der Manager der Zürcher Privatbank Vontobel. “Alle auf dem Platz jagen die Clariden-Milliarden.”

Anthony Cagiati heisst der gefragte Vermögensverwalter mit ganzem Namen. Seine Bank, die Clariden Leu, wird bis Frühling aufgelöst. Wenn immer möglich sollen alle Kundenberater mit den verwalteten Vermögen ins Mutterhaus Credit Suisse (CS) wechseln.

Doch Cagiati und die von ihm vertretenen “Untouchables” – das sind die Clariden-Kundenberater mit Milliardenkunden und besonderen Freiheiten innerhalb der Bank – zieren sich.

Viele der rund 20 “Untouchables” prüfen derzeit ihre Optionen: die Gründung einer eigenen Vermögensverwaltung, mit den verwalteten Vermögen zu einer anderen Privatbank gehen, oder doch zur CS wechseln. Oder einen Mix, beispielsweise mit einer eigenen Vermögensverwaltung, deren Gelder aber weiterhin bei der CS verbucht sind.

Cagiati beantwortet Anfragen nicht, ein CS-Sprecher sagt, die Angelegenheit sei sich am Entwickeln.

Neben Vontobel sollen Julius Bär, Sarasin und weitere Privatbanken Cagiati und seinen Kollegen von der Clariden den Hof machen, sagt der Vontobel-Banker.

Der Vorteil einer Anwerbung einzelner Berater mit Milliarden-Kunden sticht ins Auge. Es gibt keine Übernahme- und Integrationskosten, wie dies beim Kauf einer ganzen Bank der Fall ist. Auch ist es einfacher, ein kleines Team mit grossen Vermögen aufzunehmen, ganz im Unterschied zu einem vollen Merger mit all seinen kulturellen Herausforderungen.

Auch für externe Vermögensverwalter sind die Clariden-Berater mit den grössten Kunden und Vermögen derzeit das “heisseste” Thema auf dem Bankenplatz Zürich.

Sind sie gross genug, dann können sie den Clariden-Topshots eine effiziente Plattform anbieten, mit allen benötigten Lizenzen, einem Risk-Management und weiteren zentralen Services. Einige bieten auch Partnerschaften an.

Wohin Cagiati & Co. mit ihren Kunden gehen, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Klar ist, dass für die Grossbank CS und ihre Verantwortlichen viel auf dem Spiel steht. Laut Insidern drohen der Bank Vermögensabflüsse von bis zu 20 Milliarden Asset, davon rund 5 bis 10 Milliarden von Cagiati und seinen etwa 8 Kollegen.

Die CS-Chefs müssen sich an der eigenen Nase nehmen. Mit ihrer überstürzten Integration der Traditionstochter haben sie die Gefahr grosser Vermögensabflüsse selbst heraufbeschworen.

Absprungbereite Clariden-Banker haben aber nicht sämtliche Trümpfe in der Hand. Es fragt sich, wie “sauber” die von ihnen verwalteten Vermögen und die dahinter stehenden Kunden sind.

Clariden galt lange als jene CS-Tochterbank, bei der Kunden landeten, die dem Mutterhaus nicht mehr geheuer waren.

Während die CS im US-Offshore-Geschäft beispielsweise beim Ausbruch des UBS-Steuerfalls die Pforten schloss, fanden amerikanische Steuersünder bei Tochter Clariden bis 2009 Unterschlupf.

Auch bei exponierten Kunden aus dem “wilden” Osten zeigte die Clariden-Bank kaum Berührungsängste, sagen Leute, die mit den Verhältnissen vertraut sind.

Einige Kunden fühlen sich heute von ihren Clariden-Beratern respektive der Bank betrogen und prüfen Klagen. Sie sind allerdings erpressbar; in der Heimat drohen Strafen, wenn ihre Clariden-Konti in Russland oder anderswo auffliegen.

Die Clariden-”Jäger” stehen somit vor besonderen Herausforderungen. Einerseits bietet sich Vontobel und anderen Privatbanken dank der überstürzten Integrationsübung die historische Chance, in der Schweiz verbuchte ausländische Vermögen im grossen Stil zu akquirieren.

Andererseits könnten sie sich Altlasten unter den Nagel reissen, die sie später teuer zu stehen kommen.

Wegelin, Julius Bär, die Zürcher und Basler Kantonalbank und weitere Institute können ein Lied davon singen. Gegen sie laufen in Amerika Strafermittlungen, weil sie US-Offshore-Kunden der UBS “Asyl” gewährten, als sich die alte Bankgeheimnis-Welt bereits auflöste.

http://insideparadeplatz.ch/2012/01/20/alle-jagen-clariden-a…
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23.01.12 12:33:51
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.626.591 von selectrix am 21.01.12 08:42:29Es war ein cleverer Schachzug:

Credit Suisse: Erfolg mit «giftigen» Papieren
Von den «toxischen» AIG-Papieren, welche die Credit Suisse letzte Woche erworben hatte, konnte die Bank bereits einen Grossteil weiterverkaufen.

Die Credit Suisse erstand ehemalige hypothekarverbriefte AIG-Papiere von der Federal Reserve Bank of New York, die mit sieben Milliarden Dollar unterlegt sind.

Damit bewies die Schweizer Grossbank einen guten Riecher. Denn die Wertschriften sind lange nicht mehr so toxisch oder illiquid, wie damals, als der AIG-Konzern die Papiere an den US-Staat abschieben musste.

Einen «signifikanten Teil» des übernommenen Portfolios habe die Credit Suisse nämlich schon weiterverkaufen können, berichtet das «Wall Street Journal».

Zu den Kunden gehören andere Banken, Versicherer, Hedge Funds, Private-Equity-Portfolios und Immobiliengesellscahften.

Wie viel die Schweizer Bank für das Milliardenportfolio hinlegen musste, ist indessen nicht bekannt. Die Bank hatte es in einer Auktion gewonnen. Drei weitere Banken hatten ebenfalls Interesse an den Ex-AIG-Papieren bekundet.
http://www.finews.ch/news/banken/7516-credit-suisse-erfolg-m…
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24.01.12 10:18:10
Brady Dougan schadet CS-Eigentümern
Neue Boni-Vehikel nehmen Aktionären Gewinne weg.


24. Januar 2012

Brady Dougan kennt alle Tricks der Investmentbanker. Schliesslich hat der 52-jährige CEO der Credit Suisse (CS) in seinem Berufsleben nichts Anderes gemacht als Dealen und Strukturieren.

Der neueste Hase, den Dougan aus seinem Investmentbanker-Hut zaubert, heisst PAF2. Es handelt sich um ein Zins-Vehikel, dem Derivate zugrunde liegen.

PAF meint Partner Asset Facility und ermöglicht den obersten CS-”Partnern”, rasch zu sehr grossem Reichtum zu kommen.

Mit dem ersten PAF von 2008, als die Preise für komplexe Derivate auf den US-Häusermarkt am Boden lagen, machten die CS-Topshots bis heute 70 Prozent Gewinn. Dougans PAF2 verspricht Ähnliches. Die CS-Investmenbanker würden sich sicher keinen Schrott unterjubeln lassen.

Der Amerikaner Dougan, der in einem Interview eine bemerkenswerte Ignoranz gegenüber der Schweiz zeigte, als er Namen und Zahl der Bundesräte durcheinander brachte, wird mit seinem zweiten PAF zum ultimativen Bonus-König von Swiss Banking.

Die Basis für diesen Ruf holte er sich im Frühling 2010. Damals kassierte Dougan einen Sonderbonus von 71 Millionen Franken. Seine Berater zeichneten das Bild eines bis anhin zu kurz gekommenen Grossbanken-Chefs, der in der Krise von 2008 freiwillig auf Sonderzahlungen verzichtet habe und nun “auch einmal” auf die Rechnung kommen wolle.

Die 71 PIP-Millionen stammten noch aus einem Bonus-Programm von Dougans Vorgänger auf dem CS-CEO-Stuhl. Doch Oswald Grübel hatte ein klassisches aktienbasiertes Vergütungspaket gezimmert, einfach mit einem besonders aggressiven Hebel.

Mit den beiden PAF-Programmen geht Dougan jedoch einen grossen Schritt weiter. Er macht nicht nur sich und seine Managerkollegen reich, sondern dieser Profit geht direkt zulasten der CS-Aktionäre.

Hätte Dougan die Derivate-Papiere für den ersten PAF und den zweiten PAF nämlich nicht von der CS-Bilanz in die privaten Schubladen des obersten CS-Managements verschoben, dann wären die 70-Prozent-Kursgewinne des ersten Programms statt in den Taschen der Topshots der CS in jenen der Eigentümer der Bank gelandet.

“Rent-seeking at its best”, sagt ein Konkurrenzbanker, der das Treiben verfolgt. Dougan und seine CS-Investmentbanker würden ihren Informationsvorsprung geschickt nutzen, während die Eigentümer, die eigentlich das Sagen haben müssten, das Nachsehen hätten.

Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen – Dougan beherrscht das Aschenputtel-Prinzip wie kein Zweiter, wenn es um seinen eigenen Gewinn geht.

Während er beim Fussvolk ausmistet und Tausende von Stellen streicht, wurde er in seinen 5 Jahren als CEO der CS hundertfacher Millionär. In der gleichen Periode haben Dougans Aktionäre nichts zu lachen gehabt. Von Mai 2007 bis heute hat der CS-Aktienkurs unter Dougan rund 73 Prozent verloren.

Bei anderen Grossbanken sieht das Bild noch schlimmer war, beispielsweise bei der UBS, deren Kurs in der gleichen Zeit um 82 Prozent abstürzte. Doch jene UBS-Chefs, die nach der Krise an die Strippe kamen, konnten niemals so unverschämt in die Kasse der Bank greifen wie Dougan&Co. So gab sich Oswald Grübel mit einem Fixsalär von jährlich 3 Millionen zufrieden.

Dougan verpackt seinen Bonus-Trieb in wohl klingende Worte. Sowohl Management als auch Eigentümer würden gewinnen, argumentiert er in einer internen Mitteilung, die das neue Bonus-Programm kürzlich bekannt machte.

Die Risiken für CS-Manager würden durch einen soliden Coupon von mindestens 5 Prozent abgegolten, gleichzeitig würde die Firma ihre “strategischen Ziele” erreichen.

Gemeint ist die Risiko-Reduktion der CS-Bilanz, um die neuen Eigenkapital-Vorschriften leichter zu erreichen.

Zudem würden die CS-Topbanker nicht einfach mit sofort verfügbarem Cash befriedigt, sondern müssten sich langfristig für die Firma einsetzen, um vermögend zu werden.

Am Kern ändern diese Argumente nichts. Wie sehr sich Dougan um sich selbst und seine Investmentbanker kümmert und wie wenig ihn offenbar das Wohl der Aktionäre beschäftigt, zeigt nämlich auch die Geschichte mit den sogenannten CoCos. Die von der CS angepriesenen “Contingent Convertible” Bonds werden bei Unterschreitung eines gewissen Eigenkapital-Minimums in Aktien umgewandelt.

Für Ex-UBS-Chef Oswald Grübel sind das Zeitbomben, welche die Krise verschärfen statt eingrenzen, weil alle Aktionäre auf dem Sinkflug Richtung CoCo-Untergrenze abspringen würden.

Dougans CoCos haben sich bei der Berner Aufsicht Finma durchgesetzt. Sie machen wie immer bei der CS eine Gruppe zu Gewinnern: die Investmentbanker, die diese Vehikel strukturieren.
http://insideparadeplatz.ch/2012/01/24/brady-dougan-schadet-…
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27.01.12 12:14:46
Credit Suisse: 30 Prozent tiefere Saläre für die Investmentbanker Freitag, den 27. Januar 2012 um 07:53 Uhr
Die Bank teilte ihren Investmentbankern mit, das ihre Saläre für 2011 im Schnitt 30 Prozent tiefer ausfallen werden. In Asien werden es nur minus 20 Prozent sein.

Die grossen Finanzhäuser machen nun Ernst mit den angekündigten Bonuskürzungen. Letzte Woche mussten bereits die Goldman-Sachs- und Morgan-Stanley-Banker mit markant tiefere Salär-Schecks fürs abgelaufene Börsenjahr Vorlieb nehmen.

Diese Woche orientierte nun Credit-Suisse-CEO Brady Dougan die Kadermitarbeiter im Investmentbanking darüber, dass ihre Saläre für 2011 durchschnittlich 30 Prozent tiefer ausfallen würden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg» mit Bezug auf ein internes Bankmemo des Bankchefs an das Kader.

Einige kommen glimpflicher weg

Einige CS-Mitarbeiter allerdings sollen gemäss der Nachrichtenagentur glimpflicher davon kommen, darunter jene in Asien. Dort soll die Kompensation für 2011 «nur» um 20 Prozent fallen, zitiert «Bloomberg» CS-Manager, die anonym bleiben wollten.

Bei Morgan Stanley fielen die Saläre um durchschnittlich 20 bis 30 Prozent, wie «finews.ch» berichtete.

Hochrisikopapiere verteilt


Vor einigen Tagen hatte die Bank ihre Mitarbeiter zudem darüber orientiert, dass ein Teil der Führungsleute eine Portion ihres Bonus' in Form von Derivaten erhalten würden.

«Damit versuchen wir, ein Gleichgewicht herzustellen zwischen Angestellten und Aktionären», teilte CS-CEO Brady Dougan seinen Mitarbeitern gemäss einem Memo mit (finews.ch vom 24. Januar).

Mitarbeiter profitierten schon einmal

Bereits 2008 hatte die Bank ihre Bilanz von unverkäuflichen, hochriskanten Finanzprodukten entlastet, indem sie sie ihren Mitarbeitern zuhielt. Dieser Pool mit Junk-Bonds im Wert von über 5 Milliarden Dollar hat sich seither prächtig entwickelt.

Im aktuellen Fall stellt die CS gemäss einem früheren «Bloomberg»-Bericht eine Garantie über die ersten 500 Millionen an Verlusten.
http://www.finews.ch/news/banken/7553-credit-suisse-30-proze…
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31.01.12 18:16:12
Credit Suisse verkauft ihren Hauptsitz in London
Die Schweizer Bank trennt sich für 325 Millionen Pfund von ihrem Sitz im Londoner Finanzzentrum Canary Wharf. Käufer ist ihr grösster Aktionär.

Der Staatsfonds von Katar bietet der Credit Suisse 325 Millionen Pfund für ihren Londoner Hauptsitz an der Adresse 1 Cabot Square, berichtet das Fachmagazin «PropertyWeek.com».

Im Gegenzug handelte die CS mit der Qatar Investment Authority (QIA) das Recht aus, die 540'000 Quadratmeter Bürofläche für mindestens 20 weitere Jahre nutzen zu dürfen. Die Miete betrage 37.50 Pfund pro Quadratmeter, schreibt das Magazin.

«Sale & Leaseback»-Deal kurz vor Abschluss

Bei der Bank will man das «Sale & Leaseback»-Geschäft nicht kommentieren. Der Verkauf sei noch nicht abgeschlossen, aber in fortgeschrittenem Stadium, bestätigen aber Recherchen von finews.ch den Bericht.

Damit tritt QIA erstmals direkt als Immobilienkäufer im Londoner Finanzzentrum auf. Bereits ist der Staatsfonds dort indirekt beteiligt, via einen Anteil von 27,7 Prozent an der Immobiliengesellschaft «Songbird Estates», die 69 Prozent an der Canary Wharf Group hält.

Frühere Verkäufe der CS

Bereits früher hat die CS ein anderes Gebäude in Canary Wharf verkauft und zurückgemietet: Im Oktober 2009 veräusserte die Bank ihr Gebäude am 20 Columbus Courtyard für 155 Millionen Pfund an die Gesellschaft M1 Real Estate, hinter der ebenfalls arabische Investoren stehen.

Diese betrachten den Londoner Finanzdistrikt an der Themse offenbar weiterhin als sicheren Hafen in einem von niederigen Zinsen und hohen Schwankungen gekennzeichneten Finanzumfeld.

Vielfältige Beziehungen zwischen CS und Katar

Die Beziehungen zwischen der CS und dem Katar'schen Herrscherhaus sind vielfältig (siehe auch den Bericht zum Totalabschreiber auf Helvetica Wealth Management). Der QIA ist nicht nur ein guter Kunde des CS-Investmenbanking. Der Staatsfonds war der CS auch 2008 bei ihrer Kapitalerhöhung zur Seite gestanden, als er seinen Anteil an der Schweizer Bank auf 9,9 Prozent erhöht hatte.

Im Februar 2011 war der QIA zudem einer von zwei Investoren, der der CS die «Coco»-Bonds für insgesamt 5,9 Milliarden Franken abnahm und damit der Bank ermöglichte als erste die strengen Kapitalvorschriften im Rahmen der neuen «Too Big to Fail»-Regulierung zu erfüllen.

http://www.finews.ch/news/banken/7566-credit-suisse-verkauft…
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01.02.12 11:02:13
Credit Suisse: Ein Delikt namens Bonus-Betrug

Eine Handvoll ehemaliger CS-Mitarbeiter soll in New York angeklagt werden. Der Vorwurf: Sie sollen in der Subprime-Krise Papiere zu hoch bewertet haben.

Der New Yorker Staatsanwaltschaft Preet Bharara muss sich erneut mit einer Schweizer Bank beschäftigen: Er plant offenbar, mehrere Ex-Mitarbeiter von Credit Suisse anzuklagen. Diese sollen Anfang 2008 Investoren getäuscht haben, indem sie CDOs und MBS absichtlich zu hoch bewerteten. Das Motiv dahinter sei es gewesen, dadurch die persönlichen Boni zu steigern.

Das berichten «Reuters», «Bloomberg» und die «New York Times» unter Berufung auf involvierte Personen. Auch die Börsenaufsicht SEC ermittle in diesem Fall.

Im Verdacht stünden vier Personen, hiess es weiter – und gegen Credit Suisse selber werde nicht ermittelt. Die Händler sollen Collateralized Debt Obligations und hypothekenbasierte Wertpapiere bewusst zu hoch bewertet haben. Der Fall führte dazu, dass Credit Suisse im Februar 2008 überraschend Abschreibungen von 2,65 Milliarden Dollar ankündigte und dabei mehrere Händler entliess.

Es wären mit die ersten Strafklagen im Zusammenhang mit den Missbewertungen von CDO und Mortgage-Backed Securities in der amerikanischen Subprime-Krise.
http://www.finews.ch/news/banken/7605-credit-suisse-ein-deli…
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02.02.12 21:54:27
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.679.143 von selectrix am 01.02.12 11:02:13Ex-Chef für CDO-Handel angeklagt

Nachdem sich zwei Ex-Mitarbeiter der Bank geständig zeigten, knüpft sich die New Yorker Staatsanwaltschaft den 38-jährigen Leiter des Handels mit strukturierten Krediten vor.

Kareem Serageldin, der bei der Credit Suisse bis Anfang 2008 den weltweiten Handel mit strukturierten Krediten leitete, wurde am Mittwoch in New York angeklagt, wie «Bloomberg» berichtete.

Er soll seine Mitarbeiter angewiesen haben, die CDO-Kreditpapiere (Collateralized Debt Obligations) falsch zu bewerten. Dies, um seine Jahresziele zu übertrumpfen und seinen Jahresbonus auszublasen.

7,27 Millionen Dollar Bonus für Angeklagten

Gemäss Klageschrift soll Serageldin für das Jahr 2007 ein Salär von 7,27 Millionen Dollar erzielt haben. Davon will die Credit Suisse schliesslich 5,2 Millionen wieder eingezogen haben.

Nach Entdeckung der Fehlbewertungen musste die Bank Sonderabschreibungen über 2,65 Milliarden Dollar bekannt geben.

Häusermarkt brach zussammen, Gier hielt an

Der Name des 38-jährigen Serageldin, der in England lebt, wurde am Mittwoch mit der Anklageschrift veröffentlicht. Kurz nachdem sich zwei ihm vormals untergebene Mitarbeiter vor dem New Yorker Bundesgericht zur Kooperation bereit erklärt hatten.

Der 42-jährige David Higgs und der 36-jährige Salmaan Siddiqui belasten ihren ehemaligen Vorgesetzten, Serageldin, in ihren Verteidigungsreden stark: Er habe sie angewiesen, den Wert der CDOs im Handelsbuch der CS namens «ABN1» nach dem Zusammenbruch des US-Häusermarkts zu hoch einzutragen.

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte Serageldin, Higgs sowie Salmaan Siddiqui und Faisal Siddiqui (die nicht verwandt sind) anzeigt, wie finews.ch gestern berichtete. Der New Yorker Faisal Siddqui, 36, war bis 2008 als Vice President für das CDO-Handelsteam in New York tätig.

Sollte sich Serageldin nicht der US-Justiz stellen, will der Manhattener Staatsanwalt Preet Bharara ein Auslieferungsgesuch stellen

http://www.finews.ch/news/banken/7622-cs-ex-chef-fuer-cdo-ha…
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09.02.12 09:02:19
Auch bei der CS sind die Investmentbanker Ursache des schlechten Resultats.Selbst UBS war deutlich besser. Nicht gerade ein Ruhmesblatt für EX-Investmentbanker Brady Dougan:

Credit Suisse im vierten Quartal mit unerwartetem Verlust
Investmentbank macht Vorsteuerverlust von über einer Milliarde


Die Credit Suisse hat im vierten Quartal 2011 einen unerwartet hohen Verlust ausgewiesen. Restrukturierungskosten und das schlechte Abschneiden der Investmentbank belasteten das Ergebnis. Die Bank kündigte an, die Dividende zu senken.
mtz. Die Schweizer Grossbank Credit Suisse (CS) hat im vierten Quartal 2011 einen Reinverlust von 637 Mio. Franken erzielt. Im dritten Quartal hatte der Reingewinn noch mit 683 Mio. Franken im Plus gelegen. Schuld am verhagelten Ergebnis des Schlussquartals war unter anderem die Investmentbank, die vor Steuern ein Minus von 1,3 Mrd. Franken auswies.

Die Grossbank verfehlt damit die Erwartungen bei weitem: Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten waren im Schnitt von einem Gewinn von 339 Mio. Franken ausgegangen. Die CS kündigte an, die Dividende von 1.30 Franken auf 75 Rappen zu kürzen. Die Aktie dürfte an der Börse unter Druck kommen.

Bank im Umbau
Das Ergebnis ist laut CS-Chef Brady Dougan «enttäuschend». Es spiegle das schwierige Martkumfeld im Berichtsquartal sowie die Auswirkungen der Massnahmen, die man zur Anpassung des Geschäftsmodells an die neuen Marktbedingungen und die veränderten aufsichtsrechtlichen Bestimmungen getroffen habe.

Die beschleunigte Umsetzung des Plans zur Risikoreduktion, der Ausstieg aus Geschäftsbereichen, die im veränderten regulatorischen Umfeld keine attraktiven Renditemöglichkeiten böten, sowie der höhere Aufwand infolge der raschen Realisierung des Kostensenkungsprogramms belasteten das Ergebnis laut Dougan im vierten Quartal mit 981 Mio. Franken. Durch diese Massnahmen würden Risiken reduziert und die Mittel würden in kundenorientierten Wachstumsbereichen eingesetzt, die im neuen Marktumfeld attraktive Renditechancen böten.

Milliardenverlust der Investmentbank
Noch stärker belastete die Investmentbank das Ergebnis. Diese schrieb einen Quartalsverlust vor Steuern von 1,3 Mrd. Franken. Es ist der zweite Verlust in Folge; nach einem Minus von 0,2 Mrd. Franken im dritten Quartal. Die Aufgabe von Geschäftsbereichen und die Reduktion risikogewichteter Aktiven um 35 Mrd. Franken im Anleihengeschäft schlug mit 567 Mio. Franken zu Buche. Die CS erwartet, dass sie das angekündigte Ziel, die risikogewichteten Aktiven bis Ende 2012 auf 229 Mrd. Franken zu reduzieren, schon Ende des ersten Quartals 2012 erreichen wird.

Das Private Banking erzielte einen Quartalsgewinn vor Steuern von 467 Mio. Franken, dies ist deutlich mehr als die 183 Mio. Franken des dritten Quartals, aber deutlich weniger als die 824 Mio. Franken des Vorjahresquartals. Die Bank leidet unter anhaltendem Margenschwund: Die Bruttomarge betrug noch 109 Basispunkte, dies sind 5 Punkte unter dem Vorquartal und 11 Punkte unter dem Vorjahresquartal. Die verwalteten Vermögen stiegen parallel zu den sich gegen Ende des Jahres wieder erholenden Börsen von 1196,8 Mrd. Franken auf 1229,5 Mrd. Franken.

Der Credit-Suisse-Gruppe flossen im vierten Quartal Netto-Neugelder in der Höhe von 400 Mio. Fr. zu. Im Private Banking betrug der Netto-Neugeldzufluss insgesamt 7,6 Mrd. Franken. Im dritten Quartal waren es 7,1 Mrd. Franken gewesen.

Das vierte Quartal wirkte sich auch negativ auf das Jahresergebnis der Bank aus, das mit 1,9 Mrd. Franken Reingewinn 62 Prozent schwächer ausfiel als noch 2010. Dies entspricht einer Eigenkapitalrendite von 6 Prozent. Die Führungsriege hat sich mittelfristig ambitionierte 15 Prozent zum Ziel erklärt.

Hohe Kosten
Die erwähnten Restrukturierungsmassnahmen haben sich noch nicht in den Quartalszahlen niedergeschlagen. Während der Nettoertrag im vierten Quartal um 34 Prozent auf 4,5 Mrd. Franken sank, reduzierte sich der Geschäftsaufwand lediglich um 6 Prozent auf 5,4 Mrd. Franken. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um 1000 auf 49'700. Das Verhältnis der Kosten zu den Erträgen lief aber mit 120 Prozent aus dem Ruder – schon in den Vorquartalen war das Verhältnis mit mehr als 80 Prozent hoch.

Die Lohn- und Bonuszahlungen für die Mitarbeiter sank 2011 um 10 Prozent auf 13,1 Mrd. Franken. Dies reichte nicht, um den Ertragsrückgang von 17 Prozent auszugleichen. Die variablen Vergütungen sanken um 41 Prozent und für Geschäftsleitungsmitglieder um 57 Prozent. Den Gürtel enger schnallen müssen sich diese deshalb aber noch nicht: Im Durchschnitt verdient ein CS-Mitarbeiter immer noch mehr als 260'000 Franken pro Jahr.
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09.02.12 12:13:25
Brady Dougan serviert interne Kritiker ab
Private-Banking-Chef Berchtold fand Investmentbank-Rendite schwach und landete im Abseits.

Credit-Suisse-CEO Brady Dougan ist durch und durch Investmentbanker. Entsprechend geht das miserable Investmentbanking-Resultat von heute auf seine Kappe. Die CS verlor von Oktober bis Dezember 2011 im angelsächsisch dominierten Teil 1,3 Milliarden Franken.

Wer intern Dougan und seine Investmentbank kritisiert, hat nichts zu lachen. Der CS-Chef servierte zwei bekannte Topshots eiskalt ab. Einer hatte zuvor Dougan und die Profitabilität seiner Lieblingssparte zum Thema gemacht.

Die Rede ist von Walter Berchtold. Der Schweizer machte eine lange und steile Karriere in der CS. Unter Dougan-Vorgänger Oswald Grübel wurde Berchtold Konzernleitungsmitglied und Chef des globalen Private-Bankings.

Letzen Sommer kam das jähe Aus. Berchtold wurde auf einen Frühstücks-Direktorenjob wegbefördert, seine Stelle übernahm mit Hans-Ulrich Meister der neue Shootings-Star unter den letzten “Swissies” innerhalb der CS.

Berchtolds Private-Banking-Resultate seien ungenügend, hiess es in der CS. Doch von den 2,7 Milliarden Franken Vorsteuergewinn für 2011 stammen 2,3 Milliarden von Berchtolds Sparte. Die Investmentbank landete hingegen nach einem Milliarden-Verlust im letzten Quartal mit 79 Millionen unterhalt der Messbarkeitsschwelle.

Erst jetzt wird klar, dass hinter dem Sturz des scheinbar unangreifbaren Berchtolds Anderes stand. Laut einer Quelle, die Berchtold nahesteht, war der Private-Banking-Chef der einzige in der CS-Konzernleitung, der es wagte, die Profitabilität der Investmentbank zu hinterfragen und damit Dougans Leadership anzuzweifeln.

“Das führte zum direkten Clash mit Dougan”, sagt der Insider. Denn Dougan kenne “nichts ausser dem Investmentbanking”. Doch das Investmentbanking der alten Welt sei tot.

Dieses war der Motor des CS-Konzern, dort generierte der Finanzkonzern seine zwischenzeitlich eindrücklichen Gewinne. Diese waren es auch, welche die Basis für die gigantischen Boni für Dougan&Co. bildeten. Höhepunkt waren die 71 Millionen Sonderbonus für Dougan im Frühling 2010 aus einem Vehikel namens PIP.

Mit dem Bersten des CS-Motors Investmentbanking steht Dougan vor seinem persönlichen Scherbenhaufen. Das würde seine harsche Reaktion gegen interne Kritiker erklären.

“Wädi” Berchtold soll mit seinem “Angriff” auf Dougan noch einen Schritt weitergegangen sein, sagt der interne Kenner der Grossbank. Er habe als Einziger Dougans Steckenpferd, die “CoCos”, angezweifelt.

Gemeint sind “Contingent Convertibles”, Wandelanleihen, die im Fall einer Unterschreitung von Kapitalgrenzen automatisch zu neuem Aktienkapital werden und der Bank Luft verschaffen.

CoCos waren Dougans Lieblingskind. Seine Kollegen an der Spitze der CS-Investmentbank hatten die Idee auf die internationale Banken-Landkarte gesetzt, und die CS war eine der ersten globalen Finanz-Player, welche CoCo-Kapital im grossen Stil aufnahmen.

In der Schweiz überzeugten Dougan und seine CS-Investmentbanker auch den Regulator in Bern. Zuletzt bleib nur noch UBS-Chef Oswald Grübel als CoCo-Gegner übrig.

Die Papiere würden im Krisenfall zu einer “Self fulfilling prophecy” und damit zu einem eigentlichen Brandbeschleuniger, argumentierte Grübel, der im September nach einem Milliarden-Derivatecrash seiner Bank den Bettel hinschmiss.

Für Dougan waren CoCos nicht nur Mittel zur Krisenbewältigung. Die Herausgabe dieser Papiere bescherte seiner Investmentbank lukrative Einnahmequellen.

“Die CS-Investmentbanker denken immer nur an den nächsten Deal”, sagt der Insider. “Ob eine Idee nachhaltig ist und für die Zukunft taugt, interessiert sie nicht.”

Dougan-Kritiker Berchtold zahlte mit seiner Absetzung zwar einen hohen Preis für seinen Widerstand. Doch auch er hatte zuvor viel Geld in den eigenen Sack gesteckt.

Im erwähnten Bonus-Programm, das Dougan für immer zum reichen Mann machte, kriegte Berchtold rund die Hälfte des Dougan-Jackpots.

Auch begann Berchtold Dougan offenbar erst spät zu hinterfragen. “Wädi opponierte erst, als er merkte, dass der Wind gegen ihn drehen würde”, sagt eine andere Quelle aus dem CS-Innern.

Wie kaltblütig und gnadenlos Dougan interne Kritiker abservieren kann, zeigt aber noch ein zweites Beispiel. Martin Newson war bis 2006 ein hoher CS-Investmentbanker und enger Vertrauter Dougans. Als Global Head of European Equitites war Newson einer der Top-Leute der Investmentbanking-Sparte, die damals von Dougan geleitet wurde.

Auch Newson soll damals begonnen haben, Dougan intern zu hinterfragen, sagt eine zweite Quelle. Darauf habe ihn Dougan abserviert. “Mich überraschte, dass Dougan nicht einmal Halt vor einem Ziehsohn machte”, sagt er Ex-CS-Manager.

Der Fall von Newson legt nahe, dass Dougan immer dann wild um sich schlägt, wenn es um seine eigene Karriere geht. Kurz nach Newsons Abgang wurde er vom damaligen CS-CEO Oswald Grübel und CS-Präsident Walter Kielholz überraschend zum CS-Konzernleiter ab 2007 bestimmt
http://insideparadeplatz.ch/2012/02/09/brady-dougan-serviert…
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10.02.12 23:22:06
Milliardengrab Investmentbanking
Nur die Boni sprudeln munter weiter


Die beiden Schweizer Grossbanken haben desaströse Quartalszahlen veröffentlicht. Da ihre Bosse Investment-Banker sind, wird der falsche Kurs weitergefahren.
Sowohl die UBS wie auch die Credit Suisse haben, seit sie Investment-Banking betreiben, mit diesem Geschäftsmodell Multimilliardenverluste eingefahren. Im letzten Quartal des Jahres 2011 war das nicht anders. Mehr als eine Milliarde minus in dieser Sparte bei der CS, eine Viertelmilliarde bei der UBS, die schon im dritten Quartal satte 650 Millionen Miese schrieb. In der sogenannten Realwirtschaft hätte das schon längst zur naheliegenden Konsequenz geführt: Stecker raus, aus die Maus. Denn hier gilt: Gewinn ist gut, Verlust ist schlecht. Wieso ist das bei Banken anders?
Zock, zock, zock
Dass 1933 mit dem Glass-Steagall-Gesetz das Trennbankensystem eingeführt wurde, machte Sinn. Damit wurde klar unterschieden zwischen streng überwachten Geschäftsbanken mit Kleinkundenverkehr und Investment-Banken, bei denen jeder Investor wusste: Hier geht die Post ab, möglicher Totalschaden inklusive. 1999 wurde diese Trennung in den USA aufgehoben, und die UBS verleibte sich die Zockerbuden Warburg und Paine Webber ein, die CS krallte sich schon früh die First Boston. Das Geschäftsmodell bestand nun darin, dass sich diese Spekulantenclubs innerhalb der Bank billig Geld leihen konnten, mit dem dann im Zocker-Casino die grossen Räder gedreht wurden. Hielt das Glücksrad zufällig an der richtigen Stelle, knallten die Champagnerkorken. Wurden Milliarden in den Sand gesetzt, erklärte sich die Bank flugs als «too big to fail».
Nun gibt es im Investment-Banking eine Besonderheit, die dieses Geschäftsmodell von allen anderen unterscheidet. Investment-Banker kassieren Kohle unabhängig vom Ertrag ihrer Tätigkeit. Machen sie Gewinn, sind es Multimillionen. Machen sie Verlust, sind es ein paar Millionen weniger. Das führt zu der perversen Situation, dass alleine die UBS für Multimilliardenverluste im Investment-Banking Multimilliarden an Gehältern und Boni für die Banker ausgeschüttet hat, die dieses Desaster verursachten. Denn Gehalt und Bonus sind in erster Linie volumenabhängig, nicht ertragsorientiert. Also je grösser die Räder sind, die der Investment-Banker dreht, desto kräftiger füllt sich sein Konto. Ob diese Räder am Schluss entgleisen, ist dabei weitgehend egal.
Warum es weitergeht
Nun muss man kein Wirtschaftsstudium an der Hochschule St. Gallen absolviert haben, um sich die Frage zu stellen: Wieso wird ein Geschäft nicht aufgegeben, das nur Verluste produziert, während es die Privatkonten der Betreiber füllt? Die Frage stellen, heisst sie beantworten. Die Bosse von UBS und CS, Sergio Ermotti und Brady Dougan, sind selbst Investment-Banker: So einfach ist das. Der letzte gefallene Superstar des Schweizer Banking, Oswald Grübel, ist auch einer. Und Marcel Ospel, der die UBS fast gegen die Wand fuhr, ist keiner und hatte deswegen keine Ahnung von diesem Geschäft. Ein zweiter, wichtiger Faktor kommt hinzu: Angelsächsisches Banking ist mit dem traditionellen Schweizer Bankgeschäft nicht kompatibel. Das hat, neben Milliardenverlusten, noch gravierendere Auswirkungen.
Blenden wir 25 Jahre zurück. SBG, SBV und SKA verfügten über das beste Rating, betrieben solide Schweizer Bankgeschäfte und liessen gelegentliche Kritik, dass dazu auch das Verwalten von Schwarzgeldbunkern, Blutgeldern und Diktatorenkonten gehörte, an sich abprallen. Peanuts, was war das schon im Vergleich zu hundertjähriger Tradition, solide, währschaft, stabil wie das Matterhorn. Mitglieder der Bankleitung fuhren tatsächlich noch mit dem Tram zur Arbeit und erledigten in holzgetäferten Zimmern ihre sauberen und manchmal auch nicht so sauberen Geschäfte. In der Gewissheit, dass das Vertrauen jedes reichen Menschen auf der Welt, dass sein Geld nirgendwo so sicher aufgehoben ist wie in einer Schweizer Bank, ein Kapital darstellt, mit dem man ungeniert wuchern kann.
Ist der Ruf erst ruiniert ...
Kehren wir in die Gegenwart zurück. Das beste Rating ist weg, der Ruf ist lädiert bis ruiniert, Gordon Gekkos haben die Macht bei den verbliebenen Schweizer Grossbanken übernommen. Als wären das nicht schon genug der schlechten Nachrichten, zeigen die beiden Banken auch, dass sie weder strategisch noch in der Praxis ihr Geschäft im Griff haben. Wo soll die Reise hingehen, was ist die Perspektive für die nächsten fünf Jahre? Da hört man von Quartalsbericht zu Quartalsbericht die gleichen Worthülsen, «im kompetitiven Marktumfeld neu orientiert und gut aufgestellt», welch reiner Blödsinn. Bei der UBS lupft es den x-ten CEO in wenigen Jahren, weil mal wieder ein Händler ein paar Milliarden in den Sand gesetzt hat. Bei der CS beisst der CEO jeden Kritiker weg, der es wagt, seinen Investment-Banker-Kurs zu kritisieren. Und im Steuerstreit mit den USA ist weder eine Strategie noch ein Schulterschluss zu erkennen.
Geradezu exemplarisch zeigt die CS, wie man auch noch am Standbein Privatkundengeschäft sägen kann. Zuerst wird die uralte und traditionelle Tochter Bank Leu in eine Fusion mit anderen Töchtern gezwungen und mit Millionenaufwand als Clariden Leu neu positioniert. Kaum hat sich die Kundschaft einigermassen daran gewöhnt, wird sie von der nächsten Mitteilung überrascht, dass Clariden Leu aufgelöst und das Geschäft in die CS selbst integriert wird. Da liegt die Vermutung nahe, dass in spätestens fünf Jahren als Weisheit letzter Schluss verkündet wird, dass es sinnvoller sei, das Privatkundengeschäft auszugliedern und Leu oder Clariden Leu wieder auferstehen zu lassen. Investment-Banker können nicht nur profitables Investment-Banking nicht, sie können auch sonst nichts. Aber das ist ja eigentlich nichts Neues
http://www.journal21.ch/milliardengrab-investmentbanking
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13.02.12 10:11:51
Keine Spur von Fingerspitzengefühl:

CS schmeisst “Farewell”-Party für Clariden Leu
550 Entlassene empfinden Einladung von CEO Kurzmeyer zum Ableben ihrer Bank als zynisch.

“Farewells are what bind us.” Ein Titel für eine Party am 23. März erhitzt die Gemüter. Er steht über der Einladung von Hanspeter Kurzmeyer für das Abschiednehmen der 1500 Clariden-Leu-Mitarbeiter von ihrer Bank. Diese geht Anfang April im grossen Reich ihrer Mutterbank Credit Suisse (CS) auf.

Die Integration fordert Opfer. 550 Mitarbeiter von Clariden Leu landen auf der Strasse, rund 1000 finden eine neue Anstellung bei der CS, doch oft zu schlechteren Konditionen. Clariden-intern empfinden einige Angestellte Kurzmeyers Einladung offenbar als stillos. Sie ziehen Vergleiche zu Kurzmeyers umstrittenen Vorgänger Olivier Jaquet und dessen gestrichenen Früchtekörben und Weihnachtspartys. Die sinkenden Margen würden diese “Goodies” nicht länger rechtfertigen, hatte Jaquet die Kürzungen begründet. “Immerhin sparte Jaquet, statt wie Kurzmeyer noch Geld zu verjubeln”, sagt eine Clariden-Quelle.

Die neuen Clariden-Herren aus dem CS-Konzern lassen sich nicht lumpen. Sie laden zum Frühlingsbeginn um 6 Uhr abends zum rauschenden Fest. “Please mark your calendars for this event”, forderte Clariden-Boss Kurzmeyer das Personal kürzlich auf.

Der Ort ist noch offen und könnte von der Anzahl Teilnehmenden abhängen. Unzufriedene Clariden-Mitarbeiter, die ihren Job verlieren oder als “Banker zweiter Klasse” zur CS wechseln, könnten sich überlegen, dem Anlass fernzubleiben.

Clariden-Chef Kurzmeyer verwendete für den Titel seiner Einladung ein Zitat des Innerschweizer Theologen und geweihten Priesters Josef Vital Kopp. Kopp wird auch als Kirchenrebell und Humanist bezeichnet. Sein Roman “Der Forstmeister” gilt laut Wikipedia “als verschlüsselte Kritik an der Unbeweglichkeit der Hierarchie der Katholischen Kirche”.

Vital war in Luzern als Jugendseelsorger tätig und ist dem Innerschweizer CS-Topshot Kurzmeyer offenbar ein Vorbild. In seinem kurzen Text zur grossen “Farewell”-Party mit Huldigung des Kirchen-Rebellen unterläuft Kurzmeyer allerdings ein Patzer.

“I am pleased to invite you to bid farewell to Clariden Leu, and to raise a glass to the future”, versucht der CS-Manager die Stimmung für das Fest nämlich anzuheizen. Weil aber ein grosser Teil der Belegschaft das Schiff verlassen muss, dürfte vielen nicht darum zumute sein, das “Glas auf die Zukunft” ausgerechnet mit jenem Mann zu erheben, der als Sterbebegleiter der 257 Jahre alten Privatbank in die Geschichte eingehen wird.

Daran dürfte auch Kurzmeyers grosse Offenheit im Integrationsprozess nichts ändern. Per 31. Januar informierte er die Clariden-Mitarbeiter über den Stand der Dinge.

“Die rechtliche Fusion wird per 2. April 2012 vollzogen”, steht da geschrieben. “Ab diesem Datum gehen von Gesetzes wegen alle Rechte und Pflichten der Clariden Leu auf die Credit Suisse über.” Damit ist die Clariden-Bank formell am Ende. “Nach dem rechtlichen Zusammenschluss werden die Mitarbeitenden der Clariden Leu Mitarbeitende der Credit Suisse und die Kunden der Clariden Leu Kunden der Credit Suisse”, heisst es im Dokument. Und weiter: “Ziel ist es, den Merger Ende 2012 operativ abzuschliessen.”

Die entscheidende Frage wird von den CS-Managern gleich selbst aufgeworfen. “Rechnet die Credit Suisse damit, Kunden zu verlieren – zum Beispiel jene, die sich explizit nicht von einer Grossbank betreuen lassen wollen?”, wird in den “Hintergrundinformationen und FAQ” von Ende Januar gefragt.

Mit diesem heissen Eisen tun sich die CS-Verantwortlichen sichtlich schwer . “Wir können nicht ausschliessen, dass bestimmte Kunden die Betreuung durch eine reine Privatbank vorziehen”, gibt die Grossbanken-Mutter kleinlaut zu.

Worauf sie sofort die bekannte PR-Platte auflegt: “Es ist ein wesentliches Ziel, dass die Kunden der Clariden Leu auch in den nächsten Monaten auf den bestmöglichen Service zählen können und dass unsere Kundenberater ihnen die Chancen der Integration sowie das zusätzliche Angebot der integrierten Bank vermitteln können.”

Interessant ist der Unterschied zwischen diesem “Nur für den internen Gebrauch”-Dokument und dem Auftritt von Hans-Ulrich Meister von letzter Woche an der grossen Credit-Suisse-Jahreskonferenz.

Als Chef von Hanspeter Kurzmeyer ist Meister der Ober-Integrator von Clariden Leu. “Die Integration der Clariden Leu verläuft planmässig”, sagte Meister am Donnerstag auf eine entsprechende Frage. “Wir verzeichnen lediglich einen marginalen Abfluss von Kundenassets. Selbst von den Senior-Kundenberatern hat eine Mehrheit unsere Job-Angebote akzeptiert.”

Meisters Auftritt kontrastiert mit Meldungen über erste Milliardenabflüsse zur Konkurrenz. Eine interne Clariden-Quelle betont zudem, dass keiner der grossen Kundenberatern mit verwalteten Vermögen in Milliardenhöhe das Angebot der CS akzeptiert habe.

http://insideparadeplatz.ch/2012/02/13/cs-schmeisst-farewell…
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17.02.12 22:31:07
In Amerika wird wieder mal Mist gebaut bei der CS:

CS: Interessenskonflikte in New York
Grosse Teile des US-Kaders im Asset Management der Credit Suisse sind direkt am Erfolg des Hedge-Funds beteiligt, wie Recherchen von finews.ch ergaben.

Die Credit Suisse (CS) hing die Akquisition seinerzeit an die grosse Glocke: Im September 2010 erwarb sie einen nicht beherrschenden Minderheitsanteil von mindetens 30 Prozent an der Firma York Capital Management in New York.

Doch rund um die Übernahme dieser Hedge-Fund-Gesellschaft mit Sitz im GM-Wolkenkratzer in Manhatten stellen sich einige Fragen, zumal die Webseite von York-Capital für Nicht-Kunden gesperrt ist.

Die Credit Suisse selber will weder bekanntgeben, auf wieviel Prozent sich ihr Anteil effektiv beläuft, noch, ob sie sich eine Option auf eine spätere Übernahme der Mehrheit sicherte.

Der Preis wird steigen

Wer den 3-seitigen Report im Geschäftsbericht 2010 der Credit Suisse aufmerksam liest, erfährt wenigstens, dass es nicht beim kommunizierten Übernahmepreis von 425 Millionen Dollar bleiben wird.

Um den York-Präsidenten Jeffrey A. Weber und seine Partner zu binden, sieht der Vertrag zwischen der CS und der Firma York Capital unter anderem weitere Zahlungen an die amerikanischen Hedge-Fund-Manager vor, falls sich ihr erzielter Gewinn in den kommenden Jahren erwartungsgemäss entwickelt.

Fragwürdige «Incentivierung»

Das wirft Fragen nach Interessenskonflikten bei der CS auf. Denn gemäss Recherchen von finews.ch werden weite Teile des Asset-Management-Kaders der Credit Suisse in den USA durch York Capital «incentiviert». Will heissen, diese, in New York tätigen CS-Manager sind persönlich und direkt am Erfolg von York Capital Management beteiligt.

Kein Wunder, ruft dies bei manchen Schweizer CS-Kollegen im Asset Management einiges Stirnrunzeln hervor.

Bank profitiert unterproportional
Im Gegensatz zu den York-Partnern und den CS-Kaderleuten in den USA profitiert die Credit Suisse mit ihrer Minderheitsbeteiligung nur unterproportional am Erfolg von York Capital.

Trotzdem macht die Credit Suisse York Capital zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Produktepalette im Bereich Alternative Anlagen. Dafür mussten auch eigene Produkte aus den Verkaufsregalen der CS weichen.

Konkret: Die Credit Suisse vertreibt die York-Produkte nicht nur im Asset Management an institutionelle Kundschaft, sondern auch im Private Banking. Zudem erschliesst die Schweizer Grossbank den York-Leuten neue Märkte – wie Brasilien und Asien.

Damit zeichnen sich weitere mögliche Interessenskonflikte ab:

Die Credit Suisse schraubt so selber den endgültigen Verkaufspreis für York weiter in die Höhe und verteuert überdies eine allfällige, für später geplante Übernahme einer Mehrheit an York Capital.
Die CS-Mitarbeiter wiederum haben einen direkten Anreiz, den Verkauf von York-Produkten an Pensionskassen und Privatkunden zu fördern: je mehr, desto besser für sie, aber vielleicht nicht für die Kunden.
«At arm's length», wie es im Branchenjargon heisst, ist diese «Incentivierung» nur, wenn die CS einen Goodwill in ihren Büchern mit wachsenden Erträgen rechtfertigen muss. Ist das letztlich im Interesse der Aktionäre?
Bei der Credit Suisse will man keine gegenläufigen Interessen erkennen: «Es gibt keine Interessenkonflikte – diese Vorwürfe sind konstruiert und haltlos», sagt ein Firmensprecher.

Sicher ist: Die Bank will York Capital zum Fliegen bringen.

http://www.finews.ch/news/banken/7753-credit-suisse-interess…
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19.02.12 17:50:09
Strategie soll überprüft werden:

Credit Suisse: Integrierte Bank wird zum Fragezeichen

Nach enttäuschenden Resultaten muss Verwaltungsratspräsident Urs Rohner die Strategie prüfen

Der CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner mache in den letzten Tagen einen entspannten Eindruck, heisst es aus seinem Umfeld. Das erstaunt angesichts der schwierigen Situation, in der sich die Bank befindet: Jurist Rohner muss sich um den Steuerstreit mit den USA kümmern und der Jahresabschluss war enttäuschend.

Die renommierte unabhängige Analysefirma Creditsights schreibt in einem Bericht: «Die Schweizer Grossbank hat den Wettbewerbsvorsprung verloren, den sie sich zu Beginn der Finanzkrise erkämpft hatte.» Am augenscheinlichsten kommt diese Preisgabe in der Investmentbanking-Abteilung zum Ausdruck. Die Abteilung, in der rund 40 Prozent der Beschäftigten angesiedelt sind, trug noch 79 Millionen Franken zum Vorsteuergewinn im zweiten Halbjahr bei.

Zwischen Oktober und Dezember generierten 7000 Mitarbeiter der Abteilung für festverzinsliche Anlagen einen Ertrag von gerade mal 39 Millionen Franken. Für Investmentbanking-Chef Eric Varvel ist das Resultat ein Desaster.

Die Bank kam ohne direkte staatliche Hilfe durch die Finanzkrise, stellte im Investmentbanking zahlreiche neue Spezialisten ein und profitierte so vom Aufschwung im Jahr 2009. Die Bankführung unter Konzernchef Brady Dougan setzte mit Hochdruck ihre «One-Bank»-Strategie um, indem sie Private-Banking, Asset Management und Investmentbanking in den Dienst der Kunden stellte.

Doch spätestens mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen vergangene Woche ist klar, dass diese Strategie einer kundenorientierten, kapitaleffizienten integrierten Bank möglicherweise überdacht werden muss.

Denn auch der Kernbereich Vermögensverwaltung zeigt erstmals Schwächen. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 konnte die CS 162 Milliarden Franken Neugeld akquirieren, so viel wie keine andere weltweit tätige Grossbank. Doch 2011 ist der Neugeldzufluss von Quartal zu Quartal kleiner geworden (siehe Grafik) und erreichte im vierten Quartal noch vier Milliarden Franken.

Das ist nur knapp mehr als der wesentlich kleinere Geschäftskundenbereich Corporate & Institutional, der im gleichen Zeitraum 3,5 Milliarden Franken anzog und für einen Lichtblick in der trüben Bilanz sorgte. Die Abteilung, die vor allem das Schweizer Geschäftskundensegment bearbeitet, erzielte im vierten Quartal einen Vorsteuergewinn von 183 Millionen Franken.

Beim wesentlich grösseren Wealth Management waren es 284 Millionen Franken. Dort beträgt der Zuwachs übers ganze Jahr 37,8 Milliarden. Das ist zwar immer noch beachtlich, doch er liegt 15 Prozent unter dem Vorjahr. Die Zahlen seien nicht schlecht, wenn man die Eintrübungen in den Volkswirtschaften und an den Märkten berücksichtige, was sich in einer Zurückhaltung beim Neugeld bemerkbar mache, begründet Sprecher Marc Dosch.

Doch im gleichen Marktumfeld konnte die UBS, die 2010 noch einen Abfluss von 18,2 Milliarden Franken verzeichnete, 35,6 Milliarden Neugeld anziehen. Diese Entwicklung und erodierende Margen setzt Privatbanking- und Schweiz-Chef Hans-Ulrich Meister unter Druck. Er ist weit von seinem selbst gesteckten Ziel entfernt, in der Vermögensverwaltung 800 Millionen Franken zusätzliche Erträge zu erwirtschaften.

Das enttäuschende Ergebnis ist im Aktienkurs abzulesen. Seit Urs Rohners Amtsantritt als Verwaltungsratspräsident vor bald einem Jahr hat sich der Kurs der CS-Aktie unterdurchschnittlich entwickelt. Im Vergleich zur UBS war die Performance der CS-Aktien schlecht (siehe Grafik). Rohner wird sich trotz US-Steuerstreit-Dossier in den nächsten Monaten vermehrt um die künftige Strategie der Bank kümmern und sich Gedanken über die Zusammensetzung der Geschäftsleitung machen müssen.

http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2134/
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24.02.12 08:28:05
Die Geheimnistuer-/Boni-Abzockerei der CS ist definitiv stossend und auch negativ für die Aktionäre:

CS hat geheime Bonus-Firma für ihre Topshots
Millionen-Zahlungen erfolgen aus "Diskretionsgründen" ausserhalb Lohnbuchhaltung über unbekannte "Faminta".


In diesen Wochen erhalten aktive und ehemalige Spitzenkräfte der Credit Suisse (CS) die jährliche Post von der Faminta. Dahinter versteckt sich ein bisher unbekanntes Vehikel, das sich ausschliesslich um Lohn- und Bonus-Zahlungen der Chefetage der Grossbank kümmert.

Die Faminta war bis vor 4 Jahren eine AG der CS. Einen Bezug zurMutter konnte nur hergestellt werden, wenn direkt danach gesucht wurde. Einzig die Faminta-Adresse deutete auf die CS hin: Paradeplatz 8, 8001 Zürich. Dort befindet sich der Hauptsitz der Grossbank.

Im Frühling 2008 wurde die Faminta noch geheimnisvoller. Mit der dritten “Aufforderung an die Gläubiger infolge Fusion Art. 25 FusG” wurde die Aktiengesellschaft per 14. April 2008 in die CS hineinfusioniert.

Durch die Löschung im offiziellen Firmenregister verschwand die Famint als juristische Einheit. Ab da war es noch schwieriger, der eigenartigen CS-Tochtergesellschaft auf die Spur zu kommen. Zu verstecken hätte es einiges gegeben. Immerhin sassen einst die obersten CS-Lenker in der Faminta – ein starkes Indiz für die Bedeutung der AG mit lediglich 2 Millionen Franken Kapital.

CS-Übervater Rainer Gut, der allmächtige Herrscher der Grossbank der 1980er- und 1990er Jahre, war ebenso VR-Präsident der Faminta wie auch sein Nachfolger Lukas Mühlemann, der 2002 nach Milliardenverlusten von der CS-Kapitänsbrücke stieg.

Das Ende der Faminta war nur dem Schein nach. Im CS-Reich war die Faminta nach wie vor quicklebendig. Die Begünstigten der unzähligen CS-Bonus-Programme mit ihren kryptischen Namen wie PIP, PAF usw. erfreuten sich weiterhin an der regelmässigen Post von der Faminta mit hohen Gutschriftsanzeigen.

Statt einer im Handelsregister eingetragenen Firma war Faminta nun ein sogenanntes “Desk”. Ein paar wenige Leute, die einen besonderen Vertrauensstatus genossen, kümmerten sich um die Lohn-und Bonus-Zahlungen zugunsten der hochrangigen CS-Manager und -Spitzenhändler.

Es gab zwei Faminta-Desks, eines in Zürich, ein zweites in New York. Der Grund liegt in der Zweiteilung der CS, die trotz One-Bank-Slogan in vielen Bereich weiter real existiert. Die Investmentbanker innerhalb der Grossbank sitzen in New York und London und agieren aus der angelsächsischen Welt heraus, die Vermögensverwaltung hat ihr Epizentum in Zürich.

Ein CS-Sprecher bestätigt die beiden Faminta-Desks in der Limmatstadt respektive am Hudson. “Die Faminta-Einheiten erbringen administrative Dienstleistungen rund um die Kompensation für Managing Directors und andere hohe CS-Kader”, sagt der CS-Mann.

Hinter der Löschung der Faminta als AG im 2008 stehe der Entscheid, die gross Zahl von CS-Tochtergesellschaften zu reduzieren.

Der Faminta-Setup der CS sei nichts Ungewöhnliches. Andere grosse Banken würden die Lohn- und Bonus-Zahlungen ihres Top-Managements ebenfalls über separate Einheiten laufen lassen.

Ein hoher Ex-CS-Manager sagt, dass es sich bei den Faminta-Desks um Mini-Einheiten mit lediglich zwei bis drei Angestellten handle. Im Vordergrund stünden nicht steuerliche Überlegungen, sondern es gehe um möglichst hohe Diskretion.

“Die CS-Chefs wollen ihre Bonus- und Gehalts-Zahlungen zugunsten des obersten Managements und der Stars im Investment-Banking möglichst weit weg vom ordentlichen Personaldienst haben”, sagt die Quelle. Damit soll Indiskretionen vorgebeugt werden.

Die Arbeit der Faminta-Desks sei anspruchsvoll. “Es geht um die Administration hochkomplexer Beteiligungsvehikel, mit Sperrfristen, Optionsplänen, Verfalldaten etc.”, sagt der Insider.

Bei der Faminta lande man ab einer Kompensationshöhe von rund einer halben Million, berichtet die Quelle weiter. Ein Faminta-CS-Manager kriege jeweils zu Jahresbeginn eine kurze Mitteilung mit einer Übersicht über den Stand seiner Bonusprogramme.

Die Faminta ist aber nicht nur für das Mutterhaus tätig. Die geheime Bonus-Einheit erledigte auch die Entschädigung der obersten Chefs der CS-Tochter Clariden Leu.

Diese hatten einen besonderen Partner-Vertrag. Sie waren Teil des Bonus-Vehikels CLPC. CLPC hatte Anrecht auf 11 Prozent des jährlichen Clariden-Reingewinns.

Mit der Auflösung der Clariden Leu wurde auch das CLPC-Vehikel liquidiert. Aktive und ehemalige Clariden-Spitzenleute, die zu den CLPC-Begünstigten gehörten, erhielten kürzlich hohe Auszahlungen via Faminta

http://insideparadeplatz.ch/2012/02/24/cs-hat-geheime-bonus-…
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03.03.12 23:26:43
Geprellte Investoren: CS vor Schadenersatz-Prozess in USA

Rückschlag für die Credit Suisse: Ein Bezirksrichter in Columbus im US-Bundesstaat Ohio hat den Antrag der Bank zurückgewiesen, eine Klage von Investoren abzulehnen...
http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/geprellte-investore…
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08.03.12 20:56:34
Brady Dougan gerät immer mehr unter Druck...

Credit Suisse: Wie lange noch?

Miserable Zahlen, ein gedrückter Aktienkurs und unklare Perspektiven – CS-Chef Brady Dougan gerät immer stärker unter Druck. Doch was für einen CEO braucht die Bank überhaupt?
Auf seinen täglichen Joggingrunden nimmt CS-Chef Brady Dougan auch gerne mal ein paar Arbeitskollegen mit. «Er liebt es, in der Steigung das Tempo zu erhöhen – und zu schauen, ob man nachkommt», vertraute Paul Calello einmal der BILANZ an. Der inzwischen verstorbene Investment-Banking-Chef ging in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder mit Dougan laufen.

Nun wurde dieser selber abgehängt. Seit der Präsentation der miserablen Quartalszahlen hat der Amerikaner an der Spitze der Schweizer Bank endgültig den Nimbus eingebüsst, sich im Markt besser zurechtzu­finden als die Konkurrenz. Der Kurszerfall der Credit-Suisse-Aktie ist ebenso stark wie langwierig: Im September 2009 begann das Papier zu sinken und ist inzwischen unter den Vergleichsindex der Branche getaucht (siehe Grafik unter 'Downloads'). Allein im letzten Jahr hat die CS-Aktie 46 Prozent verloren. Sie dümpelte lange nahe an der Schwelle von 20 Franken – das war bei Ex-Chef Lukas Mühlemann 2002 das Signal für den Rausschmiss. «Die ­Investoren sind mit Recht alarmiert», urteilt das «Wall Street Journal».

Nicht nur sie, auch viele Mitarbeiter sind besorgt. Viele haben einen ­erheblichen Teil ihres Lohnes in Aktien ­erhalten und sahen den Wert ihres Besitztums schwinden. Kein Wunder, zielte eine der ersten Fragen ­seitens der Angestellten am Town Hall Meeting im Zürcher Forum St. Peter von Mitte Februar auf den Aktienkurs. An dieser für alle Mitarbeiter offenen Veranstaltung erläutert Dougan jeweils die Jahresergebnisse. Seine Antwort, welche die schwierigen Marktumstände, die ­Eurokrise und die Anpassung der Risiken an die verschärften Regulierungsvorgaben hervorhob, dürfte nicht alle befriedigt haben. Zu oft hat man von Dougan ­gehört, man werde besonders strenge Einschnitte machen, dafür aber als Erste die Nase vorn haben, zu oft wurde auf die Zukunft verwiesen.

Krasse Fehlentscheide. So blieb primär eines in Erinnerung: das schlechte Zahlenwerk. Vor allem Dougans Paradedisziplin, das Investment Banking, in dem er selber gross geworden ist, lieferte desaströse Zahlen. Die CS schlug sich im widrigen Marktumfeld schlecht. Im Geschäft mit festverzinslichen Papieren etwa, dem Fixed-Income-Bereich, produzierten die 7000 Angestellten zusammen einen Gewinn von gerade mal 36 Millionen Franken – das schafft ein Händler mitunter an einem guten Tag ­alleine. «Was machen diese 7000 Leute eigentlich den ganzen Tag lang?», lautete eine Frage an der Präsentation. Jetzt zeigt sich, dass der euphorische Aufbau des Investment Banking in der Nachkrisenzeit auf einer krassen Fehleinschätzung von Dougan beruhte – heute lasten die Märkte angesichts fehlender Kundenaktivitäten die gut bezahlten Profis nicht aus.

Dabei war das Know-how des Amerikaners im Bereich Investment Banking Ende 2006 das primäre Kriterium für seine Wahl zum CEO. Eine ganze Reihe hochkarätiger interner Kandidaten im besten Manageralter standen damals für die Ablösung von Oswald Grübel an der operativen Spitze bereit. Doch der damalige VR-Präsident Walter Kielholz entschied sich für Dougan, weil dieser dem Anforderungsprofil, das der Verwaltungsrat erstellt hatte, am besten entsprach. Dabei stand nicht nur internationale ­Erfahrung im Vordergrund, sondern ­explizit auch die Erfahrung im Investment Banking, weil hier die grössten und kompliziertesten Risiken lauern.

In der Tat lotste Brady Dougan seine Bank besser durch die Finanzkrise von 2008 als viele andere Bankchefs. Dies mag aber auch damit zu tun gehabt haben, dass er den von Vorgänger ­Oswald Grübel bereits vorgespurten vorsichtigen Kurs im Subprime-Markt fortsetzte. Seine ­späteren Markteinschätzungen ­erzielten jedenfalls nicht mehr die gleiche Trefferquote.

Würde Dougan auch einem heute neu erstellten Idealprofil entsprechen? Die CS von heute ist nicht mehr die CS von ­damals. Der Verwaltungsrat unter dem neuen Präsidenten Urs Rohner positioniert die Bank generell stärker als Ver­mögensverwalter, verbunden mit einem gehörigen Touch Swissness. Das Investment Banking soll nicht nur verkleinert werden, es soll zudem von der einstigen Spekulations- und Handelsmaschine zum Kundendienstleister werden. Verkörpert der ehemalige Derivate-Trader, Aktienhandelschef und Investment Banker Dougan aus Murphysboro, Illinois, auch diese CS der ­Zukunft? Ist Dougan, der stets für Wachstum und Optimismus stand, nun der Mann für den bevorstehenden Schrumpfkurs? Dougan, der 2010 einen Sonderbonus von 70 Millionen Franken bezog, als Verkünder von Restrukturierungen und Sparprogrammen für die Mitarbeiter: Ist das glaubwürdig?...

weiter siehe....http://www.bilanz.ch/management/credit-suisse-wie-lange-noch
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21.03.12 09:00:19
Wie die CS auf die Idee kommt, den Apparatschik Jean-Daniel Gerber (ex-Direktor des Bundesamts für Flüchtlinge) als Verwaltungsrat vorzuschlagen, ist mir wirklich schleierhaft.....:(.Völliger Fehlgriff!

Zwei neue Köpfe für den CS-Verwaltungsrat
Die Credit Suisse schlägt an der Generalversammlung vom 27. April 2012 zwei neue Verwaltungsräte vor. Die fünf bisherigen Mitglieder werden zur Wiederwahl vorgeschlagen.

Dabei handelt es sich um die beiden Schweizer Staatsbürger Iris Bohnet und Jean-Daniel Gerber. Bohnet ist Academic Dean und Professor of Public Policy an der Harvard Kennedy School, Gerber war 2004 bis 2011 Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement.

Die fünf bisherigen Mitglieder Walter B. Kielholz, Andreas N. Koopmann, Richard E. Thornburgh, John Tiner, Urs Rohner werden ausserdem zur Wiederwahl vorgeschlagen, wie die Grossbank am Mittwoch mitteilte.

Daneben beantragt der VR auch die Erhöhung des genehmigten Kapitals, um die Ausgabe und Lieferung von maximal 50 Mio neuen Namenaktien aus dem genehmigten Kapital an Aktionäre zu gewährleisten, die bei der beantragten Wahldividende den Bezug von Aktien wählen. Der Verwaltungsrat beantragt zudem die Schaffung von Wandlungskapital im Umfang von höchstens 200 Mio Aktien für die Ausgabe von weiteren verlustabsorbierenden Finanzmarktinstrumenten unter der Schweizer "Too big to fail"-Gesetzgebung.

Wie bereits bekannt, soll für das Geschäftsjahr eine (steuerfreie) Ausschüttung in Höhe von 0,75 CHF je Namenaktie nach Wahl entweder in Aktien oder in bar oder in einer Kombination davon (Wahldividende) ausgeschüttet werden. Die Ausschüttung ist für den 23. Mai 2012 vorgesehen, wobei laut den Angaben der Bank für den Bezug der neuen Aktien ein Bezugsverhältnis beantragt wird, das auf Basis des Durchschnitts der Eröffnungs- und Schlusskurse der CS-Aktien vom 30. April bis zum 7. Mai 2012 ermittelt wird.

Der Ausgabepreis bestimme sich aufgrund dieses Durchschnitts, mit einem Abschlag von ungefähr 8%, abzüglich der Ausschüttung von 0,75 CHF je Namenaktie, heisst es. Der genaue Ausgabepreis soll am 7. Mai 2012 (nach Börsenschluss) festgelegt und am 8. Mai 2012 (vor Börsenbeginn) veröffentlicht werden.

Die Frist, innerhalb der die Aktionäre die Form der Wahldividende wählen können, erstreckt sich vom 9. bis zum 18. Mai (17.00 Uhr MESZ).
http://www.cash.ch/news/boersenticker/rss/zwei_neue_koepfe_f…
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22.03.12 21:32:46
Dougan bestätigt die Gewinnziele der CS

Laut CEO Brady Dougan wird die Credit Suisse die neuen Regulierungsvorgaben einhalten und die selbst gesteckten Renditeziele einhalten.

Die CS will die Investoren mit einem “erstklassigen” Renditeergebnis überzeugen. Das sagte der CEO der zweitgrößten Schweizer Bank, Brady Dougan, am Donnerstag in einem Gespräch mit Bloomberg News in Hongkong.

Die Credit Suisse werde die geforderten risikogewichteten Kapitalvorgaben erfüllen und auch andere Kapitalbestimmungen einhalten und zugleich die selbst gesteckten Renditeziele einhalten, sagte Dougan, “und die liegen bei einer Eigenkapitalrendite (ROE) von mehr als 15 Prozent”.

Ebenso wie der größere Konkurrent UBS muss die Credit Suisse in der Schweiz Regulierungsvorgaben erfüllen, die über das international übliche Niveau hinausgehen. Die Credit Suisse hatte bereits im November angekündigt, den Anteil der risikogewichteter Aktiva um 23 Prozent auf 285 Mrd. Schweizer Franken zu reduzieren. CEO Dougan bestätigte diese Angaben nun im Gespräch mit Bloomberg.

“Wenn wir eine Eigenkapitalrendite von mehr als 15 Prozent erzielen, dann verfügen wir über das beste Geschäftsmodell in der Branche” sagte Dougan, der seit 2008 an dieser Position steht.

Dougan sprach in Hongkong nach einer Asienreise, die ihn in Städte in Indien ebenso führte wie nach Singapur, Australien, Tokio, Seoul und Peking. In diesem Großraum gebe es “sehr gute Geschäftsbedingungen und Möglichkeiten”, und zwar ebenso im Privatkundengeschäft wie im Bereich der Geschäftskunden und bei Festverzinslichen und bei Aktien.

http://www.cash.ch/news/boersenticker/rss/dougan_bestaetigt_…
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16.04.12 14:13:42
Vor Bekanntgabe der 1.Quartalszahlen tendiert CS deutlich schwächer.

Zum Einstieg ist es wohl (noch) etwas zu früh.
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25.04.12 14:02:31
Credit Suisse liegt über den Erwartungen
Nach dem Abzug von Sonderfaktoren ergab sich im ersten Quartal ein Reingewinn von 44 Millionen Franken – fast alle Analysten hatten rote Zahlen erwartet.

Credit-Suisse-CEO Brady Dougan kommentierte das Quartalsergebnis mit dem Satz: «Wir sind gut ins Jahr 2012 gestartet. Die Mitte 2011 angekündigten Massnahmen zur Anpassung unseres Geschäftsmodells und unserer Kostenstruktur an das neue Umfeld zeigten Wirkung. Zudem profitierten wir von verbesserten Marktbedingungen.»

Der operative Vorsteuergewinn von 1,918 Milliarden Franken wurde um zwei gewichtige Faktoren bereinigt, nämlich eine Höherbewertung eigener Schulden und ein einmaliges Vergütungsprogramm. Unter dem Strich ergab sich also ein Reingewinn von 44 Millionen Franken, nachdem Credit Suisse im ersten Quartal 2011 noch 1,14 Milliarden Franken ausgewiesen hatte.

Das Private Banking der Credit Suisse meldet fürs erste Quartal 2012 einen Nettoertrag von 2,65 Milliarden und einen Vorsteuergewinn von 625 Millionen Franken.

Das Investment Banking verzeichnete einen Nettoertrag von 4'14 Milliarden Franken und einen Vorsteuergewinn von 993 Millionen Franken. Die Rendite (nach Steuern) auf das nach Basel III zugeteilte Kapital stieg von 15 Prozent im ersten Quartal 2011 auf 19 Prozent. Dies sei «auf ein besser diversifiziertes Geschäft, weitere Marktanteilsgewinne, eine deutliche Reduktion der risikogewichteten Aktiven nach Basel III und eine höhere operative Effizienz zurückzuführen», kommentiert die Credit Suisse.

Insgesamt wurden die die risikogewichteten Aktiven nach Basel III um 38 Milliarden auf 210 Milliarden US-Dollar reduziert; dies gegenüber dem Jahresende 2011. Gegenüber dem dem ersten Quartal 2011 verringerten sich die risikogewichteten Aktiven um 33 Prozent.

Das Asset Management verzeichnete einen Nettoertrag von 663 Milliarden Franken und einen Vorsteuergewinn von 250 Millionen Franken.

Im Februar führte der Teilverkauf der Beteiligung an Aberdeen Asset Management zu einem Veräusserungsgewinn von 178 Millionen Franken; Credit Suisse senkte die Beteiligung an Aberdeen von 19,8 auf 9,8 Prozent. Ohne Berücksichtigung des daraus erzielten Gewinns belief sich der Vorsteuergewinn auf 72 Millionen Franken. Er lag damit unter dem Ergebnis des ersten Quartals 2011 von 175 Millionen Franken und unter dem Ergebnis des vierten Quartals 2011 von 90 Millionen Franken.

http://www.finews.ch/news/banken/8329-credit-suisse-q1-2012

https://www.credit-suisse.com/news/de/media_release.jsp?ns=4…
1 Antwort
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26.04.12 23:05:20
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.086.250 von selectrix am 25.04.12 14:02:31Hier nochmals der Link (Pressemiteilung) der Credit Suisse zum 1. Quartal 2012:

https://www.credit-suisse.com/news/de/media_release.jsp?ns=4…

Wer's ganz genau wissen will:

https://www.credit-suisse.com/investors/doc/csg_financialrep…
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27.04.12 14:01:36
Plumper Täuschungsversuch der CS? Ein verärgerter Kommentar der Financial Times....

Credit-Suisse-Zahlen:
Schluss mit dem Bewertungsunfug bei Banken


Die Regeln, wie die eigenen Schulden zu bilanzieren sind, führt zu absurden Ergebnissen. Was aber Banken daraus machen, grenzt an plumpe Täuschung. Es ist Zeit, diesen Zirkus zu beenden.

Wenn es für die Dringlichkeit der Reform des internationalen Rechnungswesen noch eines Beweise bedurft hätte, dann hat ihn die Credit Suisse geliefert. Gewohnt obercool berichtete Vorstandschef Brady Dougan für das erste Quartal 2012 von einem den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von 1,355 Mrd. Schweizer Franken (1,13 Mrd. Euro), auf "normalisierter" Basis wohlgemerkt. Tatsächlich beträgt der ausgewiesene Reingewinn aber bloß 44 Mio. Franken, eine Diskrepanz von schlappen 97 Prozent. Das kommt dadurch zustande, dass die Schweizer Großbank regelkonform ihre eigenen Verbindlichkeiten zu aktuellen Marktpreisen ("Fair Value") bewertet hat und dadurch ein ergebniswirksamer Verlust von 1,55 Mrd. Franken entstand.
Dieser Mechanismus wirkt wie folgt: Eine Bank gibt eine eigene Schuldverschreibung zu 100 Euro aus. Aufgrund von Marktentwicklungen sinkt der Preis dieser Papiere in einem Jahr um 20 Euro. Insofern die Bank diese Papiere zum Fair Value bewertet, tut sie so, als könne sie die Papiere zu dem gesunkenen Preis wieder zurückkaufen. Es entsteht somit ein Bewertungsgewinn von 20 Euro. Im nächsten Jahr steigt der Preis dieser eigenen Verbindlichkeit um 10 Euro. Wiederum tut die Bank so, als müsste sie das Papier zu dem gestiegenen Preis zurückkaufen. Es entsteht somit ein Bewertungsverlust von zehn Euro pro ausstehendem Papier.
So sind die Regeln
Diese Regel, die dazu führt, dass zum Beispiel eine Ratingverschlechterung der eigenen Verbindlichkeiten zu einem Gewinn führt, während eine Ratingverbesserung einen Verlust erzeugt, darf zurecht als absurd bezeichnet werden. Der internationale Bilanzrat IASB nennt sie "kontraintuitiv". Aber so sind die Regeln.
Wenn das bei der Credit Suisse binnen Jahresfrist zum einem Gewinnrückgang von 1,14 Mrd. auf 44 Mio. Franken führt, dann ist das eben so. Dass dieser vergleichsweise mickrige Betrag eine Bank dieser Größe nicht gerade schmückt, liegt auf der Hand.
Da hilft der ebenso durchsichtige wie nichtsnutzige Versuch nicht, die Realität durch Einführung des bilanztechnisch völlig irrelevanten Begriffs "normal" zu schönen. Bilanztechnisch "normal" ist das Ergebnis, das aufgrund der bestehenden und für alle Anwender verbindlichen Regeln herauskommt. Normal sind daher im Fall Credit Suisse die 44 Mio. Franken, die sich aus der korrekten Anwendung der Regeln ergeben. Die 1,355 Mrd. sind dagegen im besten Fall ein frommer Wunsch und bei weniger wohlgesonnener Interpretation ein ziemlich plumper Täuschungsversuch.
Es wird höchste Zeit, dass die Reform der internationalen Bilanzregel IFRS 9 endlich umgesetzt wird, damit dieser Zirkus endlich aufhört. Die reformierte Regel liegt seit September 2010 auf dem Tisch. Sie besagt, dass eigene Verbindlichkeiten der Banken grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden sollen. Wertveränderungen aufgrund von Bonitätsverschlechterungen müssten dann ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet werden und würden nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung einfließen.
Als Teil der Gesamtreform des IFRS 9 soll dieser Standard erst 2015 implementiert werden. Da diese Regel jedoch unstrittig ist und bereits ausformuliert vorliegt, wäre es eine Überlegung wert, ob sie nicht umgehend in Kraft gesetzt werden sollte.
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:credit-suisse-zahlen-s…
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30.04.12 23:58:41
Da warte ich lieber noch mit einem Einstieg. Vielleicht ein neuer CEO könnte etwas an der Stimmung ändern. Mit Kursen um 18 EUR ist die Aktie leider immer noch zu teuer, wenn man Konkurrenten wie Deutsche Bank in betracht zieht.
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05.05.12 15:22:50
Tja, weiter geht´s abwärts. Wenns mal auf 16 EUR zu geht, wird es interessant. Vielleicht sollten die mal ihren CEO auswechseln.
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09.05.12 22:24:56
Ups, und schon die 16 EUR erreicht und kurz darunter.
Klar war heute ex-Dividendentag, aber wir nähern uns doch bedrohlich einen Allzeittief.
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22.05.12 09:01:51
Weitere Hiobsbotschaft für CS, ein Immobilienfonds...CS Euroreal, wird liquidiert:

CS muss 6-Milliarden-Immobilienfonds schliessen
Die Zahl der Ausstiegswilligen bei CS Euroreal war derart hoch, dass die durch Immobilienverkäufe angehäufte Bargeldreserve von 1,6 Milliarden Euro nicht ausreichte. Für die Anleger ist es eine Tortur.

Erst mussten die Anleger zusehen, wie der Wert ihrer Anteile an dem 6 Milliarden Euro schweren CS-Immobilienfonds in Deutschland in der Finanzkrise abstürzte, als vorab Grossinvestoren Kasse machten.

Als die Verkaufswelle die über 200'000 Kleinanleger erfasste, zog die Grossbank 2010 die Notbremse – seit zwei Jahren kauft sie keine Anteile mehr zurück. Gestern nun teilte die CS mit, der Fonds CS Euroreal werde bis April 2017 in Etappen liquidiert. Anleger müssen also wieder fünf Jahre warten, bis sie scheibchenweise das ausbezahlt erhalten, was an Aktiven noch da ist.

Die Zahl der Ausstiegswilligen war derart hoch, dass die durch Immobilienverkäufe angehäufte Bargeldreserve von 1,6 Milliarden Euro nicht ausreichte, um alle auszuzahlen. Da ein Fonds in Deutschland maximal für zwei Jahre eingefroren werden darf, blieb der Credit Suisse (CSGN 18.74 0.37%) Deutschland nichts anderes übrig, als die Liquidation ihres Flaggschiffs CS Euroreal zu beschliessen.

Fünf Jahre auf sein Geld warten

Die Anleger müssen herbe Verluste hinnehmen. Ihre Anteile haben seit einem Höchststand 2008 an der Börse über 40 Prozent an Wert verloren. Die einen haben ihre Verluste längst realisiert, indem sie die Anteile über die Börse losschlugen. Wer ausgeharrt hat, muss sich erneut mit Geduld wappnen. Frühestens im nächsten Herbst soll aus den vorhandenen Barreserven eine erste Tranche an die Anteilsinhaber überwiesen werden.

Die übrigen knapp 4,5 Milliarden Euro sind in rund 100 Liegenschaften in ganz Europa investiert – 40 Prozent davon in Deutschland. Die Leitung des CS-Fonds hat in Aussicht gestellt, dass sie dieses Portfolio über die nächsten fünf Jahre im Interesse der Anleger in Etappen verkaufen will, um möglichst hohe Erlöse zu erzielen.

Die Fondsschliessung ist dem Image der CS sicher nicht förderlich, sie steht mit diesem Schritt aber nicht allein da. Vor zwei Wochen musste SEB die Liquidation ihres 6-Milliarden-Fonds Immoinvest ankündigen. Seit der Finanzkrise wurden in Deutschland 13 Immobilienfonds mit einem Anlagevolumen von insgesamt 30 Milliarden Euro gesperrt – davon sind nun inklusive des CS-Fonds 10 in Liquidation.

Konstruktionsfehler mit Folgen

Die betroffenen Fonds leiden an einem Konstruktionsfehler: Die Investorengelder wurden langfristig in Immobilien angelegt. Das vertrug sich seit der Finanzkrise indes schlecht mit dem Recht der Anleger, ihre Anteile jederzeit an die Fondsleitung zurückverkaufen zu können. Da in der Krise viele aussteigen wollten, schwanden die Barreserven.

Um zu verhindern, dass sie in Liquiditätsengpässe gerieten, verfügten einzelne Fonds den Auszahlungsstopp. Sonst hätten sie ihre Immobilien mit Notverkäufen weit unter Wert verkaufen müssen. «So ein Fiasko hat die Fondsbranche noch nicht erlebt», so die «Financial Times Deutschland». Es sei das erste Mal überhaupt, dass solche offenen Immobilienfonds in Deutschland liquidiert werden müssten, was dem Ruf der Branche bestimmt schaden werde.


http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konju…
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23.05.12 13:49:49
Ich glaube nun an einer Bodenbildung im Bereich 15,5 bis 16 EUR.

Die Aktie hat ja letzten Monat ziemlich verloren.
2 Antworten
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24.05.12 09:31:35
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.201.270 von joeycool am 23.05.12 13:49:49Da hab ich meine Zweifel. Das Verhalten des CS-Management lässt darauf schliessen, dass es eher noch tiefer geht. Der "Blick" ist zwar ein Boulvardblatt, aber in diesem Fall verdient der Artikel Beachtung:

Glauben die CS-Chefs nicht mehr an ihre Bank?
Gestern gab die CS bekannt, dass 48 Prozent der Dividendenausschüttung in Form neuer Aktien erfolgten. Für dieses Prozedere entschieden sich die CS-Chefs, um das Eigenkapital ihrer Bank zu stärken.

Gestern Abend schoss der Kurs der gebeutelten Aktie der Credit ­Suisse (CS) um 73 Rappen auf 19.47 Franken hoch. Wer seine Dividende für das Geschäftsjahr 2011 in Form von Aktien bezogen hat, erzielte innert vier Tagen einen kräftigen Buchgewinn.

Bis letzten Freitag musste sich jeder Aktionär der Grossbank entscheiden, ob er pro 25 seiner Titel eine neue Aktie für 18.75 Franken beziehen wollte. Oder ob er sich pro Wertpapier 75 Rappen in bar auszahlen lassen wollte. Gestern gab die CS bekannt, dass 48 Prozent der Dividendenausschüttung in Form neuer Aktien erfolgten. Für dieses Prozedere entschieden sich die CS-Chefs, um das Eigenkapital ihrer Bank zu stärken.

Daher wäre zu erwarten ­gewesen, dass sich Mitglieder des Verwaltungsrats (VR) und der Geschäftsleitung (GL) für die Ausgabe von Aktien entscheiden. Doch die auf der Internetseite der Schweizer Börse aufgeschalteten ManagementTransaktionen zeigen:

•Nur zehn der zwölf Ende 2011 amtierenden Verwaltungsräte bezogen Aktien. Total erwarben sie 20 652 neue Titel und setzten dafür das Wahlrecht von 516 300 Aktien ein. Das sind 49 Prozent all ihrer Titel.
•Gerade mal vier von zwölf Geschäftsleitungsmitgliedern bezogen 31 465 Aktien. Insgesamt wandelte das Topmanagement nur ein Drittel aller Aktien in neue Titel um. Die meisten entschieden sich für Bares. GL-Mitglieder erhalten seit Jahren den grössten Teil ihrer Boni in Form von Wertpapieren. Daher trennen sie sich alljährlich von Aktien, beispielsweise um Steuern zu bezahlen.
Dennoch hätte sich Finanzanalyst Andreas Venditti, Bankenexperte der Zürcher Kantonalbank, gewünscht, dass der VR mit der Umwandlung seiner Wahlrechte in Wertpapiere den Aktionären Zuversicht in die CS signalisiert hätte. Auch Maurice Pedergnana, Geschäftsführer der Vereinigung für schweizerische Unternehmensfinanzierung (Seca), sagt: «Verwaltungsrat und Management hätten mit der Umwandlung von mindestens 80 Prozent ihrer ­Titel in neue Aktien das klare Signal an die Märkte gesetzt: Wir glauben an unsere Strategie und an deren Umsetzung.» Er hätte von VR und GL erwartet, dass sie «voll und ganz im Interesse des Unternehmens und nicht im Eigeninteresse» handeln.
http://www.blick.ch/news/wirtschaft/glauben-die-cs-chefs-nic…
1 Antwort
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25.05.12 18:18:24
Beitrag Nr. 100 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.205.003 von selectrix am 24.05.12 09:31:35Dafür gibt es doch eine logische Erklärung:

In der CS wurden ja generell die Bonuszahlungen um 40 % gekürzt.
Tja, was soll da das arme Management machen ? Es muss ja schliesslich die ganze Rechnungen zahlen und benötigt Kohle :laugh:

So ein Pech. Kann daher nicht mehr in die eigene Aktien investieren ....

Es ist höchstens Zeit den Sauhaufen auszuwechseln.

Der Kurs dümpelt weiter um 16 EUR. Wie ich schon ausgeführt habe, sehe ich hier zunächst eine kleine Bodenbildung, mehr nicht. Für einen Einstieg aber zu früh.
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31.05.12 21:31:58
Beitrag Nr. 101 ()
Hm, jetzt peilen wir sogar schon die 15 EUR an.

So langsam wird hier übertrieben, aber wie schon oben erwähnt gibt es hier auch keine positiven Nachrichten ....
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14.06.12 14:11:43
Beitrag Nr. 102 ()
Heute ist die CS massiv unter Druck. Der Grund:

Grossbanken sind für neue Krise nicht gerüstet
Die Nationalbank ist besorgt: UBS und CS wären nicht in der Lage, eine schwere Finanzkrise zu verdauen, schreibt sie in einem Bericht. Die CS steht noch schlechter da als die UBS.
So offensichtlich hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) die beiden Grossbanken noch nie ins Gebet genommen. Sie kann UBS und Credit Suisse (CS) zwar keine direkten Vorschriften machen – das ist Sache der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma. Die Nationalbank hat aber den Auftrag, zur Stabilität des Finanzsystems beizutragen. Und dabei spielen die beiden Grossbanken wegen ihrer auch im internationalen Vergleich grossen Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft eine besondere Rolle.
Wer glaubte, nach dem Abgang von Ex-SNB-Präsident Philipp Hildebrand werde die Nationalbank moderatere Töne anschlagen, hat sich getäuscht. «Es darf kein Tabu mehr geben», forderte der Notenbanker vor drei Jahren zum Systemrisiko, das von den beiden Grossbanken ausgeht. In dem heute präsentierten Bericht über die Finanzstabilität legen die Hüter sogar noch einen drauf: Sie geben UBS und Credit Suisse konkrete Empfehlungen zur Stärkung ihrer Widerstandskraft ab.

CS braucht rasch deutlich solidere Kapitalbasis

Besonders aufhorchen lassen die Ratschläge an die CS. Sie hatte 2008 im Unterschied zur UBS keine Staatshilfe beanspruchen müssen und war auch im internationalen Vergleich gut durch die Krise gekommen. Nun hat sie im Urteil der SNB aber einen besonders grossen Nachholbedarf bei den Eigenmitteln, beziehungsweise beim sogenannten verlustabsorbierenden Kapital. Dieses Polster machte Ende März dieses Jahres gerade mal 1,7 Prozent der Netto-Bilanzsumme aus. Bei der UBS ist die Lage mit einer Quote von 2,7 Prozent zwar etwas besser, aber alles andere als komfortabel. Die SNB-Experten erinnern denn auch daran, dass die Verluste der UBS in der Finanzkrise mehr als 3 Prozent der Nettobilanzsumme ausgemacht hatten. Mit anderen Worten: Weder CS noch UBS wären zurzeit in der Lage, einen solchen Schock aus eigener Kraft zu verdauen.

Für die CS sei es angesichts der gestiegenen Risiken entscheidend, dass sie ihr verlustabsorbierendes Kapital noch in diesem Jahr bedeutend erhöhe, hält die Nationalbank fest. Und gibt auch gleich einen Hinweis, wie dies geschehen könnte. Neben der geplanten Reduktion der Risiken könnte die Credit Suisse die Dividendenzahlungen aussetzen oder sich sogar durch die Ausgabe von Aktien Kapital auf dem Markt beschaffen. Der UBS rät die Nationalbank, den eingeschlagenen Weg der Kapitalstärkung fortzusetzen, insbesondere durch eine zurückhaltende Dividendenpolitik.

Je nach Kalkulation top oder flop

Die SNB-Empfehlungen werden die Aktionäre nicht freuen. Sie werden sich auch fragen, ob ihnen die Grossbanken falsche Tatsachen über die Kapitalbasis vorgespiegelt haben. Die Antwort liegt bei den unterschiedlichen Massstäben, mit denen gemessen wird. UBS und Credit Suisse wiesen Ende März dieses Jahres gemäss dem geltenden Standard Kernkapitalquoten von 15,6 beziehungsweise 18,7 Prozent aus; das waren auch im internationalen Vergleich Spitzenwerte.

Nimmt man aber den künftigen internationalen Standard (Basel III) und die Too-big-to-fail-Gesetzgebung als Massstab, kommt man gemäss SNB nur noch auf Quoten von 5,9 (CS) und 7,5 (UBS) Prozent. Damit sind die Grossbanken - vor allem die CS - auch im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich kapitalisiert. Nochmals schlechter sieht das Ganze aus, wenn man die Risikogewichtung der Aktiven ausklammert. Auch wenn die neuen Vorschriften erst ab 2019 gelten, empfiehlt die Nationalbank den Grossbanken, im Sinne einer erhöhten Transparenz schon jetzt regelmässig auch Kennzahlen nach der neuen Regulierung zu veröffentlichen – ein Rat, den die UBS bei den letzten beiden Quartalsabschlüssen bereits befolgte.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Grossbanken-sind-fuer…


CS-Aktie stürzt ab, auch UBS unter Druck

Nachdem die Nationalbank die Credit Suisse aufgefordert hat, ihre Eigenkapitalquote deutlich zu erhöhen, flüchten die Anleger aus den CS-Aktien. Das Papier verlor über 10 Prozent...
http://www.20min.ch/finance/news/story/13353846
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16.06.12 14:53:19
Beitrag Nr. 103 ()
Insidergewinne der Journalisten usw. dank Kurssturz

Lächerlich, diese Nationalbankfritzen haben nichts gelernt !

Die Schuldigen sind abzusetzen und zu bestrafen !

Die unrechtmässig erzielten Spekulationsgewinne einzuziehen !

http://www.20min.ch/finance/news/story/Insider-machten-mit-C…
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17.06.12 19:03:55
Beitrag Nr. 104 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.290.753 von hasi22 am 16.06.12 14:53:19Da gebe ich Dir voll Recht! Wirklich eine Schweinerei, wie die Publikation abgelaufen ist. Die SNB hatte ihren Bericht angesichts des komplexen Inhalts nämlich – wie in früheren Jahren auch (hört, hört :mad: ) – bereits am Montag vor Journalisten erläutert und an interessierte Kreise verschickt. Die Sperrfrist der Informationen lautete auf die Uhrzeit der offiziellen Präsentation am Donnerstag. Insiderwissen derart zu vermitteln, ist fahrlässig und Betrug an den Aktonären. Ganz besonders schlimm, dass das wieder die SNB ist. Der Fall Hildebrand ist noch nicht mal abgeschlossen und dann das.....Wann wird das in der Schweiz endlich gesetzlich eingeschränkt und bestraft, wie es in anderen Ländern längst der Fall ist?

Zur CS:
Bei der CS läuft seit einiger Zeit wirklich vieles falsch. Diese Bank hat ihren Vorsprung auf die Konkurrenz, den sie durch ihr vorsichtiges Verhalten vor 2008 errungen hat, auf eine dümmliche Art und Weise verspielt. Schade,schade....Brady Dougan mit seinem Riesen-Millionen-Gehalt, hat das zu verantworten.Es wär nun langsam wirklich Zeit, er ginge....

SNB-Schelte bringt Dougan in Bedrängnis
Nach dem gestrigen Angriff der Nationalbank auf die Credit Suisse und dem darauffolgenden Taucher der Aktie stellt sich die Frage: Ist Brady Dougan noch der richtige Konzernchef?...
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konju…
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27.06.12 23:45:33
!
Dieser Beitrag wurde von m.klemm moderiert. Grund: verstößt gegen Urheberrechte
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27.06.12 23:48:56
Beitrag Nr. 106 ()
CS-Aktie fällt vorübergehend auf 20-Jahres-Tief

Die Aktie der Credit Suisse hat sich auch am Mittwoch nicht von dem Schock erholt, den die Kritik der Schweizer Notenbank an der Kapitalausstattung und die Rückstufung durch die Ratingagentur Moody's ausgelöst haben.
Der Titel verlor am Mittwochmorgen weiter an Boden und notierte zeitweilig mit 16,69 Franken auf dem tiefsten Stand seit Ende 1992. Eine Erklärung des CS-Verwaltungsrat vom Freitag, dass die Bank auf guten Weg sei, die Eigenkapitalanforderungen gemäß Basel III nicht nur zu erfüllen sondern sogar zu übertreffen, konnte die Aktionäre nicht überzeugen.

Es sei derzeit für einen Investor nicht sinnvoll, auf die Credit-Suisse-Aktie zu setzen, erklärte Analyst Andrew Lim von Espirito Santo Investment Bank. Besser sei es, abzuwarten, bis klar sei, wie sich die Bank in der einen oder anderen Form neues Kapital beschaffe.

Die CS-Aktie konnte sich anschliessend wieder leicht erholen und schloss mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 17,14 Franken.

Mitte Juni hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) erklärt, gemessen an den ab 2019 geltenden Eigenkapitalvorschriften Basel III sei Credit Suisse unterdurchschnittlich kapitalisiert. Die SNB forderte Verbesserungen bis Ende Jahr durch Dividendenverzicht und sogar eine Kapitalerhöhung. Die CS-Aktie verlor damals bei großen Handelsumsätzen rund zehn Prozent auf 17 Franken. Am Mittwoch notierte der Titel gegen Börsenschluss bei 16,95 Franken.

Dougan dementiert Kapitalerhöhungsplan

Konzernchef Brady Dougan, von Haus aus Investmentbanker und seit 2007 am Steuer der Credit Suisse, dementierte kurz nach dem SNB-Verdikt Pläne für eine Kapitalerhöhung ebenso wie Rücktrittsabsichten. Eine Dividendenkürzung oder die Ausgabe von neuen Aktien anstelle einer Bar-Ausschüttung schloss er nicht aus. Ob die Bank angesichts der Euro-Schuldenkrise dafür genug Gewinn erwirtschaften kann, bleibt abzuwarten. Der Abschluss für das zweite Quartal könnte am 26. Juli mehr Klarheit bringen. Analysten kritisieren an Dougan, er habe zu lange auf eine Erholung der Märkte gesetzt und das Investmentbanking im Gegensatz zum Rivalen UBS nicht schnell genug verkleinert. Die CS-Aktie verlor seit Jahresanfang mehr als 20 Prozent, während UBS wenig mehr als drei Prozent nachgaben.

Dougan selbst scheint nicht mehr so sicher im Sattel zu sitzen wie bisher. Der Verwaltungsrat stelle ein Liste möglicher Nachfolger zusammen, berichtete die "NZZ am Sonntag". Eine überzeugende Alternative sei aber nicht in Sicht.

Um bis Ende Jahr eine bessere Eigenkapitalquote zu erreichen, kann Credit Suisse Schnitte im Investmentbanking vornehmen und die risikogewichteten Aktiva abbauen. Das könnte nach Ansicht von Morgan Stanley aber mit Verlusten verbunden sein. Als noch am leichtesten zu realisierende Lösung käme Hilfe von zwei Großaktionären infrage. Der Staatsfonds Katars und die von Saudiarabien aus operierende Olayan-Familie könnten eine für 2013 vereinbarte Pflichtwandelanleihe von rund sechs Milliarden Franken schon dieses Jahr zeichnen. Diese Coco-Bonds würden der Bank und auch ihrem Chef Luft verschaffen. Das wäre dann zwar auch nicht gratis aber doch eine günstige Lösung, so Morgan Stanley in einer Analyse. Dass Credit Suisse am Kapitalmarkt neue Aktien platziere, sei wenig wahrscheinlich.
http://www.cash.ch/news/topnews/csaktie_faellt_voruebergehen…
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29.06.12 07:34:21
Beitrag Nr. 107 ()
Kehrtwendung bei der CS:
CS macht Gewinn – und will Eigenkapital nun doch stärken
Das laufende Quartal schliesst die Grossbank mit schwarzen Zahlen ab, wie der «Tages-Anzeiger» aus VR-Kreisen erfuhr. Zudem laufen Verhandlungen mit Grossaktionären.

Bei der Credit Suisse (CSGN 16.58 -3.27%) ist hinter den Kulissen vieles in Bewegung geraten. Das Management und der Verwaltungsrat sind offenbar entschlossen, der Direktive der Nationalbank zu folgen und bis Ende Jahr das Eigenkapital der Bank deutlich zu erhöhen. Gegenüber der ersten Reaktion auf die Veröffentlichung des umstrittenen Nationalbank-Berichts zu ihrer Kapitalstärke bedeutet dies eine eigentliche Kehrtwende der Bank. Damals hatte sie verlauten lassen, die CS sei eine der am besten kapitalisierten Banken der Welt und brauche keine Kapitalerhöhung.

Doch seither ist viel geschehen. Die Aktie fiel in einer ersten Reaktion um 10 Prozent und hat sich seither nicht wieder erholt – im Gegenteil: Gestern tauchte sie bis auf 16.35 Franken, den tiefsten Stand seit 20 Jahren. Am letzten Freitag tagte zudem der Verwaltungsrat und befasste sich ausführlich mit dem Thema Kapitalstärke und Ertragskraft der Bank in Zeiten der Eurokrise. Der «Tages-Anzeiger» hat dazu einige interessante Details erfahren. Bei der Ertragskraft ist es demnach so, dass die Bank schwarze Zahlen schreibt, sowohl auf Konzernebene wie auch im Investmentbanking. Die Tatsache, dass bereits Milliarden von risikoträchtigen Papieren verkauft wurden, sowie die bereits erfolgten Sparmassnahmen, die 1,5 Milliarden Franken an Kosten eliminieren, tragen offenbar Früchte. Grosse Gewinne sind im jetzigen Umfeld aber auch nicht angefallen.

Der Verwaltungsrat unter Präsident Urs Rohner liess sich darum von Konzernchef Brady Dougan Pläne erläutern, wie man der Direktive der Nationalbank nachkommen könnte. Die einfachste Variante wäre, die Obligationen der Qatar Holding und der Olayan Group (Saudiarabien) noch dieses Jahr in anrechenbares Eigenkapital (sogenannte Cocos) zu wandeln. Ursprünglich war dies erst auf Herbst nächsten Jahres vorgesehen. Damit hat sich die Nationalbank nicht zufriedengeben wollen, wie sie vor zehn Tagen gegenüber dem TA verlauten liess.


Die Araber bieten Hand


Dass die beiden arabischen Gesellschaften überhaupt so stark in der CS investiert sind, hat seine Gründe in der Finanzkrise von 2008. Damals holte sich die CS auf Geheiss der Finanzmarktaufsicht (Finma) für 10 Milliarden Franken Eigenkapital und nachrangige Anleihen im Nahen Osten. Damit war sie im Gegensatz zur Konkurrentin UBS nicht darauf angewiesen, den Bund um Beistand anzufragen. Unglücklicherweise sind die damals aufgenommenen Anleihen (rund 6 Milliarden Franken) nicht nur sehr hoch verzinst – die Bank zahlt jährlich 10 bis 11 Prozent Zins –, sondern auch nicht mehr als regulatorisches Eigenkapital (Tier 1) anrechenbar.

Praktischerweise sassen letzten Freitag mit Aziz R. D. Syriani und dem jungen Bin Hamad J. J.Al Thani zwei Verwaltungsräte am Tisch, welche die Interessen der Araber vertreten. Offenbar äusserten sie sich grundsätzlich positiv und wollen Hand für die Massnahmen bieten. Doch nun geht es noch um die Konditionen, denn erstens sind die Anleihen erst nächstes Jahr kündbar, und zweitens bringen die Cocos weniger Zins. Darum werden verschiedene Optionen geprüft, wie das Tauschgeschäft versüsst werden könnte und ob allenfalls auch eine Wandelanleihe wie 2008 infrage käme. Ziel ist es, spätestens Ende Juli, bei der Präsentation der Zahlen für das zweite Quartal, eine Lösung aufzeigen zu können.


Ein Richtungsstreit


Diskutiert wurde aber noch mehr, nämlich die künftige Ausrichtung der CS. Kurzfristig sind hier zwar keine grossen Änderungen möglich. Ein Sparprogramm läuft bereits, noch mehr Unruhe im Unternehmen ist nicht erwünscht. Doch eine starke Fraktion im Verwaltungsrat will eine grundsätzliche Neuausrichtung: Nicht mehr grosse Risiken mit möglichst wenig Eigenkapital ist die Losung, sondern eine nochmals deutlich verkleinerte Investmentbank. Das wäre ein Paradigmenwechsel, den noch nicht alle Verwaltungsräte mitmachen wollen. Aber selbst der ehemalige VR-Präsident Walter Kielholz soll nach schmerzlichen Erfahrungen bei der CS und der Swiss Re zur Erkenntnis gelangt sein, dass es mehr Eigenkapital braucht. Er hatte sich in der Vergangenheit auch öffentlich immer gegen solche Forderungen gewehrt.

CS-Präsident Rohner hat seine Meinung schon länger geändert, und auch die neu gewählten Schweizer VR Jean-Daniel Gerber und Iris Bohnet sind dieser Fraktion zuzurechnen. Noch sind in dieser Frage keine Beschlüsse gefasst, noch gibt es einen Richtungsstreit, aber vieles ist auf dem Prüfstand und soll an den nächsten VR-Sitzungen diskutiert werden. Dann wird sich entscheiden, ob aus dem Wind of Change bei der CS eine Neuausrichtung wird oder ein laues Lüftchen, das nur zu kosmetischen Änderungen führt.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konju…
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30.06.12 21:28:56
Beitrag Nr. 108 ()
Bittgang bei einem der reichsten Araber der Welt
Brady Dougan hat sich nun doch entschlossen, das Eigenkapital der Credit Suisse aufzustocken. Dabei setzt er auf die Hilfe von Aziz Syriani, dem Chef der Olayan Group....
...Nach dem Staatsfonds von Qatar ist die Olayan Gruppe der bedeutendste Aktionär der CS...

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konju…
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21.07.12 14:21:50
Beitrag Nr. 109 ()
Nachdem nun das Eigenkapital erhöht wird und dies mit einer mehr oder weniger PR-würdigen Verschleiherung einer Verwässerung des Eigenkapitals, hat sich der Kurs nach einen kurzen Höhenflug auf 15 EUR wieder gen Süden gerichtet. Tendenz nun wieder unter 14 EUR. Das Warten auf ein Ende von Mr. Dougan setzt sich also fort.
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20.11.12 17:34:35
Beitrag Nr. 110 ()
Verschlimmbesserung...Amis/Engländer gewinnen, Schweizer landen im abseits bzw. räumen das Feld.Sieht nicht gut aus...

Umbau bei der CS
Vier starke Chefs und nur zwei Einheiten

Die Credit Suisse formt ihre bisher drei Einheiten zu zweien um, und aus bisher sieben operativen Führungsjobs werden vier. Die «neuen» starken Männer leiten jeweils in Doppelführung und stehen den vier Regionen vor. Noch gibt es offene Fragen.
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..Z.B. Die Credit Suisse baut ihre Führungsstruktur um. Zusammengefasst werden aus bisher drei Einheiten zwei, die bisher sechs operativen Führungsjobs werden neu noch von vier Personen gehalten. Diese vier Chefs leiten zum einen jeweils zu zweit die beiden neu geformten Einheiten, zum andern übernehmen sie die operative Führung der vier Regionen der Credit Suisse.

Die nach diversen Verkäufen und Abspaltungen deutlich verkleinerte Einheit Asset Management wird komplett in die neugegründete Einheit Private Banking & Wealth Management übergeführt. Der Leiter des Geschäfts für Institutionelle, Robert Shafir, übernimmt mit dem bisherigen CEO des weltweiten Private Banking, Hans-Ulrich Meister, die Doppelführung des neuen Bereichs. Der bisherige Chairman Walter Berchtold scheidet aus der Bank aus.

Zweiter Chef für Investment Banking
Bei der zweiten Einheit der Credit Suisse, der Investmentbank, kommt es ebenfalls zu einer Doppelführung. Dem bisherigen Chef Eric Varvel wird Gael de Boissard, der Chef des Anleihengeschäfts (Fixed Income), gleichgestellt.

In der neuen Struktur werden zudem alle vier Regionen der Gruppe von diesen vier «neuen» starken Männern der Bank, Shafir, Meister, Varvel und de Boissard, geführt. Meister bleibt CEO der Region Schweiz, Shafir der Region Americas. Neu übernimmt Varvel die Leitung der Region Asien-Pazifik. Osama Abbasi, bisheriger Chef, tritt per sofort zurück. Neuer Leiter der Region EMEA (Europe, Naher Osten und Afrika) wird de Boissard – Fawzi Kyriakos-Saas tritt ebenfalls zurück.

Fragen um die neue Doppelführung
Fragen wirft vor allem die neue Doppelführung der beiden Einheiten auf. Zwei Chefs sind im Normalfall einer zu viel, angesichts der gewachsenen Matrixstrukturen in der neuen Organisation könnten sich Entscheidungswege verlangsamen und Konflikte auf der obersten Führungsebene zuspitzen. Die Credit Suisse weist darauf hin, dass jeder der vier Chefs innerhalb der Einheiten die Führung einzelner Abteilungen übernommen hat. Beispielsweise leitet Varvel den Bereich Aktien und das klassische Beratungsgeschäft der Investmentbank, de Boissard zeichnet für das Anleihengeschäft zuständig.

In der neuen Privatbank-Einheit ist Meister weiterhin für das gesamte On- und Offshore-Private-Banking der CS in der Schweiz zuständig mit den Bereichen Wealth Management & Private Clients Switzerland, Premium Clients Switzerland & Global External Asset Managers. Zudem bleibt Meister zuständig für das Firmen- und Kreditkundengeschäft in der Schweiz. Shafir übernimmt die Verantwortung für die gesamten Produkte der Privatbank-Einheit, so behält er die Führung des Bereichs Private Banking & Wealth Management Products. Von Meister übernimmt er die Bereiche Investment Services & Products (Investment-Lösungen und Beratungen) und zudem den Bereich CS Trust und Research.

Letztlich gibt es nur einen Chef
Die von der Investmentbank in das Private Banking und Wealth Management herübergeholte Wertschriftenplattform für vermögende Kunden, Solution Partners, jedoch soll nach Mitteilung der Bank gemeinsam der Oberführung von Shafir und Meister unterstellt sein. Im Falle von Uneinigkeiten der neuen Co-Chefs dürfte CS-Konzernchef Brady Dougan das letzte Wort haben – wie in allen Bereichen. Letztlich gebe es nur einen Chef, so die Bank auf Anfrage.

Keine Antworten zu Stellenabbau
Unbeantwortet bleibt die Frage nach dem weiteren Stellenabbau. Die CS drückt sich hier vor klaren Antworten und verweist nur darauf, dass diese Reorganisation einfach eine Konkretisierung der bereits kommunizierten Kostenmassnahmen von insgesamt 4 Mrd. Fr. sei. Hier wären Präzisierungen nötig.

Angelsächsische Kultur gestärkt
Auffallend ist zudem, dass von den total fünf starken Männern der Bank – inklusive Brady Dougan – vier angelsächsisch geprägt sind. Dougan pendelt zwischen New York und Zürich, hat seinen Wohnsitz aber weiterhin in den USA. Varvel wird seinen Teil der Investmentbank von New York aus führen; de Boissard sitzt derzeit in London, Shafir in New York. Meister ist derzeit der Einzige mit festem Schweizer Wohnsitz. Das könnte der bereits sehr angelsächsisch geprägten Kultur noch einmal einen weiteren Dreh geben.
http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/…
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20.11.12 17:46:25
Beitrag Nr. 111 ()
Ergänzend:

CS: Die totale Macht-Übernahme der Amis
Private Banking Amerika und Produkte neu unter US-Führung; H.U. Meister geschwächt; Dougan "untouchable".


CEO Brady Dougan hat die Credit Suisse endgültig gekapert. Im stillen Kämmerlein hat der Amerikaner an der Spitze der Schweizer Grossbank die massivste Gewichtsverschiebung weg von der Schweiz hin zu Amerika vollbracht.

Bis Mitternacht feilten die CS-Topshots an den letzten Details ihres Big-Bangs. Dabei gab nur eine Truppe den Ton an: der Amerikaner Brady Dougan und seine Verbündeten in der Konzernleitung.

Die Umwälzungen sind aus Schweizer Sicht verheerend. Dougan gibt seinem Ami-Buddy Robert Shafir die Co-Leitung des CS-Roh-Diamanten Vermögensverwaltung.

Obendrauf kriegt Shafir auch noch einen Grossteil der Verantwortung für die CS-Produkte. Damit kommt auch der Zürcher Üetlihof, eine der letzten Schweizer Bastionen in der globalen CS, teilweise unter Kontrolle der Amerikaner.

Schliesslich kriegt Shafir auch alle bisherigen Asset-Management-Aufgaben. Diese bildeten bisher eine eigene Division unter Shafir.

Offiziell schreibt die CS bei Produkten und Schweizer Wertschriftenplattform von doppeltem Reporting, also sowohl an Shafir als auch an Meister.

Grosse Verlierer des CS-Erdbebens sind die Schweizer.

Der scheinbar mächtige Hans-Ulrich Meister wird zum Co-Chef der Vermögensverwaltung degradiert. Vor allem verliert Meister die Oberhoheit über die Produkte. Investment Services & Products (ISP) ist neu bei Shafir.

Damit sieht sich der vermeintliche Kronprinz für den CEO-Job, der vor kurzem in seinem Schweizer Bereich eine für die Betroffenen schmerzhafte Restrukturierung beschlossen hat, massiv geschwächt.

Meister ist neu vor allem oberster Verkäufer von CS-Produkten. Das ist eine deutlich weniger bestimmende Position als bisher, als Meister allein für das weltweite Private Banking und alle Produkte aus der CS-Küche verantwortlich war.

Den Marsch blasen die Amerikaner; und dies ab sofort auch in der bisher helvetischen Domäne, der Vermögensverwaltung. Diese lautet neu auf den Namen Private Banking & Wealth Management.

Für Brady Dougan ist es der grösste Sieg seiner Karriere in einem schwierigen Moment. Nachdem die UBS vor wenigen Wochen die Rückkehr zu den Schweizer Wurzeln beschlossen hatte, stieg der Druck auf Dougan. Die CS-Aktie fiel im Vergleich zurück.

Für die Schweiz hingegen bedeutet der heutige Tag eine herbe Niederlage. Ihr Einfluss beim Finanzmulti geht massiv zurück.

In der 10-köpfigen Konzernleitung der CS, dem obersten operativen Gremium der Grossbank, sitzen gerade noch 3 Schweizer; und nur einer – Meister – steht einer Frontorganisation vor. Die Anderen leiten mit Risiko und Recht zwei Fachgebiete.

Symbol für die flächendeckende Niederlage der Schweizer ist der Abgang von Walter Berchtold. Der langjährige Chef des Private Bankings muss ein Jahr nach dem Rückzug aus dem Tagesgeschäft das Feld definitiv räumen.

Berichte über ein Comeback von Berchtold treffen damit nicht zu.

Hochrangige Abgänge gibt es auch in der Investmentbank. Doch dort rücken keine Schweizer nach, sondern ausschliesslich Ausländer.

Der einschneidenden Machtverschiebung nach Übersee schaute einer tatenlos zu: Urs Rohner. Es war der CS-Präsident, der den 100-zu-Null-Sieg der Amerikaner erst möglich gemacht hat.

Damit hat der höchste Kopf der Credit Suisse seine Abhängigkeit von CEO Dougan nicht wie von vielen erwartet verkleinert, sondern im Gegenteil verstärkt.

Während Dougan, Shafir und CS-Finanzchef David Mathers gestern den ganzen Tag ihre US- und Investmentbank-Figuren positionierten, hatte Rohner einen TV-Auftritt im “Eco” des Schweizer Fernsehens.

Rohner strahlt in die Kamera, Dougan zementiert seine Macht – so die Kurzversion von heute.

Es ist ein grosses Versagen des Ex-Wirtschaftsanwalts. Jetzt steht er ganz oben in der CS allein da.

In den letzten Wochen war Rohner “ein Suchender”, sagte kürzlich eine Quelle. In Gesprächen mit Schweizer Experten erkundigte sich der CS-Präsident nach möglichen Dougan-Ersatzleuten. Erfolglos.

Dougan, der seit über 5 Jahren am Steuer steht und als einer der ganz wenigen globalen Finanz-CEOs die Krise überstanden hat, kann weiter nach Belieben schalten und walten.

Der letzte Schweizer, der Dougan die Stirn geboten hatte, war Walter Berchtold. Der ist nun endgültig weg.

Nach der deutlichen Machtbeschneidung ist auch Hans-Ulrich Meister kaum mehr Kandidat für die Dougan-Nachfolge.

Die Amerikaner, die als Dougan-Papabili in Frage kommen, sind noch nicht so weit oder schon zu alt.

Der grosse Aufsteiger Robert Shafir, 54, dürfte dereinst mit dem grossen Dougan abtreten. Shafir wäre kein Gesicht für die Zukunft.

Die jungen Aufsteiger in der Investmentbank könnten das Zeug haben für den operativen Top-Job, müssen aber zuerst Resultate liefern. Favorit ist dort Gaël de Boissard, Fixed-Income-Chef und neues Mitglied der Konzernleitung.

All das macht klar: Anderthalb Jahre nach Amtsantritt steht CS-Präsident Urs Rohner immer noch ohne Ersatz für den übermächtigen Dougan da.

Dougan und seine “American Gang” können in den nächsten Jahren die Paradedisziplin Vermögensverwaltung unter ihre Fittiche nehmen und in Ruhe einen eigenen Manager aus ihren Reihen für den operativen Topjob aufbauen.

Für die CS heisst das: Ab heute ist die Bank so amerikanisch wie noch nie zuvor.

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1137693-101-110/c…

CS muss für Reorganisation Kritik einstecken
Die Credit Suisse muss für die geplante Reorganisation harsche Kritik einstecken
Kurz nach Aufnahme des regulären Handels gerieten die Papiere dann aber unter starken Verkaufsdruck aus dem In- und Ausland. Gewinnmitnahmen im europäischen Bankensektor erwiesen sich dabei als trendverstärkend.

Um es kurz und salopp zu sagen: Der Markt hatte sich nach dem grundlegenden strategischen Kurswechsel der Erzrivalin UBS auch bei der Credit Suisse auf tiefgreifende Veränderungen eingestellt. Die überraschend bescheidenen Restrukturierungsmassnahmen gehen schlichtweg nicht weit genug.

Die Zusammenführung des Private Banking mit dem Asset Management wird am Markt zwar als sinnvoll, gleichzeitig aber auch als längst überfällig beurteilt. Der für CA Cheuvreux tätige Bankenanalyst rechnet allerdings gerade mal mit Synergien im Umfang von 200 Millionen Franken. Vor dem Hintergrund der von der Schweizer Grossbank angestrebten Kosteneinsparungen von 4 Milliarden Franken sei dies nur ein Tropfen auf den heissen Stein, so der Experte in einem Kommentar.

In einem Kommentar aus London erntet die Credit Suisse zudem Kritik für die geplante Aufspaltung des Investment Banking in zwei Bereiche. Der für Knight Capital tätige Verfasser kann sich nicht erklären, welche strategischen Überlegungen hinter diesem Vorstoss stecken könnten. Auch dass CEO Brady Dougan den personellen Wechseln an der Konzernspitze nicht zum Opfer gefallen sei, lasse sich für den Experten schlichtweg nicht nachvollziehen.

Der für die Bank Sarasin tätige Bankenanalyst bringt es schliesslich auf den Punkt: Die kommunizierten Massnahmen hält er zwar für sinnvoll. Gerade im Investment Banking habe er jedoch mit tiefgreifenderen Veränderungen gerechnet. Die heute veröffentlichte Pressemitteilung sei eine wenig aussagekräftige Reaktion der Credit Suisse auf den vor zwei Wochen von der UBS angekündigten Strategiewechsel. Die heutigen Neuigkeiten seien nicht wirklich das, was der Markt erwartet habe.

Meines Erachtens ist die geplante Reorganisation nichts anderes als eine klare Bekenntnis zum Investment Banking. Diese Geschäftsaktivitäten werden nun an die neuen regulatorischen Anforderungen angepasst. Zumindest auf kurze Sicht versprechen die Massnahmen – ganz anders als bei der UBS - weder zusätzliche Kostenvorteile noch eine Freisetzung von Eigenmitteln. Dementsprechend lässt sich die heutige Marktreaktion für mich durchaus nachvollziehen.
http://www.cash.ch/news/topnews/cs_muss_fuer_reorganisation_…
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03.12.12 21:26:12
Beitrag Nr. 112 ()
Wie kann es sein, dass sich die CS von der Veröffentlichung des Urteils überrascht zeigt?

Wer löscht darauf die Inhalte verschiedener Webseiten?

http://www.iww.de/quellenmaterial/122847

Urteilsservice / Quellenmaterial


Abrufnummer:
122847
Gericht:
Landgericht Düsseldorf
Beschluss vom:
21.11.2011
Aktenzeichen:
10 KLs 14/11
Eingestellt am:
14.09.2012


Diese Entscheidung enthält keinen zur Veröffentlichung bestimmten Leitsatz.

Landgericht Düsseldorf

10 KLs 14/11

Tenor:

Gegen die Beteiligte, die C. S. G.AG, wird gemäß §§ 30 Abs. 1, Abs. 2 S. 1 Nr. 1, Abs. 3, 17 Abs. 4 OWiG i.V.m. §§ 149, 150 Abs. 2, 153, 168 AO, § 25 EStG, § 31 ErbStG, § 27 StGB eine Geldbuße in Höhe von 149.000.000,00 Euro (in Worten: einhundert neunundvierzig Millionen) festgesetzt, weil ein vertretungsberechtigtes Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung eine Straftat begangen hat, durch die Pflichten, welche die Gesellschaft treffen, verletzt worden sind und durch die gleichzeitig die Gesellschaft bereichert werden sollte.

Die durch die Beteiligung entstandenen Kosten werden der Beteiligten auferlegt, ihre Auslagen trägt die Beteiligte selbst.

Gründe

Die Kammer hat im schriftlichen Verfahren nach Anhörung der Beteiligten gegen diese die genannte Geldbuße festsetzen können, §§ 46, 30 Abs. 4 OWiG i.V.m. §§ 444 Abs. 3, 441 StPO, nachdem mit Beschluss der Kammer vom 04. November 2011 ihre Beteiligung nach § 46 OWiG i.V.m. §§ 444 Abs. 3, 440 Abs. 3, 431 Abs. 3 StPO angeordnet worden ist.

Die Beteiligte unterstützte in großem Umfang Kunden bei deren Steuerhinterziehungen.

So wurde etwa - sogar gebührenpflichtig - angeboten, den Kunden keine Erträgnisaufstellung nach Deutschland zu übersenden. Diese konnten nur vor Ort in der Schweiz eingesehen werden. Es wurde der Rat erteilt, keine Vermögenswerte über die Grenze zur Schweiz mitzunehmen. Teilweise wurden Termine zwischen Kunden und Bankmitarbeitern aus der Schweiz in Deutschland vereinbart, um Konten zu eröffnen und die Gelder durch die Kundenbetreuer in die Schweiz zu verbringen.

Ferner wurden über Tochtergesellschaften sogenannte Lebensversicherungsmäntel (Wraps) angeboten, die keine Lebensversicherungspolice im eigentlichen Sinne beinhalteten, sondern in erster Linie dem Zweck dienten, Vermögenswerte vor dem deutschen Steuerfiskus zu verschleiern. Gelder wurden an die Lebensversicherungsgesellschaften als einmalige Beitragszahlung übertragen, ohne dass die Kunden letztlich die wirtschaftliche Verfügungsgewalt über die Vermögenswerte verloren. Zu den Verschleierungsmaßnahmen gehörte etwa auch das Angebot von Nummernkonten oder die Beratung des Kunden, zwei Konten zu führen, von denen lediglich eins „offiziell“, also gegenüber den deutschen Finanzbehörden, steuerlich erklärt werden sollte, ohne das andere Konto anzugeben. Die Kundenbetreuer sind angehalten worden, Gründe für die Anlageentscheidung zu dokumentieren, sofern diese nicht steuerlich motiviert ist.

Die Beteiligte hat - wie sich aus Unterlagen zur Mitarbeiterschulung ergibt - gezielt diejenigen Kunden angesprochen, bei denen sie davon ausging, dass diese beabsichtigten, zumindest die Erträge aus den Vermögenswerten nicht in Deutschland zu versteuern.

In diesen Unterlagen wird die Art und Weise der Betreuung dieser besonderen Kunden von der in Bezug auf andere Kunden differenziert. Es wird die Höhe der „Schwarzgeldproduktion“ in Deutschland und die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Beratung dieser Kunden (etwa erhöhte Diskretion) dargestellt. Es wird Wert darauf gelegt, dass kein Datenaustausch zwischen der C. S. (Deutschland) AG und der Muttergesellschaft in der Schweiz stattfindet.

In grenznahen Städten in der Schweiz sind Filialen eingerichtet worden, die sich auf die Betreuung dieser sogenannten NCAS-Kunden, also Kunden, bei denen man davon ausging, dass sie die Vermögenswerte bzw. Erträgnisse daraus nicht steuerlich erklären würden, spezialisiert haben.

Repräsentanten sind - jeweils in regional aufgeteilten Zuständigkeiten - insbesondere für das „off-shore Cross-Border-Geschäft“ tätig gewesen, haben die Abläufe koordiniert und waren als exklusive Ansprechpartner für die Anlage im Ausland eingesetzt. Es bestand die Verpflichtung für jeden Kundenbetreuer, diesen Repräsentanten einzuschalten.

In den Schulungsunterlagen werden die Problematik der Beihilfe zur Steuerhinterziehung und die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zum anonymisierten Wertpapiertransfer über bankinterne CpD-Konten dargestellt. Es wird daraus der Schluss gezogen, man dürfe keine bankinternen Konten zum Wertpapiertransfer benutzen.

Ein Mitglied der - erweiterten - Geschäftsleitung, der für die C. S. G.AG vertretungsberechtigte H. M. G. G., Senior A. in Z., Dr. R. L., hat wissentlich die Steuerhinterziehung der deutschen Kunden gefördert, anstatt sie zu unterbinden. Dadurch sind Pflichten, die die Gesellschaft treffen, verletzt worden, wodurch diese gleichzeitig bereichert wurde.

Es ist deshalb eine Geldbuße von insgesamt 149.000.000,00 Euro festzusetzen, wobei 1.000.000,00 Euro auf den „Ahndungsteil“ und 148.000.000,00 Euro auf den „Abschöpfungsanteil“ entfallen.

Hinsichtlich des Ahndungsteils der Geldbuße setzt die Kammer nach Abwägung aller Gesichtspunkte das für den Fall einer vorsätzlichen Straftat nach § 30 Abs. 1, Abs. 2 S. 1 Nr. 1 OWiG vorgesehene Höchstmaß einer Geldbuße von 1.000.000,00 Euro fest. Angesichts der Höhe des insgesamt eingetretenen Steuerschadens, des Tatzeitraums von 2004 bis 2010 sowie des Gewichts und des Ausmaßes der Straftat kommt eine geringere Geldbuße nicht in Betracht.

Darüber hinaus ist ein weiterer Betrag von 148.000.000,00 Euro in die Geldbuße einzustellen, mit dem der wirtschaftliche Vorteil, den die Beteiligte aus der Straftat gezogen hat, abgeschöpft wird; insoweit kann das in § 30 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 OWiG vorgesehene gesetzliche Höchstmaß der Geldbuße überschritten werden, §§ 30 Abs. 3, 17 Abs. 4 OWiG.

Dabei wurden die durch Auswertung der Bilanzen der Beteiligten für die Jahre 2004 bis 2010 und die durch Berechnung der Beteiligten ermittelten wirtschaftlichen Vorteile geschätzt. Ausgehend vom insgesamt verwalteten Vermögen (A. unter Management, A.) sowie den Erträgen der Beteiligten (R.), der Gewinnmarge in Prozent (Profit Margin) und dem so ermittelten Gewinn vor Steuern (Pretax Profit) ist – geschätzt – der Anteil ermittelt worden, der beihilferelevant ist. Bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Vorteils hat sich insgesamt ein Gewinn in Höhe von 172.890.000,00 Schweizer Franken (CHF) – ca. 148.000.000,00 Euro – ergeben.

Im Einzelnen gilt Folgendes:



2004



2005



2006



2007



2008



2009



2010

A.



CHF Mrd.



38,80



40,90



43,20



45,30



32,30



33,30



26,1

R.



CHF Mio.



510



534,60



568,60



625,40



531,40



408,90



359,00

Profit Margin



%



35



37,7



39,6



37,8



23,5



29,4



25,7

Pretax Profit



CHF Mio.



179,52



201,54



225,17



236,40



124,88



120,22



92,26

Anzeichen für Beihilfe



%



19



18



15



14



13



10



8

Gewinn



CHF Mio.



34,11



36,28



33,77



33,10



16,23



12,02



7,38

Total



172,89

Die Kostenentscheidung folgt aus §§ 46 OWiG, 472b Abs. 2, 465 StPO.
1 Antwort
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05.12.12 19:57:43
Beitrag Nr. 113 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.887.197 von Sorrytodisturb am 03.12.12 21:26:12Dämlich, wirklich dämlich von Dir, so etwas hier reinzustellen...und erst noch in falschem Format....

Gerichtsbeschluss mit Details

Am Montag veröffentlichte der «Spiegel» einen Artikel über «Die Schwarzgeld-Tricks der Credit Suisse». Inhalt: Der Gerichtsbeschluss mit Details zum Vorgehen der Bank bei der Steuerhinterziehung.

Die CS reagierte verärgert. Nicht nur kommt die Publikation des Beschlusses ein Jahr zu spät – sie verstösst auch gegen die Abmachung mit den deutschen Behörden. Die Schweizer Bank vermutet dahinter eine gezielte Attacke, wie das «Handelsblatt» schreibt. Der Inhalt des Beschlusses gebe den Gegnern des Steuerabkommens mit der Schweiz neue Nahrung.

Ganzer Artikel siehe: http://www.20min.ch/finance/news/story/25415970
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03.01.13 22:09:08
Beitrag Nr. 114 ()
Die Schweizer Grossbanken verzeichneten 2012 weniger Deals im globalen Übernahme-Geschäft. Die CS fiel gemessen am Volumen zurück, die UBS verbesserte sich.

http://www.finews.ch/news/banken/10498-maa-ubs-und-cs-hinter…
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08.01.13 15:29:27
Beitrag Nr. 115 ()
eine langfristig - sehr gute Nachricht!

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Bankenwerte sehr fest - Zugeständnisse zum Liquiditätsaufbau


Autor: dpa-AFX
| 07.01.2013, 18:05 | 244 Aufrufe | 0 |

(neu: Schlusskurse)



FRANKFURT (dpa-AFX) - Bankaktien haben am Montag kräftig von zeitlichen Zugeständnissen der Bankenaufsicht zum Aufbau von Liquiditätsreserven profitiert. Weltweit bekommen die Banken nun vier Jahre mehr Zeit für den Aufbau von Billionen schweren Liquiditätspuffern zur Krisenvermeidung. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hatte am Sonntag beschlossen, dass die Banken die Mindest-Liquiditätsquote (LCR) schrittweise erst bis 2019 aufbauen müssen, statt sie 2015 vollständig erfüllen zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt reichen nun 60 Prozent der Reserve.





Der gesamte europäische Bankensektor verbuchte zum Handelsschuss ein Plus von 1,04 Prozent und war damit der beste unter den Stoxx-600-Branchenindizes. Im etwas schwächeren Dax gewannen die Aktien der Commerzbank 4,15 Prozent hinzu und die der Deutschen Bank 2,83 Prozent.



BARCLAYS SPITZENWERT IM 'FOOTSIE'



Auch europaweit waren Bankentitel sehr gefragt. Im ebenfalls etwas schwächeren EuroStoxx 50 verteuerten sich die Aktien von BNP Paribas , Societe Generale , Intesa SanPaolo und Unicredit um zwischen 1,59 und 2,73 Prozent. Nicht ganz so deutlich fiel der Gewinn bei BBVA aus, die um 1,20 Prozent zulegten. Santander rutschten am Ende gar mit 0,13 Prozent ins Minus.



In London gewann die Barclays-Papiere an der 'Footsie'-Spitze 3,79 Prozent und im schweizerischen SMI waren die Titel der Credit Suisse Favorit mit einem Aufschlag von 3,00 Prozent. Die UBS-Titel rückten um 1,90 Prozent vor.



BARCLAYS: ZEIT DER DIFFERENZIERUNG GEKOMMEN



'Das Zeitzugeständnis ist positiv für alle EU-Banken', sagte ein Analyst. Er meinte, dass von dieser Nachricht vor allem französische und spanische Banken profitieren sollten - 'mehr noch als die deutschen und schweizerischen Finanzinstitute.'



Auf eine zu erwartende Differenzierung unter den europäischen Banken im laufenden Jahr machten die Analysten von Barclays aufmerksam. Nachdem sich die Eurokrise allmählich abschwäche, gebe es wieder mehr Spielraum für Unterscheidungen in strategischer und operativer Hinsicht, aber auch mit Blick auf die Bewertung und Kursentwicklung europäischer Bankaktien. Zudem könnten Dividenden positiv überraschen.



EINZELEMPFEHLUNGEN



Die Barclays-Experten favorisieren vor allem die Aktien der BNP, der Deutschen Bank, der HSBC sowie die der Royal Bank of Scotland (RBS) und der UBS. Dagegen sind sie negativ gestimmt für die Anteilsscheine der BBVA, der Commerzbank, der Intesa, der Lloyds Banking Group und der Banco Santander./ck/rum/ajx/he
"
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16.01.13 23:05:03
Beitrag Nr. 116 ()
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29.01.13 16:59:57
Beitrag Nr. 117 ()
DJ RESEARCH/UBS erhöht Ziel Dt. Bank auf 38,50 (35) EUR - Neutral


===
Deutsche Bank
Einstufung: Neutral
Kursziel: Erhöht auf 38,50 (35,00) EUR

Credit Suisse
Einstufung: Neutral
Kursziel: Erhöht auf 27 (21) CHF

Barclays
Einstufung: Neutral
Kursziel: Erhöht auf 325 (315) p
===

Die UBS äußert sich erfreut über die Entwicklung bei der Deutschen Bank. Das Institut habe Schritte eingeleitet, um die Erträge und die Kapitalquoten zu verbessern. Die Analysten haben ihre Schätzung für den fundamentalen Gewinn je Aktie 2013 (bereinigt um Umstrukturierungskosten) um 9 Prozent angehoben. Es sei davon auszugehen, dass die Deutsche Bank ihre Aktivitäten im Investmentbanking wieder intensiviere, heißt es.

Im Vergleich mit Deutscher Bank und Barclays hält die UBS derzeit Credit Suisse für interessanter, aufgrund des größeren Gewichts des Aktiengeschäfts, seien die Aktienmärkte doch gut ins Jahr 2013 gestartet.


Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/bst/ros


(END) Dow Jones Newswires

January 29, 2013 06:05 ET (11:05 GMT)
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01.02.13 12:20:46
Beitrag Nr. 118 ()
Marktgerüchte zum Jahresabschluss
hab mal paar Opt zugelegt.

CREDIT SUISSE (2,1% auf 27,47 CHF): Short-Squeeze Überraschung auf den Zahlen?
Steigender Handel in Credit Suisse im vergangenen Monat, und dass dieser Freitag provozieren Applaus auf dem Markt. Short-Positionen immer noch riesig Übersee sollten behandelt werden, und dies erklärt, dass der Titel der 30 CHF zustrebt. Brokers noch erwarten eine starke Performance im Titel im Februar, unterstützt durch Spekulationen über gute Zahlen im Jahr 2012. Brokers fragen, ob die CS ein starkes Ergebnis am 7. Februar und einer Dividende über den Erwartungen Skeptiker veröffentlichen.

(trad Google)
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01.02.13 15:58:02
Beitrag Nr. 119 ()
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06.02.13 20:42:51
Beitrag Nr. 120 ()
zum Schluss über 70'000 Stück, davon mehrere 10k zu 27.- CHF
jemand wollte diese Zahl sehen.
Vielleichte wollte man auch noch Shorties rausdrängen ?
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07.02.13 10:05:36
Beitrag Nr. 121 ()
Die Credit Suisse hat im Geschäftsjahr 2012 einen Gewinn von 1,48 Milliarden Franken erzielt. Analysten hatten mit einem höheren Ertrag gerechnet.

Von Pascal Meisser

Über den Erwartungen lag hingegen der Reingewinn der Credit Suisse für das vierte Quartal 2012. Dieser betrug 800 Millionen Franken. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Plus von 645 Millionen Franken gerechnet. Im Vorquartal hatte die CS noch einen Gewinn von 254 Millionen Franken erzielt.

Damit summiert sich der CS-Jahresgewinn auf 1,48 Milliarden Franken. Das liegt unter den Erwartungen der Analysten, die von einem Jahresertrag von 1,7 Milliarden Franken ausgegangen waren. Gegenüber dem Vorjahr sank jedoch der Gewinn um fast 25 Prozent. 2011 hatte die Credit Suisse noch 1,95 Milliarden Franken verdient.
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07.02.13 11:15:50
Beitrag Nr. 122 ()
Nomura sieht's positiv !

07-02-2013 08:42 DJ MARKET TALK: Credit Suisse Outlook Positive -Nomura

NameLetzterVeränderung CS GROUP N 27.57
0.57 (+2.11 % )


0742 GMT [Dow Jones] Credit Suisse's (CS) outlook is rather positive and supported by a 10% increase of its CHF4 billion cost-cutting target, Nomura says. "While trading and wealth-management margins and net new money were also lower than expected, they are in line with European peers," it says. The broker notes CS promises "substantial" shareholder returns from mid-2013, helped by a reduction of risk-weighted assets. Nomura says Credit Suisse is its favorite pick amongst investment banks, citing earnings momentum and the prospect of high dividend yields. Rates at buy with a CHF30 target. Shares closed Wednesday at CHF27.
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07.02.13 11:56:20
Beitrag Nr. 123 ()
Shorties leben gefährlich !

Unverändert riesige Shortpositionen !

Mit den zu Wochenbeginn in London mit 7,5% ausgewiesenen Shortpositionen in den Credit Suisse-Aktien weisen die Titel weiter beträchtliches Deckungspotenzial auf.

Gestern Abend wurde wohl etwas eingedeckt.
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07.02.13 13:13:03
Beitrag Nr. 124 (