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Hexerei : Todesurteil in Saudi-Arabien - 500 Beiträge pro Seite



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14. Februar 2008, 16:02; Letzte Aktualisierung: 18:57
Empörung über Todesurteil gegen «Hexe»
Petition an Saudi-Arabiens König Abdullah
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den saudischen König Abdullah aufgefordert, die Hinrichtung einer wegen Hexerei zum Tod verurteilten Frau abzuwenden.

Die Religionspolizei, die Fausa Falih festgenommen und verhört habe, und die Richter hätten ihr keine Chance gegeben, ihre Unschuld zu beweisen, erklärte die Organisation mit Sitz in New York. Die Vorwürfe seien absurd und hätten keine Rechtsbasis.
Die Richter in der Stadt Kuraijat hätten sich für ihr Urteil vom April 2006 auf ein erzwungenes Geständnis gestützt und auf Aussagen von Zeugen, die nach eigenen Angaben von der Frau «verhext» worden seien.

Impotent nach Hexerei

Unter anderem habe das Gericht den Fall eines Mannes aufgeführt, der angab, von Falih verhext und anschliessend impotent geworden zu sein. Hexerei gilt in dem konservativen Königreich als Straftat gegen den Islam.
Falih zog ihr Geständnis vor Gericht mit der Begründung zurück, es sei von ihr erpresst worden. Sie sei eine Analphabetin, die den Inhalt des Dokuments nicht verstanden habe, unter das sie ihre Fingerabdrücke habe setzen müssen.

Beweis der Hexerei unmöglich
Die Richter hätten in dem Verfahren den Tatbestand der Hexerei nicht näher definiert, erklärte Human Rights Watch. Die Tatsache, dass saudische Richter noch immer Prozesse wegen nicht beweisbarer Verbrechen wie «Hexerei» führten, unterstreiche ihre Unfähigkeit, objektive strafrechtliche Ermittlungen durchzuführen, erklärte der für den Mittleren Osten zuständige Direktor der Organisation.
(ap/godc)

http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2008/02/14/international/empoerung_ueber_todesurteil_gegen_hexe
Zum Tod verurteilt – wegen Hexerei

14.02.2008 | 18:50 | (Die Presse)

Steinigung von Ehebrechern im Iran, Hexenverfolgung in Saudiarabien:
Wo die Scharia gilt, regiert das Mittelalter.

http://diepresse.com/home/panorama/welt/363115/index.do
Sie scheinen sich an die Bibel zu halten:

"Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen."
(Exodus 22,18)
"und die Richter hätten ihr keine Chance gegeben, ihre Unschuld zu beweisen"

Dabei wäre diese Hexenprobe doch ganz einfach gewesen (wer absäuft, der war unschuldig).
Naja, in Saudi-Arabien wurde unlängst auch eine Frau verurteilt weil sie vergewaltigt wurde.

Das geht in eine ähnliche Richtung.

Vielleicht nehmen sich die Richter auch mal der Frau Roth an, weniger wegen einer Vergewaltigung (schwer vorstellbar), sondern wegen
Hexerei ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.377.164 von AdHick am 15.02.08 09:24:33...mit dem Unterschied, dass auf Basis der Bibel schon lange keine Todesurteile mehr wegen Hexerei gefällt wurden...
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.377.164 von AdHick am 15.02.08 09:24:33Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem Alten und Neuen Testament.:confused:
Zum Tod verurteilt - wegen Hexerei
http://diepresse.com/home/panorama/welt/363115/index.do
„Fawza Falih hat Tiere geschlachtet und Dschinn-Geister angerufen. Die dunklen Rituale verhalfen ihr zu magischen Kräften: Einer geschiedenen Frau hat sie die Rückkehr zu ihrem Gatten angekündigt – und so geschah es. Ein Mann wurde durch ihre Zauberkräfte plötzlich impotent. Kein Zweifel: Fawza Falih ist eine Hexe. Deshalb wird sie zum Tode durch Enthaupten verurteilt.“

Nachfolgend eine Meinungsäußerung von mir, die kein Aufruf zum Rechtsbruch ist, sondern eine alternative Sichtweise aufzeigen soll.

- Die entscheidende Frage ist, ob Fawza Falih den Tod verdient hat. Das kann man nur aufgrund des Artikels nicht beurteilen, es wäre aber gut möglich.

- Folter ist in den meisten Fällen nicht in Ordnung (so auch in diesem). Ein erpresstes Geständnis ist wertlos.

- Wer den Tod verdient hat, sollte auf schnelle, saubere Art und Weise getötet werden (z.B. erschießen und nicht steinigen).

- Jede Tat (auch Strafen) sollten möglichst gutes bewirken. Diese Forderung kann eine auf radikale Weise interpretierte althergebrachte Scharia heutzutage eher nicht erfüllen. Die Scharia sollte daher überarbeitet und der modernen Rechtssprechung angepasst werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.381.297 von mausschubser am 15.02.08 14:31:46naja von der hexe zum teufel ist es auch nicht sehr weit,die handhabung unterliegt wohl immer dem zeitenfluß und dem jeweiligem verstand.
dagegen ist selbst eine "hochkultur" wie die europäische nicht gefeit,weder professoren noch gläubige schubbser.
:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.381.822 von insti am 15.02.08 15:09:25"Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem Alten und Neuen Testament"

Im NT hat einer einen Toten (Lazarus) wieder ins Leben gehext und wurde hingerichtet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.382.405 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.08 15:49:51...das soll ja wohl hoffentlich nicht ernst gemeint sein...:confused:
ich meine diesen Satz:


Die entscheidende Frage ist, ob Fawza Falih den Tod verdient hat. Das kann man nur aufgrund des Artikels nicht beurteilen, es wäre aber gut möglich.


Vor allem den unterstrichenen Teil.

Ich will ja nicht wissen, wie Dein Beitrag aussähe, wenn die USA einen Mörder aufgrund unklarer Beweislage hinrichten wollten. Ob er dann auch so ausfiele.

Der Vorwurf hier ist nicht, dass irgendwer getötet wurde, sondern das schlimmste ist, dass jemand impotent geworden sein soll.

Es ist "gut möglich", dass sie den Tod verdient hat?? Man weiß es nur nicht????

(Wohlgemerkt, den Tod von Menschenhand. Wenn Arschlöcher bei einem Flugzeugabsturz sterben, ist das noch was anderes, wenn man sagt, er hat den Tod verdient).
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.390.027 von xylophon am 16.02.08 08:36:17>>>Wenn Arschlöcher bei einem Flugzeugabsturz sterben,<<<:confused:
#13 Ich glaube, dass
a) Fawza Falih den Tod verdient haben könnte und
b) dies nicht anhand des Artikels beurteilt werden kann.

Wo ist das Problem? Dein Hinweis auf die Impotenz-Story ist irrelevant - das steht nur im Artikel und ist offensichtlich nur ein winziger Ausschnitt der ganzen Geschichte.

Jemand hat den Tod verdient, wenn er hinreichend schwer gefehlt hat und keine Aussicht auf Besserung besteht, d.h. der Tod des Delinquenten die Welt hinreichend wahrscheinlich vor mehr Schaden (als die Todesstrafe vermutlich bewirken würde) bewahrt.
zur 14: beispielsweise ist der Chef der betrügerischen Phoenix-Anlagen mit seinem Privatflugzeug abgestürzt. Er hat jede Menge Leute um ihr Geld gebracht, aber hatte nicht viel davon, weil er tot ist. Da würd ich sagen, "nicht schade drum", aber ich würde nicht für Todesstrafe plädieren, wenn er noch lebte. So war das gemeint.


zur 15: Wenn die Frau jemanden "totgehext" hätte, würde das im Artikel wohl stehen, allerdings ist die große Frage, wie man das feststellt, dass sie jemanden totgehext hat. Sie ist ja auch nicht wegen Mordes verurteilt, sondern wegen "Hexerei".
Von daher finde ich es weiterhin äußerst befremdlich, wenn die es für "gut möglich" hältst, dass sie den Tod verdient hat. Wegen eines völlig absurden Vorwurfes.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.391.896 von xylophon am 16.02.08 17:41:29so jemand an hexerei glaubt,dürfte es nicht ungewöhnlich sein wie wir aus der glaubensgeschichte wissen.
so ist dieser glauben in afrika ja weit verbreitet und durchaus für und mit dem christentum vereinbar.
würde man menschen denen man dem bößen blick nachsagt auch noch einbeziehen,käme eine mehrheitsfähige ansicht heraus.
im religiös-geistigem-sinn befindet sich der mensch noch in der steinzeit selbst in europa.
scharlatane aller art zapfen dummgläubige einen obolus ab,sei es für das seelenheil oder der zukunft.
der staat macht sich ausserdem zum hüter solcher ansichten,er schützt sie durch gesetze.
warun der glaube am teufel weniger irrsinnig als an hexen sein soll,müsste mir mal jemand erklären?.
Pragmatisch und realitätsnah betrachtet, muss man unter Hexerei die gezielte (und typischerweise negative) Beeinflussung von Lebewesen mit einer bösen Absicht verstehen. Wie das genau geschehen kann, braucht man dabei gar nicht zu wissen. Den Schaden, den eine solche "Hexe" anrichten kann, könnte jedenfalls beträchtlich sein ... z.B. könnten indirekt viele Menschen gestorben sein, weil jemand (einflussreiches) etwas nicht getan hat, was er ohne negative Beeinflussung getan hätte (oder auch umgekehrt).
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.392.059 von HeWhoEnjoysGravity am 16.02.08 18:24:26Gehts noch?:mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.392.059 von HeWhoEnjoysGravity am 16.02.08 18:24:26leuchtet mir sofort ein,man müsste also diejenigen die kraft ihrer hexerei göttlicher abkunft oder in verbindung stehen aus der welt schaffen,um das böse zu besiegen.
...ich fürchte, ihr 2 kriegt Probleme, wenn Ihr demnächst an italienischen Universitäten Vorträge halten wollt...;)
#19 Vermutlich hast du nicht meine realitätsbezogene Deutung von Hexerei kapiert und verstehst darunter immer noch das, was in Märchen oder einigen Romanen darunter verstanden wird.

#20 Nö, nur die Hexen (o.ä.), also Böse, die andere absichtlich und relevant negativ beeinflussen. Was natürlich nicht heißt, dass jeder dazu ein Recht hätte. Wenn Götter auch noch schlecht wären, dann hätte man ja wirklich ein Problem.
Türkischer Friseur soll wegen Gotteslästerung enthauptet werden
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,548618,00.html
Er soll den Propheten beleidigt haben und nun dafür mit dem Schwert enthauptet werden: Seit 13 Monaten sitzt Sabri Bogday in Saudi-Arabien in der Todeszelle. Jetzt hofft er, dass ein Berufungsgericht in Mekka das Urteil aufhebt.

Also ich wäre gegen eine Todesstrafe wegen einfacher Gotteslästerung.
Die 13 Monate Knast sollten eigentlich reichen.

Grundsätzlich denkbar, dass die Todesstrafe bei (wiederholter) schwerer Gotteslästerung angemessen sein könnte. Ist alles nur eine Frage aktueller Gesetze und zu verhindernder (als hinreichend wahrscheinlich angenommener) Schäden (bzw. allgemein negativen Entwicklungen).
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.943.503 von HeWhoEnjoysGravity am 22.04.08 16:24:46Mit dem Schwert enthaupten ist doch eigentlich eine ehrenvolle Hinrichtungsart. War früher ein Privilleg für den Adel. Da könnte der Friseur doch stolz darauf sein.
Manchen kann man es wirklich nicht recht machen.
Grundsätzlich denkbar, dass die Todesstrafe bei (wiederholter) schwerer Gotteslästerung angemessen sein könnte

wie bekloppt muss man eigentlich sein, um soetwas auch nur im entferntesten in erwägung zu ziehen? du solltest mal einen facharzt aufsuchen. so langsam mache ich mir ernsthafte sorgen um deinen geisteszustand....
Meine Güte, das kann doch nicht wahr sein.

Das ist selbst für dich eine Nummer zu strange dachte ich beim ersten lesen aber das steht da ja wirklich :laugh:


Sosa
#25 Gähn, muss man denn immer alles erklären.

1) Wenn es Gott gibt, dann ist Gotteslästerung naheliegenderweise strafbar.

2) Wenn der Glaube, dass es Gott gibt, zu den Grundfesten einer Gesellschaft gehört, dann kann es zum Schutz der Gesellschaftsstruktur notwendig sein, Gotteslästerung zu bestrafen.

3) Bleibt nur noch die Frage, ob die Todesstrafe in einigen Fällen von Gottestlästerung angemessen sein kann. Nicht undenkbar, wie ich finde, nämlich dann, wenn dadurch schlimmeres verhindert werden würde.

Wenn man bedenkt, dass Millionen Unschuldiger durch Krieg, Gewalt und Fahrlässigkeit (um nicht zu sagen absichtlich herbeigeführte Mißstände) sterben müssen, dann verstehe ich nicht die Aufregung um eine potentiell gerechte Todesstrafe (jede Strafe sollte gerecht sein, dafür hat der Richter zu sorgen und in diesem Fall bin ich ja für eine Begnadigung).
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.944.944 von HeWhoEnjoysGravity am 22.04.08 18:29:06Bei dir fragt man sich nur noch, ob du nicht ein koranisches U-Boot bist.
#28 Warum? Ich bemühe mich nur logisch zu denken und strebe eine positive Entwicklung an.

Dass da einige mit ihrer vorurteilbehafteten Weltsicht nicht folgen können, also damit kann (und muss) ich wohl leben.
verstehe

Wenn es Gott gibt, dann ist Gotteslästerung naheliegenderweise strafbar.


Wieso ist das strafbar? Wenn es Gott gibt, kann er sich nicht selber darum kümmern, Lästerer zu bestrafen?
Dein Bemühen nach Logik scheint nicht immer von Erfolg gekrönt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.944.944 von HeWhoEnjoysGravity am 22.04.08 18:29:061) Für den Rechtsstaat hypothetisch.

2) Zu den Grundfesten einer Gesellschaft gehört die Meinungsfreiheit.

3) Sich die Frage nach der Todesstrafe zu stellen im Zusammenhang mit Mord, Vergewaltigung im Wiederholungsfall ist verständlich. Doch als Demokrat läuft mir ein Schauer den Rücken runter wenn jemand für Gotteslästerung die Todesstrafe nicht ausschließen will, unter was für fadenscheinigen, nicht genannten Gründen auch immer.



Sosa
#30 Gott hat sich auch um wichtigeres zu kümmern. Es ist doch wohl wirklich nicht zuviel verlangt, wenn die Menschen sich bemühen selbst ein bisschen Ordnung zu halten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.943.503 von HeWhoEnjoysGravity am 22.04.08 16:24:46unglaublich deine anmaßung bei schwerer gotteslästerung die todesstrafe für angemessen zu halten.
die 13 monate gefängnis sind für dich ,auch bei einfacher schon angebracht.
gottgläubigkeit ist privatsache,es gibt keinerlei existenzbeleg
für solchen blödsinn,der krankhaften hirnen entsprungen ist,um leute in allen punkten des lebens zu beherrschen.
würde deine meinung allgemeingut sein,oder angestrebt werden,so sollte euch vorher ebendies selbst widerfahren,damit die menschen euch pest endlich mal los sind.
deine bisher als moderat und tolerant angenommen postings,sind dabei aus anderem blickwinkel zu betrachten.
ich scheisse hiemit auf deinem koran,wenn du willst führe ich es dir bildlich vor,adresse folgt auf wunsch,du drecksack.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.946.126 von shitpalaver am 22.04.08 20:26:43Starker Tobak :eek:

Aber absolut angemessen, ich bin ganz bei Dir.


Sosa
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.947.073 von A_Sosa am 22.04.08 22:10:54ist doch klar das bei dieser religion jeder atheist per se schon ein gotteslästerer ist.
gestehe jeden seinem glauben zu ,solange er nicht über mich herrschen will, oder vorschreibt was ich zu glauben habe.
unglaublich hier jemandem zu wissen ,der sich hiermit auch für meinem tod bzw. gefängnis ausspricht,weil es nach seinem glauben gerecht ist.
dieses glaubens gesindel flötet ohne unterlass was von integrationsbehinderung,damit ist wohl ihr obskurer rechtsverstand gemeint,der hier einzug erhalten soll.
dagegen wehre ich mich,nicht mehr und nicht weniger.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.944.944 von HeWhoEnjoysGravity am 22.04.08 18:29:061) Wenn es Gott gibt, dann ist Gotteslästerung naheliegenderweise strafbar.

und wenn es gott aber nun doch nicht gibt?

:keks:
#33 Bist du vielleicht geistesgestört oder drogensüchtig?

Ich habe nicht gesagt, dass bei schwerer Gotteslästerung die Todesstrafe immer angemessen ist. Ich bin der Meinung, dass die Todesstrafe bei schwerer Gotteslästerung angemessen sein kann, nämlich unter der Voraussetzung, dass es entsprechende Gesetze gibt und dass durch die Todesstrafe eine schlimmere Entwicklung verhindert wird.

Ich habe nicht gesagt, dass 13 Monate Gefängnis bei einfacher Gotteslästerung immer angebracht sind, sondern dass in diesem Fall m.E. das Vergehen mit 13 Monate Gefängnis gesühnt sein sollte, im Zusammenhang mit dem Wunsch nach einer Begnadigung und einem Verzicht auf die Todesstrafe (in diesem Fall).

Es gibt derzeit nur keine zwingenden Hinweise, dass Gott existieren muss (glaubt man der Bibel, dann gab es diese Hinweise früher sehr wohl). Aber aufgrund der menschlichen Geschichte und der vielen Gläubigen muss auch ein rational denkender Mensch die Existenz Gottes mindestens für möglich halten. Es ist allerdings keinem zu verdenken, wenn er derzeit die Existenz Gottes für eher unwahrscheinlich hält.

Verstehe ich dich ansonsten richtig, dass du dir Gerechtigkeit wünschst? Das ist lobenswert.

#35 > ist doch klar das bei dieser religion jeder atheist per se schon ein gotteslästerer ist.
Selbstverständlich ist ein Atheist nur wegen seines Atheismus kein Gotteslästerer. Ein guter Mensch folgt Gott, auch wenn er nicht an Gott glaubt. Ein böser Mensch folgt Gott nicht, selbst wenn er täglich betet und alle Rituale seiner Religion einhält.

Was du zu denken hast, kann man dir nicht vorschreiben, wohl aber, dass du geltende Gesetze zu befolgen hast. Wenn Gott existiert, dann herrscht er auch über die Ungläubigen. Bevor du hierüber wieder ausrastest, versuche einfach mal die Einschränkungen wie "geltende" und "wenn" in diesem Absatz nicht zu überlesen.

> unglaublich hier jemandem zu wissen ,der sich hiermit auch für meinem tod bzw. gefängnis ausspricht,weil es nach seinem glauben gerecht ist.
Wer sollte das sein? Ich jedenfalls nicht. Bist du dir eigentlich sicher, dass du konform zu deutschen Gesetzen lebst? Ein bisschen Beleidigung ("drecksack") stört mich nicht, kann ja in der Aufregung mal passieren, aber glaubst du eigentlich das Recht zu haben alle Anhänger einer Weltreligion zu beleidigen?

#36 > und wenn es gott aber nun doch nicht gibt?
Siehe #27 Punkt 2). Abgesehen davon ist es schon ziemlich wahrscheinlich, dass Gott existiert (was aber zugegebenermaßen subjektiv unterschiedlich beurteilt werden kann).
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.952.071 von HeWhoEnjoysGravity am 23.04.08 14:43:34also,deine argumentation befriedigt mich in keiner weise.
wir sind nicht mehr in der antike wo mann bei gotteslästerung gnädigerweise selbst den schirlingsbecher trinken durfte,andere wurden grausam untergebracht.
es darf ganz einfach kein gesetz geben das gotteslästerung unter strafe stellt,genauso wenig wie welche bestraft werden sollen,die den nonnsens ,meiner meinung nach glauben.
allein deine argumentation geht von gläubiger seite und strafen aus,die aus welchem grunde auch immer,im namen des koran praktiziert werden.
eine beleidigung,wenn schon,dann von daher,die alle werte ihrer religion unterordnen und anderen mit gewalt aufdrücken wollen.
findet dieses ,von offensichtlichen minderheiten nicht statt,juckt es mich nicht die bohne was für einem glauben jener hat,was ja im postings #35 zum ausdruck kommt.
weltliche gesetze sind nicht von einer phantasieperson abhängig,es sei denn sie werden daraus abgeleitet,was keinesfalls akzeptabel sein darf.
ich habe dich nicht per se als toleranten moslem beleidigt,sonder weil du es eben trotzt allem eiertanz ,einfach nicht bist.
ein "guter mensch" bezieht strafwürdigkeit nicht auf einem religiösen glauben ,dem er selbst auch noch angehört,sondern überlässt es gott oder den göttern falls er daran glaubt.
> es darf ganz einfach kein gesetz geben das gotteslästerung unter strafe stellt,
Warum? Ist Beleidigung für dich okay?

> ich habe dich nicht per se als toleranten moslem beleidigt,sonder weil du es eben trotzt allem eiertanz ,einfach nicht bist.
Ich bin übrigens kein Moslem aber tolerant versuche ich eigentlich schon zu sein, wobei meine Prioritätenfolge eher 1) gut, 2) gerecht und erst ca. als 3) tolerant lautet. Na ja, theoretisch, bin ja nicht perfekt.

> ein "guter mensch" bezieht strafwürdigkeit nicht auf einem religiösen glauben ,dem er selbst auch noch angehört,sondern überlässt es gott oder den göttern falls er daran glaubt.
Kannst du das bitte noch mal anders formulieren? - ich verstehe es nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.952.071 von HeWhoEnjoysGravity am 23.04.08 14:43:34Ich habe nicht gesagt, dass bei schwerer Gotteslästerung die Todesstrafe immer angemessen ist. Ich bin der Meinung, dass die Todesstrafe bei schwerer Gotteslästerung angemessen sein kann, nämlich unter der Voraussetzung, dass es entsprechende Gesetze gibt und dass durch die Todesstrafe eine schlimmere Entwicklung verhindert wird.

Bei schwerer Gotteslästerung ist die Todesstrafe also nicht immer angemessen, das ist ja sehr beruhigend. :eek: Was meinst du denn mit schlimmere Entwicklung, schlimmer als was und wer soll das bitte beurteilen. Religionswächter? Und was für Gesetze meinst du, die Scharia? Sind die Mohammad-Karikaturen Gotteslästerung? Todesstrafe?
#40 > Was meinst du denn mit schlimmere Entwicklung, schlimmer als was
Z.B. schlimmer als die Todesstrafe.

> und wer soll das bitte beurteilen
Dazu sind Richter da.

> Und was für Gesetze meinst du, die Scharia?
Gültige Gesetze. Die Sharia sollte überarbeitet und an die moderne Gesetzgebung (GG, BGB) angepasst werden.

> Sind die Mohammad-Karikaturen Gotteslästerung?
Mit Erläuterung und Hinweis, dass weder Gott noch Mohammed dadurch beleidigt werden soll, nicht. Das ist aber eine Kontextfrage, wenn jemand ähnliches massenweise produziert (Comicserie), kann man sich schon fragen, was das soll.

> Todesstrafe?
Für die Mohammad-Karikaturen? Nein.

Übrigens fühle ich mich derzeit nicht dazu berufen wasserdichte Gesetze und Urteile über mögliche Gotteslästerung zu erlassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.952.866 von HeWhoEnjoysGravity am 23.04.08 15:48:55dann eben ein Bahai was sich ja am moslemischen glauben anlehnt.
wenn gott allmächtig ist,so bedarf er keinerlei stellvertreter auf erden zum richten,er dürfte selbst dazu in der lage sein.
wer hat irdische dazu berufen,in seinem namen zu urteilen? noch dazu in verschiedenen religionsausführungen,die zeitlich ebenso gewütet haben.der gläubige müsste diese anmaßung doch mehr fürchten,als welcher der nicht an ihm glaubt.
was es nicht gibt,kann man im übrigen nicht beleidigen,auch das ist glauben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.953.298 von HeWhoEnjoysGravity am 23.04.08 16:26:41Gültige Gesetze. Die Sharia sollte überarbeitet und an die moderne Gesetzgebung (GG, BGB) angepasst werden.



Genau, man sollte die Scharia an die moderne Gesetzgebung anpassen, die Todesstrafe wird nur noch bei ganz schwerer Gotteslästerung verhängt, wenn also Folgen drohen, die schlimmer als die Todesstrafe sind. :laugh:
#42 Ich gehöre keiner Religion an, finde aber durchaus viele Religionen gut. Wenn eine Religion positive Ziele verfolgt, dann gibt es keinen Grund sie abzulehnen.

> wenn gott allmächtig ist,so bedarf er keinerlei stellvertreter auf erden zum richten,er dürfte selbst dazu in der lage sein.
Gott ist bestimmt sehr mächtig, aber vermutlich nicht allmächtig. Echte Stellvertreter kann und braucht es wohl keine zu geben, aber sagen wir mal "Kontaktpersonen", worunter man die Propheten verstehen kann, sind eigentlich schon ganz praktisch. Alle Arbeiten, die Menschen erledigen können, braucht Gott nicht zu tun - soll er etwa alles machen?

> wer hat irdische dazu berufen,in seinem namen zu urteilen?
Gott beruft Menschen, um in seinem Namen zu sprechen, aber das gilt nur für Propheten und nicht für normale Richter. Wer sagt denn, dass normale Richter im Namen Gottes urteilen?

> was es nicht gibt,kann man im übrigen nicht beleidigen
Korrekt, allerdings besagt das wenig zur Sache, denn du kannst weder beweisen, dass es Gott nicht gibt, noch stehst du über den irdischen Gesetzen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.956.145 von HeWhoEnjoysGravity am 23.04.08 20:44:39@HeWhoEnjoysGravity,

Gott ist bestimmt sehr mächtig, aber vermutlich nicht allmächtig

M.E. erfüllt diese Aussage den Tatbestand der Gotteslästerung!
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.956.936 von Midas2000 am 23.04.08 21:47:11endlich meldet sich mal der vatikan zu wort.:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.956.936 von Midas2000 am 23.04.08 21:47:11Steinigt ihn!
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.956.145 von HeWhoEnjoysGravity am 23.04.08 20:44:39na in 6tagen hatte er doch ganz schön viel geleistet:yawn:jetzt hat er sich lange genug ausgeruht,kein grund letharg anderen seine minimale arbeit,noch daszu in seinem namen zu überlassen.
anscheinend hat er sich anderen auch schon vorher offenbahrt,die aber dem koran entgegen stehen samt seines propheten.so bei ihm jeder tag eine million menschenjahre gewesen wären,hatt er im vergleich zu tieren und gestein sich am 6ten tag mit dem menschen in allerletzter sekunde einen pfusch geleistet und in millisekunden auch noch seine verschiedenen propheten.
nun sind selbst diese für mord und totschlag auch noch verantwortlich,die einen haben gleich seinen sohn dafür parat,dem andere nicht so gut leiden konnten.wieder andere verehren selbst seine mutter,die unbefleckt unter einem kometen mit diesem niederkam.alles im allen eine eine ziemlich obskure geschichte,die jeder glauben mag wie er will.nur anderen die diese story nicht glauben ,mit tot oder gefängnis zu bestrafen bzw. zu bedrohen,muss wohl kranken hirnen,du verzeihst?,entspringen.
es ist natürlich jedem seine privatsache wie er dessen arbeit einschätzt,für mich ein ziemlicher schlamper ,aufgrund seiner sonstigen leistungen.
#44 > Gott ist bestimmt sehr mächtig, aber vermutlich nicht allmächtig
#45 > M.E. erfüllt diese Aussage den Tatbestand der Gotteslästerung!
Nö, warum? Wer sagt, dass Gott allmächtig ist? Kann er z.B. in einer Sekunde sich und das ganze Universum spurlos verschwinden lassen und nach ein paar Stunden wieder unverändert auftauchen lassen? Das ist offensichtlich nicht möglich.

Wenn Gott allmächtig wäre, hätte ich keine Probleme damit zu sagen, dass Gott allmächtig ist. Gotteslästerung entspringt im allgemeinen nicht dem Wunsch die Wahrheit zu erkennen und zu vertreten, sondern ist im Gegenteil die Verbreitung von unwahrem und negativem.

#47 Steinigt ihn!
Wen? Warum? Wäre das gerecht? Wie kannst du diese Aufforderung mit deinem Glauben und Gewissen vereinbaren?
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.962.355 von HeWhoEnjoysGravity am 24.04.08 14:08:16@HeWhoEnjoysGravity,

Wer sagt, dass Gott allmächtig ist?

Jedenfalls die drei primären monotheistischen Religionen sagen das!

Kann er z.B. in einer Sekunde sich und das ganze Universum spurlos verschwinden lassen und nach ein paar Stunden wieder unverändert auftauchen lassen? Das ist offensichtlich nicht möglich.

"Offensichtlich" nicht möglich? Weil es nicht passiert ist?
Merkwürdiger Versuch eines Allmächtigkeitsparadoxons.
Wenn er das wollte, könnte er das Universum "spurlos verschwinden lassen" und auch wieder neu schaffen. Und sich selbst "spurlos verschwinden lassen"? Wer nimmt denn die Spur auf, wenn das Universum weg ist?

Gotteslästerung entspringt im allgemeinen nicht dem Wunsch die Wahrheit zu erkennen und zu vertreten, sondern ist im Gegenteil die Verbreitung von unwahrem und negativem.

In einer Schwarz-Weiß-Welt mag das so sein. Tatsächlich interpretieren religiöse Fanatiker gerne Aussagen als Gotteslästerung, die anderen völlig unverfänglich vorkommen mögen, ihnen aber inhaltich nicht passen.
Zu dieser Erkenntnis wollte ich Dich motivieren, in der Hoffnung Du würdest künftig Fanatiker wie Ahmadinedschad nicht mehr verteidigen.
#49 > Wer sagt, dass Gott allmächtig ist?
#50 > Jedenfalls die drei primären monotheistischen Religionen sagen das!
Bitte liefere für diese Behauptung eine Quelle, sonst ist das nur eine unbedeutende (und potentiell unwahre) Behauptung von dir.

#49 > Kann er z.B. in einer Sekunde sich und das ganze Universum spurlos verschwinden lassen und nach ein paar Stunden wieder unverändert auftauchen lassen? Das ist offensichtlich nicht möglich.
#50 > "Offensichtlich" nicht möglich? Weil es nicht passiert ist?
Aufgrund von Logik, sowie Ursache und Wirkung. Eine vollständig vernichtete und ursprünglich höchst umfangreiche Information kann nicht aus dem Nichts wieder hergestellt werden. Es wäre möglich, wenn es schon passiert wäre. Wenn es noch nicht passiert ist, muss man es aufgrund von Logik als unmöglich ansehen - das nicht zu tun, wäre kompletter Irrsinn, man könnte dann einfach alles für möglich halten.

Mit höchster Wahrscheinlichkeit ist nicht alles möglich.
Wenn nicht alles möglich ist, dann gibt es niemanden der allmächtig ist, weil er nicht das Unmöglich möglich machen kann.

#50 > Tatsächlich interpretieren religiöse Fanatiker gerne Aussagen als Gotteslästerung, die anderen völlig unverfänglich vorkommen mögen, ihnen aber inhaltich nicht passen.
Richtig, das ist leider der Fall. Meist geschieht das dann in negativer Absicht und mit dem Ziel Menschen zu unterdrücken.

#50 > Zu dieser Erkenntnis wollte ich Dich motivieren, in der Hoffnung Du würdest künftig Fanatiker wie Ahmadinedschad nicht mehr verteidigen.
Warum soll ich den iranischen Präsidenten nicht mehr verteidigen? Meiner Meinung nach hat er überwiegend positive Absichten, was man von einigen anderen Fraktionen nicht behaupten kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.012.373 von HeWhoEnjoysGravity am 02.05.08 06:45:16@HeWhoEnjoysGravity,

#49 > Wer sagt, dass Gott allmächtig ist?
#50 > Jedenfalls die drei primären monotheistischen Religionen sagen das!
Bitte liefere für diese Behauptung eine Quelle, sonst ist das nur eine unbedeutende (und potentiell unwahre) Behauptung von dir.


Das ist so elementar, da sollte man eigentlich keine "Quelle" brauchen.
Aber Wikipedia ist ja für Zitate immer gut. Da gibt es einen längeren Artikel zu Allmacht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Allmacht
Ich zitiere mal: "Allmacht als Attribut eines Gottes kennzeichnet die monotheistischen Religionen."

Was man diskutieren kann, ist die Frage was Allmacht konkret bedeutet. Dazu liefert der Artikel etliche mögliche Auslegungen.

Aber letztlich diskutieren wir hier mittlerweile am eigentlichen Problem vorbei: Der Todesstrafe für Gotteslästerung.
Ich bin selbst ein sehr religiöser Mensch. Natürlich mißfällt mir Gotteslästerung.
Aber Glaube ist nicht wissen.
Kein Mensch weiß definitiv, ob es Gott gibt. Geschweige denn, welche der Religionen die absolut wahre ist.
Insofern ist es m.E. inaktzeptabel, Menschen für Äußerungen über Gott zu töten, ganz gleich wie sie sich über ihn geäußert haben.
Mir ist bei Deinen Postings auch nicht ganz klar, ob Du selbst das wirklich anders siehst, oder ob Du aufgrund eines m.E. falschen Toleranzverständnisses "nur" für Verständnis für eine andere Sichtweise werben willst.
#52 Aber dass Gott weder in der Bibel noch im Koran als allmächtig bezeichnet wird (sofern ich mich nicht irre, Fehlerhinweise erwünscht) irritiert dich nicht? Wikipedia beschreibt in dem von dir zitierten Artikel nur die allgemeinen Vorstellungen einiger, die auch falsch sein können.

Wie ich schon öfter gesagt habe, ist die Todestrafe dann gerechtfertigt, wenn sie dazu dient eine hinreichend wahrscheinliche und hinreichend relevante negative Entwicklung zu verhindern. Streng genommen würde im Idealfall (es hat schon andere Fälle von ungerechtfertigten Todesstrafen gegeben, keine Frage, übrigens auch in den USA, wenn ich mich nicht irre) eine Todesstrafe wegen Gotteslästerung also nicht wegen der Gotteslästerung an sich, sondern wegen den zu befürchtenden negativen Folgen fortgesetzter Gotteslästerung oder allgemein negativen Verhaltens des Verbrechers erfolgen.

Einfache Gotteslästerung, insbesondere bei (idealerweise sofortiger) ehrlicher Reue braucht sicher nicht mit dem Tod bestraft zu werden. Grundsätzlich kann in einem modernen Rechtsstaat im Normalfall auf die Todesstrafe verzichtet werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.014.514 von HeWhoEnjoysGravity am 02.05.08 11:58:58@HeWhoEnjoysGravity,

#52 Aber dass Gott weder in der Bibel noch im Koran als allmächtig bezeichnet wird (sofern ich mich nicht irre, Fehlerhinweise erwünscht) irritiert dich nicht? Wikipedia beschreibt in dem von dir zitierten Artikel nur die allgemeinen Vorstellungen einiger, die auch falsch sein können.

Genesis, Kapitel 17, Vers 1:
Als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Geh deinen Weg vor mir und sei rechtschaffen!

Wie ich schon öfter gesagt habe, ist die Todestrafe dann gerechtfertigt, wenn sie dazu dient eine hinreichend wahrscheinliche und hinreichend relevante negative Entwicklung zu verhindern.

Ich frage mich immer wieder, an was Du dabei denkst!
M.E. ließen sich viele negative Entwicklungen verhindern, wenn wir Menschen wenigstens in diesem Punkt einer Meinung wären: Kein Mensch und kein Staat hat das Recht einen anderen Menschen zu töten!
#54 Mmm, na gut, da steht tatsächlich, dass der Herr zu Abraham sprach "Ich bin Gott, der Allmächtige". Das muss man aber im Kontext sehen. Das war damals nicht gerade der Augenblick für wissenschaftliche und philosophische Feinheiten. Wenn Gott das mächtigste Wesen im Umkreis ist, dann kann er sich schon mal in einer Konversation mit einem Menschen als allmächtig bezeichnen.

Wenn man das Thema wissenschaftlich logisch und philosophisch betrachtet, bleibt aber dieses Argument:
Mit höchster Wahrscheinlichkeit ist nicht alles möglich.
Wenn nicht alles möglich ist, dann gibt es niemanden der allmächtig ist, weil er nicht das Unmöglich möglich machen kann.

Auf alle Fälle ist es keine Gotteslästerung die Wahrheit zu sagen.
Dass die Bibel auch interpretiert sein will, steht doch außer Frage, oder?

> Kein Mensch und kein Staat hat das Recht einen anderen Menschen zu töten!
Also ich würde das vielleicht wie folgt umformulieren: Kein einfacher Mensch (und somit auch kein Staat) hat das Recht einen anderen Menschen ungerechtfertigt (also z.B. in böswilliger Absicht) zu töten. Unfälle und z.B. Notwehr sind ggf. auf ihre Rechtmäßigkeit hin zu untersuchen und der Nutzen einer Strafe ist zu prüfen und sofern dieser gegeben ist, kann eine angemessene Strafe angewandt werden.

Wie du siehst, ist alles ein bisschen komplizierter und das schönste Gesetz kann nicht allen Einzelfällen gerecht werden, weswegen Untersuchungskommissionen und Richter sinnvoll sind.

Ebenso kann man nicht erwarten, dass jeder mal irgendwann geschriebe Satz auf Ewigkeit seine Gültigkeit behalten wird - vielleicht tut es der ein oder andere Satz, vielleicht auch nicht - sehen man es wird.

Gut ist, was gut ist. Etwas schlechtes wird nicht gut, bloß weil es jemand gut heißt (und umgekehrt).
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.015.032 von Midas2000 am 02.05.08 12:58:20"Als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige."

So ein Angeber.
#56 Vielleicht einfach nur eine Klarstellung und nähere Beschreibung, die nötig gewesen sein könnte, wenn damals mehrere Götter "rumliefen". Ein Grund mehr, Abraham nicht mit ein paar spitzfindigen Einschränkungen zu irritieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.020.887 von HeWhoEnjoysGravity am 03.05.08 10:22:31wieso abraham irritieren? diese senile 99 jährige irritiert doch gewaltig ,so er noch im besitz solcher vernehmlichen hörkraft ist.


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