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Zumwinkel - warum war das ZDF bereits zwei Stunden vor der Polizei vor Ort ? - 500 Beiträge pro Seite



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http://www.hersfelder-zeitung.de/dpathematicker/00_200802141…

Razzia im Morgengrauen: Böses Erwachen für den Postchef

14.02.2008

Köln (dpa) - Die Ermittler kommen im Morgengrauen. Zehn Beamte von Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft stehen am Donnerstag überraschend vor der Kölner Villa des Post-Vorstandschefs Klaus Zumwinkel.

Gut fünf Stunden sichten sie bei ihrer Durchsuchungsaktion Akten, führen Gespräche auch mit zwei herbeigeeilten Rechtsanwälten - alles hinter zugezogenen Vorhängen. Reporter belagern das zweistöckige Haus in dem Nobelviertel Marienburg. Gegen 12.15 Uhr fahren dann zwei Polizeilimousinen in die Villen-Einfahrt. Was still und unauffällig beginnt, endet in den Mittagsstunden spektakulär: Die Polizei nimmt den 64-jährigen Top-Manager vor laufenden Kameras mit.

Zumwinkel selbst ist nur für einen kurzen Augenblick zu sehen, als er in das Auto einsteigt. Im Polizeiauto geht es dann nach Bochum, wo die Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für Wirtschaftssachen den 64-Jährigen vernimmt. Gegen den Konzern-Lenker wird wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt. Er soll mit Geldanlagen in Stiftungen in Liechtenstein Steuern in Höhe von rund einer Million Euro hinterzogen haben. Zumwinkel sagt in Bochum zum Vorwurf aus. Ein Haftbefehl gegen ihn wird außer Vollzug gesetzt. Das ZDF hatte berichtet, Zumwinkel habe zehn Millionen Euro am Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust.

Den Vorstandschef scheint die morgendliche Aktion in Köln - zugleich wurde auch sein Bonner Büro durchsucht - völlig überrascht zu haben. Als die Ermittler klingeln, dauert es eine ganze Weile, bis im Haus das Licht angeht und die Tür geöffnet wird. Das berichtet ein ZDF-Kamerateam, das sich schon um 05.00 Uhr vor der Villa in Stellung gebracht hatte.


Bis der erste Anwalt - ein Kölner Steuerrechtler - eintrifft, vergehen fast zwei Stunden. Informationen kann er nicht geben. «Weil ich nichts weiß», sagt er, während er auf Einlass vor dem Tor wartet. Auf dem Beifahrersitz seines Sportwagens hat er nachlässig zwei Zettel liegen lassen: Einer trägt die Überschrift «dringend» und listet Handynummern von Kripo-Leuten auf, der zweite enthält Namen, Anschrift und die private Telefonnummer Zumwinkels.

Drei Stunden nach Beginn der Durchsuchung betritt ein namhafter Frankfurter Steuerrechtsanwalt die umlagerte Villa mit dem unauffälligen Namensschild «Zumwinkel» an der Klingel mit Kamera und Gegensprechanlage. Weiter dringen keine Nachrichten auf die hinter dem Zaun wartenden Reporter. Eine Stunde später kommt plötzlich Bewegung in die Szene.

Mehrere Streifenwagen der Polizei fahren vor. Die Straße vor dem Postchef-Haus wird mit rot-weißem Band abgeriegelt. Die Zufahrt wird vorübergehend ganz gesperrt. Steuerfahnder kommen raus und gehen wieder rein. Fahrzeuge der Ermittler und Anwälte werden in Position vor der Villen-Einfahrt gebracht. Erste Umzugskartons weisen darauf hin, dass Akten sichergestellt werden sollen.

Nach rund sechs Stunden neigt sich die Aktion dem Ende zu. Die Fahnder verstauen dicke Aktenordner und Kisten mit Unterlagen in ihren Fahrzeugen. Die ersten Kamerateams ziehen ab. Anwohner werden wieder durchgelassen. Ein Passant kommentiert den Wirbel gelassen: «Der Verdacht überrascht mich nicht. Die Bosse haben doch alle irgendwie Dreck am Stecken.»

:confused:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,535…

Die Razzia bei den Zumwinkels

14.02.2008

Donnerstag, 7 Uhr morgens. Bei Familie Zumwinkel im Kölner Stadtteil Marienburg klingelt es an der Tür. Draußen steht die Steuerfahndung. manager-magazin.de schildert jenen Tag im Leben von Post-Chef Klaus Zumwinkel, der - ob schuldig oder nicht - das Ende seiner Dienstfahrt eingeläutet hat.

Köln - Zuerst waren die Reporter da. Schon um 5 Uhr am Donnerstagmorgen bringt sich ein Kamerateam vor der Villa von Post-Chef Klaus Zumwinkel im vornehmen Kölner Stadtviertel Marienburg in Position. Im Haus ist zu der Zeit noch alles ruhig und dunkel. Das ändert sich erst zwei Stunden später...."

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.384.742 von Blue Max am 15.02.08 18:22:46ZDF scheint bei solchen Fällen spezialisiert zu sein.Bei Amitelo
kam ja auch der Gerichtsvollzieher bei laufender ZDF Kamera in den Pressekonferenzsaal.Schon hatte man die gebrauchte Schlagzeile.
irgend wie komisch,eine Stunde vorher hätte auch gereicht aber vielleicht brauchen die solange zum aufbauen :confused:
In den Knast geht der sowieso nicht und seine Rente dürfte auch sicher sein, soviel steht fest!
Wurden vom BND 5 Mio für die Daten gezahlt ?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,535687,00.html

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.384.742 von Blue Max am 15.02.08 18:22:46"...warum war das ZDF bereits zwei Stunden vor der Polizei vor Ort ?"

Damit die Auftragsgemäß diese Geschichte über 1Mio hinterzogener Steuern so weit aufbauschen können, damit die von der auftraggebenden Beamten und Politikermafia verzockten, veruntreuten, vernichteten Steuer(zahler) Milliarden bei WestLB, LBBW, IKB, BayernLB usw endlich aus den Schlagzeilen verschwinden, bevor der doofe Michel trotz permanenter Verdummungsgehirnwäsche doch noch merkt, wer in diesem Land die wahren Verbrecher sind. Hat ja wieder einmal hervorragend geklappt. Der Brand in Ludwigshafen hat medial ja nicht so hin gehauen.
Zumwinkel wegsperren und nie mehr rauslassen......
Steuerbetrüger sind gleichzustellen mit Schwer-u.Kapitalverbrecher.........
Dieser Mann sollte nie mehr in Freiheit kommen.......

:mad::O
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.391.189 von Claptoni am 16.02.08 14:04:12genau Clappi, Kinderschänder und Vergewaltiger kriegen 5 Jahre und Steuersünder lebenslang. Dass könnte Dir wohl passen!
Du bist nicht mehr ganz dicht!

Wo ist eigentlich das Parteivermögen der SED geblieben, hat die Linkspartei auch Stiftungen in Liechtenstein oder sind die in Nordkorea!
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.390.872 von Zaharoff am 16.02.08 12:39:23#8

Womöglich kapiert der "doofe Michel" dann auch, welcher Politiker jahrelang im Aufsichtsrat der IKB sass...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.398.764 von brunnenmann am 18.02.08 10:55:22Die SED hatte Konten z.B. in Dänemark und in der Schweiz.

Die Stasi, unter Schalck-Golodkowski, der exquisite Beziehungen zu Strauss und zur CSU pflegte, war u.a. auch dafür zuständig, Westgeld, also z.B. die hunderte Millionen DM Einnahmen, z.B. aus Gefangenenfreikauf, Transitpauschale und Swing gewinnbringend, aber sehr diskret in der Schweiz zu parken.

Immerhin hat Honnecker von den Gefangenenfreikaufmillionen an Weihnachten ein paar Orangen bzw. Bananen im Westen einkaufen lassen, um die an das Volk zu verteilen, so kamen von den Geldern aus dem Westen ein paar Tröpfchen auch unten an.

Warum das ZDF 2 h vorher vor Ort war? Weil die einen Tipp von der SteuFa bekamen, ganz simpel.

Das Ganze wird doch nur deshalb so prominent durch die Medien gehetzt, weil man auf Selbstanzeigen derer hofft, deren Daten man nicht gerichtsverwertbar aufbereiten konnte:rolleyes:

Für die Politiker (die, die sich selbst steuerfreie Aufwandspauschalen gönnen, und deshalb auch nichts nach Liechtenstein verbringen müssen) ist das Ganze zudem gefundenen Munition für Wahlkampf und populistische Anbiederungsversuche beim Volk, das durch die zunehmende Abgabenlast geärgert wird und nicht nach Liechtenstein ausweichen kann, z.B. weil sich das erst am einer halben Mio. lohnt (es sei denn man landet bei einer Bank deren Mitarbeiter sich kaufen läßt, um einen zu verpfeifen).

Das mit den Stiftungen in Liechtenstein ist ein uralter Hut, und der SteuFa seit langem ein Dorn im Auge, weil die dort so furchtbar verschwiegen sind, und die Verletzung des Bankgeheimnisses ein Straftatbestand ist.

Spannende Frage daher: darf ein Land mit Hilfe seines Auslandsgeheimdienstes einen fremden Staatsbürger zu einer Straftat anstiften, gegen knapp 5 Mio. Judaslohn (und sicher noch gefälschte Papiere, neue Identität usw., denn dieser Judas wird jetzt schleunigst unter einen Tarnschirm abtauchen müssen, sonst wird er seines Lebens nicht mehr froh)?

Und das mit dem Ziel, Steuerstraftaten hierzulande aufzudecken?

Irgendwie wird mir da Angst und Bange, denn wenn der Staat sich, in seiner eigenen Raffgier, um eigenes rechtmäßiges Verhalten einen Dreck schert, dann ist es bis zum illegalen Eindringen in die Wohnung a la Stasi zwecks Suche nach Anhaltspunkten für strafbare Handlungen auch nicht mehr weit.

Heute die Millionäre, mit großen Applaus des Volkes, und morgen dann Müller, Meyer und Schulze...
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.398.794 von Blue Max am 18.02.08 10:58:20Na klar: der Staat braucht dringend ganz viel Steuergelder. Die von ihm beherrschten Landes- und Geschäftsbanken haben nämlich Milliarden in der USA und anderswo verzockt, und benötigen sehr schnell frisches Geld. Und zwar in Größenordnungen:eek:

Und weil man mit ein paar Mio. Schmiergeld so zielmlich alles kaufen kann, auch z.B. Bankdaten, ist sich dieser Staat auch nicht zu schade, die Staatskassen mit illegalen Methoden aufzufüllen:mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.399.927 von lets.bury.it.com am 18.02.08 12:39:19ich kann dabei nichts illegales sehen.

Tut mir Leid für dein Geld :p
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.402.890 von insti am 18.02.08 16:51:23Illegal ist die Art der Informationsbeschaffung.

Daß Zumwinkel und viele andere auch illegal handelten, in dem sie das Geld bzw. dessen Zinseinkünfte in Liechtenstein versteckten, rechtfertigt keine Rechtsbrüche des Rechstaates.

Wenn dem Staat hierzulande Stiftungen in Liechtenstein nicht gefallen, dann muß er sein Steuersystem ändern, z.B. (Inlands-)Einkommen grundsätzlich udn vor allem gleichmäßig an der Quelle besteuern, und zwar nicht nur bei den "Kleinen" sondern auch bei den "Großen". Dann ist das, was des Kaisers ist, weg, und den Rest kann jedermann nach Liechtenstein, auf die niederländischen Antillen oder sonstwo hinverfrachten.

Der Staat hat nun einmal seine Regeln und Gesetze, und er hat sich deshalb an die Regeln, die er selbst aufstellt, bzw. Regeln, die souveräne Staaten woanders aufstellen, auch zu halten.

Und vor allem darf der Staat nicht mit zweierlei Maß messen: Politiker, die die Milliarden zum Fenster hinauswerfen für Tiergartentunnel, Landesbanken, Tollkollekten oder den Krieg in Afganistan bleiben straffrei, während die, die sich weigern, dieses System zu alimentieren, abgestraft werden sollen.

Rechtsbruch darf in einem Rechtstaat niemals mit Rechtsbruch bekämpft werden, sonst sind wir schnell in einem System, in dem Kindesentführer gefoltert, und Terroristen ohne Prozeß in illegalen KZ's verschwinden, oder umgebracht werden.


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