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DAX bei 35.000 Punkten - DAX-Projektion bis ins Jahr 2020 - 500 Beiträge pro Seite


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Dax-Projektion bis ins Jahr 2020
06.05.2008 Anton Riedl



Finanzkrise hin, Konjunkturknick her – im Kursbild eines halben Jahrhunderts sind das nur Episoden. Eine Projektion ins Jahr 2020 zeigt, wozu der Dax fähig sein könnte.


Die Börse – unendliche Höhen. Wir schreiben das Jahr 2020. Der Dax dringt bis auf 35.000 Punkte vor; ein Rekord, den nie ein Mensch zuvor für möglich gehalten hatte. Anleger, die früh eingestiegen sind – etwa im Mai 2008 – haben ihr Geld verfünffacht. Und das Schöne daran: Wer seine Kursgewinne nach zwölf Jahren versilbert, muss darauf nicht einmal Steuern zahlen.

Alles nur Science-Fiction? Ein bisschen schon. Kein Mensch kann Aktienkurse auf Jahrzehnte hinaus genau hochrechnen; kein Chart der Welt schreibt dem Dax vor, wo er hinzulaufen hat – erst recht nicht, wenn es um einen Zeitraum geht wie den bis ins Jahr 2020.

Was allerdings möglich ist, sind Projektionen: Wohin könnte der Dax laufen, wenn er sich an sein bisheriges Muster von Kletterpartien und Kurskorrekturen hält?

Wichtig bei langfristigen Kursbildern ist die sogenannte logarithmische Darstellung. Hier haben prozentuale Kursveränderungen grafisch stets dasselbe Ausmaß. Der Anstieg von 1000 auf 2000 Punkte (100 Prozent) ist im Chart genauso groß wie derjenige von 3000 auf 6000. Seit einem halben Jahrhundert verläuft der Dax in einem breiten Trendkanal, der von vier Punkten bestimmt wird: dem Börsenhoch am Ende der Wirtschaftswunder-Rally 1960 (siehe Grafik Punkt 1), dem Tiefpunkt vor der Jahrhunderthausse 1982 (2), dem Top des New-Economy-Hypes im März 2000 (3) und dem Tief der Baisse 2003 (4). Innerhalb dieses Trends gab es bisher drei Phasen. Die Schaukelbörse der Sechziger- und Siebzigerjahre ist charttechnisch eine Konsolidierung (5) nach dem Anstieg der Fünfzigerjahre. Der Sprung über den Widerstand bei 600 Punkten Anfang 1983 (6) war das Kaufsignal für die Jahrhunderthausse. Sie fand mit dem Bruch des Aufwärtstrends 2002 (7) ihr charttechnisches Ende und mündete direkt in die Baisse bis 2003.

Paradox auf den ersten Blick: Ausgerechnet der Kursrückgang der Jahre 2000 bis 2003 könnte Voraussetzung dafür sein, dass der Dax im nächsten Jahrzehnt weit über seine bisherigen Höchstkurse vordringt. Denn die Schwankungen von 1998 bis 2003 bilden im Chart einen nach unten gerichteten Keil. In der klassischen Chartanalyse gibt ein solcher Keil zwei wichtige Hinweise: Erstens steht er in den meisten Fällen für eine Konsolidierung und nicht für eine Wende. Zweitens entstehen solche Formationen oft in der Mitte eines großen Trends. Für den Dax lässt sich damit eine atemberaubende Perspektive hochrechnen: Von Ende 1982 bis Frühjahr 2000 kletterte er von 500 Punkten auf 8060, also etwa um 1500 Prozent. Geht die Theorie auf, die sagt, dass wir uns in der Mitte eines Trends befinden, hieße das: Der Dax legt vom Tief im Jahr 2003 bei 2200 Punkten abermals um 1500 Prozent zu und landet 2020 bei 35.000.
Weitere Argumente stützen diese Projektion. Erstens: Mit dem Ausbruch aus dem Keil Ende 2003 (8) und dem Anstieg bis zum Widerstand bei gut 8000 Punkten (9) schaffte der Dax in nur drei Jahren fast die halbe Strecke bis zum theoretischen Ziel. Selbst wenn er jetzt einige Jahre heftig schwankt, wäre noch genügend Zeit für einen weiteren Höhenflug. Zweitens: Wenn man am Tiefpunkt 2003 eine Projektionslinie (10) ansetzt und ihr die gleiche Aufwärtsneigung verleiht, die der Trend 1982 bis 2002 hatte, ergibt das bis zum oberen Rand des großen Trendkanals einen Zielkorridor bis auf 35 000 Punkte (11). Dass die Projektionslinie selbst nur auf 12.000 kommt, ist ein Indiz dafür, dass Anleger mit hohen Schwankungen rechnen müssen. Und es ist auch ein Hinweis darauf, dass der Dax bei seiner Mission 35.000 scheitern kann. Blinder Optimismus ist ohnehin nicht angesagt. Spielraum für Korrekturen ist da. Selbst ein Absturz bis auf 4500 Punkte würde in den großen Trend passen.
keiner der Trader kauft auf Sicht von mehr als 10 Jahren-
Absturz bis 4500 wäre also auch noch drin:confused:-
ich handle lieber was ich sehe und derzeit laufen wir
in eine überkaufte Situation
Eine DAX-Prognose von 35 000 Punkten bis ins Jahr 2020 würde ich als unseriös bezeichnen, zumal sich der DAX am oberen Ende eines langfristigen 20-Jahreszyklus befindet und für die nächsten 20 Jahre bestenfalls mit einer moderaten Aufwärtsbewegung, aber wahrscheinlicher mit einer Seitwärtsbewegung vergleichbar mit dem Zeitraum zwischen 1960 und 1980 zu rechnen ist.

Nachtrag:
Die von dir eingezeichnete Konsolidierung zwischen 2000 und 2003 ist zyklustechnisch betrachtet nicht mit der Konsolidierung zwischen 1960 und 1980 zu vergleichen. Vielmehr handelt es sich hier um eine Konsolidierung im Rahmen der Ausbildung eines Zyklus-Doppeltops zwischen 2000 und 2007. Insofern halte ich deine Analyse für eine gravierende Fehleinschätzung, was die langfristige Perspektive betrifft.
Dax 16000 halte ich für möglich bis 2020, denn ich denke die Hausse wird nicht mehr so kraftvoll verlaufen wie in den vergangenen Jahren. Und das Gewinnwachstum der Unternehmen wird nicht so grandios bleiben, wie in letzten 3 Jahren, es geht stetig aufwärts, doch nicht mehr so dynamisch.

Dazu kommt, daß Gewinne ab 2009 nicht mehr steuerfrei sind, Neuanlagen von deutschen Anlegern werden evtl. etwas zurückgehen, andererseits wird er Dax aber weniger volatil, wer Ende 2008 drin ist, bleibt auch längerfristig drin! Dies kann aber auch ein Fehler sein, falls es mal zu einer Wirtschsaftskrise kommt.

Ob ein Einstieg vor 2009 das perfekte Konzept ist, bleibt offen. Wenn Ende 2008 alle rein wollen, dann kauft man nämlich teuer??

Dennoch sehr interessante Studie! :)

Keine Handlungsempfehlung!
p.s.: schau dir mal die Entwicklung von 1960 - 1980 an: 20 Jahre! seitwärts, auch das ist "möglich"! :rolleyes: Eine Projektion bleibt sehr spekulativ.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.033.983 von StockFetcher am 06.05.08 08:47:24Schon lustig, was für Threads hier so eröffnet werden:

Dax auf dem Weg zu 2000 Punkten

Dax 10000 Punkte

Weltuntergang - Finanzsystem bricht zusammen

Pleitewellen bei den Banken, Dax vor weiterer Talfahrt......

verheerender Kursverfall - Megacrash an den Finanzmärkten

und was macht der (REALE-)Finanzmarkt: er steht innerhalb von 3 1/2 Monaten wieder über 7000 Punkten.........


da tut mir, als Optimist, so eine Spekulation bis 35000 Punkten ja richtig gut, obwohl ich diesen erst 2032 sehe, also wenn ich auf der Rentnerbank sitze und Schwäne füttere....

kann mir jemand diesen Satz erklären:

Die Börse – unendliche Höhen. Wir schreiben das Jahr 2020. Der Dax dringt bis auf 35.000 Punkte vor; ein Rekord, den nie ein Mensch zuvor für möglich gehalten hatte. Anleger, die früh eingestiegen sind – etwa im Mai 2008 – haben ihr Geld verfünffacht. Und das Schöne daran: Wer seine Kursgewinne nach zwölf Jahren versilbert, muss darauf nicht einmal Steuern zahlen.
kann mir jemand diesen Satz erklären:

anlagen aus 2008, die in 2020 erst mit kursgewinn verkauft werden, müssen den kursgewinn nicht versteuern. die abgeltungssteuer greift erst bei neuanlagen ab 2009 ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.035.900 von greatmr am 06.05.08 12:03:16Danke für den Hinweis!

Dies ist mir aber schon seit fast 2 Jahren bekannt!

trotzdem kann man natürlich nicht oft genug hinweisen, wenn es das nur war,,,,,,,,.........mit 12 Jahren ist es etwas irreführend!
Super Thread, gefällt mir ! Bin ähnlicher Ansicht und auch der Überzeugung, dass wir uns weiter in dem Kanal bewegen werden. Viele Dinge sprechen dafür, nur wenige dagegen !

Ob es 35.000 werden weiß niemand, aber auch bei 20.000 darf sich keiner beschweren. Ich denke wenn die 10.000 erstmal überwunden sind, kann man sich die 20.000 auch besser vorstellen !

Nächstes Ziel für mich sind die 10.000 bis Ende 2010 !
Diejenigen, die immernoch nicht geschnallt haben, dass man momentan im DAX jeden Rücksetzer kaufen muss, werden die größte RALLY aller Zeiten verpassen !

Antwort auf Beitrag Nr.: 34.039.825 von StockFetcher am 06.05.08 18:29:36Also eins muß man dir lassen, egal um welche Richtung es geht :

Du bist der größte Schaumschläger auf W.O. :laugh::laugh:
Der Threaderöffner möge doch mal bitte darüber nachdenken, ob das Geldmengenwachstum in unserem ungedeckten Geldsystem nicht vielleicht einer Exponentialfunktion folgt. Damit wäre eine lineare Extrapolation ins Jahr 2020 völlig sinnlos. Spätestens 2015 ist Schluß.


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