Finanzmarktkrise - folgt nun die Inflation? (Der Geldabwurf) - 500 Beiträge pro Seite



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Die ersten Schecks erreichen nun die US-Bürger. Geschenktes Geld zur Eindämmung der subprime-Krise.

Hier ein hochinteressanter Artikel aus dem MANAGER MAGAZIN

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,553…
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.097.446 von Dorfrichter am 15.05.08 09:20:09Daß die Immokrise in den USA noch nicht erledigt ist und noch so manche Überraschung servieren wird liegt auf der Hand.

Leider zeigt der Artikel nicht deutlich genug das Risiko der Kreditkartenkrise auf, die uns in ca. 1 - 1,5 Jahren ereilen wird.
Und diesmal wird es nicht zooooom machen, sondern Bumm.

Die Finanzkrise findet nämlich nicht bei den lausig geführten Banken statt, deren Gier schon längst alle eventuell noch vorhandenen Restmoleküle von Gehirn aufgefressen hat, sondern in den Köpfen der Amerikaner.
Für dieses Land ist es offensichtlich weder vorstellbar noch politisch durchsetzbar, daß es nicht nur fette Jahre gibt sondern auch magere. Also beruft man sich darauf, daß die Fettleibigkeit es unmöglich macht den Gürtel mal enger zu schnallen.

Aber eine kleine Anekdote aus dem Lander der Politkasper und Wirtschaftstrottel hat mich doch zum Lachen gebracht:

Also sprach die Bayerische Landesbank, allseits bekannt für eine tüchtige und vorbildliche Bankenkultur:

"Die Verbraucher und Mittelständler müssen sich darauf einstellen daß in Zukunft bei der Kreditausreichung mehr Sicherheiten verlangt werden"

Sind die nicht putzig, diese Suppenkasper ?
Völlig verblödete Möchtegernsparbüchsenverwalter, mit politischem Vitamin B in ein Amt gehievt wurden, in dem sie zu blöd sind die Herrentoilette zu finden, die das Geld des Steuerzahlers in unglaublichen Höhen verjuxt haben und jetzt meinen den parfümierten Maßanzug rechtfertigen zu müssen indem man für einen Kleinkredit den Starnberger Seee als Sicherheit verlangt.

Spontan ist mir da die Minipersiflage eingefallen:
"Frau warf Mann aus dem Fenster"
Eine Schlagzeile auf der Titelseite der Zeitschrift "Schöner wohnen".

Leider sind unsere Politiker und deren Mitesser unkaputtbar.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.097.446 von Dorfrichter am 15.05.08 09:20:09:confused:


Dieser artikel mag für dich interessant sein, er leider m.e. ohne jeden nährwert und mit einem informationswert von weniger gleich null.

es ist lediglich eine aneinanderreihung von inzwischen sattsam bekannten abläufen mit ängstlichen spekulationen auf die zukunft und rückblickend die typisch schadenfreudige deutsche besserwissererei.

Es ist damit lediglich die bedienung von wahrscheinlich vorurteilen.

wie traurig muss es um eine managerelite bestellt sein, die sich an einem solchen wertlosen mist hochziehen kann und daraus ihre meinung verfestigt??


Es kann wohl auch nicht anders sein, wenn inzwischen in einer deutschen fachzeitschrift für wirtschaft ein etwa 35zig jähriger schnösel ohne jegliche eigene wirtschaftserfahrung mit einem, man beachte,

studium der geschichtswissenschaft und germanistik in köln, volontariat bei der hannoverschen allgemeinen zeitung, redakteur beim göttinger tageblatt und bei tomorrow business. seit februar 2001 bei manager-magazin.de

die meinung der deutschen wirtschaftselite beeinflussen darf und offensichtlich auch mit solchen nonsens artikeln kann.

Ich wende mich mit grausen ab von solchen experten....
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.097.753 von 098cba am 15.05.08 09:49:20genau 098,

"Inflation" zu rufen, ist in der Tat Unsinn - die größere Gefahr ist die Deflation, die in den USA und weltweit entstehen könnte. Der Immobilienbereich könnte hier nur den Anfang markieren - andere Bereiche, v.a. im Technologie- und Kommunikationsbereich sind ja schon lange deflationär.
das örtliche Interesse an der Wiedereröffung der Mine nimmt zu.
Hier das bereits bekannte Update in einem Artikel vom 13.5.08:

http://www.mainstreetbusinessjournal.com/articleview.php?art…
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.098.627 von Airfrance am 15.05.08 11:07:00:confused:

Dieser trick mit der hoffnung auf die neugier der üblichen spanner ist auch schon uralt. gääähn..
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.098.463 von Art Bechstein am 15.05.08 10:51:48Ich sehe in der Deflation kein Problem. Von mir aus können alle Preise wieder auf das Niveau fallen, dass wir hatten bevor der endgültige Wahnsinn ausbrach (so um 2001). Und dann geh ich in Rente!
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.098.665 von Nannsen am 15.05.08 11:09:43Kein Trick od.Werbung, Nannsen, wirklich ein echtes Versehen. Bin halt nicht perfekt ....
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.098.278 von Nannsen am 15.05.08 10:34:22Nannsen ich glaube, Du schätzt die Lage völlig falsch ein. Bernanke´s Geldabwurf hatte einzig das Ziel- vergleichen wir´s mit dem Spiel Monopoly- dem Volk etwas Spielgeld zuzuschanzen, obwohl das ganze Geld samt Inventar bereits aufgeteilt ist. So verlängert man ein Spiel, das ausschließlich auf dem Schuldenprinzip beruht.
Wer glaubt oder suggeriert die Krise ist zuende wenn die Hauspreise jetzt wieder anfangen zu steigen, obwohl das Wohnen (kalkulatorische Miete bestehend aus AfA und Zinsen) für den Durchschnittsamerikaner immer noch zu teuer ist, der hat die Problematik immer noch nicht verstanden. Der glaubt immer noch dass das bloße Drucken von Geld reicher macht.
Preisblasen beunruhigen Notenbanker

Als eine Konsequenz der aktuellen Finanzkrise sollten Notenbanken nach Ansicht von Griechenlands Zentralbankchef Nicholas Garganas künftig stärker auf Risiken durch Vermögenspreisblasen und die übermäßige Verschuldung von Privathaushalten und Unternehmen achten.


"Die Zentralbanken könnten sich ein wenig stärker gegen den Wind lehnen", sagte Garganas, der im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt, der FTD in Athen. Gleichwohl sprach er sich deutlich gegen Versuche aus, Vermögenspreise direkt zu steuern.

Garganas räumte zudem indirekt eine Mitschuld einiger Notenbanken an der jüngsten Entwicklung ein: "Eine der Lehren aus den anhaltenden Turbulenzen an den internationalen Kreditmärkten ist, dass die Geldpolitik mit zu niedrigen Leitzinsen - wie es sie in einigen Teilen der Welt gegeben hat - womöglich Anreize schafft, die die Finanzstabilität gefährden."

Die Aussagen dürften die Debatte über den Beitrag der Notenbanken zu der Krise und die Lehren daraus anheizen. Speziell Phasen sehr niedriger Leitzinsen in den USA und die lange Zeit große globale Liquidität gelten vielen Beobachtern als mitursächlich für den nun umgeschlagenen US-Häuserboom und das massive weltweite Kreditwachstum vergangener Jahre.

In den USA erwägt die Notenbank Federal Reserve offenbar, stärker gegen das Entstehen von Blasen vorzugehen. Das wäre eine radikale Kehrtwende: Die Fed hatte stets noch mehr als andere Notenbanken argumentiert, sie könne Blasen nicht besser erkennen als der Markt, und Zinsschritte träfen stets die ganze Wirtschaft. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte jüngst für ein stärkeres "Gegen-den-Wind-Lehnen" plädiert.



Garganas betonte nun, dass Notenbanken monetäre und finanzielle Indikatoren wie Vermögenspreise beachten sollten - wie es die EZB in ihrer Strategie bereits tue. "Hauptzweck" sei, mittelfristige Risiken für die Inflation zu identifizieren. "Aber wenn man solche Indikatoren beobachtet, kann man auch Risiken möglicher Blasen in Vermögenspreisen identifizieren, und unter Umständen kann man das Entstehen von Blasen verhindern."

Zudem sollten die Währungshüter "eine Einschätzung treffen, ob die Wirtschaft auf einem nicht nachhaltigen Verschuldungskurs ist", sagte Garganas, der nach 33 Jahren im Dienste der Notenbank im Juni geht. Er ließ offen, was die Notenbanken konkret tun sollten, wenn sie Probleme erkannt haben. In den USA dreht sich die Diskussion derzeit um regulatorische Schritte. Der IWF hatte aber auch einen strafferen Zinskurs in Aufschwungphasen ins Spiel gebracht.



Mit Blick auf die aktuelle Lage der EZB widersprach Garganas dem Eindruck, sie stecke in einer Zwickmühle zwischen hoher Inflation und schwächerem Wachstum: "Ich akzeptiere das Argument nicht, dass wir einem Dilemma gegenüberstehen. Es gibt kein Dilemma, und es kann kein Dilemma geben, weil wir nur eine einzige Aufgabe haben, und die lautet, Preisstabilität zu sichern - Punkt."

Die Euro-Inflation liegt seit November über 3,0 Prozent. Die EZB strebt "unter, aber nahe 2,0 Prozent" an. Sie hält den Zins jedoch bei 4,0 Prozent, weil sie davon ausgeht, binnen 18 Monaten ihr Ziel zu erreichen. Garganas sagte aber: "Sicher ist eine Sorge, dass der Einfluss der wirtschaftlichen Abschwächung nicht stark genug ist, um die Inflation 2009 unter 2,0 Prozent zu drücken." Er ließ keinen Zweifel, was zu tun ist: "Um es klar zu sagen: Wenn wir einen straffen geldpolitischen Kurs einzuschlagen haben, um unser Ziel zu erreichen, sei es so - das ist unsere Verpflichtung."

Zugleich betonte er aber, "die aktuelle Phase sehr hoher Inflation ist vorübergehend". Zudem sagte er, dass die Preiserwartungen "eine wichtige Rolle" spielen, um Zweitrundeneffekte zu vermeiden. Dabei profitiere die EZB davon, dass sie die Teuerung 1998 bis 2007 im Schnitt bei 2,1 Prozent gehalten habe. "Der EZB ist es gelungen, Glaubwürdigkeit aufzubauen. Die Vorteile zahlen sich aktuell zu einer Zeit aus, in der exogene Schocks vorherrschend sind - die Inflationserwartungen sind immer noch im Großen und Ganzen gut verankert."

Entschieden sprach er sich deshalb auch dagegen aus, dass die EZB nun ihr Preisziel lockert, wie es einige Volkswirte angesichts hoher globaler Rohstoffpreise fordern, gegen die die EZB ohnehin nichts ausrichten könne: "Die Glaubwürdigkeit, die die EZB sich bislang aufgebaut hat, sollte sie nicht durch eine Ausweitung der tolerierten Inflationsspanne aufs Spiel setzen."


Von Mark Schrörs (Athen)



Quelle: Financial Times Deutschland
Das Kapital: Gratulation zur Preisstabilität

Dass in den USA angeblich selbst die Spritpreise mit einer Jahresrate von 10,4 Prozent fallen, lässt sich vielleicht noch mit dem Saisonbereinigungsverfahren der Verbraucherpreisstatistik erklären. Aber ansonsten kann man nur noch mit den Ohren schlackern.


Die Fondsmanager sorgen sich langsam um die Inflation, wie Merrill Lynch in seiner jüngsten Umfrage unter den globalen Vermögensverwaltern festgestellt hat. Nicht doch, zumindest was die US-Inflation betrifft, haben sie nichts zu befürchten. Die Preiskomponente des Industrie-Einkaufsmanagerindizes mag nahe an seinen historischen Höchstständen stehen, und die Verbraucher mögen laut Conference Board inzwischen eine Inflation von 6,8 Prozent wähnen. Doch ohne Witz: Laut offizieller Lesart sind die US-Verbraucherpreise über die vergangenen drei Monate gerade noch mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 2,3 Prozent gestiegen. Angesichts des bärenstarken Dollar sind die Preise für Bekleidung demnach sogar mit einer Jahresrate von 4,6 Prozent geplumpst, jene für Neuwagen um 2,4 Prozent. Selbst die Spritkosten sind mit einer annualisierten Rate von 10,4 Prozent gesunken, während die Gesundheitspflege plötzlich nur noch um 1,6 Prozent teurer wird.



So hat die Kerninflation - jene ohne Nahrungsmittel und Energie - über die vergangenen drei Monate bloß noch mit einer Jahresrate von 1,2 Prozent zugenommen. Und jede Wette: Sie wird zahm bleiben. Dafür sorgen schon die geschätzten kalkulatorischen Mieten für selbst genutztes Wohneigentum, die fast ein Drittel des Kernindizes bestimmen.

Als die Häuserpreise vor vier Jahren fast um ein Fünftel stiegen und die kalkulatorischen Mieten - konterintuitiv - dennoch bloß um 2,3 Prozent zunahmen, hieß es zwar noch, dass deren Schätzung auf einem Opportunitätskostenansatz beruhe. Je höher die Hauspreissteigerungsraten und je niedriger die Zinsen, desto geringer seien demgemäß die Alternativkosten des Wohneigentums - und desto weniger Miete müsse ein Hausbesitzer sich folglich selbst berechnen. Aber nun, da die Häuserpreise mit einer Rate von mehr als zehn Prozent fallen und die Hypothekenzinsen der Vorgabe der Fed partout nicht folgen wollen - die Alternativkosten des Hauseigentums also ungemütlich hoch geworden sind -, muss die Statistik eben flexibel sein. So liegen die kalkulatorischen Mieten gerade noch um 2,6 Prozent über dem Vorjahr, und die annualisierte Veränderungsrate über die vergangenen drei Monate beträgt 2,3 Prozent. Die USA können, kurzum, so viel Geld drucken, Schulden machen und abwerten, wie sie wollen: Die Preisstabilität ist gewährleistet. Gratulation.



Quelle: Financial Times Deutschland
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.098.807 von Dorfrichter am 15.05.08 11:22:26:confused:

So verlängert man ein Spiel, das ausschließlich auf dem Schuldenprinzip beruht.

Sind wir jetzt schon beim austausch von binsenweisheiten?

Am ende steht natürlicherweise immer der tod, deshalb kommt es im jetzt und hier nur auf die kunstfertigkeit oder die überlebenstechnik des hinauszögerns dieses natürlichen finale an.

Zum trost, mein lieber dorfrichter, der tod eines weltfinanzsystems oder eines organismus ist zugleich immer die chance auf einen besseren neubeginn.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.098.960 von Nannsen am 15.05.08 11:35:23Keine "Binsenweiheiten", @nannsen, sondern harte Realität. Schau auf den Verschuldungsgrad der Haushalte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.098.960 von Nannsen am 15.05.08 11:35:23Weniger der "Tod"- eher eine Neugeburt seht uns uns Haus. Und wenn schon "tod", dann wird dieser künstlich herbeigeführt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.098.792 von Airfrance am 15.05.08 11:20:44:confused:

Na gut, dann will ich den aufmerksamsgrad deines fehlläufers noch etwas steigern. Ich habe in meinem lustvollen vojeurismus den irrläufer mit interesse gelesen und fand das richtig interessant.

Wer es jetzt noch nicht gelesen hat, den empfehle ich dies schnellstens nachzuholen.

Ps. Denke bitte an meine üblichen 10%
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.099.003 von Dorfrichter am 15.05.08 11:39:41:confused:

Du scheinst etwas aufgeregt zu sein heute morgen??

Auch träume manchmal nachts vom untergang der welt durch ein absolut irreversible zerrüttetes weltfinanzsystems. Doch dann mache ich auf, öffne das fenster meines vermieften schlafzimmers, schaue nach draussen und was sehe ich??

Alles ist noch schlimmer als ich es erträumt habe, denn, wie schrecklich, die welt steht immer noch und das weltfinanzsystem dreht gerade die nächste runde.

Da packt mich deann sofort die pure lebensfreude und die lust auf einen gemeinsamen tango mit dem wunderschönen finanzsystem.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.099.133 von Nannsen am 15.05.08 11:53:11Weder noch, nur verdichten sich die Anzeichen, daß etwas Neues sich anbahnt. Beunruhigt deswegen? Keinesfalls.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.097.768 von farniente am 15.05.08 09:50:56Leider zeigt der Artikel nicht deutlich genug das Risiko der Kreditkartenkrise auf, die uns in ca. 1 - 1,5 Jahren ereilen wird.
Und diesmal wird es nicht zooooom machen, sondern Bumm.


diese krise wird den chinesen treffen;)....er hat die kredikarten-schulden gekauft......und mancher brooker ist dehalb auf short;

lg
Astralblue
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.099.252 von Astralblue am 15.05.08 12:02:24Nicht nur die Chinesen wird es treffen. Die Autobanken werden es zuerst spüren. Sie setzen jetzt schon vermehrt auf deutsche Leasingkunden mit abstrusen Angeboten.

Aber das wird sich erst noch formieren.
bei Deflation werden die amis nen staatsbankrott erleben der während er sich ankündigt zu einer massiven dollarflucht führen wird und somit zur inflation. deflationär werden dann nur assets in usa wirken.

deflation ist oft die mutter der inflation. argentinien hatte es vorgemacht
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.106.307 von Boersenkrieger am 16.05.08 01:39:27auch Japan - gell? seit Jahren Deflation und plötzlich galoppierende Inflation :laugh:

Ich glaube eher, dass in Argentinien die ungesunde Auslandsverschuldung das Problem war/ist. Das ist in den USA allerdings kein Problem und die Kapitalertragsbilanz mit dem Ausland ist positiv.

Auch wüßte ich nicht, dass die Chinesen irgendwelche Kreditkartenschulden aus den USA gekauft haben. Vielleicht kann der "Behaupter" ja mal eine Quelle dazu nennen.

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.106.487 von Art Bechstein am 16.05.08 07:32:33Da bist Du leider völlig falsch informiert.

Die USA haben seit Jahren eine negative Aussenhandelsbilanz und zwar in gewaltiger Höhe.
So betrug die Auslandsverschuldung im August 2007 sage und schreibe 1,8 Billionen €, zum damaligen Kurs von 1,35.

Hauptsächlich die Tigerstaaten und China haben Unmengen von stark wertgefährdeten Papieren in der Hand.

Das dürfte auch der Grund sein daß Du das Ganze Kapitalertragsbilanz nennest, was in diesem Zusammenhang völlig unerheblich ist.

Was nämlich die verkauften Papiere z.B. an die IKB wert sind, muß der deutsche Steuerzahler gerade feststellen.

Ob die USA Kreditkartenschulden verkauft hat entzieht sich momentan meiner Kenntnis, ich werde es prüfen.

Den Rest solltes Du einmal prüfen, ich denke Du siehst da einige Dinge etwas falsch, sofern Du Quellen brauchst bin ich gerne bereit zu helfen.
@farniente

volle zustimmung meinerseits.

insgesamt hat auch Art eine sehr interessante Sicht der Dinge.
Verschiedene Ansichten sind nichts negatives.

Insgesamt würde ich aber auch nicht auf irgendetwas wetten. Letztlich ist man eben auf veröffentlichtes Zahlenwerk angewiesen. Wie es in Wahrheit aussieht wissen wir nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.106.535 von farniente am 16.05.08 07:46:37farniente,

das ist wirklich prima von Dir, dass Du mir helfen willst, aber laß erst mal Dir selbst helfen, einige Begriffe auf die Reihe zu bekommen.

Bei der Auslandsverschuldung der USA per 2006 habe ich komplett andere Zahlen als Du. Diese belief sich nämlich auf 12,7 Billionen US$ und nicht auf 1,8 Bio. Euro (2,43 Bio. US$), wie Du schreibst.

Du scheinst das mit der Nettoauslandsverschuldung zu verwechseln, die 2006 bei gut 2,7 Bio. US$ lag, d.h. die US-Auslandsgläubiger Position belief sich auf 10 Bio. US$ (12,7 - 10 - 2,7).

Diese 2,7 Bio. US$ machen gut 22% des US BIP aus, was nun wirklich keine bedrohliche Größe ist, wenn man sich NZL mit 90%, Spanien mit über 40% anschaut u.v.a.m.

Wichtig ist aber in diesem Zusammenhang auch die Kapitalertragsbilanz (eine Unterbilanz der Leistungsbilanz), welche die Kapitalerträge aus den o.g. Forderungen und Verbindlichkeiten gegeneinanderrechnet und siehe da - die USA erzielten in 2006 einen Überschuß von 43 Mrd US$, d.h. die Auslandsschulden der USA sind niedriger verzinst als die Ausländerschulden bei den USA.

Bei Dir schwingt immer so mit, als würde die USA zwangsläufig auf Kredit anderer leben. Das ist eine Theorie - google mal zum Thema "Erklärungsansätze von Leistungsbilanzdefiziten" ist ganz interessant...

Neu ist für mich auch, dass die USA Kreditkartenschulden besitzt, die sie verkaufen könnte. Ich gehe eher davon aus, dass Banken auch Kreditkartenforderungen verbrieft haben und auch diese Derivate weltweit vertrieben haben. Aber Du recherchierst da ja noch...

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.114.696 von Art Bechstein am 16.05.08 22:06:55ja aber dann ist doch alles in ordnung.... was sprichst du von deflation ?
nur in dem falle dass sich die schuldenspirale nicht mehr weiterdrehen wird können bekommen wir eine deflation.
letztlich steht doch beides in ganz engem zusammenhang wie ebbe und flut.

ich halte eigentlich im eigentlichen sinn momentan nicht viel davon. wir haben eine ganz andere problematik. die erde ist zu klein für so viele menschen die einen höheren lebensstandard genießen wollen. die lagerbestände der agrarrohstoffe sind nicht gerade üppig. man ist ja auch damit beschäftigt lieber fahrzeuge billiger zu füttern als menschen.
somit geht´s einfach um eine natürliche knappheit die letztlich nichts mit inflation und deflation zu tun hat.

warum nun plötzlich ?
die globalisierung hat es uns bewusst gemacht und neu auferstandene mächte wie china und russland. öl ist zur anlageklasse geworden "uns reichts noch 100 jahre, euch nur noch 70 jahre" also wird gehortet.... ups also doch inflation ? oder wieviel bedarf brauchen wir ? 100 jahre gehen auch vorbei und dann ? naja ich denke öl wird auch mal wieder bei 70 usd stehen bevor es auf 200 durchstartet. die langfristige entwicklung wird weiter nach oben gehen.
so lange existiert die menschheit eben noch nicht.
die rohstoffe als wervolle assets nun plötzlich ?
aber klar. die industrialisierung schreitete auch erstmal langsam voran. es war genug da und nach dem zweiten weltkrieg waren sowieso nur noch die usa konkurrenzlos anwesend. der rest fraß ihr brav aus der hand...
also eben doch.... wir haben ein konkurrenzdenken und ein bewusstsein, daß unsere ahnen eben nicht hatten. deswegen wird gehortet... nein keine inflation... denn wir sollten eigentlich noch ein paar 1000 jahre genug öl haben....

fazit: es gibt keine inflation und keine deflation wenn man es ganz genau nimmt. es gibt nur logische preissteigerungen... dass das ganze mal in hyperinflation ausarten könnte und mit einer deflation beendet wird mag sein. aber davon sind wir noch weit weg.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.115.145 von Boersenkrieger am 16.05.08 23:41:47ja ja der Teufel Alkohol - lest Posting #29 und Ihr wißt, was er aus Leuten machen kann :(
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.115.184 von Art Bechstein am 16.05.08 23:51:02Art Dein Problem ist, dass du ein reiner Theoretiker bist und Dir fehlt jegliche Wahrnehmung. Du liebst Fachbegriffe über alles aber beobachtest nichts. Deine Postings sind widersprüchlich bis zum geht-nicht-mehr und letztlich hast Du überhaupt keine Ahnung von Marktpsychologie.
Eine Deflation sehen zu wollen in einem Finanzsystem, daß Deiner Meinung nach völlig in Ordnung ist, ist kompletter Nonsens.... aber per bm hab ich schon infos über Dich bekommen die eingies erklären ;)
drum, sauf einfach weiter :laugh:
Saudi-Arabien lehnt weitere Steigerung der Ölproduktion ab

RIAD (dpa-AFX) - Das Herrscherhaus von Saudi-Arabien hat eine weitere Steigerung der Ölförderung des Königreichs abgelehnt. Ölminister Ali al-Nuaimi und Außenminister Prinz Saud al-Faisal sagten am Freitagabend nach einem Treffen von König Abdullah mit US-Präsident George W. Bush, eine Steigerung sei derzeit nicht nötig, da man bereits zum 10. Mai die Produktion um 300.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag erhöht habe. Damit habe man auf die wachsende Nachfrage auf dem Weltmarkt reagiert, erläuterten die Minister nach den Gesprächen mit Bush auf einem Anwesen des Herrschers außerhalb der saudischen Hauptstadt Riad. Der Preis für Öl aus den OPEC-Staaten liegt derzeit bei rund 118 US-Dollar pro Barrel.

Bush war am Freitag mit dem Ziel nach Saudi-Arabien gereist, den größten Erdöl produzierenden Staat der OPEC zu einer Produktionssteigerung zu bewegen, um den Auftrieb des Rohölpreises zu stoppen. Das Königreich weigert sich, über die Produktionssteigerungen hinauszugehen, die es bereits für die kommenden vier Jahre angekündigt hat.


Fazit:

ausser Spesen nichts gewesen

bleibt die frage warum öl noch immer unter 200 USD notiert. aber man muss nicht alles verstehen.
die Saudis wären schön blöd für den aktuellen witzpreis auch noch mehr zu fördern
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.115.282 von Boersenkrieger am 17.05.08 00:47:59schon recht Börsenkrieger; beobachte Du mal schön und spinn weiterhin Deine spinnerten Weltuntergangstheorien...:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.115.515 von Art Bechstein am 17.05.08 08:24:44moin Art,

das klingt ja auch nicht grad so, als das man sich die derzeitige Krise schon schönsaufen könnte...:D

http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEHUM663847200…
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.119.277 von reimar am 18.05.08 14:00:54ja Reimar, das wird noch ganz bitter und da werden sich viele noch wundern, was da noch alles kommt
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.119.559 von Art Bechstein am 18.05.08 16:02:52Art,

der "Erfindungsreichtum" der derivaten/virtuellen Welt hat sich längst vom realen Leben abgekoppelt und muss nun mit staatlicher Hilfe aufgefangen werden...:rolleyes:

sozusagen DDR-light :laugh::laugh::laugh:

unsere Landesbanken haben ja auch schon ne Menge von dem Sondermüll als Marshallplanzins und Zinseszins abgeliefert :rolleyes:

>>>Ein Froind, ein guter Froind...<<< ;)
Ach wie schön!
Diese depressive Stimmung ist genau so wie in Jahr 2003 in Deutschland – genau die richtige Zeit um amerikanische Finanztiteln zu kaufen!
Schaut euch die Kursentwicklung von der Allianz, CoBA, usw. an. Wer damals, in Jahr 2003 gekauft hat, hat mindestens eine Verdreifachung erlebt, von die Dividenden zu schweigen:





Habe mir COUNTRYWIDE FINANCIAL (872607) und WASHINGTON MUTUAL (893906) zugelegt. Werde bei Bedarf nachkaufen. Zeithorizont: zwei Jahre; Kursziel: mindestens eine Verdopplung. Mindestens:





Wünsche alle viel Glück. :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.119.686 von humm am 18.05.08 16:51:50humm,

wer sagt Dir eigentlich, daß wir uns bereits im Jahr 2003 befinden :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.119.736 von humm am 18.05.08 17:09:27Die Stimmung im WiPo ist kein Barometer und war schon immer schlecht :laugh:

Mich würd´s nicht wundern, wenn die Tiefstkurse aus 2003 nochmal in den nächsten Jahren "getestet" werden (Inflationsbereinigt, versteht sich)...:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.119.776 von humm am 18.05.08 17:27:24ja, den Boden vom ersten Stockwerk. :laugh:

Allerdings lauert im Keller auch noch Einer :cool:
Weißt du, die sehr negativen Infos sind draußen. Die Lage ist bekannt. Die Lage ich ziemlich unerfreulich, keine Frage.
Nur sollte man nicht zwischen deutsche Finanzwerte und USA-Finanzwerte verwechseln.
Die Ami-Werte sind, mindestens die die ich beobachte, ziemlich gepludert:
AMBAC ist von 65/70 auf 2,50€ gefallen. => 3,5% übrig
COUNTRYWIDE ist von 30 auf 3€ gefallen. => 10% übrig
WASHINGTON MUTUAL ist von 30/35 auf 6€ gefallen. => 20% übrig

AMBAC ist wirklich gefährdet, COUNTRYWIDE und WASHINGTON MUTUAL haben das schlimmste hinter sich. Sie werden nicht Konkurs gehen.

Time will tell.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.119.808 von humm am 18.05.08 17:38:55ich bin ja erst seit 30 Jahren im Geschäft und hab nicht soviel Ahnung wie Du :cry:
ich habe keine Ahnung, ich versuche nur das Beste was ich kann. :rolleyes:

Wenn es nicht gut genug ist, werde ich verlieren. So ist es eben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.119.850 von humm am 18.05.08 17:49:58für mich biste heute schon ein wenig spät dran. Hab schon Anfang März das gleiche Szenario wie letztes Jahr "vorausgeahnt" :yawn:

Is aber nmM lediglich ein relativ kurzes Vergnügen :kiss:

Früher hat´s gehießen, wenn Amiland hustet bekommen wir ne Grippe :cry:

Wenn der bald kommende "Asienhusten" uns erwischt, geht´s für die westliche Welt auf die Intensivstation :eek::eek::eek:
Reimar,

die amerikanischen Banken die die Schwierigkeiten überstehen werden, sind langfristig eine hervorragende Investition meines Erachtens. Ob man im März oder jetzt einsteigt, ist nicht sooo wichtig. Klar, wenn man es schafft zum tiefsten Preise einzusteigen, ist es super. Nur wer schafft es schon? Sie haben schon 80-90% verloren...

Habe den Eindruck dass du eher ein Daytrader bist, oder?
Das bin ich nicht und daher habe ich eine andere Denkweise.

:) humm
Naja, die Finanzwerte vielleicht schon, der Rest des SundP ist gewiss noch nicht in der inflationsbereinigten Rezession angekommen und die Hauspreise fallen auch weiter.

Stockpicking ja, breiter Markt noch nicht

Schön zu sehen, humm, dass du, der immer viel über die Papiergeldabzocke geschrieben hat, jetzt so ein positives Bild zeichnet
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.120.492 von humm am 18.05.08 20:53:36humm,

nicht NUR Daytrader...:kiss:

wenn ich mir die Advance/Decline an der Nyse anschau, dazu noch die "Sorglos-Indis", fällt es mir schwer an eine nachhaltige Erholung zu glauben :eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.120.560 von reimar am 18.05.08 21:12:34Ich rede nicht von Erholung insgesamt, sondern von einer Erholung der amerikanische Finanzsektor. Oder gibt es weitere Bereiche die zurzeit 80% bis 97%(!) ihres Wertes in einem Jahr verloren haben und kein Konkurskandidaten sind?
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.120.532 von minister.grasser am 18.05.08 21:04:03>>Schön zu sehen, humm, dass du, der immer viel über die Papiergeldabzocke geschrieben hat, jetzt so ein positives Bild zeichnet<<

Ist schon lange her, habe dazu gelern. ;)
Inflation steht aber noch vor uns, das glaube ich immer noch... :rolleyes:
...Wie passt das mit Rezession zusammen?

>>18.05.2008 16:52 Glos erwartet 08 weitere Steuermehreinnahmen von 20 Mrd EUR - BamS
BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) rechnet einem Zeitungsbericht zufolge für 2008 mit einem weiteren Plus bei den Steuereinnahmen von 20 Mrd EUR. In einem Regierungspapier aus dem Wirtschaftsministerium heißt es laut "Bild am Sonntag" (BamS): Wachsen die Einnahmen bis zum Jahresende 2008 im gleichen Tempo wie im ersten Quartal, gebe es gegenüber der jüngsten Steuerschätzung "Mehreinnahmen von 20 Mrd EUR für den Gesamtstaat".<<
Aus: http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=76301644
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.120.753 von humm am 18.05.08 21:55:13Reimar, Du bist doch auch schon sehr lange hier. Was meinst Du, ist Henry Paulson etwa strafversetzt worden von Goldman Sachs und zum Finanzminister degradiert?
Es ist doch auffällig, daß ein Mann aus der ersten Riege in die Politik geht (gehen muß)?

Alleine das Timing hat mich stutzig gemacht. Bald darauf die subprime-Krise, von der man ja sicher schon etwas vorher genauer Bescheid wußte, daß sie kommt.
Aus: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,553991,00.html

>>Die US-Wirtschaft am Abgrund, das Land in einer schweren Rezession - noch vor kurzem überboten sich die Experten mit Horrorszenarien. Jetzt erklären die gleichen Leute plötzlich: Alles halb so wild, das Ende der Krise ist nah. Doch ist das Schlimmste wirklich schon überstanden?

New York - Vor ein paar Wochen noch war es das Wort der Stunde. Das berüchtigte "R-Wort" - R wie Rezession. Denn darin waren sich die meisten Insider einig: In den USA sei der Abschwung "keine Vorhersage mehr, sondern aktuelle Realität". So sagte es David Rosenberg, Chefökonom des Wall-Street-Hauses Merrill Lynch für Nordamerika, als Erster von allen. Ihm folgten bald die Kollegen bei Morgan Stanley, UBS und Goldman Sachs.

Der Investmentguru George Soros sah die US-Wirtschaft gar noch im April am Abgrund, sprach von der "schlimmsten Krise zu meinen Lebzeiten". Das war in der Woche, da er sein neuestes Buch vermarktete, das sich genau mit diesem Thema befasste.
Neuerdings relativiert Soros seine Sprüche freilich wieder: Auch wenn die wirtschaftlichen Folgen der weltweiten Finanzkrise in den USA noch lange spürbar seien - die "akute Phase" liege schon "weitgehend hinter uns", sagte er auf einer Podiumsdiskussion in Washington. Und er ist nicht der einzige, der seine drastischen Warnungen zurücknimmt.
Ex-Notenbankchef Alan Greenspan hatte der US-Konjunktur im gleichen Monat wie Soros attestiert, sie stecke in der "schlimmsten Krise" der Nachkriegszeit. Nun erklärt er Bloomberg News, für den Rest des Jahres werde zwar Stagnation herrschen - doch seien zum Beispiel die Jobverluste "nicht so schwer wie erwartet".
Jay Bryson, Chefökonom der Großbank Wachovia, brachte es im "Wall Street Journal" auf den Punkt: "Vor ein paar Monaten noch schien es, als stünden wir am Rande des Abgrunds." Doch die Dinge hätten sich geändert. "Die Zahlen, die wir sehen, sind nicht so schlecht, wie wir es noch vor ein paar Monaten angenommen hatten." ... ...<<
EILMELDUNG

Ölpreis knackt 130-Dollar-Marke
Öl ist so teuer wie nie zuvor: Ein Barrel kostet in New York erstmals mehr als 130 Dollar.



Der US-Ölpreis hat am Mittwoch nach einem Rekordsprung erstmals die Marke von 130 Dollar gebrochen.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) stieg im Terminhandel in New York am Mittag auf 130,01 Dollar - und war damit so hoch wie noch nie.

In Kürze mehr auf sueddeutsche.de.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.121.708 von Dorfrichter am 19.05.08 08:58:34moin,

weiß nicht warum ausgerechnet Paulson, aber GS hatte sich ja am wenigsten mit subprime verzockt...:D

Hier noch watt "Neues" von der Ami-Bankenfront http://www.boerse-go.de/news/news.php?ida=860585&idc=2
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.144.825 von reimar am 21.05.08 18:07:38Ich habe das schon gewußt von den Merrill Lynch-Zahlen. Da wurden Miese draufgepackt, die nicht von der subprime-Krise stammen.

Ich denke, auch die ersten Leasingausfälle werden bereits verbucht.

Das wird erst noch knüppeldick kommen, wenn die USA tatsächlich in die Krise übergleiten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.144.864 von Dorfrichter am 21.05.08 18:11:38Heute im Morgenmagazin O-ton Norbert Walter:

Die Investmentbanken hätten die Asierisiken überhaupt noch nicht auf dem Radar-Schirm

hab´s ja schon die Tage mal angemerkt...
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.144.924 von reimar am 21.05.08 18:18:46Das glaube ich aber nicht. Die wissen längst, daß dieser Ölpreis Lähmungen erzeugt, deren Folgen unabsehbar sind.

Aber, es ist wie es immer ist. Investmentbanken sind wie Süchtige und so fahren wir schnurstracks in ein unabänderliches Schicksal.

Erst im 3. Quartal werden wir genaueres erkennen. Das ist alles noch viel zu früh! Konjunkturstützen sind vor allem Wirtschaftsgüter, deren Weg der Produktion bis zur Auslieferung lange Zeiträume benötigen wie beispielsweise der Spezialmaschinenbau.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.144.924 von reimar am 21.05.08 18:18:46Da kauft BLACK ROCK (Ableger von Merrill Lynch) die subprime Papiere zurück (wohl für ein Butterbrot). Merrill Lynch wird diese Packl´n dann von BLACK ROCK übernehmen....noch billiger...wenn die BlackRock- Anleger abgewaschelt wurden.

SO LÄUFT DAS!

Auf solche Meldungen habe ich schon gewartet, denn genauso hab ich mir´s vorgestellt.:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.145.240 von Dorfrichter am 21.05.08 18:53:10Hier die aktuelle Meldung:


News - 21.05.08 18:27
UBS trennt sich von Subprime-Verbriefungen

Die Schweizer Großbank UBS hat sich von einem Portfolio von US-Hypothekenverbriefungen über 15 Mrd. Dollar getrennt. Käufer ist ein Fonds für gefährdete Wertpapiere des Vermögensverwalters Blackrock. Ein Teil des Kaufs finanziert die Bank dabei selber. Der Deal kann als Absicherung für eine mögliche Ausweitung der Subprime-Krise betrachtet werden.



HB ZÜRICH. Drei Viertel des Kaufpreises finanziert die Bank durch einen Kredit an den vom amerikanischen Vermögensverwalter Blackrock aufgelegten Fonds selbst. Die restlichen 3,75 Mrd. Dollar hat Blackrock bei Anlegern eingesammelt. Das Paket war einmal 22 Mrd. Dollar wert, die Differenz von sieben Mrd. Dollar hat die Bank bereits früher als Teil der Subprime-Wertberichtigung von insgesamt fast 40 Mrd. Franken selbst getragen.

Mit der Anfang Mai angekündigten und nun abgeschlossenen Transaktion zum Abbau von Positionen im amerikanischen Ramschhypothekenmarkt geht die UBS den gleichen Weg wie die amerikanische Citigroup.

Was auf den ersten Blick so aussieht, als wolle sich UBS zum Teil selbst an den eigenen Haaren aus dem Subprime-Sumpf ziehen, bietet der Schweizer Bank eine Absicherung für den Fall, dass der Markt für Hypothekenverbriefungen noch schlechter wird. Zumindest die ersten 25 Prozent weiterer Verluste, müssten wohl die Kapitalgeber des Fonds tragen. Falls sich der Markt über die Zeit erholt, kann UBS in Grenzen davon profitieren. Nach Angaben einer UBS-Sprecherin ist die Bank ab einer bestimmten Grenze über eine sogenannte Performance Fee an der Wertsteigerungen des Fonds beteiligt. Die Vertragsbedingungen im Einzelnen wollte UBS am Mittwoch nicht nennen.

Der Kredit von 11,25 Mrd. Franken ist besichert und läuft über mehrere Jahre. Das hat für UBS den Vorteil, dass die Bank weniger Eigenkapital dafür bereithalten muss.

UBS ist steht kurz davor, eine zweite Kapitalerhöhung um 15 Mrd. Franken vorzunehmen, die die Aktionäre Ende April bereits genehmigt haben. Es wird davon ausgegangen, dass Bezugsverhältnis und Bezugspreis noch diese Woche bekanntgegeben werden. Da im Moment nicht klar ist, wie hoch der Verwässerungseffekt ausfallen wird, standen die UBS-Aktien am Mittwoch an der Börse unter Druck und verloren bis Mittag 3,5 Prozent auf 30,60 Franken.

UBS hatte am 31. März Problemhypotheken in Form von Suprime- und Alt-A-Positionen von insgesamt fast 33 Mrd. Dollar in ihren Büchern.



Quelle: Handelsblatt.com
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.145.240 von Dorfrichter am 21.05.08 18:53:10ich hab´s heute morgen "Reise nach Jerusalem" genannt :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.145.317 von reimar am 21.05.08 19:02:14Wichtig wäre jetzt, daß die Landesbanken Druck machen auf die Packlschnürer und die Ratingagenturen. Das könnte in der Form geschehen, daß man Anzeige erstattet bei der staatlichen Börsenaufsicht in den USA. Derweil bemühte sich Paulson ja eifrig, diese abzuschaffen.

Rückblick:
GB hat die subprome-Papiere unterfüttert mit Staatsanleihen.
Ich denke, auch die subprime-Papierln aus den USA gehören unterlegt, meinetwegen mit Beteiligungen an Unternehmen, die sie ja massenhaft haben.

Genau besehen war das ein geplanter, organisierter Großbetrug.
Moody´s hat bei den AAA-ratings teilweise gewürfelt :laugh:
...man kennt sich eben....
so läuft das auf das bei den profis :laugh:

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aDGkiET1…
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.159.861 von Boersenkrieger am 23.05.08 15:39:46Das wollen sie der Finanzwelt und der Staatsanwaltschaft glauben machen. Tatsächlich wird es wohl kaum so gelaufen sein!

Das wird aber aufkommen, wenn der Staatsanwalt sieht, wieviel sie für ihr "A-Rating" bezahlt bekommen haben. Steht da ein satter Aufschlag....was war das dann?
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.159.861 von Boersenkrieger am 23.05.08 15:39:46Keine Sorge, da wird noch aufgeräumt.

man lässt sich Zeit, wie das in solchen Fällen üblich ist.

Die Ratingagenturen bekommen ihr Fett weg, da bin ich sicher.

Hoffentlich haben die schon Rückstellungen gemacht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.146.124 von reimar am 21.05.08 20:31:43Ich finde Bill Gross generell viel zu unbeachtet in den Medien, obwohl er einer der wenigen war, der die US-Blase korrekt als solche identifizierte, und den Mumm hatte, danach auch sein Portfolio auszurichten, ausserdem ist an ihm ein genialer Schriftsteller/Journalist verlorengegangen:

Hmmmmm?

You can fool some of the people all of the time,
and all of the people some of the time,
but you cannot fool all of the people all of the time.
– Abraham Lincoln

What this country needs is either a good 5¢ cigar or the reincarnation of an Illinois “rail-splitter” willing to tell the American people “what up” – “what really up.” We have for so long now been willing to be entertained rather than informed, that we more or less accept majority opinion, perpetually shaped by ratings obsessed media, at face value. After 12 months of an endless primary campaign barrage, for instance, most of us believe that a candidate’s preacher – Democrat or Republican – should be a significant factor in how we vote. We care more about who’s going to be eliminated from this week’s American Idol than the deteriorating quality of our healthcare system. Alternative energy discussion takes a bleacher’s seat to the latest foibles of Lindsay Lohan or Britney Spears and then we wonder why gas is four bucks a gallon. We care as much as we always have – we just care about the wrong things: entertainment, as opposed to informed choices; trivia vs. hardcore ideological debate.

It’s Sunday afternoon at the Coliseum folks, and all good fun, but the hordes are crossing the Alps and headed for modern day Rome – better educated, harder working, and willing to sacrifice today for a better tomorrow. Can it be any wonder that an estimated 1% of America’s wealth migrates into foreign hands every year? We, as a people, are overweight, poorly educated, overindulged, and imbued with such a sense of self importance on a geopolitical scale, that our allies are dropping like flies. “Yes we can?” Well, if so, then the “we” is the critical element, not the leader that will be chosen in November. Let’s get off the couch and shape up – physically, intellectually, and institutionally – and begin to make some informed choices about our future. Lincoln didn’t say it, but might have agreed, that the worst part about being fooled is fooling yourself, and as a nation, we’ve been doing a pretty good job of that for a long time now.

... (Bill Gross, Investment Outlook June 2008
http://www.pimco.com/LeftNav/Featured+Market+Commentary/IO/2…
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.163.878 von andichan am 24.05.08 05:41:55moin,

die "Medien" verstehen das vom Volumen her riesige Anleihen-Geschäft und die Auswirkungen auf den gesamten Kapitalmarkt viel zu wenig und können es deswegen auch nivht vermitteln. Ist halt lediglich eine "Schwarz-Weiß" Berichterstattung. die selten die ganze Wahrheit umfaßt...:rolleyes:

Wir sind eine Welt voller Fachidioten. Jeder sicher auf seinem Gebiet gut, aber eben nicht gut genug :cool:

Hier noch watt Neues von Fannie Mae und Freddie Mac :eek:

https://www.deka.de/decontent/finanzmarkt/boersennews/detail…

wieder vollgeladen mit atomaren Sprengstoff, der zum Abtransport in die Endlager wartet :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.169.545 von Dorfrichter am 26.05.08 09:05:23moin,

ich hätte da einen Verbesserungsvorschlag für´s gemeine Volk :D

Ähnlich wie die Notenbanken, sollten doch auch die Lottogesellschaften Tipscheine auf Kredit herausgeben und wenn man einen 6er hat, mit Zins zurückzahlen...

Die Nieten werden zurückgenommen als Sicherheit für neue Spielscheine auf Kredit und das geht solange, bis der Sechser für Alle sogar den letzten Hartzler zu Millionär gemacht hat.

Somit sparen wir jegliche Sozialtransfers und Alle leben glücklich wie die Ackermänner :laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.176.070 von reimar am 27.05.08 08:32:29Hi Reimar,

eine gute Idee… :D

was mich dabei sehr nachdenklich macht, ist die Tatsache dass keiner zu Verantwortung gezogen wird für das was im Finanzsektor passiert ist.
Nicht weil ich Rachesüchtig bin, sondern weil wenn keiner Verantwortung trägt, wieso soll es nicht immer wieder passieren?

Der britische Ökonom John Maynard Keynes, der ganz gut über Spekulation Bescheid wusste, schrieb einst: "Ein vernünftiger Bankier ist leider nicht der, der Gefahren vorhersieht und sie umgeht, sondern der, wenn er Ruin erleidet, in einer konventionellen und orthodoxen Weise ruiniert wird wie seine Freunde, so dass niemand ihn verantwortlich machen kann."

Kurz, alle waren beteiligt... die, die die Hypothekenkredite bewilligten, die Finanzinstitute, die sie zu Paketen schnürten, die Kredit-Rating-Agenturen, die diesen Paketen beste Noten erteilten, amerikanische und europäische Finanzinstitutionen, die Risiken nicht angemessen einschätzten, bis zu denen, die Verantwortung für die Regulierungsbestimmungen trugen.

Mein Rückschluss aus der Sache: Es wird immer wieder passieren. Weil der Mensch so ist wie er ist. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.176.330 von humm am 27.05.08 09:07:27Hast Du eigentlich irgendwo gelesen, WER überhaupt diese Packl´n geschnürt hat?

War das GOLDMAN SACHS?
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.176.766 von Dorfrichter am 27.05.08 09:50:41kann man es wirklich auf eine Bank/Firme schieben?
Ich sehe es als ein Systemfehler...
"Unter führenden Wirtschaftsfachleuten und Politikern ist erstaunlich wenig bekannt, dass der Euro gar nicht von der Europäischen Zentralbank (EZB) herausgegeben wird, sondern von den 11 nationalen Zentralbanken (NZBs) der Länder der Europäischen Union. Auch Geldmenge und Leitzins für den Euro werden nicht vom Direktorium der EZB festgelegt, sondern von dem Rat europäischer Zentralbanken, in dem die EZB neben den NZBs nur mit 6 von 17 Stimmen vertreten ist.

Der bedenklichste Konstruktionsfehler des Euro-Systems besteht aber darin, dass die EZB nicht einmal die Qualität der Sicherheiten definieren und kontrollieren darf, gegen die die NZBs Euro-Noten emittieren: Nicht-marktfähige Schuldtitel der öffentlichen Hand, absturzgefährdete Aktien und Kredite an bankrottbedrohte Unternehmen dürfen von den NZBs nach Belieben als "Sicherheiten" für die von ihnen ausgegebenen Euro-Darlehen akzeptiert werden.

Diese Befreiung von den früheren Zentralbankregeln wird zwar von der Deutschen Bundesbank (DBB) nicht mitgemacht; aber diese kann sich nicht dagegen wehren, dass ihre Schuldner sich bei anderen Zentralbanken gegen windige Sicherheiten Euro besorgen und damit ihre guten Sicherheitsansprüche von der DBB "zurückkaufen". Die von Deutschland geforderte Kennzeichnung der Euro-Banknoten mit einem Symbol der emittierenden NZB ist nämlich von den anderen Ländern abgelehnt worden.

Im Gegensatz zur Regelung in der bisherigen Bundesrepublik Deutschland gibt es in Euro-Land nach dem Maastricht-Vertrag keinen Kreditgeber letzter Instanz (Lender of Last Resort, LLR) mehr. Das Fehlen einer solchen Instanz war zwischen 1929 und 1933 für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich, bei der 4500 von 7500 US-Banken zusammenbrachen. Um eine Wiederholung dieser Krise zu verhindern, wurde die heutige Federal Reserve Bank von New York in den USA mit einer zentralen Machtstellung ausgestattet. Die Notwendigkeit einer solchen Machtzentrale ist im Maastricht-Vertrag vergessen worden."


(2001, Prof. Dr. Otto Steiger, geb. 1938,
Studien der Volkwirtschaftslehre
und Wirtschaftsgeschichte an der
FU Berlin und der Universität
Uppsala. Seit 1973 Professor für
Geldtheorie und Makroökonomik
an der Universität Bremen.
Vorschlagsberechtigter der
Schwedischen Akademie der
Wissenschaften für die Ökonomie-
Nobelpreise.)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.176.816 von Dorfrichter am 27.05.08 09:57:08Naja..."Bremen" war ja noch nie eine gute Adresse als Universität. Fakt ist auch, dass die LLR Funktion im Euro-Raum von den einzelnen Länderzentralbanken ausgeübt wird - es gibt sie also schon; insofern geht der gute prof. Krieger von falschen Voraussetzungen aus. Außerdem ist die Ausstattung der EZB mit der LLR nicht vergessen worden, sondern bewußt so gewählt worden, um einen Zielkonflikt der EZB zwischen der LLR-Funktion und dem Primärziel der Preisstabilität für die EZB nicht zu schaffen. Also merke: auch ein Professoren-Titel schützt vor Unwissenheit nicht!

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.165.242 von humm am 24.05.08 16:36:56Deutschland wird noch extrem profitieren von der Wachstumsschwäche der USA und einiger EU-Länder. Das Land ist volkswirtschaftlich extrem gut aufgestellt, wofür der Grundstein bereits unbewußt in Maastricht gelegt wurde, als man nämlich eine vollkommen überbewertete DM einbrachte, die infolge zu massiven Anpassungen auf dem Sektor der Arbeitskosten führte (bei nicht flexiblen Wechselkursen). Dieses und einige gute Reformansätze der letzten 10 Jahre, haben uns in eine heute komfortable Situation gebracht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.177.113 von humm am 27.05.08 10:31:36Ein gewollter Systemfehler, um den EURO kompatibel zu machen gegenüber einer Privatwährung (US$).

Nur so meine Meinung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.177.376 von Art Bechstein am 27.05.08 10:59:49Deutschland wird noch extrem profitieren von der Wachstumsschwäche der USA und einiger EU-Länder.

Das stimmt nicht, denn der "Vorteil" wird zum einen aufgezeht durch die Dollarschwäche und zum Anderen durch die Reaktion großer Player, sich in den USA anzusiedeln.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.177.425 von Dorfrichter am 27.05.08 11:05:33die deutschen Qualitätsprodukte und Investitionsgüter sind weit weniger preissensibel als chinesisches Puppenspielzeug und Turnschuhe. Insofern ist das mit der Dollarschwäche immer so ein unspezifiziertes Totschlagargument. Ich nehme aber zur Kenntnis, dass Deine politische Ideologie es verbietet, Deutschland irgendwelche Wettbewerbsvorteile zuzubilligen, weil ja hierzulande alles Scheiße ist :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.177.376 von Art Bechstein am 27.05.08 10:59:49Deutschland wird noch extrem profitieren von der Wachstumsschwäche der USA und einiger EU-Länder. Das Land ist volkswirtschaftlich extrem gut aufgestellt, wofür der Grundstein bereits unbewußt in Maastricht gelegt wurde, als man nämlich eine vollkommen überbewertete DM einbrachte, die infolge zu massiven Anpassungen auf dem Sektor der Arbeitskosten führte (bei nicht flexiblen Wechselkursen). Dieses und einige gute Reformansätze der letzten 10 Jahre, haben uns in eine heute komfortable Situation gebracht.

Ich weiss nicht wieso dies gut gewesen sein soll. Wenn wir nicht mit diesem Handicap gestartet wären, wäre der Lohndruck nicht so hoch gewesen, würden vielleicht mehr Menschen Arbeit haben, der Konsum nicht stagnieren.....
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.177.527 von Art Bechstein am 27.05.08 11:18:03Du willst also nicht zur Kenntnis nehmen, daß, wen die US-Dollarschwäche weiter anhält, gerade die Maschinen-und Anlagenbauer auf den angestammten Sitzen schwerste Probleme bekommen beim Absatz in die USA?

Sie werden in die USA abziehen um von dort aus die Weltmärkte zu bedienen und vor allem den US-MArkt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.179.593 von Dorfrichter am 27.05.08 14:53:35Die "Diskussion" wird sich spätestens erledigt haben, wenn die Weltmeister im Kopieren nicht nur die Endprodukte herstellen, sondern auch gleich noch die Maschinen bauen, auf denen sie hergestellt werden... :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.179.593 von Dorfrichter am 27.05.08 14:53:35wieso abziehen Dorfrichter? Du hast doch selbst die Antwort gegeben - sie nutzen den niedrigen US-Dollar Kurs und kaufen die Konkurenz in den USA. Die großen Mittelständler sind doch längst in der Lage, den Dollar-Nachteil wettzumachen, indem die die Beschaffung ebenfalls dorthin verlagern und was Du nicht bedenkst - Qualität ist immer schon weniger preiselastisch. Ferner hat Deutschland eine hohe Sparquote und immense Privatvermögen aufgebaut, die ein gutes Polster für die Binnennachfrage bilden. Das wird schon und es wird IMO absehbar ne Menge an Direktinvestitionen nach Deutschland fließen, mit denen neue Märkte erschlossen werden können. Der Absatz in die USA ist doch längst nicht mehr so wichtig, wie noch vor 10-15 Jahren und man orientiert sich mehr Richtung Russland, wo mehr BMW auf den Straßen rumfahren als in Deutschland, China, Indien oder sonstwo, wo die Geschäfte und die Wirtschaft gut laufen. Auch Asien koppelt sich mehr von USA ab und China exportiert nur noch 18% aller Produkte in die USA bei einem Exportwachstum von jährlich 25% auch überschaubar.

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.178.415 von T.Hecht am 27.05.08 12:52:48Hr. Hecht,

wer schreibt denn, dass es gut gewesen ist? es ging doch nur darum, dass es so war....
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.179.918 von Art Bechstein am 27.05.08 15:19:29.....Dieses und einige gute Reformansätze der letzten 10 Jahre, haben uns in eine heute komfortable Situation gebracht.

Damit wird ein Kausalzusammenhang hergestellt. Dieses ...
Was natürlich völliger Quatsch ist, da uns ein Nachteil in den Startbedingungen keinen Vorteil bringen konnte, sondern nur um so höhere Anstrengungen erforderlich machte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.180.700 von T.Hecht am 27.05.08 16:26:34nein Hr. Hecht,

das siehst Du falsch; auch aus einem Nachteil kann ein Vorteil werden, was wir ja gesehen haben. Es war zwar ein harter Prozess, um die Kostenanpassung bei fixen Wechselkursen ggü. den EU-Konkurrenten zu vollziehen, aber es hat uns heute einen strukturellen Vorteil verschafft genau ggü. den einstigen Profiteuren, wie Spanien, Portugal, Griechenland u.a. - der Kostendruck hat nämlich dringend notwendige Reformen erst ermöglicht, was in einem Land wie Deutschland erst bei einem erheblichen Leidensdruck möglich ist. Dafür sieht es jetzt umso besser aus und Deutschland ist so reich wie nie zuvor, hat weltweit die konkurrenzfähigsten Produkte in sehr vielen Sektoren, einen soliden Immobilienmarkt, stabile Kreditmärkte, Unternehmen mit einer i.d.R. guten Eigenkapitalausstattung und -relation, die eine Liquiditätsversorgung auch weiterhin ermöglicht.

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.181.219 von Art Bechstein am 27.05.08 17:24:29Du kannst ja gerne weiter insistieren. Die Logik meiner Aussage kannst du indes nicht widerlegen.

Selbstverständlich kann aus einem Nachteil ein Vorteil werden (abstrakt) im diskutierten Kontext ist dies aber nicht möglich.

Dafür sieht es jetzt umso besser aus und Deutschland ist so reich wie nie zuvor, hat weltweit die konkurrenzfähigsten Produkte in sehr vielen Sektoren, einen soliden Immobilienmarkt, stabile Kreditmärkte, Unternehmen mit einer i.d.R. guten Eigenkapitalausstattung und -relation, die eine Liquiditätsversorgung auch weiterhin ermöglicht.

Wenn Deutschland so reich wie nie zuvor ist, dann stellt sich die Frage "Wer ist Deutschland?" Ich gehöre leider nicht zu denen, die die Inflation reicher macht.

Naja und beim Rest der Aussagen werden wir sehen, wie lange Deutschland bei der sich anbahnenden Wirtschaftskrise gegenhalten kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.181.734 von T.Hecht am 27.05.08 18:39:16wenn's mit dem Reichtum bei dir auch nicht klappt - im Blödstellen bist Du ein ganz Großer :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.181.778 von Art Bechstein am 27.05.08 18:44:44wenn's mit dem Reichtum bei dir auch nicht klappt - im Blödstellen bist Du ein ganz Großer lachen

dass es bei dir nicht klappt... nicht unverdient

ich habe nur darauf hingewiesen, dass mich die Inflation nicht reicher macht. Zumindest unterliege ich nicht der Geldillusion.

Ansonsten habe ich es im Gegensatz zu dir nicht nötig, meine Diskussionspartner zu beleidigen. Ich kann allerdings auch austeilen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.181.976 von T.Hecht am 27.05.08 19:14:37vergiss es... mit Art kann man nicht diskutieren. seine meinung ist sein gesetz. in punkto arroganz ist er bei WO nicht zu übertreffen.
viel ahnung hat er auch nicht. er versteckt das aber geschickt in seiner ausdrucksweise ;)
er macht aber viele logische fehler. ein breites vokabular ersetzt eben nicht logisches denken
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.182.410 von Boersenkrieger am 27.05.08 20:13:20Börsenkrieger,

da ich den Autor persönlich kenne, will ich mal moderat sein mit der Kritik. Also die Flow-of-Funds sind ein bißerl mehr als die dort betrachteten Rubriken. So sind bspw. die Direktinvestitionen nicht berücksichtigt, die jedoch aufgrund der Attraktivität der USA als Investitionsstandort einen hohen Nettosaldo ausweisen. Dazu kommen Kapitalströme von per Saldo ca. 80 Mrd. US$ als positive Kapitalerträge in die USA....also ganz so einfach ist das nicht, was der Siebholz da schreibt und es stimmt so auch nicht. Ich hatte es an anderer Stelle bereits angesprochen, dass leistungsbilanzdefizite mehrere Ursachen haben können und nicht automatisch auf vermeintlichen Fehlentwicklungen in den USA selbst zurückzuführen ist, sondern auf Anlageentscheidungen der Überschußländer basiert. Fakt ist ferner, dass das US-Leistungsbilanzdefizit seit 2006 schrumpft, d.h. trotz der von Siebholz präsentierten Zahlen verringert sich das Defizit, womit klar ist, dass die Thesen nicht stimmen.

Man muß zu Siebholz wissen, dass sein Wirken von tiefem Mißtrauen ggü. der USA geprägt ist, er überall betrug, und Verschwörungen wittert und für ihn das Ende des Finanzsystems feststeht und man am besten sein Vermögen in physischem Gold anlegen sollte. Solche Leute neigen dazu, die Welt nach Informationen zu scannen, die diese Weltanschauung untermauern. Nicht passende Daten werden als Fälschungen und Manipulation abgetan.

Wie Du von mir eigentlich wissen solltest, falls Du den Apogee Thread verfolgst, hege ich eine tiefe politische Abneigung ggü. den USA; allerdings hält mich das nicht davon ab, die wirtschaftliche Macht und Stellung der USA richtig einzuschätzen. Die sog. Analysten und Wirtschaftsjournalisten mögen sich jedes Mal vor Geilheit einen Fleck in die Hose schwitzen, wenn mal wieder die Hauspreise fallen oder wenn die Erstanträge zur Arbeitlosenversicherung um 2000 Personen steigen - das ist im Prinzip unwichtig, denn die Schlachten werden mittlerweile woanders geschlagen. Es gibt zu Aktien keine Alternative momentan und besonders die multinationalen US-Konzerne werden die großen Gewinner der jetzigen Medien-inszenierten Krise sein allen voran die Banken. Die Goldbugs faseln von Hyperinflation und Flucht in Sachwerte - aber wo ist die Flucht denn, wenn die Immobilienpreise weltweit fallen, wer soll denn bei den Krisenszenarien ernsthaft an das Märchen glauben, dass Rohstoffe im Preis steigen sollen, wenn das Angebot steigt und die Nachfrage per definition sinkt; wer soll denn an Öl-Preise von 150-200 US$ glauben, die sich bereits in 18 Monaten vervierfacht haben, obwohl die Nachfrage im selben Zeitraum gerade mal 1-2% zugelegt hat und an den Futures-Börsen das 15-fache des Tagesverbrauches in Öl gehandelt wird. Das sind keine Sachwertflüchtlinge, sondern gierigste Spekulanten, die Papier kaufen. Oder das Ammenmärchen von den Agrarrohstoffen, die immer knapper werden - alles eine Frage der Sichtweise und von der Gradualität. Es liegen aufgrund desaströser Wirtschaftspolitik westlicher Staaten und gefödert mit Hilfe unseres ex-IWF-Chefs Präsidenten-Moralapostel zig Millionen Hektar Agrarland brach in Ländern, wo man lieber in wassersparende Technik und Agrareffizienz investieren sollte, als gierig Waffen dorthin zu exportieren oder sein hochsubventioniertes Milchpulver säckeweise abzuwerfen. Ich hoffe, dass die Agrarspekulation dazu führt, dass diese Flächen möglichst umfassend raktiviert werden, aber bevor wieder jemand von Peak-Mais oder ähnlichem Unsinn redet, sollte er sich mal die Fakten vor Augen führen.

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.183.078 von Art Bechstein am 27.05.08 21:42:52ok, gutes posting...

Ich hoffe, dass die Agrarspekulation dazu führt, dass diese Flächen möglichst umfassend raktiviert werden,

sollte man annehmen. letztlich führt z.b. ja auch der biospritwahn in brasilien dazu dass man alles plattmacht und auf rohrzucker setzt. alles eine frage des ertrags. aber es sollte langsam wirklich wieder vernünftiger zugehen.

öl, gold
inzwischen gibt´s wirklich viele untergangspropheten und die sehen die dinge natürlich nur aus ihrer sicht.

dass das US-Leistungsbilanzdefizit seit 2006 schrumpft

jep das passt da nicht ganz rein ;)

beim öl... wenn man 20 artikel zufällig auswählt kommt man auf 10 die alles den sepuklanten zuschieben und auf 10 die das zu wiederlegen meinen.
das problem ist für mich die preisfindung.... das öl teurer wird ok... aber 130 ? naja woran soll ich z.b. das festmachen. man sieht halt die steigerung und denkt sich seinen teil.
für mich ist klar dass spekulanten ihr werk tun.
trotzdem bei öl um 50 usd war das auch mal so ähnlich und der preis schien hoch vor längerer zeit.
eigentlich gibt´s ja mehr bohrinseln und es wurde viel investiert so dass sich ein fairer preis noch finden muss... gewürfelt mal um die 100. kanadischer ölsand... gibt´s z.b. auch mehr als genug um die 30 usd pro barrel sollen die kosten betragen. da bleibt eigentlich auch noch genug platz für öl zu 60 usd.
vermutlich ist gerade der "öl-ist-knapp"-gedanke zu stark ausgeprägt. kann gut sein dass es in einem jahr keinen mehr interessiert... also vielleicht doch grad nur "mode" naja ich weiss es nicht. china hat letztlich auch gehortet ...für olympia heisst es :rolleyes:
was sich geändert hat ist eben, daß durch die aufkommenden nationen das konkurrenzbewusstsein größer ist... wer mehr öl hat, hat die macht. letztlich sind es ja nicht nur wildgewordene spekulanten die den preisanstieg verursachen (mittlerweile vielleicht schon).
...in der telebörse hiess es grad es wären keine spekulanten und wenn man mit den händlern reden würde wäre das ganz klar :laugh:

naja ich bleib da lieber bei meinem ich weiss es nicht und schaue nur zu und handle danach... wenn man sich festlegt wird´s gefährlich.

was aber auffällig ist:

der kampf um die arktisvorräte und gebietsansprüche der länder wie russland... auch frankreich

GM, Toyota, Mercedes
so hart am werkeln bzgl elektroautos waren sie noch nie

also offenbar nehmen wirtschaftsbosse, politiker usw. den anstieg ernst und gehen von teurem öl für die zukunft aus
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.183.888 von Salamitaktik am 28.05.08 00:00:12so sieht also die Flucht in Sachwerte aus Herr Siebholz :laugh:




Die "Flüchtlinge" scheinen ja am liebsten Kakao zu trinken :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.187.277 von Art Bechstein am 28.05.08 14:22:04willst du uns einen weiteren Beweis deiner Kurzsichtigkeit im Denken liefern?
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.187.354 von T.Hecht am 28.05.08 14:30:49willst du uns einen weiteren Beweis deiner Kurzsichtigkeit im Denken liefern?

Hast Du Dich jetzt selbst zum Boardsprecher erkoren? dann mußt Du auch mal was zum Thema sagen und nicht den Boardkasper geben!

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.187.428 von Art Bechstein am 28.05.08 14:38:45aha, die konkrete und im inhaltlichen Kontext stehende Replik zu deinem Posting macht mich also zu einem Boardkasper.

....im Blödstellen bist Du ein ganz Großer lachen
zu deiner Bemerkung besteht schon ein krasser Niveauunterschied.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.187.619 von T.Hecht am 28.05.08 15:01:09weißt Du Hecht; ich habe kein Problem damit, wenn Du Dich in diversen Threads mit Deinen Wortklaubereien und Spitzfindigkeiten an der Diskussion beteiligen willst. Da Du leider inhaltlich nichts beizutragen hast, solltest Du auch kein Problem mit der Bezeichnung "Threadclown" haben. Ein Clown ist doch positiv besetzt, ist bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt und sorgt i.d.R. für gute Stimmung und ist selten ernsthaft bei dem was er tut. Ist doch schön, wenn Dir das WO-Board dabei hilft, ein Stück Kindheit zu bewahren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.187.703 von Art Bechstein am 28.05.08 15:10:49Schluß jetzt zurück zum Thema. Das reicht jetzt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.187.900 von Dorfrichter am 28.05.08 15:34:11Dorfrichter,

das solltest Du dem Boardclown erzählen und nicht mir; er hat schließlich mit seinen Kaspereien angefangen vom Thema abzulenken :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.188.078 von Art Bechstein am 28.05.08 15:51:07Ich füge mich dem Urteil des Dorfrichters!
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.187.277 von Art Bechstein am 28.05.08 14:22:04die langfristcharts sind trotzdem in ordnung. dass so manches zuletzt überzockt wurde war klar... bin mal gespannt wie es weitergeht.
hab im übrigen nichts gegen steigende aktien da ich derzeit fast voll investiert bin (auch im hinblick auf die abgeltung 2009)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.188.131 von T.Hecht am 28.05.08 15:55:38ja gut; dann tue ich das natürlich auch gerne - hier symbolisch meine ...

Antwort auf Beitrag Nr.: 34.188.306 von Art Bechstein am 28.05.08 16:11:10Nur zur Erinnerung.
http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyi…

Wer hat über die US-Inflationsrate 2008 schon was gelesen?
dpa-afx
Weniger Wachstum und höhere Inflation 2008 in USA - FOMC-Protokoll
Mittwoch 21. Mai 2008, 21:07 Uhr


WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist nach Einschätzung der Federal Reserve im laufenden Jahr insbesondere wegen der Häusermarktschwäche und höherer Energiepreise mit einem deutlich langsameren Wirtschaftswachstum und einer höheren Inflation zu rechnen. Vor allem für die erste Jahreshälfte sei eine besonders schwache Entwicklung zu erwarten, geht aus dem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Protokoll der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 30. April hervor. Die meisten FOMC-Mitglieder schätzten die Unsicherheiten sowohl für das Wachstum als auch für die Inflation als größer als gewöhnlich ein.


IN ZWEITER JAHRESHÄLFTE

Die Währungshüter setzen nun offenbar darauf, dass die kräftigen Zinssenkungen und das milliardenschwere Konjunkturprogramm der Regierung das Wirtschaftswachstum in der zweiten Jahreshälfte wieder etwas beleben dürften. Angesichts der Hoffnung auf eine Wachstumsbelebung in der zweiten Jahreshälfte und der bestehenden Inflationsgefahren deutet das Protokoll auf ein mögliches Ende der Zinssenkungen hin. Die Fed hatte bei den Ausführungen zur jüngsten Zinssenkung eine Zinspause angedeutet, indem sie nicht mehr von Abwärtsrisiken für das Wachstum gesprochen hatte. Dies hatte sie zuvor regelmäßig getan.

Für das laufende Jahr kappten die Währungshüter ihre Wachstumsprognose kräftig und erhöhten zugleich ihre Inflationsprojektion stark. Im laufenden Jahr dürfte die Wirtschaft real nur zwischen 0,3 und 1,2 Prozent wachsen, geht aus dem Protokoll hervor. Damit wurde die erst im Januar gekappte Projektion von 1,3 bis 2,0 Prozent erneut kräftig reduziert. Die Inflationsrate veranschlagen die Experten nun für 2008 mit 3,1 bis 3,4 (2,1-2,4) Prozent. Die Währungshüter veröffentlichen ihre Konjunkturprognose vierteljährlich.

Für das Wachstum erwartet die Notenbank laut den Projektionen eine Belebung 2009. Dann dürfte sich das reale BIP-Wachstum auf 2,0 bis 2,8 (2,1-2,7) Prozent beschleunigen und 2010 bei 2,6 bis 3,1 (2,5-3,0) Prozent liegen. Gleichzeitig dürfte sich auch der Inflationsdruck abschwächen. 2009 dürfte die Inflation bei 1,9 bis 2,3 (1,7-2,0) Prozent liegen und 2010 bei 1,8 bis 2,0 (1,7-2,0) Prozent.

Die Kernrate (ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise) werde 2009 und 2010 nur leicht darunter liegen. Nur im laufenden Jahr ist der Abstand etwas größer. Die Kernrate sehen die Experten 2008 nun in einer Spanne von 2,2 bis 2,4 (2,0-2,2) Prozent, 2009 zwischen 1,9 und 2,1 (1,7-2,0) Prozent und 2010 zwischen 1,7 und 1,9 (1,7-1,9) Prozent.

EURO KLETTERT AUF TAGESHOCH

Das unter der Trendrate liegende Wachstum dürfte sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar machen. Vor diesem Hintergrund zeigten sich die Währungshüter pessimistischer als noch im Januar. Die Arbeitslosenquote dürfte 2008 zwischen 5,5 und 5,7 (5,2-5,3) Prozent liegen und damit deutlich höher als bisher veranschlagt. Auch 2009 und 2010 seien mit 5,2 bis 5,7 (5,0-5,3) Prozent beziehungsweise 4,9 bis 5,5 (4,9-5,1) Prozent höhere Quoten zu erwarten.

Am Aktienmarkt rutschte der Dow Jones (Nachrichten) tiefer in die Verlustzone. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) verlor zuletzt 1,60 Prozent auf 12.623,01 Punkte. Unmittelbar vor der Veröffentlichung hatte der Index noch etwa 100 Punkte höher notiert. Der Euro <EURUS.FX1> kletterte auf sein Tageshoch von 1,5788 Dollar./jha/tw
Fed schürt Inflationsängste
Um 325 Basispunkte hat die Fed ihren Leitzins seit September gesenkt. Nun jedoch zeichnet sich ein Umdenken ab: Die US-Notenbank werde dafür sorgen, dass die Inflationsspirale nicht außer Kontrolle gerate, sagte Fed-Bankerin Janet Yellen.

Mit ihren Äußerungen schürte die Präsidentin der Federal Reserve von San Francisco einerseits die Inflationsfurcht - andererseits machen Yellen klar, dass die Notenbank das Problem der grassierenden Teuerung inzwischen ernst nimmt. Daran ändere auch nichts, dass die amerikanische Wirtschaft kurz vor einer Rezession stehe, sagte sie am Dienstagabend europäischer Zeit.


In Finanzkreisen wurde das Statement Yellens als weiiterer Hinweis gewertet, dass die Fed vorerst keine weiteren Zinssenkungen plant. Zuletzt hatte es innerhalb der Notenbank ohnehin bereits Kritik an der lockeren Geldpolitik der vergangenen Monate gegeben. Der Leitzins war in mehreren Schritten auf nunmehr 2,0 Prozent gesenkt worden. Die Fed reagierte damit auf die Immobilienkrise und die daraus resultierenden Probleme an den Kreditmärkten.



Die Fed soll den Wertverlust des Dollar stoppenDie Zinssenkungen des US-Notenbank hatten auch den Dollar belastet - Investments in der US-Währung werden weniger attraktiv, wenn das Zinsniveau fällt. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet rief die US-Behörden deshalb in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview dazu auf, die Bedeutung eines robusten Dollars weiterhin zu betonen. Es sei sehr wichtig, dass der US-Präsident, sein Finanzminister und der Fed-Chef ihr Interesse an einem starken Dollar bekräftigt hätten, zitierte das französische Magazin "L'Express" den Franzosen. Der Euro notiert mit Kursen von gut 1,57 $ derzeit nahe seinem Rekordhoch von 1,60 $.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.188.822 von Dorfrichter am 28.05.08 16:56:00Das ist wie mit Aktienrückkaufprogrammen bei Aktien - oft erzielt die bloße Ankündigung des Starts eines solchen Programms die größere Kurswirkung als die tatsächliche Durchführung. So seh ich das hier auch - die Fed sieht ja, dass bereits entsprechende Gerüchte und Andeutungen den US$ stabilisieren. Tatsächlich hat die Fed nur sehr geringen Einfluß auf die kurz-/mittelfristige Entwicklung der Inflation in den USA. Die Zinssätze sind kaum gefallen auf den Kreditmärkten (am ehesten noch im Kreditkartenbereich) und es gibt stark deflationäre Tendenzen im wichtigen Haus/Wohnsektor und dem Automobilbereich, die bald einer (teils) importierten Inflation über die Energie- und Agrarrohstoffe entgegenwirken. Ich kann mich dem offiziellen Standpunkt der Fed wunderbar anschließen, dass die Inflation kein signifikantes Problem für die Volkswirtschaft darstellt. Die USA werden im 2. HJ 2008 in der Lage sein, ihre Handelsbilanz-Überschüsse im Dienstleistungssektor auszubauen und werden auch in einzelnen Industriesektoren (Elektronik, Technologie) mehr Überschuß erwirtschaften und das Leistungsbilanzdefizit reduzieren, was ein wenig Druck von der Notenbank nimmt. Die relevante Geldmenge M1 ist sehr stabil und M2 hat sich auch nur um gut 5% zum VJ vergrößert, was nun keinesfalls dramatisch ist. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, ist die Inflationsdebatte ein Mediengespenst, was auflagewirksam durchs globale Dorf getrieben wird. Unterstützt wird die Panikpresse, v.a. von AP und Reuters (=wichtigen Multiplikatoren), weil die mächtigen US-Banken genau ein solches Klima der Panik benötigen, um ihren Zielerreichungsgrad zulasten der Kleinanleger zu optimieren. Wir haben eben immer mal wieder Zeiten, in denen bildlich gesprochen die Peak-Oil, Peak-Gold, Peak-Klopapier und Peak-Weizen Fanatiker neben den Goldverschwörungstheoretikern mit ihren großen Schildern in den Fußgängerzonen stehen, um den nahenden Untergang des Finanzsystems zu verkünden. Meist hilft da eine informierte Gelassenheit und eine wachsame Strategie.

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.189.150 von Art Bechstein am 28.05.08 17:35:35Finanzkrise wird Bankenbranche noch lange in Atem halten
Weitere Milliarden-Wertberichtigungen erwartet - US-Banken weiter auf Suche nach Eigenkapital.



Knapp ein Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise ist für die Bankenbranche eine Rückkehr zur Normalität noch weit entfernt. Banker sehen zwar allmählich Licht am Ende des Tunnels, für eine Entwarnung ist es ihrer Ansicht nach aber noch viel zu früh. Einer Studie der Investmentbank JP Morgan zufolge kommen auf die europäischen Geldhäuser weitere milliardenschwere Abschreibungen zu. Sämtliche Bankenaktien in Europa verloren am Mittwoch weiter an Wert, in Deutschland waren besonders Deutsche Bank und Commerzbank betroffen.

Nach Einschätzung von JP Morgan werden europäische Banken in diesem Jahr weitere Wertberichtigungen von 9,5 Mrd. Euro vor Steuern schultern müssen. Insgesamt lägen die Belastungen 2007 und 2008 dann bei 31 Mrd. Euro. Bisher war JP Morgan von 25 Mrd. Euro ausgegangen. Allein auf die Deutsche Bank werden nach Ansicht der JP-Morgan-Analysten weitere Wertkorrekturen von 3,6 Mrd. Euro zukommen. Bis zum Ende des ersten Quartals hatte die größte Bank Deutschlands bereits gut fünf Mrd. Euro abgeschrieben. Institutschef Josef Ackermann hatte unlängst gesagt, es seien keine größeren Wertverluste für sein Haus mehr zu erwarten. Voraussetzung sei allerdings, dass es nicht zu neuen Schocks an den Märkten komme.

Die Aktien der Deutschen Bank fielen in einem schwachen Gesamtmarkt um gut zwei Prozent, Commerzbank-Papiere verloren fast vier Prozent an Wert. Der Index aller großen europäischen Banken sackte über zwei Prozent ab. "Es scheint sich in den Köpfen wieder festzusetzen, dass die Finanzkrise noch nicht ausgestanden ist", sagte Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba.

Auch führende deutsche Banker mahnen zur Vorsicht. "Es ist zu früh, jetzt schon Entwarnung zu geben, auch wenn es erste Signale gibt, dass sich die Märkte normalisieren", sagte Bankenpräsident Klaus-Peter Müller dem "Handelsblatt". Die Talfahrt an den amerikanischen Immobilienmärkten, der Keimzelle der Finanzkrise, sei noch nicht gestoppt. Nach Einschätzung des Co-Investmentbanking-Chefs der Deutschen Bank, Anshu Jain, ist sogar mit einem weiteren Rückgang der Häuserpreise in den USA zu rechnen. Ein Risikofaktor sei das mit 50 Mrd. Euro noch vergleichsweise hohe Engagement von Investmentbanken in Hypothekenpapieren von Schuldern mit mittlerer Bonität, sogenannten Alt-A-Papieren. Experten befürchten, dass nach den Ramschhypotheken (Subprime) auch diese Titel in den Sog der Finanzkrise geraten können.

Für zusätzliche Unruhe sorgten Informationen, wonach die US-Bank Lehman Brothers frisches Kapital benötigt. Dem "Wall Street Journal" zufolge hat Lehman bereits in Südkorea mit mindestens einem möglichen Geldgeber Kontakt aufgenommen. Unter anderem seien die staatliche Korea Development Bank und Woori Financial potenzielle Investoren. Für die US-Banken Citigroup und Merrill Lynch könnte es womöglich bald eine neue Finanzspritze aus dem arabischen Raum geben. Der Staatsfond Kuwait Investment Authority erwägt nach eigenen Angaben, seine Anteile an den beiden Häusern auzfustocken.

(Reuters)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.237.228 von Dorfrichter am 04.06.08 16:12:51das klingt aber nicht gerade nach Inflation, was Du da so fleißig ausschneidest und einklebst hier im Thread :D

Die systematische Vernichtung von Assets tut ja der Geldmenge recht gut und dämpft die Inflation ganz erheblich. Stell Dir einfach vor Dagobert Duck würde 1 Mrd. aler verbrennen - das reduziert dann die Geldmenge und dann stell Dir vor, es gibt 100 Dagobert Ducks, die das machen - so schnell kann man gar nicht nachdrucken.

Das Subprime-Problem sehe ich übrigens as total aufgebauscht an. Das hängt primär mit den dramatischen Kursverlusten der dünn gehandelten und stak geshorteten ABX Indizes zusammen, welche viel Bankhäuser in Ermangelung eines eigenen Marktes für ihre Papiere als Benchmark nehmen müssen. Allerdings sind im ABX ausschließlich Papiere mit last cashflow Qualität enthalten (ein klarer Konstruktionsfehler). Deswegen müssen Banken halt so dramatisch wertberichtigen - auch könnte eine Änderung der GAAP und IFRS Bilanzierungsrichtlinien hinsichtlich eines Wechsels vom Handelsbestand zur Last-Maturity Bilanzierung die wahren Wertverluste besser abbilden. Ist also viel Wertaufholungspotential drin und die Rezession in den USA wird ja mit den zuletzt recht ordentlichen Daten eher unwahrscheinlich und Asien läuft rund und der kleine Dämpfer in den USA ist eher eine willkommene Abkühlung als ein wirkliches Problem. Das einzige Problem ist in der Tat der hohe Ölpreis, der von Spekulanten massiv getrieben wird. Wenn der nachhlatig sinkt, klappt es auch mit dem Daxziel von 10.000 in den nächsten 2 Jahren.

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.239.712 von Art Bechstein am 04.06.08 20:30:46Eine Vernichtung von Assets reduziert die Geldmenge ersteinmal gar nicht. Es sei denn es wird tatsächlich Bargeld verbrannt.

Die Geldmenge reduziert sich nur durch Tilgung von Krediten!

Und wer der Meinung ist Inflation ist kein Problem brauch sich auch nicht über die Milchpreise aufregen.;)

IFRS und US GAAP (off balance der Risiken) haben doch die Krisen erst ausgelöst bzw. dazu beigetragen. Eine Änderung der Bilanzierung kann zwar ein anderes Bild der Realität zeichnen, die Realität wird dadurch aber keine andere. Bilanzierung sollte nur ein Spiegelbild der Realität (wirtschaftliche Verhältnisse) zeichnen. Das haben die meisten allerdings vergessen. Der glaube durch Bilanzierungsänderungen reicher zu werden ist allerdings weit verbreitet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.240.051 von T.Hecht am 04.06.08 21:07:54Sehr richtig!

Außerdem reduziert sich die M3 USA nicht, ganz im Geigentiel, sie explodiert geradezu!
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.240.498 von Salamitaktik am 04.06.08 21:59:01Die USA schönen ihre Daten

Die größte Wirtschaftsnation der Welt rechnet ihre Teuerungsrate klein, sagen Experten - und legen erschreckende Alternativzahlen vor.


Lange schien es ein Thema für Verschwörungstheoretiker:

In einschlägigen Internetforen bezweifelten Freaks die Daten zu Wachstum und Preisentwicklung - vor allem, wenn sie aus Amerika kamen.

Doch in jüngster Zeit blasen auch immer mehr renommierte Finanzprofis ins gleiche Horn.
So forderte jüngst kein geringerer als Bill Gross, Chef des größten Anleiheninvestors der Welt, Pimco, seine Landsleute auf, sich beim Ausweis der US-Inflation "nicht länger für dumm verkaufen zu lassen". :p:laugh:

In seinem Marktausblick für Juni schreibt Gross:
"Weltweit lagen die Preissteigerungsraten im vergangenen Jahrzehnt bei fast sieben Prozent, in den Vereinigten Staaten wurden sie mit 2,6 Prozent angegeben.
In den vergangenen zwölf Monaten waren es annähernd dieselben sieben Prozent global gesehen, aber für die USA werden nur vier Prozent ausgewiesen."
Ob sie sich schon einmal gefragt hätten, woher diese frappierende Differenz komme, fragte Gross seine Leser rhetorisch.

"Das kann keiner mehr glauben"

Der deutsche Vermögensverwalter Jens Ehrhardt setzt noch eins drauf: "In Amerika schrumpft in vielen Bereichen die Produktion, immer mehr Häuser stehen leer, die Bautätigkeit geht zurück, aber die Wirtschaft soll angeblich noch wachsen.
Das kann doch keiner mehr glauben."

Die Aufregung der Experten ist verständlich, geht es doch um viel Geld:
In den meisten Ländern sind Inflationsraten die Grundlage für Tarifverhandlungen sowie für die Anpassung von Renten und vielen Transferleistungen.
Stimmen die Daten nicht mehr mit der Realität überein, werden die Menschen sukzessive benachteiligt, weil die Kaufkraft ihrer Bezüge schneller sinkt, als dies in den Zahlungen berücksichtigt wird.
Nicht zuletzt hängen auch Anlageentscheidungen von den zugrundeliegenden Inflationsraten ab.
So hält Bill Gross amerikanische Staatsanleihen längst für keine gute Anlage mehr, weil sie mit 3,9 Prozent Rendite kaum mehr die offiziell ausgewiesene Inflation ausgleichen.

Geflügel ersetzt Rindfleisch

Folker Hellmeyer, Chef-Anlagestratege der Bremer Landesbank, beschreibt in einem gerade erschienenen Buch namens "Endlich Klartext" detailliert, wie und warum Finanzdaten in Amerika geschönt werden konnten.
"Die Inflationsberechnung in den USA hat sich in den vergangenen 15 Jahren maßgeblich verändert.
Die Veränderungen führen dazu, dass die Kaufkraftverluste geringer ausfallen", schreibt Hellmeyer.

Tatsächlich hat das Bureau of Labor Statistics, welches die Inflation in Amerika misst, seit Beginn der Ära von Präsident Bill Clinton sukzessive Neuerungen bei der Messung der Inflation eingeführt.
So wurden etwa relativ teuer gewordene Güter im zugrundeliegenden Warenkorb durch günstigere Waren ersetzt, weil unterstellt wurde, dass die Verbraucher preisbewusst seien.
Statt teures Rindfleisch fand sich etwa im Zuge der BSE-Krise zwischenzeitlich günstigeres Geflügel im Warenkorb, obwohl die Verbraucher weiter Rind nachfragten.

Anm.: DAS sind ganz dreckige hedonistische Lügen! :mad:

Mietpreise als Grundlage

Haben sich Güter aufgrund von technischen Neuerungen verteuert, wird in der US-Statistik unterstellt, dass die Verbraucher dies als Gewinn sehen. :confused::laugh::laugh::laugh:
Weil sie ja nach dieser Logik auch mehr bekommen für ihr Geld, wird die Teuerung in einem solchen Fall herausgerechnet.
Diese sogenannte hedonistische Inflationsberechnung hat im Zuge der europäischen Harmonisierung auch bei den EU-Statistiken Einzug gehalten.


Die mit Abstand größten Auswirkungen hatte jedoch laut Hellmeyer eine Änderung, die die US-Behörden bereits Anfang der 80er Jahre durchgeführt hatten.
Anstelle der Immobilienpreise gingen fortan die Mietpreise in die Verbraucherpreisstatistik ein, und das, obwohl 70 Prozent der Bevölkerung im Eigenheim wohnten.
Während die Häuserpreise rasant stiegen, legten die Mieten nur wenig zu.
Die Folge: "Nach der Umstellung sank der Verbraucherpreisanstieg von mehr als 13 Prozent binnen zwei Jahren auf drei bis vier Prozent", so Hellmeyer.

In der Finanzbranche sind diese Ausführungen nicht unbekannt.
In manchen Anlagebriefen werden US-Zahlen deshalb mit dem Beiwort "angeblich" versehen. :laugh:
Ergänzend zu den Statistiken der US-Behörden werfen Profi-Anleger inzwischen auch einen Blick auf andere Daten wie etwa die Shadow Government Statistics (Grafik). :kiss:
Dahinter steht der US-Ökonom und Unternehmensberater John Williams. Er berechnet die Preissteigerungen in Amerika mit den Methoden, die offiziell vor 1980 angewandt wurden, und stellt sie dem staatlich berechneten Consumer Price Index (CPI) gegenüber.
Nach Williams’ Berechnungen läge die US-Inflation derzeit bei zwölf Prozent.
Die CPI-Rate beträgt vier Prozent.

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/57/177519/
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.240.051 von T.Hecht am 04.06.08 21:07:54natürlich reduziert die Wertberichtigung von Assets die Geldmenge und zwar über die den Assets zugrundeliegenden Kredite, die zur Geldschöpfung eingesetzt wurden. Wenn ich Assets wertberichtige verliert der Kredit an Wert, d.h. ich bekomme dafür bei der Zentralbank weniger Geld bzw. muß für die gleiche Geldmenge mehr Assets hinterlegen. Im Ergebnis sinkt die Geldmenge. Die Zentralbank reagiert darauf und federt die Sicherheitsanforderungen ab und erhöht die Geldzufuhr, die im Bankensystem verbleibt und erhöht die für Inflation relevante Geldmenge M1 nicht. Inflation entsteht nur, wenn die Geldmenge sich auf die reale Güternachfrage auswirkt, was z.Zt. v.a. beim Öl und bei anderen (Agrar)Rohstoffen zu beobachten ist. Milch ist übrigens von Preissteigerungen nicht betroffen, da die Nachfrage im Verhältnis zum Angebot langsamer wächst. Die Geldmenge M3 wird übrigens in den USA nicht veröffentlicht und sie ist im Prinzip auch wenig relevant. Dazu kommt, dass sich durch die Bankenkrise die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes reduziert hat - also nicht gleich in Inflationspanik verfallen. Momentan fließen halt einige Kapitalströme spekulativ in Öl, dessen Nachfrage ja auf Jahresbasis nur sehr bescheiden steigt (1,3% m.W.). Irgendwann wird die Karawane weiterziehen und der Ölpreis wieder fallen. Also keine Panik - alles wird gut.

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.241.077 von Art Bechstein am 04.06.08 23:19:04natürlich reduziert die Wertberichtigung von Assets die Geldmenge und zwar über die den Assets zugrundeliegenden Kredite, die zur Geldschöpfung eingesetzt wurden.

so du meinen Beitrag gelesen und verstanden hast, habe ich nichts anderes geschrieben.
Deine Aussage unterstellt indes das Assets grundsätzlich auf Kredit gekauft werden. Was passiert bei mit Eigenkapital finanzierten Assets?

Bei dem von dir unterstellten Zusammenhang, würde die Geldmenge mit der Preisentwicklung von Assets korrelieren. Was ist dabei Ursache und was ist Wirkung? Im Ergebnis haben wir Vermögenspreisblasen. Wenn diese dann platzen, kann es doch kein Problem sein wenn sich die Geldmenge reduziert. Warum muss die Notenbank eingreifen? Was passiert mit dem Geldmengenüberhang dem nun keine Assets(preise) mehr gegenüberstehen?

Die Inflation ist da und sie ist ja auch gewünscht da sie die Schuldner entlastet. Mir als Gläubiger stinkt dies allerdings gewaltig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.242.691 von T.Hecht am 05.06.08 10:26:10T.Hecht,

jetz vergaß ich doch für einen unachtsamen Moment, wie kleinlich Du bist und das man seine Worte punktgenau setzen muss. Also meine Formulierung war in der Tat zu allgemein bzw. mißverständlich formuliert. Natürlich können Assets auch eigenkapitalfinanziert sein, wobei auch dieses EK aus Krediten der jeweiligen Zentralbank stammen kann, denn schließlich können sowohl Banken als auch Zentralbanken Geld scöpfen und Geld vernichten. Mir ging es aber um den kreditfinanzierten Teil, der ja besonders stark unter Druck kam. Wertberichtigungen bei Krediten führen dazu, dass Geld vernichtet wird und nicht mehr zur Geldschöpfung der Banken zur Verfügung steht. Ebenfalls wird damit die Geldschöpfung der Banken bei der Zentralbank eingeschränkt und bonitätsmäßig schlechtere Assets werden deutlich geringer beliehen.

Die Notenbank muß eingreifen, um die Liquidität im Bankensystem sicherzustellen. Geld, was ins Bankensystem gepumpt wird, erhöht jedoch die Geldmenge nicht - das mußt Du klar trennen. Deswegen ist auch der oft unterstellte Zusammenhang zwischen den aktuellen Maßnahmen der Zentralbanken und der Geldmenge und v.a. auch der Inflation zu hinterfragen.

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.242.810 von Art Bechstein am 05.06.08 10:36:07Die Notenbank muß eingreifen, um die Liquidität im Bankensystem sicherzustellen. Geld, was ins Bankensystem gepumpt wird, erhöht jedoch die Geldmenge nicht - das mußt Du klar trennen. Deswegen ist auch der oft unterstellte Zusammenhang zwischen den aktuellen Maßnahmen der Zentralbanken und der Geldmenge und v.a. auch der Inflation zu hinterfragen.


Die Geldmenge wächst zumindest in Euroland ja im Rekordtempo. Die Kreditinstitute sollen ja gerade in die Lage versetzt werden weiter Geld zu schöpfen. Deswegen werden sie ja mit Geld geflutet.

Was bedeutet denn in letzter Konsequenz wenn die Zentralbank zweitklassige Sicherheiten akzeptiert im Falle des Ausfalls des Kredits?
Das Geld ist geschöpft d.h. im Kreislauf. Dem Geld steht aber kein gleichwertiges Asset gegenüber. Da Geld ja nur ein relativer Wertmaßstab ist, ist also auch das Geld entwertet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.240.624 von Salamitaktik am 04.06.08 22:13:10http://www.wiwo.de/politik/gefuehlte-inflation-auf-11-6-proz…

ArtBechstein und THecht wißt Ihr eigentlich, das Staatsanleihen(sagen wir 100) nur mit 80 in die Bücher genommen werden und 20 als Gerwinn bei der Bank ausgewiesen werden?

Dieser buchhalterische Trick verleiht den Banken eine hohe Liquidität, die für (Dollarraum) eine zusätzliche Geldschwemme sorgt, da diese 20% als "Reserve" in die Märkte kommt?

Wie ist das mit den europäischen Staatsanleihen, läuft das ebenso?
wo ist hier eine Krise?
Es ist eine Delle. Nichts schlimmes. Das Meiste haben wir schon hinter uns. Ich baue auf 2009 2010:

>>05.06.2008 08:52
Bank of America Corp.: underperform (Merrill Lynch & Co., Inc.)
New York (aktiencheck.de AG) - Edward Najarian, Analyst von Merrill Lynch, stuft die Aktie von Bank of America (ISIN US0605051046 (News)/ WKN858388) unverändert mit "underperform" ein, senkt aber das Kursziel von 29 auf 28 USD.

Die Lage bei den amerikanischen Verbrauchern bleibe vor allem auf Grund der sinkenden Häuserpreise angespannt. Die Hypothekenfirma Countrywide Financial, deren Übernahme geplant sei, könnte Verlustrisiken zwischen 10 bis 12 Mrd. USD mit sich bringen.

Die Schätzungen für den Gewinn je Aktie seien für 2008 von 2,45 auf 2,25 USD, für 2009 von 3,25 auf 3,05 USD und für 2010 von 4,20 auf 4,00 USD gesenkt worden.
In der Gewinnprognose für die kommenden Jahre seien mögliche Erlöse aus einem Verkauf der Anteile an der China Construction Bank bereits berücksichtigt. Die Ansammlung von verschiedenen Geschäftsbereichen der Bank of America weise allerdings langfristig einen beachtlichen Wert auf. Allerdings dürften die zu erwartenden Verluste im Kreditgeschäft in den Jahren 2008 und 2009 die Aktie in den kommenden Monaten weiter belasten.

Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten von Merrill Lynch bei ihrem Votum "underperform" für die Aktie von Bank of America. (Analyse vom 04.06.08) (04.06.2008/ac/a/a) Analyse-Datum: 04.06.2008 <<
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.246.410 von humm am 05.06.08 16:26:04Das Meiste haben wir schon hinter uns. Ich baue auf 2009 2010:
:laugh:

Hast Du überhaupt bemerkt, daß die Banken nun auch schon dazu übergegangen sind, die geplatzten Leasingverträge abzuschreiben?

Hast Du bemerkt, daß eine völlig neue Bugwelle auf uns zuschießt?
(GE,GM,FORD,CHRYSLER)?

Schläfst Du noch, oder bist Du noch schlaftrunken?
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.243.629 von Dorfrichter am 05.06.08 11:48:59nein Dorfrichter, da kann ich Dir ehrlich gesagt nicht folgen :confused:

@ T.Hecht

Die Geldmenge ist erstmal irrelevant für die Teuerung, die wir aktuell in einigen Wirtschaftsbereichen sehen. Dass die Geldmenge anwächst ist ja erstmal eine Notwendigkeit unseres Geldsystems - es ist jedoch nirgendwo auf der Welt eine breite Flucht in Sachwerte feststellbar, d.h. es findet keine erhöhte reale Nachfrage nach Sachwerten statt, außer spekulativ und kurzfristig in den teils monopol-/oligopolartig organisierten Rohstoffmaräten (Öl, Gas, Eisenerz) oder den relativ anfälligen Agrarrohstoffmärkten; ansonsten herrschen in vielen Branchen eher deflationäre Tendenzen (Autobau, Elektronik, Immobilien). Die teuererung, über die sich in Deutschland so viele beklagen ist zum Großteil auf den Zugriff des Staates zurückzuführen (Erhöhung der MWst. um fast 19%, Mineralölsteuer wächst mit, Energiesteuern. höhere Grundsteuern. Das hat aber nichts mit Inflation zu tun, sondern betrifft die Teuerung. Deswegen finde ich es auch so verwerflich, mit welche unverantwortlichen Panikmache hier manche Medien arbeiten - auch die scheinbar seriösen.

Was die Akzeptanz zweitklassiger Sicherheiten betrifft, so muß man bedenken, dass die Term Auction Facilities immer auf einen kurzen Zeitraum bezogen sind und die Geschäftsbank anschließend die Sicherheiten zurücknimmt und sich für eine neue TAF bewerben muß. Aus einer Annahme einer solchen Sicherheit gegen 80% des Nominalwertes ist erstmal nur Zentralbankgeld geschöpft, aber nicht die Geldmenge erhöht. Die Geldmenge erhöht sich nur, wenn die Geschäftsbank Geld schöpft, d.h. aus dem zugeflossenen Zentralbankgeld Kredite an Nichtbanken vergibt. Mein Eindruck mag täuschen, aber viele Medien sprachen doch auch von Kreditklemme und Zurückhaltung der Geschäftsbanken bei der Kreditvergabe - woher soll da bitte eine Erhöhung der Geldmenge kommen, wenn die Banken nix mehr verleihen? Das was hier im Board immer so populistisch als "Geld pumpen" und "die Fed druckt Geld" bezeichnet wird, ist im realen leben kompletter Unsinn, denn nicht die Fed "druckt" das Geld, sondern die Geschäftsbanken tun es. Mein verständnis der Fed Aktionen (und auch der EZB) ist, dass hier kurzfristig Zentralbankgeld für das Geschäftsbankensystem zur Verfügung gestellt wurde, um die Solvenz und Liquidität aufrecht zu erhalten, denn es kam ja aufgrund der Finanzmarktkrise zu einer Panik unter den Marktteilnehmern, die dazu führte, dass Kredite fällig gestellt wurden, um selbst an Liquidität zu kommen (d.h. die Geldmenge wurde reduziert). Die Banken haben ihre Transaktionskasse massiv aufgestockt und entzogen so dem Markt Liquidität, was man an den Ted-Spreads sehr schön sehen konnte (Mißtrauensindikator). Deswegen mußte die Fed eingreifen, um Liquidität in den Bankensektor zu geben. Was Wertberichtigungen bei Krediten an Nichtbanken betrifft, so muß man erstmal schauen, wie eine Geschäftsbank eigentlich arbeitet. Sie "macht" Geld aus dem Nichts, indem sie einen Kredit an eine Nichtbank vergibt. Mindestreserve und Barquote verhindern, dass die Geschäftsbanken nicht beliebig schöpfen können. Ein Bank-Kredit an eine Nichtbank erhöht also die Geldmenge - läßt der Kreditnehmer seinen Kredit zu 80% als Sichteinlage bei der Bank (z.B. bei Hypothekenkrediten), so kann die Geschäftsbank daraus bei einer Mindestreserve von 2% max. und theoretisch das 4,26-fache an Geld schöpfen, das auch die Geldmenge erhöhen würde. Dahinter stehen dann multiple Kreditvergaben, die bei Rückzahlung (Tilgung) an die Geschäftsbank die Geldmenge reduzieren. Wenn nun ein Kredit (teilweise)uneinbringbar ist, so wird die Geschäftsbank die dem Kredit zugrunde liegende Forderung (teilweise) abschreiben müssen, d.h. die Forderung geht unter und die Geldmenge reduziert sich. Die Zentralbank erstattet sozusagen die hinterlegte Mindestreserve. Das aber nur mal am Rande.

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.105 von Art Bechstein am 05.06.08 17:21:15Glaube mir, das ist so. (Vorgestern in der SZ) 80 von Hundert im Buch und 20 sofort als Gewinn ausgewiesen- egal ob die Staatsanleihe irgendwann platzt, oder ob sie tatsächlich bedient wird über die komplette Laufzeit.

Ich suchte zwar diesen Kommentar, fand ihn aber nicht.
(Wirtschaftsteil Sueddeutsche Zeitung vom Dienstag)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.062 von Dorfrichter am 05.06.08 17:17:44dass du immer so persoenlich sein musst... :(
Ich sehe es anders als du. Gut dass es nicht strafbar ist! :laugh:

Um deine Woerte zu benutzen:

Hast du ueberhaupt bemerkt, dass die Aktienkurse der Banken gefallen sind?
Hast du ueberhaupt berechnet, was fuer Dividende BAC zum Beispiel ausschuettet? Sind 7% genug fuer dich, oder willst du immer schlecht gelaunt durch die Gegend laufen weil die Welt bald zusammen brechen wird?

Am Ende werden wir alle sterben, da hast du Recht. :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.062 von Dorfrichter am 05.06.08 17:17:44Dorfrichter,

was genau für Konsequenzen für die Banken erwartest Du denn aus der Abschreibung von Leasingkrediten? meinst Du hier die Autobanken? sind das reale Verluste oder vorsorgliche Wertberichtigungen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.154 von Dorfrichter am 05.06.08 17:25:44kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, sofern es sich um eine normale Staatsanleihe handelt. Vielleicht rechtfertigt eine spezielle Zins-/Rückzahlungskonstruktion die Buchung eines vorweggenommenen Gewinns. Naja, vielleicht findest Du ja den Kommentar noch...
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.224 von Art Bechstein am 05.06.08 17:33:03Ich habe die Zeitung leider nicht mehr. Aber, ich denke, Du kannst sie Dir noch besorgen. SZ vom DIENSTAG!
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.259 von Dorfrichter am 05.06.08 17:36:22nein, ich lese keine Zeitung; ist aber auch nicht so brennend das Thema
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.161 von humm am 05.06.08 17:26:25Nimms mir nicht krumm.

Es war ja auch nicht beleidigend gemeint. Ich wollte Dich nur etwas wachrütteln, wenn Du denkst, der "Käse" wäre bereits gegessen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.282 von Dorfrichter am 05.06.08 17:39:16Ist okay, habe dir meine Meinung gesagt. :)

Ich glaube dass die Amis uebertreiben. Du siehst es anders. Ist okay. :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.166 von Art Bechstein am 05.06.08 17:26:43Konsequenzen?

Wenn die großen Leasingbanken wie GE,GM,FORD oder CHRYSLER tatsächlich ins Wanken kommen, werden auch die Geschäftsbanken und Versicherer wieder betroffen sein.
>>Wenn die großen Leasingbanken wie GE,GM,FORD oder CHRYSLER tatsächlich ins Wanken kommen, ...<<

Genau deshalb sollte man die grosse Banken sich aussuchen, die nicht davon betroffen sind. WM waere einer der das meiste schon hinter sich hat, BAC ist ziemlich sicher! und man kann auch die deutsche Bank und Allianz nehmen. Vielleicht geht es noch tiefer runter, daher immer in kleine Portionen kaufen, langfristig ist es meines Erachtens, eine ziemlich sichere Sache fuer die die Geduld haben. Die Dividende nicht vergessen! ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.062 von Dorfrichter am 05.06.08 17:17:44So gesehen ist die Citigroup ein klarer Kauf, haben ja nur ein KGV von 52 :laugh: aber die werden sicherlich den Gewinn verachtfachen :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.545 von Salamitaktik am 05.06.08 18:09:01Ja, C ist auf der Kaufliste.
Keine schlechte Idee. Mit der KGV kann es sehr schnell anders aussehen... :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.583 von humm am 05.06.08 18:12:08Die Citi hat den Status "Too big to fail" ansonsten ist der Laden Megabankrott :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.666 von Salamitaktik am 05.06.08 18:19:54du sagst es: "Too big to fail"... :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.105 von Art Bechstein am 05.06.08 17:21:15

29.5.08
10:00 (MEZ)
Ort: Frankfurt a. M., Deutschland
Land: EU
Beschreibung:


Veröffentlichung der Zahlen zum Geldvolumen in der Eurozone für April 2008 durch die Europäische Zentralbank (EZB)


aktuell:

Die Geldmenge M3 ist im April-Jahresvergleich um 10,6 % gestiegen nach zuvor +10,1 % (revidiert von +10,3 %). Das Dreimonatsmittel des M3-Wachstums liegt damit bei 10,7 %.

Die Geldmenge M1 ist im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 2,5 % geklettert nach +2,9 % im Vormonat. Der Durchschnitt der letzten drei Monate liegt hier bei 3,0 %.

Die Kreditvergabe im privaten Sektor ist gleichzeitig gegenüber dem Vorjahr um 10,6 % gestiegen nach einem 10,8 % Anstieg im Monat zuvor. Mit der aktuellen Veröffentlichung liegt das Dreimonatsmittel bei 10,8 %.



Dass die Geldmenge anwächst ist ja erstmal eine Notwendigkeit unseres Geldsystems...

Das Problem ist halt die Geschwindigkeit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.105 von Art Bechstein am 05.06.08 17:21:15Die Geldmenge ist erstmal irrelevant für die Teuerung, die wir aktuell in einigen Wirtschaftsbereichen sehen.

Das ist zuerst nur einmal eine These!

Aber: es ist jedoch nirgendwo auf der Welt eine breite Flucht in Sachwerte feststellbar, d.h. es findet keine erhöhte reale Nachfrage nach Sachwerten statt, außer spekulativ und kurzfristig in den teils monopol-/oligopolartig organisierten Rohstoffmaräten (Öl, Gas, Eisenerz) oder den relativ anfälligen Agrarrohstoffmärkten

Womit kaufen denn die Spekulanten die o.g. Produkte? Mit Kredit, billig und reichlich von den Zentralbanken zur Verfügung gestellt.
Zinserhöhungen würden dem Spuk sofort ein Ende setzen.

Und die hohen Preise kommen durchweg bei den Verbrauchern an. Übrigens werden für die Preisanstiege immer die Referenzpreise an den Weltbörsen angeführt, den "demokratischsten" Einrichtungen wie hier in einem Thread angeführt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.821 von humm am 05.06.08 18:33:39Und damit wären wir wieder beim Threadthema:

Das wird dann von der FED mit grünem Klopapier zugeschissen und die Inflation wuchert in voller Brachialität und Blüte :laugh:

Und noch eins zum Schluss zur Citi:

Banking analyst Meredith Whitney blasted Citigroup's turnaround plan yesterday, saying the financial giant is so deep in a black hole that even renown physicist Stephen Hawking could not help the ailing company. :laugh::laugh::laugh:

http://www.nypost.com/seven/05132008/business/citi_is_beyond…
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.105 von Art Bechstein am 05.06.08 17:21:15Die teuererung, über die sich in Deutschland so viele beklagen ist zum Großteil auf den Zugriff des Staates zurückzuführen (Erhöhung der MWst. um fast 19%, Mineralölsteuer wächst mit, Energiesteuern. höhere Grundsteuern.

Die heute gemessene Inflation hat nichts mehr mit MwSt zu tun, da es ein 12 Monatsvergleich ist.
Der Staat bleibt auf dem Geld nicht sitzen sondern zahlt seinen Angestellten ja jetzt auch deutlich mehr. Sowas nennt sich dann Lohn Preis Spirale!
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.105 von Art Bechstein am 05.06.08 17:21:15Mein Eindruck mag täuschen, aber viele Medien sprachen doch auch von Kreditklemme und Zurückhaltung der Geschäftsbanken bei der Kreditvergabe - woher soll da bitte eine Erhöhung der Geldmenge kommen, wenn die Banken nix mehr verleihen?

Dein Eindruck täuscht; zumindest in der EU siehe Posting zur Geldmengenentwicklung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.105 von Art Bechstein am 05.06.08 17:21:15Das was hier im Board immer so populistisch als "Geld pumpen" und "die Fed druckt Geld" bezeichnet wird, ist im realen leben kompletter Unsinn, denn nicht die Fed "druckt" das Geld, sondern die Geschäftsbanken tun es.

Ohne Zentralbankgeld könnten die Geschäftsbanken eben nur sehr eingeschränkt Geld schöpfen, insofern ist die Zentralbank verantwortlich. Wäre ja auch katastrophal, wenn jeder könnte wie er wollte. Das Bedürfnis ist natürlich vorhanden. Die off balance Bilanzierung schuf ja auch "gute" Möglichkeiten.

"Geld drucken" in dem Kontext heisst ja auch nur das Einräumen der Möglichkeit der Kreditvergabe. Insofern ist der Ausdruck absolut berechtigt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.247.105 von Art Bechstein am 05.06.08 17:21:15Wenn nun ein Kredit (teilweise)uneinbringbar ist, so wird die Geschäftsbank die dem Kredit zugrunde liegende Forderung (teilweise) abschreiben müssen, d.h. die Forderung geht unter und die Geldmenge reduziert sich. Die Zentralbank erstattet sozusagen die hinterlegte Mindestreserve. Das aber nur mal am Rande.

Das ist mir unverständlich.

Ich denke mal die Geschäftsbank muss Zentralbankgeld zurückzahlen. Umgekehrt bekommt sie ihre Ausleihung nicht zurück. Es entsteht hier ein Verlust in der GuV bzw im Eigenkapital, den die Eigentümer der Geschäftsbank zu tragen haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.248.053 von T.Hecht am 05.06.08 18:57:13endlich habe ich dich auch mal :D

Die heute gemessene Inflation hat nichts mehr mit MwSt zu tun, da es ein 12 Monatsvergleich ist.
Der Staat bleibt auf dem Geld nicht sitzen sondern zahlt seinen Angestellten ja jetzt auch deutlich mehr. Sowas nennt sich dann Lohn Preis Spirale!


Deswegen habe ich auch von Teuerung und nicht Inflation gesprochen.

Was die Keditklemme, so täuscht mein Eindruck nicht, denn ich sehe in der EU-Zone alles andere als eine Kreditklemme, sondern weitgehend gesunde Unternehmen mit guter Kapitalausstattung und guter Bonität. Mein Zynismus bezog auf die Finanzjournalisten, die sich so einen Schmarrn ausdenken, der einfach nicht zu den Zahlen passen will.

Die Off-balance Finanzierung hat nichts mit Geldschöpfung zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie Unternehmen Risiken bilanziell steuern.

Bzgl. Fed will ich auch nur sagen, dass das Primärziel der Fed ist, die Banken mit Liquidität zu versorgen, um die Zinssätze nicht ins Unendliche schnelen zu lassen. Parallel dazu hat die Fed in 2008 bislang zahlreiche Offenmarktgeschäft getätigt und dabei deflationiert, weil sie Papiere aufgekauft haben (Staatsanleihen).

Vergiß einfach M3 - dieses Aggregat ist mittlerweile zu einem Angstmacher der Goldverschwörungstrottel geworden. Es soll ja sogar noch welche geben, die ernsthaft eine Rückkehr zum Goldstandard fordern :laugh:

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.248.159 von T.Hecht am 05.06.08 19:08:53Die Geschätsbanken müssen für jeden ausgereichten Kredit 2% des Kreditvolumens (abzgl. Barquote) an die Zentralbank überweisen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.248.421 von Art Bechstein am 05.06.08 19:41:31ist ja alles ok, aber ich werde immer noch nicht aus deiner ursprünglichen Aussage schlau. Was wolltest du damit zum Ausdruck bringen?
1. Inflation und Geldmengenausweitung sollte man nicht dramatisieren - vergiß M3 !

2. Die weit größere Gefahr, die bereits greifbar ist in vielen Wirtschaftsbereichen ist die Deflation

3. Die Krise ist auch Chance, nicht nur für die Banken noch stärker aus der Krise hervorzutreten, sondern auch für Anleger...

Was war denn Dein Kernanliegen bei all der Diskussion?

Art
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.250.096 von reimar am 05.06.08 22:55:10Ich hab da mal anonym mitgelesen :p:D

Nach Ansicht des Präsidenten der Philadelphia Fed, Charles Plosser, darf die US-Notenbank die Finanzmarktteilnehmer nicht zu größeren Risiken ermuntern, indem sie das Finanzsystem ständig rettet.

Na ja Mr. Plosser was soll se denn sonst machen?
Oder haben Sie noch nicht begriffen was die Folgen wären?
Dann empfehle ich Ihnen: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_192…
nich das das Handeln der FED daran was ändern würde - es zögert es aber raus...
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.250.146 von Salamitaktik am 05.06.08 23:02:38Abwarten. Die Inflation nimmt doch erst Fahrt auf bei gleichzeitig sinkenden Reallöhnen(zumindest in D).

-15% binnen 3 ahren.

Zeitgleich verringern sich die Renten.
Zeitgleich erhöhen sich die Ausgaben an "Bedürftige"(auch Familien mit Kindern)
Zeitgleich erhöhen sich die Benzin und Heizkosten.
Zeitgleich erhöhen sich vor allem die Grundnahrungsmittel.


Eine interessante Zeit für den Zeitzeugen...Dorfrichter
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.250.146 von Salamitaktik am 05.06.08 23:02:38jau Salami,

"Gold gab ich für Eisen"

heut gibste "Gold" für Papier ääähhh Zahlungsversprechen :laugh:

immer schön aufpassen, daß es kein Versprecher wird...;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.250.236 von reimar am 05.06.08 23:18:25Würde hier ein "Normaltaktender" (Arbeit, saufen zum Feierabend, vögeln dann just zur Zeit und nichtlesen und keine Ahnung)hier mitlesen, er würde denken, wir wären irgendwie alle ein bisserl ballaballa.

In ein paar Jahren würden wir dann sagen...Bist Du nicht ein bisserl "ballaballa"?

Will sagen, ein Normalmensch vollzieht das alles nicht. Er ist beschäftigt...mit Broterwerb.