ProSiebenSat.1 ... TV - FATAL - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 18.05.08 15:22:58 von
neuester Beitrag 08.01.14 11:07:35 von


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18.05.08 15:22:58
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten des Börsen-Journals \"Wertpapier\" empfehlen die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) zu verkaufen. Die Verwandlung vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan sei grandios geglückt: Einschaltquoten von bis zu 25%, Rekordpreise für Spots in den Werbeblöcken. Mit der selbstproduzierten Telenovela \"Verliebt in Berlin\" habe Sat.1 im Jahr 2006 Maßstäbe gesetzt. Der Weg aus dem Schuldentief schien vorgezeichnet, so die Experten von \"Wertpapier\". Doch nun sei der Glanz verblasst. Im 1. Quartal 2008 sei das Unternehmen nach herben Einbrüchen bei den Werbeerlösen in die roten Zahlen gerutscht. Nach 42 Mio. Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum belaufe sich der Vorsteuerverlust nun auf 8,5 Mio. Euro. Dennoch würden sich die Mehrheitseigner KKR und Permira eine spürbar höhere Dividende gönnen und Konzernchef Guillaume de Posch glaube an ein Gewinnwachstum im Gesamtjahr. Dies wäre allerdings der Stoff für ein weiteres TV-Märchen. Denn im 2. Quartal fehle der positive Schub durch Ostern. Im saisonal schwachen 3. Quartal kämen zudem die Fußball-EM und die Olympischen Spiele erschwerend hinzu. Die Werbeeinnahmen dürften weiter sinken, die Aktie ebenfalls. Daher raten die Experten von \"Wertpapier\" die Aktie von ProSiebenSat.1 Media zu verkaufen. (Ausgabe 10) (15.05.2008/ac/a/d)
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18.05.08 15:24:51
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ProSiebenSat.1 … TV - FATAL



Von Klaus Boldt und Michael Freitag


Unter freundlicher Mithilfe seines Managements lässt sich der Münchener Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 von Finanzinvestoren nach Strich und Faden ausnehmen. Dem Sender bekommt dieses Konzept denkbar schlecht.


Nachsichtig bis zur Schwäche gegen die rigorosen Launen seiner Gesellschafter hat Guillaume de Posch (50) die von ihm geleitete ProSiebenSat.1 Media AG (P7S1) aus Unterföhring bei München in eine schlimme Lage gebracht. Die Ansprüche des Belgiers auf den Titel eines verkannten Genies dürfen damit als gründlich untersucht und endgültig abgewiesen gelten.


Die Sache ist schnell erzählt: Auf Geheiß oder einen Wink hin, zumindest aber ohne Einspruch seiner Machthaber, der international operierenden Firmenhändler KKR und Permira, hatte Monsieur de Posch im vergangenen Sommer die SBS Broadcasting aufgebracht, eine über den ganzen europäischen Kontinent gut verteilte Gruppe jener seltsamen kleinen Sender, auf die man im Urlaub immer stößt, wenn man im Hotel an der Fernbedienung fummelt.

Guillaume de Posch war bereit gewesen, einen Preis zu bezahlen, der nach allgemeinem Dafürhalten mehr als großzügig, vielleicht aber sogar angemessen war, den sich P7S1 jedoch mit Sicherheit nicht leisten konnte: nämlich 3,3 Milliarden Euro, jeder einzelne davon bei den Banken gepumpt.

KKR und Permira erhoben keine Einwände. Im Gegenteil, sie klatschten aufgeregt in die Hände: Schließlich hatten sie den Münchenern SBS angedreht. Denn SBS kontrollierten sie auch. Eine schöne Bewandtnis hatte es also mit den damaligen Vorgängen.

Strategisch gesehen war die Übernahme gar nicht einmal ganz ohne Sinn, wenngleich bis dahin niemand den Eindruck gehabt hatte, dass den Münchenern SBS irgendwie gefehlt hätte. Aber die Vorstellung, sich über die Landesgrenze hinaus aufzublasen, ohne aufs Geld schauen zu müssen, entwickelte einen umso größeren Reiz, je länger man über sie nachdachte.

Inzwischen allerdings nehmen die Geschehnisse eine dramatische, ja gefährlich-abenteuerliche, wenn man es recht besieht sogar lehrreiche Wendung: Nachgerade beispielhaft kann man beobachten, welch unschöne Folgen es für ein Unternehmen hat, das sich in der Gewalt von Eigentümern befindet, die nichts unterlassen, was ihren Profit erhöhen, und alles verhindern, was ihn schmälern könnte, und deren Rechnung vom schnellen Geld dennoch nicht aufgeht.

Schon versuchen Banken, ihre ProSieben-Kredite loszuwerden, Aktionäre donnern "Plünderung!", Meinungen platzen aufeinander, Überzeugungen poltern los: Es geht um Wertevernichtung in großem Stil und darum, ob der neue europäisch-bajuwarische TV-Gigant womöglich doch nur ein sehr kleiner Riese ist.


Die von Milliardengewinnen verwöhnte Beteiligungsgilde ist in Not. Viele der großen Wichtigtuer in der Szene wirken plötzlich gar nicht mehr so clever. Wie die Anfänger haben Firmenjäger mit Immobilienkrediten Milliarden verspielt. Die Helden von KKR mussten die Werkstattkette ATU mit über 100 Millionen Euro fitspritzen; die Dynamitfischer von Permira mühen sich, diverse Fehlinvestments mit einer horrenden Sonderdividende ihrer Textiltochter Hugo Boss auszugleichen.


Die Beteiliger sind knapp bei Kasse, sie brauchen Bares. Schnell. Sehr schnell. So schnell, dass sie ihre Forderungen, wenn nötig, auch gegen den Widerstand des Managements durchsetzen.

Aber was heißt Widerstand?

Guillaume de Posch zum Beispiel ist kein Widerständler. Er ist eine Führungspersönlichkeit. Er hält den Finger aus der Tür, prüft die Windrichtung und führt die Firma in verschiedene Richtungen. Er ist einer von diesen schmalen, kaltäugigen Vögeln, wie man sie aus Baubehörden und Besserungsanstalten kennt. Aber er besitzt in der Innung einen guten Ruf.

Gewiss, als fantasievoller Gestalter der Branchenverhältnisse ist er noch nicht hervorgetreten, und seine Redeweise erscheint nicht dazu angetan, sich von ihr mitreißen zu lassen. Weder im Fernseh- noch im benachbarten Internetgewerbe hat der Belgier berichtenswerte Experimente angestellt; auf Blitzvorstöße in neue Geschäftsfelder verzichtet er, von Erkenntnissen auf dem Gebiet der medialen Waghalsigkeiten ganz zu schweigen.

Aber er ist ein fixer Denker, das muss man sagen. Und sein Selbstbewusstsein ist von so knisterndem Gepräge, dass es der Kälte schon recht nahe kommt. Au fond de son coeur verspürt er überhaupt keine Neigung, sich in Sachen, die er besser versteht, hineinreden zu lassen.



"Wir optimieren unsere Prozesse permanent, um wettbewerbsfähig zu bleiben", sagt er mit der beruhigenden Förmlichkeit eines Flugkapitäns, der die Verspätung mit Umständen entschuldigt, für die er nichts könne, die aber auch nicht schwerwiegend seien, weshalb man das Ziel pünktlich erreiche. Vielen seiner Äußerungen ("müssen Prozesse optimieren") haftet das Odium des Strategisch-Schwatzhaften an. Was er will? Das Richtige wohl.

Seine Lieblingsfloskel ist "Am Ende des Tages". De Posch sitzt in einem der schmucklosöden Besprechungsräume der P7S1-Zentrale im Gewerbegebiet München-Unterföhring und sagt: "Am Ende des Tages geht es um die Frage: Was ist Kerngeschäft und was nicht?"

Aus seiner Sicht beklagenswert ist eigentlich gar nichts. Guillaume de Posch steht in der Tradition der Optimisten. Am Ende des Tages läuft sich alles zurecht. SBS mit seinen rund 40 TV- und Radiostationen in zehn Ländern sei eine wunderbare Ergänzung des hiesigen Angebots (ProSieben, Sat.1, Kabel 1, N24), mit dem die Münchener 42 Prozent des TV-Werbemarktes kontrollieren.

Gemeinsam, sagt er, steige man hinter der herrschenden, indes fast doppelt so großen RTL-Gruppe zur Nummer zwei in Europa auf - jedenfalls wenn man, wie er, die größere Mediaset in Rom nicht mitzählt: "Ich bin sicher, unsere Gruppe ist in Europa einzigartig."

Theoretisch hat der Mann damit nicht ganz unrecht, praktisch aber kommt seinen Showbetrieb SBS teuer zu stehen: Die Kennzahlen aus der aktuellen Jahresstatistik haben bei den Münchenern trotz gegenteiliger Auskünfte keine Freudensprünge auslösen können.


Das operative Geschäft zeigte sich im vergangenen Jahr zwar munter belebt. Die Einnahmen kletterten, beflügelt durch SBS, auf 2,7 Milliarden Euro, der Reingewinn legte gleich um frische 12 Prozent auf 273 Millionen Euro zu.

Doch die Bilanz wird von inzwischen 3,4 Milliarden Euro Schulden geradezu grotesk verunstaltet. Allein die Zinsen vertilgen etwa 60 Millionen Euro: im Quartal! Der Konzern biegt sich unter schwerer Last, Nieten knallen aus dem Zahlenwerk.

Von dem schönen Gewinn bleibt wenig übrig: De Posch und sein Finanzchef Lothar Lanz (59), der im Juni von dem ehemaligen O2-Mann Axel Salzmann (49) abgelöst wird, müssen eine Kartellstrafe von über 120 Millionen Euro in Abzug bringen, verhängt wegen unsauberer Praktiken beim Werbezeitenverkauf.

Hinzu kommen etwa 70 Millionen Euro verschiedenster Abschreibungen auf den SBS-Preis: Diese sogenannten Kaufpreisallokationen werden in den nächsten Jahren ein unangenehmer bilanzieller Begleiter bleiben. Der Jahresüberschuss jedenfalls sank wie betäubt auf 89,4 Millionen Euro.


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Auch auf dem Kapitalmarkt fand de Poschs Gewaltakquise aus Gründen, die nur er nicht versteht, keinen Beifall. Seine Strategie blieb ohne Überzeugungskraft, in Scharen nahmen die Anleger Reißaus. Seit der Übernahme von SBS hat sich der P7S1-Kurs ungefähr halbiert. Rund drei Milliarden Euro verpufften: Der Konzern ist nach der Fusion weniger wert als vorher.

Und was sagt de Posch?

Man müsse das langfristig sehen.

Trotz beziehungsweise wegen der offenkundigen Malaise erhöht das Unternehmen seine Dividende um 40 Prozent. Rund 270 Millionen Euro werden ausgeschüttet. Dreimal mehr, als P7S1 im vergangenen Jahr verdient hat.

Der Verdacht liegt nahe, dass Maître de Posch weniger am Wohlergehen von P7S1 interessiert ist als an dem seiner Aktionäre, namentlich an dem von KKR und Permira, die nun 170 Millionen Euro Dividende einstreichen. "Die nehmen uns aus", zischt ein P7S1-Manager.

Chefkämmerer Lanz lässt keinen Zweifel daran, wer die Dividende ("Darüber entscheiden die Gesellschafter") veranlasst hat. Einer seiner Vertrauten sagt, "Lanz hätte sicher länger überlegen müssen, wenn ProSieben nicht die Chance hätte, die eine oder andere Tochter zu verkaufen."


Die bayerische Sendergruppe hatte zeit ihres Bestehens wenig Glück mit ihren Gesellschaftern: Leo Kirch (81), unter dessen Kontrolle sie sich bis zu seinem Falliment befand, hatte sie für allerlei geschäftliche Tricksereien genutzt. Ein gewisser Haim Saban (63), Kleinmogul aus Hollywood, konnte sie 2003 für 525 Millionen Euro aus den Trümmern der verwüsteten Kirch-Gruppe bergen.

Der Amerikaner drillte die Belegschaft auf Kostendisziplin, investierte nur noch sporadisch ins Programm und verkaufte seine Anstalt 2006 für fast drei Milliarden Euro an KKR und Permira.

Man fragte sich: Was wollen Finanzinvestoren mit einer Firma, die schon von einem Finanzinvestor gemolken worden war? Nun, sie wollten sie noch einmal melken.

Eine Übernahme durch den Mitgesellschafter Axel Springer Verlag war zuvor vom Kartellamt untersagt worden. Im Dezember 2007 hat sich das Berliner Verlagshaus schließlich ganz aus P7S1 zurückgezogen und seinen 12-Prozent-Anteil für 510 Millionen Euro an KKR und Permira verkauft. Die Hauptgesellschafter hatten an der ursprünglich verfolgten Idee, die 12-prozentige Springer-Beteiligung an P7S1 gegen einen 30-Prozent-Anteil an ihrer P7S1-Holding Lavena zu tauschen, plötzlich kein Interesse mehr gezeigt.

"Die haben uns SBS total überteuert reingeschoben, das war strategisch alles ohne Sinn", bellt ein hoher Springer-Offizier. "Zum Glück kamen wir noch zu einem halbwegs guten Preis raus."

Für die scharf kalkulierenden Finanzinvestoren erweist sich das flatterhafte und konjunkturanfällige Fernsehen als gefährliches Gewerbegebiet: Den Firmensammlern, die ihren Investoren schon mal Renditen von über 20 Prozent versprechen, droht in München ein Debakel.



Dabei hatte alles recht verheißungsvoll begonnen. Im Sommer 2005 waren Permira und KKR bei der in Amsterdam heimischen Senderfamilie SBS eingefallen. Der Kaufpreis erschien zwar hoch: Die 2,1 Milliarden Euro inklusive Schuldenübernahme entsprachen dem 15-fachen Ebitda. Aber derlei Multiplikatoren waren nichts Ungewöhnliches.

Erfahrungsgemäß ließ sich ja schnelles Geld machen: Übernahme mit Fremdkapital finanzieren, Schulden dem Sender aufladen, das von hohen Zinszahlungen einstweilen unbelastete Ebitda hochprügeln, Zigarre anzünden und auf steigende Preise warten. Es ist so einfach, dass ein Kind es versteht.

SBS und P7S1 galten schon längere Zeit als ideales Gespann, und irgendwann entzündete die Idee auch die Fantasie der Permira- und KKR-Leute: Eine Firma kauft die andere, gemeinsam sind sie mehr wert als allein und können anschließend mit hohem Gewinn verkauft werden. Von "buy and build" sprechen die Firmenhändler. Es ist ihr kleines Einmaleins.

Und so bemächtigten sich Permira und KKR im Dezember 2006 zunächst der Aktienmehrheit von P7S1, um schon wenige Monate später den Altbestand SBS übernehmen zu lassen für 3,3 Milliarden Euro. Das waren 1,2 Milliarden Euro mehr, als KKR und Permira selbst bezahlt hatten.

Ein schöner, glatter Deal, wie Finanzinvestoren ihn lieben? Nicht ganz. Von Anfang an stand das Geschäft unter Kungelverdacht; natürlich hatte man allerlei Maßnahmen getroffen, um diesen Verdacht auszuräumen: zumal Permira- Fonds 3 als Verkäufer und Permira 4 als Käufer auftrat. Ärger drohte von misstrauischen Investoren. Doch trefflicherweise verbuchte SBS gleich im ersten Jahr einen Ebitda-Zuwachs von 40 Prozent und hatte so nach Branchenlogik den hohen Aufpreis gerechtfertigt.

Dennoch protestierten P7S1-Aktionäre auf der Hauptversammlung gegen den "unverschämten Kaufpreis" und die "Plünderung", und längst haben auch die Investoren von KKR und Permira selbst Anlass, unruhig zu werden.

Dies gilt in Sonderheit, nachdem die Firmenjäger 27 Prozent ihrer Beteiligung an P7S1 abschreiben mussten. Von den gut 700 Millionen Euro Eigenkapital, die sie jeweils in die Übernahme einschossen, bleiben nur noch etwas mehr als 500 Millionen Euro. Der Verlust könnte durchaus noch steigen. Ein mit den Vorgängen vertrauter Finanzexperte schließt weitere Abschreibungen nicht aus: "Die Stimmung in Bezug auf Firmenwerte ist seit Jahresende eher weiter gesunken oder gleich geblieben."

KKRs börsennotierter und an P7S1 beteiligter Fonds KPE verlor allein im vierten Quartal vergangenen Jahres 5,5 Prozent seines Wertes. Angesichts dieser misslichen, für eine Größe wie KKR überdies rufschädigenden Lage bat Co-Chairman George Roberts seine ebenso gierigen wie nervösen Anleger um Geduld: "Wir glauben, KPE ist auf dem Weg zu einem guten Langfristergebnis."

Doch die Multiplikatoren, mit denen Firmenhändler ihre Beteiligungen bewerten, sanken binnen sechs Monaten von einem Rekordniveau auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren. Die Probleme bei KKR häufen sich.

Ein P7S1-Ausstieg ist mittlerweile in weite Ferne gerückt. KKR-Principal Philipp Freise fürchtet bereits, die Beteiligung womöglich weitere fünf bis sieben Jahre halten zu müssen. P7S1, sagt er, sei sein riskantester Deal gewesen.

"Life is risk, come on", röhrt ein KKR-Kontrolleur aus dem P7S1-Aufsichtsrat. Er möchte das unangenehme Zitat seines Kollegen aus der Welt schaffen. Aber die SBS-Übernahme ist kaum den Meisterstücken des Heuschreckengewerbes zuzurechnen. In London, schnauft ein namhafter Banker, "schütteln sie über KKR nur noch den Kopf".

Rund 240 Millionen Euro an Zinsen muss ProSiebenSat.1 jährlich aufbringen - und hat damit doch noch keinen Cent getilgt. Die Banken haben sich auf einen sogenannten Bullet eingelassen: Der gesamte Kredit wird erst am Ende der Laufzeit in einem Schuss fällig.

Theoretisch müsste de Posch, während er fleißig Zinsen zahlt, auch noch genug verdienen, um alle Zukunftsinvestitionen zu bezahlen, während er 400 Millionen Euro jährlich auf die Seite legt, damit er den Kredit bei Fälligkeit 2015 ablösen kann. Wie ihm das bei einem jährlichen Reingewinn von zuletzt 89 Millionen Euro gelingen will, bleibt eines der Rätsel seiner guten Laune. "Unsere Schulden sind endfällig", lächelt er, "wir haben hier keinen Druck. Aber wir wollen sie natürlich sukzessive reduzieren."

Indessen ist die Eigenkapitalquote von 64 auf 16 Prozent gestürzt, auf die Verkaufsliste gesetzt wurden der skandinavische Bezahlkanal C-More, die holländische Zeitschrift "Veronica" und dazu die größte Geschäftseinheit des Hauses, die Produktionssparte PSP mit rund 1000 Mitarbeitern.

Doch man kann nicht gerade sagen, dass die Interessenten P7S1 die Tür einrennen. Wochenlang verhandelten de Posch und Lanz exklusiv, aber ergebnislos mit einem Konsortium von IBM und der früheren BBC-Tochter Red Bee über einen PSP-Verkauf. Schließlich übernahm IBM das in der Produktionssparte gebündelte IT-Geschäft mit 170 Mitarbeitern, auf dem Rest blieb P7S1 sitzen.

KKR und Permira waren von den Anstrengungen zumal des Finanzchefs wenig angetan. Was nicht dazu beitrug, dass sie dessen Entschluss, das Unternehmen nach zwölf Jahren zu verlassen, bedauerten. Im Gegenteil, andernfalls hätten sie nachgeholfen. Die Skepsis beruht auf Gegenseitigkeit. Öffentlich ist Lanz loyal, intern aber klagte er, dass er von KKR und Permira ständig mit Benchmarks behelligt würde, die er nicht erreichen könne. Namentlich die deutsche Zentrale, heißt es, erscheine den Gesellschaftern "überbesetzt".

Große Erwartungen knüpft Vorstandschef de Posch an die "Synergieeffekte", die sich mit SBS erzielen ließen. Der Öffentlichkeit ließ er selbige bei einer Aufzeichnung der ProSieben-Show "The Next Uri Geller" vorführen: In einem Kölner Studio stellte man mit denselben Technikern und Kameraleuten erst die deutsche, dann die holländische Version her. Nur das Publikum, die Kandidaten und die Scheinwerferfarbe mussten gewechselt werden.

Nun liegen die Kosten einer solchen Produktion bei 500.000 Euro. Starke Wirkungen dürfte der Spareffekt kaum entfalten bei einem, der mit 3,3 Milliarden Euro in der Kreide steht. Und warum muss man sich extra eine TV-Senderkette kaufen, um eine Show billig zu produzieren?



Gänzlich unerforscht ist auch, wie weit sich die internationale Verbreitung eines TV-Formats überhaupt treiben lässt. In der Branche gilt die Faustregel, dass an der eigenen Grenze der Export meist endet: Nicht alle Völker lieben die Uri-Geller-Show, so wie sie nicht die P7S1-Sangeskünstler Roger Cicero oder die Monrose lieben, die nun kostensparend SBS-Sendezeit füllen sollen.

Aus einem internen McKinsey-Gutachten ("Creating the Leading Pan-European Media Group") geht hervor, dass auch die beratenden Banken die Möglichkeiten der gegenseitigen Förderung vor dem Kauf von SBS höchst unterschiedlich bewertet haben.

Während die Deutsche Bank und die Citigroup von bis zu 45 beziehungsweise 40 Millionen Euro im Jahr ausgingen, kamen Morgan Stanley und Merrill Lynch nur auf 33 beziehungsweise 25 Millionen Euro. McKinsey meinte abschließend: Irgendwie haben alle recht. Das war es, was de Posch hören wollte.

Die (inzwischen erfolgte) Schließung der SBS-Zentrale in Amsterdam war Dokumenten zufolge mit Einsparungen von 20 bis 25 Millionen Euro veranschlagt. Laut Deutscher Bank konnte P7S1 beim Programm noch einmal den gleichen Betrag erzielen.

Wie Guillaume de Posch auf Synergieeffekte von 80 bis 90 Millionen Euro kommt, die er ab 2010 jährlich erreichen möchte, bleibt sein Geheimnis. Einem mm-Interview verweigerte er kurz vor Drucklegung die Freigabe.


Weil Antworten fehlen, macht sich unter den Gläubigern des Unternehmens Skepsis breit: Seit Monaten werden die am schlechtesten besicherten Tranchen des von KKR und Permira geliehenen Geldes mit Abschlägen von mehr als 30 Prozent gehandelt.

Schon rücken jene Mächte gegen P7S1 und seine Eigner vor, die noch unversöhnlicher sind als die Firmenhändler selbst: Hedgefonds, und zwar solche vom unangenehmen Schlage der auf Sanierungsfälle spezialisierten Distressed-Debt-Investoren. In der Branche kennt man sie als "Geierfonds".

"Der Markt erwartet, dass es im dritten Quartal interessant wird", sagt ein Frankfurter Bankmanager. Guillaume de Posch müsse sich womöglich auf die üblichen Prozeduren gefasst machen: Treffen mit argwöhnischen Bankern, die drohen, die Kredite zu kündigen.

Unfug, erwidert Finanzchef Lanz: P7S1 erfülle die Kreditauflagen mit Leichtigkeit, selbst bei Abzug der Sondereffekte sei der Gewinn hoch genug. Richtig, das habe nichts zu bedeuten, sekundieren die Hauptgesellschafter: Die herrschende Kreditkrise - "ein Ereignis, wie es nur alle 30 oder 40 Jahre einmal vorkommt" (KKR) - habe zu bizarren Kursen geführt, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hätten.

In der Tat ist der Index für Unternehmenskredite auf einen Durchschnittswert von etwa 90 gefallen, der mittlere Abschlag auf den Nennwert liegt also bei 10 Prozent. Doch unterhalb von 85 "geht die Party los", sagt einer. Und da liegen die P7S1-Kredite inzwischen.


Auch geschäftlich erregen die Aussichten wenig Freude. Der Markt macht auf seine Beschicker einen unbelebten Eindruck. Die Werbeeinnahmen wachsen kaum, erstmals seit über 20 Jahren sinkt der Fernsehkonsum, das junge Publikum wendet sich von den Mattscheiben ab und den Monitoren zu.

Die von de Posch verantwortete unternehmerische Entwicklung lässt Anzeichen von Stillstand erkennen, seine Weissagungen wirken beunruhigend: Der deutsche TV-Werbemarkt wachse um "1 bis 2 Prozent". Das reicht nicht einmal, um die Inflation auszugleichen. Dem Gedeihen wenig förderlich ist, dass die Münchener Werbezeitenverkäufer ausgerechnet in dieser Phase ihre Kundschaft mit neuen Geschäftspraktiken vertraut machen müssen.

Das Bundeskartellamt hatte im vergangenen Jahr die Vermarktungsmodelle der Branchenführer P7S1 und RTL für wettbewerbswidrig erklärt und Geldbußen von insgesamt 216 Millionen Euro verhängt. Gegen den Marketingvorstand Peter Christmann (43) ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr.

Die Einführung eines neuen Vermarktungsmodells ist eine schlimme Sache mit bösen Folgen: Großkunden gewöhnen sich nur ungern an ein neues Verkaufssystem, das ihnen möglicherweise weniger Vorteile bietet als das alte. So schrieb P7S1 im ersten Quartal 2008 knapp acht Millionen Euro Nettoverlust. Der für den Ärger um die Werbezeitenvermarktung verantwortliche Vorstand Christmann wird den Konzern Ende Juni verlassen.


Weitere Gefahren drohen aus der eigenen Zunft: Die RTL-2-Gesellschafter Herbert Kloiber und Heinz Bauer (Bauer-Verlag) prüfen, ob sie RTL und P7S1 wegen ihrer illegalen Werberabattsysteme auf mehr als 60 Millionen Euro Schadensersatz verklagen.

Verständlicherweise will de Posch die Abhängigkeit von der Werbung verringern. Aber das will man im Privatfernsehen, seit es das Privatfernsehen gibt. 15 Prozent seines Umsatzes macht P7S1 heute im Nischengeschäft - wobei man den Nebenerwerb mit Merchandising-Artikeln nicht gerade als zukunftsweisend bezeichnen sollte. Alles in allem, sagt de Posch, "hoffe ich 2008 auf ein Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent, abhängig vom Wachstum der Gesamtwirtschaft".

Im Medienbetrieb verbreitet sich unterdes die feste Überzeugung, dass das Traditionsgeschäft mit frei empfangbaren Fernsehkanälen, die die teure Programmware mehrfach verwerten, keine großen Sprünge mehr erlaubt. Erst recht nicht in Deutschland, wo die staatlichen Mastbetriebe ARD und ZDF mit ihren 20 TV- und 55 Radiosendern der privaten Konkurrenz die Freude am Wirtschaften längst geraubt haben.

Wie zuvor die Musikindustrie sieht sich auch das Fernsehen durch die Digitalisierung einem beängstigenden Wandel ausgesetzt. Schon heute knüpfen Telekomkonzerne und Internetfirmen, Computer- und Mobiltelefonhersteller neue Allianzen, um die Herrschaft über die Welt der Bewegtbilder an sich zu reißen: Wer setzt sich morgen noch vor die Glotze im Wohnzimmer, wenn er die Bundesliga auch unterwegs auf dem iPhone sehen und Spielfilme bei Sevenload oder Joost im Netz bestellen kann?


Man muss kein Hellseher sein, um einem milliardenhoch verschuldeten und über Jahre hinweg ausgeplünderten Mittelständler wie P7S1 eine schwere Zeit vorherzusagen gegen Wettbewerber wie Nokia , Google oder Apple .

Die sicherste Methode, die Einnahmen zu steigern, besteht darin, höhere Einschaltquoten zu erzielen. Aber das ist der kniffligste Teil beim Fernsehen.

Die zugkräftigsten Programme dieses Jahres laufen bei ARD und ZDF: Fußball-Europameisterschaft und Olympische Spiele. Überdies wollen die Einkäufer des Marktführers RTL die Gunst der Umstände nach Herzenslust nutzen und den klammen Bayern viele Übertragungsrechte abjagen: "Wir legen die trocken", tönt ein RTL-Manager. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen haben die RTL-Sender ihren Marktanteil auf 33,7 Prozent erhöht und damit den Abstand auf P7S1 (29,2 Prozent) vergrößert. In Sonderheit Sat.1 agiert dramatisch uninspiriert.

Das frühere Schmuckstück des hiesigen Privatfernsehens hat alle Stadien des Bedeutungsverlustes durchmessen, zuletzt eine Reihe von Flops produziert, 180 Mitarbeiter entlassen und einige Sendungen gleich ganz aus dem Programm katapultiert.


Seit der Quotenhit "Verliebt in Berlin" nicht mehr läuft, haben den Hauptstadtsender das Glück und Teile seines Publikums verlassen.

Große Hoffnungen setzt de Posch in den neuen Geschäftsführer Torsten Rossmann (44), der dem Sat.1-Regenten Matthias Alberti (44) seit einigen Monaten sekundiert.

Rossmann, der zuvor den hauseigenen Nachrichtenkanal N24 dirigiert hat, gilt als einer der fähigsten Köpfe des Unternehmens. Mit den ambitionierten "Sat.1 Nachrichten", einer neuen Telenovela (Arbeitstitel "In Liebe Lena") und einigen Marketingtricks soll der Sender "wieder eine größere Relevanz für die Zuschauer und eine größere publizistische Bedeutung erhalten" (Rossmann). Man wird sehen, ob dies gelingt.

An einer weiteren Personalie lässt sich bereits eine Teil-Entmachtung von de Posch absehen. Der Konzern hat Andreas Bartl (45) die Verantwortung für die Sender Sat.1, ProSieben, Kabel eins und N24 übertragen, der neue Deutschland-Chef soll die Programmstrategien der vier Sender koordinieren.


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Vor einigen Monaten machte das Gerücht die Runde, dass der Axel Springer Verlag, dem die Übernahme der P7S1-Gruppe vom Kartellamt untersagt worden war, sich für den Erwerb von Sat.1 und N24 interessiere. Im Springer-Vorstand freilich verfolgt man ganz andere Pläne. Bis Ende des Jahres will das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden, ob das Übernahmeverbot des Kartellamts rechtswidrig war. Sollte sich der Verlagsriese durchsetzen, will er ein neues Angebot für P7S1 prüfen.

Vor zwei Jahren waren die Berliner bereit, bis zu 4,2 Milliarden Euro für die Senderfamilie zu bezahlen. Den weiteren Bemühungen von P7S1-Dirigent Guillaume de Posch sehen sie frohen Herzens entgegen: "Wenn er so weitermacht", sagt ein Vorstand, "bekommen wir die Sender bald umsonst."


:cool: :cool: :cool:
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18.05.08 15:27:31
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Permira-Chef gegen Verkauf von Sat.1 - Verschuldung nicht zu hoch


MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Deutschland-Chef des Finanzinvestors Permira, Jörg Rockenhäuser hat einer Herauslösung des Senders Sat.1 aus dem TV-Konzern ProSiebenSat.1 eine Absage erteilt. ´Aus unserer Sicht macht das überhaupt keinen Sinn. Sat.1 wird nicht verkauft´, sagte er dem Nachrichtenmagazin ´Focus´. Rockenhäuser reagierte damit auf einen Vorstoß von Premiere-Chef Michael Börnicke, der Interesse am Kauf von Sat.1 angemeldet hatte. Die von den Finanzinvestoren KKR und Permira kontrollierte Lavena Holding 5 hält knapp 63 Prozent an ProSiebenSat.1.



Gleichzeitig wehrte sich Rockenhäuser gegen den Vorwurf, der Konzern sei mit rund 3,5 Milliarden Euro überschuldet. ´Die Verschuldung erscheint vielleicht hoch, ist aber nicht zu hoch.´ Im vergangenen Jahr hatte ProSiebenSat.1 die skandinavische Senderkette SBS für rund 3,3 Milliarden Euro übernommen.

Im ersten Quartal hatte ProSiebenSat.1 wegen sinkender Werbeeinnahmen und schwacher Quoten auf dem Heimatmarkt deutliche Rückschläge hinnehmen müssen. Konzernweit sank das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 25 Prozent auf 88,5 Millionen Euro. Vor Steuern rutschte der Konzern in die roten Zahlen und verbuchte einen Verlust von 8,5 Millionen Euro nach einem Plus von 41,7 Millionen im Jahr zuvor. Der Umsatz ging um 2 Prozent auf 729 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Besserung der Lage und will unterdessen Kosten einsparen./mf/DP/sc

Autor: dpa-AFX
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18.05.08 18:09:18
Diese Aktie fasse ich momentan nicht mal mit der Kneifzange an. Eigentlich ist es sehr traurig was aus dem Unternehmen geworden ist.....
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18.05.08 20:34:11
Rupert Murdoch will vermutlich den ganzen Laden,
und da legt er gerne auch ein bisschen mehr auf
den Tisch.
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21.05.08 14:51:21
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LONDON - Goldman Sachs hat das Kursziel für ProSiebenSat.1 von 11,00 auf 8,50
Euro gesenkt und die Einschätzung mit 'Neutral' bestätigt. Der Gewinneinbruch im
ersten Quartal habe die schwächer werdende Nachfrage der Konsumenten
verdeutlicht, schrieben die Analysten in einer Studie vom Dienstag

:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
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21.05.08 18:14:38
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.142.753 von Durlacher am 21.05.08 14:51:21Für die Goldmänner sagt also der Peer-Group-Vergleich, dass es weitere 15% runter gehen soll. Na ja, nach der Dividendenzahlung könnte es passen.

Fakt ist, dass die RTL Group an der Börse ca. 6x soviel wert wie Prosieben ist und ca. doppelt soviel Umsatz macht. Nur Verluste machen sie halt nicht.

Bei den Analysten weiß man nie, wer die "Vorgabe" gemacht hat. Gerade Goldnann Sachs halte ich für recht schlitzohrig.
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22.05.08 13:20:40
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Miese Quoten: Sat.1 verschiebt "Niels Ruf Show"


(21.05.2008) Zuletzt holte die "Niels Ruf Show" am späten Freitagabend nur noch miserable 2,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Nun reagiert Sat.1 und verschiebt die Late Night weiter in die Nacht


Einen Monat reichte das vorher angekündigte Durchhaltevermögen von Sat.1 aus, trotz von Anfang an äußerst schwacher Quoten unverändert an der Niels Ruf Show auf dem Sendeplatz am Freitagabend um 23:15 Uhr festzuhalten. Doch nachdem am Freitag nur noch ein Marktanteil von 2,9 Prozent in der Zielgruppe erreicht worden war, war die Schmerzgrenze nun offenbar doch erreicht.

Mit sofortiger Wirkung verschiebt Sat.1 seinen neuesten Versuch, wieder im Late Night-Genre Fuß zu fassen, um eine Stunde nach hinten. Bereits am Freitag läuft die "Niels Ruf Show" somit freitags immer erst ab 0:15 Uhr. Stattdessen wiederholt Sat.1 in der Stunde davor alte Folgen der beiden Comedyformate "Mensch Markus" und "Die dreisten Drei", die bislang im Anschluss an die "Niels Ruf Show" zu sehen waren - allerdings ebenfalls mit sehr bescheidenen Quoten.

Was mit der "Niels Ruf Show" passiert, wenn sie auch auf diesem Sendeplatz keine höheren Quoten einfährt, ist zunächst unklar. Vor dem Wechsel zu Sat.1 lief die Show bereits eineinhalb Jahre als Eigenproduktion des Pay-TV-Senders Sat.1 Comedy - ob sie allein dort fortgesetzt werden könnte, erscheint aber fraglich.



Redakteur: Uwe Mantel(21.05.2008) - 12:43
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22.05.08 13:22:16
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ProSieben: "Unschuldig" fällt auf neuen Tiefstwert


(22.05.2008) Die einst so gut gestartete ProSieben-Serie "Unschuldig" fiel nach den Rückgängen in den Wochen zuvor am Mittwochabend noch weiter ab. Nicht überzeugen können weiter auch "Cold Case" und "Emergency Room"


Fast 15 Prozent Marktanteil holte die erste Folge der neuen ProSieben-Serie "Unschuldig" am 23. April. Endlich, so schien es, könnte ein Privatsender mal wieder mit einer deutschen Serie punkten. Doch schon eine Woche später kam die Ernüchterung, die Quoten brachen deutlich ein. In dieser Woche erreichte "Unschuldig" nun einen neuen Tiefstwert. Auf die Quoten gedrückt haben dürfte die Champions League-Übertragung bei Sat.1 - doch andere Sender bewiesen, dass auch dagegen durchaus mehr drin war. Nicht nur die RTL-Dokusoaps auch Vox lag mit seinen Serien vor ProSieben.

Nur noch 810.000 Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren sahen sich die fünfte Folge von "Unschuldig" bei ProSieben an - das waren nicht einmal mehr halb so viel wie bei der ersten Folge. Der Marktanteil in der Zielgruppe sank auf 7,9 Prozent. Auch beim Gesamtpublikum sah es mau aus: 1,5 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen insgesamt zu, der Marktanteil lag bei 5,5 Prozent.

Doch "Unschuldig" ist längst nicht das einzige Problemkind von ProSieben am Mittwochabend. Noch schlechter ergeht es derzeit "Cold Case" direkt im Anschluss. In dieser Woche reichte es nur noch für 6,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Insgesamt schauten noch 1,41 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zu. "Emergency Room" holte danach sogar nur noch 6,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.



Redakteur: Uwe Mantel(22.05.2008) - 09:29

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22.05.08 14:34:44

Lässt die Heuschrecke noch was übrig:D
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22.05.08 19:16:16
Wenn das Benzin erstmal so teuer ist,
dass die Leute daheim bleiben müssen,
dann wird auch wieder mehr SAT1 und
PRO7 gesehen.
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23.05.08 10:10:32
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Voraussehbarer Flop

Neue Sat.1-Serie "Threat Matrix" startet schwach



(23.05.2008) Sat.1 holte am Donnerstagabend die in den USA längst abgesetzte US-Serie "Threat Matrix" aus dem Archiv. Doch was in Amerika schon nicht funktionierte, kam auch beim deutschen Publikum nicht an.


Man müsse "das existierende Programmvermögen optimiert nutzen", sagte ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch bei der Vorstellung der enttäuschenden Zahlen für das erste Quartal und dem damit verbundenen erneuten Sparprogramm. Ganz in diesem Sinne hat Sat.1 noch einmal tief im Archiv gekramt und dort die in den USA schon 2004 vorzeitig abgesetzte Serie "Threat Matrix" entdeckt.

Obwohl ABC mangels Erfolg nicht einmal alle 16 produzierten Folgen ausstrahlte und schon nach 14 Folgen den Stecker zog, und obwohl Sat.1 mit ähnlichen Serien wie "E-Ring" schon keine guten Erfahrungen gemacht hatte, holte der Berliner Sender "Threat Matrix" ins Programm - und holte wenig überraschend zum Start nur sehr magere Quoten.

Mit 0,92 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern kam die erste Folge von "Threat Matrix" ab 22:15 Uhr nicht über einen Marktanteil von 9,2 Prozent in der Zielgruppe hinaus. Insgesamt schauten nur 1,72 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zu. Dabei lief es direkt davor für Sat.1 noch gut. "Navy CIS" kam mit einer Wiederholung auf 13,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Doch von den 2,75 Millionen Zuschauern bei "Navy CIS" verlor "Threat Matrix" über eine Million.

Sehr enttäuschend läuft bei Sat.1 zudem nach wie vor die Serie "GSG 9". In dieser Woche reichte es wieder nur für 6,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Insgesamt schalteten um 20:15 Uhr nur 1,43 Millionen Zuschauer ab drei Jahren ein. Noch schlechter lief es bei Sat.1 nur für die Nachrichten, die um 20 Uhr weiterhin auf keinen grünen Zweig kommen. Am Donnerstag lag der Marktanteil bei 6,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.



Redakteur: DWDL/Uwe Mantel(23.05.2008) - 09:40
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23.05.08 14:00:16
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Trotz mieser Quoten

Überraschung: Sat.1 setzt "Die Abzocker" fort



(23.05.2008) Zum Schluss war der Marktanteil des Sat.1-Formats "Die Abzocker" auf unter 5 Prozent gefallen. Überraschend gibt es nun aber dennoch eine zweite Staffel


Anfang des Jahres startete Sat.1 das Service-Dokuformat "Die Abzocker", eine Art modernisiertes "Vorsicht Falle", in der verschiedene Trickbetrügereien vorgestellt wurden. Nachdem der Start mit einem Marktanteil von 13,4 Prozent in der Zielgruppe noch recht ordentlich ausgefallen war, ging es in den Folgewochen schnell bergab.

Mit einer Ausnahme lag das Format durchgehend im einstelligen Bereich, die allerletzte Folge kam - allerdings gegen eine Fußball-Übertragung - dann nicht mal mehr über die 5-Prozent-Marke hinaus. Für eine Fortsetzung sprach also eigentlich nur wenig - und dennoch hat sich Sat.1 für eine zweite Staffel entschieden.

Insgesamt elf neue Folgen wird Sat.1 ab dem 2. Juli über den Sommer ausstrahlen. Zu sehen gibt es die neuen Folgen der "Abzocker" dann immer mittwochs um 20.15 Uhr. Eine Änderung gibt es allerdings bei der Besetzung: Statt Christoph von Gonschor gehört künftig Philipp Langenegger zum Team der drei "Abzocker". Lars Pape und Agnieszka Guzikowska sind unverändert dabei. Inhaltlich wird es ansonsten keine Änderungen geben. Die drei führen mit versteckter Kamera die Tricks der Betrüger vor und zeigen, wie man sich davor schützen kann. In England läuft das Original unter dem Titel "The Real Hustle", in Deutschland wird das Format von Granada produziert.

Ebenfalls wieder ins Programm zurück kehrt das einst völlig gefloppte "Gemeinsam stark". Hier zeigt Sat.1 sechs bislang nicht ausgestrahlte Folgen am späten Mittwochabend ab 23:15 Uhr. Los geht's ebenfalls am 2. Juli. Der Titel des Formats wurde leicht angepasst und lautet künftig "Die Sat.1 Doku - Gemeinsam stark".

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27.05.08 00:22:07
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ProSiebenSat.1 kauft Lokalisten fast vollständig


(26.05.2008) ProSiebenSat.1 ist trotz Schulden in Kauflaune und hat seine Beteiligung an der Social Community Lokalisten.de von 30 auf 90 Prozent ausgebaut


Auch wenn ProSiebenSat.1 seit der Übernahme der SBS Broadcasting Group bis zum Hals in Schulden steckt: Geld genug für eine Einkaufstour im Internet ist noch da. Der TV-Konzern hat seine Beteiligung am Social Network Lokalisten.de nun deutlich ausgebaut.

Bereits im Herbst 2006 hatte sich ProSiebenSat.1 zu 30 Prozent an den Lokalisten beteiligt. Anfang des Jahres hatte Marcus Englert, im Konzernvorstand für den Bereich Diversifikation zuständig, dann bereits angekündigt, in diesem Jahr darüber zu entscheiden, ob man auch die restlichen Anteile übernehmen werde.

Nun hat ProSiebenSat.1 die Lokalisten zwar nicht ganz übernommen, aber seine Beteiligung auf 90 Prozent ausgebaut. Der kolportierte Kaufpreis liegt bei rund 20 Millionen Euro, offiziell gibt es dazu aber kein Statement. Nicht nur ProSiebenSat.1, auch die RTL Group drängt in den Markt der Social Communities und hat sich jüngst zu 49 Prozent an wer-kennt-wen.de beteiligt.

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28.05.08 10:39:31
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Erst um eigenen Baustellen kümmern Premiere: Interesse an Sat.1 offenbar abgekühlt


(27.05.2008) Laut einem Bericht will sich Premiere zunächst um die eigenen Probleme kümmern, bevor man ins Free-TV expandiert. Damit ist der Griff nach Sat.1 hinfällig.


Abgekühlt ist offenbar das Interesse von Premiere am Free-TV-Sender Sat.1. Laut einem Bericht von "Dow Jones Newswires" sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Börnicke, Premiere müsse sich im Laufe der kommenden zwölf Monate vorerst um seine eigenen Angelegenheiten kümmern. Dass Sat.1 nicht zum Verkauf stehe sei daher nicht bedauerlich. Vor einigen Wochen sorgte Börnicke für Aufsehen, als er ankündigte, mit Premiere Sat.1 übernehmen zu wollen. Der Sender steht ohnehin nicht zum Verkauf. Bereits als Börnicke die Absicht, Sat.1 zu übernehmen ankündigte, gingen Beobachter davon aus, es handele sich um keine allzu drängende Absicht, da es keine Gespräche zwischen den Unternehmen gegeben hatte und als eher unwahrscheinlich galt, dass ProSiebenSat.1 den Sender aus der Gruppe herauslösen wird.

Für den Fall allerdings, dass Rupert Murdoch mit seinem Unternehmen NewsCorp. beabsichtigt, weitere Anteile an Premiere zu übernehmen, habe der Bezahlanbieter zwei Investmentbanken beauftragt, die die Interessen aller Aktionäre des Unternehmens vertreten sollen, berichtet "Dow Jones Newswires" weiter.


NewsCorp. verfügt seit der vergangenen Woche über 25,01 Prozent der Premiere-Anteile, und besitzt damit eine Sperrminorität. Im Juni soll der Aufsichtsrat des Medienunternehmens von drei auf sechs Mitglieder vergrößert werden. Die neuen Mitglieder kommen aus dem Umfeld von Rupert Murdoch. Anzeichen für eine weitere Aufstockung der Premiere-Anteile Murdochs auf 30 Prozent sehe Börnicke laut "Dow Jones Newswires" derzeit nicht.


Redakteur: Jochen Voß(27.05.2008) - 17:59
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29.05.08 18:34:25
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.150.722 von Durlacher am 22.05.08 13:20:40ich will ja nicht verallgemeinern, aber ich habe schon bei der ersten Sendung nach ca. 15 Minuten "Unschuldig" weggezappt, weil ich dieses einfallslose, unruhige Gezische und Geblitze nicht ausstehen kann.
Außerdem finde ich die Hauptdarstellerin in dieser Rolle unpassend und auch nicht gut.

Was mich wundert ist, dass diese Leute aus den Fußballübertragungen nicht mehr machen können, wo doch das Heil der Sender immer vom Fußball abhing??

pimpim
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29.05.08 22:35:22
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NYON/HANNOVER (dpa-AFX) - Die Fußball-Fans dürfen auf mehr Live- Übertragungen
von der Champions League im frei empfangbaren Fernsehen hoffen. 18 statt 13
Spiele sollen von der Saison 2009/10 auf jeden Fall im Free-TV zu sehen sein,
weitere 16 könnten hinzukommen. Das ergibt das derzeit laufende Bieterverfahren
für die Medien-Rechte in Deutschland, das am kommenden Dienstag endet. Damit es
zwei Live- Übertragungen pro Spieltag der Königsklasse gibt, müssten allerdings
deutsche Free-TV-Sender für die beiden wichtigsten Rechtepakete bieten, die von
der Agentur TEAM für die Europäische Fußball-Union (UEFA) vermarktet werden.

'Das Interesse auf dem Free-TV-Markt hat sich so gut entwickelt, dass wir dort
ein zusätzliches Spiel ausgeschrieben haben', wird ein TEAM-Mitarbeiter von
'Sportbild online' (Donnerstag) zitiert. Nach Angaben des Internet-Portals
sollen mehrere deutsche Sender interessiert sein, darunter ARD, ZDF und der ProSiebenSat.1-Kanal Sat.1.

Aufgrund des laufenden Vertrages besitzt derzeit Premiere auch in der kommenden
Saison alle Live-Rechte und lässt pro Spieltag eine Partie bei Sat.1 unter dem
Namen 'Champions TV' frei empfangbar zeigen. Dieses Modell soll es nach dem
Willen von UEFA und TEAM in den drei Spielzeiten von 2009 an nicht mehr geben.

Das wichtigste der neuen Pakete enthält unter anderem das Erstzugriffsrecht an
jedem Spieltag der Champions League. Neu sind die Rechte für die dritte
Qualifikations-Runde, für den Supercup sowie für mehr Spiele des Achtelfinales,
das von 2009 nicht mehr auf zwei, sondern auf vier Spieltage verteilt wird.
Dieses Paket könnte theoretisch auch von einem Pay-Anbieter erworben werden. Die
UEFA bevorzugt aber einen Free-Anbieter.

Eine zweites Paket mit weiteren 16 Live-Übertragungen wird sowohl Free- als auch
Pay-Anbietern angeboten. Die Live-Rechte der übrigen Spiele sind nur für den
Pay-Bereich vorgesehen, während das Paket mit den Höhepunkten aller Spiele nur
für das frei empfangbare Fernsehen ausgeschrieben ist. Die Zahl der insgesamt
angebotenen Begegnungen steigt von 125 auf 146, die Zahl der Spieltage von 25
auf 34. Parallel werden auch die UEFA-Cup-Rechte für insgesamt 205 Spiele
vermarktet.

Die Interessenten haben die Pflicht, die Bilder der Champions League nicht nur
im Fernsehen zu zeigen, sondern auch im Internet und über Handy anzubieten. Das
Bieterverfahren für den deutschen Markt hat am 9. Mai begonnen und endet am
kommenden Dienstag um 12 Uhr./mr/DP/fj

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30.05.08 10:38:39
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Erwartet schwach Sat.1-Serie "GSG 9": Abschied im kleinen Kreis


(30.05.2008) Am Donnerstagabend ging die Sat.1-Actionserie "GSG 9" mit dem Finale der zweiten Staffel endgültig zu Ende. Interessiert hat das aber nicht allzu viele Zuschauer.


Sat.1 hat bei seiner Actionserie "GSG 9" eine bemerkenswerte Ausdauer bewiesen. Obwohl die Quoten seit Monaten miserabel waren, hielt der Berliner Sender bis zum bitteren Ende an der Serie fest und zeigte sie sogar weiter tapfer auf dem 20:15 Uhr-Sendeplatz. Belohnt wurde der Sender dafür allerdings nicht.

Schon dass es überhaupt eine zweite Staffel gab, war nur einem kurzfristigen Aufschwung zum Ende von Staffel 1 zu verdanken - denn die meiste Zeit über dümpelte "GSG 9" auch damals schon weit unter Senderschnitt vor sich hin. Die Entscheidung für eine Verlängerung der Serie dürfte man beim Sender dann aber schnell bereut haben.

Schon der Staffelauftakt Mitte Februar fiel mit einem Marktanteil von 10,0 Prozent mager aus - der endgültige Absturz kam dann aber vier Wochen später, als "GSG 9" als deutsche Actionserie auch noch direkt gegen die einzige weitere deutsche Actionserie "Alarm für Cobra 11" antreten musste. Seitdem lag der Marktanteil tief im einstelligen Bereich, kämpfte zeitweise sogar mit der 5-Prozent-Marke - eine schnelle Absetzung hätte da nicht verwundert, zumal Sat.1 bei "Deadline" kurz zuvor trotz höherer Quoten vorzeitig den Stecker gezogen hatte.

Doch Sat.1 hielt durch, bis in dieser Woche nun das Staffelfinale auf dem Programm stand. Einen nennenswerten Aufschwung brachte aber auch das nicht mehr: 1,51 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen die letzte Folge "Helden". Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag somit bei mageren 6,1 Prozent. In der Zielgruppe sah es mit 6,8 Prozent Marktanteil kaum besser aus.

Bei Sat.1 ruhen die Hoffnungen nun auf den Serien-Neustarts im Herbst - und einer Kehrtwende in der Ausrichtung dieser Serien. Bislang versuchte sich Sat.1 vorwiegend an Action- und Krimi-Stoffen. Ab Herbst soll es dann mit zwei Serien im Krankenhaus-Milieu, die sich vorwiegend ans weibliche Publikum richten, aufwärts gehen.



Redakteur: Uwe Mantel(30.05.2008) - 09:38

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30.05.08 11:18:40
Auf dem aktuellen Niveau halte ich PSM für äußerst attraktiv. Und m.M. nach ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis hier große Käufer auftreten oder gleich ein Übernahmeangebot kommt.

Das aktuelle Xetra-Orderbuch schaut auch wieder recht gut aus:

Stück Geld Kurs Brief Stück
9,51 Aktien im Verkauf 330
9,50 Aktien im Verkauf 12.700
9,49 Aktien im Verkauf 1.700
9,48 Aktien im Verkauf 3.233
9,45 Aktien im Verkauf 1.200
9,40 Aktien im Verkauf 2.000
9,39 Aktien im Verkauf 3.200
9,36 Aktien im Verkauf 594
9,33 Aktien im Verkauf 579
9,32 Aktien im Verkauf 8.450

Quelle: http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/PSM.aspx

2.569 Aktien im Kauf 9,31
500 Aktien im Kauf 9,30
16.299 Aktien im Kauf 9,28
4.093 Aktien im Kauf 9,27
5.538 Aktien im Kauf 9,24
8.123 Aktien im Kauf 9,22
585 Aktien im Kauf 9,21
600 Aktien im Kauf 9,20
2.180 Aktien im Kauf 9,19
200 Aktien im Kauf 9,18

Summe Aktien im Kauf Verhältnis Summe Aktien im Verkauf
40.687 1:0,84 33.986
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30.05.08 12:06:09
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.203.210 von bigbill am 30.05.08 11:18:40.
Die hohe Dividende aus der Substanz, Fußball EM und die Olympische Spiele, das ist eine harte Nuss.

Ob sich jetzt ein Einstieg lohnt ? ... :confused:

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30.05.08 12:27:29
Ja dann sollen sie den Laden doch jetzt endlich für € 15 oder so übernehmen!
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30.05.08 15:09:06
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.203.832 von PizPalue am 30.05.08 12:27:29.
Zitat aus TV - FATAL :

Vor einigen Monaten machte das Gerücht die Runde, dass der Axel Springer Verlag, dem die Übernahme der P7S1-Gruppe vom Kartellamt untersagt worden war, sich für den Erwerb von Sat.1 und N24 interessiere. Im Springer-Vorstand freilich verfolgt man ganz andere Pläne. Bis Ende des Jahres will das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden, ob das Übernahmeverbot des Kartellamts rechtswidrig war. Sollte sich der Verlagsriese durchsetzen, will er ein neues Angebot für P7S1 prüfen.

Vor zwei Jahren waren die Berliner bereit, bis zu 4,2 Milliarden Euro für die Senderfamilie zu bezahlen. Den weiteren Bemühungen von P7S1-Dirigent Guillaume de Posch sehen sie frohen Herzens entgegen: "Wenn er so weitermacht", sagt ein Vorstand, "bekommen wir die Sender bald umsonst."

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05.06.08 08:49:39
nächsten Mittwoch gibt es 1,25 € !!! Div.... im Vorfeld könnte der Kurs wieder die 10 nehmen ....wenn der Ausblick auf der HV pos. gesetzt wird ..vielleicht auch mehr
:cool:,
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05.06.08 11:53:14
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ProSieben: "Unschuldig" nun völlig chancenlos


(05.06.2008) Auch "Unschuldig" bedeutet nicht das Ende der deutschen Fiction-Krise. Nach einem starken Auftakt dümpelt die ProSieben-Serie klar unter Senderschnitt und fiel diese Woche auf einen neuen Tiefstwert


Die deutschen Privatsender agieren bei ihren eigenproduzierten Serien weiter glücklos. Auch "Unschuldig" bringt offenbar nicht den so sehnlich erwarteten ersten Erfolg nach einer jahrelangen Durststrecke. Nach einem starken Auftakt mit fast 15 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe bei Folge 1 ist "Unschuldig" inzwischen völlig chancenlos am Mittwochabend.

Nur noch 1,67 Millionen Zuschauer ab drei Jahren schalteten in dieser Woche ein, das reichte beim Gesamtpublikum für eher magere 6,2 Prozent Marktanteil - mit denen man bei ProSieben aber sicher leben könnte, wenn die Serie nicht besonders beim wichtigen werberelevanten Publikum weit unter dem Senderschnitt liegen würde. So fiel "Unschuldig" mit 0,81 Millionen Zuschauern im Alter zwischen 14 und 49 Jahren in dieser Woche auf einen Marktanteil von 7,5 Prozent in der Zielgruppe - der bislang schlechteste Wert seit dem Start der Serie.

Kleiner Trost für ProSieben: Immerhin kam in dieser Woche "Cold Case - Kein Opfer ist je vergessen" etwas besser an als in den letzten Wochen und rettete sich immerhin wieder auf einen zweistelligen Marktanteilswert. Mit 1,18 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern reichte es für 10,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Insgesamt schauten 1,69 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zu.

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05.06.08 11:55:05
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"PROMOTION" NICHT OK

Dauerwerbung: ProSieben unterliegt vor Gericht


(04.06.2008) Mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Berlin hatte ProSieben keinen Erfolg: Die Kennzeichnung einer Dauerwerbesendung als "Promotion" war diesem Beschluss zu Folge nicht zulässig.


Klatsche für ProSieben: Der Sender darf vorerst seine Dauerwerbesendungen nicht mehr mit dem Begriff "Promotion" als Werbung deklarieren, sondern muss entsprechende Programme auch klar erkennbar "Dauerwerbesendung" nennen. Über einen entsprechenden Eilantrag des Senders hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren gegen den Sender entschieden. Gegen diesen Beschluss kann ProSieben noch Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einlegen.

Die Kennzeichnung einer Dauerwerbesendung mit dem Begriff "Promotion" verstoße nach Auffassung des Gerichts gegen die im Rundfunkstaatsvertrag festgeschriebene Kennzeichnungspflicht. Bei der Verwendung des Begriffs "Promotion" bestehe laut Gericht die Gefahr, dass zumindest bei einem Teil der Zuschauer ein Irrtum über den Werbecharakter der Sendung erregt werde. ProSieben hingegen argumentierte unter anderem, der Begriff "Promotion" entspreche dem allgemeinen Sprachgebrauch. Zudem bestehe die Gefahr, dass Werbekunden abwanderten, wenn diese Art der Kennzeichnung untersagt werden würde.

Das Gericht hat mit seiner Entscheidung eine Verfügung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) aus dem vergangenen Dezember bestätigt. Nachdem ProSieben im November 2006 eine Dauerwerbesendung für das Versandhaus Quelle mit dem Begriff "Quelle-Promotion" gekennzeichnet hatte. Die MABB sah darin einen Verstoß gegen die Werberegeln und hatte dem Sender aufgegeben, derartige Verstöße künftig zu unterlassen.

Noch ist in der Sache nicht abschließend entschieden, denn gegen die Beanstandung läuft noch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin. Die aktuelle Entscheidung erfolgte nach einem Eilantrag des Senders, mit dem der Vollzug der Beanstandung bis zum Ergebnis der Klage aufgeschoben werden sollte. Dass ProSieben mit dieser Klage dann Erfolg haben könnte, gilt als unwahrscheinlich, zumal die inhaltliche Argumentation des Gerichts im Eilverfahren bereits ein Indiz für die spätere Entscheidung sein könnte.


Redakteur: Jochen Voß04.06.2008 - 11:13 Uhr

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05.06.08 15:01:20
zur Info...

gesehen bei: http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-06/artikel-…

ProSiebenSat.1 übernimmt Feeem Media

München (BoerseGo.de) - Die ProSiebenSat.1 Group hat die Feeem Media GmbH erworben, die mit ein rasant wachsendes Internetportal und Seitennetzwerk für Frauen in Deutschland betreibt.

"Mit dem Frauen-Portal Fem.com schließen wir eine wichtige Lücke im Internet-Angebot der ProSiebenSat.1 Group, da die Zielgruppe sowohl im Internet wie auch im Fernsehen essentiell ist. Wir vergrößern unser Netzwerk an Online-Portalen, das schon jetzt mehr als 18 Millionen Unique User in Deutschland hat, weiter", sagte Dr. Marcus Englert, Vorstand New Media und Diversifikation der ProSiebenSat.1 Media AG. (News/Aktienkurs)

Fem.com bündelt rund 20 mittlere Internetseiten für die weibliche Zielgruppe. Weitere Partner sollen sukzessive folgen. Das Spektrum der Themen reicht von Beauty, Fashion und Lifestyle über Stars und Musik bis hin zu Liebe und Partnerschaft. Noch 2008 soll das Portal in weiteren Ländern in Europa gelauncht werden.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Gansneder Thomas, Redakteur)

Gruss vom TecNicker :yawn:
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06.06.08 10:19:56
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FILM ? NEIN, DANKE.

Sat.1 geht mit neuem Donnerstag völlig unter


(06.06.2008) Sat.1 setzt in den kommenden Monaten gleich zwei Mal pro Woche auf eigenproduzierte Filme. Doch ob diese Entscheidung so klug war? In Woche 1 war Sat.1 mit einem Film am Donnerstag jedenfalls chancenlos.


Über die Sommermonate wandelt Sat.1 den Donnerstagabend, der bislang mit deutschen und amerikanischen Serien bestückt wurde, zu einem weiteren Abspiel-Platz für seine eigenproduzierten Filme um. Mangels frischer Ware setzt Sat.1 hier aber - wie seit einigen Wochen auch schon dienstags - nur auf Wiederholungen. Das dürfte kostengünstig sein - erfolgversprechend hingegen eher nicht.

Denn nachdem die Film-Wiederholungen schon dienstags nur schlecht funktionieren, tat sich auch der erste Film am Donnerstagabend schwer, was nur zum Teil mit dem starken "Topmodel"-Finale bei ProSieben zu erklären ist. Denn 0,72 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer und ein Marktanteil von 6,4 Prozent in der Zielgruppe für "Es war Mord und ein Dorf schweigt" sind ein zu miserables Ergebnis als dass die Topmodel-Entschuldigung ausreichend wäre - andere Sender schlugen sich schließlich auch beachtlich gegen die starke Konkurrenz. So holte etwa Vox mit dem Film "Crocodile Dundee in Los Angeles" zur gleichen Zeit 10,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Auch beim Gesamtpublikum kam der Sat.1-Film nicht an: 1,57 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen insgesamt zu, was einem Marktanteil von 5,9 Prozent entsprach.

Das schwache Lead-In verbunden mit der starken Konkurrenz drückte zudem auch die Serie "Threat Matrix", die Sat.1 derzeit ab 22:15 Uhr versendet, auf einen neuen Tiefstwert. Mit 570.000 14- bis 49-jährigen Zuschauern kam die in den USA schon nach einer Staffel wieder eingestellte Serie nicht über 6,1 Prozent Marktanteil hinaus. Eine Wiederholung von "R.I.S." blieb danach gar bei 4,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe hängen. Sat.1 darf sich angesichts dessen einmal mehr bei Barbara Salesch, Alexander Hold, Ingo Lenßen und Co. bedanken, dass trotz der miserablen Performance in der Primetime am Ende doch noch ein knapp zweistelliger Tagesmarktanteil übrig blieb.

Redakteur: Uwe Mantel 06.06.2008 - 09:26 Uhr

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07.06.08 14:45:59
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.241.875 von cure am 05.06.08 08:49:39frage:ich habe am freitag den 6.6.08 um18.30 Uhr Aktien gekauft,bekomme ich noch Dividente oder nicht?
mfg suse
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07.06.08 16:14:35
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.260.707 von suse-1967 am 07.06.08 14:45:59Hallo Suse, Ja kriegst noch die volle Dividende.:laugh:
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09.06.08 14:49:28
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.260.946 von Uhlmannroswitha am 07.06.08 16:14:35Um danach beim Kursziel 5 Euro zu landen.
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09.06.08 15:01:45
ProSiebenSat.1 Media buy (equinet Institutional Services AG)


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Ralf Marinoni, Analyst von Equinet Institutional, stuft die Vorzugsaktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) unverändert mit "buy" ein.

ProSiebenSat.1 Media habe den Kauf des Internetportals Fem.com bekannt gegeben. Mit der Übernahme eröffne sich das Unternehmen das Potenzial zu weiteren Synergien innerhalb des TV-Geschäftes wie zum Beispiel die Werbung für Serien. Das Kursziel von 15 EUR habe unverändert Bestand.

Vor diesem Hintergrund sprechen die Analysten von Equinet Institutional für die Aktie von ProSiebenSat.1 Media weiterhin eine Kaufempfehlung aus. (Analyse vom 06.06.08) (06.06.2008/ac/a/d) Analyse-Datum: 06.06.2008

Analyst: equinet Institutional Services AG
Rating des Analysten: buy


Quelle:aktiencheck.de 09/06/2008 14:23
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09.06.08 16:44:06
Empfehlung von:
Borad Borad
Empfehlungspunkte-12.38
ProSiebenSat.1 eher meiden

ProSiebenSat.1 Media AG (PSM)
Verfasst am: 09.06.2008 - 15:23 Uhr

Gelesen: 51 | Gelesen heute: 51 | Beiträge: 1

Letzter Kommentar von: Borad am 09.06.2008 um 15:26 Uhr

Rating: sell
Startkurs: 8.91 €
Kursziel: 5 €
Risiko: Hoch
Horizont: mittelfristig
Aus Charttechnischersicht würde ich vorerst eine ProSiebenSat.1 Aktie meiden.
Der Abwärtstrend ist immer noch voll intakt. Ich würde einen Test der 5 Euro Marke abwarten.

Über 10 Euro gibt es wieder ein Kaufsignal.

Quelle:
http://www.stockjaeger.de/forum/empfehlung/s/prosiebensat-1-…
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10.06.08 13:12:45
Ich habe hier gerade zu 8,83 Euro zugeschlagen. Das Orderbuch schaut einfach zu lecker aus. Kursziel 10 Euro:

Stück Geld Kurs Brief Stück
9,00 Aktien im Verkauf 1.500
8,99 Aktien im Verkauf 3.233
8,98 Aktien im Verkauf 651
8,97 Aktien im Verkauf 100
8,96 Aktien im Verkauf 1.000
8,90 Aktien im Verkauf 2.000
8,89 Aktien im Verkauf 1.288
8,87 Aktien im Verkauf 214
8,86 Aktien im Verkauf 2.444
8,85 Aktien im Verkauf 4.560

Quelle: http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/PSM.aspx

914 Aktien im Kauf 8,84
1.000 Aktien im Kauf 8,83
1.342 Aktien im Kauf 8,81
21.591 Aktien im Kauf 8,80
18 Aktien im Kauf 8,79
1.000 Aktien im Kauf 8,78
3.500 Aktien im Kauf 8,77
15.600 Aktien im Kauf 8,75
2.329 Aktien im Kauf 8,74
1.440 Aktien im Kauf 8,72

Summe Aktien im Kauf Verhältnis Summe Aktien im Verkauf
48.734 1:0,35 16.990
Avatar
10.06.08 15:58:27
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10.06.2008 14:33

Heuschrecken lassen ProSieben bluten

Die Schulden- und Dividendenpolitik der ProSiebenSat.1-Großaktionäre, der beiden Finanzinvestoren KKR und Permira, stößt bei den Aktionären auf heftige Kritik. Auf der Hauptversammlung haben sie ihrem Unmut Luft gemacht.
"Das kann man nur als maßlosen Vorschlag bezeichnen", kommentierte Klaus Schneider von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger das Vorhaben der ProSiebenSat.1-Eigner, für das Jahr 2007 rund 270 Millionen Euro an die Aktionäre auszuschütten. Der Gewinn des mehrheitlich von den Finanzinvestoren KKR und Permira kontrollierten Medienkonzerns hatte nämlich nur bei knapp 90 Millionen Euro gelegen.

ProSiebenSat.1 sei nun nur noch schlecht gegen einen möglichen konjunkturellen Abschwung gewappnet, sagte Aktionärsschützer Schneider. Weitere Einsparungen seien zu befürchten.

Schlachtfest bei ProSiebenSat.1

"Man hat eine Verschuldung akzeptiert, die so hoch ist, dass man als freier Aktionär nur besorgt sein kann", sagte auch Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Die Dividende werde "aus der Substanz" gezahlt. "Ich hatte gehofft, dass auch Private-Equity-Gesellschafter wissen, dass man die Kuh, die man melken will, nicht schlachten sollte." Kleinaktionäre legten dem Management nahe, sich mehr Sendungen zur Schuldnerberatung anzuschauen.

Dabei hat der Finanzinvestor Permira bereits Übung im Durchdrücken von – nach Ansicht von Aktionärsschützern – viel zu hohen Dividenden: Permira hält nämlich auch die Mehrheit am ebenfalls im MDax notierten Modekonzern Hugo Boss. Dort setzte die Private-Equity-Gesellschaft unter anderem eine Sonderdividende in Höhe von fünf Euro durch; insgesamt belief sich die Ausschüttung auf das Dreifache des Gewinns 2007. Die Hugo-Boss-Aktie fiel anschließend von über 40 auf 30 Euro und konnte sich von diesem Tiefschlag bislang nicht erholen:

Intakter Abwärtstrend

Deutet sich bei der ProSiebenSat.1-Aktie nun ein ähnlicher Kurs an? Fakt ist: Die ProSiebenSat.1-Aktie verliert am Dienstag bis zu vier Prozent auf einen Tiefstkurs von 8,60 Euro, kann sich davon aber bis zum Nachmittag wieder weitgehend erholen. Doch seit Jahresbeginn hat sie rund 50 Prozent ihres Werts eingebüßt, seit Juni 2007 sogar knapp 70 Prozent.

In den vergangenen Monaten hatte sich der Abwärtstrend nochmals verschärft: Ende April war der Titel nach Vorlage verheerender Zahlen zum ersten Quartal von zuvor 13,50 auf unter zehn Euro eingebrochen.

Christmann nicht entlastet

Zum Abbau der durch die hohe Ausschüttung verursachten Schulden prüft ProSiebenSat.1 nun den Verkauf von Aktivitäten in Skandinavien und den Niederlanden. Diese Teile gehörten nicht zum Kerngeschäft, sagte der scheidende Finanzchef Lothar Lanz am Dienstag auf der Hauptversammlung in München.

Finanzchef Lothar Lanz und Vertriebschef Peter Christmann verlassen das Unternehmen. Christmann muss eine Kartellstrafe von 120 Millionen Euro verantworten. Weil die Staatsanwaltschaft München gegen ihn ermittelt, zog er den Antrag auf Entlastung auf der Hauptversammlung zurück.

ag
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10.06.08 16:09:22
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ProSiebenSat.1 Aktionäre bemängeln „Plünderei“

Wegen der hohen Verschuldung von ProSiebenSat.1 haben Kleinaktionäre das Management und die Investoren der TV-Sendergruppe scharf kritisiert.

Sie warfen den Großaktionären – den US-Finanzinvestoren Permira und KKR – auf der Hauptversammlung am Dienstag vor, den Münchner Konzern auszuplündern. Die ungewöhnlich hohe Dividende werde aus der Substanz des Unternehmens gezahlt, für die Übernahme der europäischen Senderkette SBS sei zudem ein zu hoher Preis gezahlt worden, kritisierte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. „Man hat sich bis über den Kopf verschuldet.“ Die Verbindlichkeiten stiegen bis Ende März auf 3,4 Milliarden Euro, vor Jahresfrist waren es nur 90 Millionen gewesen.

Vorstand und Aufsichtsrat von ProSiebenSat.1 wollen die Dividende für das vergangene Jahr trotz der Probleme, etwa das Bußgeld von 120 Millionen Euro für Verfehlungen bei der Vermarktung von TV-Werbezeiten, kräftig erhöhen. Das kommt vor allem den Großaktionären, die auch im Aufsichtsrat sitzen, zugute. „Diese Dividende hätten Sie sich sparen können, dem Unternehmen schadet das“, sagte Bergdolt. „Die Kuh, die sie melken wollen, sollten sie nicht schlachten.“ Firmenchef Guillaume de Posch bekräftigte aber, auch künftig den Großteil des Gewinns auszuschütten. Die Handlungsfähigkeit des Unternehmens sei nicht eingeschränkt, Übernahmen könnten aus den laufenden Einnahmen gezahlt werden.

Andere Kleinaktionäre legten dem Management nahe, sich mehr Sendungen zur Schuldnerberatung anzuschauen. Sie kritisierten zudem den „desaströsen Aktienkurs“. ProSiebenSat.1-Aktien kosten derzeit weniger als neun Euro, Anfang Juli 2007 waren es noch mehr als 30 Euro gewesen.

Hoffnung auf gutes zweites Halbjahr

Der Vorstand rechnet nach dem schwachen Start in Jahr 2008 in der zweiten Jahreshälfte mit besseren Werbegeschäften. Der Konzern habe sein neues Vermarktungsmodell in Deutschland angepasst, so de Posch vor rund 250 Aktionären. Nachdem die Senderfamilie, zu der auch Kabel 1 und N24 gehören, im ersten Quartal 2008 wegen Problemen beim Werbeabsatz in die roten Zahlen gerutscht war, sollte sich die Lage im zweiten Halbjahr wieder normalisieren. Im zweiten Quartal sei noch mit Einbußen zu rechnen. Große Impulse werde es in Deutschland aber im Gesamtjahr nicht geben, das Branchenwachstum werde allenfalls bei einem Prozent liegen. Im Ausland sei dagegen mit höheren Raten zu rechnen.

In Skandinavien und den Niederlanden prüft ProSiebenSat.1 weitere Verkäufe: „Dazu zählen die unter der Marke C-More in Skandinavien betriebenen Pay-TV-Sender sowie das niederländische Verlags- und Druckunternehmen Veronica, das unter anderem die TV-Zeitschrift „Veronica“ herausbringt, den Marktführer im Bereich Programmzeitschriften in Holland“, sagte der scheidende Finanzvorstand Lothar Lanz. Erlöse daraus sollen in den Schuldenabbau fließen. Der Verkauf von C-More soll noch im Sommer über die Bühne gehen. Sat.1, eine der Kernmarken, für die sich vor allem der Münchner Pay-TV-Sender Premiere interessiert, stehe nicht zur Disposition. ast/Reuters

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10.06.08 16:16:38
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New York (aktiencheck.de AG) - Thomas A. Singlehurst, Analyst der Citigroup, stuft die Vorzugsaktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) unverändert mit "hold" ein. Nach dem jüngst schon die Gewinnerwartungen nach unten korrigiert worden seien, werde nun das Kursziel weiter von 10,50 auf 9,50 EUR zurückgesetzt. Damit werde den allgemein gesunkenen Bewertungskennziffern im Sektor Rechnung getragen. Auf mittlere Sicht dürften die Margen im europäischen Fernsehgeschäft unter Druck geraten und sich angleichen. Man schenke dem Unternehmen das Vertrauen, dass die Probleme bei der Umstellung des Vertriebsmodells nach dem Urteil der Kartellbehörden gelöst werden könnten. Daher rechne man mit einer leichten Verbesserung des Trends beim Werbewachstum von minus 5% in Q1 auf minus 3% im Gesamtjahr 2008 und einer gewissen Widerstandsfähigkeit in 2009 und 2010. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten der Citigroup die Aktie von ProSiebenSat.1 Media weiterhin zu halten. (Analyse vom 10.06.08) (10.06.2008/ac/a

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10.06.08 17:57:59
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.274.998 von Durlacher am 10.06.08 16:16:38Übermorgen Pro7 7Euro.
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10.06.08 18:45:41
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.275.970 von neonstreif am 10.06.08 17:57:59:laugh: wenn überhaupt, dann nur kurzfristig ;)

Weiding (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "neue märkte Supertrade" bewerten die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172 / WKN 777117) mit "strong trading buy".

Unter dem Dach des Medienunternehmens ProSiebenSat.1 Media AG würden Sat.1, ProSieben, kabel eins und N24 sowie sämtliche Tochter- und Beteiligungsunternehmen firmieren. Insgesamt sei die Gruppe mit 26 Free-TV-Sendern, 24 Pay-TV-Sendern und 22 Radionetzwerken in 13 Ländern Europas aktiv. Mit seinen Fernsehprogrammen erreiche das Unternehmen über 200 Millionen Zuschauer und sei das größte kommerzielle Free-TV-Unternehmen in Deutschland. Kerngeschäft sei dabei das werbefinanzierte Fernsehen.

Optimal laufe es bei dem Medienkonzern keinesfalls, denn innerhalb eines Jahres habe sich der Aktienkurs gedrittelt. Der jüngste Kurseinbruch sei durch ein schwaches Erstquartal ausgelöst worden. Das operative Ergebnis sei wegen sinkender Werbeeinnahmen und schwacher Quoten auf dem Heimatmarkt um ein Viertel eingebrochen. Diese Entwicklung dürfte auch im 2. Quartal anhalten und das saisonal schwache Drittquartal könnte durch die Fußball-EM und die Olympischen Spiele belastet werden. Trotz des schwachen Jahresstarts habe das Management die Prognose bestätigt, das Ergebnis im Gesamtjahr steigern zu wollen.

Der Konzern sehe sich auch nach der Übernahme der skandinavischen Senderkette SBS im vergangenen Jahr derzeit nach weiteren Übernahmezielen um. Zunächst stehe zwar noch die Integration von SBS im Mittelpunkt, bei einer passenden Gelegenheit seien nach Aussage von Aufsichtsratschef Götz Mäuser die Eigner aber bereit, über eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung von Übernahmen nachzudenken. Aus Sicht von Herrn Mäuser sei Größe im Fernsehmarkt ein ganz entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Unter Berücksichtigung der Insiderkäufe könnte es bei dem Mid Cap schnell zu positiven Überraschungen kommen: Die in den Monaten März und April getätigten Insiderkäufe seien zu Kursen zwischen 9,80 Euro und 14,20 Euro ausgeübt worden. Die meisten Käufe seien dabei von Vorstandsmitglied Patrick Tillieux erfolgt. Er habe gleich 1 Mio. Euro in den Medientitel investiert.

Die Hauptversammlung finde am 10. Juni statt. Die Ausschüttung erfolge wie üblich am Folgetag. Die Dividende je Vorzugsaktie liege bei 1,25 Euro und entspreche im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von über 40%. Damit liege die Dividendenrendite der börsennotierten Vorzugsaktie bei knapp 14%.

Ein Vergleich mit dem Modetitel ESCADA könnte etwas Licht in die weitere Kursentwicklung der Medienaktie bringen. Bei ESCADA sei es im April ebenfalls wegen einer Gewinnwarnung zu einem kräftigen Kursrutsch gekommen, welchen Insider zu massiven Käufen von knapp 1 Mio. Euro genutzt hätten. Die Hauptversammlung am 17. April habe für eine Beruhigung gesorgt, so dass anschließend innerhalb weniger Wochen eine kräftige Kurserholung von über 50% erfolgt sei.

Auch bei der inzwischen ausgebombten Aktie von ProSiebenSat.1 Media spiele die Börsenwelt verrückt: Je näher die hohe Ausschüttung rücke, desto günstiger werde der Kaufpreis. Habe vor knapp einem Jahr die Dividendenrendite bei "nur" 4% gelegen, habe sich die Rendite inzwischen mehr als verdreifacht.

Stark vertreten sei der Medienkonzern auch im Internet, denn ProSiebenSat.1 Networld gehöre zu den meistbesuchten Netzwerken im deutschen Internet-Markt. Auch scheine die Masse der Anleger noch nicht registriert zu haben, dass ProSiebenSat.1 Media im Mai den TV-Marktanteil von 6,8% auf 7,1% habe ausbauen können.

Vieles spreche also dafür, dass es nach der Hauptversammlung oder spätestens nach der nächsten Unternehmensmeldung zu einer Kursrally kommen werde. Egal wie es mit dem Konzern strategisch weitergehe, die hohe Dividende in wenigen Tagen sollten sich Anleger auf jeden Fall sichern.

Wegen der massiven Insiderkäufe und der bereits in wenigen Tagen anstehenden, hohen Ausschüttung stufen die Experten von "neue märkte Supertrade" die Medienaktie von ProSiebenSat.1 Media mit dem Rating "strong trading buy" ein. Kurzfristiges Gewinnpotenzial einschließlich Ausschüttung sehe man bei 60%. (Ausgabe 7 vom 06.06.2008) (10.06.2008/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.
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11.06.08 09:00:31
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.276.297 von msvd am 10.06.08 18:45:41Es kann ja auch sein, dass die Heuschrecken nur richtig rechnen können. Wenn man sehr günstig an Fremdkapital kommen kann und das Unternehmen einen hohen cash-flow generiert, kann man auch mit wenig Eigenkapital agieren.
Allerdings frage ich mich, wie gerechtfertigt der Kaufpreis für den Zukauf war. Die Heuschrecke hat allein dadurch schonmal einen Riesengewinn gemacht und dafür immaterielles Anlagevermögen in der Bilanz zurückgelassen. Erinnert mich ungefähr an Mistral Media, bloss in deutlich größerem Stil... :laugh:
Pro7 zu kaufen ist sicherlich sehr risikoreich. Aber wenn sich die Eigenkapitalquote wieder verbessert, könnte es trotzdem was werden...
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11.06.08 09:22:53
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.278.764 von Lacantun am 11.06.08 09:00:31Die 5 Euro rückt näher.
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11.06.08 12:12:43
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.278.905 von neonstreif am 11.06.08 09:22:53Eine dumme Aussage angesichts des Dividendenabschlags.

Der heutige Kurs ist doch ungefähr erwartungsgemäß und nicht dramatisch..
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11.06.08 16:16:44
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.280.430 von PrinzCharts am 11.06.08 12:12:43.
"Der heutige Kurs ist doch ungefähr erwartungsgemäß und nicht dramatisch."

Nicht dramatisch ? ... :confused: ... 7,07 ! ... :eek:

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11.06.08 16:19:35
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München (aktiencheck.de AG) - Friedrich Schellmoser, Analyst von UniCredit Markets & Investment Banking, bewertet die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117, VZ) unverändert mit "hold". ProSiebenSat.1 Media werde heute die angekündigte Dividende von 1,25 EUR je Vorzugsaktie zahlen. Angesichts der hohen Dividende habe man bei UniCredit Markets & Investment Banking das Kursziel für die Unternehmensaktie von 9,50 EUR auf 8,20 EUR gesenkt. Unter Berücksichtigung der aktuellen Dividendenzahlung dürfte sich die Nettoverschuldung des Unternehmens vorübergehend auf rund 3,7 Mrd. EUR ausweiten. Der geplante Verkauf des kanadischen Pay TV-Betreibers C-More und des hochprofitablen niederländischen Unternehmens Veronica dürfte nach Berechnung von UniCredit Markets & Investment Banking zu einem Gesamterlös von bis zu 250 Mio. EUR führen. Angesichts des zu erwartenden Verkaufserlöses werde deutlich, dass es für ProSiebenSat.1 Media sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich sein werde, die eigene Schuldenbasis in einer angemessenen Zeit zu reduzieren, ohne eine deutliche Kehrtwende bei der Dividendenpolitik zu vollziehen. Man gehe davon aus, dass ProSiebenSat.1 Media im laufenden Geschäftsjahr ein EPS von 0,92 EUR generieren werde (KGV: 9,6). Die Analysten von UniCredit Markets & Investment Banking vergeben weiterhin das Rating "hold" für den Anteilschein von ProSiebenSat.1 Media. (Analyse vom 11.06.08) (11.06.2008/ac/a/
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11.06.08 16:25:46
Die derzeitgie Bewertung ist doch geradezu lächerlich! Was ist wenn
die sich entließen SBS wieder abzustoßen? Liegen wir dann wieder bei
30€? Man tut ja so, als hätte man für die Verschuldung keinen
Gegenwert erhalten!
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11.06.08 21:13:19
Was haben denn KKR & Permira seinerzeit je Anteil gezahlt?

Die werden ja vermutlich neben dem SBS-Ertrag und den 1,25 €
Dividende auch noch einen etwas höheren Kurs für ihren
Ausstieg haben wollen.
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12.06.08 08:31:22
Bei Hugo Boss hat Permira ja das gleiche gemacht, man hat eine abartig hohe Dividende beschlossen, die glaube um die 400 Mio. für Permira brachte. Wäre Boss nicht grundsolide hätte das schlimme Folgen haben können.
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12.06.08 09:56:59
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.282.651 von broxicus am 11.06.08 16:25:46Damit triffst Du den Nagel fast auf den Kopf:
Für die hohe Verschuldung hat Pro7 einen deutlich geringeren Gegenwert erhalten. Wenn Pro7 3,5 Mrd. bezahlt hat und SBS aber nur 1,5 Mrd. wert ist, so sind rund 2 Mrd. an den ehemaligen Besitzer von SBS extra gegangen (zufällig der gleiche Besitzer, dem auch Pro7 gehört). Letzlich also auch eine riesige Extra Sonderausschüttung und Pro7 einst hochprofitabel muss nun riesige Schulden an die Banken zahlen.
Dem Unternehmen Pro7 tutdas sicher nicht gut. Dafür hat ca. 2,5 Mrd. EUR Gewinn ein anderer, nämlich die Heuschrecke, die das Kapital natürlich auch wieder einsetzen kann.

Wenn ich über den Springer-Verkaug rechne, hätte Pro7 einen Wert von 4 Mrd. EUR. Wenn ich davon ausgehe, dass die Heuschrecke bereits 2,5 Mrd. rausgezogen hat, würden noch 1,5 Mrd. über bleiben. Der Wert von SBS könnten eventuell den zu zahlenden Zinsen entsprechen.
Ich würde Pro 7 ür 1,5 Mrd. EUR wert halten.
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12.06.08 10:38:18
Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Directors'-Dealings-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Mitteilungspflichtige verantwortlich.
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Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Name: Englert
Vorname: Marcus
Firma: ProSiebenSat.1 Media AG

Beziehung zur Person mit Führungsaufgaben: Ehe- oder eingetragener Lebenspartner
Angaben zur Person mit Führungsaufgaben
Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: ProSiebenSat.1 Vorzugsaktie
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE 0007771172
Geschäftsart: Kauf
Datum: 28.04.2008
Kurs/Preis: 9,99
Währung: EUR
Stückzahl: 5000
Gesamtvolumen: 49950,00
Ort: Xetra Frankfurt/Main
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13.06.08 10:22:54
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Erstausstrahlungen: RTL II wird belohnt, Sat.1 nicht


(13.06.2008) Von der EM unbeeindruckt zeigte RTL II am Donnerstag eine weitere neue Folge von "Law & Order: New York" und holte damit starke Quoten. Ganz anders Sat.1, das trotz Erstausstrahlung mit einem Film erneut unterging

Zwei Sender versuchten am Donnerstagabend mit Erstausstrahlungen der Fußball-Übermacht zu trotzen - mit unterschiedlichem Erfolg. Während RTL II sehr zufrieden sein kann, bleibt Sat.1 auch weiterhin glücklos.

Denn erneut wurde der Berliner Sender nicht dafür belohnt, statt Wiederholungen einen Film in Erstausstrahlung gegen die EM ins Rennen zu schicken. Der Name "Safari ins Glück" war für Sat.1 jedenfalls nicht Programm: Nur 840.000 werberelevante Zuschauer schalteten ein, das reichte gerade mal für 6,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Noch schlechter lief es im Anschluss für "Threat Matrix", das sogar nur 4,2 Prozent Marktanteil entsprach.

Mehr Glück hatte da RTL II: Mit einer weiteren Folge von "Law & Order: New York" in deutscher Erstausstrahlung zeigte man sich fast unbeeindruckt von der EM. Für RTL II-Verhältnisse starke 7,3 Prozent Marktanteil erzielte RTL II damit um 20:15 Uhr in der Zielgruppe. Auch beim Gesamtpublikum sah es mit 1,46 Millionen Zuschauern und 4,8 Prozent Marktanteil gut aus. "Frauentausch" kam im Anschluss dann allerdings nicht über 4,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe hinaus.
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16.06.08 14:43:38
Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Directors'-Dealings-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Mitteilungspflichtige verantwortlich.
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Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Name: Christmann
Vorname: Silke
Firma: xx

Beziehung zur Person mit Führungsaufgaben: Ehe- oder eingetragener Lebenspartner
Angaben zur Person mit Führungsaufgaben
Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: ProSiebenSat.1 Vorzugsaktie
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE 000777172
Geschäftsart: Kauf
Datum: 11.06.2008
Kurs/Preis: 7,5500
Währung: EUR
Stückzahl: 2600
Gesamtvolumen: 19630,00
Ort: Xetra Frankfurt/Main
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16.06.08 18:38:44
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Ralf Marinoni, Analyst von Equinet Institutional, stuft die Vorzugsaktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) unverändert mit "buy" ein. ProSiebenSat.1 habe die skandinavische Bezahlfernseh-Tochter C More verkauft. Durch die Transaktion könne das Unternehmen seine Verschuldung verringern. Die Aktie sei aktuell günstig bewertet. Das Kursziel von 15 EUR habe unverändert Bestand. Vor diesem Hintergrund sprechen die Analysten von Equinet Institutional für die Aktie von ProSiebenSat.1 Media weiterhin eine Kaufempfehlung aus. (Analyse vom 16.06.08) (16.06.2008/ac/a/d)
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16.06.08 18:39:41
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Amsterdam (aktiencheck.de AG) - Felix Braune, Analyst von Cheuvreux, stuft die Vorzugsaktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) unverändert mit "underperform" ein. ProSiebenSat.1 Media habe das skandinavische Bezahlfernsehgeschäft C More für 320 Mio. EUR an die schwedische TV4 verkauft. Die Veräußerung der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Sparte sei zwar positiv. ProSiebenSat.1 habe allerdings noch zahlreiche weitere Probleme zu lösen. Abgesehen davon seien die Aussichten für die Werbeausgaben schlecht. Am Kursziel von 10,50 EUR werde festgehalten. Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten von Cheuvreux bei ihrem Votum "undererform" für die Aktie von ProSiebenSat.1 Media. (Analyse vom 16.06.08) (16.06.2008/ac/a/d)
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17.06.08 09:49:16
Habe gelesen, ProSiebenSat1 hat jetzt einen KGV von unter 6,9 bei einem Kurs von 9,36 Euro, letzte Ausgabe Focus Money, Tabelle
Jetzt stehen wir bei ca. 7,8 Euro?
Bei dem Kurs sehr günstig, wenn alles geklärt ist, geht es wieder rauf?
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17.06.08 10:38:50
ProSiebenSat.1 Media-Call empfehlenswert

16.06.2008
Optionsschein Trader

Endingen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Optionsschein Trader" empfehlen unverändert den von Sal. Oppenheim emittierten Call (ISIN DE000SFL1MN4 / WKN SFL1MN) auf die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172 / WKN 777117, VZ).

Am 10. Juni habe die Hauptversammlung der ProSiebenSat.1 Media AG stattgefunden. Die Finanzinvestoren Permira und KKR hätten eine Dividendenausschüttung von 270 Mio. Euro durchgedrückt. Und das, obwohl der Gewinn in 2007 lediglich bei 90 Mio. Euro gelegen habe. Analysten seien darüber enttäuscht gewesen. Dementsprechend sei die Aktie unter Druck geraten. Zuviel des Guten, sodass spekulative Trader hier auf ein Comeback bis 16/18 Euro wetten könnten.

Somit empfehlen die Experten von "Optionsschein Trader" erneut unter spekulativer Betrachtungsweise den oben genannten ProSiebenSat.1 Media-Call. (Ausgabe 22 vom 16.06.2008) (16.06.2008/oc/a/d)

WKN SFL1MN
OS-Typ Amerik. Call
Emittent Sal. Oppenheim
Underlying ProSiebenSat.1 Media
Basispreis 10,00 Euro
Kurs Underlying 7,71 Euro
Bezugsverhältnis 10/1
Laufzeit 12.06.2009
Aufgeld in % 44,32
Omega 2,952
Preis OS 0,13 Euro
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17.06.08 10:45:38
Ehefrau von ProSiebenSat.1-Vorstandsmitglied kauft Aktienpaket
Silke Christmann ordert weitere Papiere
Ralph Bauer
powered by SAT+KABEL
16.06.2008, 15:03 Uhr Ralph Bauer

(rb) Die Ehefrau von ProSiebenSat.1 Vorstandsmitglied Peter Christmann hat bereits vergangene Woche ein größeres Aktienpaket der Mediengruppe gekauft.

Laut einer am Montag veröffentlichten Ad-hoc-Meldung erwarb Silke Christmann am vergangenen Mittwoch (11. Juni) in Frankfurt 2600 Vorzugspapiere von ProSiebenSat.1 zum Gesamtpreis von 19.630 Euro. Nach Angaben der Sendergruppe hatte Christmann bereits im April dieses Jahres im mehreren Tranchen Vorzugsaktien im Wert von knapp 40.000 Euro gekauft.

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Der scheidende Peter Christmann war auf der Hauptversammlung von ProSiebenSat.1 zunächst nicht entlastet worden. Gegen den Manager wird im Zusammenhang mit der Vermarktung von TV-Werbung ermittelt. ProSiebenSat.1 hatte ein vom Bundeskartellamt beanstandetes Modell zurückgezogen und ein Rekordbußgeld bezahlt. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht der Bestechung im geschäftlichen Verkehr.

Update 15.25 Uhr: Weitere Informationen im letzten Absatz ergänzt.
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17.06.08 10:46:08
Das sollten Sie auch tun....Kaufen!!!:)
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17.06.08 10:50:38
München (aktiencheck.de AG) - Friedrich Schellmoser, Analyst von UniCredit Markets & Investment Banking, bewertet den Anteilschein von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117, VZ) unverändert mit "hold". ProSiebenSat.1 Media habe die skandinavischen Pay TV-Aktivitäten unter dem Dach der C-More Group verkauft. Die Transaktion werde nach der Genehmigung durch die Kartellbehörden voraussichtlich im Laufe des dritten Quartals 2008 abgeschlossen. Bei UniCredit Markets & Investment Banking stufe man den Verkauf als sehr positive Maßnahme ein, zumal dieser Teil des Konzerns nicht einfach zu veräußern gewesen sei, was neben der geringen Kundenbeziehungen des Pay TV-Betreibers auch auf die schwache Geschäftsentwicklung in der Vergangenheit zurückzuführen sei. Durch die Veräußerung dürften sich die Nettoschulden von ProSiebenSat.1 Media auf rund 3,3 Mrd. EUR reduzieren. Der Verkauf des hochprofitablen dänischen Unternehmens Veronica dürfte indes leichter zu bewerkstelligen sein. Bei UniCredit Markets & Investment Banking gehe man davon aus, dass ein Verkauf im Verlauf der nächsten Wochen anstehen werde. Das Kursziel der ProSiebenSat.1 Media-Aktie sehe man nach wie vor bei 8,20 EUR. Vor diesem Hintergrund halten die Analysten von UniCredit Markets & Investment Banking an ihrem Rating "hold" für die Aktie von ProSiebenSat.1 Media fest. (Analyse vom 17.06.08) (17.06.2008/ac/a/d)
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17.06.08 13:46:53
ProSiebenSat.1 Media AG / Personalie

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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München, 17. Juni 2008. Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der
ProSiebenSat.1 Media AG, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31.
Dezember 2008 verlassen. Darauf haben sich der Aufsichtsrat und der
Vorstandsvorsitzende heute einvernehmlich verständigt. Guillaume de Posch
ist seit vier Jahren Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG.
Andreas Bartl, seit Mai Managing Director der
ProSiebenSat.1-Tochtergesellschaft German Free-TV Holding GmbH, wird mit
sofortiger Wirkung in den Vorstand der ProSiebenSat.1 Media AG berufen.
Sein Geschäftsbereich wird German Free-TV sein.

Ansprechpartner:
Julian Geist
Leiter
Unternehmenskommunikation
ProSiebenSat.1 Media AG
Medienallee 7
D-85774 Unterföhring
Tel. +49 [89] 95 07-11 51
Fax +49 [89] 95 07-911 51

E-mail:
Julian.Geist@ProSiebenSat1.com

Pressemitteilung online:
www.ProSiebenSat1.com
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17.06.08 14:13:13
Realtime-Kurs
Geld 7,28
Brief 7,29

14:10:45
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17.06.08 14:16:31
New York (aktiencheck.de AG) - Filippo Pietro Lo Franco und Julie Duval, Analysten von J.P. Morgan Securities, stufen die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117, VZ) mit "overweight" ein. ProSiebenSat.1 Media habe in einer Pressemitteilung angekündigt, dass die Pay TV-Aktivitäten von C More für 320 Mio. EUR an TV4 verkauft würden. Da der Verkauf von C More bereits lange erwartet worden sei, stelle die aktuelle Meldung keine Überraschung dar. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung habe das Management von ProSiebenSat.1 Media bereits darauf hingewiesen, dass der Verkauf der Aktivitäten in Skandinavien und in den Niederlanden dazu genutzt werden solle, die Schuldenbasis des Konzerns zu reduzieren. Der Verkaufspreis liege 25% unter der bisherigen Schätzung von J.P. Morgan Securities. Man halte die Meldung trotzdem für eine gute Nachricht, da sie dazu beitragen dürfte, die Bedenken der Investoren bezüglich der Nettoschulden von ProSiebenSat.1 Media (3,3 Mrd. EUR) zu beschwichtigen. Mit der Veräußerung der Print-Aktivitäten in den Niederländen könnte das Unternehmen die Schuldenbasis weiter senken. Obwohl diese Aktivitäten hoch rentabel seien (EBITDA-Marge von rund 30%), seien sie nicht als strategisches Asset zu betrachten. Nach Einschätzung von J.P. Morgan Securities könnte ProSiebenSat.1 Media mit dem Verkauf der Print-Aktivitäten einen Erlös von 200-250 Mio. EUR erzielen. Die Analysten von J.P. Morgan Securities bewerten den Anteilschein von ProSiebenSat.1 Media mit "overweight". (Analyse vom 17.06.08) (17.06.2008/ac/a/
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17.06.08 14:17:00
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.316.221 von Durlacher am 17.06.08 14:13:13Zuerst wurde gefeiert, dann ging es mit Siebenmeilenstiefeln nach unten. Was für eine Drecks-Aktie, da kann man seinem Geld nur noch hinterherwinken.
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17.06.08 15:09:19
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.316.249 von mailerdaemon am 17.06.08 14:17:00.
Tja, jetzt verlässt die Oberratte das Schiff. Würde mich nicht wundern, wenn die Aktie bis zum Jahresende bei 6 € steht.

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17.06.08 17:31:14
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Guillaume de Posch verlässt ProSiebenSat.1 Ende 2008


(17.06.2008) Am 31. Dezember verlässt Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG, das Unternehmen. Andreas Bartl, derzeit für das deutsche Free-TV-Geschäft der Sendergruppe verantwortlich, wird mit sofortiger Wirkung in den Konzernvorstand berufen. Erst kürzlich haben mit Lothar Lanz und Peter Christmann zwei wichtige Mitglieder den Vorstand verlassen.


Nach vier Jahren nimmt Guillaume de Posch seinen Hut bei der ProSiebenSat.1 Media AG. Wie der Konzern am Dienstag Mittag mitteilte, wird der Manager das Unternehmen zum Jahresende verlassen - auf eigenen Wunsch, wie es in der Mitteilung heiß. De Posch habe sich mit dem Aufsichtsrat einvernehmlich auf den Ausstieg verständigt. "Wir haben Guillaumes Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis genommen und wünschen ihm viel Erfolg in seiner weiteren Karriere", kommentierte ProSiebenSat.1-Aufsichtsrats-Chef Götz Mäuser die Entscheidung.


"Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt, eine neue Herausforderung zu suchen. Ich durfte ein tolles Unternehmen mit einem starken Management-Team leiten und hatte die zuverlässige Unterstützung zweier engagierter Shareholder", sagte de Posch. De Posch übernahm den Posten des Vorstandsvorsitzenden im Juni 2004. Seine Karriere im Mediengeschäft begann im Jahr 1993 bei der CLT, die heute zu RTL gehört.

Mit sofortiger Wirkung beruft der Aufsichtsrat zudem Andreas Bartl in den Vorstand der Unternehmensgruppe. Erst vor wenigen Wochen wurde Bartl vom Posten des ProSieben-Geschäftsführers zum Leiter der deutschen Free-TV-Aktivitäten mit den Sendern ProSieben, Sat.1, Kabel eins und N24 berufen. An seinen Zuständigkeiten wird sich nichts ändern. "Ich freue mich sehr über die Nominierung und werde auch im Vorstand die Ziele der German-Free-TV-Familie weiterverfolgen", so Bartl.

Die aktuellen Personalien an der Spitze des Medienkonzerns sind ein weiterer Schritt beim Umbau des Unternehmens, das nach dem Verkauf an die Finanzinvestoren um KKR und Permira im vergangenen Jahr die Sendergruppe SBS übernommen hat. Erst kürzlich wurden mit Peter Christmann und Lothar Lanz zwei langgediente Vorstandsmitglieder des Unternehmen verabschiedet.

Beide Manager gehen auf eigenen Wunsch. Finanzchef Lanz, der unter anderem schon den Zusammenschluss von ProSieben und Sat.1 vor elf Jahren, sowie den Börsengang des Unternehmens managte, verließ das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Marketing-Vorstand Christmann zog mit seinem freiwilligen Rückzug zum Ende Juni die Konsequenzen aus dem missglückten neuen Vermarktungsmodell der Sendergruppe nach der vom Kartellamt auferlegten Rekord-Geldbuße.

Mit dem Weggang von Marketing-Vorstand Christmann und Finanzchef Lanz seien "zwei Säulen des Systems Posch weggebrochen", zitierte die "FAZ" im Mai einen Fernsehmanager. Auf den Gängen des Konzerns sei fabuliert worden, dass die Zeit für den Vorstandvorsitzenden Posch, der als Mann der Zahlen gilt, bei ProSiebenSat.1 abgelaufen sei, wenn Ende des Jahres die Integration der SBS-Gruppe in den Konzern abgeschlossen sei. "Dann wird ein Strahlemann gebraucht, der den Konzern in der Öffentlichkeit verkaufen kann", zitiert das Blatt einen namentlich nicht genannten Manager.

Wer die Nachfolge von de Posch antreten wird, ist derzeit noch nicht bekannt. "Wir werden nun eine fokussierte Suche nach einem Nachfolger einleiten, um einen erstkklassigen Medienmanager für ProSiebenSat.1 zu gewinnen, der die gute Entwicklung des Unternehmens weiter vorantreibt", sagte Mäuser.

Der Abgang von de Posch zum Jahresende kommt nicht völlig überraschend. Das Unternehmen ist nach der SBS-Übernahme hoch verschuldet, die Renditeziele sind verhältnismäßig hoch. Noch dazu befindet sich das gesamte Fernsehgeschäft derzeit durch die fortschreitende Digitalisierung in einem gewaltigen Umbruch und mit Christmann und Lanz verlassen zwei langjährige Vorstandsmitglieder an Schlüsselpositionen den Konzern. Für de Posch vielleicht die Gelegenheit, erhobenen Hauptes das Kapitel ProSiebenSat.1 für sich zu beenden.

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17.06.08 17:34:00
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Gegen die EM: Horror-Quoten für die Konkurrenz


(17.06.2008) Gegen das Deutschland-Spiel konnte am Montag kein Konkurrent etwas ausrichten. RTL, Sat.1 und ProSieben blieben bei unter 5 Prozent Marktanteil hängen. Am wenigsten schlecht erging es noch Vox.


Die EM bescherte nicht nur der ARD rekordverdächtige Quoten, sondern allen anderen Sendern gleichzeitig ein dickes Problem am Montagabend. Besonders übel erwischt hat es dabei Sat.1: Lief es in der letzten Woche mit "Dirty Dancing 2" noch recht ordentlich, so fiel der Film "Heirat mit Hindernissen" diesmal völlig durch. Gerade mal 870.000 Zuschauer ab drei Jahren schalteten ein, der Marktanteil in der Zielgruppe belief sich auf miserable 3,6 Prozent. Der Tiefpunkt folgte aber erst im Anschluss: "Toto & Harry" kamen nur auf einen Marktanteil von 1,5 Prozent in der Zielgruppe.

Doch wenn geteiltes Leid halbes Leid ist, dann braucht Sat.1 ja nur zur Konkurrenz zu schauen, um sich zu trösten. Denn auch was RTL ablieferte, war nicht gerade ein Ruhmesblatt. "Florian - Liebe aus ganzem Herzen" kam nicht über einen Zielgruppen-Marktanteil von 4,5 Prozent hinaus. Nur 1,21 Millionen Zuschauer sahen insgesamt zu. "Extra" blieb danach gar bei 4,0 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-jährigen hängen. Und auch ProSieben hatte wenig zu lachen: "Category 7 - Das Ende der Welt" holte ebenfalls nur 4,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe - und hier handelte es sich auch noch um einen Zweiteiler, die Quoten vom Dienstagabend lassen sich also jetzt schon erahnen.

Auch die kleine Schwester kabel eins hatte König Fußball am Montagabend nichts entgegenzusetzen. "Der einzige Zeuge" wurde auch von den Zuschauern allein gelassen: Gerade mal 490.000 Zuschauer ab drei Jahren sahen sich den Film an, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 1,6 Prozent. "Charmed" ging es im Anschluss mit 1,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen kaum besser.

Selbst "Big Brother" half nicht gegen die EM: Nur 3,3 Prozent Marktanteil holte die Entscheidungsshow bei RTL II ab 21.15 Uhr. Die "Kochprofis" waren davor immerhin noch auf einen Marktanteil von 4,8 Prozent in der Zielgruppe gekommen. Am wenigsten schlecht schlug sich am Montagabend aber noch Vox. "CSI: NY" erzielte ab 20:15 Uhr immerhin ganz ordentliche 6,2 Prozent Marktanteil und lag damit gar nicht allzu weit unter dem Senderschnitt. Im Verlauf des Abends bröckelten die Quoten aber auch bei Vox ab: "Criminal Intent" kam noch auf 4,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, "Shark" blieb bei 3,2 Prozent hängen.
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17.06.08 17:35:47
Kofler :cool:
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17.06.08 19:12:36
Kofler würde sich rechnen, da wäre KKR und Permira
sicher auch bereit was den Tisch legen, damit er an
Bord kommt. Allein die Ankündigung wäre für einen
ordenlichen Kursanstieg gut.
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18.06.08 09:42:32
DJ ANALYSE/equinet senkt ProSieben-Kursziel auf 12 (15) EUR - Buy

===
Einstufung: Bestätigt Buy
Kursziel: Gesenkt auf 12 (15) EUR
===

Die Analysten von equinet verweisen auf die große Unsicherheit in der zukünftigen Entwicklung von ProSiebenSat.1. CEO Guillaume de Posch habe auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen. De Posch habe seine Aufgabe exzellent erfüllt, und es sei schwierig zu verstehen, warum er geht - möglicherweise wegen Unterschieden zwischen seiner Strategie und der der Eigentümer KKR/Permira. Wegen der Ungewissheit senken die Analysten das Kursziel.


Mir unbegreiflich, warum Analysten noch an dermaßen abenteuerlichen Kurszielen festhalten.
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18.06.08 10:00:34
wegen Kofler :cool:
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18.06.08 11:47:25
Von 30,39 Euro 52 Wochen hoch auf jetzt 52 Wochen tief 7,18 Euro in einem Jahr?
Wie geht es weiter?
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18.06.08 12:49:20
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.322.954 von Luis1000 am 18.06.08 11:47:25Nächster signifikanter Widerstand erst bei 5,00 Euro. Soltten die 5 Euro auch nicht halten, kann ein abrutschen in den Pennystockbereich nicht mehr ausgeschlossen werden.
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18.06.08 12:58:56
von Consors

DE0007771172 | Aktie
Broadcasting (TV und Radio) | Deutschland

Chartanalyse (Quelle: Trading Central)
11.06. 12:32 Prosieben : Technische Analyse

Kurzfristige
(kfr.) Meinung: Verkauf
Mittelfristige
(mfr.) Meinung: Verkauf
Veränderung
kfr.: Veränderung
mfr.:
Unterstützung: 6.24 / 6.46 / 6.69 Widerstand: 7.99 / 8.16 / 8.58

Unser Pivot-Punkt liegt bei 8.16.
Unsere Meinung: solange 8.16 einen Widerstand bilden, dominiert die Abwärtstendenz
Alternatives Szenario: ein Anstieg über 8.16 öffnet den Weg auf 8.82
Analyse: der RSI liegt unter 30. Der MACD liegt unter der Signallinie und ist negativ. Die Konfiguration ist negativ. Es wird darauf hingewiesen, dass die Volumina seit einigen Tagen ansteigen.
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18.06.08 13:09:16
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.323.556 von metzki am 18.06.08 12:49:20Nächster signifikanter Widerstand erst bei 5,00 Euro

Noch sind wir drüber, ist also eine Unterstützung. :rolleyes:
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18.06.08 16:01:30
DJ ANALYSE/Lampe senkt ProSieben-Ziel auf 7 (10) EUR - Verkaufen


===
Einstufung: Bestätigt Verkaufen
Kursziel: Gesenkt auf 7 (10) EUR
===

Die Analysten des Bankhaus Lampe stufen den Verkauf von C-More positiv ein, auch der Verkaufspreis von 320 Mio EUR sei sehr gut. ProSieben konzentriere sich damit weiter auf ihre Kernkompetenzen und die Cash-Zuflüsse senkten die Nettoverbindlichkeiten. Der Rücktritt des CEOs kam für sie trotz vorheriger Gerüchte überraschend. Durch das Fehlen eines geeigneten Nachfolgers werde die Unsicherheit in diesem Wert größer, schreiben sie.

Insgesamt wollen die Analysten aber die Zahlen zum zweiten Quartal abwarten, um eine Indikation zu erhalten, inwieweit das angepasste, neue Vermarktungssystem von ProSieben von den Werbekunden angenommen wurde. Im Blick behalten sollte man aus ihrer Sicht, dass der Aktienkurs aktuell auf historisch niedrigem Niveau notiere. Das zweite und dritte Quartal falle aber wohl schwach aus und ProSieben habe viele Hausaufgaben zu erledigen: die Implementierung eines neuen CEO, das Abschließen der Integration von SBS, die Verbesserung der Vermarktungssystems sowie die Beseitigung der Quotenschwäche der deutschen Free-TV-Sender.
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18.06.08 16:36:10
Wenn der PSM-Kurs nun von 7 Euro auf 15 Euro ansteigt,
dann haben sich ja alle Kursziele der Analysten erfüllt.
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18.06.08 18:11:30
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.325.415 von mailerdaemon am 18.06.08 16:01:30Ich denke das es bei diesen Preisen bald zu einen weiteren Verkauf des Aktienpaketes kommen wird.

Wenn man sich anschaut, das ProSieben nur noch mit 800 Mill Euro bewertet wird, dann ist dies ein Witz.

Heute wurde sozusagen 60Mill. Euro Börsenwert verbrannt. Egal bin heute nach lange Überlegung eingestiegen.
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19.06.08 10:02:18
Krise bei Pro Sieben Sat 1
Fest im Griff der Heuschrecke
von Lutz Knappmann
Der nächste Chef der TV-Kette steht vor einer kaum lösbaren Aufgabe: Die Investoren fordern hohe Renditen und regelmäßige Dividenden - trotz Milliardenschulden. Welche Möglichkeiten hat er?

Die Finanzinvestoren Permira und KKR wollen von Pro Sieben Sat 1 eine hohe Rendite und eine satte Dividende

Es muss schmerzen, die eigenen Fesseln zu verteidigen. Aber Guillaume de Posch ließ sich auf der Hauptversammlung von Pro Sieben Sat 1 vergangene Woche nichts anmerken. Keine Spur von Amtsmüdigkeit war dem Vorstandschef anzumerken. Dabei musste er immer wieder begründen, weshalb sein TV-Konzern fast den gesamten Jahresgewinn als Dividende ausschüttet, obwohl er mit rund 3,4 Mrd. Euro verschuldet ist.

Jetzt hat de Posch die Reißleine gezogen - und seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Für Pro Sieben Sat 1 dürfte es nicht leicht werden, einen Nachfolger zu finden. Denn das Lastenheft für einen neuen Vorstandschef ist klar formuliert. Viel Spielraum bleibt nicht.

Die Hauptgesellschafter, die Finanzinvestoren KKR und Permira, die über ihre gemeinsame Holdinggesellschaft Lavena rund zwei Drittel der Anteile halten, bestehen auf "Dividendenkontinuität". Auch künftig sollen 80 bis 90 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden. Und der soll üppig ausfallen: Die Renditevorgabe beträgt 30 Prozent.

Sparmaßnahmen allein helfen nicht: Der Konzern muss ins Programm investieren, damit die Zuschauer auch einschalten. Zuletzt lagen die Programmausgaben bei rund 1,6 Mrd. Euro. Nebenbei muss der Sender bis 2014 seine Schulden zurückführen, die seit dem Kauf der Senderkette SBS auf ihm lasten.

Vorerst behilft sich Pro Sieben Sat 1 mit dem Verkauf von Randaktivitäten: Gut 300 Mio. Euro spült die Pay-TV-Sparte C More in die Kassen, die an den schwedischen Fernsehanbieter TV4 geht. Das ist kein Befreiungsschlag. Welche Alternativen hat der TV-Konzern noch?

Tafelsilber verkaufen
Als sicher gilt, dass sich Pro Sieben von seiner niederländischen Programmzeitschrift "Veronica" trennt. Mit einer Auflage von gut einer Million Exemplaren ist sie Hollands größtes Wochenmagazin. 2006, als zuletzt detaillierte Zahlen veröffentlicht wurden, machte das Printgeschäft rund 67 Mio. Euro Umsatz - etwa halb so viel wie die Pay-TV-Sparte C More. Entsprechend dürfte der Verkaufserlös ausfallen.

Bei Gelegenheit zukaufen
Sollte sich eine attraktive Gelegenheit für einen Zukauf ergeben, wären die Pro-Sieben-Gesellschafter KKR und Permira zu einer Kapitalerhöhung bereit. Das hat Aufsichtsratschef und Permira-Partner Götz Mäuser erst vor wenigen Tagen bekräftigt. Allerdings sind Akquisitionen in großem Ausmaß nicht in Sicht. Noch ist der Sender damit beschäftigt, die SBS-Übernahme zu verdauen. Eine Kapitalerhöhung zum Schuldenabbau gilt als unwahrscheinlich: "Ich glaube nicht, dass der Großaktionär das mitmacht", sagt ein Analyst.

Premiere im Visier
Für Schlagzeilen sorgte das Szenario, Sat 1 an den Bezahlsender Premiere zu verkaufen - dessen Chef öffentlich Interesse bekundet. Rund 1,5 Mrd. Euro könnte ein solcher Deal einbringen, rechnen Analysten vor - und warnen: "Strategisch ergäbe das für Pro Sieben überhaupt keinen Sinn." Denn der TV-Konzern würde so das Duopol im deutschen Privatfernsehmarkt aufbrechen - und mit Premieres Großaktionär Rupert Murdoch einem mächtigen dritten Spieler den Zugang ermöglichen. Die Pro-Sieben-Gesellschafter schließen daher einen Sat-1-Verkauf kategorisch aus. Ohnehin bekäme Premiere mit Sat 1 nur eine Marke. Programminhalte wären mit einem Senderkauf nicht unmittelbar verbunden. Zwar könnte Murdoch aus seinem eigenen Programmstock schöpfen. Für die Zuschauer hätte das aber Änderungen der Sehgewohnheiten zur Folge - was der Quote selten guttut.

Rückgriff auf Springer
Letzter Ausweg wäre ein Komplettverkauf der Senderkette. Auch den schließt Mäuser aus: "Wir haben kein Ausstiegsszenario", betont der Aufsichtsratschef. Im aktuellen Marktumfeld wäre eine solche Transaktion schwer zu stemmen. Auch wenn es Interessenten gibt: Der Axel-Springer-Verlag würde Pro Sieben Sat 1 weiterhin gern kaufen - wenn es kartellrechtlich möglich wäre. Ende 2005 hatten die Wettbewerbshüter Springers ersten Anlauf gestoppt. Noch immer wehrt sich der Verlag in zwei Gerichtsverfahren gegen diese Entscheidung.


Quelle: http://www.ftd.de/technik/medien_internet/374841.html?p=1#a1
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19.06.08 10:02:29
Bei dem Kurs, vielleicht irgendeine Übernahme aus dem Ausland, wie bei RTL 2?
Hier wird nur noch Geld verbrannt, um dann später wieder günstig einzusteigen?
Immer das gleiche Spiel.
Bei Thielert dachte ich auch, bei 0,3 jetzt ist alles zu spät, aus und vorbei.
Jetzt wieder bei 1,25 Euro ?
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19.06.08 11:58:48
Im Hause Springer knallen heute sicherlich die Sektkorken. Dort hat man noch im Frühjahr zu 17,50 abgegeben.

Eine wirklich gute Entscheidung.
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19.06.08 15:25:29
Interessanter Deal, der Geld einbringt:

ProSiebenSat.1 erwirbt Free-TV-Rechte von der UEFA

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-06/artikel-…

Es dauert vielleicht noch ein wenig, bis der Kurs anspringt.
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19.06.08 16:53:11
Möchte gerne wissen wer da täglich über 1 Million Stücke aufnimmt.
Es sind zwar die Vorzüge, aber Rendite bringen die im Idealfall auch.

Wären es Stämme hätte Murdoch/Premiere vermutlich Sat1 gleich zusammen mit dem Rest gekauft. Bei einer Marktkapitalisierung von 800 Mio. wäre das nicht zu teuer, hatten KKR und Freund doch noch 3 Mrd. dafür
auf den Tisch gelegt.
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19.06.08 17:03:21
Wenn die Heuschrecke weiter Beteiligungen wie die SBS zu Wucherpreisen bei ProSieben ablaedt, bringen die Vorzüge garantiert keine Rendite.

Die Vorzugsaktien wie auch ihre Aktionaere sind keine Stellgrösse in den Planungen der Heuschrecke.

Ich weiss zwar nicht wer die Aktien alle aufnimmt, aber strategische Investoren sind das mit Sicherheit nicht. Denn die interessieren sich nicht für stimmrechtslose Aktien.
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19.06.08 17:34:02
Oder aberes kommt die Umwandlung der Vorzüge in Stämme,
und ein eifrige Käufer weiss davon.

Eine Umwandlung wurde jedenfalls ja schon früher
einmal angedacht.

Die Stimmrechtsmehrheit von KKR und Pamira
wäre zudem auch kaum gefährdet.
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19.06.08 17:42:07
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.335.204 von Courtier am 19.06.08 17:34:02warum sollten die das tun? Die können jetzt schalten und walten, wie sie wollen. Danach geht das u. U. nicht mehr, dann könnte nämlich ein Investor auf 25,01% des Gesamtkapitals kommen und "mitregieren".
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19.06.08 17:44:40
das war mal zu Zeiten angedacht, als Haim Saban einstieg. Warum soll eine Heuschrecke dies tun? Zur Zeit haben sie 100% der Stimmrechte, bei einer Umwandlung haetten sie gute 60%. Dass heisst, die freien Aktionaere könnten selbst eine Sperrminoritaet von 25% darstellen und Abzugsdeals wie das SBS-Ganovenstück blockieren.

Nein, nein. Eher würde die Heuschrecke den Kurs der Vorzüge noch weiter in die Tiefe treiben und dann eine Kapitalerhöhung ohne Bezugsrechtsausgabe durchführen, um billig, elegant und gaunerhaft den Freefloatanteil weiter herunterzudrücken.
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19.06.08 17:54:43
Würde es nicht die Aktie attraktiver machen,
Aufkäufer auf den Plan rufen, und so auch den
Ausstieg der beiden Grossaktionäre erleichtern?
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19.06.08 20:07:11
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ProSiebenSat.1 baut weitere Stellen ab


(19.06.2008) Laut einem Zeitungsbericht sollen bei der ProSiebenSat.1 Produktion weitere Stellen gestrichen werden. Hintergrund ist der Bau des neuen Playout-Centers. Die Stimmung im Konzern dürfte immer schlechter werden.


Bei der ProSiebenSat.1 Media AG stehen offenbar weitere Stellenstreichungen an. Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Donnerstags-Ausgabe berichtet, sollen bei der zum Konzern gehörenden ProSiebenSat.1 Produktion (PSP) derzeit weitere 85 Arbeitsplätze zur Disposition stehen. Die Zeitung beruft sich auf Branchenkreise. Bestätigt wurde seitens des Konzerns lediglich, dass Stellen abgebaut werden. Die Anzahl hingegen blieb unbestätigt.

Hintergrund des Stellenabbaus soll der Bau des neuen digitalen Playout-Centers in Unterföhring sein, das im ersten Quartal des kommenden Jahres fertig gestellt werden soll und über das - gemeinsam mit dem Playout-Center in London - der gesamte Sendebetrieb der europäischen Sendergruppe abgewickelt werden soll.

Erst kürzlich hat der Konzern versucht, seine Produktionssparte mit rund 1.000 Mitarbeitern zu verkaufen. Der Verkauf scheiterte jedoch. Allerdings wurde eine Vereinbarung mit IBM geschlossen. Das Unternehmen übernimmt im Rahmen eines Outsourcing-Vertrags die IT der PSP. Im Zuge dessen wird IBM rund 170 Mitarbeiter der ProSiebenSat.1-Tochter übernehmen.

Die Stimmung dürfte mittlerweile immer schlechter werden im Konzern. Nachdem ProSiebenSat.1 nach der Übernahme durch KKR und Permira die Sendergruppe SBS übernommen hat, lasten Schulden von mehr als drei Milliarden Euro auf dem Unternehmen, das einen Großteil seines Gewinns als Dividende auszuschütten wird.

Der Vorstandvorsitzende Guillaume de Posch kündigte am Dienstag dieser Woche zudem seinen Rücktritt zum Jahresende an. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht. Mit Peter Christmann und Lothar Lanz verlassen außerdem zwei langjährige Vorstandsmitglieder in Schlüsselpositionen - Marketing und Finanzen - den Konzern. Auf de Poschs Nachfolger wartet ein hartes Stück Arbeit: Die Eigentümer verlangen eine Rendite von 30 Prozent und wollen auch weiterhin einen Großteil des Gewinns an die Investoren weitergeben

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19.06.08 20:10:24
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TROTZ TV-PREMIEREN

Publikum lässt ProSieben-Serien links liegen


(19.06.2008) Obwohl ProSieben Mittwochs "Unschuldig" und Co. weiter tapfer als Deutschland-Premieren zeigt, bleiben die Quoten äußerst schwach. Vox lag deutlich vorn und selbst das "Traumschiff" kommt schon gefährlich nahe


Trotz übermächtiger EM-Konkurrenz zeigt ProSieben mittwochs derzeit gleich drei Serien am Stück in deutscher Erstausstrahlung. Belohnt wird der Sender dafür allerdings nicht. "Unschuldig", "Cold Case" und "Emergency Room" liegen allesamt weit unter Senderschnitt.

So wollten in dieser Woche wieder nur 1,43 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sehen, wie Alexandra Neldel für unschuldig hinter Gittern Sitzende kämpft. In der Zielgruppe lag die Zuschauerzahl bei 790.000, was gerade mal für miese 7,2 Prozent Marktanteil reichte. Danach wurde es nicht besser: "Cold Case" kam nicht über 6,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen hinaus, "Emergency Room" blieb gar bei 6,3 Prozent Marktanteil hängen.

Dabei war auch gegen die EM durchaus mehr drin. Besonders neidisch wird man wohl zu Vox blicken, die wenig kreativ, dafür aber um so effektiver auf die Wiederholung einer Doppelfolge "Criminal Intent" setzten und damit um 20:15 Uhr noch 9,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe erreichten und auch ab 21:11 Uhr mit 7,7 Prozent Marktanteil noch vor ProSieben lagen.

Nur mit Mühe setzte sich ProSieben gegen RTL II mit seinen "Stargate"-Wiederholungen durch, die für den Sender durchaus ordentliche 6,6 bzw. 6,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe holten. Und selbst das ZDF kam mit einer 13 Jahre alten "Traumschiff"-Folge der frischen ProSieben-Ware selbst bei den jüngeren Zuschauern schon bedenklich nahe. 6,5 Prozent erzielten die Mainzer mit Herzschmerz-Geschichten auf Hoher See. Beim Gesamtpublikum war das "Traumschiff" mit 4,86 Millionen Zuschauern ab drei Jahren und starken 17,1 Prozent Marktanteil ohnehin der erste Fußball-Verfolger.

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19.06.08 20:43:52
hallooooo

es ist em!!!!

und warum schreibst du so alte sachen hier rein?

denkst du rtl hatte mehr zuschauer?

die anderen beiträge sind interessant, aber dieser spam ist :cry:

es ist gerade sowieso eine schlechte zeit, und alle heulen den posch hinterher. aber es gibs viele gründe das die aktie gefallen ist. und das sind probleme die die ag wegräumt. das was die andere nicht können. ich sehe die ag noch als super 1/2 jahr anlage. wer gibt mehr %te ?


das ist die börse, und wer nun mal falsch lag muss nicht gleich alles in den dreck ziehen. die aktie wird dez 2008 bei 25 stehen.

aber sicherlich wollen manche auch eine kleine heuschrecke werden und denken das sie hier was ausrichten können.
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20.06.08 09:37:44
Wir sollten jetzt, zumindest eine Technische Gegenbewegung erwarten!
Kursverfall, sollte jetzt zumindest gestoppt sein.
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20.06.08 10:06:39
Der Kurs ist auf einem Niveau, als hätte man bei PSM
den Sendebetrieb auf Schwarz/Weiss-Bilder umgestellt.

Das wird schon wieder grünbunter, auch auf der Kurstafel.
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20.06.08 13:31:19
Das wird heute ein sehr umsatzstarker Tag werden. Normalerweise ein Zeichen für eine Trendwende. Wenn wir das Niveau behaupten, könnte es am Montag richtig gut abgehen.
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20.06.08 14:34:24
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.336.728 von bredabaer am 19.06.08 20:43:52.
Welche alte Sachen ? ... :(
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20.06.08 14:37:52
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Sat.1 zeigt's allen: Schlimmer ging's nimmer


(20.06.2008) Gegen das Deutschland-Spiel konnte die Konkurrenz nur verlieren. Doch keiner tat das so haushoch wie Sat.1. Selbst Rosamunde Pilcher holte mehr junge Zuschauer. Am wenigsten schlecht schlug sich RTL.


Wenn die EM-Übertragung im Ersten bei den 14- bis 49-jährigen einen Marktanteil von fast 82 Prozent erzielt, dann braucht man kein Mathe-Genie zu sein, um auszurechnen, dass für die zahlreichen Konkurrenten nur noch kleine Krümel des großen Quotenkuchens übrig waren. Dementsprechend fielen die Quoten der EM-Konkurrenz am Donnerstagabend auch durch die Bank miserabel aus.

Am schlimmsten erwischt hat es dabei aber eindeutig Sat.1. Den Film "Vater Undercover - Im Auftrag der Familie" wollten um 20:15 Uhr gerade mal 540.000 Zuschauer ab drei Jahren sehen. Der Marktanteil in der Zielgruppe: Katastrophale 1,8 Prozent. Kleiner Trost: Immerhin versenkte Sat.1 diesmal anders als in den letzten Tagen nicht eine weitere Free-TV-Premiere, sondern ging nur mit einer Wiederholung baden. "Threat Matrix" war im Anschluss allerdings eine Erstausstrahlung - lief aber sogar noch schlechter: 1,3 Prozent betrug der Marktanteil in der Zielgruppe. Damit war Sat.1 der beim jüngeren Publikum mit Abstand schwächste Sender der "Großen 8".

Selbst das ZDF konnte mit der Wiederholung einer Rosamunde Pilcher-Schmonzette mehr junge Zuschauer vor den Fernseher holen und kam bei den 14- bis 49-jährigen immerhn auf 2,3 Prozent Marktanteil. Mit insgesamt 2,81 Millionen Zuschauern ab drei Jahren gebührt dem Film beim Gesamtpublikum zudem der Titel "Best of the rest". Das "heute-journal" wollten dann allerdings auch nur noch 1,02 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sehen.

Kein Glück hatte ProSieben, das "Die 100 nervigsten Sommerhits" recycelte. Da half es auch nicht, dass man das nervigste Element - Ingolf Lück und seine Panelrunde - herausschnitt und lieber Oli P. die schon einmal gesendete Rangliste anmoderieren ließ. Mit nur 860.000 Zuschauern insgesamt und einem Marktanteil von 4,4 Prozent blieben die Quoten miserabel. Das war allerdings noch Gold wert gegen das, was "Das Model und der Freak" im Anschluss ablieferte: 1,4 Prozent betrug der Marktanteil in der Zielgruppe hier.

Angesichts dieser Werte ist es fast schon bemerkenswert, dass RTL mit "Alarm für Cobra 11" auf immerhin 8,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe und insgesamt fast zwei Millionen Zuschauer kam. Danach sanken die Quoten dann aber auch ab: "CSI" erzielte noch 5,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, die Erstausstrahlungen von "Gerichtsmediziner Dr. Leo Dalton" werden weiter ohne Rücksicht auf Verluste ins Nirvana versendet. Ab 22:15 Uhr reichte es nur für 4,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.

Auch in Reihe 2 gab es wenig zu lachen. Bei Vox holte der Film "Wedding Planner" um 20:15 Uhr noch 4,3 Prozent Marktanteil, mit dem Start von "Riders" fiel die Quote dann aber auf 1,9 Prozent ab. RTL II erging es ähnlich: "Law & Order: New York" holte um 20:15 Uhr immerhin noch 4,4 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, "Frauentausch" kam im Anschluss nicht über 1,7 Prozent hinaus. kabel eins war von Beginn an chancenlos: "Mein neues Leben" kam als Doppelstünder auf 2,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, das "K1 Magazin" lag im Anschluss bei 1,5 Prozent. Immerhin: Selbst damit lag man noch vor der großen Schwester Sat.1.
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20.06.08 15:08:09
es wird irgendwann zu einer heftigen technischen Gegenreaktion in einem intakten Abwaertstrend kommen. Das ist mir klar. Nur von welchem Niveau aus, das ist die Preisfrage?

Langfristig gibt es sicherlich bessere Unternehmen als ProSieben. Faustregel muss sein, dass wenn eine Heuschrecke einsteigt, man selber besser aussteigt.

Ich habe mir heute ein Bonuszertifikat mit Schwelle 5,50 Euro und Laufzeit Ende diesen Jahres ins Depot gelegt, da ich hoffe, dass mit Ablauf des Hexensabbats auch alle Fonds die noch rauswollten, endlich reinen Tisch gemacht und diesen Schandfleck in ihren Depots entfernt haben. Nun ist Zittern angesagt.
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20.06.08 16:00:50
der ölpreis macht die schwankungen heute und gestern aus.

wenn der ölpreis nicht up wäre dann wär pro7 bei 7,2.

die warten ob es auch mit dem preis beim öl so weitergehen kann, dann dauert es es mit allem eine zeit bis dax wieder gut drauf ist. so lange zieht es runter!

keine panik auf der titanik
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20.06.08 16:44:08
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.342.158 von bredabaer am 20.06.08 16:00:50
Dabei sitzen die Zuschauer bei hohen Treibstoffpreisen
viel häufiger und länger vor dem heimischen TV-Gerät ;)
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20.06.08 17:08:56
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.342.662 von Courtier am 20.06.08 16:44:08wer schön wenns so einfach wäre:D
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20.06.08 17:18:22
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.342.926 von bredabaer am 20.06.08 17:08:56.
Sinkender Konsum bedeutet auch weniger Werbeetat. So einfach ist das … :D
.
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20.06.08 18:14:13
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.338.866 von Courtier am 20.06.08 10:06:39Die Aktie hat heute bei 6,00 Euro das Tief markiert, das ganze schaut aus wie ein Gaunerstück auf Kosten der zittrigen Kleinaktionäre. Der Ruf als seriöse Anlage ist jetzt dahin und auch dem Image tut ein derartiger Kursverfall nicht gut, schließlich sind viele Aktionäre & ihre Freunde, Bekannten auch Zuseher. Aber es ist halt alles legal und die Börse war schon immer auch ein Instrument den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen, wenn man selber keines mehr hat.
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20.06.08 18:45:47
Beitrag Nr. 100 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.343.584 von Scheurecker am 20.06.08 18:14:13
Ja, wäre interessant, was da gespielt wird.
Allein heute in der Schlussauktion über 1
Million Aktien gehandelt. Wer kauft solche
Pakete und aus welchem Grund?
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20.06.08 19:26:14
Beitrag Nr. 101 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.343.823 von Courtier am 20.06.08 18:45:47menschen die so viel geld haben und einen broker der ihnen das geld rausleiert und für sie investiert.

ich halte, auch wenns 2 jahre dauert.

wer da zockt und 2 % abgreifen will hat nun mal das risiko und muss seine kohle auf eis legen oder miese machen.

einer bezahlt doch immer, nicht so böse sein. aber wenn jeder mal verliert haben alle was davon. wir sind zu groß um durchzuschlüpfen (deutschland), lichtenstein hat es einfacher und holland auch!
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21.06.08 14:29:09
Beitrag Nr. 102 ()
Interessant was da augenblicklich passiert.
Zu den Verlierern zählen jetzt schon doe panischen Kleinaktionäre, die ihre Aktien jetzt verkaufen, aus der Furcht heraus, sie könnten noch mehr Kapital verlieren. Den letzten beißen die Hunde.

Andererseits wird die Aktie interessant, weil billig zu haben.

Welche Funktion die Heuschrecken in diesem Zusammenhang haben, täte mich interessieren. Die sind zu wesentlich höheren Kursen eingestiegen und sitzen auf den Verlusten genauso wie wir.
Deren Interesse sollte es doch sein, diesen Wertverlust irgend wie auszugleichen.Ein Unternehmen auszuschlachten, wie andererorts unterstellt, macht nur Sinn, wenn mehr als die Investitionssumme reingeholt wird.
Alles andere ist Panikmache.
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21.06.08 15:43:44
Beitrag Nr. 103 ()
Meine Vermutung ist ja noch immer, dass man
hier günstig die Vorzüge vom Markt kauft,
um sie in naher Zukunft in Stämme zu wandeln.

Allein diese Ankündigung bringt erst mal 20%
Kursgewinn. Als Folge der Umwandlung wird
die Aktie zudem für eine Übernahme über den
Markt interessant, und KKR und Pamira werden
so beim steigenden Kursen problemlos ihre
Anteile los, über den Markt, oder im Paket.
Auch PrivateEquity-Gesellschaften und Fonds
würden sich nach einer Umwandlung wieder der
Aktie zuwenden, da ihnen über die Stimmrechte
Einfluss zukommt. KKR und Pamira dürfte die
Stimmrechtsverwässerung der eigenen Anteile
hingegen wenig interesssieren, da sie ohnehin
nur noch den lukrativen Ausstieg suchen.
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21.06.08 17:28:20
Beitrag Nr. 104 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.347.094 von Courtier am 21.06.08 15:43:44Dass jemand günstig Vorzüge kauft, glaubt wohl jeder, der Aktien erwirbt.
Alles andere nährt eine Verschwörungstheorie.

Bleibt immer noch die Frage, warum die Stimmung schlecht und der Kurs in den Keller geht. (Trotz Kaufempfehlung Kursziel 13,0€)
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21.06.08 18:39:18
Beitrag Nr. 105 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.347.306 von Huges am 21.06.08 17:28:20springer hätte 17,50 bezahlt? na vieleicht ist hier beides.
der verlauf?
1. schulden machen. schlechte nachrichten
2. tafelbronze verkaufen
3. posch tritt zurück
4. em kommt gerade recht
5. kurs fällt
6. aufkaufen von xy
7. umwandlung stammaktien
8. übernahme von xy

kurs steigt und xy kauft weiter bis 17,50

ist beides? verschwörng und umwandlung

was meint ihr?
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21.06.08 18:55:35
Beitrag Nr. 106 ()
Ich bin am Freitag für meine Verhaeltnisse massiv, wenn auch etwas risikogedaempft (Bonuszertifikat mit Schwelle 5,50 Euro und Discountzertifikat mit Cap 9 Euro für 5,03 Euro) eingestiegen.

Ich hoffe, dass mit Quartalsende endlich alle Fonds, welche diesen "Schandfleck" aus ihren Depots heraushaben wollten, dies nun getan haben. Gerade der hohe Umsatz gestern und die 1 Mio. Stück in der Schlussauktion legen die Vermutung nahe, dass da auf Teufel komm raus die letzten Restbestaende rausgekloppt worden sind.

Es ist müssig, sich zu fragen, wer die Aktien kauft, da kein Investor die Meldeschwelle von 3% bisher überschritten zu haben scheint. Der Hauptaktionaer kann auch nicht der Kaeufer sein, weder mittel- noch unmittelbar, da dies meldepflichtig waere. Und eine Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien ist das dümmste, was die Heuschrecke machen könnte. Denn zur Zeit kontrolliert sie 100% und wenn sie an einen strategischen Investor a la Springer oder so verkaufen wollte, könnte sie auch 100% der Kontrolle übertragen. Mit einer Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien waere dies nicht mehr der Fall.

Einen hohen Kurs der Vorzugsaktien braucht der Hauptaktionaer auch nicht, da bei einem eventuellen Ausstieg seinerseits der Aktienkurs eh keine Rolle für die Unternehmensbewertung spielen wird.

Umgekehrt wird leider ein Schuh draus. Die Heuschrecke könnte bei diesen niedrigen Aktienkursen eine Kapitalerhöhung durchdrücken, um den Anteil der Vorzugsaktionaere am Unternehmen weiter zu verwaessern. Das waere in der Tat schlimm.
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21.06.08 18:57:28
Beitrag Nr. 107 ()
Warum machen börsennotierte Fensehsender bei deren
Reichweiten eigentlich keine Investor Relation in
eigener Sache über die eigenen Kanäle?

Nach dem Motte "Kauf Dir Deinen Sender" könnte man da
sicher hundertausende Zuschauer zu Anteilseignern machen.

Wenn man sieht was über die Verkaufskanäle so alles
an den Zuschauer gebracht wird - dagen wären PSM-Aktien
ja ein echtes Premiumprodukt.


Oder wäre das am Ende vielleicht gar nicht zulässig?
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21.06.08 19:33:51
Beitrag Nr. 108 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.347.509 von kampfhundstreichler am 21.06.08 18:55:35@kampfhundstreichler

kannst du mir das bitte erklären?:


Ich hoffe, dass mit Quartalsende endlich alle Fonds, welche diesen "Schandfleck" aus ihren Depots heraushaben wollten, dies nun getan haben.
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21.06.08 19:57:48
Beitrag Nr. 109 ()
"Einen hohen Kurs der Vorzugsaktien braucht der Hauptaktionaer auch nicht, da bei einem eventuellen Ausstieg seinerseits der Aktienkurs eh keine Rolle für die Unternehmensbewertung spielen wird."

Zitat #106

Welches Motiv hat ein Unternehmen, wenn es ein anderes Unternehmen verkauft?
Der Preis spielt keine Rolle?
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21.06.08 20:36:04
Beitrag Nr. 110 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.347.509 von kampfhundstreichler am 21.06.08 18:55:35@kampfhundstreichler

eine heuschrecke hat keine meldeschwelle von 3% ?

ich glaube das viele faktoren ausschlaggebend sind.

wenn jemand mit 10 euro eingestiegen ist, warum sollte der bei 5 - 6 verkaufen? um die andere hälfte zu retten? ja aber doch nichtbeider aktie. andere kaufen und verdienen noch dran und der aussteiger muss woanders das geld wieder reinzubringen. und da kanns wieder passieren.

die deutsche bank hält doch auch ein packet. wer weiß wer sich da streitet.
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21.06.08 20:43:56
Beitrag Nr. 111 ()
Wenn aber ein Unternehmens-Verkäufer weiss dass die
Due Diligence etwa einen Wert von 15 Euro je Anteil ergeben
hat/wird, dann könnte es durchaus realistisch sein, dass
sich auch der Wert der Aktien (Vorzüge und Stämme)
in naher Zuunft diesem Wert annähern wird. Wenn
man als Heuschrecke nun Interesse an einer weiteren
kurzfristigen Rendite hätte, dann würde man von diesen
Aktien so viel kaufen wie man zu 7,50 Euro bekommen kann.

Ist aber nur so eine persönliche Idee, gibt natürlich
auch noch hundert andere Möglichkeiten für die derzeitige Situation.

Auffallend ist halt, dass täglich zwischen 1 und
4 Millionen Stücke gehadelt werden. Schlussauktion
gestern etwas mehr 1 Million Stücke. Die hat keiner
gekauft, nur weil er gerne Pro7 und Sat1 schaut.

Würde mal vermuten die Kauft einer, der schon einen
Fersehsender hat, oder dringend einen braucht.
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21.06.08 21:02:19
Beitrag Nr. 112 ()
Insiderkäufe:

11.06.2008 Silke Christmann S K 2.600 7,55 19.630
30.04.2008 Silke Christmann S K 1.500 10,00 14.994
28.04.2008 Silke Christmann S K 2.500 9,84 24.592
28.04.2008 Marcus Englert V K 5.000 9,99 49.950
25.04.2008 Patrick Tillieux V K 10.000 10,08 100.791
25.04.2008 Susanne Lanz S K 2.000 10,05 20.100
20.03.2008 Patrick Tillieux V K 3.000 13,00 39.000
19.03.2008 Patrick Tillieux V K 10.500 12,95 135.998
18.03.2008 Patrick Tillieux V K 15.000 12,75 191.292
17.03.2008 Patrick Tillieux V K 11.500 12,63 145.249
13.03.2008 Patrick Tillieux V K 30.000 13,33 399.959
05.03.2008 Guillaume de Posch V V K 5.000 14,14 70.718
30.11.2007 Guillaume de Posch V V K 5.000 17,63 88.150
30.11.2007 Harald Wiedmann AR K 2.500 18,45 46.125

http://www.insiderdaten.de/
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21.06.08 21:08:53
Beitrag Nr. 113 ()
Analystenempfehlungen:

Anzahl Analysten mit Empfehlung
lfd. Monat
Kaufen 4
Übergewichten 2
Neutral 16
Untergewichten 1
Verkaufen 1
Durchschn. Empfehlung 1.9


http://de.finance.yahoo.com/q/ao?s=PSM.DE
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22.06.08 11:05:05
Beitrag Nr. 114 ()
ist zwar von 2005 aber ist doch interessant, oder?

Axel Springer AG wird neuer Mehrheitseigner der ProSiebenSat.1 Media AG
Axel Springer AG erwirbt sämtliche Stimmrechte
Übernahmeangebot der Axel Springer AG angekündigt
Verschmelzung der ProSiebenSat.1 Media AG und der Axel Springer AG geplant

München, 5. August 2005. Die Axel Springer AG wird neuer Mehrheitseigner der ProSiebenSat.1-Gruppe. Die Axel Springer AG hat mit der P7S1 Holding L.P. eine bindende Vereinbarung über den Erwerb sämtlicher Anteile getroffen, die die P7S1 Holding L.P. an der ProSiebenSat.1 Media AG hält. Mit dem geplanten Erwerb stockt die Axel Springer AG ihre bestehende Beteiligung von derzeit rund 12 Prozent auf 100 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien und auf 25 Prozent der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien auf. Der Kaufpreis für die Anteile beträgt 23,37 EUR je Stammaktie und 14,10 EUR je Vorzugsaktie. Der Erwerb der Anteile steht unter dem Vorbehalt der kartell- und medienaufsichtsrechtlichen Freigabe. Die Axel Springer AG wird nach Vollzug des Erwerbs insgesamt 62,5 Prozent des Grundkapitals an der ProSiebenSat.1 Media AG halten.

Die Axel Springer AG hat heute außerdem ein freiwilliges öffentliches Bar-Übernahmeangebot nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz an die Aktionäre der ProSiebenSat.1 Media AG angekündigt. Der Angebotspreis für die Vorzugsaktionäre soll dem gewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs der ProSiebenSat.1-Vorzugsaktie vor der heutigen Ankündigung des Angebots entsprechen. Dies entspricht nach vorläufiger Berechnung einem Preis von 14,10 EUR je Vorzugsaktie. Sobald der maßgebliche Preis endgültig festgelegt ist, wird die Axel Springer AG diesen unverzüglich bekanntgeben. Das Übernahmeangebot wird ebenfalls unter dem Vorbehalt kartell- und medienaufsichtsrechtlicher Genehmigungen stehen. Die gesetzlich vorgeschriebene Stellungnahme zu dem Angebot werden Vorstand und Aufsichtsrat der ProSiebenSat.1 Media AG unverzüglich nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage abgeben.

Nach Vollzug des Mehrheitserwerbs an der ProSiebenSat.1 Media AG durch die Axel Springer AG und des angekündigten Übernahmeangebots ist eine Verschmelzung der beiden Unternehmen geplant. Durch den Zusammenschluss soll der einzige börsennotierte Medienkonzern in Deutschland entstehen, der sowohl im Print- als auch im TV-Geschäft tätig ist.

"Nach der erfolgreichen Restrukturierung ist es jetzt wichtig, der ProSiebenSat.1-Gruppe neue strategische Perspektiven zu eröffnen. Gemeinsam sind die beiden Unternehmen gut positioniert, um auch im internationalen Vergleich langfristig eine starke Wettbewerbsposition einzunehmen und Wachstumschancen, insbesondere im Bereich Diversifikation zu nutzen", sagte Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG. "Mit der Axel Springer AG ist gewährleistet, dass die erfolgreiche Unternehmensstrategie der ProSiebenSat.1-Gruppe und das Konzept der Senderfamilie fortgeführt werden können."

Im Zuge der Verschmelzung der ProSiebenSat.1 Media AG und der Axel Springer AG sollen die Vorzugsaktionäre der ProSiebenSat.1 Media AG, die das Bar-Übernahmeangebot der Axel Springer AG nicht angenommen haben, wiederum Vorzugsaktien an dem fusionierten Unternehmen erhalten. Das Umtauschverhältnis für die Verschmelzung wird auf der Grundlage einer noch durchzuführenden Unternehmensbewertung der beteiligten Unternehmen ermittelt und von einem gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfer geprüft werden.

Die P7S1 Holding L.P., der durchgerechnet 88 Prozent der Stammaktien und 13 Prozent der Vorzugsaktien der ProSiebenSat.1 Media AG gehören, wird gehalten von German Media Partners L.P. (GMP). An GMP sind neben der Saban Capital Group die Finanzinvestoren Hellman & Friedman, Thomas H. Lee, Quadrangle Group, Bain Capital Investors, Putnam Investments, Alpine Equity Partners sowie Providence Equity Partners beteiligt.

Haim Saban, der über die Saban Capital Group an P7S1 Holding L.P. beteiligt ist, wird dem Unternehmen auch nach der Veräußerung des Aktienpakets der P7S1 Holding L.P. an die Axel Springer AG verbunden bleiben und Aktionär des fusionierten Medienunternehmens werden.

Die ProSiebenSat.1 Media AG wird bei der Transaktion von Lehman Brothers und der Anwaltssozietät Milbank, Tweed, Hadley & McCloy beraten.

Ansprechpartner:
Katja Pichler
Konzernsprecherin
ProSiebenSat.1 Media AG
Medienallee 7
D-85774 Unterföhring
Phone +49 [89] 95 07-11 80
Fax +49 [89] 95 07-11 84
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22.06.08 11:10:26
Beitrag Nr. 115 ()
und dann das

16.01.2008 17:23
Axel Springer verkauft ProSieben-Anteile
München (BoerseGo.de) - Die ProSiebenSat.1 Media AG (News/Aktienkurs) hat eine neue Gesellschafterstruktur. Die Axel Springer AG (News/Aktienkurs) hat den angekündigten Verkauf ihrer ProSiebenSat.1-Anteile an die von KKR und Permira kontrollierte Lavena Holding 5 GmbH gestern vollzogen. Axel Springer hielt mittelbar 12 Prozent des Grundkapitals an ProSiebenSat.1, davon 12 Prozent stimmberechtigte Stammaktien und 12 Prozent nicht stimmberechtigte Vorzugsaktien.

Die Lavena Holding 5 GmbH, die bisher rund 50,7 Prozent des Grundkapitals an der ProSiebenSat.1 Media AG hielt, hat ihren Anteil damit auf rund 62,7 Prozent aufgestockt. Lavena 5 besitzt damit nun 100 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien und rund 25 Prozent der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien.
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22.06.08 12:12:36
Beitrag Nr. 116 ()
Lt. Welt am Sonntag von heute hat sich Permira mit mehr als 3 Milliarden € bei ProSiebenSat1 eingekauft, dieser Anteil hat nun noch einen Wert von 450€.
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23.06.08 15:09:46
Beitrag Nr. 117 ()
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23.06.2008 11:48

ProsiebenSat.1 weiter unter Druck

Für die Aktionäre der Senderkette ist auch der Montag kein Zuckerschlecken: Die Aktie verliert nach einem negativen Analystenkommentar rund zehn Prozent. Ein Ende der Krise sehen Experten wie Anleger beim MDax-Konzern nicht.
Eine anhaltende operative Schwäche und der Weggang des Unternehmenschefs Guillaume de Posch lasteten weiter auf dem Titel, hieß es von einem Analysten der Commerzbank am Montag. Die Empfehlung „hold“ und das Kursziel von sieben Euro wurden am Markt offenbar als Zündsatz für eine neue Verkaufswelle genutzt: Die Aktie tauchte auf ein neuerliches Jahrestief von 5,50 Euro.

Im laufenden Jahr hat das Papier damit rund zwei Drittel seines Börsenwertes eingebüßt. Zuletzt im Jahr 2004 hatte es so tief notiert. Das Allzeithoch, das Mitte vergangenen Jahres markiert wurde, lag bei 30 Euro.

Abstieg nach Ausstieg von Saban
Der Abstieg der ProSiebenSat.1-Aktie erfolgte rund ein halbes Jahr, nachdem der US-Investor Haim Saban seine Mehrheitsbeteiligung für rund drei Milliarden Euro an die US-„Heuschrecken“ KKR und Permira verkauft hatte. Die wollten nach eigenem Bekunden die Renditekraft der Senderkette deutlich steigern. Vor allem mit der Übernahme der skandinaviben Senderkette SBS für 3,3 Milliarden Euro sollte dies erreicht werden.

Auch SBS allerdings gehörte mehrheitlich KKR und Permira. Kritiker bemängelten den hohen Kaufpreis, die ProSieben-Eigner konterten, mit SBS zusammen könne ProSiebenSat.1 den europäischen Marktführer, die RTL Group angreifen.

Hohe Schulden, schwacher Werbemarkt
Vor allem belastet durch die Übernahmekosten von SBS kämpft ProsiebenSat.1 mit einer Verschuldung von 3,3 Milliarden Euro. Zusätzlich wurde das Unternehmen durch den weiterhin stagnierenden deutschen Werbemarkt belastet, der das erste Geschäftsquartal 2008 belastete und wohl auch im ersten Halbjahr für schwache Ergebnisse sorgen wird.

Dass es den Eignern des Konzerns weniger um die Expansion des Medienunternehmens als um eine „Plünderung“ von ProSiebenSat.1 gehe, wurde KKR/Permira zuletzt auf der Hauptversammlung vor rund zwei Wochen von Aktionärsvertretern vorgeworfen. Stein des Anstoßes war eine Dividende von 270 Millionen Euro, die für das vergangene Jahr ausgeschüttet werden wird. Der Gewinn aus dem Geschäftsjahr hatte bei nicht einmal 90 Millionen Euro gelegen.

Vor wenigen Tagen hatte zudem die Ankündigung eines Führungswechsels weiteres Vertrauen in das Unternehmen zerstört. Nach vier Jahren nimmt Vorstandschef Guillaume de Posch zum Jahresende seinen Hut, angeblich ohne Abfindung.

AB
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23.06.08 15:10:58
Beitrag Nr. 118 ()
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23.06.2008 13:16

ANALYSE: Commerzbank setzt Ziel ProSiebenSat.1-Ziel auf 7 Euro fest - 'Hold'

Die Commerzbank hat das Votum für ProSiebenSat1 <PSM.ETR> (News/Aktienkurs) mit "Hold" bestätigt und nach einer Überprüfung ein Kursziel von sieben Euro angegeben. Positive Neuigkeiten wie der Verkauf des Pay-TV-Geschäfts und der Gewinn der Senderechte für die Champions League würden von der operativen Schwäche und dem Abgang des Unternehmenschefs überschattet, schrieb Analyst Maxim Tilev in einer am Montag vorgelegten Studie. Er sehe nur wenige positive Einflussfaktoren für den Kurs.

Tilev senke seine Schätzungen, um den schwächeren Ausblick für das deutsche Free-TV-Geschäft und den Verkauf des Pay-TV-Geschäfts zu reflektieren. Die Veränderungen beim Werbungsmodell dürften ihre positive Wirkung erst am Ende des dritten Quartals zeigen. Die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele dürften das Wachstum im zweiten und dritten Quartal ebenfalls belasten. Tilev rechnet mit einem Umsatzrückgang der deutschen Free-TV-Sparte um zehn Prozent. Auf das gesamte Jahr gesehen rechnet Tilev mit einem Umsatzrückgang um vier Prozent nach zuvor drei Prozent. Der wachsende Wettbewerb im On-Demand-Bereich dürfte aber das Wachstumspotenzial begrenzen. Der Kauf des Rechtepakets für die Champions League dürfte Sat.1 helfen, höhere Einschaltquoten zu erzielen.

Mit der Einstufung "Hold" gehen die Analysten der Commerzbank davon aus, dass die Aktie in den kommenden zwölf Monaten in einer Spanne von 10 Prozent um den Index schwanken wird./gr/gl

Analysierendes Institut Commerzbank.

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23.06.08 15:12:29
Beitrag Nr. 119 ()
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23.06.2008 14:11

ProSiebenSat.1-Aktien geben weiter nach

Berlin (BoerseGo.de) - Nach dem überraschenen Rücktritt des Vorstandsvorsitzende Guillaume de Posch in der vergangenen Woche befinden sich die Aktien der ProSiebenSat.1 Media AG (News/Aktienkurs) weiterhin auf dem Rückzug. Zur Stunde verlieren die Papiere 7,53 Prozent auf 5,91 Euro. Händler verweisen auf einen negativen Medienbericht.

Nach einem Artikel in der "Welt am Sonntag" ist der Fall ProSiebenSat.1 ein Lehrstück, wie man eine gesunde Firma in kurzer Zeit ramponiert. 3,4 Milliarden Euro Schulden lähmen das Unternehmen. Ein Ausweg aus der Misere sei nicht in Sicht, so die Zeitung.

Das Verhältnis zwischen den Eignern und de Posch war seit Langem zerrüttet, so die "Welt am Sonntag" weiter. Schrittweise hätten sie den 50-Jährigen entmachtet, zuletzt sei er deswegen kaum noch handlungsfähig gewesen. Für das zunehmend konzeptlos agierende Unternehmen sei de Poschs Entscheidung aber dennoch ein weiterer Rückschlag: Finanzvorstand Lothar Lanz und Marketingvorstand Peter Christmann haben ProSiebenSat.1 nämlich schon verlassen. Der gebeutelte Konzern werde damit instabil, nach innen wie nach außen. Bis ein Nachfolger gefunden ist, führt de Posch ProSiebenSat.1 zwar noch - jedoch als Chef, der sich geistig schon von seinem Job verabschiedet hat.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Gansneder Thomas, Redakteur
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24.06.08 16:37:53
Beitrag Nr. 120 ()
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ProSiebenSat.1: Nachfolge für Pichler weiter offen


(24.06.2008) Nach dem tragischen Tod von ProSiebenSat.1-Sprecherin Katja Pichler ist ihre Position in der Konzernkommunikation nur kommissarisch besetzt. Über eine mögliche Nachfolge kann nur spekuliert werden.


Am 30. Mai verunglückte ProSiebenSat.1-Unternehmenssprecherin Katja Pichler beim Bergsteigen in Österreich. Die traurige Nachricht hatte damals ihr Stellvertreter Julian Geist zu verbreiten, der unfreiwillig die Leitung der Unternehmenskommunikation übernehmen musste. Insbesondere auch, weil unglücklicherweise nur eine gute Woche später die Hauptversammlung der ProSiebenSat.1 Media AG auf dem Programm stand.

Doch diese Aufgabe hat Geist nur kommissarisch übernommen, wie das Medienmagazin DWDL.de auf Nachfrage bei der ProSiebenSat.1 Media AG erfuhr. Es werde nach wie vor eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Katja Pichlers Posten gesucht. Nähere Angaben dazu machte man nicht. Auch nicht zur Frage, ob die Nachfolge intern oder extern geregelt werden soll.

Der letzte Wechsel erfolgte allerdings auch intern. Katja Pichler übernahm im Dezember 2003 den Posten der Konzernsprecherin der ProSiebenSat.1 Media AG nachdem Dr. Torsten Rossmann zum Geschäftsführer des konzerneigenen Nachrichtensenders N24 ernannt wurde. Nach DWDL.de-Informationen ist die interne Besetzung des Postens auch die wahrscheinlichere Variante. Möglicherweise bleibt es am Ende sogar dauerhaft Julian Geist.

Eine klare Absage an Branchengerüchte kommt von ProSieben-Unternehmenssprecherin Petra Fink. Sie dementierte auf Nachfrage von DWDL.de klar einen möglichen Wechsel an die Spitze der Konzernkommunikation der ProSiebenSat.1 Media AG. "Ich bin bei ProSieben und glücklich", so Fink kurz und knapp. Andreas Bartl holte seine Chef-Kommunikatorin Fink nach seinem Wechsel von kabel eins zu ProSieben nach. Vor kurzem wurde Bartl in den Konzernvorstand der ProSiebenSat.1 Media AG berufen - ein möglicher Ursprung des Gerüchts

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27.06.08 13:45:14
Beitrag Nr. 121 ()
ProSieben kombiniert TV- und IPTV-Werbung

Von: dp
Die ProSiebenSat.1-Group will Werbekunden Videowerbung im Web schmackhaft machen und bietet dafür ein neues Servicepaket.

Im Rahmen ihrer Bewegtbild-Offensive im Internet erweitert die ProSiebenSat.1 Group die Werbevermarktung: In der kommenden Staffel von "Popstars", die Ende August startet, können Werbekunden erstmals ein und dasselbe Programm mit nur einer Standard-Buchung im klassischen Fernsehen bei ProSieben und im Internet-TV bei ProSieben.de belegen. Damit ermöglicht TV-Vermarkter SevenOne Media den Werbekunden erstmals, ihre TV-Kampagnen direkt und ohne gesonderte Buchung in Form von Mid-Roll Video-Ads ins Internet-TV zu verlängern.

Die Basis dafür bildet das sogenannte Catch-Up: Nach der Free-TV- Ausstrahlung können die meisten Eigenproduktionen der ProSiebenSat.1 Group in voller Länge zu jeder Zeit eine Woche lang im Internet (unter ProSieben.de, Sat1.de und kabeleins.de) abgerufen werden. Das Angebot ist kostenlos und finanziert sich als Ad-VoD (Advertising-Video-on-Demand) über Werbung. Das Angebot kommt Unternehmensangaben zufolge insbesondere bei den jungen, internet-affinen Zielgruppen sehr gut an. So erreichte das Catch-Up von "Germany's Next Topmodel" unter ProSieben.de mit bis zu 490.000 Abrufen (Video-Views) pro Folge rund 15 Prozent der TV-Reichweite.

Insgesamt zählt die ProSiebenSat.1 Networld von den rund 2,6 Milliarden Page Impressions über 12 Prozent (315 Millionen) Abrufe auf Bewegtbild- Inhalte. Auch bei der Bewegtbild-Werbung im Internet ist die Gruppe mit Erfolg gestartet: Der Online- und Multimedia-Vermarkter SevenOne Interactive, ein Schwesterunternehmen von SevenOne Media, ist mit einem Brutto-Werbemarktanteil von 53,6 Prozent mit Abstand Marktführer bei der Vermarktung von Bewegtbild-Werbung (Video-Ads) im Internet (Basis: Nielsen Media Research: Januar bis April 2008). Platz 2 belegt der RTL-Vermarkter IP Deutschland mit einem Anteil von 20,1 Prozent, gefolgt von Quality Channel mit 16,4 Prozent.


Quelle: http://internetworld.knochwerke.de/home/news-single/article/…
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27.06.08 13:53:53
Beitrag Nr. 122 ()
Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Directors'-Dealings-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Mitteilungspflichtige verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Name: Wiedmann
Vorname: Harald

Funktion: Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: ProSiebenSat.1 - Vorzugsaktie
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE0007771172
Geschäftsart: Kauf
Datum: 25.06.2008
Kurs/Preis: 6,1200
Währung: EUR
Stückzahl: 5000
Gesamtvolumen: 30600,00
Ort: Xetra / Frankfurt
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28.06.08 18:19:53
Beitrag Nr. 123 ()
So langsam wird´s interessant:

ProSiebenSat.1 bietet für Bundesligarechte mit
München (ots) - ProSiebenSat.1 (News/Aktienkurs) will für seinen Sender Sat.1 nach der Champions League und dem Uefa-Cup auch die Free-TV-Rechte an der Bundesliga erwerben. Das berichtet der internationale Nachrichtendienst der Kommunikationsbranche Kontakter in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe."Wir haben die Unterlagen angefordert. Alles Weitere wird sich zeigen", erklärte eine Sat.1-Sprecherin auf Anfrage. ProSiebenSat.1 gilt seit längerem als einer der rund 200 Interessenten, die die DFL Mitte Mai ins Feld führte. Sat.1 bereitet sich redaktionell schon einmal darauf vor, im Fußball wieder ein gewichtigeres Wort mitzureden. Mit Blick auf die Champions League und den Uefa-Cup betonte die Sat.1-Sprecherin gegenüber dem Kontakter: "Klar ist, dass wir uns breiter aufstellen - verbunden mit konzeptionellen Überlegungen, wie wir künftig einen sehr hohen Standard bei Sportübertragungen bieten können." Noch muss sich der Fernsehkonzern mit konkreten Schritten gedulden: Die offizielle Ausschreibung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) und die Agentur Sirius des Medienunternehmeners Leo Kirch wird von der andauernden Prüfung dieser neuen Liaison durch das Bundeskartellamt blockiert.


http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-06/artikel-…

Diese Angriffshaltung gefällt mir gut. :)
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28.06.08 22:12:36
Beitrag Nr. 124 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.397.605 von Huges am 28.06.08 18:19:53Mir gefällt das auch!!:lick::lick:
deshalb haben Führungs- und Geschäftspersonen noch mal kräftig zugelangt. Jetzt kommt wenigstens wieder (F)Phantasie in die Aktie. Das wird helfen, den Kurs wieder zu beleben.
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01.07.08 10:40:03
Beitrag Nr. 125 ()
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5,93 € ! ... :eek:
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01.07.08 10:45:08
Beitrag Nr. 126 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.409.984 von Durlacher am 01.07.08 10:40:03Dieses Scheiß-Papier ist mal wieder mit Abstand der schlechteste Wert im Index.
Da kannst Du gar nicht so viel essen wie Du kotzen möchtest.
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01.07.08 10:50:18
Beitrag Nr. 127 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.410.032 von mailerdaemon am 01.07.08 10:45:08:D
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01.07.08 10:52:59
Beitrag Nr. 128 ()
5,50 ist bei mir die Linie im Sand. Ich habe das dumme Gefühl, dass hier noch wirklich miese Nachrichten demnaechst nachgereicht werden. Anders ist der Kursverfall nicht mehr zu erklaeren.
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01.07.08 11:26:41
Beitrag Nr. 129 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.410.127 von kampfhundstreichler am 01.07.08 10:52:59Also nun lasst mal die Kirche im Dorf! So schlecht ist die PSM Aktie doch gar nicht. Der M-Dax fast wieder zum Jahrestief und die anderen Werte auch unter aller Sau. Also da hält sich die PSM Aktie bei gut 6 Euro noch ausgezeichnet!!
Sie ist wenigstens nicht noch unter 5,5 gefallen und nicht mehr der schlechtestew Wert im M-Dax. Das ganze Szenario haben wir dem hohen Ölpreis und nicht zuletzt unseren Politikern zu verdanken. Nach dem Motto immer schön drauf mit den Steuern, gefahren und getankt wird immer.Von irgendwoher müssen ja die Renten bezahlt werden.Sie (DIE POLITIK):mad: sollte man zum Sündenbock erklären!!Nicht die Unternehmen!!
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01.07.08 11:37:41
Beitrag Nr. 130 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.410.496 von Uhlmannroswitha am 01.07.08 11:26:41Ich freue mich, dass du ProSieben so optimistisch siehst. Die Aktie hat binnen Jahresfrist sagenhafte 80% verloren, aber du freust dich, dass sie noch über 6 Euro notiert.

Selbst die mieseste Aktie des Universums legt dann und wann eine techn. Gegenbewegung hin, vor allem, wenn sie so überverkauft ist. Nur ProSieben nicht. Gibt dir das nicht zu denken?

Ich habe meinen Stopp Loss fix und aergere mich schwarz, mich einem Unternehmen genaehert zu haben, welches Heuschrecken gerade genüsslich filetieren. Dies wird mir kein zweites mal passieren.
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01.07.08 12:15:23
Beitrag Nr. 131 ()
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Sat1 hat im 2.Q erneut im Quotenvergleich an Boden verloren.

Bin gespannt auf die Quartalszahlen, werden wahrscheinlich grottenschlecht.
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01.07.08 12:17:53
Beitrag Nr. 132 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.410.496 von Uhlmannroswitha am 01.07.08 11:26:41ich bin am zweifeln, ob in der Senderfamilie Pro7Sat1-Media bei Autorennen und vom Personal so wahnsinnig viel Benzin verbraucht wird, dass sich dies so stark auf diese Aktie auswirkt. :laugh:

Die Aktie hält sich bei 6 € doch ausgezeichnet? Das ist ja nicht mehr zu glauben, was Du da von Dir gibst. Es gibt nämlich auch Anleger, die haben bei 20€ oder mehr gekauft und die empfinden diese Entwicklung überhaupt nicht so besonders toll, wie Du.

Meine Frage ist nur: Was haben Heuschrecken vom Schlage Permira davon, Firmen wie Hugo Boss und Pro7 zu ruinieren, wenn dabei auch ihr eigenes Kapital kaputt geht?

pimpim
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01.07.08 12:27:25
Beitrag Nr. 133 ()
Sie filetieren ja geschickter. Die ProSieben Heuschrecken waren z.B. an der Senderklitsche SBS beteiligt. Nachdem sie die Mehrheit an der ProSieben übernommen haben, haben sie die ProSieben einfach gezwungen, ihnen diese Klitsche für sagenhafte 3,3 Mrd. Euro abzukaufen. Und da ProSieben diese Kohle nicht cash hatte, wurde es eben verschuldet.

Mit den richtigen Gefaelligkeitsgutachten in der Tasche, kann man eben auch eine Senderklitsche, welche auf dem freien Markt nicht einmal die Haelfte einbringen würde, für 3,3 Mrd. der ProSieben auf das Auge drücken.

==> riesiger realisierter Gewinn für die Heuschrecke, riesige Buchverluste für die ProSieben und damit anteilig für die ProSieben Vorzugsaktionaere.
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01.07.08 15:59:20
Beitrag Nr. 134 ()
5,86 Euro. Das ist schon ein Wort. Gleich bin ich ausgestoppt. Ich fürchte wirklich, dass hier noch die Erklaerung für das Abschlachten nachgeliefert werden wird.
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01.07.08 16:03:14
Beitrag Nr. 135 ()
Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG

Directors'-Dealings-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Mitteilungspflichtige verantwortlich.
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Angaben zum Mitteilungspflichtigen
Name: Tillieux
Vorname: Patrick
Firma: ProSiebenSat.1 Media AG

Funktion: Geschäftsführendes Organ

Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft

Bezeichnung des Finanzinstruments: ProSiebenSat.1 - Vorzugsaktie
ISIN/WKN des Finanzinstruments: DE 0007771172
Geschäftsart: Kauf
Datum: 25.06.2008
Kurs/Preis: 6,25
Währung: EUR
Stückzahl: 20000
Gesamtvolumen: 124995,00
Ort: Xetra / Frankfurt
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01.07.08 16:03:42
Beitrag Nr. 136 (