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Wissenschaftsfeindlichkeit und Impfmüdigkeit in D - 500 Beiträge pro Seite



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In keinem anderen westlichen Industriestaat gibt es eine derart besorgniserregende Impfmüdigkeit wie in D.

Ursache dafür ist die Technik- und Wissenschaftsfeindlichkeit linker Ideologen, die Impfen verteufeln und stattdessen allerlei esoterischen Hokuspokus-Theorien Glauben schenken.


http://www.ard.de/ratgeber/gesundheit/patienten-wissen/maser…

Tödliche Gefahren durch Impfmüdigkeit

31.07.2006

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskr…

Kasse moniert Impfmüdigkeit in Niedersachsen

15.07.2008

WOLFSBURG (cben). In Niedersachsen nehmen weniger als die Hälfte der Erwachsenen die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen in Anspruch. Die Impfrate bei Kindern sei mit 95 Prozent dagegen vorbildlich, hieß es.

Nur 40 Prozent der empfohlenen Auffrischungsimpfungen bei Erwachsenen würden auch durchgeführt, erklärte die Deutsche BKK. Damit drohe der gute Impfschutz verloren zu gehen, der in der Kinder- und Jugendzeit aufgebaut wurde.

Bei Erwachsenen sollten die Impfungen gegen Wundstarrkrampf und Diphtherie in einem Kombinationsimpfung alle zehn Jahre aufgefrischt werden, so die Kasse. Ab dem 60. Lebensjahr empfiehlt die Kasse eine jährliche Grippeschutzimpfung und alle sechs Jahre eine Impfung gegen Pneumokokken.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,49453,00.ht…

IMPFMÜDIGKEIT

Deutsche spielen russisches Roulette


27.10.1999

---
Brauchen wir in D eine zwangsweise Impfpflicht ?

:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.641.516 von Blue Max am 04.08.08 11:43:03Zwangsweise Impfpflicht:confused:

Sind wir hier im Kommunismus:confused::eek:

Jeder kann und soll für sich allein entscheiden ob und gegen was er sich impfen lässt!

Meine 96jährige Grossmutter ist im Leben gegen nichts geimpft worden.

Hat dagegen auf selbstgezogenes (Bio)-Gemüse gesetzt....

Aber lass dich man impfen.... Obe es bei dir allerdings hilft:confused::confused::rolleyes::rolleyes::laugh::laugh:
Mich würde mal interessieren wie du darauf kommst aufgrund der Impfmüdigkeit der deutschen auf ihr Wahlverhalten zu schließen.
Aus den Artikeln geht das ja nicht hervor...
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.641.569 von Doppelvize am 04.08.08 11:48:30Meine 96jährige Grossmutter ist im Leben gegen nichts geimpft worden.

Hat dagegen auf selbstgezogenes (Bio)-Gemüse gesetzt....


na und? Und was beweist das? NIX!
Ach und wo ich gerade am fragen bin....

Stimmst du mir (ganz allgemein gesehen ) zu wenn ich sage,dass es dem aufmerksammen Mitleser durchaus verwundert und zu gewissen Schlüssen auf deine Person Anlass geben kann ,wenn du um

11:43 einen Thread eröffnest und als Diskussionsgrundlage (u.a.) einen Link zur ARD anbietest,

umd dann um

11:52 in einem anderen Thread folgende Aussage machst : Typische Propaganda des Rotfunks ARD.

:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.641.569 von Doppelvize am 04.08.08 11:48:30Nö, nicht im Kommunismus, sondern im Kapitalismus.

Aber da ist es doch durchaus legitim, dass, wenn sich Kinder grüner Eltern weigern, sich den bösen Schutzimpfungen für ihre Kinder zu unterziehen, bitte auch die vollen Konsequenzen für alle anderen Kinder tragen müssen, wenn die Kita quarantänemäßig geschlossen werden muss, weil ihr Sprössling leider nicht geimpft wurde. Dann doch bitte die Behandlungskosten und die, die den anderen Eltern entstehen, voll tragen. Verursacherprinzig und grobe Fahrlässigkeit sind zu unterstellen.
Meine Oma ist gestern 97 geworden, mit Schutzimpfungen und ganz normaler Ernährung (bis auf das Zuckerbier, dass ich nie verstanden habe...).
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.642.656 von Blue Max am 04.08.08 14:19:04Du musst natürlich nicht antworten wenn es dir peinlich ist


:):D
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.642.681 von Beefcake_the_mighty am 04.08.08 14:22:42#8

Bei Sendungen vom BR und SWR gelten natürlich Ausnahmen... ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.642.721 von Blue Max am 04.08.08 14:27:48Bei Sendungen vom BR und SWR gelten natürlich Ausnahmen...

Ach so.Diesen Erkenntnissstand muß man natürlich erstmal erlangen :laugh: Mein Fehler :)


Was mich dann allerdings wundert ist ,dass wenn ich aufs Impressum der von dir verlinkten NICHT Rotfunkseite gehe

http://www.ard.de/home/impressum/-/id=1888/5sp8sa/index.html

ich hiermit konfrontiert werde :

ARD.de ist ein Gemeinschaftsangebot der in der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) zusammengeschlossenen Sender und wird federführend betreut vom SWR.


Bedeutet das jetzt SWR Rote haben im Gegensatz zu den von ihnen geführten anderen Roten recht :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.642.681 von Beefcake_the_mighty am 04.08.08 14:22:42Argumente zählen bei ihm nicht. Das ist bei Leuten seiner Gesinnung aber grundsätzlich so!:rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.642.648 von realitaetsnah am 04.08.08 14:17:53bitte auch die vollen Konsequenzen für alle anderen Kinder tragen müssen, wenn die Kita quarantänemäßig geschlossen werden muss, weil ihr Sprössling leider nicht geimpft wurde.

Das ist unlogisch.
Warum sollte eine Kita voller geimpfter Kinder wegen der Krankheit eines ungeimpften Kindes geschlossen werden? -Die geimpften Kinder können doch von dem kranken Kind nicht angesteckt werden.
Und falls doch, weil sie ebenfalls keinen Impfschutz haben, sind sie ebenso schuld, angesteckt worden zu sein, wie das ansteckende Kind. -Können also keine Entschädigung verlangen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,604918,00.h…

NORDRHEIN-WESTFALEN

Impfmüdigkeit löste Masernepidemie aus


02.02.2009

Die Ausrottung der Masern ist weit entfernt: Vor allem Impfmuffel sorgen dafür, dass die Viren immer wieder Epidemien auslösen - auch in Deutschland. Doch die als "Kinderkrankheit" verharmloste Infektion ist gefährlich: Weltweit starben 2007 knapp 200.000 Menschen.

Die traurige Bilanz in Duisburg waren zwei tote Kinder und 95 schwere Erkrankungen mit Krankenhauseinweisung. Im Jahr 2006 befielen die Masern mehr als 1700 Kinder in Nordrhein-Westfalen - eine Infektionskrankheit, die laut Weltgesundheitsorganisation WHO eigentlich bis zum Jahr 2010 weltweit ausgerottet sein sollte. Und bis vor knapp drei Jahren war zumindest das deutsche Bundesland augenscheinlich auf dem besten Weg dorthin: Mit 122 Masern-Fällen im Jahr 2004 verzeichnete Nordrhein-Westfalen damals ein historisches Tief in den Fallzahlen.

Dass sich die Viren in der Folge statt zu verschwinden massiv ausbreiteten, führen Forscher schon lange auf die Impfmüdigkeit der Bevölkerung zurück - jetzt haben sie es mit Zahlen erneut belegt. Das Team um Ole Wichmann von der Infektionsepidemiologie am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat den Ausbruch von 2006 genauer unter die Lupe genommen: Die Wissenschaftler konzentrierten sich dabei auf die Stadt Duisburg, wo 614 Masern-Fälle aufgetreten waren. Sie sammelten Informationen über den Krankheitsverlauf von 464 Kindern ( Der SPIEGEL berichtete), interviewten deren Eltern und befragten sie nach dem Impfstatus und nach Gründen für eine eventuelle Impfverweigerung.

Wie das Team im "Bulletin of the World Health Organization" berichtet, waren vier von fünf erkrankten Kinder gar nicht oder nicht ausreichend geimpft. 36 Prozent der Eltern gaben an, sie hätten die Immunisierung vergessen, 28 Prozent hatten die Impfung abgelehnt. Die Fraktion der Verweigerer hat Georg Vogt vom Gesundheitsamt Duisburg in drei Gruppen eingeteilt, wie der SPIEGEL 2006 berichtete: die "einfachen Impfmuffel", die "ideologisch verhärteten Anthroposophen" und die "oberkritischen Gebildeten".

Ausrottung nicht realisierbar?

Masern sind eine hochansteckende Infektionskrankheit, die Fieber und einen typischen, roten, großfleckigen Hautausschlag auslösen. Die Erkrankung beginnt meist mit einer Entzündung der Schleimhäute, die Kinder sind abgeschlagen und entwickeln hohes Fieber. Bei bis zu jedem dritten Patienten treten jedoch auch Komplikationen auf, die das Ohr, die Lungen oder den Verdauungstrakt betreffen. Das war auch in Duisburg der Fall: Jedes fünfte kranke Kind litt den Analysen zufolge zusätzlich an einer Mittelohrentzündung. Sieben Prozent der Patienten entwickelten eine Lungenentzündung, drei Kinder erkrankten an einer gefährlichen Entzündung des Gehirns (Masern-Enzephalitis). Auffällig war für die Forscher zudem, dass unter den Infizierten besonders viele Jugendliche von 10 bis 14 Jahren waren.

Die Wissenschaftler folgern in ihrem Artikel: "Die Ansammlung von Personen ohne Immunität führte zu diesem Ausbruch." Sie fordern erweiterte Impfprogramme in Schulen, die vor allem die Immunitätslücke bei den Jugendlichen schließen sollen. "Andernfalls ist die Ausrottung der Masern in Deutschland und Europa nicht realisierbar", schreiben die Forscher.

Ähnliche Bedenken äußern auch andere Forscher: Wie das Team um Mark Muscat vom staatlichen dänischen Impfinstitut in Kopenhagen in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Lancet" berichtet, sank die Zahl der Fälle in den Jahren 2006 und 2007 zunächst von 8223 auf 3909, in Deutschland gar von 2307 auf 571. Doch in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 verzeichneten die Forscher in Europa wieder einen sprunghaften Anstieg auf 6269 Masernfälle. Die Ausrottung der Masern sei dadurch gefährdet.

Dennoch geben andere Zahlen auch Anlass zur Hoffnung, denn die Zahl der Todesfälle ist weltweit gesunken. Während es Anfang der sechziger Jahre noch sechs Millionen Maserntote pro Jahr gab, starben 2007 nach Angaben der (WHO) 197.000 Menschen an Masern - ein Rückgang um 74 Prozent seit dem Jahr 2000.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.641.516 von Blue Max am 04.08.08 11:43:03Ein wirklich unverantwortliches Verhalten, daß manche Eltern da an den Tag legen. Klassische Impfungen wie Masern-Mumps-Röteln werden nicht mehr gemacht, weil Eltern darin etwas suspektes sehen.

Damit jedoch setzen sie ihre Kinder einem völlig unnötigen Risiko aus, welches sogar lebensbedrohlich werden kann. Wer einmal einen jungen Erwachsenen gesehen hat, der an Röteln erkrankt ist, weiß was ich meine. Solche Virus-Erkrankungen haben im Erwachsenenalter stets einen wesentlich schwereren Verlauf, so etwa oft verbunden mit einer Meningoenzephalitis. Bei schwangeren Frauen ist ein Abort wahrscheinlich. Man muß sich nur mal vorstellen, was es für eine immense Belastung ist, zu wissen, daß man einen toten Fötus in sich trägt, nur weil die Eltern eine einfache Impfung für nicht nötig gehalten haben.
Ich finde es gut, daß dieser Thread eröffnet wurde. Der Widerstand gegen Impfungen ist auch Ausdruck von Wissenschaftlichkeit, denn aus wissenschaftlicher Sicht gibt es eine eindeutige Sicht auf Impfungen: die heute angebotenen Impfungen sind durchweg nachgewiesen besser (aufgrund der Zahl der Erkrankungen, Behinderungen und Todesfälle) als keine Impfungen durchzuführen.

Der Bewertung im Eingangsposting, daß dies Ausdruck linker Ideologie sei, kann ich mich aber überhaupt nicht anschließen. Es ist eher das Gegenteil der Fall. Wer sich mal näher mit der Materie auseinandergesetzt hat, wird auf folgende Gruppen der Impfgegner stoßen:

Chiropraktiker (in den USA), die gegen die Schutzimpfung gegen Kinderlähmung polemisierten, weil sie behaupteten, daß sie selbst in der Lage wären, Kidnerlähmung mit Chiropraktik zu heilen.

Bestimmte esoterische, anthroposophische und homöopathische Richtungen, die grundsätzlich die "Schulmedizin" und naturwissenschaftliche Erklärungen ablehnen.

Religiöse Fundamentalisten, die nicht in "Gottes Handwerk" pfuschen wollen, und zu unterschiedlichem Grad medizinische Eingriffe ablehnen.

Verschwörungstheoretiker, die Impfungen zu Methoden staatlicher Kontrolle zählen oder die unterstellen, daß die ganze Wissenschaft zu Infektionskrankheiten nur bezahlte Lobbyisten der Pharmaindustrie wären, die dann Medikamente und Impfstoffe verkauft.

Ich kann da den "linken" Hintergrund nicht erkennen, das ist eher Wunschdenken bzw. Feindbildprojektion des Threaderöffners. Interessanterweise sind im übrigen die Taktiken und Argumentationsmuster der Impfgegner die gleichen, wie bei der Leugnung der Schädlichkeit von Tabak, Leugnung der Evolutionstheorie, Leugnung von Aids als Infektionskrankheit und Leugnung des menschengemachten Klimawandels. Es bestehen sogar teilweise Überlappungen bei den Beteiligten, da es auch Interessengleichheiten gibt. Zum Beispiel sind marktradikale Gruppen, bestimmte Industrielobbys und religiöse Fundamentalisten gleichermaßen daran interessiert, staatliche Kontrolle zu unterminieren, indem man Zweifel an den wissenschaftlichen Grundlagen ihrer Argumente streut. Bestimmte Lobbygruppen würden gerne z.B. Umwelt- oder Gesundheitsbehörden unglaubwürdig machen, religiöse Fundamentalisten würden gerne naturwissenschaftliches Denken unglaubwürdig machen. Das kann zu Zweckallianzen führen.

In allen Fällen steht letztlich das Urteil auf Grundlage naturwissenschaftlicher Erkenntnisse gegen politische, religiöse und persönliche Interessen, gegenteilige Entscheidungen durchzudrücken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.527.190 von for4zim am 06.02.09 13:38:58Dummer Fehler im zweiten Satz: Der Widerstand gegen Impfungen ist auch Ausdruck von Wissenschaftsfeindlichkeit, denn aus wissenschaftlicher Sicht gibt es eine eindeutige Position zu Impfungen:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.527.190 von for4zim am 06.02.09 13:38:58#14 & 15

Der Staat sollte eine Impfpflicht für alle Kinder in D einführen, die notfalls auch mit Zwang durchgesetzt wird.

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.542.401 von Blue Max am 09.02.09 16:38:33Dann starte doch in Bayern einen Bürgerentscheid zu dem Thema. Bin auf deinen Erfolg gespannt:laugh::laugh::laugh:

Aber vermutlich hast du mit deinem Impfaufruf recht! Was Krankheiten so anrichten sieht man aktuell an der CSU:laugh::laugh:

Mit Impfung wäre das nicht passiert:laugh::laugh::laugh:
Das Thema Impfung ist mal eines, wo man Menschen vor ihrer eigenen Dummheit schützen muß. Noch schlimmer ist aber, daß auch andere Menschen darunter leiden müssen, wenn nicht gegen Masern durchgeimpft wird. Es gibt einige Fälle, in denen Babys vor ihrer ersten Maserimpfung von nicht geimpften Kindern mit Masern angesteckt wurden. Folge in diversen Fällen: dauerhafte Behinderung durch Befall des Gehirns und ähnliche Komplikationen. Bei Pocken gab es eine Impfpflicht. Deshalb sind die Pocken ausgerottet. Bei Masern, Kinderlähmung und einigen anderen Infektionskrankheiten wäre ich sehr für eine generelle Impfpflicht. Stattdessen regen sich viele Leute über genetisch manipulierten Mais, Handymasten oder radioaktive Bestrahlung von Gewürzen und Nüssen zur Abtötung von Schimmelkeimen auf. Das ist für mich Dummheit durch Uninformiertheit.
Grünes Denken kostet einen hohen Preis


Jede politische Richtung hat ihre Leichen im Keller – nur die Grünen haben es geschafft, im Status der Unschuld zu verbleiben. Zu Unrecht.Grünes Denken will die Menschheit vor den Risiken neuer Technik retten. Doch der Preis für die Verhinderung des Fortschritts ist meist wesentlich höher.


Die Masern sind nach Europa zurückgekehrt. Während die Zahl der Maserntoten in den Entwicklungsländern sinkt (2007 waren es 197.000) nimmt sie in einigen Industrieländern wieder zu. Die Veranstalter der Ersten Nationalen Impfkonferenz in Mainz kritisieren „schleichende Impfmüdigkeit“. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bemängelt den sinkenden Impfschutz. In Deutschland und der Schweiz wird das Impfen von besonders vielen Eltern abgelehnt.


Was können die Grünen dafür? Vordergründig nichts. Die führenden Köpfe der Partei gehören nicht zu den Impfgegnern. Doch an der Basis überschneiden sich die Milieus. Die von Anthroposophen geführte Bewegung gedeiht in den gleichen bürgerlichen Wohnvierteln, im gleichen geistigen Biotop, dessen ideeller Nährboden aus Technikfeindlichkeit, Aberglauben, Zukunftspessimismus und Naturromantik besteht. Eine Mischung, die der holländische Umwelt-Historiker Wybren Verstegen „Green Thinking“ (Grünes Denken) nennt. Renate Künast und Bärbel Höhn loben die esoterischen Landbauregeln des Rudolf Steiner. Da liegt es ziemlich nahe, auch den medizinischen Teil der steinerschen Anthroposophie zu glauben.


Längst ist vergessen, dass Joschka Fischer in den 80er-Jahren als hessischer Umweltminister die Produktion eines besser verträglichen Insulins für Diabetiker jahrelang verhinderte, weil es gentechnisch hergestellt wurde. Die Firma musste nach Frankreich ausweichen, von wo dann das dringend benötigte Insulin importiert wurde. Erst 1999 ging die erste Anlage in Deutschland in Betrieb. Grünes Denken will die Menschheit vor den Risiken neuer Technik retten. Doch der Preis für die Verhinderung des Fortschritts ist meistens wesentlich höher.

Grünes Denken hat sich nicht nur bei den Grünen durchgesetzt, wie man am Erfolg der Gentechnikgegner sieht. Sie behaupten – und es wird ihnen geglaubt – gentechnisch verbesserter Mais habe keinen Vorteil. Die Pflanzen sind jedoch unter anderem deutlich weniger mit Schimmelpilzgiften belastet. Das könnte man durchaus einen Vorteil nennen. Denn in Ländern, in denen Mais Grundnahrungsmittel ist, werden durch diese Gifte Kinder mit offenem Rücken geboren. Dass die Regierung von Sambia im Jahr 2002 keine amerikanischen Mais-Hilfslieferungen an ihre hungernde Bevölkerung verteilte, weil US-Mais gentechnisch verändert war, wurde aus der Mitte der grünen Bewegung ermuntert und unterstützt.


Am ausführlichsten ist der Schaden des Grünen Denkens am Beispiel DDT dokumentiert, eines Pestizids, das auf Druck europäischer und nordamerikanischer Gründenker in Entwicklungsländern nicht mehr eingesetzt wurde, um die Malaria zu bekämpfen. Dank DDT sank einst die Zahl der Malariatoten in vielen Ländern von einigen Tausend auf wenige Dutzend. Heute sterben wieder mehr als 1,5 Millionen Menschen pro Jahr an der Tropenkrankheit. Anders als die Bewegungen gegen das Impfen gehörte der Kampf gegen Gentechnik und DDT nicht zum verrückten Rand des Grünen Denkens, sondern zum Kernbestand.


Durch seine vermeintliche moralische Überlegenheit besitzt das Grüne Denken im Wettbewerb um die Gunst der Öffentlichkeit erhebliche Vorteile. Als Linker kann man sich nicht mehr an Stalin und Mao vorbeimogeln. Deutsche Konservative leiden bis heute an der Schande, Hitler zur Macht verholfen zu haben. Jede Richtung hat ihre Leichen im Keller, und alle Keller werden hin und wieder von großen Bühnenscheinwerfern ausgeleuchtet. Nur die Grünen haben es geschafft, im Status der Unschuld zu verbleiben. Man stelle sich vor, die Opfer von Masern oder Malaria würden auf das Konto konservativer oder liberaler Ideen gehen. Wie viele Fernsehfilme, „Tatort“-Krimis und Talkshows hätten sich schon damit beschäftigt?


Die politische Unschärfe des Grünen Denkens führt dazu, dass das Partei-Establishment es nicht nötig hat, sich von Impfgegnern und anderen Extremisten zu distanzieren. Man lächelt gelegentlich über sie, aber hält sie sich gewogen, weil sie einen nicht unerheblichen Teil der Wählerschaft repräsentieren. Cem Özdemir spricht derzeit oft auffallend oft von der „Bewahrung der Schöpfung“. Man sollte ihn mal fragen, ob Malariakranke, Hungernde oder Diabetiker eigentlich auch zur Schöpfung gehören.



www.welt.de
http://www.welt.de/news/article4379406/Kuenast-aeussert-Bede…

Künast(GRUENE) äußert Bedenken zur Schweinegrippe-Impfung


23.08.2009

Die ehemalige Bundesministerin für Verbraucherschutz, Renate Künast, hat sich skeptisch zur geplanten Schweinegrippen-Impfung im Herbst geäußert. Die Grünen-Politikerin riet besonders Eltern zur Vorsicht. „Man darf sich von der Schweinegrippe nicht verrückt machen lassen„, sagte sie der "Bild am Sonntag".
Bezüglich der Impfung von Kindern sollte man mal weitere Informationen abwarten. Die Nebenwirkungen seien noch nicht hinreichend erforscht, sagte Künast.

Sich selbst bezeichnete die Grünen-Fraktionschefin als „Impfmuffel“. Künast sagte: „Ob ich mich impfen lasse, mache ich vom Verlauf der Schweinegrippe abhängig.“

---
Mit derartigen verantwortungslosen Äusserungen tragen die GRUENEN zur Impfmüdigkleit und damit ungezügelten Ausbreitung von schlimmen und schlimmsten Krankheiten in D bei.

:mad::cry:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.854.144 von Blue Max am 26.08.09 12:03:48Sorry, aber Schweinegrippe sind nicht die Pocken.

Ich werde meine Kinder auch nicht impfen lassen.

Die 900 Millionen Euro die das kostet hätte man lieber z.B. in die Finanzierung der Borelioseforschung gesteckt. Da haben wir bestimmt bald ein größeres Problem.
Meine damals dreijährige Tochter hatte das nämlich schon, die üblichen Antibiotika kann man bei Kindern im Wachstum allerdings nicht einsetzen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.854.250 von GregoryHouse am 26.08.09 12:14:01http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,644993,00.…

Schweinegrippe

US-Regierung befürchtet bis zu 90.000 Todesfälle


26.08.2009

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.854.294 von Blue Max am 26.08.09 12:17:42Ja und. Wäre da ein Verbot von fettem Essen nicht effektiver?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.854.368 von GregoryHouse am 26.08.09 12:23:23Da fettes Essen keine Schweinegrippe auslöst - klares Nein...

:eek:


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