DAX+1,31 % EUR/USD-0,02 % Gold-0,59 % Öl (Brent)0,00 %

Merkel verrückt geworden - nur Gerhard Schröder kann das Land noch retten - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Diese Frau bringt uns in Teufels Küche!

Zitat Merkel: "Georgien wird, wenn es das will und das will es ja, Mitglied der NATO sein", sagte Merkel am Sonntag vor ihrem Treffen mit dem georgischen Staatschef Michail Saakaschwili in Tiflis. Für sie habe sich diese Lage trotz des Konflikts im Kaukasus nicht geändert. Georgien könne auch beim Aufbau zerstörter militärischer Anlagen geholfen werden. Darüber könne schon am Dienstag beim NATO-Rat gesprochen werden, sagte die Kanzlerin.

Wir brauchen den guten alten Kanzler Schröder wieder, nur der kann den Russen-Geldstrom retten!
Diese Frau bringt uns in Teufels Küche!

meinst Du die ?




"dsschiordscha is for georgie, stupid :mad: "
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.744.696 von George.W.Bush am 17.08.08 17:52:41Unglaublich :mad:
Merkel ist und bleibt der verlängerte Arm von George Bush in Europa, sie macht Deutschland zum Vasallen der USA.
Das Merkel im Fahrwasser der Bushisten den Faschisten Sakasaschwili unterstüzt (mit ihr die restlichen rechtslastigen EU-Regierungen) war doch von vornherein klar.

die Einseitigkeit mit der die Medienlandschaft Russland verurteilt und den Völkermord Sakaschwilis in Ossetien runterspielt, zeigt; wie abhängig die meisten unserer Medien offenbar geworden sind.

seriöse und objektive Berichterstattung gehört der Vergangenheit an.
Ausnahmen bestätigen das Trauerspiel.
Schröder hat sich an die bewährte deutsche Aussenpolitik gehalten: Zurückhaltung und die Wirtschaftsbeziehungen sichern. Gesicherte Öl- und Gaslieferungen, ein Plus von 28% beim deutschen Maschinenbauexport nach Russland, allein im letzten Halbjahr, haben wir ihn zu verdanken. Das sichert unsere Arbeitsplätze und unser Geld. Wirtschaftspolitik ist besser als Großmachtpolitik.

Abenteuer im Kaukasus dagegen kosten Geld und deutsche Arbeitsplätze. Sollen doch die Amis selber mit dem Arsch durchs Feuer reiten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.744.743 von StellaLuna am 17.08.08 18:14:05Das ist nichtmals das schlimmste!

Die hatten seinerzeit nach dem Mauerfall den Russen vertraglich zugesichert, das die Nato nicht nach Osten erweitert wird und brechen den Vertrag gleich mehrfach.

Las mal den hier von der Krone-Schmalz:
http://www.n-tv.de/KroneSchmalz_im_Interview_Russland_blieb_…

Da kriegt das aber einen ganz anderen Geschmack! So provoziert man Rußland. Und was soll das?
Der Bush ist genau so bekloppt, aber bald weg.
---------------
Auszug:

Russland hat Ziele im georgischen Kernland angegriffen. Halten Sie das militärische Vorgehen der Russen in diesem Krieg für überzogen?

Im luftleeren Raum betrachtet kann man das so sehen. Eingebettet in die geopolitische Lage blieb den Russen vermutlich nichts anderes übrig, als mit der Faust auf den Tisch zu hauen: jetzt reicht's. Auf eine andere, moderatere Sprache hat der Westen ja nicht reagiert: Die NATO-Osterweiterung wurde durchgezogen, obwohl es nachweislich feste Zusagen gab, die NATO nicht nach Osten auszudehnen, wenn Moskau der NATO-Zugehörigkeit des vereinten Deutschland zustimmt. Beim geplanten Raketenabwehrsystem, stationiert in Polen und Tschechien, sollen sich die Russen nicht so anstellen, das sei doch lächerlich, meinte die amerikanische Außenministerin Condoleeza Rice. Was ist mit Kosovo? Da durften sich die Menschen für eine Abspaltung von Serbien entscheiden, obwohl das völkerrechtlich eigentlich so nicht geht. Und da gab es noch den Krieg in Jugoslawien, ohne UN-Mandat, einfach so.
"die Einseitigkeit mit der die Medienlandschaft Russland verurteilt und den Völkermord Sakaschwilis in Ossetien runterspielt, zeigt; wie abhängig die meisten unserer Medien offenbar geworden sind."

Ganz recht! Die Desinformation der öffentl. unrechtlichen Zwangsmedien ist schon fast kriminell.


FDJ-Merkel bringt uns in Teufels Küche. Wirklich schwer zu beurteilen in welchem Bereich sie am unfähigsten ist. Die Außen- oder Innenpolitik? Es hält sich wohl die Waage (MWSt., Gesundheitsfonds, Überwachung, Abgeltungssteuer..).
Absolut beruhigend, von Euch die Meinungen zu lesen, die konform mit der meinigen sind. Auch ich dachte mir, als ich das hörte, ob diese Frau wohl ein "Rad zuwenig am Wagen hat"!

Langsam reichts wirklich!
Schröder: Georgiens Präsident Saakaschwili ist ein "Hasardeur"

Gerhard Schröder sieht "als auslösendes Moment" der jetzigen Kampfhandlungen im Kaukasus den "Einmarsch der Georgier nach Südossetien". In einem SPIEGEL-Gespräch nannte der Bundeskanzler a. D. den georgischen Präsidenten Saakaschwili einen "Hasardeur" und warnte davor, Tiflis schnell in die Nato aufzunehmen. Er sehe die Chancen auf einen georgischen Beitritt durch die jüngsten Ereignisse "in noch weitere Ferne" gerückt, sagte Schröder dem Hamburger Nachrichten- Magazin. Eine Friedensmission der OSZE in Südossetien und Abchasien auch unter deutscher Beteiligung begrüße er; sollte es aber zu einer Mission ohne ausdrückliche russische Zustimmung kommen, "möchte ich keine deutschen Soldaten dort stationiert sehen", führte Schröder aus. Der Ex-Bundeskanzler zeigte sich überzeugt davon, dass Russland im Kaukasus keine Annektierungspolitik verfolge. Er sehe nicht, dass man das Konzept der "strategischen Partnerschaft" zwischen Berlin und Moskau wegen der jüngsten Ereignisse aufkündigen müsse, sagte Schröder: "Ich halte überhaupt nichts von einer Dämonisierung Russlands. Ich begreife Russland als Teil Europas."
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,572475,00.html
Merkel macht die Politik doch nicht alleine und offiziell kann sich die deutsche Bundeskanzlerin doch nicht gegen die NATO stellen. Ich habe jedenfalls einen guten Eindruck von Mekel. Wer weiß schon, was sie mit den Russen bespricht und welche längerfristige Politik sie verfolgt?
#10 Ups, sorry, blöder Schreibfehler, also den muss ich noch mal korrigieren:
Merkel macht die Politik nicht alleine und offiziell kann sich die deutsche Bundeskanzlerin doch nicht gegen die NATO stellen. Ich habe jedenfalls einen guten Eindruck von Merkel. Wer weiß schon, was sie mit den Russen bespricht und welche längerfristige Politik sie verfolgt?
Deutsche Waffen leisten doch bereits beste Dienste beim Morden. Solche Kunden will man sich doch erhalten.
http://www.welt.de/politik/arti2339092/Deutsche_Waffen_illeg…

Auch wenn´s jetzt keiner gewesen sein will. Wie hochgradig kriminell dieser Staat agiert, wissen wir doch spätestens seit dem "landwirtschaftlichen Gerät" das im Hamburger Hafen aufgeflogen ist.
@1
Danke für den Thread.
Wer sich in unserer Demokratie "informell ausgewogen ernähren" möchte , ist mittlerweile auf Medien jenseits des Mainstreems angewiesen.Leider.

"Die USA wollen Krieg"

Interview mit Ex-Gorbatschow-Berater Prof. Daschitschew


Droht ein neuer großer Krieg? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen angesichts der Bilder vom georgisch-russischen Krieg. Die National-Zeitung hat Professor Dr. Wjatscheslaw Daschitschew befragt. Er war außenpolitischer Berater Michail Gorbatschows und ein wichtiger Wegbereiter der deutschen Wiedervereinigung. Daschitschew lehrte an den Universitäten in Berlin, München und Mannheim und forschte bis 2006 am Zentrum für internationale ökonomische und politische Studien der Russischen Akademie der Wissenschaften.

„Georgien – Satellit der USA“

National-Zeitung: Herr Professor Daschitschew, hat die Eskalation in Georgien Sie überrascht?
Daschitschew: Nein, ich hatte wiederholt vorhergesagt, dass es dort zum Krieg kommt. Georgien ist seit der Machtübernahme von Saakaschwili ein Satellit der USA. Und die amerikanische Führung will Krieg im Kaukasus. Das Ziel ist es, zum einen Russland vom Kaukasus und vom Schwarzen Meer zu verdrängen und zweitens einen Brand zu entfachen und ihn nach Zentralasien zu übertragen.

National-Zeitung: Hätte der Krieg verhindert werden können?
Daschitschew: Vielleicht. Dazu hätte die russische Führung Abchasien und Südossetien als eigenständige Staaten anerkennen und mit ihnen Verteidigungsbündnisse schließen müssen. Dass das nicht geschehen ist, halte ich für einen großen Fehler.

National-Zeitung: So wie der Westen den Kosovo anerkannt hat?
Daschitschew: Natürlich.

National-Zeitung: Warum ist das denn nicht geschehen?
Daschitschew: Der Kreml hat gegenüber Washington bislang auf Beschwichtigung gesetzt, obwohl sich die NATO immer näher an Russland heranschiebt. Nach dem Willen der Amerikaner wäre ja auch Georgien schon längst NATO-Mitglied. Diese aggressive Politik der USA kann zu einem Weltkrieg führen.

Zum heißen Krieg ist es nicht weit

National-Zeitung: Wie?
Daschitschew: Ich sprach schon vor fünf Jahren von einer politischen Vorkriegskrise, in der wir uns befinden. Alle Parameter besagen es. Das zeigt ein Vergleich mit dem Ausbruch des Ersten und des Zweiten Weltkriegs. Bisher hat Washington auf den „indirect approach“, wie ihn der Militärhistoriker Basil Liddell Hart beschrieben hat, gesetzt. Das Ziel war es, Russland entscheidend zu schwächen, von innen zu beherrschen und als politisches und militärisches Gegengewicht der USA zu beseitigen. Diese Strategie der indirekten Einwirkung kann aber schnell zum heißen Krieg führen, wie die Vorgänge in Georgien beweisen. Und die USA schüren ja nicht nur im Kaukasus, sondern auch im Nahen Osten, im Iran, in Polen und Litauen sowie – was aus russischer Sicht das Schlimmste ist – in der Ukraine Konflikte.

National-Zeitung: Wie geht der russisch-georgische Konflikt aus?
Daschitschew: Saakaschwili hat sich verkalkulkiert. Seit langem wurde in Georgien gegen Russland Hass geschürt und gehetzt. Doch die Südosseten bekennen sich zu Russland, die meisten haben die russische Staatsangehörigkeit. Die Abchasier sind Muslime, aber auch sie bekennen sich zu Russland. Putin kann sich nicht mehr aus diesen Gebieten zurückziehen, ohne das Gesicht zu verlieren.

National-Zeitung: Ist die Gefahr eines Iran-Kriegs noch aktuell?
Daschitschew: Ja, die Öffentlichkeit wurde optimal auf einen Überfall auf den Iran vorbereitet. Seit zwei Jahren steht die Drohung mit militärischen Mitteln im Raum, jetzt langweilt sich die Welt schon – und plötzlich kommt der Schlag.

National-Zeitung: Verraten Sie uns noch Ihre Einschätzung des am 4. August verstorbenen Literaturnobelpreisträgers Alexander Solschenizyn?

Daschitschew: Solschenyzin kritisierte das stalinistische System scharf und war gleichzeitig ein großer Patriot seines Landes. Deswegen konnte er nicht in den USA bleiben. Er war entschieden gegen die US-Herrschaftspolitik und unterstrich immer die Eigenart der Völker. Als Solschenizyn von Jelzin mit der höchsten russischen Auszeichnung, dem Orden des Heiligen Andreas, dekoriert werden sollte, weigerte er sich, sie anzunehmen – weil es Jelzin war, der Russland ruiniert hat.

National-Zeitung: Trifft der Vorwurf zu, dass Solschenizyns Bücher „Die russisch-jüdische Geschichte“ únd „Die Juden in der Sowjetunion“ antisemitisch sind?

Daschitschew: Ich habe diese Werke gelesen und halte sie für ausgewogen. Wenn sich aus den Fakten eine negative Rolle von Juden bei der Februar- und bei der Oktoberrrevolution ergibt, heißt das doch nicht, dass ihre Erwähnung antisemitisch ist.

National-Zeitung: Sie waren 1945 Offizier der Roten Armee wie Solschenizyn. Haben Sie auch seinen Bericht über die Einnahme Ostpreußens gelesen?

Daschitschew: Ja. Aber im Unterschied zu Solschenizyn und zu Lew Kopelew, den ich persönlich gut kannte, war ich damals nicht in Ostpreußen, sondern in der Slowakei eingesetzt.

http://www.news4press.com/Die-USA-wollen-Krieg_382251.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.745.119 von HeWhoEnjoysGravity am 17.08.08 20:27:08Wer weiß schon, was sie mit den Russen bespricht und welche längerfristige Politik sie verfolgt?

Meinst das Sie im vier Augengespräch mit Putin&Co was ganz anderes sagt als in der Öffentlichkeit.Würde mich eigentlich auch nicht wundern,denn alles andere ist für mich eine Katastrophe.Ich dachte ich hab mich verlesen als ich die Schlagzeile in Bilb sah.Musste noch einmal hingucken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.744.841 von Dorfrichter am 17.08.08 18:51:45"eins" ?:laugh::laugh::laugh:"es " taugt überhaupt nix:cool::cool::cool:
irgendwie ist es ja ein unding, die amis schüren immer kriege an, die aber nie im eigenen land stattfinden. der alkoholiker trägt borderline züge.

sollen die doch mal bei sich rumschießen und bomben.

cura
Merkels Vorliebe zu Bush war ja schon irreführend. Nun hat sie ihr Meisterstück an Dummheit vollbracht.
Merkel: "eine amerikanische Marionette".
Die Schwäche der CDU fällt nicht mehr auf, da die SPD noch schwächer erscheint. Insgesamt das Endbild verbrauchter Parteien, welche die Realität komplett verloren haben.Allesamt zum Schaden unseres Volkes.
"Georgien in die Nato", so dumm war noch nicht einmal der Intelligenzbolzen Sarkozy.

Schröder hat uns vorm Irak bewahrt, ok, aber das war auch wirklich alles.

In Afhghanistan stehen beide für das verheizen von 6 milliard.Euro Steuergelder.

Insgesamt grandiose Leistungen provinzieller Politpappnasen. Wärs nicht so ernst könnte ich nur noch lachen über soviel Dummheit.
Wenn die Merkel für eine NATO-Aufnahme Georgiens ist, kann ich bald nach den Gebeinen meines Großonkels im Kaukasus suchen oder mich gleich dazulegen. Was für ein Risiko!

Ich werde aber nicht für diese Frau (noch für ihren Jung oder andere deutsche Politiker) kämpfen und sterben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.746.191 von stauffenberg am 18.08.08 08:48:49alles ganz meiner meinung.
da war wohl ihre sommerpause zu lang. wie kann man sich so hirnlos in die imperialistische politik der amis einmischen.
Bisher dachte ich sie macht eine gute Außenpolitik, jetzt muss ich aber feststellen, sie taugt zu gar nichts.
Man stelle sich nur vor Georgien ist in der Nato und provoziert Russland?
Gute Nacht Deutschland !
Mein Gott welche Trottel wählen die ständig zum beliebtesten Politiker ?
:mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.747.906 von hausbesetzer am 18.08.08 12:04:52Ich hoffe die Sie wählen auch für Sie in den Krieg ziehen.
#15 > Meinst das Sie im vier Augengespräch mit Putin&Co was ganz anderes sagt als in der Öffentlichkeit.
Nicht direkt etwas ganz anderes, sie kann ja prinzipiell eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine befürworten, aber sie könnte z.B. klar machen, dass sie die russischen Bedenken versteht und sich ebenfalls keine sofortige Mitgliedschaft wünscht (solange die Ukraine so instabil ist) und auch versucht dies in der NATO zu vertreten. Sind wir doch mal ehrlich: Deutschland will Frieden mit Russland und nicht auf Biegen und Brechen die Ukraine in der NATO haben, das sollte doch auch Merkel klar sein (hoffe ich zumindest). Außerdem hat Merkel eher eine pro-russischen Prägung (DDR), oder mindestens mal gehabt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.744.696 von George.W.Bush am 17.08.08 17:52:41#1

Wer Georgien in die NATO holen will, der kann auch gleich den Irak in die NATO holen, oder gar die Türkei in die EU...

:eek:
Wie wäre es denn eigentlich damit Russland in die NATO einzuladen ?

:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.749.528 von ConnorMcLoud am 18.08.08 15:12:53#25

Tja, wenn die SPD-Bundestagsfraktion Gerhard Schröder nicht derart schlimm in den Rücken gefallen wäre, und ihm nicht ihr Vertrauen entzogen hätte...

:eek:
Nach 63 Jahren Waffenstillstand, von Frieden kann ja nicht geredet werden, juckt es den Schwarzen wieder mächtig.

Georgien ist ja nicht nur eine strategische Position der USA, auch Israel hat in Georgien Milliarden investiert.

http://www.rense.com/general83/isg.htm/url]" target="_blank" rel="nofollow">[http://www.rense.com/general83/isg.htm/url]





Antwort auf Beitrag Nr.: 34.750.262 von Goldwalla am 18.08.08 16:26:23Nach 63 Jahren Waffenstillstand, von Frieden kann ja nicht geredet werden, juckt es den Schwarzen wieder mächtig.
Ich glaube nicht, daß es die "Schwarzen" juckt,-nein, es juckt die Amerikaner. Die Merkel ist nur der verlängerte Arm der USA.

Es wird leider immer wieder vergessen, daß das seit 65 Jahren schon so ist. Nichts Neues also, eher Altbekanntes.
Warum sollte Georgien dieser Organisation der Kriegstreiber nicht angehören dürfen? Die passen doch prima da rein.
#33 Ich verstehe, wie du es meinst, aber ...
Bevor Georgien in die NATO darf, sollte sowohl die georgische Regierung, als auch die NATO viel besser werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.750.487 von Dorfrichter am 18.08.08 16:45:15Die Zeit unter Adenauer und anderen Kalten Krieger, 90% davon waren
CDU/CSU Politiker, war bedrohend und ausgesprochen lebensfeindlich.

Die Politiker haben es verstanden täglich ein Bedrohungsszenario
aufzubauen und damit dauernd Kriegsstreß zu kreieren.

Ich hoffe diese Parteien werden nicht mehr gewählt, wir genossen
einige Jahre relativen Frieden,ich hoffe das bleibt uns noch länger
erhalten-.

Allerdings, werden oft Politiker gewählt die Angst- und Schreckensbilder an die Wand malen und sich dann als Sicherheitsgaranten empfehlen und wählen lassen.

(Sicherheit-wählt CDU)

Die Krankheit dieses nuklearen Jahrhunderts ist nach Meinung einiger Miasmenforscher, das juckende Gehirn.
Eine art von Psoriasis im Gehirn.
Es befällt viele, allerdings ist es bei Politiker natürlich besonders unerfreulich, weil gefährlich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.749.581 von Blue Max am 18.08.08 15:17:57"Wie wäre es denn eigentlich damit Russland in die NATO einzuladen ?"

Tolle Frage !
Soziologisch betrachtet, ist ein Krieg noch immer ein Instrument um ein gesellschaftliches Gefüge zusammenzuhalten.

Ein Hegemon , welcher seine besten Tage gesehen haben dürfte, wird wohl noch einige Jahre zäh umsichbeißen.

Der Schakal wird sich nicht mit dem Bären verbinden , um seinem Volk ein Kaninchen als Trophähe präsentieren zu können.
Die NATO und Russland - ihre politischen Beziehungen
Der Stabilitätsbeitrag der NATO bestand zunächst in einer massiven Abrüstung des während des Ost-West-Konflikts in Europa unterhaltenen militärischen Potentials. Dies geschah zum großen Teil noch vor dem 1994 abgeschlossenen Abzug der Roten Armee aus Ostdeutschland und dem östlichen Mitteleuropa. Das verbleibende militärische Potential der NATO wurde allmählich auf Aufgaben der Friedensstiftung und -erhaltung umgestellt. Obwohl die NATO-Verteidigungsdoktrin schon vorher keine Russland bedrohenden Elemente enthalten hatte, bedeuteten diese Entwicklungen für alle Beteiligten einen erheblichen Zuwachs an Sicherheit und Stabilität. Der NATO-Gipfel in Brüssel in 1994 bot dann den Transformationsstaaten Osteuropas, den europäischen Neutralen und den zentralasiatischen Staaten der früheren Sowjetunion eine engere Zusammenarbeit an. In der Folge wurden mit 27 dieser Staaten Rahmendokumente im Rahmen der „Partnerschaft für den Frieden“ unterzeichnet, die allerdings - anders als der NATO-Vertrag - keine automatische Beistandsverpflichtung im Verteidigungsfall beinhalten. Die Zusammenarbeit mit Russland wurde durch die 1997 in Paris unterzeichnete Grundakte und die Schaffung des Gemeinsamen NATO-Russland-Rats intensiviert und auf eine neue Grundlage gestellt. Im selben Jahr wurde mit dem Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat ein Dach für friedenserhaltende und humanitäre Einsätze, die von der NATO und den Staaten der „Partnerschaft für den Frieden“ unternommen werden sollen, geschaffen. Vor dem Hintergrund des bereits weit fortgeschrittenen und auch Russland einbeziehenden Integrationsprozesses bot schließlich der NATO-Gipfel von Madrid 1997 den drei osteuropäischen Staaten Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik - von denen nur Polen eine kurze direkte Grenze mit Russland besitzt - die Aufnahme an, die dann 1999 vollzogen wurde. Im gleichen Jahr unterbrach Russland jedoch die Zusammenarbeit im Rahmen des NATO-Russland-Rats vor dem Hintergrund der NATO-Operationen gegen die Bundesrepublik Jugoslawien. Diese Zusammenarbeit ist seit 2001 wieder Zug um Zug aufgenommen worden. Anfang 2001 ist das NATO-Informationsbüro wieder eröffnet worden. Die militärische Verbindungsmission hat im Mai 2002 ihre Arbeit aufgehommen. Nach dem Terrorattentat vom 11. September 2001 sind Russland und die NATO in Gespräche über die Neugestaltung ihrer Beziehungen eingetreten. Am 28. Mai 2002 haben die Staats- und Regierungschefs die auf dem Außenministertreffen von Reykjavik verabschiedete Erklärung über die Einrichtung eines neuen Formats der Zusammenarbeit unterzeichnet. Damit nimmt bei bestimmten Themen und Feldern der Zusammenarbeit Russland im NATO-Russland-Rat einen gleichberechtigten Platz gegenüber allen NATO-Mitgliedern ein. Es hat eine Stimme bei Beratung, Entscheidung und Implementierung von Entscheidungen.
Website der NATO
http://www.moskau.diplo.de/Vertretung/moskau/de/03/Multilate…
Es dürfte ausser Frage stehen , dass der Georgienkonflikt gefakt war , um das Raketenabwehrschild in Polen geräuschlos über die Bühne zubekommen. ( JW : das zähe Ringen über Monate , konnte im Zuge des Georgien - Konflikts in 2 Tagen abgearbeitet werden )

Tja , ein Schelm , der dabei böses denkt.
Nur unsere Kanzlerin agiert wie zu SED Zeiten linientreu.:(
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.749.377 von HeWhoEnjoysGravity am 18.08.08 14:57:48Nicht direkt etwas ganz anderes, sie kann ja prinzipiell eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine befürworten, aber sie könnte z.B. klar machen, dass sie die russischen Bedenken versteht und sich ebenfalls keine sofortige Mitgliedschaft wünscht (solange die Ukraine so instabil ist) und auch versucht dies in der NATO zu vertreten. Sind wir doch mal ehrlich: Deutschland will Frieden mit Russland und nicht auf Biegen und Brechen die Ukraine in der NATO haben, das sollte doch auch Merkel klar sein (hoffe ich zumindest). Außerdem hat Merkel eher eine pro-russischen Prägung (DDR), oder mindestens mal gehab
Hä?
Ich dachte, sie will Georgien in die Nato aufnehmen.:confused:
Wie dem auch sei, ich halte beides für falsch.
Erstmal gehört von neutraler Seite die Rolle S...wilis in diesem Konflikt aufgeklärt, und falls sich bewahrheiten sollte, dass er tatsächlich mit dem Angriffen begonnen und dabei das Leben 100erter Zivilisten auf dem Gewissen hat, dann gehört der Typ nach den Haag.
Solange eine derart zwielichtige Person dieses Land führt, und die Gefahr besteht, dass dieser jederzeit wieder aus einer Laune heraus einen Krieg von Zaun bricht, hat Georgien jedenfalls in der Nato definitiv nichts verloren.
#39 Sorry, mein Fehler, das musste Georgien heißen.

> Wie dem auch sei, ich halte beides für falsch. Erstmal gehört von neutraler Seite die Rolle S...wilis in diesem Konflikt aufgeklärt, ...
Ja, das sehe ich ja auch so, aber ich wollte halt nur darauf hinweisen, dass derzeit die deutsche Bundeskanzlerin sich nicht so leicht offiziell gegen die NATO stellen kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.764.254 von HeWhoEnjoysGravity am 19.08.08 15:10:38Dass Merkel sich offiziell eine konträre Position zur Nato einnehmen kann ist schon klar, das hätte ich ja auch nicht erwartet.
Aber zumindest hätte sie entweder eine Vermittlerrolle einnehmen können, oder wahlweise keine Stellung beziehen und sich raushalten können.
Dass sie sich aber eindeutig auf die Seite S..wilis gestellt hat, zeigt, dass sie entweder aus Überzeugung gehandelt hat, oder dass ihr vielleicht gar keine andere Wahl geblieben ist.
Die erste Möglichkeit finde ich beschämend und die zweite wäre höchst beunruhigend.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.755.301 von alfredogonzales am 18.08.08 23:46:19Erstmal gehört von neutraler Seite die Rolle S...wilis in diesem Konflikt aufgeklärt, und falls sich bewahrheiten sollte, dass er tatsächlich mit dem Angriffen begonnen und dabei das Leben 100erter Zivilisten auf dem Gewissen hat, dann gehört der Typ nach den Haag.

Genau!
Außerdem will ich endlich von Rice und Bush irgend etwas zu dem angeblichen Massaker der Georgier an 1000 südossetischen Zivilisten in Zchinvali -sowie der Zerstörung der Stadt- hören.
-Entweder "nein, die Russen lügen", oder "wir untersuchen, ob das stimmt" oder irgend etwas.

Alles was ich bisher von Rice und Bush gehört habe, war die Empörung darüber, dass Russen auf georgisches Territorium vorgedrungen seien
(Die Motive der Russen mögen übrigens unlauter sein; für die südossetischen Zivilisten waren sie aber offensichtlich in dieser Situation die Retter).

Oder erwähnen die Beiden das deshalb nicht, weil sie es ok finden, Menschen abzuschlachten, weil diese unabhängig sein wollen?

Ich zumindest finde so etwas nicht gerecht.
Ist mein Rechtsempfinden diesbezüglich wirklich so unnormal?

Würden die hier mitlesenden Nicht-Bayern es ok finden, München großflächig zu bombardieren, wenn die Bayern-Partei über 50% der Stimmen in Bayern erhält?
Außerdem will ich von Rice und Bush endlich hören, warum der Kosovo sich für unabhängig erklären darf, Südossetien aber nicht.
Ich verstehe es nämlich nicht. Und die Russen verstehen diese Logik offensichtlich ebenfalls nicht. Hier sind endlich ein paar klare Worte von US-Seite angebracht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.772.406 von knudolf am 20.08.08 05:48:24Ist mein Rechtsempfinden diesbezüglich wirklich so unnormal?

Nein,unnormal ist das nicht.Erschreckend ist nur,dass viele bei uns, aus soviel Angst vor Russland schizophrene Züge entwickeln (unzureichende Bildung,der Presse hinterher reden)und plötzlich
die Russen als Mörder sehen obwohl die andere Seite mit dem großen Abschlachten begonnen hat.Ich kann nur eins sagen, wenn wir uns mit den Russen verzocken, werden in ein paar Jahren die Ärsche in unseren Wohnungen abfrieren.Kommt jetzt bloß nicht mit dem Argument andere Länder haben auch Öl und Gas. Wenn die Konflikte in Iran Irak usw. sich weiter zuspitzen ist es nur eine Frage der Zeit bis es zu Ölblockaden kommt.
Darum meine späte Einsicht.Schröder als Kanzler eine Niete, als Diplomat einsame Spitze.Da braucht die Merkel noch viele viele Nachhilfestunden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.747.906 von hausbesetzer am 18.08.08 12:04:52Mein Gott welche Trottel wählen die ständig zum beliebtesten Politiker ?

Das ist doch klar: Konservative Medien, die u.a. auch dem Springerkonzern gehören, wie

Fernsehsender
Hamburg 1 27 %
kabel eins 12 %
N24 12 %
Neun live 12 %
ProSieben 12 %
Sat.1 12 %

Überregionale Zeitungen

Bild 100 %
Bild am Sonntag 100 %
Euro am Sonntag 100 %
Die Welt 100 %
Welt am Sonntag 100 %
Welt kompakt 100 %

Regionale Tageszeitungen

Berliner Morgenpost 100 %
B.Z. / B.Z. am Sonntag 100 %
Bergedorfer Zeitung 100 %
Dresdner Neueste Nachrichten 50 %
Elmshorner Nachrichten 100 %
Hamburger Abendblatt / Abendblatt Sonntags 100 %
Harburger Anzeigen und Nachrichten 24,8 %
Kieler Nachrichten 24,5 %
Lauenburgische Landeszeitung 100 %
Leipziger Volkszeitung 50 %
Lübecker Nachrichten 49 %
Naumburger Tageblatt 37,55 %
Ostsee Zeitung 50 %
Pinneberger Tageblatt 23,4 %
Westfalen-Blatt 14,5 %

Musik- und Jugendzeitschriften

Mädchen 100 %
Metal Hammer 100 %
Musikexpress 100 %
Popcorn 100 %
Rolling Stone 100 %
Star Flash 100 %
Yam! 100 %

Familien- und Kinderzeitschriften
Familie & Co 50 %
Mach mit 50 %
Oscar 50 %
Paps 50 %
Spielen und Lernen 50 %
Treff 50 %

Fernsehzeitschriften

Bildwoche 100 %
Funk Uhr 100 %
Hörzu 100 %
TV Digital 100 %
TVneu 100 %

Frauenzeitschriften
Jolie 100 %
Bild der Frau 100 %
Frau von Heute 100 %

Sonstige Zeitschriften
Audio Video Foto Bild 100 %
Auto Bild 100 %
Bild Reise 100 %
Computer Bild 100 %
Computer Bild Spiele 100 %
Euro 100 %
Der Freund 100 %
Markt und Mittelstand 100 %
Maxim 100 %
Sport Bild 100 %

Special-Interest-Zeitschriften
AngelWoche 50 %
Blinker 50 %
Esox 50 %
Fliegenfischer 50 %
AERO international 50 %
Fliegermagazin 50 %
Fly and glide 50 %
FotoMagazin 50 %
FOTOwirtschaft 50 %
Photo Technik Int. 50 %
GOLFmagazin 50 %
Golf Club-Magazin 50 %
Jäger 50 %
Nordic Walker 50 %
St. Georg 50 %
Segeln 50 %
Tauchen 50 %
Tennis Magazin 50 %

Produktionsfirmen
Schwartzkopff TV 100 %

Radiosender

94’3 r.s.2 ? *
Antenne Bayern 16 %
Antenne Mecklenburg-Vorpommern ? *
apollo Radio ? *
Berliner Rundfunk 91!4 ? *
big FM ? *
delta radio ? *
Harmony.fm 14,6 %
Hit Radio Antenne 1 6,8 %
Hit Radio FFH 14,6 %
planet radio 14,6 %
LandesWelle Thüringen ? *
NRJ Energy Bremen ? *
Oldie 95 ? *
R.SA ? *
R.SH Radio Schleswig-Holstein ? *
Radio 21 1,5 %
radio ffn 7,7 %
Radio Galaxy 7,3 %
Radio Hamburg 35 %
Radio Nora ? *
radio NRW 7,3 %
Radio PSR ? *
Radio SAW ? *
radio top 40 ? *
Rockland Radio ? *
Rockland Sachsen-Anhalt ? *
sunshine live ? *

Internetangebote
Immonet 100 %
Booxtra.de 25 %
Buecher.de 25 %
Gamigo.de 12,5 %
Newsstand.de 100 %
Stepstone 49,9 %
Idealo Internet GmbH 74,9 %



Hinzu kommen Buchverlage, Anzeigenblätter, Romanheftreihen u.a.

*) Beteiligung über Regiocast oder Eurocast, genauer Anteil unbekannt.
Quellen: KEK, Axel Springer AG.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.772.855 von dickdiver am 20.08.08 08:54:03Und ich Trottel dachte immer, Forsa fragt nur natürliche Personen.
Ja, wenn das so ist, daß Zeitungen und Bücher abstimmen.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.775.568 von Wilbi am 20.08.08 12:47:03Manfred Güllner ist Chef des Meinungsforschungsinstitutes Forsa. Er galt als Freund und Berater von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. In den vergangenen Wochen ist er den Genossen vor allem als Verkünder schlechter Nachrichten aufgefallen.

Güllner: Forsa hat von der SPD-Zentrale in fast 25 Jahren nie einen großen Auftrag bekommen. Nur zweimal hat forsa von der SPD-Zentrale Geld bekommen: Einmal beim Wahlkampf 2002, als wir das Duell Stoiber-Schröder mit unseren besonderen Mitteln gemessen haben. Das zweite Mal 2005, als forsa für die SPD in Nordrhein-Westfalen gearbeitet hatte. Zweimal 20.000 Euro, also 40.000 Euro. Das war’s. Bei meiner Firmengründung 1984 habe ich im übrigen schon einkalkuliert, dass wir keine Aufträge von der SPD erhalten.
www.sueddeutsche.de

Na, wo der jetzt seine Aufträge herholt. :confused::confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.781.255 von hausbesetzer am 20.08.08 18:36:26Wie immer Hausbesetzer, alles getürkt.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.772.406 von knudolf am 20.08.08 05:48:24Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, waren die Amis 1945 auch auf deutsches Territorium vorgedrungen und hatten jahrelang einen großen Teil Deutschlands besetzt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.781.893 von Borealis am 20.08.08 19:16:30Hast du was dagegen?. Ich war jedenfalls froh, daß es so war. Es wäre nicht sicher gewesen, ob die Nazis nicht doch wieder auferstanden wären.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.772.662 von AHEO am 20.08.08 08:20:47...sagen das wirklich die leute oder stehts nur son in den medien?:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.772.662 von AHEO am 20.08.08 08:20:47beim "es" helfen auch nachhilfestunden nix:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.782.084 von Wilbi am 20.08.08 19:29:56Ich war nicht froh das wir von den Russen unterdrückt worden sind.:mad:
Was wäre wenn ?
Heute sind wir nun zum zweiten Mal ein besetztes Land.:laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.772.411 von knudolf am 20.08.08 05:53:24Die haben wohl ganz andere Interessen:

Rice erteilt Merkel Geschichtslektion

Wegen seines Konflikts mit Russland kann Georgien vorerst kein Nato-Mitglied werden, findet Angela Merkel. US-Außenministerin Condoleezza Rice widerspricht: Gerade die deutsche Geschichte spreche für die Mitgliedschaft.
....
"Schließlich hat Deutschland in der Nato nicht nur seine Teilung überwunden, sondern auch durch demokratischen Frieden seine sehr schwierige Geschichte mit den Nachbarn", sagte Rice. "Wir müssen uns an diese Geschichte erinnern, wenn wir über die territorialen Probleme Georgiens reden." Die Bundesrepublik Deutschland war 1955 der sechs Jahre zuvor gegründeten Nato beigetreten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am vergangenen Sonntag bei einem Besuch in Tiflis erklärt, das beim Nato-Gipfel Anfang April in Bukarest gegebene Versprechen, dass Georgien und die Ukraine Nato-Mitglieder werden, bestehe weiterhin. "Georgien wird, wenn es das will, Mitglied der Nato werden." Allerdings bleibe der Zeitpunkt offen, wann Georgien in den Aktionsplan für eine Nato-Mitgliedschaft (MAP) aufgenommen werde.

Unmittelbar vor dem Nato-Gipfel in Bukarest hatte Merkel zur deutschen Position gesagt: "Länder, die selbst in regionale oder innere Konflikte verstrickt sind, können aus meiner Sicht nicht Mitglieder der Nato sein. Wir sind ein Bündnis zur Verteidigung der Sicherheit und keines, in dem einzelne Mitglieder noch mit ihrer eigenen Sicherheit zu tun haben."
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.794.456 von Rhum56 am 21.08.08 12:51:04Das geschlagene Nazi-Deutschland mit Georgien zu vergleichen spricht nicht für eine erfolgreiche Geschichts"lektion".:rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.795.329 von ConnorMcLoud am 21.08.08 14:10:01Ok, das Jahr ist rumm:

Da hast Du sogar a bisserl recht. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.794.456 von Rhum56 am 21.08.08 12:51:04Was hat die Wiedervereinigung mit der Nato zu tun :confused:

Ich kann mich nicht erinnern, dass die USA oder die Nato auch nur einen Schuss abgegeben haben um die Teilung Deutschlands, der die USA ja mal zugestimmt haben, zu verhindern bzw. rückgängig zu machen. Und dass Deutschland in die Nato aufgenommen wurde, hatte nur mit unseren Grenzen zum Ostblock zu tun, da brauchte man ein starkes Deutschland und ein Deutschland in dem man alle möglichen Waffensysteme stationieren konnte.

Die Deutschen in Ost und West mussten das aussitzen, und die Georgier müssen jetzt auch ihre Probleme mit Russland aussitzen. Hitzköpfe wie Saakaschwili sollte man nicht noch belohnen, auch wenn er mental mehr US-Bürger als Georgier ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.800.171 von StellaLuna am 21.08.08 20:09:01Damals hatten sich die Siegermächte Deutschland in 4 Zonen aufgeteilt, die Nato bestand schon, der D dann 55 beigetreten ist.
Dann aber bildeten sich die Ost/West Differenzen und es kam der kalte Krieg....
Als der Mauerfall sich abzeichnete, waren es besonders die Engländer, die das Trömmelchen gegen ein "erstarkendes" Deutschland schlugen.
Kohls wohl ziemlich beste Leistung waren die schnell folgenden Schachzüge und so konnte es dann geschehen.....

Was Merkel dann jetzt zuerst da in Georgien los ließ, hab ich kein Verständnis für, aber auch nicht, was USA da abziehen. Es ist militärstrategisch höchst umstritten und provoziert Rußland unnötig.

Andererseits fällt man nicht einfach über ein anderes Land her, aber da müssen die beteiligten Länder im Grunde alle den Mund halten, die Geschichte drückt eben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.800.534 von Rhum56 am 21.08.08 20:47:01Andererseits fällt man nicht einfach über ein anderes Land her, aber da müssen die beteiligten Länder im Grunde alle den Mund halten, die Geschichte drückt eben - so einfach ist Russland nicht über Georgien hergefallen, dem gingen wochenlange kleinere Scharmützel voraus und wer der eigentliche Schuldige ist, ist bis heute nicht geklärt.

Kohls schnelle Schachzüge waren nicht durchdacht. Unter heutigen Gesichtspunkten des Sparens und Schuldenabbaus wäre eine Wiedervereinigung unmöglich. Kohl spielte den Weihnachtsmann, die Zeche zahlen die Steuerzahler und das auch noch die nächsten Generationen. In einem Artikel gestern wurde veröffentlicht, dass kein einziges der neuen Bundesländer die Aufnahmekriterien in die EU erfüllen könnte - so viel zu Kohls Leistung.

Im Rückblick muss ich sagen, dass ich mich zu Zeiten des Kalten Krieges sicherer fühlte als heute, es war berechenbarer. Polen, Tschechen, Georgien setzen mit ihrer alten "Der Feind ist Russland"-Politik den Frieden in Europa aufs Spiel. Mit Ausnahme Tschetscheniens war Russland seit 1990 friedlich, und jetzt überlege Dir mal wo überall die USA, Polen, Georgier militärisch aktiv waren und auch wir seit einigen Jahren sind.

Lieber ein gespaltenes Land, zwei große Blöcke und keine Kriege. Wenn hinter dem eisernen Vorhang ein Land Separationsabsichten hatte, bekam es eins auf die Mütze, ohne dass der Rest des Kontinents davon betroffen war. Wäre heute Georgien in der NATO, müssten alle Staaten, die in der NATO sind, Krieg gegen Russland führen, auch wir. Die Folgen wären verheerend für Menschen, Wirtschaft und Energieversorgung!

Ich bin ein Freund von Neutralität, und ich befürworte nach der Aufrüstungsaktion in Polen nicht nur für den Austritt aus der NATO sondern mittlerweile auch aus der EU.
Georgien
Die russischen Panzer vertreiben Investoren

Georgiens Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren einen musterhaften Reformweg hingelegt und wies zuletzt zweistellige Wachstumsraten auf. Nun läuft Georgien Gefahr, durch den Krieg weit zurückgeschleudert zu werden, sagt der einflussreiche georgische Wirtschaftspolitiker Kacha Bendukidse.

...

WELT ONLINE: Kann man abschätzen, wie viel Georgien an Aufbauhilfe aus dem Ausland braucht? Bendukidse: Wir denken natürlich, dass die USA und Europa sich finanziell am Aufbau beteiligen. Die Hilfe muss richtig strukturiert werden. Daran arbeiten wir gerade. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen. Am wichtigsten für Georgien aber sind und bleiben ausländische Investitionen.

...
http://www.welt.de/wirtschaft/arti2359756/Die_russischen_Pan…

Aber klar doch unterstützt Europa den Wiederaufbau Georgiens. Wir in Deutschland haben zwar kein Geld um unseren Kindern eine vernünftige Bildung zu garantieren aber finanzieren den Wiederaufbau eines Landes, das leichtsinnig diesen militärischen Konflikt mit Russland herbei geführt hat. Und irgendwann stehen auch deutsche Soldaten in Georgien um den "Frieden" zu sichern bzw. um Öl- und Gaspipelines für die USA zu bewachen.

Hoffentlich wird Merkel abgewählt und wir bekommen einen Bundeskanzler, der sich nicht zum Spielball der USA in Europa machen lässt und sich aus allen derartigen Konflikten raushält. Das ist eine Sache zwischen Georgien und Russland, und das soll es auch bleiben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.805.291 von StellaLuna am 22.08.08 08:10:52"Lieber ein gespaltenes Land, zwei große Blöcke und keine Kriege. Wenn hinter dem eisernen Vorhang ein Land Separationsabsichten hatte, bekam es eins auf die Mütze, ohne dass der Rest des Kontinents davon betroffen war. Wäre heute Georgien in der NATO, müssten alle Staaten, die in der NATO sind, Krieg gegen Russland führen, auch wir. Die Folgen wären verheerend für Menschen, Wirtschaft und Energieversorgung!"
Komische Ansichten. Keine Kriege, was war den Korea und Vietnam?Dagegen sind doch die Kriege seit Wegfall der Blöcke nur Scharmützel. Ich sage nur Cuba, knapp an einer Weltkatastrophe vorbei.
17.Juni, Mauerbau in der DDR. Auch Ungarn und die Tschechen werden sich herzlich bei dir bedanken.
Dass du so weltblind bist, hätte ich doch nicht gedacht.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.805.291 von StellaLuna am 22.08.08 08:10:52Kohls schnelle Schachzüge waren nicht durchdacht. Unter heutigen Gesichtspunkten des Sparens und Schuldenabbaus wäre eine Wiedervereinigung unmöglich. Kohl spielte den Weihnachtsmann

Nein Stella, das hab ich auch nicht gemeint mit meiner Aussage. Es kam hinterher. Zunächst galt es, das ganze Ding in trockene Tücher zu kriegen und da gab es gewaltige Gegner in West und Ost. Das war schon eine gewaltige Leistung.
Danach hat er aber auch gealtige fehler gemacht, keine Frage. Und da hast Du recht, die Zeche zahlen wir Heute noch. Das war die Scheckbuchmanier und die sträfliche Nichtbeachtung der wirtschaftlichen Situation in Deutschland. Man hatte den Eindruck, er ging davon aus, das die deutsche Wirtschaft das alles schon meisterte, aber er übersah, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse schon 3 Jahre nach dem Mauerfall begannen nur noch verschlechterten. Und so ist es aktuell auch noch, Aufschwung hin oder her, bla bla....
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.805.536 von StellaLuna am 22.08.08 08:32:56Wir in Deutschland haben zwar kein Geld um unseren Kindern eine vernünftige Bildung zu garantieren aber finanzieren..

Doch, hätten wir schon, wenn diese Politiker mal endlich wirtschaftliche Akzente setzen würden und nicht immer weiter die Ausgaben hochtreiben würden, meine feste Überzeugung.

Leider tut sich in der Hinsicht absolut nichts! Würden wir im privaten, wie im gewerblichen Bereich uns so verhalten, währen wir ruck zuck pleite.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.805.291 von StellaLuna am 22.08.08 08:10:52Kohls schnelle Schachzüge waren nicht durchdacht. Unter heutigen Gesichtspunkten des Sparens und Schuldenabbaus wäre eine Wiedervereinigung unmöglich.

Der Osten hätte m.E. eine größere Erfolgsgeschichte als China werden können, wenn man ihn

1. nicht in die BRD-Sozialsysteme aufgenommen hätte,

2. -auch ansonsten keine Subventionen gezahlt hätte (Subventionen unterstützen stets die falschen Wirtschaftszweige -nämlich die unrentablen; die rentablen -also die, welche Arbeitsplätze und echtes Wirtschaftswachstum schaffen, brauchen keine Subventionen, sondern die bekommen das nötige Geld von echten Investoren),

3. -nicht die DDR-Betriebe aus Dummheit (oder doch Korruption?) als "verschuldet" deklariert -und verschrottet hätte. (siehe: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/;art141,188376… )

Die DDR-Betriebe waren nämlich nicht verschuldet, sondern lediglich sanierungsbedürftig. Die Betriebe mit sozialistisch-rückständiger Ausstattung in China werden z.B. massenhaft von amerikanischen Investoren aufgekauft, auf die Produktion lukrativer Güter umgestellt und modernisiert. -Die sind allein schon wegen der billigen Löhne international konkurrenzfähig.
Und die Löhne in China steigen mit zunehmenden Einnahmen der dortigen Unternehmen rasant an.
Aber welcher Ossi arbeitet schon in den Aufbaujahren für einen Hungerlohn, wenn er doch üppiges Arbeitslosengeld aus dem Westen gesponsort bekommt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.817.578 von knudolf am 22.08.08 20:26:14Glaubst du im ernst, daß dann noch mehr als die Hälfte in der ehemaligen DDR geblieben wäre?
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.807.613 von Wilbi am 22.08.08 10:24:49In Europa gab es keine Kriege, wir hatten den "Kalten Krieg". Kuba war auch kein Krieg, das war eine Machtprobe und als Chrustschow in Wien seinen Schuh auszog und auf den Tisch haute, so fällt auch das nicht unter Krieg.

Ungarn und Tschechien lief nicht unter "Krieg", das waren "Aufstände", und auch das Geschehen des 17. Juni war ein Aufstand und kein Krieg im herkömmlichen Sinn, genau so wenig wie die Toten an der DDR-Grenze Kriegsopfer waren.

Vietnam und Korea waren Kriege, heute führt man Krieg in Afghanistan und Irak zwar nicht gegen ein Land sondern zum Teil gegen die Bevölkerung und Terroristen. Im Grunde hat sich nicht viel geändert, nur die Ursachen sind andere geworden. Früher galt es die Menschen vor dem Kommunismus zu schützen und seine Ausweitung zu verhindern, heute schützt man die Menschen vor Terroristen, Islamisten, Dschihadisten, Taliban und führt deshalb Krieg. Friedlicher ist es jedenfalls nicht geworden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.818.326 von Wilbi am 22.08.08 21:32:28damals wären alle auf einmal gekommen :D
Dank der "geschickten" Politik von Kohl, die DM über Nacht einzuführen um die Abwanderung "Kommt die D-Mark nicht zu mir, gehe ich zu ihr" zu verhindern, haben sich die Menschen Zeit gelassen und sind peu a peu abgewandert - vermutlich sind die Wiesen nicht grün genug und blühn tun sie auch nicht das ganze Jahr über :laugh:

Spaß beiseite: Wirtschaftspolitisch wurde alles falsch gemacht was man nur falsch machen konnte. Milliarden wurden in die Wiese gesetzt und wir sitzen auf einem Schuldenberg, der uns noch die nächsten Jahrzehnte verfolgen wird.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.818.840 von StellaLuna am 22.08.08 22:18:06Milliarden wurden in die Wiese gesetzt und wir sitzen auf einem Schuldenberg, der uns noch die nächsten Jahrzehnte verfolgen wird.


Es ist bei weitem nicht alles auf den Fehler zurückzuführen. Die Schuldenpolitik liegt auch in hiesigen Anspruchswünschen. Sie ist jedoch ein zentrales Problem, was weder die Union, noch die SPD energisch angeht. Unter der aktuellen Koalition wird einfach alles mit gigantischen Steuererhöhungen "bestritten", aber wirtschaften und sparen sind fremde Vokabeln.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.805.291 von StellaLuna am 22.08.08 08:10:52""Im Rückblick muss ich sagen, dass ich mich zu Zeiten des Kalten Krieges sicherer fühlte als heute, es war berechenbarer"

Auf diesen Satz bezog sich meine Antwort aus # 63.
Wahrscheinlich hast du die Zeiten nicht erlebt oder hast keine Ahnung, wie dicht die Welt vorm Kollaps stand. Cuba-Krise hätte die Welt vernichten können.Es hing an einem seidenen Faden, ob ein Russischer Kommandant auf einem U-Boot vor New York eine Atomrakete
gezündet hätte. Was wäre gewesen, wenn der Westen in Ungarn ,
Tchechowslowakei, in Berlin beim Mauerbau oder bei der Blockade eingegriffen hätte? Am Checkpoint-Charlie standen sich Amerikanische und Russische Panzer schußbereit gegenüber.
Du magst dich ja sicherer gefühlt haben, die Welt aber nicht.

So schrecklich auch die Kriege seit Aufhebung der Blöcke sind, sie haben bei weitem nicht die Brisanz von damals.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.824.093 von Wilbi am 23.08.08 11:14:29Ich habe diese Zeit erlebt und weiß sehr wohl, wie sich das damals anfühlte.

Über "was wäre, wenn..." zu diskutieren ist müßig, denn es ist nichts passiert. Im übrigen waren wir sicher, denn die USA haben uns beschützt, und jeder hatte eine Akten- oder Schultasche, die er sich im Fall einer Atombombe auf den Kopf legen oder aber einen Tisch unter dem er sich vor Strahlen schützen konnte - so viel zur Volksverdummung der damaligen Zeit.

Ich orientiere mich an der aktuellen US-Politik in dieser Region, und die verheißt nichts Gutes. Die US-Regierung akzeptiert ethnische Säuberungen der Georgier in Südossetien um ihre geopolitischen und geostrategischen Interessen nicht zu gefährden.
Die USA erwarten eine internationale Verurteilung Russlands ohne die Fakten im einzelnen zu prüfen. Die USA sind keinen Deut besser, eher noch schlimmer als Russland, denn sie heucheln im Namen der "Humanität". Russland stationiert auch keine Raketen auf Kuba um sich vor einem imaginären Feind zu schützen, so wie es die USA in Polen und Tschechien machen. Dass die USA damit nicht nur diese beiden Länder gefährdet sondern uns alle, spielt vor dem Hintergrund der Sicherheit der US-Bürger keine Rolle. Ich spreche nicht von einer Gefährdung durch Russland sondern durch Terroristen. Die USA bekommen Terror nicht im Irak und auch in Afghanistan nicht in den Griff, diese Terror-Paranoia führt dazu, dass regelmäßig Zivilisten umgebracht werden.
Dass sich das in Europa anders entwickeln könnte, bezweifle ich doch sehr.

Ich hoffe, dass Russland Raketen auf Kuba stationiert, dass es die wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland reduziert und einstellt und dass es uns zeigt, wer am energiemäßig am längeren Hebel sitzt.
Meinetwegen fordert es auch territoriale Ansprüche in einigen Regionen, damit endlich mal wieder so etwas wie eine Ordnung in dieser Region entsteht. Derzeit ist das nicht gewährleistet, die USA schüren militärische Konflikte, rüsten die Kleinstaaten auf, unterstützen dadurch ethnische Säuberungen, die Folgen, die dieses Verhalten auf Europa hat, sind noch nicht abzusehen.

Außerdem sollte Russland seine Unterstützung gegenüber den USA und auch Deutschland für den Afghanistan-Krieg zurückziehen bzw. vorübergehend einfrieren. Wenn die Amerikaner nicht mehr in Afghanistan kämpfen können mangels Nachschub, werden sie sich ein anderes Ziel suchen müssen. Dann wird Europa gegen Russland verteidigt werden müssen, Schurkenstaaten kann man über Nacht entstehen lassen, es bedarf nur einer Umbenennung.

Den USA muss klar sein, dass wirtschaftliche Interessen eine Sache sind, militärische eine andere.

Mittlerweile werden auch einige deutsche Politiker wach. Nicht die USA haben Russland in mittelbarer Nachbarschaft sondern wir, und wir müssen darauf bedacht sein, Russland nicht zu isolieren, nur so ist Frieden gewährleistet, ganz zu schweigen vom Wirtschaftswachstum.

Die USA können meinetwegen in Afrika auf Kriegspfad gehen, aber aus Europa haben sie sich rauszuhalten. Wir haben schon genug zu tun die miserable US-Wirtschaft, die auch zu uns durchschlägt, in den Griff zu bekommen. Und ob ein Land sich für oder gegen Russland entscheidet, hat dieses Land zu bestimmen und nicht die US-Regierung. Wenn die USA leichtsinnig in einen militärischen Konflikt schliddert, so ist das deren ureigenstes Problem.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.823.906 von Rhum56 am 23.08.08 10:52:09Dieser krankhafte Sparzwang der Regierungen ist einfach lächerlich. Wenn wir heute z. B. Milliarden in Bildung investieren, so profitieren die nächsten Generationen davon, und es ist nicht zu viel verlangt, wenn sie sich dann auch an den Schulden beteiligen.
Einem Studenten mutet der Staat mittlerweile auch zu Schulden zu machen um sein Studium zu finanzieren, denn das macht sich bezahlt, er verdient ja irgend wann mal so viel, dass er es zurück zahlen kann.
Nur die Steuerzahler im Allgemeinen müssen die Schulden, die für Morgen und Übermorgen gemacht werden, bereits heute abzahlen.

Wenn wir heute Mílliarden in Infrastruktur investieren, so nehmen wir diese schließlich nicht mit ins Grab, sondern hinterlassen diese den zukünftigen Generationen die es nutzen und weiter ausbauen können, die Basis wurde geschaffen. Also ist es nicht zu viel verlangt, wenn sie sich dann auch den Kosten bzw. Schulden beteiligen. Nirgend steht geschrieben, dass eine Generation das Paradies für die nächste schaffen muss!

Auch die Schulden der Wiedervereinigung können nicht ein- oder zwei Generationen abzahlen, das sind tausendjährige Schulden. Ob die nächsten Generationen von diesen Regionen profitieren, kann ich nicht beurteilen. Evtl. können sie, wenn alles im Westen zubetoniert ist, dort blühende Wiesen besichtigen.

Dieses "Wir dürfen den nächsten Generationen keine Schulden hinterlassen" ist lediglich eine Phrase fürs Dummvolk um Verständnis zu erheischen um es erfolgreich abzocken zu können.

Die Politiker sollten sich vielmehr überlegen, welche Umwelthinterlassenschaften wir den nächsten Generationen zumuten, und da sieht es katastrophal aus. Die Schäden, die wir da anrichten, schaden der Gesundheit unserer zukünftigen Generationen und sind mit Milliarden Schulden nicht zu beseitigen. Da anzusetzen, das wäre sinnvoller.
Ich fass es nicht, jetzt hat sich Merkel von den USA mal wieder in den Sack stecken lassen :mad:

KAUKASUS-KONFLIKT
Merkel fordert Georgien-Gipfel ohne Russland

Angela Merkel bezieht Position: Die Kanzlerin hat im Kaukasus-Konflikt nach SPIEGEL-Informationen ein Treffen der Nachbarn Georgiens angeregt - doch Russland soll dort nicht mitreden. Die USA drohen dem Kreml mit dem Ausschluss aus G8 und WTO.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine "Nachbarschaftskonferenz" für Georgien vorgeschlagen. Teilnehmen sollen Georgien und Anrainer wie Armenien oder Aserbaidschan, nicht aber Russland. Wie der SPIEGEL erfuhr, hat Merkel dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy eine solche Initiative nahegelegt. Sarkozy ist derzeit EU-Ratspräsident.

Unabhängig davon will Deutschland Georgien beim Wiederaufbau helfen sowie die Flüchtlingsnot beseitigen, heißt es in Merkels Umgebung. Das dürfe Russland durchaus als Positionierung und indirektes Signal verstehen, heißt es. Die Solidarität der Bundesregierung gehöre Georgien. Bislang hatte Merkel eher eine skeptische Haltung gegenüber dem Kaukasus-Staat.

Die Warnungen der USA an die Adresse Russlands sind deutlich direkter: Der US-amerikanische Handelsminister Carlos Gutierrez droht mit dem Ausschluss Russlands aus der Gruppe der acht führenden Industriestaaten und einer Blockade des geplanten Beitritts zur Welthandelsorganisation.

In einem SPIEGEL-Gespräch sagte Gutierrez: "Bisher war Amerika der Anwalt Russlands, wenn es darum ging, das Land in die Weltgemeinschaft zu integrieren. Wir haben Russland in die Gruppe der acht führenden Industriestaaten aufgenommen, wir haben Russlands Wunsch, der WTO beizutreten, begrüßt. All das steht nun auf dem Spiel." Der Westen dürfe in dieser krisenhaften Situation nicht anfangen, Optionen vom Tisch zu nehmen. Russland sei dabei, sich in eine äußerst schwierige Lage zu manövrieren.
...
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,573944,00.html

Ich hoffe, Russland wird sich dieser von Bush gesteuerten europäischen Aktion in den Weg stellen, Möglichkeiten hat es genug.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.825.304 von StellaLuna am 23.08.08 13:34:21es ist doch nur ne watschelnde marionette mit stark wachsendem decollete:D
das ändert aber nichts daran, dass sie uns in einen militärischen Konflikt führt.

Vor einigen Tagen hat sie vor einer Isolierung Russlands gewarnt und heute ist sie federführend bei der Isolierung Russlands. Was ihr Bush dafür versprochen hat, das werden wir irgend wann mal erfahren.

Merkel hat die meiste Zeit ihres Lebens Demokratie nicht gelebt, und das merkt man, je länger sie im Amt ist.

Ihre Fehlentscheidungen häufen sich und dann wird sie auf Gebieten aktiv wie der Bildung, auf die die Bundespolitik keinen Einfluß hat, das erklärt sie zur Chefsache, wohlwissend, dass sie nichts ändern kann. Sie streut damit den Wählern Sand in die Augen, damit auch der letzte Depp glaubt, dass sie so etwas wie Politik macht.

Junge, Junge, seit 2004 ist dieses Land nur runter gekommen. Aber so lange es noch Menschen gibt, die an Fata Morganas glauben, auch wenn sie wie Merkel aussehen, so lange wird sie auf ihrem Kanzlersessel kleben bleiben und unsere Steuern fließen statt in Bildung, Gesundheit oder Pflege in Sakaaschwilis Taschen - das fällt unter "humanitäre Hilfe", bei uns aber dürfen alte Menschen in ihren Betten verfaulen, weil nicht ausreichend Geld für menschenwürdige Pflege da ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.825.866 von StellaLuna am 23.08.08 14:42:08Volle Zustimmung!:)
Dieser Thread ist echt der Knaller...:laugh::laugh::laugh:

fast jedes Posting ein Riesenlacher :laugh::laugh:


Mann mann mann was seid ihr nur für große Denker...:laugh::laugh::laugh:
wirklich historische Leistungen
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.825.866 von StellaLuna am 23.08.08 14:42:08"... dass sie uns in einen militärischen Konflikt führt"

Dazu gehören immer zwei Seiten, eine die zu führen versucht und eine, die sich führen läßt.
Eine Regierung hat bloß solange Macht, wie sie noch Menschen findet, die noch bereit sind, ihre Legitimation anzuerkennen und sich führen lassen. Wenn niemand mehr bereit ist, eine verbrecherische Politik zu stützen, hält sich eine Regierung, die das Vertrauen der Menschen verspielt hat keine drei Tage mehr im Amt. Honeckers Beispiel hat gezeigt, wie schnell sich das Blatt wendet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.824.841 von StellaLuna am 23.08.08 12:39:50Dieser krankhafte Sparzwang der Regierungen ist einfach lächerlich

Tschuldije, aber wo sparen die denn bitte? Die erhöhen in gigantischem Ausmaß Steuern und Abgaben, damit hat es sich für die, fertig.

Dann kommt denen noch der hohe Energiepreis zu Hilfe (noch mehr Steuereinahmen) und schon wieder tun sich Finanzlöcher auf. Das ist doch nicht mehr normal!!

Das mit Rußland seh ich ähnlich, wie Du.
#74 > Ich fass es nicht, jetzt hat sich Merkel von den USA mal wieder in den Sack stecken lassen
Meiner Meinung nach nicht. Auch ohne Russland kann man sich auf diesem Gipfel für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Wenn Russland dabei wäre, wäre es viel schwieriger eine pro-russische Haltung einzunehmen, weil die NATO Geschlossenheit demonstrieren müsste und alles andere als Verrat gebrandmarkt werden könnte. Mehr so unter sich und ohne Russland kann man leichter alterbative Gedanken einbringen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.828.382 von HeWhoEnjoysGravity am 23.08.08 20:03:45Moskau, steh uns bei

Angelina Walijewa und Irbek trauern um Mann und Vater Garik, der beim georgischen Angriff auf Tschinwali getötet wurde

Mit Massenkundgebungen in Tschinwali und Suchumi haben Zehntausende Südosseten und Abchasen für die Verteidigung ihrer Unabhängigkeit von Georgien demonstriert. Sie unterstützten damit zugleich die langjährige Forderung ihrer Regierungen an Rußland, ihre Eigenstaatlichkeit endlich offiziell anzuerkennen. Der Föderationsrat, das Oberhaus des russischen Parlaments, will sich am Montag mit den Anträgen der beiden Republiken befassen.

In Tschinwali, dessen Zentrum durch den georgischen Beschuß mit Raketenwerfern und schwerer Artillerie zu Beginn des Überfalls schwer gezeichnet ist, folgten am Donnerstag abend Tausende einem als Reqiem, Totengedenken, bezeichneten Konzert unter freiem Himmel. Geleitet wurde es von dem international bekannten Musiker Waleri Gergiew, der unter anderem Chefdirigent des London Symphony Orchestra und künstlerischer Direktor der Petersburger »Weißen Nächte« ist. Gergiew ist zum Teil ossetischer Abstammung. »Wir sind hier, damit die Welt die Wahrheit erfährt«, sagte der Dirigent vor Beginn des Konzerts. »Wir sind verpflichtet, jener zu gedenken, die durch die georgische Aggression eines tragischen Todes gestorben sind.«

Unterdessen ging der Abzug der russischen Truppen aus Georgien planmäßig weiter. Die Armee räumte am Freitag vormittag ihre Kontrollstationen in der Stadt Gori und an der Gori mit Tbilissi verbindenden Straße. Der Rückzug befinde sich »im Endstadium« und werde bis Tagesende abgeschlossen sein, gab der russische Generalstab bekannt. 500 russische Soldaten sollen für eine noch nicht genau festgelegte Übergangszeit in einer an Südosse­tien grenzenden Pufferzone auf georgischem Gebiet stationiert bleiben, um gegenseitige Übergriffe zu verhindern. Das ist Teil des Waffenstillstandsabkommens. Dennoch gab sich Geor­giens Präsident Michail Saakaschwili wieder einmal trotzig und erklärte, er werde keine Pufferzone zulassen. Ein Sprecher des russischen Generalstabs antwortete darauf am Freitag gelassen: »Wir werden Herrn Saakaschwili wegen der Pufferzone nicht um Erlaubnis oder Rat bitten.«

Ebenfalls am Freitag gab der Generalstab die Absicht bekannt, die Stärke der russischen Friedenstruppe in Abchasien auf 2142 Mann zu reduzieren. Rußland hatte deren Zahl als Reaktion auf georgische Kriegsdrohungen Anfang Mai von 1997 auf 2542 erhöht. Das Waffenstillstandsabkommen vom 22. August 1994 läßt eine maximale Truppenzahl von 3000 zu.

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zeichnete sich noch keine Einigung auf eine konsensfähige Resolution ab. Nachdem Frankreich am Dienstag einen für die russische Seite inakzeptablen Text vorgelegt hatte, präsentierte der Vertreter Moskaus am Donnerstag einen eigenen Entwurf, dessen Wortlaut ausschließlich das vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ausgearbeitete und vermittelte russisch-georgische Waffenstillstandsabkommen wiedergibt.

Demgegenüber bestanden die USA, Großbritannien und Frankreich zunächst darauf, daß die Resolution ein Bekenntnis zur »territorialen Integrität« Georgiens, also zur Zwangszugehörigkeit von Abchasien und Südossetien, enthalten müsse. Inzwischen haben sie ihren Widerstand gegen den russischen Entwurf anscheinend darauf reduziert, »Klarstellungen« zu verlangen, die das Sechs-Punkte-Abkommen zum Waffenstillstand nicht enthält. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie lange russische Truppen in der Pufferzone stationiert bleiben sollen.

http://www.jungewelt.de/2008/08-23/010.php

Ähnliche Artikel in heutiger Printausgabe der National - Zeitung :
" Wie die Kanzlerin Rußland provoziert "
" Wie kann Deutschland überleben "
" EU plant Super-Pipeline im Kaukasus "

Ich habe bewußt linke ( JW ) und rechte ( NZ ) Medien hier angeführt . Natürlich werden " Mainstreem-Demokraten " erneut politische Verschwörungen vermuten .:laugh:

Alles kalter Kaffee...........;)
Georgien-Konflikt: Berlin muß seine eigene Rolle als ehrlicher Makler in Europa finden

Das deutsche Interesse

Von Michael Paulwitz

Fünf Tage Augustkrieg in Georgien haben ausgereicht, um den Staats- Iund Regierungschefs der EU die Grenzen der europäischen Integration schmerzhaft klarzumachen. Selbst auf dem Kerngebiet der außen- und sicherheitspolitischen Koordination sind die Mitglieder der Union tief gespalten, wenn ein Ernstfall klare Entscheidungen statt wohlklingender Universalismen verlangt.

Entsprechend dürftig, hilflos und phrasenhaft sind die EU-offiziellen Reaktionen auf den georgischen Vorstoß gegen die Separatisten in der Provinz Südossetien und die massiven russischen Gegenschläge zur Behauptung des von Moskau gehätschelten Schmugglernestes.

Wundern muß das keinen. Eu-ropa ist noch immer ein Europa der Nationen, und Nationen als Subjekte der internationalen Politik haben nun mal unterschiedliche Interessen. Um die Spannbreite der Positionen zu überbrücken, bleibt kaum mehr als die Zuflucht zu Formelkompromissen und Allgemeinplätzen. Die nationalen Standpunkte liegen offen auf dem Tisch.

Kampf um die Kontrolle der Rohstoff-Nachschubwege

Staaten, die vor ihrer Annäherung oder Aufnahme in die westlichen supranationalen Zusammenschlüsse als Mitglieder von Sowjetunion oder Warschauer Pakt dem direkten Zugriff des sowjetrussischen Imperialismus unterlagen, fordern die entschiedene Stellungnahme zugunsten der von wuchtigen russischen Disziplinierungsschlägen heimgesuchten Kaukasusrepublik Georgien. Balten und Ukrainer, unterstützt von Polen und Tschechen, fürchten, sie könnten „die nächsten“ sein, wenn Rußland wieder „seine Bürger“ jenseits der Grenzen schützen wollte.

Sie scharen sich um die externe Supermacht USA als transkontinentalen Sicherheitsgaranten. Diese wiederum steht im großen Spiel um die Kontrolle der Rohstoff-Nachschubwege in permanentem Konflikt mit einem wiedererstarkten Rußland, das die Rohstoffwaffe nutzt, um den USA „auf Augenhöhe“ entgegenzutreten und „rote Linien“ zu ziehen, die es bei der Verteidigung seiner Einflußsphäre im postsowjetischen Raum unbedingt zu verteidigen gewillt ist.

Beide meinen ihren jeweiligen Machtbereich, meinen Pipeline-Trassen und politische Abhängigkeiten, wenn sie von Wertegemeinschaften und Menschenrechten sprechen. Nimmst du mir Kosovo und Serbien, nehm’ ich dir Georgien und Ossetien – der Schlagabtausch hatte sich lange abgezeichnet.
In diesem Klima fällt der einen wie der anderen Seite der Rückgriff auf polarisierende Zuspitzungen nach Kalter-Kriegs-Art leicht. Großbritannien als europäischer Degen der USA teilt deren martialische Rhetorik, die auch im öffentlichen Diskurs etwa bei der europäischen Randmacht Spanien Anklang findet.

Italien schlägt sich auf die Seite Rußlands

Auf der anderen Seite des Spektrums steht Frankreichs Präsident Sarkozy, dem an guten Geschäftsbeziehungen zu Rußland und eigenem Ruhm im Rampenlicht der Weltpolitik gelegen ist, was ihn schon mal zu vorschnellen Vermittlungsmissionen und undurchdachten Vorstößen wie einer mit Rußland nie abgesprochenen und für Moskau kaum akzeptablen „EU-Friedens-truppe“ antreibt.

Selbst Italien, das im Irak-Krieg bedingungslos proamerikanisch auftrat, schlägt sich im Georgien-Konflikt massiv auf die russische Seite – schließlich stehen handfeste ökonomische Verbindungen mit dem Kreml-Reich auf dem Spiel, die teilweise noch auf Sowjetzeiten zurückgehen und im Erdölgeschäft eine vitale Dimension erreicht haben.

In diesem Spannungsfeld kann sich auch Deutschland nicht dem Druck entziehen, klar Stellung zu nehmen und seine eigenen Interessen zu definieren. Nicht nur Welt- und Supermächte wie Rußland und die USA beharren auf ihren geopolitischen Interessenräumen und formulieren ihre Monroe- oder Putin-Doktrinen, mit denen sie sich raumfremde Einmischung verbitten.

Auch Mittelmächte haben Einflußsphären

Auch Mittelmächte kennen ihre Einflußsphären, in denen sie wenn schon nicht die alleinige, so doch die führende Ordnungsrolle zu spielen anstreben und dafür ihre politischen Partner in die Pflicht zu nehmen suchen.

Wo aber liegt der Interessen-Großraum der kontinentalen Mittelmacht Deutschland? In Mitteleuropa, zweifellos, im Osten und Südosten des Kontinents – in jenem Raum eben, der von der mittelalterlichen Ostsiedlung bis zur Habsburgermonarchie vom wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Einfluß des deutschen Sprachraumes geprägt worden ist.

Kroatien und Bosnien-Herzegowina gehören mit Sicherheit dazu, wohl auch das Kosovo, Regionen, in denen sich Deutschland mit einigem Grund intensiv engagiert. Dagegen wird Deutschlands Sicherheit weder am Hindukusch noch am Elbrus oder am Kasbek erfolgreich zu verteidigen sein.

Ein glaubwürdiger Makler muß unabhängig sein

Die Spaltung des Kontinents setzt sich fort im Zwiespalt des deutschen Diskurses zwischen „Atlantikern“ und Pro-Rußländern, die je nach Orientierung Durchgreifen oder Stillschweigen von der Bundesregierung einfordern – wohlwissend, daß sich in Leitartikeln und Feuilletons besonders leicht und folgenlos mit dem Säbel rasseln läßt.

Weder die eine noch die andere Parteinahme liegt indes im deutschen Interesse und wäre im Ernstfall einer Intervention die Knochen eines einzigen gesunden Panzergrenadiers wert. In ihrem Bestreben, sowohl mit Rußland als auch mit Georgien das direkte Gespräch zu suchen und sich als „ehrlicher Makler“ im Bismarckschen Sinne zu empfehlen, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel daher den richtigen Weg eingeschlagen.

Die Sache hat freilich einen entscheidenden Makel: Ein glaubwürdiger Makler muß unabhängig sein. Deutschlands einseitige Abhängigkeit von russischen Energielieferungen widerspricht diesem Selbstbild und zwingt indirekt eben doch zur Parteinahme. Vor dem Erfolg im politischen Maklergeschäft steht daher die Selbsterkenntnis, daß Deutschland dringend eine nationale Energie- und Rohstoffstrategie braucht, die der deutschen Volkswirtschaft sichere und ausdifferenzierte Nachschubwege garantiert.

http://www.jungefreiheit.de
#82 > Moskau, steh uns bei
Meiner Meinung nach kann die EU nicht so doof sein sich gegen Russland stellen zu wollen.
Dieser Konflikt ist eine super Chance die NATO wieder auf den Pfad der Tugend zu bringen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.828.816 von HeWhoEnjoysGravity am 23.08.08 21:04:42HeWho
so ein blöder Name , tzzzzzz

Rein territorial hat die USA mit Russland nu garnix am Hut.
Der "Fehltritt" Polens bzgl. der Raketen(abwehr)basis gegen Rußland hat natürlich auch historische Gründe.
2000 Tote in Georgien waren`s wert , Hut ab.
Mossad und CIA haben mal richtig was gebacken bekommen.
Patient ( wie besprochen ) tot , stratetgisch 90 von 100 Punkten gewonnen. Abwehrschild in 2 Tagen durchgepaukt , über 55% der Polen ( Volk ) strategisch gewonnen ( vorerst waren weniger als 30% zur Stationierung bereit )

Das nenne ich Demokratie , koste es auch 2000 Tote !!
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.828.382 von HeWhoEnjoysGravity am 23.08.08 20:03:45Frieden ist möglich, Gerechtigkeit gibt's nicht. Und je größer die Gerechtigkeitsungleichheit ist, umso stärker ist der Frieden gefährdet.

Russland ist uns geographisch näher als die USA und alleine vor diesem Hintergrund sollten wir darauf bedacht sein, mit Russland in "Frieden" zu leben. Die Probleme in dieser Region sind hausgemacht und gefördert von den USA bzw. dem Druck, den die USA auf Europa ausüben wegen einer schnellen Aufnahme Georgiens in die Nato. Mittlerweile ist doch bekannt, dass sich die USA auch Schurkenstaaten bedient um ihre Interessen durchzusetzen. Und Saakaschwili hat Georgien zu einem Schurkenstaat gemacht. In 2004 hat er Südossetien angegriffen, noch schlimmer, er hat Menschen beschießen lassen, die friedlich auf dem Stadtplatz einem Konzert lauschten. Und seine eigene Bevölkerung hielt er mit der Armee in Schach. Georgien ist genau das, was die USA brauchen, einen "starken" Regierungschef der die Wünsche der USA umsetzt, auch wenn der Preis hoch ist. Das war im Irak so, in Pakistan so, in Afghanistan so und jetzt passiert es auch in Georgien.

Europa muss den USA einen Riegel vorschieben. Die USA haben sich nicht in innereuropäische Angelegenheiten einzumischen, weder was den EU-Beitritt der Türkei anbelangt noch was die Kaukasusländer anbelangt. Wenn es der Meinung ist, dass es seine Sicherheit dort verteidigen muss, dann soll es das tun aber ohne Nato und ohne europäische Soldaten, außer sie melden sich freiwillig.

Wäre Georgien bereits in der Nato, wie die USA das wünschten, hätte die Nato bereits Geschlossenheit demonstrieren müssen und auch deutsche Soldaten wären heute in Georgien. Das muss man sich mal vorstellen, wo deutsche Soldaten in Einsatz sind: Afghanistan, Sudan. Irak hat uns glücklicherweise Schröder erspart. Demnächst darf die deutsche Marine auch gegen Piratenschiffe kämpfen. Ein Schiff einer deutschen Reederei, das unter einer exotischen Flagge fährt, keine Deutschen an Bord hat und von Piraten gekapert wurde, ist Anlass, dass nun auch unsere Marine in Kampfeinsätze geschickt wird.

Man kann jedem jungen Mann nur empfehlen den Wehrdienst zu verweigern, und die, die ihn bereits absolviert haben, sollten nachträglich verweigern um nicht für die USA in Europa den Kopf hinhalten zu müssen. Die USA haben Söldnerarmeen, die gut bezahlt werden, wir nicht.

Die USA gefährden den Frieden überall da wo sie versuchen ihre eigenen Interessen umzusetzen. Die USA kämpfen im Irak, in Afghanistan, dann gibt es immer wieder kleiner Scharmützel irgendwo auf der Welt, und jetzt haben sie sich Europa vorgenommen. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, sehen sie ihre große Chance, nun auch hier für Unfrieden zu sorgen. Dass aber wir diejenigen sind, die eins auf die Mütze bekommen und nicht die Menschen in Florida, Ohio oder sonstwo, das wird verschwiegen und die Menschen realisieren das nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.827.554 von Borealis am 23.08.08 18:17:45Schäuble arbeitet doch bereits dran, die Bundeswehr im Inland einsetzen zu dürfen. Jede Regierung hält sich mit Armee-Unterstützung länger als drei Tage im Amt.
...
Noch Tage nach dem georgischen Angriff auf Südossetien schrieb der Verteidigungsattaché der deutschen Botschaft in Moskau, Brigadegeneral Heinz G. Wagner: „Das Maß der militärischen Gewaltanwendung von russischer Seite erscheint - von hier aus betrachtet und trotz gegenteiliger Meldungen aus Georgien und dem Pressebild - nicht unangemessen hoch.“
...
habe Russland sicherstellen müssen, dass die Landstreitkräfte der 58. Armee sich ohne Bedrohung durch die georgische Luftwaffe hätten bewegen können, heißt es weiter. Dafür sei die georgische Luftwaffe durch Angriffe am Eingreifen gehindert worden.

Zudem seien Reparatureinrichtungen für Flugzeuge, die an zivilen Flughäfen, etwa in Tiflis, eingerichtet gewesen seien, beschossen worden; ebenso wie Fernmeldeeinrichtungen, die „teilweise in der Nähe bewohnter Gebiete stehen“. Die russische Luftwaffe habe außerdem Eisenbahnlinien und Häfen angegriffen, um Verstärkungen und Transporte für die georgischen Truppen zu unterbinden. „Der Einsatz der Luftstreitkräfte - trotz der bedauerlichen zivilen Opfer - kann militärisch gesehen als der Operation angemessen gesehen werden“, heißt es in dem Vermerk, der sich auf in Moskau vorliegende „offene Quellen“ stützt.
...
Augenzeugen bestritten diese Darstellung teilweise. So sei am Morgen des 8. August eine Bombe im Zentrum von Gori abgeworfen worden, sagte der deutsche Osteuropa-Historiker Hubertus F. Jahn der F.A.S.. Er erlebte die Detonation aus nächster Nähe. „Das war Terrorbeschuss“, sagte Jahn. Eine andere Bombe habe am gleichen Tag ein leeres Industriegebäude in Gori getroffen. Insgesamt bestätigte Jahn aber, dass die russische Luftwaffe nicht wahllos bombardiert habe.
...http://www.faz.net/s/Rub97F2F5D596354F4BBE619038133D791F/Doc…

Der Verteidigungsattaché in Moskau wird wohl bald abberufen werden, da er nicht die US-Meinung vertritt und Russland nicht als Aggressor sieht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.833.649 von StellaLuna am 24.08.08 10:08:39Korrektur:
wo deutsche Soldaten in Einsatz sind: Afghanistan, Sudan. -Sudan ist falsch, vor Somalia muss es heißen.
#85 > HeWho ... so ein blöder Name , tzzzzzz
Aber zierbart ist besser, oder was? ;-)

#87 > Frieden ist möglich, Gerechtigkeit gibt's nicht. Und je größer die Gerechtigkeitsungleichheit ist, umso stärker ist der Frieden gefährdet.
Das scheint mir ein Widerspruch zu sein, denn wenn
1) Ungerechtigkeit (Gerechtigkeitsungleichheit) den Frieden gefährdet
2) Frieden möglich ist
dann sorgt die Möglichkeit des Friedens für die Möglichkeit von Gerechtigkeit (Abwesenheit von Ungerechtigkeit):
=> Gerechtigkeit kann es geben.

Unabhängig von diesen Spitzfindigkeiten kann man sagen, dass mehr Frieden und mehr Gerechtigkeit als heutzutage drin sein sollten.

> Die USA gefährden den Frieden überall da wo sie versuchen ihre eigenen Interessen umzusetzen. Die USA kämpfen im Irak, in Afghanistan, dann gibt es immer wieder kleiner Scharmützel irgendwo auf der Welt, und jetzt haben sie sich Europa vorgenommen.
Könnte sei. Aber gerade deswegen muss Europa die NATO wieder auf Friedenskurs bringen. Gegen die Mehrheit der europäischen Staaten kann die USA nichts in (und mit) der NATO unternehmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.834.374 von HeWhoEnjoysGravity am 24.08.08 11:36:31"Aber gerade deswegen muss Europa die NATO wieder auf Friedenskurs bringen. Gegen die Mehrheit der europäischen Staaten kann die USA nichts in (und mit) der NATO unternehmen."

Und Du meinst, daß sich der Bock Europa zum Gärtner eignet und im Gegensatz zur USA oder zur NATO friedliche Absichten hätte?
Keiner davon steht für einen Friedenskurs. Allein die nicht ausreichende militärische Stärke hat bisher einen größeren Krieg verhindert. Deshalb wurde der Krieg mit ökonomischen Mitteln (EU-Verordnungen, Euro-Einführung, ...) ausgetragen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.833.649 von StellaLuna am 24.08.08 10:08:39"Die USA gefährden den Frieden überall da wo sie versuchen ihre eigenen Interessen umzusetzen. "

Dir müßte doch die Konfrontation recht sein. Du hast doch an anderer Stelle geschrieben, daß du dich im Kalten Krieg sicherer gefühlt hast als heute.
Wie verträgt sich das denn?

Zu allem seinen Senf dazugeben und dann ist gut.
wilbi
Konfrontation und Krieg sind zwei paar Stiefel!

Ich bleibe dabei, ich finde die Situation heute gefährlicher, weil nicht einschätzbar, als damals während des Kalten Krieges. Da gab es nur zwei Fronten, auf Europa bezogen, heute gibt es mehrere. Es gibt die internationale Front, genannt "Krieg gegen den Terror" der in Afghanistan und Irak ausgetragen, dann wird demnächst unsere Marine vor Somalia den "Krieg gegen Piraten" führen, und das heißt Kampfeinsätze auch deutscher Soldaten.

Georgien hat eine weitere Front im Kaukasus eröffnet, da haben wir nur Glück gehabt, dass dieses Land noch nicht in der Nato ist. Merkel wird dem Druck aus den USA auf Dauer nicht standhalten können und Georgien wird schneller in der Nato sein, als wir uns das vorstellen können.

Und dann schließe ich nicht aus, dass Polen dafür sorgen wird, dass wir in Europa eine weitere Front bekommen. Warum sollte sich das Land sonst von den USA aufrüsten lassen um seine nationale Sicherheit zu gewährleisten?

Wir werden zukünftig mit vielen Scharmützeln in Europa und an Europas Grenzen rechnen müssen, und es wird nicht möglich sein, dass wir uns aus allem raushalten.
#92 > Und Du meinst, daß sich der Bock Europa zum Gärtner eignet und im Gegensatz zur USA oder zur NATO friedliche Absichten hätte?
Zumindest wird Europa bezügliche Russland und potentiell neuer NATO-Staaten eher zum Frieden neigen als die USA, ganz einfach weil die Wahl zwischen
a) Frieden, Öl-/Gasversorgung und wirtschaftlicher Aufschwung
b) möglicherweise Krieg, Angst, Terror und vielen Toten in Europa
doch wohl nicht so schwer fallen kann.

Die derzeitige Eskalation kann Europa als Anlass nehmen, um sich gegen die USA für Friedensmaßnahmen in der NATO durchzusetzen. "Gegen die USA" nur deswegen, weil die USA einen Raketenschild will und dieser derzeit den Frieden gefährdet, aber eigentlich sollten Europa und die USA sich natürlich gemeinsam für Frieden einsetzen. Wahrscheinlich muss man nur die festgeschriebenen friedenserhaltenden NATO-Grundsätze mal wieder etwas strenger auslegen.

Alleine schon eine Diskussion in der NATO darüber, was den Weltfrieden fördern könnte, würde viel bringen. Da müssen nur 1-2 Länder anfangen und die meisten anderen werden schon mitziehen, weil keiner offen für Krieg eintreten kann und die Europäer in einem Konflikt mit Russland ja auch die Leidtragenden wären.
Heute um 21.45 Uhr in der ARD bringt die Sendung Panorama einen Artikel über Merkels riskante Kaukasus-Politik. Ist vielleicht interessant.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.805.291 von StellaLuna am 22.08.08 08:10:52" Kohl spielte den Weihnachtsmann, die Zeche zahlen die Steuerzahler und das auch noch die nächsten Generationen. "

Ja. wie wahr....
Die Teilung der USA in Nord und Sued ist bis heute noch nicht ueberwunden. Ich denke die OStzone wird sich nie selber tragen koennen. Und nachdem die DDR-FDJlerin Merkel nun Pionierleiterin von ganz Deutschland geworden ist, werden auch weiterhin zig Milliarden irgendwo im merkelschen Sand verrinnen ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.886.880 von Procera am 28.08.08 09:52:28Einige kleinkarierte Wessis werden auch noch in 20 Jahren die Einheit als Mist empfinden.
Nur gut, daß es nur ein paar Sonderlinge sind.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.888.331 von Wilbi am 28.08.08 11:12:37Gratuliere !
Wusste gar nicht, dass wir doch, auch wenn nur wenige, gemeinsame Ansichten vertreten.:)
Procera ist das beste Beispiel für einen ungebildeten Menschen.
Mir geht die Politik von Frau Merkel gewaltig auf den Sack. Was bildet sich diese Frau ein?

Was muckt die gegen Russland auf?

Die Georgier zetteln einen Krieg an, werden, zu Recht, von Russland bestraft und unsere Kanzlerin sagt umfangreiche Hilfe für das, zu Recht bombadierte Georgien, zu.

Hallo, die Steuergelder wären bei mir vor der Straße, in Form von Bürgersteigerneuerung tausendmal besser angelegt als in so einem Schurkenstaat von Georgien.

Jetzt mucken die Polen noch auf, dass hat uns sowieso gefehlt. Typisch Polen, machen mit Amis halbe Geschäfte und die Rechnung kann die EU, sprich Deutschland zahlen, wenn Polen aus Russland paar Ohrfeigen bekommt.

EU rügt Russland. Wenn ich sowas schon lese. Von den Russen bekommen wir ÖL und GAS. Da liefern wir unsere Nobelkarossen und Maschinen und unsere Chemie. Und Georgien? Ein Transitland, dass mit einem Albanien zu vergleichen ist.

Stehe ich alleine mit meiner Meinung da oder interessiert sich niemand für die deutsche Aussenpolitik. Kohl, Schröder waren noch logisch denkende Politiker, die sich auf die richtige Seite gestellt haben, aber die Penner von heute, Sarkozy, Merkel sind nichts ausser Gehilfen der Amis, die wieder tausende Kilometer von zuhause internationale Politik betreiben....
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.891.390 von ORACLEBMW am 28.08.08 14:11:30Merkel muß weg, die Frau ist eine Katastrophe für unser Land.:mad:

Allerdings haben wir verdient was wir gewählt haben, ich bin frei von Schuld!:O
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.891.625 von Hohlbrot am 28.08.08 14:29:06Was schwafelst Du denn da nur für "Zeugs". Die Merkel ist doch nur "Blockwart" in der Hütte "D"! Ein anderer Blockwart (Schröder) war ja noch gnadenloser.

Und nun?
Auf zur Suche...

nach einem Neuen? Meinetwegen. Aber Vorsicht, die Wachtürme der Machthaber sind nicht weit!
EU-Politik gegenüber Russland
Steinmeier will keine Sanktionen

DruckenVersendenSpeichernVorherige Seite

Die Äußerungen aus Paris gefallen Steinmeier nicht
28. August 2008 Bundesaußenminister Steinmeier (SPD) hat sich skeptisch über eventuelle Sanktionen gegen Moskau wegen der Krise im Kaukasus geäußert. Steinmeier sagte FAZ.NET am Donnerstag: „Das müsste mir noch einer erklären, was eine Sanktion für Russland ist.“

Steinmeier sagte, er rechne damit, dass die osteuropäischen Staaten auf dem Gipfeltreffen der EU zur Georgien-Krise am Montag in Brüssel beantragen würden, die Verhandlungen mit Moskau über ein Partnerschaftsabkommen abzubrechen. „Man wird sich aber wahrscheinlich darauf einigen, das nicht zu tun, sondern sie nur auf der hohen politischen Ebene zu stornieren.“

Der Außenminister kritisierte eine härtere Gangart gegenüber Russland: „Auch in dieser ernsten politischen Lage gilt es, einen Rest von Vernunft walten zu lassen. Wir werden über den Tag hinaus Russland als Nachbarn behalten, und es ist in unserem eigenen Interesse, zu einem normalen Verhältnis zurückzukehren.“

...

http://www.faz.net/s/Rub97F2F5D596354F4BBE619038133D791F/Doc…

Schade, dass in Deutschland ein Staatsstreich nicht möglich ist :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.897.388 von StellaLuna am 28.08.08 20:05:31 und es ist in unserem eigenen Interesse, zu einem normalen Verhältnis zurückzukehren.“

Das ist überhaupt nicht möglich. Russland bestimmt mittlerweile sogar die WTO-Regeln. Nur zugeben mag das Keiner! (Siehe Nachbesserungen des WTO-Vertrages)

Alles nur noch ein einziges Kasperltheater.

Unsere Merkel.."stärkste Frau" dargestellt von den Medien. Putin und sein neuer Paladin werden sich verschlucken vor Lachen.
Georgien blockiert Gespräche mit Russland zur WTO

Georgien wird nicht an den Gesprächen zur Mitgliedschaft Russlands in der Welthandelsorganisation (WTO) teilnehmen. Dies teilte die stellvertretende georgische Wirtschaftsministerin Tamar Kowsiridse am Donnerstag mit.

Die Mitgliedschaft Russlands in der WTO ist nur noch von einem bilateral abzuschließenden Abkommen mit Georgien abhängig. Die USA hatten im vergangenen Jahr ihre Verweigerungshaltung aufgegeben.

Die Gespräche waren für den kommenden Dienstag in Genf angesetzt. Diese sollen nun so lange ausgesetzt blieben, bis Russland das Dekret des nicht mehr im Amt befindlichen Präsidenten Putin zurücknimmt, nach dem Russland engere Beziehungen zur abtrünnigen georgischen Teilrepublik Abchasien aufbauen will.
Radio Imedi, 12.06.2008

http://www.georgien-nachrichten.de/index.php?cmd=n_einzeln&i…
Lt. Wiki hat Russland Beobachterstatus!

China ist allerdings Vollmitglied in der WTO :D
Bedingung der USA war für einen WTO-Beitritt Russlands zu stimmen war, dass die Aeroflot mit Boings ausgestattet und dass US-Nahrungsmittel in die USA exportiert werden dürfen.

Seit gestern oder gibt es ein Importverbot für Geflügel von 9 US-Unternehmen, deren Produkte nicht den russischen Hygienebestimmungen entsprechen, weitere Lebensmittelimporteure werden überwacht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.898.591 von StellaLuna am 28.08.08 21:34:04"und dass US-Nahrungsmittel in die USA exportiert werden dürfen."

Hä?

wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.898.481 von StellaLuna am 28.08.08 21:21:45Gestern in PANORAMA...wir liegen "inline" in unserer Haltung zum Georgien-Konflikt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.898.481 von StellaLuna am 28.08.08 21:21:45Ich dachte an das Untere:
Quelle: Russland-online

26-08-2008 Wirtschaft


Russland will aus einigen Abkommen mit WTO aussteigen


Russland will aus einigen Abkommen mit der Welthandelsorganisation (WTO) aussteigen. Zwar sollten die Verhandlungen über einen Beitritt Russlands zur WTO fortgesetzt werden, sagte der stellvertretende russische Ministerpräsident Igor Schuwalow nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen am Montag bei einer Sitzung der Regierung.



Moskau überlege aber, "bestimmte Verträge zu kündigen, die den Interessen Russlands aktuell zuwiderlaufen", fügte er demnach hinzu. Regierungschef Wladimir Putin bezeichnete das Vorgehen den Agenturen zufolge als "sinnvoll".

Konkret geht es laut Putin und Schuwalow um Zollverträge und Abkommen über den Export von Holz und landwirtschaftlichen Produkten.

Der WTO-Chefunterhändler Medwedkow präzisierte, es handele sich nicht um alle Vereinbarungen, die bei den mehr als zehnjährigen WTO-Verhandlungen mit Russland erzielt wurden. In dieser Zeit wurden mehr als 50 Abkommen über einen Zugang zum russischen Warenmarkt und reichlich 20 über den Zugang zum Markt der Dienstleistungen unterzeichnet.

Zudem wurden in den letzten Monaten wesentliche Fortschritte bei den multilateralen Verhandlungen über Systemfragen erreicht. Die in diesen Abkommen vereinbarten Verpflichtungen werden erst nach WTO-Beitritt Russlands in Kraft treten. "Diese Vereinbarungen werden jetzt nicht geändert", teilte Medwedkow mit.

Neben 60 bilateralen signierten Grundlagenabkommen hat Russland aber vor einigen Jahren einige Abkommen - insgesamt rund zehn - mit soliden Handelspartnern über einzelne Warenartikel unterzeichnet, die unter anderem die Landwirtschaft betreffen. Diese Vereinbarungen enthalten gewisse Zugeständnisse "im Austausch gegen Versprechungen, den baldigsten Abschluss des Verhandlungsprozesses intensiv zu unterstützen". Medwedkow zufolge gelten diese Abkommen schon heute. Seit einigen Jahren hat Russland Zugeständnisse gemacht, jedoch die versprochene Unterstützung nicht bekommen.

"Wir haben faktisch das Eintrittsgeld in die WTO bezahlt, jedoch keine Vorteile (durch einen WTO-Beitritt) bekommen. Jetzt bezahlen wir Luft. Uns wurde aber keine Luft, sondern die WTO-Mitgliedschaft versprochen", stellte der WTO-Chefunterhändler fest.

Medwedkow verwies darauf, dass die Revision der Vereinbarungen mit der Zuspitzung der Beziehungen mit Georgien nichts zu tun habe. Ihm zufolge wurden Russlands Partner vor einem Jahr vor seiner Absicht gewarnt, diese Vereinbarungen zu überprüfen. Es handele sich dabei keinesfalls um eine einseitige Auflösung der Abkommen, betonte er.

Keine WTO-Perspektiven für nächste Monate

Die russische Regierung sieht keine Perspektive für den WTO-Beitritt des Landes in den nächsten Monaten. Dabei betonte Schuwalow, dass die WTO-Mitgliedschaft "den strategischen Absichten" Russlands entspreche, und versicherte, dass "wir auch weiterhin unser Bestes tun werden, damit der Verhandlungsprozess mit dem WTO-Beitritt endet." "Zurzeit müssen wir aber zugeben, dass wir in mehreren Monaten oder einem Jahr keine Perspektiven für den WTO-Anschluss sehen", ergänzte Schuwalow.

Kreml wirft USA politische Verzögerung der WTO-Gespräche vor

In Bezug auf die Erklärung des US-Handelsministers Carlos Gutierrez, Moskau werde Probleme mit dem WTO-Beitritt haben, hat Schuwalow den USA eine bewusste Verzögerung der Verhandlungen vorgeworfen. „Wir wollen die wirtschaftlichen Fragen zum WTO-Beitritt unabhängig von politischen Motiven klären. Dass solche Erklärungen in Washington abgegeben werden, zeugt von der Absicht, den Vorgang zu verzögern“, so Schuwalow am Montag vor Journalisten.

„Wir begreifen jetzt, warum sich die Beitrittsverhandlungen in die Länge ziehen, obwohl uns jedes Mal versprochen wird, sie in nächster Zeit abzuschließen“, hieß es.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.915.593 von Dorfrichter am 30.08.08 08:56:37"Wir haben faktisch das Eintrittsgeld in die WTO bezahlt, jedoch keine Vorteile (durch einen WTO-Beitritt) bekommen. Jetzt bezahlen wir Luft. Uns wurde aber keine Luft, sondern die WTO-Mitgliedschaft versprochen", stellte der WTO-Chefunterhändler fest. - ja, das sehe ich aus so!

Russland wird erst dann Vollmitglied werden, wenn es dem Westen erlaubt, seine Ressourcen ausrauben zu lassen und wenn es sich verpflichtet, alle Flugzeuge, Raketen, Panzer und sonstige Rüstungsgüter in den USA zu kaufen.

Die WTO mag für kleine Länder ohne Bodenschätze sinnvoll sein, aber nicht für ein Land wie Russland. Denn Liberalisierung scheint für die WTO wichtiger zu sein als Handelshemmnisse abzubauen. Liberalisierung ist aber aus meiner Sicht nicht für jedes Land geeignet, und ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, wenn Russland seine Öl- und Gasvorkommen der freien Marktwirtschaft unterwirft - würde es das tun, wäre unsere Energieversorgung gefährdet.
Liberalisierung von Schlüsselindustrien halte ich grundsätzlich für nicht richtig, auch nicht bei uns. Energieversorgung, Bahn, etc. haben in privaten Händen nichts zu suchen.

Dann darf auch nicht übersehen werden, dass WTO und IWF Hand in Hand arbeiten, und was den IWF anbelangt, da sollte man sehr vorsichtig sein, um diesen sollte jedes Land einen großen Bogen machen.
Diesen Artikel habe ich grade entdeckt :D

29.07.2008
Gespräche in Genf ergebnislos

WTO steht vor Scherbenhaufen
von Helmut Hauschild und Jan Dirk Herbermann
Die Hoffnung auf einen kräftigen Konjunkturimpuls durch eine Liberalisierung des Welthandels hat sich zerschlagen. Am Dienstag scheiterten nach neun Tagen in Genf die Verhandlungen über ein globales Handelsabkommen an einem Streit der USA mit China und Indien über die Öffnung der Agrarmärkte.

Indiens Handelsminister Kamal Nath: Der Grund für das Scheitern ist ein Streit zwischen den USA, Indien und China über den Import von landwirtschftlichen Gütern.

BRÜSSEL/GENF. Das Scheitern der Gespräche über ein neues Welthandelsabkommen hat bei Politik und Wirtschaft die Sorgen vor einer weiteren Eintrübung der Konjunktur verstärkt. Ein Erfolg wäre für die Weltwirtschaft ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit gewesen, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Bernd Pfaffenbach, Leiter der deutschen Delegation bei den Verhandlungen am Sitz der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf.

Die deutsche Exportwirtschaft brauche das multilaterale Handelssystem der WTO. Es schaffe gleiche Regeln für alle und helfe insbesondere dem Mittelstand. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Ludwig Georg Braun, nannte den Abbruch der Gespräche einen „herben Rückschlag“.

Gescheitert sind die Verhandlungen an einem Streit zwischen den USA auf der einen und China sowie Indien auf der anderen Seite. Die Unterhändler aus Peking und Delhi forderten, dass Schwellen- und Entwicklungsländer bei steigenden Agrareinfuhren ihre Zölle erhöhen dürfen. Die USA lehnten dies ab. Ein letzter Versuch der EU, zwischen beiden Seiten zu vermitteln, blieb gestern Nachmittag erfolglos. Daraufhin verkündete WTO-Generaldirektor Pascal Lamy den Abbruch der seit neun Tagen andauernden Verhandlungen.
...
Am Wochenende hatte ein Kompromissvorschlag noch Hoffnungen auf einen Durchbruch genährt, dem zufolge 86 Prozent aller Zollschranken auf maximal 25 Prozent begrenzt werden sollten. Die EU hätte ihre Agrarsubventionen um 70 Prozent, die USA hätten ihre Hilfen für die heimischen Farmer sogar um 80 Prozent reduzieren müssen.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/wto-steht-…

Russland sollte froh sein, dass es dem Club der Aasgeier (USA und Europa) nicht angehört :D
Droht dritter Weltkrieg?

Warum Deutschland neutral werden muss / Die Lehren aus dem Georgien-Krieg


Der georgische Präsident Saakaschwili will das von ihm regierte Land an EU und Nato anschließen. Moskau aber betrachtet Georgien wie auch einige andere Territorien der einstigen UdSSR als sein „nahes Ausland“. Man stelle sich einmal vor, die USA zerfielen und eine Reihe ihrer Bundesstaaten erklärten nicht nur ihre Selbständigkeit, sondern erstrebten ein Bündnis mit Moskau.

Manöver eines US-Agenten

Saakaschwili hat als Termin für seine Aggression gegen Südossetien den Beginn der Sommerolympiade in Peking gewählt. Er musste sich verkalkulieren. Denn Russland, das die 75.000 Südosseten, die zu 90 % russische Staatsbürger sind, protegiert, ist immer noch eine Weltmacht mit 150 Millionen Einwohnern. Georgien verfügt über fünf Millionen Einwohner. Und Osseten, einen iranischen Volksstamm, gibt es insgesamt 500.000, wovon die große Mehrheit in Nordossetien lebt.

Die „Argumentation“, eine Abspaltung von Georgien sei rechtswidrig, ist nicht sonderlich überzeugend. Denn Vielvölkerstaaten von der Sowjetunion über die Tschechoslowakei und bis zu Jugoslawien erfahren immer wieder ein solches Schicksal. Und beim Abfall des Kosovo von Serbien waren schließlich die Vereinigten Staaten von Amerika die treibende Kraft.

Das derzeitige georgische Staatsoberhaupt vertritt die Interessen der USA und wird von US-Politikwissenschaftlern wie Daniel Kunin beraten bzw. geführt. Saakaschwili hat in Washington studiert und promoviert und in einer Anwaltssozietät in New York gearbeitet. Seine Brüder Giorgi und Nikolos sind als Filmproduzenten in den USA tätig.

Es geht um Öl und Gas

Als Erstes stürzte Saakaschwili nach seiner Heimkehr aus den USA seinen Gönner Schewardnadse (den Deutschen bekannt durch seine positive Rolle als sowjetischer Außenminister bei der Wiedervereinigung Deutschlands). Bei jeder Gelegenheit betont der Schewardnadse-Nachfolger seine Ausrichtung an den „Werten und Prinzipien Amerikas“. Finanziert werden er und seine Gehilfen der so genannten Rosenrevolution von Washington.

Die große Mehrheit der Georgier vegetiert in großer Armut, während einige Leute steinreich wurden. Georgien spielt eine Schlüsselrolle für die Öl- und Gasversorgung auch des Westens, wobei die gewaltigen Vorkommen nicht mehr über Russland, sondern direkt das Mittelmeer erreichen.

Systematische Einkreisungspolitik

Die georgische Armee ließ Saakaschwili von israelischen Militärexperten auf- und ausbauen. Als Satellit der USA stationierte er 2.000 Mann im Irak und mehrere hundert in Afghanistan.

Moskau fürchtet eine systematische Einkreisung durch die Nato. Das Raketenabwehrsystem in der Tschechei und Polen hat sicher nichts mit einer iranischen Bedrohung zu tun, sondern richtet sich gegen Russland.

Wo aber liegt hier das deutsche Interesse? Nach all den Opfern, die unser Volk in seiner zweitausendjährigen Geschichte bringen musste, brauchen wir nichts mehr als eine Friedenspolitik nach Schweizer Muster. Merkel aber will Deutschland überall für die Interessen der USA und Israels eingreifen lassen, auch wenn sie im Falle Georgiens bemerkenswerte Zurückhaltung übt.

Erfreulicherweise hat in den letzten Monaten seiner Amtszeit Bush keinen weiteren großen Konflikt entfesselt. Die Gefahr für Deutschland aber bleibt, so lange auf unserem Territorium US-Besatzungstruppen stehen und die Bundesrepublik unter US-Oberbefehl der Nato angehört, die sich von dem einstigen Verteidigungsbündnis zu einer imperialistischen Interventionsallianz total gewandelt hat.

Dr. Gerhard Frey

www.news4press.com
Dass es um Öl und Gas bzw. um die Pipeles geht, dürfte jedem einigermaßen politisch Gebildeten klar sein.
Die USA rüsten kein Land der Welt auf nur um humanitäre Hilfe zu leisten, die Zeiten sind schon lange vorbei, spätestens aber seit dem 9.11.

Etwas mehr Neutralität bzw. eine objektivere Sicht des Georgien-Konflikts würde Deutschland gut stehen. Nur weil ein Land klein ist, verfolgt es nicht automatisch gute Absichten und Russland muss nicht immer der Bösewicht sein. Dass es seine Interessen in dieser Region verfolgen möchte, ist zulässig.

Wenn man bedenkt, welche Probleme Deutschland hatte, weil nicht alle seine Staatsangehörigen in Deutschland West lebten, sondern in der DDR, in der Ukraine, in Polen etc. so ist diese Zahl ein Klacks verglichen mit 80 Mio. Russen die außerhalb Russlands leben und für die in gewisser Weise Russland die Verantwortung trägt. Das wird leider in der Presse nicht thematisiert, und man wird wissen warum.

Würden die heute in Russland Lebenden, es genau so machen wie die Westdeutschen und Weihnachten Kerzen in die Fenster stellen - das war üblich in den 50ern und 60ern - um zu zeigen, dass man die Brüder und Schwestern im Osten nicht vergessen hat, es wäre vermutlich in der ehemaligen SU in der Weihnachtsnacht taghell.

Jeder DDR-Bürger bekam ohne Probleme die deutsche Staatsbürgerschaft, er war ja Deutscher, warum sollen Südosseten und Abchasier nicht die russische bekommen? Warum wird mit zweierlei Maß gemessen?
Durch diesen künstl.Georgien Konflikt zahle ich nun wieder mehr fürs Öl.
Danke Fr.Merkel.Danke Hr.Steinmeier.

Im grunde genommen interessiert es mich überhaupt nicht, was in Georgien dort passiert. Noch viel weniger wenn die Georgier selber einen Krieg gegen ihr Volk anzetteln.Da hält sich mein Mitleid sehr in Grenzen.

Es hat auch einen deutschen Politiker nicht zu interessieren. Ein deutscher Politiker hat sich für unsere Bürger-Interessen einzusetzen.
Ich möchte nicht wegen Afghanistan/Georgien/US jüdischen Lobbyisten dauernd mit Verteuerungen meines Lebensstandards zahlen müßen.

Hätte Fr.Merkel einfach nur mal die Klappe gehalten wär der Ölpreis vermutlich aufgrund der russ.Eskalation niedriger.

Fr.Merkel und Hr.Steinmeier schröpften das deutsche Volk durch Mehrwertsteuererhöhg./Abgabenerhöhg. usw.
Andererseits werden bei der IKB 10 Milliard.verheizt.

Jeder sollte die Lehren ziehen aus dieser korrupten gegen das Volk gewandten Politik. Es geht nicht mehr um die Interessen unserer Bürger(deutsche Volk darf man ja nicht schreiben sonst ist man gleich ein Nazi).
Das sich dieser politsche Dreck noch von uns aushalten läßt.
BILD - Stratege Nr.1 , Hr. Georg Gafron , verfasst in heutiger BILD Ausgabe u. g. Kommentar ." Unsere Soldaten sind keine Mörder " !:D

Irgendwie erinnert mich das an die alte DDR Ideologie. Dort wurde knallhart zwischen imperialistischen - und "gerechten" Befreiungskriegen unterschieden.
Das kann man nun sehen wie man will , es kommt auf den jeweiligen Standpunkt an , gelle.;)

Wenn das System sagt ; Die Bundeswehr ( NATO ) als auch Georgien führt einen gerechten Krieg , dann ist das doch in Ordnung , oder ???:laugh::p
Ideologie in Massenblättern fürs Volk ! Was ist nur aus diesem Staat geworden !?:cry:

Unsere Soldaten sind keine Mörder

Eine Frau und zwei Kinder sind tot. Eine schreckliche Tragödie.

Keiner möchte in der Haut der jungen Soldaten stecken, die die tödlichen Schüsse in Afghanistan abgefeuert haben.

Ihre Gewissensnöte dürften unermesslich sein! Und dennoch sind sie keine hinterhältigen Todesschützen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Auto als fahrende Bombe in einen Checkpoint gerast wäre.

Auch scheinschwangere Frauen wurden von al-Qaida schon als lebende Bomben eingesetzt. Wohlgemerkt – nachdem sie amerikanische Soldaten unmittelbar vor dem Anschlag um medizinische Hilfe gebeten hatten.

All das wissen auch unsere Soldaten der Bundeswehr.

Kein Wunder, dass da die Nerven blank liegen. Zumal erst vor wenigen Tagen wieder ein Kamerad ums Leben gekommen ist.

Das ist die konkrete Situation in Afghanistan. Schuldzuweisungen sind fehl am Platze.

Unsere Soldaten sind keine Mörder! Was geschehen ist, ist schrecklich, aber in einem Krieg leider immer möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.915.938 von zierbart am 30.08.08 09:45:05Quelle nachgereicht : natürlich www.bild.de;)
Hier noch einige interssante Statements , bzw. aktuelle Berichte zum Thema ::cool:

28.8.2008 - Interview mit Erhard Eppler. "Russland konnte nicht anders". Erhard Eppler sieht die Hauptverantwortung für den aktuellen Ost-West-Konflikt bei den USA. Im Konflikt um Südossetien habe Russland zwar überzogen reagiert, sagt der SPD-Politiker im Gespräch mit n-tv.de. "Aber was Russland auf Dauer anders hätte machen sollen, ist schwer zu erklären." Eppler hält es für wahrscheinlich, dass die amerikanischen Militärberater in Georgien und damit auch die US-Regierung von den Kriegsvorbereitungen wusste. Auf die Frage, wer Nutzen aus dem Krieg ziehen könnte, sagt er: "Vielleicht nützt es McCain im Wahlkampf." (n-tv.de):yawn:


28.8.2008 - Rüstung. Deutsche Waffenhersteller profitieren von Schlupflöchern. Die Bilder von georgischen Soldaten mit deutschen Gewehren rufen es uns ins Bewusstsein: Deutsche Unternehmen der Rüstungsindustrie gehören zu den größten Waffenexporteuren. Sie profitieren vom Boom der Rüstungsbranche: Denn die strengen Ausfuhrregeln können sie leicht umgehen. (wiwo.de)

29.8.2008 - Georgien: Israels süsse Heimat. Die israelisch-georgische Verbindung besteht seit über 1000 Jahren. Die meisten jüdischen Bewohner Israels haben dieselbe Abstammung wie die Juden Georgiens. Keiner sollte deshalb bei der Entdeckung über die Intensität von Israels Verwicklung in den georgisch-russischen Konflikt erschrocken sein. Wenn man einmal die historisch genetische Verbindung zwischen israelischen und georgischen Juden untersucht, wird einem alles klar. Blicken wir zuerst auf die augenblicklichen Beziehungen – und später auf die historische Verbindung. (tlaxcala.es) Die Erwiderung finden Sie in Form einer übersetzten Rede von Benjamin Freedman im Gelben Forum. Man versucht uns die dreistesten Lügen als Wahrheit zu verkaufen.

29.8.2008 - CSU-Abgeordneter will Russland kein Forum geben. Olympia-Boykott gegen Russland. Angesichts der Krise zwischen Russland und Europa hat der CSU-Abgeordnete Eduard Lintner einen Boykott der Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi angeregt. „Ich halte es für völlig undenkbar, dass Olympische Spiele stattfinden, wenn Russland die derzeitige Politik fortsetzt und womöglich noch andere Länder bedroht“, sagte er der „Rheinischen Post“. (bild.de) Daß die USA nicht nur andere Länder bedrohen, sondern sogar überfallen, scheint dem Mann entgangen zu sein.

9.8.2008 - „Nicht Russland, sondern Präsident Saakaschwili ist schuld“. Gastbeitrag von Wladimir Schirinowski, Vizepräsident der russischen Staatsduma. Wladimir Schirinowski, Vizepräsident der Duma (so heißt die erste Kammer des Parlaments der Russischen Föderation), beanstandet die Einseitigkeit der westlichen Berichterstattung über den Georgien-Konflikt. Er hat für die National-Zeitung den folgenden Gastbeitrag verfasst, der den russischen Standpunkt wiedergibt. (national-zeitung.de) Wladimir Schirinowski ist - um mich vorsichtig auszudrücken - nicht ganz unumstritten, wiewohl ich diese Analyse für zutreffend halte. Die genaue Geburtsminute des am 25. April 1945 in Almaty geborenen Schirinowski ist nicht bekannt, dennoch hat er, der Qualität des Tages entsprechend, mit Sicherheit eine Mars-Mond-Opposition, wovon dieser TV-Auftritt beredtes Zeugnis ablegt. Ich habe schon aufgrund seines Saturnhoroskopes den Eindruck, daß er ab 2010 eine nicht unwichtige Rolle in Russland spielen wird. Daß er "bissig" ist, geht nicht nur aus seinen "Kampfsportübungen" in der Duma, sondern auch aus dem mundanen Planetenvergleich zu seinem Saturn auf 19°17' Krebs hervor. Es ist der gleiche Saturn wie der der Weltpremiere von Steven Spielbergs Film "Der weisse Hai" von 1975.

Und zum Abschluss noch ein Hinweis für Insider :;)

29.8.2008 - Goldmünzen: Jetzt auch Krügerrand ausverkauft. Der südafrikanischer Herrsteller des weltberühmten Krügerrands ist ausverkauft! Engpass bei Goldbarren in Europa? Ein großer Käufer hat nach Angaben britischer Medien sämtliche Vorräte der Krügerrand aufgekauft. Es soll sich um einen schweizer Käufer handeln, der mit einem Schlag bei der südafrikanischen Münzpresse sämtliche, noch verfügbaren Münzen gekauft habe. Diesen Medienberichten zufolge handelte es sich um 5000 1-Unzen-Münzen, die der Interessent mit einem Schlag aufgekauft hätte. Das war alles, was die Münzpresse auf Lager hatte. Der Name des Käufers wurde nicht bekannt gemacht. (mmnews.de)

Quelle :http://www.zeitdiagnose.de/datenbank/pressemeldungen.php
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.915.938 von zierbart am 30.08.08 09:45:05Ich bin auch der Meinung, dass diese Soldaten keine Mörder sind von unserer Regierung aber zu Mördern gemacht werden.

Ich empfehle Dir die Lektüre "Endstation Kabul", zwei Soldaten, die in Afghanistan waren, schreiben über ihre Erfahrungen und ihr Leben dort, hier eine kleine Leseprobe:
...
Ein Tohuwabohu erster Güte spielte sich auf der Straße vor uns ab. Ein wild aussehender Haufen von gut sechzig Afghanen stand einer etwa zehnköpfigen deutschen Patrouille Fallschirmjäger gegenüber. Gerade wurden langsam, aber sicher auf beiden Seiten die Waffen in die Höhe genommen, es wurde also richtig brenzlig. Hinterher erfuhren wir, wie die Situation so eskalieren konnte. Die deutsche Patrouille war von vier Afghanen mit Waffen bedroht worden, woraufhin die Deutschen sie entwaffneten und vorläufig festnahmen. Dummerweise wusste die Patrouille nicht, dass sich unter den Festgenommenen auch Angehörige eines afghanischen Politikers befanden. Als sogleich afghanische Polizei und Militär hinzueilten, nahmen die sofort ihre Waffen gegen die ISAF-Patrouille in Anschlag und schrien, was das Zeug hielt. Ein allseits probates Mittel zur Konfliktlösung in diesem Land.
Wir vier saßen ab und rannten durch die Menge in die Mitte dieses Kreises, wo die Fallschirmjäger der Patrouille standen. Das Zahlenverhältnis stand zu diesem Zeitpunkt etwa 1: 5 gegen die deutsche Patrouille. Ich suchte mir einen relativ gelassen aussehenden deutschen Soldaten als Buddy aus und stellte mich Rücken an Rücken mit ihm, meine Waffe im Low Ready, also mit der Mündung nach unten. Die vier festgenommenen Afghanen heizten die Situation zusätzlich an. Sie lagen, gefesselt mit Kabelbindern, auf dem Boden und brüllten, was das Zeug hielt, auf ihre verbündeten Polizisten und Militärs ein. Sollte jetzt jemand anfangen zu schießen, bricht das totale Chaos aus, dachte ich mir. Durch das ungünstige Kräfteverhältnis hätten wir keine Chance gehabt.
Alex begann mit Verhandlungen. Was mehr als schwierig war, wegen der Hektik und ganzen Schreierei um uns herum. Immerhin begann der afghanische General nun auch beruhigend auf die erhitzten Gemüter seiner Untergebenen einzuwirken, sodass der Geräuschpegel niedriger und ein Gespräch möglich wurde. Die Verhandlungen, so erschien es mir, zogen sich endlos dahin. In Wirklichkeit waren keine vier Minuten vergangen. Ein chinesisches Presseteam hatte sich mittlerweile am Straßenrand postiert und fing an zu filmen, was die Lage nicht unkomplizierter machte. Der afghanische General guckte nervös zwischen Alex und der Kamera hin und her. Bei der Menschenmenge und diesem Lärmpegel grenzte es wirklich an ein Wunder, dass noch kein einziger Schuss gefallen war. Das lag vielleicht auch daran, dass inzwischen die deutsche Quick Reaction Force aus dem Camp angesaust gekommen war. Die müssen geflogen sein, durch dieses Verkehrsgewühl in der Innenstadt. Die etwa fünfzehn Kollegen von der schnellen Eingreiftruppe stellten ihren Dingo quer und schwenkten das Maschinengewehr in Richtung der Afghanen, worauf die Waffen der Afghanen noch ein bisschen höher gingen.
Der afghanische General und Alex standen nun zwischen den waffenstarrenden Reihen. Etwa dreißig Deutsche auf der einen, inzwischen an die hundert Afghanen auf der anderen Seite. Trotzdem schafften die beiden es, dass die gefährliche Situation sich sehr, sehr langsam entspannte. Dann von beiden die entscheidende Gesten zu ihren Männern: Waffen runter. Die Mündungen sanken langsam Richtung Boden. Erst jetzt wurde mir die Situation im Ganzen bewusst. Wir hatten nur Millimeter vor der Katastrophe gestanden. Alex hatte uns mit seiner Ruhe und seinem Verhandlungsgeschick den Kopf gerettet. Ein falsches Wort oder eine unbedachte Geste – und die »Tagesschau« hätte ein Gefecht mit vielleicht zehn oder noch mehr toten deutschen Soldaten und etlichen Afghanen melden und die Aufnahmen des chinesischen Fernsehteams zeigen können. Es wären Bilder gewesen, die um die Welt gegangen wären und die deutsche Öffentlichkeit schockiert hätten. Die Anspannung löste sich, und ich atmete tief durch. Die vier Festgenommenen wurden der afghanischen Polizei übergeben (also in Wirklichkeit freigelassen) und die Parteien trennten sich, mit den üblichen Beschimpfungen und dem Bespucken von afghanischer Seite.
Dieses Intermezzo sollte noch ein Nachspiel haben. Die festgenommenen Afghanen beschwerten sich über die Patrouille, die prompt von unserer Führung, mal wieder, gerüffelt wurde. Die Schuld der Eskalation wurde ganz klar bei der deutschen Patrouille gesehen. Es war einfach unfassbar: Hier konnte einem wirklich jeder ungestraft die Waffe vors Gesicht halten! Wenn wir nach unseren »Rules of Engagement« handelten, wurden wir von unserer eigenen militärischen Führung beschimpft! Die Beteiligten fühlten sich wie Bauernopfer, die für ein interkulturelles Appeasement geopfert wurden. Dabei wäre ein bisschen mehr Rückendeckung von der eigenen Führung aus moralischen Gründen enorm wichtig und auch erwartbar gewesen. Natürlich waren wir nur geduldete Gäste in diesem Land. Und natürlich wussten wir, dass die militärische Führung sich oft in Diplomatie üben musste. Trotzdem waren wir frustriert. Da taten wir unseren Dienst 6600 Kilometer entfernt von der Heimat und standen unter einer nicht geringen körperlichen und seelischen Belastung. Und dann bekam man noch laufend Tritte in den Hintern, und zwar aus allen Richtungen. Dabei setzten wir nur so gut wie möglich unser Mandat um: die Interimsregierung bei der Herstellung und Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung zu unterstützen. Nichts anderes machte diese Patrouille an diesem Tag: Sie kontrollierte, wer diese Horde Bewaffneter war, die sich in einem sicherheitsrelevanten Bereich, nämlich dem des Hotels Interconti nahe der Loya Jirga, aufhielt. Unser »robustes Mandat« sah in solchen Bedrohungslagen eindeutig den Gebrauch der Schusswaffe vor. Sollten wir uns hier von jedem buchstäblich »die Pistole auf die Brust setzen lassen« ohne Gegenwehr? War es das, was die politische und militärische Führung wollte?
...
http://www.endstation-kabul.de/?page_id=12" target="_blank" rel="nofollow">
http://www.endstation-kabul.de/?page_id=12
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.916.189 von StellaLuna am 30.08.08 10:17:21Hi Stella,
danke für die Buchempfehlung !Werde es mir mal zu Gemüte führen, sobald ich meine aktuelle Lektüre durchgeackert habe.
Gruß , zierbart;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.916.336 von zierbart am 30.08.08 10:35:24Die Leserzuschriften auf dieser Website geben auch einen Einblick in die Situation vor Ort in Afghanistan.

Das Buch ist auch vor dem Hintergrund lesenswert, da es innerhalb der Bundeswehr als so etwas wie "verbotene Lektüre" eingestuft wurde. Man will nicht wissen, und schon gar nicht von einem "niederen" Dienstgrad, was im Einsatzgebiet der Bundeswehr dort passiert.

Das, was die letzte Woche in Afghanistan passiert ist, ist erst der Beginn einer Eskalation. Und sollte die Bundeswehrführung bzw. der Verteidigungsminister nicht ein generelles Informationsverbot verhängen, und davon gehe ich aus, wird Bundeswehr und Afghanistan nicht mehr aus den Schlagzeilen kommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.413.450 von ConnorMcLoud am 20.01.09 19:05:44Vor dir?
wilbi:laugh:


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um einen ältere Diskussionen, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier ein neue Diskussion.