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Selbständigkeit als Immobilienmakler/Kfw-Startgeld - 500 Beiträge pro Seite



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Naben allerseits!

Ich plane momentan den Schritt in die Selbständigkeit als Immobilienmakler. Kurz zu meiner Person:

Ich bin 25 Jahre alt, beende grade meine Ausbildung zum Immobilienkaufmann und habe vor dieser Ausbildung bereits eine Ausbildung im Öffentlichen Dienst mit anschließender 3-jähriger Berufstätigkeit im öffentlichen Dienst hinter mir.
Der Standort an dem ich mich selbständig machen möchte ist wirtschaftlich als sehr gut zu bezeichnen. Die Region Bonn sowie der Rhein-Sieg-Kreis (in dem mein Büro/Laden liegen wird) sind aufgrund der Ansiedlungen der Deutschen Post sowie der Deutschen Telekom absolute Boomregionen und verzeichnen einen starken Einwohnerzuwachs.
Grundsätzlich halte ich mich fachlich und kaufmännisch durch meine zwei Ausbildungen und meine gesammelten Erfahrungen in meinem Ausbildungsbetrieb (ebenfalls Maklerbüro) für kompetent, vorallem vor dem Hintergrund, dass die meisten Makler keine fachlichen Qualifikationen vorweisen und keine sonderlich starke Kundenorientierung haben.

Jetzt zu meiner Frage:
Haltet Ihr eine Finanzierungszusage des Kfw-Stargeldes i. H. v. 25.000 Euro für möglich, vorallem vor dem Hintergrund meines doch recht jungen Alters. Firmenfahrzeug würde ich quasi in die Fa. einbringen (Wert ca. 6.000 Euro). Sonstige Sicherheiten/Eigenkapital sind außer einer Lebensversicherung, in die ich allerdings erst seit Ende 2004 einzahle, leider nicht vorhanden.
Ich habe bereits meinen ersten Kapitalbedarf geschätzt. Das meiste Geld geht für die Werbung in der Anlaufphase und die Büroausstattung bzw. Büromiete drauf. Aufgrund der momentanen Marktsituation und der doch eher schwachen Konkurrenz am Standort, bin ich mir ziemlich sicher, nach kürzester Zeit Fuss zu fassen. Jedenfalls gehe ich fest davon aus, im 1. Jahr bereits einen Gewinn ausweisen zu können.
Lebenshaltungskosten würden größtenteils durch Gründerzuschuss als Ersatz für das ALG I gedeckt.

Wie stehts eurer Meinung nach mit den Chancen auf eine Zusage in meinem konkreten Fall?

Schöne Grüße


Marco
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.569.804 von Marco151083 am 15.10.08 00:54:23die jungen wilden :laugh:
bleib doch lieber im öffentlichen dienst.
in england und usa haust schon der ein oder andere immomakler in wohnwägen und booten....
aber gut die immopreise bei uns sind wahrlich keine blase und dürften früher oder später anziehen
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.569.804 von Marco151083 am 15.10.08 00:54:23Kannst Dich ja mal für ein Gesetz einsetzen, dass die Auftraggeber die Courtage zahlen müssen, so wie es bei anderen Dingen im Leben auch üblich ist, und nicht ein einziger gewöhnlicher Mieter/Käufer für alle Bemühungen wie Inserate, Besichtigungen etc. geradestehen muss. Aber dann wäre der Hauptteil dieses auszuübenden Berufes mit dem Image von Wegelagerern, wahrscheinlich arbeitslos - mangels Nachfrage. Im Zeitalter des Internets sowieso ein aussterbender Beruf. Die hohe und dazu oft auch noch prozentuale Courtage behindert Mobilität und Grundbesitz und gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Empfehle daher http://www.imakler.de/ Das Angebot ist zwar noch klein, aber hat hoffentlich das Zeug, diesem Irrsinn endlich Einhalt zu gebieten.
Mal ganz ernsthaft Marco, überwinter' mal lieber die nächsten 2 bis 3 Jahre als lohnabhängiger Angestellter in irgendeiner Firma und verwirkliche deinen Wunsch zur Selbstständigkeit in den dann hoffentlich wieder besser werdenden, nachfolgenden Zeiten, als das du jetzt in die sehr bald bitterkalt werdenden Gewässer des freien Unternehmertums springst. Wennn du einen Tsunami auf dich zurollen siehst, steigst du dann auch in ein Boot und gehst unbekümmert auf einen Segeltörn oder nimmst du nicht eher die Beine in die Hand und flüchtest so schnell du kannst landeinwärts? Die Rezessionsmonsterwelle, die kann man doch schon allenhalben am Horizont erblicken, da sollte man ja eigentlich nicht solche Risiken eingehen. Zumal auch noch auf Kredit. Frag' dich zudem auch mal, warum deine Konkurrenz in einer Boomregion -und das ist der Bonner Raum ja tatsächlich- "eher schwach" sein soll, so wie du sagst? Passt doch eigentlich garnicht zusammen, oder? Aber ok, dass willst du vermutlich nicht hören, sondern von den Postern hier hauptsächlich positive Bestätigungen für deine angepeilte Entscheidung erhalten. Naja, ok.

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Antwort auf Beitrag Nr.: 35.569.804 von Marco151083 am 15.10.08 00:54:23herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag oder?:D

Lebenshaltungskosten würden größtenteils durch Gründerzuschuss als Ersatz für das ALG I gedeckt.


geh arbeiten, sei Angestellt, zahle was in die Kassen ein dann komme wieder
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.570.162 von enuxx am 15.10.08 01:43:36@enuxx

Naja, man kann ja den Preis um den Wert, bzw. um die Höhe der Courtage herunterhandeln. In dem Fall übernimmt dann der Verkäufer die ganzen Vermarktungskosten, so wie es dir(und mir auch) vorschwebt. Bei Vermietungen sind Makler allerdings unabdingbar. Bei Verkäufen aber tatsächlich eher überflüssig. Das stimmt schon.

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Antwort auf Beitrag Nr.: 35.569.804 von Marco151083 am 15.10.08 00:54:23Hallo Marco151083

Du hast eine BM bekommen. Schaue mal bitte in Dein Postfach.

Gruß VAK
Ich habe bereits meinen ersten Kapitalbedarf geschätzt.


wenn ich das lese wird mir angst und bange mien jung seit wann schätzt man den ein kapialbedarf:confused:

an deiner stelle würd ich noch weiter arbeiten im öfentlichen dienst, da glaube ich schätzen die lütt auch alles
Wie siehts denn mit Engel und Völkers aus, die suchen doch ständig Leute auf selbständiger Basis. Was mich da reizen würde ist die klare Zielmarkt Fokussierung. Auch wenn dieser Markt sicherlich nicht einfacher wird in den nächsten Monaten.

Überlege wirklich ertmal 2-3 für einen renomierten Laden zu arbeiten und dann dden Sprung ins kalte Wasser zu machen.

Viel Erfolg
Erst einmal vielen Dank für die vielen raschen Antworten und für die Glückwünsche zum Geburtstag.

Auf meine eigentliche Frage nach Erfahrungen mit der Beantragung von Kfw-Startgeld ist allerdings (bis auf einer) niemand wirklich eingegangen. Ich möchte trotzdem die Gelegenheit nutzen, um auf einige Anmerkungen einzugehen.

Zuerst einmal bin ich erschrocken wie wenige mein Posting richtig gelesen haben und sich dennoch in die Lage versetzt gefühlt haben eine Antwort zu schreiben.

Situation im öffentlichen Dienst:
Wie schon geschrieben habe ich meine erste Ausbildung im öffentlichen Dienst absolviert und im Anschluss drei Jahre auch dort gearbeitet. In diesen drei Jahren wurde mein Arbeitsvertrag fünf mal verlängert!!!! Darauf hatte ich dann keinen Bock mehr und bin den Schritt gegangen und habe eine neue Ausbildung gemacht.

iMakler-Modell:
Mit dem iMakler-Modell habe ich mich bereits umfassend beschäftigt und mir schwebt eine ähnliche Lösung vor. Zumindest möchte ich den Kunden selber entscheiden lassen ob er sich für die Feste (pauschale) Courtage entscheidet oder ob er den üblichen 3-prozentigen Provisionssatz im Erfolgsfall zahlen möchte.

momentane wirtschaftliche Lage:
Wie in meinem Beitrag bereits geschildert gehört die Region Bonn/Rhein-Sieg zu den wachstumsstärksten Regionen in ganz Deutschland sowohl was das Wirtschaftswachstum als auch die Einwohnerzahl angeht. Von daher ist die Gründung eines Maklerbüros welches sich sowohl mit Privat- als auch mit Gewerbeimmobilien beschäftigt sicherlich kein Lauf ins sogenannte offene Messer. Die Qualität der Makler welche in der Region tätig sind, schätze ich zudem als nicht grade sehr hoch ein. Ich bin aufjedenfall konkurenzfähig! Selbst wenn alle verfügbaren Immobilien auf Makler aufgeteilt wäre und es keine Verkäufe von Privat mehr geben würde, würde ich mich durch meine fachlichen und sozialen Kompetenzen in die Lage versetzt fühlen am Markt zu bestehen.

Engel&Völkers:
Nach Außen hin haben die sicherlich nen super Auftritt, aber wenn man sich die Qualität der dort beschäftigten Makler ansieht bekommt man das Grauen... Da ist der Laden in dem ich zur Zeit arbeite deutlich Kundenorientierter und auch kompetenter.

Erfahrungen sammeln:
Ich war vom ersten Tag meiner Ausbildung voll ins Tagesgeschäft eingebunden. Verfüge also über 3 Jahre aktive Vertriebserfahrung in einem super Unternehmen mit zahlrichen erstklassigen teilweise auch international aufgestellten Kunden.

Kostenschätzung:
Liebe Leute, ich weiß ja nicht, aber ich kann meine Kosten doch nur schätzen. Sicherlich gibt es fixe Posten die man ziemlich genau absehen kann wie beispielsweise die Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Kosten für Homepage usw. Es gibt allerdings auch Kosten die sehr variabel sind wie z. B. die Kosten für Werbung (Inserate im Internet und Zeitung). Diese Kosten sind sehr stark von der Auftragslage abhängig und der damit verbundenen Anzahl an Besichtigungsterminen und den Kosten für entsprechende Inserate.


Grundsätzlich bin ich ja immer für nützliche Hinweise dankbar, allerdings sollten diese auch konstruktiver Natur sein und nicht die Qualität alla "geh zurück in den öffentliche Dienst" o. ä. haben...
Hi Marco,
du hast ja schon ne Menge "Entscheidungshilfen" bekommen. Auch ich kann dir nur raten, weitere Erfahrungen in abhaängiger Tätigkeit zu sammeln und insbesondere mehr Eigenkapital anzusparen !
Das geringe/fehlende Eigenkapital und das noch junge Alter wird mit Sicherheit das größte Problem sein. Du musst ja zur Beantragung der KFW-Mittel eine Hausbank finden, die dich und dein Konzept gut findet. Das dürfte auch deshalb schwierig werden, weil die Bank Arbeit hat und so gut wie nichts dran verdient.

Ansonsten siehe : www.kfw.de dann Suchbegriff Startgeld

Wie du dich auch entscheidest, ich wünsche dir viel Erfolg und auch Glück (das wirste brauchen)
Nix für ungut und schönen Geburtstag
nsteini
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.574.682 von nsteini am 15.10.08 10:57:15Mein Alter und das geringe Eigenkapital sind auch meine größte Sorge.
Was ich allerdings nicht versthe, die Bank wird doch von der Kfw zu 80 Prozent von der Haftung freigestellt. Bei einem Kapitalbedarf von 25.000 Euro macht das (lächerliche) 5.000 Euro an Risiko für meine Hausbank.
Macht es denn Sinn zuerst eine Beratung bei der Kfw zu führen oder direkt zur Sparkasse (bei der ich im übrigen seit meinem 15. Lebensjahr Kunde bin)???
mach dir keine sorgen, die kfw gibt dir selbst wenn du bankrott bist noch 300mio
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.575.457 von thoraxsnaz am 15.10.08 11:49:29Wieder so eine qualitativ hochkarätige Antwort...
Existenzgründer-Darlehen gibt es doch auch noch über andere Banken, oder nicht?

Stell ein klares Konzept auf, Rentabilitätsvorschau etc. und mach einen Termin bei deiner Hausbank. Die werden dir sicher sagen können, ob das Konzept Chancen hat, einen Kredit zu bekommen.

Lg
Clarissa
Hallo Marco,

hab mich hier mal ein bisschen eingelesen und kann Dir nur einen Rat mitgeben. Fang erst damit an, wenn Du genügend Geld auf der Seite hast, um keinen Kredit beantragen zu müssen.

Bin 35 Jahre und etwa seit 10 Jahren als Makler tätig. Zuerst im Angestelltenverhältnis, danach als selbständiger Makler in einem bereits bestehenden Büro (ähnlich Engel & Völkers) und nun seit ca. 5 Jahren komplett selbständig mit meinem eigenen Büro in der Region Stuttgart / Esslingen.

Ich verdiene mittlerweile ganz gutes Geld, halte aber die Nebenkosten so gering wie möglich, da sonst nicht all zu viel übrig bleibt.

Kann Dir nur ein paar Tipps geben:

- Kein riesen Büro, womöglich noch in einer Innenstadtlage mit Schaufenster (viel zu teuer und unnötig)
- Nicht so viele Zeitungsanzeigen, das meiste geht im Internet
- Und verkalkuliere dicht nicht, beim reinholen von Objekten, es wird immer schwieriger
- Und zu letzt, geb den Gedanken auf, dass Dir jeder Verkäufer 3 % Provision oder eine Pauschale bezahlt. Das Einzige mit dem Du wirklich rechnen kannst ist die Provision vom Käufer, alles andere ist Träumerei.

Viel Erfolg wie auch immer Du Dich entscheidest.

LG Partyboy
oder ob er den üblichen 3-prozentigen Provisionssatz im Erfolgsfall zahlen möchte.

In Dresden / Radebeul kann ich Dir aus Erfahrung sagen, dass sich die Provisionen bei 6,5 - 7,2 % bewegen...eigentlich schon abartig. Die genannten 3 % nehmen sich dagegen ja richtig bescheiden aus...;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.577.367 von RealJoker am 15.10.08 13:57:49Die 3 Prozent waren ja auch nur auf den Verkäufer bezogen. Hier in NRW haben wir ja eigentlich flächendeckend die Teilung der Provi 3/3.
Was die Kalkulation angeht, da kalkuliere ich fürs erste Jahr auch nur sechs Verkaufsfälle mit 3 prozentiger Provi bei durchschnittliche 220.000 Euro VK-Preis. Macht Umsatz i. H. v. 39.600 Euro. Diese 39.600 Euro plus die ein oder andere Vermietung ist auch mein angestrebter Umsatz fürs erste Jahr. Ist sozusagen mein Worst-Case-Szenario. :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.574.963 von Marco151083 am 15.10.08 11:17:18Hallo Marco ich nochmals zu #12 :

also man kann sich natürlich bei/von der Kfw beraten lassen, aber ich kann dir ziemlich sicher sagen, dass dir das nichts bringt!
Man wird dir da sicher die Auskunft geben, was alles geht und so weiter ... ABER :
selbst "lächerliche" € 5000 Risiko sind der Sparkasse häufig genug zu viel! und wie gesagt: das bedeutet Arbeit und Kosten bei geringem Ertrag.

Ich bleibe dabei: Spar noch mal; mit 25 kommen noch viele Chancen im Leben... wetten ? und der billigste Kredit ist der, den du gar nicht erst brauchst...

Wenn Du aber gar nicht von dem Gedanken abzubringen bist : sprich mal bei einem Existenzgründungsberater der IHK/ und oder auch der Sparkasse vor. Natürlich mit einem "tragfähigen" Konzept usw ...

Viel Glück

nsteini
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.577.268 von partyboy73 am 15.10.08 13:51:28Und zu letzt, geb den Gedanken auf, dass Dir jeder Verkäufer 3 % Provision oder eine Pauschale bezahlt. Das Einzige mit dem Du wirklich rechnen kannst ist die Provision vom Käufer, alles andere ist Träumerei.

Genau das ist das Problem, dadurch ist dem Käufer/Mieter diese Provision aufgezwungen, weil der private Markt praktisch tot ist, weil es natürlich für die Verkäufer/Vermieter bequem ist, nichts für die Leistungen zu bezahlen. Da müsste der Gestzgeber diese Provision verbieten für die Käufer. Aber wahrscheinlich würde dann die Innencourtage in die Höhe schießen.

Wenn ich hier in Norddeutschland eine neue Wohnung/Haus mieten möchte, bin ich erstmal 2000 €/ca. 4000 DM(!) los. Ist doch der schiere Wahnsinn. Die Ksoten trägt hier allein der Mieter.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.577.943 von enuxx am 15.10.08 14:38:27Du darfst ja uch nicht Verkauf und Vermietung in eine Waagschale werfen...
In NRW wird die Provision bei Anmietung einer Wohnung (in der Regel 2 Monatsmieten kalt) auch vom Mieter bezahlt...
Marco, sei mir nicht böse, aber das Ding geht in die Hose. Ganz egal, in welcher Region Du auch immer anfängst, Du fängst auf dem deutschen Markt an.

Ich bin seit etwas über 20 Jahren selbständig am Markt, seit 15 Jahren zusätzlich im Bauträgerbereich. Es ist überhaupt nicht überheblich gemeint, wenn ich sage, daß ich viele Makler habe kommen und gehen sehen - vor allem in den letzten 2 Jahren.

Wenn Du heute als kompetenter Makler am Markt bestehen willst, musst Du grundsätzlich folgende fachliche Qualifikationen vor- bzw. nachweisen können: detaillierte Kenntnisse über die Bautechnik, Baurechtswissen, eindeutige Kenntnisse im Notar- und Grundbuchrecht, Erfahrungen in der Immobilien-Wertermittlung, Kenntnisse über die Makler- und Bauträgerverordnung, usw.. Solltest Du diese Kenntnisse im einzelnen nicht haben, kannst Du keine fachlichen und vertrauensvollen Vermarktungen im Sinne und zum Vorteil Deiner Kunden vornehmen. Du wirst in diesem Fall zu einem reinen Vermittler, der mit mehr oder weniger Glück zu zufälligen Abschlüssen und damit zu zufälligem Umsatz gelangt.

Wenn Dich die Immobilie begeistert und Du Deine Zukunft in diesem, entgegen der allgemein üblichen Auffassung, wirklich interessanten und verantwortlichen Beruf Deine ausgeprägte Dienstleistungsbereichtschaft ausleben willst, dann tu Dir selbst einen Gefallen - nimm Dir Zeit für eine gründliche Aus- und Weiterbildung und suche Dir ein Unternehmen, in welchem Du diese Erfahrungen zunächst angestellt sammeln kannst. Du wirst dann ganz sicher selbst bemerken, wann für Dich der richtige Zeitpunkt für die Selbständigkeit - oder für ein effektives Angestelltenverhältnis - gekommen ist.

Leider kann ich Dir aus meiner eigenen Erfahrung heraus nichts anderes und vor allem besseres anraten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.579.554 von Longvest am 15.10.08 16:19:52Ich kenne leider genug Makler, die keine Ahnung von alledem haben was du grade aufgezählt hast du haben dennoch am Markt bestand. Das ist mir ein absolutes Rätsel aber es ist fakt.
Zum anderen kann ich genau diese Qualifikationen durch meine Ausbildung als Immobilienkaufmann bzw. meine vorherige Tätigkeit im öffentlichen Dienst (als Grundbuchführer) vorweisen. Steht aber auch so in meinem Posting.
Wie gesagt, es geht hier nicht um die Frage, welche Anforderungen an einen Makler gestellt werden, sondern vielmehr um die Frage wie es mit den Förderungschancen durch die Kfw-Mittelstandsbank aussieht.
An meiner fachlichen Qualifikation habe ich absolut keine Zweifel. Vorallem nicht, wenn ich mir die Mitbewerber am Markt ansehe...
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.574.242 von Marco151083 am 15.10.08 10:23:58"Generell, was nicht von den Maklern während ihrer Bürogeschäftszeiten von Montag bis Samstag von 09:00 Uhr bis 18:30 Uhr an den Mann/Frau gebracht werden kann, dass kommt dann halt in die Zeitung oder ins Internet"

Kannst Du diese Aussagen bestätigen?


Der Urheber ist der Meinung über Immoportale (z.B. immoscout, Immonet etc) wird nur der "letzte rest" angeboten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.642.828 von VeryBestFLV am 21.10.08 15:41:58Meiner Meinung nach ist diese Behauptung schierer Unfug.
Es gibt zwar sicherlich Immobilien in 1A-Lagen (vorallem im gewerblichen Sektor) die unter der Hand schnell weg gehen.
Nichts desto trotz ist das Internet das Beste Medium zur Vermarktung von Immobilien.

Von wem stammt den diese Behauptung?
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.644.966 von Marco151083 am 21.10.08 17:59:41@Marco,

wenn das wahr wäre was du schreibst, dann bestände der Immobilienmarkt in Deutschland hauptsächlich aus Murksangeboten, denn ich habe in den Portalen bzw. in der Zeitung seltens attraktive Angebote gefunden. Ich schaue deshalb kaum mehr in diese Medien rein, weil es mich mittlerweile total anödet. Und die, die halbwegs was hergeben, die sind absurd teuer. Zudem haben die meisten Makler kaum mehr als 10 oder 20 Angebote im Netz. Das ist ja eigentlich nicht gerade sehr viel. Und wozu benötigte dann ein Markler noch ein teures Büro, wenn man ja eh alles virtuell organisiert? Dann könnte auch das eigene Arbeitzimmer in der eigenen Wohnung als Anlaufort zur Abwicklung der Geschäfte reichen. Insofern wäre es mal interessant von dir aus erster Quelle zu erfahren, zum Beispiel, wieviel Prozent der Angebote deines aktuellen "Lehrherren"/Arbeitgebers in den Vermarktungsmedien präsent ist und wieviel Prozent weiterhin unveröffentlicht in euren Karteikästen schlummern......:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.644.966 von Marco151083 am 21.10.08 17:59:41"Meiner Meinung nach ist diese Behauptung schierer Unfug."

Warum eigentlich das Wort, "Meinung"? Eine Meinung ist eine subjektive Einschätzung bzw. Beurteilung eines oder mehrerer Tatbestände, bzw. Umstände. Du arbeitest aber doch in einem Maklerbüro und müsstest ja dadurch eine klare Haltung auf der Basis von belegbaren Fakten haben. Wie gesagt, es wäre insofern interessant von dir zu erfahren wieviel Prozent der Angebote eurers Büros im Internet/Zeitung zur Vermarktung ausstehen und wieviel Prozent noch in euren Karteikästen vorhanden sind und wieviel Prozent von denen nie in die öffentliche Präsentation kamen, weil sie so attraktiv waren, dass sie schon zuvor verkauft oder vermietet wurden, bzw. die so attraktiv sind, dass sie eine Vermarktung über das Netz oder über dem Immoanzeigenteil in der Samstags-Zeitung garnicht nötig haben? Noch eine Frage: Wie hoch ist der Anteil der Verkäufe bei euch, wo vorgemerkte Kunden von eurem Büro auf reingekommene Offerten aufmerksam gemachten werden, also an Interessenten, die bei euch ein Suchprofil abgegeben haben?


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Antwort auf Beitrag Nr.: 35.646.445 von Harry_Schotter am 21.10.08 19:34:31Wie du sicherlich weißt ist der Immobilienmarkt ein komplett Standortabhäniger Markt. Insofern kann ich nur meine subjektive Meinung kundtun, da ich als Makler nur an diesem einen Standort tätig bin und meine Aussagen sich ausschließlich auf den Standort in dem unser Büro tätig ist, beziehen.

Da ich bzw. wir schwerpunktmäßig im gewerblichen Immobiliensektor tätig sind, haben wir sicherlich auch einige Immobilien, die mehrere Makler im Angebot haben. Bekommen wir Angebote zum Gemeinschaftsgeschäft angeboten, werden diese selbstverständlich nicht aktiv von uns angeboten, sondern lediglich Interessenten aus unserer Kartei angeboten.
Von den Angeboten wo ein Alleinauftrag besteht würde ich den Prozentsatz auf annähernd 100 Prozent schätzen.

Du hast aber sicherlich Recht, wenn du sagst, dass es häufiger vorkommt, das besonders attraktive Immobilien es erst gar nicht erst bis in die Zeitung oder das Internet schaffen. Es kommt sicherlich hier und da vor, dass es noch nichtmal ein Expose zu einem interessanten Angebot gibt. Dafür gibt es meiner MEINUNG nach auch eine vollkommen logisch Erklärung.
Nehmen wir mal folgendes an: Du als Makler bekommst von einem Objekteigentümer einen Anruf und er möchte dir eine Immobilie zur Vermarktung anbieten. Als allererstes lässt du dir mal die groben Daten am Telefon geben um dich auf die gemeinsame Begehung mit dem Eigentümer vorzubereiten. Du notierst als die Größe, die Ausstattung, das Baujahr und die genaue Lage vielleicht auch schon mal eine erste preisliche Vorstellung.
Nachdem du dir die Immobilie nun vor Ort angesehen hast, erinnerst du dich plötzlich an diesen einen Kunden, mit dem du doch vor zwei Wochen eine ganz ähnliche Immobilie besichtigt hast, die aber leider zu teuer war, oder die Lage war nicht genau das was du dir vorgestellt hast. Das erste was du also machst, wenn du wieder im Büro bist, du rufst Herrn X Y Z an und sagst ihm, dass du genau das Richtig für ihn gefunden hast. Ihr vereinbart einen Termin für morgen und siehe da, es passt. (sicherlich ist das nicht der Regelfall, aber es kommt vor).
Mit der Beantwortung deiner letzten Frage tue ich mich persönlich etwas schwer. Der Anteil ist sicherlich nicht so hoch wie er sein könnte, allerdings, ist ein Kunde erst einmal in den "unendlichen weiten" der Kartei verschwunden, sinkt m. E. die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Angebots. Hier müsste man als Makler öfter mal hinterher telefonieren und sich über evtl. Änderungen der Suchkriterien informieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.646.806 von Marco151083 am 21.10.08 19:56:16"Wie du sicherlich weißt ist der Immobilienmarkt ein komplett Standortabhäniger Markt."

Die Grundregeln!!! die in zB. Bonn gelten die gelten auch in Hamburg, in Tokio, in Toronto/Canada oder auch eben in (Achtung, "VeryBest")Mönchengladbach.


"Da ich bzw. wir schwerpunktmäßig im gewerblichen Immobiliensektor tätig sind......."

Um so schwerer fällt es mir vorzustellen, dass ihr eure Immos schwerpunktmäßig über diese angesprochenen Medien kommuniziert. Ich kann mir wirklich nur äußerst schwer vorstellen, dass sich ein Manager einer Firma während seiner Bürozeit an seinem PC setzt und im Internet surft, um dort nach einer neuen Büroimmobilie/Fabrikhalle/usw. zu suchen. Da werden die Firmen, und besonders die großen Firmen, dann doch eher das persönliche Gespräch direkt mit euch vor Ort im Büro suchen, oder? Ok, die Chefs kleiner Betriebe, die werden da, schätze ich mal, schon eher auf eure Online-Angebote zurückgreifen, aber das ändert ja dann auch nichts daran, dass es eben vorallem die eher schwer zu vermarkenden Objekte sind, die ihr zum Verkauf/Vermietung ins Netz stellt. Da wette ich drauf!!!!!!!!!

"....Nachdem du dir die Immobilie nun vor Ort angesehen hast, erinnerst du dich plötzlich an diesen einen Kunden, mit dem du doch vor zwei Wochen eine ganz ähnliche Immobilie besichtigt hast, die aber leider zu teuer war, oder die Lage war nicht genau das was du dir vorgestellt hast. Das erste was du also machst, wenn du wieder im Büro bist, du rufst Herrn X Y Z an und sagst ihm, dass du genau das Richtig für ihn gefunden hast....."

Ein sehr schön beschriebenes Beispiel. Und genau das meinte ich ja!!! Das was passt, das was der Norm entsprechend als attraktiv angesehen wird, geht auch so weg und muss nicht beworben werden. Deshalb sag' ich ja dem "VeryBest" "Geh' direkt zum Makler ins Büro und lass dir da Angebote zeigen." Das ist allemal besser als auf den Portalen nach etwas zu suchen, was man idR. dort für sich nicht finden kann, es sei denn, man sucht nach was ganz speziellen, von der Regel abweichenden. Das kann man dort allerdings zu Hauf finden.


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Antwort auf Beitrag Nr.: 35.649.032 von Harry_Schotter am 21.10.08 22:29:50Ein sehr schön beschriebenes Beispiel. Und genau das meinte ich ja!!! Das was passt, das was der Norm entsprechend als attraktiv angesehen wird, geht auch so weg und muss nicht beworben werden.

Warum nur meinst du, das das eine das andere ausschließt?

Ich halte jeden Makler für dumm, der sein Angebot nicht einem breiten publikum vorstellt.

Um bei obigem Beispiel zu bleiben:

Der Makle ruft an: ich genau das richtig e für Sie

Kunde: ja, aber Termin kann ich erst in ...wochen
oder
Kunde: Ja aber ich hab schon was anderes gekauft...
oder
Kunde: toll, aber bei hat sich was verändert, suche hat sich erledigt.
oder
Kunde: nach Besichtigung: ist doch nicht ganz so richtig für mich
oder
...
oder
...
oder
...

So ein verkauf dauert i.d. regel immer mehrere Wochen, indenn immer auch was passieren kann das einen Verkuf verhindert.

Wer dann nicht paralell interesenten für das Objekt geworben hat, hat diese Zeit schlicht verloren und darf nochmal neu anfangen.

Die Vorstellung das ein Makler ein Objekt in Auftrag nimmt, und innerhalb weniger Tage zum Verkauf bringt ohne jede öffentliche Werbung:look:

Hats sicherlich schon gegeben, das dies die Regel ist bezweifel ich allerdings doch sehr.


http://expose.immonet.de/haus-ist-v-e-r-k-a-u-f-t-6252127.html
Das ist es übrigens.
wohl über nen anderen Makler, KP 285
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.672.509 von VeryBestFLV am 23.10.08 12:04:41"..So ein Verkauf dauert i.d. regel immer mehrere Wochen...."


Mehrere Wochen? :eek:

Das wäre allerdings flott. Ich hab' da eher so mitbekommen, dass sowas durchaus mehrere Monate bis Jahre dauern kann. Aber vielleicht läuft das bei Gewerbeimmobilien ja etwas anders als bei Privatimmobilien. Frage: Wieviele Objekte habt ihr eigentlich bei euch so im Vertrieb? 100, 200?
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.681.287 von Harry_Schotter am 23.10.08 22:34:15Hey Harry,

"mehrere Wochen"ist von mir, nicht vom Makler Marco.


"Ich hab' da eher so mitbekommen, dass sowas durchaus mehrere Monate bis Jahre dauern kann."

:confused: Ich dachte die meisten Dinger gehen immer bis Freitgas übern ladentisch so das sich das Anzeigenschreiben in den Immoportalen garnicht lohnt...:eek:

Jetzt verwirrst du mich aber...;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.683.938 von VeryBestFLV am 24.10.08 09:20:28Oh hoppla. Warst ja garnicht Marco.....:eek::D

Ja. Dauer in der Regel gut 6 Monate. Maklerverträge sind allermeist auch für 6 Monate festgeschrieben. Wenn du aber Pech hast, dann kann sich so ein Verkauf aber auch über Jahre hinziehen. Besonders dann, wenn du überteuerten Murks anbietest, den du verzweifelt im Internet offerieren musst. ;)


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