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hätte eine libertäre Partei eine Chance? - 500 Beiträge pro Seite



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aktuell vergeht kein Tag an dem nicht nach mehr Staat,mehr Regulierung etc. gerufen wird.(und das obwohl der Staat noch nicht einmal seine Landesbanken kontrollieren kann/konnte,geschweige denn die BAFIN mal einen Insiderhabdel aufdeckt;) )
Auch macht mir das Wiedererstarken der Linkspartei Angst und Bange,denn Wohlstand und Sozialismus/Kommunismus schließen sich, meiner Meinung nach, aus.
Wer wie ich der Meinung ist,dass der Staat auf ein Minimum reduziert werden sollte (vllt. eines Tages ganz abgeschafft,siehe:http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchokapitalismus ), findet leider keine Partei,die er wählen kann.(nein,die FDP ist mir nicht liberal genug!)
Ergo:bliebe nur die Gründung einer libertären Partei übrig.
Was meint Ihr,gibt es dafür überhaupt genügend Wähler?
Sympathisiert noch jemand mit den Lehren/Thesen vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Murray_Rothbard ,http://de.wikipedia.org/wiki/David_D._Friedman ,http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Hermann_Hoppe und http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Blankertz ?
grüsse B.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.142.827 von Buddah am 03.12.08 21:22:05Ja, danke dafür
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.142.827 von Buddah am 03.12.08 21:22:05Nein, eine echte Chance wird es in Deutschland leider nicht geben.

Gründe:
- obrigkeitshöriges und neidisches Volk
- Vollkaskomentalität
- mehr als 50% Staatsabhängige (H4, Rentner, Beamte ...)- Tendenz steigend
- zunehmende Verblödung und dadurch Unkenntnis der ökonomischen Realitäten
- und somit Anfälligkeit für sozialistische Traumgebilde (die 100%ig platzen)

Aber:
- sie könnte der FDP Dampf machen
- es gibt in der FDP einen (gemäßigt) libertären Flügel
- ich bin vollkommen bei Dir ;)

Eine kleine Hoffnung bietet die aktuelle Jugend, die oft eine sehr pragmatische und unideologische Einstellung hat. In der ef http://ef-magazin.de/ waren dazu vor kurzem einige interessante Beiträge, die sich mit meiner Erfahrungen decken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.143.360 von pardon am 03.12.08 22:49:30@pardon

Schlage bitte im Lexikon das Wort "libertär" nach und verschone uns mit Deiner Kommunisten- und Naziwerbung.
hätte eine libertäre Partei eine Chance?

Niemals. Noch nicht mal eine liberale Partei wie die FDP hat in D eine Chance große Volkspartei zu werden. Wie sollte das dann erst mit einer libertären Partei aussehen?
Und solange SPD-, Grün- und Linksparteiwähler sich selbst als "liberal" einstufen und einschätzen fehlt das nötige Bewusstsein für wirklich liberale bzw. libertäre Ideen und Werte im Volke.
Zu #1 (Hätte eine libertäre Partei eine Chance?)

Nein, die Frage muß man nicht mal stellen, das ist für Dt. offensichtlich. Jede weitere Diskussion erübrigt sich daher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.143.629 von CaptainFutures am 03.12.08 23:46:20"niemals"

sei dir da mal nicht so sicher ! der schill hat doch gezeigt
das man auch mit der gründung einer neuen partei erfolg haben kann und das es geht ! warum/weshalb er jämmerlich gescheitert ist ..
auch klar.

stell dir nur mal vor ein dietmar hopp,ulli hönes und der professor aus heidelberg gründen eine partei mit dem ziel dieses land zu sanieren ...unter dem motto ...zum wohle dieses landes +++
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.143.360 von pardon am 03.12.08 22:49:30@pardon:
:laugh: Die Hintnerjugend ist ja ne geile Sache:"Unser Gruss ist Hi Hintner" "Written by Peter Mendelsohn"
Rechtslibertär schon.

Das Problem mit den Liberalen ist daß sie sich auf Randthemen fixieren.
Homoehe und solchen Unsinn. Damit kann man zwar ein paar Grünwähler
gewinnen, aber die Masse interessiert sowas nicht - im Gegenteil,
es schreckt ab.

Eine libertäre Partei die sich auf die Kernprobleme der Menschen
konzentriert hätte natürlich eine Chance.
Vor allem müsste es eine echte Persönlichkeit diese Sache
vertreten - keine Weichspüllappen.
Den Linken gehört mal richtig Feuer unterm Hintern gemacht.
Einmal ganz davon abgesehen dass eine libertäre Partei ein Widerspruch in sich ist, hat Alter Mann in #3 die wichtigsten Gründe gegen die Chancen einer solchen Partei schon genannt. Der Anteil der Bevölkerung, der die vermeintliche Sicherheit eines "sozial"- Staates gegen Eigenveranwortlichkeit und Freiheit eintauschen würde, dürfte eher in Promille zu berechnen sein, als in Prozent.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.144.594 von ArmerMilliardaer am 04.12.08 09:27:06Sorry, aber die FDP konzentriert sich doch nicht auf Randthemen. Eine Steuerstrukturreform, ein solides Gesundheitswesen und die Wahrung unserer Bürgerrechte gehen jeden etwas an.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.145.098 von Zaharoff am 04.12.08 10:21:03"Der Anteil der Bevölkerung, der die vermeintliche Sicherheit eines "sozial"- Staates gegen Eigenveranwortlichkeit und Freiheit eintauschen würde, dürfte eher in Promille zu berechnen sein, als in Prozent."

Stimmt haargenau!
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.145.244 von Sexus am 04.12.08 10:35:32Bürgerrechte schön und gut - aber die FDP ist für Einwanderung
und da hat die breite Masse der Bürger die Nase voll davon.
Ausserdem sind in der FDP keine starken Persönlichkeiten
in der Führung - alles warme Luschen mit ausgeprägtem Hang zu
"politisch Überkorrektem" Verhalten.

Mit sowas bewegst du keine Massen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.146.344 von ArmerMilliardaer am 04.12.08 12:34:05alles warme Luschen

:rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.145.098 von Zaharoff am 04.12.08 10:21:03Einmal ganz davon abgesehen dass eine libertäre Partei ein Widerspruch in sich ist

wiki schreibt: Das Adjektiv libertär (französisch libertaire, von lat. libertas „Freiheit“), steht für extrem freiheitlich bzw. anarchistisch und kann auch in folgenden Zusammenhängen gebraucht werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Libert%C3%A4r
auf Partei bezog sich dementsprechend "extrem freiheitlich".
Auch ich träume von einer Gesellschaftsform,die auf einen "Staat" verzichten kann(siehe erstes Posting), weiss aber auch,dass dies aktuell völlig utopisch ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.152.475 von Buddah am 05.12.08 10:18:16Versuchs doch mal mit dem Kommunismus, da stirbt der Staat ja angeblich ab, wie der alte Marx nach innerer Einkehr herausgefunden hat. Außerdem gibts alles im Überfluß, Champagner, Kaviar und dicke Weiber. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.146.344 von ArmerMilliardaer am 04.12.08 12:34:05Richtig, die FDP wollte etwa nie eine Beschränkung für Hochqualifizierte. Allerdings sollten in einem Einwanderungsrat Quoten für den Arbeitsmarkt eingerichtet werden. Ein Zustrom in die Sozialnetze liegt der FDP demnach also fern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.834.186 von Buddah am 24.03.09 13:06:34Ein ziemliches Wirrwarr, das da so vorgeschlagen wird. Wichtigster Eckpfeiler ist wohl die völlige Abkehr von der Einkommenssteuer mit der Begründung, bis 1915 habe es die in den USA schließlich auch nicht gegeben.

Das ist insgesamt etwas seicht. Der Staat braucht Einnahmen aus der Einkommenssteuer, wenngleich ich deren Höhe derzeit kritisiere. Auch finde ich, daß Menschen mit hohen Einkommen auch ein Stück mehr Steuern aufbringen können. Langfristig finde ich aber die Idee der Flat-Tax sehr interessant, da mit ihr einige Nachteile in der Besteuerung behoben werden könnten.

Einen gänzlichen Verzicht halte ich jedoch für wenig realistisch. Erst recht bei der aktuellen Haushaltslage.
Eine libertäre Partei wäre genauso überflüssig wie alle anderen bisherigen, weil sie überhaupt nicht daran denkt, die Ursache aller Fehlentwicklungen, den Schneeballsystemcharakter unserer Wirtschaft, zu beseitigen, sondern im Gegenteil versucht, zu dessen Profiteuren (also zu den Tätern) zu gehören.
Also, ersteinmal sollte man nicht den Sozialismus/Kommunismus/Marxismus mit dem Anarchismus verwechseln. Das eine hat mit dem anderen so gut wie nichts zu tun.

Dann halte ich den Anarchokapitalismus für einen Wiederspruch in sich selbst. Kapitalismus und Macht sind die zwei Seiten derselben Medaille. So wie die vergengenen sozialistischen Systeme nichts anderes waren als ein Staatskapitalismus, bei dem halt nicht Eigentümer das sagen hatten, sondern Parteifunktionäre.

Der Anarchismus zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er ohne "Befehlsgeber" auskommt, Also der Kapitaleigner, der Politiker und die Funktionäre abgeschafft sind. Es gibt keine abhängig Beschäftigten mehr, sondern alle arbeiten auf "eigene Rechnung". Dabei sind Fabriken in Hand der Arbeiter und der Ertrag fließt in ihre Hände.
Wer jetzt meint, das funktioniere nicht, sollte sich mit mal mit Nestor Machno oder mit der Spanischen Revolution beschäftigen. Dort wurden funktionierende Anarchien aufgebaut, die aber von allen!! herrschenden Mächten behindert wurden und dem Untergang preisgegeben wurden. Horst Stowasser beschreibt dies und auch im Verlag Graswurzelrevolution gibt entsprechende Literatur.


Von daher halte ich den Anarchokapitalismus für einen plumpen Rettungsversuch des Kapitalismus. Privateigentum, das über den persönlichen Gebrauch hinausgeht, kann keine Zukunft haben.


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