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Studie: Deutschland vergreist - 500 Beiträge pro Seite



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Deutschland altert rapide: Bis 2025 steigt die Zahl der über 80-Jährigen nach einer neuen Bevölkerungsprognose der Bertelsmann Stiftung um 70 Prozent. Damit verdoppele sich der Anteil Hochbetagter an der Gesamtbevölkerung nahezu – auf mehr als acht Prozent, teilte die Stiftung in Gütersloh mit. Während 2006 jeder zweite Bundesbürger jünger als 42 Jahre war, wird bis 2025 die Hälfte der Bevölkerung älter als 47 sein, im Osten sogar älter als 53. Bundesweit lebten vor zwei Jahren 82,32 Millionen Menschen, 2025 sollen es 80,64 Millionen sein. Der „Wegweiser Kommune“ erfasst mehr als 3000 deutsche Städte und Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern.

http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertex…

Bertelsmann Stiftung veröffentlicht Bevölkerungsprognose 2025 - Daten und Fakten für rund 3.000 Kommunen im Internet abrufbar

Deutschland wird immer älter. Während im Jahr 2006 noch jeder zweite Bundesbürger jünger als 42 Jahre alt war, wird die Hälfte der Bevölkerung im Jahr 2025 älter als 47 Jahre sein - in den ostdeutschen Bundesländern sogar älter als 53 Jahre. Das zeigt eine neue Bevölkerungsprognose der Bertelsmann Stiftung. Unter www.wegweiser-kommune.de können ab sofort Daten und Fakten zu den Auswirkungen des demographischen Wandels für alle Kommunen ab 5.000 Einwohnern abgerufen werden.

"Unsere Analysen zeigen, dass sich das Leben und Zusammenleben in den Städten und Gemeinden durch den rasch fortschreitenden Alterungsprozess erheblich verändern wird", sagte Dr. Johannes Meier, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, bei der Vorstellung der Bevölkerungsprognose 2025. Zwar sei das Bewusstsein für die Folgen des demographischen Wandels inzwischen deutlich gewachsen. Allerdings fehlten vielerorts immer noch kommunal-politische Schlussfolgerungen aus dieser Entwicklung und überzeugende Handlungskonzepte.

Besonders die Gruppe der alten Menschen wird überproportional ansteigen. Bis 2025 wird die Zahl der über 80-Jährigen in Deutschland um 70 Prozent zunehmen. Damit verdoppelt sich der Anteil der Hochbetagten an der Gesamtbevölkerung nahezu und steigt auf über 8 Prozent. Spitzenreiter dieser Entwicklung werden ostdeutsche Städte wie Hoyerswerda (15,3 Prozent), Suhl (12,7 Prozent) und Dessau (12,1 Prozent) sein. Aber auch westdeutsche Städte wie Baden-Baden (10,8 Prozent) werden ihr Gesicht verändern. Kommunen mit diesem Trend müssen nach Auffassung der Bertelsmann Stiftung rasch umsteuern, weil beispielsweise durch den höheren Pflege- und Betreuungsaufwand altengerechte Wohn- und Infrastrukturangebote aufgebaut werden müssen.

Auch die Wirtschaft muss sich auf immer älter werdende Belegschaften einstellen. So wird die Gruppe der älteren potenziell Erwerbstätigen (45 - 64 Jahre) bis zum Jahr 2025 um 1,4 Millionen zunehmen. Die Gruppe der jüngeren potenziellen Erwerbstätigen (25 - 44 Jahre) wird dagegen um 3,7 Millionen abnehmen. Da auch die Zahl junger Menschen (16 - 24 Jahre) um rund 2 Millionen zurückgehen wird, fehlt es an Nachwuchs für den Arbeitsmarkt. Allein in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird die Zahl der jungen Erwerbstätigen um die Hälfte abnehmen. Auf diese Entwicklung werden sich große und kleine Unternehmen mit altersgerechten Arbeitsbedingungen und zusätzlichen Investitionen in Qualifizierung und betriebliche Gesundheitspolitik einstellen müssen.

Vor allem die Schülerzahlen werden bis 2025 bundesweit teilweise sehr deutlich zurückgehen - besonders in der Primarstufe (6 - 9 Jahre). Das betrifft bei deutlichen regionalen Unterschieden auch die alten Bundesländer. So wird in Bayern die Zahl der Kinder im Primarstufenalter etwa in München um 21 Prozent zunehmen, während der Kreis Kronach 32 Prozent dieser Alters-gruppe verlieren wird. Ähnliche Entwicklungen zeichnen sich auch in Nordrhein-Westfalen ab: So kann Köln noch einen leichten Zuwachs von 5 Prozent verzeichnen, während der Kreis Höxter 27 Prozent seiner Bevölkerung im Primarstufenalter verlieren wird. Für die kommunale Infrastrukturplanungen wird das erhebliche Folgen haben: beispielsweise Schulgebäude mieten statt neu zu bauen oder stärkere räumliche Kooperationen zwischen einzelnen Schulen.

Schließlich wird sich der Trend zur Urbanisierung deutlich verstärken. Dabei wird es in Ost- und Westdeutschland gegensätzliche Entwicklungen geben. Während Dresden (+ 8 Prozent), Potsdam (+ 7 Prozent) und Leipzig (+ 3,3 Prozent) Bevölkerungszuwächse verzeichnen, wird die Einwohnerzahl in Chemnitz (- 15 Prozent), Halle (- 12 Prozent), Rostock (- 8,6) und Magdeburg (- 8 Prozent) deutlich abnehmen. In Westdeutschland bleiben München (+ 11,7 Prozent), Köln (+ 5,8 Prozent) oder Hamburg (+ 3,9) Wachstumsstädte. Hagen (- 10 Prozent), Gelsenkirchen (- 10 Prozent) oder Wolfsburg (- 8,7 Prozent) werden schrumpfen.

http://www.lifepr.de/pressemeldungen/verlag-bertelsmann-stif…
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.164.632 von CaptainFutures am 08.12.08 10:59:16Gähn,:rolleyes: die Demographieentwicklung ist schon seit 20 Jahren bekannt. Da die deutschen immer älter werden und wir deutschen immer weniger Kinder haben, ist das auch kaum aufzuhalten.

Da eine vernünftige Einwanderungspolitik nicht stattfindet, sehe ich schwarz...

Aber wie erwähnt alles schon lange bekannt. Um so unverständlicher das nicht reagiert wurde...

Gruß
DV
...immerhin gibt es in Teilen der Politik Bestrebungen die Einwanderung zu erleichtern...
Es sind schon in U-Bahn-Unterführungen die ersten Rentnergangs beobachtet worden, die wehrlosen Teenies auflauern, sie mit dem Krückstock bedrohen und ihnen die Baggy pants abnehmen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.165.087 von Doppelvize am 08.12.08 11:57:27Da eine vernünftige Einwanderungspolitik nicht stattfindet, sehe ich schwarz...

Von wo sollen die Einwanderer kommen? Horn von Afika, Mozambik?
Und wenn das Gesundheits u. Rentensystem kollabieren verjüngt sich die Gesellschaft automatisch wieder.

Da wird sich in den nächsten 15 Jahren sichlich was bewegen.
Das ist bloß das Ergebnis einer kinderfeindlichen Politik, wie ich sie mir verachtungswürdiger nur schwer vorstellen kann.
Millardenschwere "Rettungspakete" werden in Windeseile durchgewunken. Bloß für eine Kindergelderhöhung um 10€ reicht es nicht, mit der nicht einmal die Kaufkraft von der letzten Erhöhung im Jahre 2002 wieder erreicht wird. Die wurde erst mal in der Beschlußfassung zurückgestellt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.164.632 von CaptainFutures am 08.12.08 10:59:16
Das ist jetzt nicht so wirklich gaaanz neu. Ich finde es immer nur erschreckend WANN solcherart Studien dann bei uns in Auftrag gegeben werden/erscheinen, da gibt's ja noch einige andere Themen, bei Denen das dringlichst(!!) nötig wäre, um mal nur die langfr. Rohstoff- &Energieversorgung bzw. Sicherung zu nennen. Das wird m.A. nach in vielen Ländern viel, viel besser gehandhabt, nicht immer erst wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, oder, etwas drastisch, schon fast nicht mehr lebt. Ich hab inzwischen zu einigen dieser Themen sehr eingehende Berichte, Analysen, Bestandsaufnahmen u.ä. von anderen Ländern über Europa oder auch Dtschl. gesehen.

Da drängt sich teilweise wirklich der Eindruck auf: nicht wir machen unsere Hausaufgaben nicht, sondern, noch verschärfter -andere machen sie inzwischen für uns.

Der Wille ernsthaft zu verändern, bzw. auf die Zukunft vorzubereiten/einzustellen ist einfach in(lange) nicht genügendem Masse vorhanden.

Ich seh langfristig ziemlich schwarz.

Popeye
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.165.533 von AHEO am 08.12.08 13:00:49Da eine vernünftige Einwanderungspolitik nicht stattfindet, sehe ich schwarz...

Von wo sollen die Einwanderer kommen? Horn von Afika, Mozambik?


Wie wäre es mit gut ausgebildeten Indern, Chinesen, Polen, Türken:eek: etc. Regeln wie die Schweiz und andere Länder sie haben und fertig ist der Lack...

Eben keine Wirtschaftsflüchtlinge die sich Hartz IV in den Hintern blasen lassen wollen, sondern Geld verdienen wollen und so zum Wohl unseres Landes beitragen.

Alle anderen schweißen wir raus...

Aber das wäre ja zu einfach!:rolleyes:
Kann man sich denn überhaupt nicht vorstellen, dass es für eine Gesellschaft positiv ist, wenn ihre Bevölkerung schrumpft?

Keine Zersiedlung der Landschaft, größere Wohnungen, weniger Energieverbrauch, weniger Kraftwerke, weniger Umweltverschmutzung, weniger Aggressivität, mehr Lehrer für weniger Kinder...

Weniger ist mehr. Natürlich müssen ein, zwei Generationen rentenmäßig zwischenfinanziert werden. Das muss als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden (und natürlich auch finanziert werden - aus Steuern, nicht aus den Sozialkassen).

Wo endet denn eine Gesellschaft, die angeblich nur lebensfähig ist, wenn sie immer mehr Nachwuchs hat ("eigenproduziert" oder "importiert").
sachsen-anhalt, wo es am schlimmsten aussieht, macht jetzt werbung damit: wir sterben früher aus, heißt es auf plakaten


http://www.politplatschquatsch.com/2008/12/wir-sterben-frher…
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.165.533 von AHEO am 08.12.08 13:00:49Solche Leute meinte ich mit Einwanderern!

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,594755,00.html


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