DAX-0,17 % EUR/USD+0,42 % Gold-0,13 % Öl (Brent)-1,19 %

Pendlerpauschale Verfassungswidrig ! - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

:D Karlsruhe: Wieder volle Pendler-Pauschale :D

Die weitgehende Abschaffung der Pendlerpauschale verstößt gegen das Grundgesetz. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Nach einem Urteil verletzt die seit Anfang 2007 geltende Regelung den Grundsatz der Gleichbehandlung. Danach konnten Fahrtkosten zum Arbeitsplatz erst ab dem 21. Kilometer mit 30 Cent pro Kilometer von der Steuer abgesetzt werden. Bis zu einer Neuregelung gilt wieder die alte Pendlerpauschale. Die Finanzämter müssen für den Arbeitsweg wieder 30 Cent ab dem ersten Kilometer steuerlich anerkennen. Für die Neuregelung gebe es keine tragfähige Begründung, urteilten die Verfassungsrichter. Auch rückwirkend können Steuerrückzahlungen beantragt werden, die aber nur vorläufig gelten. Der Gesetzgeber muss die Pendlerpauschale rückwirkend zum 1. Januar 2007 verfassungsgemäß umgestalten.
- newsticker Bild -

:eek: Was sind das für Politiker, die gegen die Verfassung verstoßen!:eek:
Die einzige logische Konsequenz wäre nun die komplette Abschaffung.
Und das wäre dann auch gut so.
Dann hat das ganze Theater nämlich ein Ende.
#1

Mal wieder ein von der SPD gemachtes Gesetz, das gegen unsere Verfassung verstösst...

:eek:
Dann sollten wir uns mal jeden dieser kriminellen Abgeordneten, die ihr Mandat und ihre vermeintliche Immunität zum Betrug am Steuerzahler mißbrauchen wollten, strafrechtlich vorknöpfen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.391 von CaptainFutures am 09.12.08 11:26:06Hast wohl vom deutschen Steuergesetz nicht viel Ahnung !!
Für eine Abschaffung müsste sich das Steuergesetz grundsätzlich änderen !
sei dir sicher: sie werden es als erfolg verkaufen und eine regelung finden, die jedem pendler noch tiefer ins portemonnaie greift
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.666 von Howkay am 09.12.08 11:54:13Für eine Abschaffung müsste sich das Steuergesetz grundsätzlich änderen !

Na hoffentlich!
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.391 von CaptainFutures am 09.12.08 11:26:06"""Die einzige logische Konsequenz wäre nun die komplette Abschaffung.
Und das wäre dann auch gut so.
Dann hat das ganze Theater nämlich ein Ende."""

Das BVerfG hat in der Urteilsbegründung eine komplette Abschaffung der Pendlerpauschale ausgeschlossen.

Ich denke, vor der Bundestagswahl 2009 wird es keine Neuregelung der Pendlerpauschale geben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.418 von Blue Max am 09.12.08 11:28:10Wieder eins auf die Nase von Herrn Steinbrück!
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.794 von Sybilla am 09.12.08 12:07:56Das Gericht hat nur erklärt, dass die Abschaffung der Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer auf dem Weg zur Arbeit mit dem Gleichheitssatz des Grundgesetzes nicht vereinbar ist, weil es zusätzlich noch die Härtefallregelung gibt ab dem 21. Kilometer.

Fällt diese Härtefallregelung weg gibt es auch keinen Verstoß mehr gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes, weil alle nämlich gleich viel nämlich nichts mehr beim Finanzamt geltend machen können.
muss ich beim FA selber eine Steuernachzahlung beantragen oder machen die das automatisch?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.968 von Exploser am 09.12.08 12:30:36Finanzamt und automatisch :laugh::laugh::laugh:

In welcher Welt lebst DU denn? :(

:look:
Ich hab beide Varianten abgegeben und krieg die Nachzahlung jetzt automatisch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.418 von Blue Max am 09.12.08 11:28:10Mal wieder ein von der SPD gemachtes Gesetz, das gegen unsere Verfassung verstösst...


Ich wusste gar nicht, daß die SPD alleine regiert. Gab´s kürzlich Wahlen, deren Ergebnis ich verschlafen habe? Ist Steinmeier schon Kanzler?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.391 von CaptainFutures am 09.12.08 11:26:06Die einzige logische Konsequenz wäre nun die komplette Abschaffung.
Und das wäre dann auch gut so.


Was wäre daran gut?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.132 von MFC500 am 09.12.08 12:54:39Weil wir dadurch die weitergehende Reformfähigkeit unseres Landes unter Beweis stellen würden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.143 von CaptainFutures am 09.12.08 12:56:26:eek:

Ach :(

Und das geht bloß durchs Kassieren :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.143 von CaptainFutures am 09.12.08 12:56:26Indem man Arbeitnehmern die steuerliche Absetzung ihrer Werbungskosten streicht? Das ist für dich ein Zeichen für "Reformfähigkeit unseres Landes"? Die sollte lieber den Subventionsdschungel lichten.

Bei der Pendlerpauschale geht es eindeutig und nachweisbar um Kosten, die infolge der Berufstätigkeit anfallen. Wenn überhaupt irgendetwas als sog. Werbungskosten angebracht ist, dann doch die Kosten für den Weg zur Arbeit. Diese überhaupt in Frage zu stellen bzw abzuschaffen, war einer der unsozialsten Akte dieser Regierung. Damit traf man gerade die sog. kleinen Leute, die zu vertreten wundersamerweise jede Partei vorgibt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.143 von CaptainFutures am 09.12.08 12:56:26Dein Egoismus ist zum :cry:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.215 von MFC500 am 09.12.08 13:05:03Die sollte lieber den Subventionsdschungel lichten.

Dazu gehört auch die Pendlerpauschale als Steuervergünstigung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.143 von CaptainFutures am 09.12.08 12:56:26Du meinst wohl eher einen weiteren Test der Schmerzgrenze des deutschen Michels.

@MFC500
das kauf ich dir ab ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.898 von CaptainFutures am 09.12.08 12:19:31Das stimmt so nicht.

Freiberufler können z.B. grundsätzlich ab dem 1. km die Kosten
geltend machen. Und zwar die gesamte, gefahrene Strecke.
Dem Arbeitnehmer gesteht man den Doppelkilometer zu,
ganz so, als würden bei der Rückfahrt keine Kosten enstehen.
Auch hier ist eindeutig keine Gleichbehandlung gegeben.

Firmen z.B. können die Kosten für Fahrten zum Kunden grundsätzlich
mit den vollen Kosten, also hin und Rückfahrt geltend machen,
wer daran zweifelt, würde für bekloppt gehalten. Die machens
aber meistens so, daß die vollen Kosten für den (z.B.) PKW
(also Leasingrate/Kaufpreis, Sprit, Wartung, Versicherung etc.)
voll geltend gemacht werden. Dies sollte man mal als Arbeitnehmer
versuchen (Vorraussetzung: nur für die Fahrt zur Arbeit genutzt)
die sperren Dich gleich ein....

Nein, dieses Urteil könnte ein erster Schritt zur Gleichbehandlung sein.

Erschreckend, wie amateurmäßig die diese Bananenbieger vorgegangen sind. Statt vorher mal jemanden auf kleinem Dienstweg um Rat
zu fragen, ob man das so machen kann, heben die Deppen einfach alle
im Bundestag die Hand und fallen nun auf die Schnauze.
Nun ist es gerichtlich bestätigt, daß unsere Herren Abgeordneten
verfassungswidrig gehandelt haben. Wann kommen die Konsequenzen ?

Gruß
S.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.215 von MFC500 am 09.12.08 13:05:03

Ganz meine Meinung ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.151 von hwzock am 09.12.08 12:57:25Wieso kassieren?
Die Pendler kassieren doch jetzt erstmal wieder vom Steuerzahler. Noch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.248 von CaptainFutures am 09.12.08 13:09:42Du fährst bestimmt keinen einzigen Kilometer zur Arbeit.

Leute die wie Du argumentieren haben offensichtlich keine Arbeit und wissen auch nicht wie Benzinkosten, Autokosten etc. ein Loch in die Haushaltskasse arbeitender Steuerzahler reissen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.274 von Sauren am 09.12.08 13:12:13Firmen und Freiberufler werden sowieso steuerlich anders behandelt als Arbeitnehmer bzw. haben ganz andere steuerliche Möglichkeiten. Was die Firmen dürfen darf der Arbeitnehmer noch lange nicht und umgekehrt. Sonst bräuchten wir ja nur noch ein Steuergesetz für alle.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.298 von Loserin am 09.12.08 13:15:14Die Ignore-Funktion ist ungemein praktisch :D:D:D
Die Steuerersparnis für Spritschlucker setzt das konsequent fort, was die Bundesregierungen jahrzehntelang falsch gemacht hat. Eigenheimzulage und Pendlerpauschale haben dazu geführt, dass die Menschen im Umland siedelten und nun lange Wege mit dem Auto zur Arbeit zurücklegen müssen. Wer subventioniert mir eigentlich meine teure Wohnung in der Stadt? Ich habe kurze Wege, die ich umweltfreundlich mit dem Rad zurücklege.
Mittlerweile begreift auch der Letzte, dass einige Parteien grüne Ideen predigen, weil es gerade hip ist und sie dann regelmäßig vor der Autoindustrie einknicken und dass die gegenwärtige Finanzkrise gegen die von allen Wissenschaftlern prognostizierte globale Umweltkrise ein Klacks ist.
Ergänzend zur Steuererleichterung für sparsame Autos möchte ich folgendes vorschlagen:
Hohe, prozentuale Zuschüsse für Dienstleistungen der Zweiradmechaniker (da die meisten Räder nicht aus Deutschland kommen, macht ein Kaufzuschuss keinen Sinn).
Die Vorteile in Stichworten: Breite Bevölkerungsschichten würden einbezogen, Umwelt (Feinstaub), Klimaschutz, Verkehrssicherheit, Gesundheitsschutz, Förderung der Dienstleistungskultur, Hilfe für eine arbeitsplatzintensive Branche... Da Zweiradmechaniker nicht zu den Spitzenverdienern zählen, würde ein Großteil der Einnahmen zurück in den Konsum fließen. Oder ist gerade die dadurch fehlende Lobby der Zweiradmechaniker das Problem?
Umweltzerstörende Subventionen sind der Sargnagel für unseren Planeten. Nicht nur der, der Kinder hat, kann nicht so weiter machen wie bisher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.298 von Loserin am 09.12.08 13:15:14Und Du bist bestimmt einer dieser Profiteure, die sich jetzt tierisch freuen und wieder ordentlich abkassieren können beim Finanzamt (Steuerzahler) und gerne auch mal ein paar Kilometer mehr geltend machen als sie eigentlich dürften.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.412 von CaptainFutures am 09.12.08 13:28:52Ich glaube hier mal in einem Thread gelesen zu haben, daß Du Student bist ?

Also, werd mal nicht persönlich !
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.397 von grobio am 09.12.08 13:26:56Es gibt kaum ein anderes Land, daß sich so sehr auf eine Pendlerpauschale fixiert wie Deutschland. In anderen Ländern ist das Werktorprinzip gang und gebe.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.431 von Loserin am 09.12.08 13:31:31Dann fang damit nicht an!
Übrigens was Du hier in den Threads so über mich liest ist zum größten Teil erstunken und erlogen ebenso wie in Deinem Beitrag über mich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.464 von CaptainFutures am 09.12.08 13:35:19Laß gut sein. Hat eh keinen Wert mit Dir.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.491 von Loserin am 09.12.08 13:38:16Er lebt halt in der ihm eigenen Zukunft :laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.248 von CaptainFutures am 09.12.08 13:09:42"Dazu gehört auch die Pendlerpauschale als Steuervergünstigung."

CaptainYesterday merkt wirklich nichts mehr.
Nach dieser Logik müßte bei Unternehmen auch die Steuervergünstigung des Abzugs von Betriebsausgaben gestrichen werden.
Wenn der Arbeitnehmer seine Ausgaben nicht vollständig abziehen darf, warum sollte dann ein Unternehmen seine Ausgaben, z.B. die Materialkosten abziehen dürfen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.567 von Borealis am 09.12.08 13:49:13Nach dieser Logik müßte bei Unternehmen auch die Steuervergünstigung des Abzugs von Betriebsausgaben gestrichen werden.

Müßte nicht aber könnte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.173.056 von CaptainFutures am 09.12.08 14:57:07Danke, jetzt wunder ich mich über gar nichts mehr. :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.173.092 von Borealis am 09.12.08 15:02:23Hast Du jetzt endlich den Unterschied zwischen selbständiger und unselbständiger Arbeit verstanden, dann ist ja gut.
Über die sogenannten persönlichen Ansichten eines CaptainF wundere ich mich schon längst nicht mehr ...... :rolleyes:


Was mich verwundert, sind Ansichten wie diese - #34, grobio:

.... dass die Menschen im Umland siedelten und nun lange Wege mit dem Auto zur Arbeit zurücklegen müssen. Wer subventioniert mir eigentlich meine teure Wohnung in der Stadt? Ich habe kurze Wege, die ich umweltfreundlich mit dem Rad zurücklege.

Es gibt auch auf dem Land Menschen, die kurze Wege zur Arbeit haben. Das sind aber hauptsächlich diejenigen, die bei den örtlichen Behörden beschäftigt sind, also Beamte und sonstige Verwaltungsangestellte.

Industriebetriebe hingegen siedeln sich nun mal nicht in Städten an, sondern - subventionsgefördert - in strukturschwachen ländlichen Gebieten. Da macht es meiner Meinung nach keinen Unterschied, ob der Weg zur Arbeit von einer teuren Stadtwohnung aus angetreten wird oder vom eigenen Haus auf dem Lande.

Wer also den Pendlern den geringen Kostenausgleich für die Fahrten zur Arbeit missgönnt (vom Verlust an Freizeit ganz zu schweigen), der sollte sich dafür einsetzen, dass z.B. die nächste Papierfabrik in der Nähe seiner Stadtwohnung angesiedelt wird. Die würde dann auch sofort etwas billiger .....
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.567 von Borealis am 09.12.08 13:49:13das ist noch zu kurz gesprungen!

dazu noch 100% Besteuerung des Umsatzes(nicht des Gewinns) und alles ist perfekt!

Dieser darf natürlich im voraus für mehrere Jahre von einem hochkompetenten Beamtenkonsortium geschätzt und sofort vollstreckt werden. Und zwar nicht nur in den persönlichen Besitz sondern auch die Altvorderen und die Nachkommen müssen sofort dafür gerade stehen.

:kiss:

ich kann sowieso nicht verstehen warum sich nicht jeder nach Kräften bemüht aus einer unselbstständigen Tätigkeit heraus zu kommen.
Im übrigen wäre ich ohnehin dafür, sämtliche Steuern von der Leistung (also Lohn, Einkommen, Gewinn) abzukoppeln und ausnahmslos auf den Verbrauch an Umwelt & Ressourcen umzulegen .....
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.173.227 von MissB.Hagen am 09.12.08 15:16:10Weichst Du eigentlich immer den unangenehmen Fragen aus?

grobio hat ein ganz einfaches Beispiel gebracht, daß die Ungleichbehandlung deutlich aufzeigt:

Zwei Arbeitnehmer arbeiten beide im Stadtzentrum. Der eine wohnt um die Ecke und der andere auf dem Land.
Der eine hat demzufolge hohe Miet- aber geringe Fahrtkosten. Beim anderen ist es genau umgekehrt.

Obwohl nun die Gesamtbelastung für beide gleich hoch ist wird der eine auf dem Land lebende vom Staat unterstützt und der andere in der Stadt lebende (fast) nicht.

Nicht umsonst wird die Pendlerpauschale auch als Zersiedlungsprämie und staatlich gefördertes Programm gegen die Kernstädte genannt.

Darüberhinaus ist nicht zu verstehen warum von der alten Pendlerpauschale auch Fußgänger und Radfahrer profitieren obwohl für diese gar keine Kosten entstehen abgesehen von abgelaufenen Schuhsohlen oder einem neuen Fahrradschlauch.

Und das läuft dann in Deutschland unter "Gerechtigkeit" und "Gleichbehandlung". :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.004 von CaptainFutures am 09.12.08 16:41:55#48

Jedenfalls besser der Staat gibt den Fleissigen eine "Subvention" in Form der Pendlerpauschale, als noch mehr Geld für Sozialklimbim an die Faulen zu verschenken...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.004 von CaptainFutures am 09.12.08 16:41:55Bist Du Dir eigentlich im Klaren darüber, dass ein Pendler vom FA nur einen Bruchteil der eigentlichen Entfernungskosten erstattet bekommt?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.155 von Spekulatius2 am 09.12.08 16:57:33Ja bin ich.

Bist Du Dir im Gegensatz dazu auch im klaren darüber, daß die Gesamtbelastung für den Pendler und den Nicht-Pendler gleich hoch ist, aber nur der Pendler vom Staat unterstützt wird?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.246 von CaptainFutures am 09.12.08 17:07:04Die Belastung ist natürlich für den Pendler deutlich höher als für den nicht-Pendler, weil er eben nur einen Bruchteil erstattet bekommt.
Aber ich erwarte nicht von Dir das DU das kapierst...
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.311 von Spekulatius2 am 09.12.08 17:13:31Die Belastung ist für den Pendler natürlich nicht deutlich höher als für den Nicht-Pendler, weil er eben in der Regel deutlich geringerere Mietkosten hat. Im Gegenteil, der Pendler wird sogar zusätzlich noch entlastet.
Aber das wirst Du als Pendler nicht kapieren...
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.373 von CaptainFutures am 09.12.08 17:19:55Du setzt voraus, dass Pendler im Umland wohnen und geringere Mieten zahlen. Wie kommst Du darauf?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.410 von Spekulatius2 am 09.12.08 17:24:35Ich setze das nicht voraus. Ich habe nur ein Beispiel gebracht, daß die teils absonderlichen Wirkungen der Pendlerpauschale zeigt.
Schließlich geht es hier doch um den Gleichbehandlungsgrundsatz und wo ist dieser in diesem Beispiel erfüllt?
Na wenigstens 2 Verfassungsrichter haben gegen dieses abenteuerliche Urteil gestimmt.

Habe andere Länder keinen Gleichheitsgrundsatz? Müssen wir die Bundeswehr in unsere Nachbarländer schicken, um dort den Gleichheitsgrundsatz durchzusetzen?

Nach diesem Urteil sollte man die Nichtberücksichtigung der ersten x Euro bei den außergewöhnlichen Belastungen klagen - verstößt doch auch gegen den Gleichheitsgrundsatz.

Kann nur den Kopf schütteln über unsere "Überpolitiker".
Doch bereits unmittelbar danach ahnt Wagner schon, dass der Tag vielleicht doch nicht so toll war: Ihm fällt ein, dass das Bundesverfassungsgericht mit dem Urteil auch die Möglichkeit eröffnet hat, dass die Pauschale ganz abgeschafft wird. Dann würde aus seinem Sieg schnell eine saftige Niederlage.

Doch erst einmal muss die Politik reagieren - fragt sich nur, wie. Laut der Parlamentarischen Staatssekretärin Nicolette Kressel zieht das Bundesfinanzministerium eine "bürgerfreundliche Konsequenz" aus dem Urteil: "Die alte Regelung wird bis einschließlich 2009 weiter angewandt, um die Bürgerinnen und Bürger nicht zu verunsichern." Die Steuerbescheide für 2007 würden "so schnell wie möglich automatisch korrigiert", noch Anfang 2009 sollen die betroffenen Pendler ihre Steuerrückerstattung erhalten.

Was aber gilt nach 2009? Steinbrück - oder wie auch immer der Finanzminister dann heißen mag - wird kaum auf Dauer auf die rund 2,5 Milliarden Euro verzichten wollen, die ursprünglich durch die Kürzung der Pendlerpauschale zusätzlich eingenommen werden sollten. Das Bundesverfassungsgericht hat der Politik jedenfalls einen großen Spielraum gelassen - viel größer, als ihn viele Steuerrechtler und vor allem auch der Bundesfinanzhof haben wollten.

Die Verfassungsrichter haben die bisherige Regelung im Prinzip nur deshalb gekippt, weil sie schlecht begründet war. Denn das Gesetz wurde geändert, um den Haushalt zu konsolidieren - das "kann für sich genommen die Neuregelung nicht rechtfertigen", sagte Andreas Voßkuhle, der Vizepräsident des Gerichts.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,595467,00.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.410 von Spekulatius2 am 09.12.08 17:24:35Bis auf wenige Ausnahmen sind die Mieten am Stadtrand und auf dem Land niedriger als in den Städten. Noch niedriger sind sie im Umland wenn es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt bzw. diese nicht zu günstigen Zeiten fahren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.457 von CaptainFutures am 09.12.08 17:30:14Warte wir mal ab, was ab 2009 passiert.
Irritierend finde ich, dass es keine Steuersenkungen gibt, weil ca. 21 Mio. Haushalte keine Steuern zahlen, andererseits gibt es ca. 20 Mio. Pendler, die man per Pendlerpauschale steuerlich entlastet. HartzIV-Aufstocker die mit dem Auto unterwegs sind, haben überhaupt nichts von der Pendlerpauschale, da sie ja keine Steuern zahlen.

Das Gleichheitsprinzip sehe ich auch nicht gewährleistet vor dem Hintergrund, dass die Menschen in den Städten höhere Mieten zahlen, "belohnt" werden aber nur die Pendler. Die, die umweltbewusst denken werden bestraft, das aber passt derzeit sehr gut in Merkels Überlegungen - besser eine dreckige Umwelt als Arbeitsplätze zu gefährden.

Andererseits, fahren die Menschen ihre Autos immer länger, neue kaufen sie sich nicht, wie die Absatzstatistiken zeigen, mehr und mehr Städte richten Umweltzonen ein und d. h., dass sich die Pendlerpauschale über kurz oder lang von alleine erledigt, wenn die Pendler mit ihren Dreckschleudern nicht mehr in die Cities fahren dürfen :D
Steinbrück sagte soeben in den Nachrichten, dass er sich den Steuerausfall durch die Pendlerpauschale an anderer Stelle wieder holen wird - ich schlage eine Erhöhung der Benzinsteuer vor :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.591 von StellaLuna am 09.12.08 20:00:10Endlich mal ein Thema bei dem wir uns einig sind. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.004 von CaptainFutures am 09.12.08 16:41:55Weichst Du eigentlich immer den unangenehmen Fragen aus?

Eigentlich nicht.

Ich habe auch nichts dagegen, wenn mit dem, was mir vom Gehalt abgezogen wird, Miet-Beihilfen bezahlt werden. Die fallen bekanntlich in den Städten mehr ins Gewicht als auf dem Land, wo mehrheitlich in eigenen Häusern gewohnt wird. Auch ist anzunehmen, dass auf dem Land, wo häufig mehrere Generationen unter einem Dach leben, die Subventionierung der Kinderbetreuung und Altenpflege geringer ausfällt.

Also spar die Mühe, hier unter dem Vorwand von Gerechtigkeit und Gleichbehandlung den Sozialneid unter den Beziehern von relativ geringen staatlichen Wohltaten zu schüren. Dafür sorgen hierzulande ohnehin gewisse Medien zur Genüge ..... :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.591 von StellaLuna am 09.12.08 20:00:10Und wenn einer nun von Stadt zu Stadt pendelt? :(

Der zahlt dann eine höhere Miete UND hat die Fahrtkosten :mad:
Hallöchen Capitano Futuro
Also mal grundsätzlich gesagt können nicht-pendler richtig ausschlafen
, müssen nicht bei Eis und Frost den Wagen freikratzen und auch noch darauf hoffen das er anspringt . ...
Bahnfahrenden Pendlern ist es oft vergönnt .... na was wohl ..
Verspätungen in kauf zu nehmen .. welch ein gigantischer Freizeitvverlust sich da auftut !!! nun gut ..alle Pendler der BRD ziehen in die Städte ... ???? Häää wie soll den das gehen ???
Mieten würden ins unendliche explodieren ... Smog würde sich
erheblich erhöhen ( siehe Peking !!! ) na da hätste ne tolle Lebensqualität :laugh:

nö nö nö so ne scheße aber auch ....:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.690 von MissB.Hagen am 09.12.08 20:13:25Auch ist anzunehmen, dass auf dem Land, wo häufig mehrere Generationen unter einem Dach leben, die Subventionierung der Kinderbetreuung und Altenpflege geringer ausfällt. - Pendler können sich weder um Kinderbetreuung noch um Altenpflege kümmern, im Gegenteil, sie sind länger unterwegs als wenn sie in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen würden.

Solltest Du allerdings davon ausgehen, dass die Frauen/Muttis von Pendlern diese Aufgabe übernehmen, dann können nicht berufstätige Hausfrauen dies auch in der Stadt übernehmen. Ich sehe da keinen großen Unterschied.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.724 von kokabara am 09.12.08 20:18:34Beantrag doch ein Eiskratz-Pauschale :laugh:
Du solltest Dir eine Standheizung einbauen lassen und per Fernsteuerung kannst Du den Sitz vorwärmen und die Scheiben enteisen lassen.
Noch besser wäre, die Pendler leisten sich beheizbare Garagen, das dürfte mit der Pendlerpauschale abgegolten sein :laugh:

Auf der grünen Wiese wohnen wollen, die Stadt mit Auspuffgasen verpesten und dann noch jammern, dass es kalte Winter gibt - sonst geht's Dir aber gut, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.763 von StellaLuna am 09.12.08 20:23:38Alle umweltbelastend, sehr umweltbelastend, Deine Vorschläge :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.724 von kokabara am 09.12.08 20:18:34Bahnfahrenden Pendlern ist es oft vergönnt .... na was wohl ..
Verspätungen in kauf zu nehmen ..
- ich bin seit einigen Jahren Wochenend-Bahnpendler, und bis auf die letzten Wochen waren die Züge fast immer pünktlich, ausser es befand sich ein Spaziergänger auf der Schnellstrecke oder aber es gab sonstige "Personenschaden" - die hat man aber auch auf der Autobahn, da gibt es Blechschäden, Verletzte, Tote, Glotzer und Staus, Staus, Staus.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.773 von hwzock am 09.12.08 20:25:16so lange der Dreck da bleibt, wo er produziert wird, nämlich im Umland, stört er mich überhaupt nicht :D
Ein Kommentar ganz in meinem Sinn:

...
Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht, selbst zu entscheiden, wo er wohnen möchte. Der eine zieht in die Stadt, weil dort das kulturelle Angebot größer ist oder die Schulen besser sind. Der andere zieht aufs Land, weil er die Natur liebt und die Verwandten dort wohnen. Das Gros der Beweggründe ist in jedem Fall privater Natur.

Warum nun soll der Staat den Landbewohner, der zur Arbeit in die Stadt fährt, steuerlich subventionieren, seinen Arbeitskollegen aber nicht? Müsste dann nicht auch der Stadtbewohner seine höheren Mietkosten von der Steuer absetzen können, die er auf sich nimmt, um sich die Dauerpendelei zu ersparen? Und was ist mit dem Arbeitnehmer, der mit Anzug und Krawatte im Büro erscheinen muss? Auch er blitzt beim Finanzamt ab, selbst wenn er nachweist, dass er in seiner Freizeit nur Jogginganzüge trägt.

Die Pendlerpauschale ist aber nicht nur unlogisch, sie setzt in einer Zeit, da der Verkehrs- und der Klimakollaps immer näherrücken, auch die falschen Anreize. Und gerade hier hat das Verfassungsgericht der Politik eine Tür geöffnet: Es verweist darauf, dass Abweichungen vom Nettoprinzip möglich sind, wenn damit "Förderungs- und Lenkungsziele" verbunden sind - zum Nutzen von Klima, Umwelt und Natur zum Beispiel.

Statt also die Pendlerpauschale in Ewigkeit bestehen zu lassen und darüber hinaus eine Mietkosten- und eine Krawattenpauschale einzuführen, sollte der Staat alle beruflich und gemischt veranlassten Aufwendungen zu einer einzigen Pauschale zusammenfassen. Er könnte zum Beispiel den Arbeitnehmerpauschbetrag von derzeit 920 auf etwa 2000 Euro pro Jahr erhöhen. Dann wären drei Ziele auf einmal erreicht: Der falsche Anreiz wäre beseitigt, das Steuerrecht würde vereinfacht, und das Prinzip 'Wer arbeitet, muss mehr haben als der, der nicht arbeitet', würde gestärkt.

Vorerst hat eine solche Reform keine Chance, denn das Karlsruher Urteil kommt selbst dem Prozessverlierer Steinbrück zupass. Er führt die alte Pendlerpauschale bis auf weiteres wieder ein, verzichtet großherzig auf jährliche Einnahmen von 2,5 Milliarden Euro - und wird beim nächsten Treffen der Koalitionsspitzen argumentieren, dass er seinen Beitrag für ein zweites Konjunkturpaket der Regierung damit geleistet habe.

Zumindest die CDU aber wird nach der Bundestagswahl im nächsten Jahr unter Zugzwang geraten. Meint sie ihr steuerpolitisches Motto "einfach, niedrig, gerecht" ernst, wird sie die Strukturen des Steuersystems ändern müssen. Und dann auch an einer grundlegenden Änderung der Pendlerpauschale nicht vorbeikommen.
http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/256/450972/text/
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.785 von StellaLuna am 09.12.08 20:26:48Bis auf die letzten Wochen ...... grööhl fährst wohl mit einer S -oder u-Bahn .... auserdem bräuchten die Pendler mit dem Auto einen erheblichen Risikozuschlag auf die Gefahren im Straßenverkehr ( wie du schon ausgeführt hast ) allerdings hast du dich noch nicht über eine mögliche hohe Zuzugsquote in die Städte bei Abschaffung der Pauschale ausgelassen ... na lass mal hören:p:p
Daß diejenigen mit der höheren Miete in der Stadt diese nicht steuerlich absetzen können, wird wohl damit zusammenhängen, daß noch keinem eine plausible Erklärung eingefallen ist, inwiefern diese höhere Miete für die Erzielung von Arbeitseinkünften erforderlich oder wenigstens förderlich ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.851 von kokabara am 09.12.08 20:38:20ne, ich fahre mit dem ICE bzw. die letzten Wochen mit dem IC.

Die Pendler müssen ja nicht in die Städte ziehen, die können sich einen Arbeitsplatz im Umland suchen, d. h. in der Nähe ihrer Wohnung. In jedem Hinterhuglhapfing gibt es einen Großbauern der Agrarlogistiker oder Erntehelfer braucht :D

Im übrigen ist Wohnen Privatsache, wer draussen wohnen will, soll draussen wohnen, wer in der Stadt leben will, soll in der Stadt leben. Warum aber eine Gruppe von allen Steuerzahlern gepampert wird, das kann ich nicht nachvollziehen.

Irgendwann werden die Städte eine City-Maut einführen, und dann haben wir ein Pendlerproblem weniger, ausser sie kommen mit Elektroautos oder anderen Gefährten die null CO2-Ausstoß haben. In London hat das ja sehr gut funktioniert.

Interessieren würde mich noch, ob die Einkommen-/Lohnsteuern die Pendler bezahlen ihrer Heimatgemeinde zufließen oder da wo sie ihren Arbeitsplatz haben.
und dann wünsche ich allen Pendlern einen Benzinpreis von 4 € und höher - ich bin auch Pendler, aber ich kann zu Fuß gehen, ich kann 500 m/Tag - ist die Entfernung Wohnung Arbeitsplatz - geltend machen.
Huii ..gepampert ho ho ho ..jetzt ist wieder die vom Verfassungsgericht gerügte Gleichstellung wieder hergestellt !!jeder bekommt ab 1 km Fahrtkostenzuschuß da diese zum Arbeitsverhältnis dazugehört .
Ach ja ... Jeder kann sich seinen Wohnort aussuchen .. ?????
denke nicht immer !
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.525 von StellaLuna am 09.12.08 19:47:48Wo, bitte, wohnen denn in Stadtwohnungen noch mehrere Generationen unter einem Dach, so dass sich Mütter und Grossmütter um Kinder und Alte kümmern können?

Und worin würdest du den Sinn sehen, in die Stadt zu ziehen, um dann eventuell von dort aus zu einer Arbeitsstelle "auf der grünen Wiese" zu fahren? Wenn du bei deiner nächsten Bahnfahrt mal aus dem Fenster guckst, wirst du vielleicht bemerken, dass in einem Flächenstaat wie z.B. Bayern die meisten Industriebetriebe im Umland angesiedelt sind und nicht in den Städten.

Die Pendlerpauschale für (z.B.) einen Industriearbeiter abzuschaffen, der aus dem hintersten Bayerischen Wald über eine Stunde zu seiner Arbeitsstätte ins BMW-Werk nach Dingolfing fährt, halte ich persönlich nicht für eine Notwendigkeit, um der Gerechtigkeit in Deutschland Genüge zu tun. Da gäbe es IMHO ganz anderen Missbrauch abzuschaffen.

Aber du kannst natürlich jederzeit anregen, dass alle Berufstätigen in Städten zu wohnen haben. Du hast bestimmt bedacht, dass die nicht alle in Ämtern, Büros und sonstigen Dienstleistungszentren beschäftigt werden können -- und hast demzufolge auch nix einzuwenden gegen eine kleine Fabrik und ein bisschen LKW-Verkehr in deiner Nachbarschaft .... :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.083 von kokabara am 09.12.08 21:11:52Das hat das Verfassungsgericht nicht gesagt, in kaum einem anderen Land gehört die Anfahrt zur Arbeit, das ist Privatvergnügen, das ist nämlich Cherrypicking, in der grünen Öde für wenig Miete wohnen und dann kassieren wollen, sehr schön, wenn der Steuerzahler dann auch noch eine Autobahn in den Sumpf baut. So nicht, derbewunderer lebt (falls in D) in FFM, die ganzen Schmarotzergemeinden wie Eschborn werden subventioniert, klar jetzt haben wir Deutsche Börse in Eschborn, ganz toll. Radikal weg mit dem Ding Pendlerpauschale, man zieht näher ran und gut ist es. Oder sonst die ganzen Subventionen für den ÖPNV in den Grünwüsten auch wegkürzen und bitte radikal.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.957 von StellaLuna am 09.12.08 20:54:22Interessieren würde mich noch, ob die Einkommen-/Lohnsteuern die Pendler bezahlen ihrer Heimatgemeinde zufließen oder da wo sie ihren Arbeitsplatz haben.

Von 1 Euro Lohn- und Einkommensteuer gehen meines Wissens nach
- 15 Cent an die Wohnsitz-Gemeinde des Steuerzahlers und
- 85 Cent je zur Hälfte an den Bund und die Länder.
Im übrigen ist das Bildungsniveau in Ballungszentrum wie Berlin niedriger
als Zb. in Bayern , Sachsen , Würtemberg , Thüringen !!!!
schon bemerkenswert dieses Nord - Süd Gefälle !!!
Ich warne vor massiven Städteboom - bildet nur Slums und Unzufriedenheit aus .
Schaut euch aktuell Athen an - Landbevölkerung wurde ausgegrenzt
und alles in die Metropole verlagert - Jetzt habt ihr das Ergebnis
!!!
mfg
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.393 von kokabara am 09.12.08 22:10:00Ja, Bauer sucht Frau, sieh dir mal das BIP pro Kopf an und vergleiche mal Hintertupfingen mit FFM, lächerlich, Entschuldigung, Geld wird nicht mehr mit Melken verdient. Die ganzen ländlichen Regionen liegen hinter den Städten und sorry, ich bin vom Land, die sozialen Probleme gibt es auch, sie sind nur anders gelagert.
@ der wundersame
Fahrt zur Arbeit ist Privat - Vergnügen ???? also ich vergnüge mich lieber woanders ... andernfalls lass ich das mit der Arbeit
PUNKT.....
Ach ja .... Die 1 € Jobber bekommen übrigens keinen Fahrtostenzuschuss vom Amt - also hier würd ich mal nen Aufstand üben....
man denke .. die Zahlen noch dafür , das sie auf Arbeit kommen
WoW....
und dabei ham se eh nix von ihrem kärglichen Lohn ...
also das ist mal ne Sauerei .... die zeigt wie unfähig unsre Regierung in Sozialer Gerechtigkeit überhaupt ist .
Also hier währe eine General - Arbeitsverweigerung mal angebracht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.690 von MissB.Hagen am 09.12.08 20:13:25Sozialneid haben eigentlich nur die, die so vehement die Pendlerpauschale verteidigen.

Stadtmensch: 600€ Miete + 0€ Fahrtkosten = 600€ Gesamtbelastung

Landmensch: 400€ Miete + 200€ Fahrtkosten = 600€ Gesamtbelastung

Der Landmensch bekommt im Gegensatz zum Stadtmensch die Pendlerpauschale. Frage: Warum? :confused:
@der wundersame
Wo kriegste denn deine Milch her ?????
von der Stadtverwaltung wa !!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.545 von StellaLuna am 09.12.08 19:52:08Danke für die Antwort, ohne mein Posting verstanden zu haben...
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.446 von kokabara am 09.12.08 22:20:23Das Thema sind nicht 1 Euronenjobber, es geht hier um eine staatliche Subvention d.h. der Staat begünstigt ein Verhalten. Übrigens ist das eine Subvention für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der Staat legt also für zunehmende Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort eine Schippe drauf. Darauf kann man es reduzieren.
Warum? Warum wird jemand begünstigt der 60 Kilometer zur Maloche fährt? Um einen Arbeits- und Mobiltitätsanreiz zu schaffen, wohl kaum. Dieser Mensch ist auch nicht produktiver als sein Kollege, der dieses Verhalten unterlässt und die Subvention nicht kassiert. Ich bin mal zwischen FFM und Paris gependelt, mit Air France und der DB, auf eigene Kosten, jedes Wochenende. Pendlerpauschale?, der Lacherfolg.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.446 von kokabara am 09.12.08 22:20:23andernfalls lass ich das mit der Arbeit

In vielen Ländern ist eine Entfernungspauschale gänzlich unbekannt. In den USA, Kanada, Australien, Großbritannien, Irland oder Spanien werden Fahrtkosten für den Arbeitsweg überhaupt nicht steuerlich anerkannt. Und die Menschen dort gehen trotzdem arbeiten und sind fleißig. Sogar mehr als hier.
@ capitano Fotura
du hast es mit deiner Rechnung eben gerade selber Beantwortet- Gleichbehandlung !
kannst ja aufs Land ziehen und durch die angefallenen Fahrtzeiten einen hohen Freizeitverlust dafür hinnehmen !
Viel Spass damit
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.500 von kokabara am 09.12.08 22:32:04kannst ja aufs Land ziehen und durch die angefallenen Fahrtzeiten einen hohen Freizeitverlust dafür hinnehmen !

Ein hoher Freizeitverlust ist kein Grund steuerlich besser gestellt zu werden als andere.
Aber Du hast Recht, denn die Pendlerpauschale ist ein Anreiz zum Flächenverbrauch, ein Anreiz weit weg zu wohnen von der Arbeitsstätte. Langfristig ist die einzige gute Lösung, diese komplett abzuschaffen, damit sich die Menschen auch einstellen darauf, dass sie am besten näher zum Arbeitsort ziehen, dass sie Wohnen und Arbeiten integrieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.500 von kokabara am 09.12.08 22:32:04Schon mal Stadtverkehr gefahren? Für die pissigen 5 km von FFM Nord nach Süd braucht man in der Rush Hour 45 Minuten, in meiner Heimat mach in der Zeit 50 km. Fair?
@ der wundersame
da kann meine Freundin gleich Alg 1 anmelden ohne die
Pendlerpauschale - da es sich nicht mehr lohnt überhaupt Arbeiten zu gehen und das ist im deutschen Niedriglohnland fakt.
Die anderen Länder haben ein höheres Lohnniveau als Deutschland
-- schon mitgekriegt ?--- USA mal abgesehen - die sind it ihren Hlzhäusern sehr flexibel .
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.500 von kokabara am 09.12.08 22:32:04Wenn der eine 5 Minuten zur Arbeit gehen kann und sein Kollege 2 Stunden mit dem Auto oder der Bahn anfahren muss, dann ist allein diese Tatsache noch kein Grund steuerlich besser gestellt zu werden. Und es ist auch keine Ungleichbehandlung.

Ansonsten fährt das Finanzamt für jeden Arbeitnehmer noch den Fahrtweg ab mit der Stoppuhr und berechnet eine individuelle Steuerentlastung oder was?

Nene, ist schon jedem sein Bier wann, wo, wie und ob.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.531 von kokabara am 09.12.08 22:38:38Dann tut mal im dt. Niedriglohnland was für die Gehälter. Beispiel diese Pendlerpauschale, da sitzen die gesamten Finanzbeamten und zählen und messen Entfernungen. Das Geld ist des Bürgers Geld, das ist richtig, aber warum wird es über eine dämliche Subvention nach Verwaltungskosten rücksausgeschüttet, im Prinzip wird ja nur umverteilt (nach Mästung der Verwaltung). Die Lösung ist ganz einfach, Pendlerpauschale abschaffen, Steuern um diesen Betrag runter. Der Staat soll keine Anreize setzten, schon gar nicht falsche Anreize.
aber unsere jetzige Bundesregierung ist ja nicht zu einer umfassenden Steuerreform ( die mal alles auf status Q setzt) bereit
da gibts Subs ohne ende ... Kohle .. KFZ Steuer ... ach ja usw
und solange alle Subs bleiben wird auch die Pauschale bleiben
- ist so - und ist im diesem Zusammenang auch gerechtfertigt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.606 von kokabara am 09.12.08 22:57:26Problem erkannt, jetzt sich also mit dem Zustand abfinden und dann applaudieren? Das kann nicht die Lösung sein. Allein die Tatsache, dass der Bürger sein gestohlenes Geld auf Antrag aus den Klauen dieser Geier wieder entreissen muss, ist ein Skandal. Natürlich brauchen wir in D endlich ein besseres Steuerrecht. Der politische Kampft dafür lohnt, es muss der Bürger sein, der über die Verwendung und Verschwendung seines Geldes entscheidet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.606 von kokabara am 09.12.08 22:57:26Meine Kfz-Steuer wird aber nich subventioniert :(
Merkeline und ihre Gefolgschaft war auch überraschend schnell bereit dieses Urteil anzuerkennen und zügig umzusetzen - war alles Berechnung ! wie lange sollen wir uns überhaupt eine solch provokative und wirklich durchschaubare abzocke durch den Staat
überhaupt noch gefallen lassen ? dieses Gesetz war nie und nimmer
durchs Grundgesetz der Gleichheit gedeckt !!
:mad::mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.717 von kokabara am 09.12.08 23:19:59Überhaupt waren alle Politiker frohen Mutes :(

Als ob se niemals über das Gesetz abgestimmt hätten :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.718 von hwzock am 09.12.08 23:21:01@hwzock
must dir nen neuen umweltfreundlichen Wagen kaufen - dann haste
2 Jahre Kfz- Steuerbefreiung
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.668 von hwzock am 09.12.08 23:09:01So langsam kapiert, das sind keine Steuergeschenke, sondern das Spielchen nennt sich Umverteilungsshow, raus aus den Taschen der Bürger und dann wieder rein (nach Abzug der Verwaltungskosten). Wie wäre es, wenn man das Geld gleich dort belassen würde, ohne diesen Umweg? Es könnte mehr übrig bleiben. Dem Staat entgeht sowieso kein Euro, auch bei Hartzlern nicht, die kosten kein Geld. Über MwSt und ähnliche Instrumente bekommt der Verwaltungsmob sein Geld sofort wieder (nicht ohne sich zu bedienen).
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.733 von kokabara am 09.12.08 23:24:51Jau - stimmt ja ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.738 von derbewunderer am 09.12.08 23:25:37Aber wenn doch jetzt beispielsweise der Opel schon mit Steuergeldern gebaut wird, ne - also wieso muss ich den denn dann noch bezahlen? :(

:look:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.743 von hwzock am 09.12.08 23:27:00Natürlich stimmt das, derbewunderer war ja auch mal Beamter. Daher weiss er auch, dass sich das System immer selbst melkt und melken lässt.

Opel ist gar nicht deine Sache und das muss niemand bezahlen, außer General Motors. Wollen wir quasi verbeamtete Autobauer? Das macht die Sache nicht wirklich besser.

Steuermittel muss eine Gesellschaft aufbringen, um notwendige gemeinsame Maßnahmen zu finanzieren, die sonst nicht finanzierbar wären z.B. die Verteitigung oder ein Sozialsystem. Lenkend eingesetzt, also im Sinne von Einzelinteressen, einzelnen Projekten und zur Volkserziehung taugen sie gar nichts. Dafür gibt es zum Beispiel Gebühren (Projekt). Ein Projekt darf nicht aus Steuern finanziert werden, das ist ein Widersinn.
so das wars mit meinen nervigen Kommentaren und wünsch euch
schöne Weihnachten
Mfg
kokabara
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.778 von kokabara am 09.12.08 23:39:04Frohes Fest, so nervig war das nicht:):)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.775 von derbewunderer am 09.12.08 23:37:58Wieso war:confused: Ham se Dich als Staatsfeind aus dem sichern Beantensiechtum entlassen? :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.864 von hwzock am 10.12.08 00:20:47Nö, Beamter auf Widerruf, war man automatisch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.511 von CaptainFutures am 09.12.08 22:33:56.... damit sich die Menschen auch einstellen darauf, dass sie am besten näher zum Arbeitsort ziehen, dass sie Wohnen und Arbeiten integrieren.

Jetzt scheint dich das Thema aber endgültig überfordert zu haben :laugh:

Ich würde vorschlagen, dass du dein Anliegen demnächst bei unseren Bundestagspendlern (Bonn-Berlin-Bonn) vorbringst. Und auch Herr Ackermann, der bekanntlich in der Schweiz ansässig ist, wird gerne deinem Ratschlag folgen, Wohnen und Arbeiten zu integrieren.

Aber dir geht's wahrscheinlich ohnehin nur um diejenigen Beträge, die der "kleine Mann" von der Steuer absetzen kann ....

Falls nicht, dann darfst du dich gerne auch mal mit gleichem Elan über die Tatsache ereifern, wie Höchstverdiener ihre Einkommen mit Hilfe von Steuervermeidungsexperten vor dem Fiskus retten. Und stell dir vor, es gibt darunter sogar einige, die nicht nur nicht daran denken, Wohnen und Arbeiten zu integrieren - nein, sie verlegen ihren Wohnsitz sogar noch freiwillig weitab von ihrer Arbeitsstätte in eines dieser Länder, die als Steueroasen bekannt sind. Und da gehts um ganz andere Beträge als die paar lausigen Euros für die Pendlerpauschale ... :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.881 von MissB.Hagen am 10.12.08 00:27:25Das war jetzt leider zu befürchten, daß das Urteil des Verfassungsgerichts zu allem Überfluss auch noch den berühmt berüchtigten deutschen Neidreflex auslöst: Was Meier vom Staat kriegt, steht mir, Müller, auch zu. :rolleyes:
Steinbrück schließt rasche Neuregelung der Pendlerpauschale nicht aus

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück schließt nicht aus, dass sich die Regierung noch vor der Bundestagswahl 2009 mit einer Neuregelung der Pendlerpauschale beschäftigt. „Wir werden ohne schuldhaftes Zögern uns mit diesem Problem zu beschäftigen haben und wir werden es nicht abhängig machen davon, dass die Legislaturperiode zu Ende ist“, sagte der SPD-Politiker im ZDF-„heute journal“. Zunächst werde es nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Rückzahlungen kommen. Das Geld sei in der derzeitigen Konjunkturlage ja auch hochwillkommenen bei den Bürgern, so der Finanzminister. Dafür werde aber die Verschuldung steigen, das sei für die nachfolgenden Generationen keine gute Nachricht.

http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertex…

Also alles in Allem kein Grund zu feiern. :(
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.881 von MissB.Hagen am 10.12.08 00:27:25Ist doch okay, wenn jemand seinen Lebensmittelpunkt z.B. nach Monaco verlegt, er sollte es aber auch besser nicht verlassen, Piraten sind los und ob die monegassische Armee und Antiterrortruppe so schlagkräftig ist? Oder wenn Terroristen wie in Mumbai das Land überfallen, keine Hilfe aus D oder F? Das wäre tragisch, es bleiben rauchende Trümmer, freilich, man hat keine Steuern bezahlt, das tröstet. Solche Schlufplöcher wird man immer haben, das sind Piratennester und irgendwann werden sie von anderen Piraten ausgeräuchert und geplündert. Kein Mitleid und keine Hilfe in diesem Fall. Lasst sie verrecken und keine einzige Fregatte zur Hilfe aus Steuermitteln bezahlt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.871 von derbewunderer am 10.12.08 00:22:40Und warum ham se widerrufen? :(
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.887 von CaptainFutures am 10.12.08 00:34:16schuldhaftes Zögern ... :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.894 von hwzock am 10.12.08 00:36:49Das ist ein Automatismus. Als Referendar bist du raus, wenn deine Prüfung vorbei ist. Bestanden oder nicht. Mit dem Bestehen meines 2. Staatsexamens war ich da raus. Gott sei Dank.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.931 von hwzock am 10.12.08 01:00:46Danach habe ich auf BWL/VWL umgesattelt und weg aus D. Mit Jura mache ich heute nur noch wenig (trotz guter Examina), ein paar Verträge, das wars.

Gute Nacht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.948 von derbewunderer am 10.12.08 01:16:15Schlaf gut ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.885 von CaptainFutures am 10.12.08 00:32:13Das war jetzt leider zu befürchten, daß das Urteil des Verfassungsgerichts zu allem Überfluss auch noch den berühmt berüchtigten deutschen Neidreflex auslöst: Was Meier vom Staat kriegt, steht mir, Müller, auch zu.

Ich weiss zwar nicht, was dein Herr Meier vom Staat kriegt und du nicht - aber du hast auf jeden Fall mein Mitgefühl.
Gibts denn wirklich gar nix, was du an Werbungskosten von der Steuer absetzen kannst? Nicht mal einen PC .... :rolleyes:
Pendlerpauschale abschaffen!

Natürlich ist die Pendlerpauschale in ihrer derzeitigen Fassung verfassungswidrig, das hat auch das BVerG soeben entschieden, aber anders als viele Pendler, zu denen ich wohl auch bald gehöre (Diplomarbeit ist schon seit ein paar Wochen abgegeben), halte ich diese Subvention, auch wenn der Bund der Steuerzahler das Gegenteil behauptet, was ich seltsam finde, da diese eigentlich nicht im Sinne der Gesamtheit der Steuerzahler ist, für ein Kuriosum, das in der großen Politik heute einfach nichts mehr zu tun hat, außer vielleicht im Kabarett.

Es ist klar, dass die Industrie in Deutschland eher peripher angesiedelt ist und Probleme hat, sich mit den Arbeitskräften aus den Städten zu versorgen. Dass aber der Staat für diese unternehmerische Entscheidung oder historischen Gegebenheiten zahlen soll, geht mir nicht in den Kopf. Es handelt sich hierbei nach meiner Ansicht um eine reine Subvention von bereits günstigem Wohneigentum auf dem Land und der Automobilindustrie (wobei letztere meiner Meinung nach eindeutig zu viel Macht hat), mit der freien Berufswahl hat sie rein gar nichts zu tun.

Die Fahrt zur Arbeit ist keine Privatangelegenheit, aber die Wahl des Wohnortes schon, von daher ist dieses Argument nichtig, ebenso bei der immer wieder angesprochenen Fexibilität, die vom Arbeitsnehmer gefordert wird im Zusammenhang mit der Förderung von Eigenheim (diese beiden Punkte widersprechen sich meiner Ansicht nach sowieso grundsätzlich, aber das ist ein aderes Thema). Ist es aber gerechter, wenn ich mir ein günstiges Haus auf dem Land kaufe und die Fahrt zur Arbeit auch noch unterstützt wird, als wenn ich das teure Haus in Geschäftsnähe in der Stadt vorziehe? Das ist genau der oben angesprochene Grund, es wird etwas subventioniert, das vielleicht dem Zeitgeist der siebzieger Jahre entsprach, aber spätestens mit der Ölkrise passé sein sollte. Nicht nur, dass im Endeffekt alle Steuerzahler für die betroffenen Pendler zahlen, es wird eine Lebensart gefördert, die einfach nicht mehr zeitgemäß ist, denn die Stadtflucht ist längst zu einer Landflucht geworden, die bessere Versorgung nicht nur der alternden Bevölkerungsschichten mit Nahverkehr, Kultur, Geschäften und Ärzten (damit muss ich mich auch mal auseinadersetzen, spanndendes Thema) lässt sich einfach nicht mehr leugnen, womit auch die Profiteure von einer solchen Pendlersubvention immer weniger werden dürften.

Aber abseits solcher Diskussionen ist es in Zeiten, in denen wir uns Sorgen machen um die langsam wachsende automobile Lust im fernen Osten, ein falsches Zeichen, wenn wir lange Autofahrten mit Steuergeldern derart ungeniert unterstützen, der erhobene Zeigefinger ist nicht grün, da können noch so viele Solarpanele und Windräder installiert werden.

http://dineniso.blogspot.com/2008/12/pendlerpauschale-abscha…
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.172.274 von Sauren am 09.12.08 13:12:13Da CaptainFutures Deinen Beitrag wohl nicht verstanden hat, kopiere ich ihn nochmal:



Freiberufler können z.B. grundsätzlich ab dem 1. km die Kosten
geltend machen.
Und zwar die gesamte, gefahrene Strecke.
Dem Arbeitnehmer gesteht man den Doppelkilometer zu
,
ganz so, als würden bei der Rückfahrt keine Kosten enstehen.
Auch hier ist eindeutig keine Gleichbehandlung gegeben.

Firmen z.B. können die Kosten für Fahrten zum Kunden grundsätzlich
mit den vollen Kosten, also hin und Rückfahrt geltend machen,
wer daran zweifelt, würde für bekloppt gehalten. Die machens
aber meistens so, daß die vollen Kosten für den (z.B.) PKW
(also Leasingrate/Kaufpreis, Sprit, Wartung, Versicherung etc.)
voll geltend gemacht werden.
Dies sollte man mal als Arbeitnehmer
versuchen (Vorraussetzung: nur für die Fahrt zur Arbeit genutzt)
die sperren Dich gleich ein....



Lesen und verstehen ist eine harte Sache für unsern Captain, darum sollten wir ihm das ruhig und sachlich erklären...;)

Also, gleiches Recht für alle! Kosten sind genau so absetzbar wie bei den Freiberuflern d.h. Leasingrate/Kaufpreis des Fahrzeugs, Wartung, Versicherung - und das Benzin für jeden gefahrenen Kilometer...meinetwegen auch mit Fahrtenbuch...


Arthur Spooner
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.180.488 von ArthurSpooner am 10.12.08 15:18:34Erst lesen und dann posten Spooner. ;)
Es geht hier um Arbeitnehmer.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.180.488 von ArthurSpooner am 10.12.08 15:18:34Also, gleiches Recht für alle!

Ja, gleiches Recht für Alle Spooner.
Werde Freiberufler oder gründe ein Unternehmen und dann kannst Du das genauso machen wie die.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.180.488 von ArthurSpooner am 10.12.08 15:18:34Lesen und verstehen ist eine harte Sache für unsern Captain, darum sollten wir ihm das ruhig und sachlich erklären

Vergebene Liebesmüh´. Der Captain hat eine ganz eigene Sicht der Welt, mitunter fernab der Realität, aber solange er damit glücklich ist, sollte man ihm gewisse Illusionen lassen.
@Stella, Captain, und andere:

Könnt ihr euch eigentlich vorstellen, dass es gerade in der heutigen Zeit auch viele Leute gibt, die in der Stadt oder städtischen Ballungszentren leben, und nicht das Glück haben, zeit ihres Lebens beim gleichen Arbeitgeber und der gleichen Adresse ihren Arbeitsplatz zu haben, sondern mehr oder weniger gezwungenermaßen alle paar Jahre ihren Dienstsitz wechseln, sei es weil sie den Arbeitgeber wechseln oder weil sie zwar beim gleichen Arbeitgeber, aber an einem anderen Ort eingesetzt werden. Sollen die dann eurer Meinung nach jedes Mal ihre Mietwohnung kündigen/ ihre Eigentumswohnung verkaufen und umziehen, um auch weiterhin zu Fuß oder mit dem Rad in die Arbeit zu kommen?
Und die Kinder jedesmal an einer neuen Schule anmelden?
Wenn man in eine andere Stadt zieht, ist dies natürlich unvermeidlich, aber oftmals finden derartige Veränderungen innerhalb der gleichen Stadt oder der gleichen Region statt.
Man bekommt doch mit der Pendlerpauschale sowieso nur eine kleine Entschädigung, die nicht annähernd die tatsächlichen Kosten, die für den Fahrtweg anfallen, abdecken.

Andererseits scheint ihr überhaupt nichts verwerfliches darin zu sehen, dass die Politiker, die denjenigen, die schließlich die Steuern zahlen, von denen ihre üppigen Diäten gezahlt werden, nicht mal die paar Euro fuffzig Werbungskosten gönnen, während sie ihrerseits monatlich mehrere Tausend Euro (steuerfreie!) Fahrtkostenpauschale kassieren, ohne dafür einen Nachweis bringen zu müssen.
Und diesem jungen Mann ham wa die alte Pendlerpauschale zu verdanken :cool:




Seh ich genau so wie Guido :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.171.266 von kokabara am 09.12.08 11:14:17Wieso Verfassungswidrig?????????

Seit wann hat die BRD, die teilidentisch mit dem Deutschen Reich ist, eine Verfassung?

Artikel 146 GG
Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.


Diese gehampel ist doch eh schizophren. Die Politkasperl in Berlin beschließen Gesetze, von denen sie bei gewissenhafter Ausübung ihres Mandats wissen müssten, dass diese der Überprüfung des s.g. Verfassungsgerichts im Sinne des GG nicht standhalten werden.
Nachdem diese Volksverarscher dann einen auf den Deckel bekommen haben, bemühen sich diese Sprachverwirrer dem deutschen Michel zu erklären, dass dieses willkommene Urteil die Binnenkonjunktur in der aktuellen Finanzkrise stärken wird.

Parallel dazu werden Herrschaaren von Steuergelder vernichtenden Beamten damit beschäftigt wie der Steuerzahler nun so richtig abgemolken werden kann.

And by the way:

Wissen die hier evt. mitlesenden Beamten überhaupt für wem sie tätig werden?
Kennt ihr noch den §185 Beamtengesetz?

§ 185
Als Reichsgebiet im Sinne dieses Gesetzes gilt das Gebiet des Deutschen Reiches bis zum 31. Dezember 1937 in seinen jeweiligen Grenzen, nach diesem Zeitpunkt in den Grenzen vom 31. Dezember 1937.


Nun dann wohlauf. Und viel Spaß beim entwerfen der entsprechenden Gesetzestexte.
Wobei die Vorgabe vom Steinbrück (das ist der, der in NRW abgewählt wurde und als Belohnung nun das Finanzministerium im Bund zu unserer allen Beglückung leitet) ja recht simpel ist:

Saugt der arbeitenden Bevölkerung € 2,5 Mio aus den Rippen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.184.127 von alfredogonzales am 10.12.08 23:29:17Man könnte die Pendlerpauschale auch weniger kompliziert regeln, einen festen Betrag für alle, und was die Menschen dann damit machen bleibt ihnen überlassen - ob sie pendeln, oder in die Nähe ihres Arbeitsplatzes ziehen und damit die höhere Miete ausgleichen oder ob sie es aufs Sparbuch legen für einen evtl. Wohnungsumzug, der mittlerweile auf jeden Arbeitnehmer zukommen könnte, das sollte den Fiskus nicht interessieren, und hätte mir z. B. Diskussionen mit dem Finanzamt erspart ob die Strecke Berlin München gleich lang ist wie Berlin Frankfurt, letzteres wurde vom FA behauptet :laugh:

So aber ist die Pendlerpauschale ein Mittel zur Gängelung und Kontrolle der Bürger, mal erhöht man das Kilometergeld, mal gibt es das ab dem 21. Kilometer, dann wieder ab dem 1. Kilometer, aber immer werden die Menschen über ihre Fahrten kontrolliert.

Das Handelsblatt bietet einen Überblick wie Fahrten zur Arbeit in anderen Ländern geregelt werden. Frankreich bietet zwei Möglichkeiten, einmal ein pauschales Wegegeld von etwas über 10.000 €/Jahr und einmal die Möglichkeit der Abrechnung nach gefahrenen Kilometern.

Das finnische Modell scheint mir am effektivsten, um die Menschen weg vom Auto und rein in den öffentlichen Nahverkehr zu bringen :D

Auch in Finnland - hier Finnlands wohl bekanntester Autofahrer Mika Häkkinen - muss der tägliche Reiseweg eine bestimmte Strecke übersteigen und eine deutliche Zeitersparnis gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln bringen, damit die Kosten abgesetzt werden können. Das gleiche gilt für Norwegen. Der Betrag, der abgesetzt werden darf, ist direkt abhängig vom Preis einer Monatskarte für die öffentlichen Nahverkehrsmittel: Wird die Monatskarte teurer, kann der Autofahrer seine Reisekosten erst absetzen, wenn dieser Betrag überstiegen wird und er die genannte Zeitersparnis nachweisen kann.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/wie-europa…

In Deutschland ist das aber nicht umzusetzen, da jede Kommune ihre eigenen Tarife für die Monatskarte hat, in Berlin kostet die z. B. ca. 75 €, in München ca. 40 € - da würden sich viele wieder benachteiligt fühlen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.176.887 von CaptainFutures am 10.12.08 00:34:16Dafür werde aber die Verschuldung steigen, das sei für die nachfolgenden Generationen keine gute Nachricht. - diese alte Leier, ich kann sie nicht mehr hören :mad:

Das Konjunkturprogramm kostet wesentlich mehr Geld als die 2 Milliarden für die Pendlerpauschale, diese Schulden brummt man den nächsten Generationen ohne mit der Wimper zu zucken auf.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.180.563 von CaptainFutures am 10.12.08 15:28:59Werde Freiberufler oder gründe ein Unternehmen und dann kannst Du das genauso machen wie die.


Das ist ja nun Obernonsens! Du scheinst wirklich in Deiner eigenen Welt zu leben....:rolleyes:
Nur weil der Gesetzgeber dies so macht, muss es nicht richtig sein. Entweder können alle Ihre Kosten geltend machen - oder Niemand! Viele brauchen definitiv ein Auto zur Arbeit - der Freiberufler kann sämtliche Kosten absetzen, der Angetellte nicht. Wo ist da die Logik?
Besser wäre es, der Arbeitnehmer könnte dies auch.So könnter er ein Auto leasen, sämtliche Kosten beim FA geltend machen und mit dem Fahrtenbuch jeden einzlnen Kilometer nachweisen. Streng unterteilt in Privat und Beruflich.


Arthur Spooner
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.184.369 von aekschonaer am 11.12.08 02:14:27"... von denen sie bei gewissenhafter Ausübung ihres Mandats wissen müssten, dass diese der Überprüfung des s.g. Verfassungsgerichts im Sinne des GG nicht standhalten werden."

Was soll´s, versuchen kann man es ja trotzdem. Etliche tappen immer in die Falle.
Es gibt genügend Leute, die so blöd sind zu glauben, daß das was im Gesetz steht auch Recht wäre und deshalb keinen Widerspruch gegen ihren Steuerbescheid einlegen. Oder die nicht das Wissen oder die Kraft aufbringen, sich erfolgreich zur Wehr zu setzen und von vornherein resignieren. Geld zurück bekommen bloß die, die ihren Bescheid in Bezug auf die Pendlerpauschale offen gehalten haben und nicht haben rechtskräftig werden lassen. Die Vorläufigkeitsverfügung kam erst später.


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um einen ältere Diskussionen, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier ein neue Diskussion.