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Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 22.12.08 10:11:03 von
neuester Beitrag 14.11.09 16:19:36 von


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22.12.08 10:11:03
Beitrag Nr. 1 ()
ACHTUNG: Dies ist keine Werbung für die NPD, sondern eine kritische Analyse.
(ich habe noch nie die NPD oder eine ähnliche Partei gewählt oder unterstützt)

Nationaldemokratische Partei Deutschlands : http://de.wikipedia.org/wiki/Nationaldemokratische_Partei_De…

Parteiprogramm der NPD http://partei.npd.de/medien/pdf/Parteiprogramm.pdf (pdf)

Wir Nationaldemokraten stehen mit aller Konsequenz gegen die verstaubten Ideologien ver gangener Jahrhunderte, gegen Aufklärungsutopien und gegen multiethnische Exzesse, denen derzeitig das deutsche Volk ausgesetzt ist.
- Was ist eine Aufklärungsutopie? Ist die NPD gegen Aufklärung, also gegen allgemeine Bildung? Das wäre schlecht.
- Die NPD steht also "mit aller Konsequenz" (ups, keine Einschränkung auf GG und BGB) gegen die derzeitigen "multiethnische Exzesse". Was heißt das? Ausländer integrieren (gut) oder Ausländer ausweisen/unterdrücken (schlecht)?

Zu diesem Zweck strebt das deutsche Volk Freundschaft und gute Beziehungen zu allen gutwilligen Nationen an, um gemeinsam der Zerstörung der Lebensgrundlagen durch multikulturelle, imperialistische und gleichmacherische Kräfte zu begegnen.
- Hier ist zu klären, was die NPD unter "multikulturell" versteht. Sollen Ausländer ausgewiesen werden? Soll den Ausländern die freie Wahl ihrer Kleidung (über das Vermummungsverbot hinaus) und Religion verboten werden? Welche Lebensweise soll wie als deutsche Kultur durchgesetzt werden? Soll die Freiheit der Menschen unnötig eingeschränkt werden?
- Die NPD behauptet, dass "multikulturelle Kräfte" unsere Lebensgrundlagen zerstören. Stimmt das? Ich halte eine genetische und kulturelle Vielfalt (in einer trotzdem geordneten und hinreichend einheitlichen Gesellschaft) für wünschenswert. Ich denke, es reicht, wenn Deutsch die offizielle Landessprache ist und für alle die deutschen Gesetze (z.B. GG, BGB) gelten.

Kindergeld als volkspolitische Maßnahme des Staates darf nur an deutsche Familien ausgezahlt werden.
- Was versteht die NPD unter "deutsche Familien"? Reicht die deutsche Staatsbürgerschaft?
- Wer rechtmäßig in Deutschland lebt, dem muss laut GG ein menschenwürdiges Leben gewährleistet werden.

Der Einfluß des Volkes muß durch Volksentscheide und direkte Wahlen gestärkt werden.
- Das halte ich für falsch, denn offensichtlich ist die Masse des Volkes zu leicht beeinflussbar und ungenügend politisch und wirtschaftlich gebildet. Volksbefragungen halte ich für gut.
- Es ist schwachsinnig den Präsidenten direkt vom Volk wählen zu lassen, wenn zwangsläufig vorher nur ganz wenige Präsidentschaftskandidaten präsentiert werden, d.h. eine Vorauswahl stattgefunden hat (siehe USA). Ich würde es für gut halten, wenn ein eingesetzer Präsident und eine wie auch immer gebildete gute Regierung vom Volk bestätigt werden müssen. Das Volk kann somit eine Regierung abwählen und eine Neubildung fordern - das sollte reichen.

Jeder Deutsche hat das Recht auf Arbeit. Arbeitsplätze sind zuerst an Deutsche zu vergeben. Männer und Frauen sind im Arbeitsleben unter Berücksichtigung des Leistungsprinzips gleich zu behandeln.
- Was meint die NPD hier mit "Deutschen"? Viele ehemalige Ausländer haben einen deutschen Pass.
- Ich meine: es kann kein Grundrecht auf verantwortungsvolle Arbeit auch für Verantwortungslose geben.
- Ich meine: Arbeitsplätze müssen zuerst mit guten und fähigen (geeigneten) Menschen besetzt werden.
- Ich meine: wer rechtmäßig in Deutschland lebt, darf hier auch arbeiten.
- Denkt die NPD etwa, die Deutschen seien so schlecht, dass man sie bevorzugen muss?
- Ich meine: es gibt genug fähige Deutsche.

Die Aufgabe der eigenen Währung ist ein wesentlicher Schritt in eine verhängnisvolle Richtung. Dem stellt sich die dem Volk verpflichtete Wirtschafts- und Finanzpolitik der Nationaldemokraten entgegen.
- Das finde ich unlogisch. Die Währung muss nur ein geeignetes und zuverlässiges Tauschmittel sein. Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn mehrere Länder die gleiche Währung haben.

Ausländer sind aus dem deutschen Sozialversicherungswesen auszugliedern. Asylanten dürfen keinen einklagbaren Anspruch auf deutsche Sozialleistungen besitzen.
- Das könnte schlicht grob verfassungswidrig sein.

Wir Nationaldemokraten fordern die ersatzlose Streichung des sogenannten „Asylparagraphen“ Art. 16 a Grundgesetz.
- Ich meine: das kommt nicht in Frage.
- Ich meine: man sollte eine Verpflichtung zur Verfolgung (zu definierender) guter Ziele in das GG aufnehmen. Dadurch ist dann auch automatisch gewährleistet, dass Deutschland nicht beliebig viele Menschen aufnehmen muss (die derzeitige Asylpraxis wäre dadurch nicht eingeschränkt).

9. Deutsche Souveränität und das Europa der Völker
- Den ganzen Artikel finde ich ziemlich wirr. Es ist nicht klar, was genau die NPD hier will.

Wir fordern die Revision der nach dem Krieg abgeschlossenen Grenzanerkennungsverträge.
- Das scheint mir bei einseitiger Vertragskündigung schlicht völkerrechtswidrig sein. Es ist doch klar, das Grenzen in beiderseitigem Einvernehmen geändert werden können aber diese Forderung der NPD ist so auf gar keinen Fall hinnehmbar.

Die Staatenwelt ordnet sich neu. Im Rahmen dieser Neuordnung muß Deutschland - in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und dem Abkommen von Helsinki - eine friedliche Politik zur Wiedervereinigung innerhalb seiner geschichtlich gewachsenen Grenzen betreiben.
- Damit wird immer die zuvor genannte Forderung abgeschwächt aber selbst diese Formulierung ist gegen andere Länder gerichtet und so nicht hinnehmbar, denn das könnte z.B. politischen und wirtschaftlichen Druck (quasi Erpressung) bedeuten.
- Ich meine: ich kann mir ja auch vorstellen, dass in Zukunft Deutschland größer als jetzt ist, weil andere Länder sich freiwillig Deutschland angeschlossen haben aber das heißt doch nur, dass man den freiwilligen Beitritt andere Länder zu Deutschland nicht ausschließen möchte. Mehr darf man nicht fordern.

11. Ein Volk ohne Vergangenheit hat keine Zukunft
- Ich meine: Hier sollte man nur die Aufdeckung der Wahrheit fordern.

14. Reform des Rechtssystems
- Hier ist mir nicht klar, was das konkret bedeuten soll/könnte. Ich bin jedenfalls gegen die Todesstrafe und gegen die Abschiebung krimineller Ausländer.

Die NPD fordert zur Aufrechterhaltung der notwendigen Disziplin die Wiedereinführung der Militärgerichtsbarkeit.
- Wie bitte? Soll es zwei Rechtssysteme in Deutschland geben? Ich finde, das ist kompletter Unfug.

Einsätze im Rahmen der UNO sind abzulehnen, solange es die Feindstaatenklauseln der UNO-Charta zu Lasten Deutschlands gibt, so daß nicht alle Völker der UN gleichberechtigt sind.
- Ich meine: ist das nicht ein bisschen Erpressung oder kindisch? Es ist korrekt, dass die Feindstaatenklauseln (http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_in_den_Vereinten_Na…) gelöscht werden sollen aber bis dahin sollte Deutschland trotzdem anderen Ländern helfen.


So, erstmal habe ich genug. Vielleicht habe ich später noch Lust mich den beiden anderen Programmen zu widmen:
Aktionsprogramm der NPD http://partei.npd.de/medien/pdf/Aktionsprogramm.pdf (pdf)
Europaprogramm der NPD http://partei.npd.de/medien/pdf/Europaprogramm_Netz.pdf (pdf)
Programme der NPD : http://www.npd.de/index.php?sek=0&pfad_id=16&seite_id=5&vid=…


Fazit: Die NPD nennt durchaus viele unterstützenswerte Ziele. Angesichts der oben genannten Kritikpunkte und des Auftretens der NPD halte ich die wahren Absichten der NPD noch für zu negativ. Ich würde derzeit von einem Verbot der NPD absehen (auch wenn man die NPD aufgrund einiger der oben genannten Punkte vielleicht verbieten könnte), um der NPD noch eine Chance zur Besserung und zur Beseitigung von Irrtümern zu geben (Straftaten sind natürlich zu verfolgen und zu ahnden). Wichtig sind hier vor allem zwei Punkte:
1. Die NPD muss sich deutlich (öffentlich und auf ihrer Webseite) von rechtsextremen Gewalttaten distanzieren.
2. Die NPD muss potentiell verfassungsfeindliche Forderungen aus ihrem Programm nehmen.

Wenn die NPD dann noch für eine fähige und gute Parteiführung sorgt, könnte noch etwas aus der NPD werden.

Auf gar keinen Fall dürfen die anderen Parteien gute Programmpunkte ablehnen, bloß weil die NPD diese für sich in Anspruch nimmt.
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22.12.08 10:45:01
Beitrag Nr. 2 ()
Die NPD nennt durchaus viele unterstützenswerte Ziele.


Und über Peter Sodann freuen sie sich auch.
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22.12.08 11:01:52
Beitrag Nr. 3 ()
:confused:

Wenn eine sich scheinbar demokratisch fühlende gesellschaft wie die unsere, nicht mal mehr die minimale demokratische fähigkeit und den willen aufbringt, sich demokratisch mit anders denkenden, auch radikalsten rechten, auseinander zusetzen, dann dürfen wir von scheindemokraten und einer sehr oberflächlichen scheindemokratie, weil ohne demokraten mit demokratischer gesinnung sprechen.
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22.12.08 11:09:44
Beitrag Nr. 4 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.250.012 von Nannsen am 22.12.08 11:01:52Was gäbe es großartig festzuhalten ausser der Tatsache, daß sich die politische Extreme, bezeichne sie sich nun "links" oder "rechts", nahezu gleiche Ziele verfolgen: Von der Hetze gegen wenige bis hin zum Umsturz der jetzigen politischen Verhältnisse, sprich der Demokratie?

Mich wundert es angesichts dieser Dinge nicht im geringsten, daß die NPD über die Nominierung Peter Sodanns durch die Linken geradezu jubelte.
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22.12.08 11:30:06
Beitrag Nr. 5 ()
Es ist die Strategie der Konzerne, die Arbeitnehmer zu schwächen und in einen Existenzkampf zu stürzen, in dem sie Migranten als deren Konkurrenten ins Land holen. Setzen sich diese dagegen zur Wehr, werden sie als Nazis stigmatisiert. Ein wahrhaft raffinierter teuflischer Plan.

Warum wird privater Egoismus in der Marktwirtschaft als Tugend gefeiert, während nationaler Egoismus als rechtsradikal gebrandtmarkt wird ?
Warum dieser Unterschied ?



Seuchenvogel
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22.12.08 12:44:54
Beitrag Nr. 6 ()
Ich werde das erste Mal NPD wählen obwohl ich vom Programm nicht überzeugt bin.
Mir sind sie zu radikal, gegen alle Ausländer und die USA, dabei sind zB Italierner und Spanier ein wunderbares Volk. Das Problem sehe ich eher bei den Türkischstämmigen und Moslems hier in Deutschland ( nicht alle, aber die Mehrheit).
Wählen werde ich die NPD deshalb, weil man völlig antidemokratisch gegen diese Partei vorgeht. Verbietet man etwa die Linke wenn Chaostage stattgefunden haben ?
Wir hatten schon mal eine Zeit in der Parteien verboten wurden, die nicht ins staatliche Schema passten.
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22.12.08 12:45:30
Beitrag Nr. 7 ()
Nationaldemokratische Partei


Woher sie kam
Genau wie die Bauernpartei wurde sie auf Betreiben der SED 1948 gegründet. Die NDPD sollte den bürgerlichen Parteien CDU und LDPD Wähler abwerben. Erster Chef war der dazu beauftragte SED-Genosse Lothar Bolz.

Wer Mitglied war
Die NDPD sollte vor allem ehemalige Mitläufer der Nazipartei NSDAP sowie einstige Wehrmachtsoffiziere ansprechen, um sie in den sozialistischen Staat zu integrieren. Langjähriger Chef war der einstige Wehrmachtsoffizier Heinrich Homann (1911-1994).

Was aus ihr wurde
Bei der letzten Volkskammerwahl 1990 bekam die NDPD nur 0,39 Prozent. Im August 1990 ging die NDPD in der bundesdeutschen FDP auf. Ihr letzter Vorsitzender Wolfgang Rauls war von 1990 bis 1994 Umweltminister in Sachsen-Anhalt. Heute ist er dort Bürgermeister von Gommern.

http://www.super-illu.de/framework/print/superstory_print_91…
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22.12.08 13:03:28
Beitrag Nr. 8 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.250.827 von DJSchnack am 22.12.08 12:44:54Wir hatten schon mal eine Zeit in der Parteien verboten wurden, die nicht ins staatliche Schema passten.

Das ist fein beobachtet - nämlich von der Vorgängerpartei. Inklusive der massenhaften Internierung und Tötung von Andersdenkenden. Dazu zig Millionen Kriegstote, zerstörte deutsche Städte, Millionen von erschossenen und vergasten Zivilisten...
Tja, von dieser Tradition hat sich die NPD nie losgesagt.
Aber wir haben halt Demokratie, die durch diese Herrschaften verächtlicht gemacht wird. Und in dieser Demokratie, so fehlerbehaftet sie auch sein mag, kann man immerhin auch solche Herrschaften wählen.
Wirklich erstaunlich, wie duldsam diese Demokratie ist, bei den historischen Erfahrungen.
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22.12.08 13:08:33
Beitrag Nr. 9 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.250.957 von Triakel am 22.12.08 13:03:28Die Vorgängerpartei der Linkspartei hat auch andere Parteien verboten.


Entschuldige, das ist nicht ganz korrekt. Der Ausdruck "Vorgängerpartei" passt nicht. Es sitzen die gleichen Leute in der Linkspartei, die bereits schon in der SED Karriere machten.
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22.12.08 13:14:44
Beitrag Nr. 10 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.251.003 von Sexus am 22.12.08 13:08:33Habe ich jemals ein Plädoyer für die Linkspartei gehalten? Kann mich absolut nicht daran erinnern. Die linken Populisten sind auch nicht mein Ding.

Aber wenn ich die Überschrift dieses Disskussionsstrangs richtig verstehe, geht es hier um die NPD. Oder habe ich mich verlesen?
Dann entschuldige bitte.
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22.12.08 13:19:33
Beitrag Nr. 11 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.251.048 von Triakel am 22.12.08 13:14:44Nein, hast du meines Wissens nicht. Das wollte ich dir auch nicht vorwerfen.

Ich wollte lediglich verdeutlichen, wie nahe sich "Linke" und "Rechte" in ihren politischen Zielen sind.
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22.12.08 13:24:05
Beitrag Nr. 12 ()
Nach den Vorkommnissen in England, Frankreich und Griechenland und jetzt auch in hamburg ist es klar, dass die NPD Zulauf bekommen wird.
Ich hab ganz ehrlich gesagrt in den Medien noch keinen "Rechten" gesehen, der unser aller schwer erspartes Privateigentum zerstört hat...aber tausende Linke.

Ich hab auch mal eine Demo der Rechten hier bei uns gesehen, laut, aber anständig und geordnet. Im Gegensatz zu den ungewaschenen verkifften Störern der Gegenseite.

Der Staat kennt die Umfragen, der Staat hat Angst vor der NPD, das ist alles, deswegen werden diese Mittel in Erwägung gezogen.
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22.12.08 13:39:15
Beitrag Nr. 13 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.251.116 von DJSchnack am 22.12.08 13:24:05Ich kann mich an Rechte erinnern, die haben ganz Deutschland und halb Europa in Schutt und Asche gelegt. So viel Privateigentum ist noch nie in der deutschen Geschichte zerstört worden, wie während der Herrschaft der Rechten.

Aber stimmt: verkifft und ungewaschen waren die nicht. Sind immer ordentlich gekämmt und gebügelt zwischen den Ruinen der deutschen Städte rummarschiert. Da sind die penibel.
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22.12.08 13:47:43
Beitrag Nr. 14 ()
Außenpolitik

Wer imperialistische Angriffskriege wie gegen Jugoslawien, Irak, Afghanistan oder Iran befürwortet, kann natürlich nicht die NPD wählen.

Wer meint, daß Schlesien (mit Hilfe von Verhandlungen) zur BRD gehören sollte, muß dann wohl die NPD wählen.
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22.12.08 13:52:46
Beitrag Nr. 15 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.251.250 von Triakel am 22.12.08 13:39:15:confused:

Soweit ich mich erinnere, nannten die (nsdap) sich sozialistisch und das programm war auch durch und durch sozialistisch.

kannst du mir erklären, warum der massenschlächter stalin im ansehen der menschen ein linker kommunist geblieben ist, während der linke sozialist hitler plötzlich das sinnbild eines braunen rechten sein soll??

tatsächlich waren die uniformen braun weil die rote farbe Bereits besetzt war, die ideologie war genauso wie die von stalin.

ein meisterstück der rhetorischen verdrehungskunst der neuen sozialisten nach 45 auf beiden seiten deutschlands, sich von ihrem erbteil zu befreien.
man benannte die eigenen vorgänger einfach mit dem kunstwort nazi und hatte damit als sozialist nie etwas zu tun.
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22.12.08 14:09:05
Beitrag Nr. 16 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.251.353 von Nannsen am 22.12.08 13:52:46Was waren die? Sozialistisch? Selten ging es den deutschen Konzernen so gut, wie unter den Rechten. Von der BASF über den Verbrennungsöfenhrsteller Topf und Söhne aus Erfurt mit den tollen Referenzprodukten im Vernichtungslager Auschwitz bis hin zu Krupp, der das Geschäft seines Lebens machte.
Also mit Sozialismus hatten die nichts am Hut. Die Sozialisten saßen ja im KZ. Zusammen mit ausfrechten Christen, Gewerkschaftern und vielen anderen.

Aber was reden wir hier? Jeder kann doch in der Demokratie das wählen, was ihm gefällt. Im Gegensatz zur Diktatur der Rechten oder Linken. Da ist es dann vorbei mit wählen und Klappe aufreißen im Internet. Da wird pariert.
Stramm gestanden, Ihr Schlappschwänze.
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22.12.08 14:41:02
Beitrag Nr. 17 ()
"Wirklich erstaunlich, wie duldsam diese Demokratie ist, bei den historischen Erfahrungen."

:laugh::laugh:

Richtig, man muss wieder mal UNDULDSAM und ENTSCHLOSSEN vorgehen. Andersdenkende einsperren, am besten. Achja, passiert eh schon.;)

Erstaunlich ist viel mehr, dass viele der Meinung sind, dass bei der allgemeinen Pöbelherrschaft (Ochlokratie, bei Plato eine Form der Demokratie) etwas anderes rauskommen sollte/könnte.

Die Rechten waren ursprünglich jene, die im franz. Nationalversammlung rechts saßen und für den König, bzw. gegen die radikale Republik, von Demokratie ganz zu schweigen, waren.

Dass weder die Sozialisten noch Hitler unter diese Gruppe fallen ist klar, das sind alles radikale Revolutionäre.

Unter Hitler landeten massenweise Industrielle/ Kapitalisten im KZ, vor allem Juden, aber auch andere.
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22.12.08 15:03:54
Beitrag Nr. 18 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.251.768 von minister.grasser am 22.12.08 14:41:02Unter Hitler landeten massenweise Industrielle/ Kapitalisten im KZ, vor allem Juden, aber auch andere.

Klar, mit allen Andersdenkenden und "Andersartigen" hatten die Nazis so ihre Probleme, auch mit andersdenkenden Kapitalisten.
Aber mit Kapitalisten, die das Regime nicht in Frage stellten, hatten die absolut keine Probleme. Da brummte das Geschäft.

Also Ihr meint, denen sollte man noch einmal ein Chance geben?
Vielleicht haben wir ja Glück, und die treiben´s diesmal nicht ganz so arg, und ermorden nur ein paar Tausend und nicht ein paar Millionen, wenn die wieder an der Macht sind?
Naja, wenn die so schön gekämmt und gebügelt sind, und so garnicht verkifft, könnte man ja über ein paar tausend Opfer hinwegsehen, nicht wahr?
Die Keilerei zwischen den beiden NPD-Funktionären im Dresdner Landtag war ja erste Sahne, vor Kurzem. Bei denen sitzen halt die Fäuste locker.
Nun ja, wer auf sowas steht...
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22.12.08 15:23:41
Beitrag Nr. 19 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.251.942 von Triakel am 22.12.08 15:03:54:confused:

Klar, mit allen Andersdenkenden und "Andersartigen" hatten die Nazis so ihre Probleme

wie ähnlich sie sich doch waren...

Klar, mit allen Andersdenkenden und "Andersartigen" hatten die sozialisten aller schattierungen so ihre Probleme....

Die bolchewiki waren gegen alle, die nicht minderheits-sozialisten waren. deshalb rotteten die ganze höhere gesellshaftsschichten aus. soweit bekannt ca. 30 millionen kulaken, weil die selbstständige bauern waren und somit nicht ins bild passten.

in katyn in polen störte diesen russischen sozialisten die zigtausend von ihnen ermordeten polnischen offiziere als falsche gesellschaftsschicht usw.

in der jüngeren geschichte lernten wir das gleiche von pol pot, von diesem idioten in korea usw.
der ursprung allen menschenverachtenden handelns ist immer die sozialistische idee.
Wie pervertiert und verdreht unser denken mittlerweile geworden ist erkennt man daran, wie die ehemaligen sowjetdiener und mauermörder sich hier völlig etabliert in den talkrunden lümmeln dürfen und sich über ihre opfer lustig machen dürfen.
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22.12.08 15:32:01
Beitrag Nr. 20 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.252.114 von Nannsen am 22.12.08 15:23:41Themaverfehlung, Nannsen. Sechs.
Hier geht es um die NPD.
Übrigens würde ich auch niemals die KPdSU wählen, wenn die sich hier zur Wahl stellen würde, oder die Partei der Roten Khmer.
Aber hier geht es ja nicht um die Partei der Roten Khmer, hier geht es um die NPD.

Mit Andersdenkenden haben es eben alle Extremisten nicht so sehr. Und manche lieben sie dafür, selbst Wähler in Deutschland. Wie man ja an der unterschwelligen Wahlwerbung hier sieht.
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22.12.08 15:42:04
Beitrag Nr. 21 ()
:confused:

ich drücke übrigens meine verachtung und meinen abscheu den etablierten politganoven, die sich diesen staat inzwischen zur beute gemacht haben u.a. dadurch aus, dass ich meine wahlkampfkostenpauschale von 3 euro der npd zur verfügung stelle, indem ich sie wähle.

Dadurch dokumentiere ich für mich selber, dass ich diese idioten auf eine stufe mit dem übrigen politgesocks stelle oder auch umgedreht, dass politgesocks auf die gleiche stufe wie die npd.

meine wahlgang bemühung wird dann immerhin hoffentlich mal dadurch belohnt, dass es tatsächlich mal einige schaffen und gewählt werden.
das jämmerliche schauspiel und aufgeregte gequicke der etablierten, wenn diese selbsternannten demokraten dann ihre masken abnehmen und ihre wähler beschimpfen, einfach köstlich, momente der wahrheit...
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22.12.08 15:54:01
Beitrag Nr. 22 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.252.305 von Nannsen am 22.12.08 15:42:04Na, Nannsen,
dann hoffe mal, dass nicht die Mehrheit auf die Idee kommt, ihre 3 Euro Wahlkampfkostenpauschale der NPD zur Verfügung zu stellen.
Dann könntest Du ganz schnell vom Regen in die Traufe kommen.
Und mit Meckern über Politik im Internet ist dann Schluß. Was meinst Du was los ist, wenn Dir der NPD-Internetblogwart auf die Schliche kommt, wenn Du nach der Machtergreifung immer noch über die Politik meckerst.
Dann heißt es Klappe halten.
Freust Du Dich schon darauf?
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22.12.08 16:01:18
Beitrag Nr. 23 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.252.411 von Triakel am 22.12.08 15:54:01:confused:

natürlich, denn ab 6-7%, das heist den einzug in den bundestag, werde sie vehement bekämpfen,damit sie dort bleiben.

alleine das verbleiben einer rechten partei wird die übrigen veranlassen, aus futterneid diese zu überholen.

war übrigens wunderbar in österreich zu beobacgten und auch in dänemark, wo inzwischen die bürgerlichen aus futterneid die rechten brotlos gemacht haben.

Anscheinend sind doch genügend wähler zu überzeugen, nicht jeden mist zu glaaben, den die presse ihnen auftischt.

Du scheinst übrigens nach meiner kategorie nicht verstandesmäßig zu funktionieren, sondern reflexhaft. z.b. wie ein muslim, ein strenggläubiger sonst etwas.
bei einem reizwort fällt dann die klappe und der verstand ist weg. du hast das sehr schön vorgeführt
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22.12.08 16:08:04
Beitrag Nr. 24 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.252.472 von Nannsen am 22.12.08 16:01:18Du scheinst übrigens nach meiner kategorie nicht verstandesmäßig zu funktionieren, sondern reflexhaft. z.b. wie ein muslim, ein strenggläubiger sonst etwas.

Ach weist Du, Nannsen, ich bin kein Anhänger von Religionen und anderen Lehren, in die man sich brav einfügen muß. Ich bin nicht gern ein braves Schaf.
Ich halte es da eher mit der Kant´schen Aufklärung.
Kant wäre übrigens mit absoluter Sicherheit kein NPD-Wähler, wenn er heute leben würde. Der hasste Despotie und Unterdrückung.
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22.12.08 16:27:10
Beitrag Nr. 25 ()
Es bringt nichts, die NPD mit der NSDAP zu vergleichen. Man muss viele eher schauen, was die NPD heutzutage will.

Ein großes Problem ist die Ausländerfeindlichkeit der NPD. Damit muss die NPD schlicht Schluss machen, wenn sie nicht eine Radikalenpartei bleiben will, die dann irgendwann verboten werden wird. Es ist ausgeschlossen, dass rechtmäßig in Deutschland lebende Ausländer aus Deutschland rausgeworfen oder ungerecht behandelt werden - dergleichen darf die NPD also nicht fordern. Ebenso herrscht Religionsfreiheit in Deutschland (weswegen z.B. auch Moscheen erlaubt sind), deren Abschaffung außer Frage steht.

Die NPD sollte sich mal klarmachen, wieviele echte "reinrassige" Germanen (z.B. seit mindestens 100 Generationen nur germanischer Vorfahren) noch in Deutschland leben ... gibt es überhaupt welche?

Die NPD darf Deutsch als Nationalsprache festlegen und die Einhaltung deutscher Gesetze (z.B. GG, BGB) fordern. Die NPD darf strengere Zuwanderungsbestimmung fordern und auch eine verfassungskonforme Geburtenkontrolle mit möglichst objektiven und gerechten Kriterien ("blond und blauäugig" kommt hier also schon mal nicht in Frage, mal abgesehen davon ist Melanin eher ein Pluspunkt). Vernünftig sind stärkere Bemühungen um Integration und Bildung.

Eine ausländerfeindliche Verfassungsänderung kann man (auch angesichts der deutschen Vergangenheit) wohl ausschließen. Wenn die NPD wirklich ein besseres Deutschland will, dann muss sie realistisch bleiben und sich auf erreichbare Ziele konzentrieren. (alles imho)
Avatar
22.12.08 16:31:17
Beitrag Nr. 26 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.252.695 von HeWhoEnjoysGravity am 22.12.08 16:27:10:confused:

du hast das ja lieb geschrieben.
nutzt aber m.e. alles nichts, solange wir eine manipulierte überwiegend linke gossenpresse haben und ein entsprechendes dafür abgerichtetes publikum.
Avatar
22.12.08 17:06:57
Beitrag Nr. 27 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.252.740 von Nannsen am 22.12.08 16:31:17Na Nannsen, Du bist ja ein ganz Strammer. "Linke Gossenpresse" - das klingt.
Tja, der "Stürmer" und der "Völkische Beobachter" verkaufen sich nicht mehr. Die Menschen haben nach der 12-jährigen Abschaffung der "linken Gossenpresse" die Schnauze voll von der völkischen Presse.
Du wärst ja als Politiker der absolute Knaller. Alles verbieten, was nicht Deiner Meinung entspricht - das wäre doch nach Deinem Geschmack, stimmt´s?
Du scheinst übrigens nicht verstandesmäßig zu funktionieren, sondern reflexhaft. z.b. wie ein muslim, ein strenggläubiger sonst etwas.

Der letzte Satz kommt Dir bekannt vor, gelle?
Avatar
22.12.08 17:23:28
Beitrag Nr. 28 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.253.038 von Triakel am 22.12.08 17:06:57:confused:

du solltest jetzt besser etwas zur ruhe kommen mein verehrter triakel.
dein ansehen als diskutant war bisher nicht schlecht.

Du solltest es jetzt nicht leichtfertig im zorn aufs spiel setzen.
Avatar
22.12.08 18:04:20
Beitrag Nr. 29 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.253.038 von Triakel am 22.12.08 17:06:57ich sag dir mal was, ungeachtet der deutschen vergangenheit.
es sind linke, die mein eigentum zerstören.
es sind moslems, dei meinen sohn erpressen und ihm seine jacke abnehmen ( schon gewusst dass über 60 % der türkisch stämmigen von sozialleistungen abhängig sind ?).
es ist mein land, dass terroristen aufnimmt und diese ausbildet.
ohne linke und moslems hätte die welt keine probleme.
punkt.
Avatar
22.12.08 18:55:04
Beitrag Nr. 30 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.253.527 von DJSchnack am 22.12.08 18:04:20Du hast wenigstens noch ein überschaubares Weltbild in dieser äußerst widersprüchlichen und vielgestaltigen Welt.
Fast beneide ich Dich drum.
Avatar
22.12.08 19:48:01
Beitrag Nr. 31 ()
"Es ist ausgeschlossen, dass rechtmäßig in Deutschland lebende Ausländer aus Deutschland rausgeworfen oder ungerecht behandelt werden - dergleichen darf die NPD also nicht fordern."
:laugh::laugh:

Die Naivität des Herrn / Kindes HheG ist immer wieder lustig. Diese "Ausländer" werden aufgrund von Gesetzesänderungen eben nicht mehr rechtmäßig in D leben, nichts einfacher als das.

Nannsen, in Ö sind die Fronten ganz klar: Im Gemeindebau (Sozialwohnung) tobt der Kampf zwischen Nationalsozialisten ("soziale Heimatpartei":laugh: ) und den Sozialisten (jeder der dort wohnt, hat ein sozialistisches Parteibuch, bei der geheimen :D Wahl wählen aber nur mehr 50% rot. Die "bürgerliche" Partei hat in der Stadt Wien Mangels Bourgoisie bis auf wenige Ausnahmen ohnehin nix zu bestellen.
Avatar
22.12.08 20:49:12
Beitrag Nr. 32 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.254.381 von minister.grasser am 22.12.08 19:48:01:confused:

zunächst mal meine besten grüße nach österreich. ich hatte mal vor einigen jahren die gelegenheit euren jörg persönlich kennen zu lernen und einige gedanken auszutauschen.

der mann war ein an allem interessierter zuhörer und der beste politische analytiker, den ich persönlich je getroffen habe. eine bereicherung, an die ich mich gerne erinnere..

Schade drum....
Avatar
22.12.08 21:21:01
Beitrag Nr. 33 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.253.038 von Triakel am 22.12.08 17:06:57@Triakel

Du willst doch sicherlich nicht anderen Diskutanten im diesem Forum rechtsradikale Ansichten unterstellen, verstehst auch, wenn aus Frust über unsere aktuellen Politiker der Wunsch nach Veränderungen in der Zusammensetzung der Parlamente besteht, das die neue Zusammensetzung nicht unbedingt links sein muss.

Selbstverständlich akzeptiere ich deine Meinung, dass auch zukünftig keine totalitären, bisher nicht etablierte Parteien, die Regierung in diesem Kunststaat BRD stellen sollten.

Dennoch meine ich aus deinen Ausführungen den Wunsch nach Veränderung herauszulesen.
Nur eben anders als hier vielleicht diskutiert.

Ich würde mich freuen, deine Vorstellungen für die Zukunft der Deutschen kennenlernen zu dürfen.
Avatar
22.12.08 21:55:50
Beitrag Nr. 34 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.250.827 von DJSchnack am 22.12.08 12:44:54Verbietet man etwa die Linke wenn Chaostage stattgefunden haben ?

Man kann natürlich auch Fallobst verbieten nur weil es in China geregnet hat.
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23.12.08 07:42:29
Beitrag Nr. 35 ()
#31 > Diese "Ausländer" werden aufgrund von Gesetzesänderungen eben nicht mehr rechtmäßig in D leben, nichts einfacher als das.

Nichts schwieriger als das, meinst du wohl, denn viele haben einen deutschen Pass.
Des weiteren kann ausgerechnet Deutschland sich nicht erlauben Ausländer rauszuwerfen.

Selbst die Ausweisung von Verbrechern ist im Strafgesetz nicht vorgesehen oder irre ich mich?
Wie denn auch? Für schwere Straftaten gibt es Knast und nicht Urlaub.

Na gut, theoretisch kann man alle möglichen Gesetze erlassen, auch welche, die nur einen genetisch sauberen Germanen in Deutschland das Aufenthaltsrecht erlauben ... aber das könnte für viele eine ziemliche Überraschung werden, insbesondere wenn dann möglicherweise nur ein paar grunzende Inzucht-Alkies übrig bleiben würden. Kleiner Scherz. Man braucht für wichtige Gesetzesänderungen auch die notwendigen Mehrheiten. Zwar ist es in Deutschland schon ganz schön finster (ich sage nur Zustimmung zur Bahnprivatisierung im Bundestag) aber einiges ist selbst hierzulande nicht machbar.

Also das gäbe ein Echo, wenn ausgerechnet Deutschland massiv gegen Ausländer vorgehen würde ... an was würden sich die Menschen da wohl erinnert fühlen? Da könnte die UNO schnell Sanktionen beschließen und das wäre doch ziemlich lästig für den Exportweltmeister, nicht wahr?

Außerdem ist nix gegen Ausländer zu sagen, die können auch arbeiten. Gerade so ein paar jugendliche Gewalttäter kann man doch leicht bei ihrer Ehre packen. Ein bisschen Propaganda, dass Arbeit cool und Drogensucht nur was für Loser ist und ratz fatz lernen die Tag und Nacht (na gut, bisschen übertrieben aber machen liese sich da schon was).


#32 > interessierter zuhörer und der beste politische analytiker
Ein kleiner Widerspruch, wie ich finde: ein Genie hört nicht jedem zu und wer schnell kapiert ist von Dummrumlaberern auch schnell angenervt.


#33 > Du willst doch sicherlich nicht anderen Diskutanten im diesem Forum rechtsradikale Ansichten unterstellen ...
Generell muss man zwischen "rechts" und "rechtsradikal" unterscheiden.

Außerdem muss Nachdenken erlaubt sein. Letztendlich sollen sich zwar nur gute und vernünftige (friedliche, gerechte, soziale) Ideen durchsetzen aber dazu muss man erstmmal eine Idee haben. Nicht jede Idee muss gleich gut sein, denn eine schlechte Idee kann man auch wieder verwerfen. Möglicherweise sind schlechte Ideen als Kontrast zu guten Ideen sogar wünschenswert. Wer jedoch einer erwiesenermaßen schlechten Idee nachhängt, landet schnell auf dem Müllhaufen der Geschichte.
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23.12.08 09:22:39
Beitrag Nr. 36 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.252.537 von Triakel am 22.12.08 16:08:04@Triakel
Mein Eindruck ist der, dass Sie auf dem linken Auge blind sind!!!
Gruß
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23.12.08 09:29:23
Beitrag Nr. 37 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.255.311 von ConnorMcLoud am 22.12.08 21:55:50@ConnorMcLoud
"Man kann natürlich auch Fallobst verbieten nur weil es in China geregnet hat."
Mal wieder vergessen die Medikamente einzunehmen, und die Therapiesitzung auch geschwänzt?:laugh::laugh::laugh:
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23.12.08 09:42:10
Beitrag Nr. 38 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.255.080 von aekschonaer am 22.12.08 21:21:01Du willst doch sicherlich nicht anderen Diskutanten im diesem Forum rechtsradikale Ansichten unterstellen, verstehst auch, wenn aus Frust über unsere aktuellen Politiker der Wunsch nach Veränderungen in der Zusammensetzung der Parlamente besteht, das die neue Zusammensetzung nicht unbedingt links sein muss.

Nein. Ich unterstelle hier niemandem rechtsradikale Ansichten. Nur Naivität gegenüber diesen Brüdern von der NPD und eine gewisse Empfäglichkeit für populistische Slogans.
Sollte diese Partei jemals tatsächlich an die Macht kommen, dann würde manches anders aussehen, als es sich die Protestwähler vorgestellt haben. Denn niemand würde sich mehr den Staat aneignen als diese Herren mit ihren Springerstiefel-Fußtruppen.
Dann würde mancher etwas spät erkennen, dass er vom Regen in die Traufe gekommen ist.
Und dass ich die jetzigen Verhältnisse als "Regen" bezeichne, deutet ja schon darauf hin, dass ich durchaus vieles kritikwürdig an unserem System finde. Aber ich habe 38 Jahre lang in einer Diktatur leben müssen und habe für den Rest meines Lebens die Schnauze voll von selbsternannten Menscheitsbeglückern, die auf äußerst komplizierte und widersprüchliche Sachverhalte immer eine leichte Antwort bereit halten. Deshalb werde ich z.B. auch niemals die Linken wählen, obwohl ich die gegenüber der NPD für die etwas weniger große Gefahr halte. Aber Populismus ist nicht mein Ding.
Lieber lebe ich mit den Schwächen einer nicht vollkommenen Demokratie, als dass ich mich der Gefahr aussetze, wieder in einer Diktatur oder zumindest in einer stark eingeschränkten Demokratie zu leben.
Und das in unserem System auch Schweinereien begangen werden, will ich garnicht abstreiten. Aber wenigstens funktioniert die Gewaltenteilung in Form einigermaßen unabhängiger Gerichte und eines investigativen Journalismus noch halbwegs, so dass die Schweinereien wenigstens meistens an die Öffentlichkeit kommen und meist geahndet werden. In Diktaturen werden die Schweinereien einfach unter den Teppich gekehrt und nicht geahndet, zumindest, wenn die Verusacher der Schweinereien Anhänger des Regimes sind.
Die Menschen in Demokratien sind also nicht grundsätzlich besser, als die in Diktaturen, aber durch die Gewaltenteilung ist die Chance gegeben, dass das Schlechte sanktioniert wird.
Ich will mehr Demokratie als jetzt und nicht weniger. Aus diesem Grunde würde es mir selbst unter Zwang nicht einfallen, jemals Leute zu wählen, die schon mit dem zu geringen Maß an Demokratie Probleme haben und ihre gewaltbereiten Hilfstruppen in Stellung bringen.
Und die zusätzlich in einer Tradition stehen, die das Schlechteste verkörpert, was Menschen jemals angerichtet haben, einer Tradition, gegen die selbst Al Qaida noch eine Laienspielertruppe ist. Von dieser Tradition hat sich die NPD niemals eindeutig und glaubhaft losgesagt und einzelne aus diesem Spektrum bekennen sich sogar klar zu dieser Tradition.
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23.12.08 09:50:38
Beitrag Nr. 39 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.256.609 von king daniel am 23.12.08 09:22:39@Triakel
Mein Eindruck ist der, dass Sie auf dem linken Auge blind sind!!!


Falsch! Maoismus, Stalinismus, Polpotismus sind mir genau so verhasst wie Hitlerismus.
Allerdings habe ich als Deutscher eine spezielle Verantwortung, dass sich der Hitlerismus nie wieder auch nur in einer anderen Schattierung erheben kann.
Genau so, wie die Kombodschaner eine spezielle Verantwortung haben, dass der Polpotismus nicht wieder an die Macht kommt.
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24.12.08 06:52:25
Beitrag Nr. 40 ()
Wie jetzt, will die NPD etwa Verbrecher unterstützen und die Ermittlungen behindern? Ist die NPD etwa gegen Deutschland?

... Die Stadt Passau teilte an diesem Dienstag mit, dass die NPD am Samstag kommender Woche (3. Januar) gegen die Ermittlungen gegen Neonazis sowie die Berichterstattung über den Fall Mannichl demonstrieren will. Ein NPD-Mitglied hat die Kundgebung bei der Stadtverwaltung unter dem Motto "Gegen polizeiliche Willkür und Medienhetze" angemeldet. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,598281,00.h…


Die Sonderkommission der Polizei sucht nach fünf Personen, die sich am Tattag in Fürstenzell aufgehalten haben sollen - von zweien hat sie inzwischen Phantombilder. Dieses zeigt einen Mann mit Hahnenkamm, circa 20, mittelgroß, mit vielen Ringen am rechten Ohr. Hinten trägt er laut Zeugen einen Zopf oder Pferdeschwanz, die Kopfhaare sind beidseitig rasiert. Bekleidet soll er mit einer schwarzen Jacke mit Ärmelabzeichen gewesen sein. (Vertrauliche Hinweise an die Polizei unter 0851/9511214; das Landeskriminalamt hat 5000 Euro Belohnung zur Ergreifung des oder der Täter ausgesetzt)


Auch nach dieser Frau wird gesucht. Sie ist laut Zeugen 20 bis 25 Jahre alt, circa 1,60 Meter groß, schlank und hat schwarze, schulterlange Haare, die vom Kopf wegstehen und zerzaust wirkten; vermutlich waren sie gegelt. An der Stirn hatte sie möglicherweise einen blonden Haaransatz. Piercing am rechten Auge in Kegelform, dunkle Lidschatten. Zeugen zufolge war trug sie eine Netzstrumpfhose, darüber einen hellkarierten Rock, und eine schwarze Jacke mit Reißverschluss und rundem Ärmelabzeichen. Ihre Springerstiefel hatten angeblich verschiedenfarbene Schnürbänder. (Vertrauliche Hinweise an die Polizei unter 0851/9511214; das Landeskriminalamt hat 5000 Euro Belohnung zur Ergreifung des oder der Täter ausgesetzt)
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24.12.08 08:38:07
Beitrag Nr. 41 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.262.878 von HeWhoEnjoysGravity am 24.12.08 06:52:25NPD ... Lichterkette ... unter dem Motto "Gegen polizeiliche Willkür und Medienhetze" angemeldet. ..

Klasse NPD!

Auch wenn ich euch genauso wenig mag wie die LINKE, aber das ist die richtige Antwort auf das verlogene Gehetze der Gutmenschen und gleichgeschalteten Medien.

Respekt! Soviel Intelligenz hätte ich euch gar nicht zugetraut.
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25.12.08 06:38:42
Beitrag Nr. 42 ()
Ich könnte mir vorstellen, dass die NPD einige Menschen mit negativen Absichten in ihren Reihen hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass einige sich große Mühe geben, die NPD auf falsche Wege zu führen.

Undenkbar ist das nicht, alles schon mal dagewesen:

Peter Urbach (* 1941), genannt „S-Bahn-Peter”, war ein V-Mann und Agent Provocateur des Berliner Verfassungsschutzes in den späten 1960er Jahren. ...

... Urbach wurde vor allem durch seinen Einsatz bei einer Demonstration vor dem Gebäude des Springer-Konzerns am 11. April 1968 bekannt, die als Reaktion auf das Attentat auf Rudi Dutschke stattfand: Er versorgte die Demonstranten aus einem großen Weidenkorb mit etwa einem Dutzend zündfertiger Molotowcocktails. Außerdem zeigte er den Demonstranten, wie Autos umgekippt werden konnten, damit das Benzin aus dem Tank lief. Dies führte mit zur gewalttätigen Eskalation der Demonstration und zum Abbrennen mehrerer Lieferwagen des Verlags. ...

... Einige Wochen später bot er den Leitern des von Rudi Dutschke gegründeten INFI, des designierten „Che-Guevara-Instituts“, fünfzig Pistolen aus angeblich abgezweigten Polizeibeständen an, „da die Revolution doch bewaffnet sein müsse.“ ...

... Urbach lieferte auch zwölf Sprengsätze mit Zeitzünder anlässlich des Kurzbesuchs des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon am 27. Februar 1969 in Berlin. Er verteilte sie über den „Republikanischen Club“ in der Wielandstraße, einem Haupttreffpunkt der linken Szene in Berlin, in der Kommunardenszene. Sprengsätze dieser Serie wurden kurz darauf an der Route des neugewählten US-Präsidenten Nixon gefunden - und wenig später bei Durchsuchungen in den belieferten Kommunen. ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Urbach#Molotow-Cocktails.…
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump…
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25.12.08 14:33:24
Beitrag Nr. 43 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.264.681 von HeWhoEnjoysGravity am 25.12.08 06:38:42:confused:

Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)

moin HeWhoEnjoysGravity,

meinen respekt für deinen mut und die ausgewogenheit deiner sehr guten beiträge dazu, die mir eine gute demokratische gesinnung offenbaren. herzlichen dank

gruss

nannsen
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25.12.08 17:43:10
Beitrag Nr. 44 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.262.935 von AlterMann am 24.12.08 08:38:07"gleichgeschaltete Medien" - das ich nicht lache.
Ihr könnt auswählen zwischen "Neuem Deutschland" auf der linken Seite bis "Junge Freiheit" auf der rechten Seite.

Ihr könnt niveaumäßig auswählen zwischen "Bild" und "Cicero".
Und während ich das schreibe, halte ich die neueste Ausgabe des "Hintergrund" in den Händen, mit absolut systemkritischen Inhalt, allerdings menschenfreundlicher als manche rechte Untergrund-Kampfpostille.
Selten gab es in Deutschland eine größere Vielfalt in der Presse.

Und das Internet ist ohnehin ein Medium, dass die Vielfalt geradezu bis zum Exzess treibt.
Aber hier konstatiert man eine Gleichschaltung der Medien.
Ein Gipfel an Verlogenheit.
Genau so, wie hier gegen die Demokratie gehetzt wird, wurde schon vor 1933 gehetzt.
Ergebnis: vollkommene Gleichschaltung aller Medien, zig Millionen Tote und ein zerstörtes Deutschland.

Ihr habt Euch eine schöne Tradition rausgesucht, liebe Mitdikutanten.
Dann ergeht Euch mal weiter im "Respekt" vor der NPD.
Glücklicherweise seid Ihr nicht die Mehrheit!!!!
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26.12.08 08:21:19
Beitrag Nr. 45 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.265.410 von Triakel am 25.12.08 17:43:10@Triakel
Du bist ja lustig.
Wenn 99% der Zeitungen und Zeitschriften, völlig unkritisch, in den, feigen und verlogenen, "Kampf gegen Rechts" mit einstimmen, dann ist das faktisch eine Gleichschaltung.
Wobei man verstehen muß, das der "Kampf gegen Rechts" inzwischen ein Kampf gegen das Bürgertum ist und somit gegen eine breite Masse des deutschen Volkes. Aber das wirst Du weder im "Hintergrund" noch in der "Jungen Welt" finden. Hans Olaf Henkel hat das in seinem letzten Buch sehr gut herausgearbeitet.

Selten gab es in Deutschland eine größere Vielfalt in der Presse.
:laugh::laugh::laugh:
Du erinnerst Dich aber schon noch an die massiven Bedrohungen und Überfälle Deiner "Kämpfer gegen Rechts", gegenüber Kioskbesitzern, die die "Junge Freiheit" im Regal hatten? Und an die Hetzkampagne gegen Krause (inkl. seiner Frau und Kinder!), weil er gewagt hat, in der JF einen Artikel zu schreiben?

Aber wenn Du Cicero liest, habe ich noch Hoffnung für dich.
Trau Dich jetzt noch an die ef http://ef-magazin.de/ , dann ist bei dir vielleicht noch was zu retten.
Mit Roland Baader warte lieber noch ein wenig, sonst kracht Dein linkes Weltbild, in 0,nix, völlig zusammen.
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26.12.08 09:24:15
Beitrag Nr. 46 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.251.353 von Nannsen am 22.12.08 13:52:46
Soweit ich mich erinnere, nannten die (nsdap) sich sozialistisch und das programm war auch durch und durch sozialistisch.


Aus dem Programm der NSDAP:

II. 8. Der Nationalsozialismus erkennt das Privateigentum grundsätzlich an und stellt es unter staatlichen Schutz.

II. 12. Die gesunde Mischung aus Klein -, Mittel - und Großbetrieben auf allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens, also auch in der Landwirtschaft, bleibt aufrechterhalten.

Sah so auch der Sozialismus der SED oder der "Kommunismus" Stalins aus?
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26.12.08 09:46:08
Beitrag Nr. 47 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.265.410 von Triakel am 25.12.08 17:43:10:confused:

Man erkennt hier einen fantasie begabten begnadeten künstler, der anscheinend während der weihnachtlichen zwangspause inspiriert seine malsachen hervorkramte um wieder eines dieser wunderbaren stilvollen und idyllischen stimmungsbilder zu erschaffen, wie sie nur der real existierende postsozialismus hervorbringt.

Der künstler und verfasser des beitrages entspannt und erheitert seine leser dabei offenbar in einer weise, wie sie im verblichenen arbeiter-und bauernstaat vielleicht noch als bürgerlich dekadent verpönt war.
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26.12.08 15:31:44
Beitrag Nr. 48 ()
Bayern kündigt Vorstoß für neues NPD-Verbotsverfahren an (Sonntag, 21. Dezember 2008)
Berlin (Reuters) - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat eine länderübergreifende Bundesratsinitiative zur Prüfung eines neuen NPD-Verbotsverfahrens angekündigt. ... http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE4BK05920081221

Tja, also wenn die NPD nix macht, dann könnte sie wohl verboten werden.

So auf die Schnelle kriegt man sicher kein neues gutes Parteiprogramm hin aber die NPD könnte praktisch sofort kritische Passagen im aktuellen Parteiprogramm offiziell (also per wirksamen Parteibeschluß oder was auch immer es da gibt) streichen und ein neues besseres Parteiprogramm für die Bundestagswahl 2009 ankündigen. In Kombination mit einer klaren (und auch gelebten) Distanzierung von rechtsextremer Gewalt könnte das ein Verbot der NPD verhindern.
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27.12.08 09:29:07
Beitrag Nr. 49 ()
Zahl rechtsextremer Straftaten steigt drastisch
Deutschland steuert einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr auf einen Höchststand rechtsextremer Straftaten zu. Allein bis Ende Oktober hat das Bundesinnenministerium demnach fast 12.000 Delikte mit rechtsextremem Hintergrund registriert - eine Zunahme um fast 30 Prozent. ...

... Der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Sebastian Edathy, sprach sich "gegen kurzatmigen Aktionismus" und für eine Gesamtstrategie gegen Rechtsextremismus aus. In der "Frankfurter Rundschau" rief der SPD-Politiker die Bundesregierung auf, einen Demokratiegipfel einzuberufen, um die Bekämpfung des Rechtsextremismus zu planen. Es sei egal, sagte Edathy, ob dies die Kanzlerin tue oder der Vizekanzler. "Hauptsache es geschieht."

Edathy rügte "fraktionsübergreifende Vorbehalte" gegen eine Vorlage aus dem Bundesrat, die zu Jahresbeginn im Bundestag beraten werde. Die Initiative der Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg strebt unter anderem an, dass Strafen für rechtsextreme Gewalttaten grundsätzlich nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden können. Er halte das wegen der besonderen Abscheulichkeit für angemessen, sagte Edathy. Auch ein neuer Anlauf zum Verbot der NPD sei richtig. Sie sei der organisatorische Kern des Rechtsextremismus und unterhalte regelmäßig Kontakt zur gewaltbereiten Szene. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,598434,00.h…

Dass Strafen für rechtsextreme Gewalttaten tendenziell nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden, ist okay aber grundsätzlich muss man jeden Einzelfall prüfen. Z.B. könnte die Vorgabe an Richter sein, dass Bewährungsstrafen für Gewaltverbrecher mit kriminellem Hintergrund oder menschenverachtenden Ansichten besonders gut begründet sein müssen (das gilt dann u.U. auch z.B. für linke Autonome und Rocker). Prinzipiell ist eine Bewährungsstrafe nur für hinreichend gute Menschen gedacht. Übrigens gibt es ja auch noch die Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung bei guter Führung. (alles imho)
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27.12.08 10:19:20
Beitrag Nr. 50 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.266.605 von HeWhoEnjoysGravity am 26.12.08 15:31:44Recherchiere mal über die Gründung der demokratischen Parteien
in der "BRD" nach dem Krieg. Insbesondere bei den christlichen und den frei-demokratischen. Auch in der SPD gibt es dunkle Schatten. Viele Mitglieder an wichtigen Stellen mit "Persil-Schein".

Gab es auch in der Ost-Zone. Wo auch wollte man nur unbelastetes politisches Personal herbekommen nach dem Ende des "tausendjährigen Reiches"?

Maraho
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27.12.08 10:40:42
Beitrag Nr. 51 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.267.726 von Maraho am 27.12.08 10:19:20Die neonazistischen Glatzen-Hilfstruppen der NPD haben mit Nachkriegs-Persilscheinen nichts zu tun.

Ganz nebenbei: die SPD hat im März 1933 mutigerweise gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt. Dafür sind dann auch zigtausende Sozialdemokraten in die KZ eingeliefert und ermordet worden.

Jetzt fehlt bloss noch, dass die SPD als eine der tragenden Säulen des Nazistaates umgedeutet wird. Das würde diesem surrealistischen Diskussionsstrang noch die Krone aufsetzen.
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27.12.08 11:03:19
Beitrag Nr. 52 ()
Habe mir die Seite der www.NPD.de gerade mal angeschaut.

Ich hätte garnicht gedacht, das die so runde und homogene Ziele für die Deutsche Bevölkerung haben.

Als Wertkonservativer kann ich nur jedem Bürger empfehlen sich mal mit der Partei auseinander zusetzen.

Auch bei größter gedanklicher Anstrengung finde ich garnichts anstößiges an deren Ziele.

Emanzipation der Bürger und Selbstbestimmung sind ehrenwerte Ziele
der Bevölkerung . Sie sichern den Wohlstand der Mittelschicht und sind Garant für friedliche und stabile Verhältnisse im Land.
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27.12.08 11:38:02
Beitrag Nr. 53 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.267.795 von Allokation am 27.12.08 11:03:19Klar, die Glatzen werden schon für friedliche und stabile Verhältnisse sorgen, keine Bange.
Und für griffige Slogans und Phrasen waren die Rechtsradikalen schon immer gut.
Die NPD würde natürlich verhindern, dass eine Weltwirtschaftskrise sich auf Deutschland auswirkt.
Und wenn eines Tages der Welt das Öl ausgeht und die große Wertschöpfungskrise beginnt, würde uns das unter NPD-Regentschaft natürlich überhaupt nicht berühren.
Einfache Antworten auf äußerst komplizierte und widersprüchliche Sachverhalte und Probleme - darin sind sie freilich groß.
Und so etwas kann man natürlich wunderbar in ein Parteiprogramm schreiben.
Die Bürger können sich wunderbar emanzipieren unter NPD-Regentschaft, vorrausgesetzt, sie sind nicht anderer Meinung.
Und eine kleine Keilerei wie kürzlich in den Fluren des Dresdner Landtags erhöht ganz nebenbei sogar den Unterhaltungswert der Politik.

Und natürlich werden unsere ausländischen Handelspartner uns lieben für eine rechtsradikale Regierungspartei. Das schafft Arbeitsplätze massenhaft....
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27.12.08 11:43:53
Beitrag Nr. 54 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.267.758 von Triakel am 27.12.08 10:40:42Servus Triakel,

es ging mir bei dieser Einlassung um unser aller Herkunft und nicht darum eine Partei (hier die SPD) zu diskreditieren!
Und mit: "Viele Mitglieder an wichtigen Stellen mit Persil-Schein"
meinte ich nicht die SPD, sondern die demokratischen Institutionen
Nachkriegs-Deutschlands im Allgemeinen. RICHTIG LESEN!

Dennoch, weil wir gerade dabei sind: Wie vereinbart es sich für Dich, daß die SPD heute ohne Probleme mit der Linken zumindest auf Länderebene koalieren kann. Gab es nach der Zwangsvereinigung der SPD mit der KPD zur SED in der S.B.Z. nach dem Kriege nicht auch
hinreichend Repressalien gegen Mitglieder der SPD. Oder war die SED eine demokratische und menschenfreundliche Organisation? Da muß ich wohl was verpasst haben!

Schuhmacher würde sich im Grab umdrehen!!!

Maraho
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27.12.08 11:50:52
Beitrag Nr. 55 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.267.875 von Triakel am 27.12.08 11:38:02 Und natürlich werden unsere ausländischen Handelspartner uns lieben für eine rechtsradikale Regierungspartei. Das schafft Arbeitsplätze massenhaft....


Unsere amerikanischen Freunde hat das bis 1941 (GM, Ford, Du Pont
etc.) auch nicht gestört.
Und Hitler hat sich mit Stalin Polen aufgeteilt!

Haben wir wohl übersehen, was nicht bedeutet, daß ich ein Anhänger rechten Gedankengutes bin!!!
Nur ein Freund der Objektivität!

Maraho
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27.12.08 11:59:35
Beitrag Nr. 56 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.267.898 von Maraho am 27.12.08 11:43:53Die Zusammenarbeit zwischen den Linken und der SPD ist ja schon seit vielen Jahren Prxis, in Berlin und in Meck Pomm und natürlich in einer großen Anzahl von Kommunen.
Ich wähle keine Linken, weil sie mir ebenso wie die NPD zu populistisch sind. Aber zu einem Untergang des Abendlandes hat diese Zusammenarbeit bisher nicht geführt und auch Schlägertruppen der Linken sind nach meinem Wissen nicht durch Meck Pomm gezogen. Auch Keilereien im Schweriner Landtag sind mir nicht bekannt.

Fazit: die Linken sind für mich gegenüber der NPD zwar das kleinere übel, aber da ich gegen jedes Übel bin, bin ich auch gegen die Linken. Wenn die SPD mit denen zusammenarbeitet, muß sie das mit ihrem Gewissen vereinbaren. Was in 2 Bundesländern halbwegs hingehauen hat, kann in anderen Bundesländern kläglich scheitern. Und in Hessen sehe ich beispielweise sehr stark die Gefahr des Scheiterns einer solchen Zusammenarbeit, denn dort gibt es nach meiner Kenntnis Amtsträger bei den Linken, die sogar ähnlich vertrauensunwürdig sind, wie viele Typen in der NPD.
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27.12.08 12:19:25
Beitrag Nr. 57 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.267.671 von HeWhoEnjoysGravity am 27.12.08 09:29:07Zahl rechtsextremer Straftaten steigt drastisch :rolleyes:

Die halbe Wahrheit ist auch eine Lüge!

Richtiger weise muß man dazu sagen, das jedes Hakenkreuz, das auch Kinder oder Linke gerne mal irgendwo ranschmieren, als rechtsextreme Straftat gezählt wird. So läßt sich die Zahl der Straftaten wunderbar aufblähen und als Begründung für weitere hunderte Millionen Euro für den gloreichen "Kampf gegen Rechts" heranziehen.

Was für ein verlogener Haufen.
Aber was will man von einem linken Hetzblatt, wie dem Spiegel, schon anderes erwarten.
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27.12.08 12:27:25
Beitrag Nr. 58 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.267.875 von Triakel am 27.12.08 11:38:02Klar, die Glatzen werden schon für friedliche und stabile Verhältnisse sorgen, keine Bange.

Ja gut , ich lasse mich mal darauf ein. Du läßt Dir also lieber von einem Muselmann unter religeösem Glaubenszwang, das Fell über die Ohren ziehen.

Sicher, das geht auch, ist aber nicht so mein Geschmack.

Und für griffige Slogans und Phrasen waren die Rechtsradikalen schon immer gut.

Phrasen dreschen alle Parteien. (sogen. Mehrheitsbeschaffung über Wahlpropaganda)

Es gibt da keine Verbindlichkeiten gegenüber der Bevölkerung . Hiesige Regierung und Parlament haben einen autarken politischen Charakter gegenüber dem Volk.

Im Sinn zur Verbesserrung Deomkratiewesens sollte das schleunigst geändert werden.

Bürgerdemokratie u. keine Regierungsdikate.

Denn wie Du soeben festgestllet hast, kannst auch Du zu einer eigenen Meinung kommen. Oder wollste leugnen?

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Die NPD würde natürlich verhindern, dass eine Weltwirtschaftskrise sich auf Deutschland auswirkt.
Und wenn eines Tages der Welt das Öl ausgeht und die große Wertschöpfungskrise beginnt, würde uns das unter NPD-Regentschaft natürlich überhaupt nicht berühren.
Einfache Antworten auf äußerst komplizierte und widersprüchliche Sachverhalte und Probleme - darin sind sie freilich groß.
Und so etwas kann man natürlich wunderbar in ein Parteiprogramm schreiben.
Die Bürger können sich wunderbar emanzipieren unter NPD-Regentschaft, vorrausgesetzt, sie sind nicht anderer Meinung.
Und eine kleine Keilerei wie kürzlich in den Fluren des Dresdner Landtags erhöht ganz nebenbei sogar den Unterhaltungswert der Politik.

Und natürlich werden unsere ausländischen Handelspartner uns lieben für eine rechtsradikale Regierungspartei. Das schafft Arbeitsplätze massenhaft....
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Du glaubst doch wohl nicht das Multikulti auf dauer eine Chance hat.

Die heterogene Seele mit beliebigen Werten führt beim einzelnen Individum letztlich zu reiner Willkür und Beliebigkeit.

Was nutz es denn einer Elite, wenn die den Materialismus für sich im Focus hat und dem Volk das Mitdenken und Mitentscheiden verbietet ?

Das ist weder sozial noch demokratisch!!


Eine politische Zwangsbeglückung durch den Vorstand Deutschland
hat nichts mit Demokratie zu tun und ist bürgerfeindlich.


Separation und lokale Abgrenzung, eigene Identitäten und der Wunsch nach einer homogenen Rechts u. Werteordnung ist ein Prinzip der Evolution und eine Frage des Fortbestandes ganzer Völker.

Unser Energie u. Rohstoffversorgungsproblem , das ist seit Jahrzehnten bekannt, das läßt sich aber nicht durch eine Entethniesierungskampagne lösen.

Rohstoffe werden nun mal lokal gefunden und auch lokal verwaltet.
Bei der Verteilung von Rohstoffen entscheidet allein der Preis und nicht wieviel ostanatolische Bauern zu uns gezogen sind.
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27.12.08 12:28:40
Beitrag Nr. 59 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.267.951 von Triakel am 27.12.08 11:59:35...und auch Schlägertruppen der Linken sind nach meinem Wissen nicht durch Meck Pomm gezogen

Doch sind sie und tun es auch weiter!
Beispiel aus Neubrandenburg (MeckPom):
Rechte Kundgebung mit linken Störversuchen. Bilanz: 20 festgenommene, davon 18 Linke und 2 Rechte. Selbstverständlich lauten die Überschriften in den Zeitungen dann aber "Rechte Gewalttäter festgenommen", das 10mal soviel linke Gewalttäter festgenommen wurden steht dann irgendwo gut versteckt im Kleingedruckten.

Träum also weiter Deinen linken Traum.
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27.12.08 12:49:20
Beitrag Nr. 60 ()
Und die die hier über eine homogene oder aber inhomogenen Bevölkerung entscheiden, die autorisieren sich dauerhaft zur Selbstbeglückung mit Privilegien.

Aber gleichzeitig berauben sie das eigene Volk Ihrer Werte und Tugenden.

Dem Volk werden die Motive zur Leistung gestohlen . Damit wird der Leistungswille des Mittelstands untergraben.

Machthaber wollen auf kein Privileg verzichten , aber das Volk soll seine Werte, die über Jahrzehnte eine Garantie für Wohlstand und Frieden war hergeben.

Wenn das kein Verrat ist, was ist es denn dann?
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27.12.08 13:08:10
Beitrag Nr. 61 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.051 von Allokation am 27.12.08 12:49:20:confused:

Wenn das kein Verrat ist, was ist es denn dann?

nach meinen begriffen, wenn man mit diesem wissen und nach diesen erfahrungen derartige parteien weiter wählt und unterstützt.
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27.12.08 13:15:12
Beitrag Nr. 62 ()
Ein eigener Thread für die NPD?
Das ist ja furchtbar! :(
Darf der grässliche Fuller81 oder ein anderer Neonazi jetzt hier wieder schreiben?

Aufforderung an alle demokratische W.O.-User: meldet alle rechtsradikalen Aktivitäten hier im Board sofort dem Verfassungschutz:
http://www.verfassungsschutz.de
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27.12.08 13:15:48
Beitrag Nr. 63 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.051 von Allokation am 27.12.08 12:49:20In gewisser Weise hast Du da nicht ganz unrecht.
Auch finde ich bedenklich, daß die NPD das System ändern will,
aber von demselben Kohle bezieht.

Aber die großen "demokratischen" Parteien in diesem, unserem Lande:

Berauben sie nicht auch das eigene Volk seiner Werte und Tugenden
durch ihre Skandale?
Werden durch sie nicht auch dem Volk die Motive zur Leistung gestohlen, z. B. durch das soziale Netz oder durch Neid-Debatten?

Die "Christlichen" verhalten sich in keinster Weise christlich und die "Roten" haben zwar immer den kleinen Mann in ihrem Programm,
scheinen aber kein Interesse an dessen Aufstieg aus "dem Elend" zu haben, da sie ja sonst überflüssig würden.

Alle diese Vereinigungen drängen sich in der "Mitte", sorgen aber durch ihr Tun dafür, daß die Ränder immer heftiger ausschlagen.

Maraho
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27.12.08 13:24:25
Beitrag Nr. 64 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.095 von Maraho am 27.12.08 13:15:48Aber die großen "demokratischen" Parteien in diesem, unserem Lande:

Berauben sie nicht auch das eigene Volk seiner Werte und Tugenden
durch ihre Skandale?
Werden durch sie nicht auch dem Volk die Motive zur Leistung gestohlen, z. B. durch das soziale Netz oder durch Neid-Debatten?

Die "Christlichen" verhalten sich in keinster Weise christlich und die "Roten" haben zwar immer den kleinen Mann in ihrem Programm,
scheinen aber kein Interesse an dessen Aufstieg aus "dem Elend" zu haben, da sie ja sonst überflüssig würden.

Alle diese Vereinigungen drängen sich in der "Mitte", sorgen aber durch ihr Tun dafür, daß die Ränder immer heftiger ausschlagen.

Maraho


dem ist nichts hinzuzufügen , das sehe ich ebenso
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27.12.08 13:51:53
Beitrag Nr. 65 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.080 von Nannsen am 27.12.08 13:08:10Hallo Nannsen,

wir haben ein freies Wahlrecht. Den Wählern, denen alles stinkt,
kann ich dennoch empfehle, zur Wahl zu gehen. Anstelle immer nur dasselbe, oder Parteien mit zweifelhaften Programmen zu wählen,
besteht auch die Möglichkeit, den Stimmzettel ungültig zu machen.
Nicht zur Wahl zu gehen, ist keine Lösung, da die Stimme dann einer Partei zufällt, die man sicher nicht wählen wollte.

All` die Nichtwähler könnten so ganz sicher zu einem Umdenken beitragen. 40% ungültige Stimmen sorgen eher für ein Aufhorchen, als eine verkündete Wahlbeteiligung von 60%.

Maraho
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27.12.08 13:58:14
Beitrag Nr. 66 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.204 von Maraho am 27.12.08 13:51:53Umdenken bei der CDU, der SPD, der FDP und den Grünen.
Das war damit gemeint!
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27.12.08 14:05:33
Beitrag Nr. 67 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.092 von Blume_des_Propheten am 27.12.08 13:15:12Klar, Blume_des_Propheten.
Extremeisten missionieren gerne, egal ob strenggläubige Moslems, Evangelikale oder halt Nationalisten jedweder Couleur.

Deshalb, wegen der Missionierung, gibt es einen NPD-Thread und beispielsweise keinen Grünen-Thread.
Missionierung ist schon immer die Sache von Radikalen gewesen.
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27.12.08 15:00:35
Beitrag Nr. 68 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.092 von Blume_des_Propheten am 27.12.08 13:15:12Ein eigener Thread für die NPD?
Das ist ja furchtbar!
Aufforderung an alle demokratische W.O.-User: meldet alle rechtsradikalen Aktivitäten hier im Board sofort dem Verfassungschutz:


Du gehörst zu dem selben, wiederlichen, Denunziantenpack, wie schon die Blockwarte unter Hitler.
Damals braun lackiert - heute rot angemalt.
Man muß die NPD nicht mögen, aber sie ist legal und sitzt in etlichen Parlamenten - übrigens genauso wie die Kommunisten (LINKE). Wenn, dann sollte man schon beide gleich behandeln.
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27.12.08 15:20:18
Beitrag Nr. 69 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.092 von Blume_des_Propheten am 27.12.08 13:15:12Ich hatte eigentlich nicht das Gefühl, in einem NPD-Propaganda-Thread zu posten. So wie ich das verstanden habe, wird hier über deren Programm diskutiert. Oder habe ich das falsch aufgefasst?

Würden sich die großen und kleineren Parteien mal mit denen auseinandersetzen und zwar öffentlich, z. B. bei Wahlkampf-Diskussionen, so gäbe es das "Problem" NPD vielleicht nicht mehr.
In meinen Augen wäre das geradezu eine Pflicht für dieselben.
Und unsere Demokratie würde es sicher auch überstehen!

Anscheinend aber bewegen wir uns immer mehr hin zu einer "DDR-Light"!

P.S.: Gewisse Parolen der "Rechten" werden in Wahlkämpfen leider von den Parteien, die rechtes Gedankengut eigentlich verurteilen, aber auch ganz gerne eingesetzt! Traurig und absolut unverantwortlich!
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27.12.08 16:03:35
Beitrag Nr. 70 ()
#57 > Richtiger weise muß man dazu sagen, das jedes Hakenkreuz, das auch Kinder oder Linke gerne mal irgendwo ranschmieren, als rechtsextreme Straftat gezählt wird. So läßt sich die Zahl der Straftaten wunderbar aufblähen und als Begründung für weitere hunderte Millionen Euro für den gloreichen "Kampf gegen Rechts" heranziehen.
Das klingt mir aber stark verharmlosend. Kannst du diese Behauptung belegen?

... Berlin. Die Zahl rechtsextremistischer Straftaten steigt in diesem Jahr auf einen neuen Höchststand: Bis Ende Oktober registrierte das Bundesinnenministerium 11 928 Delikte mit rechtsextremem Hintergrund - ein Anstieg um fast 30 Prozent. Damit wurden in zehn Monaten mehr einschlägige Taten als im selben Vorjahreszeitraum gezählt, damals registrierten die Behörden bis Ende Oktober 10 935 Delikte. Auch die Zahl der Gewalttaten wuchs um über 15 Prozent auf 639. Erheblich gestiegen ist im ersten dreiviertel Jahr auch die Zahl antisemitischer Straftaten: Von 716 auf 797 von Januar bis Ende September. Die endgültige Auswertung der Daten für das Gesamtjahr, die von den Landeskriminalämtern gemeldet werden, steht noch aus. ... http://www.fr-online.de/top_news/1651012_Rechte-schlagen-oef…
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27.12.08 16:27:08
Beitrag Nr. 71 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.524 von HeWhoEnjoysGravity am 27.12.08 16:03:35Ich habe mal recherchiert.
Hier der Link:

http://linksgegenrechts.e-workers.de/verboten.html…

Wenn Du eine Antwort von dem user bekommen möchtest, empfehle ich Dir, in der Rubrik, in der er schrieb, auf "Antwort schreiben" zu gehen. Dann sieht er sofort, daß sich jemand mit ihm auseinandersetzt.

Gruß Maraho
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27.12.08 16:32:44
Beitrag Nr. 72 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.382 von AlterMann am 27.12.08 15:00:35Man muß die NPD nicht mögen...

Ach, das ist nun wieder sehr großzügig.
Und ich hatte manchem Beitrag hier schon entnommen, man müsse dies, um als anständiger Deutscher und nicht als "rotes Gesindel" zu gelten.
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27.12.08 21:46:51
Beitrag Nr. 73 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.268.580 von Triakel am 27.12.08 16:32:44Na Du kleiner Hetzer, wie wäre es mal damit den kompletten Satz zu zitieren - der geht so:

Man muß die NPD nicht mögen, aber sie ist legal und sitzt in etlichen Parlamenten - übrigens genauso wie die Kommunisten (LINKE).

Und plötzlich erkennt man den Unterschied zwischen Deiner Propaganda und einer einfachen, aber objektiven, Feststellung.
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27.12.08 23:49:28
Beitrag Nr. 74 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.269.086 von AlterMann am 27.12.08 21:46:51Klasse NPD!
Respekt! Soviel Intelligenz hätte ich euch gar nicht zugetraut.


Von wegen kleiner Hetzer. Obiger Spruch ist von Dir. Und das steht Dir sogar zu, solche Ergebenheitsadressen an die Rechtsradikalen zu verfassen.
Denn wir leben ja glücklicherweise in einer Demokratie, mit Pluralität, die selbst ihre Feinde noch legalisiert.
Eine Pluralität, die mitunter schon die Grenze zur Dummheit streift und von ihren Feinden verächtlich gemacht wird.
Und die Hetzer sind die Links- und Rechtsradikalen, wobei letztere auch oft im Gewand von Biedermännern daher kommen und schön klingende Parteiprogramme formulieren. Aber hinter der gutbürgerlichen Maske steckt Totalitarismus.

Einmal Herrschaft der Rechtsradikalen in Deutschland sollte für alle Ewigkeit reichen. Aber ich weiß, ich bin ein übler Hetzer gegen diese völlig unschuldigen NPD-Biedermänner.
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28.12.08 00:51:10
Beitrag Nr. 75 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.269.240 von Triakel am 27.12.08 23:49:28Aber ich weiß, ich bin ein übler Hetzer gegen diese völlig unschuldigen NPD-Biedermänner.

Na bitte, geht doch. Du weist ja, "Einsicht ist der erste Weg ..."
Jetzt am besten noch eine Distanzierung vom "Kampf gegen Rechts" und aus Dir kann noch ein anständiger Mensch werden.
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28.12.08 07:35:55
Beitrag Nr. 76 ()
Guten Morgen,

hier noch ein Link:
http://www.bpb.de/themen/WOIMXN,0,Falsch…
Ist zwar schon etwas älter, aber die Schwierigkeiten im Umgang mit dieser Materie werden dort ganz gut aufgezeigt.

Dieser doch etwas "verunglückte" Thread bestätigt m. M. das dort beschriebene.
Darum verabschiede ich mich hiermit.

Noch einen schönen Tag und eine gute Zeit, trotz aller Irrungen und Wirrungen!

Maraho
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03.01.09 16:31:35
Beitrag Nr. 77 ()
Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen gegen NPD aus
Die Finanzaffäre der rechtsextremistischen NPD, die die Partei in eine tiefe Krise gestürzt hat, weitet sich aus. Ins Visier der Fahnder sind nach SPIEGEL-Informationen nun auch zwei Wirtschaftsprüfer geraten.

Die Staatsanwaltschaft in Münster ermittelt nach Angaben von Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer nicht nur gegen den inzwischen abgelösten NPD-Schatzmeister Erwin Kemna, sondern auch gegen zwei Wirtschaftsprüfer wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Parteiengesetz. Die Steuerexperten Eberhard Müller und Werner Linn hatten jahrelang Kemnas – offenbar manipulierte – Rechenschaftsberichte an die Bundestagsverwaltung testiert.

Die Ermittler prüfen nun, ob auch die NPD-Spitze Kenntnis von den Machenschaften hatte. Laut Staatsanwaltschaft wurden bereits Ende November mehrere Wirtschaftsprüfungskanzleien in Süddeutschland durchsucht, sowie die Zentrale der NPD-nahen Deutsche Stimme Verlags GmbH im sächsischen Riesa. Die Staatsanwälte haben nach eigenen Angaben Indizien dafür, dass die NPD jahrelang über Treuhandkonstruktionen Parteigelder in den Verlag geschleust und ihre Beteiligung an dem rechtsextremen Druckhaus gegenüber der Bundestagsverwaltung verschleiert habe.

Unternehmensbeteiligungen von Parteien müssen nach dem Gesetz offengelegt werden, andernfalls drohen Sanktionen. "Deutsche Stimme"- Verlagsleiter Jens Pühse räumt ein, dass ein Teil der Gesellschaftsanteile des Verlags durch den Wirtschaftsprüfer Müller "treuhänderisch für dritte Personen" gehalten würden. Um wen es sich handle, sei "lediglich Herrn Müller bekannt". Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass diese Konstruktion im Auftrag oder mit Wissen der Partei gewählt wurde. Der Wirtschaftsprüfer selbst mochte sich – wie sein Kollege Linn, der bereits inhaftierte Ex-Schatzmeister Kemna und NPD-Sprecher Klaus Beier – nicht zu den Vorwürfen äußern. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,599270,00.h…
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03.01.09 19:57:46
Beitrag Nr. 78 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.297.756 von HeWhoEnjoysGravity am 03.01.09 16:31:35:confused:

sieht aus, als ob die npd sich damit nun allen demokratischen gepflogenheiten der übrigen demokratischen parteien angepasst hat.

je nach persönlichem weltbild könnte man dies als fortschritt und als beweis der völligen normalität dieser demokratischen partei begrüßen, oder-und das ist wahrscheinlicher- man könnte sich mit grausen abwenden, weil sie sich dermaßen dilettantisch im vergleich zu ihren großen vorbildern, den damaligen christlichen titanen der geistig moralischen wende z.b. benommen haben.

Die kameraden haben noch einen weiten weg vor sich, bevor sie in der wirklichen realität des faktischen ihrer etablierten vorbilder ankommen.

wer erinnert sich nicht mit vergnügen an die flickaffäre, die gekaufte republik, das ehrenwort versprechen unseres kanzlers, die jüdischen vermächtnisse, den staatlichen versicherungsbetrug an bis jetzt 12 millionen von riesersparern u.a. usw usw..
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04.01.09 05:39:30
Beitrag Nr. 79 ()
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04.01.09 05:45:18
Beitrag Nr. 80 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.299.136 von Maraho am 04.01.09 05:39:30Aus demselben Blatt vom 7.10.2002:

http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2002/…
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04.01.09 05:52:58
Beitrag Nr. 81 ()
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04.01.09 06:42:17
Beitrag Nr. 82 ()
#78 Daraus kann man aber auch einen Neuanfang machen. Die Ermittlungen richten sich wohl eher gegen einige Funktionäre und nicht gegen die ganze Partei.

#79 beachtlich:

... Die rechtsextreme NPD beginnt das Wahljahr 2009 damit, sich selbst zu demontieren. Der NPD-Aktivist und Freie Kameradschaftsführer Thomas Wulff hat ein Ende der sogenannten "Volksfront" angekündigt, wie das 2004 zwischen NPD und Neonazis außerhalb der Partei eingegangene Bündnis genannt wird. ...

... Vor dem NPD-Bundesparteitag 2008 wurden aber aus der Partei Stimmen gegen die Zusammenarbeit immer lauter. In der NPD sorgen sich einige wie der Bundesvize Sascha Roßmüller um das bemüht bürgerliche Image der Partei. Sie befürchten, die Radikalität der Kameradschaften könne die Verbürgerlichungsstrategie der NPD gefährden. Der Wähler wolle keine "Glatzenpartei" hieß es. Weitere, noch deutlichere Kritik an den Kameradschaften folgte. So missfiel der Parteiführung, dass Wulff bei der Beerdigung des Altnazis Friedhelm Busse im Juli in Passau eine Reichskriegsfahne mit Hakenkreuz auf den Sarg legte. ... http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/volksfront…
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05.01.09 19:00:39
Beitrag Nr. 83 ()
KRIMINALITÄT
Rechte Engel

Bislang hielten Rockerbanden die Polizei mit Gewalt, Drogen und Waffen in Atem. Nun alarmiert die Fahnder eine neue Bedrohung: Bei deutschen Hells Angels machen militante Neonazis Karriere.

Der Mann, den alle nur Maxe nennen, wollte ein Musterknabe werden, wenigstens nach der Haftentlassung. Markus W. hatte vor gut zehn Jahren für Schlagzeilen gesorgt und für internationales Entsetzen: Damals gehörte er zu jenen deutschen Hooligans, die während der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich den Polizisten Daniel Nivel zum Krüppel schlugen. Vier Jahre lang saß er für die "gemeinschaftliche schwere Körperverletzung" in einem französischen Gefängnis.

Nach seiner vorzeitigen Entlassung 2002 gelobte er einen Wandel vom rechten Schläger zum Sozialarbeiter: Er wolle Sozialwissenschaften studieren, in Kontakt treten mit Menschen, "die Probleme mit der Gesellschaft haben". Jugendliche sollten von seinen Erfahrungen profitieren: "Ich kann ihnen sagen: Jungs, Gewalt lohnt sich nicht."

Doch Maxe war gerade zehn Wochen in Freiheit, da ermittelte die Polizei erneut gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung - wenn auch ohne Ergebnis. Nach der Übertragung des Fußball-WM-Finales Deutschland gegen Brasilien im Sommer 2002 war er auf dem Schützenfest im heimatlichen Hannover in eine Schlägerei verwickelt. Seitdem musste Maxe wiederholt vor Richtern erscheinen, mal wegen der Beleidigung eines Türken, mal wegen eines Angriffs auf einen Algerier.

Sozialarbeiter wird er nun nicht mehr werden, eine Art gesellschaftlicher Aufstieg ist ihm dennoch gelungen: In Hannover hat sich Maxe zu einem führenden Mitglied der Rockerbande Hells Angels hochgearbeitet.

Markus W. alias Maxe ist im Visier von Polizei und Verfassungsschutz, auch weil er für eine besorgniserregende Entwicklung steht. Denn bundesweit konstatieren die Fahnder Kontakte deutscher Rocker zu militanten Neonazis. Bei der "Beobachtung der rechtsextremistischen Szene fallen bei den Verfassungsschutzbehörden Erkenntnisse über Verbindungen zu Rockern an", heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage. Man habe "gelegentlich" Hinweise auf "gemeinsame Aktivitäten und Treffpunkte sowie einzelfallbezogene Kooperationen von Rechtsextremisten (insbesondere Skinheads) und Rockern, vor allem auf lokaler Ebene".

Solche "gemeinsamen Aktivitäten" auf "lokaler Ebene" gibt es in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Baden-Württemberg. Am weitesten fortgeschritten ist nach Einschätzung von Ermittlern die Verflechtung zwischen Rockern und Rechtsextremen aber im Hannover-"Charter", wie Hells Angels regionale Unterorganisationen nennen.

Beim Hannover-Boss der Angels, Frank H., ist Markus W. inzwischen "Secretary". Als rechte Hand des Chefs gehört er damit neben dem "Treasurer" (Schatzmeister) und dem "Sergeant at Arms" (Sicherheitschef) zum inneren Zirkel des streng hierarchischen Clubs. Für die Fahnder vom Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen eine beunruhigende Entwicklung. Denn das Charter Hannover ist nicht irgendeins: Es gilt als größtes und zählt zu den einflussreichsten weltweit im Bund der Hells Angels.

Der Club in Hannover wird vom niedersächsischen LKA dem Dunstkreis der Organisierten Kriminalität zugerechnet. Eine achtköpfige Ermittlungsgruppe "EG 1 Prozent" kümmert sich um die Rocker. Der Name geht auf eine Selbsteinschätzung der Angels zurück, die gern darauf hinweisen, dass 99 Prozent ihrer Mitglieder gesetzestreu seien - es aber das eine Prozent der "Outlaws" gebe, der selbsternannten "Gesetzlosen".

Mögen die Hells Angels gern den Mythos eines friedlichen Clubs von Pfadfindern auf Motorrädern pflegen: Für die Ermittler der "EG 1 Prozent" arbeiten viele "Engel" wie eine kriminelle Bande, die "arbeitsteilig, gezielt und systematisch vorgeht", wie Frank Federau vom LKA erklärt. Sie bediene sich der Hilfe von PR-Profis und hochkarätiger Rechtsbeistände. In Teilen seien sie "wie ein Wirtschaftsunternehmen aufgestellt".

"Meine Herren, bleiben Sie sauber"

Die Ermittler sind auf ein unübersichtliches Geflecht mit rechten Querverbindungen gestoßen, von harmlos erscheinenden Tattoo-Studios bis hin zu paramilitärischen Sektionen. Und sie gehen davon aus, dass illegale Einnahmen durch legale Aktivitäten wie Sicherheitsdienste, Merchandising oder Events getarnt werden.

Zu solchen Events der Rocker gehörte im vergangenen Jahr die "Tattoo-Convention" (Tätowiermesse) in Hannover - organisiert von Secretary Markus W. alias Maxe. Er sorgte dafür, dass rechte Szeneläden ihr Angebot freizügig präsentieren konnten, darunter auch ein Tattoo- und Piercingladen aus einem Ort im Kreis Soltau-Fallingbostel. Das Studio leiten Hannes F. und Marcel U., zwei Kampfsportler mit langjährigen Verbindungen in die militante Neonazi-Szene. Bei den Hells Angels des Charters Hannover haben sie es ebenfalls weit gebracht: von "Hangarounds" (Anhängern) zu "Prospects" (Anwärtern) - der letzten Stufe vor ihrer Aufnahme in die Bande als "Member" (Mitglied).

In ihrem Geschäft berät Inhaber Hannes F. freundlich die Besucher, der "Piercer" Marcel U. heißt besonders "experimentierfreudige Kunden" willkommen. Zur Inspiration legen sie Muster vor, die bei Rechtsextremen sehr beliebt sind: Wehrmachtsoldaten und die Runenkunde einer Kameradschaft. In den Fotoalben zeigen sie stolz das Bild eines Tattoos, das deutlich an den einstigen Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß erinnert.

Hannes F. soll nach den Recherchen der Fahnder sowohl in der rassistischen Sekte "Artgemeinschaft" als auch in der "Kameradschaft Hildesheim" mitgewirkt haben. Im März vorigen Jahres musste er sich vor dem Landgericht in Halle (Sachsen-Anhalt) verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, für die "Sektion Niedersachsen" von "Blood and Honour" (Blut und Ehre) gearbeitet zu haben. Das internationale Netzwerk, das rechtsextreme Bands vermarktet, ist in Deutschland seit dem Jahr 2000 verboten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Hannes F. auch nach dem Verbot noch im Geiste von "Blood and Honour" rechtsextreme Events organisierte - und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe.

Neben Hannes F. saß in Halle Johannes K. auf der Anklagebank. Auch er hat Verbindungen zu den Hells Angels aufgebaut, die beiden kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei "Blood and Honour". K. führt ein Tattoo-Studio in Hildesheim; in dem Laden wird für die Geschäfte der Rocker im Rotlichtmilieu geworben, zudem werden deren Merchandising-Artikel verhökert.

Der Fall Johannes K. zeigt, dass die Übergänge zwischen Rockern und Rechten fließend sind. Denn neben dem Tattoo-Studio betreibt K. einen Army-Shop: einen Laden für spezielle Ausrüstung "von Soldaten, für Soldaten". Als "Combat and Survival School" (Kampf- und Überlebenstraining) bietet der Militärfan unter anderem eine Ausbildung zum "Scharfschützen" an.

An den paramilitärischen Übungen von Johannes K., so die Ermittler, soll auch ein Mitglied des "Selbstschutzes Sachsen-Anhalt" teilgenommen haben. Die militante "Kameradschaft", die mit ihrem Kürzel "SS-SA" unverhohlen auf die NS-Zeit anspielt, arbeitet als "nationaler Sicherheitsdienst" und stellt bei rechtsextremen Veranstaltungen die Ordner.

Ordner brauchen die Angels viele, sie sollen vor fremden Blicken schützen. Auch ihr Clubheim "Angels Place" wird von stämmigen Burschen bewacht. Es liegt gut geschützt am Ende einer Sackgasse in Hannover. Besucher ohne Einladung werden von muskulösen Wächtern aufgehalten. Hells-Angels-Chef Frank H. hält hier Hof, ein hünenhafter, einschlägig bekannter Ex-Boxer. Erst Mitte Dezember wünschte er als Gastgeber einer Party den aus ganz Deutschland angereisten Engeln "viel Spaß". Stripperinnen mühten sich um Stimmung, das Bier der hauseigenen Marke "81" tat sein Übriges. "81" steht für den achten und ersten Buchstaben des Alphabets: "HA" wie Hells Angels.

Unter den Besuchern tummelten sich indes auch einige, die sich eher an der Ziffernfolge 18 berauschen: "AH" wie Adolf Hitler. Das Logo "Max H8" war gleich an der Kleidung von mehreren zu entdecken: "H8" verschlüsselt die Zahl "88", die in der rechtsextremen Szene für den verbotenen Gruß "Heil Hitler" steht. Zugleich symbolisiert "Max H8" auch "Maximum Hate" (maximaler Hass).

Obwohl die Polizei die Szene ständig beobachtet, ist sie schwer zu fassen. Offiziell sagen die Rocker in Hannover, sie seien vollkommen unpolitisch. So erklärt es ihr Pressesprecher Django. Symbole mit Nazi-Bezug seien kein politisches Statement, sondern dienten bei einigen nur als Provokation. Dass mancher ein langes Vorstrafenregister hat, räumen die Rocker ein. Es sei aber kein Hinderungsgrund, Mitglied zu werden. Entscheidend sei allein, dass man die Regeln der Angels einhalte.

Zu diesen Regeln gehört auch das Gebot, keine Kooperation mit der Staatsgewalt einzugehen. Unter Rockern gilt, wie bei der Mafia, die Omertà - das Gesetz des Schweigens. So mussten die Fahnder in Niedersachsen erst vor wenigen Wochen zähneknirschend mit ansehen, wie die Bruderschaft wieder glimpflich davonkam. 14 Hells Angels aus Bremen standen im Dezember in Hannover wegen eines brutalen Überfalls auf Mitglieder der konkurrierenden Gang Bandidos vor Gericht. Schon nach zwei Verhandlungstagen einigten sich Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf einen Deal: auch weil der Kronzeuge, ein ehemaliger Angel, plötzlich nicht mehr aussagen mochte. Elf der Rocker kamen mit Bewährungsstrafen sofort frei.

"Meine Herren, bleiben Sie sauber", rief Richter Jürgen Seifert unter dem Gejohle der Rocker. Ein frommer Wunsch. Demonstrativ klatschten die angereisten Bandenmitglieder. In der letzten Zuschauerreihe applaudierte ein lächelnder Angel im Sweatshirt der Marke Lonsdale, einem Erkennungszeichen der Rechtsextremen. http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,599441,00.html
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07.02.09 08:05:39
Beitrag Nr. 84 ()
Porno-Schlammschlacht in der NPD
Machtspielchen unter Rechtsextremisten: Eine Berliner NPD-Kreisvorsitzende tritt zurück. Hochrangige Parteifunktionäre hätten sie erpresst, sagt Gesine H. - mit angeblichen Pornobildern. ...

... Auf der "Altermedia"-Seite überschlagen sich im Forum derweil die Kommentatoren. Manche begrüßen den Rückzug H.s und halten auch die Druckmittel der NPD-Funktionäre für legitim, andere nehmen H. in Schutz. Und immer wieder beklagen Rechtsextremisten in ihren Einträgen, dass sich mit der Schlammschlacht der Selbstzerstörungsprozess der Partei fortsetze.

Denn schon seit Monaten tobt in der NPD ein Machtkampf auf höchster Ebene, der schon zu Rücktritten führte und derzeit auch öffentlich in ungewöhnlicher Schärfe geführt wird. Beim für Ende März geplanten Bundesparteitag wollen parteiinterne Gegner den durch die Finanzaffäre angeschlagenen Partei-Boss Udo Voigt aus dem Amt drängen. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,605986,00.h…

Udo Voigt: http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Voigt
Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/15/Dav…
Udo Voigt und der ehemalige Grand Wizard des Ku-Klux-Klans, der US-Amerikaner David Duke

Ist die NPD auf dem Weg der Besserung?
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14.02.09 11:30:51
Beitrag Nr. 85 ()
NPD droht finanzielles Fiasko
Die NPD ist erneut in finanziellen Schwierigkeiten. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Bundestagsverwaltung massive Ungereimtheiten im jüngsten Rechenschaftsbericht der Rechtsextremisten entdeckt.

Das Zahlenwerk, das vor wenigen Wochen, kurz vor Abgabefrist, beim Bundestag eingereicht wurde, soll derart gravierende Fehler enthalten haben, dass sich die Summe der Unrichtigkeiten auf fast 900.000 Euro beläuft. Ein Sprecher des Bundestags bestätigte "Anhaltspunkte für Fehler im Rechenschaftsbericht 2007", zu Details und Summen wollte er sich nicht äußern.

Auch mehrere Spitzenfunktionäre der Partei räumen Querelen mit der Bundestagsverwaltung ein. NPD-Bundesschatzmeister Stefan Köster beteuert indes, "beim Bundestag einen richtigen Rechenschaftsbericht eingereicht und hierzu gegenüber dem Bundestag ausführlich Stellung genommen" zu haben.

Die Erläuterungen scheinen die Parteienkontrolleure nicht überzeugt zu haben: Eine für diese Woche vorgesehene Zahlung in Höhe von rund 300.000 Euro will die Bundestagsverwaltung nur unter Vorbehalt und gegen Sicherheiten in gleicher Höhe an die NPD überweisen. So sollen, dem Parteiengesetz entsprechend, mögliche Rückforderungen der Staatskasse abgesichert werden. Auch diesen Vorgang will Köster "nicht bestätigen" und behauptet, dass man sich "hinsichtlich der finanziellen Situation der Partei keine Sorgen" machen müsse.

NPD-Bundesvorstand Udo Pastörs dagegen wies am Freitag auf die katastrophale Finanzlage der Partei hin: "Die Kriegskasse der NPD existiert de facto gar nicht mehr." Es könnte noch schlimmer kommen: Sollten sich die Unregelmäßigkeiten im Rechenschaftsbericht 2007 bestätigen, droht der hochverschuldeten NPD eine Geldstrafe in doppelter Höhe der unrichtigen Angaben, rund 1,8 Millionen Euro. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,607602,00.h…
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14.02.09 12:13:42
Beitrag Nr. 86 ()
Guten Tag zusammen,

ich fand es ganz interessant (hat zwar nur indirekt etwas mit der NPD zu tun), deshalb hier:


Der Polemiker
Dominik Betz und Gregor Haschnik 14.02.2009

Ein Interview mit Henryk M. Broder über Kritik an Israel, Antisemitismus und die künstliche Empörung über vermeintliche Nazi-Skandale

Henryk Modest Broder, geboren am 20. August 1946 im polnischen Kattowitz, wandert in den späten fünfziger Jahren mit seinen Eltern über Wien nach Deutschland aus. Seine erste Station ist Köln, wo er Volkswirtschaft und Jura studiert. Anfang der siebziger Jahre wechselt er nach Hamburg und beginnt dort bei den St. Pauli-Nachrichten zu arbeiten, damals eine Mischung aus linker Agitationsschrift und Sexmagazin. Broder: "Meine beste Zeit als Journalist". Später schreibt er für zahlreiche Zeitschriften und Tageszeitungen, darunter das Satiremagazin Pardon und die eingestellte Wochenzeitung Die Woche. Broders Kampf gegen linken Antisemitismus führt 1986 nach dem Erscheinen des kontroversen Buches "Der ewige Antisemit" zum Bruch mit zahlreichen Weggefährten; Broder zieht nach Israel, kommt nach dem Mauerfall nach Berlin. In jüngster Zeit beschäftigt er sich mit der Politik des Appeasements. Broders Markenzeichen ist die ironisierende Polemik, die immer wieder zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führt, die er nicht scheut. Er ist Reporter beim Spiegel, Kolumnist bei der Weltwoche. Darüber hinaus betreibt er zusammen mit anderen Autoren das publizistische Netzwerk Achse des Guten. Sein letztes Buch heißt "Kritik der reinen Toleranz".



Herr Broder, wo hört legitime Kritik an Israel auf, und wo beginnt Antisemitismus?

Henryk M. Broder: Ob jemand ein Antisemit ist oder nicht, lässt sich nur im Einzelfall entscheiden. Ich halte mich an folgende Daumenregel: Antisemitismus ist, wenn man die Juden noch weniger leiden kann, als es an sich notwendig ist. Das Ressentiment gegen Juden gehört zum Grundbestand der europäischen Kultur. Wo diese Antipathie über das Normalmaß hinausgeht, beginnt Antisemitismus. Kritik an Israel ist per se kein Antisemitismus, jeder hat das Recht dazu und darf dabei auch unsachlich und ungerecht sein. Wenn allerdings Verfehlungen Israels besonders aufmerksam registriert werden, die anderer Länder dagegen nicht, handelt es sich um Antisemitismus. Wer also darauf fixiert ist, den Israelis Grausamkeiten bei ihrem Kampf gegen Terroristen vorzuwerfen, sich aber um Gräueltaten in Nordkorea oder im Sudan nicht schert, ist Antisemit. Seine Kritik an Israel entspringt purem Judenhass. Im Übrigen müssen sich auch Kritiker kritisieren und nach ihren Motiven fragen lassen.

Ist Antizionismus für Sie gleichbedeutend mit Antisemitismus?

Henryk M. Broder: Die Schnittmenge liegt vermutlich bei 99,9 Prozent. Als der österreichische Journalist Theodor Herzl vor dem Ersten Weltkrieg die Idee hatte, einen Judenstaat zu gründen, konnten Juden und Nichtjuden ruhigen Gewissens antizionistisch sein. Doch nach dem Holocaust und der in dieser Zeit leider ausgebliebenen Welle der Hilfsbereitschaft liegen die Dinge anders: Wer heute behauptet, ein Antizionist zu sein, ist ein verkappter Antisemit. Er bekennt sich nur nicht zu seinem Judenhass. Von diesen Leuten gibt es leider eine ganze Menge: Eine antisemitische Grundhaltung haben in Europa 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung, das belegen sämtliche Erhebungen. Und da es gesellschaftlichem Selbstmord gleichkäme, seinen Antisemitismus in der klassischen Form zu artikulieren, wählen die meisten Judenhasser die saubere, politisch korrekte Form des Antizionismus. Sie sprechen Israel das Recht als Nation ab. Dagegen habe ich im Prinzip nichts einzuwenden – wenn andere Länder wie Deutschland oder Frankreich ebenfalls auf ihre nationale Souveränität verzichten. Jede noch so kleine Ethnie auf dem Balkan bekommt heute ihren eigenen Staat, aber Juden und Palästinenser sollen in einem Land leben – obwohl noch nicht einmal die palästinensischen Gruppen Fatah und Hamas miteinander klarkommen.

Das klingt vernünftig. Allerdings formulieren Sie Ihre Kritik häufig brachialer. Einen Artikel über den Verleger Abraham Melzer und dessen Autor Hajo Meyer, der in Leipzig aus seinem Buch "Das Ende des Judentums" las, überschrieben Sie mit "Holo mit Hajo: Wie zwei Juden für die Leipziger den Adolf machen". Meyer stellt in seinem Buch die abenteuerliche These auf, dass die "früheste Ursache für den Antisemitismus im Judentum selbst" liege. Trotzdem: Muss es gleich der ganz große Hammer sein?

Henryk M. Broder: Natürlich hätte ich auch schreiben können: Ich bin mir nicht darüber im Klaren, ob Abraham Melzer und Hajo Meyer sich der Tatsache bewusst sind, dass sie mit ihren Büchern antijüdische Ressentiments fördern, von deren Existenz sie zwar wissen, die sie aber nicht richtig einschätzen können ... Doch solche Differenzierungen wären Todesküsse für Debatten. Ich bin der Meinung, dass man bei Missständen auch mal brutal auf den Tisch hauen muss. Übrigens habe ich den Prozess gegen Melzer und Meyer in vier von fünf Punkten gewonnen. Das Frankfurter Oberlandesgericht hat mir lediglich – und zwar zu Recht, wie ich nachträglich zugeben muss – nur eine Behauptung untersagt, in der das Wort "braun" enthalten war.

Evelyn Hecht-Galinski, Tochter des früheren Präsidenten des Zentralrats der Juden, Heinz Galinski, warfen Sie vor, ihre Spezialität seien "antisemitisch-antizionistische Gedankenlosigkeiten", weil sie die palästinensischen Autonomiegebiete mit dem Warschauer Ghetto verglichen hatte. Nachdem Hecht-Galinski eine einstweilige Verfügung gegen Ihre Äußerungen erwirkte, mussten Sie zunächst in Ihrem Artikel das Wort "antisemitisch" unkenntlich machen. Dagegen haben Sie Einspruch eingelegt. Sie sagten, Sie wollten sich keinen Maulkorb verpassen lassen, "weil sonst Antisemiten entscheiden dürften, was Antisemitismus ist". Sie beanspruchen also eine Deutungshoheit in Sachen Antisemitismus. Was befähigt Sie dazu?

Henryk M. Broder: Meine Kompetenz. Auch wenn die Tatsache, dass Melzer, Meyer und Hecht-Galinski allesamt Juden sind, meiner Argumentation zuwiderzulaufen scheint: Die Entscheidung darüber, was frauenfeindlich ist, muss bei den Frauen liegen und nicht bei frauenfeindlichen Männern. Und die Entscheidung darüber, was judenfeindlich ist, muss bei den Juden liegen und nicht bei Antisemiten – auch wenn diese jüdischer Herkunft sind.

Einerseits wollen Sie sich von niemandem mundtot machen lassen, andererseits versuchen Sie dies bei anderen. Zu Ihrem Rechtsstreit mit Hecht-Galinski hieß es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Sie hätten zum "moralischen Totschlag" einer Israelkritikerin mittels "verbaler Aggression" und des Antisemitismusvorwurfs angesetzt.

Henryk M. Broder: Evelyn Hecht-Galinski ist keine Israelkritikerin, sie hat ein riesiges Problem mit sich und Israel. Die FAZ bezeichnet meine Kommentare als moralischen Totschlag, für mich sind sie ein Beitrag zur Diskussion. Nicht ich packe die Antisemitismuskeule aus, sondern die Antisemiten selbst – damit sie sich weiterhin judenfeindlich äußern können, ohne in den Verdacht zu geraten, Antisemiten zu sein.

Auschwitz dürfe nicht zur Moralkeule werden, sagte der Schriftsteller Martin Walser 1998 bei seiner Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels und sprach von der "Instrumentalisierung des Holocaust". Er löste damit einen Skandal aus. Ist er ein Antisemit?

Henryk M. Broder: Wahrscheinlich nicht. Walser ist ein kluger Kopf, aber seine Rede in der Frankfurter Paulskirche war für einen Schriftsteller geradezu erbärmlich; er hat sich verquast ausgedrückt. Wenn er gesagt hätte, dass er zum Beispiel die vielen Fernsehsendungen über den Holocaust nicht länger ertragen kann, hätte ich ihm zugestimmt. Doch er hat seinen Zuhörern so viel Interpretationsspielraum gelassen, dass sie zu folgendem Schluss kommen konnten: Walser ist es leid, immer wieder mit der deutschen Schande konfrontiert zu werden. Darüber hinaus hat Walser seine Bemerkungen mit "Ich zittere vor Kühnheit" eingeleitet. Das hatte ein Geschmäckle. Antisemiten betrachten sich als Opfer der Juden und halten sich für besonders mutig, wenn sie judenfeindliche Kommentare abgeben. Trotzdem glaube ich nicht, dass Walser ein Antisemit ist. Entweder hat er fahrlässig formuliert, oder er hat bewusst mit antisemitischen Ansichten gespielt, um Aufmerksamkeit zu erregen.

1988 hielt der damalige Bundestagspräsident Philipp Jenninger zum 50. Jahrestag der Reichspogromnacht ebenfalls eine Rede, die eine Welle der Empörung auslöste. Er bediente sich dabei des Stilmittels der erlebten Rede, um die in den dreißiger Jahren herrschende Meinung der Deutschen über die Juden zum Ausdruck zu bringen. Es entstand der Eindruck, Jenninger distanziere sich nicht ausreichend vom Nationalsozialismus. Nach heftigen Protesten trat er bereits am Tag nach seiner Rede zurück.

Henryk M. Broder: Jenningers Rede war alles, nur nicht antisemitisch. Er tat sich zwar mit der Betonung schwer und versäumte es, an den richtigen Stellen Pausen zu machen, aber am Inhalt gab es nichts auszusetzen. Nicht umsonst hat sich später der damalige Präsident des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis, einen Spaß daraus gemacht, Teile aus Jenningers Rede in seine eigenen Vorträge zu integrieren. Und niemand hat es gemerkt. Jenninger ist kein Antisemit, er war ein Opfer der Political Correctness.

Die Fälle Jenninger und Walser sind nur zwei von vielen Skandalen im Zusammenhang mit der NS-Zeit. So wurde, nachdem Günter Grass seine frühere Mitgliedschaft in der Waffen-SS offenbart hatte, die Forderung laut, er solle seinen Nobelpreis zurückgeben. Wie erklären Sie sich die enorme Wirkung solcher Vorwürfe?

Henryk M. Broder: Dass Grass in der Waffen-SS war, wurde von seinen Anhängern als Sündenfall eines Moralisten gewertet. Sie fühlten sich betrogen. Das war so, als wenn Oma kurz vor Weihnachten gestanden hätte, sie sei früher auf den Strich gegangen. Ich fand die Aufregung lächerlich: Man kann doch einem 80-Jährigen nicht übel nehmen, was er mit 17 getan hat. Doch die Causa Grass zeigt, ebenso wie die Fälle Walser und Jenninger, vor allem eines: den krankhaften Umgang der Deutschen mit dem Nationalsozialismus und den Juden. Die Diagnose lässt sich in zwei Sätzen zusammenfassen. Der erste stammt von dem israelischen Psychoanalytiker Zvi Rex: "Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen." Juden wie ich erinnern die Deutschen an zweierlei: dass sie versucht haben, meine Spezies auszurotten, und dass sie dabei gescheitert sind, was noch schlimmer ist. Auschwitz löst nicht nur "Betroffenheit", sondern auch eine unglaubliche Scham und daraus resultierende Aggressionen aus. Der zweite Satz stammt von dem Publizisten Johannes Gross: "Je länger das Dritte Reich zurückliegt, umso mehr nimmt der Widerstand gegen Hitler und die Seinen zu." Er beschreibt den retrospektiven Antifaschismus, den die deutsche Gesellschaft betreibt und der sonderbare Blüten treibt. Da musste zum Beispiel die frühere Nachrichtensprecherin Eva Herman die Talkshow von Johannes B. Kerner vorzeitig verlassen. Sie soll angeblich die Familienpolitik der Nazis gelobt haben, und zudem hat sie in der Sendung darauf hingewiesen, dass die in der Nazi-Zeit gebauten Autobahnen noch heute befahren werden. Der Vorfall hat mich zu einem Experiment inspiriert: Ich bin von Berlin nach Konstanz gefahren, ohne die Autobahnen Hitlers zu benutzen. Das hat gefühlte zwei Wochen gedauert. Die Deutschen sind fasziniert vom Nationalsozialismus und beschäftigen sich obsessiv damit – nur fast immer aus dem falschen Anlass.

Ist es nicht ein Fortschritt, dass sich die Leute – nach Jahrzehnten der Verdrängung – überhaupt kritisch mit der NS-Zeit auseinandersetzen?

Henryk M. Broder: Meist geht es doch nur um künstliche Empörung der billigsten Sorte. Harald Schmidt und Oliver Pocher haben in ihrer Show diese Hysterie wunderbar persifliert – mit ihrem "Nazometer", das bei braun gefärbten Begriffen ausschlug. Sie haben die Bigotterie von Menschen vorgeführt, die beim Wort Autobahn hyperventilieren, aber gelassen bleiben, wenn Irans Präsident Ahmadinedschad den nächsten Holocaust ankündigt. Diese Gesellschaft hat einen ausgeprägten Hang zu virtuellen Handlungen und symbolischen Akten.

Wie meinen Sie das?

Henryk M. Broder: Wenn das Thema Auschwitz zur Sprache kommt, schreien die Gelegenheitsantifaschisten sofort auf: "Schrecklich! Ein Jahrhundertverbrechen, ein Zivilisationsbruch!" Und positionieren sich auf der Seite der Guten – ganz ohne Risiko und Aufwand. Wie das Spiel funktioniert, hat Margarethe Schreinemakers vorgeführt, die in der erwähnten Sendung von Johannes B. Kerner ebenfalls zu Gast war. Als Eva Herman die von den Nazis gebauten Autobahnen ansprach, wurde Schreinemakers – deren politische Intelligenz in einen Fingerhut passt – beinahe atemlos vor Empörung und Gutmenschentum. Wie gekünstelt diese Art der Aufregung ist, zeigt die Tatsache, dass die Skandalisierten keine langfristigen negativen Folgen zu fürchten haben. Jenninger zum Beispiel wurde nach seinem Rücktritt als Bundestagspräsident Botschafter im Vatikan, und die Bücher von Walser und Grass verkaufen sich nach wie vor bestens. Und selbst, wenn es um echte Verfehlungen und echte Antisemiten ginge, passierte nichts. Denn mit Antisemiten ist es so wie mit Athleten, die beim Dopen erwischt wurden: Sie müssen eine kleine Zwangspause einlegen und dürfen danach wieder antreten.

Worüber sollten sich die Leute denn Ihrer Ansicht nach zu Recht aufregen?

Henryk M. Broder: Ich empfinde es als skandalös, dass bestimmte Skandale ausbleiben. Niemand regt sich darüber auf, dass die Religionsgruppe der Bahá'í im Iran dezimiert wird. Der Theaterregisseur Claus Peymann führt in Teheran "Mutter Courage" auf und meckert über die schlechten Hotelzimmer, nicht aber über die missachteten Menschenrechte. Und niemanden stört es, mit welcher Schamlosigkeit der Altkanzler Gerhard Schröder hierzulande die Interessen des russischen Energiekonzerns Gazprom vertritt.

Man könnte den Skandal als journalistischen Betriebsunfall deuten: Das Bemühen um Objektivität und Differenzierung tritt hinter die Empörung über einen echten oder vermeintlichen Missstand zurück. Bei Ihnen scheint das die normale Betriebstemperatur zu sein – sehen Sie sich überhaupt als Journalist?

Henryk M. Broder: Mit dem objektiven Journalismus ist es wie mit der wertfreien Wissenschaft: Es gibt sie nicht. Ich gebe zu, dass ich vereinfache. Aber alle guten Dinge sind einfach. Nachdem Albert Einstein die Relativitätstheorie entdeckt hatte, haben sich alle anderen Physiker gefragt: "Das ist so simpel, wieso bin nicht ich darauf gekommen?" Ich gebe zu, dass ich bestimmte Seiten in den Vordergrund stelle und andere ausblende – weil es unmöglich ist, in einem Text alle Aspekte eines Themas unterzubringen. Ich habe viele Reportagen über das Leiden der Palästinenser geschrieben. Darin habe ich für die Palästinenser argumentiert und agitiert und nicht für die Israelis. In anderen Texten war es umgekehrt. Einseitigkeit lässt sich nicht vermeiden.

Allerdings kann Objektivität als Maßstab dienen und die Einseitigkeit zum Beispiel dadurch verringert werden, dass die Gegenseite zu Wort kommt.

Henryk M. Broder: Ich bin mein eigener Maßstab. Das sage ich in aller Bescheidenheit. Außerdem will ich kein langweiliger Nachrichtenjournalist sein, sondern ein Meinungsjournalist, der unterhaltsamen Krawall macht. Unterhaltung ist am wichtigsten, und ihre Unterwertschätzung ist eine schlimme deutsche Krankheit. Übrigens kann selbst ein Nachrichtenjournalist kaum objektiv sein. Das Problem beginnt schon bei der Wortwahl. Wie soll er die Menschen nennen, die sich im Irak in die Luft sprengen: Terroristen oder Widerstandskämpfer?

"Ein Provokateur hat's schrecklich schwer. Ständig muss er sich neue Bosheiten ausdenken, Beleidigungen auf den Weg bringen, Bomben zünden, deren Explosionen er als Beweis dafür nimmt, dass seine Botschaften nicht ungehört verpuffen. Es ist ein Fulltime-Job, der viel Kraft und Anstrengung erfordert." Mit diesen Sätzen haben Sie einen Artikel über den Provokateur Christoph Schlingensief begonnen. Es klingt wie eine Selbstcharakterisierung.

Henryk M. Broder: Wahrscheinlich liegen Sie vollkommen richtig. Bei dem, was ich über Schlingensief geschrieben habe, handelt es sich wohl um eine Projektion. Aber davon lebt doch jeder Psychologe: Es ist wesentlich einfacher, das eigene Fehlverhalten bei anderen Menschen zu analysieren.

Ob im Internet oder in Printmedien: Sie provozieren auf Teufel komm raus. Was wollen Sie damit eigentlich erreichen?

Henryk M. Broder: Ich bin ein absolut harmoniesüchtiger und konsensbereiter Mensch. Mir fehlt lediglich ein Gen, das mir sagt: "Das gibt Ärger." Ich will auch gar nichts erreichen, bloß glaubt mir das keiner. Wenn Sie ein beliebiger Schriftsteller, Schauspieler oder sonstiger Aufschneider sind – dann müssen Sie Ihre Existenz rechtfertigen. Und sagen: Ich möchte Denkanstöße vermitteln oder die Gesellschaft verändern. Sie sagen nicht, dass Sie reich werden und viele schöne Frauen beeindrucken möchten. Aber das ist es, worauf es mir ankommt.

Neben Geld und Frauen scheinen Ihnen aber doch noch einige Themen am Herzen zu liegen, die Sie gern auf die Tagesordnung setzen wollen. Dafür bekommen Sie mitunter Beifall von der falschen Seite: In einer Sendung von Anne Will haben Sie bestimmten Muslimen "Inländerfeindlichkeit" vorgeworfen. Die NPD dürfte sich gefreut haben.

Henryk M. Broder: Beifall von der falschen Seite bekomme ich kaum. Und wenn doch, kann ich damit umgehen. Bei einer Lesung in Wien stand einmal ein Rabauke auf und sagte: "Ich bin vollkommen Ihrer Meinung, Herr Broder, wir sollten die Ausländer alle nach Hause schicken!" Ich antwortete: "Das ist eine prima Idee. Aber vorher machen wir eine Generalprobe. Wir bitten alle Migranten, einen Tag lang zu streiken. Der türkische Müllfahrer, die ceylonesische Krankenschwester, die ukrainische Prostituierte – sie alle sollen nur einen Tag streiken. Und am nächsten Tag reden wir noch einmal über die Idee, alle nach Hause zu schicken."

War es Ihnen peinlich, dass sich der Ausländerfeind mit Ihnen gemeinzumachen versuchte?

Henryk M. Broder: Nein. Das war sein Problem. Ich werde auch häufig gefragt, ob in Deutschland Moscheen gebaut werden sollten. Die Leute erwarten eine ablehnende Haltung, aber damit kann ich nicht dienen. Ich bin absolut dafür, neben die Gedächtniskirche auf dem Ku'damm eine Moschee zu bauen – denn nicht das Gotteshaus ist entscheidend, sondern das, was darin passiert. Wir haben die Muslime hergeholt, und sie haben ein Recht darauf, ihrer Religion nachzugehen. Was sie nicht dürfen, ist Hass predigen und Bomben bauen.

Ihr Buch "Hurra, wir kapitulieren!" war eine Reaktion auf die Mohammed-Karikaturen, die die dänische Zeitung Jyllands-Posten im September 2005 veröffentlichte – und die zum Teil gewalttätige Proteste von Muslimen überall auf der Welt auslösten. Sie kritisieren in Ihrem Buch falsch verstandene Toleranz gegenüber den fanatisierten Gläubigen. Wie viele Morddrohungen haben Sie daraufhin erhalten?

Henryk M. Broder: Keine einzige. Im Prinzip ist die deutsche Gesellschaft – bei allen Schwächen – doch eine ziemlich liberale.

Nach der Lektüre Ihres Buches könnte man meinen, Sie seien islamophob.

Henryk M. Broder: Nicht nur das. Ich habe auch eine leichte Klaustrophobie; bei mir müssen immer in allen Zimmern die Türen auf sein. Und zusätzlich bin ich eben islamophob. Und wenn ich jeden Tag von Selbstmordanschlägen fundamentaler Christen hören müsste, dann hätte ich eine Christenphobie.

Sie lehnen es ab, zwischen Islam und Islamismus zu differenzieren. Damit bringen Sie selbst moderate Muslime gegen sich auf.

Henryk M. Broder: Wie kommen Sie darauf? Es gibt sogar Muslime, die mir zustimmen. Grundsätzlich habe ich rein gar nichts gegen Muslime. Ich war im Libanon, in Jordanien und Katar. Und wenn ich höre, dass in Abu Dhabi ein Guggenheim-Museum gebaut wird, finde ich das klasse. Wer Kunst im Sinn hat, denkt nicht an Krieg. Wenn ein reicher Araber einen englischen Fußballclub kauft, wird er nicht al-Qaida finanzieren – schon allein aus Imagegründen. Ich finde es nur nicht angenehm, wenn 99 Prozent der Muslime von einem Prozent als Geisel genommen werden – wenn es denn so ist.

In Ihrem Buch zeigen Sie sich wenig optimistisch. Sie schreiben, Europa drohe sich in "Eurabia" zu verwandeln. Michal Bodemann hat Sie in der taz dafür heftig kritisiert – die Nazis hätten in den dreißiger Jahren ähnlich über die Juden geschrieben wie Sie über Moslems.

Henryk M. Broder: Der Publizist Karl Kraus sagte einmal, dass es Dinge gibt, die so falsch sind, dass nicht mal das Gegenteil wahr ist. Mit diesem Vergleich verhält es sich genauso. Bodemann ist ein Ideologe, der sich die Realität zurechtlegt. Denn soweit ich weiß, gab es keine nach Deutschland eingewanderten Juden, die Botschaften angezündet oder sich in die Luft gesprengt hätten. Bei den Muslimen in Europa haben wir es mit einem Novum in der Geschichte der Migration zu tun: Viele von ihnen sind freiwillig in Länder gekommen, deren Kultur sie zutiefst verachten.

Sie selbst haben sich einmal als "Bahnstreckenwärter, der die Gleise auf- und abgeht und schaut, was aus dem Zug gefallen ist" bezeichnet. Außerdem sagten Sie, dass sich der Wahnsinn irgendwann nicht mehr kommentieren lasse, und verwiesen dabei auf Kurt Tucholsky, der mal eine kleine Treppe gezeichnet und auf die Absätze geschrieben hat: lesen – schreiben – schweigen. Welches Fundstück kann den wortgewaltigen Bahnstreckenwärter Henryk M. Broder zum Schweigen bringen?

Henryk M. Broder: Sprachlos bin ich fast nie. Nur einmal: Die Tierschutzorganisation PETA hatte in einer ihrer Anzeigenkampagnen Hühner in Käfigen neben Menschen im KZ abgebildet. Ich habe damals den Auftrag bekommen, einen Essay über die Kampagne zu schreiben, doch ich konnte einfach nicht. Ich war noch nicht einmal in der Lage, etwas dazu sagen. Das Bild hat mich stumm gemacht. Viele haben "Antisemitismus" gerufen, nachdem sie das Foto gesehen hatten – ich nicht. Ich dachte nur: Man kann doch nicht um jeden Preis die größte zur Verfügung stehende Keule herausholen. Auschwitz darf kein Maßstab sein. Die Kampagne war so schrecklich, dass ich gar nichts damit zu tun haben wollte, ich wollte noch nicht einmal dagegen sein – und ich wollte es auch nicht begründen müssen. Denn eine fortschrittliche Gesellschaft zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man über alles reden kann, sondern dass es Grundsätze gibt, die außerhalb jeglicher Diskussion stehen. Man darf Frauen nicht vergewaltigen, Kinder nicht schlagen, Homosexuelle nicht verfolgen und Menschen nicht mit Tieren gleichsetzen. Sobald ich anfange, solche Selbstverständlichkeiten argumentativ zu begründen, legitimiere ich inhumane Positionen.

Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29712/1.html …

Einen schönen Tag euch allen!
Maraho
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14.02.09 22:30:31
Beitrag Nr. 87 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.579.475 von Maraho am 14.02.09 12:13:42Habe dies hier noch gefunden und finde es lesenswert!
Die NPD steht an der Front, für jeden vernehmbar.
Doch im Hinterland...


Zwischen Extremismus und Demokratie

Neue Rechte ist deutschnational und antiwestlich
Von Freia Peters

Die neue Rechte erlebt eine Renaissance. Mit der NPD haben sie nichts zu tun. Trotzdem ist ihre Ideologie deutschnational, antiwestlich und antiamerikanisch. Jenseits der CDU etabliert sich eine rechtskonservative Bewegung, für die rechtsextreme Parteien "unter aller Kanone" agieren. Ein Blick hinter die Kulissen.


"Erschrick nicht, wenn Du feststellst, dass Du konservativ bist", schreibt der rechtskonservative Intellektuelle Karlheinz Weißmann auf der neuen Homepage. "Es besteht kein Grund zur Sorge. Manche waren es vor Dir, und manche werden es nach Dir sein."

Da verweist er auf "große Männer und große Frauen des konservativen Lagers", erwähnt Platon ebenso wie Margaret Thatcher und Arnold Gehlen, einen umstrittenen Philosophen, und sein Idol, den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Seit Beginn der vergangenen Woche stellen sich auf der blogähnlichen Internetseite Sezession die Autoren einer Gruppe vor, die Beobachter der Geisteshaltung der Neuen Rechten zuordnen. Gegner bezeichnen sie als Salonfaschisten, sie selbst wollen eine "rechtsintellektuelle Denkfabrik" sein, ein "Reemtsma-Institut von rechts": das Institut für Staatspolitik und ihre Theoriezeitschrift "Sezession", die in einer Auflage von einigen Hundert Exemplaren im hauseigenen Verlag Antaios erscheint.

In ihr kann man über die "Toleranz als Todsünde der zivilisierten Menschheit“ lesen, über die "tödliche Wirkung der Massengesellschaft" und eine "Brasilianisierung Deutschlands". Ziel ist es, eine Art deutschen Nationalismus zu erneuern. Die Strömung ist jenseits der CDU und diesseits der NPD zu verorten, sie ist frei von jeder Nazi-Romantik, aber radikal gegen eine multikulturelle und für eine "homogen deutsche" Gesellschaft. Damit lassen sie die Ziele der Nouvelle Droite des französischen Publizisten Alain de Benoist aufleben, der 1968 begann, unter dem Eindruck der Studentenrevolten eine intellektuelle Strömung von rechts zu etablieren.

Die neue Rechte macht auf Öko

Der Organisator des Instituts ist Götz Kubitschek, ein 38-jähriger Oberstleutnant der Reserve. Kubitschek sieht auf den ersten Blick aus wie ein Öko, und so lebt er auch in einem kleinen Dorf im Süden von Sachsen-Anhalt. Er schlachtet die Hühner für die Familie, seine Frau Ellen Kositza, eine Art Claudia Schiffer der rechten Szene, züchtet das Gemüse für den Hausgebrauch.

Sechs Kinder laufen umher, die fernsehfrei erzogen werden, gepunktete Kopftücher und altdeutsche Namen wie Alraune und Brunhilde tragen. Im ersten Stock des Hauses befindet sich das Institut für Staatspolitik, nichts weiter als ein kleines Büro, in dem Kubitschek seine eigenen Beiträge verfasst, die von Weißmann veröffentlicht werden, und einen "Lehrling" beschäftigt, den er den Dorfnazis abspenstig gemacht hat. "Die brauchen eine Perspektive", sagt er.

Kubitschek bezeichnet sich selbst als "Mann fürs Grobe". Im vergangenen Jahr organisierte er Proteststreiche und nannte sie "konservativ subversive Aktionen", frei nach der 68er-Bewegung. Gemeinsam mit Aktivisten aus dem Umfeld des rechten Jugendportals "Blaue Narzisse" stürmte er eine 68er-Tagung an der Berliner Humboldt-Universität, verteilte Handzettel, auf denen das Konterfei Che Guevaras den Stempel "Massenmörder" trug. Der 68er-Bewegung gibt die Neue Rechte die Schuld für heutige Missstände, vor allem der "Vermassung der Gesellschaft": "Bis in die 70er-Jahre hatten wir etwa ein hervorragendes Bildungssystem", findet Kubitschek.

"Eine Elite, die unterschiedlichen Begabungen Rechnung trägt, eine Hierarchie des Geistes, gibt es heute nicht mehr. Kinder sind intelligenter als andere. Das muss sich abbilden." Er plädiert für eine getrenntgeschlechtliche Erziehung ("Das bringt Ruhe rein!“), für die Gründung von Familien mit zahlreichen Kindern ("Eine Ein-Kind-Gesellschaft ist nicht verteidigungsbereit") und natürlich für eine Ausweisung krimineller Migranten im Sinne des Gemeinwohls („Dann muss derjenige es eben im Land seiner Väter noch einmal probieren“). Kubitschek hat Sachsen-Anhalt aus gutem Grund als Wohnsitz gewählt. "In den neuen Bundesländern sind die Deutschen noch ein homogenes Volk", sagt er anerkennend.

Der Staat müsse hierarchisch und elitär geführt, die nationale Identität gestärkt werden – der jetzige Zustand der Gesellschaft sei hingegen im Verfall begriffen.

Zentrale Bedeutung der Denkschule Kubitscheks hat die rechtskonservative Zeitung "Junge Freiheit" (JF), Sprachrohr der Neuen Rechten, obwohl die Zeitung selbst den Begriff als missverständlich abgelehnt. Bis 2005 wurde die "Junge Freiheit" vom Verfassungsschutz in der Rubrik Rechtsextremismus geführt. Beobachter bescheinigen ihr eine Mäßigung hin zum Rechtskonservativismus. Kubitschek war bis vor wenigen Jahren Redakteur bei der JF, dort lernte er Weißmann und Kositza kennen.

Deutschnational, antiwestlich, antiamerikanisch

"Die Bewegung befindet sich in einer Grauzone zwischen Extremismus und Demokratie, zwischen Konservativismus und Rechtsradikalismus", sagt Professor Eckhard Jesse, Politologe an der Universität Chemnitz. "Ihre Ideologie ist deutschnational, antiwestlich, antiamerikanisch. Mit der NPD haben sie nichts zu tun, aber das heißt nicht automatisch, dass sie demokratisch sind." Ähnlich sieht es der Verfassungsschutz. Die Neue Rechte sei eine Strömung am Rande des intellektuellen Rechtsextremismus.

Kubitschek tut Einschätzungen wie diese als Reflex ab. "Man erwartet eigentlich von uns, als aller Erstes zu sagen: Wir haben noch nie Menschenfleisch gegessen, noch nie ein Kind geschändet, noch nie ein KZ errichtet“, sagt er.

"Wenn wir eine Partei gründeten, könnten wir nicht auf die Differenzierung hoffen, auf die man im linken Milieu hoffen kann. Wenn wir sagen, wir sind keine Nazis – man würde es uns nicht glauben."

In diesem Punkt bekommt Kubitschek sogar Rückenwind von SPD-Mann und Kenner des rechten politischen Spektrums, Mathias Brodkorb, aus Schwerin. Auch er kritisiert die Diffamierung der gesamten rechten politischen Richtung und macht auf die oft mangelnde Unterscheidung zwischen "rechts" und "rechtsextrem" aufmerksam. "Der diffuse 'Kampf gegen rechts', der allseits das wohlige Gefühl verbreitet, stets auf der richtigen Seite zu stehen", führe zu "schädlichen Nebenwirkungen" und zu einer Verletzung der politischen Kultur, schreibt Brodkorb in der "Süddeutschen Zeitung".

Karlheinz Weißmann, der intellektuelle Kopf der Strömung, stellt in seinem Blog einen zwölf Punkte umfassenden Katechismus des Konservatismus auf. Punkt zehn: "Mach Dich unbeliebt! Der Konservative hat sehr viel über für gute Kinderstube und gute Manieren, aber das darf ihn doch nicht an der notwendigen Grobheit hindern; nur sei die Grobheit kalkuliert. Also fall Deinem Gegner ins Wort, störe die Selbstgefälligen mit Zwischenrufen. Was wir brauchen, sind rechte Spontis und keine konservative Spaßguerilla."

Weißmann gilt als Schüler Armin Mohlers, Apologet der konservativen Revolution im Kontext der Weimarer Republik. Gemeinsam mit Kubitschek gründete er das Institut für Staatspolitik 2000. Die „Besetzung von Feldern im vorpolitischen Raum“ hält er für wichtiger als einen "sichtbaren Anteil an der politischen Macht". Im Kern gehe es ihm um drei Dinge, sagt Weißmann: "Gegenaufklärung, Gegenöffentlichkeit, Gegenrevolution."

Regelmäßig finden im Institut für Staatspolitik Tagungen statt, um Nachwuchs zu rekrutieren. Dort werden die Texte rechter Theoretiker studiert, zukünftige Provokationen ersonnen, wird Konsumdistanz gepredigt. Es kommen Teilnehmer von den Jungen Nationaldemokraten, von Burschenschaften und Studentenverbindungen, aber auch viele von der Jungen Union, die sich vor Protestaktionen bisweilen Rat vom Institut holt. Zu deren Partei sieht Kubitschek unter anderen diesen Unterschied: "Das unterscheidet uns von dem CDU-Milieu, deren Anhänger die Karriere für das Wichtigste halten."

Die NPD hingegen ist ihm nicht elitär genug. "Was ich hier in meinem Landstrich so an NPD-Struktur oder Vorfeldstruktur – ich meine Kameradschaften oder ähnliches – kennengelernt habe, das ist, mit Verlaub, unter aller Kanone und wird dem selbst gestellten Anspruch nicht gerecht, Deutschland nach vorne zu bringen", sagte er unlängst in einem Interview mit Andreas Molau, Vorstandsmitglied der NPD. Molau selbst, der auf einem Parteitag Ende März als neuer Vorsitzender der rechtsextremen Partei kandidieren wird, bescheinigt er, er sei ein "vernünftiger Mann".

Quelle: http://www.welt.de/politik/article3202153/Neue-Rechte-is…

Einen schönen Abend bzw. Gute Nacht!
Maraho
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15.02.09 00:34:04
Beitrag Nr. 88 ()
Wehe, wenn ihr Schlingel heute, am heiligen Sonntag, wieder mal die Kirche schwänzt und stattdessen über die NPD und die Linkspartei diskutiert. Dann werdet ihr ohne Zögern - sozusagen ratzi-fatzi - exkommuniziert!
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15.02.09 01:19:25
Beitrag Nr. 89 ()
Naja, das Vakuum zwischen CDU/CSU und NPD ist mittlerweile so gross, dass es nicht lange dauern wird, bis sich da eine neue Partei etabliert.
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15.02.09 07:46:33
Beitrag Nr. 90 ()
Ich könnte mir vorstellen, dass prinzipiell vernünftige Ideen (z.B. von einem starken und guten Staat, Gerechtigkeit und die Verhinderung von kapitalistischer Ausbeutung) durch die Vereinnahmung dieser Ideen durch inakzeptable Rechtsextremisten diskreditiert werden sollen.

Ich erwarte (im Sinne einer Zukunftsprognose) eine stark gebesserte NPD aber dafür neue rechtsradikale Parteien, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden müssen.
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15.02.09 07:59:13
Beitrag Nr. 91 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.276 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 07:46:33Guten Morgen HeWhoEnjoysGravity,

Ich könnte mir vorstellen, dass prinzipiell vernünftige Ideen (z.B. von einem starken und guten Staat, Gerechtigkeit und die Verhinderung von kapitalistischer Ausbeutung) durch die Vereinnahmung dieser Ideen durch inakzeptable Rechtsextremisten diskreditiert werden sollen.

die etablierten Parteien nehmen sich solcher Ideen immer dann erst an, wenn sie aus der rechten Ecke dafür eine Steilvorlage erhalten haben. Ansonsten trauen sie sich nicht aus der Deckung!
Insofern "(miß)brauchen" sie diese politischen Strömungen, um sich nicht selbst "dem Verdacht" auszusetzen.

Maraho
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15.02.09 08:03:26
Beitrag Nr. 92 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.193 von smondoli am 15.02.09 01:19:25Guten Morgen smondoli,

Naja, das Vakuum zwischen CDU/CSU und NPD ist mittlerweile so gross, dass es nicht lange dauern wird, bis sich da eine neue Partei etabliert.

Geschichte wiederholt sich nicht? Stichwort Zentrum!
Das ist ja das Problem. Da alles "in der Mitte" sitzt, schlagen die Ränder aus!

Dir einen schönen Tag.
Maraho
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15.02.09 08:06:38
Beitrag Nr. 93 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.159 von Sozialphysiker am 15.02.09 00:34:04Guten Morgen Sozialphysiker,

Wehe, wenn ihr Schlingel heute, am heiligen Sonntag, wieder mal die Kirche schwänzt und stattdessen über die NPD und die Linkspartei diskutiert. Dann werdet ihr ohne Zögern - sozusagen ratzi-fatzi - exkommuniziert!

wieso werdet? Sind wir doch schon, exkommuniziert! :laugh:

Dir einen schönen Tag!
Maraho
Avatar
15.02.09 09:08:07
Beitrag Nr. 94 ()
Moin,
mal wieder erhitzt eine " Nazi-Demo " die Gemüter der Nation.
Letztendlich war das riesige Polizeiaufgebot nötig , um linke von rechten Krawallbrüdern zu trennen.
Grundsätzlich kann man natürlich bzgl. derartiger Aufmärsche suspekter rechter Figuren argwöhnisch und verärgert sein.
Andererseits bleibt zu bedenken , in welche Richtung unsere Demokratie eh schon tendiert.
Gläserner Bankkunde oder Online - Überwachung. Lasst uns wenigstens das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Demonstrationsrecht in Deutschland bewahren.
Strafrechtlich relevante oder verfassungswidrige Rechtsverstöße sollten weiter mit aller Härte verfolgt werden.
zierbart

Nach Demos in Dresden: Polizei zieht positive Bilanz

Trotz 30 leicht verletzter Beamter: Die Großdemonstrationen zum 64. Jahrestag der Bombardierung Dresdens sind der Polizei zufolge überwiegend friedlich verlaufen.

Durch die Trennung des Aufmarsches der Rechtsextremen von den Gegendemonstranten seien gegenseitige Provokationen weitgehend verhindert worden, teilte der Polizeipräsident Dieter Hanitsch am Samstagabend mit. Demnach wurden drei Demonstranten vorübergehend festgenommen. 86 Teilnehmer wurden während des Einsatzes in Gewahrsam genommen, zum Teil, weil sie sich vermummt hatten und damit gegen das Versammlungsgesetz verstießen, oder weil sie "Passivbewaffnung" bei sich trugen.

Rund 4300 Einsatzkräfte versuchten die verschiedenen Demonstranten-Gruppen auseinanderzuhalten. Dabei kam es jedoch zu Angriffen auf Polizeibeamte, bei denen 30 Polizisten leicht verletzt wurden. Mehrere hundert Teilnehmer einer linken Demo hätten wegen der Trennung der Aufmärsche aggressiv auf die Polizeibeamten reagiert. Etwa 500 Demonstranten seien im Tagesverlauf "massiv gewalttätig" geworden.

Gewerkschafts-Bus auf Heimfahrt angegriffen
Auf der Heimfahrt sind am Samstagabend mehrere hessische Demonstranten von Rechtsextremen angegriffen worden. Bei der Attacke auf einen DGB-Bus an einem Autobahnparkplatz bei Jena seien am Samstagabend fünf Personen leicht verletzt worden, teilte die Thüringer Polizei mit. Zum Teil seien die Opfer ambulant in einer Klinik behandelt worden. Die hessische Linkspartei sprach von zwei schwer und drei leicht Verletzten, darunter auch Mitglieder der Partei.

Mit einem Sternmarsch durch Dresden demonstrierten am Samstag tausende Menschen gegen einen Aufmarsch von etwa 6000 Rechtsextremen. Laut Polizei beteiligten sich etwa 6500 Menschen an der Gegendemo des Bündnisses "Geh Denken", die Veranstalter sprachen von bis zu 12.500 Demonstranten. Zu dem Sternmarsch hatte ein breites Bündnis von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und weiteren Initiativen aufgerufen. Zu einer weiteren Demonstration versammelten sich laut Polizei rund 3500 Anhänger des linken Spektrums.
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15.02.09 09:15:41
Beitrag Nr. 95 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.276 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 07:46:33"Ich erwarte (im Sinne einer Zukunftsprognose) eine stark gebesserte NPD..."

Kannst du das mal näher ausführen.
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15.02.09 09:22:49
Beitrag Nr. 96 ()
#95 Ich erwarte (erhoffe), dass die NPD in Zukunft besser wird (z.B. nicht mehr potentiell verfassungsfeindliche Ziele verfolgen wird).
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15.02.09 09:27:02
Beitrag Nr. 97 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.363 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 09:22:49Schon klar, aber wie kommst du darauf? Du mußt doch einen Grund für deine Meinung haben. Oder willst du einfach nur Werbung für die Neonazis machen?
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15.02.09 09:42:14
Beitrag Nr. 98 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.580.995 von Maraho am 14.02.09 22:30:31Meine Meinung:

Die NPD dient als Instrument der Wegbereitung.
Die "besseren" Herren (aus dem bürgerlichen Lager) lassen sie die "Drecksarbeit" machen und halten sich so sauber.

Hat es alles schon einmal gegeben.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Maraho
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15.02.09 09:45:35
Beitrag Nr. 99 ()
#97 Ich mache keine Werbung für Neonazis, wenn ich mir wünsche, dass sie besser und verfassungskonform werden. Meine Meinung ist Ausdruck meines Weltbildes, das wie fast jedes Weltbild Zukunftsprognosen erlaubt.
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15.02.09 09:51:09
Beitrag Nr. 100 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.392 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 09:45:35Also ist das lediglich ein frommer Wunsch von dir und keine durch Fakten unterlegte Meinung. Ist doch schön, daß du so positiv über die NPD denkst, mir wird langsam immer klarer, warum du diesen Thread aufgemacht hast. ;)
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15.02.09 10:07:07
Beitrag Nr. 101 ()
#100 Ich habe den Thread aufgemacht, weil ich will, dass die NPD eine verfassungskonforme (und für ein gutes Deutschland eintretende) Partei wird (was ich mir übrigens von jeder Partei wünsche). Ich bin bereit über eine zukünftge gute NPD positiv zu denken, dazu muss die NPD aber noch besser werden (siehe auch Beitrag #1).
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15.02.09 10:11:50
Beitrag Nr. 102 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.437 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 10:07:07Sie soll "noch besser" werden? :D
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15.02.09 10:22:20
Beitrag Nr. 103 ()
#102 "noch" im Hinblick auf das Ziel einer guten Partei und nicht, dass die NPD schon besonders gut ist. Muss "noch" gut werden, um dann gut zu sein. "besser", weil es um Besserung geht. Übrigens bin ich hier einer der wenigen, die sich besonders kritisch zur NPD geäußert haben.

PS: Welchen Nick hattest du vorher bei WO?
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15.02.09 11:03:59
Beitrag Nr. 104 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.465 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 10:22:20Halten wir also fest, daß du die NPD wohlwollend mit konstruktiver Kritik begleitest.

Bist/warst du NPD-Mitglied?
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15.02.09 11:34:53
Beitrag Nr. 105 ()
#104 Was ich will und meine, steht nur in meinen Beiträgen. Na, kommt dir das irgendwie bekannt vor?

Ich bin kein NPD-Mitglied und war niemals eines.
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15.02.09 12:21:51
Beitrag Nr. 106 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.660 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 11:34:53Ich halte die NPD für eine unberechenbare Chaotentruppe mit einer populistischen Programmatik, die sich nicht in Politik umsetzen läßt. Diese Partei zu wählen oder auch nur wohlwollend zu begleiten, ist für mich mindestens so schlimm wie jegliche Form der Hinwendung zu linksradikalen Parteien. Wer einen "starken Staat" will und eine pluralistische Gesellschaft nicht zu schätzen weiß, der soll sich nach Rußland, China oder Venezuela verdrücken.
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15.02.09 12:37:34
Beitrag Nr. 107 ()
#106 Auf alle Fälle bin ich gegen Staats- und Verfassungsfeinde von Deutschland, die (bewusst oder unterbewusst) absichtlich Deutschland aus niederen Eigeninteressen schaden wollen. Straftäter sollen angeklagt und vor ein ordentliches Gericht gestellt und gerecht verurteilt werden.

Ich will ein gutes Deutschland, in dem schlechte Menschen keine Macht haben sollen.
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15.02.09 12:48:54
Beitrag Nr. 108 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.898 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 12:37:34 Ich will ein gutes Deutschland, in dem schlechte Menschen keine Macht haben sollen.

Du unterstellst damit, daß die jetzigen "Machthaber" gute Menschen sind! ;)

„Macht hat Legitimität nur im Dienst der Vernunft. Allein von hier bezieht sie ihren Sinn. An sich ist sie böse.“
Karl Jaspers
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15.02.09 12:59:28
Beitrag Nr. 109 ()
#108 Es gibt viele gute Machthaber (Menschen in verantwortungsvollen Posten) aber derzeit auch zu viele schlechte. Macht ist in einer hierarchischen Gesellschaft unumgänglich, sollte aber nur dem Allgemeinwohl und nicht dem Eigennutz dienen. Typischerweise verbinden schlechte Menschen mit Macht Spass und Vorteile, gute Menschen verbinden mit Macht Verantwortung (es ist sinnvoll, wenn für die Gesellschaft wichtige Menschen besser gestellt sind aber nur gute Menschen können für die Gesellschaft wichtige Menschen sein).

Ich denke, es ist sehr wichtig für einen guten Staat, dass nur gute Menschen an der Macht sind. Je verantwortungsvoller ein Job (Amt, Arbeitsplatz) ist, desto besser sollte der ihn innehabende Mensch sein. Das soll Deutschlands Ziel sein.
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15.02.09 13:20:33
Beitrag Nr. 110 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.581.971 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 12:59:28 Ich denke, es ist sehr wichtig für einen guten Staat, dass nur gute Menschen an der Macht sind. Je verantwortungsvoller ein Job (Amt, Arbeitsplatz) ist, desto besser sollte der ihn innehabende Mensch sein. Das soll Deutschlands Ziel sein.

Ein frommer Wunsch, bei der vorherrschenden Mittelmäßigkeit in diesem, unserem Lande!
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15.02.09 13:36:47
Beitrag Nr. 111 ()
Der Haken bei solch kindlichen Begriffen wie "gut" und "schlecht" ist, daß sie von jedem besetzt werden können. Deswegen sind solche Phrasen wertlos. M. E. ist es sinnvoller, Politiker anhand konkreter Aussagen, die man mit den eigenen Zielen abgleichen kann, zu bewerten. Wer z. B. eine starken Staat will, für den kommen neben den radikalen Parteien am Rande vor allem SPD und CDU in Frage. Auch Begriffe wie "Ausbeutung" oder "Kapitalismus" würde ich eher als naiv einordnen, das ist Stammtischvokabular. Intelligenter wäre es, sich zu überlegen, was man für ein System will und dann nach Politikern Ausschau zu halten, die das am ehesten verwirklichen könnten. Wer allerdings der Meinung ist, daß Oskar Lafantaine sein Versprechen der sozialen Gerechtigkeit ("Champagner für alle!") einlösen würde, wenn er am Drücker wär, ist schief gewicklet. So einfach ist Politik nun auch wieder nicht. Man sollte die Programmatik auch immer auf Umsetzbarkeit abklopfen, also den Realitätstest machen. Und da fallen erstmal die radikalen Parteien an den Rändern durchs Rost, namentlich die Linkspartei und die NPD sowie all die anderen weniger bekannten Radikalen. Im übrigen muß das, was für den einen gut ist, für den anderen weniger gut sein. Demokratie bedeutet ja, daß ein Interessenausgleich zwischen unterschiedlichen Zielen stattfindet. Schon deshalb ist das Gelaber von "guten" Zielen und all diese Moralhuberei recht einfältig.

Alles nur imho, wie immer... :cool:
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15.02.09 14:36:22
Beitrag Nr. 112 ()
#111 Weißt du etwa nicht, was gut und was schlecht ist?

Ein Staatsbeamter hat in seinem Amt dem Staat zu dienen.
Einige (direkt oder indirekt) korrupte Beamte scheinen das nicht zu wissen.

Bist du Mitglied einer freimaurerähnlichen Verbindung?
(ich bin es nicht)
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15.02.09 15:59:52
Beitrag Nr. 113 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.582.309 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 14:36:22 Ein Staatsbeamter hat in seinem Amt dem Staat zu dienen.
Einige (direkt oder indirekt) korrupte Beamte scheinen das nicht zu wissen.

Hier muß ich Dir recht geben. Im Hinblick auf das Tagesgeschäft in der deutschen Politik aber scheint der Amtseid nur noch eine Phrase und kein "Vertrag" zu sein:

Der Amtseid lautet:

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden. (Art. 56 Satz 2 GG)

http://de.wikipedia.org/wiki/Amtseid
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15.02.09 16:28:35
Beitrag Nr. 114 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.582.309 von HeWhoEnjoysGravity am 15.02.09 14:36:22Daß der eine oder andere Amtsträger korrupt ist, läßt sich nicht vermeiden. So ist das Leben, wer etwas anderes erwartet, ist blauäugig.
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15.02.09 16:37:48
Beitrag Nr. 115 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.582.677 von Sozialphysiker am 15.02.09 16:28:35Stimmt. Ein quantitatives Problem.
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15.02.09 19:18:20
Beitrag Nr. 116 ()
Man darf gespannt sein , was die Wahlen im Herbst für Ergebnisse bringen werden. Sollte sich aktuelle Wirtschaftskrise verschärfen , wir bis dahin 5 Mio. ( offizielle ) Arbeitslose haben , gewinnt traditionell der linke und rechte Rand an Zustimmung. 30% dieLinke und 10% REP / NPD erachte ich in Ostdeutschland für durchaus realistisch.

Die Europawahlen dürften noch beachtlicher ausfallen. Die Zahl der EU Kritiker wächst . Nur leider finden jene Leute keine Stimme in den staatstragenden Parteien.
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15.02.09 19:27:56
Beitrag Nr. 117 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.583.270 von zierbart am 15.02.09 19:18:20Das halte ich nicht für ausgemacht, es kann auch sein, daß die Leute dann vermehrt sog. Krisenmanagenment/Wirtschaftkompetenz wählen. Ich gehe außerdem davon aus, daß die Regierung im Herbst die ersten Hoffnungsschimmer am Horizont verkünden wird. Meine Prognose: CDU schwach auf der Brust, SPD grottenschlecht, FDP stark. Wenns dafür reicht, Schwarz-Gelb, sonst weiter Schwarz-Rot mit einer geschwächten SPD. Die Linkspartei schätze ich auf 12%, die NPD weit unter 5%, die haben m. E. keine Chance.
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15.02.09 20:00:18
Beitrag Nr. 118 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.583.308 von Sozialphysiker am 15.02.09 19:27:56 es kann auch sein, daß die Leute dann vermehrt sog. Krisenmanagenment/Wirtschaftkompetenz wählen

Das verstehe ich jetzt nicht.

Krisenmanagement/Wirtschaftskompetenz: Du meinst sicher die empfundene, da die wahre nicht vorhanden ist. Nachzulesen in nahezu allen ernstzunehmenden Blättern!

Mit der Chancenlosigkeit der NPD gebe ich Dir allerdings recht, ob knapp oder deutlich unter 5%, sie wird es nicht schaffen.
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15.02.09 20:12:44
Beitrag Nr. 119 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.583.457 von Maraho am 15.02.09 20:00:18Ich hab mal einen Aufsatz eines sog. Wahlforschers gelesen, in dem er der These widersprach, daß in guten Zeiten konservativ und in schlechten Zeiten links gewählt wird. Er meinte anhand von allerlei Beispielen, daß auch das Gegenteil zutreffen kann, also die Leute in guten Zeiten links wählen, weil sie sehen, daß etwas zum umverteilen da ist und in schlechten Zeiten konservativ, weil sie diesen Parteien eher zutrauen, die Wirtschaftsprobleme zu lösen. Das war nicht unplausibel.

Was unsere Regierung macht, würde ich nicht in Bausch und Bogen verurteilen, die Rettung der Banken z. B. ist leider nötig. Und der andere Schnickschnack wie die Abwrackprämie ist eher Vorwahlkampf. Wer sich als Regierender jetzt passiv verhält, wird vom Wähler als Niete eingeschätzt. Die meisten Wähler sind halt nicht so gut informiert, was wirtschaftlich läuft und was machbar/vernünftig ist, deshalb müssen die Politiker da mitziehen. Ich geh mal davon aus, daß Merkel und Steinbrück schon wissen, wie blöd manche Maßnahme ist. Der Glos wohl eher nicht, der glaubt anscheinend alles, was er erzählt. Aber der ist ja nun wech... :D
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15.02.09 20:32:41
Beitrag Nr. 120 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.583.308 von Sozialphysiker am 15.02.09 19:27:56Thesen zu diesem " Hoffnungsschimmer " habe ich erst heute in der "Euro am Sonntag" gelesen. Einige Frühindikatoren sprechen wohl dafür.
Aus meiner Sicht ist es selbst für gedämpften Optimismus noch zu früh. Augenscheinlich ist derzeit die Stimmung (noch) besser als die Wirtschaftslage.
Frühindikator mit einer Vorlaufzeit von min. 6 Monaten ist eher die Preisentwicklung der Basismetalle ( Ni , Cu, Fe usw. )
Dort ist von einer nachhaltigen Konjunkturbelebung noch nix zu spüren.
Der Rest ist Kaffeesatzleserei.
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15.02.09 20:41:18
Beitrag Nr. 121 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.583.574 von zierbart am 15.02.09 20:32:41So ist es, einige Frühindikatoren lassen hoffen, daß der Tiefpunkt schon/bald erreicht, bzw. bald überwunden ist. Das heißt natürlich nicht, daß es dann rasch wieder aufwärts geht. Die Stimmung der Bevölkerung ist aber eher ein nachlaufender Indikator, der wird mit steigender Arbeitslosigkeit, auch einem nachlaufenden Indikator, eher fallen. Aber ich halte das alles wie bereits gesagt für nicht wahlentscheidend. Die Lage ist ja nicht so wie 1930-33, den Menschen heutzutage geht es wesentlich besser, die politischen Rahmenbedingungen sind ganz anders. Und die Entscheider können aus der Vergangenheit lernen.
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15.02.09 20:53:41
Beitrag Nr. 122 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.583.601 von Sozialphysiker am 15.02.09 20:41:18 Und die Entscheider können aus der Vergangenheit lernen.

Deine Worte in Gottes Ohr!

Euch allen einen schönen Abend.
Maraho
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15.02.09 21:29:00
Beitrag Nr. 123 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.583.601 von Sozialphysiker am 15.02.09 20:41:18Ich habe die Befürchtung , dass derzeitige Krise durchaus " systemrelevant " werden könnte. Momentan stehen wir dbzgl. erst am Anfang.
Abwrackprämie : Momentan verkündet Opel , auf Grund der Abwrackprämie, keine Kurzarbeit einführen zu müssen.
Nuja. Wer kann , kauft in 2009 sich nen neuen Kleinwagen . Was passiert aber 2010 , wenn der Bedarf gedeckt ist ?:confused:
Wie Du schon sagtes , reagiert der Arbeitsmarkt nachgelagert .

Was folgt der Derivatekrise ( welche nicht im Ansatz abgearbeitet ist ) ? Mittlerweile betrachtet der Markt eine Siemens-Anleihe als sicherer , als Staatspapiere von Griechenland oder Spanien , von Island ganz zu schweigen. 2 davon sind immerhin EU Mitglieder.

Ich warne davor , das Ausmass dieser Krise zu unterschätzen.
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16.02.09 00:00:38
Beitrag Nr. 124 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.583.745 von zierbart am 15.02.09 21:29:00Die Finanzkrise ist die eine Sache, wie stark und wie nachhaltig sie auf die Wirtschaft durchschlägt, ist aber keineswegs sicher. Das weiß niemand und die selbsternannten Experten, die behaupten, es zu wissen, sind Schwätzer, die sich wichtig machen wollen. Meiner Meinung nach wird sich die Abwicklung der faulen Papiere/Kredite zwar noch Jahre hinziehen, aber das muß nicht bedeuten, daß die Wirtschaft so lange nicht wachsen kann. Hey, das ist nur Geld, und den Forderungen stehen stets Schulden gegenüber! Mit den Forderungen buchst du auch die Schulden aus, es verschwindet ja nicht nur eingebildetes Vermögen. Das selbe gilt für die Staaten, die irgendwann nicht mehr bezahlen werden, die machen sich dadurch schuldenfrei und können neu anfangen. So what? Denk mal an Argentinien. Und was die Automobilindustrie angeht, so haben die weltweit Überkapazitäten, da ist es klar, daß es irgendwann mal krachen muß. Die werden noch ein wenig gepampert, aber später wird es Pleiten, Übernahmen und Fusionen geben.

Alles Vola, wie sonst willst du billig Qualität an der Börse einkaufen? Und wer dabei in die Kloschüssel faßt, hat halt Pech gehabt, so iss Lebbe, wie der dicke Beck immer gesagt hat.
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16.02.09 00:02:06
Beitrag Nr. 125 ()
Das alles ist jedenfalls kein Grund, die Linkspartei oder die NPD zu wählen.
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16.02.09 19:01:02
Beitrag Nr. 126 ()
Hier etwas zur Info:

Bilderserie
Das Netzwerk der Rechten


http://www.ftd.de/koepfe/475016.html

Einen schönen Abend wünscht
Maraho
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16.02.09 19:40:52
Beitrag Nr. 127 ()
#126 Andreas Molau und Udo Pastörs machen so von weitem keinen schlechten Eindruck auf mich.
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16.02.09 21:44:39
Beitrag Nr. 128 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.589.464 von HeWhoEnjoysGravity am 16.02.09 19:40:52Bist wieder in Sachen Werbung für die Rechten unterwegs? ;)
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17.02.09 07:58:48
Beitrag Nr. 129 ()
#128 Das war nur meine ehrliche Meinung. Wie denkst du über diese Personen? Hast du sie dir überhaupt angesehen?
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17.02.09 08:15:04
Beitrag Nr. 130 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.591.025 von HeWhoEnjoysGravity am 17.02.09 07:58:48Ja, ich habe mir die Fotostrecke angeschaut, war interessant.

Einen Menschen nach seinem Äußeren zu beurteilen, ist ziemlich einfältig.
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17.02.09 08:29:05
Beitrag Nr. 131 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.591.071 von Sozialphysiker am 17.02.09 08:15:04Einen Menschen nach seinem Äußeren zu beurteilen, ist ziemlich einfältig.


Das ist er ja auch:laugh::laugh:

Bilder sagen gar nichts! Das Programm und vor allem die Ziele der NPD sagen alles! Genau wie die der LINKEN steht am Ende ein totalitäres System. Hatten wir alles schon mal, und die Folgen dürften bekannt sein:mad:

Sicher kann man über die Demokratie streiten, in jedem Fall hat sie 60 Frieden und Wohlstand gebracht!

Ich für meine Person werde jedenfalls alles dafür tun das extreme von links oder rechts in diesem Land nie wieder ans Ruder kommen!
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17.02.09 08:29:33
Beitrag Nr. 132 ()
#130 Das Aussehen alleine (insbesondere ein unbewegtes Bild) kann täuschen aber unter den Bildern stand auch Text und die Beiden waren gegen Udo Voigt und von dem halte ich nichts. Ich bin gerne bereit meine Meinung über die Beiden zu ändern, wenn sie sich als falsch erweisen sollte.

Dass man einen Menschen auch nach dem ersten Eindruck beurteilt, macht übrigens jeder.
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17.02.09 08:40:40
Beitrag Nr. 133 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.591.126 von HeWhoEnjoysGravity am 17.02.09 08:29:33Über die innerparteilichen Machtkämpfe weißt du so viel wie eine Kuh über Radioastronomie. Du hältst den Voigt für den Bösewicht, der von den beiden anderen "Guten" abgesetzt werden soll, damit diese die Partei auf den "guten" Weg führen können. Ziemlich einfältig, aber ich wiederhole mich. Laß besser die Finger von der Politik, davon verstehst du nix.
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17.02.09 10:59:50
Beitrag Nr. 134 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.591.123 von Doppelvize am 17.02.09 08:29:05Volle Zustimmung, das sehe ich genauso.
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19.02.09 08:10:11
Beitrag Nr. 135 ()
Machtkampf in der NPD eskaliert
Der Machtkampf bei der rechtsextremen NPD spitzt sich zu: Andreas Molau zieht seine Kandidatur unter wütenden Vorwürfen zurück. Nun soll Mecklenburg-Vorpommerns Fraktionschef Pastörs den umstrittenen Parteichef Voigt herausfordern - am liebsten unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Berlin - Das Video, das der Bundesvorsitzende der rechtsextremen NPD vor einigen Tagen auf der Homepage unter der Überschrift "Appell zur Besonnenheit - Gemeinsamkeit statt Bruderkrieg" auf der Homepage seiner Partei platzieren ließ, entbehrte nicht einer gewissen - wenn auch ungewollten - Komik: Da blickt Udo Voigt nachdenklich aufs Wasser, um sich sodann an die "Kameradinnen und Kameraden" zu wenden. Besorgt spricht er über die Medienberichte, in denen der Selbstzerfleischungsprozess seiner Truppe beleuchtet wird. Dann deutet er auf den Baum hinter sich und sagt: "Wenn ich im Hintergrund die Trauerweide sehe, dann bedauere ich, dass wir uns in dieser Situation befinden."

So ganz trifft es die harmlos-bemühte Gehölz-Metapher wohl nicht. Denn in der NPD tobt schon seit Wochen ein Macht- und Flügelkampf, der nun einen neuen Höhepunkt erreicht. Auf der Homepage des starken NPD-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern hat Andreas Molau, Pressesprecher der dortigen Landtagsfraktion, am Mittwoch überraschend den Verzicht auf seine ursprünglich geplante Kandidatur für den Chefposten bei den Rechtsextremisten erklärt. Stattdessen soll nun Udo Pastörs, Fraktionschef in Schwerin, gegen den in der Partei umstrittenen Voigt antreten.

Molau hatte erst Ende Dezember, mit Rückendeckung der mächtigen NPD-Landesfürsten Pastörs und Holger Apfel aus Sachsen, überraschend verkündet, Voigt beim für Ende März geplanten Bundesparteitag herausfordern zu wollen. Daraufhin brach eine beispiellose Schlammschlacht über die braune Truppe hinein.

Einer der Höhepunkte war ein dilettantisch gedrehtes Video-Interview, in dem NPD-Bundesvize Jürgen Rieger, ein Vertreter des ultra-rechten Flügels der NPD, genüsslich über den Ex-Waldorflehrer Molau herzog. Unter anderem bezeichnete Rieger Molau als "Achteljuden".

Frontalangriffe von Molau

In der persönlichen Erklärung, in der Molau jetzt seine Kandidatur zurückzog, greift er wiederum Rieger und seinen angeschlagenen Chef Voigt frontal an. Letzterer sei "inzwischen nur noch eine willfährige Marionette des Börsenspekulanten Rieger" und habe in seinem "schmutzigen Interview" nur "wilde Spekulationen und dreiste Lügen über mich ausgestreut". Unter anderem habe der Neonazi-Anwalt laut Molau behauptet, "ich sei sei als Kandidat vom Staat geschickt, wolle Schwarze in die NPD hereinholen, verehre Stauffenberg usw."

Udo Voigt dagegen sei sowieso unfähig. Molau: "Weder der Finanzskandal in Thüringen veranlassten ihn zu Konsequenzen, die Affäre Kemna , noch die jetzt notwendig gewordene Selbstanzeige der Partei beim Deutschen Bundestag." Ein Parteivorsitzender, so Molau, "der nicht merkt, dass Beträge in hunderttausender Größe aus den Parteikassen verschwindet, hat die Legitimation zur Führung der Partei verloren"

Voigt führe die Partei nicht mehr, sondern verwalte sie höchstens. "Und genauso stellt sich die NPD zwischen Porno-Affäre und Finanzskandal dar."

Presse soll beim Parteitag nicht dabei sein

Molau war erst kürzlich wegen innerparteilicher Querelen aus dem NPD-Bundesvorstand ausgetreten. Nun will der stellvertretende niedersächsische Landesvorsitzende nicht einmal mehr ausschließen, die NPD zu verlassen. "Ich kann im Moment nicht sagen ob ich in der Partei bleiben will", sagte er SPIEGEL Online. Auf keinen Fall aber stehe er für ein Amt unter den Vorsitzenden Voigt oder Rieger zur Verfügung.

Pastörs bestätigte auf der Homepage seines Landesverbandes, dass er gegen Voigt antreten will. Den möglicherweise unappetitlichen Kampf um den Chefsessel will man aber lieber unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausfechten. Man habe im Landesvorstand beschlossen, "einen Antrag auf Nichtzulassung der Presse zu stellen, wie dies schon zuvor durch den Landesverband gegenüber dem Parteivorstand gefordert wurde", heißt es in einer Erklärung.

Parteichef Udo Voigt sehnt indessen klare Verhältnisse herbei: "Die andere Seite soll endlich mal wissen, was sie will und wen sie für den Parteivorsitz ins Rennen schicken will", sagte er zu SPIEGEL ONLINE . http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,608553,00.h…
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19.02.09 17:40:12
Beitrag Nr. 136 ()
1,7 Millionen Euro Schulden - NPD zeigt sich selbst an
Die Finanzaffäre der NPD eskaliert: Wegen massiver Ungereimtheiten in der Buchführung hat die rechtsextremistische Partei jetzt Selbstanzeige bei der Bundestagsverwaltung erstattet. So will sie Strafzahlungen in Höhe von fast zwei Millionen Euro entgehen.

Hamburg - Es war ein überaus peinliches Schreiben, das NPD-Bundesschatzmeister Stefan Köster am 18. Januar dieses Jahres an das "Referat PM 3 / Parteienfinanzierung" des Deutschen Bundestags schicken musste. "Im Zusammenhang mit der Erstellung und Nachprüfung des Rechenschaftsberichts 2007", schrieb der Rechtsextremist, "haben wir festgestellt, dass die Angaben in der Vermögensbilanz 2006 und ggf. vorherige unrichtig sind."

Nach neuen Erkenntnissen, so Köster, sei nunmehr "davon auszugehen, dass der Schuldposten B III. (Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern) falsch ausgewiesen wurde". Dann wird die Selbstanzeige konkret: "Nach uns vorliegenden Unterlagen" sei "gegenwärtig von einer entsprechenden Verbindlichkeit von möglicherweise 1,7 Millionen Euro auszugehen".

Die Zahl hat es in sich. Denn in dem betreffenden Rechenschaftsbericht für das Jahr 2006 war immer nur von Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von knapp 815.000 Euro die Rede - die Differenz liegt also bei fast 900.000 Euro. Wie man sich derartig irren konnte, ist der NPD offenbar selbst noch nicht ganz klar. "Sobald weitere Erkenntnisse vorliegen", verspricht Schatzmeister Köster den Parteienkontrolleuren des Bundestags, "werden wir Sie unverzüglich hierüber in Kenntnis setzen."

Die Selbstanzeige der NPD ist der bisherige Höhepunkt einer ganzen Kette von Finanzskandalen, die sich die rechtsextremistische Truppe unter Parteichef Udo Voigt in den vergangenen drei Jahren geleistet hat. Wenn es um dubiose Finanz-Tricksereien geht, so scheint es, steht die NPD den verhassten "Systemparteien" in nichts mehr nach.

Begonnen hatten die Ungereimtheiten im Sommer 2006 im NPD- Landesverband Thüringen. Über Jahre hatte der frühere Landeschef Frank Golkowski im großen Stil fingierte Spendenquittungen in die Parteibilanzen gemogelt und der NPD so zu höheren Staatszuschüssen verholfen. Die wundersame Geldvermehrung war seinerzeit angeblich weder Voigt noch seinem Schatzmeister oder den Kassenprüfern aufgefallen. Als die Masche schließlich aufflog, wurden rund 870.000 Euro Geldstrafe an die Bundestagsverwaltung fällig.

Nur anderthalb Jahre später wurde dann Ex-Schatzmeister Kemnaverhaftet. Der gelernte Bilanzbuchhalter, der offenbar ebenfalls völlig unkontrolliert mit dem Parteivermögen jonglieren konnte, hatte über die Jahre rund 740.000 Euro von den NPD-Konten abgezweigt und teilweise in sein eigenes marodes Küchenstudio geschleust. Wieder will niemand bemerkt haben, wie das Geld aus der Partei verschwinden konnte.

Kemna, der von dem in wirre Machtkämpfe verstrickten Parteichef Udo Voigt inzwischen als alleiniger Sündenbock auserkoren wurde, leistete der NPD in der Vergangenheit derweil gute Dienste. Über diskrete Firmenkonstruktionen kaufte er der Partei etwa ihre Zentralen in Berlin-Köpenick oder Bochum-Wattenscheid.

Inzwischen beschäftigen auch diese Deals die Staatsanwaltschaft Münster, die gegen Voigt und zwei Wirtschaftsprüfer wegen des Verdachts der Untreue und des Verstoßes gegen das Parteiengesetz ermitteln. Voigt bestreitet die Vorwürfe.

Verdachtsmomente gibt es genug: Der dritte NPD-Finanzskandal ist erst eine knappe Woche alt: Auch im Rechenschaftsbericht für das Jahr 2007 hatte die Bundestagsverwaltung "Anhaltspunkte für unrichtige Angaben" entdeckt - in Höhe von weiteren 900.000 Euro - und ein umfangreiches Prüfverfahren eingeleitet.

Ob die Selbstanzeige, die jetzt noch dazukommt, die ohnehin schon hochverschuldete Partei vor drohenden Strafzahlungen in doppelter Höhe des Fehlbetrags retten kann, ist fraglich. Nach dem Parteiengesetz müssen Unstimmigkeiten nämlich unverzüglich angezeigt werden. Warum man erst jetzt die mutmaßlichen Fehler im Rechenschaftsbericht 2006 entdeckte, dürfte eine spannende Frage in dem Prüfverfahren werden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,608733,00.h…
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24.02.09 14:45:30
Beitrag Nr. 137 ()
"Plötzlich war ich nicht mehr König"
In der Neonazi-Szene war Toni R. eine tragende Säule - bis ihm Zweifel kamen, der damals 18-Jährige aussteigen wollte. Er schlug drei Skinheads mit einer Axt nieder, wurde zu fünf Jahren Knast verurteilt. Im Gefängnis schrieb er Texte über seine Taten - und änderte sich.

In der Einsamkeit ihrer Zelle, ausgestattet mit einem Laptop, stellten sich junge Strafgefangene der Wiesbadener Justizvollzugsanstalt monatelang ihren Erinnerungen. "Wir sagen aus" heißt das Buch- und Filmprojekt, für das der Kasseler Pädagoge Reinhard Nolle bisher 27 JVA-Insassen von 19 bis 24 Jahren über ihre Taten, ihre Kindheit, ihr Umfeld befragte.

Die Gefangenen erzählten von alkoholkranken Eltern und schulischem Scheitern wegen mangelnder Deutschkenntnisse, von Verwahrlosung und fehlender Integration. "Ich wuchs weniger als die anderen", schrieb Häftling Toni dort, "leider werden kleinere Menschen nicht so ernst genommen, deshalb musste ich krasser sein als alle anderen." Aus dem aufgeweckten Grundschüler Toni wurde ein Rechtsradikaler; fünf Jahre musste er verbüßen.

In Auszügen aus dem Buch "Wir sagen aus" beschreiben jugendliche Häftlinge auf SPIEGEL ONLINE prägende Momente ihres Lebens. Zum Start der Serie beschreibt der heute 24-Jährige Toni R. im Interview, wie die biografischen Kurzfilme und Aufsätze ihm dabei halfen, seine rechtsextreme Weltanschauung hinter sich zu lassen.

SPIEGEL ONLINE: Sie sind mit 18 Jahren für fünf Jahre ins Gefängnis gekommen. Warum?

Toni R.: Ich habe viele Jahre in der Neonazi-Szene verbracht. Nicht als Mitläufer, sondern als politischer Akteur. Deswegen stieg ich schnell in die höheren Kreise auf, war eine tragende Säule des Systems. Dass ich es mit einer Scheinwelt zu tun hatte, habe ich erst nach einigen Jahren kapiert. Irgendwann fing ich an zu zweifeln. Ich hatte mich schon aus der Szene zurückgezogen, als mehrere Skinheads bei mir einbrachen. Wohl um dafür zu sorgen, dass ich als absoluter Insider nicht zum Verräter werden würde. Mit einer Streitaxt aus meiner Waffensammlung schlug ich drei Leute bewusstlos.

Eine Nachbarin hatte alles beobachtet und rief die Polizei. Ich hatte schon mehrere Strafen auf Bewährung und wurde wegen schwerer Körperverletzung zu fünf Jahren verurteilt. Heute denke ich, es sollte so sein. Ich habe sehr viel Mist gebaut.

SPIEGEL ONLINE: Was hat Sie in die rechte Szene geführt?

Toni R.: Ich war frustriert vom Leben. Und manche meiner Charakterzüge kamen dem entgegen. Ich bleibe bis heute ein sehr disziplinierter Mensch, auch wenn ich Disziplin als Grundsatz nicht mehr so hochhalte wie in der Zeit als Neonazi. Also dachte ich damals, das sei das richtige. Dass ich so extrem geworden bin, mag auch zum Teil an meiner Kindheit liegen. In meinem Heimatort war die rechte Szene damals sehr stark.

SPIEGEL ONLINE: Wie sind Sie aufgewachsen?

Toni R.: Ich bin das Jüngste von sechs Kindern und habe wenig Aufmerksamkeit bekommen. Meine Eltern waren sehr religiös, doch ich konnte das irgendwann einfach nicht mehr hören. Ich habe als Gegenreaktion andere Extreme gesucht. Als Jugendlicher habe ich etwa wie verrückt Basketball gespielt, bis ich mich verletzte. Zum Glück bin ich jetzt erwachsen geworden und habe mich in einem langen Prozess zu einem gesellschaftsfähigen Menschen entwickelt.

SPIEGEL ONLINE: Woher kam der Sinneswandel?

Toni R.: Ich suchte in der Haft viel Unterstützung. Nach anderthalb Jahren durfte ich mir einen Film des Filmteams der JVA anschauen. Ich dachte sofort, da will ich mitmachen. Es klang nach Herausforderung. Der leitende Pädagoge lehnte meine Bewerbung zunächst ab, als er von meiner Vorgeschichte erfuhr. Ein Jahr später nahmen er und sein Assistent mich dann doch an. Sie gaben mir eine Chance - obwohl es hieß, ich sei so heftig. Und sie haben mich als Mensch erst mal genommen, wie ich bin. Das war schon mal cool.

SPIEGEL ONLINE: Worum ging es in dem Film?

Toni R.: Es ging um uns selbst. Der pädagogische Teil bestand darin, sich immer wieder mit sich selbst zu beschäftigen. Sich selbst wenigstens halbwegs objektiv zu sehen. Ich musste etwa einen Tag lang über meine Gedanken zum Thema "Empathie" schreiben. Am nächsten Tag habe ich das in der Gruppe von zehn Leuten vorgelesen. Daraus wurden dann das Buch und ein Drehbuch für den Film geschrieben.

SPIEGEL ONLINE: Hatten Sie sich überhaupt schon einmal mit Ihrem Leben auseinandergesetzt?

Toni R.: Nein, erst in der Haft. Hätte ich das früher getan, wäre es wohl nicht so weit gekommen mit mir. Ich habe immer alles Negative verdrängt, mir meine rechte Welt schön geredet. Und auch im Projekt war das Erzählen von sich selbst für viele nicht einfach. Wir hatten alle gelernt, niemandem zu vertrauen und nichts Persönliches preis zu geben.

SPIEGEL ONLINE: Fiel dem rechten Aussteiger die Arbeit am Buchprojekt schwerer als anderen Insassen?

Toni R.: Das Pädagogische selbst war keine Qual für mich. Reden konnte ich damals richtig gut. Ich hatte ja in vielen rechtsextremen Schulungen gelernt, mich auszudrücken, zu diskutieren, Vorträge zu halten. Allerdings hatte ich ganz andere Strukturen gelernt. Mit Scheuklappen hatte ich die rechte Ideologie in Rekordzeit in mich aufgesogen und völlig verinnerlicht, habe entsprechend gehandelt und geredet. Hierarchie und Disziplin waren da wichtig. Doch dann saß ich plötzlich mit acht Immigranten in diesem Buchprojekt. Politisch eher links, kam mir Projektleiter Reinhard Nolle mit Offenheit, Vertrauen und Verständnis. Da hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben Spaß daran, Leuten zu helfen. Oder Trost zu spenden in Situationen, in denen sich jemand allein fühlte.

SPIEGEL ONLINE: Diese Prinzipien waren ein paar Jahre zuvor für Sie noch unvorstellbar.

Toni R.: Allerdings. Mein Umdenken war nicht leicht nach so einer langen Zeit. In meiner rechten Welt war ich ja der König gewesen, dort kannte ich mich bestens aus. Plötzlich stand ich in unsicherem Terrain. Und musste alles neu lernen, wie man miteinander umgeht, wie man sich verhält. Aber die sozialen Projekte in der JVA haben mir geholfen, mich zurecht zu finden. Und Reinhard Nolle persönlich hat mir Denkanstöße gegeben, die ich vorher nie angenommen hätte.

SPIEGEL ONLINE: Zum Beispiel?

Toni R.: Er hat mich Toleranz und Verständnis gelehrt. Und mir gezeigt, wo die Gründe dafür liegen, dass jemand Sachen macht, die ich verurteile - etwa mit Drogen zu dealen. Danach war die Welt ambivalent, nicht mehr bloß schwarz und weiß. Plötzlich sah ich die anderen Häftlinge aus Ruanda oder Pakistan nicht nur als Ausländer, sondern als Menschen, die zu meinen Freunden wurden. Die ersten acht Monate verbrachte ich mit Mohammed aus Sri Lanka in einer Doppelzelle. Wir sind bis heute befreundet.

SPIEGEL ONLINE: Können Sie verstehen, warum andere Toni, den Neonazi, verurteilten?

Toni R.: Sie haben nicht mich als Menschen verurteilt, sondern das, war ich getan hatte. Und ja, das kann ich jetzt natürlich nachvollziehen. Wir haben manchmal acht Stunden am Tag diskutiert. Das hat uns sehr nah zusammen gebracht. Und hat mir geholfen, nicht so starr zu denken. Denn je mehr man sich auf eine Sache versteift, desto mehr sperrt man sich gegen alles andere. http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,607867,00.ht…
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24.02.09 15:03:52
Beitrag Nr. 138 ()
Wie rührend, der geläuterte Neonazi in der Doppelzelle mit seinem neuen Freund Mohammed. Das ist die Stelle, an der die Heile-Welt-Filme immer mit einem Kuß enden. ;)
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24.02.09 16:58:01
Beitrag Nr. 139 ()
"23.02.2009

RAZZIA
Polizei findet Sturmgewehr bei NPD-Vize

Ermittlungen gegen Jürgen Rieger: Bei einer Durchsuchung des Hauses des stellvertretenden Parteivorsitzenden der rechtsextremen NPD entdeckten die Beamten ein funktionstüchtiges Sturmgewehr. Der Grund für den Besuch der Beamten war ein fremdenfeindliches Flugblatt."

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,609467,00.h…

Für sowas wird hier Reklame gemacht. :mad:
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24.02.09 17:00:49
Beitrag Nr. 140 ()
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24.02.09 18:51:56
Beitrag Nr. 141 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.643.580 von AdHick am 24.02.09 16:58:01Wer macht hier Werbung für den Rieger? :mad:
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25.02.09 07:24:19
Beitrag Nr. 142 ()
Keiner, hoffe ich. Nach Lage der Dinge könnten Jürgen Rieger (http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Rieger) ein paar Jahre Knast nicht schaden.

In diesem Thread wird übrigens über bedeutende politische Entwicklungen in Deutschland informiert und nicht Werbung für Straftaten gemacht.
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25.02.09 11:56:45
Beitrag Nr. 143 ()
"Man singt gern das Horst-Wessel-Lied"
Hitler-Gruß, SS-Bilder und Mauscheleien mit Quittungen: Uwe Luthardt war im Vorstand der Jenaer NPD. Nach nur drei Monaten kehrte er der Partei angewidert den Rücken - jetzt erzählt er im Interview, was er dort erlebte.

SPIEGEL ONLINE: Sie sind vor kurzem aus der NPD ausgestiegen, leben aber noch exponiert in Ihrer Heimatstadt. Haben Sie keine Angst?

Luthardt: Mir wurde von meinem örtlichen Parteichef gedroht: Ein Vorstandsmitglied tritt nicht aus der Partei aus, er wird rausgeworfen oder verschwindet. Ich habe geantwortet, dass ich mehr über ihn weiß als er über mich. Seither ist Ruhe. Jemand, der einfach so aussteigt, bekommt im Normalfall mächtig Probleme, der wacht unter Umständen auf der Intensivstation auf.

SPIEGEL ONLINE: Aussteiger werden also bedroht?

Luthardt: Das kommt vor, ansonsten gäbe es noch weniger Mitglieder. Die Stimmung ist zurzeit nicht gut, man bekommt ja mit, dass der Partei an allen Ecken und Enden Geld fehlt.

SPIEGEL ONLINE: Was hat Sie an Ihren Parteifreunden gestört?

Luthardt: Das war alles nicht meine Welt. Wenn man zum Kameradschaftsabend kam, sah man als Erstes die ganzen Glatzen - mit der schwarzen Sonne oder anderen Nazi-Symbolen auf dem Arm. Die haben nur gesoffen und rumgepöbelt. Wenn kein Gegner da ist, prügelt man sich halt untereinander.

SPIEGEL ONLINE: An der Basis tobt also nicht gerade der Intellekt?

Luthardt: Viele in JN (Junge Nationaldemokraten - d. Red.) und Kameradschaften haben einen IQ im Bereich meiner Schuhgröße. Die meisten sind einfach gescheiterte Existenzen: Hilfsschüler, Leute, die die Schule oder die Lehre abgebrochen haben, Alkoholiker, die woanders keinen Fuß auf den Boden kriegen, Schläger. Es gibt aber in jedem Ortsverband drei bis fünf Mann, die nicht vorbestraft sind. Die werden dann zur Presse oder an die Infostände geschickt.

SPIEGEL ONLINE: Was haben Sie sich ursprünglich von der Partei erhofft?

Luthardt: Ich wollte etwas für Deutschland tun, ein Großdeutschland interessiert mich nicht. Und plötzlich heißt es, wir holen uns Schlesien wieder, und dann kriegen die Kommunisten aber mal so richtig auf die Schnauze.

SPIEGEL ONLINE: Wie finanziert sich die Partei?

Luthardt: Unter anderem über die Musikveranstaltungen, die kosten ja beträchtlichen Eintritt. Und dann natürlich über das Fest der Völker, das brachte anno 2007 eine Einnahme von knapp 17.000 Euro.

SPIEGEL ONLINE: Wovon man die Gagen für die Bands abziehen muss.

Luthardt: Nein. In der Regel tut man gegenüber dem Ordnungsamt so, als bekämen sie eine Gage. In Wirklichkeit gibt es einen Unkostenbeitrag und eine Quittung über eine angeblich gezahlte Gage. Die wird dann aber wieder an die Partei zurückgespendet. Und die Spende kann dann wiederum die Partei von der Steuer absetzen.

SPIEGEL ONLINE: Warum verzichten die Bands auf Geld, das ihnen zusteht?

Luthardt: Das sind Überzeugungstäter. Auch die Partei besteht aus Überzeugungstätern. Wenn ich eine Schulung hatte und nach Berlin musste, haben wir unsere Fahrtkosten erstattet gekriegt und haben sie unten dann wieder als Spende an die Partei abgeführt. Das gleiche Muster.

SPIEGEL ONLINE: Wie werden die Spenden gewaschen - abgesehen von gefälschten Quittungen?

Luthardt: Nehmen wir die Spenden aus Südamerika …

SPIEGEL ONLINE: Spenden aus Südamerika?

Luthardt: Ja, das sind Zuwendungen von national gesinnten Deutschen, die schon etwas länger nicht mehr in Deutschland waren. Die spenden dann beispielsweise an irgendeinen mittelständischen Betrieb. Und die leiten den Betrag dann wiederum an die Partei weiter. (NPD-Chef - d. Red.) Voigts Hausmacht sind nicht zuletzt die Geldleute aus Südamerika - und eben Jürgen Rieger (sein Stellvertreter - d. Red.), der dorthin beste Kontakte hält.

SPIEGEL ONLINE: Gegenüber der Presse gerieren sich NPD-Funktionäre als rechtslastige Demokraten, verfassungsfeindliche Äußerungen versucht man zu vermeiden. Wie radikal ist die Partei wirklich?

Luthardt: Ziel ist die Wiedereinsetzung des Reichs, in dem sich eine neue SA an den Andersdenkenden rächt.

SPIEGEL ONLINE: Gilt das auch für den gemäßigten Flügel?

Luthardt: Einen gemäßigten Flügel gibt es nicht, die paar Versprengten haben nichts zu sagen. Die Medienschulungen in der Parteizentrale sind schon sehr effektiv. Die Kader wissen, wie sie sich verkaufen müssen. Das fängt bei der Anordnung an, sich mit Außenstehenden nur in unverfänglichen Räumen zu treffen. Das gilt für alle, außer für den Vorsitzenden. Da ist es gewollt, dass er vor massivem Schreibtisch und Parteifahnen in der Parteizentrale posiert. Die Jenaer Parteizentrale heißt jedenfalls nicht von ungefähr "Braunes Haus". Journalisten waren da noch nie drin.

SPIEGEL ONLINE: Was würden die dort sehen?

Luthardt: Im Keller jede Menge SS-Bilder. Es gibt auch einen Raum mit Waffen.

SPIEGEL ONLINE: Also ist die Behauptung, in der NPD sei das "Dritte Reich" kein Thema, eine Schutzbehauptung.

Luthardt: Reine Taktik. Man will so die Leute ködern, die noch nicht verstanden haben, dass die Partei nicht rechtsradikal, sondern noch radikaler ist. Es geht darum, in der Öffentlichkeit respektabel aufzutreten. Deswegen hat die Parteiführung auch Mitglieder mit einer ganz normalen Frisur und ganz normaler Kleidung am liebsten. Die kann man an die Infostände lassen.

SPIEGEL ONLINE: Besteht denn dann nicht die Gefahr, dass man die neonazistischen Aktivisten verprellt, wenn man sich allzu bürgerlich geriert?

Luthardt: Nein, denn es wissen ja alle, dass das reine Taktik ist. Die Flugblätter, die Plakate, das Aufspringen auf den Hartz-IV-Zug - da steckt nichts dahinter. Was man statt Hartz IV machen will, weiß keiner. Wir schmeißen die Ausländer raus, dann haben die Deutschen wieder Arbeit, das ist die Quintessenz der Konzepte, von denen die NPD spricht. Von den Güterzügen spricht sie nur, wenn kein Außenstehender zuhört.

SPIEGEL ONLINE: Von den Güterzügen aus dem "Dritten Reich"?

Luthardt: Von denen, in die man die politischen Gegner, die Juden und die Ausländer stecken will, wenn man mal die Mehrheit im Land hat. Intern wird Tacheles geredet, man singt auch gerne das Horst-Wessel-Lied. Kein Wunder, dass die Kameradschaften gerne akzeptieren, wenn der Wolf ein bisschen Kreide frisst.

SPIEGEL ONLINE: Das Verhältnis zu den Kameradschaften ist dennoch nicht immer konfliktfrei.

Luthardt: Absolut nicht. Die Freien Nationalisten lassen sich nicht gerne was vorschreiben und sind skeptisch gegenüber Parteien. Trotzdem lassen sich die meisten von der NPD benutzen. Das sind die nützlichen Idioten der Partei, vergleichbar mit der Rolle, die die SA für die NSDAP hatte. Ich sage denen auch immer: Schaut euch nur die Geschichte der SA an. Genauso wird es euch gehen, wenn die an der Macht sind.

SPIEGEL ONLINE: Wann haben Sie gemerkt, dass die interne Kommunikation der Partei sich so von der Außendarstellung unterscheidet?

Luthardt: Sehr schnell, nachdem ich im Vorstand war. Das ist ja auch nicht schwer, wenn man sieht, dass Leute sich mit gestrecktem Arm begrüßen.

SPIEGEL ONLINE: Wie kommt es denn, dass sich die Aktivisten in der Öffentlichkeit solche verfassungsfeindlichen Aktionen verkneifen?

Luthardt: Das Fußvolk hat strikte Order, auf gar keinen Fall mit der Presse zu sprechen. Es passiert auch ziemlich selten, dass sich einer verquatscht. Wenn doch, wird der sehr schnell eingeordert. Die Funktionäre haben alle entsprechende Schulungen hinter sich.

SPIEGEL ONLINE: In denen wird öffentliches Auftreten trainiert?

Luthardt: Das ist einer der Schwerpunkte. Es gibt interne Papiere, aus denen deutlich hervorgeht, wie sich jeder zu verhalten hat. Besonders heikel ist natürlich das "Dritte Reich". Also trainiert man Antworten auf Fragen wie "Was sagen Sie zum Holocaust?" Der erste Satz muss reichen, bei Nachfragen verstrickt man sich nur unnötig in Widersprüche.

SPIEGEL ONLINE: Fanden Sie die Schulungen überzeugend?

Luthardt: Wenn man eher zum gemäßigten Lager gehört, ist das ein Schock. Da überlegt man sich schon, ob man in der Partei richtig ist.

SPIEGEL ONLINE: Wer leitet diese Schulungen?

Luthardt: Thomas Salomon. Und der ist hundertprozentig von dem überzeugt, was er da erzählt. Der ist einer der Vordenker, zusammen mit Jürgen Gansel und Holger Apfel aus Sachsen.

SPIEGEL ONLINE: Von welcher Politik träumen die Herren?

Luthardt: Vom Deutschen Reich. Die sind vollauf davon überzeugt, dass sie irgendwann mal eine Wahl gewinnen und dass es dann richtig losgeht. Was dann passiert, kann sich jeder denken.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,609449,00.h…
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25.02.09 12:27:41
Beitrag Nr. 144 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.643.580 von AdHick am 24.02.09 16:58:01Für sowas wird hier Reklame gemacht.

Das ist der eigentliche Skandal.:mad:
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25.02.09 12:41:54
Beitrag Nr. 145 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.648.804 von HeWhoEnjoysGravity am 25.02.09 11:56:45Hast du das Interview aufmerksam gelesen und den Inhalt verstanden? Wie ordnest du es ein? Hast du deine bisherige Meinung über die innerparteiliche Situation, nämlich daß es in der NPD vernünftige Leute mit vernünftigen Zielen gibt, geändert?

Hier nochmal zum besseren Verständnis meiner Fragen einige deiner Aussagen in diesem Thread:

#96: "Ich erwarte (erhoffe), dass die NPD in Zukunft besser wird (z.B. nicht mehr potentiell verfassungsfeindliche Ziele verfolgen wird)."

#101: "Ich habe den Thread aufgemacht, weil ich will, dass die NPD eine verfassungskonforme (und für ein gutes Deutschland eintretende) Partei wird (was ich mir übrigens von jeder Partei wünsche). Ich bin bereit über eine zukünftge gute NPD positiv zu denken, dazu muss die NPD aber noch besser werden (siehe auch Beitrag #1)."

#127: "Andreas Molau und Udo Pastörs machen so von weitem keinen schlechten Eindruck auf mich."

#132: "Das Aussehen alleine (insbesondere ein unbewegtes Bild) kann täuschen aber unter den Bildern stand auch Text und die Beiden waren gegen Udo Voigt und von dem halte ich nichts. Ich bin gerne bereit meine Meinung über die Beiden zu ändern, wenn sie sich als falsch erweisen sollte."
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25.02.09 13:02:05
Beitrag Nr. 146 ()
#145 > Hast du das Interview aufmerksam gelesen und den Inhalt verstanden?
Eher ja.

> Wie ordnest du es ein?
Die beschriebenen Zustände sind schlimmer, als ich dachte.

Ich bleibe bei meinen bisherigen Aussagen.
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25.02.09 14:43:17
Beitrag Nr. 147 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.649.355 von HeWhoEnjoysGravity am 25.02.09 13:02:05"Die beschriebenen Zustände sind schlimmer, als ich dachte."

Genau dieses Innenleben der NPD ist schon seit langem bekannt, wer sich mit der rechten Szene befaßt hat, weiß das.
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26.02.09 07:29:43
Beitrag Nr. 148 ()
LKA ermittelt wegen brisanten Interviews gegen NPD
Das Landeskriminalamt Thüringen hat Ermittlungen gegen die NPD aufgenommen. Der Partei-Aussteiger Uwe Luthardt hatte SPIEGEL ONLINE von einem Waffenlager der Rechtsextremisten in Jena berichtet - auch Landespolitiker sind alarmiert. ...

... Erste Überprüfungen hätten allerdings "keine Hinweise auf Waffen im Sinne des Waffengesetzes" gebracht. "Weitere Ermittlungshandlungen zu NS- und SS-Propagandamaterial werden folgen", so Geisler. Nähere Auskünfte könnten zum Schutz der Untersuchungen zu diesem Zeitpunkt nicht gegeben werden. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,609914,00.h…


Körting steht zu Spitzel-Plauderei
Die Empörung unter den Amtskollegen ist groß, doch Berlins Innensenator Körting steht zu seiner öffentlichen Plauderei über V-Leute in der NPD. Das nervt die Union - obwohl auch in ihren Reihen der Wert der rechtsextremen Spitzel umstritten ist.

Berlin - Am Tag, nachdem der Sturm der Entrüstung über ihn hereingebrochen war, wunderte sich Ehrhart Körting, dass sich alle wundern - so drückte es ein Sprecher des Berliner Innensenators am Mittwoch aus. Der SPD-Politiker bereut demnach nicht, dass er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem "Neuen Deutschland" ausplauderte, er und seine sozialdemokratischen Amtskollegen hätten in ihren Bundesländern die V-Leute auf gehobener Funktionärsebene der NPD längst abgeschaltet. ...

... Einer derjenigen, der im Zuge des ersten Verbotsverfahrens als V-Mann des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes enttarnt wurde, ist das frühere Mitglied des NPD-Bundesvorstandes, Wolfgang Frenz. Stolz plauderte der im ARD-Magazin "Panorama" zuletzt über seine Jahrzehnte währende Spitzeltätigkeit, erzählte von seiner angeblichen Männerfreundschaft zu seinem Kontaktmann beim Geheimdienst. Man habe sich auch privat gut verstanden, sei angeln, ins Kino oder in die Oper gegangen.

Als Verräter fühlte sich Frenz nach eigenen Worten nicht - weil er sein Honorar zu großen Teilen direkt bei der Partei abgeliefert habe, angeblich Hunderttausende flossen so vom Staat an die Rechtsextremisten. Das Geld habe ihm überhaupt erst den Aufbau der NPD in Nordrhein-Westfalen erlaubt. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,609935,00.h…
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26.02.09 08:01:23
Beitrag Nr. 149 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.249.635 von HeWhoEnjoysGravity am 22.12.08 10:11:03ACHTUNG: Dies ist keine Werbung für die NPD, sondern eine kritische Analyse.
(ich habe noch nie die NPD oder eine ähnliche Partei gewählt oder unterstützt)


Sind doch immer geheime Wahlen...musst dich also nicht bei deinem ersten Posting rechfertigen welche Partei du wählst oder eben nicht wählst.

:confused:
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26.02.09 08:04:07
Beitrag Nr. 150 ()
Besonders kritisch kommen mir seine Äußerungen zur NPD nicht vor. Ich habe eher den Eindruck einer gewissen Sympathie.
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26.02.09 08:12:34
Beitrag Nr. 151 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.655.313 von Sozialphysiker am 26.02.09 08:04:07Wie bei dem Jing und Jang muss eben alles im Gleichklang fließen.
Wenn jedem das gleiche gefallen oder zusagen würde wäre es doch wirklich ziemlich langweilig auf der Welt.
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26.02.09 08:36:37
Beitrag Nr. 152 ()
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ich anderen Idealen folge, als ihr beide.
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26.02.09 09:02:12
Beitrag Nr. 153 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.655.351 von Ramses2I am 26.02.09 08:12:34"Wenn jedem das gleiche gefallen oder zusagen würde wäre es doch wirklich ziemlich langweilig auf der Welt."

Nicht nur das, wir würden uns nicht weiterentwickeln, wenn wir nicht auch dort im Wettbewerb wären. Ich will ihm deshalb gar nicht absprechen, die NPD für eine entwicklungsfähige Partei mit auch vernünftigen Funktionären zu sehen, wie er es tut. Aber ich sag dann natürlich auch, daß ich seine Meinung angesichts der Fakten, die er ja witzigerweise selbst hier reinschreibt, völlig absurd finde. Aber so ist er halt, unser kleiner, wirrer Weltverbesserer.
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26.02.09 09:16:18
Beitrag Nr. 154 ()
Wichtiger Hinweis für Leser:

Meine Meinung ist nur in meinen Beiträgen vollständig und richtig wiedergegeben.
Es hat schon öfter Fälle gegeben, wo andere User meine Meinung falsch dargestellt haben.
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26.02.09 10:27:32
Beitrag Nr. 155 ()
Avatar
26.02.09 15:13:15
Beitrag Nr. 156 ()
@
"Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)"
GIBT DIE ÜBERHAUPT NOCH, IST DIE NPD NICHT PLEITE?
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26.02.09 15:33:28
Beitrag Nr. 157 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.659.205 von king daniel am 26.02.09 15:13:15Die finanzielle Pleite ist dabei nicht mal das schlimmste, die sind vor allem intellektuell und konzeptionell pleite.
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26.02.09 16:21:15
Beitrag Nr. 158 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.655.480 von HeWhoEnjoysGravity am 26.02.09 08:36:37Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ich anderen Idealen folge, als ihr


Das kann ich mir allerdings auch vorstellen :laugh:
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26.02.09 17:09:36
Beitrag Nr. 159 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.659.205 von king daniel am 26.02.09 15:13:15GIBT DIE ÜBERHAUPT NOCH, IST DIE NPD NICHT PLEITE?

Dies wünschst du dir eventuell.

Das ist wie in Italien mit den Paten...wenn einer von der Bildfläche verschwindet tauchen gleich drei neue auf.

:rolleyes:
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27.02.09 01:58:24
Beitrag Nr. 160 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.656.568 von Sozialphysiker am 26.02.09 10:27:32:laugh::laugh::laugh::laugh:
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27.02.09 07:19:44
Beitrag Nr. 161 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.648.804 von HeWhoEnjoysGravity am 25.02.09 11:56:45Uwe Luthardt war im Vorstand der Jenaer NPD. Nach nur drei Monaten kehrte er der Partei angewidert den Rücken

Da hat der Verfassungsschutz eventuell das Gehalt nicht pünktlich aufs Konto überwiesen...

:keks:
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08.03.09 10:15:14
Beitrag Nr. 162 ()
NPD droht Zahlungsunfähigkeit
Die Finanzaffäre der NPD eskaliert: Die Partei steht offenbar vor der Zahlungsunfähigkeit. Einer ihrer Anwälte hat nach SPIEGEL-Informationen das Berliner Verwaltungsgericht darüber informiert, dass die finanziellen Probleme inzwischen die "politische Existenz" bedrohen.

Hamburg - Die finanzielle Lage der NPD ist offenbar dramatischer als bisher bekannt. Ohne staatliche Zuwendungen sei die NPD "in ihrer politischen Existenz bedroht", steht nach SPIEGEL-Informationen in dem Brief des Anwalts an das Berliner Verwaltungsgericht - und dann rechnet er vor, dass allein die monatlichen Kosten für den Parteiapparat mit 110.000 Euro zu Buche schlagen.

Dem stünden nur Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden in Höhe von 30.000 Euro gegenüber. Es klaffe somit eine Lücke von 80.000 Euro, die ohne Staatsgelder nicht geschlossen werden könne. Die Bundestagsverwaltung hatte wegen Bilanzfehler im NPD-Rechenschaftsbericht des Jahres 2007 die Zahlung von mehr als 300.000 Euro aus der staatlichen Parteienfinanzierung ausgesetzt, solange die NPD sich nicht in der Lage sieht, Sicherheiten für etwaige Rückforderungen zu stellen. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611956,00.h…
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08.03.09 19:47:09
Beitrag Nr. 163 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.723.602 von HeWhoEnjoysGravity am 08.03.09 10:15:14Ab unter den Rettungsschirm der Bundesregierung, der SoFFin hilft sicher. :laugh:
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10.03.09 16:26:36
Beitrag Nr. 164 ()
Staatsanwaltschaft will gegen NPD-Funktionär Pastörs ermitteln
Der mecklenburgische NPD-Fraktionschef Udo Pastörs soll Juden und Türken verunglimpft haben: Jetzt will die Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen den Funktionär der rechtsextremistischen Partei ermitteln - es geht um den Anfangsverdacht der Volksverhetzung.

Saarbrücken/Schwerin - Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat bereits ein Ersuchen an den Schweriner Landtag gerichtet, die Immunität von Udo Pastörs aufzuheben. Sollte das Parlament innerhalb von zwei Tagen keinen Widerspruch einlegen, werde das Verfahren eröffnet, sagte ein Behördensprecher.

Pastörs, der für den Bundesvorsitz seiner Partei kandidieren will, soll am Aschermittwoch bei einer NPD-Veranstaltung im Saarland Juden und Türken verunglimpft haben.

In einer am Dienstag in Schwerin verbreiteten Erklärung schrieb Pastörs, dass der "Wächterstaat (...) wieder auf Hochtouren" laufe, nachdem der Begriff "Judenrepublik" gefallen sei. "Der politische Druck auf die Justiz wird immer dann erhöht, wenn man politisch unkorrekte, also rechte Äußerungen tätigt", heißt es in der Mitteilung weiter. Darin untermauerte Pastörs auch seine Kritik an einer multikulturellen Gesellschaft: "Multikulti wird zu Bürgerkrieg im Land führen, wie wir dies in Frankreich schon erlebt haben."

Gegen Pastörs war bereits im Frühsommer 2007 nach einer Rede im brandenburgischen Rathenow ermittelt worden. Damals drohte er demokratischen Politikern Gewalt an, sollte die NPD an die Macht kommen. Vorermittlungen der Potsdamer Staatsanwaltschaft wurden jedoch nach mehreren Wochen eingestellt. ... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,612472,00.h…

Die Staatsanwaltschaft soll imho gegen Udo Pastörs ermitteln dürfen.
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10.03.09 19:52:15
Beitrag Nr. 165 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.738.269 von HeWhoEnjoysGravity am 10.03.09 16:26:36#127 von HeWhoEnjoysGravity: "Andreas Molau und Udo Pastörs machen so von weitem keinen schlechten Eindruck auf mich."

Na Heino, was sagst du jetzt? ;)
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11.03.09 06:38:50
Beitrag Nr. 166 ()
#165 Erstmal das Urteil abwarten. Man muss auch die Umstände bedenken: wer im Sumpf arbeitet, wird dreckig.

Udo Pastörs kann sich ja auch noch verbessern.
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11.03.09 08:07:09
Beitrag Nr. 167 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.742.424 von HeWhoEnjoysGravity am 11.03.09 06:38:50Den Sumpf hat er sich freiwillig ausgesucht, er ist obendrein einer der Obersumpfaufseher, die dafür sorgen, daß es immer schön sumpfig bleibt. Und du versuchst, diesen notorischen Faschisten und Rassisten auch noch als Opfer seiner Umgebung darzustellen. Läßt ja tief blicken, Heino.
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11.03.09 08:09:52
Beitrag Nr. 168 ()
#167 Bist du ein Opfer deiner Umgebung oder aus 100% freiem Willen so wie du bist?
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11.03.09 08:15:38
Beitrag Nr. 169 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.742.580 von HeWhoEnjoysGravity am 11.03.09 08:09:52Jedes Lebewesen ist zu einem großen Teil das Produkt seiner Umgebung, du übrigens mehr als ich. Dein gewählter Begriff (Opfer) macht deutlich, daß du eine feindselige Einstellung zu deiner Umwelt hast.

Warum weichst du meinen Argumenten wg. Pastörs aus? Fühlst du dich als Nazi entlarvt?
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11.03.09 08:15:55
Beitrag Nr. 170 ()
Bei mir denke ich, dass ich für alle meine Taten verantwortlich bin und aus freiem Willen handle aber trotzdem von meiner Umgebung auch negativ beeinflußt worden bin.

Man sieht, es ist nicht so einfach. Eine zukünftig wahrscheinlich positive Entwicklung sollte wohlwollend berücksichtigt werden.
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11.03.09 08:18:23
Beitrag Nr. 171 ()
#169 Du weichst mir aus. Fühlst du dich für all deine Taten verantwortlich oder nicht?

Zu Udo Pastörs habe ich genug gesagt. Willst du mich als Nazi hinstellen?
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11.03.09 10:56:21
Beitrag Nr. 172 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.742.605 von HeWhoEnjoysGravity am 11.03.09 08:18:23Hömma Kleiner, diese philosophischen Erwägungen mit der Verantwortlichkeit des Menschen unter Berücksichtigung seiner Umwelteinflüsse handle ich nun ganz sicher nicht mit einem Internetpropheten wie dir ab. Dazu hast du mir viel zu wenig Lebenserfahrung und Realitätssinn. Im strafrechtlichen Sinne bin ich jedenfalls voll schuldfähig.

Zu Pastörs hast du eigentlich gar nix gesagt, du hast nur gewisse Sympathien erkennen lassen und ihn mir gegenüber in Schutz genommen. Wenn dich überhaupt jemand als Nazi hinstellt, dann bist du das selber, Heino.
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11.03.09 11:44:20
Beitrag Nr. 173 ()
#172 > Im strafrechtlichen Sinne bin ich jedenfalls voll schuldfähig.
Na, das ist schon mal eine Menge.

> Wenn dich überhaupt jemand als Nazi hinstellt, dann bist du das selber, Heino.
Weil ich mich nicht als Nazi hinstelle, dann bin ich somit kein Nazi. Thanks.
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11.03.09 11:46:51
Beitrag Nr. 174 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.744.121 von HeWhoEnjoysGravity am 11.03.09 11:44:20Durch deine Sympatien für einen Naziführer machst du sich aber verdächtig, Heino. Mehr hab ich nicht sagen wollen. Außerdem ist mir egal, ob du ein Nazi, eine Kommunist oder der Antichrist persönlich bist.
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11.03.09 11:57:50
Beitrag Nr. 175 ()
#174 Wenn es dich interessiert: du bist für mich sehr verdächtig.
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11.03.09 12:08:58
Beitrag Nr. 176 ()
Und bevor Nachfragen kommen, weswegen ich Sozialphysiker verdächtige ...

Das ist genaz einfach so meine Meinung: wenn man bei uns beiden eine dicke, fette, offizielle Razzia machen würde und prüfen würde, was wir jeweils alles so gemacht haben, dann glaube ich, dass ich besser als Sozialphysiker dastehen werde.

Bist für so eine Aktion, Sozialphysiker? Ich bin dafür.

Das ist natürlich ein bisschen hypothetisch aber ich denke, so ein bisschen Aussagekraft hat das schon.
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11.03.09 12:35:38
Beitrag Nr. 177 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.744.378 von HeWhoEnjoysGravity am 11.03.09 12:08:58Und was soll bei dieser Razzia bei mir gefunden werden? Überleg dir jetzt gut, was du sagst, du Spinner!
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11.03.09 12:46:53
Beitrag Nr. 178 ()
#177 Es soll bei den Realpersonen der hier im Internet unter dem Namen Sozialphysiker und HeWhoEnjoysGravity jeweils eine legale und staatsanwaltschaftlich durchgeführte Razzia geben. (alles imho)

PS: wer damit ein Problem hat: man darf legale Aktionen fordern.
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11.03.09 12:48:59
Beitrag Nr. 179 ()
#177 Es soll bei den hier im Internet unter den Namen Sozialphysiker und HeWhoEnjoysGravity bekannten Personen eine legale und staatsanwaltschaftlich durchgeführte Razzia geben. (alles imho)

PS: nur eine kleine Umformulierung.
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11.03.09 13:06:04
Beitrag Nr. 180 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.744.692 von HeWhoEnjoysGravity am 11.03.09 12:48:59Bei dir ist wirklich 'ne Schraube locker. Wohnst du noch bei Mammi, damit die vorher in deinem Affenkäfig sauber machen kann?
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11.03.09 13:10:49
Beitrag Nr. 181 ()
#180 Man kann in einem höheren Kontext vernünftige Aktionen als unvernünftig ansehen, wenn man den höheren Kontext nicht kennt.

Ansonsten wohne ich alleine und so 100% sauber ist es hier auch nicht aber dann haben die Hunde auch was zu schnuppern. Bei so einer vollständigen Razzia kommen doch auch Hunde zum Einsatz, oder?
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11.03.09 13:20:32
Beitrag Nr. 182 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.744.878 von HeWhoEnjoysGravity am 11.03.09 13:10:49Hör mal zu, Heino: Eine "Razzia" gibt es nicht, man nennt sowas "Durchsuchung". Dafür braucht die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluß, den ein Richter nur dann ausstellt, wenn ein Tatverdacht (strafbare Handlung) besteht und die Durchsuchung notwendig erscheint, um Beweismittel zu beschaffen. Deshalb kannst du die Sache eh vergessen, oder meinst du, die rücken einfach so an, weil so ein Spinner wie du das gut findet? Wenn du amtlichen Besuch haben willst, dann ruf doch mal den sozialpsychiatrischen Dienst deines Gesundheitsamtes an. Wenn du denen von deinen vielen Vermutungen berichtest, kommt sicher jemand vorbei und schaut sich mal deine Lebenssituation an. Und wenn er einen Hund hat und du ihn lieb bittest, bringt er den sicher mit.
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11.03.09 13:34:05
Beitrag Nr. 183 ()
#182 Wie lustig. "legale Razzia" ist umgangssprachlich gleichbedeutend mit "per Gerichtsbeschluß angeordnete Hausdurchsuchung". Vielleicht geht es ja gar nicht so um dich und du bist nur ein willkommener Aufhänger? 2-3 Fliegen mit einer Klappe? Vielleicht brauchen bestimmte Razzien bestimmte Zustimmungen? Vielleicht weil einige mehr Rechte als andere haben? Sehr gut möglich, dass dies hier nur ein schriftliches Abbild einer anderweiligen Aktion ist. Könnte doch sein. Ansonsten warten wir doch einfach mal ab, was passieren wird. Ich bin ein großer Freund der Wahrheit und Wirklichkeit.

Hier bei WO gab es schon verrückter erscheinende Postings und man sollte über ein bisschen Unterhaltung dankbar sein.
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11.03.09 13:36:13
Beitrag Nr. 184 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.745.094 von HeWhoEnjoysGravity am 11.03.09 13:34:05Noch verrückter? Wer soll denn das gewesen sein?

PS: Nimm deine Tabletten, Heino! :rolleyes:
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11.03.09 13:49:36
Beitrag Nr. 185 ()
#184 > Noch verrückter? Wer soll denn das gewesen sein?
Also hier gibt es schon noch eine Menge anderer abgefahrener Postings. Nur so aus Erinnerung. Scherzhafte Vorwürfe, dass einige aus der Irrenanstalt posten, gab es doch auch schon öfter.

Scheinbar auch ein bisschen verrückt ist das hier:

Die Wahrheit über Mensch und Gesellschaft?
http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1142465-1-500/die…

Wobei in diesem Thread aber auch ein paar Erklärungen lauern könnten - ohne neue Gedanken gibt es keine neuen Erkenntnisse.
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11.03.09 14:06:18
Beitrag Nr. 186 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.745.215 von HeWhoEnjoysGravity am 11.03.09 13:49:36Du scheinst heute einen manischen Schub zu haben. ;)
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11.03.09 14:11:29
Beitrag Nr. 187 ()
Das hier passt vielleicht auch ein bisschen zum Thema:

Die Ärzte: Lasse Redn

Hast du etwas getan, was sonst keiner tut?
Hast du hohe Schuhe oder gar einen Hut?
Oder hast du etwa ein zu kurzes Kleid getragen,
ohne vorher deinen Nachbarn um Erlaubnis zu fragen?

Jetzt wirst du natürlich mit Verachtung gestraft,
bist eine Schande für die ganze Nachbarschaft.
Du weißt noch nicht einmal genau wie sie heißen,
während sie sich über dich schon ihre Mäu