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Deutsche Bank - Fakten - Hintergründe - Chancen - Risiken - 500 Beiträge pro Seite


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Hallo allerseits,
ich werde den Thread Deutsche Bank vor neuem All-Time-High
nicht mehr weiter unterstützen, weil der Threadtitel unpassend geworden ist.

Ausserdem geht es zur Zeit bei der Deutschen Bank nicht mehr um irgendwelche \"Highlights\",
sondern um \' s nakte überleben.

Siehe Chart:



Nur mit Mühe konnte man sich am Freitag über 20 € halten,
kurspflegende maßnahmen seitens der Deutschen Bank : Fehlanzeige
Man ist dazu einfach nicht mehr in der Lage.

Die Deutsche Bank befindet sich in der tiefsten Krise der Nachkriegsgeschichte und es wird spannend,
wie sie da wieder herauskommen möchte.

Mittlerweile bewegt man sich auf einem Niveau von 1994:



Die Quartalszahlen waren grauenhaft, es gibt nichts zu beschönigen.

Experten von JP Morgan schätzen für die Vorlage der endgültigen Bilanz am 5. Februar, dass sich die Belastungen im Investmentbanking der Deutschen Bank auf insgesamt sechs Mrd. Euro belaufen. Davon entfielen etwa 1,5 Mrd. Euro auf Verluste aus dem Eigenhandel, eine Milliarde Euro auf Abschreibungen und 3,5 Mrd. Euro auf Verluste aus Sicherungsgeschäften.
Anekdote:
Bischof Huber entschuldigt sich bei Ackermann
Samstag, 17. Januar 2009 10:40

In seiner Weihnachtsansprache hatte der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Huber Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann scharf kritisiert. Nun rudert der Bischof zurück und hat sich persönlich bei dem Top-Manager entschuldigt. Huber hatte Ackermann wegen des von ihm propagierten Renditeziels von 25 Prozent attackiert.


Huber fordert von Ackermann mehr Bescheidenheit
Aus für die Super-Zocker bei der Deutschen Bank
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, hat sich bei Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wegen seiner Kritik zu Weihnachten entschuldigt. „Da vielfach ein persönlicher Angriff von mir auf Herrn Ackermann vermutet worden ist, habe ich mich bei ihm entschuldigt“, sagte Huber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Gegenwärtig könne es nicht darum gehen, einen einzelnen Menschen zu kritisieren.

http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1016986/Bischof_H…
17.01.2009 10:46
“Spiegel”: Deutsche Bank beendet sogenannten Eigenhandel

Hamburg (ddp). Die Deutsche Bank beendet einem Magazinbericht
zufolge den sogenannten Eigenhandel mit Wertpapieren.
Wie das
Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag in Hamburg vorab
berichtete, hat der Vorstand dies nach hohen Verlusten in dem Bereich
entschieden. Noch in der zweiten Jahreshälfte 2008 hätten ein paar
Hundert Händler mit dem Kapital der Bank einen zweistelligen
Milliarden-Euro-Betrag auf die künftige Entwicklung von Aktienkursen
oder Kreditderivaten setzen dürfen.

«Die Risiken sind einfach nicht mehr vertretbar»
, zitiert das
Blatt einen mit der Situation vertrauten Manager. Im Eigenhandel mit
Aktien seien zwar schon die meisten Risiken beseitigt. Doch bei
Kreditderivaten verzögere sich der Ausstieg, weil die Kontrakte
teilweise erst in einigen Jahren abgewickelt werden könnten.


Erst in der vergangenen Woche hatte die größte deutsche Bank
eingeräumt, im vergangenen Jahr wegen der Finanzmarktkrise tief in
die roten Zahlen gerutscht zu sein. Das Institut rechnet mit einem
Nettoverlust in der Größenordnung von 3,9 Milliarden Euro. 2007 hatte
das Institut noch 6,5 Milliarden Euro verdient. Allein für das vierte
Quartal 2008 wird mit einem Verlust in der Größenordnung von 4,8
Milliarden Euro gerechnet. Verantwortlich dafür sei unter anderem
auch der Eigenhandel mit Wertpapieren gewesen
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.395.136 von codiman am 17.01.09 12:50:19kennt man doch:
"Die Münze in dem Beutel klingt....die Seele in den Himmel springt"! Nun fällt der Kerl um, amen ! ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.395.152 von codiman am 17.01.09 12:54:414.8 Mrd. Das sind viele Peanuts, ich ärgere mich ich schon, wenn ich mich um 4,80€ verzocke :-)

Noch ein bisschen und die Deutsche Bank erreicht wieder das Allzeittief, ich frage mich, ob ein Einstieg lohnt, wenn es unten angekommen ist? von 18 auf 26 wäre schon attraktiv gewesen.

Die interessante Frage ist aber, wie es weitergehen wird. Die Regel heißt doch "Die Bank gewinnt immer".

Sind die 4.8 Mrd. Euro Verlust lebensbedrohlich nach den Gewinnen der letzten Jahre?
Sind noch andere Verluste zu erwarten?
Wie gut kann man Vertrauen, nach der Ankündigung, die Deutsche Bank bräuchte keine Staatshilfe?

Es ist immerhin eine Dividende von 250 Mio Euro angekündigt worden, entweder scheint die Lage nicht so schlimm zu sein, oder ein paar Extra-Peanuts tun jetzt auch nicht mehr weh.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.395.152 von codiman am 17.01.09 12:54:41kein investmentbanking mehr
kein m&a mehr
kein eigenhandel mehr
nur noch stark reudziertes kreditgeschäft
nur noch stark reduziertes auslands - und devisnegeschäft
nur noch stark reduziertes emissionsgeschäft

bleibt nur noch das privatkundengeschäft, um die gierigen ackermänner mit wahnsinnssummen in zukunft zu füttern,
aber sind die privatkunden noch doof genug ,
um ihre kohle in den schlund der ackermänner zu schieben
hoffentlich nicht, dann kann die db geordnet zugesperrt werden,
nachdem sie über jahre von ihren eigenen " top-leuten " ausgeplündert wurde
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.395.060 von codiman am 17.01.09 12:28:26


leider ist der langfrist-chart auf xetra fehlerhaft. bitte einfach mal frankfurt vergleichen. wir sind auf end 80iger Niveau ohne die zahlreichen zukäufe zu berücksichtigen....
Hinzu kommt, dass auch die Kunden derzeit über den Claim: "Leistung aus Leidenschaft" nur böse lachen können. Anträge seien im "Chaos" verschwunden oder werden nicht bearbeitet, Briefe benötigen sechs Banktage um das Haus zu verlassen und Beschwerden können nicht bearbeitet werden.

Ich persönlich wende mich gerade von diesem Sauhaufen ab! Werde ich wohl nicht der Einzige sein. Mal sehn wer noch alles seine Kohle abzieht, wenn die Medien durch Agenda Setting die Aufmerksamtkeit für deren Machenschaften erhöhen... :cool:

Wie immer nur meine Meinung (und Erfahrung)
LG, PR
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.395.816 von Public_Relations am 17.01.09 16:26:50Von mir aus können alle Privatbanken eingestampft werden. Volksbanken und Sparkassen reichen doch.
Banken sitzen auf 300-Milliarden-Müll
Commerzbank teilverstaatlicht, Deutsche Bank mit Milliardenverlust und die Hypo Real Estate vor der Übernahme durch den Bund: Die deutsche Finanzbranche steckt tief in der Krise. Laut einem Magazinbericht könnte es jedoch noch viel schlimmer kommen.


Den Banken drohen nach einem "Spiegel"-Bericht weitere Verluste in Milliardenhöhe. Die Institute hätten erst einen Bruchteil ihrer faulen Wertpapiere abgeschrieben, berichtete das Nachrichtenmagazin am Samstag. Das Blatt beruft sich dabei auf eine Umfrage von Bundesbank und Bankenaufsicht (Bafin) unter 20 großen Kreditinstituten im Auftrag des Bundesfinanzministeriums. Dafür seien alle Großbanken und Landesbanken befragt worden.

Danach besitzen diese Institute "toxische Wertpapiere" im Volumen von knapp unter 300 Mrd. Euro, von denen erst rund ein Viertel abgeschrieben worden sei. Der Rest stehe noch immer in den Büchern, schreibt der "Spiegel" weiter. Sowohl die Bafin als auch das Ministerium waren am Samstag zunächst nicht zu erreichen.

Steinbrück: "Bad Bank politisch nicht vorstellbar"
Die Ergebnisse der Umfrage dürften die Debatte über eine "Bad Bank" anheizen. Bankenvertreter fordern schon seit längerem die Einrichtung einer staatlichen Auffanggesellschaft für problematische Wertpapiere. Historisches Vorbild ist Schweden. Die Skandinavier stützten in den 90er-Jahren ihre Banken und richteten unter der Ägide des damaligen Finanzministers Bo Lundgren mit "Securum" eine solche Bad Bank mit Erfolg ein.

In der deutschen Politik ist der Ansatz aber heftig umstritten. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) steht einer solchen Lösung sehr skeptisch gegenüber. Eine solche Bank könne er sich "ökonomisch und vor allem politisch nicht vorstellen", sagte Steinbrück der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Gerade diejenigen, die jetzt eine Bad Bank forderten, hätten gleichzeitig erklärt, dass sei den staatlichen Rettungsschirm nicht in Anspruch nehmen wollten, sagte Steinbrück. Gerhard Stratthaus (CDU), ehemaliger Finanzminister Baden-Württembergs und amtierender Vize des stattlichen Rettungsfonds Soffin, befürwortet dagegen eine Auffanggesellschaft.

(...)

Schlimmer Artikel, aber ist die Deutsche Bank auch wirklich "massiv" davonbetroffen ???!

Auch hier heisst es, das Hirn bitte einschalten !
Wer hatte denn bisher am meisten "toxischen Müll ?"
Es waren die Landesbanken.
Geht man von einer Summe von 300 Mrd € aus, von der ein Viertel
abgeschrieben (75 Mrd. €) ist, bleiben 225 Mrd. € übrig.
Hier hat die West LB schonmal zusätzlich 50 Mrd. € "angemeldet".
Bleiben noch 175 Mrd € übrig.
Bayrische LB und LBBW werden höchstwahscheinlich noch Bedarf in ähnlicher Höhe haben.
Dann ist da noch die HSH Nordbank(Hier brennt es bereits gealtig) sowie die Nord LB.
Wenn man bedenkt, dass alleine die kleine Sachsen LB einen Abschreibungsbedarf von 17,3 Mrd € hatte ,
kommt da noch einiges auf uns zu.
Bei der Hypo Real Estate (Der Staat will mal eben mit 10 Mrd. € einsteigen :rolleyes: )
ist man auch noch nicht durch (Ich vermute, dass hier am meisten "toxischer Müll" steckt !).
Bleiben noch die frisch Vermählten : Coba & Dresdner,
auch sie mussten sich nochmal 28 Mrd. € igs holen.

Die Deutsche Bank dagegen hat kontinuierlich ihre Risikopositionen abgebaut (...So seien Gefahrenpositionen bei Krediten und Kreditzusagen von 11,9 Milliarden Euro zum Ende des dritten Quartals auf unter eine Milliarde Euro zum Jahresende 2008 verringert worden...).

Gruß codiman

http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc…
http://www.sueddeutsche.de/759382/678/2715450/HSH-Nordbank-d…
http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/65990…
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/vwdnews/0,2828,tic…
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,601297,00.html
http://de.reuters.com/article/deEuroRpt/idDELG30625520090116…
Samstag, 17. Januar 2009
Kein Wirtschaftswunder
Obama dämpft Hoffnungen


Wenige Tage vor seinem Amtsantritt hat der neue US-Präsident Barack Obama Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise gedämpft. Trotz seines geplanten Konjunkturprogramms mit einem Umfang von Hunderten Mrd. Dollar werde es keine Erholung über Nacht geben, sagte Obama beim Besuch einer Fabrik in Ohio. "Trotz der Maßnahmen, die wir ergreifen, könnte sich die Situation zunächst noch verschlechtern, bevor sie besser wird. Das sollte allen bewusst sein."
Seine Regierung müsse vor allem dafür sorgen, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt bessere und die Wirtschaft wieder in Fahrt komme, sagte Obama, der am Dienstag sein Amt im Weißen Haus antritt. "Es ist noch nicht zu spät für einen Kurswechsel - aber nur, wenn wir so schnell wie möglich tiefgreifende Maßnahmen einleiten." Ohne die geplanten Multi-Milliarden-Hilfen drohe das Land seine starke Stellung in der Weltwirtschaft zu verlieren. "Wirtschaftswissenschaftler aller politischen Richtungen sagen uns, dass sich diese Rezession jahrelang hinziehen könnte, wenn wir nichts unternehmen und unseren derzeitigen Kurs fortsetzen", warnte Obama.

"Bad Bank" für die Finanzbranche

Einem Zeitungsbericht zufolge will die US-Regierung angesichts der hartnäckigen Finanzkrise ihre Hilfen für die Finanzbranche ausweiten.
Finanzministerium, Notenbank und die Behörde zur Einlagensicherung berieten mit Mitgliedern der künftigen Regierung von Barack Obama eine Reihe von Optionen, berichtete das "Wall Street Journal".

Dazu zähle auch die Schaffung einer staatlichen, mit Steuergeldern finanzierten "Bad Bank" zum Aufkauf fauler Kreditpapiere, die derzeit noch die Bilanzen der Banken und damit das Finanzsystem schwer belasten. Als eine andere Möglichkeit werde ein breiterer Einsatz staatlicher Garantien für faule Anlagen von Geldhäusern diskutiert. Dieses Instrument setzte die US-Regierung bereits bei der Rettung der Großbanken Citigroup und Bank of America ein.

US-Finanzminister Henry Paulson hatte am Freitag selbst betont, dass die Regierung weiterhin daran interessiert sei beizutragen, dass die Finanzbranche notleidende Vermögenswerte los wird. Dazu brachte er auch eine "Sammelbank" ins Gespräch, die solche Papiere aufkaufe und zunächst verwahre. Auch US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte unlängst ebenfalls auf einen "umfassenden Plan" gedrängt, der das Problem schwer verkäuflicher Vermögenswerte angehe.

Das 700 Mrd. Dollar schwere Rettungspaket der US-Regierung für die Finanzbranche war ursprünglich dazu entworfen worden, die Bilanzen der Banken von faulen Kreditpapieren zu befreien. Davon war Finanzminister Paulson aber bald abgerückt und hatte sich stattdessen für direkte Kapitalspritzen an Banken entschieden...
Deutsche Bank

Rückblick: Die Finanzbranche kam in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck und diesem Druck konnte sich auch die Aktie der Deutschen Bank nicht entziehen. Dabei zeigt diese auch heute wieder Schwäche und zählt bei einem insgesamt freundlichen Markt zu den wenigen Verlierern. Während der Dax um 1,62% anziehen kann, stehen die Aktien der Deutschen Bank weiter auf der Verkäuferliste und verlieren aktuell 6,19%. Dabei erreichte die Aktie im heutigen Handel bereits das bisherige Bärenmarkttief bei 18,59 Euro, welche intraday bereits unterschritten wurde.


Meldung: Hamburg (BoerseGo.de) - Einem Medienbericht zufolge bereitet die Deutschen Bank nach dem Milliardenverlust im vierten Quartal weitere Einschnitte vor. Der Vorstand habe entschieden, in der aktuellen Situation ganz aus dem Eigenhandel mit Wertpapieren auszusteigen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Im vierten Quartal war allein hier ein Verlust in Höhe von 1,5 Milliarden Euro angefallen. "Die Risiken sind einfach nicht mehr vertretbar", sagt ein mit der Situation vertrauter Manager. In der zweiten Jahreshälfte 2008 jonglierten ein paar hundert Händler der Bank noch mit einem zweistelligen Milliardenbetrag.

Unterdessen verwies ein Sprecher des Instituts auf Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann vom Mittwoch. Demzufolge soll der Eigenhandel mit festverzinslichen Papieren komplett eingestellt und der Eigenhandel mit Aktien um etwa 80 Prozent zurückgefahren werden.



News - 19.01.09 11:04
Forderung an Obama: Washington setzt Bad Bank auf Agenda

Die Notlage der US-Großbanken erhöht den Handlungsdruck auf die Regierung des künftigen Präsidenten Barack Obama. Nach der Aufspaltung der Citigroup und der Nothilfe für die Bank of America in der vergangenen Woche wird die Schaffung einer sogenannten Bad Bank, die illiquide Wertpapiere aufkauft und verwaltet, immer wahrscheinlicher.


Nach US-Notenbankchef Ben Bernanke und Vertretern des Finanzministeriums stellte sich auch die Chefin der amerikanischen Einlagensicherung FDIC Sheila Bair hinter die Forderung, den angeschlagenen Banken ihre problematischen Wertpapiere abzunehmen. Die Mittel könnten aus dem 700 Mrd. $ schweren Bankenrettungspaket kommen.

Den Instituten sollten ihre illiquiden Wertpapiere zum derzeitigen Marktwert abgenommen werden, sagte Bair, die auch nach dem Regierungswechsel Chefin des Einlagensicherungsfonds bleiben soll. Die von ihr geforderte Übertragung von Risiken werde zwar weitere Abschreibungen nötig machen; dies sei notwendig, um wieder zu einer rationalen Preisbildung zu kommen. Den Banken könnten im Gegenzug für ihre illiquiden Anlagen nicht nur Kapital, sondern auch Anteile an der Bad Bank übertragen werden, geht aus den Äußerungen Bairs hervor.

Einen weiteren Plan kündigte die FDIC an: Die staatlichen Garantien für Bankanleihen sollen bald von drei auf zehn Jahre ausgeweitet werden. Damit hätten US-Banken auf Jahre keinen Anreiz, Anleihen auf rein privatwirtschaftlicher Basis ohne Staatsgarantie herauszugeben.

Die Ankündigungen erfolgten am Ende einer Woche, in der die gefährdete Lage der US-Großbanken offensichtlich wurde. Die Citigroup wird sich nach einem Quartalsverlust von 8,3 Mrd. $ im vierten Quartal 2008 aufspalten. Hätte der Bankenkonzern nicht 3,9 Mrd. $ mit dem Verkauf der deutschen Citibank erlöst, wären die Zahlen noch schlechter ausgefallen. Die durch die US-Regierung forcierte Aufspaltung in Citicorp und Citi Holdings bedeutet das Ende des globalen Bankimperiums Citigroup.


Der Bank of America , die bisher als Retter kriselnder Banken aufgetreten war, ist der jüngste Expansionskurs zum Verhängnis geworden. Bankchef Kenneth Lewis bekannte nun, dass der Kauf von Merrill Lynch teurer werde als gedacht. Im Quartalsverlust von 1,8 Mrd. $ war das Minus von Merrill in Höhe von 15,3 Mrd. $ noch nicht einmal berücksichtigt. Die Bank of America erhielt eine staatliche Kapitalspritze von 20 Mrd. und eine Bürgschaft von 118 Mrd. $. Experten fürchten für die Bank, die kurz vor Merrill bereits den Hypothekenanbieter Countrywide geschluckt hatte, das gleiche Schicksal wie für Citi.

Nach der Zuspitzung bei Citi und der Bank of America wächst die Kritik am Krisenmanagement der scheidenden US-Regierung. "Es hätte klare Bedingungen geben müssen, wie das Geld aus dem Rettungspaket verwendet werden muss", kritisiert Nariman Behravesh, Chefökonom bei Global Insight. "Außerdem war es ein großer Fehler, den Banken nicht sofort ihre illiquiden Anteile abzukaufen."

Laut Goldman Sachs müssen sich die Banken im Zuge der Finanzkrise noch auf einiges gefasst machen: Während inzwischen Verluste von 1000 Mrd. $ absorbiert seien, stünden weitere 1100 Mrd. $ noch aus.
News - 19.01.09 12:30
Ackermann stellt Eigenhandel weitgehend ein



Nach Milliardenverlusten zieht sich die Deutsche Bank weitgehend aus dem Eigenhandel zurück. Das Geschäft mit Kreditpapieren auf eigene Rechnung werde komplett eingestellt, sagte ein Sprecher von Deutschlands größtem Geldhaus am Wochenende. Indes erwägt die Ratingagentur Fitch eine Herabstufung der Bonitätsnote.

FRANKFURT. Der Eigenhandel mit Aktien sei ebenfalls bereits um etwa vier Fünftel zurückgefahren worden. Hier sei allerdings kein vollständiger Ausstieg geplant.

Mit den harten Einschnitten reagiert Bank-Chef Josef Ackermann auf die jüngsten Hiobsbotschaften aus seinem Haus. Vergangene Woche hatte das Institut angekündigt, in Folge der Finanzkrise für 2008 erstmals in der Nachkriegsgeschichte einen Jahresverlust ausweisen zu müssen. Nach vorläufigen Berechnungen liegt er bei 3,9 Mrd. Euro. Alleine im vierten Quartal lief vor Steuern ein Fehlbetrag von 4,8 Mrd. Euro auf. Als wesentliche Ursache hierfür gilt der Eigenhandel, der der Bank in besseren Zeiten Milliardengewinne beschert hat. Nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" sollen alleine der Co-Chef des globalen Kredithandels, Boaz Weinstein, und sein Team eine Mrd. Dollar Schaden verursacht haben. Zu Jahresanfang war öffentlich geworden, dass er die Bank verlässt. Bereits im November war bekannt geworden, dass im Eigenhandel rund 900 Stellen gestrichen werden.

Ackermann musste angesichts des Milliardenverlusts 2008 einräumen, dass die Krise Schwächen der Bank offengelegt hat. "Wir haben Handelsstrategien, die durch die Marktturbulenzen am meisten betroffen waren, zurückgefahren oder vollständig eingestellt", erklärte er. Auch die Konkurrenten JP Morgan, Morgan Stanley und Credit Suisse haben zum Teil harsche Einschnitte in ihren Eigenhandelsbereichen angekündigt.

Ackermann kämpft offensichtlich um das Vertrauen der Investoren. Am Freitag musste die Aktie erneut Verluste hinnehmen und ging mit einem Abschlag von 3,6 Prozent aus dem Handel. Mit 20,02 Euro lag sie nur noch knapp über ihrem im November erreichten Allzeit-Tief von 18,59 Euro.

"Unsere Sorge ist, dass es nur wenig Puffer für weitere negative Überraschungen gibt und dass umfangreichere Zweifel hinsichtlich der Risikomanagement-Fähigkeiten der Deutschen Bank erwachsen", gaben sich die Analysten von Sal. Oppenheim skeptisch. Sie sind mit ihren Bedenken nicht alleine: Die Ratingagentur Fitch setzte die Bonitätsnote der Deutschen Bank am Freitag auf die Beobachtungsliste für eine Absenkung. Hauptgrund sei die Sorge um die langfristige Profitabilität der Bank, teilten die Bonitätswächter mit. Es deute aber einiges darauf hin, dass das Geldhaus im Investment-Banking künftig geringere Renditen erwirtschaften werde.

Mit einem "AA-" Langfristrating kommt die Deutsche Bank aktuell noch auf die viertbeste Note der insgesamten 22-stufigen Fitch-Skala. Das Individualrating, das externe Stützungsmaßnahmen außen vorlässt, stufte Fitch bereits von "B" auf "B/C" zurück.



"Nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" sollen alleine der Co-Chef des globalen Kredithandels, Boaz Weinstein, und sein Team eine Mrd. Dollar Schaden verursacht haben. Zu Jahresanfang war öffentlich geworden, dass er die Bank verlässt."

Interessant, Boaz Weinstein ist nicht gegangen weil die Deutsche Bank so schlecht ist,
wie vielfach kolportiert wurde, sonder weil er einfach MIST gebaut.
Er ist praktisch "gefeuert worden" !

Gruß codiman
was mich wundert, wenn es Coba und Deutsche Bank so schlecht gehen würde, wie inzwischen durch die Bank kolportiert wird, dann frage ich mich wirklich, warum die nicht massiv Personal freisetzten.

Also ich bin der letzte, der bei diesen Finanzinstiten was beschönigen würde, aber ich denke, gar so schlimm, wie inzwichen fast alle meinen, sind diese beiden Institute denn doch nicht betroffen.
ME ist auch das nach wie vor sehr ordentliche Rating von Deutche Bank ein ganz guter Indikator, denn die Ratingagenturen haben ja Insiderwissen, sehen auch das, was Finanzanalysten nicht sehen.
Deswegen kann es eigentlich nicht ganz so dramatisch sein, damit mag meine Hoffnung verbunden sein, aber meistens sehe ich die dinge doch recht realistisch.

ME haben wir langsam den Zeitpunkt erreicht, wo gerade Finanzwerte, und zwar die, die mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überleben werden, ein Kursniveau haben, wo es doch sehr, sehr interessant werden könnte. Viel negativer als derzeit kann das Marktsentiment kaum noch werden, und wenn ich hier immer lese, dass immer mehr User die Pleite von dem oder dem Institut voraussehen, dann ist das schon wieder ganz positiv.

Einen dauerhaften Aufschwund wird es ohnehin erst wieder geben, wenn auch die Finanzinstiute Boden unter den Füssen bekommen.
Ich denke die klügeren Institute packen jetzt ohnehin alles schlechte in die Zahlen, damit es dann auch wieder in den nächsten quartalen was halbwegs positives zu vermelden gibt.
Guten Abend,

ich habe heute zum ersten Mal Angst um mein Investment gehabt und bei der Deutschen Bank angerufen
(Tel.: +49 69 910-35395/38080 (Investor Relations)). Die sind dort sehr nett.

Ich habe ein sehr interessantes Gespräch geführt und meine Fragen konnten (bis auf eine - die nach den Gründen für den Kauf der Englischen Eisenbahnleasinggesellschaft - man wird mich dazu zurückrufen) beantwortet werden.

Die Gründe für den heutigen Kurseinbruch vermutet man darin, dass sich Institutionelle über das Wochenende doch entschieden haben sich von Anteilen zu trennen.
Man hatte eigentlich nach bekanntgabe der Zahlen vermutet,mit einem extremeren "Ausschlag" gerechnet.

Interessant war für mich, dass es noch eine Kaufsperre für "Insider" gibt (bis 5 Februar 2009),
möglicherweise hätten sonst schon Vorstände "gekauft".
Man ist überzeugt, dass die Abschreibungen erstmal "durch" sind.
Außerdem meint man, dass "Tier I" über 10 % bleibt und die Bilanz weiter signifikant verkürzen kann.
Genaueres kann man natürlich erst am 05. Februar sagen.

Gruß codiman
Danke codiman,

das liest sich ungleich besser als die wirklich nervigen Beiträge von ... na ja der nervt wohl wirklich jeden.

Deine Besorgnis teilen wohl viele, und es ist eben ein typisches Beispiel, dass kollektive Panik früher oder später auch die eher besonnenen treffen kann.

Ich habe heute noch mal bei Coba und Postbank zugeschlagen, nicht sorgenfrei, aber ohne Sorgen hätten wir eben auch ganz andere Preise.

Börse ist nun mal leider Sentiment, und wenn das Sentiment zu immer niedrigeren Kursen der Leitbörsen führt, wird auch der Abschreibungsbedarf der Banken immer grösser. Umgekehrt würde eine Stimmungsverbesserung an den Leitbörsen zu höheren Kursen, höheren Bewertungen von Assets führen, und damit auch zu besseren Fundamentaldaten der Banken.

Insoweit kann man tatsächlich nur hoffen, dass die Amerikaner mit ihrem unverbesserlichen aber auch positiven Optimismus eine generelle Meinungsverbesserung herbeiführen können.

Ganz so schlecht wie viele tun ist es vielerorts dann ja doch nicht. Hatte es gestern geschrieben, ein bekannter Immobilienmakler sagte, durchaus gutes Geschäft, ganz zufrieden.
In den Städen wird noch konsumiert, und was ich auch ganz erstaunlich finde, bisher hat die Krise wirklich sehr wenig negative Effekte auf den Arbeitsmarkt gehabt, was mich selber wundert.

Miserable Ergebnisse führen auch nicht immer dazu, dass es nicht deutlich besser werden kann. Vor einigen Jahren, nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes hatte die Deutsche Telekom einen Jahresverlust von sage und schreibe 20 Mrd Euro, heute zahlen sie wieder fett Dividende, und machen trotz starken Wettbewerb Milliardengewinne.
Dies nur am Rande, es werden für die grossen Banken auch wieder bessere Zeiten kommen, und wennn nicht- ist alles anderen dann auch platt- und das wollen wir doch alle nicht
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.406.012 von hasni am 19.01.09 19:37:40@hasni

und auch das gibt Mut:

19.01.2009 14:57
Kepler belässt Deutsche Bank auf 'Buy' - Ziel 50 Euro
Kepler Capital Markets hat die Aktien der Deutschen Bank (News/Aktienkurs) nach einer Ergebniswarnung auf "Buy" mit einem Kursziel von 50 Euro belassen. Ungeachtet der Verlusterwartungen für 2008 und der reduzierten Schätzungen für 2009 bleibe der Titel sehr günstig bewertet, schrieb Analyst Dirk Becker in einer Studie vom Montag.


mir macht auch Mut, dass Deutsche Bank zuletzt noch 2 gar nicht kleine Finanzinvestitionen getätigt hat, nichts von massiven Entlassungen zu hören ist und in gewisser Weise auch, dass die Post- die ja diese Entscheidung auch vor den eigenen Aktionären verantworten muss, sich für die neuen Modalitäten rund um den Postbankdeal eingelassen hat.
Mag schon sein, dass da sanfter Druck des Bundes hinterstand, aber wenn es völlig wirtschaftich unsinnig wäre- und die Post hatte sicher im Rahmen des Deal die Möglichkeit tiefer in die Deutsche Bank Bücher reinzuschauen- hätte es die Neugestaltung des Deals in dieser Weise sicher nicht gegeben.

Mich haben die letzten Tage, vor allem der heutige auch einigermassen mitgenommen. Obwohl ich an der Börse schon viel erlebt habe, unter ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

Aber jede Baisse endet dann, wenn sich die Negativnachrichten überschlagen, und sich alle in immer neuen Negativszenarien überschlagen. Bei Banken ist das teilweise wohl schon so weit.

WEnn ich viele Postings hier lese, und mal halbwegs an die Ernsthaftigkeit der Postings glauben will, kann ich den Leuten eigentlich nur empfehlen, den Rest ihres Geldes in fruchbares Land anzulegen, Obst und Gemüse anzubauen, denn offensichtlich steht die Welt nach deren Meinung vor dem endgültigen irreparablen Kollaps. Denn eines ist klar, die westliche Welt ohne Banken ist nicht denkbar.

Also ich sammele das eine oder andere mal ein, in der Gewissheit nie den niedrigsten Preis zu bekommmen, aber man sollte nicht vergessen, dass eine Deutsche schon über 100 E stand, eine coba vor 12 Monaten zehnmal so hoch, eine Postbank war bei 58 circa, da ist schon einiges wenn nicht mehr als alles in den meisten Zahlen drinnen. Die grossen Institute in Deutschland werden sicher alle überleben, wenn man allein sieht, was da immer neues Geld in die hypo real estate reingepulvert wird, vielleicht kriegen selbst die auf Sicht mehrerer Jahre noch mal die Kurve.

ME ist auf Sicht der nächsten Wochen und Monate erst mal das wichtigste, erste kleine Besserungen auch so positiv herauszustellen, dass für die breitere Öffentlichkeit und das sind ja letztlich die KOnsumenten wieder mehr Perspektive da ist.
Wobei thinking positive ja wohl nicht zu den Qualitäten gehören, mit denen zB wir Deutschen übermässig ausgestattet sind
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.407.085 von hasni am 19.01.09 22:24:39
Aber jede Baisse endet dann, wenn sich die Negativnachrichten überschlagen, und sich alle in immer neuen Negativszenarien überschlagen. Bei Banken ist das teilweise wohl schon so weit.


aber gerade die letzten Wochen sprechen doch dagegen: Die DB verkündet Milliardenverlust und stürzt ab (hat einer von einem Mrd-Gewinn geträumt?), die RBS sorgt auch Wochen nach dem vermeintlichen Super-Gau im Oktober für neue Negativschlagzeigen.

Also Potential nach unten wie nach oben gibt es immer ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.402.875 von hasni am 19.01.09 13:51:48Ratingagenturen haben Insiderwissen? Cool - da haetten sie aber vorher mal was raten sollen und nicht erst wenn das Kind im Brunnen ist.

Diese Ratingbranche und die ganzen Anbieter wie Creditreform, D$B, Buergel etc. gehoeren abgeschafft. Die verkaufen doch sowieso nur wertlose Infos, aber das will wagrscheinlich wieder keiner wissen.

Da werden kurz vor Pleiten noch gute Bonitaeten vergeben (wie ja auch bei Lehman) und dann schwups.

Aber sicher, bald ist es durchaus Zeit einzusteigen, aber vielleicht sollte man per Gesetz die Banken dazu zwingen sich endlich wieder um ihr originaeres Geschaeft zu kuemmern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.405.928 von codiman am 19.01.09 19:26:34kommt mir bekannt vor, schau Dir dazu mal das Filmchen ueber die UBS aus dem Schweizer TV an. Die waren sich auch schon Ende letzten Jahres sicher, das es das war mit den Abschreibungen und dann ach dem 1. Quartal wieder. Und wo stehen wir bei der UBS jetzt. Ist doch alles ein Lacher.
20.01.2009 14:37
Deutsche Bank sieht sich ausreichend kapitalisiert - Kein Kommentar zu Gerücht

Die Deutsche Bank <DBK.ETR> will sich zu Gerüchten über eine bevorstehende Kapitalerhöhung nicht äußern. Ein Sprecher wollte am Dienstag auf Anfrage die Spekulationen nicht kommentieren, verwies aber auf die Kernkapitalquote (Tier 1) der Bank, die zum Ende des vierten Quartals bei rund zehn Prozent gelegen habe - "dem erklärten Ziel der Bank". Der Sprecher verwies zudem auf die jüngsten Aussagen von Vorstandschef Josef Ackermann (News/Aktienkurs) zum Thema Kapitalbedarf.

Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank sieht darin eine klare Aussage. "Deutlicher kann man nicht mehr sagen, dass man kein weiteres Kapital braucht. Von daher muss man diese Aussage als Faktum ansehen." Die Aktie der Deutschen Bank war zuvor unter Druck geraten, weil das Gerücht einer Kapitalerhöhung am Markt die Runde machte. Zwischenzeitlich verlor sie 2,85 Prozent auf 17,39 Euro. Zuletzt lag das Papier noch 1,65 Prozent im Minus bei 17,39.

Mitte letzter Woche hatte die Deutsche Bank Eckdaten zum Schlussquartal bekanntgegeben, darunter auch die voraussichtliche Kernkapitalquote von rund zehn Prozent. Im vierten Quartal rutschte das Institut wegen der Finanzkrise mit 4,8 Milliarden Euro in die roten Zahlen. Ackermann sagte später in einer Telefonkonferenz, er sehe das Institut trotz dieses Verlusts ausreichend mit Kapital ausgestattet. "Wir haben eine starke Kapitalbasis, stärker als zu Beginn der Krise", sagte er. "Wir haben absolut keine Notwendigkeit für weiteres Kapital."/sb/wiz

ISIN DE0005140008

AXC0130 2009-01-20/14:37
20.01.2009 15:47
Gerüchte über Deutsche-Bank-Kapitalerhöhung wohl ohne Grundlage



FRANKFURT (Dow Jones)--Spekulationen über eine Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank am Dienstag scheinen keine Grundlage zu haben. Ein Sprecher der Bank wollte ein entsprechendes Gerücht am Aktienmarkt, wonach die Frankfurter Bank ihr Kapital erhöhen will, gegen Mittag zwar nicht kommentieren. Er verwies aber darauf, dass die Kapitalquote Tier 1 im vierten Quartal bei 10% lag und damit das selbstgesteckte Ziel der Bank erfüllt.

Zudem erinnerte der Sprecher an die Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann (News/Aktienkurs) aus der vergangenen Woche. Der Spitzenmanager hatte bei der überraschenden Bekanntgabe von Quartalszahlen erklärt, die Bank verfüge über ausreichend Kapital. Eine Erhöhung des Kapitals sei deshalb nicht geplant
News - 21.01.09 09:40
Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste - Negative Vorgaben; Banken sehr schwach


FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts negativer Vorgaben und abermals deutlicher Abschläge im Bankensektor ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch mit Verlusten gestartet.
Der Leitindex DAX fiel in den ersten Handelsminuten um 0,93 Prozent auf 4.200,27 Zähler. Der MDAX der mittelgroßen Werte büßte 0,91Prozent auf 4.868,51 Punkte ein. Beim TecDAX standen Abschläge von 1,85 Prozent auf 455,51 Punkte zu Buche.
Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones stand am Morgen 1,33 Prozent unter seinem Niveau zum Xetra-Schluss am Dienstag. Der Nikkei-225-Index ging am Morgen 2,04 Prozent tiefer aus dem Handel. Am Nachmittag stehen dann weitere Unternehmens- und Konjunkturzahlen aus den USA im Blick.
Titel der Deutschen Bank fielen als DAX-Schlusslicht um 5,21 Prozent auf 16,095 Euro. Der deutsche Branchenprimus verbucht nach einem Bericht der 'Süddeutschen Zeitung' bei zwei seiner Hedge-Fonds massive Verluste. Händlern zufolge hat die Bank allerdings betont, kein Kapital in Hedge-Fonds investiert zu haben, und aus ihren beiden genannten Hedge-Fonds resultierten keine Verluste. Dem Händler zufolge drückt der Bericht allerdings nochmals auf die ohnehin nervöse Stimmung im angeschlagenen Bankensektor. Auch die anderen Finanztitel präsentierten sich sehr schwach und setzten damit die negative Vortagsentwicklung fort.
News - 21.01.09 16:15
Dax kämpft sich weiter nach oben

Am Nachmittag erholt sich der Dax von seinen frühen Verlusten und dreht ins Plus. Vor allem die Deutsche Bank überrascht: die Aktie schafft es von einem dicken Minus auf ein sechsprozentiges Plus.



HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt hat am Nachmittag sein Minus aus dem frühen Handel wieder aufholen können. Zuletzt notierte der Dax rund ein Prozent im Plus bei 4 279 Punkten. Als am frühen Nachmittag Spekulationen aufkamen, dass die Bundesbank Eckpunkte für eine "Bad Bank" entwickelt, machte sich etwas Erleichterung im Handel breit - Verstaatlichungen von Finanzinstituten zu Lasten der Investoren werden im weiteren Jahresverlauf aber dennoch nicht ausgeschlossen.

Angeschoben wird der Dax zudem von den Aktien der Deutschen Bank, die sich von einem fast zehnprozentigen morgendlichen Minus berappelten und um 6,3 Prozent auf 18,05 Euro stiegen. "Es gibt fundamental nichts Neues, aber die Titel waren massiv überverkauft und erholen sich jetzt", sagte ein Händler. Postbank-Aktien steigen in der Folge fast sieben Prozent. Commerzbank-Aktien stiegen um 1,72 Prozent.

Im MDax zählten hingegen die Aktien der Hypo Real Estate wieder einmal zu den Verlierern. Der Immobilienfinanzierer hatte am Vorabend bekanntgegeben, dass sein staatlich garantierter Liquiditätsrahmen um 12 auf nun 42 Milliarden Euro aufgestockt wird. "Wir erneuern unsere pessimistische Sicht bezüglich der Aussichten für die Aktionäre des Konzerns", schrieben die Analysten der LBBW in einem Kommentar. Neben den erwarteten Bewertungsverlusten im Handels- und Finanzanlageergebnis kämen hohe Restrukturierungskosten aus der bevorstehenden extremen Schrumpfung der Hypo Real Estate zum Tragen. Durch die Kapitalerhöhung und die stillen Einlagen des Staates sei zudem über die nächsten Jahre eine massive Verwässerung der Gewinnreihe zu erwarten. "Bitte die Aktie weiter meiden!", schlussfolgern die Analysten.
Donnerstag, 22. Januar 2009
Mehr Hilfe für Banken
Neuer Rettungsplan?


Die Bundesregierung arbeitet wohl wegen der immer desolateren Lage der deutschen Banken an einem neuen Rettungsplan. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist es Ziel, die Kreditinstitute aus der anhaltenden Abwärtsspirale zu befreien, ohne sie zu verstaatlichen oder ihnen alle faulen Wertpapiere auf einen Schlag abzukaufen.

"Das quartalsweise Abwerten der giftigen Wertpapiere kommt trotz des Rettungsschirms nicht zum Ende", zitierte die Zeitung einen mit den Verhandlungen von Regierung, Bundesbank und Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) Vertrauten. Nötig sei eine ergänzende Lösung, damit das Vertrauen der Banken untereinander wieder zurückkehre.

Instrument der Ausgleichsforderung

Eine klassische "Bad Bank", die den Instituten auf einen Schlag ihre giftigen Papiere abnimmt und so die Verluste sozialisiert, lehnt die große Koalition ab. Als mögliche Lösung wird dem "Handelsblatt" zufolge nun erwogen, auf das Instrument der Ausgleichsforderung zurückzugreifen. Dieses Mittel sei bereits bei der deutschen Einheit 1990 zur Sanierung der DDR-Banken eingesetzt worden, sagte CDU-Haushaltsexperte Steffen Kampeter. In Teilen der Bundesregierung würden aber auch diese Überlegungen sehr kritisch gesehen. Es könne nicht sein, dass der Staat den Banken alle Risiken abnehme, zitierte das "Handelsblatt" Stimmen aus dem Kanzleramt.

Bei dem diskutierten Modell übernimmt der Staat laut Zeitung die Wertpapiere im Tausch gegen eine Ausgleichsforderung in Höhe ihres Wertes zum Bilanzstichtag. Der Staat müsste damit den Banken nicht sofort Liquidität zur Verfügung stellen. Bei Fälligkeit der Papiere müsste der Staat für einen Wertverlust einstehen, bekäme aber von den Banken über 40 bis 50 Jahre einen Teil der Gewinne.

"Die Banken würden sofort entlastet. Sie würden aber über viele Jahre an der Finanzierung ihrer Problempapiere beteiligt
", hieß es in Regierungskreisen. Die wichtigsten Weichenstellungen für eine solche "Bad Bank Light", seien im Lenkungsausschuss des SoFFin bereits getroffen, hieß es laut dem Bericht aus diesem Gremium.

Bad Bank light, wäre eine tolle und gerechte Sache !
Sollte das kommen, dann STRONG BUY !
Ich bin mal ehrlich, wenn ich keine Finanztitel im Portfolio hätte
wäre es mir sch....egal, was mit diesen Versagern passieren würde.
Der kleine Mann muß alles ertragen, dass war zwar schon immer so, aber irgendwann muß Schluß sein, Gewinne realieseren, Verluste verstaatlichen :mad:
Bad Bank für Landesbanken: Sparkasse zweifelt an WestLB-Plan

Der neue Chef von Deutschlands zweitgrößter Sparkasse dämpft die Erwartung an eine schnelle Aufspaltung der WestLB in eine "gesunde" Kernbank und eine Abwicklungsbank. Seine Skepsis spiegelt die Stimmung im Sparkassenlager wider.


Ob sich die Sparkassen an dieser Quasi-Bad-Bank beteiligen, müsse aber erst einmal geprüft werden, sagte Artur Grzesiek am Freitag. "Es ist auch legitim, zu sagen, der Staat soll das machen", fügte er hinzu. Seit November 2008 ist Grzesiek Chef der Sparkasse Köln/Bonn, die über ihren Verband Miteigentümerin der angeschlagenen WestLB ist.

Vergangene Woche hatte die Landesbank ihren Eignern - Nordrhein-Westfalen und die regionalen Sparkassen - aufgezeigt, wie sie aus der Krise kommen und sich für eine Fusion aufhübschen will. Grzesieks Skepsis spiegelt die Stimmung im Sparkassenlager wider. Zwar dringen die Institute auf Fusionen - doch nur ohne neue Belastungen.



will WestLB-Chef Heinz Hilgert rund ein Drittel der 286 Mrd. Euro großen Bilanz in eine Abwicklungsbank auslagern - "Giftpapiere" wie Immobilienkredite, aber auch Firmenkredite, Staatsanleihen, Studentendarlehen und ganze Geschäftsbereiche. Die Bad Bank gehört zunächst weiter den Eignern, erhält von ihnen Eigenkapital.





Da die Bad Bank mehr als nur Risikopapiere umfasst, die abgebaut werden müssen, sondern auch operativ tätig werden soll, braucht sie eine Banklizenz. Für ihre Refinanzierung sowie mögliche Verluste kommen ebenfalls die Eigentümer auf - der Grund für Grzesieks mangelnde Begeisterung.

Der Vorteil: Die Risikopapiere, die vielfach fast wertlos sind, weil die internationalen Bilanzregeln IFRS den "Fair Value"-Ansatz vorschreiben, gehen zum deutlich höheren Buchwert auf die Bad Bank über. Die aber kann gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) die Papiere zum Anschaffungswert bilanzieren - der "toxische Müll" wäre plötzlich wieder deutlich mehr wert, der Abschreibungsdruck weitaus geringer.

Die Kernbank - Firmenkunden- und Kapitalmarktgeschäft, Projektfinanzierung und Verbundgeschäft mit den Sparkassen - soll fusionieren können, etwa mit der Dekabank oder der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Bereinigt um die Bad Bank könnte die "gute" WestLB auf sieben Prozent Kernkapitalquote kommen. Heute liegt sie bei 5,7 Prozent.

Trotz hoher Zuflüsse kann die Sparkasse Köln/Bonn für 2008 einen Verlust nur verhindern, indem sie stille Reserven in dreistelliger Millionenhöhe hebt. "Es bleibt dann nicht mehr viel an Reserven übrig" , sagte Grzesiek. Allein 2008 belastet die WestLB seine Sparkasse mit 50 Mio. Euro. Sparkassen und Land haften mit bis zu 5 Mrd. Euro für bereits ausgelagerte riskante WestLB-Papiere über 23 Mrd. Euro.



Einer Aufspaltung der WestLB müssen sowohl der NRW-Landtag als auch alle Sparkassen des Landes zustimmen. Die Zeit drängt: Die EU-Kommission verlangt, dass die WestLB bis Ende März einen neuen Mehrheitseigner hat. Größter Knackpunkt ist die Ausstattung der Bad Bank mit Eigenkapital - 3 Mrd. bis 4 Mrd. Euro Kernkapital werden benötigt. Ein Teil davon kann zwar von der Kernbank kommen. Allerdings verfügt die WestLB derzeit nur über kaum mehr als 5 Mrd. Euro.

Dass sich auch - wie von Grzesiek ins Spiel gebracht - der Staat an der Bad Bank der WestLB beteiligen könnte, ist nur möglich, weil das neue Institut gesellschaftsrechtlich unabhängig ist von der Kernbank. Bei einer bloßen Abspaltung "toxischer" Wertpapiere in eine Bad Bank dagegen, für die in diesem Fall keine Banklizenz zwingend ist, dürften nur NRW und die Sparkassen zu gleichen Teilen beteiligt sein.

Auch Westfalens Sparkassenverbandschef kann sich den Einstieg des Bundes bei der WestLB vorstellen. Die Sparkassen seien bereit, "auf die Mehrheit von gut 50 Prozent zu verzichten und einen oder mehrere neue Partner hinzuzunehmen", sagte Rolf Gerlach dem "Focus".

Dafür, dass sich Dritte an der Bad Bank beteiligen, muss laut Anwälten aber noch eine weitere Voraussetzung erfüllt sein: Die Bad Bank muss der gesunden Bank die Schrottpapiere zu einem genau festgelegten Preis abkaufen. Nur: Für viele dieser Wertpapiere existiert derzeit kein Markt und damit auch kein Preis. Springt aber etwa der Staat bei der Bad Bank ein und legt einen Preis fest, setzt er eine Messlatte - an der sich alle anderen Banken, die auf baugleichen Risikopapieren sitzen, orientieren müssen. Das Problem: Setzt er den Preis zu niedrig an, müssen alle anderen Institute ihre Wertpapiere abschreiben. Setzt er ihn zu hoch an, bürdet sich der Fiskus enormes Abschreibungspotenzial auf.



So macht es die ...

... LBBW Die Landesbank Baden-Württemberg braucht 5 Mrd. Euro Eigenkapital.
Die Eigner streiten aber noch, wer es aufbringen soll. Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater durchleuchten derzeit die Bank. Geprüft wird, ob auch Garantien des Soffin in Anspruch genommen werden. Eine Bad Bank ist derzeit nicht geplant.

... BayernLB Auch die Bayern denken derzeit nicht an eine eigene rechtliche Einheit für kritische Papiere. Mögliche Ausfälle werden vom Land aufgefangen. Dafür gibt es eine Garantie von 4,8 Mrd. Euro mit einer Selbstbeteiligung der Bank von 1,2 Mrd. Euro. Im Dezember musste der Freistaat bereits 10 Mrd. Euro Eigenkapital nachschießen.

... HSH Nordbank Ähnlich wie die WestLB wollen die Hamburger einen großen Teil der Bilanz auslagern. Das Modell soll bis 21. Februar stehen. Außerdem braucht die Bank frisches Kapital. Wie bei der LBBW ist aber noch nicht klar, wer dafür aufkommt. Bereits erhalten hat die HSH Soffin-Garantien für Anleiheemissionen.


Von Sarah Speicher-Utsch und Meike Schreiber (Frankfurt)
Hallo,
ich bin neu hier im Forum und möchte mich in dieser Diskusion beteiligen.
Mir tut es in der Seele weh, wenn ich den Kurs der Deutschen Bank bei 17 Euro sehe und ich nicht das Geld habe, um richtig einzusteigen...oder Bank of America bei 4,75. Das sind mittelfristig gesehen, absolute Traum -Einstiegskurse die nie mehr wieder vorkommen werden..
Krise hin oder her..Diese Zwei Riesen werden gestärkt wieder Ihren Weg finden.
Niemals werden diese 2 Banken pleite gehen, weil es das versagen des Kapitalismus bedeuten würde und der ist noch lange nicht am Ende.
Keine Befristung: Soffin kommt Banken entgegen

Geschäftsbanken können stark ausfallgefährdete Wertpapiere wie zum Beispiel Anleihen bis zu deren Fälligkeit an den staatlichen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) übertragen - und nicht, wie lange Zeit vermutet, nur für 36 Monate.


"Diese Befristung gibt es überhaupt nicht.
Sie war in einer ersten Notifizierung aus Brüssel einmal gewünscht gewesen. In einer zweiten Notifizierung wurde sie schon längst aufgehoben", sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Torsten Albig, am Freitag. Auch auf der Soffin-Website heißt es: "Die Risikopositionen kann der Fonds bis zu ihrer Fälligkeit halten." Die Europäische Union (EU) hatte die Begrenzung der Haltefrist bereits Mitte Dezember aufgehoben, was auch vom Ministerium zunächst nicht verbreitet wurde.

Damit kommen Brüssel und Berlin den Banken in einem zentralen Punkt weit entgegen. Kritiker hatten die Frist stets als einen wichtigen Grund dafür ausgemacht, dass die Institute zögern, ihre Risikopapiere an den Soffin zu übertragen. Vor allem Wirtschaftsprüfer hatten große Zweifel daran geäußert, dass die Banken wie gewünscht entlastet werden, sofern Papiere, die derzeit kaum gehandelt und daher nicht bepreist werden können, nach spätestens drei Jahren in die Bilanzen zurückkehren.



Die Banken aber brauchen diese Entlastung dringend: Jede Abschreibung auf Risikopapiere zehrt ihr Eigenkapital auf und vergrößert so die Schieflage der Institute. In welchem Umfang derartige Papiere in den Bilanzen deutscher Bank schlummern, ist unklar. Die Schätzungen reichen bis zu 1000 Mrd. Euro, von denen nur ein Bruchteil abgeschrieben ist.

Auch Gerhard Stratthaus, nach dem Rücktritt von Günther Merl und Karlheinz Bentele letztes Mitglied im einst dreiköpfigen Frankfurter Leitungsausschuss des Soffin, hatte die Frist in einem FTD-Interview harsch kritisiert - allerdings Anfang Januar, also lange nach der Aufhebung der Frist.

Die Grenze für das Volumen, bis zu der der Soffin Banken Risikopapiere abnehmen kann, ist ebenfalls nicht in Stein gemeißelt. Zwar liegt die Obergrenze offiziell bei 5 Mrd. Euro. In Kreisen des Berliner Lenkungsausschusses des Soffin wird aber darauf hingewiesen, dass im Einzelfall auch höhere Beträge denkbar sind. Eigentlich ist der Berliner Lenkungs- dem Frankfurter Leitungsausschuss nachgelagert. Tatsächlich aber macht er ihm faktisch die Vorgaben - ein Grund, warum Merl sein Amt aufgegeben hat.



Mit dem Wegfall der zeitlichen und finanziellen Beschränkungen kommt der Soffin fast einer staatlichen Bad Bank gleich. Gleichwohl ist vonseiten der Bundesregierung nicht geplant, den Banken über eine "echte" Bad Bank alle Risiken abzunehmen. Das sei dem Steuerzahler nicht zuzumuten, heißt es. Dagegen ist in der Soffin-Verordnung ausdrücklich vorgesehen, dass Banken über ihre eigene Bad Bank Risikopapiere beim Fonds gegen Schuldtitel des Staats tauschen.

Auch Manfred Weber, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des privaten Bankenverbandes, hält eine staatliche Bad Bank weder für politisch durchsetzbar noch für sinnvoll, wie er am Freitag sagte. Für die Banken seien andere Modelle denkbar.



Andererseits macht sich ausgerechnet Deutsche-Bank -Chef Josef Ackermann seit Wochen für eine Bad Bank stark. Anders sei der tödliche Kreislauf aus immer neuen Abschreibungen und damit der Erosion der Eigenkapitalbasis der Banken nicht zu stoppen, argumentiert er. Sein Problem: Er lehnt es kategorisch ab, sich an den Soffin zu wenden. Eine Art Zwangslösung, die eine Bad Bank wäre, würde ihm daher einen Gesichtsverlust ersparen - und womöglich eine Debatte um seinen Rücktritt. Ackermanns Amtszeit endet im Mai 2010.

Bisher kann der Soffin Banken bis 400 Mrd. Euro an Garantien für die Begebung von Anleihen gewähren. Die Garantie ist auf 36 Monate begrenzt, soll aber nach Aussage der Regierung auf 60 Monate verlängert werden. Hinzu kommen Eigenkapitalspritzen und der Aufkauf riskanter Wertpapiere für 80 Mrd. Euro.

Eigenkapital hat bislang nur die Commerzbank in Anspruch genommen, Liquiditätsgarantien dagegen Landesbanken, IKB , die Hypo Real Estate - und Commerzbank . Mit den Garantien werden auch wieder Anleihen möglich.


Von Tim Bartz (Frankfurt) und Peter Ehrlich (Berlin)
Aktien Frankfurt: Freundlich - Banken drehen ins Plus und stützen Markt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag nach einem leichteren Start ins Plus geklettert.
Börsianern zufolge herrscht 'gespannte Ruhe' und die Investoren warteten die weitere Entwicklung der US-Börsen ab. Am Mittag notierte der DAX 1,07 Prozent höher bei 4.223,77 Zählern, nachdem er am Morgen bis auf 4.145 Zähler abgesackt war. Der MDAX der mittelgroßen Werte legte 0,93 Prozent auf 4.808,34 Punkte zu. Der TecDAX gewann 0,09 Prozent auf 450,29 Zähler.
'Der deutsche Aktienmarkt hängt aktuell besonders stark an der Brust der US-Börsen und entsprechend tut sich am Vormittag zuletzt nicht viel - Investoren harren wie das Kaninchen vor der Schlange den Vorgaben und Nachrichten von der Welt-Leitbörse', sagte Chefhändler Oliver Roth von Close Brothers Sydler Bank. Die aktuell stabile Situation könne sich schlagartig ändern, beispielsweise wenn American Express oder Amgen am Abend ihre Bilanz vorlegen. Charttechnisch habe der Dow Jones Industrial seine Unterstützung bei 8.000 Punkten bisher verteidigt. Dem entsprechend könne sich auch der DAX noch stabil in seiner Handelsspanne zwischen 4.150 bis 4.300 Punkten halten, sagte Roth.
Bankentitel wie Deutsche Bank , Commerzbank und Postbank blieben im Fokus. Sie drehten im Kielwasser des Kurssprungs bei Barclays ins Plus. Die britische Bank hatte in einem offenen Brief zur Beruhigung der Investoren beigetragen und die Aktien schossen mehr als 60 Prozent in die Höhe. Auch die Titel der französischen Großbank BNP Paribas , die im abgelaufenen Quartal mit einem Milliardenverlust rechnet, standen im Plus. Dennoch ebbt der negative Nachrichtenstrom für die Branche nicht völlig ab. So benötigt der unter staatlicher Kontrolle stehende große US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac weitere 30 bis 35 Milliarden Dollar Staatshilfen. Die Idee einer deutschen 'Bad Bank' zur Übernahme hochriskanter Papiere der Banken findet indes in Detuschland immer weniger Anhänger, wie Aussagen am Wochenende zeigen. Aktien der Commerzbank kletterten dennoch mit plus 4,19 Prozent auf 3,105 Euro an die DAX-Spitze, Deutsche Bank gewannen 2,19 Prozent auf 17,245 Euro.
News - 27.01.09 10:34
ROUNDUP: Stimmung in deutscher Wirtschaft hellt sich überraschend auf - ifo

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Januar zur Überraschung von Experten leicht aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex - wichtigstes Stimmungsbarometer der deutschen Unternehmen - stieg von 82,7 Punkten im Vormonat auf 83,0 Punkte, wie das ifo Institut am Dienstag in München mitteilte. Es ist die erste Stimmungsaufhellung nach sieben Rückgängen in Folge. Volkswirte hatten indes einen abermaligen Rückgang auf 81,0 Punkte erwartet. Während sich die Erwartungen der Unternehmen aufhellten, wurde die aktuelle Lage erneut schlechter als im Vormonat beurteilt.

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn warnte allerdings vor zu großem Optimismus. Aus der Stimmungsaufhellung könne keine konjunkturelle Wende abgelesen werden, kommentierte Sinn die Ergebnisse. Auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) vermag kein Ende der Rezession zu erkennen. Positiv sei aber, dass der freie Fall der Unternehmensstimmung wohl beendet sei, hieß es in einer ersten Reaktion. Trotz der leichten Aufhellung sei die Stimmungslage noch immer schlecht.

STIMMUNG IN INDUSTRIE SCHLECHT

Laut ifo hat sich das Geschäftsklima vor allem im Einzelhandel verbessert. Auch im Großhandel und im Baugewerbe sei die Stimmung etwas besser als im Vormonat gewesen. In der Industrie sei die Stimmung indes nach wie vor schlecht. Im Exportgeschäft rechneten die Unternehmen mit einer anhaltenden Abwärtstendenz. Der Auslastungsgrad der Unternehmen liege deutlich unter dem Stand von vergangenem Herbst. Zudem sei ein weiterer Personalabbau geplant.

Die Geschäftserwartungen der Unternehmen hellten sich laut ifo von 76,9 Punkten im Vormonat auf 79,4 Punkte auf. Volkswirte hatten mit einer leichteren Aufhellung auf 78,0 Punkte gerechnet. Die Lagebeurteilung trübte sich hingegen von 88,8 Punkte auf 86,8 Punkte ein. Erwartet wurde allerdings eine stärkere Eintrübung auf 85,0 Punkte. Das ifo-Geschäftsklima basiert auf rund 7.000 monatlichen Unternehmensmeldungen./bf/stb
Viele kleine Bad Banks geplant

Die Bundesregierung ist doch bereit, eine sogenannte Bad Bank zur Übernahme von problematischen Wertpapieren der Geschäftsbanken zu schaffen. Das soll bei einem Treffen von Peer Steinbrück (SPD), Thomas de Maizière (CDU) und den Finanzexperten der Großen Koalition besprochen werden.

Steinbrück lehnte am Donnerstag zwar eine zentrale Bad Bank ab. Denkbar sei aber, dass jedes einzelne Institut die Möglichkeit bekomme, Problempapiere aus seiner Bilanz auszulagern und so neu durchzustarten, sagte er der "Berliner Zeitung". Bei einer individuellen Lösung würde die Verantwortung für die Risikopapiere bei der jeweiligen Bank bleiben und nicht beim Steuerzahler landen. Der dann sauberen Bank müsste gegebenenfalls vom staatlichen Rettungsfonds Soffin geholfen werden.


Damit weicht Steinbrück seine Position deutlich auf. In den vergangenen Wochen hatte er argumentiert, die bisherigen Möglichkeiten des Soffin reichten aus, die Banken müssten sie nur nutzen. Nach der bisherigen Rechtslage kann der Soffin den Banken sogenannte toxische Wertpapiere von im Regelfall bis zu 5 Mrd. Euro abnehmen.

Die Übernahme ist auf 36 Monate begrenzt, kann im Einzelfall aber auch verlängert werden. Der Bankenverband hatte kritisiert, die finanzielle und zeitliche Grenze sei zu eng. Eine groß angelegte Bad Bank müsste jedoch nach Steinbrücks Rechnung mit 150 bis 200 Mrd. Euro Steuergeld ausgestattet werden. In der Regierung rechnet man damit, dass die Banken in Deutschland toxische Wertpapiere von 600 bis 800 Mrd. Euro in den Bilanzen haben.

Die Geschäftsbanken könnten bald faule Papiere auslagernNach einem Modell, das die Finanzexperten der Union am Mittwochabend im Kanzleramt vorgestellt haben, würde jede größere Geschäftsbank, die Problempapiere hat, eine eigene Bad Bank bekommen. Dort sollen die Papiere geparkt werden. Der Bund übernimmt für die Laufzeit der Papiere die Garantie. Damit sollen die Banken davor bewahrt werden, in der jetzigen Krisensituation ihre Papiere noch weiter abschreiben zu müssen.

Das würde das Eigenkapital empfindlich schmälern und einige Kreditinstitute in ihrer Existenz bedrohen. Am Ende der Laufzeit der Papiere wird abgerechnet: Liegt der Wert der Papiere über dem Wert, mit dem sie in die Bad Bank eingegangen sind, teilen sich der Bund und die Bank den Überschuss. Liegt der Wert darunter, haftet zunächst die Bank. Kann sie die Haftung nicht schultern, springt doch der Bund über eine Beteiligung ein.

Bei ihrem Treffen wollen die Koalitionspolitiker auch über eine mehrheitliche Übernahme des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) beraten. Auch über ein Enteignungsgesetz soll gesprochen werden. Union und SPD schrecken bisher noch davor zurück, den HRE-Großaktionär J.C. Flowers, der knapp 25 Prozent an der Bank hält, zu enteignen.

Steinbrück sagte dazu aber: "Ich kann und will nichts ausschließen." Würde der Bund mit 10 Mrd. Euro einsteigen, was sich abzeichnet, wäre Flowers' Anteil ohnehin nur noch marginal. HRE-Chef Axel Wieandt sprach sich für einen Einstieg des Bundes aus.

Na also, es läuft ...;)
Merkel erteilt "Bad Bank" endgültig Absage

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat alle Hoffnungen der Banken auf die Einrichtung einer staatlichen "Bad Bank" endgültig zerschlagen. Der Steuerzahler dürfe nicht die Kosten für schlechte Produkte aufgebürdet bekommen, während die Banken mit guten Produkten rasch wieder Gewinne machten, sagte sie am Samstag in Berlin.

HB BERLIN. Statt eine staatlichen "Bad Bank" einzurichten, die den Banken faule Wertpapiere abnimmt, müsse darüber nachgedacht werden, wie den Banken auf anderem Wege wieder auf die Beine geholfen werden könne, sagte die Kanzlerin.

Nach Informationen des "Spiegel" wird der derzeitige Bankenrettungsplan der Bundesregierung teurer als geplant. Der Bund müsse seine im ersten Bankenrettungsplan vorgesehenen Kapitalhilfen von 80 Mrd. Euro um mehr als das Doppelte aufstocken. Experten des Finanzministeriums rechneten mit einem Kapitalbedarf von bis 200 Mrd. Euro, berichtet "Spiegel Online". Das wäre der größte Schattenhaushalt in der Geschichte der Bundesrepublik.

Wegen der Finanzkrise halten die Geldhäuser unverkäufliche Wertpapiere in dreistelliger Milliardenhöhe in den Büchern, was ihre Bilanzen belastet und sie teils zu existenzgefährdenden Abschreibungen zwingt. Auch in anderen Ländern - vor allem in den USA - wird über die Einrichtung von "Bad Banks" diskutiert.

Merkel bekräftigte am Samstag außerdem ihre Forderung nach einer neuen Weltwirtschaftsordnung. "Wir brauchen eine globale Architektur für das gemeinsame Wirtschaften", (...) bla bla
30.01.09 20:05
Bund greift nach privaten Banken
:eek::eek::eek:

Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet, der die Verstaatlichung privater Banken ermöglichen soll. Erst dann könnte die Mehrheit des in Schieflage geratenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) übernommen werden. Enteignete Aktionäre müssten sich dabei auf sehr geringe Entschädigungen einstellen.

HB BERLIN. Konkret geht es um eine Änderung des Finanzmarkt-Stabilisierungsgesetzes. Der Entwurf sei aber noch nicht verfassungsrechtlich geprüft. Bis Anfang der Woche solle daraus ein formeller Gesetzesentwurf werden, schreiben übereinstimmend die "Süddeutsche Zeitung" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf einen entsprechenden Gesetzentwurf. Ein Sprecher des Finanzministeriums bestätigte die Berichte teilweise. Er sprach aber von "Vorarbeiten". Es gebe aber noch "keine Festlegungen oder Entscheidungen der politischen Ebene".

Sobald das beiden Zeitungen zufolge bis Jahresende befristete Regelwerk in Kraft ist, könnte der Bund wie geplant die Mehrheit des in Schieflage geratenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) übernehmen. Hauptbetroffener wäre der US-Finanzinvestor J.C. Flowers, der rund 25 Prozent besitzt. Der Bund will eine Übernahme durch einen Konkurrenten verhindern und damit die eingesetzten Milliardenhilfen aus Steuergeldern sichern.

"Die Enteignung erfolgt durch Erlass einer Rechtsverordnung der Bundesregierung ohne Zustimmung des Bundesrates", zitiert die "FAZ" aus dem Entwurf. Laut "Süddeutscher" würde sich die Entschädigung bemessen nach dem durchschnittlichen Aktienkurs der letzten zwei Wochen oder bei einem Kursabsturz unmittelbar vor Enteignungsbeschluss nach dem der letzten drei Tage. Im konkreten Fall erhielte Flowers laut dem Bericht eine Entschädigung von 1,50 Euro der ursprünglich bezahlten 22,50 Euro je Aktie, schrieb das Blatt.

Parallel dazu arbeite die Regierung an den Grundlagen für die Gründung sogenannter "Bad Banks", in die die Kreditinstitute unverkäufliche Wertpapiere auslagern könnten. Anders als in den USA wolle die Bundesregierung allerdings keine zentrale Sammelstelle gründen. Vielmehr solle jedes Geldhaus eine eigene "Bad Bank" errichten. Das Kapital dafür müssten sich die Kreditinstitute beim staatlichen Rettungsfonds Soffin besorgen. :eek:



Vorsicht !!!

Wir wissen nicht, was diese Kombination aus FDJ Funktionärin und Sozialistischer Einheitspartei vorhat !
Mittlerweile traue ich denen alles zu.
Mit einem weiteren Investment warte ich noch ein paar Meldungen ab.
Obwohl, am 5. Feb die Zahlen kommen.
Angeblich wollen ja Ackermann und Co nachkaufen.
Wir können gespannt sein .. :eek:
Ackermanns Verluste
Die Risiken der Deutschen Bank
Von Markus Frühauf

Ackermann am kommenden Donnerstag reden
31. Januar 2009 Trotz Rekordverlusts im Geschäftsjahr 2008 ist die öffentliche Treibjagd auf den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Josef Ackermann, diesmal ausgeblieben. Doch das kann sich ändern: Am kommenden Donnerstag muss er in der Jahrespressekonferenz den Verlust von 3,9 Milliarden Euro nach Steuern erstmals einer breiten Öffentlichkeit erläutern. Nach den bereits am 14. Januar vorgelegten ersten Eckdaten für das vergangene Geschäftsjahr sind noch immer Fragen offen. Denn die tatsächliche Ertrags- und Vermögenslage von Deutschlands größter Bank bleibt eine Unbekannte.

An der Börse ist das Institut gerade noch 12 Milliarden Euro wert. Die Bank hat einen Marktwert, der zwei Drittel niedriger liegt als ihr Eigenkapital von 34 Milliarden Euro. Entweder nehmen die Investoren die Verstaatlichung vorweg, oder sie erwarten weitere umfangreiche Korrekturen auf die Vermögenswerte. Staatshilfen sind für Ackermann tabu. Doch Risiken können in der Bilanz durchaus noch schlummern.

Zwar wurden im vierten Quartal 2008, in dem die Kapitalmärkte von der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers erschüttert wurden, umfangreiche Wertberichtigungen vorgenommen. Der hohe Quartalsverlust von 4,8 Milliarden Euro zog die Bank, die in den ersten drei Quartalen noch Gewinn gemacht hatte, auch im Gesamtjahr deutlich ins Minus. Doch es bleibt unklar, wie viel Giftmüll die Bilanz weiterhin kontaminiert.

Im Anschluss an die Bekanntgabe des Verlustes hatte sich Ackermann selbstbewusst gezeigt: Seiner Ansicht nach benötigt die Deutsche Bank keine staatliche \\\"Bad Bank\\\", in der sie ihre riskanten Wertpapiere und Kredite auslagern muss. Dies sei nach den umfangreichen Wertkorrekturen nicht mehr nötig. Gleichwohl forderte er eine Lösung, mit der Banken ihre riskanten Positionen aus der Bilanz schaffen können.

Die Deutsche Bank hat laut Ackermann keinen Bedarf zur Stärkung der Eigenkapitalbasis. Deshalb schließt er auch Staatshilfen aus. Die Kernkapitalquote, die das Verhältnis von hochwertigem Eigenkapital zu Risikoaktiva (im Wesentlichen Kredite und Wertpapieranlagen) misst, belief sich zum Jahresende 2008 auf 10 Prozent. Eine Quote, mit der sich Ackermann wohl fühlt. Zumal die Deutsche Bank ihre Risikopositionen im vierten Quartal deutlich reduziert hat: Allein im Handelsbuch wurden 300 Milliarden Euro abgebaut. Je geringer die Risikopositionen sind, desto weniger Kapital muss eine Bank dafür vorhalten.


Doch für Investoren besteht noch immer Anlass zur Sorge. In ihrem Bericht zum dritten Quartal 2008 bezifferte die Deutsche Bank ihren Bestand an illiquiden Wertpapieren und Krediten auf stolze 92 Milliarden Euro. Diese Risikopositionen, für deren Bewertung keine Marktparameter herangezogen werden können, bezeichnen Banker und Wirtschaftsprüfer als \\\"Level-3-Assets\\\". Sie umfassen komplexe Derivate, forderungsbesicherte Anleihen oder illiquide Kredite. Ihnen gemein ist, dass es für sie keine Marktpreise gibt. Den illiquiden Wertpapieren, die sich in dem Risikoportfolio befinden, haben die Anleger ihr Vertrauen entzogen. Deshalb ist der Handel zum Erliegen gekommen. Anstelle von Marktpreisen werden diese Positionen anhand von Modellrechnungen bewertet. Diese basieren auf Annahmen, wodurch sich Bandbreiten in der Bewertung ergeben.

Wie hoch sind bloß die „Level-3-Assets“?

Wie hoch die \\\"Level-3-Assets\\\" noch immer sind, diese Frage wird Ackermann am Donnerstag beantworten müssen. Bislang ist bekannt, dass die Bank im vierten Quartal Positionen, die der Kategorie der illiquiden Vermögenswerte zugeordnet werden, spürbar abgebaut hat. So wurden die Kredite für Unternehmensübernahmen um mehr als 10 Milliarden auf weniger als 1 Milliarde Euro reduziert. Gleichzeitig verringerten sich die gewerblichen Immobilienkredite um mehr als 5 Milliarden auf weniger als 3 Milliarden Euro. Doch im Zuge der Kapitalmarktturbulenzen nach der Lehman-Pleite dürften weitere Wertpapiere in die illiquide Kategorie gefallen sein. Besonders riskante Forderungen wie etwa gegenüber Lehman Brothers oder den drei zusammengebrochenen isländischen Banken Kaupthing, Glitnir und Landsbanki könnten dazugehören. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die \\\"Level-3- Assets\\\" noch immer 90 Milliarden Euro erreichen können.

Neben den weiterhin vorhandenen Risiken steht auch die künftige Strategie im Mittelpunkt: Ackermann will die hohe Abhängigkeit der Bank vom riskanten Investmentbanking verringern. So soll vor allem der Eigenhandel, in dem Wertpapiere auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko gekauft und verkauft werden, nach den horrenden Verlusten auf ein Minimum reduziert werden. Allerdings stand das Investmentbanking, das auch das Beratungsgeschäft mit Unternehmenszusammenschlüssen sowie die Begleitung von Börsengängen und Anleiheemissionen umfasst, in den Jahren vor der Krise für zwei Drittel der Gesamterträge.

Dass das Geschäft mit Privatkunden, die zweite Säule der Deutschen Bank, nicht frei von Risiken ist, zeigt der noch nicht näher spezifizierte Verlust in der Vermögensverwaltung im vierten Quartal. Abschreibungen auf Vermögenswerte der konzerneigenen Fondsgesellschaft DWS Scudder sowie Zuschüsse in Geldmarktfonds führten zu Belastungen von insgesamt 600 Millionen Euro. In Zukunft setzt Ackermann auf das Massengeschäft. Hier expandiert die Bank, was die Übernahme der Postbank beweist. Dass die Transaktion Anfang des Jahres nachverhandelt wurde, lag auch daran, dass die Deutsche Bank eine kapitalschonende Ausgestaltung erreichen wollte. Dafür wird sich nun die Post vorübergehend mit 8 Prozent beteiligen. Damit ist der Bund, der 31 Prozent an der Post hält, indirekt Anteilseigner der Deutschen Bank.

Es ist mit einem Verdrängungswettbewerb zu rechnen

Für die Deutsche Bank spricht, dass sie im Privatkundengeschäft zwischen den Jahren 2003 und 2007 ihren Gewinn auf 1,15 Milliarden Euro mehr als verdoppelt hat.
Gegen die Expansion im Filialgeschäft sprechen die geringen Ertragsmargen der standardisierten Massenprodukte. Und die Aussichten sind mau: Aufgrund der Krise drängen zahlreiche Banken in das sichere Privatkundengeschäft. Ein Verdrängungswettbewerb, der auf die Margen drückt, ist zu erwarten. Die Verdienstmöglichkeiten im deutschen Filialgeschäft sind rückläufig. Nach Daten der Unternehmensberatung Zeb Rolfes Schierenbeck sind die hier zu erzielenden Gesamterträge zwischen den Jahren 2000 und 2006 um 15 Prozent auf 57 Milliarden Euro gesunken.

Ob die Deutsche Bank auf diesem schwierigen Markt die Ertragseinbußen aus dem Investmentbanking kompensieren kann, wird Ackermann wohl kaum abschließend beantworten können. Denn 50 Prozent des deutschen Retail-Marktes kontrollieren die Sparkassen und ein Viertel die Volks- und Raiffeisenbanken. Um hier Marktanteile zu gewinnen, sind Kampfkonditionen nötig. Dabei bleibt die Profitabilität auf der Strecke.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.487.270 von codiman am 31.01.09 12:47:07viele gesetze dieser regierung sind eh njicht verfassungsgemäß !
das wird eine schöne performance:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.487.477 von codiman am 31.01.09 13:54:57für mich sagen die manager immer nur die halbe wahrheit und die politiker kennen die verfassung nicht:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.487.270 von codiman am 31.01.09 12:47:07...noch nicht verfassungsrechtlich geprüft:laugh::laugh::laugh::laugh:
ist da überhaupt jemand kompetentes in der regierung?:D
FT WEEKEND page 1:
B Obama is gearing up for a "big bang" announcement next week that will combine a bank clean-up...:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:

Big news ahead next week, der DBK shortseller ist gewarnt mit
27% backfire auf seine Postion letzte Woche, grandioser Tag
:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
Deutsche Bank kürzt Bonuszahlungen
Erstellt 01.02.09, 10:54h, aktualisiert 01.02.09, 10:57h


Die Deutsche Bank kürzt einem Medienbericht die Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter um satte 60 Prozent. Derweil rechnet das Institut für 2008 mit einen Milliardenverlust - der erste in einem Gesamtjahr in der Nachkriegsgeschichte der Bank.

MÜNCHEN - Die Deutsche Bank wird die Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter für 2008 im Schnitt angeblich um 60 Prozent kürzen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete vorab unter Berufung auf Bankmanager, in den Abteilungen des Instituts, die Verluste erwirtschaften, solle überproportional gestrichen werden. Schon im ersten Quartal 2008 habe die Deutsche Bank die Boni deutlich gesenkt. Der Personalaufwand sei damals von 4,3 auf 2,9 Milliarden Euro gefallen.
Die Deutsche Bank legt an diesem Donnerstag (5. Februar) ihre Bilanz für das Krisenjahr 2008 vor. Nach den Mitte Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen erwartet die größte deutsche Bank einen Milliardenverlust. Es ist der erste in einem Gesamtjahr in der Nachkriegsgeschichte der Bank.

3,9 Milliarden Euro Verlust

Nach den vorläufigen Zahlen fielen bei der Deutschen Bank im vergangenen Jahr 3,9 Milliarden Euro Verlust an. Für 2007 hatte der DAX-Konzern noch den Rekordgewinn von 6,5 Milliarden Euro ausgewiesen, obwohl auch damals die Krise an den internationalen Finanzmärkten schon im Gange war.

(...)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.489.746 von codiman am 01.02.09 12:57:11Für 2007 hatte der DAX-Konzern noch den Rekordgewinn von 6,5 Milliarden Euro ausgewiesen

ich würde das nicht Rekordgewinn sondern Scheingewinn nennen

damit wurden die desaströsen und nicht legitimierten Bonizahlungen begründet

was für ein Trauerspiel

Generalstreik auf allen Ebenen wäre die richtige Antwort für den Raubzug von Ackermann und Co
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.490.393 von Oakatzl am 01.02.09 16:45:24"das nicht Rekordgewinn sondern Scheingewinn nennen".

Exakt. Eine ordentliche objektive Bewertung sämtlicher Kapitalanlagen der DB würde unweigerlich zum sofortigen Tod des Unternehmens führen. Nach Liquidation der Anlagen schätze ich die Auszahlungsquote für Kunden und Gläubiger auf maximal ein Drittel (optimistisch geschätzt - eher nahe 0). Wer zuletzt hingeht, den fressen die Pudel.
News - 02.02.09 17:15
"EZB fehlt Plan B"


Namhafte europäische Volkswirte kritisieren, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) im internationalen Vergleich zunehmend in eine Sonderrolle begebe. Sie fordern eine Alternativstrategie zur Zinssenkung - und werfen den Notenbankern vor, zu zögerlich zu handeln.



FRANKFURT. Anders als die amerikanische Federal Reserve (Fed), die Bank von England und andere wichtige Notenbanken habe die EZB keine erkennbare Strategie für den Fall, dass der Leitzins als bisher wichtigstes Instrument wirkungslos werde, beanstanden die Mitglieder des 2002 vom Handelsblatt ins Leben gerufen Beobachtergremiums EZB-Schattenrat. "Die EZB muss dringend einen Plan B offenlegen. Alle anderen wichtigen Zentralbanken haben das bereits getan", gab Jacques Cailloux, Europa-Chefvolkswirt der Royal Bank of Scotland (RBS), die einhellige Meinung des 15-köpfigen Gremiums wieder.

Die Fed kauft seit geraumer Zeit kurzfristige Unternehmensanleihen und andere Papiere aus ausgetrockneten Märkten auf :):lick::lick::lick:. Zudem steht sie nach eigenen Angaben jederzeit bereit, Staatsanleihen aufzukaufen, wenn sich das als nötig erweisen sollte. Ähnliches haben Finanzminister und Notenbank jüngst auch in Großbritannien verkündet. Dagegen gibt es von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bisher nur die Aussage, dass man grundsätzlich bereit sei, solche unorthodoxen Methoden in Erwägung zu ziehen. Mitglieder des EZB-Rats haben allerdings in den vergangenen Tagen vor allem betont, wie schwierig dies im multinationalen Kontext des Euro-Raums sei.

Wenn die Zentralbank Wertpapiere mit Geld aufkauft, das sie selbst schöpft, erhöht sie den Geldumlauf. Auf diese Weise könnte sie die monetären Bedingungen weiter lockern, selbst wenn ihr Leitzins bereits auf Null gefallen ist.

Kritisch betrachten die Ökonomen die Erklärung von EZB-Präsident Trichet, er wolle die Zinsen nicht "auf ein sehr, sehr niedriges Niveau" senken, um nicht in eine Liquiditätsfalle zu geraten. "Das Problem in einer Liquiditätsfalle sind nicht die niedrigen Zinsen, sondern die Tatsache, dass selbst diese niedrigen Zinsen nicht mehr ausreichen, die Wirtschaft zu stimulieren", meinte RBS-Chefvolkswirt Cailloux. Deshalb sei zur Abwehr einer solchen Situation gerade eine aggressive Zinssenkungspolitik gefordert.

Trichet lies durchblicken, dass der EZB-Rat nach vier Zinssenkungen in Folge am 5. Februar eine Zinspause einlegen und erst im März wieder ernsthaft über eine weitere Zinssenkung nachdenken will. Dann liegen wieder neue Prognosen des EZB-Stabs vor. Allerdings ist jetzt schon klar, dass die letzten Prognosen von Dezember drastisch nach unten genommen werden müssen. Die Schattenräte sagen für 2009 ein Schrumpfen der Wirtschaft um knapp zwei Prozent voraus - eineinhalb Prozent mehr als der EZB-Stab - sowie eine Inflationsrate, die um einen halben Punkt niedriger liegt.

Im Januar ging die Inflationsrate im Euro-Raum auf 1,1 Prozent zurück, deutlich unterhalb der mittelfristigen Zielrate der EZB von "unter aber nahe bei zwei Prozent." Viele Ökonomen rechnen für den Sommer mit negativen Inflationsraten. Während EZB-Präsident Trichet zuletzt betonte, dass die Inflationsrate danach wieder deutlich steigen würde, gehen die Schattenräte davon aus, dass die schwerwiegenden Absatzprobleme der Produzenten dafür sorgen würden, dass der Druck auf die Preise auch über die reine Wirkung der fallenden Ölpreise hinaus anhalten werde. Daher sehen sie das Risiko einer Deflation, also eines anhaltenden Rückgangs des Preisniveaus.

Ja, ja, der Trichet, der will soviel...
noch 6 Wochen Börsenkrise und die EZB ist so weich gekocht, dass sie uns Geld gibt, wenn wir nur Schulden machen ... :laugh:;)
Hintergrund : BAD BANK - sehr lesenswert


News - 02.02.09 15:31
Wertpapiermüll: Womit die Bad Banks kämpfen



Eine Reihe von Ländern feilt an Bad Banks, die Kreditinstitute von risikobehafteten Wertpapieren befreien sollen.
Doch ob staatlich oder privat: Bis eine solche Abladestelle steht, müssen einige Probleme gelöst werden. FTD.de zeigt, welche.

Unaufhaltsam scheinen sie näherzurücken, in den USA wie in Europa: Bad Banks. Die Regierungen, die an solchen Einrichtungen arbeiten, müssen verschiedene Interessen ausbalancieren.

Einerseits wollen sie die krisengeschüttelten Institute stützen, deren Kapital von immer neuen Abschreibungen aufgezehrt wird. Nur wenn die Bank ihre Problem-Wertpapiere aus den Büchern bekommt, so die Befürworter, kann sie sich wieder auf das Geschäft konzentrieren und Kredite an Unternehmen und Privatkunden ausreichen. Durch die Auslagerung könnten sich die Manager der beiden Einheiten zudem auf ihre jeweiligen Aufgaben konzentieren: klassisches Bankgeschäft und die Abwicklung der toxischen Papiere. Andererseits wollen Regierungen aber verhindern, dass der Steuerzahler zu sehr belastet wird.


Wie wird die Bad Bank kapitalisiert?
Die Bundesregierung lehnt eine staatliche Bad Bank ab - mit dem Argument, dies belaste den Steuerzahler zu sehr. Allerdings wird derzeit offenbar diskutiert, dass sich die Banken das Kapital für die Bad Banks beim Rettungsfonds Soffin holen sollen - und damit letztlich doch vom Steuerzahler.

Andere Staaten haben in früheren Fällen zumindest für einen Teil der Kapitalzufuhr auf Steuergeld zurückgegriffen. Beispiel Schweden: Für Institute, die im Zuge der Bankenkrise in den 90er-Jahren verstaatlicht wurden, gab der Staat Kapital für die jeweilige Bad Bank. Private Institute mussten eigenes Kapital einsetzen oder bei ihren Aktionären Geld einsammeln.

Die USA, die eine Kombination aus staatlicher Bad Bank und Garantien für bestimmte Papiere prüfen, diskutieren, die Bad Bank über den 700 Mrd. $ schweren Rettungsfonds und womöglich zusätzlich durch Geld der Notenbank Fed zu kapitalisieren.

Die Bank-Analysten von JP Morgan halten es nicht für sinnvoll und auch kaum für möglich, hierzulande die Kapitalisierung der Bad Banks ganz den einzelnen Geldhäusern zu überlassen - zu schwach sei die durchschnittliche Ausstattung der deutschen Banken.


Investoren und Gläubiger tragen Bad Bank
Eine Antwort auf dieses Dilemma bietet eine andere Variante, bei der die Eigner das Kapital bereitstellen - und das Risiko der Bad Bank tragen. Dabei spaltet sich ein Institut auf; der Anteil der Aktionäre wird entsprechend auf die Good Bank und die Bad Bank verteilt. Das schlägt etwa Luigi Zingales vor, Professor an der Universität von Chicago. Bei einer Bank mit 30 Mrd. $ an schlechten Vermögenswerten und 70 Mrd. $ an guten würden sowohl Verbindlichkeiten als auch Kapital 30 zu 70 geteilt, rechnet er vor.

Der Vorteil dabei: Die Anteilseigner der Bad Bank würden belohnt, wenn die Papiere wieder an Wert gewinnen. Bei Wertverlusten würden die Aktionäre die Last tragen. "Die gute Nachricht ist, dass man diese Einheiten Pleite gehen lassen könnten, denn ihr Zusammenbruch würde nur eine Neuordnung ihrer Verbindlichkeiten bedeuten - ohne negative Folgen für die Gesamtwirtschaft", schreibt Zingales in einem Papier. Um solche Aufspaltungen zu ermöglichen, müsste in den USA allerdings ein Gesetz geändert werden.

Wie werden die Wertpapiere bewertet?
Bei einer Auslagerung von Papieren an die Bad Bank den richtigen Preis zu bestimmen, gilt als äußerst schwierig. Ein zu hoher Preis belastet den Käufer - also in vielen Fällen den Steuerzahler - ein zu niedriger Preis drückt das allgemeine Niveau weiter und führt damit zu weiteren Abschreibungen.

In Schweden wurde in den 90er-Jahren ein Bewertungsausschuss eingerichtet, in dem staatliche Vertreter und Experten saßen. Kritiker bemängelten jedoch, das überführte Vermögen sei zu niedrig bewertet worden.

Die Bewertungsfrage stellt sich auch, wenn Staaten Banken gegen mögliche Verluste auf ihre Papiere absichern. Die USA prüfen derzeit, ob sie solche Garantien abgeben. Die Regierung in Washington hat dieses Modell für einzelne Institute - Citigroup und Bank of America bereits eingerichtet. Großbritannien bietet solche Versicherungen bereits an. Die Banken sind allerdings vorsichtig, da nicht klar ist, wie viel die Garantien kosten

Sind die Papiere in der Bad Bank, können die Banken durch Änderungen der Bilanzregeln vor Abschreibungen bewahrt werden: Die Geldhäuser könnten sie einmal bewerten und dann zu diesem Preis in den Büchern lassen - die vierteljährliche Bewertung zum Marktpreis würde damit wegfallen. Diese Bewertungsmethode führt seit Ausbruch der Krise dazu, dass Banken auf die stetige Abwertung von Papieren mit Abschreibungen reagieren müssen - obwohl viele Papiere gar nicht notleidend sind.

Immerhin: Das Verschieben von Problem-Vermögenswerten könnte dringend benötigte Transparenz schaffen. Ein Grund für das immense Misstrauen an den Märkten ist die Unsicherheit darüber, was noch in den Bilanzen der Banken schlummert. Müssten Banken angeben, wie viel sie in ihre Bad Bank verschoben haben, würde dieses Problem behoben.

Wie viel darf ausgelagert werden?
Umstritten ist auch die Frage, ob Banken komplett von schlechten Papieren und dem damit verbundenen Risiko befreit werden sollten. Sollten es nur akut ausfallgefährdete Papiere sein oder auch solche, die zwar im Wert gesunken sind, aber wohl nicht notleidend werden?

Die privaten deutschen Banken, die an einer eigenen Bad Bank für ihren Sektor arbieten, erwägen, das auslagerungsfähige Volumen auf sieben Prozent der Bilanzsumme zu begrenzen.

In Schweden übernahm der Staat in den 90ern immer nur einen Teil der Vermögenswerte von den verstaatlichten Instituten. Auch in den USA wird diskutiert, nur solche Papiere in die Bad Bank auszulagern, auf die Banken bereits viel abgeschrieben haben. Dies würde die Preise zwar nicht weiter drücken. Ein großer Teil risikobehafteter Vermögenswerte bliebe aber auf den Büchern der Institute - und würde das Kapital weiter belasten.


Das Risiko bleibt oft
Die Analysten von JP Morgan sehen das skeptisch. Blieben die Papiere in der Bilanz, "könnte das für die Banken bedeuten, dass sie der in die Höhe schnellenden Risikogewichtung der Papiere weiter ausgesetzt sind, ebenso wie in dem Fall, in dem eine Garantie nicht den gesamten Bestand an Vermögenswerten abdeckt". Kritiker bemängeln daher, bei dieser Variante würden Banken nur vordergründig entlastet - das Risiko künftiger Ausfälle bleibe.

Und diese könnten heftig sein. Bundesbank und Finanzaufsicht BaFin sehen bei 20 Banken in Deutschland einen weiteren Abschreibungsbedarf von 300 Mrd. Euro auf illiquide Wertpapierpositionen. Allein Commerzbank, Postbank, Hypo Real Estate und Aareal Bank hielten "gefährdete Papiere" von 93 Mrd. Euro., schätzen die Bankanalysten von JP Morgan. Darauf könnten schlimmstenfalls Abschreibungen von 34 Mrd. Euro nötig werden, so die Experten - womit das Eigenkapital der letztgenannten drei Institute fast komplett aufgezehrt werde.

Wie wichtig ist ein abgestimmtes Vorgehen?
Bad Banks können den Wettbewerb verzerren. Das war ein Grund, warum die schwedische Regierung in den 90ern den verstaatlichten Banken nur einen Teil ihrer Kredite abkaufte. Die Bewertung der Papiere ist dabei besonders heikel - Institute könnten von einem zu hohen Preis über Gebühr profitieren.

Die Europäische Kommission fordert daher, es müsse EU-weit abgestimmt werden, welche Vermögenswerte als Risikopapiere gelten und wie diese bewertet werden. Gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) erarbeitet sie nun Leitlinien für diese Fragen. Ähnliche Vorgaben soll es für Staaten geben, die wie Großbritannien toxische Papiere garantieren wollen.

Von Christine Mai
Montag, 2. Februar 2009
Analysten sehen Milliarden
Deutsche Bank bald obenauf


Analysten rechnen bei der Deutschen Bank bereits in diesem Jahr wieder mit Milliardengewinnen. Nach einem Verlust von knapp vier Mrd. Euro im vergangenen Jahr erwarten die Experten für 2009 im Schnitt ein Plus von rund 2,3 Mrd. Euro. Wesentliche Kennzahlen zum Jahr 2008 sind bereits bekannt. Mit Spannung blicken Anleger daher bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag auf die Aussagen von Bankchef Josef Ackermann zum Ausblick für das laufende Jahr.

Die Deutsche Bank erwartet für das Jahr 2008 einen Megaverlust - den ersten für ein Gesamtjahr in ihrer Geschichte: Die größte deutsche Bank geht von 3,9 Mrd. Euro Verlust aus - nach einem Rekordgewinn von 6,5 Mrd. Euro im Jahr 2007. "Das extrem schwierige Marktumfeld hat einige Schwächen in der Bank aufgezeigt", räumte Vorstandschef Josef Ackermann bei der Vorlage der Zahlen ein. "Wir sind über das Ergebnis im vierten Quartal, das zu einem Verlust im Gesamtjahr geführt hat, sehr enttäuscht."
Deutsche Bank: Wird 2009 alles besser?
Thorsten Küfner

Am morgigen Donnerstag legt die Deutsche Bank ihre Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2008 vor. Wegen eines Fehlbetrags von 4,8 Milliarden Euro im Schlussquartal, dürfte sich der Jahresverlust des Branchenprimus auf rund vier Milliarden Euro belaufen. Einige Experten setzen nun jedoch darauf, dass das Schlimmste nun überstanden sein könnte. Auch die Aktie erholte sich zuletzt bereits kräftig.


Am Donnerstag, den 05.02.2009, legt die Deutsche Bank die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2008 vor. Wie bereits berichtet, dürfte sich das Minus im Schlussquartal auf 4,8 Milliarden Euro belaufen, woraus sich ein Gesamtjahresverlust von 3,8 Milliarden Euro ergibt (DER AKTIONÄR berichtete). Viel mehr Beachtung als der endgültige Abschluss des Katastrophenjahres 2008 wird wohl der ersten Guidance von Konzernchef Josef Ackermann für dass laufende Jahr geschenkt werden. Ob der Schweizer angesichts der unsicheren Aussichten für 2009 bereits konkrete Zahlen prognostizieren wird, bezweifeln jedoch viele Marktteilnehmer.


Große Bandbreite der Spekulationen

Über die Entwicklung des operativen Geschäfts des Bankenriesen können derzeit nur Mutmaßungen angestellt werden. Die Bandbreite der Gewinnschätzungen reicht von einem Gewinn von nahezu 6,00 Euro je Anteilschein bis hin zu einem weiteren Verlust von knapp 1,00 Euro. Im Durchschnitt rechnen die Analysten mit einem Ergebnis von etwa 3,50 Euro pro Aktie, woraus sich auf dem aktuellen Kursniveau ein KGV von 6 ergeben würde. Am Markt kursieren bereits seit Längerem Gerüchte, wonach das Geschäft im Januar sehr gut gelaufen ist. Nach Angaben der Platow Börse gehen einige Händler sogar davon aus, die Deutsche Bank habe allein im abgelaufenen Monat vor Steuern rund eine Milliarde Euro verdient. Angesichts eines zweistelligen DAX-Rückgangs scheint diese Prognose allerdings sehr gewagt.

Alles schon eingepreist?

Ein weiteres Gerücht besagt, dass viele Broker ihren Kunden empfehlen, vor der Veröffentlichung der Zahlen beziehungsweise des Ausblicks für 2009 noch bei der Deutschen Bank einzusteigen. „Mehrere Häuser sind an ihre Kunden herangetreten und empfehlen, vor den Zahlen am Donnerstag 'long' positioniert zu sein, beziehungsweise sehen die Bank als Top Pick im Sektor.“ wird ein Händler zitiert. Zudem mehren sich Stimmen, wonach auf dem aktuellen Kursniveau alle Risiken bereits eingepreist seien. Es wird auch vermutet, der Großteil der absehbaren Risiken und Altlasten wurde noch ins vierte Quartal gepackt, um unbelastet ins neue Jahr zu starten. Im Hinblick auf die immer noch enorm aufgeblähte Bilanz und eines Bestands an illiquide gewordenen Wertpapieren von rund 100 Milliarden Euro, scheint auch dies wenig glaubhaft.

Abwarten!

Anleger sollten nichts überstürzen. Es bleibt abzuwarten, ob Josef Ackermann bereits am Donnerstag erläutern wird, in welchen Geschäftsbereichen der Konzern Wachstumschancen sieht und welche Sparte die langjährige Cash-Cow Investmentbanking, in der nun massiv Personal abgebaut werden soll, ablösen wird. Vor diesem Hintergrund drängt sich ein Engagement bei Deutsachlands Branchenprimus trotz der historisch günstigen Kurse immer noch nicht auf.
Und im Übrigen bin ch der Meinung: T R I C H E T MUSS WEG !!!!
05.02.2009 09:36
UPDATE: Deutsche Bank rechnet weiter mit schwierigen Zeiten

(Durchgehend neu)

Von Madeleine Winkler

DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Verluste im Handel mit Kreditproduktion von 3,4 Mrd EUR haben der Deutschen Bank AG im Jahr 2008 den ersten Jahresverlust in der Nachkriegsgeschichte beschert. Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann gibt auch für das laufende Jahr keine Entwarnung: "Für die nächste Zeit sehen wir weiterhin sehr schwierige Bedingungen für die Weltwirtschaft und damit große Herausforderungen für unsere Kunden wie auch für unsere Branche", sagte er bei Vorlage der Zahlen am Donnerstag.

Dennoch will der deutsche Branchenprimus bei seinem Geschäftsmodell bleiben: "Im Investmentbanking sind wir Marktführer in Geschäftsbereichen, die sich auch in der Krise gut entwickelt haben", erklärte Ackermann. "Vom Wert und der strategischen Bedeutung unserer stabilen Geschäftsbereiche bleiben wir überzeugt." Einen konkreten Ausblick auf 2009 gab die Deutsche Bank bisher nicht.

Auch deswegen ging es für den Aktienkurs zunächst bergab. Die Deutsche-Bank-Aktie startete mit einem Minus von 9,6% in den Handel, machte anschließend aber deutlich Boden gut: Gegen 9.30 Uhr notierte sie bei 20,69 EUR, ein Minus von 2,6%.

Am fehlenden Ausblick störte sich auch Analyst David Williams von Fox Pitt Kelton und will für eine endgültige Bewertung die anstehende Analystenkonferenz abwarten: "Zum laufenden Jahr hat die Bank nichts Substanzielles gesagt. Die Berechenbarkeit der Gewinne ist deshalb schlecht", sagte Williams. "Angesichts fehlender Prognosen ist es noch zu früh, um Deutsche Bank zu kaufen".

Das vierte Quartal hat die Bank wie vor drei Wochen angekündigt mit einem Fehlbetrag von 4,8 Mrd EUR abgeschlossen, so dass im Gesamtjahr ein Nettoverlust von 3,9 Mrd EUR anfiel. Vor Steuern summierte sich das Minus im vierten Quartal zu 6,2 Mrd EUR und fiel damit noch schwächer aus als von Analysten im Schnitt erwartet. Ein Jahr zuvor hatte die Bank in den Monaten Oktober bis Dezember noch 1,4 Mrd EUR vor Steuern verdient.

Ackermann zeigte sich mit dem Ergebnis des Schlussquartals "absolut unzufrieden". Nie zuvor erlebte Marktverhältnisse hätten einige Schwächen im Geschäftsmodell des Instituts offenbart. "Deshalb ändern wir unsere Aufstellung in einigen Geschäftsfeldern", sagte Ackermann.

Die Bank habe Risikopositionen und Handelsaktiva deutlich abgebaut und die Kosten in den von den Marktturbulenzen am stärksten betroffenen Bereichen angepasst. Den Wertpapierhandelsbestand baute die Bank um 142 Mrd Euro oder 41% ab.

Ungeachtet der Verluste gelang es dem Institut, seine Tier-1-Kapitalquote zum Jahresende bei 10,1% zu halten und damit im Einklang mit der eigenen Zielsetzung. "Wir haben die Relation von Bilanzsumme zu Eigenkapital (Leverage Ratio) deutlich reduziert", sagte dazu Josef Ackermann.

Die Erträge summierten sich im Schlussquartal auf negative 885 Mio EUR nach positiven Erträgen von 7,3 Mrd EUR im Vorjahr. Der Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) verzeichnete negative Erträge von 3,0 Mrd EUR gegenüber positiven Erträgen von 4,5 Mrd EUR im vierten Quartal 2007.

Die Abschreibungen wegen der Finanzkrise erreichten nach Darstellung eines Sprechers eine Größenordnung von rund 900 Mio EUR. Damit musste die Bank im Jahr 2008 wegen der Subprimekrise insgesamt rund 7 Mrd EUR abschreiben. Trotz des Verlustes will die Bank ihren Aktionären noch eine Dividende zahlen. Mit 0,50 EUR bleibt sie allerdings deutlich hinter den für 2007 ausgezahlten 4,50 EUR zurück
05.02.2009 10:00
Dt Bank: Mittelfristig 120-140 Mio EUR Gewinnbeitrag aus Postbank-Kauf
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank erwartet in drei bis vier Jahren aus dem Kauf der Postbank einen jährlichen Gewinnbeitrag von 120 Mio bis 140 Mio EUR vor Steuern. Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann sagte am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt, 60% der Summe gingen auf sinkende Kosten zurück, die übrigen 40% auf Ertragsverbesserungen. Beide Geldhäuser trügen dabei gleichermaßen zur Ertragsverbesserung bei.
mE hat die Deutsche Bank heute das gesagt, was realistischerweise gesagt werden konnte.

Zu glauben, dass die Deutsche BAnk die positiven Ergebnisse des Monats Januar 2009 aufs ganze Jahr hochrechnet, und Entwarnung für Kapitalmärkte und Wirtschaft gibt,durfte nun wirklich niemand erwarten.

Genaugenommen bin ich schon überrascht, dass die überhaupt noch eine Dividende zahlen, wenn auch eine stark reduzierte.
Vielleicht doch ein kleine positives Signal, dass man der Zukunft, und auch dem Jahr 2009 mit einem vorsichtigen Optimismus entgegensieht.
Ich habe mir heute ein paar Aktien gekauft. Denke mal das man zu Kursen um 20 Euro nicht viel falsch machen kann. Zumindest wenn man ein mittel- bis langfristig orientierter Anleger ist. Glaube das die DB eine der besser dastehenden Banken ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.521.649 von Aktienkrieger am 05.02.09 18:46:29Stimmt, 1,2% Eigenkapital!!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.517.751 von codiman am 05.02.09 12:00:53Ist schon 'ne gewaltige Summe, Respekt!
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.521.649 von Aktienkrieger am 05.02.09 18:46:29jedenfalls schalten sie schon wieder riesen anzeigen...kostet ein vermögen
News - 06.02.09 13:14
Die Postbank kämpft mit eigenen Problemen


Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann lässt keinen Zweifel daran, dass die Postbank mit ihren 14 Millionen Privatkunden dazu beitragen soll, die stabilen Geschäftsbereiche der Deutschen zu stärken.
Die von ihm mittelfristig anvisierten drei Mrd. Euro an Vorsteuerertrag mit Privat- und Geschäftskunden seien inklusive Effekte durch die Postbank, sagte er am Donnerstag, ohne Details zu nennen.

FRANKFURT. Klar wurde am Donnerstag lediglich, dass die Deutsche Bank zumindest durch Kooperationen im Vertrieb und bei Bankprodukten mit der Postbank in drei bis vier Jahren jährlich 60 bis 70 Mill. Euro an zusätzlichen Gewinnen erwirtschaften will. Ähnlich hoch sollen die Effekte bei der Bonner Postbank sein. 60 Prozent davon stammten aus niedrigeren Kosten, 40 Prozent aus höheren Erträgen.

Unter anderem planen beide Institute eine Zusammenarbeit in der Baufinanzierung und bei Fonds. Details soll es im März nach dem offiziellen Einstieg der Deutschen geben. Bis Ende Februar sollen 22,9 Prozent der Anteile offiziell an den Branchenprimus gehen, der dafür mit eigenen Aktien zahlt.

Die große Frage im Markt ist, ob die Deutsche Bank bereits in diesem oder dem kommenden Jahr über ein öffentliches Übernahmeangebot die Mehrheit an der Postbank sucht, bevor sie die nächsten Aktien von der Deutschen Post bekommt. Dazu hätte sie ab September die Gelegenheit, wenn das Closing der ersten Beteiligung sechs Monate zurückliegt. Ab dann muss sie nicht mehr den Einstiegspreis von 22 Euro pro Aktie zahlen, sondern kann den Dreimonatsdurchschnittskurs anbieten. Derzeit liegt die Postbank-Aktie bei 9,21 Euro.

Mit der im Januar verkündeten neuen Übernahmestruktur sei eine schnelle Übernahme unwahrscheinlicher geworden, argumentieren Analysten. Und ihr Blick auf die Postbank ist kritisch. "Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Kapitalerhöhung ist gestiegen", urteilt die WestLB in einer Studie. Nicht nur rücke die Integration in die Deutsche Bank in die Ferne. Die schlechten Wirtschaftsaussichten erschwerten es der Postbank in diesem und im kommenden Jahr zudem, durch Gewinne frisches Kapital zu generieren.

Bis zum Herbst hatte sich die Postbank vergleichsweise gut geschlagen. Doch im vierten Quartal rissen der Verkauf des Aktienbestandes und Belastungen aus dem sechs Mrd. Euro großen Portfolio an strukturierten Wertpapieren große Lücken. Im Januar warnte das Institut vor einem "deutlich negativen Ergebnis" für 2008.

Die Achillesferse der Postbank ist ihre Eigenkapitalausstattung. Die von Eigner Deutsche Post gestemmte Kapitalerhöhung im November hat die Quote (Tier 1) von 5,5 Prozent zum Ende des dritten Quartals zwar merklich angehoben, dürfte aber durch Verluste und Neubewertungen im Anleihebuch, die bei der Postbank anders als bei manch anderer Bank direkt über das Eigenkapital laufen, teilweise aufgefressen worden sein. Finanzkreisen zufolge soll die Eigenkapitalquote zum Jahreswechsel jedoch auch dank Bilanzierungserleichterungen immer noch über sieben Prozent gelegen haben - und damit weit über den gesetzlichen Anforderungen.

Doch im Branchenvergleich ist dies eher niedrig, denn die Erwartungen der Investoren sind gestiegen. Viel Puffer für künftige Belastungen hat die Postbank deshalb nicht - und ein großer Bestandteil ihres Eigenkapitals ist weniger robustes Hybridkapital. Nach weiteren Abschreibungen auf die strukturierten Wertpapiere in den kommenden Quartalen könne eine Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen werden, fürchtet Philipp Häßler von Equinet. Andererseits wäre die Postbank aber gerade wegen ihrer strukturierten Kredite der größte Profiteur, sollte die Regierung ausgegliederte Wertpapiere in einer "Bad Bank" abschirmen. Häßler setzte die Aktie deshalb am Donnerstag auf "spekulativer Kauf" herauf.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.528.577 von codiman am 06.02.09 15:56:16Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann lässt keinen Zweifel daran, dass die Postbank mit ihren 14 Millionen Privatkunden dazu beitragen soll, die stabilen Geschäftsbereiche der Deutschen zu stärken.

abzocken bis der Arzt kommt

wenn er sich da mal nicht täuscht

:p
News - 06.02.09 17:05
Aktien New York: Fest - Hoffnung auf rasches Konjunkturprogramm treibt Banken

NEW YORK (dpa-AFX) - Hoffnungen auf die rasche Verabschiedung eines staatlichen Konjunkturprogramms haben am Freitag für eine freundliche Wall Street gesorgt. Besonders der Bankensektor profitierte davon, dass die demokratische Senatsmehrheit möglichst noch vor dem Wochenende ein 937 Milliarden US-Dollar schweres Paket zur Stützung der Wirtschaft verabschieden will, nachdem unerwartet schwache Arbeitsmarktdaten den politischen Druck für eine Lösung verschärft haben. Um eine Blockademinorität der oppositionellen Republikaner zu vermeiden, müssen die Demokraten allerdings mindestens zwei Stimmen aus dem gegnerischen Lager auf ihre Seite ziehen.

Der Leitindex Dow Jones legte in der ersten Handelsstunde um 1,62 Prozent auf 8.193,69 Punkte zu. Der marktbreite S&P-500-Index gewann 1,32 Prozent auf 857,03 Punkte. An der NASDAQ rückte der Composite-Index um 1,39 Prozent auf 1.567,78 Punkte vor. Der NASDAQ 100 stieg um 1,09 Prozent auf 1.258,74 Zähler.

Bei den Bankentiteln schossen Bank of America um 19,63 Prozent auf 5,79 US-Dollar empor. Die Papiere von Citigroup und JPMorgan setzten sich mit sehr festen Notierungen an die Dow-Spitze.

Wells-Fargo-Aktien verteuerten sich um 17,56 Prozent auf 5,69 Dollar. Grund dafür waren laut Händlern Gerüchte, dass die Schweizer UBS und die von der Großbank übernommene US-Bank Wachovia eine Zusammenlegung des Wealth Managements planen.
Bereits Anfang der Woche war in der Presse über eine solche Zusammenarbeit spekuliert worden

Junge, Junge der Obama packt' s an, da können sich andere mal eine Scheibe von abschneiden,
mir solls recht sein, der Kurs der DB wird davon beflüggelt.
Vielleicht sehen wir ja schon nächste Woche die 25 € ....
Es wird aufgeräumt ... ;)

Kreise: Deutsche Bank entlässt Banker in Asien
Samstag, 7. Februar 2009, 11:08 Uhr - Die Deutsche Bank hat nach Angaben aus Bankenkreisen in Singapur am Freitag mindestens 50 Mitarbeiter aus dem Bereich Vermögensverwaltung entlassen.

Für Montag werde ein weiterer Stellenabbau erwartet, sagte ein Bank-Mitarbeiter in dem asiatischen Stadtstaat. Nach Angaben einer weiteren mit der Angelegenheit vertrauten Person wurden in Singapur und Hongkong mehr als 70 Banker entlassen. Ein Sprecher der Deutschen Bank Asien lehnte eine Stellungnahme ab. Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr vor Steuern 5,7 Milliarden Euro Verlust gemacht.



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Antwort auf Beitrag Nr.: 36.529.706 von codiman am 06.02.09 17:31:39der Trend bei den Banken zeigt zumindestens kurzfristig nach oben.
Durchaus möglich, dass es bis zum grossen Verfallstag an den Terminbörsen im März bis auf 28-30 E hoch geht.

Könnte mir ganz gut vorstellen, dass da manche auf dem falschen Fuss erwischt werden und sich nun recht schnell eindecken müssen
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.522.065 von lacerta am 05.02.09 19:31:58Schwachsinn, besser recherchieren...:mad:
News - 08.02.09 15:54
Geithner präsentiert Finanz-Plan - Presse: Keine 'Bad Bank'

WASHINGTON (dpa-AFX) - Mit mehreren hundert Milliarden Dollar und neuen Vorgaben will das US-Finanzministerium den angeschlagenen Finanzsektor stabilisieren. Noch sei unklar, ob die zweite Hälfte des Finanzrettungspakets über 700 Milliarden Dollar (541 Mrd Euro) ausreichen werde, berichtete die 'Washington Post' am Sonntag. US-Finanzminister Timothy Geithner will die Details des Regierungsplans für den Bankensektor an diesem Montag oder Dienstag vorstellen.

Im Kern geht es der 'Washington Post' zufolge um eine stärkere Absicherung der Banken gegen unerwartete Verluste, die Verhinderung weiterer Zwangsvollstreckungen von Immobilien sowie die Bereitstellung zusätzlicher Gelder für Kredite und Investitionen. Nicht geschaffen werden soll einem Bericht des 'Wall Street Journal' zufolge eine 'Bad Bank', die den Banken faule Wertpapiere abkaufen würde. Stattdessen sollen private Investoren gefunden werden, die mit Hilfe der US-Notenbank solche Papiere kaufen würden.

Die bisher zur Stabilisierung des Finanzsektors ausgegeben 350 Milliarden Dollar haben aus Regierungssicht nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Geithner plant der 'Washington Post' zufolge auch, Banken, die vom Staat Geld erhalten, neue Regeln zur Kreditvergabe vorzugeben. 'Institute, die Hilfe erhalten, müssen ihre Kreditbedingungen ändern und weitere Normen erfüllen, die wir vorgeben', wurde Geithner zitiert. 'Öffentliche Hilfe ist ein Privileg, kein Recht.' Es werde allerdings eine Weile dauern, bis der Finanzrettungsplan greifen und Wirkung zeigen werde, so der Finanzminister./tr
Washington kämpft gegen Flächenbrand an

Unter dem Eindruck dramatisch steigender Arbeitslosenzahlen und anhaltender Turbulenzen im Finanzsektor müht sich die Regierung der Vereinigten Staaten um die rasche Verabschiedung weiterer Rettungspakete.



NEW YORK. Zwar ist das Tauziehen zwischen Demokraten und Republikanern um die größte Konjunkturspritze der US-Geschichte noch nicht beendet. Dennoch wird in Washington erwartet, dass Präsident Barack Obama in den nächsten Tagen ein Konjunkturprogramm im Volumen von rund 800 Mrd. Dollar durch Senat und Repräsentantenhaus bringen kann. "Wenn wir den Plan nicht rasch umsetzen, droht die wirtschaftliche Krise in eine nationale Katastrophe zu münden", warnte Obama.

Timothy Geithner sendete ähnliche Alarmsignale. Der neue Finanzminister hat vor Demokraten des Repräsentantenhauses am Wochenende durchblicken lassen, dass das Finanzsystem der USA schwer angeschlagen sei. Eine große Anzahl systemkritischer Banken könne man für insolvent erklären, wenn deren Bücher von Behörden geprüft würden, :eek: sagte Brad Miller, Mitglied des Finanzausschusses, dem "Wall Street Journal". Der Demokrat verwies dabei auf die Unterredung mit Geithner. Entsprechende Befürchtungen lassen sich auch an der Börse ablesen. Aktien des führenden US-Kreditinstituts Bank of America, das vor Wochen noch als Fels in der Brandung galt, waren in der Vorwoche zeitweise unter die Marke von vier Dollar abgestürzt. Erst am Ende der Handelswoche erholten sie sich, weil Investoren nun auf eine Rettungsaktion der US-Regierung spekulieren.

Geithner will die Details des Regierungsplans für den Bankensektor in Kürze vorstellen. Im Kern geht es um eine stärkere Absicherung der Banken gegen Verluste, um das Eindämmen von Zwangsvollstreckungen im Immobiliensektor sowie um die Bereitstellung zusätzlicher Milliarden für Kredite und Investitionen. Eine staatliche "Bad Bank", die den Instituten faule Wertpapiere abkauft, gilt inzwischen nicht mehr als des Rätsels Lösung: Stattdessen sollen private Investoren gefunden werden, die Banken mit Hilfe der US-Notenbank von den "Gift-Papieren" befreien.

Ökonomen drängen Washington rasch zu handeln, weil sich die Hoffnungen auf eine baldige Erholung der US-Wirtschaft weiter eingetrübt haben. Insbesondere vom Jobmarkt kommen verheerende Signale: Im Januar 2009 schnellte die Arbeitslosigkeit in der größten Volkswirtschaft der Welt erneut rasant um vier Prozentpunkte auf 7,6 Prozent nach oben. Per saldo gingen im ersten Monat dieses Jahres fast 600.000 Stellen verloren. Derart hohe Einbußen gab es seit 35 Jahren nicht mehr. "Corporate America" hat seit Beginn der Rezession damit 3,6 Mio. Jobs abgebaut, etwa die Hälfte davon allein in den vergangenen drei Monaten.

Große Unternehmen aus verschiedensten Branchen - vom Aluminiumkonzern Alcoa über Boeing und Caterpillar bis zum Software-Giganten Microsoft - hatten in den vergangenen Wochen Massenentlassungen bekannt gegeben. "Der Arbeitsmarkt ist im freien Fall", kommentierte Nigel Gault vom Prognoseinstitut Global Insight. Wegen der Schärfe des Abschwungs sei es unwahrscheinlich, dass neue Konjunkturprogramme das Blatt noch im laufenden Jahr wenden könnten.

Der Arbeitsmarkt gilt unter Volkswirten als nachlaufender Konjunkturindikator, weil Unternehmen ihr Personal in der Regel erst entlassen, wenn sie keine rasche Entspannung mehr erwarten. Fachleute prophezeien deshalb, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt noch zuspitzen wird. So stehen etwa im personalintensiven Handel oder in der Autoindustrie mit ihrer kranken Troika General Motors, Ford und Chrysler sowie Tausenden von Zulieferfirmen weitere Massenentlassungen bevor. "Wir steuern auf Jobverluste in der Spanne zwischen sechs und sieben Millionen zu sowie auf eine Arbeitslosenrate von deutlich über neun Prozent", warnt Global-Insight-Analyst Gault.

Nur einige Experten hoffen noch auf ein Ende der Rezession im zweiten Halbjahr 2009. Hilfe für die Gesamtwirtschaft kommt nach ihrer Ansicht ausgerechnet vom Häusermarkt, einem der Auslöser der Krise. "Im vierten Quartal dürfte der Verfall der Preise für Wohnimmobilien enden", sagte Marc Zandi, Chefvolkswirt von Moodys.com bei der Vorstellung einer Studie zum Wohnungsmarkt. Der Preis privater Immobilien spielt für die Konjunktur deshalb eine so wichtige Rolle, weil viele US-Bürger ihre Häuser in Boomzeiten zu 100 Prozent finanziert haben. Zandi setzt darauf, dass der Teufelskreis aus fallenden Hauspreisen und steigenden Kreditausfällen bald gestoppt wird. So sei die Zahl der zum Verkauf stehenden Häuser zuletzt nicht weiter gestiegen, gleichzeitig sei bei sinkenden Hypothekenzinsen mit einer steigenden Nachfrage zu rechnen. Wie andere Experten warnte Zandi allerdings davor, das kleine Licht am Ende des Tunnels überzubewerten. "Die Häuserpreise werden sich erst 2011 wirklich erholen und frühestens 2020 wieder die Rekordstände von 2006 erreichen. :eek:"
Ackermann schwimmt zurecht gegen den Strom
(29) Von Jörg Eigendorf 5. Februar 2009, 14:44 Uhr
Milliardenverluste führen gewöhnlich zu radikalen Veränderungen. Nicht so bei der Deutschen Bank: Vorstandschef Josef Ackermann hat unmissverständlich klar gemacht, dass er die Strategie seines Hauses für grundsolide hält. Ergo: Ackermann wird weiterhin auf das Investmentbanking setzen.

Diese Strategie ist, gelinde gesagt, ziemlich unmodisch. Weltweit haben die Banken, einschließlich der Deutschen, im Kapitalmarktgeschäft hohe Verluste eingefahren. Niemand würde abstreiten, dass die goldenen Zeiten des Jahres 2007 im Investmentbanking so schnell nicht zurückkehren werden. Für viele Produkte gibt es auf Dauer keinen Markt mehr.

Dennoch spricht viel dafür, dass Ackermann richtig liegt, wenn er nun gegen den Strom schwimmt. Es stimmt zwar, dass der Kuchen im Kapitalmarktgeschäft kleiner geworden ist. Allerdings sitzen auch weitaus weniger Konkurrenten am Tisch. Die Zahl der globalen Investmentbanken ist auf vier gefallen. Außerdem gibt es einige Bereiche wie die Staats- und Unternehmensfinanzierung, die bereits boomen.:lick:

Vor allem aber sollten alle Kritiker des Investmentbanking eins nicht vergessen: Viele Innovationen im Bankgeschäft kommen aus diesem Geschäftsfeld. Zwar ist auch das Wort "innovativ“ im Moment negativ belegt. Aber auf Dauer braucht eine große Universalbank ein kreatives Investmentbanking, wenn sie bei möglichst vielen Geschäftsfeldern vorn liegen will. Es wäre geradezu fahrlässig, wenn die Deutsche Bank ihre in Jahren erzielten Fortschritte in diesem Bereich der aktuellen Krise opfern würde.
Da muss man den Autor Jörg Eigendorf schon loben. In einer Zeit, wo jeder glaubt, es ungleich besser als Herr Ackermann machen zu können, gehört schon Mut dazu, eine durchaus umstrittene Strategie auch mal positiv zu bewerten.
Und ich glaube auch,dass Ackermann hier das richtige macht.

Und was die Aktie betrifft, so langsam kriegen es wohl immer mehr mit. Die Deutsche Bank-Aktie befindet sich charttechnisch ganz klar im Aufwind, und ich denke diese Bewegung könnte sich bis zum grossen Verfallstag im März noch beschleunigen. Da sind sicher nicht gerade wenige auf dem falschen Fuss erwischt worden.

Ähnliches gilt für die wohl spekulativere Commerzbank, bei der aber das partielle Erholungspotential prozentual vielleicht noch höehr liegt als bei der Deutschen.

Ich bleibe dabei, die DAX-Banken könnten die Gewinner des Jahres 2009 sein, ist ja meistens so, wer als erster in die Krise kommt, kommt meistens auch als erster raus.
News - 10.02.09 21:59
Geithner-Plan: 2000 Mrd. Dollar gegen die Krise
:confused:

Der neue Rettungsplan ist ein weiterer verzweifelter Versuch der US-Regierung, die Finanzkrise und die schwere Rezession einzudämmen. Sein beispielloser Umfang zeigt, wie gewaltig der Sog der Krise für die größte Volkswirtschaft der Welt ist.


Die US-Regierung hat ihr Rettungsprogramm für die Finanzmärkte auf einen Umfang von bis zu 2000 Mrd. $ massiv ausgeweitet. Der von Finanzminister Timothy Geithner vorgestellte Plan sieht vor, dass eine sogenannte Bad Bank angeschlagenen Instituten faule Wertpapiere für zunächst 500 Mrd. $ abnimmt.

Der Rahmen soll auf bis zu 1000 Mrd. $ anwachsen. Getragen werden soll die Bad Bank von Staat und Privatinvestoren. Darüber hinaus wollen das Finanzministerium und die US-Notenbank Federal Reserve weitere bis zu 1000 Mrd. $ bereitstellen, um die Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher anzukurbeln. Ein bestehendes Kreditprogramm der Fed wird damit erheblich aufgestockt. Bislang waren dafür nur 200 Mrd. $ vorgesehen.

Erst im Oktober hatte Washington ein erstes, 700 Mrd. $ schweres Rettungspaket vorgelegt. Doch die Notmaßnahmen reichten bei Weitem nicht aus, um die Lage zu beruhigen.

Geithner zeichnete ein verheerendes Bild der US-Wirtschaft. Im vergangenen Jahr seien drei Millionen US-Bürger arbeitslos geworden, allein im Januar nochmals 600.000, sagte der Finanzminister in Washington. Der Kreditmarkt sei zusammengebrochen, Kommunen müssten ebenso wie Firmen drastisch gestiegene Kosten für geliehenes Geld verkraften. Anstatt zur wirtschaftlichen Erholung beizutragen, verschlimmere das Finanzsystem die Situation.



"Ohne schlagkräftige Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft werden zu viele Amerikaner ihre Arbeit verlieren und zu viele Unternehmen zusammenbrechen", sagte Geithner. "Wenn wir die Kreditvergabe nicht ankurbeln, wird die Rezession noch länger und schwerer ausfallen und bei Familien und Unternehmen überall im Land noch größeren Schaden anrichten."

Für das neue Programm zur Belebung der Kreditmärkte steuert das US-Finanzministerium 100 Mrd. $ bei. Dem Plan zufolge soll die Fed insgesamt bis zu 1000 Mrd. $ an Institute verleihen, die Kredite verbriefen. Dies soll den sogenannten Zweitmarkt für bereits verbriefte Studenten- und Autokredite, Kreditkartenschulden und Verbindlichkeiten mittelständischer Unternehmen ankurbeln.



Experten halten es allerdings für riskant, dass die Fed ähnlich wie eine Geschäftsbank agiert. Sie fördere damit auch die Vergabe fauler Kredite, die maßgeblich zur jetzigen Krise beigetragen haben, bemängeln Kritiker.

Darüber hinaus möchte die US-Regierung Hausbesitzern in Not unter die Arme greifen - ein Zugeständnis an zahlreiche Kongressabgeordnete vor allem der Demokraten. Sie hatten gefordert, dass die Hilfen nicht nur den Banken, sondern auch den Steuerzahlern direkt zugutekommen.

Die US-Börsen reagierten negativ auf die Pläne. Der Leitindex Dow Jones brach um fast vier Prozent ein. Für Enttäuschung bei Investoren sorgte vor allem, dass Geithner um Geduld bat und einräumte, dass viele Details noch ausgearbeitet werden müssen. Es werde noch "lange dauern", bis die Krise überwunden sei.



Geithners Rede im Wortlaut

"As President Obama said in his inaugural address, our economic strength is derived from 'the doers, the makers of things.'

The innovators who create and expand enterprises; the workers who provide life to companies; this is what drives economic growth.

The financial system is central to this process. Banks and the credit markets transform the earnings and savings of American workers into the loans that finance a first home, a new car or a college education. And this system provides the capital and credit necessary to build a company around a new idea.

Without credit, economies cannot grow at their potential, and right now, critical parts of our financial system are damaged. The credit markets that are essential for small businesses and consumers are not working. Borrowing costs have risen sharply for state and local governments, for students trying to pay for college, and for businesses large and small. Many banks are reducing lending, and across the country they are tightening the terms of loans.

Last Friday we learned that the economy had lost three million jobs last year, and an additional 600,000 just last month. As demand falls and credit tightens, businesses around the world are cutting back the investments that are essential to future growth. Trade among nations has contracted sharply, as trade finance has dried up. Home prices are still falling, as foreclosures rise and even credit worthy borrowers are finding it harder to finance the purchase of a first home, or refinance their mortgage.

Instead of catalyzing recovery, the financial system is working against recovery. And at the same time, the recession is putting greater pressure on banks. This is a dangerous dynamic, and we need to arrest it. It is essential for every American to understand that the battle for economic recovery must be fought on two fronts. We have to both jumpstart job creation and private investment, and we must get credit flowing again to businesses and families.

Without a powerful Economic Recovery Act, too many Americans will lose their jobs and too many businesses will fail. And unless we restore the flow of credit, the recession will be deeper and longer, causing even more damage to families and businesses across the country.

Today, as Congress moves to pass an economic recovery plan that will help create jobs and lay a foundation for stronger economic future, we are outlining a new Financial Stability Plan.

Our plan will help restart the flow of credit, clean up and strengthen our banks, and provide critical aid for homeowners and for small businesses. As we do each of these things, we will impose new, higher standards for transparency and accountability.

I am going to outline the key elements of this program today. But before I do that, I want to explain how we got here. The causes of the crisis are many and complex. They accumulated over time, and will take time to resolve.

Governments and central banks around the world pursued policies that, with the benefit of hindsight, caused a huge global boom in credit, pushing up housing prices and financial markets to levels that defied gravity.

Investors and banks took risks they did not understand. Individuals, businesses, and governments borrowed beyond their means. The rewards that went to financial executives departed from any realistic appreciation of risk.

There were systematic failures in the checks and balances in the system, by Boards of Directors, by credit rating agencies, and by government regulators. Our financial system operated with large gaps in meaningful oversight, and without sufficient constraints to limit risk. Even institutions that were overseen by our complicated, overlapping system of multiple regulators put themselves in a position of extreme vulnerability.

These failures helped lay the foundation for the worst economic crisis in generations.



When the crisis began, governments around the world were too slow to act. When action came, it was late and inadequate. Policy was always behind the curve, always chasing the escalating crisis. As the crisis intensified and more dramatic government action was required, the emergency actions meant to provide confidence and reassurance too often added to public anxiety and to investor uncertainty.

The dramatic failure or near-failure of some of the world's largest financial institutions, and the lack of clear criteria and conditions applied to government interventions caused investors to pull back from taking risk. Last fall, as the global crisis intensified, Congress acted quickly and courageously to provide emergency authority to help contain the damage. The government used that authority to pull the financial system back from the edge of catastrophic failure.

The actions your government took were absolutely essential, but they were inadequate. The force of government support was not comprehensive or quick enough to withstand the deepening pressure brought on by the weakening economy. The spectacle of huge amounts of taxpayer assistance being provided to the same institutions that help caused the crisis, with limited transparency and oversight, added to public distrust. This distrust turned to anger as Boards of Directors at some institutions continued to award rich compensation packages and lavish perks to their senior executives.

Our challenge is much greater today because the American people have lost faith in the leaders of our financial institutions, and are skeptical that their government has to this point -- used taxpayers' money in ways that will benefit them. This has to change.

To get credit flowing again, to restore confidence in our markets, and restore the faith of the American people, we are fundamentally reshaping the government's program to repair the financial system.

Our work will be guided by the lessons of the last few months and the lessons of financial crisis throughout history. The basic principles that will shape our strategy are the following:

We believe that the policy response has to be comprehensive, and forceful. There is more risk and greater cost in gradualism than in aggressive action.

We believe that action has to be sustained until recovery is firmly established. In the United States in the 30s, Japan in the 90s, and in other cases around the world, previous crises lasted longer and caused greater damage because governments applied the brakes too early. We cannot make that mistake.

We believe that access to public support is a privilege, not a right. When our government provides support to banks, it is not for the benefit of banks, it is for the businesses and families who depend on banks and for the benefit of the country. Government support must come with strong conditions to protect the tax payer and with transparency that allows the American people to see the impact of those investments.

We believe our policies must be designed to mobilize and leverage private capital, not to supplant or discourage private capital. When government investment is necessary, it should be replaced with private capital as soon as possible.

We believe that the United States has to send a clear and consistent signal that we will act to prevent the catastrophic failure of financial institutions that would damage the broader economy.

Guided by these principles, we will replace the current program with a new Financial Stability Plan to stabilize and repair the financial system, and support the flow of credit necessary for recovery.

This new Financial Stability Plan will take a comprehensive approach. The Department of the Treasury, the Federal Reserve, the FDIC, and all the financial agencies in our country will bring the full force of the United States Government to bear to strengthen our financial system so that we get the economy back on track.

We have different authorities, instruments and responsibilities, but we are one government serving the American people, and I will do everything in my power to ensure that we act as one.

Our work begins with a new framework of oversight and governance of all aspects of our Financial Stability Plan.

The American people will be able to see where their tax dollars are going and the return on their government's investment, they will be able to see whether the conditions placed on banks and institutions are being met and enforced, they will be able to see whether boards of directors are being responsible with taxpayer dollars and how they're compensating their executives, and they will be able to see how these actions are impacting the overall flow of lending and the cost of borrowing."

(Text laut Redemanuskript, übermittelt durch die Agentur Reuters)


Von Sebastian Bräuer (New York)

langsam bekomme ich Angst....
13.02.2009

....Für Papiere der Deutschen Bank gibt es dagegen laut Börsianern "weiterhin Fantasie". Sie komme bisher ohne staatliche Hilfe aus. Zudem sei das Jahr wohl recht gut angelaufen, und bekomme das Institut seine Probleme in den Griff, "entsteht ein enormer Hebel für die Aktie".

und

Gefragt waren auch die Aktien der Deutschen Bank, die um gut ein Prozent zulegten. Händler verwiesen darauf, dass sich das Geldinstitut in der Krise bisher relativ wacker schlage. "Deutsche Bank ist derzeit der Top-Pick unter den Investmentbanken", sagte ein Börsianer. Allerdings bröckelten die Gewinne am frühen Nachmittag ab, nachdem in London die Finanzwerte auf Talfahrt gingen. Lloyds-Papiere stürzten 33 Prozent ab, nachdem die Bank einen höheren Verlust für die übernommene Immobilienbank HBOS angekündigt hatte. Die Aktien der Konkurrenten Royal Bank of Scotland verloren 17,5 Prozent, Barclays 15 Prozent


und

Deutsche-Bank-Aufseher Clemens Börsig
„14 Millionen Gehalt gibt es so schnell nicht wieder“

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"Die Banker sind nicht allein Schuld an der Krise", sagt der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, Clemens Börsig
14. Februar 2009 Dass es nach der derzeitigen Krise steil wieder nach oben geht, glaubt er nicht. Dass die Banker allein Schuld an der Misere sind, auch nicht. Seine Lehre aus der Krise: „Alle Entwicklungen, die zu schön sind, um wahr zu sein, sind nicht wahr.“ Clemens Börsig im Interview.

Herr Börsig, die Deutsche Bank hat 2008 einen Rekordverlust erlitten. Schüttet sie trotzdem Boni aus?

Ja. Allerdings angesichts der Ergebnissituation sehr viel weniger als in früheren Jahren.

Ihr oberster Angestellter, Josef Ackermann, und seine erste Garde haben verzichtet.

Zunächst, Herr Ackermann ist Vorstandsvorsitzender und nicht mein oberster Angestellter. Aber zur Sache: Das war ein freiwilliger Verzicht, eine sehr honorige Geste.

Welchen Sinn haben Boni generell, wenn sie die belohnen, die uns die Krise eingebrockt haben?


Dennoch: "Niemand wird bei uns dafür belohnt, dass er uns "eine Krise eingebrockt" hat"
Niemand wird bei uns dafür belohnt, dass er uns „eine Krise eingebrockt hat“. Im Gegenteil: Es haben jetzt auch in der Bank viele unter der Krise zu leiden, die dazu in keiner Weise beigetragen haben, und infolge der Krise wesentlich höheren Herausforderungen ausgesetzt sind als je zuvor.

Boni setzen falsche Anreize: Kurzfristiger Erfolg wird belohnt, ohne an die schädlichen Folgen zu denken, so heißt es allerorten. Stimmen Sie dem zu?

Welche Konsequenzen aus der Krise ziehen Sie für die Bezahlung des Vorstandes?

Die Deutsche Bank hat bei der variablen Vergütung der Vorstände schon seit langem langfristige Faktoren berücksichtigt und die Langfristkomponente in jüngerer Vergangenheit weiter ausgebaut. Für andere Mitarbeiter spielte die lange Frist bisher eine geringere Rolle, aber das ändert sich gerade. Für viele wird die Auszahlung des Bonus für 2008 über mehrere Jahre gestreckt.

Die Stars im Investmentbanking haben bisher ein Vielfaches des Vorstandsvorsitzenden verdient. Ist das gesund?

Spitzenverdienste sind gerechtfertigt, soweit es der Leistung entspricht. Und dass einzelne Mitarbeiter mehr verdienen als der Vorstandsvorsitzende, ist keine Besonderheit der Banken. Nehmen Sie ein Pharmaunternehmen. Eine Forschungsgruppe, die ein erfolgreiches Medikament entwickelt, kann an den Lizenzgebühren auch mehr verdienen als der Vorstand.

Also wird es weiterhin bei Ihnen Leute geben, die mehr verdienen als der Chef?


Bei jedem Engagement des Staates in der Privatwirtschaft müsse "die Ausstiegs-Strategie mit diskutiert" werden, sagt Börsig
Sicher. Gute Leute sind immer knapp. Und Leistung muss entsprechend honoriert werden. Ich gehe jedoch davon aus, dass wir in den nächsten Jahren nicht mehr die Spitzengehälter sehen werden wie in der jüngeren Vergangenheit. Aber mittelfristig kann das wieder anziehen.

Kann jemand wie Herr Ackermann bald wieder mit 14 Millionen Euro Jahresgehalt rechnen?

Das hängt von der künftigen Performance ab. Aber aus heutiger Sicht würde ich sagen, diese Zahlen werden wir so schnell nicht wieder sehen.

Verstehen Sie die öffentliche Erregung über die hohen Gehälter, verbunden mit der Frage: Welche Leistung der Banker wird damit eigentlich honoriert?

Ja, ich habe Verständnis für diese Debatte. Allerdings wird sie mir viel zu pauschal geführt. So unterstellt sie: An der Finanzkrise sind vor allem die Banker schuld. So einfach ist das jedoch nicht.

Wer war denn schuld?

Eine wichtige Ursache lag in der amerikanischen Zins- und Geldpolitik. Sie hat dazu geführt, dass Geld zu billig und zu reichlich vorhanden war. Das hat die weltweiten ökonomischen Ungleichgewichte befördert und zu Immobilienblasen in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern geführt. Grundsätzlich helfen jedoch im Nachhinein keinerlei Schuldzuweisungen. Wichtig ist, dass die richtigen Lehren für die Zukunft gezogen werden.

Sie haben gesagt, die Banker sind keine Täter. Wollen Sie jetzt behaupten, Sie sind die Opfer?

Nein, das nun auch wieder nicht. Aber sie sind ganz gewiss nicht die Alleinschuldigen. Für diese Krise gibt es viele Ursachen. Wir haben jedenfalls immer auf die weltweiten Ungleichgewichte und auf die daraus resultierenden Gefahren hingewiesen.

Wenn Sie die Risiken gesehen haben, warum haben Sie die extrem gefährlichen Geschäfte dann nicht gemieden?

Gegenfrage: Warum haben Sie heute nicht mit einer Atemmaske das Haus verlassen? Es könnte doch irgendwo ein Unglück in der Dimension eines GAUs geschehen. Wenn Sie alle Risiken vermeiden wollen, können Sie kein Geschäft machen.

Hat nicht das Risiko-Management der Deutschen Bank versagt? Nach der Lehman-Pleite hat Sie die Krise kräftig erwischt.

Kein Risiko-Management ist perfekt. Und das Risiko-Management der Deutschen Bank gilt in der Branche als vorbildlich. Die Lehman-Pleite mit ihren schwerwiegenden Folgen für die Finanzmärkte konnte niemand vorhersehen.

Hatten Sie in der Krise mal Angst um die Bank?

Ich erinnere mich an den 14. September letzten Jahres, das war ein Sonntag. Ich war gerade in einem Hotel in Düsseldorf und habe mich für eine Geburtstagsfeier fertiggemacht. Da rief mich Herr Ackermann an und berichtete mir: Lehman wird nicht gerettet und morgen Insolvenz anmelden. In dem Augenblick war mir klar, das wird katastrophal. In den Stunden danach hatte ich ständig einen Blick auf meinen Blackberry. Als Nächste drohte damals ja auch noch Merrill Lynch zu kippen. Erst als dies wenige Stunden später durch die annoncierte Übernahme durch die Bank of America vom Tisch war, konnte ich mich an dem Abend etwas entspannen.

Haben wir jetzt das Schlimmste überstanden?

Zunächst befinden wir uns mitten in einem starken Abschwung der Realwirtschaft. Und ich glaube nicht, dass es danach schnell wieder nach oben geht. Die Krise wird nicht wie ein „V“ verlaufen. Eher wie ein „U“.


Anfangs wurde die Krise mit einer Tsunami-Welle verglichen. Jetzt redet Herr Ackermann von Erdbeben mit wechselnden Epizentren. Fürchten Sie weitere Erschütterungen?

Ausschließen kann man nicht, dass es weitere Erschütterungen gibt. Im August 2007 sah es so aus, als ginge es nur um „Subprime“-Kredite in den Vereinigten Staaten. Das wäre nur eine Welle gewesen. Aber das war zu optimistisch. Die Krise griff zunächst auf andere Immobilienkredite über, dann auf den gesamten Kreditmarkt – und schließlich auf die Aktienmärkte.

Zu strikte Eigenkapitalvorschriften, bekannt als Basel II, verstärken diese Dynamik sogar noch.

Basel II ist ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem alten Regelwerk. Wir haben aber auch immer darauf hingewiesen, dass diese neuen Eigenkapitalvorschriften im Kreditbereich eine prozyklische Wirkung haben, das heißt: Sie verstärken sowohl den Aufschwung als auch den Abschwung.

Können Sie den Zusammenhang erklären?

Eine Bank braucht mehr Eigenkapital, wenn sich das Rating für ihre Kreditnehmer verschlechtert, völlig unabhängig davon, ob weiter Zins- und Tilgungsverpflichtungen bedient werden. Deswegen kann die Bank tendenziell nicht mehr so viel Kredit geben. Darunter leiden die Unternehmen. Und das wiederum schadet der Konjunktur. Deswegen wird jetzt ja überlegt, gewisse Korrekturen vorzunehmen.

Verstärken auch die angelsächsischen Bilanzierungsvorschriften die Krise? Die Banken müssen laufend Abschreibungen auf ihre Wertpapiere vornehmen – und werden so weiter geschwächt?

Es geht hier um die internationalen Bilanzierungsvorschriften (International Financial Reporting Standards – IFRS). Diese sehen für bestimmte Bilanzpositionen eine Bewertung zu aktuellen Marktpreisen („mark-to-market“) vor. In illiquiden Märkten, wie wir sie vor allem im 4. Quartal 2008 gesehen haben, führte dies zu Schwierigkeiten. Und hier setzt die Kritik an. Aber im Grundsatz gilt, dass durch die Mark-to-market-Bewertung schneller eine Anpassung an die zutreffenden Werte erfolgt. Die Japaner seinerzeit haben in der Immobilien-Krise keine Mark-to-market-Bewertung gehabt. Die Krise dauerte zehn Jahre. Das ist auch nicht gerade ideal.

Jetzt rettet der Staat die Banken, wird teils sogar deren Eigentümer. Was passiert eigentlich danach?

Zunächst: Die Bundesregierung hat im letzten Oktober rasch und entschlossen gehandelt und ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Stabilisierung des Finanzmarkts auf den Weg gebracht. Und nach der Krise wird sich der Staat wieder zurückziehen.

Was macht Sie da so optimistisch?

Die Bundesregierung hat sich wiederholt in dieser Richtung geäußert.

Die Politik hat es bis heute nicht geschafft, dass sich der Staat aus den Landesbanken zurückzieht.

Deswegen ist jetzt so wichtig, dass bei jedem neuen Engagement des Staates in der Privatwirtschaft die Ausstiegs-Strategie mit diskutiert wird. So wie die Schuldenbremse bei der Neuverschuldung.

Teilen Sie die Ansicht von Herrn Ackermann, der kategorisch Staatsgeld für die Deutsche Bank ausschließt?

Herr Ackermann hat die Position der Deutschen Bank zu diesem Thema mehrfach dargelegt. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Josef Ackermann scheint fest entschlossen, mit Ende seines Vertrages im Frühjahr 2010 die Deutsche Bank zu verlassen. Werden Sie versuchen, ihn zu überreden, länger zu bleiben?

Personalentscheidungen über den Vorstand sind Aufgabe des Aufsichtsrats. Und wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst. Dazu gehört auch deren vertrauliche Behandlung. Daher kann ich heute hierzu nicht mehr sagen.

Auch nicht zu der Spekulation, Sie selbst könnten auf den Vorstandsvorsitz wechseln?

Die vertrauliche Behandlung schließt ein, Spekulationen grundsätzlich nicht zu kommentieren.

Dann verraten Sie uns zum Schluss: Welche Lehre ziehen Sie für sich persönlich aus der Krise?

Es hat sich einmal mehr bestätigt: Alle Entwicklungen, die zu schön sind, um wahr zu sein, sind nicht wahr. Wir brauchen einen geänderten Ansatz: Ich nenne es „thinking beyond models“. Gesunder Menschenverstand muss komplexe mathematische Modelle ergänzen.

Das Gespräch führten Rainer Hank, Georg Meck und Christian Siedenbiedel.

Nächster wichtiger Termin:

News - 16.02.09 19:20
Commerzbank: Rote Zahlen und wenig Hoffnung

Mit viel Glück kann die Commerzbank für das Jahr 2008 rote Zahlen vermeiden. Doch die vielen Baustellen in Deutschlands zweitgrößter Bank dürften erst 2009 richtig zu Buche schlagen: So muss die im Sommer gekaufte Dresdner Bank integriert werden und die Rezession tut ihr Übriges. Immerhin gibt es für Konzernchef Blessing einen kleinen Trost.



FRANKFURT. "2009 wird für die Commerzbank nicht einfach", urteilt Bankenexperte Dirk Becker von Kepler Capital Markets.

Womöglich auch deshalb wird Commerzbank-Chef Martin Blessing bei der Vorlage der Zahlen am Mittwoch auf die traditionelle Bilanz-Pressekonferenz verzichten. "Eigentlich müsste er der Öffentlichkeit doch Rede und Antwort stehen", sagt ein Frankfurter Banker mit Blick auf die 18,2 Mrd. Euro Kapital, die die Bank vom Staat erhalten hat. Immerhin: Im Mai, wenn die Zahlen von Commerzbank und Dresdner vereinheitlicht sind, will Blessing dies nachholen.

Für 2008 erwarten Analysten laut Thomson Reuters bei der Commerzbank nach einem rabenschwarzen Schlussquartal im Schnitt gerade noch einen Gewinn von 57 Mio. Euro - wobei einige auch dreistellige Millionenverluste prophezeien. "Man hat sicherlich versucht, viele der Probleme noch ins alte Jahr zu packen", mutmaßt Manfred Jakob von SEB. Nach der Pleite von Lehman Brothers Mitte Mai gibt es kaum eine Bank, die nicht unter den drastischen Wertminderungen in nahezu allen Anlageklassen gelitten hat. Dies belegen auch die Milliardenverluste bei Deutscher Bank, Credit Suisse und UBS.

Bei der Commerzbank sind aber auch für 2009 die Aussichten nicht rosig. Da sind zum einen die Integrationskosten für die Dresdner Bank, die bei insgesamt zwei Mrd. Euro liegen sollen. Gleichzeitig stellen sich immer mehr Analysten die Frage, ob die auf fünf Mrd. Euro taxierten Einsparungen nicht zu optimistisch sind. "Die Synergieschätzungen sind zu hoch", heißt es etwa in einer Studie von Morgan Stanley. Schon jetzt wird daher in der Branche über weitere Stellenstreichungen spekuliert.

Operativ wird es ebenfalls schwieriger. So mindert die Abgabe des Vermögensverwalters Cominvest die Erträge. Vor allem aber wird die Bank die Rezession spüren. "Wir werden künftig in der Branche massiv steigende Ausfallraten bei Unternehmenskrediten haben, wenn sich die wirtschaftliche Lage nicht bessert", warnte Blessing erst vor wenigen Tagen. Betroffen sind alle Bereiche: Privatkunden, Mittelstandsgeschäft, Osteuropa, Schiffs- und Immobilienfinanzierung. Hinzu kommen bei der Eurohypo die Altlasten in der Staatsfinanzierung.

Immerhin gibt es einen Trost für Blessing. Die Postbank, die einen Tag nach den Frankfurtern ihr Zahlenwerk präsentiert, könnte 2008 noch weitaus größere Verluste geschrieben haben. Hier liegt der Marktkonsens bei einem Fehlbetrag von gut 800 Mio. Euro :eek:. Unicredit-Analyst Andreas Weese geht alleine für das vierte Quartal von Lasten im Zuge der Finanzkrise in Höhe von gut einer Mrd. Euro aus. Grund dürfte zum einen die Trennung von Aktienbeständen sowie weitere Abschreibungen auf strukturierte Produkte sein.

Experten gehen davon aus, dass die jüngsten Bilanzierungserleichterungen der Bank dennoch geholfen haben, ihre Kernkapitalquote (Tier 1) über sieben Prozent zu halten. Weil sich die Kapitalanforderungen jedoch branchenweit deutlich erhöht haben, zweifelt manch einer, ob das auf Dauer ausreicht. "Ich gehe davon aus, dass die Postbank 2009 rekapitalisiert werden muss", prognostiziert etwa Kepler-Experte Dirk Becker.
@ RalfW.
-bitte
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17.02.2009 05:00 Uhr

Deutsche Bank will wachsen

Die Deutsche Bank hat in München trotz Finanzkrise im Geschäftsjahr 2008 zugelegt. Das gilt sowohl für die Kundenzahlen wie auch für die Einlagen und die Kreditausleihungen. Als Grund für das Wachstum führt Martin Huber, in der Geschäftsleitung der Deutschen Bank München für Privat- und Geschäftskunden zuständig, an, dass immer mehr Bankkunden "auf Solidität und Sicherheit Wert legen, ohne auf die internationale Kompetenz einer Bank verzichten zu wollen".
So stieg die Zahl der Kunden der Deutschen Bank in München um 4,3 Prozent auf 288 000. Das Geschäftsvolumen 2008 beziffert Huber in München auf 7, 5 Milliarden Euro. Das Einlagenvolumen beträgt nach seinen Angaben in München 3,6 Milliarden Euro, die Ausleihungen belaufen sich auf 1,3 Milliarden Euro. Der Wirtschafts- und Finanzkrise zum Trotz will die Deutsche Bank ihr Filialnetz dieses Jahr weiter ausbauen und auch die Mitarbeiterzahl - derzeit sind es 350 in München - aufstocken.]

Von einer Kreditklemme für den Mittelstand könne keine Rede sein, betonte Robin Bartels, Leiter des Firmenkundengeschäfts. "Geld ist genug da", sagte er bei der Bilanzpressekonferenz am Montagmittag. Aber: "Wir schauen genauer hin", fügte er im Hinblick auf die Kreditwürdigkeit der Unternehmen hinzu. "Für jedes überzeugende Investitionsprojekt erarbeiten wir aber die passende Finanzierung." Insgesamt halte die Deutsche Bank noch elf Milliarden an bisher nicht abgerufenen Kreditlinien bereit.

"2008 war kein leichtes Jahr", bilanzierte Stephan Jugenheimer, für die Vermögensverwaltung zuständiges Geschäftsführungsmitglied. Das scheint nicht nur für die Bankkunden, sondern für die Banker selbst gegolten zu haben: "Wir hatten drei Mal so viele Beratungsgespräche wie im Vorjahr", hat Jugenheimer zusammengerechnet. Angesichts der sich überschlagenden Ereignisse auf den Kapitalmärkten sagte er: "Auch wir wussten nicht immer, was wir sagen sollten." Sicher sei, dass es "von September an nicht mehr um die Rendite, sondern nur noch um die Sicherheit gegangen ist". In wenigen Monaten hätten die Münchner Kunden mehr Bundesanleihen gekauft als in den vergangen sieben Jahren zusammen. Otto Fritscher
News - 18.02.09 19:48
Bernanke optimistisch über US-Maßnahmen gegen Kreditkrise


WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Notenbankchef Ben Bernanke ist zuversichtlich, dass die Maßnahmen von Regierung und Federal Reserve (Fed) im Kampf gegen die Kreditkrise Wirkung zeigen. Die Reaktion der Kreditmärkte auf die bisherigen Schritte der Fed nannte Bernanke am Mittwoch 'generell ermutigend'. Wenn darüber hinaus die von Finanzminister Timothy Geithner angekündigte, massive Ausweitung eines Fed-Programms zur Ankurbelung der privaten Kreditvergabe wie geplant funktioniere, sei mit niedrigeren Zinsen für Verbraucher, Firmen und Hypothekennehmer zu rechnen, sagte er.

Bernanke trat Befürchtungen entgegen, die Kreditprogramme der Federal Reserve würden die Inflation anheizen. Angesicht gefallener Rohstoffpreise und des weltweiten Konjunkturabschwung sehe die Notenbank 'kurzfristig wenig Risiko einer inakzeptabel hohen Inflation'. Der Preisauftrieb werde 'einige Zeit' niedrig bleiben.

Der Notenbankchef kündigte zudem an, dass die Fed künftig längerfristige Wirtschaftsprognosen über einen Zeitraum von fünf bis sechs Jahren veröffentlichen will. Darin sollen die Mitglieder des Offenmarktausschusses ihre Erwartungen zu Inflation, Wachstum und Arbeitslosigkeit darlegen, sagte Bernanke. Bislang ist der Voraussagehorizont auf die nächsten drei Jahre begrenzt./fb/DP/bf

Quelle: dpa-AFX
Die Frage des Kapitals
Von Mark Schieritz und Arne Storn | © DIE ZEIT, 12.02.2009 Nr. 08

Weshalb kämpfen die Banken mit Milliardenverlusten – und woher rührt die Angst, dass sich neue Löcher auftun? Erklärungen am Fall des Branchenprimus Deutsche Bank

1 Die Bilanz der Deutschen Bank ist gut – sagt Vorstandschef Josef Ackermann. »Wir sind die Herrscher dieses kleinen Universums«, gab er vergangene Woche kund, stolz, bisher frei von Staatshilfe agieren zu können. Doch gibt es in diesem Universum Schwarze Löcher? Wo können in Banken die Milliarden sogartig verschwinden? Was kann ein Kreditinstitut dagegen tun – und wo kann der Staat im Notfall ansetzen?

Stellvertretend für Deutschlands Banken lässt sich anhand der Bilanz des Branchenprimus erläutern, wie die Finanzkrise die Kreditinstitute beutelt. Eine Bilanz zeigt, vereinfacht gesagt, welche Geschäfte eine Bank tätigt und wie sie diese finanziert. Ersteres lässt sich an den Aktiva auf der linken Seite ablesen. Letzteres an den Passiva auf der rechten Seite. Addiert man alle Positionen, muss auf beiden Seiten der gleiche Betrag stehen. Im Fall der Deutschen Bank, eines der größten Institute weltweit, sind das 2202 Milliarden Euro. Diese gewaltige Summe schnurrt aber auf 308 Milliarden Euro zusammen, wenn man Wertpapiere und Kredite auf der linken Seite nach dem Risiko ihres Ausfalls gewichtet – so wie es Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsprüfer tun. Die Logik dahinter: Dass eine Bundesanleihe einmal ausfällt, ist weniger wahrscheinlich, als dass ein Firmenkredit nicht zurückgezahlt wird. Entsprechend diesen Wahrscheinlichkeiten werden die Aktiva bewertet, und nur die sich daraus ergebende Summe muss die Bank mit eigenem Kapital absichern. Wer an der Börse jongliert, soll mehr Kapital vorhalten als einer, der sichere Staatspapiere kauft.

Schrumpfen lässt die Bilanz vor allem die Tatsache, dass ein großer Teil des enormen Derivatebestands in der Gesamtbetrachtung verschwindet. Ein Beispiel: Die Deutsche Bank sichert einen Kunden über ein solches Finanzprodukt gegen Zinsschwankungen ab. Sie besorgt sich meist über andere Derivate selbst eine Absicherung. Die Positionen heben sich auf.[/u][/u]


2 Das Finanzvermögen stand bisher im Fokus aller Sorgen. Zum einen wurden in der Krise viele Finanzanlagen zunehmend als riskanter eingestuft – vor allem seit der Pleite der US-Bank Lehman Brothers. Die Banken hatten also plötzlich mehr Risiken in den Büchern – und mussten mehr Kapital zurücklegen. Zum anderen verlieren viele Finanzanlagen drastisch an Wert Weil sie stets zum aktuellen Marktpreis in die Bilanz eingehen, mussten die Banken, so auch die Deutsche Bank, Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen. Je höher die Abschreibungen, desto höher die Verluste – selbst wenn die fraglichen Papiere noch gar nicht verkauft wurden. Das bedeutet indes auch, dass ihr Wert wieder steigen kann, wenn sich die Märkte erholen sollten.

Wo liegen nun die größten Risiken, wo steckt der »Giftmüll«? Es geht vor allem um jene komplexen Wertpapiere, die im Kern mit US-Immobilienkrediten abgesichert sind und sich hinter Kürzeln wie CDO oder RMBS verbergen. Als riskant gelten außerdem zum Verkauf oder Handel gedachte Kredite, insbesondere die für Gewerbeimmobilien und Firmenübernahmen. Die Deutsche Bank hat diese Positionen durch Verkäufe oder Abschreibungen verringert, aber verschwunden sind sie nicht. Das ist noch nicht alles: Im Finanzvermögen gibt es insgesamt Produkte über 89 Milliarden Euro, für die sich derzeit weder direkt noch über Vergleiche ein Marktpreis ermitteln lässt – damit bleibt die Deutsche Bank »eine der stärker beladenen Banken«, so Analysten von Morgan Stanley. Josef Ackermann erklärt zwar, dass seinem Haus für viele dieser Papiere noch eine »weitgehend marktnahe Bewertung« möglich sei. Analysten und Anleger beruhigt das indes nicht. Sie sehen in den 89 Milliarden Euro eine »Blackbox« mit diffusem Wert und fürchten daher weitere Abschreibungen. Eine »Bad Bank«, über die in Berlin diskutiert wird, würde den Banken genau solche Papiere abkaufen. Ackermann hat aber ausgeschlossen, dass er eine solche staatliche Giftmülldeponie in Anspruch nehmen würde.

3 Im Kreditbuch, das an sich aus den üblichen Darlehen für Unternehmen, Bauherren oder Konsumenten besteht, weckt ein zweiter großer Block Ängste. Im Oktober erlaubten es die Behörden den Banken, Positionen aus dem Finanzvermögen, etwa aus dem Handelsbestand, ins Kreditbuch zu schieben. Das bedeutet, dass die Bank sie halten muss und nicht verkaufen kann; zugleich muss sie aber nicht mehr den Marktwert ansetzen. Damit muss sie zumindest für den Moment keine Abschreibungen mehr darauf vornehmen. Die Deutsche Bank verschob 2008 Vermögenswerte von 35,9 Milliarden Euro, darunter 6,9 Milliarden Euro an gewerblichen Immobilienkrediten sowie 8,5 Milliarden Euro an Übernahmekrediten. Risikovorstand Hugo Bänziger hält sie kaum für ausfallgefährdet – und zählt sie dennoch zur riskantesten Kategorie. Wie gut am Ende die Bonität der Schuldner tatsächlich ist und welche Lasten entstehen, weiß keiner.

Gleiches gilt für die übrigen Kredite im insgesamt 269 Milliarden Euro großen Kreditbuch: Als problematisch sieht die Deutsche Bank derzeit 4,6 Milliarden Euro. Dafür hat sie vorgesorgt. Wird die Rezession aber tief und lang, könnte das nicht ausreichen. Viele Kredite dürften als riskanter eingestuft werden, die Summe der Risikoaktiva und damit der Kapitalbedarf stiegen. Würden zudem Kredite, die heute als sicher gelten, in der Tat nicht zurückgezahlt, würden neue Abschreibungen fällig. Ein Kenner schätzt, dass »allein die Deutsche Bank in den nächsten drei Jahren einen zweistelligen Milliardenbetrag abschreiben könnte«. Auch andere Banken werde es hart treffen. Vielleicht ertönt bald der Ruf nach einer Bad Bank für Problemkredite.


4 Das Eigenkapital ist das Rückgrat einer Bank. Von besonderer Bedeutung ist das Kernkapital. Das ist jener Anteil des Kapitals, der der Bank unverrückbar gehört. Es kommt ursprünglich in erster Linie von den Aktionären. Macht ein Institut Gewinn, können die Kapitalpuffer aufgefüllt werden; macht es Verlust, schwinden sie. Fällt das Kernkapital, bezogen auf die Summe der risikogewichteten Aktiva, unter die Quote von vier Prozent, wird die Bank von den Aufsichtsbehörden geschlossen. Bei der Deutschen Bank beträgt das Kernkapital 31,1 Milliarden Euro. Das sind 10,1 Prozent der Engagements – weit mehr als vorgeschrieben. Trotzdem fordern viele Analysten das Institut auf, die Kapitalquote weiter zu steigern – sie sehen neue Verluste auf das Haus zukommen.

Frisches Kapital kann sich eine Bank besorgen, indem sie neue Aktien ausgibt. Weil Anleger derzeit darauf kaum Appetit haben, ist eine Erhöhung des Kapitals aktuell schwierig. An dieser Stelle setzt der staatliche Rettungsfonds an, der in Notlagen Kapital gegen Aktien der Bank bereitstellt – so geschehen bei der Commerzbank. Im Extremfall können Kapitalhilfen, wie im Fall Hypo Real Estate diskutiert wird, zur Nationalisierung führen. Der Staat erwägt dies auch, weil er verhindern will, dass sich die Bank saniert, indem sie ihre Kredite an Unternehmen und Haushalte zurückfährt – ein Weg, auf dem sie ihre Kapitalquote ebenfalls steigern könnte.

5 Kundeneinlagen sind bei den Banken derzeit extrem populär. Während Investoren und Geschäftspartner ihr Geld oft schon beim Hauch einer Gefahr abziehen, halten die Kunden ihrem Institut in der Regel länger die Treue. Das ist für eine Bank gerade in Krisenzeiten sehr wichtig, denn damit sinkt die Gefahr, dass sie in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Um die Abhängigkeit von den Unbilden der Märkte zu verringern, will etwa die Deutsche Bank die Postbank kaufen, die über 200 Milliarden Euro Kundeneinlagen verfügt. Allerdings: Spitzt sich die Krise zu, könnten auch die Sparer nervös werden und ihre Konten plündern. Um das zu verhindern, hat die Bundesregierung im Oktober ihre Garantie für Spareinlagen ausgesprochen.

6 Schulden sind die dritte Hauptfinanzierungsquelle einer Bank. Leiht sie sich Geld, kann sie ihre Geschäfte ausweiten und mehr Gewinn machen. Die Deutsche Bank hat die Verschuldung wie viele andere große Institute in den vergangenen Jahren, als Geld günstig zu haben war, deutlich gesteigert. Jetzt ist sie bemüht, diese Schulden wieder abzubauen, denn in Krisenzeiten gilt eine hohe Verschuldung als Risiko. Problematisch kann es werden, wenn eine Bank sich vor allem über kurzfristige Verbindlichkeiten finanziert, das sind etwa Kredite mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr. In diesem Fall müssen die Investoren immer wieder davon überzeugt werden, den Kredit zu verlängern.

Seit der Pleite von Lehman ist auch der Geldmarkt eingefroren, auf dem sich die Banken untereinander mit Liquidität versorgen. Die Deutsche Bank hat am Interbankenmarkt 2008 nur 73 Milliarden Euro aufgenommen, halb so viel wie im Vorjahr. Auch will sie in diesem Jahr viel weniger Anleihen ausgeben, denn derzeit verlangen Investoren hohe Zinsen. Banken, denen der Markt sehr misstraut und die nur schwer neues Geld erhalten, können – wie die HSH Nordbank – staatliche Garantien beantragen. Dann bürgt der Bund für die Anleihen, das Misstrauen sinkt, die Zinsen fallen. Für die Deutsche Bank schließt Josef Ackermann jedoch selbst diese Möglichkeit aus.
Neue Hoffnung bei der Bank
Da hat doch die Mitarbeiterin im Verwaltung und Aufsichtsrat Martina Klee tatsächl. 18 Aktien im Wert von 362 € erworben. Ein großer Vertrauensbeweis, da werden jetzt wieder große Brötchen gebacken.
Da kippen sie, die Landesbanken ... :rolleyes:

Sparkassen skeptisch über LBBW-Kapitalspritze



Die finanziell angeschlagene Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) benötigt dringend eine Kapitalspritze - doch zwei Sparkassen sind auch nach der Vorlage von drei Gutachten zur Tragfähigkeit des Geschäftsmodells noch skeptisch. Die Stadt Stuttgart und Land Baden-Württemberg signalisierten dagegen ihre Bereitschaft zur Investition.



HB STUTTGART. Im Eigentümerkreis der finanziell angeschlagenen Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sind die Sparkassen der Region immer noch unsicher über ihre Beteiligung an einer geplanten Kapitalspritze über fünf Mrd. Euro. Nach der Vorlage von drei Gutachten zur Tragfähigkeit des Geschäftsmodells der größten deutschen Landesbank zeigten sich die Institute aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz skeptisch. "Wichtig ist, dass unsere Sparkassen durch die Kapitalerhöhung in ihrer Finanzierungskraft in schwierigen Zeiten nicht geschmälert werden", sagte der Präsident des baden-württembergischen Sparkassenverband, Peter Schneider, am Donnerstag.

Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart signalisierten dagegen, dass der Einschuss frischer Mittel eine "sinnvolle Kapitalanlage" sei. Das Land will einspringen, wenn andere Miteigentümer nicht mitziehen wollen. Die LBBW-Eigentümer hatten sich im November darauf geeinigt, der Bank frisches Kapital von fünf Mrd. Euro zuzuschießen. Seitdem hat sich die Lage der Bank aber weiter verschlechtert, 2008 fuhr sie einen Verlust von 2,1 Mrd. Euro ein. Bindende Beschlüsse über die Kapitalerhöhung werden Mitte März erwartet.

Ein Gutachten der Unternehmensberatung Roland Berger kam zu dem Schluß, dass die LBBW die mit der Kapitalerhöhung anfallende höhere Zinslast schultern und das Kapital spätestens ab 2014 zurückzahlen kann, wie die LBBW mitteilte. Das Gutachten hatten die Träger in Auftrag gegeben. Wie Roland Berger einen möglichen Zusammenschluss der LBBW mit der BayernLB bewertet, teilte die LBBW nicht mit. Der von Price-Waterhouse-Coopers erstelle Jahresabschluss wurde auf Wunsch der Träger zusätzlich von Ernst&Young unter die Lupe genommen. Die Liquidität der LBBW sei sichergestellt, bekräftigte die LBBW.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.606.366 von codiman am 18.02.09 20:32:09ein interessanter Beitrag

Wenn ich etwas über die HRE höre und lese, muß ich immer an das Derivatevolummen der Dt. Bank von ca. 1 Bill denken.

Dazu folgende Satz in diesem Beitrag:
...Schrumpfen lässt die Bilanz vor allem die Tatsache, dass ein großer Teil des enormen Derivatebestands in der Gesamtbetrachtung verschwindet. Ein Beispiel: Die Deutsche Bank sichert einen Kunden über ein solches Finanzprodukt gegen Zinsschwankungen ab. Sie besorgt sich meist über andere Derivate selbst eine Absicherung. Die Positionen heben sich auf...

SO so - sie heben sich auf - vielleicht bei der HRE versichert ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.583.994 von codiman am 15.02.09 22:34:50"Die Banker sind nicht allein Schuld an der Krise..."

Ja wer bitte schön denn sonst? Der kleine Mann auf der Strasse?

Die leiden echt an Realitätsverlust in den Vorständen der Banken.

Wenn ich als Arzt eine OP versaue, dann habe ich es vermisstbockt und nicht der Inhaber des OP-Saals.

Ackermann sollte schnellstmöglich seinen Posten räumen. Was da mit seinem Wissen - und vermutlich auch dem Wissen des Aufsichtsrates veranstaltet worden ist - und nun von der Allgemeinheit ausgelöffelt werden soll ist in meinen Augen hochkriminell.

Wenn die deutsche Bank in ein paar Jahren noch existieren sollte, können sie sich glücklich schätzen. Die Chancen dafür sehe ich jedoch bei unter 30%.

M.

Wie immer meine eigene Einschätzung und ohne Gewähr. Die gemachten Angaben stellen keine Handelsaufforderung dar. Aktien können steigen oder fallen. Jeder Investor handelt auf eigenes Risiko.
News - 20.02.09 21:21
US-Senator schließt Verstaatlichung von Banken nicht aus

Ein hochrangiger US-Senator hat eine Verstaatlichung von amerikanischen Banken nicht ausgeschlossen. Die Talfahrt der Bankaktien beschleunigte sich daraufhin. US-Präsident Barack Obama beeilte sich, die aufgeschreckten Anleger zu beruhigen.



HB NEW YORK. Die Regierung von Präsident Barack Obama wolle diesen Schritt vermeiden, sagte der Vorsitzende des Bankenausschusses, Christopher Dodd, am Freitag der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Verstaatlichung einer Bank "kann jedoch geschehen".

Ängste vor einem solchen Schritt haben den Aktien der US-Großbanken Citigroup und Bank of America am Freitag den sechsten Tag in Folge starke Verluste beschert. Beide Institute bemühten sich zwar, die Befürchtungen der Anleger zu zerstreuen. Die Titel der Citigroup gaben bis zum Mittag dennoch über 24 Prozent nach, die der Bank of America um über 21 Prozent. Beide Aktienkurse haben im vergangenen Jahr bereits über 90 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

Händler werteten die Talfahrt als Anzeichen dafür, dass die Märkte eine Verstaatlichung der Institute als sehr wahrscheinlich betrachten. Das US-Finanzministerium will in den kommenden Wochen bis zu 25 Großbanken einem "Stresstest" unterziehen, um zu prüfen, welches der Institute weiteres Kapital braucht.

Die Bank of America erklärte indes, man sehe keine Gründe für die Verstaatlichung einer Bank, die profitabel sowie gut kapitalisiert sei und aktiv Kredite vergebe. Ein Sprecher der Citigroup teilte mit, die Kapitalbasis des Instituts sei "sehr stark" und die Kernkapitalquote (Tier 1) gehöre zu den höchsten der Branche. Die Bank konzentriere sich weiter darauf, Vermögenswerte und Ausgaben zu reduzieren.

Die Kreditkartenfirma Redecard bestätigte indes am Freitag Berichte, wonach sich Citigroup teilweise oder vollständig von ihrem 17-Prozent-Anteil an dem brasilianischen Unternehmen trennen will. Kreisen zufolge könnte die angeschlagene Großbank mit dem Verkauf rund 1,3 Mrd. Dollar erlösen. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, es werde erwartet, dass die ebenfalls an Redecard beteiligte brasilianische Bank Itau einen Teil der Citigroup-Anteile übernehmen werde.

US-Präsident Barack Obama versuchte, die Angst vor Verstaatlichungen zu zerstreuen. "Lassen Sie mich so gut wie ich nur kann versichern: Diese Regierung ist weiterhin fest davon überzeugt, dass ein privates Bankensystem der richtige Weg ist", sagte Obamas Sprecher Robert Gibbs am Freitag in Washington. "Das ist unsere Überzeugung seit einiger Zeit und wir bleiben dabei."
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.619.054 von Macrocosmonaut am 20.02.09 12:07:31natürlich ist der Kleine Mann schuld

wer hat die Politiker gewählt
die die Gesetze machen?

Wer hat die Kredite aufgenommen?

fürs
Haus
Auto
Reisen
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.624.660 von codiman am 20.02.09 21:47:25Das US-Finanzministerium will in den kommenden Wochen bis zu 25 Großbanken einem "Stresstest" unterziehen

Auf den ersten Stresstest für eine Versicherung
warte ich noch!
Lieber nicht testen!:mad:
Ganz ruhig, die Kavellerie ist schon unterwegs ...


News - 21.02.09 09:59
China und USA rücken zusammen


Ob Klimaschutz, Sicherheitspolitik oder Wirtschaftskrise - bei den globalen Herausforderungen wollen China und die USA enger zusammenrücken. US-Außenministerin Hillary Clinton traf am Samstag Chinas Regierungschef Wen Jiabao. Die chinesischen Menschenrechtsverletzungen traten dabei in den Hintergrund.



HB PEKING. Auf der vierten Station ihrer einwöchigen Asienreise traf die neue Außenministerin Hillary Clinton am Samstag in Peking mit Chinas Regierungschef Wen Jiabao zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Weltwirtschaftskrise, der Atomstreit mit Nordkorea und der Ausbau der bilateralen Beziehungen.

Chinas Ministerpräsident dankte der neuen Außenministerin, auf ihrer ersten Auslandsreise nach Peking gekommen zu sein. Clinton unterstrich ihr Interesse an einer starken Partnerschaft mit China. Zuvor hatte Clinton nach einem Treffen mit Außenminister Yang Jiechi ihren Optimismus in der Finanzkrise demonstriert: "Wir haben allen Grund davon auszugehen, dass die USA und China sich erholen und wir gemeinsam helfen werden, den Aufschwung der Welt anzuführen."

Die Außenministerin dankte Chinas Regierung für das anhaltende Vertrauen in amerikanische Schatzanleihen. China hat 585 Mrd. Dollar aus seinen Devisenreserven in US-Schuldverschreibungen investiert und ist damit der größte Kreditgeber der USA. China will in der Finanzkrise auch enger mit den USA kooperieren.

"Es ist wichtig, dass die Vereinigten Staaten und China ein positives, von Zusammenarbeit geprägtes Verhältnis haben", sagte Clinton am Samstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem Kollegen Yang Jiechi. Chinas Außenminister sagte, das Land wolle auch künftig seine Währungsreserven nutzen, um US-Schatzanleihen zu kaufen. Damit wolle China den Wert, die Sicherheit und Liquidität seiner Reserven wahren.



Es gebe allen Grund vertrauen in die "Treasuries" der Vereinigten Staaten zu haben, sagte Clinton. "Wir haben allen Grund zur Annahme, dass sich die Vereinigten Staaten und China erholen werden, und zusammen werden wir dabei helfen, die Erholung der Weltwirtschaft anzuführen." Yang sagte, seiner Regierung sei sehr daran gelegen, die Devisenreserven sicher zu investieren. Diese sind mit 1,95 Billionen Dollar die größten von allen Staaten.

Beide teilten mit, dass sie vereinbart haben, den regulären Dialog über Wirtschaftsfragen um die Behandlung von Problemen der Sicherheitspolitik zu ergänzen. Beim Klimaschutz habe China, so erklärte Clinton, der Auffassung zugestimmt, dass es wichtig sein, gemeinsam saubere Energietechnologien zu entwickeln und die Emissionen der Kohleverbrennung aufzufangen und sicher zu lagern.

(...)
News - 23.02.09 15:13
US-Regierung: Großbanken derzeit mit genug Kapital - Stress-Test


WASHINGTON (dpa-AFX) - Angesichts massiver Spekulationen über eine Verstaatlichung amerikanischer Banken hat die US-Regierung die Kapitalbasis der führenden Institute des Landes ausdrücklich als derzeit ausreichend bezeichnet. Die USA würden zudem für die Überlebensfähigkeit der für das amerikanische Wirtschaftssystem wichtigen Finanzhäuser sorgen, betonte das Finanzministerium am Montag in Washington in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem mit der US-Notenbank.

Der geplante Stress-Test für die größten US-Banken werde an diesem Mittwoch starten. Er soll die Belastbarkeit der Finanzhäuser für den Fall einer weiteren Verschärfung der Krise prüfen. Sollte der Test einen weiteren Kapitalbedarf von Banken ergeben, stehe der Staat dazu bereit, bekräftigte die Regierung in der Erklärung.

Das Finanzministerium erklärte zugleich, dass eine Ausweitung bestehender staatlicher Notbeteiligungen bei Banken möglich sei. Ein Weg zur Kapitalstärkung sei die Umwandlung der vom Staat bereits gehaltenen Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien. Genau das plant nun der schwer angeschlagene US-Finanzkonzern Citigroup laut übereinstimmenden Medienberichten vom Montag. Die Großbank wolle sich auf diesem Weg durch eine Teilverstaatlichung von bis zu 40 Prozent vor dem Abgrund retten. /fd/DP/she
*** Wieder eine Bank gerettet ! ;)

Milliarden für HSH aus Kiel und Hamburg

Im Kieler Landtag ging es heute für die HSH Nordbank um alles: Und tatsächlich haben die schleswig-holsteinische Landesregierung und der Hamburger Senat ein Rettungspaket beschlossen
. In der Debatte warnten Politiker bereits vor einem Bankrott ihres Bundeslandes.



HB KIEL. Zur Rettung der schwer angeschlagenen HSH Nordbank haben die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Hamburg am Dienstag Milliardenhilfen beschlossen. Das Paket beinhalte eine Kapitalspritze über drei Milliarden Euro und eine Sicherheitsgarantie über zehn Milliarden, teilten die Regierungschefs Peter Harry Carstensen und Ole von Beust (beide CDU) in Kiel nach einer gemeinsamen Sitzung der Kabinette mit.

Die Mittel werden aus einem "Mini-Soffin" gespeist, einer von beiden Ländern getragenen eigenständigen Anstalt. Ohne diese Hilfe hätte die Bank nach Verlusten von 2,8 Milliarden Euro geschlossen werden müssen. :eek:

Zuvor hatte der FDP-Fraktionschef im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, gesagt, dass in den nächsten vier bis fünf Jahren insgesamt acht bis neun Mrd. Euro notwendig sind, damit die Bank nachhaltig wieder schwarze Zahlen schreiben kann. Der bisher von der HSH Nordbank bezifferte Kapitalbedarf von drei Mrd. Euro reiche gerade aus, um das Geschäft in diesem Jahr am Laufen zu halten, :eek: sagte Kubicki.

Die Landesbank fuhr 2008 wegen massiver Abschreibungen in Folge der Finanzkrise einen Verlust von 2,8 Mrd. Euro ein. Die Landesregierungen in Schleswig-Holstein und Hamburg beraten zur Stunde über die Kapitalspritze von drei Mrd. Euro und zusätzliche Garantien von zehn Mrd. Euro. Es wird erwartet, dass sie der Bank das benötigte Geld zur Verfügung stellen. Die Parlamente der Länder müssen aber noch zustimmen. Kubicki sitzt für die FDP in der Opposition im Kieler Landtag.

Kubicki kritisierte, dass das Zukunftskonzept für die HSH Nordbank, das Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher vorgestellt habe, nicht tragfähig sei. "Bei dem Geschäftsmodell stimmt vieles hinten und vorne nicht", sagte er. Nonnenmacher habe für 2009 einen Verlust von einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt und für 2010 ein Minus von 750 Mio. Euro. Diese Prognose sei unrealistisch. "Was soll uns veranlassen zu glauben, dass 2009 besser wird als 2008", sagte Kubicki.

Die Bank sei nach ihrer angekündigten Schrumpfkur außerdem viel zu klein, als dass sie allein weitermachen könne. Nonnemacher will die Bilanzsumme auf rund 100 Mrd. Euro halbieren. "Ich glaube, dass es am Ende darauf hinausläuft, dass die ganze Bank abgewickelt wird", sagte Kubicki. Die verbleibenden "guten" Teile könnten verkauft werden. Der Rest, den die HSH in eine Art "Bad Bank" auslagern will, müsse über die Zeit abgearbeitet werden.

Vor der Verabschiedung des milliardenschweren Rettungspakets für die schwer angeschlagene HSH warnten schleswig-holsteinische Politiker vor einem Bankrott ihres Bundeslandes. Der stellvertretende CDU-Parteivorsitzende Rasmus Vöge sagte laut "Bild"-Zeitung, Schleswig-Holstein sei durch die HSH Nordbank "quasi bankrott". Jetzt müsse es darum gehen, weiteren Schaden vom schleswig-holsteinischen Steuerzahler abzuwenden.

Angesichts der notwendigen Summen forderte Kubicki Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in einem Brief zu Bundeshilfen für die HSH auf. "Steinbrück muss dringend eingreifen und Bundesmittel bereitstellen", wird Kubicki in der "Bild"-
Oma eben zu Ironcarl: "Nein Karlchen, das Taschengeld gibt es erst am 1. , dann kannst du Dir meinetwegen wiede 2 DB Aktien kaufen":laugh:

Bobby redet jetzt Klartext: weiter strongest Sell verkaufen sie umgehend jede DB Aktie
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.625.774 von Dr.Glocke am 21.02.09 10:37:34Versicherungen könnten schon bald Probleme haben den garantiezins zu zahlen
Die Probleme des Wettbewerbs möchte ich nicht haben :

Dresdner Bank, oder: Die Tilgung der Farbe Grün


Nach 137 Jahren gibt es am Donnerstag die letzte Bilanz der Dresdner Bank. Wer mit Dreba-Managern über die Gründe für den Exitus spricht, hört immer wieder eine Erklärung: Weil die "Grünen" unbedingt wie die Deutsche Bank sein wollten, landeten sie bei der Commerzbank. Warum die Dresdner Bank gescheitert ist.

(...)
Diese 137 Jahre Bankgeschichte enden morgen, wenn die Allianz zum letzten Mal die Zahlen der Dresdner Bank mit ihrer Bilanz veröffentlicht. Analysten rechnen für das vergangene Jahr mit über sechs Milliarden Euro Verlust bei der Dresdner.

2009 gibt es dann keine Geschäftszahlen der Dresdner Bank mehr, dann gibt es nur noch die der Commerzbank.

Wer im Gespräch mit heutigen und ehemaligen Dresdner-Bank-Managern nach den Gründen sucht, warum eines der traditionsreichsten deutschen Geldhäuser verschwindet, der hört viele Antworten - und manche Selbstkritik. Das Kondensat: Die "Dreba" verlor ihre Seele, weil sie irgendwann zu sehr so sein wollte wie das feinste unter Deutschlands Geldinstituten, die Deutsche Bank. Blau werden statt grün sein. Nun muss die Dresdner gelb weiterleben.

Noch ist alles grün in der Filiale in der Frankfurter City, der Schriftzug draußen an der Fassade, die Flyer, der Teppich. Alles Illusion. Erst der zweite, der dritte Blick auf die Werbeplakate im volltapezierten Vorraum verrät die Wahrheit. Winzig kauert auf jedem grünen Poster verschämt der Hinweis: "Commerzbank Gruppe".

Langsam, fünf Monate nach Ankündigung der Fusion, mischt sich ein wenig Gelb ins Grün. Kleine Aufkleber in DIN A5 werben für das erste gemeinsame Produkt: die "Topzins-Anlage". 3,5 Prozent soll es geben, im Branchenvergleich eher Mittelmaß.

Ob es sich noch lohne, hier in der Filiale, eine von gut 700 landesweit, ein Girokonto zu eröffnen? Die Mittvierzigerin, laut Visitenkarte "Senior Finanzberaterin", schiebt den Kopf näher und senkt ihre Stimme. Sie könne keine Antwort geben. "Und ich werd' den Teufel tun, Ihnen etwas zu versprechen, was ich nicht halten kann.":eek::eek::eek: Wie sie denn so noch arbeiten könne? "Gar nicht. Eigentlich müsste man auf die Straße gehen. So wie '68." Ändern würde das nichts. Ende 2010 kommt das Aus der Marke "Dresdner Bank", 6500 Stellen im Inland fallen weg.

Und das ausgerechnet wegen der Commerzbank, die die Dresdner jahrzehntelang belächelten.

Manche Dresdner-Banker sind fast nicht mehr zu stoppen, wenn sie über diese Schmach reden. Selbst jene, die den Sprung ins Management der neuen Commerzbank geschafft haben. Eines beklagen fast alle: keine Strategie. "Das war der Kardinalfehler der Dresdner Bank", sagt einer, der es im Haus weit gebracht hat. "Es gab nie eine richtige Vision. Für was steht die Bank? Was ist ihr Geschäftsmodell? Es gab immer nur ein Ziel: die Deutsche Bank zu überholen."

Ein Ex-Vorstand bestätigt das: "Die Bank hat 15, vielleicht auch 20 Jahre einfach nur die Deutsche kopiert. Und das meist schlecht."

Am Anfang steht ein Original, keine Kopie. Am 12. November 1872 treffen sich 17 Bankiers in der Wilsdruffer Straße zu Dresden. Die Bank, die sie gründen, nennen sie Dresdner Bank AG. Mit dabei ist Eugen Gutmann, er wird im Alter von nur 32 Jahren ihr erster Chef. Als er mit 30 Mitarbeitern startet, steckt das Deutsche Reich mitten in der Industrialisierung. Privatbanken können den Kapitalbedarf nicht decken. Die Stunde der Aktienbanken schlägt (siehe: Blessings grüne Ahnen).

Gutmann, der "Director mit Vorstandseigenschaft", weiß das zu nutzen. Während Carl Benz und Gottlieb Daimler das erste Automobil erfinden, treibt der junge Banker die Expansion voran. In sechs Jahren verdoppelt er die Bilanzsumme. 1895 wird in London die erste Auslandsniederlassung eröffnet. Als der erste Weltkrieg 1914 beginnt, beschäftigt die Bank 4800 Mitarbeiter.

Die Weltwirtschaftskrise rafft die Bank beinahe schon wieder dahin, die Verluste sind zu hoch. 1932 verfügt die Reichsregierung den Zusammenschluss mit der kriselnden Darmstädter und Nationalbank. Die Alternative, eine Fusion mit der Commerzbank, wird verworfen. Zeitweise hält die Regierung 90 Prozent der Dreba-Aktien. :eek:

1937 wird die Bank bereits wieder privatisiert, aber den Fängen des Nationalsozialismus entkommt sie nicht. Kein anderes Geldhaus paktierte wohl enger mit Hitlers Regime. Im Management sitzen SS-Vertreter. Ob es jüdische Privatvermögen oder Unternehmensbeteiligungen zu enteignen gilt - die Dresdner Bank ist treuer Erfüllungsgehilfe. Am Baukonzern Huta ist die Bank maßgeblich beteiligt. Die Firma baut etwa die Krematorien von Auschwitz. Ein ätzender Reim macht damals über Dresdner-Vorstand Karl Rasche die Runde: "Wer marschiert hinter dem ersten Tank? Das ist der Dr. Rasche von der Dresdner Bank." - Erst im Jahr 2006 legen Historiker im Auftrag der Bank einen Bericht vor mit dem Titel "Die Dresdner Bank im Dritten Reich".

Nach dem Neustart 1957 ist die Dresdner Bank immer wieder ein Vorreiter. Als erstes deutsches Geldhaus führt sie elektronische Datenverarbeitung ein. Und 1973 ist es nicht die Deutsche Bank, die eine Niederlassung in London eröffnet, sondern die Dresdner. Auch in Moskau ist die Dreba zuerst.

Deutsche und Dresdner stehen Mitte der 70er fast auf Augenhöhe. 1975 kommen die Blauen auf eine Bilanzsumme von 57 Milliarden Mark, die Grünen auf 49 Milliarden. Die Commerzbank? Weit abgeschlagen auf Platz drei. "Ich war damals so stolz, dass es stolzer nicht ging", sagt ein Banker, der heute noch über sich sagt, er sei "so grün", dass man ihn "im Wald nicht sehen kann".

An der Spitze der Dresdner steht damals Jürgen Ponto. Er ist das Gesicht der deutschen Kreditwirtschaft. Er modernisiert und verjüngt seine expandierende Bank - und er gerät ins Visier der Roten-Armee-Fraktion. Im Juli 1977 wird er in seinem Haus in Oberursel von den Terroristen erschossen.

"Der Abstieg der Dresdner Bank hat mit seiner Ermordung begonnen", sagt ein hochrangiger Finanzmanager heute, der das Geldhaus seit 20 Jahren beobachtet. Und es gibt kaum jemanden, der seiner These widerspricht.

Nach dem Tod Jürgen Pontos verliert die Dresdner Bank ihren eigenen Kompass. Sie beginnt, der Deutschen Bank hinterherzuhecheln. Größe wird zur alles entscheidenden Maxime, Risikokontrolle rutscht in den Hintergrund. "Man wollte wachsen, aber man hatte die Expertise nicht", sagt einer, der es hautnah miterlebt hat. "Man hat sich schlichtweg überschätzt."

Die Folgen sind gravierend. Anfang der 80er muss die Dreba massive Abschreibungen auf ihr Kreditportfolio vornehmen und, schon damals, Reserven mobilisieren, um das Schlimmste zu verhindern. Hinzu kommen erhebliche Belastungen aus der Sanierung der AEG. Den Expansionsdrang des Elektrokonzerns hatte die Dreba auch dann noch finanziert, als sich bei der AEG - die ihrerseits dem großen Konkurrenten Siemens nachlief - die Verluste häuften.

Dass nach Ponto kaum ein Bankchef länger als ein paar Jahre bleibt, schwächt die Dreba zusätzlich. Zwischen 1977 und 2003 verschleißt sie fünf Vorstandsvorsitzende. Schon Ponto-Nachfolger Hans Friederichs, ein Ex-Wirtschaftsminister der FDP, muss 1985 zurücktreten, weil er in den Flick-Spendenskandal verstrickt ist.

Die Sehnsucht nach Größe bleibt, aber sie erfüllt sich nicht. Der Versuch, per Kooperation mit der französischen BNP zum "Global Player" zu werden, scheitert. Der Bund wird wieder aufgelöst - und die Dresdner bleibt auf mittelmäßigen Standorten im Ausland sitzen.

Als die Deutsche Bank 1990 die britische Morgan Grenfell kauft und ins Investment-Banking einsteigt, scheinen die Grünen im Jürgen-Ponto-Hochhaus erneut verloren zu haben. Schließlich kauft die Dreba 1995 für 1,1 Milliarden Euro den britischen Konkurrenten Kleinwort Benson - was viele heute für eine Fehler halten. "Das war der Sargnagel", sagt ein Ex-Dresdner-Vorstand. "Von da an floss das meiste dessen, was im Inland noch verdient wurde, in die Investmentbank." Die Dresdner lebt von der Substanz, was regelmäßig durch den Verkauf von Industriebeteiligungen übertüncht wird.

Auch ist Kleinwort Benson zu klein, um im Konzert der Großen mit Goldman Sachs, Citigroup oder JP Morgan mitzuspielen. Also setzt die Dreba noch eins drauf und kauft im Jahr 2000, kurz vor dem Platzen der Internet-Blase, die US-Investmentfirma Wasserstein Perella. "Das war der Versuch zu zeigen: ,Hey, wir sind noch da'", erinnert sich ein Top-Banker.

Denn wenige Monate zuvor ist die bereits verkündete Megafusion mit der Deutschen Bank gescheitert. Alles schien bereits klar zwischen Dreba-Boss Bernhard Walter und Deutsche-Bank-Chef Rolf-E. Breuer. Im letzten Moment zerbrach der Deal am Widerstand der Investmentbanker. In dem neuen Haus sollte kein Platz für die Kapitalmarkttruppen der Grünen sein.

Ergebnis: Die Dresdner Bank schleppte sich mit einer überdimensionierten und zu teuren Investmentbank alleine voran.

Auftritt der Allianz: Seit Jahrzehnten hält der Versicherungskonzern 20 Prozent an der Dreba. Noch einmal so viel kommt indirekt über Beteiligungen im Portfolio hinzu. Am 23. Juli 2001 kauft die Allianz für 24 Milliarden Euro die Dresdner. Die Story vom "integrierten Finanzdienstleister" - das Wörtchen "Allfinanz" meiden beide wie der Teufel das Weihwasser - wird drum herum gebastelt. Doch ihren Bräutigam vermag die Braut nicht glücklich zu machen.

Wann das Ausmaß der Probleme bei der Dresdner der Allianzführung bewusst wird, mag keiner genau sagen. "Aber als man es in München merkte, herrschte helle Panik", sagt ein Insider. Panik deshalb, weil die Bank ob der Lasten fauler Kredite zu kippen droht. Wie groß die sind, zeigt sich rasch: 2002 und 2003 fährt die Dresdner knapp drei Milliarden Euro Verlust ein.

Hat die Allianz den Untergang der Dreba nur verzögert oder zu verantworten? Beides. Von Anfang an belächeln die Frankfurter Banker die spießigen "Tennissockenträger", während die Münchener die edlen Zigarren und den Weinkeller der Dresdner als pure Prahlerei verachten. Das Geschäft des jeweils anderen hat man nie verstanden.

2003 übernimmt Ex-Deutschbanker Herbert Walter die Dresdner-Spitze. Er saniert, spart, entlässt. Doch eine neue Vision kann auch er nicht entwickeln. Und nicht wenige sagen, die Allianz habe dies auch nie zugelassen. "Die Münchener haben immer den Bremser gespielt", sagt einer, der die letzten Jahre vor der Übernahme durch die Commerzbank hautnah miterlebte.

Beispiel Investment-Banking: Herbert Walter wollte Dresdner Kleinwort Wasserstein nie. 2005 macht er einen Plan für die Abspaltung. Doch die Allianz müsste dafür ordentlich Geld in die Hand nehmen - und lehnt ab. "Es ist wahrscheinlich Walters größter Fehler, dass er da nicht reingegrätscht ist", urteilt ein Ex-Dresdner-Manager. Die Investmentbank führt ihr Eigenleben weiter. Bis sie in der Finanzkrise die gesamte Bank in den Abgrund reißt.

Schon zu Jahresanfang 2008 wird es der Allianz zu viel. Egal wie, sie will die ungeliebte Tochter, die für wenig Gewinn, dafür aber viele Negativschlagzeilen sorgt, loswerden. Am 31. August, zwei Wochen vor der Lehman-Pleite und damit dem Beginn der Kernschmelze des Weltfinanzsystems, verkauft Allianz-Chef Michael Diekmann die Bank für 9,8 Milliarden Euro an die Commerzbank. Und er ist sogar bereit, zweimal nachzuverhandeln, um die Dresdner ein für alle Mal vom Bein zu haben. Bezieht man den drastischen Kursverfall der Commerzbank-Aktie mit ein, hat die Allianz weniger als vier Milliarden Euro für die einstige Perle des deutschen Kreditwesens erhalten.

Dennoch hat sich der Kauf der Dresdner 2001 für die Allianz womöglich gelohnt. Denn die Versicherung hat sich über die Jahre einen Großteil der Sahnestücke aus dem Dreba-Portfolio einverleibt. "Man hat die Bank regelrecht filetiert", sagt ein langjähriger Dresdner-Banker. Alleine das Beteiligungsportfolio wird im Jahr 2000 mit 17,2 Milliarden Euro ausgewiesen. DarunterAnteile an Heidelberger Cement, der Münchener Rück und BMW. Hinzu kommen Dividenden, Eigenkapitalausschüttungen und Immobilienbesitz. "Wenn man das zusammenrechnet, ist der Kaufpreis von 24 Milliarden Euro für die Dresdner Bank wieder locker drin", heißt es hinter vorgehaltener Hand. In München dementiert das keiner.

Was Martin Blessing seiner Commerzbank einverleibt, ist nur noch ein Bruchteil der einstigen Dresdner Bank. Und dennoch steht er vor einer Mammutaufgabe. Rund 1 000 Mitarbeiter arbeiten am Projekt "Zusammen wachsen". Um zu wachsen, müssen 9000 Mitarbeiter erst einmal gehen. Das ist etwa jeder siebte Arbeitsplatz. Und schon prophezeien Analysten angesichts der Wirtschaftskrise härtere Einschnitte - was Blessing stoisch dementiert. Klar ist: Bis zur Bundestagswahl Ende September wird man stillhalten.

Wer von den Dresdnern kann, versucht irgendwo anders unterzukommen. Doch Alternativen sind rar, und so harren viele im 166 Meter hohen Silberturm der Dinge, die da kommen. Die Macht ist verteilt. "Wir sind die, die das Spiel nicht gewonnen haben", sagt einer. "Machen wir uns nichts vor, das ist eine Übernahme. Und das ist für den Übernommenen nicht immer lustig."

Ihre Tradition, ihr Stolz, ihre Symbole - all das muss weichen. Ende 2010 verschwindet das letzte Grün aus den Filialen. Der Dreba-Turm steht ebenfalls zum Verkauf. Die neue Commerzbank braucht die 32 Etagen des Gebäudes nicht mehr, das bis 1990 das höchste Deutschlands war. Nach ihrer langen Fahrt abwärts ist die Dresdner Bank unten angekommen. Fast wie im Film.

Blessings grüne Ahnen

Eugen Gutmann

Der Mann, der 1840 in Dresden geboren wird, bringt es zu einem der größten deutschen Bankiers. Mit nur 32 Jahren übernimmt er die Führung der gerade gegründeten Dresdner Bank. Erst nach 48 Jahren gibt der 80-Jährige den Vorstandsvorsitz 1920 ab. Fünf Jahre später stirbt er. Wie kein Zweiter prägt er auch das Bankwesen. Er gründet nicht nur früh Filialen im Ausland, sondern führt auch als erster Bankier in Deutschland Filialen ein. Gutmanns zentraler Lebensinhalt ist die Dresdner:"Alle Zeit gehört der Bank - und alles Denken und Handeln muss ihr gewidmet sein", sagte er einmal. 2002 widmet ihm die Bank eine Stiftung.

Jürgen Ponto

Der Spross einer Hamburger Kaufmannsfamilie wird 1969 Chef und führt die Dresdner Bank in die erste Liga der Geschäftsbanken und ganz nahe an die Deutsche Bank heran. Zugleich ist der Jurist ein enger Berater von Kanzler Helmut Schmidt. Bei mehreren Unternehmenskrisen der 70er-Jahre spielt Ponto eine entscheidende Rolle, etwa beim Verkauf der Quandt-Anteile an Daimler-Benz an Kuwait oder bei der Verschmelzung von Thyssen und Rheinstahl. Am 30. Juli 1977 wird Ponto von den RAF-Terroristen Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt ermordet.

Herbert Walter

Der heute 55-Jährige wird 2003 von der Deutschen Bank zur Dresdner geholt. Der Privat- und Firmenkundenexperte schafft es, die Grünen aus den roten Zahlen zu holen. Doch die vielen Umstrukturierungen laugen die Mitarbeiter aus, mehr als 17000 müssen gehen. Walters Ruf leidet. Kritiker werfen dem Perfektionisten vor, Entscheidungen aufzuschieben und sich in Details zu verlieren. Eigentlich sollte Walter als einziger Dresdner-Banker in den Commerzbank-Vorstand einziehen - doch im Dezember kündigt er seinen Rückzug an.


Ein äußerst Spannender Artikel !
Das Konstruck Coba/Dresdner fällt als Wettbewerber für Jahre aus.
Man hat einen Haufen Probleme überniommen und wird dafür noch einen Preis zahlen.
ROUNDUP/Deal abgeschlossen: Deutsche Bank übernimmt 22,9 Prozent an Postbank

BONN (dpa-AFX) - Der Einstieg der Deutschen Bank bei der Postbank ist wie geplant über die Bühne gegangen.
Die damit verbundenen Transaktionen seien am Mittwoch abgeschlossen worden, teilte die Deutsche Post mit. Die Deutsche Bank ist in einem ersten Schritt des geplanten Erwerbs mit 22,9 Prozent der Anteile (50 Millionen Postbank-Aktien) bei der Post-Tochter eingestiegen. Im Gegenzug beteiligt sich die Deutsche Post mit rund 8 Prozent (rund 50 Millionen Aktien) bei der Deutschen Bank.
Das Volumen der ersten beiden Tranchen liege wie im Januar vereinbart bei 3,8 Milliarden Euro, berichtete die Post. Allerdings habe die Post zusätzlich zu den schon im Januar übertragenen 3,1 Milliarden Euro bereits jetzt weitere 1,1 Milliarden Euro an Barmitteln erhalten. Die Differenz zu den ursprünglich erwarteten liquiden Mitteln sei auf Kurssicherungsmaßnahmen zurückzuführen. Der Barwert der gesamten Transaktion liege unverändert bei 4,9 Milliarden Euro.
Die Aktien, die die Deutsche Post übernommen hat, seien über Kurssicherungsmechanismen im Wert teilweise abgesichert, teilte die Post mit. Über die eine Hälfte dieser Aktien könne die Post ab Ende April frei verfügen, die andere sei ab Mitte Juni veräußerbar. Im Rahmen der gesamten jetzt abgeschlossenen Transaktion hat die Deutsche Bank in einer zweiten Tranche eine Pflichtumtauschanleihe der Post zu 100 Prozent gezeichnet. Sie soll nach Ablauf von drei Jahren in 27,4 Prozent der Postbank-Aktien (60 Millionen Aktien) getauscht werden./ba/DP/zb
News - 26.02.09 19:18
Hoffnung für Bankaktionäre

Die Aussicht auf weitere staatliche Hilfen für die Bankenbranche hat die US-Börsen am Donnerstag gestützt. Der Plan schürte die Zuversicht, dass große Finanzinstitute einer Verstaatlichung entgehen könnten, bei der die Aktionäre schlechter weggekommen wären. Das gab Banktiteln auftrieb, während andere Werte aber unter den schlechten Konjunkturdaten litten.



HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 0,9 Prozent auf 7336 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ein Prozent auf 772 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,5 Prozent auf 1431 Punkte zu. Der Dax ging in Frankfurt mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 3942 Punkte aus dem Handel. Dabei bescherte Erleichterung über die Bilanzen von Allianz und BASF dem deutschen Aktienmarkt eine Atempause.

Der erste Haushaltsentwurf von US-Präsident Barack Obama enthält einen "Platzhalter" für weitere 250 Mio. Dollar (Es ist wohl Mrd gemeint), um notfalls Banken zu unterstützen. Es zeichne sich nun ab, dass die Finanzinstitute die Krise besser überstehen könnten als erwartet, sagte Cary Leahey, Wirtschaftsexperte bei Decision Economics. Zudem habe die US-Regierung dem Markt genau das gegeben, was er verlangt habe: mehr Hilfen und keine Verstaatlichung. "Das scheint im Moment genau der Zaubertrick für den Markt gewesen zu sein." Den gebeutelten Finanzwerten an der Wall Street gab dies kräftig Auftrieb: Die Titel der Bank of America und JPMorgan legten um jeweils neun Prozent zu. Die Papiere des ums Überleben kämpfenden Versicherers AIG stiegen sogar um gut 17 Prozent. Die Aktien der Citigroup gaben ihre deutlichen Gewinne im Verlauf jedoch wieder ab und lagen nur noch ein Prozent im Plus.
(...)
Allerdings erinnerten schwache Konjunkturdaten die Börsianer daran, dass eine Erholung der US-Wirtschaft noch immer nicht in Sicht ist: Die Industrie erhielt im Januar deutlich weniger Aufträge als Börsianer erwartet hatten und die Zahl der Arbeitslosen stieg zuletzt ebenfalls überraschend stark. Schlechte Nachrichten kamen zudem aus der gebeutelten Autobranche: Der angeschlagene Autogigant General Motors vermeldete für das vergangene Jahr einen unerwartet hohen Verlust von 30,9 Mrd. Dollar. Daraufhin verloren GM-Aktien knapp zwei Prozent.
Horrormeldungen von der Coba :

News - 28.02.09 14:05
Commerzbank könnte mehr Geld brauchen

Commerzbankchef Martin Blessing schließt einen weiteren Kapitalbedarf seines Instituts vom Staat nicht aus. Zwar habe man momentan eine "angemessene Kapitalausstattung"
, sagte Blessing der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Doch niemand wisse, was in dieser Krisenzeit auf die Banken zukomme.



HB FRANKFURT. Angesichts dessen sei auch an einen raschen Ausstieg des Staates nicht zu denken.

Wie lange der Staat involviert bleibe, entscheide die Regierung: "Aber sicher nicht nur zwei oder drei Jahre", wird Blessing zitiert. Die Staatsbeteiligung könne sich allerdings für die Steuerzahler als Geschäft erweisen: "Bei einem Kapitalmarktzins von um die drei Prozent verdient der Staat. Er nimmt Geld für drei Prozent und verleiht es für neun Prozent."

Blessing räumte ein, die Integration der Dresdner Bank, für die die Allianz einen Verlust von 6,4 Mrd. Euro ausgewiesen hat, werde schwierig werden: "Für 2009 rechnen wir noch mit erheblichen Umstellungskosten". Erst bis 2012 sollen die Erträge höher und die Kosten niedriger werden. Die Streichung der Boni sorge bei Dresdner und Commerzbank immer noch für großen Ärger: "Natürlich sind die Mitarbeiter enttäuscht. Das kann ich gut verstehen", sagte Blessing.


Wie schon vor ein paar Tagen gesagt, die Probleme des Wettbewerbs möchte ich nicht haben. :eek:
News - 04.03.09 20:40
Doppelschlag bei Großbank: UBS-Verwaltungsratschef Kurer geht

Nur wenige Tage nach der Ablösung von Vorstandschef Marcel Rohner räumt nun auch Verwaltungsratspräsident Peter Kurer seinen Posten. Nachfolger wird der ehemalige Schweizer Finanzminister Kaspar Villiger.


Die krisengeschüttelte Schweizer Großbank UBS will den ehemaligen Finanz- und Verteidigungsminister Kaspar Villiger als Verwaltungsratschef installieren. Villiger soll Peter Kurer ablösen, der die Präsidentschaft nach nur einem Jahr wieder aufgibt, wie die UBS am Mittwoch mitteilte.

Die Nominierung Villigers kommt, nur eine Woche nachdem die Bank Oswald Grübel an ihre operative Spitze geholt hatte. Der ehemalige Credit-Suisse-Chef ersetzt Marcel Rohner. Mit Kurer geht der letzte Repräsentant der alten Führungsmannschaft von Marcel Ospel. Unter Ospel - Kurer war sein Chefjurist und löste ihn 2008 als Präsident ab - hatte die UBS in den USA aggressiv expandiert, was ihr existenzbedrohende Verluste eingebrockt hatte. Das Institut weist für 2008 einen Verlust von 20 Mrd. Schweizer Franken (13,5 Mrd. Euro) aus. Überdies steht die UBS wegen der Verletzung des Bankgeheimnisses unter Beschuss. Im Steuerstreit mit den USA hatte die Bank Kundendaten weitergegeben, ohne ein gerichtliches Urteil abzuwarten.





Villiger verfügt über praktisch keine Erfahrung in der Bankenbranche. Der 68-Jährige gilt dafür als gut vernetzt und hat exzellente Kontakte in die US-Politik. In seine 15-jährige Amtszeit als Mitglied des Bundesrats fiel die Einigung der Schweiz mit den USA über Holocaustgelder. Dabei ging es um Konten jüdischer Naziopfer, die Schweizer Banken nach dem Zweiten Weltkrieg nicht offengelegt haben sollen.

Der Sohn einer Unternehmerfamilie (Zigarren, Fahrräder) mischt seit 1972 in der Politik mit. Als Finanzminister des Landes gelang es ihm, das Haushaltsdefizit zurückzufahren. 2003 zog sich das Mitglied der wirtschaftsnahen Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) aus der aktiven Politik zurück. 2004 wurde Villiger Verwaltungsrat bei Swiss Re und Nestlé . Beide Mandate will er aufgeben, falls ihn die Aktionäre in der Generalversammlung am 15. April wählen. Als Verwaltungsratspräsident einer Schweizer Bank hätte Villiger deutlich mehr Verantwortung als ein deutscher Aufsichtsratschef, denn das Gremium ist eng in das operative Geschäft eingebunden.

Aufgrund seiner Karriere gilt Villiger als indirekter Vertreter des Staates im Verwaltungsrat. Im Herbst hatte die Schweiz der UBS mit 6 Mrd. Schweizer Franken ausgeholfen. In der Öffentlichkeit wurde der Ruf laut, die Regierung müsse in das Gremium einziehen. Villiger erhält bei der UBS 850.000 Franken (rund 570.000 Euro) . Marcel Ospel hatte einen zweistelligen Millionenbetrag bezogen.

Auch der Chef der Deutschen Bank , Josef Ackermann, war für den UBS-Posten im Gespräch. Der im Mai 2010 aus seinem Amt Scheidende lässt offen, ob er danach bei einem Institut in seiner Schweizer Heimat antritt. So widerspricht er bewusst nicht den Gerüchten, 2010 dem Ruf der UBS zu folgen. Die UBS wählt ihren Präsidenten für ein Jahr.


Von Sarah Speicher-Utsch und Tim Bartz (Frankfurt)

Damit dürfte das Thema UBS & Ackermann endgültig vom Tisch sein.
Weitere schwierige Wochen ...


News - 06.03.09 18:18
Dax-Ausblick: Hoffen auf den Silberstreif


Analysten sprühen derzeit nicht vor Optimismus. Doch auch wenn sich noch keine Zeichen einer soliden Erholung für den schwächelnden Dax anbahnen, die Hoffnung auf eine Stabilisierung ist laut Experten durchaus berechtigt. Eine Konstante wird es aber auf jeden Fall geben: die Unberechenbarkeit.



HB FRANKFURT. Die von Anlegern ersehnte nachhaltige Erholung am deutschen Aktienmarkt wird wohl auch in der neuen Woche auf sich warten lassen. Nach dem ständigen Auf und Ab der vergangenen Tage und den kräftigen Verlusten der jüngsten Zeit könnte sich der Dax auf seinem jetzigen Niveau allerdings etwas fangen, sagten Analysten.

"Ein Schubser, der den Markt nach oben bringen könnte, ist noch nicht in Sicht", sagte LBBW-Aktienstratege Steffen Neumann. Der Dax könnte sich aber auf seinem jetzigen Niveau etwas stabilisieren. "Der Markt hat sich schon auf viel Negatives eingestellt." In der zuurückliegenden Handelswoche hat der Dax fast fünf Prozent verloren. Der Leitindex fiel auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren zurück.

Die Anleger suchen im Moment händeringend nach Anhaltspunkten, wie es an den Finanzmärkten weitergehen wird. Seit Jahresanfang hat der Dax weitere fast 25 Prozent nachgegeben. Die Finanz- und Wirtschaftskrise macht Prognosen äußerst schwer. Die Kurse schwanken oft extrem, und das Handelsvolumen ist äußerst niedrig. "Der Markt wird von einem Tag auf den anderen in eines anderes Szenario geworfen. Die Anleger müssen immer tagesabhängig reagieren", sagte Neumann.

Sowohl von der Konjunktur- als auch von der Unternehmensseite erwarten Börsenexperten in der neuen Woche nur wenig Impulse für den Markt. Die Berichtssaison der Dax-Unternehmen neigt sich langsam ihrem Ende zu. So stehen Bilanzpressekonferenzen von Eon (Dienstag), der Lufthansa (Mittwoch), K+S und Volkswagen (beide Donnerstag) an.

Wenn der größte deutsche Energieversorger Eon am Dienstag seine Bilanz für 2008 vorgelegt, interessiert Beobachter vor allem die Prognose von Vorstandschef Wulf Bernotat für dieses und das kommende Jahr. Die Konkurrenten RWE und GDF Suez hatten sich zuletzt angesichts der Wirtschaftskrise vorsichtig geäußert. Denn auch die eigentlich als sichere Anlage-Häfen in stürmischen Zeiten geltenden Versorger machen sich Sorgen.

Die Aktie der Lufthansa hat bereits am Freitag negativ auf die Nachricht reagiert, dass die Fracht-Tochter Cargo Teile ihrer Flotte vorerst am Boden lässt. Dies lag allerdings innerhalb der Markterwartungen.

Erst gegen Ende der Woche werden wichtige Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht. Für Donnerstag wird der Einzelhandelsumsatz erwartet, für Freitag die Handelsbilanz und der vorläufige Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan.
Für alle die noch Hoffnung auf bessere Zeiten haben:

Deutsche Bank neutral
06.03.09 - Credit Suisse
Zürich, 6 Mäz (newratings.de) - Daniel Davis, Analyst der Credit Suisse, stuft die Deutsche Bank-Aktie (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) unverändert mit "neutral" ein.

Der Informationsdienstleister Dealogic habe seine Daten für Februar veröffentlicht. Nach einer ersten Durchsicht der Zahlen sei man bei der Credit Suisse der Auffassung, dass die Umsätze der Deutschen Bank im ersten Quartal 2009 besser als erwartet ausfallen könnten, falls sich der gute Trend auch im März fortsetze. Die Deutsche Bank habe bereits bei Bekanntgabe der Zahlen zum vierten Quartal 2008 darauf hingewiesen, im Januar sehr gut in das neue Jahr gestartet zu sein.

Bei der Credit Suisse überprüfe man derzeit die Gewinnschätzungen für die Deutsche Bank. Allerdings sei aktuell nicht ein solch starker Trend abzusehen, dass man die grundsätzlichen Annahmen zum Geschäftsjahr 2009 revidieren müsse. Es könne jedoch davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse des ersten Quartals 2009 das Gesamtbild etwas günstiger erscheinen lassen würden. Angesichts der aktuellen Kursniveaus von rund 19,70 EUR sehe man keine Veranlassung zur Änderung des Ratings. Das Kursziel sehe man bei 21,50 EUR.

Die Analysten der Credit Suisse vergeben weiterhin das Rating "neutral" für den Anteilschein der Deutschen Bank. (Analyse vom 06.03.09) (06.03.2009/ac/a/d)
Alles unter Kontrolle ? !

News - 08.03.09 10:19
Deutsche Bank bekam wohl AIG- Rettungsmilliarden


Von der Rettung des US-Versicherers AIG haben offenbar etwa zwei Dutzend Vertragspartner des Konzerns im In- und Ausland profitiert, unter ihnen die Deutsche Bank. Demnach flossen insgesamt rund 50 Milliarden Dollar aus dem Rettungspaket an andere Finanzinstitute, die mit der American International Group Derivatgeschäfte abgeschlossen hatten.



HB NEW YORK. Die Deutsche Bank habe ebenso wie Goldman Sachs zwischen September und Dezember vergangenen Jahres rund sechs Mrd. Dollar erhalten, berichtete das "Wall Street Journal" am Samstag. Auf der Empfängerliste stünden außerdem Merrill Lynch, die französische Société Générale, Morgan Stanley, die Royal Bank of Scotland und die britische Großbank HSBC. Die Institute hatten in sogenannte Credit Default Swaps investiert, und AIG sicherte ihnen Garantien für mögliche Verluste zu.

Das Wirtschaftsmagazin "Fortune" listete am Samstag insgesamt 15 Institute auf, die Geld von AIG erhalten haben sollen. Neben der deutschen DZ Bank sind dies auch Calyon, Crédit Agricole, UBS, Barclays, Coral Purchasing, Bank of Montreal und Rabobank.

Der US-Kongress dringt auf eine Veröffentlichung der Geschäftspartner-Liste, damit bekannt wird, wohin das Geld der Steuerzahler geflossen ist. In einer Anhörung am Donnerstag hatte sich der Vizepräsident der US-Notenbank Fed, Donald Kohn, geweigert, die Namen preiszugeben. Dies würde das ohnehin schon schwer erschütterte Vertrauen in die Finanzmärkte weiter schwächen, argumentierte Kohn.

AIG hatte am Montag den horrenden Verlust von 99,3 Mrd. Dollar für das Jahr 2008 bekanntgegeben. Zum vierten Mal binnen weniger Monate musste die US-Regierung zur Rettung einspringen. Sie stellt dem Konzern weitere 30 Mrd. Dollar zur Verfügung, zusätzlich zu schon gewährten Notkrediten von etwa 150 Mrd. Dollar. Der Staat hält mitterweile 80 Prozent an AIG.
News - 08.03.09 16:32
Ackermann: Februar ist gut gelaufen

Die Deutsche Bank hat einen überraschend guten Start ins Jahr 2009 hingelegt. "Wir hatten bis Ende Januar 2,8 Mrd. Euro an Erträgen. Der Februar hat diese Entwicklung in der Tendenz bestätigt", sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann dem Handelsblatt.



FRANKFURT. In den ersten Wochen dieses Jahres habe sich das Geschäft wesentlich besser entwickelt als von Kritikern erwartet. Im Jahr 2008 hatte die Bank noch einen Verlust von 3,9 Mrd. Euro ausgewiesen.

Ackermann sagte weiteres Engagemant der Deutschen Bank zur Rettung der angeschlagenen Hypo Real Estate (HRE) zu. "Die Deutsche Bank hat zwölf Mrd. Euro zum ersten Hilfspaket beigetragen. Ohne uns wäre das nicht zustande gekommen. Wir werden unsere Verantwortung auch in Zukunft wahrnehmen", sagte Ackermann. Die Rettung der HRE sei von größter Bedeutung für den Finanzplatz Deutschland.

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Deutsche Bank
Ackermann: "Staat muss als Retter bereitstehen"
Peter Köhler, Bernd Ziesemer und Oliver Stock
08.03.2009

Was macht Josef Ackermann, wenn er ab 2010 nicht mehr Chef der Deutschen Bank sein wird? In einem Exklusiv-Interview mit dem Handelsblatt verrät Ackermann, was er wirklich vorhat. Außerdem spricht Ackermann über die Rettung der Hypo Real Estate und wie die Deutsche Bank ins neue Jahr gestartet ist.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann spricht mit dem Handelsblatt über seine Zukunftspläne.

Herr Ackermann, wir sehen weltweit den Trend zu Staatsbeteiligungen an Unternehmen. Verändert sich nicht das gesamte System der Kreditwirtschaft und damit der Marktwirtschaft?

Im Zuge der Finanzkrise sind wir immer mehr in eine systemische Krise hineingerutscht. Sie erforderte eine systemische Antwort. Die konnte nur vom Staat kommen und hatte damit zwangsläufig eine verstärkte Einflussnahme des Staates zur Folge. Gleichwohl bin ich der festen Überzeugung, dass privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen in einer offenen, aber fairen Wettbewerbsordnung den größtmöglichen Wohlstand für alle schaffen. Wir müssen also auch über Ausstiegsszenarien für den Staat nachdenken. Wenn der Staat zu lange in den Banken involviert bleibt, beeinträchtigt dies den Wettbewerb und damit die Marktwirtschaft und verändert unsere gesamte gesellschaftliche Ordnung.

Bekommen wir "Zombie-Banken", die vom Staat am Leben gehalten werden?

Zahlreiche Banken benötigen Kapital, können sich es aber derzeit nicht am Markt beschaffen. Der Staat muss deshalb als letzter Retter bereitstehen. Über die Zeit müssen wir allerdings zusehen, dass niemand künstlich am Leben gehalten wird.

Wird eine Exit-Strategie vielleicht auch deshalb kaum diskutiert, weil viele ein langes Engagement des Staates erwarten?

Der Staat kann nur aussteigen, indem staatliches Kapital über den Kapitalmarkt durch privates ersetzt wird. Das ist jedoch für eine geraume Zeit wohl nicht machbar.

Sie fordern einen fairen Wettbewerb. Banken, die scheitern, bleiben aber im Markt und machen wieder Neugeschäft. Ist das nicht fatal?


Die Verzerrung des Wettbewerbs ist eine Gefahr. Ich sehe diese Gefahr für die Deutsche Bank derzeit allerdings nicht. Die Bürgschaften des Staates sind für uns kein Problem, weil wir Geld zu günstigen Konditionen am Markt beschaffen können und unser langfristiger Mittelbedarf eher gering ist. Beim Eigenkapital kann ich auch noch keine Nachteile erkennen, weil die staatlichen Finanzspritzen ja oft eher als Ersatz für den Kapitalverzehr eingesetzt werden und nicht für Offensiven am Markt.

In Deutschland haben wir nicht nur die Diskussion über Banken, sondern auch über die Rettung von Industrieunternehmen, Stichwort Opel. Haben einige Unternehmen auch hier systemische Bedeutung?


Das muss im Einzelfall geprüft werden. Für mich wäre dabei entscheidend, ob ein Unternehmen über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügt und über Produkte mit Zukunft. Dann kann es vorübergehend vom Staat unterstützt werden. Falsche Strukturen dürfen dagegen nicht zementiert werden. Ein Unternehmen, das in absehbarer Zeit nicht verlässlich wieder fest auf eigenen Beinen stehen kann, sollte man nicht zu retten versuchen.

In der Finanzwirtschaft sehen wir weltweit die verschiedensten Rettungsschirme und Notmaßnahmen. Von einer Normalisierung sind wir dennoch weit entfernt. Wieso dauert das so lange?

Erstens ist das Vertrauen in die Banken nach den Erschütterungen der zurückliegenden Monate noch nicht wieder ausreichend zurückgekehrt. Zweitens gehen die Anleger davon aus, dass wegen der konjunkturellen Entwicklung weitere Risiken in den Bankbilanzen stecken und damit die Gefahr weiterer Verluste besteht. Daraus resultiert die Angst, dass der Staat zu Lasten der Aktionäre immer mehr Einfluss nimmt. Auf dem Geldmarkt hat sich bereits eine gewisse Entspannung ergeben, aber sie ist für die einzelnen Banken differenziert zu sehen.

Das ist schwer zu verstehen, bei Banken mit Staatsbeteiligung habe ich doch die volle Sicherheit?

Bei einer vollständigen Verstaatlichung haben Sie Recht. Bei Zwischenlösungen stellt sich aber weiter die Frage, ist der Staat bereit, gegebenenfalls auch den nächsten Schritt zu vollziehen? Systemrelevante Banken dürften heute allerdings absolut sicher sein.

Jeden Tag brauchen neue Banken wieder Milliarden aus dem Staatstopf. Reichen denn die 480 Mrd. Euro aus dem Rettungspaket der Regierung?

Wir alle hoffen, dass es reicht. Mit Sicherheit kann das aber niemand sagen. Für eine Endabrechnung ist es noch zu früh.

Eine Bank steht derzeit besonders im Fokus, die Hypo Real Estate. Hier steht ja eine Anschlussfinanzierung an. Sind die Banken wieder mit von der Partie?

Ich kann nicht für andere Banken sprechen. Die Deutsche Bank hat zwölf Mrd. Euro zum ersten Hilfspaket beigetragen. Ohne uns wäre das nicht zustande gekommen. Wir werden unsere Verantwortung auch in Zukunft wahrnehmen. Die Rettung der HRE ist von größter Bedeutung für den Finanzplatz Deutschland.

Wird eine Vollverstaatlichung dazu führen, dass sich die Situation stabilisiert?

Die Refinanzierung würde dadurch sicher stabilisiert.

Sind eigentlich die Konditionen des Soffin angemessen? Die Commerzbank muss immerhin neun Prozent Zinsen zahlen für die Kapitalspritze.

Ich finde die Konditionen angemessen. Der Steuerzahler erwartet für das Geld, das er zur Verfügung stellt, auch eine entsprechende Verzinsung. Auch Auflagen bei Dividende und Vergütung sind aus dieser Sicht nachvollziehbar. Allerdings darf das nicht so weit gehen, dass die betreffenden Banken keine Chance mehr haben, auf eigenen Beinen zu stehen. Dann ist das auch für den Steuerzahler am Ende kontraproduktiv.

Es muss also ein bisschen weh tun ?

Entscheidend ist, dass die Gesundung einer Bank nicht unmöglich wird.

Unabhängig davon, ob Sie sich daran beteiligen: Wie muss eine deutsche Bad Bank aussehen, damit die Banken aus dem Schlamassel herauskommen?

Dafür gibt es sicher kein perfektes Modell. Aber ich finde, der Bundesverband der privaten Banken hat einen guten Vorschlag gemacht. Die optimale Lastenverteilung zwischen Banken und Steuerzahlern zu finden, ist natürlich immer schwer.

Aber sie gehen davon aus, dass eine Lösung kommt?

Das wäre jedenfalls ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Finanzplatzes. Die Deutsche Bank selbst braucht das jedoch nicht.

Sie haben die Finanzkrise als Erdbeben mit wechselnden Epizentren beschrieben. Wo erwarten sie die nächsten Ausbrüche?

Bei Konsumentenkrediten und gewerblichen Immobilienkrediten, besonders in den USA, Großbritannien und Spanien. Ich erwarte auch eine Zunahme der Risiken im Firmenkundengeschäft.

Osteuropa bereitet derzeit vielen Experten großes Kopfzerbrechen ?

Osteuropa ist sicherlich ein Thema. Allerdings werden die Probleme hier auch teilweise überzeichnet. Wir bei der Deutschen Bank jedenfalls zerbrechen uns nicht den Kopf darüber.

Kann es nicht bei einzelnen Ländern zum Staatsbankrott kommen?

Wir erwarten keine Staatsbankrotte. Die meisten dieser Länder weisen keine allzu hohe Staatsverschuldung auf und mögliche Zahlungsbilanzprobleme könnten über den Mechanismus der Zahlungsbilanzhilfe für EU-Mitglieder und Nicht-Eurozonen-Mitglieder gedeckt werden.

Ihr Haus hat einen Europäischen Währungsfonds vorgeschlagen. Die Bereitschaft für eine Beteiligung daran scheint aber nicht besonders ausgeprägt zu sein.

Es liegt gerade auch im Interesse Deutschlands, dass wir uns für Mitgliedsländer, die in Bedrängnis geraten könnten, sinnvolle Stützungsmaßnahmen überlegen. Ein europäischer Währungsfonds wäre - anders als der ebenfalls diskutierte Eurobond - ein möglicher Weg, über den sich ein intensiveres Nachdenken lohnen könnte.

Kommen wir auf Ihr Geschäftsmodell zu sprechen. Die Deutschen Bank wandelt sich von der Investmentbank zur Universalbank. Wann erreichen die stabilen Geschäftsbereiche denn 50 Prozent des Geschäftsvolumens?

Wir wandeln uns nicht von einer Investmentbank zu einer Universalbank. Wir sind und bleiben eine globale Investmentbank mit einem starken Privatkundengeschäft. Das heißt eine integrierte Bank. Und ich habe schon vor Jahren angekündigt, dass wir die sogenannten stabilen Geschäftsbereiche ausbauen werden. Eine Quote für die Gewichte der Geschäftsfelder wollen wir nicht setzen. Das muss atmen können. Das Investmentbanking ist zwar volatil, erlaubt aber auch sehr schnell wieder sehr gute Gewinne, wenn es nach oben geht. Dagegen ist es momentan durch die Zurückhaltung der Kunden bei Wertpapiertransaktionen und höhere Risiken infolge der Rezession schwer, im Privatkundengeschäft die Erträge zu steigern.

Sie berichteten von einem guten Januar, wie lief das Geschäft im Februar?

Wir haben in den ersten Wochen des Jahres gesehen, dass sich unser Geschäft wesentlich besser entwickelt hat, als das viele Kritiker erwartet haben. Wir hatten bis Ende Januar 2,8 Mrd. Euro an Erträgen. Der Februar hat diese Entwicklung in der Tendenz bestätigt.

Das heißt dann aber auch, dass die Bedeutung von London und New York nicht schwinden wird?

Warum sollte sie? Wir sind eine global operierende Bank, und die USA sind nach wie vor der größte Finanzmarkt. Wir beabsichtigen nicht, dieses große Potenzial ungenützt zu lassen. Insofern haben New York, aber auch andere wichtige Finanzplätze wie London oder die in Asien nichts an ihrer Bedeutung verloren.

Können Sie sich Zukäufe im Ausland vorstellen?

Im Bereich Transaction Banking kann ich mir das vorstellen. Das werden aber keine sehr großen Transaktionen sein. In anderen Bereichen machen Zukäufe für uns derzeit keinen Sinn.

Was sind denn die wirtschaftlichen Vorteile für die deutsche Bank ohne Staat auszukommen?

Wir bleiben weiter attraktiv für die besten Fachkräfte. Hinzu kommt: Wir können weiter ungehindert global tätig sein. Und nicht zu vergessen: Wenn wir es schaffen, die größte Finanzkrise seit Menschengedenken aus eigener Kraft zu bewältigen, wird dies für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr motivierend sein.

Die HSBC zieht eine riesige Kapitalerhöhung durch. Ist das ein Zeichen von Stärke, ist dieser Weg wieder gangbar?

Für starke Banken war dieser Weg immer gangbar. Wir haben aber keinen Bedarf.

Und der Markt differenziert wieder?

Der Markt differenziert hier sehr genau, ja.

Die Aktienmärkte differenzieren aber sehr wenig, die Volatilität der Deutsche Bank-Aktie ist vergleichbar mit der Commerzbank.

Ganz so ist es nicht. Schauen Sie sich die Werte-Relationen heute und vor ein oder zwei Monaten an. Aber, Sie haben Recht, das angeschlagene Vertrauen in die Branche insgesamt wirkt sich auch auf unseren Kurs aus, obwohl wir große Transparenz in unseren Zahlen hergestellt haben. Aber so was braucht Zeit, um Wirkung zu zeigen.

Aber die illiquiden Bestände, die so genannten Level 3-Assets, sind nach wie vor hoch. Passt das zur geforderten Transparenz?

Eine Bewertung von Assets nach Level-3 ist nicht intransparent. Assets müssen bereits dann in die Level-3 Klassifizierung aufgenommen werden, wenn nur ein wesentlicher Bewertungsparameter im Markt nicht aktuell beobachtbar ist. Soweit alle anderen Parameter aktuelle Marktdaten darstellen, erfolgt somit auch bei Level-3 Assets eine marktnahe und transparente Bewertung. Anfang Februar haben wir bereits den Bestand unsere Level-3 Assets näher erläutert, und werden das auch detailliert im Geschäftsbericht für das vergangene Jahr tun, der am 24. März erscheint.

Kommen wir zur Postbank. Der Deal läuft über mehrere Jahre, ist das nicht zu viel Unsicherheit in diesen Zeiten?

Von Unsicherheit kann hier keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Deutsche Bank besitzt heute bereits eine Sperrminorität und exklusive Kooperationsmöglichkeiten mit einer für das deutsche Privatkundengeschäft strategisch bedeutsamen Bank, die ein attraktives Kunden- und Produktportfolio und sehr motivierte Mitarbeiter hat. Zugleich haben wir hohe Flexibilität hinsichtlich der weiteren Entwicklung. Dies ist eine starke Position, die wir nutzen wollen und werden.

Ist mit der Sperrminorität ausgeschlossen, dass die Postbank staatliche Rettungsmaßnahmen nutzt?


Die Postbank führt sich selbst. Wir sind bisher noch nicht einmal im Aufsichtsrat vertreten.

Die Eigenkapitalrendite in der Deutschen Bank von 25 Prozent ist vorerst passé. Halten Sie dennoch an der Meßlatte fest?

Eine Rendite auf das Eigenkapital von 25 Prozent vor Steuern war eine Zielsetzung in Zeiten, als bei Banken Kapitalquoten zwischen sechs und acht Prozent üblich waren. Zwischenzeitlich liegen die Eigenkapitalquoten höher und das Umfeld ist schwieriger geworden. Dennoch bin ich nach wie vor der Meinung, dass wir wieder 25 Prozent bei den Banken erleben werden. Ich wäre nicht überrascht, wenn einige schon im ersten Quartal wieder Renditen von über 20 Prozent erreichen.

Aber im Retailbanking geht das doch nur bei Bevölkerungsgruppen, die für die Banken höhere Risiken bedeuten?

Nein, das stimmt nicht. Im Beratungsgeschäft ist der Kapitaleinsatz relativ gering. Das heißt die Möglichkeit, eine hohe Eigenkapitalrendite zu erreichen, ist hier hoch. Das gilt insbesondere auch für das Private Banking. Wenn man vorwiegend Kreditgeschäft macht, sind natürlich Kapitalrenditen von 25 Prozent unmöglich.

Zu ihrem Führungsmodell: Müssen Sie das Group Executive Committee anpassen? Es wird schon über ein Zurück zum klassischen Vorstandsmodell spekuliert.

Zu Spekulationen will ich mich nicht äußern. Da ist viel Unsinn zu lesen, etwa, dass die Bank sich vom Investmentbanking abwenden will. Aber Eines ist richtig: Wir bereiten uns auf die Zukunft vor. Das ist ja wohl selbstverständlich.

Können wir eine Doppelspitze erwarten?

Kein Kommentar!

Das GEC wird aber nicht abgeschafft, oder?

Das GEC bietet viele Vorteile. Die wollen wir weiter nutzen.

Im nächsten Jahr ist Ihr endgültiger Abgang, da haben Sie keine Interpretationslücke gelassen.

Ja, ich habe wiederholt erklärt, dass ich nicht länger an der Spitze der Bank stehe als bis zur Hauptversammlung 2010.

Was kommt nach der Zeit bei der Deutschen Bank?

Da kommen viele Optionen auf mich zu. Aber das ist für mich jetzt noch kein Thema. Meine volle Aufmerksamkeit gilt der Deutschen Bank.

In der Schweiz war jetzt zu lesen, Sie seien bereit für einen Franken bei der UBS anzufangen?

Bei allem Patriotismus, aber da träumt wohl jemand.

Sie freuen sich besonders auf ihre Zeit in den Hörsälen, heißt es.

Ich habe einen Lehrauftrag an der London School of Economics und an der Uni Frankfurt. Das macht mir Freude, lastet mich aber natürlich nicht aus. Dasselbe gilt für meine Aufsichtsratsmandate bei Siemens und Shell.

Welche Ratschläge halten Sie für Ihren Nachfolger parat? Sie standen doch oft und manchmal unvermittelt in der Kritik.

Der Chef der Deutschen Bank braucht ein gutes Verständnis der globalen Zusammenhänge, zugleich aber auch der deutschen Verhältnisse, und er muss die unterschiedlichen Kulturen in den verschiedenen Geschäftsbereichen erfolgreich zusammenführen können. Gemeinsames Ziel ist und bleibt der Erfolg der Gesamtbank. Der Chef der Deutschen Bank steht in Deutschland außerdem extrem stark unter Beobachtung und oft im Kreuzfeuer der Kritik, weil er in gewissem Sinne hier auch eine politische Rolle spielt. Mit dieser Situation muss man gut umgehen können und zusammen mit dem Führungsteam den gemeinsam als richtig erachteten Weg konsequent weitergehen.

Sich nur auf das Bankgeschäft zu konzentrieren geht also nicht ?

Nein, das reicht für den Chef der Deutschen Bank nicht. Die Position stellt besonders vielfältige Anforderungen.
eine kurze Frage an die Bilanzleser oder sowieso Experten.

Ich habe noch vor ein paar Monaten bei Comdirekt unter "Beteiligungen" der Deutschen Bank Volkswagen gefunden. Jetzt finde ich diese Beteiligung nicht mehr.
Jetzt die Frage eines Laien:
Wird hier das Tafelsilber verkauft? Oder war das sowieso nur eine Momentaufnahme und auch solche Beteiligungen werden andauernd hin und her geschoben?

Danke für die hoffentlich konstruktive Antwort.
:cool:

Die haben zur Rechten Zeit VW für bestimmt über 700 € verkauft. Einige wenige Dumme halten immer noch VW und denken, dass wird schon wieder steigen. Die Großen sind alle Raus ! Gut für DB. Hat sich gelohnt !

:cool:
Wann fangen die Staatsanwaltschaften endlich an, gegen die Aufteilung der der Beute (Boni-Zahlungen) unter den Vorständen bei hoher Verlustposition bei Unternehmen vorzugehen? Oder sollten sich unter dieser Institution nur \"Schmalspurjuristen\" verstecken, deren geistiges Können sich auf einfachen \"Juristendreck\" begrenzt??:confused:
;)

News - 11.03.09 21:07
JP Morgan offenbar seit Jahresbeginn profitabel


Nach dem guten Ergebnis der Citigroup, schreibt offenbar auch die US-Großbank JP Morgan seit Jahresbeginn schwarze Zahlen. Im Januar und Februar habe das Geldhaus profitabel gearbeitet, sagte Konzernchef Jamie Dimon dem Sender CNBC am Mittwoch.



HB WASHINGTON. Bei einer Wirtschaftskonferenz der US-Handelskammer erklärte Dimon zudem, er sehe bescheidene Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung. JP Morgan Chase gehört in der gegenwärtige Krise zu den stabilsten US-Instituten.

An der Wall Street sorgten die Äußerungen des Firmenchefs in einem wechselhaften Handel für Kursaufschläge bei den Finanzwerten. Die Aktien von JP Morgan schlossen 4,6 Prozent im Plus, die von Citigroup gewannen 6,2 Prozent. Die Papiere von Branchenprimus Bank of America legten 2,9 Prozent zu. Am Vortag hatten die US-Börsen mit einer Rally auf die Nachricht reagiert, dass die vom Staat gerettete Citigroup laut einem internen Schreiben von Bankenchef Vikram Pandit zu Jahresbeginn Gewinne verzeichnet habe.



Quelle: Handelsblatt
Ende der Finanzkrise ?:rolleyes:


News - 13.03.09 09:14
Bank of America startet gut ins Jahr und braucht keine neue Staatshilfe


BOSTON (dpa-AFX) - Die angeschlagene Bank of America ist nach Aussage ihres Chefs Kenneth Lewis profitabel ins laufende Jahr gestartet und sollte die Krise ohne weitere Staatshilfe überstehen. Mit dieser Zuversicht schließt sich Lewis seinen Kollegen an - Citigroup-Chef Vikram Pandit und JPMorgan-Chef Jamie Dimon hatten beide bereits von schwarzen Zahlen zum Jahresauftakt berichtet. Laut Lewis wird die Bank of America im gesamten Jahr 2009 Gewinne machen - zwischen Oktober und Dezember letzten Jahres hatte das Institut zum ersten Mal seit 17 Jahren einen Quartalsverlust geschrieben.

Lewis sagte am Donnerstagabend, vor Steuern, Kreditausfällen und Abschreibungen könne die Bank 2009 einen Gewinn von 50 Milliarden Dollar machen. Unter dem Strich rechne er am Ende mit schwarzen Zahlen, vor allem wenn Firmen- und Privatkunden wieder mehr Geld investierten. Erste Zeichen einer Erholung würden seiner Ansicht nach vom Häusermarkt kommen. Der Bank-of-America-Chef zeigte sich zuversichtlich, dass sein Institut den anstehenden 'Stress-Test' der Regierung bestehe und die Steuerzahler nicht weiter belasten werde.

Die Bank of America hatte sich an dem Blitzkauf der Investmentbank Merrill Lynch im vergangenen Herbst verhoben, das strauchelnde Institut brachte ihre zuvor in der Krise eigentlich gut davon gekommene Mutter in Not. Insgesamt bekam die Bank of America Staatshilfen in Höhe von 45 Milliarden Dollar, 20 Milliarden Dollar davon im Januar./RX/sb/zb/wiz

Quelle: dpa-AFX
News - 18.03.09 17:10
Bank of America-Chef: Könnten Staatshilfen bereits zum Jahresende zurückzahlen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Bank of America stellt die Rückzahlung der Staatshilfen noch in diesem Jahr in Aussicht. Die 45 Milliarden US-Dollar an staatlichen Geldern könne je nach Entwicklung der Konjunktur bereits Ende diesen und Anfang nächsten Jahres zurückgezahlt werden, sagte Bankenchef Kenneth Lewis der Zeitung 'Charlotte Observer'. Die Bank könne das Geld bereits heute auszahlen, stellte sie nicht zusätzliches Kapital angesichts des instabilen Zustands des Finanzsystems zurück. Für dieses Jahr erwartet Lewis zudem schwarze Zahlen für seine Bank - es sei denn, das Finanzsystem breche vollends zusammen. Wenige Tage zuvor hatte Lewis gesagt, die Bank of America sei in den ersten beiden Monaten des Jahres profitabel gewesen./RX/fn/he

Quelle: dpa-AFX
Zug um Zug geht's weiter ....


POLITIK
Fed stützt Kreditmärkte mit über einer Billion
18.03.2009, 19:40 Uhr
Im Kampf gegen die Rezession greift die US-Notenbank zu einer ihrer schärfsten Waffen: Die Fed kündigte am Mittwochabend an, über die kommenden sechs Monate langfristige Staatsanleihen im Wert von bis zu 300 Mrd. Dollar und hypothekenbesicherte Wertpapiere im Umfang von 750 Mrd. Dollar aufzukaufen. Die US-Aktienmärkte reagieren positiv, der Dollar gerät weiter unter Druck
News - 22.03.09 19:07
Societe-Generale-Chefs beugen sich Regierung: Verzicht auf Aktienoptionen

PARIS (dpa-AFX) - Auf Druck der französischen Regierung verzichten die Topmanager der Großbank Societe Generale (SG) nach Informationen des 'Figaro' nun doch auf ihre Aktienoptionen. Ursprünglich hatten SG- Präsident Daniel Bouton und Generaldirektor Frédéric Oudéa nur versprochen, ihre Optionen auf 70 000 beziehungsweise 150.000 Aktien so lange nicht zu nutzen, wie der Staat der Bank mit 1,7 Milliarden Euro Eigenkapital hilft. Wirtschaftsministerin Christine Lagarde forderte sie daraufhin am Sonntag nachdrücklich zum völligen Verzicht auf. Die Manager hätten eingelenkt, berichtet die regierungsnahe Zeitung am Sonntag im Internet.

In einem Brief an die Mitarbeiter würden die Manager ihre Entscheidung begründen. Boutons Gehalt war bereits auf Geheiß der Regierung nach der Kapitalspritze gekappt worden. Der langjährige Konzernchef hatte 2008 bereits mit Aktienoptionen 1,3 Millionen Euro zusätzlich zum Gehalt eingenommen. Seit der Bankenkrise sind die Aktienoptionen für Manager in Frankreich heftig umstritten.

Die SG hatte 2008 nur deswegen zwei Milliarden Euro Gewinn geschrieben, weil 24 Milliarden Euro unbewertbarer Aktiva umgebucht wurden. :eek: Die Bank profitierte auch von der US-Hilfe für den insolventen Versicherer AIG, der 11,9 Milliarden Dollar nach Paris überwies. Die Manager sollten die Aktien zum Preis von 24,45 Euro ziehen können und hätten damit vom Start weg Kasse machen können. Insgesamt profitieren 4800 Mitarbeiter von dem Plan, der bis zu 0,75 Prozent des Aktienkapitals umfassen sollte. Zwei Stellvertreter Oudéas verzichten dem Blatt zufolge ebenfalls auf ihre Optionen./hn/DP/
News - 23.03.09 21:02
Topökonomen fordern eine neue Finanzwelt

Führende Ökonomen haben die Regierungen der großen Industrienationen vor dem anstehenden G20-Gipfel zu einem fundamentalen Umbau des Bankensystems aufgerufen. Mit den bisherigen Maßnahmen stoße das Krisenmanagement nicht bis zum Kern des Problems vor, mahnen sie. Ihre Lösung sieht eine Rückkehr zur Strategie des "Narrow Banking", dem begrenzten Banking, vor.



NEW YORK. Die Geschäfte der Banken müssten künftig auf ihre Kernaufgaben beschränkt und das Einlagengeschäft vom riskanten Finanzgeschäft getrennt werden, schreibt Nobelpreisträger Edmund Phelps in einem Brief an Großbritanniens Premierminister Gordon Brown, der dem Handelsblatt vorliegt: "Zu den Maßnahmen (...) gehört notwendigerweise, dass die Investment-Banking-Aktivitäten von Geschäftsbanken entweder abgetrennt oder geschlossen werden", so Phelps.

Seine Vorschläge haben eine ähnliche Stoßrichtung wie der sogenannte Glass-Steagall-Act, der 1933 als Folge der Großen Depression von Präsident Franklin D. Roosevelt in den USA erlassen wurde. Nach mehreren Modifizierungen wurde das Gesetz 1999 unter Präsident Bill Clinton schließlich wieder komplett aufgehoben. Ursprünglich ging es darum, durch eine Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken zu verhindern, dass die Einlagen privater Kunden zu leichtsinnig aufs Spiel gesetzt werden.

Der Professor der New Yorker Columbia University schreibt im Auftrag der Organisation "Center on Capitalism and Society", in der hochdekorierte Ökonomen ihre Vorschläge zur Rettung des Finanzsystems einbringen. Auch Nobelpreisträger Joseph Stiglitz sowie die renommierten Professoren Robert Shiller (Yale) und Jeffrey Sachs (Harvard) gehören zu den Mitgliedern dieses Think-Tanks. Mit ihrem offenen Brief geben die Starökonomen einen Anstoß für eine tiefer gehende Diskussion über die Bekämpfung der Finanzkrise. Bisher konzentrieren sich die Regierungen der führenden Industrienationen weitgehend auf milliardenschwere Rettungspakete, um ihre Großbanken am Leben zu halten, sowie auf eine schärfere Regulierung von Investmentfirmen. Mit diesen Maßnahmen stoße das Krisenmanagement aber nicht bis zum Kern des Problems vor, mahnen die Ökonomen. Stiglitz etwa fordert Hilfen für "gute Banken", anstatt die schlechten Banken mit immer neuen Milliardensummen zu stützen.

Die US-Regierung hätte mit den 700 Mrd. Dollar aus dem Banken-Rettungspaket ein Kreditinstitut mit Vermögenswerten von bis zu sieben Billionen Dollar ausstatten können, heißt es in dem Brief. Auch die Regulierung von Hedge-Fonds sei nicht des Rätsels Lösung. Eine "exzessive Regulierung" von Hedge-Fonds, Private-Equity-Fonds oder anderen Risikokapitalgebern müsse sogar verhindert werden, schreibt Phelps. Notwendig sei vielmehr, dass innovative und riskante Geschäftsideen angemessen finanziert würden, damit die Wirtschaft wieder an Dynamik gewinnen könne: "Ohne sie wird die globale Wirtschaft leiden."

Die größten Probleme im Zuge der Finanzkrise bereiteten nicht Hedge-Fonds, sondern mache vielmehr der hochregulierte Teil der Geschäftsbanken, betont auch der Kölner Unternehmer Peter Jungen, der als Chairman im Beratergremium des Center on Capitalism and Society sitzt: "In den vergangenen Monaten sind nicht weniger als 1 500 Hedge-Fonds geschlossen worden. Hier reguliert sich ein Bereich, der mit Eigenkapital arbeitet, selbst." Viele Großbanken indes hätten mit den Einlagen ihrer Kunden wie ein Hedge-Fonds agiert, allerdings "ohne sich abzusichern". Der Brief des Think-Tanks an die Regierungen im Vorfeld des G20-Gipfels sei als Gedankenanstoß gedacht, sich stärker als bisher mit diesem Strukturproblem zu beschäftigen, sagt Jungen.

Die Rückkehr zur Strategie des "Narrow Banking" (Begrenztes Banking) spielt in den Vorschlägen der Ökonomen eine zentrale Rolle. Würden die Maßnahmen konsequent umgesetzt, dürften etwa Citigroup oder die Deutsche Bank künftig kein Investment-Banking mehr unter ihrem Konzerndach betreiben. Zumindest müsste das Einlagengeschäft vom riskanten Finanzgeschäft mittels einer sogenannten Firewall organisatorisch getrennt werden. Es sei Konsens unter den Ökonomen, dass "die große, diversifizierte Konglomeratsstruktur der Finanzbranche" die spekulativen Exzesse der vergangenen Jahre produziert habe, betont Phelps. Allerdings haben sich 2008 im Zuge der Finanzkrise Goldman Sachs und Morgan Stanley, die beiden letzten großen Investmentbanken der USA, gerade erst offiziell in Geschäftsbanken umgewandelt, weil das reine Investment-Banking als nicht mehr tragfähiges Geschäftsmodell galt; praktisch besehen hält Goldman Sachs allerdings daran fest.

Auch der Wechsel von persönlichen zu technischen Beziehungen sowie kreative Buchführungsideen hätten zur Krise beigetragen, schreibt Phelps. Eine Rückkehr zu einem begrenzten Bankgeschäft würde wieder persönliche Beziehungen zwischen Bankern und ihren Kunden fördern und auf diese Weise auch das Risikomanagement erleichtern.

In der Bankenbranche selbst nehmen die Befürworter eines Trennbankensystems ebenfalls zu. Es sei danach leichter, zu erkennen, wo die Risiken lägen, und sie zu kontrollieren, argumentieren Banker. Außerdem werde auf diese Art eine Quersubventionierung verhindert. Es gilt in der Branche als offenes Geheimnis, dass Kredite in den Hochzeiten des Investment-Bankings um 2006 billig an Unternehmen vergeben wurden, um dadurch leichter lukrative Mandate im Investment-Banking für sich zu gewinnen.
Deutsche Bank über Widerstand

Die Aktie der Deutschen Bank ist heute über den charttechnischen Widerstand von 30 Euro geklettert. Nach Händlerangaben spekulieren einige Marktteilnehmer auf eine positive Aussage Josef Ackermanns zum ersten Quartal 2009 auf der morgigen Bilanzpressekonferenz. Die ersten beiden Monate des Jahres waren bereits sehr gut verlaufen. Ein Schlusskurs über 30 Euro dürfte der Aktie noch einmal Auftrieb verleihen. Trader springen auf den fahrenden Zug auf und stoppen die Position bei 26 Euro ab.
+++ Deutsche Bank erwartet 2009 Rückkehr in die Gewinnzone, +++ benötigt kein frisches Kapital

24.03.2009
aktiencheck.de

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) geht für das laufende Fiskaljahr trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen an den internationalen Finanzmärkten von einer Rückkehr in die Gewinnzone aus.

"Sofern die Entwicklung der Weltwirtschaft, unserer Wettbewerber und an den Finanzmärkten ebenso wie Veränderungen im rechtlichen und regulatorischen Umfeld im hier dargelegten Rahmen bleiben, sollte die Deutsche Bank 2009 in die Gewinnzone zurückkehren", heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht der Deutschen Bank für das abgelaufene Fiskaljahr 2008. Dennoch geht man für 2009 angesichts der nachlassenden Kundennachfrage in einigen Produktbereichen, gestiegenen Anforderungen bei der Kreditvergabe und der allgemeinen Zurückhaltung von privaten und institutionellen Investoren von einer weiteren Beeinträchtigung der Ertragslage aus. Für 2010 ist nach Einschätzung der Deutschen Bank mit einer gewissen Erholung im Bankensektor zu rechnen.

Konzernchef Joseph Ackermann zeigt sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin optimistisch, dass die Deutsche Bank letztendlich gestärkt aus der derzeitigen Krise hervorgehen werde, ohne dass man zusätzliches Kapital benötige. Der Start in das laufende Fiskaljahr ist nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden erfreulich verlaufen.

Erfreulich ist schonmal besser als häßlich !
Wer aber glaubt, dass wir nach 5 Mrd. € Minus in 2008
mit 6 Mrd. € Plus in 2009 weitermachen, liegt falsch !
Ich denke wir können uns alle freuen, wenn wir bei 2,5 Mrd € Plus landen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.833.400 von codiman am 24.03.09 11:49:06Klar, dann wär aber die DB aktuell immer noch stark unterbewertet.

Ein Kurs von 50 bis 60 ist wohl bei stabiler Börsenentwicklung das realistischste Szenario.

Cheers
So jetzt wieder short, nach der Deppenralley ist das Ding völlig ueberbewertet. Jetzt kann es wieder rückwärts gehen. über 100 %in 2 Wochen ist doch etwas viel. Runter mit dem Dreck
Deutsche Bank strotzt wieder vor Optimismus
Rückkehr in Gewinnzone angestrebt. Ackermann verzichtet dennoch auf 90 Prozent seines Gehalts
Sebastian Wolff
BERLIN. Nach einem rabenschwarzen Jahr mit einem hohen Milliardenverlust strotzt die Deutsche Bank wieder vor Optimismus und strebt für 2009 sogar einen Gewinn an. Zwar werde die Branche insgesamt wegen des weltweiten Konjunkturabschwungs im laufenden Jahr erneut mit großen Schwierigkeiten konfrontiert sein, erklärte Vorstandschef Josef Ackermann im gestern veröffentlichten Geschäftsbericht seines Instituts. Gleichwohl sei die Deutsche Bank richtig positioniert, um diese Herausforderung zu meistern.
"Zeichen der Solidarität"

Wenn die Weltwirtschaft nicht stärker einbreche als erwartet sei sogar eine Rückkehr in die Gewinnzone möglich. Obwohl die Deutsche Bank bislang kategorisch auf Staatshilfe verzichtet, steht sie offenbar wieder wesentlich besser da als viele ihrer Konkurrenten. Das macht sich auch am Aktienkurs bemerkbar: Seit seinem Tief vor zwei Monaten, als das Deutsche-Bank-Papier zeitweise nur noch 17 Euro wert war, hat sich der Kurs deutlich erholt: Gestern kostete die Aktie schon wieder mehr mehr als 32 Euro - und damit fast doppelt so viel wie noch Ende Januar. Allerdings hatte die Aktie 2007 noch bei über 100 Euro notiert.

Trotz der neuen Zuversicht übt sich Bankchef Ackermann, der 2010 von seinem Posten abtritt, persönlich vorerst in Bescheidenheit: 2008 hat er 90 Prozent weniger verdient als im Jahr zuvor: Während er 2007 noch fast 14 Millionen Euro einstrich, waren es im vergangenen Jahr nur noch 1,39 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht - 1,15 Millionen Euro Grundgehalt und 240 000 Euro Sonderleistungen. Der wichtigste Grund für den Gehaltsrückgang: Ackermann verzichtete komplett auf die hohen Bonuszahlungen, die ihm laut Arbeitsvertrag trotz des Milliardenverlusts der Bank auch für 2008 eigentlich zugestanden hätten. Denn der Bonus besteht auch aus einem längerfristigen Anreiz, der für mehrere Jahre berechnet wird. Ackermann hatte seinen Verzicht bereits im Oktober angekündigt, um damit "ein Zeichen der Solidarität in der Finanzkrise" zu setzen. Die anderen Mitglieder des Bank-Vorstandes folgten seinem Beispiel.

Wegen der dramatisch zurückgegangenen Manager-Gehälter spart die Deutsche Bank nun viel Geld: Die Gesamtkosten für die Bezahlung der Vorstände sanken von 33,18 Millionen Euro (2007) auf 4,48 Millionen Euro (2008).Immerhin etwas. :rolleyes:

Allerdings verzeichnete das größte deutsche Geldinstitut wegen des schlechten vierten Quartals auch einen Jahresverlust von 3,9 Milliarden Euro, so dass Ackermann und seine Kollegen ohnehin einen starken Gehaltsverlust hätten hinnehmen müssen. "2008 war für den Bankensektor das schwierigste Jahr seit vielen Jahrzehnten", schrieb Ackermann im Jahresbericht.

Dem Geschäftsbericht zufolge hielten die Spitzenmanager der Deutschen Bank Ende Februar 0,08 Prozent der Unternehmensanteile. Die meisten Aktien entfielen auf Ackermann. Er besitzt etwa 335 000 der Wertpapiere, was einem Wert von über zehn Millionen Euro entspricht. Neben den Aktien halten die Vorstände auch Aktienoptionen.

Nicht nur bei der Deutschen Bank verzichten die Top-Manager auf einen Großteil ihres Gehalts: Nach einem öffentlichen Aufschrei haben mehrere Manager des am Tropf der US-Regierung hängenden Versicherers AIG Boni in Höhe von rund 50 Millionen Dollar zurückgezahlt. Auch 15 der 20 Manager mit den höchsten Zulagen haben sich bereit erklärt, in vollem Umfang auf ihre Prämien zu verzichten, sagte der verantwortliche New Yorker Staatsanwalt Andrew Cuomo. Cuomo untersucht, ob die Zahlung von Zulagen in Höhe von 165 Millionen Dollar rechtmäßig war, weil AIG lediglich durch Staatshilfen von mehr als 180 Milliarden Dollar am Leben gehalten wurde.

Auch der Chef der Schweizer Großbank Crédit Suisse erhält für 2008 nur noch ein Zehntel seines Gehalts. So verdiente Konzernchef Brady Dougan laut Geschäftsbericht 2008 2,86 Millionen Franken. 2007 waren es noch 22 Millionen.
Na dann wollen wir mal hoffen, das Joe' s Aktien beim Eintritt in den Ruhestand 50 Mio. € wert sind. :lick::lick::lick:;););)
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News - 27.03.09 21:39
Obama bringt US-Bank-Chefs auf Linie

Nach scharfer Kritik an der Finanzbranche hat US-Präsident Barack Obama bei einem Treffen den Schulterschluss mit führenden US-Bankern gesucht. Mit Erfolg: Am Ende des Gesprächs stimmten sie seinen Plänen zur Finanzmarktregulierung vorbehaltlos zu. Und auch in Sachen Manager-Gehälter gaben sich die Banker reumütig.



HB WASHINGTON. Spitzenvertreter der amerikanischen Finanzbranche und US-Präsident Barack Obama haben nach einem Gespräch Einigkeit demonstriert. Die zentrale Botschaft sei, dass alle in einem Boot säßen, sagte der Chef der Bank Wells Fargo, John Stumpf, am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinen Kollegen. Obama betonte laut Präsidialamt bei dem Treffen, dass das Problem fauler Kredite dringend gelöst und der Kreditverkehr zwischen den Banken wieder in Gang gebracht werden müsse.

Nach Einschätzung von Citigroup-Chef Vikram Pandit schaffen die Pläne der US-Regierung die Basis für neues Vertrauen in die Finanzbranche. Das Treffen im Weißen Haus sei konstruktiv gewesen, sagte Pandit weiter. Sein Institut werde bei den Rettungsmaßnahmen der Regierung alles in Augenschein nehmen, auch den Plan zum Aufkauf fauler Kredite.

Der Chef von JPMorgan, Jamie Dimon, sagte auf CNBC, die Banker wüssten, dass im Zusammenhang mit Manager-Gehältern Fehler gemacht worden seien. Obama hatte die Finanzbranche scharf für Boni-Zahlung in Krisenzeiten kritisiert, die im ganzen Land einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatten. Der Chef von Bank of America, Ken Lewis, sagte, alle wüssten, dass die goldene Zeit der Bankgehälter vorbei sei.

Obamas Sprecher Robert Gibbs sagte, es herrsche mit den Bank-Chefs Einigkeit darüber, dass die Grundstruktur der Finanzmarktregulierung überarbeitet werden müsse. US-Finanzminister Timothy Geithner hatte in dieser Woche ein Hilfspaket zum Aufkauf fauler Wertpapiere und schärfere Regeln für Finanzunternehmen wie Hedgefonds angekündigt. Die bisher ohne durchgreifende Aufsicht agierenden Hedge-Fonds, Private-Equity-Firmen und der Handel mit Derivaten sollen demnach an die kurze Leine genommen werden. "Es geht nicht um Reparaturen am Rande, sondern um neue Spielregeln", sagte er. Geithner schlug zudem einen "Super-Regulierer" vor, der künftig Risiken für das gesamte Finanzsystem im Blick haben und im Bedarfsfall eingreifen soll.

Kurz zuvor hatten Geithner und Notenbankchef Ben Bernanke gemeinsam unterstrichen, dass der Staat künftig nicht nur Geschäftsbanken, sondern im Krisenfall auch Versicherungen, Hedge-Fonds und andere große, bedeutende Finanzinstitutionen übernehmen und abwickeln können muss.
Obama wird seine Rettungspläne für die rezessionsgeplagte US-Wirtschaft voraussichtlich in der kommenden Woche beim G20-Gipfel in London vorstellen.

Das Treffen mit Obama stand bei der Bank of America und bei JPMorgan auch im Zeichen von Pessimismus für das März-Geschäft. Dimon sagte, der Monat sei für JPMorgan "ein bisschen hart" gewesen. Lewis bezeichnete den Handel bei Bank of America als "nicht so gut" wie in den ersten zwei Monaten des Jahres. Die Äußerungen belasteten Bankwerte und drückten den gesamten Aktienmarkt.



Quelle: Handelsblatt.com
harter tobak...

http://www.deepcapture.com/deutsche-bank-sold-massive-amount…


und obendrein gibts/gab es noch 12 mrd. von AIG... ja wen wundert es, wenn man so gut vernetzt ist.

nur keine (deutsche) staatshilfen, lieber verdeckte staatshilfen von us, ...


yes i`m acki......................................



yes we can........................................




think about it ;)
News - 30.03.09 09:37
Aktien Frankfurt Eröffnung: Sehr schwach - News aus Auto- und Finanzsektor

FRANKFURT (dpa-AFX) - Negative Vorgaben haben am Montag für Kursverluste am deutschen Aktienmarkt gesorgt.
In den ersten Handelsminuten fiel der Leitindex DAX , der bis vergangenen Donnerstag sieben Tage in Folge zugelegt hatte, um 2,65 Prozent auf 4.092,08 Zähler. Der MDAX der mittelgroßen Werte gab um 2,08 Prozent auf 4.412,49 Punkte nach, der Technologiewerte-Index TecDAX verlor 3,16 Prozent auf 463,68 Punkte.
Einem Händler zufolge drückten die Aussagen von US-Präsident Barack Obama bezüglich der Rettung der Autobauer mit einer weiter möglichen Insolvenz genauso auf die Stimmung, wie negative Nachrichten aus dem Finanzsektor. Damit haben sich auch die Vorgaben eingetrübt: Nachdem der Dow Jones bereits am Freitag 1,87 Prozent schwächer geschlossen hatte, verlor der Future auf den US-Leitindex seit dem Xetra-Schluss 1,73 Prozent. In Japan ging der Nikkei-225-Index sehr schwach aus dem Handel. Heino Ruland von Ruland Research sagte: 'Angesichts der Vorgaben ist mit einer schwachen Eröffnung zu rechnen. Im Verlauf könnten Stimmungsindikatoren aus der Eurozone nochmal Bewegung bringen.'
Bankentitel litten unter einer Reihe negativer Branchennachrichten. So soll es bei der Schweizer Großbank UBS noch einmal zu größeren Abschreibungen kommen. Betroffen seien zum einen die Kreditabsicherungen, wo etwa zwei Milliarden Schweizer Franken Abschreibungen zu erwarten seien, zum anderen die CLO (Credit Linked Obligations) mit Abschreibungen 'in einstelliger Milliardenhöhe', schreibt die Zeitung 'Sonntag' mit Bezug auf 'Insiderkreise'. In Spanien muss Medienberichten zufolge erstmals im Zuge der gegenwärtigen Finanzkrise ein heimisches Geldinstitut vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Die Bank von Spanien als oberste Aufsichtsbehörde werde die angeschlagene Sparkasse Caja Castilla-La Mancha (CCM) unter ihre Kontrolle stellen, meldete der staatliche Rundfunk RNE am Sonntag. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. In Schottland steht ein weiteres britisches Finanzinstitut wegen der weltweiten Krise vor dem Zusammenbruch. Commerzbank-Papiere knickten am DAX-Ende um 11,02 Prozent auf 3,995 Euro ein. Deutsche Bank verloren 6,92 Prozent auf 30,645 Euro.
31.03.09, 11:10 |
Ackermann wittert Morgenluft
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist zuversichtlich, sein Institut schon bald in die Gewinnzone zurückzuführen. Für eine Entwarnung sei es aber viel zu früh.

Die Lage an den Finanzmärkten hat sich nach Einschätzung der Deutschen Bank im ersten Quartal etwas verbessert. Vorstandschef Josef Ackermann sprach am Dienstag auf einer Bankenkonferenz in London von einer „gewissen Stabilisierung der Marktbedingungen“. Dabei bezog er sich unter anderem auf die Preise für Kreditversicherungen (CDS) und den Schwankungsindex für den europäischen Aktienindex EuroStoxx. Bereits in den vergangenen Wochen hatte Ackermann von einem erfreulichen Jahresstart mit Erträgen deutlich über denen im Vorjahr gesprochen.

Analysten bleiben skeptisch

Die Bank sieht sich gut gerüstet, 2009 wieder schwarze Zahlen zu erzielen. Im vergangenen Jahr schrieb das Geldhaus wegen der Finanzkrise den ersten Verlust in der Nachkriegsgeschichte. Insbesondere zum Jahresende bauten die Frankfurter aber massiv Risikopositionen ab und fuhren auch den Eigenhandel drastisch zurück.

Die Analysten der US-Großbank JP Morgan bleiben dennoch skeptisch. Sie erwarten weitere Abschreibungen von fast fünf Milliarden Dollar – mehr als sie für jede andere Investmentbank voraussagen. Sie rechnen zudem mit einem milliardenschweren Kapitalbedarf bei Deutschlands größtem Bankhaus. Ackermann wiederum schloss wiederholt aus, sich bei den Aktionären frische Mittel zu beschaffen.

Ähnlich äußerte sich am Montagabend auch Risikovorstand Hugo Bänziger. Zugleich warnte er aber, dass die Finanzkrise noch länger andauere. „Wir sind noch mittendrin“, sagte er. Das globale Finanzsystem habe bislang 1,3 Billionen Dollar an Verlusten verbucht. Einige Experten erwarteten, dass diese Zahl noch auf über drei Billionen Dollar steigen könnte, betonte Bänziger, der als ein Kandidat für die Nachfolge von Ackermann gehandelt wird. Der Bankchef tritt im Mai 2010 ab.
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News - 02.04.09 08:47
Positiver Trend: Deutsche Bank meldet robusten März

Das Geldinstitut sieht sich auf Kurs: Laut Bankchef Ackermann hat die Deutsche Bank im März ein robustes Ergebnis erzielt. Gegenüber der Financial Times zeigte sich der Chef der größten deutschen Bank zuversichtlich, dieses Jahr wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Der Markt reagierte positiv.


Die Deutsche Bank hat nach den Worten von Konzernchef Josef Ackermann einen robusten Monat hinter sich. "Die Betriebseinnahmen im März waren solide", sagte Ackermann der Financial Times. "Wir brauchen kein Kapital, und wenn wir es bräuchten, würden wir eindeutig ein Lösung auf privater Basis bevorzugen."


Ackermann hatte in der vergangenen Woche fürs laufende Jahr eine Rückkehr zu schwarzen Zahlen angekündigt, wenn sich die Weltwirtschaft, die Finanzmärkte und die Regulierungsvorschriften wie erwartet entwickelten.


Die Börse reagierte positiv. Die Aktien der Deutschen Bank verbuchten am Donnerstag im vorbörslichen Handel Kursgewinne. Die Papiere lagen bei Lang & Schwarz 3,8 Prozent im Plus. Händler werteten Ackermanns Aussagen positiv und verwiesen auch auf die allgemeine Aufwärtstendenz bei Bankenwerten in der jüngsten Zeit.


Der Vorstandschef der Deutschen Bank sieht eine strahlende Zukunft für die Bankenbranche voraus, wenn auch unter veränderten Bedingungen. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Banken nach der Krise wieder sehr rentabel sein werden", sagte der Schweizer dem Blatt.


Als Folge der Veränderungen im regulatorischen Umfeld und des Abbaus von massiv mit Fremdkapital unterlegten Positionen werde eine Reihe von Produkten "aber nie mehr das Niveau erreichen, das wir in der Vergangenheit erlebt haben". "Das ist das Ende des Schattensystems", sagte Ackermann über den Handel mit speziell strukturierten Anlageformen, die heute als Giftmüll gelten.


Ackermanns Rezept für eine erfolgreiche Bank der Zukunft lautet, sich lieber auf drei oder vier Kernbereiche konzentrieren und nicht "allen alles anzubieten".
News - 02.04.09 20:05
Neue US-Bilanzregeln: Mehr Spielraum für Ramschpapiere


Die noch nicht lange gültige Bewertung zu Marktpreisen ist de facto abgeschafft: Auf Drängen des US-Kongresses hat der amerikanische Bilanzierungsrat FASB die Richtlinien für Banken gelockert.


Die neuen Leitlinien geben US-Instituten mehr Spielraum, bei der Bewertung ihrer Ramschpapiere vom aktuellen Marktwert (Fair Value) abzuweichen. Sie gelten bereits für das erste Quartal 2009 - Analysten schätzen, dass US-Banken damit den Abschreibungsdruck lindern und ihr Nettoergebnis im ersten Quartal um 20 Prozent verbessern können.


Ungeachtet der G20-Absichtserklärungen für eine globale Angleichung der Bilanzregeln setzt der einseitige Schritt der Amerikaner das für Europa und für den Rest der Welt zuständige Bilanzgremium International Accounting Standards Board (IASB) in London unter Handlungsdruck. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte am Rande des EU-Frühjahrsgipfels vor zwei Wochen gesagt, er beobachte die Debatte in den USA "sehr aufmerksam", das IASB müsse sich schnell "mit dem Problem beschäftigen". Andernfalls drohten hiesigen Banken weitere Abschreibungen.


Das IASB jedoch sperrt sich dagegen, den Amerikanern rasch zu folgen. Es hat zwar eine Konsultation eingeleitet, um die Meinung von Aufsehern, Regierungen und Banken zum Vorstoß des Financial Accounting Standards Boards (FASB) einzuholen. Die Treuhänder, die das IASB überwachen, wollen aber an der laufenden, gründlichen Überarbeitung der Bilanzregeln festhalten, statt "weiter stückchenweise Änderungen zu machen", teilte das IASB mit. Der Vorschlag solle in sechs Monaten vorliegen.


Der FASB-Vorstoß erweitert die Möglichkeiten, Papiere nicht mehr auf Basis von Preisen aus Notverkäufen zu bewerten, sondern nach günstigeren Annahmen. Dies ist auch in den USA umstritten. Investoren fürchten, dass Bankbilanzen dadurch noch undurchsichtiger werden.




Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND
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News - 14.04.09 10:34
Goldman Sachs steht vor Befreiungsschlag


Mit Goldman Sachs hat die zweite US-Großbank überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt. Nach Wells Fargo steht auch Goldman Sachs mit einem unerwartet hohen Gewinn da. Bei Experten macht sich Hoffnung breit, dass die Finanzbranche das Schlimmste hinter sich haben könnte. Nun will Goldman Staatshilfen zurückzahlen - um sich dem Griff der US-Regierung zu entziehen.


ben/rüd/HB NEW YORK. Die US-Großbank Goldman Sachs hat inmitten der Rezession einen unerwartet hohen Gewinn gemacht und plant eine milliardenschwere Kapitalerhöhung zur Rückzahlung von Staatshilfen. Das bislang schon eher glimpflich durch die Finanzkrise gekommene Geldhaus zog die Bekanntgabe seiner Quartalszahlen überraschend um einen Tag vor und wies dabei am Montag nach US-Börsenschluss einen Gewinn von 1,66 Mrd. Dollar aus. Allerdings gab sie zugleich einen Verlust von einer Milliarde Dollar für den Dezember 2008 bekannt. Der Monat ist aufgrund einer Umstellung des Bilanzierungszeitraums weder in den Zahlen zum vierten Quartal 2008 noch in denen zum ersten Quartal 2009 enthalten.


Analysten äußerten sich dennoch überwiegend erfreut über die Geschäftszahlen. "Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass der Finanzsektor das Schlimmste hinter sich hat", sagte etwa Keith Wirtz von Fifth Third Asset Management. Michael James von Wedbush Morgan verwies allerdings darauf, dass Goldman am Montag keinen Ausblick für die kommenden Monate vorlegte. Der Kurs der Goldman-Aktie verlor im nachbörslichen Handel 1,8 Prozent. Allerdings hatten die Papiere im regulären Handel 4,7 Prozent auf 130,15 Dollar zugelegt, was Analysten auf die Erwartung vom guter Zahlen zurückgeführt hatten.


Schlechte Nachrichten kommen dagegen von der US-Bank Morgan Stanley. Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" droht dem Institut der zweite Quartalsverlust in Folge. Grund seien unerwartete Belastungen von 1,2 bis 1,7 Mrd. Dollar durch den Preisverfall einiger komplizierter Anleihen. Analysten hatten mit 500 Mio. bis zu einer Mrd. Dollar gerechnet.


Außerdem steht die Investmentbank laut dem Bericht vor weiteren Abschreibungen bei Immobilienkrediten in Höhe von einer Mrd. Dollar im vergangenen Quartal. Bereits im vorangegangenen Vierteljahr hatte Morgan Stanley einen Verlust von 2,4 Mrd. Dollar ausgewiesen. Das Institut wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen.


Morgan-Stanley-Chef John Mack hat es - anders als die Konkurrenz von Goldman Sachs - derweil nicht eilig, die zehn Mrd. Dollar schwere Kapitalspritze aus dem US-Bankenrettungsfonds Tarp zurückzuzahlen. Dies würde den Zweck des Tarp untergraben, sagte Mack kürzlich in einem Interview.


Noch vor den guten Zahlen von Goldman Sachs hatten bereits zwei weitere Nachrichten auch der Finanzbranche für positive Stimmung gesorgt. So werden laut einem Zeitungsbericht alle 19 US-Banken die derzeit laufenden Stresstests der Aufsichtsbehörden bestehen. Analysten warnten angesichts der anhaltenden Rezession in den USA vor verfrühter Euphorie. Trotzdem dürfte sich die Erholung der Bankenaktien aus der Vorwoche heute fortsetzen.


Die US-Banken mussten seit Ausbruch der Krise knapp 400 Mrd. Dollar abschreiben vor allem auf derivative Wertpapiere. Im September 2008 führte dies zum Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers. In der Folge konnte das US-Bankensystem nur mit Billionen Dollar an Staatsmitteln vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Daher unterzieht die US-Regierung die wichtigsten Banken derzeit Stresstests. Diese sollen zeigen, ob und wie viel weiteres Kapital die Institute bei sich weiter verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen benötigen würden.


Die "New York Times" berichtete zu Wochenschluss unter Berufung auf nicht genannte Quellen, alle 19 Banken würden die Tests bestehen. Einige große Banken benötigten aber wohl neues staatliches Kapital. Goldman Sachs hingegen plane sogar die baldige Rückzahlung der im Herbst 2008 erhaltenen Steuermittel in Höhe von zehn Mrd. Dollar und erwäge dazu eine baldige Kapitalerhöhung, heißt es in Medienberichten. Ein Sprecher der Bank wollte dies nicht kommentieren. Finanzkreisen zufolge hat die Regierung die Banken im Zusammenhang mit den nun anstehenden Quartalsberichten zu Stillschweigen über den Stand der Tests und der Schlussfolgerungen daraus verpflichtet.


Trotz der anhaltenden Kapitalmarktprobleme erwarten Analysten insgesamt relativ starke Quartalszahlen im Sektor. Der Grund sind die nach massiven Zinssenkungen niedrigen Refinanzierungskosten der Institute sowie in die Zukunft verschobene weitere Abschreibungen. Trotz dieser Grundhaltung wurde der Markt am Donnerstag positiv überrascht, als die viertgrößte US-Bank Wells Fargo vorläufige Zahlen präsentierte. Sie stellte einen Zuwachs beim Quartalsgewinn von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf drei Mrd. Dollar in Aussicht. Man habe im vierten Quartal massiv abschrieben und beginne von der Übernahme des angeschlagenen Konkurrenten Wachovia im vergangenen Jahr zu profitieren, sagte Finanzvorstand Howard Atkins.


Analysten zeigten sich gespalten in der Bewertung der Zahlen. Wie erwartet gebe die günstige Refinanzierungslage den Banken Rückenwind. Das werde sich auch in den nächsten Quartalen zeigen, hieß es. Andere wie Paul Miller, Experte bei FBR Capital Markets, wiesen auf die steigende Zahl notleidender Kredite infolge der wachsenden Arbeitslosigkeit hin. Wells Fargo sorge dafür nicht ausreichend vor, warf er der Bank mit Blick auf die um mehr als 40 Prozent auf 4,6 Mrd. Dollar zusammengeschmolzene Rückstellung für Kreditausfälle vor.


Finanzvorstand Atkins räumte ein, das Institut habe von den erst kürzlich gelockerten Bilanzvorschriften bereits Gebrauch gemacht. Diese Änderungen erlauben den Banken bei der Bewertung kaum am Markt gehandelter Wertpapiere, stärker eigene Projektionen der zukünftigen Wertentwicklung in die Bilanzierung miteinzubeziehen. Kritiker werfen den USA vor, dadurch Bilanzkosmetik Tür und Tor zu öffnen. Atkins betonte, die neuen Regeln hätten "sehr geringen Einfluss" auf die Zahlen gehabt.


Wells Fargo will den vollständigen Quartalsdaten am 22. April vorlegen. In diese Woche präsentieren neben Goldman auch JP Morgan und Citigroup ihre Zahlen


Da trennt sich die Spreu vom Weizen !
Goldmann TOP ! Morgan Stanly Flop !
Die Chancen, dass Unternehmen ohne staatliche Hilfe besser durch die Krise kommen steigen.
Sie sind "beweglicher". ;)

Gruß codiman
News - 15.04.09 12:10
Neue Risiken bei Deutscher Bank


Monoliner schützen Banken vor Ausfällen von Anleihen. Allein die Deutsche Bank hat Vermögenswerte von rund 36 Mrd. Euro auf diese Weise abgesichert. Doch in der Krise wächst das Misstrauen des Marktes, dass die Monoliner ihren Verplichtungen nachkommen können. Es drohen beträchtliche Wertminderungen.

FRANKFURT. Die Probleme bei US-Anleiheversicherern drohen zahlreiche Banken im Auftaktquartal erneut zu belasten. Einer jüngst erschienen Studie der Royal Bank of Scotland zufolge könnten auf die Institute weltweit weitere 80 Mrd. Dollar an Wertminderungen zukommen. Besonders umfangreich sind die Risiken durch sogenannte Monoline-Kontrakte nach Einschätzung von Analysten bei der Deutschen Bank: Sie alleine hatte zum Jahreswechsel Vermögenswerte von nominal 35,7 Mrd. Euro abgesichert.

"Wir erwarten, dass die Wertanpassungen bei durch Monoliner versicherten Engagements im ersten Quartal 2009 erneut in den Fokus geraten", hieß es in einer gestern veröffentlichten Analyse von Goldman Sachs. Die Belastungen haben nach Einschätzung der US-Investmentbank zwei Gründe. Zum einen wächst das Misstrauen des Marktes, ob die selbst geschwächten Monoliner im Schadensfall ihre Verpflichtungen erfüllen können. Zum anderen dürfte sich der Wert vieler abgesicherter Investments zuletzt nochmals verschlechtert haben.

Monoliner nutzten ihre ursprünglich hohe Bonität, um für Dritte gegen Gebühr mögliche Ausfälle von Anleihen abzusichern. Zuletzt hatten die Spezialanbieter aber zunehmend Risiken aus strukturierten Produkten wie verbrieften Hypothekenkrediten abgedeckt. Mit dem Platzen der US-Immobilienblase und der globalen Rezession drohen die Ausfälle der versicherten Produkte nun jedoch ihre Finanzkraft zu übersteigen.

Wie unsicher die Zukunft der Monoliner ist, zeigt sich gestern erneut. So stufte die Ratingagentur Moody?s die Bonitätsnote des US-Anleiheversicherers Ambac gleich um fünf Stufen auf "Ba3" herab. Damit entspricht das Rating Ramsch-Status - und die Absicherung von Vermögensgegenständen steht infrage. Selbst wenn Verluste ausbleiben, müssten Versicherungsnehmer in der Bilanz den Wert ihres Schutzes nach unten korrigieren.

Bei MBIA, dem zweiten noch existierenden Anleihe-Versicherer, spekuliert der Markt ebenfalls seit Wochen auf den Kollaps. Erkennbar wird das am Preis sogenannter Credit Default Swaps (CDS), einer Art Versicherung für den Fall der Insolvenz. Diese notierten gestern bei 3 270 Basispunkten - was praktisch Insolvenzniveau entspricht.

Die Deutsche Bank hat nach eigenen Angaben fast 36 Mrd. Euro an Engagements über Monoliner abgesichert. Demgegenüber steht immer noch ein "tatsächlicher" Wert von 27,4 Mrd. Euro, so dass die Policen letztlich nur 8,3 Mrd. Euro Differenz absichern müssten. Einen Teil hiervon hat der deutsche Branchenprimus bereits wertberichtigt - doch es verbleibt ein restliches Monoline-Risiko von 6,1 Mrd. Euro. UBS zufolge wird dieser Wert in Europa nur noch von der britischen Barclays mit 8,9 Mrd. Euro übertroffen. "Barclays und Deutsche Bank sind substanziell umfangreicher involviert", heißt es in einer aktuellen Studie.

Allerdings ist offen, bei welchem Monoliner die Deutsche Bank ihre Sicherungsgeschäfte abgeschlossen hat. Das Institut lehnte gestern hierzu sowie zu den Studien eine Stellungnahme ab. Bankchef Josef Ackermann hatte zuletzt Ende März von Investoren betont, die Versicherungsgeber hätten eine hohe Bonität. Darüber hinaus pocht die Bank darauf, dass die versicherten Engagements - die sogenannten "Underlyings" - per se von hoher Qualität sind. Die Quartalszahlen legt der heimische Branchenprimus am 28. April vor.
Ein wirklich sehr guter Bericht :


News - 15.04.09 17:09
GoingPublic Kolumne: Wette gegen die Inflation

WOLFRATSHAUSEN (goingpublic.de) - Der Siegeszug des Monetarismus ist so
komplett, dass kein Mensch sich heute mehr vorstellen kann, dass Geldmenge und
Inflation nicht direkt zusammenhängen. Für den Nonkonformisten und Antizykliker
ergeben sich daraus natürlich treffliche Gewinnmöglichkeiten.

Manche Dinge werden im Zeitablauf so oft wiederholt, dass jedes Verständnis
dafür, dass vielleicht etwas ganz anderes wahr und zutreffend ist, zuerst
verkümmert und anschließend ganz verschwindet.
Beste Beispiele hierfür sind
lange währende Diktaturen, religiöser Glaube und Inflationstheorien.

Lauscht man heute einmal aufmerksam herum - oder auch unaufmerksam, denn das
reicht meistens bereits - so kann man schnell feststellen, dass sämtliche
Inflationserklärungen, die so durch die Welt geistern, allesamt monetären
Charakter tragen. Man kann das feststellen, freilich stellt es niemand fest,
weil niemand heute noch eine Alternative kennt. Heute glaubt jeder daran, dass
Inflationen stets monetär verursacht sind - und jeder glaubt, dass das normal
ist, dass es wahr ist, weil jegliches anderes Verständnis der Dinge längst
verkümmert ist.

Würde heute jemand an der Börse auftauchen und behaupten, dass es auch
nicht-monetäre, also realwirtschaftliche Inflationstheorien gibt, würde man ihn
belächeln wie ein Mitglied der Flat-Earth-Society oder einen Anhänger der
Hohlwelttheorie. Aber so ist es immer, wenn man im Zentrum eines Dogmas lebt.
Selbst die Schrecken der Diktatur und die Segnungen der Kirche verblassen
angesichts der Radikalkur, die der Monetarismus in den Gehirnen der Menschen
hinterlassen hat.

Im Grunde genommen gibt es heute nur noch eine Inflationstheorie. Sie ist sehr
einfach und auch von Kindern zu begreifen,
was wahrscheinlich ihre hohe
Anziehungskraft für die Börse ausmacht. Man kann sie sogar in einem Satz
ausdrücken: Je stärker die Geldmenge steigt, umso höher die Inflation. Fragt man
jedoch nach, wie es denn kommen soll, dass dadurch, dass die Banken jetzt mehr
Geld und weniger Wertpapiere besitzen, bei Lidl die Preise steigen, dann blickt
man in große und staunende Augen. Die Menschen wollen schließlich keine
schwierigen Fragen, sondern einfache Antworten.
Und wenn man den Börsianer noch
zur Gattung „Mensch“ zählen darf, gilt das für ihn i