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Französicher Film gegen "Political Correctnes" - 500 Beiträge pro Seite



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Paris: Zurück in die Zukunft der Vergangenheit

Udo Ulfkotte
Paris ist die Modehauptstadt der Welt. Die schönsten Röcke wurden von Pariser Designerinnen entworfen. Das allerdings könnte bald Geschichte sein. Denn Frauen, die Röcke tragen, gelten in Frankreich inzwischen unter immer mehr Mitbürgern aus dem islamischen Kulturkreis als "Freiwild".

Verkehrte Welt: In Frankreich werben Feministinnen heute bei Frauen für das Tragen von Hosen - damit sie von Zuwanderern in Ruhe gelassen werden. Nicht nur in der Modehauptstadt Paris trauen sich immer weniger Mädchen und Frauen einen Rock zu tragen. Grund: Jugendbanden und Mitbürger greifen sie an und betrachten sie als "Freiwild". Zu verdanken haben das die Franzosen den Moralvorstellungen der zugewanderten Mitbürger aus dem islamischen Kulturkreis.

Überall dort, wo immer mehr Minarette die Silhouetten französischer Städte prägen, schwindet die Toleranz. Vor allem Frauen bekommen das zu spüren. Junge Muslime werfen Steine nach ihnen. Es begann in Paris: Junge Mädchen, die Röcke tragen, werden von ihnen mit Steinen (bis hin zu Pflastersteinen) beworfen. Die Mädchen werden von den Mitbürgern als »Nutten« und »Schlampen« beschimpft. Als auch deutsche Austausch-Schülerinnen schon vor Jahren Opfer solcher Steinigungsattacken wurden, berichtete der Spiegel einmal kurz und verhalten unter der Überschrift »Minirock-Alarm in Paris« darüber. Man verschweigt allerdings dabei die Herkunft der Täter. Inzwischen gibt es solche Vorfälle landesweit – niemand fasst sie zusammen. Das wäre politisch nicht korrekt. Und deutsche Medien schauen weiter weg.





Doch in Frankreich gibt es einen Erfolgsfilm "Heute trage ich Rock" mit Isabelle Adjani in der Hauptrolle. Und darin wird die kulturelle Verarmung durch Mitbürger aus dem islamischen Kulturkreis bei Thema "Frauen und Röcke" thematisiert. Im Internet gibt es einen kurzen Trailer. Sonia, Lehrerin an einer Problemschule in einer Pariser Vorstadt, ist Tag für Tag den Respektlosigkeiten und Demütigungen ihrer Schüler ausgesetzt. Als ihr der Revolver eines Schülers in die Hände fällt, wird sie unversehens selbst zur Geiselnehmerin der Klasse und fordert einen offiziellen Tag unter dem Motto „Heute trage ich Rock!“.

Die Lehrerin Sonia - gespielt von Isabelle Adjani - ist psychisch am Ende. Sie kommt in der Schule nicht zum Unterrichten. Der Alltag mit den Schülern, von denen viele aus islamischen Familien kommen, ist gezeichnet von Respektlosigkeit, Autoritätsverlust und Demütigungen. Die Lehrerin schluckt Beruhigungsmittel. Und der Direktor rät ihr, an dieser Brennpunkt-Schule nur in Hosen zu unterrichten, um die muslimischen Schüler bloß nicht zu provozieren. Die Lehrerein Sonia tritt jedoch im Rock – und somit bewusst als Frau – vor ihre Klasse. Aber eine Frau wird von den muslimischen Schülern nicht als Respektperson anerkannt. Also wird sie beleidigt und körperlich angegriffen. Bei einem Handgemenge mit dem Schüler Mouss fällt ein Revolver aus seinem Rucksack zu Boden. Sonia nimmt die Waffe und hat nun die ganze Bande im Griff! Sie will etwas verändern. Sie will nicht mehr, dass alle politisch korrekt wegschauen - und sie nimmt ihre Schüler als Geiseln. Die Schule gleicht bald einem Heerlager - überall Polizei. Und die Lehrerein erhebt die Forderung, offiziell einen regelmäßigen Tag unter dem Motto „Heute trage ich Rock!“ einzuführen, an dem die Mädchen selbstbewusst weiblich gekleidet – im Rock – in die Schule kommen können, ohne um ihren Ruf und um ihre Sicherheit fürchten zu müssen. Mehr wollen wir nicht über den Film verraten, der im September 2009 auch in Deutschland als DVD zu erwerben sein wird.

Die Wiener Zeitung Kurier hat den Film zum Anlass genommen, um einmal politisch unkorrekt nach der Realität in Frankreich zu schauen. Unter der Überschrift "Frankreich: Röcke tragen als Wagnis" heißt es etwa: "Tatsächlich vermeiden in Sozialsiedlungen immer mehr Mädchen das Tragen von Röcken und "verbergen ihre Weiblichkeit durch Unisex-Kleidung", so die Soziologin Isabelle Clair. Und die Zeitung fragt: "Wird der Rock zum Symbol für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen? Und bedroht der Männlichkeitskult bei Teilen der sozial abgeschlagenen Jugend, stellenweise vermischt mit radikalem Islam, die sexuelle Freiheit?"

Und tatsächlich raten Feministinnen französischen Frauen heute ganz offen dazu, ihre Röcke im Schrank hängen zu lassen und aus Sicherheitsgründen nur noch in Hosen auf die Straßen zu gehen.



Samstag, 28.03.2009
Kategorie: Allgemeines, Akte Islam

© Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg


Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muß nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
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Evolution durch Chaos.
Ein neuer Zyklus beginnt in Europa. Seit 100000 Jahren das gleiche Spiel beim Säugetier Mensch.

Evolution durch Ordnung wäre das Ziel gewesen, wird aber durch die islamische Völkerwanderung nach Europa verhindert.
Der Film wurde am 20.3.09 in Arte gezeigt; [urldie vorgesehende Wiederholung am 27.3 wurde auf Bitten der Filmwirtschaft verschoben]http://www.google.de/url?sa=t&source=web&ct=res&cd=1&url=http%3A%2F%2Fwww.arte.tv%2Fde%2F2454610.html&ei=sbfOSau9FsfT-Qaz06zVBw&usg=AFQjCNGzVliTtMsFzRMMn-eNeDNaIttUJQ&sig2=axEHoy6RJ1x3zdpJKv3MVg[/url] - der Film soll erst in den Kinos und auf DVD vermarktet werden.

[urlFernsehfilm
Isabelle Adjani: "Heute trage ich Rock!"
Ein Sozialdrama, das sich dem Brennpunkt Schule widmet - da konnte die Adjani nicht nein sagen. Und dafür nahm sie einiges in Kauf.]http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Isabelle-Adjani%3Bart…[/url]

Eigentlich kann sie es nicht sein, diese sonst so fragile Schönheit. Jedoch, sie ist es: Isabelle Adjani, Leinwandstar aus Filmen wie etwa François Truffauts „Die Geschichte der Adèle H.“, Claude Millers „Das Auge“ oder Werner Herzogs „Nosferatu“. Kaum wiederzuerkennen ist sie in der Fernseharbeit „Heute trage ich Rock!“, mit aufgedunsenem Gesicht, verdoppeltem Körperumfang. Erst die Rolle macht klar, warum die 53-jährige Französin zugesagt hat. Sie, die sich insbesondere für die Rechte der in Frankreich lebenden Einwanderer stark macht. Der Fernsehfilm, bei dem Jean-Paul Lilienfeld für das Drehbuch als auch für die Regie verantwortlich zeichnet, ist ein Sozialdrama, das sich dem Brennpunkt Schule widmet. Da konnte die Adjani nicht nein sagen.

Hätte sie es nur getan. Denn die Geschichte um die von ihr dargestellte Lehrerin Sonia Bergerac geht aus verschiedenen Gründen einfach nicht recht auf, nicht zuletzt ist Adjanis Spiel eines des ausdruckslosen Chargierens. Sonia, die Lehrerin, ist mit ihrem Schulalltag vollkommen überfordert. Die halbstarken Jugendlichen hören nicht auf sie, der Unterricht kommt einer einzigen Farce gleich, Aggressionen und latente Gewaltbereitschaft sind spürbar. Als Sonia beschließt, an einem Tag im Rock zu erscheinen statt wie sonst im neutraleren Hosenanzug, sorgt dies für zusätzliche Unruhe. Und irgendwann sieht sie sich in einer Auseinandersetzung, bei der eine Waffe aus dem Rucksack des Schülers Mouss fällt.

„Heute trage ich Rock!“ mag gut gemeint sein, mag redlich bemüht sein in seinem Anliegen, filmisch auf den Brennpunkt Schule hinzuweisen, doch ist dies unlängst Laurent Cantet mit seinem auf den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Dokudrama „Die Klasse“ ungleich besser und subtiler gelungen. Und so ist das lang ersehnte Comeback von Isabelle Adjani gleich eine doppelte Enttäuschung: Sie mutet an, als sei sie eine andere, und, sie hat sich einen Film ausgesucht, der in seinem Ansatz hängen bleibt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.873.199 von rv_2011 am 29.03.09 00:51:25„Heute trage ich Rock!“ mag gut gemeint sein, mag redlich bemüht sein in seinem Anliegen, filmisch auf den Brennpunkt Schule hinzuweisen, doch ist dies unlängst Laurent Cantet mit seinem auf den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Dokudrama „Die Klasse“ ungleich besser und subtiler gelungen.

Ich hab nicht den Eindruck, daß es darum geht, "auf den Brennpunkt Schule hinzuweisen", sondern um etwas ganz anderes. Insofern ist der Vergleich mit dem politisch korrekten Film "Die Klasse" (Mit einer männlichen Lehrkraft!) ziemlich lächerlich. Ich glaub allerdings nicht, daß der Reszensent so dämlich war, diesen wesentlichen Unterschied nicht zu erkennen. Um so schlimmer! Man erkennt die Absicht und ist verstimmt. :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.876.413 von Sozialphysiker am 30.03.09 02:55:54Ich hab nicht den Eindruck, daß es darum geht, "auf den Brennpunkt Schule hinzuweisen", sondern um etwas ganz anderes.

Hast du den Film gesehen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.876.937 von rv_2011 am 30.03.09 09:07:03:confused:

Hast du den Film gesehen?

nein, finde ihn vom thema her aber trotzdem gut und zeitnah .....

der zeitaufwand und die mühe des anschauens ist daher für mich überflüssig...
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.876.937 von rv_2011 am 30.03.09 09:07:03Nein, das muß ich auch gar nicht. Der Inhalt ist ja hinreichend beschrieben, es geht um das Verhalten von jungen Muslimen gegenüber Frauen, die sich nicht muslimischen Regeln fügen. Und das ist vermutlich der Grund, warum der Reszensent den Film derart niedergemacht hat. Formulierungen wie: "... mit aufgedunsenem Gesicht, verdoppeltem Körperumfang." zeigen ja, daß er mit ganzem Herzen bei der Sache war. :D
:confused:

Als Sonia beschließt, an einem Tag im Rock zu erscheinen statt wie sonst im neutraleren Hosenanzug, sorgt dies für zusätzliche Unruhe.


hm, erinnert mich an ein wolfsrudel, dem ich ein lamm zum spielen vorwerfe. danach wundere ich mich, warum das lamm die armen wölfe gefressen hat...
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.877.317 von Sozialphysiker am 30.03.09 09:49:36War doch klar dass rv sofort einen Verriss über einen Film findet, der die Missstände der von ihm dauerverteidigten Dauerbeleidigten findet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.877.317 von Sozialphysiker am 30.03.09 09:49:36Im Gegensatz zu dir hab ich den Film gesehen.
Du beurteilst also eine Rezension(!), ohne den Film gesehen zu haben? :confused:

Ich fand den Film übrigens auch besser, als diese Rezension es erwarten lässt - aber es geht keineswegs nur um das Problem mit muslimischen Schülern, wie Ulfkotte es gerne hätte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.878.196 von rv_2011 am 30.03.09 11:31:13Klar beurteile ich die Rezension, ohne den Film gesehen zu haben. Sie ist bösartig und wirft dem Leser Sand in die Augen. Auf das Thema des Films (Muslime, Frauen und Röcke - siehe auch den Filmtitel) geht der Kerl kaum ein, stattdessen macht er die Hauptdarstellerin madig, auch wegen ihres Aussehens, was unterste Schublade ist.

Ich sag dir jetzt mal, was Frenchy meint, wenn er dich öfter anstrullert: Ein Thread wird eröffnet, der Name Ulfkotte erwähnt, es geht um einen Film über Muslime und deren Einstellung zur Frau. Du erscheinst deus ex machina und kopierst eine Rezension, in der der Film niedergemacht wird. Der pawlowsche Reflex, der den Rezensenten dazu gebracht hat, den Film niederzumachen, hat auch bei dir gewirkt, denn hinterher stellt sich heraus, daß du ihn gesehen hast und nicht so übel fandest, wie die Rezension vermuten läßt. Dieser Automatismus ("gutmenscheln" :D) regt Frenchy eben maßlos auf, so wie du dich maßlos über ihn aufregst, wenn er sowas erwähnt. ;)

Objektiv betrachtet ist es so: Das Verhalten dieser jungen Muslime ist nicht in Ordnung, Frauen sind doch keine Schlampen, wenn sie sich nicht verhüllen. Das muß sich ändern, Toleranz gegenüber diesem Verhalten macht alles nur noch schlimmer. So einfach ist das. Daß wir uns ihren tradierten Moralvorstellungen anpassen, scheidet aus, und das Nebeneinander unserer gesellschaftlichen Vorstellungen und ihrer führt zu unerträglichen Spannungen in der Gesellschaft, die unter anderem - und da hat Frenchy Recht - rechtsextremistischen Kreisen Auftrieb geben. Das sind nämlich die Einzigen, die dieses Thema inhaltlich deutlich hörbar besetzt haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.878.688 von Sozialphysiker am 30.03.09 12:34:21Wie gesagt: Ich habe den Film gesehen - und Ulfkotte instumentalisiert den Film für seine Zwecke zu Unrecht.

Es geht um den den mangelnden Respekt der Schüler vor den Lehrern, um Rassismus (nicht nur von Moslems!) und um die verfahrene (hier zugespitzt eskalierende) Situation in den Pariser Banlieus - aber nicht um eine Denunzierung des Islams als Ursache allen Übels wie Ulfkotte und weismachen will.

Hier übrigens eine durchweg positive Rezension des Films aus der WAZ:

[urlDerWesten - 20.03.2009

TV-Kritik

Isabelle Adjani in \"Heute trage ich Rock!\"

Fernsehen, 20.03.2009, Oyindamola Alashe]http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/kultur/ferns…

Essen. Die Unruhen in der Pariser Banlieue 2005 inspirierten Jean-Paul Lilienfeld zu dem provokanten Spielfilm „Heute trage ich Rock!” mit Superstar Isabelle Adjani. Der Film weist keiner Seite die Schuld zu, zeigt aber, dass vor allem Schulen in den sozialen Brennpunkten es schwer haben.

Es war im November 2005, als in den französischen Vorstädten Autos brannten und Jugendliche randalierten. Der heutige Präsident der Grande Nation, Nicolas Sarkozy, war damals noch Innenminister und beschimpfte die Halbstarken in den Banlieues als „Gesindel”, von dem man die Siedlungen mit „Hochdruckreinigern” befreien sollte.
Straßenschlachten mit der Polizei

Damals prallten die Fronten in Frankreich aufeinander. Jugendliche Einwanderer, meist aus den Maghreb-Staaten wie Algerien aber auch aus Schwarzafrika lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Franzosen wetterten gegen Migranten und umgekehrt. Es ging um fehlgeschlagene Integration und tief verwurzelten Rassismus.

Es war die Zeit, in der Sozialwissenschaftler und Politiker den Infarkt des postkolonialen Staates witterten. Viele fühlten sich in ihren Gesellschaftsanalysen bestätigt.

Für Jean-Paul Lilienfeld, Filmautor und Regisseur, waren die Tage der Gewalt eine Inspiration. Damals kam ihm die Idee für sein Machwerk „Heute trage ich Rock!” (Freitag, 21 Uhr, Arte). Ein provokanter Film, der sich nicht in eine politische Schublade stecken lässt. Er ist vielmehr der Versuch, die seit Jahren existenten Spannungen in den Banlieues in ihrer Komplexität realistisch darzustellen. Und wie könnte das besser gelingen, als am Beispiel einer Schule?

Geballtes Konfliktpotenzial

Frankreichs Superstar Isabelle Adjani mimt eine Lehrerin, die in einem der sensiblen Wohnviertel unterrichtet. Der Alltag hat die Frau mürbe gemacht. Demütigung, Aggressionen und Gewalt sind allgegenwärtig. Schüler bezeichnen Lehrerinnen im Rock als „Nutten” und der große Molière geht ihnen am „Arsch vorbei”. Lehrer indes blicken auf ihre Schüler herab, sehen vermeintliche Psychopathen, die von der Schule ausgeschlossen werden sollten. Geballtes Konfliktpotenzial.

Ohne Tabletten erträgt die Literaturlehrerin Sonia Bergerac den Unterricht längst nicht mehr. In ihren Augen sind die Kinder Feinde. Als ihr die Waffe eines Schülers in die Hand fällt, eskaliert die Situation. Die Lehrerin nimmt ihre Schüler als Geiseln, mit fatalen Folgen.

Darsteller wurden in der Pariser Banlieue gecastet

Im vergangen Jahr wurde „Heute trage ich Rock” bereits beim französischen La-Rochelle-Festival gefeiert. Dieses Jahr ist der Film bei der Berlinale nominiert. Die unerfahrenen jugendlichen Darsteller wurden eigens in der Pariser Banlieue gecastet. Ihnen zur Seite steht die sehr authentische, aber ungewohnt füllige und zur Abwechslung wenig attraktive Isabelle Adjani.

Der Film ist keine Schuldzuweisung an die eine oder andere Seite. Aber er zeigt: der Mikrokosmos Schule ist in einer besonders komplizierten Lage. Die Einrichtungen in den Brennpunkten sind keineswegs die Wurzel von gesellschaftlichen Problemen, aber hier prallen sie aufeinander. Kinder von Einwanderern sind in den Ghettos der Vorstadt die Verlierer des (Bildungs-) Systems.

Fazit: Absolut sehenswert, auch wenn der deutsch-türkisch anmutende „Was-guckst-du-Migrantenslang” in der Synchronfassung eher stört.
[/url]
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.878.903 von rv_2011 am 30.03.09 12:59:17Diese Rezension liest sich wesentlich besser. Vermutlich hat das Wort "Ulfkotte" den Reflex bei dir ausgelöst. ;)

Selbst wenn ihm der Film sehr gelegen kam, hätte er damit nur ein aktuelles Thema aufgegriffen, aus den Fingern gesogen hat er sich das ja nicht. Und daß (junge) deutsche Frauen unter den Unverschämtheiten der muslimischen (jungen) Männer leiden, ist auch hier in Berlin ein Thema. Ich kenne junge Mädels, die bestimmte Einkaufscenter meiden, weil es dort von jungen Türken wimmelt. Gilt um so mehr für bestimmte Schwimmbäder.


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