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Sachsenmilch Aktionär aus Solidarität mit den deutschen Milchbauern und gegen die Profitgier eines T - 500 Beiträge pro Seite



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Liebe Sachsenmilch Aktionäre,
seit gestern bin ich aus Solidarität für die deutschen Milchbauern
Aktionär der Sachsenmilch geworden (Einstieg zu 2396EUR). Mir geht es nicht um die 0,11 Cent Dividende, sondern für eine gesicherte regionale Milchversorgung ohne Preisdumping zu streiten. Die u.s. Klage ist eine Schande und ich fordere als Aktionär den Vorstand der Sachsenmilch auf, diese Klage unverzüglich einzustellen bzw. dass Sie nur auf Wunsch eines Theo Müller erfolgt und nicht im Sinne vieler Sachsenmilch Aktionäre. Diese Geschäftspraktiken eines Theo Müllers führen dazu, dass der Einzelhandel willige Helfer für sein Preisdumping bekommt. Mit der Wirkung, dass die bäuerlichen Strukturen in der Milchwirtschaft zerstören werden. Langfristig werden die Verbraucher und Molkereien als Verlierer vom Platz gehen, falls Milch nur noch in Agraindustriestrukturen produziert wird. Milch hat seinen Preis und muss mehr als das beste Mineralwasser im Einzelhandel je Liter kosten.
so long
only


Prozess um Milchbauern-Blockade im Juli
Mittwoch, 06. Mai 2009, 13:47 Uhr
Bautzen (dpa/sn) - Der Schadenersatz-Prozess um die Blockade der Sachsenmilch AG durch Milchbauern im vergangenen Jahr beginnt am 31. Juli am Landgericht Bautzen. Die Müllermilch-Tochter aus Leppersdorf bei Dresden verlangt mehr als 620 000 Euro Schadenersatz, teilte das Landgericht am Mittwoch mit. Landwirte hatten vom 1. bis zum 3. Juni die Zufahrten zu dem Unternehmen blockiert, um einen höheren Milchpreis zu erzielen. Die Klage von Sachsenmilch richtet sich unter anderem gegen den Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, den Landesbauernverband Brandenburg und drei Landwirte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg.



"Verbraucherorientierung, hoher Qualitätsanspruch sowie die Lust auf Innovationen sind die Grundlagen unseres Erfolges."
Theo Müller

Die Grundlage eines Theo Müller basiert viel mehr auf Preisdumping und Maximierung seines Vermögens auf Kosten der Schwachen z.B. Kleinbauern. Auf solche Leute kann Deutschland gut verzichten !
Über diese Geschichte habe ich mich schon vor ein paar Jahren geärgert. Als Steuerzahler, Verbraucher und Aktionär der Sachsenmilch AG dürfen wir einen Theo Müller nicht schalten und walten lassen. Auf der kommenden HV werde ich den Müller Clan zur Rede stellen.
so long
only

Betreff: - Die Geschichte von Herrn Müller

Das hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden. Der Herr Müller ist ein Unternehmer. Und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart.

Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt. Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat. Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik.

Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.
Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es sch on viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut. Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld. Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug.

Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt. Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.

Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute
eingestellt. Hurra, Herr Müller!

Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.

Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das Gewusst, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.

Also was hat er gemacht, der Herr Müller?

In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit
verloren. Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.

Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat. Da lacht er, der Herr Müller - natürlich nur, wenn niemand hinsieht. Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht. Aber der Herr
Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, dass es ihm besser
geht.

Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller . . . Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurde. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber
dasselbe. Da spart er was, der Herr Müller - und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.

Wenn ihr jetzt fragt, warum solche Leute wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut. Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt,
für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.

Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller will auch
Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach Österreich zu verlegen.

Wenn Ihr der gleichen Meinung seid, schickt diese Mail doch ein wenig durch die Republik, damit alle Leute sehen, wo ihre mühsam erarbeiteten Steuergroschen bleiben.

Und auf eines sollte uns einigen: Nichts mehr von Müller-Milch auf den Tisch!!!

Prof. Dr. Rainer Praetorius
Helmut Schmidt Universität/ Universität der Bundeswehr Hamburg
Institut für Verwaltungswissenschaft
D 22039 Hamburg
Fax: +49/40/65413755
w_Praeto@hsu-hh.de
Schön geschrieben! Hast Du früher mal im Fernsehen "Logo" geschaut?;)

Gruß

Silberpfeil
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.124.183 von onlythebest am 07.05.09 21:46:48Schon mal überlegt, dass durch die Blockade von einigen auch viele Milchproduzenten Geld verloren haben, weil sie ihre Milch nicht liefern konnten? Im Übrigen gibt es auch andere Anbieter, die Milch billig anbieten (Campina, Vogtlandmilch, Humana ..). Gerade die regionale Milchversorgung scheint ja eben durch die gegebenen Kostenstrukturen nicht sinnvoll zu sein. Nicht umsonst haben nach der Wende viele lokale Molkereien aufgegeben; zu diesem Zeitpunkt war von Müller noch nichts zu sehen. Viele die auf Müller schimpfen sollten einfach mal Geld in die Hand nehmen und einen örtlichen Milchviehhalter aufsuchen. Das Idyll von Landwirtschaft, das die Medien vermitteln hat mit der Wirklichkeit herzlich wenig zu tun. Sollte es wirklich im Interesse der Verbaucher sein, dass die Milchbauern mehr Geld erhalten dann würde die "Ein Herz für Erzeuger"-Milch nicht wie ein Luxusartikel (quasi unverkäuflich) beim Discounter stehen. 10 ct mehr pro Liter sind zwar nahezu nichts, aber offensichtlich hören an der Supermarktkasse dann auch die Solidaritätsbekundungen auf. Bei den Milcherzeugern werden einige Anbieter verschwinden müssen, das ist sicherlich für die Betroffenen hart und wird großes Gejammer auslösen, aber letztlich wird sich mit der Marktöffnung auch im Milchbereich ein Schweinezyklus etablieren. Mit allen Vor- und Nachteilen. Schwankende Milchpreise sind ja nach Jahrzehnten stabiler Preise ja bereits zu beobachten. Das bei einer Marktbereinigung besonders die Kleinbauern betroffen sein werden steht für mich ausser Frage, einen Stall mit weniger als 50 Kühen zu betreiben ist einfach nicht rentabel genug um eine Familie zu ernähren. Die Sachsenmilch baut seit den letzten Jahren die Marke aus meiner Sicht erfolgreich aus und die Preise, die die Molkerei zahlt sind durchaus im marktüblichen Bereich (einfach mal bei Top-agrar, dlz-agrarmagazin, Bauernzeitung oder ZMP recherchieren; aktuelle Auszahlungspreise gibt es auf http://www.muellermilchlieferanten.de/).

@onlythebest
Es wäre sicherlich konsequent entweder komplett auf Milch zu verzichten, selbst Milch zu erzeugen oder einfach einen örtlichen Erzeuger zu besuchen :)
Übrigens erhalten auch nahezu alle Autohersteller Fördermittel, ich erwarte deswegen einen sofortigen Boykott....:laugh: und die sofortige Umstellung des Verkehrssystems auf das langjährig erprobte und zukunftssichere Fahrrad. Sollten nicht für alle Bürger ausreichend Fahrräder zur Verfügung stehen ist ersatzweise auch der Einsatz von Pferden möglich.
@onlythebest: Die deutschen Milchbauern wurden doch jahrelang nur vom Staat am Leben erhalten. Daran haben sie sich gewöhnt und denken nun Marktwirtschaft bedeutet vom Staat Geld zu bekommen oder zumindest eine Preisgarantie ohne auf Angebot und Nachfrage zu achten. Da liegen sie komplett falsch. Ansonsten kann ich xerxe nur voll und ganz zustimmen!!
Und- bitte keine Milchbauernsolidaritätsbekundungen auf der Sachsenmilch-HV, das gehört da nun wirklich nicht hin!!:rolleyes::rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.126.696 von Silberpfeil1 am 08.05.09 09:49:42Die Sendung "Logo" habe ich eher nicht geschaut, obwohl ich es sehr gut finde "Den Kindern eine Stimme zu geben", diesen Logo Stil hat Prof. Praetorius für seine Geschicht genutzt. War früher eher Löwenzahn Fan.
gruss
only
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.128.059 von xerxe am 08.05.09 12:06:45@xerxe Ihre Sicht ist leider sehr kurzsichtig, denn Freiheit, reduziert auf materialle Interessen (Sie reden über Kostenstrukturen), tendiert zu Anarchie und Bedarf einer Regulierung.

Die Sicherstellung von hochwertigen und ausreichenden Grundnahrungsmitteln muss immer ein politisches Ziel sein und bleiben. Nahrungsmittel sind nun einmal elementar für den Menschen, ihr Vergleich mit dem Auto hinkt deshalb gewaltig.

Die Produktion von Lebensmitteln muss breit angelegt sein. Ein Milchviehbetrieb mit 40 Milchkühen muss eine ausreichendes Einkommen (>Hartz4)erwirtschaften. Grossmolkereien tragen hier m.M. eine hohe Verantwortung.

Zum Beispiel muss Frischmilch auch Frischmilch bleiben.

Ich finde es unverantwortlich wenn Molkereien hier mit dem Einzelhandel paktieren und den deutschen Verbraucher mit und über den Globus gekaufter ESL-Milch abspeisen.
so long
only

11. Januar 2009, 13:09 Uhr
Länger frisch, maxi-frisch: Mit solchen Slogans bewerben Supermärkte in Deutschland Milchprodukte. Laut Verbraucherschützern werden Käufer in die Irre geführt. Sie meinen, frische Milch gekauft zu haben. Tatsächlich handelt es sich bei solchen Waren jedoch um haltbare Milch.
Immer mehr Supermärkte bieten keine Frischmilch mehr an. Darauf hat jetzt die Verbraucherzentrale Hamburg hingewiesen. Bei Aldi, Lidl und Penny gebe es gar keine frische Milch mehr, bei Alnatura und bei Real betrage der Anteil nur noch 25 Prozent, bei Rewe 28 Prozent. Die Verbraucherschützer nannten dieses Ergebnis einer aktuellen Umfrage "alarmierend".
Die nunmehr in den Regalen überwiegend zu findende Milch wird als "länger frisch" oder "maxi-frisch" bezeichnet, ist aber keine Frischmilch. Sie wurde auf über 120 Grad erhitzt. "Werden Fisch und Eier gekocht, würde sie niemand als frisch bezeichnen. Es ist irreführend, wenn Milch ,maxi-frisch' heißt, obwohl sie gar nicht mehr frisch ist", sagt Silke Schwartau, Leiterin der Ernährungsberatung der Verbraucherzentrale. Die Verbraucherschützer plädieren dafür, die so genannte ESL-Milch (Extended Shelf Life) deutlich als solche zu kennzeichnen.
Den Verbrauchern werde auf diese Weise ein wertvolles Lebensmittel, das insbesondere für Kinder wichtig ist, entzogen. Der Handel profitiere davon, dass er Milch auch aus den letzten Winkeln Deutschlands beziehen könne. "Regionale Molkereien, die die Milch nur über kurze Wege transportieren, haben das Nachsehen", so Schwartau. Dabei leisteten sie doch eigentlich einen Beitrag zum Klimaschutz.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.128.417 von schaerholder am 08.05.09 12:38:10@shareholder

Ich glaube Sie bringen hier einiges Durcheinander. Der Staat hat nicht die Milchbauern unterstützt, sondern mit seiner Preisgarantie dem Verbraucher günstige Grundnahrungsmittel gesichert. Als Steuerzahler habe ich damit kein Problem, da günstige und hochwertige Grundnahrungsmittel eine gute Sozialpolitik im Land fördert und ich auch auf eine bäuerliche Milchproduktion im Land nicht verzichten möchte.

Als Aktionär der Sachsmilch AG gehört natürlich die Solidarität mit den Milchbauern auf die kommende Sachsenmilch-HV auf die Tagesordnung.
Was ist eine Molkerei überhaupt noch wert ohne zufriedene Milchlieferanten ?.
Ich empfinde es sogar als Pflicht, dass jeder Sachsenmilch Aktionär dem Müller Clan auf den Zahn fühlt. Es kann nicht sein, dass der Milchbauer mit 22,5Cent/l Milch abgespeist wird und der freie Sachsenmilch Aktionär mit 11Cent/Aktie.
so long
only

Kleine Hintergrundinfo:
In 2008 wurde politisch über den hohen Milchpreis gestöhnt " China trinkt alls aus " und über die Köpfe der Milchbauern die Quote erhöht.

17.03.2008
Gegen den Widerstand Deutschlands haben die EU-Agrarminister am Montag den 17. März 2008 eine Erhöhung der Milchquoten beschlossen. In der gesamten EU kann vom 1. April an die Milchproduktion um zwei Prozent oder umgerechnet 2,84 Millionen Tonnen hochgefahren werden.
Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de, 17.03.2008


Debatte um höhere Milchpreise in Deutschland
Der wachsende Durst der Chinesen auf Milchprodukte soll ein Grund für die Preissteigerungen in Deutschland sein. Tatsächlich liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in China noch weit unter dem Weltdurchschnitt. Doch Konsum im Milliardenvolk nimmt zu, und davon profitieren vor allem chinesische Firmen.

"Ich habe einen Traum", schwärmte der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao im vorigen Frühjahr beim Besuch einer Milchviehstation: "Jeder Chinese, zuerst die Kinder, sollten eines Tages täglich einen halben Liter Milch trinken können." Bisher bleibt's beim Traum, vor allem auf dem Land. 90 Prozent der Milchprodukte kaufen die Städter - etwa in Schanghai. "Die Chinesen trinken viel mehr Milch als früher", sagt eine Frau auf der Straße, "weil sich unser Lebensstandard verbessert hat. Die Leute passen jetzt mehr darauf auf, was sie essen. Einige Leute mögen den Geschmack der Milch, andere nicht. Ich habe mich daran gewöhnt. Für uns ältere Leute ist das Kalzium gut für die Knochen, für unseren Körper und das tägliche Laben." Und ein Mann fügt hinzu: "Ich mag den Geschmack und möchte auch stärker werden."
Schanghai ist die Hauptstadt der Milchtrinker: Dort konsumiert man im Jahr 50 Kilo Milchprodukte – mehr als doppelt so viel wie der Durchschnittschinese. Pro Kopf tranken und aßen die Chinesen nur ein Fünftel vom Weltdurchschnitt. Pan Beilei vom internationalen Verband der Milchproduzenten ist überzeugt, dass China zum größten Markt für Milchprodukte aufsteigen wird – ein ähnlicher Trend wie bei Schokolade oder Bier.
Milchkonsum in China: Die Masse macht's beim Milchkonsum der 1,3 Milliarden Chinesen: Pro Kopf tranken und aßen sie 2005 nicht einmal 22 Kilo jährlich, Produktion insgesamt 28 Millionen Tonnen. Aber das Bild ändert sich rasant, wie der Vergleich mit 1995 zeigt: Seit damals hat sich die Gesamtproduktion mehr als verdreifacht. Ausländische Marken sind vor allem beim Milchpulver gefragt – weil in chinesischem Antibiotika-Rückstände gefunden wurden.
Quelle: Astrid Freyeisen,
Und dass der Durst der Chinesen die Weltmarktpreise nach oben treibt, gibt auch der chinesische Molkereiverband zu. Eine Angestellte in einem Shanghaier Bürogebäude sagt: "Ich trinke heute mehr Milch als früher in meiner Kinderheit. Damals habe ich viele andere Getränke lieber gemocht. Ich mag die Milch. Einige Leute ziehen Joghurt vor. Andere sind allergisch auf Milch. Ich bin daran gewöhnt." Eine Kollegin tut sich dagegen schwer mit dem Getränk: "Ich habe früher viel mehr Milch getrunken als heute. Ich finde, sie bläht meinen Bauch auf, ich fühle mich dann nicht gut. Ich trinke nur die Marke Mengniu."
In den Supermärkten dominieren chinesische Marken wie Yili oder Mengniu aus der inneren Mongolei, mit 32 Prozent Marktführer bei der Milch. Wohl ein Grund, warum Danone ein Gemeinschaftsunternehmen mit Mengniu betreibt. Doch eins scheint sich nur langsam zu ändern: Die Abneigung der Chinesen gegen Käse. Sogar in Schanghai, wo man Käse überall kaufen kann, sagt ein Parkplatzwächter: "Käse habe ich noch nie gegessen."
"Ich glaube Sie bringen hier einiges Durcheinander. Der Staat hat nicht die Milchbauern unterstützt, sondern mit seiner Preisgarantie dem Verbraucher günstige Grundnahrungsmittel gesichert. Als Steuerzahler habe ich damit kein Problem, da günstige und hochwertige Grundnahrungsmittel eine gute Sozialpolitik im Land fördert und ich auch auf eine bäuerliche Milchproduktion im Land nicht verzichten möchte."

Nicht ich bin es der hier einiges durcheinander bringt. Was bedeutet denn eine Preisgarantie für Hersteller für den Verbraucher? Dass es eine Preisuntergrenze gibt. Und genau die ist nun gefallen, da es die Preisgarantie nicht mehr gibt, die Milch wird billiger und er Verbraucher freut sich. Ähnlich wirkt im Übrigen eine Quote genannte Produktionskürzung.Sie sind nicht zufällig Politiker mein bester onlythe? Darf ich Sie Horst Seehofer nennen:laugh::laugh:
Dass letztes Jahr über hohe Milchpreise gestöhnt wurde zeigt nur, dass der Markt mittlerweile einigermaßen funktioniert. Wieso hat sich eigentlich damals keiner mit der Sachsenmilch gegen die Milchbauern solidarisiert:eek::eek:
Außerdem müssen die Milchbauern doch die Quote nicht erfüllen. Meines Wissens dürfen sie darunter bleiben, nur darüber gibt es Strafen....
@shaerholder

Ich hoffe mal Sie sind kein Sachsenmilch Aktionär-- ihre Logik würde für die Sachsenmilch AG langfristig schädlich sein.
Oder sind Sie Sie dem T. Müller Clan zuzurechnen ? :confused:

Ihre Logik von einem freien Markt kann doch nicht funktionieren:(
Denken Sie doch mal Bitte etwas weiter.

Wollen Sie eine Krisenanfällige und für unseren landwirtschaftlichen Raum(Kulturlandschaft) feindliche Milchagrarindustrie in Deutschland haben, wie z.B in der heutigen Putenagrarproduktion, dann sagen Sie es Bitte ?.
Ein freier Markt für Grundnahrungsmittel und speziell für Milch, der nur auf materialle Interessen basierent, gefährdet unsere Demokratie. Wollen sie das ?
Als Aktionär der Sachsenmilch werde ich mich für faire Preise >50Cent bei unseren Milcherzeugern einsetzen. Der Vorstand sollte nicht seine bezahlte Zeit für Klagen und Knechten unserer Milchbauern verschwenden, sondern seine Zeit für die Wertschöpfung bei der Veredelung und Vermaktung der Milchprodukte einsetzen.
Hier gibt es noch viel Spielraum im Markt !
Die Quoten müssen auf einen fairen Marktpreis >50 Cent reguliert und dürfen nicht zum politischen Spielball missbraucht werden,wie dies im Maerz2008 leider geschehen ist.
so long
only
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.132.450 von onlythebest am 08.05.09 18:23:32Hallo zusammen, sehr unterhaltsam hier. Es ist mindestens interessant mal eine andere Meinung zu hören. Ich gebe gern zu, dass mein Vergleich mit Autos etwas unglücklich interpretiert werden kann. Im Zweifelsfall kann man sich mit Nahrungsmitteln natürlich länger am Leben erhalten als durch den Besitz eines Kraftfahrzeuges. Trotzdem bin ich der Meinung, dass im Bezug auf die Agrarmärkte oft widersprüchliche Aussagen gemacht werden. Einerseits wird seit Jahren für eine Öffnung gestritten, andererseits wird sofort auf den Markt geschimpft sobald das Handlungspendel auf der gegenerischen Seite ist und der Milchpreis sinkt. Entweder wir wollen eine Marktlösung, in der alle Parteien ihr Maximum anstreben (dass die Milchpreise bei solch einer Lösung in BEIDE Richtungen schwanken haben wir seit dem letzten Jahr wunderbar sehen können) oder wir wollen einen Interventionspreis der unabhängig vom Weltmarkt ist, was zu den auch unbeliebten Butterbergen führt (die bisherige Quotenregelung konnte die Überproduktion ja nicht eindämmen). Das Beste aus beiden Welten ist schwerlich realisierbar bzw. will nicht von der Mehrheit der Bevölkerung getragen werden. Sollte sich hier die Meinung ändern werde ich meine Aktien verkaufen und einen Stall bauen.

@onlythebest:
"Die Produktion von Lebensmitteln muss breit angelegt sein. Ein Milchviehbetrieb mit 40 Milchkühen muss eine ausreichendes Einkommen (>Hartz4)erwirtschaften. Grossmolkereien tragen hier m.M. eine hohe Verantwortung."
NEEEIIIIINNNNN, tragen Sie nicht. Der Staat kann doch nicht zwei Arten von Mindesteinkommen anbieten und das unternehmerische Risiko übernehmen. Jeder ist hier selber für sich verantwortlich, wenn es die Milcherzeuger seit Jahren verschlafen ein eigenes Vermarktungsangebot oder eine einheitliche Verhandlungsposition aufzubauen, dann können das die Molkereien und der Handel nicht noch belohnen. Nachdem das Milchangebot gesunken ist werden dem Handel auch wieder stärkere Verhandlungspartner gegenüberstehen.
"Der Vorstand sollte nicht seine bezahlte Zeit für Klagen und Knechten unserer Milchbauern verschwenden,..."
Doch genau das sollte er tun (ok, das Knechten natürlich nicht) aber wenn jemand einem anderen einen Schaden zufügt, dann hat er hierfür zu haften. Milch von den Milcherzeugern die liefern wollten konnte nicht angeliefert werden=>Schaden=>Schadenersatz.

PS: Ich habe bisher nur für wenige Anträge von Theo Müller gestimmt, aber manchmal tut er mir direkt leid.

PPS: Die Molkereien sind übrigens auch am Klimawandel schuld. Schliesslich werden viele Bauern erst durch den Verkauf der sogenannten Milch zur Haltung einzelner Kühe verleitet. Besonders durch diese wird in nicht unerheblichem Maße Methan und Lachgas erzeugt, das die Luft in Deutschland zusätzlich belastet. Die Versteigerung von Verschmutzungszertifikaten an die Molkereien könnte bereits im August starten. (Wer Ironie findet darf Sie behalten)

Schönes Wochenende noch, ich muss mich jetzt mental auf die sozialen Unruhen vorbereiten, die nächstes Jahr kommen; wenn der Liter Milch EINEN EURO kosten wird. Oh mein Gott, dann bezahle ich ja im Monat für eine Palette Milch fast 7 Euro mehr, das ist ja fast soviel wie 5 Liter Benzin. Ich muss weg...
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.137.308 von xerxe am 09.05.09 18:41:41@ xerxe

Ich gaube wir verstehen uns, sehr schön das Du Einsicht zeigst..der erste Weg zur Besserung.:)

"Ich gebe zu, dass mein Vergleich unglücklich interpretiert werden kann. Im Zweifelsfall kann man sich mit Nahrungsmitteln natürlich länger am Leben erhalten als durch den Besitz eines Kraftfahrzeuges"

Der Vorstand sollte nicht seine bezahlte Zeit für Klagen und Knechten unserer Milchbauern verschwenden,..."
Doch genau das sollte er tun (ok, das Knechten natürlich nicht) aber wenn jemand einem anderen einen Schaden zufügt, dann hat er hierfür zu haften. Milch von den Milcherzeugern die liefern wollten konnte nicht angeliefert werden=>Schaden=>Schadenersatz.:eek:

"Jeder ist hier selber für sich verantwortlich, wenn es die Milcherzeuger seit Jahren verschlafen ein eigenes Vermarktungsangebot oder eine einheitliche Verhandlungsposition aufzubauen, dann können das die Molkereien und der Handel nicht noch belohnen. Nachdem das Milchangebot gesunken ist werden dem Handel auch wieder stärkere Verhandlungspartner gegenüberstehen".:eek:

Diese zwei Kommentare zeigen leider bei Dir noch keinen Einsicht.
Es ist doch ein Skandal, dass ein Müller die Sachsenmilch AG dazu benutzt, gegen die am Boden liegenden Milchbetriebe mit Klagen zu schiessen und Deutschland mit billiger Weltmilch zu versorgen. Was ist, wenn es später diese Milch nicht mehr auf dem Weltmarkt geben wird bzw. nicht mehr zu finanzieren ist ?:confused:

Zur Zeit stecken wir doch in einer Situation in der auch hohe Produktivität das Problem der fallenden Milchpreise nicht mehr auffangen kann. Das führt dazu, das noch größere Einheiten gefordert und erwogen werden, noch leistungsfähigere, hochgezüchtete, und damit empfindlichere Tiere; Bio-Reaktoren, die wie Hochleistungssportler behandelt, ernährt und gesund erhalten werden und ohne spezielles Kraftfutter und Medikamente nicht mehr existieren können. Mit anderen Worten: Der niedrige Milchpreis sorgt dafür, dass wir Teile unserer familiären bäuerlichen Struktur preisgeben.
Wollen Sie das verantworten ?

Es gibt kein Naturgesetz, dass wir in Deutschland nie wieder eine Hungerkatastrophe haben werden.

Laut dem Hr. Muller und Co. haben die Molkereien, Handel, etc keine Schuld sondern die bäuerlichen Strukturen.

Müller: "Den Handel trifft keine Schuld!"
19.11.2008

"Der Handel ist nicht der Schuldige an den Nöten der Milcherzeuger. Der Handel nimmt die Angebote der Molkereien entgegen. Für ihn ist die Höhe des Preises nicht entscheidend, sondern die erzielbare Spanne. Die Bauern schließen Verträge mit den Molkereien, nicht mit dem Handel", betont Theo Müller, Eigentümer der Privatmolkerei Müller, in einem Interview mit der FAZ.

Vielmehr solle DBV-Präsident Gerd Sonnleitner wegen Erfolgslosigkeit zurücktreten. Er kämpft laut Müller an den falschen Fronten und lasse die Bauern im Unklaren, was auf sie zukomme. Um von eigenen Fehlern abzulenken schieße er deshalb gegen Molkereien und Handel.

Den aktuellen Verfall der Milchpreise führt Müller darauf zurück, dass das Angebot höher als die Nachfrage sei. Im vergangenen Jahr hätte man außerhalb der EU noch bis zu 50 Cent je Liter erzielen können.

Von dem Vorstoß Bayerns, die Milchquote um 2 % zu senken, hält Müller nichts: "Wir haben einen europäischen Markt, auf dem 140 Milliarden Liter Milch erzeugt werden, davon 28 Milliarden in Deutschland. Der EU-Markt ist verbunden, die Preise gleichen sich an. Wenn Deutschland 2 % weniger produziert, hat das auf den Milchpreis in der EU keinen Einfluss, weil die anderen Länder dann mehr produzieren", begründet Müller.

Müller vermutet, dass die EU-Agrarminister in den Milchmarkt eingreifen werden und Exporterstattungen beschließen werden. Allerdings hält er höhere Ausgleichszulagen für keine Dauerlösung, um einen freien Milchmarkt zu erreichen. Langfristig müssten mehr Betriebe aus der Produktion aussteigen. "Man kann nicht überall Milch produzieren. Man stellt sie dort her, wo sie günstiger produziert werden kann", so Müller.

Der Molkereichef geht davon aus, dass die Milchpreise im Januar auf 26 bis 28 Cent fallen werden. Grund sei - neben dem Angebotsüberhang - die Kündigungsmöglichkeit der Lieferverträge und Molkerei-Mitgliedschaft zum Jahresende


Nein der Müller muss gestoppt werden die Sachenmilch AG gegen die Bauern zu instrumentalisieren, schliesslich befindet sich die SMAG nicht im Alleinbesitz des Hr. Müller. Hier müssen die freien Aktionäre dem Herrn Müller auf die Finger schauen.
Der Hr. Müller ist hier auf dem Holzweg.
so long
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Interview mit Herrn Theo Müller in der LEBENSMITTEL Zeitung (LZ) zu Milchpreisen und Greenpeace
"Das würde die Preise für Milchprodukte verdoppeln"

Berlin, 29.05.2009 - Die Bundeskanzlerin besucht Kuhställe und trifft sich mit Milchbäuerinnen. Ihre Agrarministerin nimmt für die Einkommen der Milcherzeuger die Molkereien und den Handel in die Pflicht. Der Unternehmer Theo Müller äußert sich über die Erfolgsaussichten und über Greenpeace.

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Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner versucht an Runden Tischen, den Milchabsatz und die Preise zu erhöhen. Wie bewerten Sie solche Aktivitäten?
Es wird versucht auf etwas Einfluss zu nehmen, worauf man keinen Einfluss hat. Wir haben einen europäischen Milchmarkt. Davon entfallen lediglich 20 Prozent auf Deutschland.

Politiker und Bauernverbände klagen über den "Ultrapreisdruck bei Milch seitens der Discounter". Ist wirklich Aldi für den niedrigen Milchpreis verantwortlich?
Weder die Discounter noch die Molkereien sind dafür verantwortlich, ob der Milchpreis pro Liter 20, 30 oder 40 Cents beträgt. Der Milchpreis bildet sich ausschließlich über die Preise für Magermilchpulver und Blockbutter, und beides ist nicht bei Aldi erhältlich. Diese Gesetzmäßigkeit war 2007 zu beobachten, als infolge der Preissteigerung für Magermilchpulver und Blockbutter der Preis für einen Liter Milch auf über 40 Cents stieg. Seit Mitte 2008 fallen die Preise für Pulver und Butter – und damit auch die Milchpreise.

BDM-Chef Romuald Schaber will den Milchpreis mit flexiblen Quoten kontrollieren. Funktioniert das?
Auf den ersten Blick klingt das vernünftig, lässt sich jedoch aus mehreren Gründen nicht realisieren: Zum einen müsste der europäische Milchmarkt komplett abgeschottet, quasi "milchdicht" gemacht werden. Die erforderliche Zustimmung aller 27 Mitgliedsstaaten ist mehr als unwahrscheinlich. Außerdem müsste ein hartes Quotensystem eingeführt werden, mit der Folge, dass die Quotenpreise explodieren würden. Mit der weiteren Folge, dass sich die Preise für Milchprodukte verdoppeln, sehr zur Freude anderer Marktteilnehmer wie etwa der Margarineproduzenten.
Das Resultat wäre eine dramatische Reduzierung der Milchproduktion, verbunden mit einer massiven Erhöhung der Produktionskosten bei den Milchbauern. Insgesamt würde das "Schaber-Modell" somit zu einer extremen Beschleunigung der Strukturbereinigung führen.

Gibt es zu viele Molkereien in Deutschland, wie Frau Aigner sagt, oder sind die Unternehmen nur falsch aufgestellt?
Aus betriebswirtschaftlichen Gründen könnten einige Zusammenschlüsse sinnvoll sein. Zu beachten ist jedoch, dass diese zunächst viel Geld kosten.

Ministerin Aigner hat sogar den testweisen Anbau von Genmais verboten. Und gerade erst hat Greenpeace wieder gegen "Genmilch" demonstriert. Herrscht in Deutschland eine GVO-feindliche Stimmung?
Die Funktionäre von Greenpeace sind schon lange nicht mehr dem Umweltschutz verpflichtet. Es handelt sich um eine vollkommen intransparente, nur auf das Spendensammeln fokussierte Organisation. Insoweit erübrigen sich alle weiteren Kommentare.
Milch muss immer seinen Preis haben, damit auch der nächste Öko Test so ausfällt.
so long
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Öko-Test Deutsche Milch ist kuhl!
Rund 100 Liter Milch trinken die Deutschen pro Jahr und das ist auch gut so. Denn unsere Milch ist, bis auf wenige Ausnahmen, sowohl von den Inhaltsstoffen als auch vom Geschmack her gut oder sogar sehr gut, wie Öko-Test herausfand.

32 Milchsorten, davon 20 Bio-Marken, untersuchten die Profi-Tester genauer. Ergebnis: 19 Milchsorten schnitten mit „sehr gut“ ab; zehn bekamen die Note „gut“.

Auf dem letzten Platz landete die Landliebe frische Landmilch (Gesamtnote „ausreichend“). Beanstandungen gibt es beim Geschmack, außerdem ist die als Frischmilch gekennzeichnete Milch in Wirklichkeit eine länger haltbare Milch.

Bei der Benotung der Inhaltsstoffe hat die Hemme Milch tagesfrische Vollmilch am schlechtesten abgeschnitten („ausreichend“). Grund: Die Anzahl der Keime und der Enterobakterien war erhöht, was auf ein Hygiene-Problem bei der Abfüllung hindeutet.

Ob die Milch gut und frisch schmeckt, ist auch Verpackungssache:

Milch in Weißglasflaschen (Bergbauern Vollmilch, Landliebe frische Landmilch, Weihenstephan Frische Alpenmilch) bekommt etwa schnell einen „Lichtgeschmack“, urteilt Öko-Test.

Vorteil von Bio-Milch: Diese Milch enthält mehr von den gesunden Omega-3-Fettsäuren (schützen das Herz-Kreislauf-System), weil die Kühe viel Grünfutter bekommen.

Fazit: Deutsche Milch ist echt kuh(l) – keine Sorte ist gesundheitsgefährdend und auch geschmacklich überzeugten die meisten Sorten.
Ohne den Müller Clan ist mir die Marke Sachsenmilch sympatischer.
Das Potential für diese Marke ist noch gross, Müller sollte seine paar Aktien verkaufen und aussteigen. Die Sachsenmilch AG könnte auch als eine Art Genosssenschaft der Milcherzeuger geführt werden.
so long
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16.10.2009 | News
Sachsenmilch bleibt die am meisten gekaufte sächsische Marke
„Sachsenmilch“ bleibt die beliebteste sächsische Marke im ostdeutschen Freistaat. Das ergab eine im September veröffentlichte Umfrage des Instituts für Marktforschung, Leipzig, unter 1.000 Verbrauchern in Sachsen.

Demnach greifen 83 Prozent der Verbraucher gern zu den pinkfarbenen Produkten aus Leppersdorf. Für keine andere Herkunftsmarkte gibt es eine derart hohe Kaufbereitschaft. „Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds haben wir keine Käufer verloren. Das zeigt, dass Marken gerade in der Krise eine Chance haben“, sagte Thomas Rost, Marketingleiter der Sachsenmilch AG, am Donnerstag in Leppersdorf zur Auswertung der Befragungsergebnisse. Gekauft werden die Joghurts, Milchdrinks, die Milch, Butter, Käse, Quark, Sahne und Desserts vor allem von Frauen und Männern, die älter als 30 Jahre sind. Für 66 Prozent von ihnen ist „Sachsenmilch“ zugleich die Hauptmarke – ebenfalls ein Spitzenwert unter den abgefragten sächsischen Marken.
Erhöht hat sich der Studie zufolge in den vergangenen zwei Jahren auch der Bekanntheitsgrad der Sachsenmilch-Produkte: 97 Prozent aller Sachsen kennen sie - drei Prozent mehr als bei der letzten vergleichbaren Umfrage 2007. Dabei liegen die Umfragewerte in den drei Regierungsbezirken Dresden, Chemnitz und Leipzig auf nahezu gleicher Höhe. „Damit haben wir für uns das Maximum erreicht“, sagte Rost. Bekannter ist lediglich „Radeberger Pilsner“ mit 98 Prozent. Ein herausragendes Ergebnis mit einem einstelligen Absatzplus zum Vorjahr erwartet Sachsenmilch 2009 auch beim Verkauf ihrer Markenprodukte an den deutschen Handel. Bis Juni 2009 gelang es der Marke, im Heimatmarkt Nielsen 7 in den Produktgruppen Butter, H-Milch, Frucht- und Trinkjoghurt sowie bei Milchmischgetränken die regionale Marktführerschaft mit klarem Abstand zu behaupten und teilweise auszubauen. Außerdem legten die Desserts im ersten Halbjahr 2009 um 16 Prozent und Frischmilch um zehn Prozent zu. Ähnlich stark ist die Absatzentwicklung in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern: Desserts, Trinkjoghurt und Frischmilch erreichen zweistellige Zuwächse, Kontinuität herrscht bei der Markenbutter „Die Gute“. Dieses Produkt trägt seit Anfang des Jahres das „Testurteil gut“ der Stiftung Warentest.

Bereits im Frühjahr 2009 bescheinigte die Studie „European Trusted Brands 2009“ des Magazins Reader`s Digest der regionalen Milchmarke das höchste Vertrauen der Verbraucher im gesamten ostdeutschen Vertriebsgebiet im Bereich Molkereiprodukte. So gaben ihr 16 Prozent der Verbraucher zwischen Ostsee und Thüringer Wald ihre Stimme. Außerdem bescheinigte ihr die Branche im Sommer 2009 die „Beste Markenführung 2009".


Kontakt: Sachsenmilch AG, An den Breiten, 01454 Leppersdorf, Tel.: 03528/434254, Internet: www.sachsenmilch.de
Anders wird ein Schuh draus.
Mueller kauft Stück für Stück die restlichen Aktien
und wirft die Kleinanleger raus.
Kursziel 7000 Euro
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.237.798 von gnuldi am 23.10.09 08:46:47im Augenblick ist aber wenig Nachfrage

Schönen Tag

MichaelH
Die Sachsenmilch Klage gegen ihre Milcherzeuger war eine Dummheit.
Der Vorstand sollte die Kosten für das Klageverfahren aus eigener Tasche zahlen und zukünftig für anständige Milchpreise streiten.
grus
only

Freitag, 16. Oktober 2009, um 16:04 CEST
Bautzen (ddpdjn) Im Streit um Schadenersatz für die durch die Blockade der Molkerei in Leppersdorf entstandenen Ausfälle wollen sich die Sachsenmilch AG (Frankfurt: A0DRXC - Nachrichten) und die beklagten Verbände außergerichtlich einigen In der Verhandlung vor dem Landgericht Bautzen sei den Parteien ein Vergleichsvorschlag unterbreitet worden, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Demnach sollte von den Landwirten eine Unterlassungserklärung abgegeben und eine symbolische Zahlung in Höhe von zehn Prozent der Klagesumme geleistet werden.

Die zur Unternehmensgruppe Müller gehörende Sachsenmilch AG hatte gegen den Bund Deutscher Milchviehhalter und weitere Verbände geklagt und unter anderem Schadenersatz in Höhe von rund 687 000 Euro geltend gemacht Nach Auffassung des Gerichts steht der Sachsenmilch AG Schadenersatz zu Die Blockade sei nicht mehr durch das Recht auf Demonstrations- und Versammlungsfreiheit geschützt gewesen, hieß es

Die Sachsenmilch AG sei vergleichsbereit, wollte aber eine Schadenersatzleistung von mehr als 50 Prozent durchsetzen Die Beklagtenseite habe am Freitag noch keine Erklärung abgegeben, hieß es Die Parteien wollten jedoch an einer außergerichtlichen Beilegung des Streits arbeiten Eine Entscheidung soll am 12. November verkündet werden.

Im Mai und Juni 2008 hatten Milchbauern und Verbände bundesweit für höhere Milchpreise demonstriert und auch Molkereien blockiert Anfang Juni 2008 versperrten mehr als 100 Landwirte für drei Tage die Zufahrten des Sachsenmilch-Werks in Leppersdorf

ddp/ror/kos
Wer es glaubt..

Einzelhandel: Kein Preisdiktat für Milchbauern
Berlin (dpa) - Der Einzelhandel wehrt sich gegen den Vorwurf der Milchbauern, Preise diktiert zu haben. Der Wettbewerb auf dem Milchmarkt funktioniere, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth. Das habe das Bundeskartellamt gestern in einem Bericht zur Untersuchung des Milchmarktes bestätigt. Europäische Milchviehhalter klagen weiter über zu niedrige Preise. Die Erzeugungskosten könnten trotz des leichten Anstiegs der Milchpreise nicht gedeckt werden, hieß es.

Veröffentlicht am 12.01.2010 um 20:54 Uhr
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.124.183 von onlythebest am 07.05.09 21:46:48Die Milchwende kommt und nun entzieht der gute Hr. Müller der Sachsenmilch AG das operative Geschäft. Der Vorstand ist nun gefordert die erforderlichen Assets der Müller Gruppe zur operativen Weiterführung zu übernehmen und ggf. über eine Kapitalerhöhung zu finanzieren.
so long
only


Jetzt wird die Milch teurer!
DISCOUNTER HEBEN DIE PREISE AN +++ AUCH BUTTER BALD WIEDER TEURER?
10.05.2010 - 18:47 UHR
Nach dem Milch-Krieg, kommt jetzt der Preisanstieg…
Denn: Milch ist teurer geworden! Mehrere große Discounter und Supermarktketten haben bereits in der vergangenen Woche still und leise die Preise erhöht.
Bei Aldi Süd verteuerten sich Frischmilch und H-Milch um 2 Cent je Liter, wie das Unternehmen bestätigte. Das entspricht einer Preiserhöhung um 4,2 Prozent bei Milch mit 1,5 Prozent Fettgehalt beziehungsweise 3,7 Prozent (3,5 Prozent Fettgehalt).
Auch bei den beiden führenden Lebensmittel-Händlern Edeka und Rewe stiegen die Milchpreise in dieser Größenordnung. Weitere Lebensmittelhändler wie Real zogen ebenfalls mit.
Damit wurde Milch ein halbes Jahr nach der Preiserhöhung vom November erneut teurer. Damals hatten große Lebensmittelhändler den Milchpreis um 6 Cent je Liter angehoben.
Im Unterschied zu den Preissenkungen, die jeden Monat bei ausgewählten Artikeln vorgenommen werden, schalten Handelskonzerne bei Preiserhöhungen keine Anzeigen.
Neben Milch wurden teils auch Milchprodukte im Preis angehoben: So haben sich bei Rewe auch Quark, Sahne und Crème Fraiche im Preiseinstiegssegment verteuert. Bei Joghurt änderte sich der Preis hingegen nicht, wie ein Rewe-Sprecher sagte.
In der jüngsten Verhandlungsrunde mit den Handelskonzernen hätten die Molkereien dank steigender Nachfrage auf dem Weltmarkt gute Karten gehabt, sagte der Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen, Reinhard Pauw.
Pauw: „Es ist keine günstige Zeit, um Preiserhöhungen durchzusetzen. Derzeit ist die Milchleistung der Kühe am höchsten“, erläuterte er. Andererseits liefen aber die Exporte gut, das habe den Inlandsmarkt entlastet.
Angesichts steigender Preise auf dem Weltmarkt dürfte nach Milch bald auch Butter teurer werden…
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.495.088 von onlythebest am 10.05.10 20:47:59es bleibt spannend ....


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