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Einige Gedanken zu Porsche... - 500 Beiträge pro Seite



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Verzeiht mir bitte das ich ein neues Thema beginne, aber der große Thread ist mir zu unübersichtlich geworden und außerdem werden hier wie ein Mantra immer die gleichen Argumente gebracht.

Das ist keine Kritik sondern nur eine Feststellung:)

Da Porsche eine meiner Lieblingsaktien ist, mache ich mir so meine Gedanken was dort eigentlich gespielt wird.

Der Kurs ist von seinem Hoch von knapp € 180 auf mittlerweile € 36
zurückgekommen. Das alles angeblich basierend auf der Finanzkrise und der dadurch bedingten Liquiditätsprobleme.

Ich sehe das etwas anders: Porsche besitzt gute 50% an VW, also ein Level A Asset - äußerst liquide und handelbar. Wert ca. 35 Mrd.

Hinzu kommt der Wert des operativen Geschäfts. Unterstellen wir nur einen Faktor von 7 liegen wir hier bei gut 7 Mrd. Macht zusammen 42 Mrd. abzg. 9 Mrd. Finanzschulden. Das würde einen Wert von 33 Mrd. ergeben.

Hierbei sind noch nicht einmal die Assets der Bilanz (Gebäude, Fabriken etc.) berücksichtigt.

Außerdem was meist vergessen wird - der Wert der Marke Porsche:

\"Die teuerste deutsche Marke ist dem Ranking zufolge BMW . Der Autobauer schaffte es mit 28 Milliarden Dollar auf Platz 17. Danach folgt Porsche auf Platz 28 mit einem Markenwert von 21,7 Milliarden Dollar,\"

Kritiker sagen nun: aber VW ist ja gar nicht soviel wert und wenn Porsche jetzt Aktien verkauft kracht der Kurs nach unten.

Ist das wirklich so? Porsche würde ganz bestimmt keine Aktien über die Börse verkaufen. Aber was hindert sie daran ein größeres Paket abzugeben. Da solche Pakete über die Börse in der Regel nicht zu erhalten sind, wird hier sogar ein Paketaufpreis fällig.

Das Vermögen der Familie Quandt wird auch nach dem BMW Kurs berechnet und nicht mit irgendwelchen Abschlägen.

Betrachten wir uns aber mal die Spielchen von Piech: er ist selbst Großaktionär bei Porsche. Warum knüppelt er den Kurs mit seinen Äußerungen so nach unten?? Er triftt sich damit doch selbst...

Piech ist bestimmt alles andere als dement oder senil. Er verfolgt eine klare Strategie. Porsche hat fast 50% Streubesitz. Die günstigen Kurse könnte er zum Einsammeln nutzen um sich damit den hohen inneren Wert von Porsche zu sichern. Ein kurzfristiges Abtauchen des Kurses interessiert ihn nicht.

Die extrem hohen Volumina der letzten Tagen sind ein Hinweis darauf.

Vielleicht ist es aber auch gar kein Alleingang von Piech sondern Wolfgang Porsche und Wiedeking sind involviert?? Hinter den Kulissen wurde der Zusammenschluss von VW und Porsche vereinbart und das ist nun die Strategie??

Wir Aktionäre sind doch letzlich nur Manövriermasse der großen Player.

Was ich mit alldem sagen will ist, dass Porsche alles andere als insolvent ist. Die Spielchen der Banken die Kreditzusagen zu verzögern beruhen eher auf gekränkte Eitelkeit aufgrund der Spielchen des Herrn Härter.

Klar für mich ist das Porsche - in welcher Form auch immer - mit VW verschmelzen wird. Aber nicht zu einem Wert von unter 25 Mrd.

Wenn ich etwas unbedingt haben will ist die beste Strategie es madig zu machen und dem Verkäufer das Gefühl zu geben er soll froh sein wenn er es los wird.

Genau das versucht Herr Piech gerade mit uns...

Meine Strategie lautet: weiter kaufen:cool:
BMW ist nicht die teuerste Marke Deutschlands.

Das ist immer noch Mercedes Benz

Nix für ungut, Recht haste mit dem Rest trotzdem.

Grüße
Magictrader2005
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.171.346 von blonskiman am 14.05.09 08:25:281. Börsennotiert sind bei Porsche nur die Vorzugsaktien. Warum sollten die Stammaktionäre sie aufkaufen wollen? Es gibt auch andere billige Aktien.

2. Wenn Porsche seine Schulden begleichen muss und Geld braucht, zählt nicht der hochgepushte VW-Kurs, sondern das, was einer zu zahlen bereit ist. Und da hier nicht Mau-Mau, sondern Poker gespielt wird, wissen Investoren, dass Porsche unter Druck steht. Das bedeutet, dass es VW-Aktien möglicherweise günstig zu haben sind. Wenn du einen realistischen VW-Kurs haben willst, nimm die Vorzüge und schlag ein paar Prozent für die Stimmrechte der Stammaktien drauf.

3. Einen Paketaufschlag zahlen Investoren nur dann, wenn sie auch wirklich Einfluss auf das Unternehmen bekommen. Porsche will aber nicht die Mehrheit bei VW abgeben, also wird wohl kaum ein Investor bereit sein, einen Paketaufschlag zu zahlen.

4. Piech will Macht und Einfluss, Geld hat er genug.

Fazit: Aktien sind wie Nutten - man sollte sich nicht in sie verlieben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.172.202 von Schnueffelnase am 14.05.09 09:55:41Fazit: Aktien sind wie Nutten - man sollte sich nicht in sie verlieben.

:laugh:

Den Spruch hänge ich mir über den PC :)
Solange das VW Gesetz besteht, sind VW aktien nicht so wertvoll, weil Wullf eine Sperrminorität hat => kein Paketaufgschlag, eher Abschlag. Das Problem von Porsche sind nicht so sehr die Schulden, wie das VW-Gesetz. Kippt das Gesetz, bekommt Porsche unter Umständen den Zugriff auf die VW-Kohle, dann sieht die Sache anders aus.
@Schnueffelnase

gutes Posting

@blonskiman

Ergänzend muß man noch hinzufügen, daß Porsche als Luxusanbieter besonders stark unter der weltweiten Konjunkturkrise leidet. Viele Kunden kamen schon immer aus der Investmentbranche, die besonder stark betroffen ist, nicht zuletzt durch Massenentlassungen. Eine ähnliche Krise durchlief Porsche während der US-Rezession Anfang der 90er Jahre. Damals konnte das Unternehmen - lt Aussagen entweder aus dem Kreis der Familienaktionäre oder des Management, das gibt mein Gedächtnis nicht mehr eindeutig her (man wird eben älter) - nur überleben, weil es frei von Bankschulden war. Operativ steht Porsche heute vor ähnlich gravierenden Problemen, mit dem Unterschied, daß man zusätzlich unter einer enorm hohen Verschuldung leidet. Daß dies öffentlich nicht so kommuniziert wird, ist nachvollziehbar. Der nun beabsichtigte Zusammenschluß mit VW zeigt jedoch m.E. unmißverständlich, daß Porsche das Wasser bis zum Hals steht.
25 Mrd. Wert der Porsche-Aktie??? Wenn ich nicht lache, der hochgepushte VW-Kurs fällt auf 30% zusammen und operativ läuft im Moment kaum etwas und künftig sehe ich für die Luxusmobile, die heftig Sprit fressen und Abgase produzieren, auch nur noch beschränkte Aussichten.

PORSCHE = aus meiner Sicht "strong sell", mind. bis 20 € wird der Kurs nach unten rauschen...
Lass doch die WKN an den Thread anhängen sonst wird der Thread wieder einschlafen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.173.134 von 1erhart am 14.05.09 11:13:11Ist mir nicht so wichtig..bin nicht besonders eitel was meine Threads angeht;)

Bisher war es auf jeden Fall richtig gestern bei Tiefstkursen nachzulegen, auch wenn´s manchmal schwerfällt seine eigene Angst zu überwinden und an das zu lauben was man denkt..

Aber das kennen wir ja alle:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.173.645 von blonskiman am 14.05.09 11:59:18Das hat doch mit eitel nichts zu tun. Fast jeder Thread von Einzalaktien schläft irgendwann ein weil nach ein paar Tagen wird er vergessen.
"Porsche hat fast 50% Streubesitz."

Da steckt, wie Schnueffelnase schon bemerkte, der Denkfehler. Die STAMMaktien mit Stimmrecht sind überhaupt nicht an der Börse! Von daher fällt diese ganze "Piech-basht-seine-eigenen-Aktien"-Theorie wie ein Luftsack in sich zusammen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.174.238 von 1erhart am 14.05.09 12:55:13Der innere Wert der Vorzugsaktien mißt sich an der Dividende, genauer an der zukünftigen Dividendenerwartung, daher ist hier die Liquidität und künftige Gewinne besonders wichtig.
Bei einer Liquidität von 10 Mlrd. (EK: 14,59) wäre hier ein Wert von Porsche Vz. von 57,10 Euro auszumachen. Die Basic-Dividende von 0,70 erscheint hier aber im Verhältnis mager.
Von Sonderdividenden wird man wahrscheinlich nicht mehr ausgehen können, sodaß hier eine Rendite von 3%realistisch erscheint. Danach müßte der Porsche Kurs noch bis 23,10 Euro Luft haben, ich gehe davon aus, daß der faire Wert irgendwo dazwischen liegt. Kursziel: 40 Euro; Schwankungsbreite 2009 57/23


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