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Was bedeutet es, links zu sein? - 500 Beiträge pro Seite



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Was ist heutzutage eigentlich links? Diese Frage haben wir dem Historiker Arnulf Baring und dem Journalisten Jan Fleischhauer gestellt. Das Ergebnis: Für Baring und Fleischhauer jedenfalls sind Linke tendenziell griesgrämig, neigen zur Selbstzufriedenheit und mögen fair gepressten Saft.


Journalist und Buchautor Jan Fleischhauer und der Historiker Arnulf Baring unterhalten sich darüber, was links und was rechts ist und wo sie sich selbst verorten. Seit 1989 arbeitet Fleischhauer beim Magazin „Der Spiegel“; Arnulf Baring war lange Mitglied der SPD und wurde wegen seines Engagements für Hans-Dietrich Genscher aus der Partei ausgeschlossen.


WELT ONLINE: Der Titel Ihres Buches „Unter Linken“ klingt wie „Unter Wölfen“.

Jan Fleischhauer: Wenn schon, dann „Unter Geiern“, bitte. Ich beschreibe ein bestimmtes Milieu, in dem ich groß geworden bin, in dem ich lebe und seit Langem auch arbeite. Die meisten begreifen sich als links, ohne groß darüber nachzudenken. Sie sind links, weil es die anderen ebenfalls sind. Dies gilt im Besonderen im Kulturbetrieb und in den Medien, mit wenigen Ausnahmen. Ich habe also über eine Welt geschrieben, in der ich mich auskenne.

Arnulf Baring: Weder Wölfe noch Geier passen. Geier sind zu negativ, und Wölfe sind zu bedrohlich. Unter Hammeln, das passt doch viel eher. Das Ganze hat ja doch immer etwas Herdenhaftes.

Fleischhauer: Es gibt ein schönes Buch von Jane Kramer, vor Jahren erschienen, mit dem Titel „Unter Deutschen“. Ich wollte diesen ethnografischen Blick anbieten. Die Linken sind eine Herrschaftsformation, ein faszinierender Volksstamm mit ganz eigenen Regeln und Ritualen. Es gibt ganz bestimmte Dinge, die man in dieser Welt tun darf, die man tun muss, und andere, die man tunlichst unterlässt. Warum darf man nicht amerikanisches Fast Food essen, dafür aber problemlos türkisches? Niemand käme auf die Idee, an einer Döner-Bude zu demonstrieren, dabei ist jeder Burger bei McDonald's im Zweifel gesünder als ein mit Gammelfleisch angereicherter Döner.


WELT ONLINE: Welche ehernen Gesetze kennt dieser Stamm der Linken, dieses juste milieu noch?

Baring: Es ist gerade die Leugnung des Bürgertums, die zum Programm gemacht wird, bei einem durchaus bürgerlichen Leben. Der Publizist Ben Witter sagte immer: „Links reden, rechts leben.“ Diese Gespaltenheit ist auffällig.

Fleischhauer: Tempo 30 auf der Umgehungsstraße, die Angst vor dem Klimawandel, bei gleichzeitigem Beharren auf dem Atomausstieg, der fair gepresste Saft, das sind heute flächendeckend durchgesetzte Attitüden.

WELT ONLINE: Ist das heute links?

Fleischhauer: Das Erstaunliche ist jedenfalls, dass jeder, der nicht links ist, als solcher sofort erkannt und entsprechend behandelt wird. Manchmal reicht schon ein falsches Wort wie „Ausländer“ statt „Migrant“. Oder, Herr Professor?

Baring: Ja, man spürt, dass man nicht dazugehört. Es hängt an feinen Sprachunterschieden. „Radical Chic“ bezeichnet das am besten. Ein radikales Gerede, eine scheinrevolutionäre Haltung, „Bewegung“ ist ein großes Wort, immer muss alles ganz anders werden. Dieses Gutmenschentum.

Fleischhauer: Was kann man dagegen haben, wenn Menschen gut sein wollen?

Baring: Natürlich nichts, aber gegen die tiefe Verlogenheit habe ich etwas und gegen die Humorlosigkeit dieses angeblichen Gutmenschen. Das Unterhaltsame Ihres Buches ist ja gerade Ihr Humor. Diese Leichtigkeit, mit der Sie uns durch den linken Kosmos führen. Leicht und unterhaltsam sind Linke nie. Da ist immer diese Schwere, dieses Grundsätzliche.

Fleischhauer: Die Diskrepanz zwischen Anschauung und Leben führt zu dieser Strenge und Grundgereiztheit, die den Linken immer so säuerlich erscheinen lassen. Der Rechte kann dekadenten Umgang pflegen, sich für zweifelhafte Dinge begeistern, deswegen kommt er ja auch ins Umerziehungslager, wenn die Revolution gesiegt hat. Die Linke hingegen muss sich immer rechtfertigen, vor allem vor den eigenen Leuten.

WELT ONLINE: Schön und gut, aber noch einmal: Was ist links? Und: Gibt es überhaupt ein Äquivalent auf der anderen Seite?

Baring: Links ist die Behauptung allein, dass man die Partei des Lichts sei. Das Höherwertige. Es gibt keine Rechten, aber es gibt die linke Überzeugung, dass man trotzdem gegen sie kämpfen müsse, damit sie nicht bei nächster Gelegenheit die Macht ergriffen. Das ist die Idee des Antifaschismus. Aber was ist heutzutage noch Faschismus? Die ganze Linke lebt davon, dass solche Trugbilder bekämpft werden müssen.

Fleischhauer: Die moralische Privilegierung ist wichtig für die Linke, besser zu sein als die anderen. Wie viele Abendgesellschaften habe ich erlebt, wo sich alle auf die Schulter klopften und den größten Unsinn mit bewundernswertem Selbstbewusstsein und nie nachlassender Selbstgerechtigkeit verkündeten.

Baring: Eine typische Situation! Dann spürt man, dass man alleine ist. Manchmal ertappe ich mich in solchen Gesellschaften dabei zu denken: „Ach, halte doch den Mund, ruiniere jetzt nicht den Abend.“

WELT ONLINE: Hat die Linke nicht längst ihre Kraft verloren?

Fleischhauer: Gesellschaftspolitisch und kulturell dominiert die Linken das Land seit den frühen Siebzigern. Ihre Anhänger sind in alle Verwaltungen eingezogen, sie beherrschen den öffentlichen Dienst, die Erziehungsinstitutionen und die verbeamtete Kultur. Doch es gibt keinen Aufbruch mehr, keine neuen Ideen, das Einzige, was die Linke beschäftigt, ist heute die Verteidigung des einmal Erreichten. Deshalb wirkt sie auch häufig so griesgrämig und verhärmt.

Baring: Es herrscht ein linker Konservatismus. Die Bundesrepublik stand mental immer auf der linken Seite, die Weimarer Republik hingegen auf der rechten. Das ist auch leicht zu erklären angesichts der deutschen Vergangenheit. Nach 1945 galt alles Konservative als rechts, und rechts war schlecht.

Fleischhauer: Man muss zwischen der kulturellen Linken und dem Volk unterscheiden. Letzteres ist überhaupt nicht links, und war es auch nie. In seiner Grundverfasstheit ist die Bundesrepublik sogar ein erstaunlich konservatives Land.

WELT ONLINE: Helmut Kohl war doch kein Konservativer. In mancher Hinsicht kann man ihn sogar als Linken bezeichnen.

Fleischhauer: Sozial- und europapolitisch möglicherweise, aber nicht lebensweltlich,

Baring: Fleischhauer geht es in seinem Buch doch vor allem um die Stimmung im Lande. Sie ist prägend und leider Gottes destruktiv. Ein wesentlicher Teil unserer Gebrechen erklärt sich aus diesen geistigen Behinderungen, denen diese Gefühlslinke, die die Meinungslinke ist, ergeben ist.

Fleischhauer: In gewissem Sinne ist die Linke sehr sentimental veranlagt, daher der Hang zum Kitsch. Hinzu kommt ein ausgeprägter Jugendwahn. Das Kreuzchen für die Grünen ist Ausdruck ewiger Adoleszenz. Die Programme können ökonomisch wie ökologisch noch so unsinnig seien, am Wahltag ist man „authentisch“ und versichert sich mit der Stimmabgabe seiner Alterslosigkeit.

WELT ONLINE: Wenn es diese linke Meinungsvorherrschaft gibt, von der Sie beide sprechen, dann müssten Sie nach der Veröffentlichung eigentlich mit Konsequenzen rechnen, Herr Fleischhauer.

Fleischhauer: Lassen Sie mich außen vor, es gibt viel gravierendere Probleme. Denken Sie an unseren Umgang mit Ausländern. Die Aufnahmebereitschaft der Deutschen ist enorm. Neben Amerika gibt es kein Land auf der Welt, das so viele schlecht ausgebildete Menschen ins Land gelassen hat. Aber wir lassen uns einreden, wir seien fremdenfeindlich und dürften den Zugezogenen daher nicht so klar sagen, was wir von ihnen erwarten. Heute haben 70 Prozent der in Deutschland lebenden Türken keinen Berufsabschluss, das ist eine sozialpolitische Katastrophe.

WELT ONLINE: Finden Sie wirklich, dass es noch diese linke Meinungsmacht in der Vehemenz wie vor 20 Jahren gibt, von der Sie beide sprechen?

Baring: Ja. Außerhalb der Sexualität, über die man noch das Absurdeste verbreiten kann, ist in unserem Land alles tabuisiert. Dass unsere Geschichte auf die zwölf Jahre des Dritten Reiches reduziert wird, ist das Schlimmste. Ich merke das, wenn ich in einem Vortrag etwas historisch voraussetze, etwa Freiherr vom Stein, Hardenberg, Bülow oder Bismarck nenne. Da gucken mich die Leute immer groß an und ich schaue in eine kolossale Begriffsstutzigkeit.
Fleischhauer: Ich beobachte in Deutschland eine merkwürdige Selbstverzagung der Konservativen, ein unangenehmes Beleidigtsein über die Ausgrenzung der Welt, die sie stigmatisiert. Natürlich ist die Begriffsmacht der Linken stärker, auch die Bezichtigungsbereitschaft. Aber solange sie ins Bierglas flennen oder sich in kleinen Hintergrundzirkeln groß tun, wird das nichts mit den Konservativen.

WELT ONLINE: Es hat nach 1945 kaum intellektuelle, konservative Denker gegeben außer Golo Mann und Joachim Fest. Heute fällt uns nur noch Alexander Gauland ein. Woran liegt das?

Fleischhauer: Die Universitätslandschaft ist durch die Linken regelrecht umgepflügt worden. Wer nicht links war, hat hier nicht den Hauch einer Chance gehabt. Das hat zu einer schrecklichen intellektuellen Sterilität geführt, aber eben auch zur Herrschaftskonsolidierung.

WELT ONLINE: Herr Fleischhauer, Sie erzählen in Ihrem Buch, dass in Ihrer Jugend keine andere Strömung zu finden war. Und wenn Sie mal auf ein Mitglied der Jungen Union stießen, dann hatte das dicke Brillengläser und stopfte Vögel aus. Sind Konservative unerotisch?

Baring: Es gibt doch gar keine Konservativen! Weimar war deswegen rechts, weil es eine breite Empörung über den Versailler Vertrag gab. Ihn zu bekämpfen galt als rechts. Aber etwas anderes erscheint mir wichtig, nämlich die Tatsache, dass der paternalistische Staat nicht mit Otto von Bismarck entstand, sondern durch Adolf Hitler. Die Erwartung, dass der Staat unendlich viel tun muss, das ist das Konservative an den Linken. Doch dann haben die Linken den Nationalsozialismus als rechte Bewegung kartografiert, obwohl er im Kern gar keine rechte Bewegung war. Die Konservativen sind schon im Dritten Reich untergegangen. Seither gibt es keine Konservativen mehr.

Fleischhauer: Sie haben recht, wenn Sie über die konservative als politische Bewegung sprechen. Dennoch gibt es Menschen in der Bundesrepublik, die sich als dezidiert nicht links begreifen, anders wäre auch der Erfolg meines Buches nicht zu erklären.

Baring: Aber nicht links heißt eben nicht rechts.

WELT ONLINE: Als was empfinden Sie sich denn beide?

Fleischhauer: Ich schwanke zwischen bürgerlich und Monarchist.

Baring: Ich halte mich selber für einen Liberalen. Ich werde aber nicht so eingeschätzt.

Fleischhauer: Ich denke weniger in parteipolitischen Kategorien. Mir geht es um ein Weltbild, um „Weltanschauung“, auch so ein deutsches Wort.

WELT ONLINE: Versuchen wir es umgekehrt, Herr Fleischhauer: Was ist konservativ?

Fleischhauer: Der gute Konservative blickt mit Heiterkeit, auch Faszination auf die Absurdität der Welt. Er fühlt sich durch sie herausgefordert, aber eben nicht dauernd beleidigt wie der Linke. Der Konservative hat einen realistischeren Blick auf den Menschen, er weiß, dass der natürlich eigensüchtig und gierig ist, vor allem am eigenen Vorteil interessiert. Der Linke hat letztlich ein sehr naives Menschenbild. Wer eine weitgehende Gleichheit der Einkommen anstrebt, muss ja ernsthaft glauben, dass sich Menschen auch ohne Aussicht auf Ruhm und Reichtum mühen und arbeiten. Den Enttäuschungswendepunkt hat die Linke so gesehen 1989 erlebt. Jetzt erwischt es gerade die Marktliberalen, die in ihrer Naivität glaubten, dass sich die Gier aller einzelnen Akteure auf wundersame Weise zu einem größeren Ganzen fügen würde, das wir den Markt nennen. Der Konservative ist durch die Wirtschaftskrise nicht wirklich überrascht, er fühlt sich sogar eher bestätigt. Was soll schon dabei herauskommen, wenn ich dem Schlachter erlaube, den Schlachthof zu kontrollieren?

WELT ONLINE: Sie schreiben in Ihrem Buch, die größte Leistung der Linken sei die Erfindung des Opfers zu Karrierezwecken.

Fleischhauer: Die Linke verschafft sich den Schein des Höherwertigen, indem sie immer für die Interessen anderer eintritt, obwohl es natürlich vornehmlich um den Ausbau der eigenen Machtpositionen geht. So entstehen immer neue Minderheiten, deren Rechte man einfordern kann. Neulich stand in den Zeitungen etwas über einen Verein von Frauen, die dagegen demonstrieren, dass sie wegen ihrer großen Brüste mehr für die BHs zahlen sollen. 8000 Interessierte wollten innerhalb einer Woche in England dabei sein. Man lernt daraus: Inzwischen kann man alles zum Diskriminierungsfall machen.

WELT ONLINE: Wie geht diese Geschichte aus?

Fleischhauer: Nicht verzweifeln! Sie sehen uns in fröhlicher Gelassenheit. Wir wollen ja keine Bewegung gründen.

WELT ONLINE: Immerhin wollte Herr Baring mal auf die Barrikaden. Die Bürger sollten sich gegen den rot-grünen Reformstau erheben. Heute trauern viele der Agenda 2010 nach!

Baring: Ich bilde mir ein, dass ich einer der Urheber der Agenda 2010 bin. Ich hörte, wie erschrocken man im Kanzleramt über meinen Artikel war. 2002 wussten die bei Rot-Grün nicht mehr, was sie wollten. Sie waren erschöpft nach dem zweiten Wahlsieg. Ich sagte nur, ihr könnt doch so nicht weitermachen.

Fleischhauer: Die Deutschen sind ein grundvernünftiges Volk. Daher bin ich nicht ganz so niedergeschlagen.

WELT ONLINE: Sind die Deutschen zu gutmütig?

Fleischhauer: Jedenfalls wird ihnen die Gutmütigkeit nicht gelohnt. Der normale Deutsche geht brav seiner Arbeit nach, er versucht mit den Nachbarn auszukommen, hält die EU und den Staat am Laufen und ist nach Feierabend noch im Verein aktiv. Dafür wird er von der Linken gern als Spießer verächtlich gemacht. Ständig wird in Leitartikeln und Kommentaren über die zehn Prozent Hartz-IV-Empfänger geschrieben. Warum redet man nicht mehr über die restlichen 90 Prozent, die sich anstrengen und das Land mögen?

WELT ONLINE: Wo steht Deutschland in zehn Jahren?

Fleischhauer: Ich habe in Amerika gelernt, dass nichts zwangsläufig ist. Auch dort waren die Konservativen lange marginalisiert, bis sich in den Sechzigerjahren, angeführt von Norman Podhoretz und William Buckley, ein paar Leute aufmachten, Zeitschriften gründeten, Gleichgesinnte und Freundeskreise um sich scharten, Netzwerke bildeten, Sponsoren fanden, alles mit dem Ziel, die Meinungsführerschaft der anderen Seite herauszufordern. Daraus ist eine riesige Bewegung geworden, die streckenweise sogar die kulturelle Hoheit erobert hatte, wie nun wiederum die Linken in Amerika beklagen.

WELT ONLINE: Warum ist man so meinungsunfrei in Deutschland?

Fleischhauer: Die eigentliche Krankheit der Linken ist der Konformismus, gerade unter Intellektuellen. Es gibt keine Freude, einfach mal ein Feuer zu entzünden, einen Knallfrosch loszulassen. Alles geschieht mit dem Gestus des Anlaufens gegen das Establishment, immer muss es irgendwie unangepasst zugehen. Dabei ist man seit Jahren solide Mehrheit, nicht Minderheit. Günter Grass wird noch in zehn Jahren behaupten, dass er sein Leben lang im Widerstand war, dabei ist er der Prototyp des linken Hofkünstlers.

WELT ONLINE: Sind die Deutschen humorlos?

Fleischhauer: Die Linke jedenfalls ist enorm humorlos, auch wenn sie sich gerade auf ihren Humor so viel einbildet. Als Beleg gilt ihr das Kabarett, diese linkspädagogische Spaßanstalt, die das Aufmüpfige schon im Namen trägt, weshalb sie dann „Distel“ oder „Wühlmäuse“ heißt, und wo einem das Lachen im Halse stecken bleiben soll. Alles irrsinnig komisch.

WELT ONLINE: Wann hatten Sie Ihr Coming-out?

Fleischhauer: Im Gegensatz zu vielen Älteren, die die Seiten gewechselt haben, fühle ich mich nicht als Renegat, ich habe ja nichts gutzumachen. Ich bin ein Kind der Linken, bis zu meinem dreiundzwanzigsten Lebensjahr kannte ich gar nichts anderes. Irgendwann entdeckte ich, es gibt eine andere Welt, und dann wurde ich langsam hinübergezogen.

Baring: Plötzlich merkt man, da gehört man nicht (mehr) dazu. Und man lebt entspannter.

WELT ONLINE: Herr Fleischhauer, was sind Sie denn nun?

Fleischhauer: Martin Mosebach sagt, er sei reaktionär. Konservativ klinge zu sehr nach Konserve. Nicht schlecht. Aber ich finde konservativ ganz gut. Oder meinetwegen bürgerlich. Der Konservative jedenfalls ist skeptisch, außerdem ist er utopieresistent. Da meine ganze Herkunft links ist, blicke ich auch mit einer gewissen Rührung auf die Linke. Lassen Sie es mich so sagen: Ich übe mich in heiterem Pessimismus.
Von Jan Fleischhauer gerade erschienen: „Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde“. Rowohlt-Verlag Hamburg, 352 Seiten, broschiert.

ISBN-13: 9783498021252
ISBN-10: 3498021257
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.300.819 von Sexus am 02.06.09 11:37:06sind Linke tendenziell griesgrämig, neigen zur Selbstzufriedenheit und mögen fair gepressten Saft.


Puh, ich bin nicht LINKS....

Aber FRISCH gepressten Saft mag ich auch....

Was ist fair gepresster:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.301.008 von Doppelvize am 02.06.09 11:59:50Fair gepreßt ist mit gewaschenen Füssen!

Und:
270° nach links ais auch schon wieder RECHTS!
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.301.008 von Doppelvize am 02.06.09 11:59:50Das sind nicht die einzigen Kriterien:

Der Linke ist tendenziell humorlos, zutiefst verlogen, weil geprägt durch eine zumindest von aussen deutlich wahrnehmbare Diskrepanz zwischen Anschauung und Leben. Porsche fahren und trotzdem am Sonntag ganz früh die Grünen wählen? Bei Linken geht sowas. Und sei es auch nur als Asdruck eines ewigen Rebellen, als der sich der Linke gerne sieht. Auch wenn er im Lebenswandel die elterliche und sogar großelterliche Generation an Spießigkeit schon längst geschlagen hat. Auch will er den Klimawandel stoppen, wirbt aber um den Ausstieg aus der emissionsfreien Atomenergie als Brückentechnologie. Er ist intolerant. Wer erstmal als "nicht links" erkannt ist, wird entsprechend behandelt. Auch ehemalige "Mitkämpfer". Als "Rechte", die aber imgrunde nichts ist als eine Illusion sind, aber eine von den Linken wohlgepflegte. Sonst würde man am Ende wohl die Rechtfertigung verlieren. Der Linke ist ungeheuer selbstgerecht und geradezu stoisch, wenn es um die Verteidigung des eigenen Weltbildes geht, mag es auch noch so unsinnig und widersprüchlich sein.
Ende der 60er zog eine Generation ( die, ich gebe es zu, auch die meine ist) mit Parolen wie „unter den Talaren, der Mief von tausend Jahren“, gegen die Bräsigkeit der etablierten Bratenröcke zu Felde und eroberten damit höchst erfolgreich die Meinungshoheit hierzulande.

Aber was haben sie daraus gemacht?

Rückblickend muss man konstatieren, dass sie in diesen nur vierzig Jahren Meinungsdominanz mindestens soviel Mief und Bräsigkeit angesammelt haben, wie die Altvorderen in den tausend Jahren zuvor. Sie wähnen sich geistig jung geblieben und merken dabei nicht dass sie nur ideologisch gebotoxt wurden.
Diese sich, ach so juvenil gebenden Bratenröcke und Besitzstandswahrer sind heute nicht mehr braun oder schwarz dominiert, sondern mehrheitlich rot - aber mindestens genau so beschränkt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.301.112 von stairface am 02.06.09 12:10:55Fair gepreßt ist mit gewaschenen Füssen!
:laugh::laugh::laugh:

Großartig...:laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.301.286 von Sexus am 02.06.09 12:31:32@Sexus
"Der Linke ist tendenziell humorlos, zutiefst verlogen, weil geprägt durch eine zumindest von aussen deutlich wahrnehmbare Diskrepanz zwischen Anschauung und Leben. Porsche fahren und trotzdem am Sonntag ganz früh die Grünen wählen? Bei Linken geht sowas."

UND EINEN VÖLKERRECHTSWIDRIGEN KRIEG FÜHREN, GEHÖRT AUCH DAZU!!!:mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.302.452 von king daniel am 02.06.09 15:11:56UND EINEN VÖLKERRECHTSWIDRIGEN KRIEG FÜHREN, GEHÖRT AUCH DAZU!!!

Demnach war George W. linksgerichtet:eek::eek::eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.302.478 von Doppelvize am 02.06.09 15:16:17@Doppelvize
NICHT ABLENKEN HERR GENOSSE "DEMOKRAT":mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.302.551 von king daniel am 02.06.09 15:24:29Ich lenke nicht ab, von was auch??

Demokrat bin ich in der tat! Ich gehe zu jeder Wahl, und bin sehr froh in einem Land leben zu dürfen wo ich frei wählen, und meine Meinnung sagen darf...

Eure Majestät Daniel :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.302.478 von Doppelvize am 02.06.09 15:16:17@Doppelvize
Gerhard Schröder und "Prof" Joschka Fischer waren rechtsgerichtet Balkankrieg betreffend, gelllllll Herr Genosse "DEMOKRAT"!!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.303.284 von king daniel am 02.06.09 16:26:28"Der Linke ist tendenziell humorlos, zutiefst verlogen, weil geprägt durch eine zumindest von aussen deutlich wahrnehmbare Diskrepanz zwischen Anschauung und Leben. Porsche fahren und trotzdem am Sonntag ganz früh die Grünen wählen? Bei Linken geht sowas."

UND EINEN VÖLKERRECHTSWIDRIGEN KRIEG FÜHREN, GEHÖRT AUCH DAZU!!!

Gerhard Schröder und "Prof" Joschka Fischer waren rechtsgerichtet Balkankrieg betreffend, gelllllll

Also was denn nun? Links oder Rechts? Oder rechtsgerichtete Linke?:laugh::laugh::laugh:

Eure Majestät Daniel sollte lieber wieder mit dem Hofnarren spielen....
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.302.452 von king daniel am 02.06.09 15:11:56Es ist in der Tat bemerkenswert, daß erst ein SPD-Kanzler und sein grüner Vize kommen mußten, damit die Bundeswehr wieder im Ausland eingesetzt werden darf.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.303.432 von Doppelvize am 02.06.09 16:39:38Also was denn nun? Links oder Rechts?


:laugh:


Darum gehts doch!

Du scheinst geistig nicht mitzukommen, obwohl du selbst die "Diskrepanz zwischen Anschauung und Leben" zitiert hast.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.303.638 von Sexus am 02.06.09 16:59:20Es ist in der Tat bemerkenswert, daß erst ein SPD-Kanzler und sein grüner Vize kommen mußten, damit die Bundeswehr wieder im Ausland eingesetzt werden darf.

Das ist es, das ist es....

Jedenfalls ist jetzt auf dem Balkan halbwegs Frieden, was man von Hindukush nicht sagen kann...:(
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.303.684 von Doppelvize am 02.06.09 17:04:22Wenn es ein CDU-Kanzler gewesen wäre, dann sähe es im Balkan wohl heute ganz anders aus.

Und du erzähl mir mal, du seist nicht auf dem linken Auge blind. :laugh:

Apropos Hindukush, weißt du eigentlich noch, wer dereinst sagte, Deutschland werde nun am Hindukush verteidigt? Du kannst auch gerne jemanden anrufen, wenn du selbst nicht drauf kommst.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.303.684 von Doppelvize am 02.06.09 17:04:22Ach ja, und überleg doch gleich mal weiter, warum deutsche Soldaten seit wann am Hindukush sind und ob damals schon die CDU das Regierungsruder in der Hand hatte.

Nur so als kleiner Tip.
es ist bekannt, dass @Sexus und @kingdaniel von den demokratischen Strukturen unseres Landes keine blasse Ahnung haben.

die Bundeswehr ist nämlich, wie jeder wirkliche Demokrat weiss, kein Regierungsheer, sondern ein Parlamentsheer.
das heisst : nicht die Regierung ordnet einen BW-Einsatz an, sondern das Parlament.

für die faktenresistente Mischpoke :
in der Abstimmung http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/14/14006.pdf stimmten die Parlamentarier der FDP geschlossen für den Kosovo-Einsatz, bei der Union gabs wenigstens 4 Enthaltungen.
SPD : eine Nein-Stimme, 6 Enthaltungen
Grüne : eine Nein-Stimme, 4 Enthaltungen

den Kosovo-Einsatz als Werk der rotgrünen Regierung hinzustellen beweist in eindrucksvoller Weise die Verlogenheit und das Heuchlertum dieser User
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.304.535 von Deeskalationsstrateg am 02.06.09 18:42:06Hast schon recht. Rot/grün hatte während ihrer Regierungszeit nichts zu sagen. Ne, schon klar.:laugh::laugh::laugh:
wilbi
zurück zum Dummfug des altersdementen Baring und zum grenzdebilen Fleischhauer :

WELT ONLINE: Schön und gut, aber noch einmal: Was ist links?

Baring: Links ist die Behauptung allein, dass man die Partei des Lichts sei. :laugh::laugh::laugh:
Das Höherwertige. :laugh::laugh::laugh:

Fleischhauer: Die moralische Privilegierung ist wichtig für die Linke, besser zu sein als die anderen.
:laugh::laugh::laugh:



IMO kennzeichnet ein sozialismusaffines Denken den Linken. sooo einfach....:cool:
die "Partei des Lichts", das "Höherwertige" : so ein Schmarren :rolleyes:
und die Idee der moralischen Privilegierung gilt auch für jeden, für den Taliban wie für den Evangelikalen. auch für den Vertreter der "westlichen Werte".
Linke sind auf der Seite jener, die im Schatten sind und die man kaum sieht.
Nach meiner Erfahrung sind Linke ideologisch verbohrt, politisch auf schnelle Erfolge aus, lebensfremd, unpragmatisch, bevormundend und in vielerlei Hinsicht verantwortunglos, manipulierend und total schizophren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.304.670 von Wilbi am 02.06.09 19:00:12wenn es darum geht, die Schuld für diesen unseligen Angriffskrieg zuzuweisen, sollte man nicht heuchlerisch-selektiv vorgehen, sondern jeden Schuldigen benennen.
capisce ? :rolleyes:

dazu mein Link zum Dokument, das die Enthaltungen und Nein-Stimmen namentlich ausweist :cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.304.680 von Deeskalationsstrateg am 02.06.09 19:01:21Das ist jetzt für Konservative zu kompliziert. Die sind doch moralisch besser, weil sie nicht links sind. Aber nur, weil die Linken so böse sind. Ansonsten sin die Konservativen natürlich ungut.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.305.381 von Kurzschluss am 02.06.09 20:19:21Hört sich ja fast wie die Biographie von Kohl an.:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.305.457 von GregoryHouse am 02.06.09 20:29:18ja, du hast recht.

der Konsrvative fühlt sich dem Linken moralisch überlegen. sind wir uns sicher alle einig.

also das Argument der moralischen Privilegierung anzuführen ist einfach nur dumm
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.305.701 von Deeskalationsstrateg am 02.06.09 21:00:12Na ob sich der Konservative wirklich moralisch überlegen fühlt, ist fraglich.
Konservativ sein heißt auch Stierkämpfe toll zu finden. Oder auch mal locker bei Lachs und Kavier zu feiern, während die Dritte Welt hungert. Einfach mal Leistung bringen und sich am Erbrachten zu erfreuen und das Elend einfach mal elend sein lassen.

gruß
:)
Leute ich will ja nüscht sagen,aber ihr produziert hier einen Müll nach dem anderen.:cry:

Kiekt doch mal nach was " konservativ oder Konservatismus " überhaupt heisst und bedeutet.:laugh:

Also neeeee....:laugh:
Der Rechte ist für mich kein guter Mensch, der wählt meistens eine christlich-soziale Partei(so liest es sich) und schmeisst ohne Gnade dem Penner vor der Kirchenpforte nach dem Kirchgang einen Knopf statt dem Euro in die Mütze.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.306.203 von boygeorge am 02.06.09 21:47:35Da verwechselt Du was.:confused:

Man schmeisst dem Penner in der Kirche was in die Mütze, welche allerdings Kollekte genannt wird.:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.306.203 von boygeorge am 02.06.09 21:47:35Genau.
Und dann kommt noch so ein Linker um die Ecke, klaut dem Penner den Knopf aus der Mütze, rotzt vor die Kirche und beschimpft den Rechten als Kapitalistenschwein.

Wer`s braucht.

:)
gruß
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.305.876 von diggit am 02.06.09 21:18:14Konservativ sein heißt auch Stierkämpfe toll zu finden. Oder auch mal locker bei Lachs und Kavier zu feiern, während die Dritte Welt hungert. Einfach mal Leistung bringen und sich am Erbrachten zu erfreuen und das Elend einfach mal elend sein lassen.


ja, wooooo hast du das denn her ????? :eek::eek::eek::laugh:
vielleicht solltest du vor dem PC nicht soviel saufen...:laugh::p
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.306.581 von Deeskalationsstrateg am 02.06.09 22:23:10Im stehen pissen ist sogar erzkonservativ.:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.306.581 von Deeskalationsstrateg am 02.06.09 22:23:10Solche Wichser sind dann ganz gern "Christlich-konservativ".;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.306.581 von Deeskalationsstrateg am 02.06.09 22:23:10Na siehst du.
Zumindest das mit der Humorlosigkeit der Linken stimmt.
Ich schätze dich mal auf Grünwähler.
:D
gruß
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.306.628 von antarra am 02.06.09 22:28:01Im stehen pissen ist sogar erzkonservativ.

aber ja doch ;)
und Sitzpinkeln ist das unselige Erbe der 68er :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.306.674 von diggit am 02.06.09 22:34:25nun, deine Definition des Konservatismus fand ich ja humorvoll :D

andere finden deine Definition sicher höchst schwachsinnig....
Konservative sind von Grund an geizig. Bewahren ist geizig sein. Pfui.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.306.843 von boygeorge am 02.06.09 22:57:07Klar. Was man hat, das hat man. Humor ist leider nicht teilbar. Wobei die Linken generell auch nicht teilen, die verlangen ja nur das die anderen teilen sollen.
Da ist die beste Bewahrung die Bewahrung des Abstandes.

Verpflichtendes Sitzpinkeln für die Gleichberechtigung - Das ist doch mal ein grünes Wahlkampfthema.

:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.300.819 von Sexus am 02.06.09 11:37:06#1

:laugh: Köstlich, vor allem die treffenden Formulierungen, wie z. B. diese hier:

"Günter Grass wird noch in zehn Jahren behaupten, dass er sein Leben lang im Widerstand war, dabei ist er der Prototyp des linken Hofkünstlers."
Links zu sein, ist ja total normal, wenn man jung ist. Aber wer in späten Jahren noch immer daran glaubt, quält sich nur selbst. Eine Ideologie, die weltweit seit Marx und Engels über 100x ausprobiert wurde und jedesmal gescheitert ist, kann nix taugen. Inzwischen sind viele Linke schon so heruntergekommen, daß sie Hugo Chavez für ihr Vorbild halten. Traurig, traurig, Pisa ist nun auch bei den Linken angekommen. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.303.432 von Doppelvize am 02.06.09 16:39:38@Doppelvize
Entschuldigung, fast hätte ich Afghanistan vergesen, selbstverständlich wird unsere Freiheit am Hindukusch verteigt, und selbstverständlich sind 99,9999% der Bevölkerung der "BRD" nicht nur stolz sondern auch überglücklich dass unsere Soldaten am Hindukusch sterben durfen, Herr Genosse "Demokrat"

MfG
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.304.535 von Deeskalationsstrateg am 02.06.09 18:42:06@Deeskalationsstrateg
Und wer hat Richtlinienkompetenz in der "BRD":mad::mad::mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.307.907 von king daniel am 03.06.09 09:21:20Es wäre ein leichtes die Soldaten aus Afghanistan zurückzuholen. Warum macht das Frau Merkel nicht:confused:;)

Nun eure Majestät?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.308.022 von Doppelvize am 03.06.09 09:33:28@Doppelvize
Weil sie die SPD braucht um am ihren Stuhl zu kleben:mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.307.958 von king daniel am 03.06.09 09:26:08du hast doch erwiesenermassen keine Ahnung von unserer Verfassung.

sonst wüsstest du, dass ein BW-Einsatz vom Parlament angeordnet werden muss....:rolleyes:

vielleicht solltest du nicht nur Comics lesen, sondern auch mal das Grundgesetz in die Hand nehmen.....:kiss:
Die konservativen Rechten und Neo-Liberalen haben uns in die Scheiße geritten und jetzt versuchen sie einen Kulturkampf alá "1984". Das nennt man dreist. Einige hier sind sogar dummdreist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.307.958 von king daniel am 03.06.09 09:26:08für die Außenpolitik war bisher Frank-Walter zuständig, der macht aber seit Wochen nur noch Wahlkampf und beschenkt Milliardäre mit Steuermilliarden.
Der sollte sich mal wieder um seinen Job kümmern und nicht so viel Steuergelder verschenken.
Steuergelder werden übrigens in der Regel von Bürgerlichen oder Konservativen erwirtschaftet. Die linke Sozialmafia verteilt die Kohle dann an ihre verbliebenen Anhänger oder wie Frank-Walter an Milliardäre.

Toll diese Linken!
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.308.433 von brunnenmann am 03.06.09 10:15:41"Frank-Walter ... sollte sich mal wieder um seinen Job kümmern und nicht so viel Steuergelder verschenken."

Der hat doch keinen Job mehr, ist sozusagen arbeitslos bei voller Lohnfortzahlung, Außenpolitik macht doch die Merkel.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.308.322 von GregoryHouse am 03.06.09 10:05:12"Die konservativen Rechten und Neo-Liberalen haben uns in die Scheiße geritten..."

Ich rieche nix, falls du was riechst, kanns ja auch andere Ursachen haben. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.308.720 von BrianBrain am 03.06.09 10:47:14Ne, es ist alles Prima und war nie besser. Das ist das Schöne am Alter. Man wird konservativ, weil man sich nicht mehr merken kann, was man in der Jugend schönes erlebt hat. Irgendwann ist man dann auch so weit, dass man eine Kampagne für "Kein Sex vor der Ehe!" ins Leben ruft, weil man vergessen hat, dass man nie verheiratet war und zwölf Kinder von acht Frauen hat. :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.304.535 von Deeskalationsstrateg am 02.06.09 18:42:06Du scheinst nicht zu verstehen, worauf ich mit meinem Hinweis darauf, daß es eine rot-grüne Bundesregierung war, die als allererste nach dem zweiten Weltkrieg wieder deutsche Truppen ins Ausland schickte. Das ist doch bemerkenswert. Erst recht wenn man bedenkt, daß es nicht nur Hilfstruppen waren, die etwa Flüchtlinge schützen hätten können, sondern daß deutsche Tornados Bomben über besiedeltem Gebiet abgeworfen haben. Von Parteien, die den Pazifismus sonst hochhalten wie eine Monstranz, ist das ein sehr bemerkenswerter Schritt gewesen.

Und ja, unsere Armee ist eine vom Parlament beauftragte Armee. Rot-Grün hatte zu dem Zeitpunkt auch die Mehrheit im deutschen Parlament. Sonst hätten sie wohl auch kaum den Kanzler und den Vizekanzler gestellt. Nur das als Randinformation bevor du anderen Unwissenheit über die demokratischen Strukturen unseres Landes vorwirfst.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.308.022 von Doppelvize am 03.06.09 09:33:28Es wäre ein leichtes die Soldaten aus Afghanistan zurückzuholen. Warum macht das Frau Merkel nicht


Wie stellst du dir das eigentlich vor? Die deutschen Soldaten marschieren da ein, winken auf ihrer Rundreise ein wenig rum und können dann ja wieder nach Hause geholt werden? Entschuldige, aber das ist reichlich naiv. Nachdem die Armee erstmal im Land war, ich betone hier mit dem WIllen der Bundesregierung von Schröder/Fischer und der Mehrheit der im Parlament vorhandenen Stimmen der rot-grünen Abgeordneten, hatte sie bestimmte Aufgaben zu erledigen, eingebunden in internationale Strukturen. Andere Staaten verlassen sich auf die Zusagen, die einst Schröder, Fischer und Struck gemacht haben. Die kann Merkel nicht einfach so als obsolet erklären.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.304.535 von Deeskalationsstrateg am 02.06.09 18:42:06Schwarzgelb hätte sogar deutsche Soldaten in den Irak geschickt.:mad:
Gut, daß dieser Kelch an uns vorüber gegangen ist.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.023 von ConnorMcLoud am 03.06.09 11:18:59Und das ist gut so!
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.308.433 von brunnenmann am 03.06.09 10:15:41Ganz recht. Steinmeier und mit ihm die gesamte treudoofe SPD haben derzeit offenbar nichts anderes im Sinn als Milliarden der Steuerzahler an Großkonzerne abzudrücken, die sich durch ihr Missmanagement in die Krise gewirtschaftet haben.

Nehmen wir Arcandor und Karstadt. Sal. Oppenheim, eine der reichsten Privatbanken Europas, und Madeleine Schickedanz sind Eigentümer. Bei Madame Schickedanz sprechen wir auch nicht von einer kleinen Millionärin, sondern von einer Frau, die ähnlich wie Schaeffler Milliarden in der Hinterhand hat. Laut Forbes Magazin von 2008 sollen es 3,9 Milliarden sein.

Statt aber nun selbst für ihre Fehler zu haften, fordern sie hohe dreistellige Millionenbeträge ein, um ihre eigenen Fehler zu bereinigen. Bei der SPD stoßen sie dabei auf willige Helfer.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.023 von ConnorMcLoud am 03.06.09 11:18:59Deutsche Soldaten im Irak.

Interessant daß du das ansprichst. Soweit ich mich erinnere gab es doch mal ein Untersuchungsverfahren bezüglich des Einsatzes deutscher Soldaten als Bodentruppen für die Bombardierung bestimmter Ziele im Irak. Seinerzeit mußten als Zeugen aussagen: Joschka Fischer und Frank-Walter Steinmeier.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.092 von Sexus am 03.06.09 11:25:43Ergänzung: Madeleine Schickedanz besitzt laut Forbes Magazine von 2008 ein Reinvermögen von 3,9 Milliarden Dollar (etwa 2,7 Milliarden Euro). Sie gehört damit zu einer der reichsten Deutschen überhaupt.

Karstadt stand in der Vergangenheit mehrfach am Abgrund. Praktisch seit dem Jahr 2000 steckt der Konzern permanent in der Krise. Man hatte sich verspekuliert, falsche Strategien angewandt und im großen und ganzen kein brauchbares Konzept. Zudem wurde Ende März Arcandor in einer Studie des Manager Magazins als "unfairster Arbeitgeber" entlarvt.

Arcandor/Karstadt darf keine 850 MIllionen des Steuerzahlers bekommen. Sie sollen selbst haften für die Fehler, die sie selbst gemacht haben.

Sagt das Müntefering, sagt das Steinmeier!
Jetzt kommen wieder die Neider, die der Schickedanz nicht ihre mit eigener Hand erarbeiteten 4 Milliarden gönnen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.257 von ConnorMcLoud am 03.06.09 11:44:24Jetzt kommen wieder die Neider, die der Schickedanz nicht ihre mit eigener Hand erarbeiteten 4 Milliarden gönnen.


Da du es erwähnst: Schönen guten Tag, Connor.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.075 von Doppelvize am 03.06.09 11:23:53Absolut niemand hätte zu jener Zeit deutsche Soldaten im Irak in Erwägung gezogen, das wäre allein schon aus seiner räumlichen Nähe zu Israel mehr als problematisch gewesen. Deutsche Soldaten im Kriegseinsatz!

Aber den Irakkrieg hätte es vielleicht gar nicht geben müssen, wenn Ex-Kanzler Gas-Gerd, dem politischen Druck auf Saddam Hussein, der ja am Wanken war, nicht zur Unzeit in den Rücken gefallen wäre und damit ein gemeinsame Linie, Hussein ohne Waffengewalt aus seiner Position zu drängen, untergraben hat.
Er mag ja keine Soldaten in den Irak geschickt haben, aber er hat buchstäblich nichts getan, diesen Krieg zu verhindern, ganz im Gegenteil. Aber das wollen unsere selbsternannten Gutmenschen natürlich überhaupt nicht hören, denn das macht zu etwas was sie eigentlich auch sind. Zu Schreibtischtätern die sich gaaanz unschuldig geben.
Was Bush da abgezogen hat war sicher eine üble Kiste. Aber Schröder und seine Nachläufer haben den Deckel darauf gemacht und sie vernagelt, so dass er da gar nicht mehr heraus konnte, selbst wenn er es noch gewollt hätte. Und das nenne ich Mitschuld.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.395 von Kaperfahrer am 03.06.09 11:58:43Deutsche Soldaten waren im Irak. Sie sollen für herannahende Jagdbomber Ziele am Boden markiert haben.

Darüber hinaus waren schon seit 2002 250 deutsche Soldaten in Kuwait stationiert.

Deutsche Soldaten saßen in AWACs-Maschinen zum Zwecke der Frühwarnung aber auch der Angriffskoordinierung. Etwa ein Drittel der Besatzung soll durch Deutsche gestellt worden sein. Kommandeur der AWACs-Truppen war zudem ein deutscher General aus Geilenkirchen. Ohne die Deutschen wäre der Einsatz wesentlich schwieriger, wenn nicht sogar unmöglich geworden.

Über einen Umweg (Deutschland->Niederlande->Türkei) wurden auch deutsche Raketen an die Türkei geliefert, um mögliche Aufstände seitens der Kurden im Nordirak schnell niederschlagen zu können.

Mehrere tausend Bundeswehrsoldaten schoben daneben zusätzlich vor den etwa 80 US-Einrichtungen in Deutschland Wache und entlasteten so die US-Streitkräfte, die mit der Vorbereitung und Durchführung des Feldzugs beschäftigt waren.

Die Bundesrepublik war unter Rot-Grün nicht einfach nur ein logistischer Dreh- und Angelpunkt bei der Durchführung des Irak-Feldzuges, sondern es waren auch deutsche Soldaten direkt von der Bundesregierung damit beauftragt, ins Kampfgeschehen einzugreifen.

Staatsrechtler und Kritiker des Irak-Krieges sind sich daher einig: Von „Neutralität“ der Bundesrepublik in dem Konflikt kann keine Rede sein. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig verwies etwa in einem Urteil darauf, dass nach dem Haager Abkommen von 1907 – der so genannten Haager Landkriegsordnung - Unterstützungslieferungen an Konfliktparteien unterbunden werden müssten. Auch die Erlaubnis für die Nutzung des Luftraums wäre danach nicht zulässig. Den Verweis der Bundesregierung auf die NATO-Verträge und das NATO-Truppenstatut hielten die Richter für nicht stichhaltig.


http://www.tagesschau.de/inland/meldung140242.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.515 von Sexus am 03.06.09 12:10:39Schröder hat die Nummer doch nur abgezogen, um die Wahlen zu gewinnen, da stands auf der Kippe und mit seiner Kampgane hat ers geschafft, sich als Friedenskanzler zu profilieren und die PDS aus dem Parlament zu drücken. Eins muß man ihm ja lassen, als Wahlkämpfer ist er ein absoluter Profi, immer für 3-5% zusätzlich gut. Die SPD wird den noch schmerzlich vermissen, mit Steinmeier beginnt wieder eine blasse Periode, wie damals mit Klarsichtfolien-Vogel und Stammel-Scharping. Wenn die Merkel Glück hat, dann toppt sie noch die 16 Jahre vom Kohl. Und Münte wird auf dem Sterbebett stammeln: "Opposition ist scheiße!" :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.642 von BrianBrain am 03.06.09 12:24:47Klarsichtfolien-Vogel und Stammel-Scharping

Muuuaaahhh :laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.642 von BrianBrain am 03.06.09 12:24:47Könnte so gut passieren. Die SPD hat jedenfalls keine brauchbaren Leute mehr nach Schröder. Ähnlich verlief es übrigens auch nach der Zeit von Schmidt.

Die SPD stellt erst dann wieder den Kanzler, wenn sie entweder wieder einen richtigen Pragmatiker gefunden haben, der nicht hauptsächlich nach Parteipolitik, sondern nach den Interessen des Landes agiert, oder wenn die CDU so richtig Scheiße anstellt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.308.205 von Deeskalationsstrateg am 03.06.09 09:53:58@ Deeskalationsstrateg
"vom Parlament angeordnet werden muss..
Wer die Mehrheit hat der ordnet an!!!

P.S.Wichtig ist doch, dass Sie im Bilde sind Herr Genosse "Demokrat"
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.023 von ConnorMcLoud am 03.06.09 11:18:59@ ConnorMcLoud
Aber dafür kommmen umso mehr TOTE aus AFGHANISTAN:mad::mad::mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.309.395 von Kaperfahrer am 03.06.09 11:58:43Absolut niemand hätte zu jener Zeit deutsche Soldaten im Irak in Erwägung gezogen, das wäre allein schon aus seiner räumlichen Nähe zu Israel mehr als problematisch gewesen. Deutsche Soldaten im Kriegseinsatz!


"Absolut niemand" ist genau so eine dumme Phrase wie der "Wille des Wählers" etc. Natürlich wurde das von manchen in Erwägung gezogen. Die "räumliche Nähe zu Israel" ist auch wenig geistreich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.310.533 von GregoryHouse am 03.06.09 14:31:43Ich weiß zwar nicht genau was du damit meinst. Aber du solltest schon lernen zwischen politisch mach- und durchsetzbaren unterscheiden und irgendwelchen Planspielchen die natürlich immer irgendwo im Hintergrund stattfinden. Und auch stattfinden müssen. Alles andere wäre verantwortungslos.

Und ein offizieller militärischer Einsatz im Irak hätte sich zu dieser Zeit und unter diesen Umständen eben nicht durchsetzen lassen und wäre von den Amis auch garnicht eingefordert worden. Das was Rot/Grün trotz gegenteiliger Bekundungen gestellt hat, hätte ihnen, wenn es dann überhaupt noch zu einem Krieg gekommen wäre, vollkommen gereicht.
So gesehen hat Schröder mit seinem Populismus nur Schaden angerichtet, für uns, für die Amis, erst recht für die irakische Bevölkerung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.310.470 von king daniel am 03.06.09 14:26:09Danke, Frau Merkel.:mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.310.721 von Kaperfahrer am 03.06.09 14:51:38Und ein offizieller militärischer Einsatz im Irak hätte sich zu dieser Zeit und unter diesen Umständen eben nicht durchsetzen lassen und wäre von den Amis auch garnicht eingefordert worden


du warst schon immer ein Schwätzer.

unter Schwarzgelb wären deutsche Soldaten in den Irak eingerückt. ebenso wie britische und spanische.
Briten und Spanier haben für ihren Fehler bezahlt : Terroranschläge in U-Bahnen. Zinksärge gefallener Soldaten.

Schröder hat die BTW 2005 gewonnen : es war ein Irak-Wahlkampf. das haben die damaligen Kriegsgeilen natürlich längst verdrängt.

Rotgrün hat uns das erspart, was uns unter Schwarzgelb geblüht hätte : Terroranschläge in U-Bahnen und Zinksärge deutscher Soldaten
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.311.049 von Deeskalationsstrateg am 03.06.09 15:22:54sorry : natürlich BTW 2002
Ohne UNO- oder Nato-Mandat bewegt sich der deutsche Soldat keinen Meter aus seiner Kaserne.
Beides lag im Irakkrieg nicht vor, somit wären auch unter Schwarz-Gelb kein Soldat mehr als unter Rot-Grün im Irak gewesen.
Das einzige was Schröder gut konnte war Legenden zu bilden. So auch die, der hyphothetischen schwarz-gelben Kriegsbeteiligung.

Der Wähler ist darauf herein gefallen und hat Schröder als Quittung behalten müssen.

:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.310.721 von Kaperfahrer am 03.06.09 14:51:38Das was Rot/Grün trotz gegenteiliger Bekundungen gestellt hat, hätte ihnen, wenn es dann überhaupt noch zu einem Krieg gekommen wäre, vollkommen gereicht.

Und ein offizieller militärischer Einsatz im Irak hätte sich zu dieser Zeit und unter diesen Umständen eben nicht durchsetzen lassen und wäre von den Amis auch garnicht eingefordert worden.

Ne, das war gar kein Krieg, weil es so schnell zu Ende war und der Saddanm sich nicht gewehrt hat. Und eingefordert (Tribut fordert man ein) haben sie es nicht, aber gefordert.
Neusprech der Konservativen - dumm nur, dass nur so wenige dement sind.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.311.049 von Deeskalationsstrateg am 03.06.09 15:22:54@ Deeskalationsstrateg
"und Zinksärge deutscher Soldaten"

Meinen Sie etwa die aus Afghanistan?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.311.067 von Deeskalationsstrateg am 03.06.09 15:24:41sorry : natürlich BTW 2002

Eben!
Und der Irak-Krieg war da noch meilenweit entfernt, ein Einsatz von deutschen Soldaten stand überhaupt nicht zur Debatte. Den hat erst Schröder und das vollkommen überflüssigerweise aus wahltaktischen Gründen zu seinem Thema gemacht.
Das einzige was er da im Sinne gegen den Weltfrieden erreicht hat, war den internationalen diplomatischen Druck auf Saddam zu schwächen und damit einen militärischen Einsatz gegen ihn zu forcieren, weil sonst alle anderen, allen voran die USA das Gesicht verloren hätten.
Und Schröder ist, im Gegensatz zu einigen die das nun garnicht gerne hören, nicht dumm genug um das damals nicht eiskalt mit ins Kalkül gezogen zu haben. Denn sonst wäre er nicht der, der er nun mal ist.

Und diese Gefahr haben nicht nur ich sondern auch einige andere im Sommer vor dem Irakkrieg klar und deutlich ausgesprochen. Dass es dann tatsächlich so gekommen ist, ist für mich kein Grund zur Freude.

Schröder hat dann nach drei Jahren als ihm endgültig die Felle davon geschwommen sind und sein alter Kumpel Putin mit dicken Geldbündeln winkte, sich aus der Verantwortung gestohlen. Ich bin mir sicher, nichts wäre ihm lästiger gefallen, hätte er die folgenden vorgezogenen Wahlen, all seinem angeberischen Gedröhne zum Trotz, doch noch gewonnen.
Um mal zum Balkankrieg zurückzukommen, den ja angeblich das Parlament geführt haben soll... :laugh:

Schröder und Fischer haben Deutschland in den Balkankrieg getrieben, weil sie sich im Gegenzug für ihre direkte Beteiligung an "Friedensaktionen" etwas versprachen, nämlich ein stärkeres politisches Gewicht Deutschlands, u. a. auch ganz konkret einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat, was ja kläglich gescheitert ist. Die Initiative ging von der rot-rünen Regierung aus, wobei es bei der SPD zu unschönen Szenen gegen Renegaten kam. Angeblich soll Münte einige SPD-Mandatsträger regelrecht erpreßt haben: Bei Gegenstimme gibts keinen Listenplatz mehr. Das alte Thema mit der Fraktionsdisziplin.

Richtig komisch war es aber bei den Grünen, die als Pazifisten in den Bundestag kamen und den ersten dt. Kriegseinsatz im Ausland seit Hitler initiert haben. Deren allgegenwärtige moralische Zeigefinger wirken seitdem noch lächerlicher als vorher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.311.776 von Kaperfahrer am 03.06.09 16:27:14wer so redet wie du, hat Bob Woodward "plan of attack" nicht gelesen. damit erübrigt sich eine sinnvolle Diskussion über die Vorgeschichte des Irak-Kriegs.

Woodward bietet reichhaltiges Quellenmaterial.
Links zu sein, bedeutet vorzugeben, Holzmann zu retten - und in Wirklichkeit, Wähler zu fangen.
..., Arcandor zu retten - und in Wirklichkeit, 50.000 Stimmen der zu 80% weiblichen Beschäftigten und ihrer Angehörigen einzufangen.

Links zu sein, bedeutet Milliarden, die die Wähler der politischen Gegner erarbeitet haben, an die linke Klientel zu verteilen sowie neuerdings auch an Milliardäre auszuschütten, weil sie damit beim Wahlvolk Stimmen holen wollen... :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.311.989 von Deeskalationsstrateg am 03.06.09 16:50:36Kein noch so kriegslüsterner Präsident der USA hätte, in dem Moment wo sich Saddam ohne militärischen Einsatz hätte verabschieden müssen, einen Angriff auf den Irak vor seiner eigenen Öffentlichkeit, dem Senat, nicht mal der eigenen Partei, durchsetzen oder gar rechtfertigen können. Auch die Amis mögen es nicht wenn ihre Jungs ohne zwingenden Grund erschossen werden.
Dass es da Planungen gegeben hat, steht doch vollkommen außer Zweifel, nur durchsetzen hätte er sie nicht gekonnt. Da kann Woodward schreiben was er will.
Mit welcher Begründung denn? Dieser Unfug mit den „weapons of mass attack“ wäre ohne Saddam, als Symbolfigur des Bösen, bei weiten nicht ausreichend gewesen.
Selbst wenn Bush seine Kriegsziele weiter verfolgt hätte, wären diese erst einmal auf ein Sankt Nimmerlein vertagt worden. Und dann wären die Karten vollkommen neu gemischt gewesen.

Fakt ist und bleibt, Schröder hat als angeblich friedensbewegter Fähnleinschwenker mehr zum tatsächlichen Kriegsausbruch beigetragen, als jeder noch so kriegslüsterne Betonschädel andernorts, der einfach mal die Klappe gehalten und abgewartet hat, ob und wie sich Saddam bewegt.
Nicht dass Schröder das bewusst geplant hätte, es ging ihm bloß vollkommen am Arsch vorbei ob es da knallt oder nicht. Hauptsache die Wahlen werden gewonnen. Das macht ihn nicht gerade zum verantwortungsvollen Staatsmann und die, die ihm dabei unbesehen und beseligt folgten, nicht zu Menschen die in der Lage sind über den eigenen Tellerrand zu schauen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.343 von Kaperfahrer am 03.06.09 17:26:45lass es doch einfach sein.

du schwadronierst ohne jede Quellen- und Faktenbasis.
ich respektiere selbstverständlich deine Meinung. aber, wie gesagt, ohne Woodward gibts keine seriöse Diskussion zur Vorgeschichte des Irak-Kriegs.
haltlose Spekulationen sind einfach nur müssig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.233 von G-C-L am 03.06.09 17:15:58Das ist nun kompletter Schwachsinn, im Geldverteilen war zum Beispiel Helmut Kohl zu Wahlzeiten immer ganz vorne mit dabei.:laugh:

Will sagen, das hat nix mit links und rechts zu tun.

Wenn man die heutig Situation genau nimmt, hat jede Verteilung alleine unsere FDJ-lerin zu verantworten, noch hat sie die Richtlinienkompetenz;)

Wenn man natürlich lieber moderiert statt führt, läuft halt die ganze Sache aus dem Ruder.:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.448 von antarra am 03.06.09 17:37:48Richtlinienkompetenz qua Grundgesetz ist reine Theorie.

Ein/e Kanzler/in hat sie nämlich nur solange, wie er/sie keinen Gebrauch davon macht, das gilt für jede Koalitionsregierung.

Nur bei einer Einparteienregierung, wie wir sie nur einmal hatten von 1957 bis 1961, kann man sie tatsächlich benutzen, nämlich um die Regierungspartei zu disziplinieren.

Will sagen, ohne Zustimmung der SPD kann Frau Merkel einen Pups lassen, aber keinen müden Euro Staatsknete verteilen! :p
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.408 von Deeskalationsstrateg am 03.06.09 17:33:23Ich vermute eher, dass du es bist, der nicht mehr als den Klappentext und die Verlagswerbung dieses Buches von Bob Woodward gelesen hat. Sonst würdest du dich nicht so dicke machen. Marketing nennt man so etwas und du und deinesgleichen gehörten da zur anpeilten Zielgruppe.
Von Vorwürfen der Kriegstreiberei gegen die US-Regierung oder gar gegen Bush findest du keine Spur. Ganz im Gegenteil mehr als milder Tadel über die Fehleinschätzung der angeblichen Massenvernichtungswaffen kommt da überhaupt nicht rüber. Ich weiß nicht was du da gelesen haben willst.

Was beschrieben wird ist die recht spannende Schilderung der Vorbereitung auf einen worst case Fall. Und ohne Saddam hätte es diesen worst case Fall vorerst gar nicht mehr gegeben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.592 von G-C-L am 03.06.09 17:56:22Ich weiss du kleiner Schlaumeier, nu andersrum gilt es genauso.:p
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.655 von antarra am 03.06.09 18:03:16Du räumst damit immerhin ein, das Dei dummes Gequatsche von der Richtlinienkompetenz völlig daneben lag. - Danke! :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.631 von Kaperfahrer am 03.06.09 17:59:48nochmals : lass einfach deine haltlosen Spekulationen.

ich habe alle drei Bücher von Woodward zu Bush gelesen. da merkt man, ob jemand Faktenkenntnisse hat oder bloss den Desinformationskampagnen Bushs aufgesessen ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.739 von G-C-L am 03.06.09 18:11:57Nicht ganz. Das kommt immer auf den Kanzler drauf an.

Kohl, Schmidt und Schröder haben die Option oft gezogen.

Aber die haben ja auch geführt statt zu moderieren.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.885 von antarra am 03.06.09 18:25:26Da liegste wieder ganz falsch: Weder Kohl, noch Schmidt oder Schröder haben jemals von der Richtlinienkompetenz Gebrauch gemacht, d. h., eine wichtige Entscheidung gegen den erklärten Willen des Koalitionspartners getroffen.
Dann wäre die jeweilige Koalition nämlich geplatzt. :eek:

Kohl hat es einmal gewagt, seinen 10-Punkte-Plan zu verkünden, ohne die FDP vorher zu fragen bzw. sie vorab zu informieren. Die Freien Demokraten haben das nur geschluckt, weil es dabei um die Wiedervereinigung ging. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.865 von Deeskalationsstrateg am 03.06.09 18:23:33Tut mir leid das sagen zu müssen, aber du schreibst totalen Mist. Bob Woodward ist ein dicker Kumpel von G.W.Bush und schreibt ihm Ergebenheitsbekundungen nach den Mund.
In Kollegenkreisen vor allem linken, hat er sich längst selbst diskreditiert, weil er als Desinformant für konservative Regierungskreise aktiv tätig war. Ehe du dich also weiter zum Deppen machst, solltest du dich kundig machen für wen du dich so ins Geschirr wirfst.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.343 von Kaperfahrer am 03.06.09 17:26:45:laugh::laugh::laugh: Schröder hat als angeblich friedensbewegter Fähnleinschwenker mehr zum tatsächlichen Kriegsausbruch beigetragen:laugh::laugh::laugh:

Klar, nur Köhler hat das noch nicht bemerkt und sich deswegen im Namen des deutschen Volkes bei Schröder bedankt.:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.885 von antarra am 03.06.09 18:25:26Von Richtlinienkompetenz konnte bei Kohl nun beim besten Willen keine Rede sein.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.312.996 von G-C-L am 03.06.09 18:37:19Hast schon Recht, so direkte Entscheidungen gab es nicht.

Das ging über Druck auf anderen Ebenen oder mit den angedachten Rücktritten, etc.

Fakt ist aber, das kein Ressortminister fröhlich vor sich hin entscheiden kann in der Regierung, sondern das ein Konsens gefunden werde4n muss.

Wie der aussieht, darauf hat der jeweilige Kanzler massgeblichen Einfluss undszehtsomit letztendlich in der Verantwortung.

Sonst könnten wir uns ja das Gehalt sparen.:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.313.069 von Kaperfahrer am 03.06.09 18:46:50Bob Woodward ist ein dicker Kumpel von G.W.Bush

natürlich....:rolleyes:
"state of denial" nicht gelesen.
beenden wir einfach die Diskussion. Zeitverschwendung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.313.398 von antarra am 03.06.09 19:19:18Wenn ich überlege, dass so'n etwas besserer Balltreter in einer Woche mehr *verdient* (und das auch noch netto!) als bei uns der/die Kanzler/in in einem ganzen Jahr (brutto), dann steht das im umgekehrten Verhältnis zur Leistung. Sowas ist unerträglich!
Und dann bekommen die Spitzenkicker noch drei Mal soviel, nämlich 9 Millionen netto im Jahr... :mad:

Also ist das Kanzlergehalt gut angelegt - und eigentlich viel zu niedrig!

Und Recht hast Du in dem Punkt, dass bei widerstreitenden Meinungen in der Koalition bzw. insbesondere innerhalb der Regierung dem Regierungschef eine wichtige Vermittlerfunktion zukommt. Das ist viel mehr als nur *moderieren*, wie manche hier glauben, sondern es erfordert ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl. Es ist kein Geheimnis, dass Frau Merkel gerade hierbei sehr erfolgreich agiert und so den *Laden* zusammenhält. - Im übrigen hat sie auch besonders schwierige Partner wie Sarkozy und sogar Bush jun. *eingetütet*. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.313.221 von ConnorMcLoud am 03.06.09 19:03:27"Von Richtlinienkompetenz konnte bei Kohl nun beim besten Willen keine Rede sein. "

Die Richtliniekompetenz war bei Schröder ausgeprägter. Wie oft hat er eigentlich mit Rücktritt gedroht, um was durchzusetzen?
wilbi
@ Connor & Wilbi:

Ihr wisst ja beide nicht, wovon Ihr da redet.

In # 92 habe ich mal erläutert, was Richtlinienkompetenz und ihr *Gebrauch* in der Praxis bedeutet. Zuvor hatte ich mal erklärt, man hat sie nur solange, wie man eben keinen Gebrauch davon macht.

Rücktrittsdrohungen sind begrifflich ganz was Anderes und nicht ungefährlich, wenn der Koalitionspartner es darauf ankommen lässt.
Solche Drohungen lassen sich auch nicht beliebig wiederholen, ab dem 2. Mal lösen sie nur noch Heiterkeitserfolge aus... :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.308.205 von Deeskalationsstrateg am 03.06.09 09:53:58@Deeskalationsstrateg
"sondern auch mal das Grundgesetz in die Hand nehmen."

Gibt es z.B im GG das auch, das vom deutschen Boden kein Krieg ausgehen darf?:D:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.316.500 von king daniel am 04.06.09 09:18:32Nunja, will heißen, wir dürfen nicht in Dänemark, Benelux, Frankreich, Schweiz, Tschechien und Polen einmarschieren.

Der Luft- und Seeweg ist aber erlaubt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.313.417 von Deeskalationsstrateg am 03.06.09 19:20:55natürlich....
"state of denial" nicht gelesen.
beenden wir einfach die Diskussion. Zeitverschwendung.


Nein habe ich nicht gelesen und das werde ich auch nicht, denn wenn etwas Zeitverschwendung ist dann das.
Du wirst doch nicht ernsthaft verlangen, dass ich die Machwerke eines miesen kleinen Opportunisten, der solange die Mächtigen noch gut dastehen, ihnen in den Hintern kriecht und als Sahnehäubchen sogar Spitzel ähnliche Dienste zum Nachteil des eigen Berufsstandes für sie leistet, zum Maßstab meiner Einschätzungen mache.
Dass er, nachdem er merkte, dass G.W.Bush der Wind ins Gesicht wehte und es nicht mehr opportun war zu schleimen, flugs die Seiten wechselte, macht ihn in meinen Augen keineswegs vertrauenswürdiger.
Sich an solchen Schreiberlingen ernsthaft zu orientieren, überlasse ich politisch naiveren Gemütern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.316.955 von Kaperfahrer am 04.06.09 10:06:55zuerst zum Grundsätzlichen. dann zu Woodward.

Kriegsdiskussionen in diesem Forum sind im allgemeinen zu 90% von Schwachmaten dominiert.
für mich ist oberste Priorität für eine politische Entscheidung das nationale Interesse. eigentlich eine Binsenweisheit.
dsR ist kein Gutmensch, kein Moralapostel, kein juristischer Haarspalter, sondern bloss politischer Pragmatiker.
Menschenrechtsfanatiker und Völkerbeglücker im besonderen und andere "Sendungsbewusste" im allgemeinen sind für einen dsR ein Greuel.

niemand hat einen dsR schlüssig überzeugen können, dass auf dem Balkan, am Hindukusch oder im irakischen Wüstensand vitale politische Interessen Deutschlands tangiert sind !!
dsR bietet in diesen Diskussionen gerne einen Kronzeugen auf, der pazifistischer Neigungen unverdächtig ist : Bismarck, der einzige Aussenpolitiker von hohem Rang, den Deutschland bisher hatte.
sein legendärer Satz :
der ganze Balkan ist nicht einen Knochen eines pommerschen Grenadiers wert

Bismarcks Realismus, dem ich mich vollumfänglich anschliesse, kann ich den Schmonzesschwätzern nur wärmstens ans Herz legen ! :cool:


so, mein teurer Freund, nun zu Woodward.
Woodward ist eine Ikone des investigativen Journalismus. unbestechlich.
eine Figur, die in der heutigen Zeit der gekauften und embeddeten Journalisten absolut rar ist.
ich weise deine negative Charakterisierung in aller Schärfe zurück. selbst seine Feinde respekieren seine hohen journalistischen Qualitäten
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.318.622 von Deeskalationsstrateg am 04.06.09 13:21:54niemand hat einen dsR schlüssig überzeugen können, dass auf dem Balkan, am Hindukusch oder im irakischen Wüstensand vitale politische Interessen Deutschlands tangiert sind !!

Richtig, das sind sie auch nicht. Umso mehr ja die Irritation auch meinerseits, daß die damals noch rot-grüne Bundesregierung derartige Einsätze anordnete. Jetzt, wo wir erstmal drin sind, können wir so ohne weiteres aber nicht mehr heraus. Wir können nicht einfach unsere Fahne einziehen und nach Hause fahren, sondern dies muß in einem koordinierten, mit den Bündnispartnern festgelegten Plan erfolgen. Schwarz-Rot hat hier noch nichts unternommen und wird dies wohl auch nicht mehr tun. Wir können daher nur auf einen neuen Aussenminister hoffen, der in dieser Sache tätig wird.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.300.819 von Sexus am 02.06.09 11:37:06liebe Leutz,

zurück zum schräd-Thema. zur Frage, woran erkennt man den Linken.

WELT ONLINE: Schön und gut, aber noch einmal: Was ist links?
Baring: Links ist die Behauptung allein, dass man die Partei des Lichts sei. Das Höherwertige.
Fleischhauer: Die moralische Privilegierung ist wichtig für die Linke, besser zu sein als die anderen.


der Schmonzes vom altersdementen Baring und vom grenzdebilen Fleischhauer ist Stuss.

liebe Leutz,
wodurch outet sich für euch jemand als "links" :eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.318.894 von Deeskalationsstrateg am 04.06.09 13:56:06Das waren ja nicht die einzigen Kriterien.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.318.950 von Sexus am 04.06.09 14:02:11ok, dann nenne andere Kriterien

für mich ist der Linke durch sozialismusaffines Denken gekennzeichnet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.318.622 von Deeskalationsstrateg am 04.06.09 13:21:54Ich hab’s nicht so mit Heldenverehrung, Ikonen oder Heiligenbildchen.

Sein Ikonentum beruht ja darauf, dass ihm (und Bernstein) als junger Reporter der Washingtonpost der Jackpot (deep throat) in Form eines Informanten quasi in den Schoß fiel und das Ganze dann den Sturz eines republikanischen Präsidenten nach sich zog.
Dass ihm das bei allen Linken oder Antiamerikanern den Heiligenschein aufsetzt, kann ich zwar nach vollziehen, aber dass ihn das integer, unbestechlich (ist irgendwie bekannt geworden, dass das schon mal einer versucht hätte?) und auf ewig glaubwürdig machen soll, halte ich doch für stark übertrieben. Um das zu rechtfertigen, hätte er gleich nach der Watergate-Affaire tot umfallen und in den Journalistenhimmel auffahren müssen .

So ist er Mensch geblieben und wie es aussieht ein kleines Journailleschweinchen, wie viele andere auch.

Auch Mutter Theresa soll ja im privaten Bereich und zu Untergebenen ein ziemlich ranziges Biest gewesen sein.

Also, bei Ikonen aller Art, besser nicht genauer hinschauen.

Ansonsten bin ich, was Bismarck angeht auch deiner Meinung, toller alter Knabe. Das war im Gegensatz zu Schröder ein echter Staatsmann. Allein wie der mit den Sozen umgesprungen ist hatte Klasse. Er hat sie einfach eingelocht und selber für grundlegende soziale Verbesserungen gesorgt, die auch bis heute Bestand haben
Und friedensdämlich war der wirklich nicht!
"Nicht auf Preußens Liberalismus sieht Deutschland, sondern auf seine Macht... Preußens Grenzen nach den Wiener Verträgen sind zu einem gesunden Staatsleben nicht günstig. Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden große Fragen der Zeit entschieden,...sondern durch Eisen und Blut." Wow!!
Trotzdem kaum Kriege geführt, naja ein paar Bagatellsachen 1866 Österreich/Preußen oder clever inszeniert 70/71 Deutschland mal schnell gegen ein gerade geschwächtes Frankreich, Dänemark kurz und knapp mit einem militärischen Arschtritt aus Schleswig und Holstein hinaus befördert. Nur mit dem Lumpenpack auf dem Balkan hatte er es nicht so.

Also ein Mann nach unser beider Herzen! Das zumindest eint! ;)
Joschka Fischer verliert Streit um Foto seiner Villa

Dienstag, 19. Mai, 17:07 Uhr
ddp


Karlsruhe/Berlin (ddp). Ex-Außenminister Joschka Fischer hat einen Streit um die Veröffentlichung eines Fotos seiner Villa in Berlin auch in letzter Instanz verloren. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf am Dienstag die Revision Fischers gegen eine Entscheidung des Berliner Kammergerichts.

Die Illustrierte «Bunte» publizierte am 29. Juni 2006 den Artikel «Nobel lässt sich der Professor nieder» und dazu ein Foto der Villa. Das von der Straße aus aufgenommene Bild zeigte das denkmalgeschützte und eingerüstete Haus ohne Wegbeschreibung. Kurz vor der Veröffentlichung hatte Fischer, der von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler war, letztmals an einer Sitzung der Grünen-Bundestagsfraktion teilgenommen.

Fischer wollte der «Bunten» die erneute Veröffentlichung des Fotos und bestimmter Äußerungen im Zusammenhang mit dem Wohnhaus verbieten lassen. In dem beanstandeten Artikel wurde etwa die Frage gestellt, wovon Fischer die Villa bezahlt habe. Fischer sah sein Persönlichkeitsrecht verletzt. Er werde vor allem durch die Veröffentlichung des Fotos «in seinem privaten Rückzugsbereich ganz nachhaltig gestört», argumentierte seine Anwältin.

Der BGH betonte jedoch, dass hier das Informationsinteresse der Öffentlichkeit Vorrang vor dem Persönlichkeitsrechts Fischers habe. Das Kammergericht habe festgestellt, dass eine genaue Identifizierung des Hauses aufgrund der Berichterstattung nicht ohne weiteres möglich war. Die «Bunte» habe zudem «aus aktuellem Anlass» berichtet, nämlich dem Abschied Fischers von der Grünen-Bundestagsfraktion. Es sei darum gegangen, wie sich Fischers Lebensverhältnisse nach dem Ausscheiden aus der Politik gestalteten.

Fischer habe eine «herausragende Stellung im politischen Leben der Bundesrepublik eingenommen». Die Frage, wie ein solch hochrangiger Politiker das Leben nach der Politik gestalte, sei «durchaus von zeitgeschichtlicher Bedeutung», betonte der BGH. Gerade angesichts der «Wandlung» Fischers im Laufe seiner politischen Karriere seit Beginn der 1970er Jahre könne der Artikel zu «gesellschafts- und sozialkritischen Überlegungen» anregen.

Damit folgte der 6. Zivilsenat des BGH den Argumenten des Anwalts der «Bunten» in der Revisionsverhandlung, Thomas von Plehwe. Er verwies darauf, dass Fischer ein «radikaler Jungpolitiker» gewesen sei, der sich auf dem Weg zum Außenminister und danach zum Gastprofessor der amerikanischen Princeton University stark verändert habe. Dies lasse sich an seinem Weg «von der linken Frankfurter WG (Wohngemeinschaft) in die edle Villa» gut veranschaulichen. Bei einer solchen «Prunkvilla» könne man dann auch fragen, ob das Haus teilweise über einen Kredit finanziert worden sei, sagte Plehwe. Eine benachbarte Villa war laut «Bunte» für 1,5 Millionen Euro zum Verkauf angeboten worden.

(AZ: VI ZR 160/08 - Urteil vom 19. Mai 2009)

(ddp)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.318.894 von Deeskalationsstrateg am 04.06.09 13:56:06'liebe Leutz, wodurch outet sich für euch jemand als "links"'

Indem er Andersdenkende in einem einzigen Thread als "faktenresistente Mischpoke" beschimpft, ihnen "Verlogenheit" und "Heuchlertum" bescheinigt, sie wiederholt als "altersdement" und "grenzdebil" verleumdet, ihnen "heuchlerisch-selektives Vorgehen" bescheinigt, ihre Argumente "dumm" nennt, ihnen vorwirft, sie würden "vor dem PC ... saufen", ihnen erwiesene Ahnungslosigkeit unterstellt, sie als "Schwätzer" bezeichnet, sie als "Schachmaten" und "Schmonzesschwätzer" beschimpft und dabei stets den intellektuell meilenweit Überlegenen raushängen läßt.

Typisch links! :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.320.676 von king daniel am 04.06.09 16:33:26Ja, der Joschka ist in die große Politik gegangen, um seitdem nur noch *links* zu reden, aber lieber *rechts* zu leben!

Insofern unterscheidet er sich gar nicht von so vielen Sozen und Linken, die es durch die Politik zu einem beträchtlichen Wohlstand gebracht haben. - Man denke nur an Oskar Lafontaine, dessen Einkommen sich, wie bei Hans Eichel, u. a. aus mindestens 4 verschiedenen Pensionen plus Bundestagsgehalt zusammensetzt... :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.319.020 von Deeskalationsstrateg am 04.06.09 14:09:56ok, dann nenne andere Kriterien
für mich ist der Linke durch sozialismusaffines Denken gekennzeichnet.


Was verstehst du unter sozialismusaffin.

Bismarck! Ein verkappter Linker? Uff!!!

Um nicht vollkommen in den Jux abzugleiten versuch ich es mal mit einer ernsthaften Antwort, was ich unter sozial, aber nicht links oder sozialistisch verstehe, angelehnt an Grundprinzipien der katholischen Soziallehre, unter deren Einfluss ich aufgewachsen bin.

1.Die Personalität, also die Würde des Menschen.
Mit Personalität ist die Möglichkeit zur vollen Entfaltung der menschlichen Anlagen, Fähigkeiten, Begabungen und Talente gemeint. und zum respektvollen Umgang mit den Mitmenschen sowie zur gesamten Schöpfung. Dazu gehören unabdingbar, Freiheit und Gerechtigkeit.

2.Die Solidarität, der mitmenschlich Zusammenhalt.
Der Grundwert der Solidarität bezieht seine Kraft aus der Überzeugung, dass die Menschen zusammengehören. Die Menschen leben nicht als isolierte Individuen. Nur wenn sie ihre Fähigkeiten und Kräfte bündeln, können sie die gemeinsamen Ziele und Zwecke verwirklichen. Das gilt für die kleinen Lebenskreise wie Ehe, Lebensgemeinschaften und Familie ebenso wie für die gesellschaftlichen Lebensbereiche. Solidarität verpflichtet die Menschen füreinander einzustehen.

3.Die Subsidiarität, also die Eigenverantwortlichkeit.
Sie bedeutet bedeutet Kompetenz und Zuständigkeiten des Einzelnen und der kleineren Einheiten, wie Ehe, Lebenspartnerschaft, Familie oder kleineren Gemeinschaften. Die Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips heißt danach, die Förderung der vorhandenen menschlichen Fähigkeiten, Ideen, Initiativen und soziale Phantasie. Es heißt aber nicht, die einzelnen, die kleinen Gemeinschaften, die Kommunen allein zu lassen und ihnen ungebührliche Lasten aufzubürden. Solidarität und Subsidiarität gehören zusammen und bilden gemeinsam ein Kriterienpaar zur Gestaltung der Gesellschaft im Sinne der sozialen Gerechtigkeit.


Klingt sozialistisch, ist es aber nicht. Denn der Sozialismus oder der Linke vertritt die Überzeugung der Staat habe gänzlich an die Stelle des eminent wichtigen Subsidiaritätsprinzips zu treten und hebelt damit andere Grundsätze wie Freiheit, Selbstbestimmung sowie die soziale Verantwortung des Einzelnen aus und macht aus mitmenschlichen Zusammenhalt, Beliebigkeit. Der Staat wird’s schon richten! Er fördert damit den Missbrauch des Solidaritätsprinzip, deckelt obendrein Freiheit durch zu große Eingriffe in die persönliche Veranwortlichkeit und Selbstbestimmung und bietet jeden Anlass sich auf die faule Haut zu legen. Die Gesellschaft verliert nicht nur ihre Dynamik sondern wird letztlich zerfallen, pleite gehen und/oder in den Totalitarismus abgleiten.

Leider muss ich sagen, dass auch die Unionsparteien deren Grundlagen eigentlich auf dieser Soziallehre beruhen, den dritten Punkt, die Subsidiarität, immer mehr vernachlässigen um mit Wahlversprechen die noch mehr Bequemlichkeit versprechen, ebenfalls auf Stimmenfang zu gehen, genau wie die SPD. Die Folge ist, die ehemals großen Volksparteien werden sich immer ähnlicher trudeln wenn man sie lässt über eine große Koalition immer mehr Richtung Einheitspartei, mit dem Endziel, eine Art DDR II. Und Angela Merkel (in so einem Staats-Gebilde sozialisiert) ist für mich das U-Boot dieser Entwicklung, wenn man sie nicht endlich gründlich und klar auf einen neuen Kurs rempelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.321.378 von Kaperfahrer am 04.06.09 17:35:31mit dem Begriff der "Sozialismusaffinität" habe ich nur versucht, eine Richtung vorzugeben.

es herrscht nämlich hier primitives Schubladendenken.

habe oft genug erlebt, dass prinzipienlose Karrieristen (z.B. Schröder, Clement usw. ) "links" eingeordnet wurden.

ich respektiere durchaus die christliche Soziallehre.
ein Norbert Blüm galt ja auch als Parteilinker, als Herz-Jesu-Sozialist.

spricht das nicht für meinen Ansatz ?


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