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Ratlose SPD beschimpft Wähler als "Irrende" - und hofft auf schwerer werdende Wirtschaftskrise - 500 Beiträge pro Seite



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Die SPD sucht verzweifelt eine neue Strategie

Die SPD hatte sich im Europawahlkampf schwer ins Zeug gelegt. Doch weder die aggressive Werbekampagne noch die Staatshilfe für Opel brachten das erhoffte Ergebnis. Jetzt sind selbst Kanzlerkandidat Steinmeier und Parteichef Müntefering ratlos. Einige Genossen entdecken gar marxistische Theorien neu.

Franz Müntefering beherrscht wie kein anderer die Maske der Entschlossenheit, die bei Spitzenpolitikern das Gesicht ersetzen muss, wenn es darauf ankommt. Die Kanzlerin scheint unter dem Eindruck unerwarteter Niederlagen plötzlich um Jahre zu altern. Ihr Vorgänger Gerhard Schröder verströmte in Momente des Sieges maßlose Selbstzufriedenheit. Der 69-jährige SPD-Vorsitzende hingegen wirkte all die Jahre in all den Höhen und Tiefen immer nur konzentriert. Bis Sonntag.

Fast noch mehr als das katastrophale Ergebnis der Europawahl schockte viele Genossen das Gesicht, das ihr Parteivorsitzender dazu zog. Zum ersten Mal wirkte Müntefering für Momente geschlagen und vor allem sehr, sehr ratlos. Dieser nur Momente dauernde Anblick hat viele Genossen noch mehr entsetzt als die eine Stunde dauernde, gut ausgeleuchtete Implosion eines Kanzlerkandidaten, die Frank-Walter Steinmeier anschießend live in der Talk-Show von Anne Will lieferte. Der Außenminister stellte sich am Montag den Parteigremien, aber nicht noch einmal der Öffentlichkeit. Müntefering schon. Er hat Partei und Mimik wieder fest im Griff, war nach der Präsidiumssitzung im Willy-Brandt-Haus festzustellen: Er lächelte schon wieder in die Kameras.

Sonst lächelt keiner in der SPD. Nicht einmal Kurt Beck aus Rheinland-Pfalz, den Müntefering und Steinmeier vor einem halben Jahr aus Vorsitz und Kanzlerkandidatur drängen. Nicht einmal Klaus Wowereit aus Berlin, der die beiden gerne mittelfristig beerben würde. Ob die Parteilinke, die parteirechten Seeheimer oder die mittigen Netzwerker: niemand griff den Kandidaten oder den Vorsitzenden an. Oder ihr Programm. Zwar wird das erst auf einem Parteitag in sechs Tagen beschlossen, aber niemand will eine Debatte. Strömungsübergreifend dominiert das Gefühl, dem Müntefering das Gesicht gab: tiefe Ratlosigkeit.

Die artikulierten die Genossen je nach Temperament unterschiedlich. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück konstatierte einfach sachlich „tiefe Ratlosigkeit“. Um ihre Landtagswahlergebnisse fürchtende Regionalpolitiker pfiffen im Wald wie Thüringens Christoph Matschie: „Wir lassen uns von diesem Ergebnis nicht aus den Latschen kippen.“ Andere übten Blitzanalysen wie Brandenburgs Matthias Platzeck: „Wir hatten das größte Mobilisierungsproblem“.

Unter dem Eindruck eines 12,9-Prozent-Albtraums in Bayern beschimpft dort Landeschef Ludwig Stiegler die Wähler als „Irrende in der Arbeiterschaft“ und fabulierte von einem „besonders hohen Blutzoll“, den die Regierungsbeteiligung in Berlin forderte.


Stiegler hofft auf schlimmere Krise

Stiegler plauderte auch die kleine, gemeine Hoffnung der SPD aus: Dass eine schwere werdende Wirtschaftskrise ihr die von Arbeitslosigkeit Bedrohten doch noch zutreiben werde: „Wenn die erst mal die Krise am eigenen Leib verspüren, schaut alles ganz anders aus.

Als dieses Zitat über Agentur lief, schlugen sie im Willy-Brandt-Haus die Hände über dem Kopf zusammen. Einige erinnerten sich prompt an die marxistischen Verelendungstheorie, der einige Genossen in ihrer radikalen Jugend anhingen: Es muss erst viel schlechter werden, bevor mit der Revolution alles gut werden kann.


Jeder in der SPD weiß: Am Sonntag ist mehr verloren gegangen als nur die Europawahl. Die Partei war nämlich schon in den Bundestagswahlkampf eingestiegen, früher als die Konkurrenz. Während die Union eine eher konturlose Wohlfühlkampagne („Wir in Europa“) und ein in warmen Tönen gehaltenes Kanzlerinnenporträt anbot, ging die SPD in die Vollen: gegen Finanzhaie und für Mindestlöhne. Und Steinmeier, der Kanzlerkandidat, war schon überall mittendrin auf den Plakaten.

Ein Feindbild war auch gefunden: der „Baron aus Bayern“, Wirtschaftsminister zu Guttenberg. Die Konkurrenz war empört. Bundeskanzlerin Merkel beschwerte sich am Montag in der Sitzung des CDU-Bundesvorstands nach Angaben von Teilnehmern über den „säuischen Wahlkampf“ der SPD.

Regiert wurde bei den Sozialdemokraten nebenbei auch noch, als stünde die Bundestagswahl unmittelbar vor der Tür: Milliarden für Opel, zumindest Versprechungen für Karstadtverkäuferinnen – und eigentlich auch für alle anderen, die sich um ihren Arbeitsplatz sorgen .


Bayerns frühere SPD-Chefin Renate Schmidt kritisierte ihre Partei: „Wir beflügeln die Fantasie der Wähler nicht mehr. Bei Wahlen geht es auch um psychologische Effekte. Da sind wir nicht gut."

Dann dieses Desaster. Das Ausmaß der Ratlosigkeit illustrieren Weltuntergangsszenarien, die unter den Abgeordneten und Mitarbeitern kursieren. Sei das „schlechteste Ergebnis bei einer deutschlandweiten Wahl seit März 1933“ nicht ein Symptom für das Ende des sozialdemokratischen Zeitalters? Haben nicht Sozialisten und Sozialdemokraten am Sonntag in Frankreich, in England und überall in Europa verloren? Wenigstens ein Trost aber bleibt den Parteistrategen: Selbst die so arg gerupfte SPD wird in der neuen sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament immer noch die meisten Abgeordneten stellen.

Was Steinmeier im Fernsehen am Wahlabend nicht gelang, versuchte Müntefering am Montag in den Parteigremien und kurz darauf vor der Presse: Eine Fehleranalyse, die in eine Strategie mündet, mit der man sich noch Siegchancen einreden kann. Müntefering verwies immer wieder auf den Unterschied bei der Wahlbeteiligung, die – seiner Interpretation nach – ein besonderes SPD-Problem sei. Tatsächlich haben am Sonntag 43 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt, bei der vorigen Bundestagswahl waren es hingegen 78 Prozent. Müntefering machte daraus die Parole: „Das Potenzial ist da.“

Der Mann, der sich so viel auf seine Fähigkeiten als Wahlkämpfer zu gute hält, deutete am Montag handwerkliche Fehler in der Kampagne an („In der letzten Woche ist einiges liegen geblieben, was möglich gewesen wäre“) und kritisierte zu Guttenberg erneut („Einer im Kabinett, der das Buch von Friedrich Merz 'Mehr Kapitalismus wagen' wirklich gelesen hat“) – obwohl das Einprügeln auf den Wirtschaftsminister doch gerade nicht funktioniert hat.

Die Politik der vermeintlichen Rettung von Arbeitsplätzen, indem Staatsgelder in kriselnde Unternehmen gesteckt werden, soll auf keinen Fall aufgegeben werden. Müntefering verwies nun demonstrativ auf die zahlreichen Anträge von Firmen beim Deutschlandfonds, die auf Rettungsgelder vom Staat zielen, und zitierte sinngemäß Willy Brandt: „Wenn wir ein bedeutendes Thema entdeckt haben, das richtig ist, müssen wir dafür kämpfen und es notfalls populär machen.“

Der Radikalinterventionismus der vergangenen Wochen als neue Ostpolitik. Vielleicht hätten ja die vielen guten Taten „unserer Leute in der Bundesregierung“ die Krise gar so weit gedämpft, dass die Krise bei den Leuten gar nicht angekommen sei. „Ist das die Dialektik der Situation?“ grübelte Müntefering, fing den Gedanken mit einem schnellen „Aber wie immer gilt, die Sache zuerst“ noch ein und entkam damit gerade noch der Stiegler'schen Verelendungstheorie: Es muss erst vielen schlechter gehen, damit es der SPD besser geht.


http://www.welt.de/politik/article3886463/Die-SPD-sucht-verz…
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.347.668 von Sexus am 08.06.09 21:30:40sexus, hast du irgendwelche Komplexe? Du müsstest doch aufgrund des Wahlergebnisses vor Zufriedenheit nur so strotzen. Was also soll dieser dümmlich-primitive Threadtitel?
Für Müntefering sind die vielen Nichtwähler an der SPD Schlappe schuld.

In Wahrheit ist es aber die verfehlte SPD Politik, die den maroden Grosskonzernen wie Arcandor, , Schäffler, Opel usw. Milliarden von Steuergeldnern nachwerfen will und dafür vom Wähler zu Recht abgestraft wurde.

Solange die SPD unfähig ist; ihre eigenen Fehleisteistungen zu erkennen und abzustellen, wird der Niedergang der SPD sich auch zukünftig fortsetzen.
das ist ein gesamtdeutsches Problem. Scheinbar ist auf andere zeigen einfacher als sich selber in den Allerwertesten zu treten.

Wären die "Nichtwähler" zur Wahl gegangen wäre es noch viel schlimmer gekommen für die Versager und rückradlosen Socken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.348.218 von Boediger am 08.06.09 22:16:07Das ist ja das Schlimme, dass diese roten Socken ihre eigene totale Unfähigkeit nicht erkennen und abstellen; sondern immer andere für Ihr Versagen verantwortlich machen.

Daher wird der Niedergang der SPD sich auch zukünftig fortsetzen.
Die SPD hat eh kaum verloren, mich irritieren diese überzogenen Reaktionen der Partei-Granden.
Was steckt da wohl dahinter?:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.348.341 von boygeorge am 08.06.09 22:30:14Cottbus (ots) - Die Wahlpleite vom Sonntag hat die SPD regelrecht geschockt. Es ist der Schock, der einer Reihe plötzlicher Erkenntnisse folgt: Wahlerfolge kommen nicht, nur weil man fest daran glaubt. Krisen vergehen nicht, nur weil man sich das von Herzen wünscht. Und Umfragen spiegeln manchmal eben doch die Wirklichkeit wider. Bis zum September vergangenen Jahres musste der glücklose Kurt Beck für die Serie von Misserfolgen der Sozialdemokraten herhalten. Dann trat der Rheinland-Pfälzer als SPD-Chef ab - und der Absturz ging ungebremst weiter: Bei der Bayernwahl Ende September.2008 konnte die SPD von den erdrutschartigen Verlusten der CSU nicht profitieren, sondern fuhr mit 18,6.Prozent das schlechtese Ergebniss ihrer Geschichte ein. Gleiches gelang ihr im Januar.2009 mit 23,7.Prozent in Hessen. Und an diesem Sonntag wieder mit 20,8.Prozent bei der Europawahl. Ein Dreierpack der besonderen Sorte. Weder der parteiintern unangreifbare Vorsitzende Franz Müntefering noch Hoffnungsträger Frank-Walter Steinmeier konnten ihn verhindern. Vor diesem Hintergrund ist man schon fast etwas peinlich berührt, wenn die Sozialdemokraten dem Publikum und sich selbst weiter unbeirrt weismachen wollen, dass sie im September eine echte Chance auf die Kanzlerschaft hätten. Klar: In der Politik kann - wie im richtigen Leben - viel passieren. Aber derzeit ist völlig unklar, mit welchen Themen die SPD ihre Wähler mobilisieren will. Und welche politische Konstellation eine Bundesregierung unter sozialdemokratischer Führung überhaupt tragen soll. Einer Dreierkoalition unter Einschluss der Linken hat die SPD bereits eine Absage erteilt, sie wäre im Jahre.20 nach der friedlichen Revolution politisch auch nicht vermittelbar. Ein Bündnis mit Grünen und FDP ist ebenso unwahrscheinlich, weil dafür mindestens einer der Beteiligten bereit sein müsste, wesentliche Grundüberzeugungen über Bord zu werfen. Stichwort Mindestlohn. Realistisch betrachtet bietet sich eine Machtperspektive für die Sozialdemokraten nur in der Fortführung der Großen Koalition - und zwar als Juniorpartner unter einer Kanzlerin Angela Merkel, so wie bisher. Trotz allem beginnenden Wahlkampfgetöse liegt die Ahnung in der Luft, dass beide Kandidaten - die CDU-Chefin ebenso wie ihr Außenminister Frank-Walter Steinmeier - mit einem solchen Ergebnis gut leben könnten. Dass es für die SPD wenigstens dazu langt, ist aber alles andere als sicher. Ihr schlechtestes Ergebnis bei Bundestagswahlen fuhr die Partei am 6..September.1953 ein. 28,8.Prozent - das ist in etwa der Wert, den sie derzeit in den Umfragen erreicht.

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Osnabrück (ots) - Warten auf ein Wunder

Gewiss, die Beteiligung bei der Europawahl war sehr gering. Wenn es Ende September um den künftigen Bundestag geht, dürfte das Interesse deutlich höher sein. Insofern werden die Karten neu gemischt. Doch weshalb sollten sie für die SPD besser ausfallen?

Parteichef Franz Müntefering hat hierzu bislang nichts gesagt. Seine Wahlanalyse wirkt wie Wunschdenken. Dabei wollen die Sozialdemokraten erklärtermaßen stärkste Partei im Bund werden. Angesicht ihrer aktuellen Lage ist dies äußerst ehrgeizig. Die Grenze zur Selbstüberschätzung liegt nahe. Müntefering muss aufpassen, dass er seine Genossen nicht ähnlichem Spott preisgibt wie ehemals Guido Westerwelle die FDP mit dem Wahlziel 18 Prozent.

Viele Möglichkeiten, das Blatt noch zu wenden, hat der SPD-Chef nicht mehr. Die Programmpunkte sind im Wesentlichen festgezurrt. Auch an der Person des Kanzlerkandidaten kann so kurz vor der Wahl nicht mehr gerüttelt werden. Vorrangig ist daher, dass sich die SPD-Minister stärker als bisher durch Kompetenz und Augenmaß profilieren. Wahlgeschenke an Investoren wie im Fall Opel sollten tabu sein. Dass die Union bei diesem marktwirtschaftlichen Sündenfall mitgemacht hat, ist zwar richtig. Aber das bringt die SPD auch nicht wieder in die Offensive.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2

Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.348.341 von boygeorge am 08.06.09 22:30:14ist doch klar. Die Leude schätzen sich nicht mehr ein. Warum die so ausrasten ist auch einfach. "the Show musst go one"
Eine derart derbe Fälschung würde vor Gericht nicht lange verhandelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.349.058 von AdHick am 09.06.09 06:39:31@AdHick
Sind Sie der Jurisprudenz betreffend etwa tätig:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.349.058 von AdHick am 09.06.09 06:39:31Hallo AdHick,



nach dem betreffenden Absatz hatte ich erst mal aufgehört zu lesen - das war dann doch zu plump. Dem für die SPD katastrophalen Ergebnis zum Trotz zeigt sich darin, was von diesem Thread zu erwarten ist.


Gruß
Gilhaney
Als Außenstehender würde ich mal sagen, die Wahlschlappen der SPD sind immer noch Auswirkungen vom ehemalg.Schröder Programm. Wie hieß das nochmal? Das war der Beginn vom Abstieg. Sie können sich bei einem kurzfristig denkenden Parteimenschen namens Schröder bedanken, für diese Resultate. Solange sie das nicht verstanden haben,gehts weiter bergab.Man mag zu Lafontaine stehen wie man will(ich würde diesen Demagogen nie wählen) aber er hat dieses Problem der SPD schon lange erkannt.
Diese SPD braucht kein Mensch mehr. Keine Antworten auf drängende Fragen, Umverteilung statt Problemlösung.Steinmeier als Schröder Kopie.

Trösten kann sich die SPD, der Zerfall der SPD steht der CDU erst noch bevor,noch weitere 4 Jahre Merkel werden die CDU ebenso reduzieren. Leer ist diese CDU schon jetzt. Was danach kommt,wird etwas ganz anderes sein.Etwas was nichts mehr mit diesen ehemaligen"Volks"Parteien zutun hat.
Vielleicht gibts ein überregionales Bürgerbündnis,welches sich befreit vom Parteienproporz und Machtmißbrauch zum Wohle der hier lebenden Bürger, das dieses Land sich endlich einmal wieder selbstbewußt wird.
SPD fordert Strafen für die Bürger


Wer nicht wählt, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Jörn Thießen gegenüber der Bild-Zeitung, solle zukünftig 50 Euro Strafe zahlen.

:eek:



Die SPD will es wohl zur Pflicht machen, SPD zu wählen. Aber ehrlich gesagt sind 50 Euro doch nichts im Vergleich dazu, was uns eine SPD-Regierung kostet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.350.050 von Sexus am 09.06.09 10:06:52

Ach was - eine Geldstrafe würde nicht wirken. ... Wer nicht wählt, darf die Bildzeitung nicht lesen oder bekommt den Flachfunk abgeklemmt ... da wäre die Wahlbeteiligung schnell ganz oben ...


Aber generell ist das Thema doch verwunderlich - schliesslich waren wir doch immer so stolz darauf, keinen Wahlzwang sondern ein Wahlrecht zu haben...

Andererseits funktionieren demokratische Staaten nur durch die aktive Beteiligung ihrer Bürger ... Wenn denen aber ihr Staat unwichtig geworden ist - was dann ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.350.290 von Gilhaney am 09.06.09 10:33:42Die SPD sieht in den Nichtwählern die Schuldigen. Sie nimmt irrigerweise an, die hätten sie schon geschlossen gewählt. Statt diese aber überzeugen zu wollen, kommen die nun mit Strafen.


Die SPD hat nicht nur kein Konzept für die Zukunft Deutschland, sie ist auch außerordentlich dumm.


Wäre ich Nichtwähler, würde mich diese Drohung wohl weiter von der SPD entfernen. Da könnten die mir noch Geld in die Tasche stecken wollen. Sie finden eh nicht heraus, wen ich wähle. Es sei denn, sie planen schon, das Wahlgeheimnis abschaffen zu wollen. Wiefelspütz will ja übers Internet abstimmen lassen. Wieviel leichter Manipulationen hier sein können, wissen wir aus den USA.


Am bemerkenswertesten ist aber nach wie vor, daß die SPD laut Stiegler insgeheim darauf hofft, daß die Menschen noch tiefer in die Krise rutschen. Erst dann könne die SPD wieder wahlen gewinnen, so deren Hoffnung.

Lassen wir sie machen, arbeiten die auch genau darauf hin.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.350.376 von Sexus am 09.06.09 10:41:57Naja Sexus,


welche Notwendigkeit Deine Schlussfolgerungen haben, konnte ich ja anhand eines Vergleiches des Threadtitels mit dem zugrunde liegenden Zitat abschätzen.


Gruß
Gilhaney
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.350.418 von Gilhaney am 09.06.09 10:46:47Das ist genau das, was Stiegler sagte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.350.457 von Sexus am 09.06.09 10:50:09




Dann muss ich davon ausgehen, dass Du mit der deutschen Sprache nicht ganz vertraut bist, wenn Du "Irrend" mit "Irre" gleichsetzt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.350.376 von Sexus am 09.06.09 10:41:57Wie so oft gestaltest du dir deine eigene "Wahrheit". Nur weil 1(!) Abgeordneter die - aus meiner Sicht vollkommen unsinnige - Einführung einer Wahlpflicht fordert, ist das noch lange keine Forderung der SPD. Aber das weißt du selbstverständlich genauso gut wie ich. Polemiseren ist eben leichter als differenzieren. BTW: bist du "Journalist" bei Deutschlands großem Boulevardblatt? Nein? Solltest dich vielleicht bewerben, die notwendige Qualifikation hast du ja hier schon mehrfach unter Beweis gestellt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.350.290 von Gilhaney am 09.06.09 10:33:42denen ist der staat nicht unwichtig geworden....
jene welche haben wahrscheinlich nur erkannt, dass es völlig egal ist wen man wählt, es ist und bleibt der gleiche klüngel aus parteien und deren sumpf.
es will mir doch hier keiner erzählen, dass ein politiker objektiv sein kann, wenn er in zig aufsichtsräten usw. sitz, oder ?
wer von uns wäre denn objektiv ?

dieser vorschlag, geld fürs nichtwählen zu bezahlen, stärkt mich immer mehr in meiner meinung, das die angst umgeht, das volk spricht den gewählten die legimitation ab, wenigstens moralisch.

die angst geht um.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.350.558 von MFC500 am 09.06.09 11:02:29Es war ja nicht irgendein Abgeordneter, der das zur Sprache brachte. Es war immerhin ein Bundestagsabgeordneter. Und wer weiß, wieviele in der SPD ihm insgeheim zustimmen wollten.

Und was ist mit Ludwig Stigler, der die Wähler beschimpft und sagte, die Krise müsse erst noch schlimmer werden, damit die SPD gewinnen könne?

Auch nur ein einzelner und daher nicht von Belang?


Hätte das irgendein Stadtrat der CDU oder der FDP losgelassen, würden doch hier wieder Hetzkampagnen noch und nöcher losgetreten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.350.544 von Gilhaney am 09.06.09 11:01:40Dann erkläre mir doch mal den gewichtigen Unterschied zwischen einem "Irrenden" und einem "Irren".
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.351.180 von Sexus am 09.06.09 12:01:14Also da Du es - wie sich in dem anderen Thread zeigt - möglicherweise wirklich nicht begriffen haben könntest.


Ein "Irrer" ist - politisch brav korrekt ausgedrückt - ein pychisch kranker Mensch.

Ein "Irrender" ist jemand, der sich geirrt hat, also etwas falsch eingeschätzt hat.

Also durchaus ein Unterschied ...


Das eine ist, wenn man es jemandem als Bezeichnung an den Kopf wirft dummerweise eine Beleidigung - denn man beschimpft ja auch niemanden deswegen, weil er unter Herzschwäche oder was auch immer leidet. Das andere aber ist eine Einschätzung zu der man wie immer stehen kann (die Entscheidung, eine andere Partei zu wählen würde ich zumindest nicht grundsätzlich als Irrtum werten).

Beides in Bezug auf dieses Zitat gleichzusetzen zeugt entweder von Unkenntnis der deutschen Sprache (aber woher soll´s die Jugend heutzutage haben) oder von der Absicht zu Polemik und Verleumdung.


Gruß
Gilhaney
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.351.573 von Gilhaney am 09.06.09 12:37:48Aha, na gut. Dann sind also alle, die nicht die SPD wählen, "Irrende". Sieen sie nun "Irrende", weil sie andere Parteien wählen, oder "Irrende", weil sie überhaupt nicht wählen.

Und sie werden wohl auch Irrende bleiben, wenn sie nicht erkennen können, falsch gehandelt zu haben. Aber nun stecken wir in einem Dillema. Was wird aus einem "Irrenden", der sich im Sinne Stieglers einfach nicht bessern und seine vermeintlichen Fehler einsehen will? Ein "Irrer?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.351.573 von Gilhaney am 09.06.09 12:37:48Und noch eine Frage: Wie stehst du eigentlich zur Äußerung Stieglers, die Krise müsse erst schlimmer werden für die Menschen, damit die SPD profitieren könne?

Findest du eine solche Aussage nicht zumindest amoralisch und egozentrisch?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.352.103 von Sexus am 09.06.09 13:19:32


Du versuchst im Moment nur davon abzulenken, dass Du entweder das Zitat falsch verstanden oder hier eine plumpe Polemik aufzubauen versucht hast. Abgesehen davon hattest Du das Zitat eines einzelnen auf die gesamte Partei generalisiert - Also eine falsche Unterstellung nach der anderen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.352.153 von Gilhaney am 09.06.09 13:24:13"Es irrt der Mensch, so lang er strebt."

Noch so ein böser, die Menschen beschimpfender Linker
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.352.153 von Gilhaney am 09.06.09 13:24:13Die Begriffe hatten wir ja nun bestimmt. Du hattest ausgeführt, daß ein "Irrender" jemand sei, der etwas falsch eingeschätzt habe. Das ist so ja korrekt, aber es geht von einem zeitlich befristeten Vorgang aus. Daher auch meine Frage, was denn ist, wenn der "Irrende" seinen "Fehler" nicht sieht, also ganz konkret nicht SPD wählt, was er ja sodann tun müsse, um nicht mehr zu irren. Wie würde man ihn dann nennen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.352.153 von Gilhaney am 09.06.09 13:24:13Gilhaney,

sexy is doch bloß ein herumirrender Hans Dampf in allen Sackgassen :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.352.103 von Sexus am 09.06.09 13:19:32Was wird aus einem "Irrenden", der sich im Sinne Stieglers einfach nicht bessern und seine vermeintlichen Fehler einsehen will? Ein "Irrer?


Deiner "Logik" zufolge wohl schon. Du mußt aber nicht von dir auf Andere schließen. Ansonsten wurde das bereits zutreffend formuliert; mehr ist dazu nicht zu sagen:

"Du versuchst im Moment nur davon abzulenken, dass Du entweder das Zitat falsch verstanden oder hier eine plumpe Polemik aufzubauen versucht hast. Abgesehen davon hattest Du das Zitat eines einzelnen auf die gesamte Partei generalisiert - Also eine falsche Unterstellung nach der anderen."
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.352.266 von Sexus am 09.06.09 13:33:36....Daher auch meine Frage, was denn ist, wenn der "Irrende" seinen "Fehler" nicht sieht, also ganz konkret nicht SPD wählt, was er ja sodann tun müsse, um nicht mehr zu irren. Wie würde man ihn dann nennen?

FDP- Wähler ? :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.352.400 von d.h.53 am 09.06.09 13:46:25Oh ja, diese gemeinen FDP-Wähler, die nicht nur der Union, sondern auch gleich noch der SPD Wähler abspenstig machen.

Immer sind es die anderen schuld. :rolleyes:

Mit der SPD wird es weiter bergab gehen.
"Die SPD wird keine Volkspartei mehr werden"


Der Politikwissenschaftler Franz Walter ist einer der renommiertesten Parteienforscher. Im Interview mit WELT ONLINE prophezeit er der SPD eine düstere Zukunft: Große Teile ihrer früheren Kernwählerschicht hätten sich endültig abgewandt. Jetzt spiele die Partei alte Wahlkämpfe nach – ohne Erfolg.


WELT ONLINE: Haben Sie einen SPD-Chef schon so verzweifelt gesehen?

Franz Walter: Das Schlimme ist, wir haben in den letzten zehn Jahren gleich ganz viele ratlose und aufgelöste SPD-Chefs gesehen. Und immer dachte man: Schlimmer kann es nicht kommen. Ein Irrtum.

WELT ONLINE: Die SPD räumt ein, ein Mobilisierungsproblem zu haben. Heißt das, dass ihr Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier nicht mobilisieren kann?

Walter: Die Formel vom „Mobilisierungsproblem“ ist das Sedativ der SPD seit zehn Jahren. Die SPD aber hat ein Abkopplungsproblem. Große Teile ihrer früheren Kernschichten machen nicht mehr mit, haben sich von Politik und Partei gänzlich gelöst und abgewandt. Die lassen sich durch ein paar scheinradikale Plakate nicht mehr in Bewegung setzen.

WELT ONLINE: Beim letzten Europawahlkampf ist die SPD für Hartz IV abgestraft worden, jetzt offenbar für ihren Linkskurs mit dem Ruf nach grenzenlosen Staatshilfen. Auf welche Themen im Bundestagswahlkampf kann sie jetzt noch setzen?

Walter: Die SPD spielt ja die Wahlkämpfe 2002 und 2005 nach. Damals hat sie in den Schlussphasen erfolgreich polarisiert. Sie wird es auch diesmal versuchen. Nur kann sie dann nicht erklären, warum sie mit der Partei der „Finanzhaie“ nach dem Wahltermin Koalitionsringe tauschen will. Das ist ihr wirkliches Mobilisierungproblem.

WELT ONLINE: Wird die Partei jetzt noch stärker polarisieren und die Union schärfer attackieren?

Walter: Das ist voreilig gedeutet. Bei Europawahlen machen in Deutschland fast nur noch die bürgerlichen Schichten mit, denen die Staatsinterventionen mittlerweile zu weit gehen. Die Anhänger von Staatshilfen sind am Sonntag in großer Zahl zu Hause geblieben, weil sie vom Europa der Eliten nichts erwarten. Der eine oder andere darunter aber wird im September dann doch den Weg in die Wahllokale finden.

WELT ONLINE: Ist die SPD noch eine Volkspartei – oder repräsentieren die 20 Prozent, die ihr am Sonntag bei der Europawahl ihre Stimme gaben, nicht eigentlich die Kernwählerschaft der Sozialdemokratie?

Walter: Nein, eine Volkspartei ist die SPD schon seit Jahren nicht mehr. Übrigens: Sie wird es auch nicht mehr werden.
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<div style="border: 1px solid #000;"Ich habe den auf Threadtitel geändert, weil er eine objektiv falsche Aussage enthielt sowie einige Beleidigungen mit der Folgediskussion gelöscht.

Bei der weiteren Diskussion bitte ich die Boardregeln zu beachten.</div>
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.353.286 von PolyMod am 09.06.09 15:32:54Das bringt jetzt aber nix, weil Der Sexus das nicht auseinanderhalten kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.352.219 von GregoryHouse am 09.06.09 13:29:29" ´Es irrt der Mensch, so lang er strebt.´
Noch so ein böser, die Menschen beschimpfender Linker"

Wieso Linker? Mephisto gehört doch zur FDP.
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Dieser Beitrag wurde moderiert. Grund: Korrespondierendes Posting wurde entfernt
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.353.472 von GregoryHouse am 09.06.09 15:47:32Doch, doch, ich halte das aus. Insbesondere da ich ja weiß, was Stiegler damit gemeint hat. Und der Unterschied zwischen "Irrenden" und "Irren" ist ja nun auch nur marginal, wenn die "Irrenden" immer wieder die gleichen "Fehler" machen und auf Teufel komm raus nicht SPD wählen wollen. Diese blöden Wähler, was?! :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.353.836 von Borealis am 09.06.09 16:15:22Nein, da hat Gregory mal recht.

Der Linke ist ein Teil von jener Kraft, die Gutes will und Böses schafft. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.360.700 von Sexus am 10.06.09 10:44:29Sexus, du irrst vollkommen.

Das wird nicht gelöscht.

Sexus du bist vollkommen Irre.

Mal abwarten.

:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.360.717 von Sexus am 10.06.09 10:45:38Der Linke ist ein Teil von jener Kraft, die Gutes will und Böses schafft.

Auch hier irrt Sexus, denn:

"Ich bin die Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft."

Sach mal, hast du Deutsch abgewählt oder warst du auf der Hauptschule?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.360.774 von GregoryHouse am 10.06.09 10:51:20Ach ne.....:laugh:

So heißt das. Kann man gut googlen, oder? Dann google gleich mal nach Tipps und Tricks zur Textinterpretation. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.360.862 von Sexus am 10.06.09 10:59:10Googlen kann man fast alles, allerdings wenn man nicht weiß, wonach man suchen will, nutzt das wenig.

Textinterpretation? Gott schafft, der Teufel reißt ein und gibt Gott die Gelegenheit seine Schöpfung zu verbessern.
Hinweis: Goethe hat nicht an einen alten Sack mit Bart geglaubt, der der Chef vons Janze ist. Also, alles was entsteht, ist wert dass es zugrunde geht.

In diesem Sinne ist die FDP teuflisch und wird als "Abbruchpartei Deutschlands" in die Geschichte eingehen.

"Deutschland muss sterben, damit wir leben können!" :laugh:
Deshalb überlege ich auch FDP zu wählen. Das kommt mir als Chaoten gerade recht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.347.668 von Sexus am 08.06.09 21:30:40#1

Wenn Nahles, Drohsel und Wowereit erstmal die SPD fest im Griff haben, kämpfen die mit der 5 %-Hürde...

:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.361.109 von GregoryHouse am 10.06.09 11:18:10Textinterpretation war wohl doch etwas zu weit gegriffen. Da du ganz offenbar nicht verstanden hast, versuche es doch erstmal mit Textverständnis. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.361.109 von GregoryHouse am 10.06.09 11:18:10Ich glaube nicht, daß "Slime" das im Sinn hatten als sie das Lied schreiben.

Aber bitte....:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.361.138 von Blue Max am 10.06.09 11:20:09Dann ist die SPD längst wieder vereint mit den Kommunisten und Sozialisten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.361.274 von Sexus am 10.06.09 11:32:12Wir reden aneinander vorbei. Das ist auch gut so.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.361.365 von GregoryHouse am 10.06.09 11:38:13Anders willst du es doch gar nicht haben. Du hängst alten "Idealen" nach, die heute keine Gültigkeit mehr besitzen. Wer hätte es wohl besser ausdrücken als einer deiner Idole:

"Was wir sagen konnten und wollten, haben wir gesagt. Was sollte noch kommen? Du kannst dich nicht permanent wiederholen, nur weil du glaubst, das Pferd ist noch am Laufen. Das ist langweilig ..." (Stephan)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.361.406 von Sexus am 10.06.09 11:41:14So nu mach mal deine Schublade zu. Meine Frau hört manchmal Punk, mir ist das zu laut.

Und, wie der Springer-Verlag der Taz zum Geburtstag schrieb: "Ist es nicht schön ein Alter erreicht zu haben, in dem man Cocktails trinkt und nicht mehr wirft?"

Alles imho :laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.361.625 von GregoryHouse am 10.06.09 11:56:20Aber du mußt dich doch nicht dafür entschuldigen, mein Lieber. Mir ist es doch völlig egal, was du hörst und was nicht. Allerdings erlaubte es natürlich ein Blick hinein in dein inneres Wesen. Aber wie gesagt, von großen Interesse ist das für mich nicht.
Die fünf Fehler der SPD


Als die SPD die Doppelspitze Steinmeier/Müntefering kürte, schien nicht alles anders, aber vieles besser zu werden. Nun müssen sich die Genossen auf das Schlimmste einstellen.

Von FOCUS-Online-Redakteurin Iris Mayer


Als die SPD das letzte Mal in die Zukunft aufbrach, hatte sie gerade einen alten zum neuen Parteivorsitzenden gewählt und den früheren Kanzleramtsminister zum Kanzlerkandidaten gekürt. Es war der 18. Oktober 2008, und im Berliner Tagungshotel Estrel kam nach der bleiernen Ära von Kurt Beck zum ersten Mal seit Monaten so etwas wie Zuversicht auf. Da wurde die Wiederauferstehung von Franz Müntefering als Parteivorsitzendem gefeiert, verbunden mit der Hoffnung, dass der Abteilungsleiter Attacke die SPD erfolgreich durch das Wahljahr führen möge. Da wurde Frank-Walter Steinmeier mit über 95 Prozent zum Kanzlerkandidaten gekrönt, verbunden mit der Hoffnung, er werde aus dem Schatten seines Mentors Gerhard Schröder treten und dabei genauso erfolgreich kämpfen wie der. Vor acht Monaten verband sich das Wort Finanzkrise mit einem souverän agierenden Finanzminister Peer Steinbrück und der plausibel erscheinenden Hoffnung, dass vor allem die Sozialdemokraten aus der Krise des Kapitalalismus Kapital schlagen würden.
Doch spätestens seit dem Europawahlsonntag ist klar, dass sich keine dieser Hoffnungen bewahrheitet hat. Im Gegenteil: Der begnadete Wahlkampforganisator Müntefering wurde vom 20-Prozent-Debakel kalt erwischt, der Kanzlerkandidat sackt im Popularitätsduell mit der Kanzlerin gnadenlos ab, und die Finanzkrise beschert dem CSU-Wirtschaftsminister ungeahnte Höhenflüge und lässt schwarz-gelbe Regierungsträume reifen. Und schon spielt die SPD das Spiel, das sie besonders gut beherrscht. Es heißt jeder gegen jeden, und es kennt keine Gewinner. Die Parteilinke Andrea Nahles setzt Spitzen gegen Müntefering, Kurt Beck meldet sich mit innerparteilicher Kritik zu Wort, und die Parteiführung verkündet eine trotzige Weiter-so-Strategie. Die fünf verhängnisvollsten Fehler haben die Genossen allerdings schon vorher gemacht.


1. Der Wortbruch

Dass Andrea Ypsilanti vor der Wahl in Hessen eine Koalition mit der Linkspartei definitiv ausgeschlossen hatte und nach der Wahl genau diese bilden wollte, hat der SPD nachhaltig geschadet. Es kostete sie das wichtigste Gut, das eine politische Partei hat: Glaubwürdigkeit. Dass Ypsilanti letztlich am Widerstand ihrer eigenen Genossen scheiterte, macht diesen Verlust nicht kleiner, nur die Schadenfreude größer. Die krachende Niederlage der SPD bei der vorgezogenen Landtagswahl in Hessen im Januar dieses Jahres war nicht nur ein denkbar schlechter Start ins Superwahljahr. Ypsilantis linke Nummer bescherte der Partei zudem die Dauerdiskussion, ob man ihre Absage an ein Bündnis mit der Linken auf Bundesebene tatsächlich ernst nehmen könne.

Zweifel daran nährte auch die Kandidatur von Gesine Schwan für das Bundespräsidentenamt, in das sie nur mit Hilfe der Linkspartei hätte gelangen können. Warum die Stimmen der Lafontaine-Truppe für das höchste Staatsamt willkommen gewesen wären, für die Wahl zum Bundeskanzler aber nicht, konnte die SPD nicht glaubhaft darlegen. Am Ende blieb es eine Phantomdiskussion, denn Bundespräsident Horst Köhler bekam am 23. Mai schon im ersten Wahlgang eine schwarz-gelbe Mehrheit.


2. Der Guttenberg-Boomerang

Die taktische Überlegung war einfach: Was Gerhard Schröder vor vier Jahren mit dem „Professor aus Heidelberg“ gelang, müsste eigentlich auch mit dem „Baron aus Bayern“ funktionieren. Im Bundestagswahlkampf 2005 hatte Schröder mit diesem Zug den Steuerprofessor Paul Kirchhof und die Union schachmatt gesetzt. Doch die ähnlich gemünzte Kritik an CSU-Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg verfing nicht. Der Shootingstar des Kabinetts ließ sich nicht so einfach in die neoliberale Besserverdiener-Ecke stellen, nur weil er Opel nicht auf Teufel komm raus mit Staatsgeldern retten wollte.

Die meisten Wähler fanden Guttenbergs Argumente für eine geordnete Insolvenz von Opel offensichtlich nachvollziehbar, auch wenn sich der CSU-Minister damit nicht durchsetzen konnte. Guttenbergs Sympathiekurve steigt steil, die von Steinmeier bröckelt weiter.

Auch beim Thema Arcandor verschätzten sich die SPD-Strategen beim gefühlten Wählerwillen. Münteferings Forderung nach Staatshilfen für Karstadt-Verkäuferinnen wurde nicht honoriert. Trotzdem versucht die SPD im Fall Arcandor noch einmal, was schon bei Opel nicht zog: Guttenberg als kaltschnäuzigen Insolvenzminister hinzustellen. Dabei müsste doch gerade eine Partei, die sich als Anwalt der kleinen Leute sieht, darauf achten, dass deren Steuergeld nicht Abzockern hinterher geworfen wird.


3. Die gescheiterte "Wir-sind-dafür-dass-wir-dagegen-sind"-Strategie

Wer die Europawahl-Plakate der SPD betrachtete, konnte meinen, vor der Kampagne einer Oppositionspartei zu stehen. „Dumpinglöhne würden CDU wählen“, hieß es da, „Finanzhaie würden FDP wählen“ oder „Heiße Luft würde die Linke wählen“. Warum jemand SPD wählen sollte, blieb wenig konkret und ziemlich klein gedruckt. Schon bald wurden die Plakate parodiert: „Niemand wird SPD wählen“ stellten Eifrige ins Netz und sollten Recht behalten. Genüsslich erklärte die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel am Montag nach der Wahl: „Es ist schwer zu erkennen, in welche Richtung sich die SPD bewegt.“

Meinungsforscher sind skeptisch, dass die SPD den 17-Punkte-Abstand zur Union bis zum 27. September aufholen kann – vor allem wenn sie auf eine reine Anti-Strategie setzt. Münteferings Motto „Die anderen haben die Kanzlerin, aber wir die Meinungsführerschaft“ hält dem Wirklichkeitstest bisher nicht stand. Dass Wahlkampfmanager Kajo Wasserhövel ankündigt, Steinmeier werde „nun sehr stark in den Ring steigen und zeigen, dass er einen klaren Kompass hat“, wirkt eher verzweifelt als kämpferisch. In der Steuerpolitik scheint der klare Kompass jedenfalls noch keinen Weg zu weisen: Dieselbe SPD, die unter Gerhard Schröder den Spitzensteuersatz senkte, will ihn nun wieder anheben – und wie Oskar Lafontaine Reichensteuer erheben. Dieselbe SPD die vor vier Jahren gegen die Merkel-Steuer zu Felde zog, sieht jetzt keinen Spielraum für Steuersenkungen. Und während Finanzminister Peer Steinbrück die Schuldenbremse mit ins Wahlprogramm nehmen will, können die SPD-(mit)regierten Länder Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Berlin der Schuldenbremse im Bundesrat nicht zustimmen.


4. Die falsche Steinmeier-Inszenierung

„Spielt nicht auf Platz, spielt auf Sieg“, röhrte der Kanzlerkandidat in seiner Parteitagsrede. Was sich anhörte wie Acker vom TuS Talle (Gerhard Schröder) war in Wirklichkeit Prickel vom TuS 08 Brakelsiek (Steinmeier). Nicht die Fußballmetapher, sondern die Art, wie Steinmeier sie vorträgt, erinnert immer wieder an seinen großen Mentor Gerhard Schröder. Und daran, wie schwer es ist, aus diesem Schatten zu treten, wenn man den eigenen Stil nicht findet. Die betont scharfen Attacken auf Guttenberg passen ebenso wenig zu Steinmeier wie die Inszenierung des Menschlichen. Letzte Woche demonstrierte der Vizekanzler erst im ZDF, dass er einer Ente Starthilfe geben kann, und dann in der ARD, dass ihn eine Diskussion mit einem Jungunternehmer angesichts einer verlorenen Wahl aus der Fassung zu bringen vermag.

Steinmeiers Stärke, die nüchterne Analyse, wird derzeit hinter der Retter-Fassade versteckt. Dabei kann niemand mit einem falschen Image punkten. Rüde Kritik an der Kanzlerin nimmt man einem Vizekanzler einfach nicht ab. Es ist nicht schlimm, dass Steinmeier eher Kaltblut- als Vollblutpolitiker ist, so lange man nicht versucht, das Arbeits- als Rennpferd zu verkaufen.


5. Die Schlimmer-wird's-nicht-Illusion

Wer das Schicksal herausfordern will, der verkündet öffentlich, dass es nicht mehr schlimmer kommen könne. Für gewöhnlich dauert es dann nicht lange, bis Schicksal oder Wähler Ernst machen. 20,8 Prozent – so schlecht wie am Sonntag bei der Europawahl hat die SPD bei einer bundesweiten Wahl bisher nie abgeschnitten. Doch niemand sagt, dass damit die Talsohle bereits durchschritten ist. Dass es durchaus noch finsterer werden kann, zeigen einzelne Landesergebnisse. In Bayern bekamen die Genossen 12,9 Prozent, in Sachsen 11,7. Für die sächsischen Sozialdemokraten ist dies immerhin ein besseres Ergebnis als bei der letzten Landtagswahl. 2004 holte die Sachsen-SPD 9,8 Prozent und lag nur hauchdünn vor der NPD. Am 30. August sind wieder Landtagswahlen, neben Sachsen auch in Thüringen und dem Saarland. Die Prognosen sehen nicht besonders hoffnungsvoll aus.

Im Willy-Brandt-Haus verweist man dieser Tage gern auf die fulminante Aufholjagd von Gerhard Schröder, der 2005 nach der desaströsen Wahlniederlage in NRW vorzeitige Bundestagswahlen ausrief und der Union den sicher geglaubten Wahlsieg fast noch entrissen hätte. Damals lag die SPD drei Monate vor der Bundestagswahl mehr als 20 Punkte hinter der Union, am Ende robbte sie sich auf minus 0,9 heran. Doch damals zog die SPD mit einem Kanzler in den Wahlkampf, während Merkel mit dem Bekenntnis zu einer zweiprozentigen Mehrwertsteuererhöhung zu punkten versuchte. Ein Fehler, der Merkel kein zweites Mal unterläuft. Die SPD-Führung ist sich sicher, dass Wahlprogramm, Taktik und Kandidat nicht verändert werden müssen. Und der künftige Chef der Bayern-SPD, Florian Pronold, fordert derweil schon einmal das Schicksal heraus und verkündet öffentlich, dass es nicht mehr schlimmer kommen könne: „Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten."
Nahles mahnt Müntefering zum Verzicht


Die Sozialdemokraten stecken im Tief, und die Zweifel am Müntefering-Kurs wachsen offenbar auch intern. SPD-Linke Andrea Nahles fordert, dass der Parteichef seinen Anspruch auf eine erneute Kandidatur zum Vorsitzenden erst einmal zurückstellt.

"Wenn er kandidiert, finde ich das gut. Aber wir haben jetzt die Strecke bis zum 27. September in den Blick zu nehmen und nicht einen Parteitag im November 2009“, sagte Nahles unmittelbar vor Beginn des SPD-Parteitags am Sonntag dem „Hamburger Abendblatt“ (Freitagausgabe). Parteichef Franz Müntefering hatte der Zeitung zufolge bekanntgegeben, dass er nach der Bundestagswahl erneut für den SPD-Vorsitz kandidieren wolle.
#1 und hofft auf schwerer werdende Wirtschaftskrise

daraus wird sie kein Kapital schlagen, weil die Leute die Hoffnung aufgegeben haben dass ihnen Politik hilft. Das schlägt sich ja auch deutlich in der Wahlbeteiligung nieder...

Im übrigen wird sich die Krise massiv verschärfen, wenn erstmal die ganzen Kurzarbeiter in die Arbeitslosigkeit gehen. Es geht jetzt erst richtig los. Wenn ich unsere Tageszeitungen aufschlage, steht fast täglich eine Firma drin die massiv Arbeitskräfte entlässt. Un nicht nur Zeitarbeiter sondern auch Facharbeiter besonders im Metallbereich.

So hoch scheinen die Hürden für Entlassungen ja doch nicht zu sein... Warum soll also der Kündigungsschutz gelockert werden??;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.380.289 von Sexus am 12.06.09 13:04:15#53

Im Klartext heisst das:

Die SPD will als gemässigte Müntefering-Partei in die Bundestagswahl gehen, um dann schon im November 2009 ihr wahres Gesicht als SED/Linke-freundliche Partei unter der Führung von Nahles/Wowereit/Ypsilanti usw zu zeigen.

Den gleichen Trick hat damals Schröder(SPD) durchgezogen, als es vor der Wahl hiess "Neue Mitte", und direkt nach der Wahl Finanzmisnister Lafontaine gab.

Vom SPD-MWST-Wahlbetrug nach der letzten Bundestagswahl, Schröders Ankündigung seines Rücktritts bei Nichterreichen einer Halbierung der Arbeitslosigkeit, dem Ypsilianti-Wahlbetrug und anderen SPD-Tricksereien mal ganz abgesehen, kann es für anständige Wähler in D nur noch heissen:

Nie wieder Wahlbetrug - nie wieder SPD.

:eek:
SPD stürzt in der Wählergunst deutlich ab


Nach dem Europawahl-Debakel bricht die SPD nun auch in Meinungsumfragen ein. Die Sozialdemokraten erreichen bei den Befragten nur noch eine Zustimmung von 22 Prozent. Das ist ein Verlust von acht Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. Auch die SPD-Spitzenpolitiker werden schlecht bewertet.


Ein weiterer Tiefpunkt für die SPD: Die Sozialdemokraten haben im ZDF-Politbarometer deutliche Einbußen in der Wählergunst hinnehmen müssen. Sie verloren im Vergleich zu Ende Mai 8 Punkte und erreichten nur noch 22 Prozent.

Die Union verbesserte sich hingegen leicht um 2 Punkte auf 40 Prozent. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD auf 25 Prozent (minus 3 Prozentpunkte), während die Union 37 Prozent (plus 1 Punkt) der Wählerstimmen bekäme.

Einen deutlichen Zuwachs verzeichnet auch die FDP, die in der politischen Stimmung 5 Punkte auf 14 Prozent hinzugewinnt, während sich die Grünen um einen Punkt auf 12 Prozent verbessern konnten. Die Linke sinkt erneut um einen Punkt auf 6 Prozent. Bei der Sonntagsfrage kommen die Liberalen auf 13 Prozent (plus 1) und die Grünen auf 11 Prozent (plus 1), während die Linke mit 8 Prozent (minus 1) rechnen kann.

Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg hat seine Kritik in der Frage staatlicher Hilfen bei den Wählern offenbar nicht geschadet: Auf der Liste, die das Ansehen der nach Meinung der Befragten zehn wichtigsten Politiker wiedergibt, liegt Bundeskanzlerin Angela Merkel zwar weiterhin mit einem Durchschnittswert von 2,0 (auf der Skala von plus 5 bis minus 5) auf Platz eins. Auf Platz zwei folgt bereits Guttenberg mit einem Wert von ebenfalls 2,0, der sich damit im Vergleich zum Mai (1,5) deutlich verbesserte.

Mit deutlichem Abstand folgt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, der nur noch auf 1,1 kommt (Mai: 1,4). Schlusslicht der Liste bildet der Spitzenpolitiker der Linken: Oskar Lafontaine mit minus 1,4.

Bei der Frage, wen die Deutschen lieber als Bundeskanzler hätten, kann Amtsinhaberin Merkel ihren Abstand zu Herausforderer Steinmeier wieder etwas vergrößern: Unverändert 58 Prozent wünschen sich Merkel als Kanzlerin, 29 Prozent (Mai 30 Prozent) sprechen sich für Steinmeier aus. Weiterhin stehen die SPD-Anhänger nicht so eindeutig (59 Prozent) hinter Steinmeier wie die Unions-Anhänger hinter Merkel (87 Prozent).

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das Politbarometer vom 8. bis 10. Juni 1.343 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.


http://www.welt.de/politik/article3913075/SPD-stuerzt-in-der…


Das linke Lager aus SPD, Grünen und Linkspartei kommt in der politischen Stimmung gerade mal so viel wie die CDU allein, nämlich 40%. Mit der FDP zusammen erhält das bürgerliche Lager insgesamt 54%.

Statt dagegen aber etwas zu unternehmen, verharrt die SPD in einem "Weiter-So" und tut das, was sie am besten kann, sich in internen Streitereien zu ergehen. So mahnt Andre Nahles Müntefering zum Verzicht auf den Vorsitz und Beck geht auf die einzelnen Lager los.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.380.411 von Doppelvize am 12.06.09 13:18:00Bei Ludwig Stiegler (SPD) klang es aber sehrwohl danach, das die SPD insgeheim auf eine schwerer werdende Krise hofft, weil sie annimmt, sie bekäme so mehr Zulauf. Es geht nicht um die Wähler bei dieser Betrachtung, sondern um die Sicht aus SPD-Zentrale hinaus.
Man könnte auch sagen, der Brand muß leider erst noch größer werden, bevor einige begreifen, daß man die Brandstifter nicht als Feuerlöscher einsetzen kann.
Insofern hat Stiegler nur eine Binsenweisheit ausgedrückt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.088 von ConnorMcLoud am 14.06.09 15:37:09Stimmt, sieht man ja an Nordkorea, die scheinen von der Wirtschaftskrise garnicht betroffen zu sein.......
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.389.088 von ConnorMcLoud am 14.06.09 15:37:09Richtig Connor, Brandstifter sollte man nicht als Feuerlöscher einsetzen. Da hast du einmal völlig recht.

Aus genau diesem Grunde sage ich ja auch, daß 11 Jahre Regierungsverantwortung der SPD mehr als genug sind. Auch insbesondere weil sie die Partei ist, die seither den Bundesfinanzminister stellt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.400.415 von Sexus am 16.06.09 11:27:29Man stelle sich vor die neoliberalen FDP-Verursacher dieser Krise hätten die letzten Jahre in der Bundesregierung gesessen. Die Bundesrepublik wäre schon vor ihrem 60. Geburtstag pleite gewesen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.421.693 von ConnorMcLoud am 18.06.09 19:15:44Die FDP als Verursacher der Krise :laugh:


Ich kann ja verstehen, daß die SPD und die Grünen wie auch die Union gerne in der Opposition gewesen wäre. Aber Fakt ist nun einmal, daß es insbesondere die SPD und die Grünen waren, die Hedgefonds in Deutschland zuließen und die Finanzaufsicht wie auch die Bankenaufsicht schwächten, indem sie sie aufspalteten. Wogegen die FDP übrigen gestimmt hat, was dich aber wohl kaum von deiner Illusion abbringen wird.

Dafür wird die SPD in Haftung genommen werden. Auch weil sie seit 11 Jahren den Bundesfinanzminister stellt und damit eine hohe Mitverantwortung trägt bei der Finanzkrise.

Daraus können sich SPD und Grünen nicht herauswinden, und wenn sie noch so sehr hetzen gegen die FDP. Die Menschen sind nicht so blöd, wie sie die Linken gerne hätten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.421.693 von ConnorMcLoud am 18.06.09 19:15:44#61

Schon klar, seit 1998 regiert die SPD und Schuld sind mal wieder nur die anderen.

Und da wundern die SPDler sich, dass laut neuesten Umfragen nur noch 6 % denen die Lösung der Probleme in D zutrauen...

:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.425.698 von Blue Max am 19.06.09 11:26:39Da kannste halt wenig machen: hier geistern eben viel zuviele ewig Gestrige aus der ollen DDR herum.
Die strapazieren ihre gewonnene Redefreiheit nach 20 Jahren noch genau so wie am ersten Tag...
Sollte man auf all den Müll eingehen, den diese Herrschaften verzapfen? Ich denke: gar nicht ignorieren! :D
Nanu? Der Wahlkampf beginnt und Sexus macht sich vom Acker?

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Antwort auf Beitrag Nr.: 37.542.013 von BrianBrain am 09.07.09 16:11:22Der ist doch womöglich auch mal im Urlaub. Hättest du etwa Lust, dich im Urlaub mit diesen Nörgelanten rumzuschlagen?
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.542.149 von Wilbi am 09.07.09 16:22:36Wegen Urlaub meldet man sich doch nicht gleich ab.
Und Ulla Schmidt(SPD) lässt sich im Urlaub den gepanzerten Diesntwagen klauen...

:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.659.487 von Blue Max am 28.07.09 12:41:16Wie war denn dein Urlaub und was fährst du jetzt?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.659.713 von GregoryHouse am 28.07.09 13:13:04Er fährt Fahrrad..;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.659.735 von ConnorMcLoud am 28.07.09 13:15:30Das ist ja nett, icke och.
Und jetzt beschimpft die SPD die Medien und fantasiert eine "Medien-Kampagne" herbei. Und das alles nur weil Ulla Schmidt(SPD) samt Mercedes, dessen Fahrer sowie dessen Sohn in Spanien auf "wichtiger Dienstreise" war...

:laugh:


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