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* GUIDO WESTERWELLE * - 500 Beiträge pro Seite



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:cool:

Da uns der liebe Guido die nächsten Monate und Jahre noch viele Lacher und Blähungen bescheren wird, wollen wir das mal in einem Thread festhalten und fleißig diskutieren.



ddp
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
:cool:

Hier gleich mal was zu den "Englischkenntnissen" des
zukünftigen Außenministers:

The Aufschwung:

http://www.youtube.com/watch?v=HSS7tEme8U0

:laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.481 von Heidi_Klum am 03.10.09 08:09:33Was will Özdemir denn damit ausdrücken?

Sollte, wenn die Grünen 2013 wieder an die Regirung kommen, englisch bei uns Amtspsrache werden?

Oder was sollte das Statement sonst?
Wir müssen aufpassen, daß Türkisch bei uns nicht Amtssprache wird.
:cry::cry::cry:

Der Her Ö sollte sich eher mal dafür einsetzen, daß seine Landsleute, die hier leben wollen, sich in Deutsch ausdrücken können.

Damit hätte er wenigstens einen ganz kleinen Hauch von Glaubwürdigkeit gewonnen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.479 von Heidi_Klum am 03.10.09 08:07:36It's like in the kindergarten. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.726 von silvodin am 03.10.09 10:36:21Warum? Hier wird doch gerade die Neotürkei geschaffen.
Sei glücklich, daß du bei diesen historischen Ereignissen dabei sein darfst! :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.726 von silvodin am 03.10.09 10:36:21Was das betrifft, da lobe ich mir doch den Erdokan. Der hat das Problem schon längst erkannt.

"Wenn die Deutschen besser türkisch könnten, hätten die Türken auch weniger Sprachprobleme in Deutschland.:D

War es nicht Frau Merkel, die stillschweigend neben Erdokan stand, als er dieses sinngemäß geäußert hat.:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.481 von Heidi_Klum am 03.10.09 08:09:33"Hello englishspeaker. Please don't leave us alone with this ziemlich stupid little turkish men. This is just now a litlle unbedeutender Provinzpolitiker without any important."

:laugh:
The Liebe Gott gave us the Liebe Guido.
Und ihr wollt ihn schon wieder ans Kreuz schlagen!!!! :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.726 von silvodin am 03.10.09 10:36:21...und er sollte regelmäßig seine Tabletten gegen das permanente Augenzwinkern nehmen; auch dieser Tic ist behandlungsbedürftig. :laugh::laugh:
Schon Genscher soll gesagt haben (sinngemäß),

"Zu englsich hab ich ein Verhältnis wie zu meiner Frau. Ich liebe es, aber ich beherrsche es nicht."

Nun ist Westerwelle eine andere Generation und, auch wenn es nicht die entscheidende Qualifikation für das Amt eines Außenministers sein sollte, sicher wichtiger, als zur Zeit als Genscher noch Außenminister war.

Auch wenn mir die sexuellen Bedürfnisse anderer egal sind, und ich Homosexuelle nicht diskrimieren würde, ist es nun mal aber so, dass es viele Länder gibt, wo anders gedacht wird. Man kann denen ihre Vorbehalte aber nun mal nicht verbieten, und auf dem diplomatischem Parkett dürfe es doch mit Herrn Westerwelle nicht einfacher werden.

Des weiteren ist es auch Fakt, dass die FDP sich traditionell, auch wenn sie in einer Regierung immer den Außenminister gestellt haben, sich mehr mit Wirtschaftsfragen, als mit internationaler Diplomatie beschäftigt haben.

Bevor Westerwell als Außenminister sich tierisch blamiert, auch wenn es nicht seine Schuld sein sollte, sondern die Intoleranz anderer Kulturen, sollte man sich überlegen, ob es nicht besser wäre, wenn Westerwelle, auch wenn dadurch etwas sein Gesicht verlieren würde, auf das Amt des Außenmnisters verzichten sollte, und ins Wirtschaftsministerium gehen sollte, dass man mit der Zusammenlegung von "Arbeit und Soziales " auch aufwerten könnte.

Es ist egal ob man von Guttenberg mag oder nicht. Der soll ja als Minister gesetzt sein, und sein Fachgebiet soll eigentlich nicht Wirtschaft, sondern auswärtiges sein. Er dürfte daher als Außenminster sicher geeigneter sein, als Westerwelle. Er spricht fließend englisch und könnte mit seiner Frau auch auf dem internationalem Parkett auftreten, was man als wichtiges Element nicht unterschätzen sollte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.472 von Heidi_Klum am 03.10.09 07:54:44Ich sehe Guido als Phänomen der Globalisierung. Er wird sich gut in die Reihe von Außenministern der dritten Welt einfügen.

Ich bewerte Politiker nach dem Unterhaltungswert und der wird hier hoch sein.

:D

Wir müssen auch den schmerzlichen Verlust von Ulla überwinden. Unsere Gedanken sind hier bei Richling, dem damit ein Teil seiner Geschäftsgrundlage entzogen wurde und das nach dem Schock durch den Heimganbg von Edmund. :laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.109.305 von 23552 am 03.10.09 14:19:06Man kann denen ihre Vorbehalte aber nun mal nicht verbieten, und auf dem diplomatischem Parkett dürfe es doch mit Herrn Westerwelle nicht einfacher werden.


Das verstehe ich nicht. Warum soll es wegen Westerwelles sex. Orientierung schwieriger werden? Und falls sich das von dir befürchtete Blamieren Westerwelle´s auch hierauf bezieht: Blamieren könne sich da höchstens seine Gegenüber. All das spricht jedenfalls eher für ihn als Außenminister. Da käme mancher 3.Welt Potentat in Erklärungsnöte, wenn er so jemandem die Hand schütteln und ihn empfangen müßte, während im eigenen Land homosexuell veranlagte Menschen verfolgt, diskriminiert und eingesperrt werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.109.450 von MFC500 am 03.10.09 15:09:49WEnn du die Probleme nicht erkennst, wenn Westerwelle z.b in der arabischen Welt auftreten wird, dann ist dir nicht zu helfen.

Ich habe auch geschrieben, dass es nicht seine Schuld sein muss, wenn es zu Problemen kommt, sondern die Intoleranz der anderen. Das hilft nn aber niemanden auf den internationalem Parkett. Jedem, zumindest mit ein bissche n Intelligenz, sollte klar sein, dass es zu Komplikationen kommen könnte. Sich da dummmbatzig stellen, nach dem Motto, die anderen sollen gefälligst toleranter sein, mag ja, nach unser Vorstellung moralishc wichtig sein, hilft aber nichts, wenn man wichtige Verhandlungen will und abhalten muss.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.109.301 von alysant am 03.10.09 14:15:49Einfacher wäre es, wenn er sich mal richtig ausschlafen würde.
Was man auch Angie gegen den Kopf-zur-Seite-Werf-Tic raten müßte. :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.479 von Heidi_Klum am 03.10.09 08:07:36...Hier gleich mal was zu den "Englischkenntnissen" des
zukünftigen Außenministers:
....

@Heidi_Dum

Ich würde jedes Wort von Guido auf dieser in Deutschland stattfindenden Pressekonferenz unterschreiben.

Keiner käme auf die Idee in England auf einer Pressekonferenz des zukünftigen englischen Aussenministers Fragen auf Deutsch zu stellen!

Wir sollten mal wieder zu etwas mehr Selbstbewusstsein in unserem Land zurückkehren!
Wir sind den Siegermächten lange genug in den Ar... gekrochen!

...und wenn Türken, wie dieser Özdemir, meinen, Witze über Homosexuelle machen zu müssen, dann sagt das Einiges über den miesen Charakter aus!


sampler;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.109.476 von 23552 am 03.10.09 15:25:11Werd´ doch mal konkret. Was für Probleme sollen denn auftreten? Sollen sie dem dt. Außenminister die Einreise verweigern? Oder was? Im Übrigen besteht kein Anlass für deinen Ton.
ich bin mal gesannt wenn Guido mit seiner frau seinen ersten besuch in der türkei macht.

die toleranten türcken werden die beiden bestimmt lieb haben
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.472 von Heidi_Klum am 03.10.09 07:54:44 :eek: :eek: :eek:

Solche Muckerln bekommt man aber nur mit Testosteron- und nicht mit Östrogenüberschuss!?!

MfG, Scheinew :confused: ld
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.481 von Heidi_Klum am 03.10.09 08:09:33
..."dont leave us alone with these guys"

MfG, Scheinew :laugh: :laugh: :laugh: ld
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.108.726 von silvodin am 03.10.09 10:36:21Wir müssen aufpassen, daß Türkisch bei uns nicht Amtssprache wird.

Warum eigentlich nicht?
Jeder Imbissbudenparlaments-germane :D beklagt die Unverständlichkeit des Beamtendeutsch's - aber Türkisch!?!
"Nä find isch scheisse!!!?"

MfG, Scheinew ;) ld
:cool:

"An-alle-Deutsche-esst-deutsche-Bananen-Esser"



Englisch ist als Lingua franca der internationalen Diplomatie, der internationalen Wirtschaftsbeziehungen sowie des internationalen wissenschaftlichen und kulturellen Austauschs die einzige im Wortsinne weltweit gebräuchliche Verkehrssprache und die bedeutendste Weltsprache.



...aber hier ist Deutschland!(Westerwelle)

:laugh::laugh::laugh:
:laugh::laugh::laugh:
:cool:

Die Bild-Zeitung und die Wirtschaftsverbände haben schon erkannt,
welche "Gefahr" Westerwelle als Außenminister darstellt, deswegen schieben sie Guido jetzt ins Superministerium! :laugh::laugh::laugh:


Antwort auf Beitrag Nr.: 38.110.468 von Heidi_Klum am 03.10.09 23:54:18Was ist daran so komisch Blondie.

Guttenbergs Fachgebit ist nun mal das Auswärtige, und das Fachgebiet der FDP (inkl. Westerwelle), die Wirtschaft.

Da gibt es nichts für Lachsmilies. Das wäre nur logisch.

Zu befürchten ist eher, dass Westerwelle (und auch Merkel), da unter der Hand Westerwelle schon seit Jahren, bei einer schwarz-gelgen Koalition, schon als Außenminister gehandelt wird, nichts daran ändern werden, weil sie Angst haben, gleich zu Beginn der Regierung ihr Gesicht zu verlieren. Was schwachsinnig wäre.

Es wird der Mut dazu fehlen, nach vorne zu preschen, und zu sagen, dass der eine der besserr Wirtschaftsminister und der andere der bessere Außenminister wäre.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.110.691 von 23552 am 04.10.09 10:04:04Außerdem fände das Auftreten mit Dame (siehe gestriges "Wetten daß") weltweit wohl bessere Akzeptanz. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.110.730 von Wilma_II am 04.10.09 10:29:44:cool:


Wer "es isr Deutschland hier" sagt,
der kann auch sagen: "Guido bleibt hier" und wird kein Außenminister!

Ja genau, da will einer Außenminister werden und ist so geeignet wie Michael Kloß als Wirtschaftsminister.

Wahrscheinlich versagt er dort ebenso - der "Dorfgeist" Westerwelle.

Wie schnell sich diese politischen Luftpumpen demaskieren ist doch klasse!

Einfach Video anschauen und genießen:

http://www.youtube.com/watch?v=91mbT03oHYw

:laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.111.111 von Heidi_Klum am 04.10.09 13:18:30bist wohl immer noch verbittert, dass die FDP so gut abgeschnitten hat und nun in der regierung sitzt

du wirst dich aber damit abfinden müssen :p
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.111.124 von suuperbua am 04.10.09 13:24:31:cool:

gäääääääääähhhhhhnnnnn!
:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.111.127 von Heidi_Klum am 04.10.09 13:25:37ja hast recht, geh wieder ins bett
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.109.687 von Peederwoogn2 am 03.10.09 17:13:17:laugh:

Ich sehe die Gefahr, daß er noch umgepolt wird. Diese Koch-Merlin hängt ja wie eine Klette an ihm. Sie soll ja Bildungsministerin werden, wofür sie durch ihre in Brüssel bewiesene Arbeitsscheu hinreichend qualifiziert ist; Bildung braucht seine Zeit und muß reifen.

Ich kann das beurteilen, da ich für ein 8-semestriges Studium auch 14 beansprucht habe. Das war allerdings noch in den goldenen siebzigern. :laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.111.168 von suuperbua am 04.10.09 13:39:44:cool:
Als Sprachfertigkeit (Eloquenz – lat.: eloquentia) bezeichnet man die Fähigkeit, sich einer bestimmten Sprache (Einzelsprache) zu bedienen, das heißt sich einerseits in ihr ausdrücken und andererseits sie verstehen und interpretieren zu können. Der Begriff findet Anwendung sowohl für die Muttersprache als auch für erworbene oder Fremdsprachen

......der ist halt nie aus Bonn und Berlin rausgekommen!

Der Siegel meint:
Schlagfertiger ist da der wohl künftige Kabinettskollege Karl-Theodor zu Guttenberg. Er reagiert auf englischsprachige Reporteranfragen in fließendem Englisch. Westerwelle hingegen hatte zuletzt mit seinen bescheidenen Englischkenntnissen für Erstaunen gesorgt.


.



Auf Saumagenniveau in der Welt der Diplomatie
:laugh::laugh::laugh:
:cool:


Genau dieser neoliberale Hochtöner, der von der arbeitenden Bevölkerung, Mobilität und Flexibiität bis zur Selbstverleugnung fordert, genau dieses Kasperle bringt es nicht fertig umzuschalten und dem Jurnalisten in englischer Sprache zu antworten.

:laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.111.111 von Heidi_Klum am 04.10.09 13:18:30mit verlaub: dein nick passt genau zu deiner naiven und dämlichen sicht auf menschen, die mit sicherheit mehr durchblick haben als du.
ich glaube, dass guido sicher noch einiges an erfahrungen machen wird/muss - vor allem mit einer sehr machtorientierten "mutti" merkel. doch wenn ich mal einige monate zurückdenke und an den herrn zu guttenberg denke: den haben auch alle zerrissen und an seinen fähigkeiten gezweifelt... und jetzt? er ist schon fast ein kleiner gott für manche. so schnell geht das in unserer medien-demokratie. das eine ist so falsch wie das andere.
aber blondchen - das merkst du natürlich nicht... und jetzt ab zu rtl 2 und deiner zielgruppe :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.113.043 von rainbow36 am 05.10.09 09:11:08:cool:

Aha, auch so einer der Schwierigkeiten mit Frauen hat!
Ojeh, moniert die Haarfarbe obwohl er nur einen Beitrag im Internet liest.

Für Guido Westerwelle und auch für dich rainbow 36

Die Klugheit eines Menschen wird daran gemessen, wie viel Unsicherheiten er zu ertragen vermag.
Immanuel Kant,

:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.112.487 von Heidi_Klum am 04.10.09 23:30:51auch sein Deutsch ist mit einer gewissen Monotonie belastet. Man beachte die sterotyp wiederkehrende Phrase "im Interesse unseres Landes".

:laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.116.041 von alysant am 05.10.09 16:00:55Naja, an Stereotypie kann er noch einiges von A. Merkel lernen.
Aber schließlich weiß man:
Slogans muß man einhämmern.
Und:
Selbst der Dümmste lernt nach endlosen Wiederholungen.
:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.117.136 von Wilma_II am 05.10.09 17:56:47:laugh::laugh:

Daher sind sie jetzt auch in der Koalition, um sich gegenseitig zu befruchten.

Am Schluß glauben die sogar noch, was sie sagen. :laugh::laugh:
:cool:

Westerwelle soll nicht Außenminister werden

Er will doch so gerne in die Fußstapfen von Hans-Dietrich Genscher treten und Außenminister werden, aber keiner scheint's ihm zu gönnen. Nach einigen Experten sagt jetzt auch die Mehrheit der Bevölkerung, dass FDP-Chef Guido Westerwelle doch besser ein anderes Ressort übernehmen solle. Das hat eine Umfrage der Meinungsforscher von Forsa ergeben.


Nach der repräsentativen Erhebung, die für den "Stern" durchgeführt wurde, wünschen sich nur 28 Prozent den Gewinner der Bundestagswahl im Außenamt. 46 Prozent sind dagegen der Meinung, er solle besser ein anderes Ressort übernehmen, zum Beispiel das Wirtschafts- oder das Bildungsministerium. Bei den Anhängern der FDP war dieser Wunsch sogar noch ausgeprägter: Von ihnen sähen mit 53 Prozent sogar mehr als die Hälfte Westerwelle lieber in einem anderen Ministerium als dem Auswärtigen Amt.


Besser Superminister?
Das entspricht den Empfehlungen, die einige Experten kurz nach der Wahl geäußert hatten. Unter anderem hatten der Chef des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, und der Mainzer Politikwissenschaftler Jürgen Falter gefordert, der FDP-Chef soll doch besser eine Art Superminister für Wirtschaft und Finanzen werden, weil er da seine wichtigsten Wahlversprechen viel besser umsetzen könnte.

t-online.de-User besonders kritisch
User von t-online.de stehen Westerwelles Herzenswunsch sogar noch ablehnender gegenüber als die Bundesbürger. In einer Abstimmung (siehe rechts neben diesem Artikel) sind noch nicht mal zehn Prozent für Westerwelle als Außenminister.
t-online.de

:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.131.205 von Heidi_Klum am 07.10.09 13:27:58
Westerwelle soll nicht Außenminister werden



Schade, nicht mal diese Gaudi gönnen se uns!:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.117.167 von alysant am 05.10.09 17:59:31... aber die Gläubiger sind doch wir, "das Volk". :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.133.584 von Wilma_II am 07.10.09 17:49:40... aber die Gläubiger sind doch wir, "das Volk".


Falsch, wir sind die Schuldner!
Komisch, gell?! :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.133.584 von Wilma_II am 07.10.09 17:49:40ich nicht, da Wessie, noch dazu Süddeutscher - ich gehöre nicht zum sog. "Volk" :laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.133.672 von alysant am 07.10.09 17:59:39Klar, du bist ja Alysant ... :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.133.635 von Datteljongleur am 07.10.09 17:55:29Ich hab mir bei Frau Merkel nix geliehen!!! :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.149.074 von Wilma_II am 09.10.09 16:41:26Ich finde es allmählich unerträglich, wie hier auf dem lb. Guido rumgehackt wird. :laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.150.162 von alysant am 09.10.09 18:56:22Dabei sind Hahnenkämpfe hierzulande verboten. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.150.287 von Wilma_II am 09.10.09 19:19:13:laugh:

Das ist seltsam und uneuropäisch. Ich kaufe auch gerne Batterie-Hühner-Eier, da diese Tiere durch die Einzelhaltung glücklicher sind als die am Boden. Die haben durch die Auslebung ihrer Aggressionen fast keine Federn mehr, wie ich mal im TV sehen konnte. :D

Auch das gute deutsche Suppenhuhn ist Historie. Die Viecher, die man jetzt noch kaufen kann, sind ja magersüchtig, haben kein Fett mehr und sind daher trockenen Fleisches. :D

Hahnenkämpfe sind doch nicht so schlimm wie Stierkämpfe in Spanien, die sich die Spanier nicht nehmen lassen werden.
:cool:

Trotzig-demonstrative Unfreundlichkeit im Grundgesetz verankert

It's Germany here!
KOMMENTAR VON CHRISTIAN RATH


So schnell kann es gehen in der Politik. Erst vor zwei Wochen weigerte sich FDP-Chef Guido Westerwelle, einem BBC-Journalisten auf Englisch zu antworten ("Es ist Deutschland hier"). Und jetzt soll seine trotzig-demonstrative Unfreundlichkeit auch noch im Grundgesetz verankert werden. "Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch", soll es künftig in Artikel 22 der Verfassung heißen. Das beschlossen jetzt Unterhändler aus CDU/CSU und FDP bei den Koalitionsgesprächen.

Eigentlich kommt die Forderung vom Verein Deutscher Sprache. Er will, dass deutsche Politiker die Bürger nicht mehr mit englischen Begriffen belästigen. Begriffe wie "Software" und "Homepage" müssen dann wohl aus dem Sprachgebrauch der Bundesregierung gestrichen werden - wie bei der NPD. Außerdem soll in steuerfinanzierten Bereichen die Verwendung der deutschen Sprache verbindlich sein. Dürfen deutsche Professoren bald also nicht mehr auf Englisch publizieren?

Bisher haben die Führungen von CDU und FDP solches Hinterwäldlertum abgelehnt. Und jetzt ist es eines der ersten Projekte, auf das sich die neue Koalition für ein "modernes und dynamisches Deutschland" einigen konnte. Das ist so peinlich wie Westerwelles BBC-Affront...

...Dabei ist die Initiative wohl nur heiße deutsche Luft: Für Grundgesetzänderungen ist immer noch eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.


:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.152.064 von Heidi_Klum am 10.10.09 07:59:24Wir müssen unsere "Ausländerfreundlichkeit"
doch wirklich nicht bis zur Selbstverleugnung treiben. :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.152.082 von Wilma_II am 10.10.09 08:19:04:cool:

Liebste Wilma_II,

dazwischen gibt es auch noch etwas!
Das wiederum, wird sich Dir in Deinem Leben aber nicht mehr erschliessen.

:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.152.116 von Heidi_Klum am 10.10.09 08:58:09Es hat sich mir schon erschlossen.
Und wie ein Kommentator des Westerwelle-Fauxpas richtig sagte, er hätte souverän gehandelt, wenn er auf die in englischer Sprache gestellte Frage schlichtweg auf Deutsch geantwortet hätte.
Wobei man allerdings geneigt ist sich zu fragen, ob er die Frage überhaupt verstanden hat.
Nichtsdestotrotz gebietet es eigentlich die Höflichkeit des Fragenden, seine Frage in der Landessprache zu stellen. Das wird tatsächlich andernorts von Deutschmuttersprachlern auch erwartet. Internationalität bedeutet nicht den Verzicht auf die eigene Kultur.
Freilich dürften wir von Herrn Westerwelle nicht erwarten, daß er vor der Knesseth eine Rede auf Englisch hält (wie weiland Joschka Fischer). Es ist aber auch nicht zwingend erforderlich, da es eine ganze Riege gutausgebildeter Dolmetscher gibt.
Ich erinnere an Charles de Gaulle, der seine eigene Sprache benutzte, selbst wenn er eine Fremdsprache verstand. Eine Erklärung hierfür wurde gegeben: so könne er den Dolmetscher kontrollieren.
:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.152.275 von Wilma_II am 10.10.09 10:27:22:cool:

Diese zickige Art und Weise, für die er sich selbst später entschuldigte, war die Demaskierung!!

Das war der politische RESET-KNOPF.

"Es ist Deutschland hier" ist Chefdipomatie auf Saumagenniveau.


*reset = u.a. auf Null stellen



;););)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.153.243 von Heidi_Klum am 10.10.09 16:29:11wobei die Mutter aller Saumägen auch nicht Englisch spricht. :laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.153.243 von Heidi_Klum am 10.10.09 16:29:11Aus dir spricht lediglich die Verbitterung über den FDP- (ja, und den Guido-)Wahlsieg! Der ganze Thread hier ist lächerlich! :rolleyes:

Guido für Deutschland! In diesem Sinne: Gute Nacht! ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.154.173 von OppaBock am 11.10.09 01:58:51:laugh:

thread-level mindestens Durchschnitt, da gibt es weitaus größeren Schwachsinn hier :laugh:

Guido, gute Nacht, Du wirst gut schlafen, da sie stockfinster sein wird. :D
:cool:

Ja, ich bin u.a. enttäuscht, weil wieder so ein überschätztes Kasperle Verantwortung für 80 Millionen Deutsche übernimmt, aber nur Politik für wenige macht.


Die geistig Verantwortlichen der Krise kommen an die Macht. Leute, die den verantwortungslosen Investmentbankern jahrelang (und immer noch) das Wort geredet haben und für die wir jetzt über Jahrzehnte zahlen werden (Hypo Realestade - IKB - West LB - HSH - Dresdner .......
Und für das Bezahlen des Schadens dieser Hassadeure ist der Staat dann wieder gut.

FDP, dass sind Leute, die auf Atomkraft setzen,wobei das Thema Endlagerung nicht im Ansatz geklärt ist.

Leute, die Volkseigentum wie die Bahn so filetieren, dass die "freie Wirtschaft den profitablen Zugriff erhält und der Rest wird von Bahnkunden und Steuerzahlern erbracht.

Krankenversorgung würde nach Guidos Dafürhalten so enden,
dass es eine Grundversorgung gibt die weit unter unserem Standard ist und der Rest muss aus der Tasche bezahlt werden....ergo wer gut Geld hat, hat die guten Ärzte.

Arbeitsrechte sollen noch weiter beschränkt werden.
Mitbestimmung, Kündigungsschutz ist doch nur sozialromantischer Trallala. Hire and Fire Mentalität ( siehe France Telekom) - noch mehr Leute in schlechtbezahlten "Jobs".
Beruf gibt es in der neoliberalen Sprache eh nicht mehr, es ist der Job.

Diese liberalen Durchlauferhitzer setzen auf schnellen Erfolg und schnelles Geld. Kein gesundes Wachstum. Strukturen werden zerstört des "schnellenen Profites" wegen und wenn es schief geht, dann sagt man "hoppala" und lässt den Steuerzahler ran.


Die FDP und Westerwelle verlangt von den Arbeitnehmern Mobilität und
Anpassungsfähigkeit und ständige Weiterbildung, und genau dieser politische "Klinsmann", der zukünftige erste Diplomat der
Bundesrepublik, zickt einen Jurnalisten an, weil er seiner eigenen Unfähigkeit bewußt ist.


Mit diesen "Englischkenntnissen" gibt es nicht mal einen Posten im mittleren Management kleinstädtischer Verkehrsbetriebe.

Große Klappe und nichts dahinter - da bin ich schon enttäuscht,
dass diese politische Zickerei nun die deutsche Visitenkarte im Ausland verkörpert.



Hier OppaBock für die nachhaltige Enttäuschung:

http://www.youtube.com/watch?v=HSS7tEme8U0

http://www.youtube.com/watch?v=91mbT03oHYw


:cool:











,
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.154.726 von Heidi_Klum am 11.10.09 12:24:26Ich vermisse noch eine Stellungnahme des "Zentralrat der Juden in Deutschland" analog dessen Übung, sich zu allem und jeden zu äußern. :laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.154.783 von alysant am 11.10.09 12:43:23Wenn er für die große Bevölkerungsgruppe der Juden spricht (und deren Meinung bzw. Stimmabgabe kennt), ist es nichts Schlechtes, wenn er sich zu Wort meldet.
Schließlich: Es haben sich schon Unwichtigere geäußert ... :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.154.813 von Wilma_II am 11.10.09 12:56:04nicht grundlos habe ich mich neutral geäußert, da ich nicht in den Verdacht der Volksverhetzung und des Rechtsradikalismus gelangen möchte.:D

Bin ja schließlich Kind der Alt-BRD und stehe mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes, zudem noch bombensicher durch meine adipositas :laugh:
:cool:

Kilometer-Leistung muss sich wieder lohnen!

Union und FDP schließen Pkw-Maut nicht mehr aus

Union und FDP erwägen offenbar eine Maut für Pkw. Eine Expertenkommission solle im Auftrag der neuen Regierung untersuchen, ob eine Maut für Personenkraftwagen in Frage komme, meldeten "Focus" und "Tagesspiegel am Sonntag". Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hatte sich vor der Wahl allerdings gegen eine solche Maut ausgesprochen und erklärt, sie sehe das Thema für die nächste Legislaturperiode "definitiv nicht". t-online

;)

Also hatten die FDPler auf ihrem Wahlplakat das Wort Kilometer
vor der Leistung vergessen!
:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.157.418 von Heidi_Klum am 12.10.09 10:16:14Eine Expertenkommission solle im Auftrag der neuen Regierung untersuchen, ob eine Maut für Personenkraftwagen in Frage komme,

Wenn ich schon Expertenkommision lese/höre......:cry:
:cool:
Ein bemerkenswerter Artikel der "FAZ"


Guido Westerwelle
Lost in Translation

Von Peter Carstens, Berlin

12. Oktober 2009 Guido Westerwelle nimmt den Hintereingang. Tatsächlich? Unglaublich! Jahrelang hat sich der FDP-Politiker das Rampenlicht und die Mikrofone gesucht. In den vergangenen Monaten sang er praktisch auf jedem deutschen Marktplatz sein Freiheitscredo (“Steuern runter - Arbeit rauf“). Und jetzt: Hintereingang.

Es ist Donnerstagmorgen, die große Runde der Koalitionsverhandlungen tagt in der Berliner Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen. Der BMW des FDP-Vorsitzenden, der dessen Initialen auf dem Nummernschild trägt (B-GW 2009), rauscht durch die Hiroshimastraße und biegt dann scharf ab auf das Grundstück mit der Nummer 12-16. Hinter ihm schließen sich Stahlgittertore. Westerwelle steigt aus dem Auto und verschwindet im NRW-Pavillon, ohne sich umzudrehen. Eine Kleinigkeit fällt auf: Der FDP-Vorsitzende trägt eine dicke, braune Aktentasche, ein neues Accessoire seines Politikerlebens. Westerwelle als Aktenabarbeiter?

Aus der Opposition in die Koalition: Kanzlerin Merkel (CDU) wird der Westerwelle (FDP) sind künftig ein Team
Jedenfalls verändert sich sein Auftreten in diesen Tagen abermals, er verwandelt sich unter dem enormen Druck der Verhältnisse. Zwei etwas missglückte Pressekonferenzen in der Woche nach der Bundestagswahl haben Irritationen hinterlassen. Zunächst, am Nachwahlmontag, wies der übermüdete FDP-Spitzenkandidat einen britischen Journalisten überenergisch auf Schönheit und Geltungsbreite der deutschen Sprache hin, was er selbst später als „etwas scharfkantig“ entschuldigte. Bei der nächsten Gelegenheit, drei Tage später, wirkte er aufgekratzt (“Ich antworte Ihnen auf Latein, wenn Sie Ihre Frage auf Altgriechisch stellen!“), verweigerte jedoch jede Auskunft zu den Koalitionsverhandlungen. Da trotzdem viele Journalisten immer wieder fragten, musste Westerwelle sehr oft sagen: „Ich sage nichts.“

Beweisen, dass er nicht der „Politclown“ ist

Das widersprach dem Bild des bisherigen Oppositionspolitikers, der jedes Fragepflänzlein mit einem rauschenden Fluss von Antworten begossen hatte. Deshalb entstand der Eindruck, Westerwelle sei die neue Macht innerhalb weniger Tage schon zu Kopf gestiegen, als hätte er noch vor der erwarteten Übernahme des Außenministeriums das Gehabe Joschka Fischers übernommen, das er selbst einmal als „pavianös“ kritisiert hatte. Die Konsequenz aus beiden Veranstaltungen war sein Abtauchen.
Westerwelle schweigt seitdem öffentlich, abgesehen von einem Interview mit der Zeitung „Bild am Sonntag“, in dem er von einem neuen Kapitel deutscher Geschichte sprach, das nun von FDP und Union aufgeschlagen werde. Ansonsten überließ er es seinen Präsidiumskollegen, den Stand der Verhandlungen zu kommentieren und Personalspekulationen zu lenken. Eine angebliche Anweisung Westerwelles, über die Koalitionsverhandlungen keine Hintergrundgespräche mit Journalisten zu führen, wurde von mehreren Mitgliedern der FDP-Führung souverän übergangen. Nur diejenigen, deren politische Zukunft an einem seidenen Faden in der Hand des Vorsitzenden hängt - Brüderle und Pieper etwa - hielten still.
Dennoch lastet ungeheurer Druck auf dem Politiker, der jahrelang auf seine Gelegenheit gewartet hat und nun innerhalb kurzer Zeit den enormen Ansprüchen seiner Wähler und seiner Partei gerecht werden muss. Dabei muss er beweisen, dass er nicht der „Politclown“ ist, den manche immer noch in ihm vermuten. All die Bilder und Töne seiner langen politischen Vergangenheit werden in diesen Tagen wieder gesendet: Guido Westerwelle als der Trompeter der Jungen Liberalen mit Harry-Potter-Brille, Westerwelle im Big-Brother-Container, das Guido-Mobil, seine komische Selbstdeklaration: „Hier steht die Freiheitsstatue dieser Republik.“

Nach seinem tiefem Fall wieder ganz oben

Westerwelle, der sich im Wahlkampf täglich auf seinen rheinischen Frohsinn berief, kann sich dagegen nicht wehren. Selten ist ein politisches Leben in Deutschland öffentlich so seziert worden. Selten hat einer selbst so viel dazugetan, indem er sich diesem Genre in stolzer Freizügigkeit darbot, wie Künstler-Fotos illustrieren, die ihn als Träumer im weißen Anzug zeigen, hineingeschmolzen in eine venezianische Gondel. Nun häufen sich die Untersuchungen von Hobbypsychologen in Funk und Presse, die sich in seine Jugend hineinwühlen. Die Scheidung der Eltern, Pubertätspickel und die lange versteckte Homosexualität werden zu einem Sorgenbrei verrührt, der mit der heuchlerisch-bangen Frage endet: Kann aus diesem vorlauten, ungeliebten Jungen ein Außenminister werden? Mit dieser Frage gehen Ratschläge wie der einher, Westerwelle solle jetzt etwas Ernsthaftes tun, zum Beispiel ein Superministerium aus Wirtschaft und Finanzen übernehmen. Das Auswärtige Amt sei doch mehr Tänzelei auf rotem Teppich, eine Herumreiserei im Ungefähren. Wenn er schon einen politischen Neuanfang fordere, solle er doch gefälligst auch dabei sein und nicht zwischen Kuala Lumpur und Toronto unterwegs.

Eigentlich ist Westerwelle nun ganz oben angekommen. Zurückgezogen hatte er sich zuletzt, als er während der Möllemann-Affäre ganz unten war. Damals trat er erst als Zauderer auf und dann, als die Sache die FDP zu zerreißen drohte, floh er nicht nur aus der Öffentlichkeit, sondern auch aus der Parteiarbeit. Monatelang war er nach dem September 2002 kaum ansprechbar. Erst danach, energisch ermahnt von den Ehrenvorsitzenden, raffte er sich wieder auf. Solche Eindrücke aus der Vergangenheit nähren die sogar wohlmeinende Sorge, ob Guido Westerwelle den künftigen Belastungen physisch und psychisch gewachsen sei. Und was könne er für die FDP im Auswärtigen Amt eigentlich gewinnen, neben einer Kanzlerin, die das außenpolitische Feld seit vier Jahren beherrscht?

Diese Überlegungen wollte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Pinkwart beenden, als er vergangene Woche sagte, es gebe keine personellen Vorfestlegungen außer zweien: Angela Merkel werde Bundeskanzlerin, Guido Westerwelle Vizekanzler und Außenminister. In der FDP-Zentrale wurde diese Feststellung nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert. Am Donnerstag verließ Westerwelle die Koalitionsrunde wieder, ohne seine Auffassungen zum Stand der Dinge dargelegt zu haben. Abends saß er blass und still neben der Bundeskanzlerin bei einer Feier zum 60. Geburtstag der Bundespressekonferenz.

Im Verlauf der vierzehn Tage seit der Bundestagswahl ist Guido Westerwelle öffentlich fast unsichtbar geworden. Doch er arbeitet wie im Fieber, seine Mitarbeiter verabschieden sich reihum in Erschöpfungsgrippen aus dem Versuch, mit ihm Schritt zu halten. Am Ende der nun beginnenden Woche werden die Arbeitsgruppen von Union und FDP die ungelösten Streitpunkte ihren Parteivorsitzenden zur Entscheidung vorlegen, Frau Merkel, Seehofer und ihm. Bald müssen auch die Ressort- und Personalfragen beantwortet werden. Dann schlägt Westerwelles Stunde, dann muss er öffentlich um das Wahlprogramm seiner Partei kämpfen und auch um seine Statur in der künftigen Koalition. Hintertüren gibt es dann keine mehr. Danach kann er beanspruchen, dass man ihn endlich an seiner Gegenwart misst.

Text: F.A.Z.


Sauber!
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.154.593 von alysant am 11.10.09 11:24:30:cool:

Auch BILD macht sich Gedanken:



PORTRÄT DES VIZEKANZLERS WESTERWELLE

Die letzten Geheimnisse von Super-Guido
WARUM ER BEI SEINEM VATER AUFWUCHS +++ UND WARUM IHN SEINE SCHULKAMERADEN NICHT MOCHTEN

VON KNUT TESKE

Dr. jur. Guido Westerwelle – warum fällt es so schwer, ihm zu glauben? Warum fehlt vielen das Vertrauen in seine Leistungsstärke? Warum soll der (wahrscheinlich) nächste Vizekanzler nicht auch ein ganz passabler Außenminister der Bundesrepublik Deutschland werden?
Er sieht doch gut aus, kann Charme entwickeln – die Haut vielleicht ein bisschen unrein, aber das macht ihn männlich; vielleicht spricht er nicht astrein genug Englisch; das aber sprach Genscher (nun wirklich) auch nicht. Immerhin hat der frühere Rechtsanwalt promoviert, wenn auch „nur“ an der Fernuniversität Hagen – nicht gerade der Hort der Wissenschaftlichkeit.

Aber danach fragt keiner mehr – vielleicht aber danach, dass man ihn und seine Partei, die FDP, nicht wegen seiner diplomatischen Fähigkeiten gewählt hat, sondern wegen seiner harten, kompromisslosen Versprechen, dass sich „Arbeit wieder lohnen“ müsse, wegen seiner Steuerreform und überhaupt, um den Wirtschaftskarren wieder aus dem Dreck zu ziehen, dem alles entscheidenden Mittelstand auf die Sprünge zu helfen.

Und nun will er das alles ausgerechnet als Außenminister in Schwung bringen? Schon ist sie wieder da, die alte Skepsis gegen den dynamischen Aufsteiger mit der gelegentlich flatterigen Ausstrahlung, der seiner mittlerweile 47 Jahre zum Trotz noch immer nicht über das Etikett eines gestandenen Mannes verfügt.
Kann das alles aus der Kindheit kommen?

Aus der zerrissenen Ehe seiner Eltern – sie Richterin, er Anwalt –, aus dem Scheidungsgezänk (damals war er neun Jahre alt) und dem unendlichen „Wohin mit den drei Kindern?“ Bis sie beim Vater in Bad Honnef bei Bonn landeten, einem Mann mit zwei Doktortiteln. Beim Vater und nicht bei der Mutter, damals 1970/1 – erste Folgen der unruhigen, umstürzlerischen 68er-Zeiten?

Westerwelle, schon deshalb immer picobello gekleidet, mochte sie nie, diese Phase der schmuddeligen deutschen Nachkriegsgeschichte. Seine kindliche Ablehnung verwandelte sich auf dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn in tiefe Abneigung.

Geboren wurde Guido Westerwelle am 27. Dezember 1961 in Bad Honnef. Als Kind dicklich – heute ein großer Jogger -, in der Schule kein Reißer – heute ein Fürsprecher unbedingter Leistungsbereitschaft – gelang ihm der Weg zum Gymnasium erst über den Umweg der Realschule: eine anhaltende Demütigung. In jenen (fernen) Jahren hat sich sein unbeugsamer Wille herausgebildet, es zu schaffen. Was immer er wurde – er wurde es gegen seinen Mangel an Beliebtheit.
Er schaffte es auf dem Gymnasium zum Chefredakteur der Schülerzeitung „Ventil“, kasperte auf der Theaterbühne herum, vor der Klasse; er war widerborstig und vorlaut. Aber als er zum Klassensprecher gewählt werden sollte, fiel er durch. Auf der Universität gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Jungen Liberalen, den „Julis“, deren Bundesvorsitzender er fünf Jahre lang bis 1988 war.

Bis heute ist er stolz darauf, das Image seines Verbandes von „lammfrommen Erfüllungsgehilfen“ für die FDP zu „kritischen“ Mitgliedern gewandelt zu haben. Sein Weg nach oben hatte immer etwas Ungestümes, Aneckendes. Westerwelle – ein latenter Widerspruch im eleganten Zweireiher, fast immer allein, selten gefördert.
Und nun, auf dem Weg zum deutschen Außenminister, endlich ganz oben?
Vor einigen Wochen hat er in der Gesellschaft für Auswärtige Politik seine außenpolitischen Grundsätze zwar ganz überzeugend dargelegt, als neuer Bismarck ist er aber nicht erschienen. Das gibt auch die Zeit nicht her (und die ganz großen Fragen fallen ohnehin Präsident Obama auf die Füße).

Ein Außenminister Westerwelle, da kann er sicher sein, wird seinem Image nach dem Motto: „Haben wir's doch gewusst“ weiter schaden. Es würde auf Dauer mit Sicherheit auch seinem Ego schaden, weil die wichtigsten Fragen sich ohnehin die Kanzlerin auf die Fahnen schreiben würde. Bliebe mehr oder weniger vordergründiger Beifall plus Repräsentation, freilich auf internationalem Parkett.

Aber reicht das?

Andererseits – wäre denn sein Ansehen als Finanzminister mit überhöhter Erwartung wirklich schon wie per Knopfdruck gerettet? Es wäre immerhin ein unerwarteter Anfang, die Umsetzung eines Versprechens, die Widerlegung alter Vorurteile. Die Rettung wäre es sicherlich noch nicht.
Was ist es, was Westerwelle so dubios macht, von den psychologisierten Resten seiner unsteten Kindheit mal abgesehen? Das grundsätzlich Sprunghafte seiner Überzeugungen? Seine Bündnispolitik in der FDP, mal mit Genscher, dann mit Kinkel, endlich mit Möllemann? Mal ganz Wirtschaftspragmatiker, dann zügelloser Vorreiter neoliberalen Zeitgeistes?

Als Spaßverkäufer im Guidomobil Luftballons als Politik anbieten und gleichzeitig als Kanzlerkandidat von Stoiber und Schröder ernst genommen werden wollen – wie sollte das gehen? Und das will er, damals schon um die 40 Jahre alt, nicht bemerkt haben?

Mal stand die SPD im Focus seines Bündnisinteresses, dann die CDU. So galt er bald als „Alleskönner“, der „Polit-Yuppie“, der schneidige Generalsekretär mit 34, der jüngste Parteichef mit 39 und erster FDP-Kanzleraspirant im Jahr darauf. Doch der Weg vom Alleskönner über den schon leicht belächelten Generalisten zum bespöttelten Nichtskönner ist in der Politik nicht unbedingt lang – zumal in der Opposition, in der man alles fordern kann, aber nichts beweisen muss.

Dieses Armutszeugnis, was klare politische Einschätzungen betrifft, dieses Schwanken wirkt bis heute nach. Das Guidomobil wie sein Auftritt im „Big Brother“-Camp waren Tiefstpunkte seiner Clownerien, die einfach aus den Erinnerungen nicht verschwinden wollen und nachdenklichen Zeitgenossen bis heute rätselhaft erscheinen.


Aber? Hat es Themen- und Bündniswechsel nicht immer gegeben? Gehören solche Wandlungen nicht zum (fast) wesensbedingten Aufstieg eines Politikers, der Bündnisse und Mehrheiten braucht?
Gegen opportunistische Bambusfiguren wie Joschka Fischer und Gerhard Schröder wirkt Westerwelle mittlerweile doch wie eine Eiche. Hat er nicht zweimal widerstanden, Wort gehalten, als es 2002 und 2005 um andere Koalitionsbündnisse ging? Lieber wechselte er in die Opposition, als sich das Image des Umfallers anhängen zu lassen.
Warum wirkt er dennoch so beliebig? Warum, zum Teufel, glaubt man ihm immer noch nicht?

Weil er nach wie vor ein Authentizitätsproblem hat: Seine Stimme stimmt nicht. Weil er ein Ernsthaftigkeitsproblem hat. Das Getragene, das er seit dem Wahlabend verströmt, ist nicht seins, klingt falsch, passt nicht zu seinem jugendlichen Äußeren. Da hat er seinen Meister im noch jüngeren Wirtschaftsminister von und zu Guttenberg gefunden.
Guttenberg hält Balance. Ihm nimmt man die Ernsthaftigkeit ebenso ab wie sein freies, jungenhaftes Lachen. Dem verkrampften Westerwelle nicht. Man wird nicht von heute auf morgen Staatsmann.
Ist es Zufall, dass Strauss einst vom „Riesenstaatsmann Mümmelmann“ sprach, als er Möllemann meinte? Und war Möllemann nicht bis kurz vor seinem unrühmlichen Ende Westerwelles heimliches Vorbild, obwohl zwar beide Rivalen?

Möllemanns verwegener Wahlkampf 2000 in NRW, als er es auf 9,8 Prozent brachte und sich verblüfften Beifall abholte, wiewohl er, ebenso unverfroren wie unmotiviert, von 18 Prozent für die FDP gefaselt hatte – das alles imponierte dem jungen Guido W. Das „Projekt 18“ war eine willkürliche, aus der Luft gegriffene Zahl, die Westerwelle begierig aufgriff und als Marke unter seiner Schuhsohle trug.

Wie lange hatte es gedauert, bis er Möllemanns antisemitischen Kurs im Jahr 2003 durchschaute? Wen sollte andererseits 2005 die Feuerwehraktion eines „Sofortprogramms für den Fall einer Regierungsbeteiligung“ vom Stuhl reißen, wenn die Regierungsbeteiligung mehr herbeigeredet war, als faktisch zu erwarten?

Kein klarer Kurs, keine nachvollziehbare Linie für den, der Westerwelles Ambitionen kritisch betrachtet. Für andere, die seinen Weg weniger kritisch sehen, steht alles unter der Überschrift: „erlaubter Machtzuwachs“. Wer den Instinkt dafür nicht besitzt, so diese Betrachter, sei falsch im Job des Politikers. Der brauche einfach die lichten Höhen der Macht, um seine wahren Ziele überhaupt erst ins Auge fassen zu können.
Nur – dass Westerwelle diese Ziele bisher nicht glaubhaft übergebracht hat. Noch gilt er als kalter Karriererist, noch fehlt ihm (und seiner Stimme) das Gemütvolle, ohne das ein waschechter Politiker nie beliebt wird.

Er ist ein pointierter Redner, doch ein schlanker Begriffswechsel von der „Partei der Besserverdienenden“ zur „Partei der Leistungsbereiten“ reicht nicht, um wie ein Sprinter aus der Gefahrenzone verfestigter (Vor)-Urteile zu entkommen.
Es ist aber noch etwas anderes, schwerer Wiegendes, was Westerwelle nicht über die untere Popularitätsschwelle hinauskommen lässt. Er wirkt distanziert, als habe er etwas zu verbergen (was er nicht mehr hat, seit er sich mit seinem Lebensgefährten in die Öffentlichkeit traut).

Seine hellblauen Augen fallen auf, strahlen aber nichts Warmherziges aus, sein Auftreten verbreitet keine Aura. Er löst keine Menschenansammlungen aus wie Helmut Kohl, früher noch Ludwig Erhard oder Konrad Adenauer. Von Willy Brandt – „Willy, Willy“(!) – ganz zu schweigen.

Menschenansammlungen löste auch Helmut Schmidt nicht unbedingt aus, „Schmidt-Schnauze“ trennte auch, fesselte aber durch Sprache, Überzeugungskraft und Führungsintelligenz. Westerwelle dagegen vibriert, aber weniger aus Leidenschaft – eher ziemlich verkrampft. Er vermittelt das Gefühl, überzeugen zu müssen, scheint aber im Inneren die Vergeblichkeit seines Tuns zu ahnen. Er spürt, nicht anzukommen, nicht anzurühren. Er würde nicht einmal Mitleid auslösen, wie es schon in der Schule nicht der Fall war.
Doch er kämpft, wenn man so will, seit damals. Das sollte allmählich als seine durchgehende Leistung anerkannt werden. Er gibt nicht auf.
Er spricht tapfer an gegen jede aufkommende Unruhe, seine Stimme kann sich dann ins Schrille steigern und tat es im Bundestag oft genug angesichts des höhnischen Gelächters, das ihm von der rot-grünen Regierungsbank entgegenschlug. Er gibt aber nicht nach und löst damit zugleich schon wieder hochgezogene Augenbrauen, wenn nicht Abneigung aus. Man wird ihm gegenüber leicht ungeduldig, weil er selber nicht geduldig wirkt
Das ist ungerecht, so aber ist Politik. Und nicht nur dort. Dieses Auftreten ist sein Handicap.

Es hat ihn schon in der Schule isoliert, wo sein Herumkaspern, um Aufsehen zu erregen, nicht besonders ankam. Die Klassenkameraden mochten ihn nicht. Ablehnung aber hat ihn seither nicht gebrochen, vielmehr seinen Willen, es zu schaffen, ins Unermessliche gesteigert.
Dass er der Erfolgreichste seiner Schule geworden ist, mag ihn immer noch nicht zufriedenstellen. Wie viele Menschen würden wirklich mit ihm tauschen wollen?

Vielleicht jetzt – am Wendepunkt – doch einige. Denn genau dieses Defizit an Zuneigung müsste ihn heute auf der höchsten politischen Ebene eigentlich fit machen für den Posten, den er ursprünglich nicht angestrebt hat: den undankbaren, aber nötigen des Finanzministers.
Der ist wirklich hart – gleichsam ideal für die Vermehrung seiner Gegner. Dafür könnte er hier und nur hier zum ersten Mal wirksam seine Echtheit, seine Nachhaltigkeit unter Beweis stellen – eine Chance, die ihm das Auswärtige Amt im Zweifel nicht bietet.
Als Außenminister mit schlechter englischer Aussprache, die schon verspottet wurde, liefe er Gefahr, der ewige Guido Leichtfuß bleiben. Möglicherweise auf Grund des Jobs sogar irgendwann beliebt, aber genauso gut auch beliebig.

So betrachtet, ist Guido Westerwelle heute in einer privilegierten Situation wie nur wenige. Ihm wird die Chance zur Kurskorrektur seines Lebens geboten. Er müsste sie nur ergreifen. Wozu freilich echter Mut gehört.


Gute Analyse!
Faszinierend, wie der Wechsel eines Sitzplatzes tatsächlich die Perspektive verändern kann:

21.10.09

FDP als Regierungspartei: Westerwelles Geschwätz von gestern

Neun Monate haben die Liberalen gegen Verschwendung und schwarz-rote Schattenhaushalte gewettert. Doch noch vor ihrem ersten Regierungstag hat der FDP-Chef seine Grundsätze gekippt.

Der 28. Januar 2009 war für Carl-Ludwig Thiele ein großer Tag, vielleicht einer der größten in seiner Laufbahn als Parlamentarier. Seit 1990 sitzt der Rechtsanwalt aus Osnabrück für die FDP im Bundestag, und seither kümmert sich Thiele um die Finanzpolitik.

An jenem Tag im Januar hatte Thiele im Bundestag Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) vor sich, und Thiele hatte eine Frage. Ob es denn stimme, wollte Thiele wissen, dass der einst zur deutschen Einheit gegründete Erblastentilgungsfonds inzwischen "getilgt" sei? Genau dies hatte wenige Tage zuvor Kanzlerin Angela Merkel (CDU) behauptet. Kenner der Materie wussten natürlich, dass der weit über 170 Mrd. Euro schwere Fonds nicht getilgt, sondern zum Großteil Ende der 90er-Jahre einfach in den normalen Bundeshaushalt umgeschuldet worden war. Steinbrück erklärte geduldig, räumte ein, dass lediglich rund 35 Mrd. Euro getilgt worden seien, diese Summe aber immer noch weit mehr sei als der nun geplante Investitions- und Tilgungsfonds für das zweite Konjunkturpaket.

Dennoch, Thiele war empört: Es sei ein "unglaublicher Vorgang", wenn Merkel behaupte, die Schulden seien getilgt, überdies sei es "schlichtweg abenteuerlich, wie die sogenannte Große Koalition hier trickst". Der neue Sonderfonds diene "einzig und allein dem Ziel, einen neuen Rekord bei der Neuverschuldung zu verschleiern".

Man muss sich an Thieles Empörung und die Aufregung der folgenden Tage über die vermeintliche Lüge der Regierung erinnern, um die spektakuläre Wende der Liberalen in diesen Tagen zu verstehen. Vor kaum mehr als einem halben Jahr konnten die FDP - allen voran ihre Finanz- und Haushaltspolitiker - der Union und der SPD gar nicht oft genug Unseriosität und Verschwendung vorwerfen - und jetzt treibt ausgerechnet die gleiche FDP-Spitze selbst einen neuen Sonderfonds außerhalb des regulären Bundeshaushalts voran, der in seiner Höhe den rot-schwarzen Sonderfonds für die Konjunkturpakete locker übertrifft.

Dabei hatten sich die Liberalen sehenden Auges in diese vertrackte Situation manövriert. Monatelang hatten FDP-Chef Guido Westerwelle und der Steuerpapst der Partei, Hermann Otto Solms, erklärt, es gehe alles gleichzeitig: Steuern senken und die Neuverschuldung abbauen. Noch unmittelbar vor der Wahl hatte Westerwelle düster gemutmaßt, er erwarte bittere Wahrheiten nach der Wahl. Schließlich hätten Union und SPD die wahre Haushaltslage nur verschleiert - wohlwissend, dass die absehbaren Defizite in der Arbeitslosenversicherung bekannt waren.

Schon damals erklärten Unterhändler der Union, der FDP stehe in den Koalitionsverhandlungen "ein langer Weg in die Realität" bevor. Dennoch hielt auch Solms noch vor zehn Tagen an der Parteilinie fest: "Es muss zu spürbaren Entlastungen kommen. Ausnahmeregelungen, um diese Entlastungen durch Schulden zu finanzieren, kommen dabei nicht in Betracht."

Das Bemerkenswerteste aber an der FDP ist: Anders als in der Union empört sich in der FDP niemand mehr über die geplanten neuen Milliardenschulden in Schattenhaushalten. Auch junge Liberale hielten sich am Dienstag streng an die Parteilinie: Jetzt müsse ein "klarer Schnitt" gemacht und die "Schadensbilanz der Großen Koalition" offengelegt werden. "Wir werden den Haushalt nur dann konsolidieren, wenn wir vorher mehr Wachstum schaffen", so die Argumentation. Und dazu seien kurzfristig neue Schulden eben unvermeidlich.

http://isht.comdirect.de/html/news/actual/main.html?sNewsId=…
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.223.171 von MFC500 am 21.10.09 15:49:11Ob's wirklich Sinn macht?
Die Abwrackprämie hat ja eigentlich nur zu einer Verschiebung des dafür umso gründlicheren Absatzeinbruchs bei den PKW-Herstellern geführt...
Immerhin war damit EIN Problem aus dem Problembündel zunächst mal raus.
Aber Profiteur sollen angeblich insbesondere ausländische Billigmarken gewesen sein. :cry:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.224.398 von Wilma_II am 21.10.09 17:37:28FIAT hat's jedenfalls gefreut. :cool:
Von MARTIN S. LAMBECK BILD





Ihr Glück ist unübersehbar: Um 22 Uhr schließt im 51. Stock des Mori- Towers in Tokio Bundesaußenminister Guido Westerwelle (dunkler Anzug, dunkle Krawatte) seinen Lebensgefährten Michael Mronz (dunkler Anzug, gelbe Krawatte) fest in beide Arme.

Kurz zuvor hat Westerwelle (FDP) noch gerufen „Micky, guck dir das mal an!“ und dabei auf das Lichtermeer Tokios unter ihnen gezeigt, also seinem Micky gleichsam die Stadt zu Füßen gelegt. Westerwelle: „Kinders, das ist unglaublich!“ Es ist einer der seltenen privaten Augenblicke in der Hetzjagd der Staatsreise. Dann bestellt der Minister eine Zigarre.


:cool:
Guido kommt mir vor, wie auf Weltreise: nach getaner Arbeit (11 Jahre Opposition, Wahlkampf 2009) hat er sich aber jetzt so ein Sabbatical mit angeschlossenem Praktikum mal echt verdient. Bringt ihm ja was ... man lernt neue Kulturen und Sprachen kennen ... und das schon in der Schweiz ... wenn man vorher soviel im Ausland war, wie er! :D

Das mit Englisch ist kein Problem, jeder Fussballspieler und Trainer hat das noch in zwei bis drei Monaten hingekriegt ...
Das mit Schwulsein ist auch kein Problem, wir sollten uns da nach unseren liberalen Werten richten und nicht nach denen in Saudi Arabien, Jemen und Iran. Denn ansonsten hätten wir auch keine Frau zur Kanzlerin wählen dürfen ... (das nächste Mal erschlagen wir das in einem und wählen wir Wowereit zur Kanzlerin, dann kann zum Ausgleich das Aussenministerium wieder ein Hetero haben :D ;) )

Warum nicht Gutenberg Aussenminister und er Wirtschaftsminister, das Finanzminsterium wäre dann auch noch an die FDP gegangen, warum nicht?

Guido war vor zwei Monaten das erste Mal in Washington, hat sich noch nie vorher über Aussenpolitik Gedanken gemacht, das ist doch ärgerlich, dass der jetzt Aussenminister ist. Hätten Sie doch wirklich zu Gutenberg nehmen sollen.

Das protokollarisch hoch angelegte Verteidigungsministerium ist immer nur reziprok soviel Wert, wie stark der Aussenminister ist.

Jeder war, glaube ich, mal froh, dass eine neue Regierungskonstellation zustande kam, über die man sich schon 11 Jahre nicht mehr geärgert hatte ... ;) Gebe Euch in Sachen Guido grossteils Recht. Gerade weil ich die FDP in den letzten Jahrzehnten auch schon mal gewählt habe ... wäre es doch sinnvoll, wenn die FDP mal wirklich in der Realität ankäme.

Egal, was einige führende Liberale sagen, nicht mal die FDP-Wähler erwarten jetzt eine Steuersenkung. Die "normative Kraft des Faktischen, lässt wenig Spielraum für Steuersenkungen" (Steinbrück vor der Wahl). Hinter der Steuersenkung für Hotels steht zwar mehr die CSU, als die FDP ... aber hätte man, wenn man jetzt Steuern senkt, nicht besser Babynahrung und Kinderkleidung ganz von Steuern befreit?

Guido ist inzwischen wirklich unberechenbar seit dem Wahlabend. Nach dem Koalitionsvertrag stellte er sich vor die Medien und sagt, alle seine 20 Punkte hat er druchgebracht! Ja so ein Scheiss, selbst, wenn es so gewesen wäre, durch so eine Aussage, bringt er natürlich die Koalitionspartner gegen sich auf.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.756.677 von technostud am 18.01.10 13:08:55oh mein Gott, wo wird diese Tragikomödie noch enden ! :laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
Westerwelle schadet dem konservativen Lager

von Bettina Röhl, Journalistin und Publizistin
14.01.2010 -

Die konservativ-konservative Euphorie ist hin. Ideenlosigkeit wird offenbar. Guido Westerwelle verrät als Koalitionär und als Außenminister die Interessen seiner Wähler. Er schadet dem konservativen Lager.

Drei Monate schwarz-gelbe Wunsch-und Herzens-Koalition und schon kommt die Sehnsucht nach Schwarz-Rot wieder hoch. Schwarz-Gelb ist mit dem Personal, das zurzeit das Regieren übt, ein Trauerspiel.

Viele Stimmen hatten sich dahingehend eingesungen, Kanzlerin Angela Merkel für die mächtigste Politikerin weit und breit in der Bundesrepublik zu halten. Zu dieser Meinung hat wesentlich beigetragen, dass Merkel es offenkundig verstand, die kampflüsternen Kochs & Co. in ihrer Partei und letztendlich auch die Granden der Schwesterpartei, CSU, auf Distanz zu halten.

Und jetzt muss die Union mit ansehen, dass ausgerechnet Klein-Guido-Westerwelle die Kanzlerin unscheinbar werden lässt. Das hatten die Mächtigen in der SPD nicht geschafft und Ex-Kanzler Gerhard Schröder hätte das für ausgeschlossen gehalten, dass Guido etwas könnte, woran er selbst als mächtiger Medienkanzler gescheitert ist.

Westerwelle hat in seiner eigenen Partei, der FDP, für die er – diese Prognose soll hier gewagt werden – in einer einmaligen Konstellation nur einmalig im vergangenen September 15 Prozemt Wähleranteile geholt hat, alle Widersacher und Mitstreiter in die zweite Reihe gedrängt. Selbst nimmer ruhende alte Kampfmaschinen in der FDP wie Gerhart Baum, gewiss mit einem schrägen liberalen Profil, haben im Angesichte Westerwelles Kreide gefressen.

Westerwelle gibt auf allen Hochzeiten den Eintänzer

Für die FDP, wie sie steht und liegt, ist Westerwelle derzeit noch Conditio sine qua non. Er hat es geschafft, der Union einen Koalitionsvertrag zu oktroyieren, in dem kindische Steuerversprechen, (die Westerwelle auch noch um jeden Preis durchsetzen will) eine dominante Rolle spielen. Der Koalitionsvertrag ist eher ein FDP-Konstrukt als ein Unionsmodell. Westerwelle lässt Merkel derzeit blass aussehen.

Wenn CDU-Mann Wolfgang Bosbach Merkel gegen hauseigene Kritiker beschützt, wie jüngst geschehen, und ihr ruhige politische Arbeit attestiert, meint er wohl eher, dass der Ungeist von Schröders ruhiger Hand nun bei Merkel gelandet ist. Diese Koalition wird bis jetzt nicht souverän geführt und sie macht auch keine souveräne Politik. Und die Union weiß offenbar nicht, wie sie mit dem obersten Liberalen, der auf allen Hochzeiten den Eintänzer gibt, umspringen soll.

Im Moment scheint Westerwelle nur ultimativ in seine Schranken verwiesen werden zu können und dazu ist Merkel offenbar zu feige, wie sie überhaupt zu feige ist Politik jenseits des Mainstream zu machen. Da war der nicht sonderlich starke rote Motor der SPD der bessere Katalysator, um Merkel und die Ihren am Laufen zu halten und dies auch noch in eine Richtung. Westerwelle beginnt die Republik zu nerven.

Die Gelben sind Marktschreier. Markt, Markt, Markt, ohne, dass erkennbar wäre, wie das Marktgeschehen denn nun konkret auf Trab gebracht werden soll, was auch daran liegt, dass der Oberliberale zwar einer wirtschaftsliberalen Partei vorsteht, selber in seiner Person weder Wirtschafts-noch Finanzfachmann ist. Westerwelles Hauptbeschäftigung in den letzten zwanzig Jahren war es, als Generalsekretär oder als Parteichef die FDP zu bewerben und in Szene zu setzen.

Westerwelle ist als Außenminister bisher unkalkulierbar

Als Außenminister ist Westerwelle bis jetzt unkalkulierbar und die Union katzbuckelt. In seiner grundsätzlichsten Grundsatzrede auf dem Dreikönigstreffen der Liberalen Anfang des Jahres, (in der Westerwelle alle wichtigen Konfliktthemen, wie zum Beispiel Integration/Migration und Atomkraft und selbst die Wirtschaftskrise ausklammerte), schwieg sich Westerwelle zum Thema EU-Beitritt der Türkei aus und schickte seine Parteifreunde in dem Glauben nach Hause, der bis dahin gültige Status quo in Gestalt der deutsch-französischen Verabredung der Türkei eine sogenannte privilegierte Partnerschaft o.Ä. unter bestimmten Bedingungen anzubieten Bestand hätte.

Warum war es Westerwelle nicht möglich das Thema Türkei vor seinem Parteivolk und der Öffentlichkeit frank und frei zu diskutieren? Kurz nach der Rede am 6.Januar trat Westerwelle seine Antrittsreise in einige Länder des Nahen Ostens an und besuchte bei dieser Gelegenheit auch die Türkei. Dort zauberte er –nur wenige Stunden nach seiner Stuttgarter Rede - eine Abkehr von Merkels und Sarkozys Konsens aus dem Hut und stellte in seiner grenzenlosen Selbstherrlichkeit fest, dass mit der Türkei nun doch, selbstverständlich unter Bedingungen, Verhandlungen mit dem Ziel eines Beitritts sein sollen.

Die Union kuscht, die Franzosen sind sauer und vor allem irritiert und fragen sich gewiss: gehört dies zum politischen Repertoire, dass Westerwelle zu spontanen Eigengängen neigt, mit denen er diplomatische Fakten schafft? Oder steckt eine raffinierte Kanzlerin dahinter, die das Ganze ausgeklügelt hat, um nicht selber den deutsch-französischen Konsens aufkündigen zu müssen?

Zu Beginn der Amtszeit von Westerwelle geisterte das Argument durch die Medien, dass ein schwuler deutscher Außenminister Probleme mit Staatsbesuchen in islamischen Ländern und in anderen Ländern haben könnte, in denen Homosexualität unter Strafe, gar unter Todesstrafe steht, und zumindest in erheblichem Umfang geächtet wird und unerwünscht ist.

Dies Problem hat sich in der Realität, vorhersehbar, nicht wirklich eingestellt. Aber, dass ein Westerwelle sich selber unter Handlungsdruck stellt und etwas Kompensatorisches spontan anbietet, ohne nach deutschem Verständnis zu irgendeiner Kompensation gedrängt zu sein, ist nicht ausgeschlossen.

Sich in der Türkei lieb Kind machen

Sich in der Türkei lieb Kind machen ist als Motiv für Westerwelles spontanen Hakenschlag nach Hasenhart sicher nichts, was man für ausgeschlossen erachten kann. Jedenfalls darf vermutet werden, dass Westerwelle sich auf Erdogans Sofa spontan zu einem Paradigmenwechsel der deutschen Türkeipolitik hinreißen ließ.

Wie auch immer, Außenpolitik ala Westerwelle, scheint eine wackelige Angelegenheit werden zu können, wenn Eigenmächtigkeiten die Richtlinienkompetenz und den Koalitionskonsens unterlaufen. Westerwelle hat eine diktatorische Ader und das kollidiert damit, dass die Richtlinienkompetenz nicht bei ihm, sondern bei der Kanzlerin liegt. Auf dem diplomatischen Parkett sollte ein deutscher Außenminister agieren, der im Inneren legitimiert ist und im Außen uneingeschränkt verlässlich handelt.

Die Begeisterungsschreie von Grünen-Chef Cem Özdemir und dem grünen Ex-RAffer Christian Ströbele, die gleichzeitig von „schwarz-gelber Horrorpolitik“ phantasieren und Westerwelles Eskapaden dabei politisch lobend ausnutzen, sollte die Union dazu veranlassen mit kühlerem Kopf auf den Zauberlehrling Westerwelle zu schauen.

Ist Westerwelle ein Verräter? Unter dem Motto, dass er der einzige Politiker sei, der seine Wahlversprechen auf Biegen und Brechen einhielte, verrät Westerwelle konservative Interessen und auch diejenigen, die ihm ihre Stimme geliehen haben. Er überspannt den Bogen und liefert damit viel weniger als versprochen. Das ist auch eine Form von Verrat.

Westerwelle müsste das soziale Alphabet strafweise aufsagen

Die erste Quittung des potenziellen Wählers hat Schwarz-Gelb jetzt erhalten: die Umfragewerte sind rechtzeitig vor dem eigentlichen Drei-Königstreffen am nächsten Sonntag dramatisch eingebrochen. Merkel muss Westerwelle an die Kandare nehmen und ihn als Juniorpartner führen und eine für den Wähler, die Regierung und für das Ausland kalkulierbare Außenpolitik abmahnen.

Und Westerwelle muss im Kanzleramt das soziale Alphabet strafweise 100 Mal aufsagen, damit die FDP die Republik nicht in einen sozialen Kälteschock führt. Das wäre am Ende in sehr kurzer Zeit dann der Booter für eine Beteiligung der Linkspartei an der nächsten Bundesregierung.

Nicht Machtspiele in den Partei-und Regierungsapparaten sind gefragt, denn die sind von allein ohne Zutun eines der Spieler zu haben. Augenmaß ist gefragt. Das heißt, die Balance zwischen Kapital und Arbeit muss aktiv austariert werden, damit die Wirtschaft brummt und die Schwachen partizipieren.

Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die CSU die koalitionären Boxhandschuhe anzieht und Westerwelle dort, wo er aus dem Ruder läuft, auf die Bretter schickt. Am Wochenende steht der Krisengipfels mit Merkel, Westerwelle und Seehofer an und es wäre wenig zielführend, wenn die FDP da nicht mit ein paar Blessuren aus dem Treffen heraus käme.

Westerwelle benimmt sich als frisch gebackener Bundesminister wie ein 18-Jähriger, der gerade den Führerschein gemacht hat und von Pappi einen ganz heißen Ofen geschenkt bekommen hat, den er noch nicht beherrscht.

Bei dem kleinen schwarz-gelben Krisengipfel im Kanzleramt am nächsten Sonntag Abend wird Westerwelle den Unionsführern Merkel und Seehofer Rede und Antwort stehen müssen, warum seine persönlichen Werte und die Wählerakzeptanz der FDP einbrechen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.758.708 von Heidi_Klum am 18.01.10 17:42:21Wir sind uns einig, dass dieser Thread nur Sinn macht, wenn es eine vernünftigeAuseinadersetzung mit Guido und der FDP ist, von mir aus auch flapsig ...
... aber eine reine Hetze macht keinen Sinn

Der Artikel von Frau Röhl ist teilweise zwar richtig, ich schlussfolgere aber auch teilweise ganz anderes als Frau Röhl, zum Beispiel:
"Und jetzt muss die Union mit ansehen, dass ausgerechnet Klein-Guido-Westerwelle die Kanzlerin unscheinbar werden lässt."
Ganz im Gegenteil: Guido hate eine Auszeit genommen und ist auf Weltreise, während Merkel die Aussenpolitik mehr denn je bestimmt, dazu braucht sie gar nicht in der Weltgeschichte umher irrlichtern. :D :laugh: ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.758.708 von Heidi_Klum am 18.01.10 17:42:21nebenbei:

Roehl erinnert mich dunkel an die Bader-Meinhof-Bewegung :laugh:
Könnte das vielleicht die Tochter von Uschi sein ? :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.763.037 von alysant am 19.01.10 11:51:56Die Tochter von Ulrike, ja.

Uschi's Erfahrung mit Sprengstoffbeschränkte sich darauf, dass sie eine Sexbombe war ... und Kinder hat sie keine.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.765.260 von Heidi_Klum am 19.01.10 15:51:18Ja, Saufen und Fressen, diese drei Dinge sind die Motive derer ! :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.765.313 von alysant am 19.01.10 15:55:32:cool:

Die Rabatt-Könige der FDP

Von Thorsten Denkler, Berlin
Die Nähe der Liberalen zur privaten Versicherungswirtschaft geht über politische Kontakte weit hinaus. Zwischen der FDP und der Deutschen Krankenversicherung gibt es auch eine geschäftliche Kooperation: ein vergünstigtes Rundum-sorglos-Paket allein für Parteimitglieder.



Die Webseite der DKV. Wer mehr Informationen zum Rabatt-Programm für FDP-Mitglieder haben will, muss beweisen können, dass er Parteimitglied ist.

http://www.kooperation.dkv.com/fdp/index.html


"Exklusiv für FDP-Mitglieder", so lautet das Angebot. Genauer: die "liberale Alternative zur Gesundheitsreform". So wirbt die Deutsche Krankenversicherung DKV, Europas größter Privatversicherer, auf der FDP-eigenen Internet-Plattform netzwerk-mit-nutzwert.de. Weitere Informationen? Nur für den, der sich als "FDP-Mitglied verifizieren" kann.

Auf den Seiten der DKV selbst wird es noch deutlicher. Das Logo der Liberalen prangt unter dem der DKV. Daneben drei glückliche Anzugträger und der Claim: "Freie Demokratische Partei und DKV - starke Partner".

Eine Partnerschaft, die sich auszahlt für FDP-Mitglieder und Mitarbeiter. Es gibt Fünf Prozent Rabatt. Vorerkrankungen sind - anders als üblich - kein Grund, den Versicherungsschutz zu verweigern. Familienmitglieder werden mitversichert und Wartezeiten gibt es auch nicht. Ein Rundum-sorglos-Paket für den freiheitsliebenden Liberalen also. Unter ihnen sind ohnehin überdurchschnittlich viele privat versichert. Die Partei der Besserverdienenden lässt grüßen.


Solche Gruppenverträge mit Institutionen, Unternehmen oder Verbänden sind keine Seltenheit. Sie gehören inzwischen zum Einmaleins im Versicherungsmarketing. "Die DKV bietet insgesamt etwa 1000 Firmen und Verbänden solche Gruppenverträge an", sagt Sybille Schneider, Sprecherin der DKV. "Dazu gehören auch Rechtsanwälte und Tanzlehrer." Auch der Deutsche Journalistenverband bietet über Gruppenverträge Versicherungen mit der DKV an.



Pikante Kooperation
Pikant aber ist, dass ausgerechnet eine Partei, die sich ohnehin massiv für die Belange der privaten Versicherungswirtschaft einsetzt, mit Europas größtem privatem Krankenversicherer kooperiert. FDP-Gesundheitsminister Philipp Rösler sieht seine wesentliche Aufgabe darin, das Gesundheitssystem von der solidarischen Umlagefinanzierung auf private Füße zu stellen. Er hat gerade mit Christian Weber einen Chef-Lobbyisten der privaten Krankenversicherungen zum Leiter seiner Grundsatzabteilung gemacht.

Nina Katzemich, Sprecherin von Lobbycontrol, sagte zu sueddeutsche.de: "In der Politik entsteht bei so etwas immer der Verdacht, dass sich da ein Unternehmen eine Partei gewogen machen möchte." Das gelte "erst recht, wenn sie in Regierungsverantwortung steht, da wird es noch etwas gefährlicher".


Eingefädelt wurden die Vergünstigungen bei der DKV bereits 2003 - Parteichef Westerwelle hatte damals seinem Dreikönigsbrief eine Broschüre beigelegt.

Hochgespült hat die Geschichte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck. In der Generaldebatte zum Bundeshaushalt an diesem Mittwoch hat die FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger gerade über den sehr FDP-eigenen Begriff von der Solidarität im Krankenversicherungswesen gesprochen, da stellt Beck seine Zwischenfrage: "Trifft es eigentlich zu, dass die Mitglieder der FDP-Fraktion Sonderkonditionen bei der DKV angeboten bekommen?"

Es rumort im Rund des Bundestages. "Sehr geehrter Herr Beck", antwortet Homburger, sie wisse nicht, wo es Sonderkonditionen gebe. Fakt sei aber, dass die FDP jedem Bürger die Freiheit geben wolle, selber zu entscheiden, wie und wo er sich versichere. Das ist zu etwa 100 Prozent die Position des Verbandes der privaten Krankenversicherungen (PKV), zu dessen größten Mitgliedern die DKV gehört.

Allein: Becks Frage traf nicht ganz den Kern. Es können ja nicht nur Abgeordnete der FDP von dem Deal mit der DKV profitieren, wie das Beck in seiner Frage formulierte - sondern alle Parteimitglieder und Parteimitarbeiter.

Die FDP verweist darauf, dass auch andere Parteien ihren Mitgliedern Vergünstigungen von Unternehmen anböten. Die FDP selbst habe neben der DKV auch noch Sonderkonditionen eines Mobilfunkanbieters oder einer Autovermietung im Angebot. Sie spricht von einem "Netzwerk mit Nutzwert", zu dem andere Partner wie die Mobilfunkfirma Vodafone, der Autovermieter Sixt oder einzelne Reiseanbieter gehören.

Der DKV-Tarif eine "gesunde Lösung"
Das ist nur die halbe Wahrheit. Von Sondertarifen einer privaten Krankenkasse profitieren ausschließlich FDP-Mitglieder. Alle anderen Parteien scheinen nicht ins Beuteschema der privaten Versicherer zu passen.


Eingefädelt hatte die FDP das Geschäft schon 2003. Parteichef Guido Westerwelle hatte damals seinem alljährlichen "Dreikönigsbrief" an die Mitglieder eine Broschüre beigelegt, in der FDP und DKV gemeinsam für das Angebot der DKV warben. "Die FDP versteht den Wunsch vieler Menschen, auch in puncto Krankenversicherung ihre Belange eigenverantwortlich zu regeln", hieß es in dem Flyer. Der DKV-Tarif stelle hier eine "gesunde Lösung dar".

Die DKV versichert, mit dem Angebot keine politischen Ziele zu verfolgen. "Für uns ist der Vertrag mit der FDP einer unter vielen", sagt Sprecherin Schneider. Den Liberalen würden zudem keine außergewöhnlich guten Konditionen angeboten, versichert sie.

Am Vertrag mit der FDP ist alles legal. Und doch bleibt wieder etwas hängen bei der FDP. Die ganze Woche schon muss sie sich gegen Anwürfe verteidigen, sie habe sich von einem Hotelbesitzer für die Mehrwertsteuersenkung bei Hotel-Übernachtungen mit einer Millionenspende bezahlen lassen. Das Stigma der Klientelpartei jedenfalls dürfte die FDP nach dieser Woche so schnell nicht wieder loswerden.

(sueddeutsche.de/gba)
:laugh:

Die Persönlichkeitsstörung (Narzißmus) von Guido werte ich als mittelschwer bis schwer. Wenn man seinen Gesichtsausdruck eingehend studiert, liegt der Verdacht nahe, daß er sich nicht nur als Schauspieler sieht, sondern im Rahmen seiner Wahrnehmungsstörung sogar von sich überzeugt ist.

Gott sei Dank ist er bei weitem nicht so gefährlich wie andere Kranke dieses Segments (Hitler, Mussolini) und wird uns eher Häme :D bei In- und Ausländern bescheren. :D
Guidos Gesichtsausdruck ist völlig normal.

Jeder hätte ihn,wenn er als Kasperlepuppe der Leistungsträger ständig eine Managerhand hinten drin haben würde.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.791.827 von Beefcake_the_mighty am 22.01.10 15:12:31
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.792.872 von Heidi_Klum am 22.01.10 16:46:23:laugh::laugh::laugh:

Für Guido gibt es eine neue Herausforderung:

Der Präsident des Senegal (83 J.) hat den Haitianern eine Bleibe im Senegal angeboten als Zeichen der schwarzen Solidarität.

Ich warte jetzt gespannt auf ein statement hierzu von Guido ! :D
:cool:

Spendenaffäre: Westerwelle wehrt sich

Vizekanzler Guido Westerwelle will die Vorwürfe der Käuflichkeit nicht auf sich sitzen lassen!

Seine Verteidigung: Die SPD habe jahrelang Spenden und Mitgliedsbeiträge von Arbeitern angenommen und sich ihnen innerhalb der SPD-Regierungszeit großzügig gezeigt - mit immer weniger Arbeit und Hartz IV.


:laugh::laugh:titanic:laugh::laugh:
:cool:

Westerwelle: Aussteiger-Programm für Taliban
Berlin (dpa) - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat mit Blick auf die internationale Afghanistan-Konferenz in London ein Aussteiger-Programm für radikalislamische Taliban angekündigt.

Der FDP-Politiker sagte «Bild am Sonntag»: «Es gibt viele Mitläufer der Taliban-Terroristen, die nicht aus fanatischer Überzeugung, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen auf einen falschen Weg geraten sind. Wir wollen diesen Menschen eine wirtschaftliche und soziale Perspektive für sich und ihre Familien bieten. Dafür werden wir auch zusätzliches Geld in die Hand nehmen.»
zeit online
:O:O:O:O
:cool:

Vorwurf der Käuflichkeit
Neue umstrittene Parteispenden an die FDP

25. Januar 2010, 07:54 Uhr
Hamburg/Berlin.

Durch eine weitere Parteispende gerät die FDP zunehmend unter Druck. Wie der "Spiegel" berichtet, hätten die Liberalen ihre Haltung zur Solarenergie geändert, nachdem Parteichef Guido Westerwelle im September an einem Spenden-Abendessen mit Solarworld-Chef Frank Asbeck teilgenommen habe.

Ursprünglich habe die FDP die staatliche Förderung von Fotovoltaik-Anlagen um mindestens 30 Prozent kappen wollen. Inzwischen hat die schwarz-gelbe Bundesregierung angekündigt, die Fördermittel für Solarstrom um 15 Prozent zu kürzen. Die Firma Solarworld AG hat ihren Konzernsitz in Bonn, der Heimat von Westerwelle. Die FDP bestreitet, dass die Spende Einfluss auf ihre Position gehabt habe. "Wir machen Politik nicht abhängig von Spenden", sagte FDP-Sprecher Wulf Oehme. Der Abgeordnete Michael Kauch erklärte, die Zahl von 30 Prozent sei bereits auf Arbeitsebene abgelehnt worden - "aus fachlichen Gründen".

SPD-Parteichef Sigmar Gabriel hatte im Abendblatt Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) aufgefordert, juristische Schritte gegen die Liberalen und die CSU zu prüfen. Gabriel sagte: "Spenden, die der Partei erkennbar in Erwartung oder als Gegenleistung eines bestimmten wirtschaftlichen oder politischen Vorteils gewährt werden, sind verboten."

Die FDP und die CSU hatten Spenden der Familie von August Baron von Finck erhalten. Die Milliardärs-Familie ist Miteigentümer der Mövenpick-Hotelgruppe mit 14 Häusern in Deutschland. Der Mehrwertsteuersatz für Übernachtungen war auf sieben Prozent gesenkt worden. Gabriel verlangte im Abendblatt, dass die Spenden zurückgezahlt werden. "Sonst setzt sich die Bundesregierung dauerhaft dem Verdacht aus, sie sei käuflich."

Laut "Spiegel" spendeten wenige Tage nach der Bundestagswahl am 27. September drei Mitglieder der Familien Quandt und Klatten der CDU insgesamt 450 000 Euro. Noch vor der Veröffentlichung der Spende der BMW-Großaktionäre hätten "Union und FDP einen neuen Rabatt bei der Besteuerung von Jahreswagen für Mitarbeiter und ebenso einen weiteren Steuerrabatt für die Privatnutzung von Firmenwagen" vereinbart, heißt es in dem Bericht.(HA)
:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.802.833 von Heidi_Klum am 25.01.10 10:01:27vielleicht wird Guido nach seiner Entfernung aus dem Hohen Amt Geschäftsführer der Auto-Industrie.

Das würde eine gewisse Kontinuität bedeuten w/ äquivalenter besonderer Veranlagung der Funktionsträger:laugh::laugh::laugh:
:laugh::laugh::laugh:

Ich lache auch, weil ich mich jetzt schon darauf freue, daß diese pseudoliberale Mischpoke keine volle Periode im Amt sein wird.

Davon bin ich nämlich überzeugt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.800.281 von Heidi_Klum am 24.01.10 16:57:04Wie aus gewöhnlich schlecht unterrichteten Kreisen verlautet, haben die Taliban ein Aussteiger-Programm für FDP-Mitglieder aufgelegt...

Die Begründung wurde fast wortwörtlich von dem FDP-Papier übernommen, so hieß es... (...Mitläufer aus wirtschaftlichen Interessen...)
im ernst die bestmögliche regierung für einen börslichen kapitalisten

stellt euch vor was eine linke regierung mit den banken aufgeführt hätte

schon alleine was sozi obama jetzt vorhat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.823.434 von umkehrformation am 27.01.10 15:44:23:cool:

Taliban-Abwrackpläne

:laugh:
FDP sinkt weiter in der Wählergunst

28. Januar 2010, 04:00 Uhr .Berlin - Nach der Debatte über eine Millionenspende aus der Hotelbranche hat die FDP an Ansehen verloren. In einer Forsa-Umfrage sank die Partei im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf neun Prozent. Seit der Bundestagswahl, als die Liberalen 14,6 Prozent holten, verloren sie mehr als fünf Prozentpunkte.
welt online
Hallo,
warum wird heutzutage immer diese blöde forsa umfrage gemacht.
Am bessten man macht vor einer wahl eine forsa umfrage, dann
braucht man wenigsten nicht mehr wählen gehen, wenn
man schon vorher ungefähr den ausgang weiß.

Gruß w-f
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.830.222 von w-f am 28.01.10 12:42:47Das Ergebnis der Wahl steht immer vorher fest...

alerdings etwas anders als Du wohl denken wirst...

Hör Dir mal das an:

Margaret Wirth, Universität Bremen
Teil 1. Einleitung - Was steht bei der Wahl überhaupt zur Wahl und was nicht?
Teil 2. Die Wahl: Was findet da statt: Was ist der Inhalt dieser Veranstaltung?
Teil 3+4. Der Wahlkampf: Mit welcher Art Argumenten werden die Wähler zum Wählen agitiert?
Teil 5. Fazit und Nachträge

http://doku.argudiss.de/sendfiles.php?job%5Bext%5D=mp3&job%5…
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.831.781 von alysant am 28.01.10 15:29:15:cool:


"Die Charakterlosigkeit der FDP verbunden mit ihrem Selbsterhaltungstrieb ist eine der zuverlässig berechenbaren Komponenten."


"Eine der dümmsten Vorstellungen, die man haben kann, den Arbeitnehmer am Produktivkapital unbedingt beteiligen zu müssen."

Rede von Strauß auf der Tagung der CSU-Landesgruppe, Sonthofen, 18./19.November 1974
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.833.484 von Heidi_Klum am 28.01.10 17:38:55:D

Das Abkassieren der Pseudoliberalen hat ja schon Tradition. Der Erfolgreichste war bisher Martin Bangemann, vom bedeutungslosen Wirtschaftsminister der BRD zur EU.

Der hat seine Funktion dazu benutzt, Millionen zu machen.
:cool:

ZDF-Politbarometer: Liberale nur bei neun Prozent, SPD legt zu FDP-Stars Westerwelle und Rösler stürzen ab


29.01.2010 Schlechte Aussichten für die FDP! Im aktuellen ZDF-Politbarometer kommen die Liberalen nur auf neun Prozent.

Ihre Super-Stars, Außenminister Guido Westerwelle und Gesundheitsminister Philipp Rösler, büßen in der Wählergunst drastisch ein.
Bild


:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.849.875 von Heidi_Klum am 31.01.10 07:20:27Ihre Super-Stars, Außenminister Guido Westerwelle und Gesundheitsminister Philipp Rösler,

Seit wann sind/waren diese beiden Loser denn Superstars und vor allem für wen???
Im Interesse der Sicherung ihrer Pfründe hat sich ein NRW-FDP-Fuzzy für die Aufschiebung der MWST-Ermäßigung ausgesprochen.

Das gibt Sinn, da das deutsche Stimmvieh sicherlich darauf reinfällt. Nach der Wahl kann die Aufschiebung dann wieder aufgehoben werden. :laugh::laugh::laugh:

==============

Das läge auch voll im Verständnis dieser Bewegung. Ich erinnere mich da an die Aussage einer weiblichen FDP-Staatsekretärs-Micky-Mouse, die in dem Wahn lebt, im Entwicklungsministerium "ihr Geld wert zu sein", und die meinte, daß Versprechen vor der Wahl nach der Wahl nichts mehr gelten.

Das weiß der Wähler auch, läßt sich aber immer wieder erneut verarschen, da vermutlich darauf trainiert. :laugh::laugh:
das guido ist einfach nur peinlich, der will bestimmt noch kanzler werden:laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.851.422 von curacanne am 31.01.10 18:12:24heisst das nicht die Guido ? :laugh::laugh:
Ich nehme mal an, er ist der passive part :p
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.852.565 von Heidi_Klum am 01.02.10 07:22:02Taliban planen Aussteigerprogramm für FDP-Mitglieder

:laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.852.565 von Heidi_Klum am 01.02.10 07:22:02Da herrscht dann eine Partei mit aktuell - mit Trend zur Chronifizierung - einstelliger Wählerzustimmung.:laugh::laugh::laugh:

Guido wird der Außenminister mit der historisch kürzesten Laufzeit - meine Prognose. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.853.273 von alysant am 01.02.10 10:09:53die kleine guido muß sich mithin beeilen, um noch die große welt zu bereisen....auf staatskosten natürlich... und die deutschen noch lächerlicher zu machen
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.853.306 von curacanne am 01.02.10 10:13:58Ein größeres "Inkompetenz-Team" hatte Deutschland meiner Meinung nach noch nie aufzubieten:



Und da soll noch einer sagen, als Dummbatz kann mans in Deutschland nicht weit bringen.....

Von der "Mutti mit der ruhigen Hand" will ich erst gar nicht sprechen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.853.719 von Datteljongleur am 01.02.10 11:17:20Sorry, der Asia-Rösler fehlt noch!
:cool:


Job für alten Weggefährten wird für Brüderle teuer


1. Februar 2010, 07:20 Uhr .Der neue Posten des Kreditmediators kostet die Regierung einiges. Hans-Joachim Metternich und seine Mitarbeiter sollen zwischen Banken und Unternehmern vermitteln. Dafür sollen sie nach Plänen von Wirtschaftsminister Brüderle jeweils mehr als 15.000 Euro Monatsgehalt bekommen. Brüderle und Metternich kennen sich gut.welt-online

:cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.854.190 von Heidi_Klum am 01.02.10 12:29:04Stammt der Metternich vielleicht aus einer Sektkellerei und beliefert das "Weinfaß" (Priol über Brüderle):laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.853.864 von Datteljongleur am 01.02.10 11:40:49Das Kostüm ist nicht schlecht, da klassische Note.

Wenn ich da an ihre Klamotten (blau und schwarz, schlechtsitzend) im Bundestag denke anläßlich des Holocaust-Tages, kommt mir noch immer das blanke Grausen.

Angela hat mich irgendwie an Cindy aus Marzahn in ihrem Trainingsanzug erinnert. :laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.856.247 von alysant am 01.02.10 16:55:13Cindy aus Marzahn in ihrem Trainingsanzug
:laugh::laugh::laugh:
Dort ein Pöstchen, hier eine GehaltserhöhungErschienen




Vor der Bundestagswahl hatten Union und FDP Bürokratieabbau versprochen. Jetzt blähen sie den Verwaltungsapparat des Bundes kräftig auf.

Die Beamten im Verkehrsministerium haben derzeit viel zu lernen. Die neuen Chefs, Minister Peter Ramsauer und fünf Staatssekretäre, haben jeweils eigene Vorstellungen davon, wie ein Brief auszusehen hat. Bevor ein Schreiben die Behörde verlässt, seien sechs verschiedene "Sonderregelungen zu beachten", heißt es in einer "Zettelnachricht", die seit kurzem über vielen Schreibtischen hängt.




Wie grüßt man?
Bei Briefen, die der Minister selbst unterzeichnet, reicht die Formel "Mit freundlichen Grüßen". FDP-Staatssekretär Jan Mücke verlangt ein "Mit meinen besten Grüßen", auf zweiseitigen Texten muss am Ende Mückes Name wiederholt werden. CDU-Kollege Enak Ferlemann wünscht den Zusatz "Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben".



Aus dem Vollen
Neue Anweisungen gibt es in den Berliner Bundesbehörden derzeit zuhauf; die schwarz-gelbe Regierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zahl der Chefs und Subchefs in ihrer Ministerialverwaltung kräftig auszubauen. Unbeeindruckt von Geschäftsordnungen, Stellenplänen und Kosten gliedern die Minister von Union und FDP ihren Häusern neue Abteilungen an, erfinden Aufgaben, vermehren Referate und Stabsstellen. Vor der Wahl hatten die Koalitionäre einen sparsamen Umgang mit Steuergeldern versprochen. Jetzt wird aus dem Vollen geschöpft.

Rund 1000 Stellen mehr
Um die Beamtenstellen unbehindert vermehren zu können, hat das schwarz-gelbe Kabinett kürzlich sogar eine seit Jahren bestehende Sparvorschrift aufgehoben. Mussten die Häuser früher
durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr und zuletzt noch 0,6 Prozent ihrer Stellen einsparen, gibt es im Regierungsentwurf für den Haushalt 2010 keinerlei Vorgaben mehr. "Das animiert Minister, ihren Apparat weiter auszubauen", kritisiert Carsten Schneider, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Rund 1000 Stellen mehr in den Ministerien und nachgeordneten Behörden will die Regierung sich genehmigen.


Ganz oben: Dirk Niebel
Als besonders kreativ im Erfinden neuer Verwaltungsposten erweisen sich die Liberalen. Entwicklungsminister Dirk Niebel will nach zehn externen Stellenbesetzungen nun eine Stabsstelle für die Reform der Entwicklungsorganisationen einrichten und mit teils behördenfremden Kräften besetzen. Dies sei "fragwürdig und kontraproduktiv", kritisiert der Personalrat. Andere Mitarbeiter behaupten, der FDP-Politiker verstopfe den sogenannten Beförderungskamin, den vorgegebenen Karriereweg der Ministerialbeamten.



"Liberales Sparbuch"
Dabei hatten gerade die Liberalen Bescheidenheit gelobt. Wenige Tage vor der Wahl hatte Parteichef Guido Westerwelle noch mit den Vorschlägen aus dem "liberalen Sparbuch" geprahlt,
nach denen jede Menge Staatsdienerposten gestrichen werden sollten. Hohn und Spott hatte die FDP damals insbesondere für Außenminister Frank-Walter Steinmeier übrig, der im Auswärtigen Amt einen "Staatssekretär für Innenpolitik" eingesetzt hatte.

Kleine Gehaltserhöhung
Seit Westerwelle selbst Minister ist, sieht er die Dinge anders. Er hat nicht nur an der fraglichen Staatssekretärsposition festgehalten, er hat sie zudem mit seinem Ex-Büroleiter Martin Biesel besetzt. Feiner Unterschied: Im Etat 2010 des Auswärtigen Amtes ist die Position "Bezüge des Bundesministers und der Staatsminister" um 32.000 Euro gestiegen.


Neue Abteilung
Auch in anderen Häusern wird wieder verstärkt auf den Grundsatz geachtet, dass sich Leistung lohnen soll. Beliebt ist es, Leitungsstäbe zu Leitungsabteilungen zu veredeln und den Spitzenjob mit der Besoldungsgruppe B9 zu vergüten. So hat es Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) angeordnet. Sie ersann gleich noch die neue Unterabteilung "Kollektives Arbeitsrecht", die von einem Bürokraten der Besoldungsgruppe B6 geführt werden soll.

"Logisch, modern, bürgernah"
Kaum zurückhaltender ist Norbert Röttgen. Der CDU-Minister hat in der oberen Etage seines Umweltressorts das Personal aufgestockt und zwei Leitungsstäbe samt hochdotierten Posten gebildet. Am findigsten aber erweist sich Verkehrsminister Peter Ramsauer. "Logisch, modern und bürgernah", so ein Sprecher, sei nun die Organisation des Ressorts.

Nichts zu leiten
Zunächst entstand eine Leitungsabteilung, in deren zwei Unterabteilungen Ramsauer Personal aus seinem Abgeordnetenbüro und vom Bayerischen Rundfunk beförderte. Zwei Referatsleiter, darunter Ramsauers persönliche Referentin, haben sicher viel zu tun, aber nichts zu leiten - sie sind allein in ihrem Referat. Eine derartige Praxis hatte der Bundesrechnungshof schon vor Jahren ausdrücklich gerügt.

Gar nicht zuständig
Bei der schwarz-gelben Kabinettsbildung verlor Ramsauer zwar die Zuständigkeit für die neuen Länder. Trotzdem führt er als Minister nun wieder neun Abteilungen, er erhöhte die Zahl der Unterabteilungen auf 23 und erfand 9 zusätzliche Referate, darunter das Referat SW 40, das sich um "ländliche Infrastruktur" kümmern soll. Verfassungsrechtlich liegt diese Aufgabe allerdings komplett bei den Kommunen.

Permanent Machtkämpfe?
Rätselhaft ist ebenso, weshalb Ramsauer Straßenbau und Straßenverkehr in zwei Abteilungen sortiert hat, die jeweils verschiedenen Staatssekretären unterstehen. "Beide Staatssekretäre werden sich permanent Machtkämpfe um Einflussbereiche liefern", vermutet der Verkehrsexperte der Grünen, Anton Hofreiter.

Spielverderber Schäuble?
Jetzt fordert Finanzminister Wolfgang Schäuble mehr Enthaltsamkeit auch in der Personalpolitik. Er drohte seinen Kabinettskollegen, eine Rückkehr zu "pauschalen Stellenkürzungen" sei möglich - allerdings erst im Haushaltsjahr 2011.


Petra Bornhöft - Spiegel
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.858.711 von curacanne am 01.02.10 22:01:24Angela hat in ihren faltigen Klamotten ausgesehen, als ob sie gerade vom Sofa aufgestanden wäre nach einem kleinen Nickerchen. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.860.393 von curacanne am 02.02.10 09:50:26:laugh::laugh:

Guido war gestern beim tierischen Ernst mit seinem Partner.

Dieser wirkt jedenfalls sehr sympathisch und zudem echt im Vergleich zu G. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.862.655 von Heidi_Klum am 02.02.10 13:58:47:laugh::laugh:

Gestern war er aber anders kostümiert, aber wiederum mit dieser penetrant einfarbigen gelben Krawatte, die sich für mich zu einem roten Tuch entwickelt.:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.862.710 von alysant am 02.02.10 14:05:40Aber sein Lebenspartner hat sich wirklich ein originelles Kostüm ausgesucht!



:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.862.779 von Datteljongleur am 02.02.10 14:13:35:laugh::laugh::laugh:

mit farblicher Abstimmung bei Guido einschl. Selbstbinder :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.863.152 von Heidi_Klum am 02.02.10 14:52:59Sind die Hosen womöglich aus der Sammlung Angela ? :laugh::laugh:
:cool:

FDP immer dreister?

Auch das noch: Steckt Westerwelle hinter dem Winterwetter auf Drängen der Hotel und Streusalz-Lobby?

:confused:
:cool:


Westerwelle lobt Athen

Außenminister Guido Westerwelle hat bei einem Besuch in Griechenland die Pläne zur Konsolidierung der Staatsfinanzen begrüßt. Premier Papandreou kündigt weitere Einschnitte an.

.
:cool:

Chefdiplomat: Außenminister Guido Westerwelle hat zur Besonnenheit im Bankdaten-Streit mit der Schweiz aufgerufen

;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.872.783 von Heidi_Klum am 03.02.10 16:11:47no comment only :laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.874.665 von curacanne am 03.02.10 19:36:51:laugh::laugh::laugh:

Guido ist bereits am Anfang seiner vermutlich kurzen Diplomaten-Karriere amüsanter als Heinrich Lübke in der Endphase seiner Zeit als Bundespräsident.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.879.768 von curacanne am 04.02.10 14:34:55Es fehlt nur noch das Oettinger-Englisch, dann hätten wir die 5. Jahreszeit das ganze Jahr über. :laugh::laugh::laugh:
FDP-Krisengipfel am Sonntag


Für Sonntag lädt Parteichef Guido Westerwelle die Führung von Partei und Fraktion zur Krisensitzung nach Berlin. Die Umfragewerte sind abgestürzt, das Image der FDP nach 100 Tagen Regierungsbeteiligung lädiert. Nun soll ein neuer "Corpsgeist" helfen. Und das Beharren auf Steuersenkungen.

Zwei Wochen nach dem Harmonieschwur der streitenden Koalitions-Parteichefs Guido Westerwelle (FDP), Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) ist der Krisengipfel nun auch bei der FDP das bevorzugte Therapiemittel zur Bewältigung mieser Umfragewerte.

Für Sonntag hat Parteichef Westerwelle überraschend Präsidium und Fraktionsvorstand zur Klausur nach Berlin geladen. Offiziell will Westerwelle "ein bisschen mehr Zeit haben", um über die Lage der Partei zu sprechen, heißt es. Die ist in der Tat miserabel. Nur 100 Tage nach dem Start der schwarz-gelben Koalition ist die FDP in einer jüngst veröffentlichten Umfrage der ARD in der Wählergunst auf mickrige acht Prozent abgerutscht. Bei der Bundestagswahl hatten die Liberalen 14,6 Prozent erreicht.

Nun müsse "einiges klargestellt werden und ein neuer Corpsgeist entstehen", formuliert ein FDP-Regierungsmitglied die Erwartungen. Damit ist wohl vor allem Parteivize Andreas Pinkwart gemeint, der mit seinem unabgestimmten Vorstoß zur Aussetzung des ermäßigten Steuersatzes für Hotels am Wochenende Parteichef Westerwelle brüskierte. "Man kann nicht in den Krieg ziehen und auf die eigenen Leute schießen", sagt ein FDP-Minister.
Am Montag hatte Westerwelle nach der Präsidiumssitzung das Spitzentreffen einberufen, einige Minister müssen nun ihre Wochenend-Pläne verschieben.
:cool:

"Unsexiest Woman"
Magazin erklärt Westerwelle und Kaulitz zu Frauen



5. Februar 2010, 10:47 Uhr .Die Leser des Männermagazins "FHM" haben eine etwas merkwürdige Vorstellung von Weiblich- und Männlichkeit. Unter den von ihnen gewählten 100 "unsexiest Women 2010" tauchen gleich mehrere Männer auf. Einer davon ist Außenminister Guido Westerwelle. Der Lesben- und Schwulenverband ist nicht begeistert......

....Das Magazin schiebt die Schuld für die Auswahl auf seine Leser: Die Wahl der unsexiest Women erfolge ohne Vorgaben von FHM, heißt es auf Nachfrage. Das Männermagazin sammle während des gesamten Jahres Namensvorschläge, die die Redaktion per Post und E-Mail erreichen (dieses Jahr über 21.000) und erstelle daraus direkt eine Liste.

Welt online





:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.895.399 von Heidi_Klum am 06.02.10 07:43:15:D:D

lustig ist auch das oberlehrerhafte Auftreten von Guido, z.B. die gestrige strenge, ja drohende Miene, gerichtet an die Adresse der Perser :laugh:

Vermutlich müssen da selbst die Moslems lachen, und zwar "im Namen Allahs, des Allmächtigen usw." (Standardspruch, jetzt auch bei uns / So beginnen auch persische Immobilien-Kaufverträge:laugh:)

===============

Warum ist Guido nicht Rektor einer Volksschule geworden ? Da hätte er mit Sicherheit reüssiert. :D
:confused:

FDP macht weiter wie bisher

Schlechte Umfragewerte für die FDP: Nur ein Viertel der Deutschen sind mit der Arbeit von Brüderle und Co. zufrieden. FDP-Chef Westerwelle: "Ich werde mich von Meinungsumfragen nicht beirren lassen! Wenn das Meinungsforschungsinstitut etwas von uns möchte, muß es genau wie die anderen Geld dafür bezahlen, statt uns mit schlechten Umfragewerten zu kommen." titanic

:laugh:
:cool:

Westerwelle im „Spiegel“: „Ich habe eine Engelsgeduld. Ich kann aber auch anders.“

:(:(:(
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.897.752 von Heidi_Klum am 07.02.10 06:09:40bipolar:laugh::laugh::laugh:
kindisch
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.897.743 von Heidi_Klum am 07.02.10 05:16:59:laugh::laugh::laugh:
wahrnehmungsstörungen
:cool:

100 Tage Schwarz-Gelb

Tiraden des bizarren Onkel Guido

In scheinbar ausweglosen Situationen - das hat Guido Westerwelle gelernt - hilft lautes Schreien. Der Parteichef verhält sich immer noch wie ein Oppositionspolitiker.
VON MATTHIAS LOHRE



Verwandte können die Pest sein. Bizarre Onkel beispielsweise, die sich auf Familienfesten traditionell und unverständlich heftig über gewisse Politiker aufregen. Wenn man dann hört, der besagte Onkel sei endlich wieder in einer festen Beziehung, ist die Hoffnung groß, dass sein Krakeel nun ein Ende hat. Umso enttäuschender ist es, wenn man beim nächsten Familienfest erkennen muss, dass sich der Onkel kein bisschen geändert hat. So ungefähr verhält es sich derzeit mit Guido Westerwelle.

Noch am Donnerstagmittag hatte der Bundesaußenminister beim Treffen von deutschem und französischem Kabinett in Paris Nicolas Sarkozy anlächeln dürfen. Westerwelle, der Staatsmann. Am Abend desselben Tages war er bereits wieder in Berlin. Hier, auf einer FDP-Veranstaltung zu 100 Tagen Schwarz-Gelb, klang Westerwelle wieder wie der altbekannte, immer etwas zu laute Oppositionspolitiker. Nun gut, in gewisser Weise ist das verständlich.


Ob Gesundheitsreform, Erika Steinbach, Steuerdaten-CD oder Hoteliers-Spenden - stets ersetzen CDU und CSU der FDP lustvoll die Opposition. Obendrein wackelt die enorm wichtige schwarz-gelbe Regierungsmehrheit in Nordrhein-Westfalen, nur drei Monate vor der Landtagswahl. Und nun rutscht die FDP, einer Umfrage des ARD-Deutschlandtrends zufolge, gar auf 8 Prozent. In scheinbar ausweglosen Situationen - das hat Guido Westerwelle gelernt - hilft lautes Schreien. Das dämpft die eigene Furcht und beeindruckt vielleicht den Gegner. Und deshalb sahen die rund 400 Anwesenden in der Berliner FDP-Zentrale einen Guido Westerwelle, der wirkte, als sei er noch immer in der Opposition.

Voller Instant-Empörung zeigte der Parteichef seinen Mitstreitern, wie sie die Angriffe der politischen Konkurrenz parieren können. "Wir werden jetzt dafür kritisiert, dass wir umsetzen, was wir vor der Wahl versprochen haben." Das ist nicht weiter verwunderlich, wurde die FDP auch vor der Wahl für ihre Versprechen kritisiert. Unter Schwarz-Rot, schimpfte Westerwelle, seien Milliarden Euro ins Verschrotten von Autos gesteckt worden, die FDP hingegen stecke es in Bildung. Dass die Abwrack-Partei CDU das Bildungsressort verantwortet, erwähnte er nicht.

Erst kurz nach Redebeginn eilte Gesundheitsminister Philipp Rösler in die erste Zuhörerreihe. Gerade noch rechtzeitig, um eine Verteidigung durch seinen Parteichef anzuhören. Angesichts der Kritik an den FDP-Plänen für eine Kopfpauschale erklärte Westerwelle: "Was hat man eigentlich gedacht? Dass Philipp Rösler in den ersten hundert Tagen übers Wasser läuft?" Doch zielt die Kritik von Union und Opposition nicht darauf, dass der Minister sein Vorhaben nicht umzusetzen verstehe. Ihnen gefallen die radikalen Reformpläne an sich nicht.

Bezeichnenderweise erhält an diesem Abend der neue Generalsekretär Christian Lindner das dickste Lob vom Chef. Der 31-Jährige aus Wuppertal kann mindestens so schneidig wie Westerwelle damit drohen, wenn die FDP nicht regiere, dann schlittere Deutschland in eine "linke Republik". Klare Feindbilder mobilisieren in Krisenzeiten bekanntlich die Anhänger.

Und so scheint es unumgänglich, dass Westerwelle seinen Zuhörern bis zur NRW-Wahl mit seiner Angriffstaktik zusetzen wird. Am Freitagmorgen gab der FDP-Vorsitzende dem Deutschlandfunk ein Interview. Er schalt wieder die vor ihm regierenden Parteien, die "den Karren in dieser Republik" in den Dreck gezogen hätten. Da unterbrach ihn die Fragestellerin mit dem Hinweis: "Herr Westerwelle, Sie sind ja jetzt an der Regierung." Darauf Westerwelle: "Entschuldigen Sie bitte. Was sagten Sie?"

taz
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.897.920 von curacanne am 07.02.10 10:23:05"schwere rezidivierende bipolare affektive Psychose bei anamnestischer Polytoxikomanie :laugh::laugh::laugh:

Diese Diagnose habe ich mal für mich selber gestellt, der Psychiater bekam schon nach der ersten Hälfte einen Lachkrampf.

Ich fahre gut damit und habe schon drei Narrenärzte überlebt, der vierte ist auch bald fällig. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.897.743 von Heidi_Klum am 07.02.10 05:16:59Wenn 25 % mit der "Arbeit" zufrieden sind, interpretiere ich das a