DAX-0,48 % EUR/USD+0,02 % Gold-0,03 % Öl (Brent)+0,46 %

Wieviel Macht sollen die Parasiten noch bekommen? - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Deutsche Bank: Alles auf Zucker

Zurück zu den Wurzeln: Das Institut steigt bei einem Zuckerhändler ein, um den Rohstoff künftig physisch zu handeln. Klingt anachronistisch - liegt aber im Trend.


Die Deutsche Bank, so muss man das wohl deuten, hat ihre Lehren aus der Krise gezogen: Nicht in komplexen Produkten wie Mortgage-Backed Securities, Collateralized Debt Obligations oder Credit Defaults Swaps liegt die Zukunft. Sondern in einfachen Gütern, die nun wirklich jeder versteht. Zucker zum Beispiel. Um den weißen Rohstoff hat die Bank ihr Portfolio nämlich am Montag erweitert.


Natürlich ist diese Deutung Quatsch. Zucker ist zwar im Haushalt ein einfaches Gut, nicht aber in der Finanzwelt - da ist es bisweilen sogar hochspekulativ. Es reicht, wenn in Indien der Monsun ausfällt, und schon explodiert der Weltmarktpreis. Wie zuletzt, als der Zuckerpreis binnen Wochen um 50 Prozent auf mehr als 20 US-Cent je Pfund anstieg und damit so teuer war wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr.


Tatsächlich haben auch die Rohstoffhändler der Deutschen Bank den Zucker nicht erst am Montag für sich entdeckt. Und dennoch bedeutet die am Montag publik gemachte Allianz mit dem Londoner Traditionsbroker Czarnikow eine kleine Revolution für das Frankfurter Geldhaus: Bislang kann das Institut nur indirekt auf Preissprünge beim Zucker setzen, etwa über Terminkontrakte. Czarnikow hingegen ist ein Spezialhändler, der Zucker tatsächlich als physischen Stoff aufkauft und auf den globalen Märkten vertreibt - ein Instrument, das sich die Deutsche Bank künftig zunutze machen will.


Das mag unzeitgemäß klingen, tatsächlich aber dringen auch andere große Investmentbanken seit Längerem in den Handel mit physischen Waren. Wall-Street-Häuser wie Morgan Stanley und Goldman Sachs etwa besitzen Kraftwerke, Tankerflotten und Pipelinebetreiber. Die Institute sehen die Investments nicht nur als lukrative Erlösquelle, sondern vor allem als Zugang zu Marktinformationen: Morgan Stanley zum Beispiel erhält als Betreiber von Öltankern deutlich mehr Hinweise über die aktuelle Angebots- und Nachfragesituation, als wenn die Bank nur als Ölhändler an einer Terminbörse auftreten würde. Darüber hinaus bietet der Besitz des realen Rohstoffs die Möglichkeit, komplexere Handelsstrategien einzusetzen - wozu unter anderem die umstrittene Lagerung zählt, über die sich möglicherweise der Preis beeinflussen lässt.


Ein weiteres Argument für den physischen Handel: Die CFTC, eine Behörde, die die US-Terminmärkte kontrolliert, geht derzeit massiv gegen Spekulanten im Energiehandel vor. Die Aufseher erwägen sogar, feste Positionsobergrenzen einzuführen. Investoren hingegen, die ihr Kapital physisch in Rohstoffen und Edelmetallen anlegen, hat die CFTC bislang noch nicht ins Visier genommen.


Quelle: FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND


Derartige Geschäfte sollten Banken grundsätzlich verboten bleiben.
Kaum droht ein bischen Regulierung (CFTC) wird auch schon an Umgehungstatbeständen gearbeitet.
Den Gold und Silber Handel kontrollieren sie schon, weil Geld seien Bedeutung verliert wird sich nun noch das geholt was auf jeden Fall nicht ins Bedeutungslose fällt.

Kontrolliere Gold, Silber und Nahrung und du kannst dich selbst zum Kaiser der Welt krönen..und keiner wird dich aufhalten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.122.745 von T.Hecht am 06.10.09 13:46:12Derartige Geschäfte sollten Banken grundsätzlich verboten bleiben.

Genau. Man sollte Banken die Annahme, Weitergabe und den Handel mit Geld und mit Papieren, die sich mit Geld befassen, grundsätzlich verbieten.

Für Ein- und Auszahlungen gibt es Bargeldautomaten und für Papiere den Papergroß- und Einzelhandel. Ergo sind Banken total überflüssig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.122.970 von stargold123 am 06.10.09 14:17:55Kontrolliere Gold, Silber und Nahrung und du kannst dich selbst zum Kaiser der Welt krönen..und keiner wird dich aufhalten.


Vollkommener Quatsch!
Energie ist die Währung der Zukunft und der Handel damit! Z.B. über Zertifikate oder Emissionsrechte, alles andere wird dir dafür nachgeschmissen werden, inklusive Nahrung, Silber und Gold.
Und da geht garnichts ohne die Banken und Börsen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.124.596 von selbstaendiger am 06.10.09 16:48:41Genau. Man sollte Banken die Annahme, Weitergabe und den Handel mit Geld und mit Papieren, die sich mit Geld befassen, grundsätzlich verbieten.

Hier geht es eben nicht um Geld sondern um physische Produkte wie Zucker etc. Wozu müssen Banken damit zocken? Wobei eben die Zockerei noch kein Problem wäre, die wachsende Marktmacht der Banken aber der Manipulation eben Tür und Tor öffnet.
Naja und gehts mal schief gibt es ja auch noch die doofen Steuerzahler!
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.122.745 von T.Hecht am 06.10.09 13:46:12#1

Ach, und wir dachten in diesem Thread geht es um die SPD...

;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.125.468 von Kaperfahrer am 06.10.09 18:06:26wenn ich so einen scheiß lese,,,zertifikate ( bestens geeignet nach einer amerikanischen bankenpleite von letztem jahr )
alles nur papier...und marktmanipulation

emmissionsrechte....bürokratischer papierunfug...den der steuerzahler bezahlt...

gibts auch schon immissionsrechte DER SCHEIß; DER WIEDER RUNTERKOMMT::::
was seid ihr alle nur bürokratieverblendet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.134.310 von clelia am 07.10.09 19:14:00Na und?

Gold dass du an der Börse kaufst steht doch auch nur auf dem Papier. Geeignet zum Zocken in Krisenzeiten! Oder schleppst du das tatsächlich mit nach Hause?
Und mit Gold selber kannst du außer ein bisschen Technikschischi eigentlich auch nicht viel mehr anfangen als dir die Löcher in den Zähnen füllen zu lassen.
Gold ist mit eine der absurdesten und emotional aufgeladensten Möglichkeiten nutzlosem Zeug das glänzt, Wert beizumessen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.134.690 von Kaperfahrer am 07.10.09 19:56:36Gold ist mit eine der absurdesten und emotional aufgeladensten Möglichkeiten nutzlosem Zeug das glänzt, Wert beizumessen.

für ein goldstück (meistens 1 unze) konntest du seit dem 30-jährigen krieg in allen kriegsregionen,

zb:
in stalin-russland, mao-china, usw usw
immer ein schwein oder eine kuh schwarz kaufen.

obwohl in den o.g. ländern zeitweise die todesstrafe auf privaten goldbesitz stand
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.135.673 von rohrberg am 07.10.09 21:54:51obwohl in den o.g. ländern zeitweise die todesstrafe auf privaten goldbesitz stand


Damit bestätigst du mir nur, das Gold nur ein Symbol für etwas echt Werthaltiges ist. Nichts anderes sind Aktien, Papiergeld oder digitale und virtuelle Besitzurkunden.

Goldbesitz macht Sinn wenn du unter Umständen lebst wie im dreißigjährigen Krieg, unter heutigen Umständen ist es bestenfalls eine hübsche aber letztendlich vollkommen überflüssige Sache, deren einziger Wert eigentlich nur ihre technischen Eigenschaften als Edelmetall ausmacht.

Wenn wir dereinst wieder unter Brücken hausen, die digitale Welt zusammen gebrochen ist und wir wieder wie Mutter Courage mit Panjewagen durch die Wälder ziehen bin ich wieder bei Dir.


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um eine ältere Diskussion, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier eine neue Diskussion.