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Bank bescheisst bei Zinsanpassungen - 500 Beiträge pro Seite



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Bei der Hausbank bestehen vier Banksparverträge (Sparbücher mit dazugehörigem Sparvertrag) mit variablem Zinssatz und einer vertraglich vereinbarten Zinsanpassungsklausel.

Die Hausbank hat die Zinssätze innerhalb der vergangenen 8 Monate mehrfach wie folgt gesenkt:

von 1,25 % auf 0,75 %
von 0,75 % auf 0,5 %
von 0,5 % auf 0,4 %
von 0,4 % auf 0,3 %
von 0,3 % auf 0,25 %

Erstmal habe ich mich nur geärgert. Danach habe ich die Zinsanpassungsklausel in den Sparverträgen nachgelesen:

Verfahren der Zinsanpassung

Die Zinsanpassung richtet sich nach einer Veränderung des Referenzzinssatzes. Der Referenzzinssatz ist der am Monatsende ermittelte gewichtete und auf zwei Stellen hinter dem Komma kaufmännisch gerundete Wert aus dem gleitenden 3-Monats-Zins mit 30 % und dem gleitenden 10-Jahres-Zins mit 70 %.

Die Bank wird die Entwicklung des Referenzzinssatzes regelmässig am Monatsende überprüfen. Hat sich zu diesem Zeitpunkt der Referenzzinssatz um mindestens 0,25 Prozentpunkte gegenüber seinem massgeblichen Wert bei Vertragsabschluss bzw. der letzten Zinsanpassung verändert, sinkt oder steigt der Sparzins um ebenso viele Prozentpunkte zum Folgetag.

Die Höhe des Referenzzinssatzes bei der Zinsanpassung wird im Preisaushang bekannt gegeben. Des Weiteren wird der Sparer über die im abgelaufenen Jahr vorgenommene(n) Zinsanpassung(en) informiert.

Der gleitende 10-Jahres-Zins berechnet sich aus den Monatsendzinssätzen des Deutschen Rentenindex (REX) für 10-jährige Bund-Renditen entsprechend den Veröffentlichungen der Deutsche Börse AG als Mittelwert dieser Zinssätze der letzten 10 Jahre.

Der gleitende 3-Monats-Zins berechnet sich aus dem EURIBOR/Dreimonatsgeld entsprechend der Statistik der Deutschen Bundesbank als Mittelwert dieser Zinssätze der letzten 3 Monate.


Mir drängt sich hier der Eindruck auf, als habe die Bank die Zinsanpassungsklausel bewusst schwer nachprüfbar gestaltet. Wie kann man die Zinsanpassungen der Bank am sinnvollsten überprüfen/nachrechnen und reklamieren, ohne sich gegenüber der Bank als Volltrottel zu outen?
Die Bank erläutert sicher gerne die vorgenommenen Anpassungen.
Näherungsweise ist es auch kein Problem, den Zehnjahreszins für Staatsanleihen und den 1-Monatseuribor für die Stichtage zu recherchieren. Nur hat die Bank wohl einen Abschlag von 2% zum ermittelten Zins und der 3-Monatszins ist derzeit nur etwa 1%.

Banksparvertrag, ob man sowas unbedingt haben muß bei der Verzinsung.
Sparbuchzinsen sind nunmal derzeit niedrig, die Chancen der Krise findet man woanders.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.206.247 von Datenreisender am 19.10.09 15:55:13Der Rechenweg scheint doch erst einmal recht transparent.
Nimm Dir doch einfach ein Excelsheet oder ähnliches und versuche nachzurechnen.
Zeitreihen findest Du z.B. unter

http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_zeitreihen.php

http://deutsche-boerse.com/dbag/dispatch/de/kir/gdb_navigati…

Leider kannst Du nur die Entwicklung der Referenz nachvollziehen. Der tatsächlich von der Bank vergebene Zins scheint dauerhaft signifikant unter der Referenz zu sein.
Alles in allem scheint das Produkt aus Renditegesichtspunkten, Entschuldigung, totaler Schrott zu sein.
:keks:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.207.274 von GOTOX am 19.10.09 17:36:09Danke für die Antworten.

Dass die Zinsanpassungen der Bank so nicht stimmen können, ergibt sich ja bereits aus drei offensichtlichen Punkten:

1.) Die letzten drei Zinsanpassungen sind nach dem Wortlaut der Zinsanpassungsklausel gar nicht möglich, da die für die Anpassung jeweils notwendige Differenz von mindestens 0,25 % unterschritten wurde.

2.) Habe ich da, auch ohne nachgerechnet zu haben, noch ein Logikproblem. Wie kann der Zinssatz überhaupt innerhalb weniger Monate auf nur noch ein Fünftel seines ursprünglichen Wertes zusammenbrechen, wenn ein 10-Jahres-Durchschnittszins bei der Ermittlung des Referenzzinssatzes mit 70 % gewichtet wird?

3.) Bei der aufwendigen Ermittlungsmethode des Zinssatzes kann ich mir, ohne nachgerechnet zu haben, nicht vorstellen, dass die Zinssenkungen fünf Mal hintereinander immer so schön "glatt" ausfallen, da müssten doch viel "krummere" Werte dabei herauskommen?

Dass Banksparverträge nicht unbedingt Renditebrüller sind, ist mir auch klar. Keine Angst, ich besitze auch Aktien und eine Immobilie.
Aber gegenüber anderen Anlageformen hat der Sparvertrag meiner Meinung nach auch Vorteile: Keine Kosten, keine Provisionen, mündelsicher, unterliegt der Einlagensicherung, ein einfaches und durchschaubares Produkt und zusammen mit den zusätzlich zur Grundverzinsung gezahlten Prämien für die "durchgehaltenenen" Sparjahre kommt der unter dem Strich auch in den Renditebereich einer kapitalbildenden Lebensversicherung, ist aber deutlich transparenter und flexibler.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.207.686 von Datenreisender am 19.10.09 18:17:59zu 1) Prinzipiell gebe ich Dir recht. Andererseits ist der Passus vielleicht auch anders auslegbar.
"Hat sich zu diesem Zeitpunkt der Referenzzinssatz um mindestens 0,25 Prozentpunkte gegenüber seinem massgeblichen Wert bei Vertragsabschluss bzw. der letzten Zinsanpassung verändert, sinkt oder steigt der Sparzins um ebenso viele Prozentpunkte zum Folgetag."
Man muss sich im klaren sein, dass wir eine außerordentliche Zinsentwicklung in den letzten 2 Jahren hatten und momentan auf historischen Tiefs notieren. Eine Bank kann ja schlecht 0% oder negative Zinsen verlangen. Vielleicht hat sie daher um weniger reduziert.

zu 2) Ja. Der Zinssatz scheint einen gleichmäßigen Abschlag (in diesem Fall die Zinsmarge der Bank) zur Referenz vorzunehmen (siehe auch Posting 2). Dazu ein Beispiel:
Referenz: 3,5% Sparplan: 1,5% -->
Referenz: 2,5% Sparplan: 0,5%
Während die Referenz um ca. 28% zurückgeht, geht der Sparplanzins um 66,6% zurück. Absolut gesehen sind es 100 Basispunkte. Prozente auf Prozente zu rechnen kann manchmal tückisch sein.

zu 3) OK - keine Ahnung. Denke das die Bank da schon glättet, da für die meisten (hier wohl eher konservative Sparer) auf krumme Zinssätze sehr irritiert reagieren würden. Schon alles außerhalb einer Viertelprozentskala war früher im Sparbereich undenkbar.

Vielleicht ist die Idee, nach dieser Diskussion und einigen Gedanken, einfach den Bankmitarbeiter diese Frage zu stellen gar nicht so schlecht. Die werden am Schalter wahrscheinlich verblüfft schauen :look:
Eine Antwort (außer blabla - Zinsniveau ist gesunken) werden die sofort nicht haben (was OK ist). Aber Du kannst darauf bestehen dir die Berechnungsgrundlage und Daten (Referenz - Sparplanzins) offenlegen zu lassen. Das könnte spannend werden.
Also mal näherungsweise gerechnet für Mitte Januar und Mitte Oktober
0,7 x 4,5 + 0,3 x 2,38 = 3,864
0,7 x 4,2 + 0,3 x 0,4 = 3,06

Vor allem die 10 Jahresdurchschnitte sind nur aus einem Chart, aber der Zins war zeitweise unter 3 in 2009 und über 5 in 1999. Wenn die Bank 2,5% Marge abzieht passt es schon mit 1,36% am Jahresanfang und 0,56% jetzt.

Wie lange läuft das denn und was ist die Schlußprämie?
Die Konstruktion, den aktuellen Zins auf Basis 1999 folgende festzulegen ist natürlich schon etwas seltsam. Mal 3 Jahre in die Zukunft gedacht und gleichbleibende 10jährige Zinsen unterstellt, würde der Zins durch diesen Basiseffekt jährlich weiter 0,7 x 0,25%, also etwa ein halbes Prozent, fallen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.208.060 von honigbaer am 19.10.09 19:11:25"Vor allem die 10 Jahresdurchschnitte sind nur aus einem Chart, aber der Zins war zeitweise unter 3 in 2009 und über 5 in 1999. Wenn die Bank 2,5% Marge abzieht passt es schon mit 1,36% am Jahresanfang und 0,56% jetzt."
Der variable Zinssatz betrug ab dem 01.01.2008 bis zum 31.01.2009 1,25 %. Zum 01.02.2009 wurde zum ersten Mal gesenkt, auf 0,75 %. Der aktuelle Zinssatz beträgt nach den obenstehenden 5 Senkungen nur noch 0,25 %.

"Wie lange läuft das denn und was ist die Schlußprämie?"
Der Kunde hat eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Die Prämien steigen gestaffelt von 3 % der Jahressparleistung nach 3 Jahren auf bis zu 50 % der Jahressparleistung nach 25 Jahren.

"Die Konstruktion, den aktuellen Zins auf Basis 1999 folgende festzulegen ist natürlich schon etwas seltsam. Mal 3 Jahre in die Zukunft gedacht und gleichbleibende 10jährige Zinsen unterstellt, würde der Zins durch diesen Basiseffekt jährlich weiter 0,7 x 0,25%, also etwa ein halbes Prozent, fallen."
Das wäre dann ja eine Verzinsung von -0,25 % ... :eek:
Einen negativen Zins wird die Bank wohl kaum berechnen dürfen.
Aber so sieht es aus.

Die Prämie ist zwar dann nochmal eine Zinsnachzahlung von 2 bis 4% auf das Sparkapital, aber erst am Laufzeitende, dann ist das auch nur die Hälfte wert. Also mit Anleihen kann man auch eine Verzinsung von 4% erreichen, z.B. mit Anleihen von e.on. Das würde ich dann immernoch als sehr defensive Anlage bezeichnen und man bleibt doch etwas flexibler. Gerade wenn man wirklich 25 Jahre Zeit hat, macht sich der Zinseszins auf in den Anfangsjahren verlorene Zinsen letztlich bemerkbar.
Und was sagt Ihr nun zu der oben zitierten Zinsanpassungsklausel und den tatsächlichen Zinssenkungen?
Hat die Bank Eurer Meinung nach bei der Ermittlung der Zinssätze beschissen oder nicht?

Sollte man das selbstbewusst reklamieren oder besser erstmal vorsichtig nachfragen?
Ich glaube nichtmal, daß die viel gemogelt haben.
Man kann ja erstmal fragen, was die Zinsmarge ist und wie der Referenzzinssatz in der Vergangenheit war, das wissen die schon.

Vielleicht geht die Bank ja auf eine Absprache ein, Mindestzins künftig 1,0%. Ist ja alles Verhandlungssache. Was hat die Konkurrenz für Angebote?
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.208.846 von Datenreisender am 19.10.09 20:45:38Hallo Datenreisender,
ich schätze mal, dass Deine Bank eine Sparkasse ist, oder ?!?!

Ich würde hier mal "vorsichtig nachfragen", da
1. Ich davon ausgehe, dass grundsätzlich mal richtig gerechnet wurde.
2. Die Zinssätze (vor allem der 3-Monats-Euribor) im letzten Jahr massivst und auf ein Rekordniveau gefallen ist - das führt natürlich auch zu einem deutlichen Rückgang des Referenzzinssatzes.
3. Die Rundungsklausel m.E. der Anpassungsklausel widerspricht - muß aber nicht zu Deinem Nachteil sein.
4. Die letzten drei Anpassungen nicht mehr den Regeln entsprachen, da es geringe Zinsanpassungen als die 0,25%-Veränderungsregel (kann aber auch freiwillig von der Bank zu Deinem Vorteil gemacht worden sein).

Die Rendite eines langfristigen Sparvertrages muß man immer unter der Berücksichtigung aller Komponenten sehen - also insbesondere auch von laufenden Zinsbonus oder Schlußbonus/-prämie.

Ich stelle morgen abend mal die Entwicklung des Referenzzinssatzes hier rein, dann kannst Du die Entwicklung auch nachvollziehen ... :)

Rene
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.209.108 von ReneBanker am 19.10.09 21:16:27"ich schätze mal, dass Deine Bank eine Sparkasse ist, oder ?!?!"
Ja, das ist richtig. Hier haben die das mal beschrieben:

Ratensparverträge mit variablem Zins
Zinsanpassungsklausel schafft Klarheit
http://www.sparkasse.de/Referenzzins/

Die zugrunde liegenden Referenzzinssätze sowie deren Gewichtung sind allerdings von Sparkasse zu Sparkasse sehr verschieden.

Was mich auch noch wundert:
Ich besitze auch noch ein normales Sparbuch mit gesetzlicher Kündigungsfrist. Vor dem 01.02.2009 war da noch ein deutlicher Zinsabstand zwischen normalem Sparbuch und Sparverträgen (normales Sparbuch 0,50 %, Sparvertrag 1,25 %). Mittlerweile sind alle Sparformen bei 0,25 % angekommen, es besteht also kein Unterschied mehr zwischen dem normalen Sparbuch mit gesetzlicher Kündigungsfrist und den Sparverträgen, was ich sehr ungewöhnlich finde.
Daß der Zins für Spareinlagen Richtung null tendiert ist nunmal die Marktlage. Der Zinssatz vom Sparplan orientiert sich zu 70% an der Vergangenheit für 10jährige und zu 30% am aktuellen Tiefstzins. Und weil davon scheinbar noch 2,5% oder so Marge abgehen, ist das halt auch so wenig. (In den 2,5% Marge ist ja auch noch der Schlußbonus einkalkuliert, ich will da nichtmal sagen, die BAnk verdiene daran zu viel. Nur weil 1999 der Zins für 10jähreige Anleihen 5,5% war, kann die Sparkasse das heute nicht unbedingt zu diesem Zinssatz verleihen.)

Der Sparplan wird wohl kaum mit einer Anlage in festverzinslichen Wertpapieren mithalten können. Der Luxus, mit 3 Monaten Kündigungsfrist alles abzurufen, hat nunmal beim Zins seinen Preis. Lieber 5jährige börsengängige Anleihen kaufen, würde ich sagen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.209.883 von honigbaer am 19.10.09 22:57:21"Lieber 5jährige börsengängige Anleihen kaufen, würde ich sagen."
Jain, das ist halt ein anderes Produkt. Der Sparvertrag verursacht keine Kosten und ich kann mit monatlichen Beträgen ab 25,- € per Dauerauftrag sparen, zum Beispiel auch 40,- € monatlich VL.

Wenn ich mir beispielsweise für 250,- € monatliche Sparrate jeden Monat Anleihen kaufen würde, würde ich im Verhältnis viel zu hohe Kosten für den Börsenhandel und die Depotverwaltung verursachen.

Wenn man das machen wollte, müsste man wahrscheinlich einen Fondssparplan nehmen, aber davon halte ich persönlich nichts.

Vielleicht können wir uns darauf einigen:
Erst per Sparvertrag eine bestimmte Summe ansparen und von dieser dann die Anleihen oder andere Wertpapiere kaufen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.209.946 von Datenreisender am 19.10.09 23:08:24Damit Banken eben nicht mehr "bescheissen" müssen seit einigen Jahren solche Zinsanpassungen stattfinden. Gab dazu 2004 ein Gerichtsurteil des BGH. Nur wurde dabei nicht geklärt wonach sich Zinsen bei Sparveträgen richten müssen. Liegt also in der Hand der Bank oder Sparkasse wie sich Referenzzins zusammensetzt.

http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/-Bundesg…

Diese Zinsanpassung gilt aber nur für Sparverträge und nicht für Sparbücher. Daher kannst du ein Vergleich zum Sparbuch nicht ziehen. Da kann die Bank immer noch machen was sie will ;)
ganz ehrlich warum schliesst du so einen mist ab :confused:

Festgeld oder tagesgeld machen, nix der SPK schenken !

die sanieren damit nur ihre Landesbanken !
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.210.778 von Latinl am 20.10.09 09:11:25Das ist ein guter Hinweis.

@ Datenreisender
Deine in #14 dargelegten Argumente kann ich absolut nachvollziehen.
Aber dann wäre ein Tagesgeldkonto ideal.
In der Regel 0 Kosten, händelbar wie ein Girokonto, d.h. du kannst jederzeit beliebige Beträge überweisen und wieder darüber verfügen. Die Zinsen sind auch niedrig und können angepasst werden, liegen aber noch weit über den von Spareinlagen.
Deshalb hat unter 50 fast keiner mehr ein Sparbuch - und die hohen Bestände von Rentnern und Kleinsparern bieten den Banken und Sparkassen tatsächlich die Möglichkeit sich billig zu sanieren.

Gruß GoToX
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.210.935 von GOTOX am 20.10.09 09:31:00ich habe schon 21 als mein azubikonto auslief bei der SPK meine Lektion bekommen. Pro Quartal haben die 40 DM Kontoführung abgezogen und die Dame am Schalter war fast beleidigt als ich mal doch an den Schalter gekommen bin und sie bei der Arbeit gestört hatte anstatt mal wieder an den Automaten zu gehen :(:keks:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.210.935 von GOTOX am 20.10.09 09:31:00Vermögenswirksame Leistungen geht nicht als Tages- oder Festgeld, sondern nur als Banksparvertrag, Bausparvertrag, kapitalbildende Versicherung oder Fondssparplan. In diesem Fall ist mit der Banksparvertrag am liebsten.

Festgeld geht bei meiner Sparkasse erst ab 5.000 €, ist also nichts zum Ansparen, sondern nur zum Anlegen, nachdem man etwas angespart hat. 5.000 € Festgeld für 30 Tage bringt dort im Moment aber auch nur noch 0,5 % Zinsen.

Ein Tagesgeldkonto wäre ideal, wird aber von meiner Sparkasse leider nicht angeboten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.211.623 von Datenreisender am 20.10.09 10:39:55Entschulidgung aber Sie sind schon auf IHRE SPK ganz schön eingeschossen.


Wenn ich was gutes haben will und mein Händler oder wer auch immer es nicht bietet gehe ich weiter und konsumiere dort.

Es klingt so als müssten Sie nur das anlegen und machen was ihnen die SPK anbietet. Was machen Sie wenn Sie zum Metzger gehen und er Ihre Lieblingsworscht nicht hat :confused:

aktuelle ohne Werbung zu machen :

https://www.ing-diba.de/sparen/vermoegenswirksame-leistungen…

zu 2,0 % / 7 Jahre. Ohne irgendwelche Klausulen, ohne Gebühren usw. Ich spare auch nur das an was ich muß (wegen dem AG Anteil) das allerdings auf Fondsbasis:

http://www.fondsdepotbank.de/privatkunde/index.html

sehr viele VL fähige guet Fonds ( 100 % Discount !! ohne AA).


Festgeld kriegen Sie überall bei jeder Direktbank ohne Mindeststumme !
Das gute ist , bei Ersteröffnung oder Kundenwerbung gibts noch nen Tankgutschein von 25 Euro :eek::eek:


Noch Fragen oder gehen Sie weiterhin zu Ihrere SPK und ärgern sich und nerven hier die Leute !!
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.211.623 von Datenreisender am 20.10.09 10:39:55Schon mal über einen Wechsel nachgedacht :eek:
Es muss ja nicht die gesamte Kontoverbindung sein. Einfach ein zusätzliches Onlinetagesgeldkonto bei einer anderen Bank eröffnen. Die Gelder können problemlos zwischen der SPK und der anderen Bank hin und her transferiert werden.
Ich bin immer wieder über soviel treue Bankkunden erstaunt :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.212.413 von GOTOX am 20.10.09 12:09:40Ich bin immer wieder über soviel treue Bankkunden erstaunt

genau die meckern und nerven aber nicht handeln !
Haltet mich für spiessig, aber ich vertraue meiner Sparkasse mehr als irgendeiner unpersönlichen Direktbank wie zum Beispiel Kaupthing.

Ich will eine Filiale vor Ort und einen persönlichen Ansprechpartner.

Wie zahlt Ihr eigentlich alle am Weltspartag kiloweise Münzen aus Euren Spardosen auf Eure Tagesgeldkonten bei der ING-DiBa ein?
Also ich gebe zu, mit 25 Euro Sparrate lohnt sich eine Wertpapieranlage erst, wenn mal 1000 Euro zusammengekommen sind.

Ist das denn nun ein VL Sparplan?

Also meine Begeisterung hält sich trotzdem in Grenzen.
Zum Ansparen kann man ja das gute alte Sparbuch nutzen, z.B. bei der BMW Bank gibt es da immer noch 2,1% Zinsen. Aber wenn man schon an VL-Sparen denkt, wenn man sowieso die 7jährige Bindung akzeptiert, wozu dann eine Anlage mit 3 Monaten Kündigungsfrist?

Die Zinsen für kurzfristige Anlagen sind nunmal bis auf weiteres nahe null, da hilft auch kein Expertenlatein. Ich weiß ja nicht, was bisher angespart wurde. Wenn es keine VL Bindungsfrist gibt und das eine Summe ist, mit der man eine Anleihe kaufen kann, würde ich das aus dem Sparvertrag rausnehmen. Da sind dann in 4 Jahren 20% drin und nicht vier mal 0,3%.

Und für VL dann vielleicht doch lieber der Aktienfonds oder der der Bausparvertrag. Bei 7 Jahren Bindung macht es keinen Sinn mit 1,2 oder 3% Zinsen zu sparen. Ich gebe allerdings zu, daß ich da in der Produktwelt derzeit nicht so zu Hause bin und man alles auf die Gebühren hin abwägen muß.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.212.607 von honigbaer am 20.10.09 12:36:55Ich habe alles im Portfolio (normales Sparbuch mit gesetzlicher Kündigungsfrist = 3 Monate, VL-Sparvertrag mit 7 Jahren Bindung und 12 % Schlussprämie, normale Sparverträge mit 3-monatiger Kündigungsfirst und jährlicher Prämie).

Die VL-Verträge laufen über 40,00 Euro/Monat, die anderen Sparverträge sind ab 25,00 Euro/Monat zu haben.
Spätestens als die Fernsehwerbung anfing, in der mit dem Hubschrauber zwischen den Hochhäusern rumgeflogen wurde, hätte man bei Sparkassen, Landesbanken und Deka mißtrauisch werden sollen. Daß am Ende die Kanzlerin die Spareinlagen garantieren musste hätte da noch keiner gedacht. Wieviele Kaupthings wir sonst in Deutschland erlebt hätten, weiß niemand.

So oder so, die Sparkasse nimmt auch das Münzgeld von ING DIBA Kunden, da muß man sich keine Sorgen machen. Servicewüste Deutschland, aber den Service, auf ein Konto mit 0,3 oder 0,5% Zinsen einzahlen zu dürfen, würde ich nicht überbewerten. Außerdem kann man auch mal im Supermarkt passend zahlen, wir sind halt hier solche Pfennigfuchser, in den Sofaritzen sammelt sich bei uns nichts an. :(
Je nachdem, worauf sich die 12% beziehen, ist der VL Vertrag ja vielleicht nichtmal schlecht. Und an die Stelle vom Rest würde ich eine Anleihe setzen, die ING Diba ist dafür vielleicht der richtige Partner für ein Depot.

Wenn man nur den Banken traut und nur kurzfristig anlegen will, ist das dann natürlich schon nicht erwünscht, eine Anleihe von e.on oder wem auch immer, aber dafür wird man eben derzeit mit Minizinsen bestraft. Insofern hat ja die Krise die Welt wieder zurechtgerückt. Hohe Zinsen für sichere & kurzfristige Anlagen ist nunmal auf Dauer nicht machbar, bzw da müssen der Gier auch mal Grenzen gesetzt werden. Das Geschäftsmodell der Sparkassen ist damit (Sparzins 0,5) natürlich in Frage gestellt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.212.582 von Datenreisender am 20.10.09 12:33:35Haltet mich für spiessig, aber ich vertraue meiner Sparkasse mehr als irgendeiner unpersönlichen Direktbank wie zum Beispiel Kaupthing.

Kaupthing ist keine Diba oder Comdirect ( übrigens ne dt.bank)

Ich will eine Filiale vor Ort und einen persönlichen Ansprechpartner.

na dann geh mal schön hin und klär das mit ihm wegen dem Euribor :D evtl. hat er noch einen schönen Bausparvertrag wo er 1 % kriegt oder paar schöne Zertis :D

Wie zahlt Ihr eigentlich alle am Weltspartag kiloweise Münzen aus Euren Spardosen auf Eure Tagesgeldkonten bei der ING-DiBa ein?

:D die Spenden wir an Weihnachten der Kirche, da gibts wenigstens nen Spendebeleg, bei der Sparkasse kiregt man sowas ja nicht, obwohl ja die Landesbanken "bespendet" wurden :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.212.653 von Datenreisender am 20.10.09 12:42:30und 12 % Schlussprämie,

ganz ehrlich, lassen Sie sich das mal erklären, Sie kriegen nie und nimmer 12 % Schluß boni auf 3.360 ( nominal ohne zinsen / 40 euro a 7 Jahre)

NEVER ! Noch nie gehört ! gibts auch net. Da sind die SPK für berühmt irgendwelche Pseudoausschüttungen vermischt mit Steuergeschneken.

Evtl meinen die Vater Staat. Wenn man unter bestimmt Einkommensgrenzen liegt, kriegt man nen Zuschuß zu VL ! ( bin da lang raus kann nix aktuelles sagen zu ! )
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.212.739 von honigbaer am 20.10.09 12:52:51Außerdem kann man auch mal im Supermarkt passend zahlen, wir sind halt hier solche Pfennigfuchser

richtig :D

überall wird gespart , hausrat, einkauf etc. nur bei der geldanlage, belibt man jahrelang bei der SPK, egal was kommt
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.212.968 von Latinl am 20.10.09 13:23:16"ganz ehrlich, lassen Sie sich das mal erklären, Sie kriegen nie und nimmer 12 % Schluß boni auf 3.360 ( nominal ohne zinsen / 40 euro a 7 Jahre)"
Doch, ganz genau das!
6 Jahre sparen = 72 Monate x 40,00 Euro = 2.880,00 Euro.
1 Jahr liegt's dann fest (in der Zeit kann man einen neuen Vertrag beginnen).
Nach 7 Jahren gibt's dann auf die Gesamtsumme von 2.880,00 Euro + Zins und Zinseszins 12 % Prämie.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.213.016 von Latinl am 20.10.09 13:29:27"Außerdem kann man auch mal im Supermarkt passend zahlen, wir sind halt hier solche Pfennigfuchser

richtig breites Grinsen

überall wird gespart , hausrat, einkauf etc. nur bei der geldanlage, belibt man jahrelang bei der SPK, egal was kommt"


Ich persönlich zahle immer und überall wenn möglich nur mit Scheinen. Das angesammelte Wechselgeld kommt jeden Abend in die grosse Spardose und die kommt einmal im Jahr zu Bank.

Auf diese Weise sparen tut nicht weh und das sind schnell einige Hundert Euro pro Jahr ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.213.079 von Datenreisender am 20.10.09 13:37:15Auf diese Weise sparen tut nicht weh und das sind schnell einige Hundert Euro pro Jahr ...

schön das es im moment keine Inflation gibt :keks:
Das mit den 12% auf alle Einzahlungen kann schon stimmen.
Vor Jahren hat die Stiftung Warentest mal VL Banksparpläne verglichen, da war 12 oder 14% Schlußbonus auf alle Einzahlungen die Regel, während die variablen Zinsen zwischen 0,5 und 2,15% lagen. Höchste Rendite bot damals PSD Bank Berlin Brandenburg, mit dem Bonus waren damals 5,17% Rendite möglich. Die damals von ING Diba gebotenen 2,25% ohne Bonus sehen dagegen mager aus.

Das Angebot vom PSD mit 10% Bonus sieht heute so aus, angeblich 4,06% Rendite:
http://www.psd-berlin-brandenburg.de/index_psd_vl_sparen.htm…

Das kann man ja mal der Sparkasse unter die Nase halten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.210.778 von Latinl am 20.10.09 09:11:25Wie gut das es den Besitzern von comdirect und diba so gut geht, dass die keine Unterstützung brauchten...;) Die bösen bösen Sparkassen und Landesbanken :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.393 von broetchen47 am 20.10.09 16:02:01"Wie gut das es den Besitzern von comdirect und diba so gut geht, dass die keine Unterstützung brauchten... Zwinkern Die bösen bösen Sparkassen und Landesbanken breites Grinsen"
Die comdirect gehört der Commerzbank (wird vom deutschen Steuerzahler gestützt), die ING-DiBa gehört der ING (wird vom niederländischen Steuerzahler gestützt).

Die Landesbanken werden vom Steuerzahler und von den Sparkassen gestützt.
Na, da hat die PSD Bank bestimmt einen Goldesel im Tresor oder hochqualifiziertes und gleichzeitig supergünstiges Personal.....

Obwohl, es ist eine Beispielrechnung. Gibts die Konditionen da auch wirklich?


@datenreisender

Also von Juli 2008 bis Feb. 2009 hat die Bank keine Zinsänderungen vorgenommen? Dann war da aber eine ganz schön heftige Verzögerung eingebaut.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.601 von Datenreisender am 20.10.09 16:21:33Und was willst du mir jetzt damit sagen?
Klar das die Sparkassen als Miteigentümer die Landesbanken unterstützen/unterstützen müssen.
Letztendlich habe alle drei auf irgendeine Weise staatliche Unterstütung bekommen, egal ob vom deutschen, niederländischen oder sonst von wem. Versteh die Argumentation daher nicht so ganz, dass Sparkasse alle besch... sind nur weil sie die Landesbanken unterstützen.
Ganz klar, läuft bei den Sparkassen nicht alles rund und sie werden über kurz oder lang richtig Probleme bekommen wenn sich nicht entscheidend was ändert. Aber warum ist die Tatsache, dass die Sparkassen Landesbanken unterstützen (müssen) ein Grund dafür, dass die Sparkassen schlecht sind?
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.799 von broetchen47 am 20.10.09 16:35:53Da fehlt ein Steuerzahler hinter dem niederländisch...
PSD Nürnberg nennt als Konditionen, 1% Zins und 14% Prämie, allerdings bieten nicht alle PSD Banken solche Sparpläne an. 4,06% ist schon ganz gut, man muß aber sehen, die Schlussprämie gibt es nur, wenn man durchhält. Und dann ist es ja auch keine kurzfristige Anlage.

Sparkassen gegen Privatbanken

Also es ist ja wohl klar, daß die Landesbanken und Sparkassen der Auslöser waren und die dadurch ausgelösten Marktverwerfungen, vor allem der zusammengebrochene Pfandbriefmarkt, dann auch für andere große Probleme brachte. Spät nachts auf 3SAT kam in einer Doku neulich Minister Steinbrück zu Wort und sagte, als man die Idee hatte, die Gewährträgerhaftung beizubehalten, hätte man übersehen, daß die Landesbanken das als Freibrief für riskante Geschäfte sehen würden. Und das sagt wahrscheinlich mehr über die Ursachen der Krise als Erörterungen über den US Immobilienmarkt.

Jedenfalls ist das Geschäftsmodell der Sparkassen eher in Frage gestellt, als das der Großbanken. Eigentlich machen die großen Privatbanken das riskantere Geschäft mit Investmentbanking und Großfinanzierungen. Trotzdem trägt sich das, weil Risiko wieder belohnt wird. Die Sparkassen sind mit vielen Filialen und entsprechenden Kosten unterwegs und stark im Einlagengeschäft. Aber bei Tiefstzinsen für risikolose Anlagen (und Notenbankgeld) ist das nunmal schwierig im Wettbewerb etwas zu verdienen, wenn man nur auf Privatkunden und Kleingewerbe fixiert ist. Vielfach geht es ja nur darum, die Spargelder in der Kommune zu halten. Ohne die Rentner-sparbücher wären die vielen Filialen gar nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.735 von BIG.M am 20.10.09 16:31:25"@datenreisender
Also von Juli 2008 bis Feb. 2009 hat die Bank keine Zinsänderungen vorgenommen? Dann war da aber eine ganz schön heftige Verzögerung eingebaut."

Der Zinssatz war vom 01.01.2008 bis zum 31.01.2009 unverändert bei 1,25 %.
Dann sank er alle 1-2 Monate auf zuerst 0,75 %, dann auf 0,5 % dann auf 0,4 %, dann auf 0,3 % auf aktuell 0,25 %. :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.799 von broetchen47 am 20.10.09 16:35:53"Aber warum ist die Tatsache, dass die Sparkassen Landesbanken unterstützen (müssen) ein Grund dafür, dass die Sparkassen schlecht sind?"
Das habe ich in keiner Weise behauptet!
Ich bin, falls Du es noch nicht bemerkt haben solltest, eher ein Fan der Sparkassen.
Also wie ich es in Erinnerung hab, gingen die Renditen bei den mittleren und langen Laufzeiten ab August 2008 schon stark zurück.
Die kurzen Laufzeiten folgten ab Oktober. Inverse Zinsphase. Recht üblich vor einer Rezession.

Die hätten natürlich auch schon im Herbst senken können, haben aber bis Februar gewartet. Bis Sommer korrigierten die Renditen der Langläufer wieder etwas nach oben(was in der Zeit natürlich mit den Zinssenkungen von Deinem Vertrag nicht zusammen passt), gleichzeitig ging es am kurzen Ende weiter runter. Und nun sind auch die Langläufer wieder auf sehr tiefem Niveau.



Durch die Bonuszahlung am Laufzeitende hast Du immer noch ca. 3% Rendite. Am Anfang waren es noch 4. Das Zinsniveau ist seitdem jedoch deutlich stärker gesunken.
Positiv finde ich das die Bank mit der Zinssenkung lange gezögert hat. Negativ ist die dann folgende Salamitaktik. Vom Markt her gesehen, hättest Du schon im März bei 0 sein müssen.

Somit nicht ganz so schlecht. Und wenn die Tiefzinsphase doch noch länger dauern sollte, steht die PSD beim Zinssenken bestimmt nicht aussen vor und guckt zu.
Da die Verträge ja schon 2 Jahre laufen, ist ein Wechsel wohl unangemessen und nicht rentabel genug.


Du solltest halt nur aufpassen, dass Deine Bank eine evtl. Zinserhöhungsphase nicht vollkommen ignoriert. ;)
Wieso sollte sich ein Wechsel nicht lohnen?

Und die Betrachtung mit den Zinsveränderungen hinkt. Der 10jährige Zins wirkt sich kaum aus, weil da der Durchschnitt der letzten 10 Jahre gilt. Nur wenn der 10jährige Zins über 5% steigt, sinkt diese Komponente in den nächsten Jahren nicht weiter.

Ob und wie PSD die Zinsen anpasst, habe ich nicht angeschaut.
Aber wieso sollte der Zins eines 7jährigen Sparvertrags, bei dem die Zinsen erst mit der Schlussprämie gezahlt werden, stark vom kurzfristigen Zins abhängen? Umlaufrendite wäre da realistischer!

Inverse Zinsstruktur, die haben wir doch schon lange nicht mehr gehabt. Die Zinsstruktur war zwar recht flach, aber invers eigentlich nicht. Einige Banken haben in ihrer Not großzügige Zinsen auf Tagesgeld gezahlt und der Pfandbriefmarkt war zeitweise aus dem geleichgewicht. Aber bei den Staatsanleihen gab es keine Inversion.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.215.761 von honigbaer am 20.10.09 18:16:52Hallo Honigbär,
nix gegen unseren "ehemaligen" Finanzminister, aber da liegt er total falsch:

...Minister Steinbrück zu Wort und sagte, als man die Idee hatte, die Gewährträgerhaftung beizubehalten, hätte man übersehen, daß die Landesbanken das als Freibrief für riskante Geschäfte sehen würden...

Die Gewährträgerhaftung wurde 2005 abgeschafft ... und diese Abschaffung war letztendlich der Auslöser der ganzen Landesbank-Probleme. Die Landesbanken nutzten noch das gute Rating, um sich zu niedrigen Zinssätzen Kapital auf dem Markt aufzusaugen - viel mehr als sie für das normale Geschäft brauchten. Das Kapital wurde dann riskanter in ABS-Papieren angelegt, um höhere Zinsen zu bringen als man selbst zahlen musste.

Damals wussten die großen Landesbanker noch nicht, dass das riskant ist ... heute schon :)

Rene
Hallo,
ein erster Blick auf die Optik verwirrt das Ergebnis ... zumindest oft.

Die hier zitierten Angeboten der DiBa und von BMW scheinen mit Zinssätzen von 2% oder 2,1% interessant.

Das konservative Angebot der Sparkasse mit Zinssätzen von unter 1% dagegen altbacken und schwach ... in Wahrheit ist es anders rum.

Durch die 12% Prämie (auf das eingezahlte Kapital, nicht auf den Zins) macht zusmamen mit durchschnittlich 0,5% Grundzins eine Rendite von 3,3% p.a. aus (bei 6 Jahren Einzahlung und 7 Jahren Laufzeit).

Ein zweiter Blick ist oftmals besser ...

Rene
Hallo,
und hier wie gestern versprochen die Übersicht über die Gleitzinsen:

 Zins 3MZins 10J Gleitzins 3MGleitzins 10J Gleitzins 30/70
31.01.20062,513,47 2,454,68 4,01
28.02.20062,603,50 2,534,65 4,01
31.03.20062,723,77 2,614,63 4,02
30.04.20062,794,00 2,704,61 4,04
31.05.20062,893,92 2,804,59 4,05
30.06.20062,994,08 2,894,57 4,07
31.07.20063,103,97 2,994,55 4,08
31.08.20063,233,84 3,114,53 4,10
30.09.20063,343,72 3,224,51 4,12
31.10.20063,503,82 3,364,49 4,15
30.11.20063,603,76 3,484,47 4,17
31.12.20063,683,98 3,594,46 4,20
31.01.20073,754,13 3,684,44 4,21
28.02.20073,824,00 3,754,43 4,23
31.03.20073,894,09 3,824,42 4,24
30.04.20073,984,26 3,904,41 4,26
31.05.20074,074,44 3,984,39 4,27
30.06.20074,154,59 4,074,39 4,29
31.07.20074,224,41 4,154,38 4,31
31.08.20074,544,33 4,304,37 4,35
30.09.20074,744,40 4,504,36 4,40
31.10.20074,694,27 4,664,35 4,44
30.11.20074,644,17 4,694,34 4,45
31.12.20074,854,42 4,734,33 4,45
31.01.20084,484,04 4,664,32 4,42
29.02.20084,364,02 4,564,31 4,39
31.03.20084,604,07 4,484,31 4,36
30.04.20084,784,29 4,584,30 4,38
31.05.20084,864,52 4,754,30 4,44
30.06.20084,944,70 4,864,29 4,46
31.07.20084,964,53 4,924,29 4,48
31.08.20084,974,24 4,964,29 4,49
30.09.20085,024,18 4,984,29 4,50
31.10.20085,113,97 5,034,29 4,51
30.11.20084,243,44 4,794,29 4,44
31.12.20083,293,19 4,214,28 4,26
31.01.20092,463,53 3,334,28 4,00
28.02.20091,943,37 2,564,27 3,76
31.03.20091,643,31 2,014,27 3,59
30.04.20091,423,47 1,674,27 3,49
31.05.20091,283,78 1,454,27 3,42
30.06.20091,233,60 1,314,26 3,38
31.07.20090,973,53 1,164,25 3,32
31.08.20090,863,38 1,024,23 3,27
30.09.20090,773,38 0,874,22 3,22


Seit Jahresanfang hat der RefZins um 1,04% verloren ... jetzt kannst Du das selbst mit den Anpassungen Deiner Sparkasse vergleichen. Die Sätze müssen nicht voll identisch mit Deinem Vertrag sein, aber die Tendenz stimmt.

Rene
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.218.574 von ReneBanker am 20.10.09 23:56:19"Seit Jahresanfang hat der RefZins um 1,04% verloren ... jetzt kannst Du das selbst mit den Anpassungen Deiner Sparkasse vergleichen. Die Sätze müssen nicht voll identisch mit Deinem Vertrag sein, aber die Tendenz stimmt."

Hallo Rene, vielen Dank für Deine Mühe!

Also hat meine Spasskasse das Sinken des Referenzzinses sogar zu spät/verzögert und auch nicht in vollem Umfang weitergegeben und ich leide unter Verfolgungswahn ... :confused:
Ja, richtig. Vielleicht schon pünktlich, aber nicht in vollem Umfang wurden die Senkungen weitergegeben. Offenbar war die Marge anfangs ca. 3%.

Gewährträgerhaftung, nun, ob diese ganzen bösen Wertpapiere erst nach Juli 2005 angeschafft wurden, das möchte ich doch bezweifeln. Mit Beibehaltung meint Steinbrück natürlich die Übergangslösung bis 2005, denn Brüssel wollte ja schon 2001 einen Schlußstrich ziehen. Auch die Tatsache, daß das Rating 2006 noch gut war, ist ja letztlich eine Folge davon, daß zum 31.12.05 noch fast alle Verbindlichkeiten von der Gewährträgerhaftung gedeckt waren. Letztlich läuft diese Haftung ja noch bis 2015, soweit die Verbindlichkeiten bis Juli 2005 eingegangen wurden. Hätte man 2001 die Gewährträgerhaftung ohne Übergangsregelung abgeschafft, hätte die Übergangsregelung nicht zur Mittelbeschaffung genutzt werden können. Vielmehr hätte man die 4 Jahre 2001 bis 2005 bereits zur Anpassung der Geschäftsstrukturen nutzen können.

Steinbrück sieht das schon richtig. Die Versuchung, auf margenschwache Geschäfte mit großem Volumen zu setzen, wäre ohne künstlich verbilligte Refinanzierung nicht da gewesen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.601 von Datenreisender am 20.10.09 16:21:33Die comdirect gehört der Commerzbank (wird vom deutschen Steuerzahler gestützt), die ING-DiBa gehört der ING (wird vom niederländischen Steuerzahler gestützt).

Die Landesbanken werden vom Steuerzahler und von den Sparkassen gestützt.


also von Dir im Falle der Landesbanken :D

naaj holländischer Steuerzahle ist doch gut :D holle ich mir von den käseköpfen was wieder :D


Im übrigen macht die Diba und auch wieder die ING als Mutter Gewinne, wie auch die Comdirect.

Was ist mit den Landesbanken :confused: habe da gehört, da schlummert noch einiges :D dann spar mal weiter mit den 0,7 % :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.215.791 von Datenreisender am 20.10.09 18:19:52Ich bin, falls Du es noch nicht bemerkt haben solltest, eher ein Fan der Sparkassen.

Jo schon mitbekommen, also nerv uns net und jammer net :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.218.738 von Datenreisender am 21.10.09 01:30:39ich leide unter Verfolgungswahn ...

endlich eine erkenntniss !! :D
Naja, eine auf pers. negativen Erfahrungen beruhende Abneigungen sollte man allerdings auch aussen vor lassen.

Jedem das seine. Es gibt genau so viel negative Erfahrungen mit der Diba. Es handelt sich ja hier um eine rechtl. Frage zu einem Produkt und kein rumjammern.

@datenreisender
Ach, es war ja der Gleitzins gemeint. Ich sollte doch genauer hin schauen.

Die Handlung Deiner Bank ist somit in der Höhe der Zinsschritte nicht ganz vertragsgemäß, aber das Endergebnis passt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.220.713 von BIG.M am 21.10.09 11:27:47"Naja, eine auf pers. negativen Erfahrungen beruhende Abneigungen sollte man allerdings auch aussen vor lassen.

Jedem das seine. Es gibt genau so viel negative Erfahrungen mit der Diba. Es handelt sich ja hier um eine rechtl. Frage zu einem Produkt und kein rumjammern."


Richtig, es ging um eine Sach-/Fachfrage zu einem Bankprodukt und nicht um die Bank selbst.
Manchmal braucht man etwas Hilfe, um als Nicht-Banker ein Produkt zu verstehen.

Ich bin auch nicht mehr der jüngste und habe schon so einige Banken durch, die grossen Geschäftsbanken, Genossenschaftsbanken, Post, Direktbanken wie Netbank, Comdirect und DiBa, und bin letztlich völlig entnervt zu meiner kleinen lokalen Sparkasse vor Ort geflohen.

Die können zwar nicht alles, aber die betrügen mich dafür auch nicht bei der Baufinanzierung und wollen mir auch nicht im Viertelstundentakt irgendwelche provisionsorientierten Produkte verkaufen, vom harmlosen Bausparer bis hin zu richtig fiesen Dingen wie geschlossenen Fonds (Commerzbank: Schiffe kaufen, Kinofilme produzieren, Flugzeuge leasen, Anteile in US-$ an Hochhäusern in New York erwerben usw.)

Wenn ich es bei der Sparkasse irgendwann auch nicht mehr aushalten sollte, gibt es nur noch eine Richtung: Ethische Banken wie zum Beispiel die GLS oder die Ethikbank. Ansonsten bin ich mit der Branche durch. Und Konditionen sind nicht alles.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.221.111 von Datenreisender am 21.10.09 12:05:33Wie wäre es mit einer Bank oder einem Vermögensverwalter, die nicht
auf Provisions-, sondern auf Honorarbasis arbeitet?
Der arme Honorarberater.
57 Beiträge lang haben wir hier gegen den fast unverzinsten Sparplan der Sparkasse argumentiert - ohne Erfolg. :(
Wie wäre es mit ein paar Bier, um Hemmungen abzubauen und die Risikobereitschaft zu erhöhen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.221.111 von Datenreisender am 21.10.09 12:05:33Die können zwar nicht alles, aber die betrügen mich dafür auch nicht bei der Baufinanzierung und wollen mir auch nicht im Viertelstundentakt irgendwelche provisionsorientierten Produkte verkaufen, vom harmlosen Bausparer bis hin zu richtig fiesen Dingen wie geschlossenen Fonds

Welche Spaßkasse ist das denn????

Ich kenne keine Sparkasse, die nicht ihre hauseigenen Produkte (z.B. "renditestarke" Dekafonds) an den Mann bringen will. Und Lehmann ist ja wohl auch bei Sparkassen ein großes Thema (siehe HASPA in HH).

Einer unserer Mandantinnen (83jährig) hat man bei der Sparkasse einen 10-15-jährigen geschlossenen Kanada-Fonds verkauft.

Gruß
Taxadviosr


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