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Josef Fischer berät künftig BMW - 500 Beiträge pro Seite



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Fischer berät künftig BMW - Unternehmen - Industrie - Handelsblatt.com
Fischer wird Berater für BMW. ... Fischer wird Berater für BMW. Für weitere Jobs hat er eigens eine Berater ... Für seine Arbeitsweise erntet er sogar von der ...
www.handelsblatt.com/unternehmen/.../fischer-beraet-kuenftig…

"Prof". "Dr"."Dr"."Dr"."Dr" "Dr" Josef Fischer natürlich als ein weltweit anerkannter Autoexperte:laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.118 von king daniel am 20.10.09 15:38:18"Fischer solle "Ideen und Denkanstöße" geben, wie das Öko-Bewusstsein bei allen Mitarbeitern des Konzerns weiter gestärkt werden könne. Der frühere Vizekanzler und Taxifahrer sei aus Sicht von BMW die erste Wahl für
den Job: Kaum jemand sonst könne "gewichtiger" und "glaubwürdiger" über Nachhaltigkeit sprechen. Zudem verfüge er aufgrund seiner internationalen Erfahrung über einen reichen Schatz an Ideen."

Es geht hier also nicht um "Autoexperte".
Weil du nicht mal einen einfachen Artikel verstehst, bleibst du schlichter rechter Dauerposter und Leute wie Fischer kriegen die guten Jobs. :p
Wäre mal interessant, wie Fischer bezahlt wird: angemessen pro guter Idee oder größzügig pauschal.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.498 von HeWhoEnjoysGravity am 20.10.09 16:12:13angemessen pro guter Idee


Dann wird er wohl verhungern! :D
BMW ist wohl nicht so die bevorzugte Automarke der grünen Klientel.
für das honorar von fischer müssen vermutlich drei wertschöpfende stellen gestrichen werden.:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.215.008 von silvodin am 20.10.09 16:52:49Zitat: "BMW ist wohl nicht so die bevorzugte Automarke der grünen Klientel."

bei den Grünen ist der unauffällige 318d (Kombi, Diesel mit Rußfilter) sehr beliebt.............
Was lernen wir daraus?

Wer im leicht angetrunkenen Zustand seinem Taxifahrer auf dem Heimweg irgendwas erzählt (z.B. Jugoslawien müßte man mit Bomben angreifen, BMW müßte grüner werden, Nutten aus der Ukraine müßten ohne Visa einreisen dürfen etc.), der sollte aufpassen. Vielleicht ist der Taxifaher ein ehrgeiziger Autodidakt der Geld und Macht um jeden Preis haben will.
Pfui Josef, wie hast Du die Grünen verändert!
:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.118 von king daniel am 20.10.09 15:38:18Lese ich aus ihren Worten NEID ?;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.216.156 von pardon am 20.10.09 18:57:51@ pardon

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Stattzeitung für Südbaden Ausgabe 74, 2009-05

Ditfurth, Jutta:
Zehn Jahre Überfall auf Jugoslawien mit deutscher Beteiligung
Der Weg der GRÜNEN in die NATO

Vor zehn Jahren beteiligte sich Deutschland an seinem ersten Krieg seit 1945. Niemand hatte sich vorstellen können, daß ausgerechnet eine vormals pazifistische und antimilitaristische Partei wie die Grünen diesem NATO-Krieg gegen Jugoslawien den Weg ebnen würde. Ab 24. März 1999 fielen die ersten Bomben. Menschen starben auf Wiesen, in Häusern, in Zügen, auf der Flucht, in Krankenhäusern, Fabriken, Studentenwohnheimen und Schulen. In Krankenhäusern fiel der Strom aus, Strahlenbehandlungen gegen Krebs wurden abgebrochen, Brutkästen abgestellt und Dialysegeräte abgeschaltet.

Die NATO flog in 78 Kriegstagen 38000 Lufteinsätze und warf 9160 Tonnen Bomben ab. Ihre Luftangriffe verwandelten Chemiefabriken und Petroleumraffinerien in Giftbomben. Phosgen schädigte die Atemwege, krebserregende Dioxine reicherten sich in menschlichen Körpern an. Quecksilber, Zink, Kadmium und Blei verseuchten die Trinkwasserreservoirs. Jugosla­wien hatte der NATO vor dem Krieg sogar einen Plan der chemischen Anlagen gegeben, um vor den Folgen eventueller Angriffe zu warnen, aber die NATO bombardierte auf Basis dieses Plans. In 100 Flügen mit A-10-Flugzeugen feuerte die NATO außerdem rund 31000 Geschosse mit insgesamt zehn Tonnen abgereichertem Uran auf Jugoslawien ab. Eine »strahlende« humanitäre Intervention, krebserregend und umweltverseuchend. Kein Wort der Kritik von den Grünen oder Greenpeace.

Keine Partei kommt in Deutschland an die sogenannte Macht, ohne mit grundlegenden linken Positionen zu brechen, sie muß den Antikapitalismus abwerfen und der NATO Treue schwören. Das haben wir seit 1945 bei der SPD beobachten können, dann bei den Grünen und aktuell bei der Linkspartei. Nur die Verlaufsformen sind unterschiedlich.

Die Grünen entsprangen den neuen sozialen Bewegungen und hatten ihre Wurzeln in der Anti­atom- und in der Friedensbewegung. Zwischen 1989 und 1991 traten wegen ihrer Rechtsentwicklung rund 10000 Mitglieder aus. Die meisten waren linke Aktivisten. Sie wurden durch neue Mitglieder ersetzt, die größtenteils auch in die FDP hätten eintreten können.

Dabei hatte alles ziemlich pazifistisch angefangen. In ihrem ersten Parteiprogramm (1980) wollten die Grünen die Militärbündnisse NATO und Warschauer Pakt sofort auflösen, »einseitig« abrüsten und die Bundeswehr abbauen. Im »Friedensmanifest« (1981) lehnten sie den Einsatz der Bundeswehr sogar für den Fall ab, daß die Bundesrepublik militärisch angegriffen werden würde. 1983 beschlossen sie »die Auflösung der beiden Militärblöcke NATO und Warschauer Pakt. Wir müssen raus aus der NATO.« [...]. Die NATO ist nicht reformierbar.« Die Grünen erhielten das bis dahin höchste Wahlergebnis von 8,3 Prozent.

Aber inzwischen hatte der rechte Parteiflügel, die »Realos«, begonnen, hinter dem Rücken der Partei mit der SPD zu kungeln. Petra Kelly misstraute ihnen: »Die NATO ist für die Realos plötzlich fast ein Friedensbündnis. Das bedeutet die Preisgabe gewaltfreier Politik.« Aber die Realos gaben das noch nicht offen zu. 1988 behauptete Joseph Fischer in einem stern-Streitgespräch, daß er aus den Grünen »Reißaus nehmen würde«, wenn die Partei eines Tages in die NATO integriert sei und das staatliche Gewaltmonopol akzeptierte.

Daniel Cohn-Bendit war seit Beginn der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen in Jugoslawien Anfang der 1990er Jahre für eine militärische Intervention gewesen. Als einer der ersten betrieb er die Relativierung, er verglich die Situation im belagerten Gorazde mit der der Juden im Warschauer Ghetto und forderte eine militärische Intervention (siehe FAZ v. 21.4.1994). Anfangs repräsentierte Cohn-Bendit noch eine kleine bellizistische Minderheit, eine mit rassistischer Schlagseite. Auf einer grünen Bundesversammlung im Oktober 1993 brüllte er, man müsse Truppen nach Bosnien schicken, denn die bosnischen Muslime seien Teil der europäischen Kultur: »Menschen von unserem Blut«.

Bald inszenierten Cohn-Bendit und Fischer einen theatralischen Schaukampf, der auf die Parteibasis und auf die grünen Wähler wirken sollte. Fischer lehnte, im Gegensatz zu Cohn-Bendit, scheinbar immer noch jeden Einsatz bundesdeutschen Militärs auf dem Balkan ab: »Ich bin der festen Überzeugung, daß deutsche Soldaten dort, wo im Zweiten Weltkrieg die Hitler-Soldateska gewütet hat, den Konflikt anheizen und nicht deeskalieren würden.« Als beschriebe er seine künftige Vorgehensweise, sagte er aber auch: »Für die Zukunft sehe ich die erhebliche Gefahr, daß die Bundesregierung, Koalition (gemeint war die CDU/FDP-Koalition – J.D.) und Generalität nach den Gesetzen der Salamitaktik Anlässe suchen und Anlässe schaffen werden, um die Barrieren abzuräumen, die es gegenüber der Außenpolitik des vereinigten Deutschland noch gibt. Als Vehikel dienen dabei die Menschenrechts- und Humanitätsfragen.«

Cohn-Bendits und Fischers öffentliche Auseinandersetzungen über die Kriegsfrage hatten das Ziel, die Grünen rechtzeitig zu den Bundestagwahlen 1998 in eine regierungsfähige – das heißt in Deutschland immer auch: militaristische – Partei zu verwandeln und dabei vormals linksalternative Parteimitglieder und Wähler mitzunehmen. [...]

Immer schneller folgte die grüne Partei den Anforderungen des künftigen Koalitionspartners SPD, Beschluss über Blauhelmeinsätze bis zum Krieg. 1995 schrieb ich: »Hat einer [bei den Grünen] noch Zweifel an der friedensstiftenden Wirkung von Krieg, wird er Schritt für Schritt in großdeutsche und nationale Logik eingebunden. Es gibt keine andere deutsche Partei, der es gegenwärtig vergleichbar erfolgreich gelingen könnte, einen skeptischen, ökologisch angehauchten und sozial noch nicht vollends skrupellosen Teil der Mittelschicht in die herrschende Politik einzubinden und mitzuziehen: heim ins Reich, notfalls in den Krieg.« Für die Unterstellung, die Grünen könnten eines Tages deutschen Militäreinsätzen zustimmen, wurde ich damals auch von Linken angegriffen und der Übertreibung beschuldigt.

Einen emotionalen Anlaß, den Fischer für den letzten Akt seines Theaters brauchte, lieferten ihm bosnische Serben, die im Juli 1995 die bosnischen UN-Schutzzonen Srebrenica und Zepa überrannten. Die damals nicht restlos geklärten Ereignisse – war es ein Massaker oder eine kriegerische Auseinandersetzung? – genügten Fischer, um pathetisch zu erklären: »Läuft die deutsche Linke jetzt nicht massiv Gefahr, ihre moralische Seele zu verlieren, wenn sie sich, egal mit welchen Ausflüchten, vor diesem neuen Faschismus und seiner Politik der Gewalt wegduckt?« Die grüne Klientel zeigte sich aber immer noch nicht kriegsbereit, also war auch Fischer noch nicht für den Einsatz von deutschen Truppen.

1998 durften die Grünen endlich mitregieren. An der Macht waren sie nicht. Schröder mochte Koch und Fischer Kellner sein und damit die interne Hierarchie zwischen den beiden geklärt, aber – um in Schröders törichtem Bild zu bleiben – die Kneipe gehörte anderen. Beide rüttelten weder an der Eigentumsfrage noch an der Mitgliedschaft in der NATO oder deren Interessen. [...]

1996 war Fischer in Washington »bei einer Begegnung mit Abgeordneten des außenpolitischen Ausschusses sehr gut« angekommen (State Department). Der US-Kongreß hatte keine Bedenken gegen Joseph Fischer, vollständig domestizierte Exlinke sind manchmal sehr nützlich.

Zur Überraschung aller, die ihn kannten, behauptete Fischer, als er 1998 Außenminister geworden war: »Ich war weder gegen die USA noch gegen die NATO. Ich gehörte zu jener Handvoll, die 1985 auf dem Parteitag der Grünen gegen den ›Raus aus der NATO‹-Beschluß stimmte.« Niemand hat es gesehen, aber es ließen sich heute gewiß ein paar Fischer’s Friends finden, die ihm das, wie gewünscht, bestätigen.

Fischer wurde 1998 Außenminister und verkündete im Stile Kaiser Wilhelms II.: Ich kenne keine grüne, ich kenne nur noch deutsche Außenpolitik. »Die Außenpolitik Deutschlands« habe sich »durch die neue Bundesregierung (…) in ihrem Kern« nicht verändert, lobte denn auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung: »Bundeskanzler Schröder und sein Außenminister Fischer beherzigen – ihrem Kontinuitätsversprechen folgend – die Prinzipien außenpolitischen Handelns, wie sie Kohl in Erz gegossen hatte.«

Am 16. Oktober 1998, fasste der alte Bundestag mit Zustimmung der neu gewählten Abgeordneten einen Vorratsbeschluß, sich an eventuellen NATO-Luftangriffen gegen Jugoslawien zu beteiligen. Fischer empfahl den grünen Abgeordneten die Zustimmung. Nur neun von 48 Grünen stimmten noch gegen den Krieg. Ich kommentierte: »Von deutschem Boden kann wieder ein Krieg ausgehen. Die NATO hat eine rotgrüne Kriegsregierung auf Abruf.« (ND v. 14.11.1998) Wieder wurde ich der Übertreibung geziehen. Fünf Monate später begann der Krieg.

Fischer jammerte später: »Fünfzehn Minuten blieben uns [am 12. Oktober 1998], um eine Frage von Krieg und Frieden zu entscheiden«. Das ist natürlich auch nicht wahr. Entschieden war die Frage schon bei einem Besuch von Fischer und Kanzlerkandidat Schröder in Washington gleich nach der Bundestagswahl. Am 9. Oktober 1998, sie waren noch nicht vereidigt, besuchten Gerhard Schröder und Joseph Fischer Washington. Noch vor der Begegnung mit William Clinton erklärten Schröder und Fischer, daß sie bereit seien, die Politik der alten Regierung fortzusetzen – auch gegen Jugoslawien. Die deutsche Entscheidung zum NATO-Krieg wurde gleich nach dem Gespräch mit Clinton gefällt. Noch am selben Abend legitimierten die NATO-Botschafter in Brüssel den Krieg juristisch. Als am 12. Oktober der NATO-Rat zusammentrat, handelte es sich »nur noch um eine Formalität«.

Fischer kam ohne Hausmacht ins Auswärtige Amt. Vom ersten Moment an hinterließ er eine breite Schleimspur und unterwarf sich dem Apparat der herrschenden Ministerialbürokratie. Er unterstützte Eliteschulen für Diplomatenkinder. »Selbst über die Steuervorteile der Diplomaten hielt Fischer seine schützende Hand, aus der ihm seine Leute seither fressen«, verriet Die Zeit. Auch das Lob der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war für einen angeblichen Linken vernichtend: »Den dicksten Stein hat Fischer aber bei den Diplomaten im Brett, weil er sich erfolgreich für die volle Beibehaltung der bisherigen Auslandszulage gegenüber dem Koalitionspartner einsetzte. Beim Geld fängt die Freundschaft an.« Fischer »ließ selbst enge Vertraute seines Vorgängers an ihrem Platz« und besetzte zentrale Botschafterstellen mit Vertrauten der Kohl-Regierung.

Der Druck der USA auf die deutsche Regierung wurde größer. Andere Methoden, Jugoslawien zu unterwerfen, waren erfolglos geblieben. Die NATO betrachtete Jugoslawien als »Riegel« vor ihren Interessen in Zentralasien. Es hatte Versuche gegeben, diesen Riegel »friedlich« zu sprengen, mit allen Mitteln zivilgesellschaftlicher Nötigung. Man destabilisierte – mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) – die jugoslawische Wirtschaft. Man bot Weltbank-Kredite,1 sofern Jugoslawien sich unterwerfe.

Greuelpropaganda

US-Außenministerin Madeleine Albright verlangte im Januar 1999, Milosevic endlich mit NATO-Aktionen zu drohen. Aber die Stimmung in der deutschen Bevölkerung war noch nicht so weit. Es bedurfte des angeblichen Massakers in Racak. Der Leiter der Kosovo-Beobachtermission der OSZE, William Walker, »fand« am 16.Januar 1999 beim Dorf Racak etwa 40 Leichen in einem Graben. Er attackierte sofort in allen internationalen Medien »das serbische Massaker« an unschuldigen kosovo-albanischen Zivilisten. Walker war früher Abteilungsleiter in der US-Botschaft in El Salvador, dann, von 1988 bis 1991, Botschafter. Ihm wird vorgeworfen, verantwortlich dafür gewesen zu sein, daß den Contras in El Salvador Waffen zum Angriff gegen Nicaragua geliefert wurden. Als im November 1989 ein von den USA ausgebildetes salvadorianisches Militärbataillon in der katholischen Universität von San Salvador sechs jesuitische Priester, die Köchin und deren 15jährige Tochter ermordet hatte – die Toten wurden der Sympathie für unterdrückte Bauern »verdächtigt« –, erklärte Walker: »Solche Situationen [können] immer außer Kontrolle geraten«.

Walker prahlte jetzt damit, daß die Weltöffentlichkeit ihm und nicht den Serben glauben werde. So war es. Die Nachricht von bestialisch verstümmelten Leichen lief um die Welt und funktionierte bestens als letzter Anstoß für den Krieg. Das Massaker von Racak flog später als Inszenierung auf. Journalisten aus den USA und aus Frankreich sowie finnische Pathologen recherchierten. Kurz gefaßt war es wohl so, daß nach einer bewaffneten Auseinandersetzung getötete kosovarische UCK-Kämpfer umgekleidet und als Zivilisten ausgegeben worden waren. Der Bericht der finnischen Pathologen wurde dem deutschen Außenminister Joseph Fischer überreicht, der zu jener Zeit die EU-Präsidentschaft innehatte. Er veröffentlichte ihn nicht. Die NATO entschied aber sicherheitshalber, noch eine Legitimationsrunde für die Öffentlichkeit einzulegen. Daraufhin wurden die Verhandlungen von Rambouillet eingeschoben, mit denen Jugoslawien Bedingungen auferlegt werden sollten, die kein souveräner Staat hätte unterschreiben können (siehe jW-Thema v. 6.2.2009). Jugoslawien konnte nur Nein sagen, anderenfalls hätte es sich selbst zur Kolonie erklärt und zugestimmt, daß NATO-Truppen ganz Jugoslawien besetzen dürfen.

Wo für Außenminister Fischer in der Vergangenheit Auschwitz die Begründung gewesen war, daß deutsche Truppen auf dem Balkan nichts verloren hatten, instrumentalisierte er jetzt den Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden, um einen völkerrechtswidrigen Krieg zu rechtfertigen. Nur die Grünen als frühere Pazifisten und Antifaschisten konnten mit der makabren Rechtfertigung bei einem Teil des linksalternativen und pazifistisch angehauchten Bürgertums durchkommen, wegen Auschwitz müsse sich Deutschland am NATO-Krieg gegen Jugoslawien beteiligen. Helmut Kohl (CDU) oder Guido Westerwelle (FDP) wären in dieser Rolle lächerlich und undenkbar gewesen. – Hätte eine CDU/FDP-Regierung Bomben auf Belgrad werfen lassen, hätten Sternmärsche unterstützt von SPD, Grünen und Gewerkschaftspitze die Straßen der Städte verstopft.

Am 24. März 1999 begann der Krieg. Joseph »Wilhelm« Fischer behauptete, im Kosovo gebe es einen »barbarischen«, »rohen«, gar »primitiven« Faschismus. Fischer: »Es war ein wirklicher Schock, daß Milosevic bereit war zu handeln wie Stalin und Hitler: einen Krieg gegen die Existenz eines ganzen Volkes zu führen.« Und: »Die Bomben sind nötig, um die ›serbische SS‹ zu stoppen.« Heute setzt Fischer auf das schlechte Gedächtnis der Menschen, wenn er leugnet, daß er die Situation im Kosovo mit Auschwitz verglichen und dadurch relativiert hat. Aber es ist ja nachlesbar. Fischer rechtfertigte seine Zustimmung zum Krieg kurz nach dessen Beginn: »Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.« Dem US-Magazin Newsweek antwortete er auf die Frage: »You see a direct parallel to the Nazi era?« »I see a parallel to that primitive fascism. Obviously, the ’30s are back, and we cannot accept that. [...]

Auch manche institutionalisierten Abteilungen der früheren Friedensbewegung, z. B. die Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, entpuppten sich als Berater der NATO und gaben martialische Ratschläge für eine siegreiche Kriegführung. Die Zustimmung des rot-grünen Lagers auch in den Medien für den Krieg war so groß, daß sich die Frankfurter Rundschau weigerte, die Kritik am Auschwitz-Kosovo-Vergleich zu veröffentlichen. KZ-Überlebende mußten im April 1999 38000 D-Mark für eine Anzeige bezahlen, um überhaupt gehört zu werden. Es war ein offener Brief an Außenminister Fischer und Verteidigungsminister Scharping: »Gegen eine neue Art der Auschwitz-Lüge – Wir Überlebenden von Auschwitz und anderen Massenvernichtungslagern verurteilen den Mißbrauch, den Sie und andere Politiker mit den Toten von Auschwitz, mit dem von Hitlerfaschisten im Namen der deutschen Herrenmenschen vorbereiteten und begangenen Völkermord an Juden, Sinti und Roma und Slawen betreiben. Was Sie tun, ist eine aus Argumentationsnot für Ihre verhängnisvolle Politik geborene Verharmlosung des in der bisherigen Menschheitsgeschichte einmaligen Verbrechens.«

Die NATO machte aus einem grausamen, aber regionalen Konflikt im Kosovo einen Krieg gegen Jugoslawien. Daß Deutschland in Person seines früheren Außenministers Hans-Dietrich Genscher (FDP) 1991 die Konflikte angeheizt hatte, indem es die nationale Eigenständigkeit der jugoslawischen Republiken Slowenien und Kroatien verkündete, gehört zu den vielen Tabus der neueren deutsche Geschichte.

Der Kosovo wurde zum Übungsgelände für die zur Einübung von NATO-internen Kooperationen auf europäischem Boden, für die Gewöhnung (nicht nur) der bundesdeutschen Bevölkerung an Kriege und zum Showroom für die Rüstungsindustrie. Der Krieg sollte den Weg nach Zentralasien freiräumen, ein Hindernis für die geostrategischen Interessen in der Region beseitigen.

Mitten im Krieg feierte die NATO auf ihrem Jubiläumsgipfeltreffen im April 1999 in Wa­shington ihren 50. Geburtstag. Die NATO erklärte sich zu einem Welt-Kriegsbündnis. Ihre Truppen umfaßten da schon mehr als vier Millionen Soldaten. Gegen wen sollen sie eingesetzt werden? Das neue aggressive Strategische Konzept wurde von allen 19 Mitgliedstaaten unterzeichnet, auch vom damaligen Bundeskanzler Schröder (SPD). Und über die Lippen von »Menschenrechtsminister« Fischer kam kein kritisches Tönchen. Das ist zu bedenken, wenn jetzt anläßlich ihres 60.Geburtstages gegen das Kriegsbündnis ­NATO demonstriert wird und irgendwelche Grünen die Friedensfahne schwenken, während deutsche Truppen auch mit grüner Zustimmung in Aghanistan morden.

Etwa 5 000 Menschen starben 1999 in Jugoslawien, auch durch die Mitschuld der Grünen. Das ist nicht vergessen.

Der vorliegende Text, entnommen der jW vom 26.03.09 basiert auf "Jutta Ditfurth: Das waren die GRÜNEN", München/Econ Taschenbuchverlag 2000.


MfG
Und dabei würde der Fischer doch viel besser zu GM oder Chrysler passen.

BMW ist schliesslich nicht dafür bekannt, dick und schwerfällig zu sein, und obendrein auch noch viel zu schlucken...

;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.223.972 von Blue Max am 21.10.09 16:58:13Ne, so 15 - 17 L sind ja auch nicht viel...;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.498 von HeWhoEnjoysGravity am 20.10.09 16:12:13Vielleicht so, wie von Neumann von Rand ?

(bei Angleichung des Kaufwertes ist das Angebot auch heute noch nicht unbedingt schlecht.)
Joscha Fischer berät nach BMW nun REWE :cool:

Das Beratergeschäft floriert für den ehemaligen Außenminister und Vizekanzler Joschka .

aus der taz:

Dick im Geschäft

Joschka Fischer besiegelt auf einem Supermarktparkplatz seine Beratertätigkeit für den Handelskonzern Rewe.
Die Bosse platzen vor Stolz fast aus den Anzugnähten. :laugh:



Wieder mal den Geruch der Geschichte einatmen? Nein, nur den einer Melone im Rewe-Discounter zu Mainz.

http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/dick-im-ges…
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.214.118 von king daniel am 20.10.09 15:38:18Ich halte den Fischer für mehr als prädestiniert für diesen Job.

Fischer hat seine Erfahrungen in der Autoindustrie von der Pike an gelernt, er hat am Band gestanden.

Auch hat er schon am Band produzierte Autos durch die Gegend gefahren und dabei fremde Menschen mitgenommen.

Fremden Menschen überließ er auch Produkte der Automobilindustrie ohne sich über zurückgelassene Gegenstände in diesen Vehikeln zu mokieren.

Fischer werden auch die ersten Crash Test zugeordnet. Wie hoch muss ein Stein geschmissen werden damit ein Auto noch unbeschädigt darunter fahren kann. Die Unterstützung der Polizei vernachlässige ich einmal.

Fischer ist ein Gewinn für jede Gemeinschaft. Nur DCK kann ihm vielleicht das Wasser reichen.

Hoch lebe Fischer. Er lebe hoch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.215.008 von silvodin am 20.10.09 16:52:49Wenn der BMW tief genug liegt darf evt. mal ein grünInnen SozialarbeiterInnen mitfahren. Hab isch anhörungstermin oder alter.
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.222.927 von king daniel am 21.10.09 15:29:47Auf einer grünen Bundesversammlung im Oktober 1993 brüllte er, man müsse Truppen nach Bosnien schicken, denn die bosnischen Muslime seien Teil der europäischen Kultur: »Menschen von unserem Blut«.

Hat sich etwas seitdem verändert?

Nein.

Die grünInnen Spinner, kriegsgeil wenn es nach ihren sit in beschlossen wurde, agieren heute noch so.

Wenn der Verfassungsschutz unabhängig wäre, hätte jeder dieser Spinner, bis in die örtliche Vereinigung, einen "aufmerksamen Berater" zu Seite.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.107.905 von aekschonaer am 06.09.10 22:38:11>>Fischer hat seine Erfahrungen in der Autoindustrie von der Pike an gelernt, er hat am Band gestanden.<<

War er auch Melonenpacker bei REWE?
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.107.936 von aekschonaer am 06.09.10 22:48:14>>Wenn der Verfassungsschutz unabhängig wäre, hätte jeder dieser Spinner, bis in die örtliche Vereinigung, einen "aufmerksamen Berater" zu Seite.<<

so ändern sich die Zeiten: heute beraten die Grünen den Verfassungsschutz! :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.107.958 von GillyBaer am 06.09.10 22:56:25Ich wurde gebeten auf deinen Buchstaben Müll zu antworten. Gerne mache ich das nicht.

so ändern sich die Zeiten: heute beraten die Grünen den Verfassungsschutz!

Angenommen deine Hypothese würde stimmen, dann könnte man daran die Verkommenheit dieses schland ablesen. Kriegstreiber, die sich mit fragwürdigen Argumenten versuchen zu rechtfertigen, die als Menscheneinschleusser aktiv sind und sich dabei als Edelharzer vom Steuerzahler finanzieren lassen, frustrierte doofe Tussen, die in der freien Wirtschaft gescheitert sind, Steine hochwerfer, Hunziger Modellständer die zur EU durchgereicht wurden, Porsche fahrende Vielflieger……

Viel mehr Ekel gab es noch nie in der BRD.

Dagegen war der angefeindete FJS ein Weisenknabe.

Macht nix. Hauptsache ihr seid gegen rechts und könnt damit eure Schulversager noch unterbringen.

Mehr Mittel gegen rechts. Wir haben noch viele Linke dumme die finanziert werden müssen.
Warum bekommt der Ökoführer Fischer haufenweise Top Beraterverträge und der Arbeiterführer Rüttgers nicht?
Hat jemand eine Erklärung?
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.107.821 von GillyBaer am 06.09.10 22:08:03Ich hoffe die Melone landet auf dem Müll. Igitt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.111.147 von ichotolot am 07.09.10 15:11:50Begründung?
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.109.834 von GillyBaer am 07.09.10 11:48:30Woher weißt du, was Rüttgers für Angebote hat? Oder ist das auch nur ein Vermutung unter dem Sommerhut entstanden.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.111.751 von Wilbi am 07.09.10 16:17:18Wilbi, frag in seinem Büro nach, das ist nicht schwer...........
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.109.834 von GillyBaer am 07.09.10 11:48:30Wen soll der den beraten Du Spaßvogel??? Den katholischen Männerchor von Weilerswist?:laugh: :laugh: :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.112.717 von GillyBaer am 07.09.10 18:11:46"Wilbi, frag in seinem Büro nach, das ist nicht schwer..........."

Wieso sollte ich? Du hast doch eine Behauptung aufgestellt lieber Hutmann.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.113.211 von ConnorMcLoud am 07.09.10 19:15:27"Den katholischen Männerchor von Weilerswist?"lachen lachen lachen

Bist du da nicht der Chorleiter?
wilbi:laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.222.927 von king daniel am 21.10.09 15:29:47@king daniel
#12

sehr gute
kritische Darstellung
zu

Josef ( Joschka ) Fischer

der Typ war mir noch nie sympathisch

das wird die Werbebranche bei BMW auch noch spüren
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.113.785 von keepitshort am 07.09.10 20:37:21Der hat sich doch einen .... um grüne Politik geschert, heute berät er Heuschrecken in den USA, ist mit dem bösen amerikanischen Klassenfeind auf du und du, trägt Maßanzüge und lässt es sich gutgehen.

Andere f... immer noch für den Frieden :laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.113.785 von keepitshort am 07.09.10 20:37:21>>der Typ war mir noch nie sympathisch
das wird die Werbebranche bei BMW auch noch spüren<<

Es geht nicht darum, ob Fischer dir und den Aldikunden symphatisch ist,
sondern wie er bei der REWE Kundschaft ankommt.


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